Nr. 67 Samstag, 19. März 1904 154. Jahrg. Erscheint tSgNch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Gießener ZamUienblStter" werden betr ^Anzeiac otennc wöchentlich beigelegt. De wQe|ft|xz/. Land tu * erschein monatlich einmal Gießener Anzeiger Rotati onSdrmf unb Verlag her Brüh lachen UnwerMLtSbruckeret. St. Sangt, Gtetzen Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 6L Lelegr^Adr. i Anzeiger Giehat- General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen. ite roezahlimg tn Den Privat- ür deren Aufbefferung inS Zeug „ .. . ______ _____ , ar tunst tun. Doch btn ich nicht Wüt, daß man den T'iel zur Belohnung besonderer Leistungen lyii'ur verwendet. Diese Belohnung ist durchaus notwendig, soll ein stiimuhis zu weiteren Fortschritten nicht fehlen. Abg. Stockmann (Rp.) tritt dem Abg. Ledebour entgegen, unser Heer habe seine glorreichen Siege unter einem noch strengeren Strafgesetzbuch erfochten. Abg. Gröber nimmt die Budgetkommission gegen die Vorwürfe des Abg. Mommsen in Schutz und empfiehlt nochmals seine Resolution. Staatssekretär von Tirpitz bemerkt, es seien bezüglich des § 18 der Kriegsartikel keine neue Kabinettsordre und keine neuen Informationen ergangen. Abg. Ledebour entgegnet dem Abg. Stockmann, wenn er die Mangel unseres Militärstrafgesehbuches nicht anerkennen wolle, sei er blind mit sehenden Augen und taub mit hörenden Ohren. Der § 13 der Kricgsartikcl gebe zu fortgesetzten Konflikten Anlatz zwischen Offizieren und Mannschaften. Er bitte daher den Staatssekretär nochmals um authentische Auskunft darüber, ob der Offizier zu der Waffe greifen dürfe, nur in dem Falle, wo die Disziplin gefährdet sei. Staatssekretär v. Tirpitz: WaS den ständigen Konflikt mibe- trifft, in dem sieb die Vorgesetzten und Untergebenen bezüglich deS Artikels 13 befinden sollen, so möchte ich konstatieren, daß mir persönlich und auch den anderen Admiralen, die ich gefragt habe, kein einziger derartiger Fall in der Marine bekannt ist, wo ein tatsächlicher Konflikt entstanden wäre. Die Tatsache charakterisiert am besten die Bedeutung, die vom Herrn Vorredner dem Artikel bei- gtlegt wird. Was nun den Vorschlag anbelangt, daß wir den Vorgesetzten eine generelle juristische Instruktion geben sollen, so ist daS unmöglich und wäre auch unrichtig. In jedem einzelnen Falle ist eine andere Situation, sodaß man keine generelle Auslegung geben kann. ES gibt Fälle, wo das Leben der Leute und die Existenz des Schiffes bei schwerem Wetter von striktem Gehorsam abhängt, da können natürlich solche Fälle eintreten. Dabei muß die ganze militärische ErziehuiH in Aktion treten und Nicht einzelne Paragraphen und Sätze, und darnach ist verfahren worden in unserer Marine. Abg. Mommsen ffreif. Vgg.) hält gegenüber dem Abg. Gröber seinen Standprntk aufrecht. Abg. Hue («äogj hält gegenüber den Ausführungen der Abgg. Tr. Beumer und Stötzel seine Darstellung der Kruppschen Verhältnisse voll aufrecht. Er erinnert des weiteren daran, daß der Abg. Stötzel seinerzeit nur mit Hilfe der Sozialdemokraten in den Reichstag gekommen ist, und meint, die Arbeiter seien vom Auftreten StötzelS im Reichstage sehr enttäuscht. Tas Gehalt des Staatssekretärs wird bewilligt. Die Resolution Gröber wird an eine besondere Kommission von 7 Mitgliedern erwiesen. £>m Kapitel „Geldverpflegung der Marineteile" hat die Kommission gestrichen u. a. Die Besoldungen für 1 Admiral (3, statt 4 Admirales, für 1 Kontre-Admiral (11 statt 12), für 11 Oberleutnants zur See (386 statt 397) und für 29 Leutnants zur See (346 statt 3751, dagegen hmzugefugt die Besoldungen für 1 Vizeadmiral (6 statt 5) und für 65 Fähnriche zur See (433 statt 368). Ein Antrag v. Kardorff (Rp.), v. Normann (kons.j, Graf O r i o l a (nat.-lib.) u. Gen. will in erster Linie Wiederherstellung der Reg ter ungs Vorlage, eventuell die Bewilliaung von 4 Admiralen, 5 Vizeadmiralen, 11 Kontte- admiralen, 411 Oberleutnants zur See, 386 Leutnants zur See und 868 Fähnrichen zur See. Staatssekretär v. Tirpitz macht darauf aufmerksam, daß ein großes Bedürfnis für die Vermehrung der Marine vorhanden fei. Die Marine ist viele Jahre deshalb nicht fortgekommen, weil eS an Offizieren fehlte. Auch Graf Taprivi hat zugegeben, daß eS an dem nötigen Ersatz fehle. In dem Flottengesetz konnte nicht zum Ausdruck gebracht werden, wie viele Offiziere wir brauchten. Wir müssen einen Ueberschutz an Offizieren haben, damit sie auS der Front heraus- genommen werden und zu anderen Zwecken, Vermessungsarbeiten u. s. w. kommandiert werden können. Dieser lieber» schuß fehlt unS aber nicht nut, sondern eS fehlt sogar so an Offi- zieren, daß Posten, die von Stabsoffizieren besetzt sein sollen, von Kapitänleutnants miSgefüllt werden. Ich kann Sie daher nur dringend bitten, die Regierungsvorlage anzunehmen. Sollte daS hohe Haus dies nicht wollen, jo bietet der Antrag Kardorff-Oriola wenigstens einige Erleichterung. Abg. Dr. Paasche (nat.-lib.) begründet den Antrag Kardorff- Oriola. Wenn der Staatssekretär seine Mitteikungen ausführlich in der Kommission gemacht hätte, würde vielleicht mancher ein freundlicheres Gesicht gemacht haben. Es sei tatsächlich ein solcher Mangel an Offizieren, daß man nur dw größte Hochachtung vor den Offizieren haben könnte und sich wundern wüßte, daß die Offiziere alles bewältigen könnten. Davon, daß mit der Vermehrung der Offiziere einer Flottenvermehrung vorgearbeitet werde, sei keine Rede. Es handle sich nur um etwa 26 000 Mk.; diese geringe Summe sollte der Reichstag doch nickt verweigern. Abg. Frhr. von Richthofcn (lonf.) tritt für die RegienmgS» borlage ein. Der Offiziermangel fei groß, sodaß selbst wenn alles bewilligt werde, noch 70 Vakanzen seien. Abg. Müller-Fulda (Zentr., fast unverständlich) führt au8, datz daS Programm des Flottengesetzes eingehalten sei, ja eS seien noch mehr Oifiziere bewilligt worden. Man könne also dem Reichstag keinen Vorwurf machen. Anstatt 60 Offiziere mehr jährlich seien 75 bewilligt, nun aber verlange die Regierung auf einmal -^0 m^hr. In dem Etat selbst sei für diese große Mehrforderung nur eine sehr schwache Begründung angegeben. Das Zenttum werde daS bewilligen, waS das Flottengesetz fordere, aber nicht mehr. ES müßte sonst daS dringende Bedürfnis nachgewiesen werden, daS sei hier aber nicht geschehen. Staatssekretär von Tirpitz: Wenn der Vorredner die Begründung für unsere Forderung mangelhaft findet, so will ich ihm bemerken, daß auf eben dieselbe Begründung hin die Mehr- bewllligungen in den vorigen Jahren erfolgt sind. Abg. Graf Oriola (natl.): Die Regierung hat sich auf eine bestimmte Anzahl von Offizieren nicht fefigelegk DaS will ich nur feststellen. Die Regierung ist ihrem Programm treu geblieben. 