Dienstag 19. Jamrar 1904 154. Jahrgang Erstes Blatt. ** Aus dem Bureau des Stadttheaters. Tas Ergebnis van vier musikalische Vorträge noch einige Zeit angenehm unter- Ausbildung übertriebenen E jungen, in seinem Heimatkunde Norwegen „Jung-Jbsen" genannten Dichters Johann Böser Schauspiel „Theodors zur Aufführung bringt, wird das Gießener Publikum die Bekanntschaft einer der interessantesten mc>dernen Künstlerinnen, Frl. Luise Dumont vom Deutschen Theater in Berlin, machen. Die Künstlerin, früher an der Wiener Burg und am Stuttgarter Hoftheater, zählt seit einigen Jahren zu den Sternen des Deutschen Theaters und ihre „Theodora" dürfte nach allen Zeitungsreferaten eine außerordentlich! interessante Leistung bieten.. ** Der Maschinenbauer-Gesangverein hielt gestern abend im Saale des Cafö Ebel bei recht starker Be- v y.y...... ----------- , , Heiligung eine Versammlung ab, in welcher über den Na- ■ erhoben sei wegen der in diesem tionalen Gesangswettstreit Beschluß gefaßt wurde, der iß verwundeter itag und Tonners- 'ginnen Montag, n Mädchenichute, i den Frauen und iht werden. Wer um 22. Januar x in der Alice- 625 ikenpftge. Rufes. ** Ein humoristisches Karnevalskonzert ist von unserer Regimentskapelle für nächsten Sonntag geplant. Musikdirektor Krautze entspricht damit vielfach geäußerten Wünschen. Es wird Hulnoristisches in den verschiedensten Formen geboten. Sowohl urkomische Ensemble-, als auch Solo-Stücke, mit und ohne Dialog, kommen zu Gehör. An einigen Stücken kann sich auch das Publikum beteiligen. Es ist also ein äußerst genußreicher Abend zu erwarten heran zutreten. Jede, auch dre klemste r willkommen." In Gießen gc- an die Herren Pfarrer Euler, Prof. Laudgerlchtsrat Schmeckenbecher hielten. r ... •* Sein 300jähriges Beste hen begeht m dreien Tagen ein hiesiges Geschäft, nämlich die Urkundlich anfangs 1600 gegründete Eisenhandiung von Emil Pi stör, Marktstraße 10. Der Gründer Hans Peter Pistor betrieb eine Schlosserei; sein Nachfolger Johann Hieronimus Pistor wird schon als Eisenhändler genannt. Tas Geschäft vererbte sich Generationen hindurch, bis es im Jahre 1896 an die Herren Heinrich Selbst und Louis Schußler aus Frankfurt a. M. überging. Es hat sich von Jahr zu Jahr weiter ausgedehnt unb erfreut sich durch seine Solidität weithin eines guten Vch«Istr«tze 7. Hbtefi« tüx Depesche«» Anzeiger vtetze«. H«r»N)rrchan1chluß Nr. bl. iMli L, NM 18, bei 6 Pmd 1? Pfund 16 M. M-.M 18, bei 5 Piund 17 Pfund 16 P'g. , Ml Mit “ z 24 Pfg., bei 5 Pjd. SPsd. 2 Pfg. billiger. PMMkM l6, bei 5 Pfund 15, Pfund 14 Pig> en g«t!°««d! teinbäuser Nr. 15 außer Sonntags. Dem Siebener Anzeiger werden hn Wechsel mit dem KeMsche« Landwirt die Stehever Kamillen. bUttU viermal In der Woche beigettgt tRotattontorud tu Der- lag bei 81 ü h i'schen Unwers.-Buch- u. Stein- Vruckecri(PretschLrd«ch 'n steift 'M? ** te JJÄÄg ■m tote » Teil P. Writto für .Stadl and 8antr «nb .tLerrchtLsaa^! Ananft Götz, fßx den An- zetqenteU Han« Beck. W Achtung! 904. kJILoselOMk. nd Liste 25 Pfg- 26006 8000 Loszahl! [m Strassburg j. E. r. PL Weiler. Ajfa. »>gä*° LM QDgenen ; r°uch von Lber- '' $c°9' u. Pari. iiessea azlich Mich, »er,**6» — Ter Kaiser hat dem Reichstage eine neue von ihm eigenbändig E.^emb^lAV gezeichnete mit seiner Ramcmsunterschrist versehene SchiTfstobeTie geschmkt. ®ie beliebt sich auf England und skM dre zloeite Nachtragstafel (feit 19001 dar. Es find 10 Schacht, schiffe, 17 Kreuzer 1. mrb 17 Kreuzer 2. und 3. Basse vezugdpret», monatlich7b Pi^ viertel iährltch ML L20. durch Abhole- u. RroeigftetUr monatlich 6o Pf.; durch die Poft Att-L—vreriel- fährl. ausichl. Beftellg. Annahme von Snzeige, ür die togeSnummet >iS vormittags 10 Uhr. , etimvvttfl i total 12 Pf, außroArtf K> Pfg. Deutsches Reich. Berkin 18. Jan. Ter Kaiser machte heute den gewohnten SpazierAanfl im Tiergartm, sprach denn AE- fn-nxter Grafen Bulow vor und horte daun rm Schloß den Vortrag des Stellvertreters des Chefs des ZrvtL- ralat' Zt’(i^Jnbonal?e n. b v>' Ä? , hui1»1 ...'’