Freitag 1V. Februar 1904 irr. 4S Zweites Blatt Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen Die Heutige Kummer umfaßt 10 Seiten Glib. 6b 154. Jahrgang RotattonSdnick und Verlag der Brühl'fchen UniversttätSdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger Dießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehener KamilienblStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^lsesfijche Landwirt' erscheint monatlich einmal. I wesen. Ministerialrat Weber belenchtet die Gebührenordnung der Tierarzte und deren Stellung auf dem Lande. Nach kltrzer Panse übernimmt Vizepräsident Rein- rom * Max Halbe, aus Frankfurt a. M. Ende gegen M M. SÜ"'»*.. Ehrung kann E" I I * der Boll« und der Ihen^nkhtjtattflndenjj MA Ä*. , 6rp. B-Oaie» E, ’i flf'A' 2hS?3° l-lofl1. wallet 2. 60 0>8nfe"9, Te^ überhanpt. Abg. Müller-^ Darmstadt äußert sich ausführlich über die Bauordnung, die sich in Darmstadt im allgemeinen gut bewährt habe. Wenn eine Revision derselben erfolge, müßten besonders in hygienischer und brandsicherer Hinsicht schärfere Bestimmungen getroffen werden. Ministerialrat v. Biegeleben sagt eine sorgfältige Sichtung des reichhaltig vorgetragenen Materials zu. Es werde sich daraus ergeben, inwieweit Veränderungen in der Bauordnung notwendig seien. Man möge aber in den Gemeinden nicht auf die Revision derselben warten, sondern ruhig die etwa erforderliäMN Aenderungen in der Sau» polizeivrdnung oder dem Ortsbaustatut vornehmen. Leichten Herzens könne man eine allgemeine Revision des Gesetzes nicht vollziehen; es müsse dabei mit großer Vorsicht zu Werke gegangen werden. Nach einigen weiteren Bemerkungen der Abgg. Weidner, Schönberger, Ulrich und Adelung schließt die Debatte und das Haus genehmigt das Kapitel in Einnahme mit 4900 und in Ausgabe mit 243 240 Ml. Ohne Debatte wurden dann noch bewilligt: Allgemeine Fonds und Ber» tretungskosten 116000 Mk., Porto, Telegraphie rc. 91000 Mark i anstatt 84000 im Vorjahre), Hausverwaltung 16165 Mark, Regierungs- und Reichsgesetzblatt 11162 Mk., Zentralbauwesen 187 800 Mk. und Nachtrag für Errichtung eures Gewä^shauses der Wein- und Obstbausch^ule zu Oppenheim Die weitere Beratung wird darauf auf Freitag 9 Uhr vertagt. , parlamentarisches. Berlin, 18. Febr. In der Bud getrommission des Reichstages brachte bei dem Titel, welcher Mittel für die Wasserleitmigsbanken in Saargemünd, Straßburg, St. Avold, Diedenhosen unh Metz foroect, Abg. Groeber (Zentr.) die Wasserverhältnisse in Metz zur Sprache. Generalmajor v. Gallwitz erklärt, im Stadtkreise Metz sei die Zahl der Typhuserkrankungen bis Ende August 1903 aus 24, im Landkreise Metz auf 118 angewachsen. Die Beunruhigung sei also nimt grundlos gewesen. Schon im Jahre 1895 habe der Generalarzt aus die sanitären Gefahren in Metz und Um» gegend auf Gruird der mangelhaften Wasserverhältnisse hur- gewiesen Die Verschlimmerung der Zustände im Jahre 1903 fei gewissenmahen ein Dropsen gewesen, der de« längst Aie japaniscsi-russtschen ZZezieyungeu von 1750 öis 1903. Aus Grund japanischer Quellen dargestellt von Kendso Totsuka (Japan), cand. cam., z. Z. Gießen. (Original-Artikel deS „Gieß. Anz.") (Nachdruck verboten.) Seitdem die russtsü^apanischen Verwicklungen durch die Zeitungen überall bekannt geworden sind, richten sich aller Arrgen nach dem fernen Osten. In Zeitungen und Zeitschriften werden Artikel über die javanische Wehrkraft, über die russiscl^ien Land» und Seestreitlräfte u. a. m. veröffentlicht. So ist eS augenblicklich in Cirropa Mode über Ostasicn zu sck-reweu. Man glaubt wohl, daß der russisch-japanische Kenfliki trft nach der Vollendung der transsibirischen Eisenbahn entstanden sei. Nein: direkte oder indirekte diplomatische Streitfälle zlvischen diesen beiden Staaten sind seit geraumer Zeit ab und zu aufgetaucht. Um dies zu zeigen, hat der Verfasser gewagt, in einer finden Skizze diese Beziehungen geschichtlich zu verfolgen. Mitte des 18. Jahrhunderts nisteten sich die Russen heimlich aus der nördlichen Insel Japans — Jesso r- ein, die damalige Regierung trieb sie fort und errichtete aus dieser Jtlscl eine Schutzwache gegen die Russen. Im Jahre 1796 kam eine Anzahl Russen nach ben Kurilen und ließ sich dort nieder, die japanische Regierung befahl dem Feudalherrn Mogami die Vertreibung der Russen über hart den Vorsitz. Abg. Fren ay spricht seinen Dank für die regierungseitigen Antworten aus und bespricht dann eingehender das Wesen der Straußwirtschaften, die er im Gegensatz zum Abg. Pennrich irirtyt vermehrt, sondern beschränkt wissen will. Abg. Penn rich legt nockMals seinen Standpunkt über die Straußwirtfchiasten dar, woraus Abg. v. Brentano betont, daß er in den vielfach entstandenen Winzervereinen lediglich eine Reaktion argen das in den Kreisen der kleinen Winzer herrschende Elend erblicke. Bezüglich der Straußwirtschaften »veist Redner daraus hin, daß darüber in Hessen ganz andere Bestimmungen beständen, als in Preußen und daß auch hierin Hessen wieder im Nachteil sei. Es werde sich! hier die Einschlagung eines Mitteltveges cmpsehlcn, indem mau die Frist für den Ausschank eigener Gewächse etwas verlängerte. Ministerialrat Weber kommt auf die Äußerungen des Abg. Orb über die Fabrikkrankenkassen und das Verhältnis der Aerzte zurück. Ministerialrat Braun verteidigt die Regierung gegen den Vorwurf des Mbg. Pennrich daß dieselbe zu bureau- kratisch verfahre. In Hessen gebe es in der Weinfrage keinen Bureaukraten. Er selber sei ein weinsroher Mann und wie einst in Frankreich König Heinrich jedem Bauer am Sonntag ein Huhn im Topfe, so wünsch^ er jedem Hessen auch seinen Schoppen Wein. Abg. Schönberger macht noch einige Ausführungen zu der Harrdhabung oes Enteignungsrechts und verlangt, daß den Geineinden in Zukunft nicht mehr das Recht ein» Ämit sei, einfach die Expropriation von Eigentum der ohner zu veranlassen; auch dürsten dem Enteigneten nicht die Kosten des Verfahrens aufgebürdet werden. Abg. Ulrich bespricht noch einmal das Verhältnis zwischen ben Krankenkassen und den Aer-ten, das in Hessen un ganzen ein gutes sei. Gegen eine Besteuerung deS Bodenzuwachses habe er nichts einzuwenden, es frage sich aber, wie man sie durchführen wolle. Beim Expropria- tionsversahren, dessen Revision überhaupt erwünscht wäre. sollten den Gemeinden die hohen Kosten erspart werden. Abg. Weidner hebt hervor, daß man bei einer eüetft. Neuregelung des Tierarztverhältnisses nickst so weit gehen und diesen die Privatpraxis verbieten dürfe; das liege nicht