2Bu haben keinen Anlaß, ihr einen Vorwurf zu machen. Die Abgg. Ledebour (Soz.) und Müller (Zentt.) machen noch einige Bemerkungen, worauf die A b st i m m u n g erfolgt. In derselben wird zunächst die Regierungsforderung abgelehnt. Dasselbe Schicksal teilt der Dnttag Kardorff-Oriola, sodaß e5 bei der Fassung der Korn» Mission bleibt. DaS Kapitel wird bewilligt. Hierauf vertagt daS Haus die weitere Beratung aus Sonnabend 11 Uhr. Vorher schleuniger Anttag auf Aufhebung eines SttafverfahrenS gegen den Abg. Jessen (Däne), dritte Beratung deS Etats-Notgesetzes und «weite Beratung des NachtragSetatS für Südwestafrika. Schluß 7N. Uhr. reichen. Staatssekretär v. Tirpitz: Die Marineverwaltung hat grundsätzlich, so lange ich Staatssekretär bin, an dem Prinzip festge- Sailtcn, nur das tatsächlich Notwendige in den Etat einzustellen, llrrb daran wird sie auch festhalten. Was Wilhelmshaven betrifft, nvjufj es sich noch gedulden, bis die notwendigen Hafenarbeiten fertig firrb. Dann wird es schon an die Reihe kommen. In Bezug auf biet Gehälter der technischen Beamten stimme ich Herrn Mommsen ’u.t, zumal im Hinblick auf die opulente Bezahlung in den Privatbetrieben. Ich habe mich ,JC“ £‘™ v <*--«* ■ - «Hegt und werde bie8 am Die vom Abg. Gröber angekündigte Resolution ist inzwischen eingelaufen. Abg. HuS (Soz) fragt den Staatssekretär, ob die Herabsetzung der Preise für Eisen- und Stahlfabrikate auch in den Marinelieferungen zum Ausdruck komme. Ferner lentt er die Aufmerksamkeit des Hauses und deS Staatssekretärs auf die Verhältnisse der Firma Krupp, die eine Monopolstellung für gewisse Lieferungen einnehme. Sie zahle aber an ihre Arbeiter niedrigere Turchschnittslöhne, als die Marinewerkstätten. Soll bas Reich einer Firma Millionen zu verdienen geben, die ihre Arbeiter nicht genügend entlohne? Bei der Firma Krupp hat sich zwischen der Verwaltung und der Arbeiterschaft eine immer größere Kluft aufgetan. Mit dem alten „guten" Verhältnis ist es längst vorbei. Die alten, tüchtigen Arbeiter, die den Ruhm der Firma Krupp mit aufgerichtet haben, müssen sich jetzt von jungen, kaum der Schule entwachsenen Herren kommandieren lassen. Man hat wahre Potemkinsche Dörfer aufgebaut, um die Firma Krupp als die Wohlfahrtsfirma par excellence hinzustellen. Jederzeit kann man konstatieren, welch eine Menge schwerer Unfälle bei Krupp vorkommt. Die Krankenziffer bei Krupp ist eine unglaubliche. Wo solche Ziffern vorkommen, da ist zweifellos sehr vieles faul im Staate Dänemark. Sehen Sie sich die hageren Gestalten dort an, wie auSgemergclt sie dastehen, mit zitternden Knochen, wie sie zwölf bis fünfzehn Stunden in der Gluthitze arbeiten muffen I Sogar am Sonntag müssen die Aermsten häufig arbeiten, nichts haben sie, keine freie Minute! Die Marineverwaltung muß eS sich ernstlich überlegen, ob sie diese Firma nach wie vor mit ihren Lieferungen betraut! Herr Tr. Beumer hat kürzlich, am 29. Januar, hier behauptet, im rheinisch-westfälischen Bezirk würde die Sonntagsarbeit doppelt bezahlt. Das ist aber einfach nicht der Fall. Wollten die Arbeiter unter Berufung auf Herrn Beumer am Sonntag doppelten Lohn verlangen, sie erregten nur Heiterkeit! In einer Fabrik haben die Arbeiter dies tatsächlich getan. Da wurde ihnen der Bescheid: „Kerls, macht Euch doch nicht lächerlich! Wenn Ihr doppelte Sonntagsschichten haben wollt, so geht doch zu Herrn Beumer!" (Heiterkeit.) Mit den vielgerühmlen sozialen Einrichtungen in der Firma Krupp ist es gleichfalls sehr übel bestellt. Die Stadt Essen hat ihre Kommunallasten erhöhen müssen, um den ständig steigenden Ansprüchen des Armenetats genügen zu können. Und die sozialen Verhältnisse Essens sind doch im wesentlichen abhängig von Krupp. Ich wiederhole: die Kruppschen Löhne sind nicht hoch. Viele Berliner Elektrizitäts- und andere Firmen zahlen viel höhere Löhne. Und von den «Wohlfahrtseinrichtungen" sollte man doch wahrhaftig nicht so viel Aufhebens machen! Die Firma Krupp sollte wahrhaftig nicht immer wieder und wieder mit ihren „Wohlfahrtseinrichtungen" großtun! Dazu liegt wahrhaftig kein Anlaß vor. Wir sollten hier im Reichstag die Verhältnisse der Firma Krupp etwas unter die Lupe nehmen! Wir haben dazu ein Recht, denn nur dem Reich verdankt die Firma ihre Stellung! (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Stockmann (Rp.): Die Resolution Gröber tritt so überraschend an uns heran, daß tmr, die wir die Bestimmungen des Militärsttafgesetzbuches nicht auswendig können, unmöglich einer so weittragenden Resolution beistimmen können. Abg. Dr. Benmer (nat.-lib.) nimmt die Firma Krupp in Schutz. Die Arbeitslöhne richten sich nach der Konfiinktur. Die Preise der von Krupp produzierten Waren sind gefallen, also müssen es die Lohne auch. WaS die Preise für die Marine betrifft, so zahlt das Deutsche Reich von allen Flotten die niedrigsten Panzerplattenpreise, wenn man die Quantität, Qualität und die Konstruktion in Betracht zieht. Tie amerikanischen Firmen haben sich zu einer Ermäßigung erst entschlossen, als sie 87 000 To., sage und schreibe 37 000 To. auf einmal in Auftrag bekamen. Solche Aufttäge hat Krupp nie auf einmal bekommen. Dabei sind die deutschen Panzerplatten in der Konstruktion bedeutend komplizierter, als die amerikanischen. Unsere Marineverwaltung stellt an die Kruppschen Platten eben enorme Anforderungen. Die Marine würde pro Tonne in Amerika rund 416 Mark teurer zahlen, als sie bei Krupp bezahlt. Auf die Kruppschen Wohlfahrtseinrichtungen gehe ich nicht ein, weil sie nicht im Zusammenhang stehen mit dem Marineetat. Nur muß ich entschieden in Abrede stellen, daß der Geist in der Kruppschen Verwaltung ein anderer geworden ist. Zugenommen hat nur die Hetzerei unter den Arbeitern, hauptsächlich in dem traurigen Jahr, da der alte Besitzer starb. Der Zudrang tüchtiger Arbeiter zu Krupp ist ein enorm großer. Dadurch werden die Angaben des Abg. Hue am besten widerlegt. Herr Hue hat von hageren Ge- stälten gesprochen. Ich habe diese in Esten nicht bemerkt. Im Gegenteil: die Kruppschen Arbeiter sehen alle sehr gut genährt aus. Was die Sonntagsarbeit betrifft, so war mir die Tatsache der doppelten Bezahlung der Sonntags-Reparaturarbeiten noch in Erinnerung seit der Zett, da die Sonntagsruhe eingeführt wurde. Damals befürchtete man, man würde am Sonntag keine Arbeiter finden. Mittlerweile ist aber der Andrang ein so großer, daß es dieser doppelten Bezahlung nicht bedarf (Lachen bei den Sozialdemokraten. Zuruf: Na also!) Ich weiß, daß die Arbeiter bei Krupp sehr zufrieden sind. (Gelachter bet den Sozialdemokraten.) Abg. v. Normann skons.) erklärt, feine Fraktion fei für alle Zeiten außer stände, der Resolution Gröber zuzustimmen, da diese die Disziplin gefährde. * Abg. Tr. Paasche (natlj gesteht offen, daß