-iirti* v - 5»*^ Gietzener Anzeiger General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen Für die 7. Volksvorstellung am Mittwoch den 20. Januar —-----« . v. list Schönthan und .Kvppel-Ellfelds überaus beliebtes, lie- §tflvt UUv bendwürdiges Lustspiel Renaissance" mit Frl. Hell- So« 1 a ^innimr 1904 berg in der Rolle des Vittorino gewählt worden. Zweifellos m . . r TwpJn* s^^o krnncir hat diese Wahl ein volles Haus zur Folge. Beim Gast- - Provtnzralau8schuß. Mittwoch, dm »0. Janum, Lindemann-Ensembles, das am Donners- vormittags 10 Uhr, findet tm Sitzungssaal des Regterungs- , 21. Januar in einer einmaligen Aufführung des gebäudes hier eine öffentliche Sitzung deS Prvvmzial-AuS-' - - -- - - - - - - '------" schuffeS der Provinz Oberheffen mit folgender Tagesordnung statt: 1. Unterhaltung der Kreisstraßen; hier: einer Böschung der Leuseler Straße m der Ortsdurchfahrt zu Alsfeld. 2. Die Anlegung des Grundbuchs für die Gemarkung Angenrod; hier: die AuSsteinung der Kreisstraßen. 3. Reklamation gegen die Bürgermeisterwahl zu Vockenrod; hier: die Kosten des Stimmrechtes an unter Voraussetzung der Steuer entricht-1 und Geh. Hofrat Prof. Tr. Dr. Sieb eck, die alle zpr uug und unter Annahme des Systems der Proportional- Annahme von Beitragen bereit smd. wählen, Vorlagen betreffend Fortführung der Staats- •• Konzert-Verein. Das 4. Abonnements-Konzert bahnen' bis zur Grenze Finlands und betreffend Staats- Qm Sonntag, den 24. Januar, verspricht viel. Es gehört zu beitrage zur Errichtung von Arbeiterheimen an. ken ganz seltenen Vorkommniffen in unserem Konzertlebm, New York, 18. Jan. Der deutsch ameri konische e-fi Mostler in zwei aufeinander folgenden Jahren Nationalbund sandte an General Mac Artkmr ern ^.^g^tt wird. Bei der verhältnismäßig kleinen Anzahl von Schreiben, in deml erMrt wird, dessen^rie g| r opU ^rungen, die der Konzert-Verein unternimmt, hat der tawÄ t * stets auf ^glichst r°ich° Abwechselung zu sehen, eMe Beleidigung für die große Masse von Bürgern, welche um den melseltigen Geschmacksrichtungen auch nur eimger- in jeder amerikanischjen Krisis treu zum Adoptivvaterland maßen gerecht zu werden. Der durchschlagende Er;o^ ledoch, ! gestanden habe. Die Behmiptung, die Deutschamerikaner der ganz ungewöhnte stürmische Bestall, der dem Ptamsten ^md'10 Sliooptz. seien im spanischf-amerikanischen Kriege lau gewesen, sei Fx. Lamond bei seinem ersten Auftreten im Clubsaat zuteil — Mr. Gor von Benn et, der Besitzer des „Newyorkd^ch viele Beispiele widerlegt. wurde, war eine nicht mißzuverstehende Directive für den Herold" ist nach einer Meldung der „Köln. Ztg." vom Buenos-Aires, 18. Jan Nach tinein Telegramm!Voxswnd, und mit der Wiedergewinnung des Künstlers ent» Kais er eingelad en worden, während der Renn- Montevideo fand bei Jllescas ein blutiger S'am bf ;ener nuc einen allgemeinen Wunsch seiner Mitglieder, woche in Homburg um ben (Sforbon Berttwt-Prns zwischen ben Regierungstruppen und den Aufstand:- i. Februar 1903, an welchem Tage Fr. Lamond seinen sein Gast zu sein. (An der Richtigkeit der Meldung ist schen statt. Se^tere ^ben trotz guter ^^Zeu. unvergleichlich schönen Klaviervortraq bot, war kaum noch ein wohl nicht zu zweifeln so E Man sie auch für unwahr fc^ag€n. Zu den Regierungstruppen gestoßene ^rsta^- 9 R Die Hörer glichen mehr lwlten möchte. Bennet ist nicht nur der Besitzer sondern und Mitrailleusen zwangen sie zum Rückzüge. In zunslmotziges nonzeri ™ v L auch der leitende Geist des Verlierer ^haffigkeck^.^ attbcren Kampf bei Mausavillagra sei ^pBekämvfnng e.ne starke Tlotte nätig sei. Herald" und seiner Pariser Ausgabe im deutschfreundlichen I — Sinne umZunvlHeln?') .. — Wegen eines leichten Fußleibens der Kaiserin fällt die für den 20. Januar festgesetzte Cour der Damen ans, die neu vorzustellenden Damen werden der Kaiserin bei einem der Hofbälle präsentiert werden, bte Cour der Herren des diplomatischen Korps und der Herren "vom Zivil ftildet der ursprünglichen Ansage gemäß am 20. Januar abends statt. — Ter „Reichsanz." weist darauf hin, daß am 31 Dezember der östreichisch-ungarisch-japanische Vcrtragstarif außer Kraft getreten ist und deshalb jene östreichisch-ungarischen H-erkünfte, für die nicht die Meistbegünstigung in Anwendung kommt, den autoiwmen Zollsätzen unterliegen. Diesen Sätzen unterliegen auch die BeanstandungSverfahrens. ent'w'echeud-en deutschen Waren, welche bisher Kraft »♦ Die Hessen in Sens. Das Organ der hessischen der Meistbegünstigung der östreichischen Vorzugszölle mit- ^gervereine, Der hessische Kamerad', hatte in seiner letzten genossen. Es handle sich zwar meist um betrachtlicheZÄ^ Nummer mitgeteilt, daß von der Staatsanwaltschaft in Mamz erhöhungen, aber nur um eine geringe Zahl von Waren-1.