im Interesse der Gemeinden. Es empfehle sich auch, die Kosten der Tierärzte bei der Ueberwachung der Vieh- märkte bem Staate aufzuerlegen. Diese Gebühren seien nickst selten höher als das MarkterträgtiiS der Gemeinden Am Ministertische: Staatsminister Dr. Rothe, Finanzminister Tr. Gnauth, Ministerialräte Brann, Dr. , Eis en Huth, Best und Weber. In der um 9y4 Uhr eröffneten Sitzung wird die Matsberatung bei Kap. 23, Ministerium fortgesetzt. Abg. M o l t h a n bespricht die Ausführung des Wein- > gesetzes in Rheinhessen. CS sei dankbar anzuerkennen, daß rie Großh. Regierung in jeder Waise bestrebt Jet, ihre volle Schuldigkeit zu tun. Dagegen sei cs auffällig, daß in der ganzen Moselgegend bisher noch keine einzige Anklage wegen Vergehchrs gegen die neuen Weingeset^ bestimmungen erhoben worden sei. Gr könnte doch nicht annehmen, daß die dortigen Einwohner lauter Emgel seien (Heiterkeit^ Ganz unerhört sei die Ausbeutung, die man mit dem Prozeß gegen den Weinhändlcr Tr. Schlamp in Nierstein getrieben habe. Im Ausland unb besonders in der amerikanischen Presse, aber auch in Deutschland, namentlich in den weiteren Rhein» und Moselbezirken habe man sich nicht gescheut, die rheinhessische Wenrproduktion zu diskreditieren und tn ihren Interessen schwer zu chädigen. Was ihn, Redner, aber hier speziell veranlasse, ras Wort zu nehmen, sei der Umstand, daß in dem Prozeß Vvn Sachverständigen tu amtlicher Stellung Urteile abgegeben wordeu seien, die er als geradezu horrend und ungesetzlich bezeichnen müsse. VtLhrere derselben hätten o eigentümliche Aussagen über das Verfahren des Dr. Schlamp gemacht, daß derselbe geradezu als ein Märtyrer der Konkurrenz erscheinen mußte; es fehlte nur noch daß man für ihn die Verleihung der goldenen. Medaille für Kunst und Wissenschaft in Anregung brachte (Heiterkeit). Redner richtet schließlich an die Regierung die Anfrage, wie sie sich zu diesetn Verhalten des betr. Sachverständigen stelle und welche Schrllte sie zur Verhütung ähnlicher Tinge zu tun gedenkt. Abg. Korell schließt sich! hinsichtlich der Versicherungsgesellschaften und der Wohnungsfrage ganz den Ausführungen des Abg. Dr. Schmitt an. Weiter wünscht Redner eine gleichmäßige Regelung der Honora ran spräche der Tierärzte und deren Wohnsitz aus dem Lande. Bei der Empfehlung von Viehversicherungsgesellschaften muffe die grüßte Vorsicht beobachtet werden; vielleicht könnte auch die Stellung von üäuttonen zur Sicherung der Mllglieder beitragen. Sehr bellagt werde der große Unterschied der Tierarzthonorare in den verschiedenen Gemeinden. Redner wünscht noch, daß bezüglich verschiedener Mängel in den Bestimmungen des Körwesens Erwägungen ougcftcllt werden. Ter Fortführung der sozialpolitischen Aufgaben schließt er sich an; man dürfe aber bezüglich der lünd- lichen Wohnungen nicht zu scharf Vorgehen. Abg. Pennrich beklagt, daß den Winzern in Rüern- hessen nicht genug Gelegenheit zum Ausschank ihrer Weine gegeben sei. Man solle den Strauß wirt schäften neckt so viele Schwierigkeiten bereiten und ihnen namentliche bezüglich der Ausschanksfrist mehr Freiheit gewähren. Ministerialrat Braun geht zunächst tu längeren Ausführungen aus die Anregungen des Abg. Frenay in Behug aus das neue Wohnungsgesetz ein. In vielen Gemeinden werde dieser Frage leider noch viel zu wenig Aufmerksamkeit zugewendet; es weroe den Gemeindevorftänden schärfer vorgehalten werden müssen, daß sie verpflichtet seien, für die Schaffung entsprechender Wohngelegenheiten Sorge au tragen. Tie Großh. Regierung werde ev. die Gemeinde an diese Pflicht erinnern. Als erfreulich könne er mitteilen, daß in Mainz bereits Verhandlungen mit dem Reichs- siskus eingeleitet worden seien, um ev. die nötigen Terrains für die Anlage von mustergiltigen Arbeiterwohn- ungen unb Musterhäusern zu gewinnen und er könne jetzt mitteilen, baß auch Se. Kgl. Hoheit der Großherzog bie Errichtung solcher Musterwobnungen mit größtem Interesse verfolgt und für diesen Zweck bereits em größeres, gut gelegenes Gelände zur Verfügung stellen will. (Bravo!, Bezüglich des jetzt vielfach angeregten Gedankens, der immer mehr überhand nehmenden Bvdenspekulatron durch eine entsprechende Zuwachssteuer entgegenzutreten, bie vielleicht im Anschluß an das demnächst vorzulegende Gesetz über die Gemeindeumlagenreform bestimmt werden könnte, müsse man doch reast vorsichtig an eine Küfnng eintreten. Mit Bezug aus die Anfrage des Abg. Molthan in Betreff des jüngsten, vielbesprochenen Weinpanschf-Pro- zesfes könne er erwidern, daß ähnliche Klagen über die , urteile der Sachverständigen im Mainzer Prozeß auch an das Reichsamt des Innern nach Berlin gelangt seten. Mau habe dort Gelegenheit genommen, den Mainzer Ober» . staatsanwalt um nähere Auskunft zu ersuchen und dieser . habe erklärt, daß die Gerichte zwar vielfache auf die Gut- ackten der Sachverständigen angewiesen seien, das Matn- zer Landgericht aber feit Mlteheu des neuen Wem» gesetzes sich keineswegs auf diese Gutachten uno bie । von den Chemikern ausgestellten Aiialysen allein ge- , stützt habe. Tas Gericht lege aber nicht mehr auf bie Sachverständigen - Urteile bau alleinigen Wert, , sondern ziehe auch bie anderen Umstände und Beobachit- die Insel Urup hinaus. Im Jabre 1811 landeten die Russen wieder auf den 1 Kurilen-Inseln und kämpften mit der dortigen Besatzung. Sie nahmen 4 Mann gefangen, aber nach mehreren Schlachten schickten sie die Gesanaeiien zurück und verließen die Inseln. Im Jahre 1816 schickte Rußland, nach! dem vergeblichen Versuch eines russischen Botschafters im Jahre 1810, einen Gesandten nach Japan, der ein Schretz Leii vorlegte, wonach die bis jetzt getroffenen Gewaltmaßregeln i'icht von der rnfftfchen Regierung anSgingen, sondern erst durch die Barbarei jenes Jnselvolkes ver- ursackck seien. Er bat um die Erlaubnis, daß künftig die russischen Schiffe tn Japan Proviant und ftisches Wasser einnehmen könnten. Die japanische Regierung gab der Botschaft die Waffen, die bei den Schlachten den Russen weggenommen worden waren, zurück und behandelte sie sehr aufmerksam. Seitdem fand keine Verwicklung statt. Im Jahre 1860 hat Japan mit Rußland, wie mit den anderen europäischen Staaten und mit den Vereinigten Staaten dLordamerikas, einen provisorischen Handelsvertrag abgeschlossen (Vertrag von Kanagawa). Tie Insel Sachalin gehörte eigentlich in ihrem nörb- Uchen Teil Rußland und in ihrem südlichen Tell Japan, tatsächlich waren aber im Innern die Einwohner vermischt. Tie Grenze