die DuSsührungen Gräbers, ihm sehr sympathisch gewesen seien. Der Tendenz derselben stimme er zu, ohne zu befürchten, daß dadurch die Disziplin gefährdet werde. Es fei durchaus berechtigt, hier eine Reform zu suchen, um allzu große Härten auS dem Militärstrafgesetzbuch zu entfernen. Er würde gern den von Herrn Gröber gezeichneten Weg beschreiten; der Wortlmtt der Resolution mache ihn aber stutzig. Er könne daher, so sehr er auch mit dem Grundgedanken derselben übereinstimme, doch ihr nicht zustimmen. Die besagte Resolution, die inzwischen im Druck vorliegt, hat nämlich folgenden Wortlaut: „Der Reichstag wolle beschließen: die verbündeten Regierungen um Vorlegung eines Gesetzentwurfs zu ersuchen, welcher das heutige Mißverhältnis der Bestimmungen des Militär- strasgesetzbuches über Verfehlungen der Untergebenen gegen Vorgesetzte im Vergleich zu besten Bestimmungen über Verfehlungen der Vorgesetzten gegen Unteraebene beseitigt." Abg. Ledebour (Soz.) tritt für die Resolution ein. Das gegenwärtige Militärsttafgesetzbuch erzeuge bei den Mannschaften daS Gefühl der Rechtslosigkeit. Eine authentische Jliterpretation deö Artikels 18 der Kriegsartikel (Notwehr) fehle noch immer. Staatssekretär von Tirpitz erwidert, die KriegSarttkel feien nur eine Abschrift dcS Militärsttafgesetzbuches. Eine Auslegung derselben sei daher Sache dcS Reichsmilitärgerichts, er könne eine Interpretation nicht geben. Abg. Stötzel (Ztr.) polemisiert als Vertreter (Bffen« gegen den Abg. HuL. Abg. Richter (fteff. Dp.) bittet, die Resolution an eine Kommission von 7 Mitgliedern zu überweisen, um einen befferen Wortlaut festzustellen. Parlamentarische rierhanvlnnqen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutlcher Reichstag. 61. Sitzung vom 18. März. 1 Uhr. Das Haus ist mäßig beseht. Am BundeSratstisch: o. Tirpitz, Frhr. v. Stengel u. a. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung des Etats-Notgesetzes (sowohl für den Neichshaushalt, wie für die Kolonien), das bekanntlich zwei provisorische Zwölftel für Die Monate April und Mai verlangt. Schatzsekrelär Frhr. v. Stengel: Der vorliegende Gesetzentwurf hat bereits Vorgänger gehabt in den Jahren 1877 und 1878. Damals war der Tatbestand ganz der gleiche. Nur hatten wir damals noch keine Schutzgebiete, weshalb sich auch ein EtcttS-Not- gefetz für die Schutzgebiete erübrigte. Ferner unterscheidet sich dies ^Gesetz von dem 78er dadurch, daß auch die Punkte betr. die Veteranenbeihilfe hier Aufnahme gefunden haben. Ich glaube, daß in Idieser Beziehung die Empfindungen der Regierung ganz mit denen ! dieses hohen Hauses übereinstimmen. Jeder wird das Gefühl lhaben, daß wir unter der Verzögerung unsere Kriegsinvaliden nicht Heiden lassen dürfen. Im übrigen bitte ich Sie recht herzlich, sobald als möglich den 6(Etat fertigstellen zu wollen. Kommen hierbei doch auch wesentliche Interessen persönlicher Natur irt Frage. Denken Sie beispielsweise atm die armen Landbriefträger! Dte warten mit Schmerzen auf ichre sehnlichst erwartete Gehaltsaufbesserung. Ebenso warten ttausende von Beamten darauf, daß sie endlich in die höheren ^Stellen aufrüden. Ich denke, bei einigem guten Willen können Sie Sen Etat sehr gut Ende April (skeptisches Lächeln im Hause) oder •’lnfang Mai fertigstellen. Und dann noch eins: In dem Notgesetz (konnte eine Reihe von einmaligen Ausgaben nicht vorgesehen werden, rtoid-tige Ausgaben für Bauten und ähnliche Zwecke. Bei den betreffenden Verträgen sind aber die Gegenkontrahenten nur gebunden öis zum Anfang des Etatsjahres. Sie können jetzt zurücktteten mter höhere Forderungen stellen. ES heißt also jetzt für Sie: ’.’ideant consules, ne quid detrimenti capiat res publica! (Lebfiafter Beifall.) Hiermit schließt die erste Beratung. In der. gleich darauf folgenden zweiten Beratung wird der Entwurf unverändert an » genommen. Es folgt die Fortsetzung der zweiten Beratung desMarine - E t a t 5 beim Titel „Staatssekretär". Abg. Gröber (Zentt.): Ter Fall Hüssener nötigt auch mich zu einigen Bemerkungen. Der Unterschied zwischen dem ersten und »wetten Urteil ist doch befremdend. Das erste Gericht verurteilte nüffener zu vier Jahren Gefängnis, das zweite erkannte nur auf nine custodia honesta, auf zwei Jahre Festung. DaS ist doch ein grauenhafter Kontrast! Ich meine daher, wir müßten die Re» c lerung auffordern, dieses Mißverhältnis zu beseitigen. Ich habe pfion eine entsprechende Resolution formuliert und werde sie ein« hangen, wenn ich die nötige Unterstützung finde. Staatssekretär v. Tirpitz: Der angelünbigten Resolution gegenüber bin ich nicht zuständig, dieselbe fallt in das Ressort beS ^liistizamts. Zum Fall Hüssener erinnere ich nochmals an den ? enor des Urteils. Alle Instanzen stimmen darin überein, daß Hie Waffe in gesetzwidriger Weise gebraucht wurde. Das Kriegs- wricht hat jedoch angenommen, daß eine Bedrohung und Gehorsamsverweigerung vorhergegangen ist. Ich war nicht bei der Ge- r ttsfibung zugegen und kann mich über boS Urteil nicht äußern, t'^aä das Waffenttagen anbelangt, so sollte man doch auS einem e nzelnen Fall keine Schlüsse zieyen. Man kann doch erwachsenen jungen Männern nicht verbieten, Waffen zu tragen, in einem 5!ande, in dem jeder Waffen tragen darf. Abg. Mommien ffreif. 93g.): Meine Freunde werden der Reso- Itufion Grober zustimmen. Ich will den Fall Hüssener nicht gene- r ilifieren, ober eS ist doch unsere Pflicht, dafür zu sorgen, daß solche Fälle nicht mehr Vorkommen. Um die Frage des Waffen- t-ngenS ist der Staatssekretär herumgegangen. Herr Grober tjat riiefjt ein Verbot beS Wafsenttagens verlangt, sondern nur eine weniger gefährliche Waffe als den Dolch verlangt. Und hierin stimme ich ihm bei. Tie Kommission hat mich an dem Marine- C tat Abstriche gemacht. Gewiß müssen wir sparsam fein, aber ich bin im Zweifel, ob die Sparsamkeit hier angebracht ist. Ich weiß wicht, ob diese Art Ersparnisse sich überhaupt rechtfertigen läßt. Die kann man eS hier beurteilen, ob in dieser ober jener Verwaltung ein Beamter mehr notwendig ist? Damit begibt sich die T'udgetkommission auf ein Gebiet, das die Verantwortung für die Führung der Reichsgeschäfte auf eine falsche Stelle schiebt. Man fann wohl generell einmal dem immer steigenden Apparat ein Halt zurufen. Aber so im einzelnen Personalabstriche vornehmen, dcis beweist nur, daß wir die Regierung zwingen, einen falschen IF'eg einzuschlagen: sie sieht sich vielleicht veranlaßt, mehr einzu- itrfien, als sie braucht, beamt nach ben erwarteten Abstrichen immer noch genügenb übrig bleibt. Unb so fahren wir in Zukunft eher schlechter als besser mit biefer ,.Sparsamkeits"politik. Interessant ist bic Frage beS staatlichen WerftbettiebeS. Es heißt, er soll um 50 Proz. teurer als der private fein. Nun muß Zweifellos der Staatsbetrieb immer teurer fein alS der private, illuch bat der Staat Pflichten zu erfüllen, denen der Private nicht irochkommt: z. B. kann er bei Arbeiterentlastungen nicht so leichtherzig vorgehen. Ich hätte hierbei noch den Wunsch, daß bei not» rtmbtgen Entlastungen nicht die jüngeren behalten werden — wenn ite auch leistungsfähiger sind — sondern gerade die älteren. Ferner ritte ich dringend um Gehaltsaufbesserung für die technischen Be- "■-if.