^ z^^che Anklage gegen die sozialdemokratische aattungen und geringe EiufuhNverte. Mainr Volksrtg.^ erhoben sei wegen der in diesemltionalen Gesangswetyrreil Ve>cy^utz geixipi rouruc, uci - Die ,.M>rdd. Ml» Zig" meldet: »e bekannt, rst °- 8 V-rSffentiichnng der nachqerade be. wie schon bekannt c,eworden ist, toranSlWM eine Revision des Knnstschntz- nnd des Phvtv' u " Briefe des Generals hier stattfinden wird und wozu der Oswaldsciarten dti araphieschutzgesetzes vom 9. und 10 ^anuar 18/6, ruchttg gewordenen hmterlass en ' . Vlün- Festplatz vorgesehen ist. Stadtverordneter Kirch wies zu- fowie eine geschliche Regelurrg^ des BeÄagsrechtes, bei v. Kretschman denen dieser von angeblichen Mun I ailf die Bedeutung eines der- Berken der bitbenben Mnste und der Phvwgraphie m berungen gesprochen hatte, die hessische Trupp n im Knege l hin, begrüßte die erschienenen Gäste, unter Aussicht genommen. Nachdem im Sommer 1903 ber 1870/71 m SenS verübt haben sollten. Die »Mawz. widert und Oberbürger- läufige ^setzentwurf bei dem Urheberrecht an Werten ^olksztg.^ hat nun auf Erkundigungen an zuständiger ©teile Mecum sich befanden, und übernahm sodann die der Photographie mit Sachverständigen beraten war und ^hren, die Staatsanwaltschaft iverde allerdings aller Vor- eitere Leitung der Beratung. Ten Ghrenvorsitz haben bekannt gegeben wurde, wurden nunmehr auch -m öffentlichen Jntereffe Anklage erheben. Be- Provinzialbirektor Dr. Breidert, der Rektor ber Landesentwürfe. betr. das Urh^crrecht an Mrken d^ biLen^n Einleitung des Strafverfahrens von Oberst- universität Prof. Dr. Brauns, Oberbürgermeister Künste und betr. das Verlagsrecht bei Werkenderbrl- anragliel un 9 ' 1 OTidctr jetzt Mecum und als dessen Stellvertreter Herr Helm ge- denden Künste und der Photographie mit Sachverständigen leutnant a. D. Boise und wtaior a. 7-7 staunens-1wählt, zum SchiriMhrer Herr Balser. Es folgte darauf beraten. Die Verhandlungen fanden am 11. brs 13.^anuar Gesängmsd^ektor m Metz. Jn^iien daß iene bie Wahl der Vorsitzenden für die übrigen Ausschüsse; für hn Reichsamt des Indern unter Zuziehung von Sachver- werte Kühnheit, anzuktmdcn, es wolle beweisen daß 1-nefi^ Unanzausschmß Stadw. Pirr, für den Wirrschafts- ständigen statt. Tie Entwürfe werden nunmehr fettens Briefe des Generals v. .Kretschman der Wahrheitl Herr Fischbach, für den Preßausschuß Herr per beteiligten Amtsstellen einer wetteren Bearbeitung entsprächen, und ersucht alle tnqenigen, die ihm Angaben Eichenauer, für den Ban- und Ausschmückungsaus- -unterworfen. über die Vorgänge machen können, die sich vom 13. bi§ Stodtv. Huhn, ftir den Wohnungsausschuß Herr Osnabrück, 18. Jan. Mi der Reichs tags ersatz^\1Q 9Qot)em5cr 1870 in und um Sens ereigneten, sich schrist- Ochs, für den Gesang-, Musik- und VergnügungsauSichilß wähl im 4. hannoverschen Wahlkreise wurden bisher ge- - ^g^dlich mit der Redaktion in Verbindung zu setzen. Herr Frech, endlich für den Empfangs-, Zug- und Ord- Mit: für v. Bar (Ztr. 12686, Wamhvff,^1S27, °->-r mu doch der Will- des nnngsausschntz Herr Homberger, und als Geschafis- Schrader (Soz.) 4974 Stinrmen. Tas Ergebnis von vier Die Herren von der Re- führer wurde Herr Lynker gewählt. guoHC xsrtterene, Orten steht noch aus. — (Also Stichwahl zwischen Dar und sozialistisch n mprhpn sich auf lebens- schon auf der gestrigen Versammlung sich allenthalben Wamhvff.) — daktion des Mamzer Sozialistenblattes werden sich aus lebens- ^e Persönlichkeiten, die für die Sache eintteten .