des Besitztums beider Staaten aus der Insel Sachalin war sehr unbestimmt. In den Jahren 1869 bis 1873 wurden wiederholt betreffend der Grenzfestsetzung Unterhandlungen vorgenommen. Es fand aber keine Vereinbarung statt. IM Mai 1875 wurde abermals zwisckM dem russischen Minister des Aeußern Gortschakow und dem japanischen Gesandten Eno moto die Sache verhandell. Japan gab dann Sachalin an Rußland und erhielt dafür die ganze KurUen-Jnselkette, deren größter Dell Rußland gehört hatte. TaS Kaiserreich Korea leidet schon feit vielen Jckhren unter den beständigen inneren Wrren. Ihre Ursache liegt wesentlich in dem Kampf zwischen der kulturfreundlichen oder europäischen und der antieuropäischen Partei unter den hohen Würdenträgern und Staatsmännern. Ta Japan mit der Zeit fein ganzes Land nach dem Muster der europäischen Einrichtungen verbesserte und die koreanische Regierung ab und zu veranlaßte, das Land der abendländischen Kultur zu öffnen, so kam naturgemäß die kultur- freundliche Partei Japan entgegen, während ihre Gegner aus feiten Chinas standen. Im Jahre 1882 griffen koreanische Soldaten unter Leitung der fultirrfetnt)- licken Partei die japanische Gesandtschaft an. Der Gesandte floh nach Chemnlpo und kehrte von da au einem englischen Dampfer nach seiner Heimat zurück. Ber diesem Aufstand wurden 7 japanische Offiziere, die als Instrukteure in Korea angestellt waren, ermordet. Die japanische Regierung schickte einen Botschafter nach Korea, und nach langen llnterHandlungen sollte Korea als Schadenersatz 500 000 Yen in fünfjähriger Ratenzahlung an Japan entrichten; Japan hat davon nur 100 000 Yen genommen, und den Rest wegen der ungünstigen Finanzlage von Korea chm zurückgegeben (1884). Gelegentlich jener Wirren hatte die chinesische Regierung, die immer Korea als ihren Vasallenstaat betrachtete, ein Geschtvader mit Truppen dorthin geschickt, um die Residenz usw. zu bewachen. Ein chinesisches Kriegsschiff nahm den Hauptführer des Ausstandes nach China mit, um zu verhindern, daß die andere Partei ihn umgriffe. Durch diese Maßnahmen ist der chinesische Einfluß tn Korea ganz erheblich gestiegen. Am 4. Tezember desselben Jahres grrs die jap an freundliche Partei wieder die Gegenpartei an und ermordete 6 Minister; infolgedessen entstanden in ganz Söul die heftigsten Dumulte, an denen auch chinesische Soldaten teilnahmen. Vrele Japaner wurden getötet, das japanische Legationsgebäude verbrannt. Die Sachlage war fo gefährlich, daß der Gesandte wieder nad), Chemulpo flüchten mußte. Nach der Wiederherstellung der Ordnung in Söul wurde die Sache diplomattsch> geregelt (Februar 1885). , , Ta chinesische Soldaten diesen Aufstand mllgenracht unb die japanische Bevölkerung mißhandelt hatten, so mußte die japanische Regierung gegen China diplomatisch vorgehen. Damals, wie noch heute, war Japan der Ansicht, daß die Integrität von Korea streng aufrecht erhalten werden muffe, um den japanischen Einfluß auf dem Kon- ungen voll in Betracht. Die Auswahl der Sachverständigen ei nicht Cachie der Regierung, sondern der StaatSanwalt- ckaft unb der Streit der Sachverständigen Über „analysen- efte Weine" sei bekannt. Im übrigen werde bie Regierung auch in Zukunft beu hessischen Weinbau schützen und unterstützen, auch auf die Konkurrenz der Moselweine ihre Aufmerksamkeit lenken. Die Reaieniug habe aber auch die Erfahrung gemacht, daß sich der Weinbau in Hessen in den letzten Jahren stets vermehrte, die Anbauflächen immer großer giluorbni sind. Man müsse silch doch fragen, ob hier nicht vielleickK des Guten etwaö viel geschehe. 06: es endlich an gezeigt sei, den Straußwirtschasteu noch weitere F-reiheiten einznraunren, bleibe sehr dahingestellt. Der Weinausschank in den Stranßwirtschaften habe ganA bedeutend zugenommen, unb aus den Berichten der Kreisämter gehe hervor, daß eine Vermehrung derselben nicht erwünscht fein könne. Jedenfalls wolle man in dieser Frage vorerst keine Blenderung eintreten lassem Abg. Orb bespricht noch einmal das Krankenkassen- I er ein. den 23. Februar. Ihrung 1687 tinent zu behaupten, und als Mittel zu diesem Zweck hielt feine Regierung es für nötig, daß weder von japanischer nochi von chinesischer Seite Soldaten oder Offiziere in Korea blieben. Zu dieser Beratung wurde Marquis Ito nach China geschickt, um mit Li Hung Tschang in Tientsin zu verhandeln (Vertrag von Tientsin 1885). Die wichtigsten Punkte dieses Verttages sind: 1. Um den zukünftigen Zusammenstoß zwischen den Soldaten beider Länder zu verhüten, müssen die beiden Staaten ihre Soldaten und Offiziere von Korea zurückrusen. 2. Weder für bie militärische Instruktion noch für andere Zwecke dürfen die beiden Staaten Soldaten und Offiziere nach Korea schicken. 8. Falls es notwendig sein sollte, Truppen nach Korea zu senden, so verpflichten sich die beiden Staaten, dazu miteinander zuerft Mllteilung zu machen. Sie dürfen sie nicht länger bleiben lassen, als es unbedingt nötig ift Schluß folgt Kesstjchcr Landtag. Darmstadt, 18. Febr. 1689 gefüllten Becher überfließen ließ. Gegenüber Grüber erklärt v. Gallwifi, die Bouillonquelle bilde nicht die einzige Ursache der Besorgnis. Sie bilde aber eine der Quellen für die Krankheit, und es sei Pflicht der Militärverwaltung, einzugreifen. Redner weilt ferner auf die günstigen Ergebnisse der von der Militärverwaltung getroffenen Maßnahmen hin. Die Zahlen seien gegen früher bedeutend zurückgegangen, dann aber plötzlich gestiegen. Da sei ein energisches Eingreifen Pflicht gewesen. Der Titel wird schließlich bewilligt. — In der Kornmission des Rei^'stags ?ur Beratung des Gesetzentwurfs betr. Kaufmannsg^richte wies Staatssekretär (Sfraf Posadowsky nachdrücklich daraus hin, daß die verbündeten Regierungen der Verleihung des aktiven Wahlrechts an Frauen ablehnend gegenüberstehen und daß die Aufnahme einer solchen B^stmmung das Scheitern des Gesetzes zur Folge haben würde. Rach langer Diskussion wurde das aktive Wahlrecht der Frauen mit sehr großer Majorität angenommen; ebenso wurde die Herabsetzung der Mersgrenze auf 21 Fahre angenommen. Heidelberg, 18. Febr. Dr. Wilhelm Blum, ehemaliger badischer Landtagsabgeordneter und von 1871 bis 1884 nationalliberaler Reichstagsabgeordneter für Heidelberg ist heute nachmittag gestorben. Deutscher Reichstag. Berlin, 18. Februar. IN der fortgesetzten Beratung des P o st e t a t s bei Titel „Gehalt des Staatssekretärs" spricht Abg. v. Kröche r (kons.) seine Anerkennung aus über die Vermehrung der Postassistentenanstellung, und