-n, die im Verhältnis zu den VerwaltimaSbeamten viel zu idtfedjt bezahlt find. Könnte man diese Aufbesserung nicht aus btm bis jetzt unbeanstandeten Titel „45 000 SRI. zu Vergünstt- pirnaen für außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet des Sbiffs- und Werftbaus" bestreiten? Die Abstriche, die die Kommission an dem Schiffsbau borge» ficmimen hat, halte ich für ganz unbillig, verfehlt, unberechtigt, unzweckmäßig und unangebracht. Sie (zum Ztr.) haben die Schiffe ja doch selbst bewilligt Unb wenn Sie jetzt Abstriche machen, so bete ittet daS nur eine Verlangsamung beS Tempos. Daburch machen -iie nur Arbeiter entlassungen notwendig, ohne sonst etwas zu er- nach dem Beispiel Preußens größere Befugnisse ein- Kesstschcr Landtag. R. B. Darmstadt, 18. März. Kaiser Wi Heims Weerfahrt. Fassung einverstanden, während seien zweite Beratung deS Kultusetats wird auf keinen Fall vor iber» Ostern zu Ende geführt werden. — In seiner heutigen Sitz- Am Ministertisch: Jnstizminister Dr. Dittmar Oberjustizrat Lorbacher, Geh. Odcrfinanzrat Fuchs, Geh. Lesung und setzt die Beratung morgen fort. Graf Bülow erklärte auf dre gestrigen Angriffe des Abgeordneten von Eynern, welcher in seiner Erörterung über den § 2 des Jesuitengesetzes auch, die große Politik getragen habe. Er schiene zu befürchten, daß die Aufhebung dos 8 2 des Je. suitengesetzes den Dreibund und unser Verhüllnis Italien erschüttern könnte. Hierauf erkläre er, daß das Zentrum ebensowenig wie irgend eine andere Partei Einfluß auf den Gang der auswärtigen Politik habe. Ferner habe Herr v. Eynern gemeint, der Reichskanzler hätte Deckung gesucht hinter Bennigsen. Darauf sei zu erwidern, daß es n i ch t d i e G e w o h n h e i t d e s R e ichs- kanzlecs fei, sich hinter irgend jemand zu v e r st e ck e n. Lüneburg, 18. März. Bei der Reichsta gser- satzwahl im Wahlkreise Lüneburg wurden im ganzen 22,910 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf Zeitungs- vcrleger Tr. Max Jä necke (natl.) 7 210, Freiherr von Wangenheim (Welfe) 9 004, Rittergutspächter Dobberkau (kons. und B. d. L.) 2 779, Redakteur Fischer (Soz.) 3913; zersplittert sind vier Stimmen. Es hat somit Stichwahl gattzufinden zwischen v. Wan gen heim und Jänecke. Oldenburg,18. März. Im Landtage teilte Mmiiler- präsident Willich mit, daß voin Herz oge Ernst Günther von Schleswig-Holstein. Sonderburg-Augustenburg Prolesi gegen die Vorlage.betreffend die Neuregelung der Thronfolgerfrage eingereicht sei. Aus Stadl uutz Gießen, den 19. März 1904. antrag. englische Geschwader im Abg. Dr. Heidenreich verwahrt sich mit Ent- gelegt und feuerte Sulut. -schiedenheit gegen die Ausführungen des Abg. Köhler, torious" cm~ ebenso Abg. o. Brentano. Letzterer führt aus, ~~ spreche. Abg. Sensfelder hat Bedenken gegen den Mehrheits Ter Abschied des Lloyddanrpfers „König Albert" am ing «anudiuuiut», .v«v 116. März von Vigo, des.en Terrassen, Forts und Berge Abg. Köhler sich gegen den Ausschußantrag aus- Sonne beleuchtete, bot ein besonoers farbenreiches Brrd. - r- r- Volke Eine große Anzahl von dichtbesetzten Dampsern und Booten Warnung! Die meisten Nachahmungen von 0» • Hommelt» Vernrijcyte». • Zu der Pirnaer Duell-Affäre, welche vor de. Kriegsgericht der 32. Division ihren Abschluß fand, 'vndN' berichtet, daß das Gericht beschloß, für den zu 4 A o - Festungshaft verurteilten Oberleutnant Krohn König ein Gnadengesuch emzureichen. Gegen den nant Bax, welcher zu 6 Monaten verurteilt wurde, m zur Zeit noch das ehrengerichtliche Verfahren. , werden, um das D. K. f. ISo. öi.öyi zu umgeuen, mit ZuhllIe“‘‘^ von Aut her bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, as_? Original-Präparat zu erhalten, verlange man stets aus Dr. Hommel’s Haematogen und achte auf die Schutzma gende Löwin.“ dem Ausschußantrag zugestimmt werden. Irrch sichj unlängst mu , Aba. Seelinaer spricht sich ebenfalls für den Aus- giesischen Gewässern befand, ohne sckuüantraa aus I abzustatten. Don Carlos' Besuch vor Justizminister Tr. Dittmar legt ausführlich die Ab- deutschen Kaiser in Potsdam ist bisher unerwidert gesicht des Gesetzgebers bei Bestimmung des Art. 4 dar. Er blieben. Man glaubt, daß Kaiser ArlHelm seiner Sym- beoauere, daß durch die Opposition, wie sie durch die Herren pathie für Spanien Ausdruck verleihen und gleichzeitig der Köhler und Genossen erhoben werde, die Interessen der portugiesischen Regierung und dem portugiesischen Hose Landwirtschaft geschädigt würden, eine derartige Ablehn- seine Gleich giltig keit dartun wollte und zwar wegen ung der Dienstherren könne keinen guten Eindruck im Lande der Freundschaft Portugals mit England. machen. Es handle sich doch bei dem Artikel um eine . v ■ ■ 1 ■= gute Waffe für die Landwirtschaft, um einen wirksamen DtirlaMiNtarillLeS. Feldschutz. Tie Strafgelder kämen doch nicht den Ministern,! sondern der Allgemeinheit zu gute, und ein großer Teil Berlin, 18. März. Dem Reichstag ging ein schleu- davon fließe in die Gemeindekassen. niger Antrag der Freisinnigen, Nationalliberalen Bei der Abstimmung wird der Mehrheitsantragi ni) Zentrums zu, auf Aufhebung des Strafver- tt’SiÄÄSS ä.» »>-» ««-!»,->».» i-»--«">"»»»"«■ der Aufsicht oder im Dienste") angenommen. eme Haussuchung gegen Jessen stattgefunden hat. Ohne Debatte erfolgt alsdann dte Annahme des gleichen Berlin, 18. März. Die Budget tont m if ft on Artikels des Forststrasgesetzes in derselben Fassung. des Reichstages erledigte zunächst den Nachtragsetat für Ter zurückgestellte Art. 30 der beiden Gesetzentwürfe D eut s ch s üd w est as rrk a Bet Kap 69 des Etats des tautet: Privatpersonen haben für die Weidefrevel der von Reichsschatzamtes (Kontrolle der Zolle u^ Verbrauchs- ibnen angenommenen Hirten bezüglich der verwirkten Geld- steuern) erwidert auf eine Anfrage Muller-Fulda über dre strafen, der Kosten und des Schadenersatzes auch dann zu Wettbureaus Staatssekretär ^rhr. v. Stengel, dre Regter- üaften wenn der Hirte nicht zur Hausgenossenschaft des ungen seien dem Wunsche nach einer schärferen Kontrolle Dienstherrn gehört rc. der Wettbureaus nachgerommen. Dre öffentlichen Totalr- Ter Ausschuß hatte Streichung des Artikels beantragt, satoren hätten sich größtenteils in Vereins-Totali- Dei der heutigen Abstimmung wurde Art. 