—------ längliches Watten emrlchten Milffen. Kriegsveteranen, denen die 9 bürgen sch on jetzt für ein gutes Gelingen des ge- Keer und Klotte. Ereigniffe von Sens noch in ftischem Gedachtms stehen,_gieDt pInntCT1 Festes, m dein aus fern und nah Saugkslusttge Berlin, 18. Jan. Ter Kritik in der Schmst des ehe-« § ja glücklicherweise noch in recht vielen hessischen Otten, H^feu herbeiströmen werden. Schon jetzt haben, wie /maligen kommandierenden Generals des 15. Armeekorps, aQe ^erc Augenzeugen werden nicht zögern, zu bestätigen, gestern schon berichtet wurde, ca. 1600 Sänger ihre Teil» des Freiherrn v. Meerscheidt, wonach die ^usbilo- Zerren General Keim, Oberstleutnant Balse unb nafyme angemeldet. Gegen 10 Uhr war die Beratung be- ung! unserer Infanterie denverandertenAn- ' hierüber ausgefühtt haben. Die Rase, mit der endet, worauf Mitglieder des Vereins die Anwewuoen durch RS.".t:re .....-..............— • Sr Hö» 8?:.« ä*iä"ä irachtigt. ------ - ■— find und sich zum größten Teil ber ebaugeh» Parlamentarisches. ichen Kirche zugewandt haben. Mit benstortchrtttensinb Berlin, 19 San. Der „NationaMb. K°r«sp.- ,uf.ls« die WM»«® in wird an der Absicht ber Vorlage «ne8 ©efefemtraurM »um bre die Beiträge gestiegen, so bah ber Zentral- Schutze von Bauforderungen festgehalten. In der om, t ßben Monaten zur Deckung nur der laufenden Reichstagssession sei die Einbringung jedoch uns Ausgaben '50 000 Mark leihen mußte Diese wahrscheinlich. - ist Kurlick^uzahlen, ^auherdenl trber )ahrlrch eene Island. S.»Ä Stockholm, 18. San. . T«r Aeiunser Maub-ns^ Leebe-Iver- R„b3S«MÄc L ...... ......... ^eichtsverrträgen angeknüpst. mit andern Mächten Wt der Gabe r t da. . Len Fingern. Schulpraxis (Rechtschreiben, Entstehung der Zahlvorsteff- ungen, Otedächitnischpen, psychische Energie). 3. Marbe- Mürzburg: Serie photographisch hergesteffter grauer Papiere. 4. MartinS-Kiel: Apparat zur Lichten terbrechung. (5. Nagel-Berlin: 1) Apparat zur Temonstratton der Vokal- . kurven. 2) Apparat zur F-efffteffung der beiden Arten Rot- grünblinder. 6. Oehmke-Berlin: Apparat zur Temonstra- 'tion des Pulses. 7. Sommer-Gießen: 1) P sycho- physiologische Apparate. 2) Zählung von psychopathischen Symptomen. 8. Stern-Breslau und Mechaniker Tiessen: Tmwariator. 9. Tieffen-Berlin: 'Einfacher Kontvvffapparat für das Hipp'sche Chrvnoskop. 10. Tschermak-Haffe a. S.: Ein Tierperimeter. 11. Psychologisches Institut in Berlin: 1) Tachistoskop nach Prof. Schumann. 2) Chronograph von Dehmke. 3) Kymographion für Motorbetrieb u. a. Im definitiven Programm, das Anfang März zur Versendung kommt, wird der Stoff in» haltlich geordnet werden. • • Eine HimmelSerscheinunq. Ein Leser schreibt .uns, daß er am vorigen Mittwoch abend, als er durch die untere Bahnhofstraße ging, am Himmel eine merkwürdige Erscheinung wahrgenommen habe. Er habe „drei weiße Halbmond, ähnliche Streifen bemerkt, die, genauer betrachtet, aus lauter kleinen Sternchen bestehen mußten". Vielleicht haben auch andere dieselbe Wahrnehmung von anderer Stelle ans gemacht. Jedenfalls wäre es wünschenswert, daß über diese Beobachtungen uns weiteres mitgeteilt werde. Freilich geht uns diese Kunde so verspätet zu, daß eS jetzt schwer halten wird, etwas Genaueres festzustellen. Bad-Nauheim, 16. Ian. Für die städtische Alter - /tumSsammlung sind soeben zwei sehr interessante 93er» ordnungen deS Landgrafen Ernst Ludwig zu Hessen auS den Jahren 1697 bis 1700 zugegangen. Beide Verordnungen ermahnen die Untertanen eindringlichst zu einem nüchternen und rechtschaffenen Lebenswandel und sind in schönem Druck mit äußerst kunstvollen Initialen hergestellt. Schenker ist Direktor Vogt von hier. Didaktik. 13. Marbe-Würzbuvg: Neber den Rhythmus der /Prosa. 14. Martius-Kiel: 1) Zur Untersuchung des Einflusses psychischer Vorgänge auf Puls und Atmung. 2) Demonstra- 'tion des Apparates zur Lichtunterbrechung. 15. Meumann- ,Zürich: 1) Eine Erweiterung der experimentellen Gedächt- mismethoden. 2) Grundlagen der Individ-ualpsychvlogie. 16. E. Müffer-GSttinaan: 1) Bericht über Untersuchungen an .einem ungewöhnnchen Gedächtnis (nebst Temonstrations- «versuchen an 6er betreffenden Versuchsperson). 2) Die Theorie der Gegenfarben unb die Farbenblindheit. 17. Schumann-Berlin: 1) Ein ungewöhnlicher Fall von Farben- 'blindheit. 2) Die Erkennung von Buchstaben und Worten bei momentaner Beleuchtung. 