wünscht gleichmäßige Bemessung und Regelung des Urlaubs nach gleichlautenden Bestimmungen, an welche die urlauberteilenden Beamten gebunden sein sollen. Er wünscht ferner eine angemessene Entschädigung der Beamten für den Nachtdienst und den Fortfall der Bestellung von Drucksachen, mit Ausnahme der Zeitungen, an den Sonntagen. Redner empfiehlt die Berücksichtigung der Wünswe der oberen Beamten, wie der Oberpostpraktikanten und der Postinspektoren, wie sie in der Denkschrift ausgesprochen worden seien. Man könne der Postverwaltung nicht das Streben nach Plusmacherei vorwerfen. Wünschenswert sei die Revision des Submissions- Wesens für die Postverwaltung. Bei der Submission müßten ortsansässige Handwerker in erster Linie berücksichtigt werden. Llbg. Eickhoff (fr. Dp.s hebt den günstigen Stand des Postetats hervor, der aus dem wirtschaftlichen Aufschwung resultiere, und erbittet Auskunft über die Frage der deutsch- niederländischen Postunion und des deutsch^schweizerischen Uebereinkommens. Redner empfiehlt die Reform des Paketportos und der Fernsprechgebühren und empfiehlt gleichfalls Bcriicksichti^lng der Wünsche der höheren Postbeamten. Notwendig sei eine Statistik über die Ursachen der Erkrankungen der Postunterbeamten. Schließlich spricht er sich gegen die Ostmarkenzulage für die Postbeamten aus, da ihre Widerruflichkeit an das Wort vom „Zuckerbrot und der Peitscht erinnere und zur Kvrruption führen könne. Staatssekretär Kraetke erklärt, er sei ein Freund schnellen Avancements. Gegenwärtig lägen zwar die Verhältnisse sehr ungünstig, doch müsse er bestreiten, daß eine Notlage vorläge. Alle als Posteleven Eintretenden könnten doch nicht in die höchsten Stellen aufrücken. Tie Meisten sähen den Oberpostsekretär als Endziel ihrer Karriere an. Nach den neueren Bestimmungen, wonach die Kandidaten das zweite Examen bis zu einem gewissen Zeitpunkt abgelegt haben müssen, reichten aber die vorhandenen Stellen ür die Qualifizierten nicht aus. Tas Dienstaltersz.ulagen- ystem sei von sehr vernünftiger Wirkung. Im allgemeinen ständen die höheren Postbeamten im Vergleich mit den Richtern und Oberlehrern sehr günstig. Im nächsten Jahre würde es notwendig sein, eine bedeutende Anzahl neuer höherer Stellen durch den Etat zu erbitten. ALg. Fürst Radziwill (Pole) erkennt, die maßvolle Art an, in der der Staatssekretär Kraetke sein Ressort verwalte, wünscht aber, daß die Politik Preußens aur Stärkung des Deutschtums in den Ostmaicken nicht die natürlichen Rechte der Polen beeinträchtige. Als der Redner auf die Gesetzentwürfe zu sprechen kommt, die dem preußischen Abgeordnetenhaus zugegangen seien, ruft ihn Vizepräsident Graf Stolberg zur Sache. Fürst Radziwill verlangt sodann für die polnischen Landesteile solche Beamte, oie polnische Briefaoressen lesen können. Abg. Schrader (fr. Ver^) sagt, man könne im allgemeinen mit der Postverwaltung sowohl bezüglich der Verkehrsanaelegenheiten, als bezüglich der Gehältsverhält- nisse zufrieden sein, aber ein höherer Wohnungsgeldzuschuß sei dringend erforderlich. Tie Erklärung des Staatssekretärs über die Sonntagsruhe der Beamten sei nicht befriedigend. Er protestiert schließliche gegen die Behauptung des Staatssekretärs, daß sein Parteifreund v. Gerlach in Versammlungen von Postunterbeamten hetzerische Vorträge ge- balten habe. Abg. Böckler (wirtsch. Ver.) weist auf die zunehmende Sympathie der Postunterbeamten für die Sozialdemokratie hin; dem müsse durch die Erhöhung der Gehälter und des Wohnungsgeldzüschusses entgegengearbeitet werden. Tie Anstellung weiblicher Beamten sei durchaus zu verwerfen. Durch die Anstellung der Warenhaus-Damen nehme man vielen Männern das Brot; das führe zu einer Verminderung der Eheschließungen, und dadurch zu einer Gefährdung der Sittlichkeit. — Tie Ostmarkenzulage müßte unwiderruflich fein. Bedauerlich sei, daß die Postverwaltung die Uniformen bei gemeingefährlichen Warenhäusern bestelle. Abg. Stockmann (Rp.) bezeichnet die absolute Sonntagsruhe der Postbeamten für undurchführbar. Tie Reichspartei könne der Resolution des Zentrums wegen Ausdehnung der Sonntagsruhe auf die katholischen Feiertage nicht zustimmen. Abg. Jaunez (Lothring.) bleibt auf der Tribüne unverständlich Aba. H u g (Ztr.) befürwortet Erhöhung des Wohn- ungsgellrzuschusses für Unterbeamte. Abg. v. Treuenfels (kons.) wünscht Aufbesserung der Bezüge der Postagenten. Tie Weiterberatung wird auf morgen 1 Uhr vertagt. Schluß der Sitzung gegen 51/2 Uhr. Jer Aufstand in Aenlfch-Südwestafrista. Gouverneur Leut wein telegraphiert, daß am 11. Februar im Gefechte bei Seeis die Seesoldaten M a h n k e aus Tespe an der Elbe, Schneider aus Weiden (Oberpfalz) und Lutter von Moeller aus Brack- tocbe (Westfalen), gefallen sind. Schwerverwundet ist Henze aus Oesdors-Pyrmont, leicht verwundet Gefreiter Arndt aus Elbing (Westpreußcn). Nach einem weiteren Telegramm Leutweins sollen Privatnachrichten aus GLootfontein zufolge die Reiter C 0 l b e r g und Wittmar ermordet und der Ansiedler von Hartmann, dessen Vater als Konsul in Hamburg leben soll, Gottfried Gue t h und Walther Zippl i t aus Rostock und P i e p h 0 vermißt werden. Etwa am 18. Januar habe bei Groot- ontein ein Gefecht unter Oberleutnant Volkmann statt- jefnnden, bei welchem Unteroffizier Stadler ge- a 1 len sei, die Kriegsfreiwilligen Maurer aus Halber- tadt, Tischler Nitzsche uno Hartschmiedel aus Mitweida ind ein Dur v e r w u n d e t worden seien. Vom Feinde eien derFührer und 2.3 Mann gefallen. Tie ftarf» besetzte Station Grootfoutein sei außer Gefahr. Sihunq der Stadtverordneten. Gießen, den 17. Februar 1904. Anwesend: Oberbgm. Mecum, die Beig. Curschmann und Georgi und die Stadtv. Brück, Emmelius, Euler, Faber, Dr. Gasfky, Haubach, Helfrich, Heichelheim, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Krumm, Kirch, Leib, Löber, Orbig, Petri, Dr. Schäfer und Wallenfels. Oberbgm. Mecum macht zunächt die Mitteilung, daß vom Bauer'fchen Gesangverein an die Stadtvertretung eine Einladung ergangen ist zu dem am 19. März d. I. im Neuen Saalbau stattfindenden 40 jährigen Stiftungsfest des Vereins. Ferner ließ der Oberbgm. die Versammlung wißen, daß vom Kronbauer'schen Quartettverein aus dem Ertrag des letzten Wohltätigkeitskonzertes 1014,96 Mk. der Stadt übergeben worden sind, wofür er, der Oberbgm. namens der Stadt herzlichen Dank gesagt habe. Zur Tagesordnung übergehend, genehmigte die Ver- ämmlung ein Baugesuch des L. Schneider II für die Neustadt. Ferner