30 in beiden satoren umgewandelt, die tünftig einer Steuer unterworfen Gesetzen unter Ablehnung eines Antrags Korell nach der werden sollen. . £ Regierungsvorlage angenommen. I —Cs soll neuerdings zweifelhaft geworden sein, Es folgt nun die Beratung des Entwurfs zur Ab- ob der Reichstag bereits morgen in die Oster- anderung über das Verfahren in Fo r ft-und Feld- ferien geht. Dem Vernehmen nach soll das Zentrum rüge fachen. In der Generaldebatte sprach sich zuerst den Wunsch hegen, das Plenum bis Mittwoch den 23. Abg. Weidner dahin aus, es sei nicht gerechtfertigt, daß März, tagen zu lassen. , die Feldschützen von den Gemeinocn bezahlt würden, wäh- —.Im Abgeordnetenhaus e werden die Oster- rend die Strafen für Feldvergehen m die Staatskassen ferien frühestens am Mittwoch den 23. beginnen. Die fließen, lieber die Dienftführung der Feldschützen f-~- - hnv die Kreisräte ost nicht gut unterrickstet, man solle über- , . . . . - - Haupt den Ortspolizeibehorden den Feldsrevlern gegenüber | ung beriet da§ rcktgeordnetenhans d^n KultuSetat tn zweiter spricht. Die Mehrheit des Hauses stehe nicht so im L. 1V ---- -----. = . . drin wie er. Wer diesem Antrag zustimme, handle gegen suchte mit dem „König Albert Schritt zu.halten. Auf allen Li- Jn"°r-ss-n des Volkes, dos di- Abg-oednet-n hierher g» 1 n,1Pn f’“rEfPn Schiffen spielten Mus-ikapellen, ure JNjassen brachten Hoch-- Personalien. Sc. K. H. der Großherzo>i liandt habe I aus, und llatschten in die- I dem geistlichen Rat und Dekan Philipp La ist za 1 Änt Haos unterbricht den Redner und ruft ihn bii ,umSRitterf«uä des Verdun,., zur Ordnung: er habe kein Recht, so zu sprechen, denn dieEinen Salur ab. Ihre Musik spielte die preu-ordens Philipps des Großmütigen verliehen. Mitglieder des Hauses hätten sämtlich die Interessen des n ^nig Alfons, der auf der Kommando- Frankfurt a. M., 18^ Marz. Wie der .W- Gm.-Anz. Volles zu vertreten. brücke stand, schwenkte dreimal seine Kopfbedeckung, Kaiser entgegen anders lautenden Meldungen nut eilt, hat der Abg. Weidner stellt sich auf den Standpunkt der zg l h e l m erwiderte den Gruß. Der Kreuzer „Friedrich Raubmord "Br u n o Groß gestern mittag nach bei ■4« 7» 7 * «*» -sar 'S Ä"SSa SÄWawi» « - S* Ä Ä w»-ÄS £.■» den Abg. Köhler, der sich immer wieder den Anschein gibt, enllaua bis nach. Gibraltar verlief durchs zimmerchen betrat, ist dem gewiegten Verbrecher ohne als hätte er allem die Rechte des Volles zu vertreten. Köhler sv^eMch, Die Reise süAt? bet milder Luft und Zweifel ausgefallen, daß der Untersuchungsrichter diesmal spreche im Interesse einer kleinen Nünderheit von Arbeit- Qn wechselnden Panoramen vorüber, morgens nicht mit den sonst anwesenden Polizeibeamten allem war. gebern, und nicht im Interesse der großen Masse der Land-1 ’an bem malerischen Kap Roca, von dessen durch die Brand- Da waren noch MEi H^ey m denr Stübchen, ^ren itrena>' bevölkerung, die 90 Prozent ausmacht und sich keine Dienst- ^g unterhöhlten mächtigen F-elsen zwei hohe feste ^11^» S?^te^bnlfil? un^ leßr? Täir boten halten kann; auch für diese Bevölkerung emzut-ekn, türme weit sichtbar emporragen, mittags über die breiten °uwalt Lne^raaen sei Pflicht der Abgeordneten. (Lebhafte Zustimmung.) Der gelblichen Wasser der Taiomundung hrnwea unb um fünf IleUt bar Zusatzant-ag d-s Ausschuss-s fei g-Ich°ff-n im Jnt°r-ss- d-r Uhr in ÄTiSÄ »Mn, S Äw m großen Masse der bäuerlichen Bevölkerung und Herr Köhler groteske M^ Au? der aaiuen Fahrt Frau aus dem Seilerladen selber ausgesagt, daß er der stell- di- Ding- -mfach auf ben fiopf, w.nn « M «u • '”Ä.gewesen sei, der das Ende Strick bei ihr gc« pielt, als ob er hier aus der Tiefe des Volkes heraus sich der Mrftr, die schönen Eindrücke Der Jteqe ^ckrichret der Untersuchungsrichter einen scharftn » ä ’ssssrt sressms Juristisch- m so drastisch-- W-is- Ausdruck g-g-b-n. Er st«I,w w d« «ulf»,« da, nur ,ür einen Momen verlalM «ch«. habe damit wieder seine besondere Qualisikation als Mitglied Dragoons mit großem Gefolge an Land. Auf dem steht er wieder ^t zusammengekniff n - PP< d-s G-s-tzg-bungsnusschussts b-wi-s-n (H-ii-rk.), Abg.Köhl-r, ^rw-g- bild-t-n kote mit englischen Matrosen ^ugnen leugnen, attes leugmn, Ln d-r während d-r Reden der b-.d-n Vorredner vom Prästdenten Spalier, während das Ge,chtvaber 10:1131^ Salut feuetie, 2 ba3 ift der einzige möglich ' schon mehrmals zur Ruh- gewiesen worden war, versucht nun bet von den Bastionen unb den auf bem Berg sich ^auf» ugl„cg 1 unb so leugnet er beim! Diesen Mann? Nein, Den in umständlicher W-is- völlig abseits liegend- Ding- über »ehenden Galerien ausgenommen wurde Am, Km^wurd^ ' Ich weiß nicht, wer er ist." - Nun wud-r Dienstboten -e. mit in di- Debatte hin-inzuziehen. Als ihn der Kaiser empfangen vom ^"Uverneur mit s-mem ab ^ergänzlich zusammengebrochen-, tief zerknirscht- Sias- Präsid-nt Haas daraus Hinweis., daß diese Dinge nicht zurU- nutL forst im Anblick feines Genossen sein ganzes oon me Sach- gehören, ruft Köhler erregt, „ das gehört doch hierher-. uM> Gesolge m SSagen durch schon ausführlich wiedergegeb-n-S Geständnis. Aber toi. Präs. Haas- .Rein, das gehört nicht ,u Artikel 4".WLl? bUb-?-» Lanö Rüttelt nut mit bent «18 « Köhler: Und ich sage Ihnen, das gehört doch hierher! (Große Marinetruppen Spalier. Die Stadt ist reich, geschmückt. S Gewissen endlich durch ein offenes &• Unruhe und Gelächter.) Präs. Haas erteilt daraus einen lebhaften Farben.der südlZen Vegetation gaben etn I erdrückenden Ordnungsruf. buntes Bild. .Tie vielsprachige Bevölkerung drangt bis I ä n , leugnen, hat doch wahrlich keinen Abg. Schönberger wendet sich darauf gegen mehrere zu. den Spalier bildenden Trupsten vor und bringt dem 1 hartnäckig bleibt Groß bei seiner Aussage. Ausführungen des Abg. Dr. David, Kaiser Ovationen d«i Im Hause » «— L kennt den M°7n nkcht und ^i?nichts bon seiner Ät Abg. W.o l f glaubt, daft die neue Fassung des Artikels em Lunch statt. Dunach besagte der Kaiser Telle bei Stasforst soll abtreten. Ein Scl)utzmann suhrt dei- eine Verschlechterung zu Ungunsten der Dienstherren bedeute, Befestigungen des Felsens. Am Abend fand an Bord des hinaus. Aber kaum hat sich die Tür W und bittet, den Minderheitsantrag anzunehmen. „König Albert em Dmer stE. ihm geschlossen, da macht sich bei Groß öie Reaktion gellend Abg. Tr. David legt noch ausführlicher dar, daß In politischen Krei.en Portugals ist man äußerst 1^. J ^sammen und schluchzt. Schluchzt he'k mindestens 90 Prozent der Kleinbauern sich keme Tienst- verstimmt über den nicht erfolgten Besohl des Kaisers I löie cr es wohl seit feiner Kindheit Nicht mHi boten halten könnten; im Znteresse dieser Meyryell müsse beim König. Man hebt hervor, daß auch Pr^uz H i - tan hat. Und nun fallen die