18. Siebeck-Gie ßen : Zur Psychologie des Musikalischen. 19. Som- mer-Gießen: 1) Objektive Psychopathologie. 2) Demonstrationen : a) Umsetzung des Pulses in Töne; b) Elektrvmotori che Wirkungen an den Fingern. 20. Stumpf-Berlin: Ueber Zurechnung. 21. Tschermak-Halle a. S.: Neue Untersuchungen über Tiefenwahrnehmung mit besonderer Rücksicht auf deren angeborene Grundlage. 22. Watb-Würzburg: Mitteilungen über Reaktionsversuche. 23. Weygandt-Würzburg: Beiträge zur /Psychologie des Schlafes. 24. Wreschn er-Zürich: Experimentelles über Assoziation von Vorstellungen. 25. Ziehen- Halle a. S.: Messung der Reaktionszeiten bei Geisteskranken und Geistesgesunden. Ferner werden voraussichtlich Vorträge halten die Herren: Alrutz-Uvsalcy Kiesow- Turin, Ranschburg^Dudapest, W Stern Breslau, möglicherweise auch Ettlinger-München, S. Exner-Men, Witasek- (tzraz. Für die bei dem Kongreß geplante Ausstellung von Apparaten und Methoden haben bisher in Aussicht gestellt: L Hoefler-Prag: Apparate für 100 psychologische Schulversuche. 2 Lay-Karlsruhe: Experimentelle Untersuchungsmethoden und Ergebnisse aus dem Gebiet der (L) Friedberg, 18. Jan. Bei der gestrigen großen närrischen Tamen- und Herrensitzung in den Räumen des ,Hotel Trapp" fanden über 100 Zuschauer keinen Platz, so überfüllt waren die Räume. Ter Präsident und altbewährte „Narr" Fritz Weiß thronte auf erhabenem Sessel, von welchem aus er seine salbungs- und weihevollen Lobreden erklingen ließ, um den Vortragenden Tank abzustatten. Es waren aber auch mit witz- und geistvolle Vorträge, die von den „Urschoden" Ulr i ch, M ül- Ier, Pauli, Boll usw. aus der „Bütt" gehalten wur- den. Ten Vogel des Abends hatte der Präsident mit seinem „Ganz und gar durcheinander-Vortrag" abgeschossen. Herr Reich h old fiihrte einen kleinen Elefanten in Freiheit dressiert im Saale herum. Tas nette Sümmchen, welches diese Prozedur ergab, wird für die Vorbereitungen zum „Maskenzug am Rosensonntag" und zum Empfang des Prinzen Karneval verwendet. Am kommenden Sonntag findet im Hotel „3 Schwerter"" wieder eine große Tamen- und Herrensitzung statt. )( Grünberg, 18. Jan. Bezüglich der morgen abend im Gemeinderat zur Entscheidung gelangenden Oktroi- fr a g e fand heute im Gasthaus zum Hirsch eine öffentliche Versammlung statt, in welcher vornehmlich die durch diese Maßnahme betroffenen Geschäftsleute ihre Ansichten zum Ausdruck brachten. Aus 6er eingehenden Besprechung ging die allgemeine Ansicht hervor, daß durch die beabsichtigte Oktroierhebung der Verkehr von Grun- berg abgelenkt würde un6 die ohnedies ungünstigen Geschäftsverhältnisse sich noch mehr verschlechterten. Wenn neue Geldmittel für die Stadt ersonnen werden müßten, dann erfolge besser für die Allgemeinheit eine Erhöhung der Kommunalsteuer als die einseitige Belastung einzelner Geschäftszweige. — Der Vogelsberger Gef lü gellt n d Vogelzuchtverein hielt gestern seine Hauptversammlung ab, die recht zahlreich besucht war. Die Einnahmen beliefen sich im letzten Jahre aus e^wa 3500 Mk. gegenüber einer Ausgabe von 3300 Mk Tie diesjährige Ausstellung des Vereins, welcher 208 Mitglieder zählt, findet in Ulrichstein statt. Zum Schluß der sehr animierten Versammlung fand eine Verlosung der von Mitgliedern gestifteten Gegenstände statt. )( Ob er sch mitt en, 16. Jan. An der zwischen hier und Untersch-mitten gelegenen Bahnstrecke ereignete sich gestern früh ein recht bc6auerlich-er U n a l ü ck s f a l l. Ter Fuhrmann Friedrich Ulrich von Ulfa, 6er jeden Morgen hier die Milch für die dortige Molkerei abholt, befand sich mit seinem Fuhrwerke auf dem Heimwege, als der Frühzug von Schotten hinter ihm herkam. Ta die Pferde zu scheuen begannen, stieg er ab und führte die Tiere am Zügel. Als plötzlich an einem Uebergange das Läutewerk der Lokomotive ertönte, war er nicht mehr Herr über seine Pferde, diese drückten hinüber nach dem Zuge, der hier dicht an der Landstraße herläuft, so daß dem einen Pferde durch einen Eisenbahnwagen geradezu das Geschirr abgestrippt wurde. Ulrich selbst kam so unglücklich zu Fall, daß er sich einen Beinbruch zuzog. Einwohner von hier brachten den Verunglückten hierher, von wo er später von seinen Angehörigen nacv Ulfa abgel)olt wurde. () Bleichenbach, 16. Jan. £ie gestrige Holzver - steigerung erzielte sehr lwhc Preise. Ter Festmeter fichten Bauholz, von 15—20 Zentimeter Turch-messer wurde mit 24 Mark bezahlt, gegen 15—16 Mark im vorigen Jahr. Ein Sägewerk in Merkenftitz ersteigerte fast sämtliche Stämme. Käufer, welche in großer Anzahl erschienen waren, zogen unverrichteter Sache wieder ab. Auch das Brennholz war hoch im Preis. Buchen Knüppel kamen im Turchschnitt auf 8 Mark pro Meter. 