wurde die auf dem Saal ausgelegten Plan empfohlene Festlegung des Fluchtlinienplanes ür die große Mühlgasse durch den Körner'schen Garten nach der Westanlage genehmigt. Auf eine Aeußerung des Stadtv. Huhn, man möge doch auch möglichst bald die Straße bis zur Löwengaste durchführen, bemerkte Oberbgm. Mecum, daß das in Kürze werde geschehen können und bekundet weiter auf eine Anfrage des Stadtv. Löber, daß, wenn der vorliegende Fluchtlinienplan genehmigt sei, auch der Antrag zur Ueberbrückung des Schorgrabens gestellt würde, die unter der Bedingung von der Stadt vorgenommen würde, daß die Anlieger ihren Anteil davon bezahlten. Punkt 4 der Tagesordnung, die Vorlage des Voranschlags des Stadterweiterungsfonds für 1904/05 betreffend, wurde ausgesetzt. lieber die Nechnung der Armenkasse für 1902/03 erstattete Beig. Curschmann den Bericht, aus dem wir einiges in den lokalen Teil entnommen haben. Zur Erwerbung der Karl Horn'schen Hofraite, der die Versammlung am 24. Sept. v. I. zugestimmt hat, wurden nachträglich 786 Mk. mehr gewährt. In der Angelegenheit der Klage deL Schreinermeisters Benzler gegen die Stadt und der Klage der Stadt gegen die Wwe. Arnold III, wobei eS sich um dieselbe Sache, nämlich einen kleinen Streifen Landes an einer Einfahrt am Asterweg handelt , auf dessen Eigentumsrecht sowohl die Stadt als die genannten Anlieger Anspruch machten, kam es, nachdem niemand für fein Recht Beweise erbringen konnte, zu einem von der juristischen Kommission befürworteten Vergleich, worin die Verteilung ausgesprochen und das Gebiet als gemeinschaftliches Eigentum betrachtet wird. Zur Verbreiterung des Trottoirs der Marburgerstraße hat Oberbgm. Mecum von Joh. Gg. Pfaff 3 2 Quadratmeter Land L 6 Mk. angekauft, womit die Stadtverordnetenversammlung sich einverstanden erklärt. Der Anteil der Wtw. Wilhelm Volz an Zusammenlegungskosten im Neustädterfeld wird ihr, da sich herausgestellt hat, daß sie rechtlich nicht dazu verpflichtet ist und eS sich um eine persönliche Schuld ihres Vorgängers im Besitz handelt, erlassen. Dem Gesuch des Wirtes Ludwig Flamme „Zum deutschen Hof um Erlaubnis zur Benutzung eines städtischen Geländeteiles am Neuenweg, die im Interesse des Verkehrs von Fuhrwerken erbeten wird, wird willfahrt unter der Bedingung einer jährlichen Anerkennungsgebühr von 1 Mk., die der Gesuchsteller zu entrichten hat. Zur Erneuerung der Zinsscheine für städtische Anlehen wird der nötige Druckauftrag für da§ 90er und für das 99er Anlehen mit Befürwortung der Finanzkommifsion der^Brühl'schen Druckerei erteilt.. Es ist notwendig geworden, die Fleifchbeschau- gebühren zu erhöhen, da die bedeutend verstärkte Kontrolle mehr Kosten verursacht. Die Gebühren betragen nach dem Beschluß der Versammlung künftig — bis 1. April 1905 — für Großvieh 70 Pfg., für Kleinvieh 45 Pfg. Für die von der S ch u tz m a n n sch a f t für die Personenstandsaufnahme, die für die Zukunft einen guten Grund zur Regulierung der Einkommensteuer gelegt hat, geleisteten Dienste bewilligte die Versammlung den Schutzleuten eine Remuneration von 300 Mk. Punkt 15 der Tagesordnung, Unterstützung für Aalesund, wurde ausgesetzt. Nachdem Oberbaurat Schmick inzwischen in der Versammlung erschienen ist, kam man auf den ersten Punkt der Tagesordnung zurück und beriet in zweiter Lesung die Vorschriften für die Hausanschlüsse an die städtische Kanalisation. Sie wurden mit kleinen Abänderungen ohne nennenswerte Debatte von der Versammlung genehmigt. Außerhalb der Tagesordnung wurde über einen Antrag des Brauereibefitzers Bichler abgesümmt, der vom Oekonorniegebäude bei feiner Brauerei aus, um feine Wirtschaftskosten zu reduzieren, eine Feldbahn mit Pferde- betrieb einlegen will. Da Bedenken nicht entgegen stehen und der Antragsteller Gewähr dafür gibt, daß feine Schäden entstehen, bezw. daß er für alles selbst auffommt, erteilt die Versammlung widerruflich ihre Genehmingung mit der Bedingung der Zahlung einer Anerkennungsgebühr von 10 Mk. für die Benutzung städtischen Geländes. In der Gewährung der städtischen Unterstützung an die Lesehalle war irrtümlich eine Abweichung von der früher getroffenen Disposition zu Ungunsten der Lesehalle oorgefommen, die im Einverständnis mit den Stadtv. wieder ausgeglichen wurde. Nachdem daS Gesuch deS Martin Langsdorf hier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Crednerstraße 84 wiederholt abgeschlagen wurde, wurde die öffentliche Sitzung beendet. Inder nichtöffentlichen S1 y u n g wurden Personal» angelegenheiten, die für die Oeffentlichkeit fein Interesse haben, beraten. Aus Stad! und Land. Gießen, den 19. Februar 1904. Sprechstunden der Redaktion: 12—1 Uhr vormittags, %7—V2® Uhr abends. ** Die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde fand sich am 17. Februar im großen Saale deS Hotels „Großherzog von Hessen" zahlreich zusammen, um einem Vortrag be§ cand. jur. E. Danner! überfeine „Erinnerung en an Deutsch - Südwestafrika, Land und Leute" beizuwohnen. Herr Dannert, der in Omaruru eine Kinderjahre verlebte, war wie kein anderer berufen, über eine Heimat zu berichten, und er tat e§ in so vorzüglicher Weise, daß er die große Zuhörerschaft in ungewöhnlicher Weise zu fesseln vermochte. Seine Darlegungen, durch per- önliche Erlebnisse von Fall zu Fall belegt, gaben ein abgerundetes Bild von unserer augenblicklich im Vordergründe des Jntereffes stehenden Kolonie; lebhaft zu bedauern ist, daß die gemessene Zeit ihm vielfach Beschränkungen auferlegte. Der Vortrag umfaßte im wesentlichen die drei mächtigsten Volksstämme des Schutzgebietes Deutsch-SüdwestafrikaS, die Ovambos, die Ovahereros und die Namaquas oder Hottentotten, während die Ovamhandjeros, ein den Ovahereros nah verwandter Stamm, die von den Hereros und Hottentotten unterworfenen Bergdamaras und Buschmänner und die Bastards, ein Mischvolk von Buren und Hottentotten, nur kurz erwähnt wurden. Der Vortragende begann zunächst mit der Schilderung des nördlichsten Volkes, der Ovambos, und ihres Landes, das durch seine größere Feuchtigkeit und seine ständig ließenden Flüsse bedeutend fruchtbarer ist als der Süden, das Herero- und Namaqualand, inbeffen auch bedeutend ungesunder. Den Hauptteil des Vorttages bildete sodann die Schilderung des HererolandeS und seiner Bewohner, der Ovaherero. Nach einigen allgemeinen Angaben über ihre Geschichte, ihren Charakter, ihren Herdenreichttun und ihre Kleidung und Bewaffnung entwickelte der Vor- tragende ein möglichst genaues Bild ihrer