Ermahnungen des Richter- dem Ausschußantrag zugestimmt werden. r t d) sich, unlängst nm reinem Geschwader m den st^rtu fiuditbaren Boden. Langsam und zögernd kommt to- Kmitttnpr turirfit iidi für den Aus-1 aiesinben Gewässern befand, ohne dem König einen "^bsuchl denn er weiß von der Tat! Er ist MillvifsL eimgen Jahren beim | ^ttäter. Aber schon regt sich auch wieder der W i ' Haltungstrieb. Er war es nicht, der die rödlidsen rew- der gegen den Erschlagenen Zefühick hat, nein, er lat es «W b Und dabei bleibt er, trotz aller Vorhalte. Bleibt deoei K , zum Schlüsse des langen Verhörs und blieb QM vormittag hartnäckig bei dieser seiner Aussage. „Er » : mit dabei, aber die eigentliche Tal yar ch nicht begangen." Tie tödlichen Streiche, W es Ue forst schildert, hat er nickst geführt. - Aufgabe o Untersuchung muß es nunmehr fein, die WaWmü 'M sie zu ermitteln ist, zu flnden. Voraussichtlich ^ro l - die Aburteilung dieses Falles eine befände re el gerichtssitzung anberaumt werden, i>a Der yau i Die gegenwärtige Schwurgerichtsperwde nicht meyr IP reif werden dürfte, und weil man andererseits mu Sühne des furchtbaren Verbrechens nickst bis zur nacyi Tagung irn Juni zu warten gedenkt. — räumen. , ,. ::_v. Justizminister Dr. Dittmar bemerkt, daß er Die (Siri letztere Anregung in Erwägung ziehen werde. ' Abg. Köhler wünscht, daß für die Forst- und Feld- rügefadjen nur das Schöffengerickst als zuständig erklärt Rat Wilbrand. Iwerde. Das würde besonders dann nötig werden, wenn Nach Eröffnung der Sitzung um 10 Uhr werden die ^ch mehr jüdische Richter angestellt wurden, womit ja acftern mrückgestellten Artikel 4 und 30 des Feld- und jetzt schon Der Anfang gemacht worden sei. Das Volk des Forststrafgesetzes beraten. Art. 4 bestimmt gleichlautend habe für diese kein Vertrauen und müsse daher auch das L'bZLVSa-f-n, daß für b-s und Kosten, zu denen Personen verurteilt werden d,e unter ' entgegen, während der Gewalt, der Aufsicht oder im Dienste emes andeiin stehen sgäbr fick) mit Den Kohler scheu Ausführungen und zu deffen Hausgenossenschaft gehören, der Andere tul Lm wesentlichen einverstanden erklärt. den Fall des Unvermögens des Verurteilten haftbar zu er- $n ber Spezialdebatte wird darauf Arü 1 angenommen, klären, und zwar unabhängig von der etiuaigen Strafe, zu Art. 2 beantragt der Ausschuß, daß Forst- und Feld- weicher er selbst auf Grund dieses Gesetzes oder des § 301 rugesachen den Schöffengerichten übertragen werden. ’ S* w «*4«" ’“w dsutsnUHBÄ sws ms» zunehmen und als Absatz 2 hmzuzusugen. Weist nach ^üolf die Verhandlung um i/22 Uhr abgebrochen. Absatz 1 Haftbare nach, daß Die .tat gegen fein ausdrückliches I Sitzung Dienstag vormittag 10 Uhr. Verbot begangen worden ist oder daß er die Tat auch bei gehöriger Aufsichtführung nicht verhindern konnte, so ist die Haftbarkeit nicht auszusprechen. Justizminister Dr. Dittmar erklärt sich mit dieser CT Jet W Dresd . Ein SeitensÜ der Kampf um e geaemvärtig bag, W um die An« Pnnzeftjn ! bürg. geb. N'is Ulrich, mit der j 'panischen Thronp burg.i^ldi^., d°s iofe feR °us bei unb r?1(rJ> der M Uist>krhe vorn ininiTirf 0 Suchten 8 Muuq ??en Honorar L xidjiifl J)On * Leipzigs zeichnen, ‘.‘Hü di- «,?, e|u< tm cnäftcn oeI?Ben^ iS“”1”' C 1 K *e don kl« d°I Slot ÄS J a I1)ten Sn8Eliih i°' 91,18 j-> i$a*r Z8 tu 3 «ft G s i-- B cs f tu M E CD § id ß LHT- CO CO ®-9 o cs- ■ 5 £ en J? ic> .— n vy an w o - C> '—1 ■—J U r- ”-'•>' rsL-Z. C5_O F A CJ :r* o ä CO L C5 OS» 8K» I^ZZZ A F =O ti» S 43 A 5 COO Vermischte, eine kleine romantische Geschichte wegen ihrer Eine verwit SdjüUiburg, auf dem Schlosse [ Ee Les Sohnes des alten Prii Likidj, mit der Prinzessin von irn , tf CD CO F 3 F «ft a - 3 F r-«rL Q Pu n O V 0/5X1 TO — «ft — — cd CSS 2 Z o A «ft f e =3 E O s.. 8^0 »-Z(5 s ö £ 3 —' «ft :F EG 3 -Z«ft F .5 «'L SS o »g-5 <— d >a ?.ü *2 o 095 R ä F "e " H w P isSS 3 F _ «ft 77 o c> E q>3 S tc® 4a = X §1 öe^a-gss 10 d ig ai G q 'S'-- M G .5 c 2? ■— cj cR -—• A tu . r-> 4J ZK5U Z EM __ SS EtO ß ZL- E £ft» A 05.05 jyp e 5- -t E F £ E M «j L l>— l>—V-4 p c -3 2 a a 2 §i .3 5 F O 3 G E£ E i-1 pS S-» ei «oK i| A 05 §8.Bgl CJ « £ O 2 Q _ ■’S'G .3 F^° 5 §g^-§ -A- e 3 »-» an " O5Z L-2G :2 2 £ _ ■“ o E o| 2 w 2 « S % r hi?3 5.-E =“e e ®ä ess E "3 o b oe 2 tu U— RftjZ, ;C ZLK =2 a Zst ® ä^Iasagg1B-c "g 5 2 goyZ-Sg .2 2 2 P.tl äoE Oft g - -2. 2 O X5 Ö CJ . fg f ♦ Brautjungsern - Leihan stalt. wete Tame der englischen Gesellschaft Londons ist auf den glücklichen Gedanken verfallen, eine Agentur zur Vermittelung professioneller Brautjungfern zu gründen. Sie hat sich im fashionablen West^ndstadtviertel etabliert und „verleiht junge und hübsche Brautjungfern nach voraus- gegangerier Bestellung gegen eine mäßige Gebühr. Tie ge- ichäftliche Seite dieses Arrangements wickelt sich in den KÖ’" A A s 2 t 8 J. 4J K G M K.E.F °A 3 F o- tO ^A •P 2 V J- ‘ F s «ft ^23 t 05^ G-« — 3 s D-L KZI V 05--- p^ tu F -u e .03 Meratur. — Tas neue (März-) Heft der „Kunst (München, Verlagsanstalt F. Bruckmann, vierteljährlich 6 Mk.) enthält an erster Stelle den Schluß des Äufsatzes von Walther Gensel über die „Meister des Paysage intime'" (Corot, Tiaz, Millet, Troyon, Taubigny, Courbet usw.); gestützt auf eine große Vertrautheit mit dem Gegenstand führt der Autor mit großer Liebe in die Werke dieser herrlichen Kilnst- ler ein, wobei er durch 43 ausgezeichnete Reproduktionen nach den besten Schöpfungen der Barbizoner Schule unterstützt wird. Ludwig Kühn, der Nürnberger Grisfelkünstler, beschreibt ein neues von ihm erfundenes Verfahren für Originallithographie in den drei Grundfarben gelb, rot und blau; die prächtigen, auf diesem Wege erzielten Trucke sichern dem Verfahren, das allerdings nur für die Herstellung kleinerer Auflagen, also von Künstlerdrucken bestimmt ist, eine gute Zukunft. Tr. Whgodzinski referiert in eingehender Weise über „Die Kunst im preußischen G t a t". — Tie für die Entwickelung der neuzeitlichen Kunstbestrebungen wichtige Frage des Kunst- und kunstgewerblichen Unterrichts bildet den Inhalt der den Lehr- und Versuch-Ateliers für freie und angewandte Kunst, H. Obrist und W. v. Tebschitz, gewidmeten Aufsatze; von dem überraschenden Erfolge dieser Anstalt zeugt dre vor Weih» nachten veranstaltete Ausstellung von Schülerarbeiten, denen die drei farbigen Sonderbeilagen und 62 Textabbildungen entnommen sind. — Einige Abbildungen von neuen Meißener Porzellanarbeiten beweisen, daß auch hier ein neuer Geist eingezogen ist, und mit 15 Jnterieurabbild- ungen debütiert der Cckmann-Schüler Gustav Goerke-Berlin, dessen erfreuliche Erstlingsarbeiten es von neuem bedauern lassen, daß der Lehrtätigkeit Eckmanns eine so kurze Tauer beschießen war. wrö Jflllil. der ®tou ln,b Dekan Philipp jJ etfrcu31-Klasse beHW gen verliehen. der Frkf.g^ ■l'it-löungen mitteilt, b C.