8.-8. Darmstadt, 19. Jan. (Eigener Drahtbericht.) Die anfangs dieses Monats erfolgte Abreife des Prinzen und der Prinzessin von Griechenland zum Besuche in Athen war, wie sich erst jetzt herausstellt, zu definitivem Aufenthalt dort geschehen. Gestern wurde dem Prinzenpaar auf Anordnung sein Möblement mit der Bahn versandt. R. B. D a r m st a d t, 19. Jan. Zur Erinnerung an die unvergeßliche Prinzessin Elisabeth wollen auch die sämtlichen Schulkinder ein Denkmal stiften, das wahrscheinlich in Form eines Gedenksteins mit 6em Porträt der Tahingeschiedenen auf dem Kapellplatz Aufftellung finden wird. Es soff ein schlichtes Zeichen 6er Liebe für „unser liebes Prinzeßchen" sein, wie sie im Kindermund überall heißt und 6emnach soffen auch nur Beiträge von 10 Pfg. bis höchstens 1 Mk. von den Kindern entgegengenommen werden. Die Sammlung erfolgt bereits in diesen Tagen und wird schnell beendet sein, 6a die Kinder, die zu dem Liebeswerk ein Scherflein beitragen wollen, aüfgefordert wurden, es einfach mit zur Schule zu bringen. Offenbach, 18. Jan. Ueber den Hergang der schon gemeldeten Bluttat erfährt die „£)ffcnb. Ztg." Folgendes: Grimm hatte in der Trunkenheit gestern abend mit einigen jungen Burschen eine Schlägerei gehabt und sich dann entfernt. Als nun der Nachtwächter Jakob, der zugleich den Laternendienst hatte nach 12 Uhr mit seiner Leiter die Franksurterstraße entlang ging, um die Laternen ausAulöschen, stolperte et unter dem 6unklen Torbogen über einen menschlichen Körper. Er erkannte den Grimm und forderte ihn auf, aufzustehen und heimzuaehen. Grimm fragte darauf: „Bist 6u es, Jakob?"" Und als ihm das bestätigt wurde, erUarte er, er ntüjje erst seinen Hut wiederhaben, den er verloren habe. Als ihm nun Jakob in dem dunffen Torbogen nach dem Hute suchen half, zog plötzlich Grimm, der sich inzwischen erhoben hatte, ein Messer und stieß es dem Jakob mit aller Wucht unter- halb des Ohres in die linke Halsseite, sodaß ein starker Mutstrahl herausdrang. Ter Gestochene ging noch etwa sechs Schritte, dann stürzte et zusammen und war bald darauf eine Leiche. (Sinern Mann, namens Wilhelm, der den Jakob begleitet hatte, versetzte Grimm noch ein paar schwere Stockschläge, 6ann begab er sich in seine Wohnung und legte sich zu Bett. Aus die Anzeige des Mlhelm begab sich der Beigeordnete Graf sofort mit dem Sohne des Erstochenen in die Wohnung Grimms, wo dieser verhaftet und gefesselt abgeftihrt wurde. Grimm soff seinem Opfer schon vor einem halben Jahre mit ,Faltmachen" gedroht lyiben. si Marburg, 17. Januar. Die feit längerer Zeit schwebenden Verhandlungen zwischen dem berühmten Marburger Profesior Herrn Geh. Reg.-Rat Exz. v. Behring und der preußischen Regierung zur Erwerbung be5 Rinder- i mmunifierungSverfahrenS durch den Staat, bezw Errichtung eines staatlichen Instituts für Serumbereütmg om hiesigen Ott sind nun soweit gediehen, daß in nächster Zeit, vielleicht anfangs Februar, durch eine auS höheren Regierungsvertretern bestehende Kommission eine Besichtigung deS zu dem fraglichen Zweck vorgesehenen TerrainS am nordwestlichen Ende unserer Stadt, dem nach dem Dörfchen Marbach zuneigenden DammelSbergS-Abhange, ftattfinben wird. ** Das zweite Konzert unter der Direktion Dax hatte, wie wir hören, einen schier unglaublichen Andrang gestern abend. 