Lebensgewohn- heiten an der Hand deS Lebenslaufes eines vornehmen Here- rofnaben. Eine Reihe von Waffen, Gebrauchsgegenständen und Schmucksachen der Hereros ermöglichte den Zuhörern, sich ein genaues Bild von dem Aussehen derselben zu machen. Infolge der Kürze der zu Gebote stehenden Zeit konnte bei britte Stamm, die Namaquas nur kurz erwähnt werben und erstreckte sich ber Vortrag hier fast nur auf ihre burch die ihr eigentümlichen Schnalzlaute charakteristische Sprache, ihren Charakter und ihre Kriegsgewohnheiten. Einige allgemeine Bemerkungen über die Tier- und Pflanzenwelt des Schutz« gebiete? sowie über fein Klima, feinen Handel und die bishei in ihm schon gefundenen Materialen schloffen dann dem intereffanten Vortrag. Wie wir hören, wird Herr Dannerl am Samstag über dasselbe Thema in der Sektion Ober- Hessen deS Deutsch-Oe st er r. - AlpenvereinS sprechen Er dürste dabei Gelegenheit finden, noch manches zu ergänzen, waS er sich bei feinem ersten Vortrag versagen mußte. — „Brocke unn Krirnrnele." Gedichte in Frankfurter Mundart von Adolf V ö l ck e r s. Frankfurt a. 9JL, Aug. Kullmann. -Mir bhun begnieqe uns mit dem, Was annre uns gelasse, Von Brocke unn von Krimmele Dhun mer e Handvoll fasse Unn streun se uff de Bischerdisch Dem Vublikum ganz keck — Wen's steert, ber netnm die Krimmelberscht Unn kehr se widber weg!" So schließt der Versaffer seine Vorrede. Wir glauben aber nicht, daß jemand, der sie einmal in der Hand gehabt hat, diese „Brocke und Krimmele" schnell „widber wegkehrt". Im Gegenteil, jeder, der ein Freund ist von urwüchsiger und humorvoller Dialektdichtung, wird dies kleine Büchlein mit viel Vergnügen durchblättern und seine Freude haben an all den gelungenen Einfällen. Auch zum Vortrag im gemütlichen Kreise eignen sich die kleinen Gedichte, da sie fast alle amüsante Pointen haben und dezent gehalten sind. R. H. § Großen-Linden, 18. Febr. Der hiesige Turnverein veranstaltete am Dienstag abend in der neuen Turnhalle eine karnevalistische Sitzung. Am Mittwoch nachmittag arrangierte der Verein einen Karnevalszug und abends war Maskenball. Durch die Bemühungen des Vereins ist das alte Faschingswesen hier zu seinem besten verändert worden. )( Lützellinden, 18. Febr. Der sechswöchige Haushalt ungskursus, welcher hier stattfand, wurde gestern durch den Beigeordneten Bork-Hörnsheim in Verhinderung de§ Kreisbürgermeisters Hardt-Rechtenbach geschloffen. Der Kursus war von 24 Mädchen und einer Frau, also 25 Teil- nehmerinnin, besucht und wurde von Fräulein Müller geleitet. Der Unterricht erstreckt sich auf Kochen und Handarbeit. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Frankfurter Magistrat beschloß die Errichtung eines Völker-Museums in Frank- furt a. M. Klink und Wissenschaft. München, 18. Febr. Professor von Lenbach unterzog sich heute in der chirurgischen Klinik einer Operation, die gut verlief. Ter Operationsbesund ergab eine ausgedehnte entzündliche Verhärtung im Gekrqje. Das Befinden des Patienten ist befriedigend. Rom, 18. Febr. Tie bekannte Schauspielerin Eleonore Duseist schwer erkrank l. Handel und Derkehr. Volkswirtschaft. Berlin, 18. Febr. Der Aufsichtsrat der Berliner Handelsgesellschaft beschloß, der Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 8 pCt. für daS Kommanditkapual von 90 Millionen vorzuschlagen. Der Abschluß ergibt einen Bruttogewinn von 10 954 892 'Mk. und einen Reingewinn von 8 754181 Mark gegen 8 122 314 Mk. im Vorjahre. Berlin, 18. Febr. In der gestrigen Aussichtsratssitzung de. Berliner Bank wurde beschlossen, der Generalversammlung die Verteilung von 4 pCt. Dividende vorzuschlagen. ‘9. ^'btu« 1904 'V'tion: ,i8 Uh- »btnb,. * Uni) ^5(fp,f . ’B'« 6oal, I , ,unb« i’iiomntm .'S Stieme’ j?."’"» ■rt, btr „ b "nb it es in t. ™,en' über ä)OTt h Wit " '9«"», bmch * «ff $ 7^°-d--Wnd! ? ^bedauern ist, b(16 'llch-ÄudwestainkoS, die ^uqS ob« Hottentotten, n ^^ereros nah ücr, unb Hottentotten unter. * die BMrbs, kurz erwähnt zunächst mit der 6ty[, « OoQmbo§, und ihres Wert uni seine ständig T ’rt als der Lüden, das cn ouch bedeutend un» a9e§ bildete sodann die ,§ und seiner Bewohner, gemeinen Angaben über 1 ihren Herdenreichtum lg entwickelte der Vor« d ihrer Lebensgewohn« !s eines vornehmen Here« i, Gebrauchsgegenständen nöglichte den Zuhörem, eben derselben zu machen ehenden Zeit konnte bei kmz erwähnt werden uni nur auf ihre durch du akteristische Sprache, ihren eiten. Einige allgemeine Dflanzenwelt deS Schutz. ■en ftanbel unb bie bisher (en ftyofien bann bm >n, wirb Herr Sanner. ibet Sektion Oder« Lipenvereins frechen noch manches yi er« elften Vockag versagen t* Tedichke in Frank« ölckers. Frankfurt a. N, mü dem, **. »»ft 6 nmele ie indisch iie Krimmelberscht Sorten. »«Ä£ 'betÄ9>Ä* ÄTwSfi $,6r. $« JK n einen »arm ° die hier !° l"nem 611 LSi-xr nd delk «u8Jäfl”6*6fie, „rtcr ®*i„ ”Äl W °o/e-"'°n,Ddl>-di ^KMvnrtl^, Bekanntmachung. Die Brotlieferunc, für die hiesiqen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 bis 81. März 1907 soll neu vergeben werden. Angebote sind bis zum 5. März d. I. an das städtische Armenamt, Neuenbäue 25, schriftlich einzureichen, wo auch die Lieferungs- bedingunqen eingesehen werden können. Gießen, den 11. Februar 1904. 1503 Die Armen-Devutation der Stadt Gießen. (5 urschman n. Mlanz am 31. Dezember 1903. Aktiva. Jt $ 1. Kassenbestand 889.02 2. Warenbestand nach Einkauf 3275.45 3. Ausstände 2180.25 4. Mobilien nach 10 °/g Abschreibung 87.— Summa 6431.72 Passiva. JL d> 1. Kapitalschulden 650.— 2. Geschäftsanteile der Mitglieder 790.— 3. Reservefonds 2000.— 4. Betriebsrücklage 920.38 5. Warenschulden 474.42 6. Reingewinn 1596.92 Summa 6431.72 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1902 73 Während 1903 gingen ab . . . 4 1678 09 W W M 3U ♦ ♦ • 9 Daher Stand der Mitglieder Ende 1903 78 Landw. Konsmilverein zu Kausen. Eingetr. Genosiensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Müller 11., Direktor. Hofmann, Rechner. Holzverfteigerung. Nächsten Montag den 22. Februar und Dienstag den 28. Februar werden in dem Nieder-Bessingener Gemeindewald versteigert: Montag den 22. Februar 442 Fichten-Derb- und -Reisslängen, ersteres sehr schönes Sparrenholz, 12 im Buchen - Scheitholz, 66 rm Eichen- Knüppel, 1500 Eichen-Wellen, 120 Erlen-Wellen, 775Fichten- Wellen, 24 rm Buchen-Stäcke, 41 rm Eichen-Stöcke, 20 rm Fichlen-Stöcke. Dienstag den 23. Februar 16 rm Buchen-Knüppel, 160 rm Eichen-Knüppel, 136 Buchen-Wellen, 1200 Eichen-Durchforstungswellen (3. Durchforstung), 1000 Eichen-Astwellen, 1850 Durchforstungswellen, 44 rm Buchen-Stöcke, 35 rm Eichen- und dtadel-Stöcke. Die Zusammenkunft ist im Ort, der jedesmalige Anfang vormittags 10 Uhr; das Stangenholz wird zuerst versteigert. Nieder-Bessingen, den 18. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Bessingen. Horst. 1686 L-....... ........................................................ Holzverfteigerung. Montag den 22. d. Mts. kornmt im Rodheimer Gemeindewald folgendes Holz zur Versteigerung: 24 Stück Eichen-Stämme von 6—12 m Länge und 17 bis 76 cm Durchm. mit zusammen 31,88 fm, 10 rm Eichen-Schichtholz, 47 , , Derbholz, Scheit und Knüppel, 110 , , Reiser, 31 , , Stockholz, 97 , Buchen-Derbholz, Scheit und Knüppel, 183 u „ Reiser III. Klasse, 81 Stück Nadelholz-Stämme mit zusammen 32,28 fm, 406 „ , Stangen I., II. und IIL Klasse, 66 rm Nadelholz-Schichtholz, 41 „ , Derbholz, Scheit und Knüppel, 315 „ „ Reiser. Das Nutzholz kommt zuerst zur Versteigerung. — Die Zusammenkunft vormittags 9 Uhr im Distrikt 11 Hain, nahe der Kehlbach bei 9lr. 1. Rodheim a. d. B., den 18. Februar 1904. 1692 Der Bürgermeister: Bechtold. Höhere unb Erweiterte Mädchenschule i zu Kießen. Die Anmeldungen neu eintretender Schülerinnen — einerlei welchen Alters — sollen in Zukunft nicht mehr bei Beginn des neuen, sondern vor Ab'auf des alten Schuljahres erfolgen. Die diesjährigen Anmeldungen haben bis spätestens zum 20. März zu geschehen und werden im Schulhause, Schillerstraße 8, an folgenden Tagen von dem Unterzeichneten entgegen genommen: Dienstag, 8., Samstag, 12., Dienstag, 15., und Samstag, 19. März, jedeSmal von 10 bis 1 Uhr. Vorzulegen sind: Fmpf- und Geburtsschein, letzterer mit unterstrichenem Rufnamen; bei Kindern, die über 12 Jahre alt sind, eine Bescheinigung über geschehene zweite Impfung; bei Kindern, die aus einer anderen Schule kommen, em Abgangszeugnis. Mädchen, die erst schulpflichtig werden, ind bei der Anmeldung vorzustellen. Gießen, den 16. Februar 1904. 1584 Der Direktor: Dr. Stoeriko. Holzverfteigerung. Dienstag den 23. Februar l. I., vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewald nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 15 Eichen-Stämme von 18—27 cm Durchm., 6—10 m Länge — 4,76 fm, 537 Fichten-Terbstangen mit 21,40 fm, 8 rm Buchen-Scheiter, 28 , Buchen-Knüppel, 67 „ Eichen-Knüppel, worunter 24 rm von 21/, bis 3 m Länge, 350 Buchen-Wellen, 2790 Eichen-Wellen, 2900 Fichten-Wellen, worunter 2000 lange Wellen, zu Spalieren usw. sich eignend, 54 rm Eichen-Stöcke. Zusammenkunft am Brückenweg, Abt. Sattel. Bemerkt wird, daß das Fichten-Stangenholz und die langen Wellen gegen 12 Uhr zur Versteigerung kommen. Leihgestern, den 17. Februar 1904. 1680 Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. Holzverfteigerung in dem (Hemeindewald zu Bersrod. Donnerstag den 25. Februar d. I., vormittags 9'/z Uhr anfangend, kommen aus den Distrikten Unterroths Erdemvald, Mittelschlag, Lindenstruth, Pitz und Fuchsbau zur Versteigerung: 95 rm Buchen-Scheit 19 3 , Eichen-Scheit 17 167 , Buchen-Knüppel 103 12 , Eichen-Knüppel 8 14 , Nadel-Knüppel 22 114 v Buchen-Reiser 2 Buchen-Stämme mit 1,30 fm 63 Eichen-Stämme mit 32,48 u 7 Nadel-Stämme mit 1,17 , 388 Stück Nadel-Derbstangen mit 28 „ Nadel-Reisstangen mit rm Eichen-Reiser „ Nadel-Reiser „ Buchen-Stock u Eichen-Stock „ Nadel-Stock 27,19 fm 0,30 , Freitag den 26. Februar, nachmittags 1 Uhr anfangend, kommen aus den Distrikten Rosenberg und Wamberg zur Versteigerung: 4 rm Buchen-Scheit 40 rm 8 , Eichen-Scheit 68 „ 39 , Buchen-Knüppel 3 , 11 , Eichen-Knüppel 12 „ 52 , 9!adel-Knüppel 3 Eichen-Stämme mit 0,39 fm 19 Nadel-Derbstangen mit 0,75 fm Zusammenkunft im Ort. Großh. Bürgermeisterei Reuschling. Buchen-Reiser Nadel-Reiser Buchen-Stock Nadel-Stock Bersrod. 1658 Casiwks. Gegenwärtige Preise: Für den ZenMer ab Verkaufsstelle: Stfttf.Äotö . ............. 1,10 All. Nuß-KolS, ausschließlich trocken gelagert, in zwei verschiedenen Korngrößen <ür Siubenheizung und für weile und enge O ' enjchächle paffend zerkleinert: Größe Nr. 1, etwas größer als durchschnittliche Korngröße des Anthracit, g ang- bar st e S o r t e......... 1,25 TU. Größe Nr. 2, kleiner als durchschnittliche Korngröße des Anthracit......1,25 TU. In Wagenladungen von mindestens 36 Zentnern: Stückkoks.......1,05 TU. Nußloks Nr. 1.....1,20 , Nußloks Nr. 2.....1,20 , Bei Entnahme von mindestens 200 Zentnern: Stückkoks.......1,— TU. Nußloks Nr. 1.....1,15 , NuvkolS Nr. 2.....1,15 „ Für Koksabnehiner, welche zwei nud mehr DoppelwaggouS beziehen, ermäpigl sich der Preis um weitere 5 Pig. für den Zentner. Für Anfuhr au das Haus werden 5 Pfennig für den Zentner berechnet. MB. Soiern das Verbringen der Koks — bis zu 6 Zenlnern — auf die betr. Kagerplätze (Keller, Stall 2c.) mit fernem außergewöhiilichen Zeiiaufwaiid verbunden ist, gejchrcht dies ohne befondere Vergütung. Im Gaswerk findet nur em Verlaut von über 5 Zentner Koks statt; dagegen ist bei folgenden hiesigen Firmen der KlriiiiirrkMs der W* von 1 bis 5 Zentner eingerichtet, nämlich bei den Herren: Bacheuheimer & Schanmbcrger, Marburgerstraße 22 Andreas Euler, Slemstraße 11, Joh. Fischer, Aliceslraße 19, H. Hof, Bahnhofstraße 34, Gebr. Kahl, Zranlsurterslraße 151, teb. Kliukel, Bahiihofstraße 10, Emil Lotz, Kirchenplatz 9, Emil Piftor Nachfolger, Marktstraße 10, Georg Schäfer, Llcherslraße 2, Anguft Struck, Blsinarckstraße 6, Georg Unverzagt, Grünbergerstraße 13. Daniel Wtrth'S Nachf. (Th. Geüfus), Westanlage 51. Diese Firnren berechnen obenstehende Preise xuijerer Gaskoks samt Anfuhr wie das Gaswerk und verabfolgen dieselben auch in Tiengen unter 5 Zentnern. Tie Preise unserer Gaskoks für die Abnehmer außerhalb der Gemarkuug Gießeu ermäßige» sich um den Betrag der Lktroirückvergutuug vou 4 Pfg. für den ZenMer. 42 ________Städtisches GaS- und Wasserwerk Gießen._______ Arbeitsvergebung. Freitag den 26. Februar l. I., vormitt. 11 Uhr, werden auf Großh. Bürgermeisterei Bersrod die Erweiterungs-Arbeiten eines Kanals m Bersrod öffentlich in Akkord vergeben als: 1. Maurerarbeiten, veranschlagt zu 113,10 Mk. 2, Gußplattenlieferung, u , 244,94 „ Voranschlag und Bedingungen liegen auf Großh. Bürger» meisterei Bersrod bis zum obigen Termin zur Einsicht der Interessenten offen. Bersrod, den 17. Februar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei BerSrod. I. A.: Förster, Kreisstraßenmeister. 