°.B Client mittag nc:' Ilandnis abgeleqt xms Mithilfe geleit' wurde er dem Unterfuhr « er das kleine, enge st 1 gewiegten Verbrecher - Untersuchungsrichter fe en Polizeibeamten allem n dem Ztübchen, deren M. Cs war der Trfte h ^egierungsrat v. Vehr- ■ wie gewöhnlich, feine isch. verstockt, feine W s von der Tat; hat i\. selber ausgefagt, datz a r das linde 2trüt bei h erfuchungsrichter einen sch nd indem er feine Ligen r er dem Vorführer und sp ter mit einem einten Sdl tgen, vor dem ei ch: ,, ren!" TotenbM tedech e schlottern uv die äßen. Aber shon \\6 seine fuidjibw Mr. Tdjtbarften n Moment Verluste amengelnistenen A n bei langen hast i: leugnen, alles len,- - das ist der einzige denn! Tiesen Mann/i rat, wer er ist." - & icbrochene, tief zerknii. ienossen sein ganzem - lebenes tzestänönte. -■ i Tavon weiß er n- - Ter W-:> n endlich durch eui ^ Angejichts dteser anen, hat doch ibi M M l»“ - LSSZ -S&eS" ■ dreier m LFtzSß %Cll **Sfaf* Lechens "E «Sss'jt .aerich §11 A ■ OJ — y F ö>'e § = "”s F 05 «ft o .*2 v -t: -- 2 *S"5' 3 °-gL o'E Z (j ?A — G 3 rOA F-° F 3 «■* .2 «n |cöct beliebigen dchrlslarl und Kanon« 1it lorte, sowie mit Zirkeln aller studentischen V Vereinigungen, liefert jn mäßigen preisen vrühl'sche Ulliverfitätr-Vruckerei, Zchulstratze Z -8 8 LZ It? ß 2 ej ij A «9.!F tu CQ., ' F 05* §'E> sfpnisjchen Throupwätendenteu Ton Carlos, wurde, wie sckon urige teilt, vor kurzem vom Landgericht Dresden geschieoen mü die Prinzessin auf Grund einer begangenen „Ehe- imck;g" als „schuldiger Teil" erklärt. Auf Grund dieses M.u - spruches erboben sogleich die Agnaten des Schön- t«.:g.?L«clicht, daß sie den Papst gebeten habe, ihre Ehe mit d.Ä ^.rtnzgemahl für nichtig zu erklären, wird uns von b iMcher Seite als unzutreffend bezeichnet. Auf den AMgemig des Kampfes ifl man sehr gespannt. Aer Kamps ums Majorat. MS Dresden wird geschrieben: Gült Seitenstück zum Kwileckiprozeß, wobei ebenfalls Bit Llampf um ein Majorat ausgefochten wird, beschäftigt Politik oeS ben §*? ?Sl‘S"S lr9;ni> Äe ll««!t ;. Sicint, Vt Slitk ®ei her ro.' **l roi*^*0* "0" e*kn au >r 11 «tl.) '“U,K ^’Nuitenbutg % ' 3,eim9“ung Muwärtig das Oberlandesgericht zu Tresden. Cs handelt M ium die Anerkennung des vierjährigen Sohnes der Acimzessin Alice von Schönburg-Walden- 0hrg, geb. Prinzessin von Bourbon, seitens der Agnaten b:l i> rinzlich Schönburg-Waldenburgischen Hauses, das in Bdjfien ansässig ist, und dessen Haupt, der alte Prinz Ahvniburg, auf dem Schlosse zu.Gauernch residiert. Die Sie Les Sohnes des alten Prinzen, des Prinzen Friedrich Bourbon, der Tochter des einfachsten Grenzen ab. Es ist nur nötig, Zeit und Stunde, owie die Zahl der gewünschten Brautjungfern au be- timmen, und sie .treffen am bewußten Tage und Orte rünktlich ein. Tie durchschnittliche Gebühr beträgt eine Guinea pro Brautjungfer, aber solche mit besonders kostbaren Roben erheben natürlich weit höhere Ansprüche. Findet die Trauuna in einer Provinzstadt oder auf dem Lande statt, so werden auch Fahrgeld unb Fahrzeit äuge- rechnet. Tie Brautjungfern sind auf ihren „Beruf" besonders vorgebildet, und es wird so die Gewähr geleistet, daß etwaige Störungen oder Zwischenfälle bei der Trauung nicht Vorkommen. * Tie kleinste Frau der Welt. Die Sensation in Paris ist gegenwärtig die kleine „Prinzessin Chiquita" geworden, die allabendlich im „Hippodrome" auftritt. Diese kleine Dame wird von der französischen Gesellschaft geradezu bestürmt; erst sah man sie als eine Art lebende Puppe an, jetzt ist man völlig begeistert über ihre Intelligenz. Jeden dkachmittag und Abend drängt sich die Menge um sie und bittet um ihre Unterschrift auf Photographien mrd Postkarten. M. Bostock berichtet, daß er Eintrittsgeld im Betrag von 20 000 Mark für die Woche eingenommen hat. Chiquita ist das zweite von 6 Kindern normaler Größe. Sie wurde .im Jahre 1883 in sehr bescheidenen Verhältnissen geboren. Ter Arzt, der ihre Mutter behandelte, gab keine Hoffnung, daß das Kind am Leben blieb, da es nur etwa Über 900 Gramm wog und in einer Zigarrenkiste Platz hatte. Sie gedieh jedoch, wenn sie auch erst mit fünf Jahren zu gehen anfing und im Sprechen sehr zurück war; aber von ihrem sechsten Jahre an holte sie das Versäumte nach und ist ;etzt sehr gesprächig. Tie kleine Tame ist auf ihre Art eine große Musikerin; sie spielt.Mandoline und Lylophon, aber kein Klavier ist bis jetzt gemacht worden, das klein genug für ihre winzigen Fmger wäre. Sie tanzt sehr oft und führt bei ihren Abendvorstellungen im Hippodrom einen „Cake Walk" in höchst eleganter Weise auf. Sie ist im Gegensatz zu den meisten „kleinen Menschen" eine große Kinderfreundin, und es ist sehr spaßhaft, sie mit fünf ober echs Kindern von fünf, sechs oder sieben Jahren zu sehen, die alle größer sind, als sw. Gin kleines Automobil wird in Paris von der Firma Lambert und Comp. gemacht: jetzt nimmt Chiquita bei einem Sachverständigen Stunde in der Kunst des Lenkens und wird sich bald auf den Boulevards unb in den Charnps Elysees in ihrem neuen Fahrzeug zeigen. Tie kleine Dame hat eine besondere Vorliebe für sehr große Menschen und kümmert sich, abgesehen Dun den Ä'inoe.n, nicht viel um. Menschen unier Miuel- große. Serk ihrem Auftreten .in Paris hat sich geradezu §H.öF2,gS F c^.A'=F .2 £ F r- A'xj A ■r M 05 2- £. e ~ -r u=- Tt E A £ Ea — 2 3 -£‘2'5,0^ a a f ■*“ t-> iy £ w rE - cj ,2-A •r‘ cj _ £ LZZÄZAs “ g*“ §|.=>s = *-1 «ft _ v F CJ A F « A g A 3 .S5 O A « A ' ft A -E e J U U - U— «ft CJ rO ® 2 O 'O März 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 18. 2“ 748,0 +8,8 5,8 71 W. 2 Bed. Himmel 18. 9?i 760,4 + 2,4 4,9 89 w. 1 Heller „ 19. ?- 752,4 -0,8 4,0 92 8. 2 Bed. Himmel Hochs e Tem »eratur am 1 7.—1t . Märj + 8,4 b C. llliedriqste * , 17.-18. „ + 2,1 " C. a 5 Ö6 s UV UV 3 5 5 o 3 e « n 11^5 & 3 s " s® S l-w 3 3 O - C 3* ref «£. 3 O s* S-’ C_o 3 § er re" tic - 'S S 3 2 >5- er •er cd ® er s Zco' 2? 3- - ct — 2 O 5 ° S- *3 ro £5* S 5 3* re " o <2- os — K 2. M S ” er o „ re* «1 (?) es» o * - ct uv 5 3 e S 3 3 £2 er O- 3 er er 3 M B 3* ct 3 £3 <2 rt c. AL 8§ O:CO -Ehe re er f re o tt r» <1 o O- 4*- 3 * co" r- c -tr 4- cr • co" <2 n * er e er E7 - S 5 « v - ZS o SS 3 C to ^.3 Ö) EL" 2 GS'S § W1 > q'Ö* ' O O: tofi 36 er " « Süd J® S 3; ^3 CT O *2 *-S< 3 re 3 —.^ 3 2-co to o- öiSS KLS e» t-9 to Z W-2 5 S.2.^ 3 H’3 3 S er 3 co 2 S *2. (S)ÖD <2 3 3 S 5 L rr 3 US 8 □ 5 3 r? o 2?s +9 3 63 Gl 2 3 CT 3 $22 6r Ö2?s a'O 5 o 3 f M f. FZ CD ro S2 3* $2 — 2 $5 S $2 S 3 CT-Ö* S C-*1 i- r2 3 S'O Ö; <5> 3 02 f> 5 3 (51 3 S UV <$» 5 i3Ö y.o-^ <Ö» St? D: 2. (Six s ^2 13 C. 3» CS 3 er 2 GZ 5 r» P: 3 8 3 3 3S •GS'» co S> 5 « Uv 3 ® G-" 2 @ S 3 se o S 3 = 'S « Z A» o *• S- 3 r1« G 3 s M = co L a,ot 3 S.3 3 Uv 3 S 5 3 10 CO 3 3 » » 3 3 CO S W o 3 C0 3 3 Uv 3 Ö3 ra » 3 3 o - re a 7 (?) G) S" co"<5-) o *-t 3 2. 5' 3 ro O — er p 2 S 3 3 o 3 öB tt- o Uv UV (9 O o -S 3 Ä< O 3 Uv S Uv k9 3 5 %" 5 , « rö» 8 3 3 M 53 o D ft »• 8 o 2 3 Uv gS.*»* 82 g. 3 5.L2 3 o> W^ r» ä ■ © ^-2. *o* o 8 E L 8 c (5) »! 22 St ?5 5 S5 S5 n ft3 rr -S er 3 o J3. <= 8. (?) «8? CT »3 3 % -• 2 So uv —- §95)5 © er » 3 3 2 5 3 to Uv 8 '■ H i - Uv o uv e> SS) er 2 5 3 ff ES Z"SZ to „co Ö ft* co re 3 <£ » s S3 3 UV CT re cs L (?)E 5 -t P. 3 3 s:® 3 Z s «•' £< so fcoTTco S 5 Ä 8 er5 •—> er ft er TV er S'C p «u re o. '-•Z 2 3 —e- " ft re f* f* ro _ Äj re E uv g Z-V CP r> ® 00® 3 5-5' re'-S' Äo«3§ S1 o"p re *-, CD Ta -- •»Z to er 3 ° er SS) re •* o» 3*3< ’ er re R'3' * 3 E 2 §5 2 L re CD * *2 Uv 2 er 3 CD 2,5 crQ ”™ • 3 ro —■ » g-2 "äs ö«.£ s re UV Z 2 ti' 63 ~cr£: ° s;2 p s* H--CT* 3 re §»scrM J*C - 3-< er d O §T5-§ 5 uv L< eu 53 CO CT 2 2 5f'_ ä 2. » to c Sre 3 Q 4-f.CD p_ w s< A' E- re 3 re 3 v co <*S " 0,3 ö 5 2. I 3. @- Are 2 5 f-re X® 2. re ,, *o re Äre 3 LR re Uv 2. CD 2.8-® »5® S 2mC? 3 —3 *)« f S D C E: p- £ p, re » o.S'E'^R 3 H 5 3 5 Uv uv m UV e 3 3 Uv o UV Uv UV co uv D CD UV er o 3 3 S 00 e uv o re re e> w D 3 cs UV S5 &• 3 UV O: 2., CO to 2 CT 3 P fz 0? ! „Dcrtr-t-.. im I... und Ausland. Bringe mein Peinlich- L-iiung. 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Geisse, Giessen. Waurcraröeil. Die bei Aufstellung einer Schulbaracke bei der Präpa- randenanstalt zu Lich vor- kominende Maurer-Arbeit wird hierdurch unter Hinweis auf den Nkinisterialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Submissionsunterlagen liegen mit Ausnahme von Donnerstag dem 24. d. Mts., an welchem Tage * sie bei Großh. Bürgermeisterei Lich offen liegen, in unserem Amtslokal zur Einsicht auf und können AngebotLformulare zum Selbstkostenpreis daselbst in Empfang genommen werden. Angebote sind längstens bis zum EröffnungSterinin, dem 2. April d. IS., vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift portofrei an unS abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 17. Marz 1904. Großh. Hochbauamt Gießen. _______Neuling. 2618 Donnerstag, den7.April 1904, nachinUlagS 31/, Uhr, läßt Herr Johannes Bender auf hiesigem OrtSgericht nachstehend näher bezeichnete Grundstücke öffemltch meistbietend freiwillig Andre Hofer'8 | echter | Versteigerung. Montag, den 21. d». MtS., nachmittag» 2 Uhr. sollen dahier, Marktplatz 20, im Adler: 1. Haus- u. Küchengeräte aller Art. 2. Eine größere Partie Schuhwaren. 2706 8. Eine Ladeneinrichtung. 4. Drei schwere Wagen u. v. A. gegen bar versteigert werden. Gießen, den 19. März 1904. Seipel, Gerichtsvollzieher. LicnMg Sm 29. Mq, nachmittags 2 Uhr, werden im Bersteigerungslokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung verschiedene Mobiliarstücke, sowie einige Lasjaschränke und Pferde aus den Rückskändeir von IV. Z. Gemeindest, und Krankengeld für Dezember 1903 utib aus anderen Rückständen versteigert. 2560 Germann. Heegslrattch. Flur 15/24 = 8108 qm Wiese daselbst. Flur 15/26 = 2863 qm Wiese am Heegstrauch bet der Roden- hansischen Wiese. Bei annehmbarem Gebot wird der Zuschlag sofort erteilt Gießen, den 16. März 1904. Gr. Ortsgericht Gießen. Gros. 2652 Mittwoch, den 23. März 1994, nachmittags 3 Uhr, lassen die Erben der Hemr. Earl Logt Eheleute auf hiesigem Orts- 8er,cht chr in der Weitanlage in heilen gelegene- Anwesen nach dem Grundbuch Flur 1/lW.o - 287 qm Hof- reite aul dem Relchensano, Flur 1 882»/,. « 881 qm Grabgarten daselbst öffentlich meistbietend freiwillig erbteilungSbalber versteigern. Die Versteigerung wird mit dem Zuschlag genehmigt Gießen, den 17. Märr 1904. Gr. OrtSgericht Gießen. Gros. 2656 Vieh- und Atobiliar- Verstetgerung. Montag, den21. März d. I., vormittags von 10 Uhr an, soll in der Hofrcite der Wilhelm Müller XII Frau dahier: 1 Kuh, 1 Rind, 1 Stier, Heu und Stroh, Kartoffeln, Dtckwurzel, 1 Wagen, 1 Pflug und sonstige Oekonomiegeräte meistbietend versteigert werden. Aiten-Buseck, I7.Märzlv04. Großh.OrlSgertchtAlten-Buseck Koerber. 2659 Kreimhch- NnßciMiig!! Dienötag, de» 22. März, von 10 Uhr morgens ab, große Brennholz-Ucrsteigerung dienestiveq 28 im Löwen. 01426 H. ÜarSe. Waschbütten trund und oval) Versteigerung. Dienstag, den 22. d. Mts., uachm. 2 Uhr, versteigere ich Sieustadt 55 dahier gegen Barzahlung: 1. Eine vollständige Laden- Elnrichtung, bestehend in aroßer u. kleiner Theke u. langem Regal, 1 großer Fisch-Eiskasten, 1 Hackklotz, 1 großer Behälter für lebende Fische, 1 Gasoien, 2 Wagen mit Gewichten, 1 großer u. 1 Heiner Tisch, 3 Stühle, 5 Ballen Einwickelpapier, 1 Waschbütte u. a. S. 2 3Mille Zigarren, 2 Schweine, 1 Sofa, 1 Nachttisch, 1 Spiegel und andere Möbel. 2695 Die Versteigerung zu 1 findet bestimmt, zu 2 teilweise statt Bor«, Gerichtsvollzieher. Bullcnvertauf. Mittwoch, Den 23. d. M., nachmittags 4 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei ein der Gemeinde gehöriger abgängiger Vogelsberger Bulle öffentlich versteigert werden. Daubringen, 18. März 1904. Es liegt im Interesse einer jeden Dame, sich vor dem Einkauf von Damen- und Kinder-Hüten meine Sachen zu besichtigen. Infolge meines grossen Bedarfes bin ich in der Lage, in unoarnierten Hüten garnierten sowie ein enorm grosses Lager unterhalten zu können. Meine reichhaltige Auswahl dürfte selbst den verwöhntesten Geschmack befriedigen. Sämmtliche garnierten Hüte werden in meinem Putz-Atelier, welches der Leitung einer ersten Direktrize untersteht, mit der grössten Sorgfalt garniert. 2681 JÖST Die Preise sind hervorragend billig, "w Die Beachtung meines Spezial-Hutfensters ist sehr zu empfehlen. ■ — Feigen- Kafiee vortrefflicher Kaffeezusatz, seit Jahrzehnten bewährt und berühmt. Nur echt mit obiger Schutzmarke. 2658 Aur Kraute Nr.68 (l " r>«Ld> Cf druäeret. »chttlßk-^ *»«• 141 Ä babis vorgeschl dem Feinde bi legen, falls n stellte sicb dieser WW auf 1000 Gewe uock westlich durch L'auptm gehalten wird- Weitere h lich von Vindh nngen nnsmr konnten die von 'storsf herrsch : im Si den vorliegen gesichert, unb frei: beim vo Bergen unb W ten Nachrichtei Um dem । tonne Estorfs K von £' m schwa tkandjesu ein Kilometer in i fernt finden t vom 13. d. M Ter „Vor von Owilolorei TaßLöü wurden, legt ihrer (Mittel geahmt unb ' 'erohe ba§ t fofoniafen ftrü fei md}t gu fü fonnten ben He i allen1. V e r'st Hereros dah und Tod der Den sehen! Tie $ sterten Kriegs Gebot der Ci sozio ^nseitigteit uni halten könnte, hiit den Herero Hereros haben i Bernau oder- V vielmehr auf e ausschließt. ?/ber di schreibt die /^s kam et ? den Bericht, ^Vczialberichter d-r-!ch drr Forderungen en Tn den Besitz dl lcho" vor dem ( sein. 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