1659 Bei husten, Heiserkeit, erschleimung, Lungen-u. I i ustkatarrh nehme mau Husten-Doctor o nui u.e gesetzlich geschützten Eberenz’sohen Husten-Doctor- Bonbons. Aus reinem Malzextrakt hergestellt. Paket ä 15 und 30 Pfg. zu haben bei Gebr. Michel, Walltorstr. I A. Noll, Bahnhofstr. [602 | verwendet eteti Ein heller Dr. reackpulver 7t 9 (Vanillin-Zucker Oetker S(Pudding-Pulver Ä 10 Pf. Millionenfach bewährte Rezepte gratis von den besten Geschäften. Tonrsbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositenkaffe Gießen.________ iS. -- Course vom 2 1 Course vom Courfe vom Courfe vom js7 Courfe vom «a Courfe vom K 11./2. 118./2, Z! 11J2.| 18. 2. s 11.,2. | 18./2. GO 11./2. | 18./2. 1L/2.I 18./2. ■5d 11./2. lo,/2. Staatspapiere. 4 Spanier. . __ Standeshrl. Anl. Nordd. Lloyd . 102.80 103.10 Meining. Ser. 8 102.80 102.80 4 Warschau Wien 3 3M Leunqe. D. LteichS.-Anl. do. . . Preuß. ConsolS 102.25 90. lu 101.60 102.— 89.60 102.— 4 4 3h 5 Ung. Goldrente do. StaatSrentc desgl. . . . Argent. v. 1887 do Gold 0.1888 99.60 97.70 89.70 86*— 98.50 97.10 89.60 4 3V, 372 SolmS-Braunf. do..... Asenb.-Birsteiu. 1 I 1 1* l’sf 98*50 98.- Dortmunder . Hamb.-Amerik. Packelfahrt . Bochum Bcrgw. 108.80 182.75 106.80 180.25 3% 4 4 do. abg. . Preuß. Boden- Credit . . . Rhew.Hypoth.- Bant 1907er 97.75 103.— 102.- 97.50 103.— 102.- 4 4 5 stfr.. . . oo. XI. 1911er Wladikawl 95 steuerfr. . . Anatolier . . §1 II j *1 *1 1 91.10 101.60 3 do..... 90.20 89.70 4 do. äuß. v. 1897 77.40 Bank-Aktien. Concordia „ 306.— 809.50 37, do. 97.— 97.90 3 Saion.-Monast. 58.40 58.10 4 3X 4 Badische . . . do..... Bayer. St.-Obl. 104,80 101.21, 103.60 104.90 100.60 104.10 4h 6 Chile Gotb-Anl. Chinesen. . . do..... 94*70 102*70 94.80 Rcichsbank . . Berliner Hdlsg. Darmstädler Bl. 151.50 151.10 137.80 152 — 148.90 134.90 Cichweiler „ Geifukirch.Brgw Harpcner „ 234.10 205.50 191.30 231.50 200.20 188.50 4 4 Preuß. Central- Boden . . . Westdeutsche. . 102.80 102.80 103.— 102.80 Lose in Prozenten. 3^ do. . ._ . . 100.50 100.60 4h do..... 86.— 85.— Deuljche Bk. . 217.50 214.30 Hlbernia „ 192.80 188.70 37r do..... 58.— 98.— 4 Bad. Thlr. 100 __ 145.20 4 3H 3 3X 3X 3h Hess. St.-Obl. . do..... do..... Württemberg. . örenien v. 1899 pambg. v. 1899 Aust-ilbifche. 105.— 100.50 88.40 101.10 99.60 100.80 104.70 100.56 88.20 101.50 100.30 10O.80 5 5 3 Mexicaner Silb. Serie 1—4 . Mexicaner v. 99 do. Silber . Provinz- und Städte-Anleihr. 40.10 100.- 26.10 41.10 100.10 26.4i, DiSconlo-Ges. . Dresdner Bk. . Nativual«Bk. . Schasjhsr. Bkv.. D. Cfsellen« und Wechjelbank . D.Genoss.«Bank Mitleid. Kredit 185.40 148.40 118.30 139.60 1C2.— 98.30 114.90 182.60 145.50 116.20 136.10 103.20 98.25 114_'5 Xlaura „ Hörder , Zlse Phönix Hoejch Stahl . SchalkerGruben Buderus. Deutjch-Luxemb 224.50 130.- 206.- 148.60 186.80 437.- 106.25 82.50 219.50 127.60 203.- 145.75 185.50 432.- 108.50 79.- 4 37, 4 4 Preuß. Hypolh.« Äll.-Bk. abg.. Eisend.-Priorit. Südd.Cisenbahn Dux-Bodenbach von 1891. . Elifab. steuerfr. 99.80 95.70 100.— 1O0.80 100.30 95.50 101*10 4 3*/a 37» 37z 3 4 Bayer. Thir.100 Gothaer Pram.- ■psddr. L . . do. 11. . . C')ln-Mindencr Madrider . . Meuigr. Pram.- Pfodr. Thlr. & o. — 1 1 *^LL*I *1 ' 166.— 123.20 135*40 49.30 b 4*/j -VA 17a 4 3 47. 4 4h 3 5 4 4 3h 4 4 1 1 1 Bulgar. Tabak BoSuter . . . Grikch.iL.B. von 1890 . . . Grlech. Tlonop. 84.- 100.80 38.10 40.60 80.- 100.50 38.50 41.60 "3h 4 3h öh 3h Starkenburger. Gießener. . . do..... Frankfurter. . Darmstadter 101*75 99.75 99.75 99.50 101*75 99.75 99.70 99.50 Pfalz. Bank . Preuß. Hypoth.» Aktien'Bank. Beri.Hypolh.-B. Oest. Cred.-Akt. 103.80 111.50 121.— 203.- 103.— 112.- 121.- 198.30 3'/, 4 Pfandbriefe. Hess.Hypolh.-Bk. Franks.Hypolbk. Serie 14 100.60 101.- 100.40 100.90 4 4 5 5 Franz Zofeph . Kafchau-Oderbg. Oestcrr. Viorö» westbahn B. . do. Südbahn 106.50 99.80 100.- 106.70 4 3 iöo. . . . Oesterr. v. 1860 do. v. 1854 Oldend. Thir.4o Turt. Frs. 460 135.20 153.— 121.— 135.50 152.- 130*40 117.60 Itairener Rente do..... Oesier.Silberrte Oester. Goldrte. Portug. Staat abgen. . . do. abgest. Rum. am. iHte. Auman, v. 1890 Gold-Russcu v. 188U . do..... Aussen v. 1902 Serben v. 1895 Türteli Lit. B. do. w C. do. w D. 100'60 101.70 48.— 98*25 85.50 90.70 81.— 90.70 69.90 61.50 99*90 101.10 97*50 84.80 91.25 90*90 69 — 61.50 28.75 4 3>ü 3h 4 3 h 3<, 4 >7, >>h 3h 4 7s 4 4 4 47, Babenhausen Mamzer. . . Offenbacher. . Wormjer . . do..... Heidelberger "Mannheimer . Bao Vauheuner Lahr .... Wiesbaden . . Bukarest. . . Lissaboner . . TlojSIau . . . Wiener 1902 . BuenoS-MreS . do..... 99*30 99*90 99.— 102.- 99.50 98*50 76*70 100*70 42.30 99*90 99.- 100.20 99.50 99*20 w 100*20 i 42.90 1 Industrie -Aktien Farbw. Höchst. do. Griesheim Brauerei Kempfs „ Bmdlng „ Henninger „ Aellenmeyer w Stern. . „ KtclcrSchloß Elektr.Laymeyer „ L-a>uclerl „ Siemens u. .yalste Adler iucijet . Bad. Aliiliu . 342.- 230.- 136 50 252.— 174.— 138.— 240 - 147- ö8.— 100.10 136.- ■229.- 410.— 355.— 227 - 136.20 250.— 174.50 123- 240.- 145.50 87.50 97.50 134.10 236.46 1 425.— 3V2 4 37, 4 4 37- 3'/, 3', do. L-crie 19 Frlf.Hyp.-Cred.- Berem 1905. do. 1906. do. tilgbare Frks.Landwlsch. Hamburger Hy- polhekeu-Bank Ser. 141—250 do. unkündbar bis 1910 do. Serie 46 bis 190. do. Serie301 bis 310. Preuß. Pfand. | drief-Bank . 98.50 100.60 97.70 98.— 99.20 100.25 102.40 95.50 97.- 100.60 98.40 100.60 97.30 98- 99.20 100.30 102.40 95.5C 97.- 100.60 4 3 3 4 2*/w 2*/to 4 37» 4 4 (Xlomb.) do..... do. . '. . . Raab-Ocdcnbg. Ebs. . . . Rudolsbahn. . Jtal. ftaatl. gar. C.B. . . . Livorneser . . Sard. Sec. stfr. gar. . . . Gouhardbahn . Kurst Kiew. stfr. gar. 'Jiiill. Südost 97 stfr..... 105.30 93.70 63.50 75.20 100.30 71*70 94*50 I | O I -J -4 C -J C-.CO \ V O \ JCJ-A p C. ppp 1 | io । b'*i ’-j cc u1 1 1 c I c 1 O V c c c Uiiverjlnöliihc pr. Siuck u. Ml. Ansbacher ft. 7 Augsburg, st. 7. Bricl)w.Thir.2O Fmnidr.Lhtr.10 Aiauand.Frs.45 00. (jtS. 10 Oesterr. ,1. 100 von 1864. . Pappenh. st. 7 Meuiliiger st. 7 Ungar. Slaats st. 100 . . Lenel'.aner 8.30 1 IS 1 1 1 III f i*2$ ii 1^ 14b*— 19*90 436.— 348.- Besonders aufmerksam mache ich auf folgende, wesentlich im Preis zuruckgesetzte Schlafzimmer: Schlafzimmer in Edelbuche mit Ahorn-Füllungen statt Mk. 575 jetzt Mk. 450 Eichen - Zimmer glatte engl. Form feinste Ausführung statt Mk. 525 jetzt Mk. 425 Satin-Zimmer glatte Form schwerste Ausführung statt Mk. 425 jetzt Mk. 350 Obige aufgeführten Zimmer sind sämtlich innen Eichen und wird für Güte und Haltbarkeit jede gewünschte Garantie geleistet. 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