000—1000 Personen füllten den Saal so dicht, daß nicht mehr durchzukommen war. Die Damenwelt war zahlreicher vertreten als das letzte Mal. Die Tar- bietungen der Kavelte fanden außer ordentlichen Beifall; namentlich ein Cello-Solo und humoristische Vorträge. Dem verdienten Dirigenten wurde ein großer Lorbeerkranz mit drei Corpsschleifen überreicht. Ter ioffizielle Teil dauerte ttwas länger als das erste Mal, .und die Zahl derer, die bis gegen 2 Uhr blieben, war nicht gering. Ter Wirt des Neuen Saalbaues, der d^sual noch Gartenstühle aufgestellt hatte, wurde im Ausschank Iber Getränke dadurch etwas beeinträchtigt, daß die Kellner durch einige Gänge überhaupt nicht ourchzudringen ver- ! mochten. Ter Erfolg zu dem schönen Zweck war erfreu» 'licherweise wieder ungeahnt groß. **Ter Verein der. Halte st el len Aufseher, Weichensteller 1. Klasse und Weichensteller des Stations- und Abferligungsdienstes für den Tireklions- bezirk Frankfurt a. M. hielt am 17. Januar seine Hauptversammlung, verbunden mit der Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers, im Saale bei Heinr. Sauer, Neustadt 58, ab. Es waren 45 Mitglieder erschienen. Als nächster Versammlungsort im April wurde Betzdorf bestimmt. Ter Verein zählte am Schlüsse des Jahres 218 Mitglieder, neu ausgenommen wurden 9 Mitglieder. Zum Schlüsse fand eine Teffersammlung für das Eisenbahw Töchterhort statt, welche 10 Mark und 20 Pfennig einbrachte. **Ein.KongreßfürexperimentellePsycho- ,logie wird, wie wir schon kurz mitteilten, hier in Gießen vom 18. bis 20. April stattfinden. Die persönlichen Einladungen dazu sind von den Herren Ebbinghaus-Breslau, S. Crner-Wien, Groos-Gteßen, Hering-Leidig, v. .Kries- Freiburg i Br., Wlpe-Würzbur g, M eum nun-Zürich. E. Müller-Göttingen, Schumann'Berlin, Siebeck Gießen, Sommer-Gießen, Stumpf-Berlin, Ziehen-Haffe a. S. ausgegangen. Es haben bisher Vorttäge und Dem nstrationen angemelbet: 1. Ach>-Göttingen: 1) Ueber das Hipp'sche Chro- uoskop. 2) Experimenteffes über die Willenstatigkeit. 2. Ament-WürZburg: Das psychologische Experiment an Kindern. 3. Asher-Bern: Das Gesetz der spezifischen Sinnes- energre. 4. VenusspEraz: Ein neuer Beweis der spezifischen .Helligkeit lbezw. Dunkelheit) der Farben. Mit Demonstta- ttoneu 5. Dessoit-Berlin: Experimentelle Untersuchungen über die fegen. GeTneinempfindungen. 6. Ebbinghaus-Dres- lau: Ueber die geometrisch^optischen Täuschungen. 7. Elsen- hanS'-Heidelberg: 1) Die Ausgabe einet Psychologie der Deutung al3 Grundlage der Geisteswissenschaften. 2) Bemerkungen über die Generaffsatton der Gefühle. 8. Groos- Greßen : Die Anfänge der Kunst und die Theorie Darwins. 9. Henri-Paris: Ueber die Koordination von Bewegungen. 10. Kohns Lamm- Kön ig stein i T.: Ausdrucksdeterminanten und Aus6ruckSbewegungen. 11. Külpe- ,Würzburg: Versuche über die Absttaktton. 12. Lay-Karls- ruhe: Das Wesen imb die Bedeutung der erverimentellen [ ] Marburg, 15. Jan. Gestern wurden au§ einer HerrschaftSwohmmg, deren Inhaberin kürzlich gestorben ist, Gold- und Silbersachen im Werte von 700 — 800 Mark gestohlen. Von den Tätern hat man keine Ahnung. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Beim Holzmachcn im Licher Stadtwalde wurde am Freitag der Holzhauer Sckneferstein von Ober-Bessingen schwer verletzt. Jntelge des heftigen Swr- mes brach ein scheuerer Ast und schlug Sch. derart auf den Kopf, daß er zusarnmenbrach Au^er dem K^ps wurden ein Auge, Schulter und Arm schwer verletzt, sodaß der Verunglückte ins hiesige Spital gebracht werden mußte. — In Ettingshausen hielt der Bund der Landwirte bei Wirt Ph. Keil eine Versammlung ab, am Schluß traten 20 neue Mitglieder der Ortsgruppe bei. — Restaurateur Part in Bad-Nau heim übernimmt am 1. ^vr'l den „Reichshof" um die jährliche V^cht'umme wm 8^00 Mk. Vcrmiicbte»* * Berlin, 19. Jan. Noch gestern hier eingelaufenen Telegrammen ist der aus Stettin stammende Tierarzt Kaempny SamStag auf einem Patrouillenritt bei Karibib erschossen worden. * Hamburg, 18. Jan. Da? Segelschiff „Esthland" strandete infolge Sturmes auf der Fahrt von Liebau nach Rotterdam, unweit Ameland (Friesland). Fünf Mann ertranken, drei wurden gerettet. • Leipzig, 18. Jan. Aus dem ganzen südlichen Vogt- ' lande und den sächstsch-bayrifchen Grenzotten laufen Meldungen von starken Erdstößen ein, die von Schneestürmen und Gewittern begleitet waren. • Breslau, 18. Jan. Die kurze Regenpenode lieh Que is und Bober bedenklich anschwellen. Der „Schles. Ztg."' zufolge sind mehrere Brücken fortgeriffen. Im Riesengebirge richteten Schneemassen schwere Forst- schäden an. • Randers (Jütland), 18. Jan. Nach hier einge- troffenen Meldungen wurde auf dem hiesigen Dampfer „Freir", der nach einer sehr stürmischen Ueberfahtt im New Castle eintraf, durch eine Sturzsee das Deckhaus über Bord geschlagen, wobei ein Steuermann, ein Maschinist und ein Kajütsmann fottgespült wurden und ertranken. • Paris, 18. Jan. In SoissonS wurden gestern fünf Wohngebäude durch eine Feuersbrunst eingeäschett. Ein Unteroffizier und mehrere Soldaten, die sich an den Rtttungs- arbeiten beteiligt hatten, erlitten Verletzungen. Der Materialschaden wird auf VI, Million Francs geschätzt. • Paris, 19. Jan. Gestern abend ereignete sich auf der Stadtbahn zwischen den Stationen Combai und Belle- ville ein Unfall. Ein Zug, der Beschädigungen erlitten hatte, war geräumt worden, ebenso der folgende. Ein dritter Zug, der die Strecke frei glaubte, fuhr auf den vorhergehenden auf, dabei wurden 6 Reisende verletzt. • Wien, 18. Jan. Der Chef der Firma Winternitz und Friedmann, Besitzer der Podhatter mechanischen Weberei bei Königinhof in Böhmen, Dr. Paul Winternitz, hat sich heute nachmittag im Bureau feiner Wiener Niederlage infolge finanzieller Schwiettgkeiten erschossen. Die Passiven betragen Kr. 600000 außer den Schulden, die auf die Fabrik sicher gestellt sind. Die Geschäststeilhaberin, die Witwe des verstorbenen Kompagnons Friedmann, verübte am Freitag durch GaSauSströmung einen Selbstm ordversuch. Die Firma erlitt schon vor vier Jahren ein Falliment von drei Millionen Kronen, das mit einem Ausgleich endete. — Heute nachmittag hat der Gemischtwarenhändler Franz Krotil, der auch eine Fleischerei betrieb, im Streite mit dem Schlacht- meffer seine Schwiegermutter erstochen, seine Gattin schwer verletzt und sich selbst den Hals abgeschnitten. — Profesior Leoben von der Bergakademie, Dr. Rabl und der Grazer Auskultant Dr. Lebzeltern unternahmen am Samstag von Präbichl eine Besteigung des Reichen - st ei ns ohne bisher zurückgekehtt zu sein. Da gestern ein starker Schneesturm herrschte, roirb befürchtet, daß sie verunglückt sind. — In der militärischen Schießanlage bei Felixdorf gab eS beim Füllen von Ecrasitbomben eine Explosion, wobei Oberleutnant Eminger und zwei Kanoniere getötet und zwei Unteroffiziere schwer und zwei Soldaten leicht verletzt wurden. * Petersburg, 18. Jan. Bei Lipowez (Gouvernement Kiew) setzte ein Wittwer feine drei eigenen Kinder strenger Kälte im freien Felde aus, da sie ihm bei seiner beabsichtigten neuen Ehe hinderlich schienen. Die Kinder wurden erstarrt aufgefunden. • Bloemfontein, 18. Jan. DaS Bersten des außerhalb der Stadt gelegenen Wasser-Reservoirs war durch anhaltende Regenfälle verursacht worden. 20 bis 30 Personen sind ertrunken, 176 Hauser zerstört. 197 Personen sind obdachlos. Sie erhalten von den Kommunalbehörden und der gesetzgebenden Versammlung Unterstützungen. Kunst und Wissenschnsl. Berlin, 18. Jan. In der heutigen Sitzung des Vereins für innere Medizin berichtet P r o i e s s o r - B e h r i n g über den, neuesten Stand der Tuberkuloseforichnng. Behring hält die Auffaffung für ganz nuerwiesen, daß die Tuberkulose durch den Gebrauch von Büchern und Akten re. übertragen werde. Er bestreitet das VorhandenseineinerSchwindsuchts- a n l ag e. Die DiSpos ition werde nnrimSäuglings- alter nach dem Genuß von Milch erworben. Behring schlägt einen Form alinzu satz zur M i l ch vor. Tie Professoren Fränkel und Baginssy Wiedersprache n. Behrings Theorie^_________________________________ Universttüts Nachrichten. — Der frühere Direktor der Kgl. Universitätsbibliothek in Berlin, Professor Ferdinand A s ch e r s o n, Herausgeber eines bekannten Universitätskalenders ist, 72 Jabre alt, «e Horben. - Man schreibt uns: Von den Examenskand'daten, welche sich der diesjähttgen Diplomprüfung an der konigl. Bergakademie in Berlin unterzogen hatten, bestand Herr Karl Ott aitf Rieften, dem der Grad eines Eisenhütteningenieurs erteilt wurde. Don fünf Kandidaten waren zwei zurückgetreten und ^vei durchgekallen. Gilknbahn-Ztilung. Paris, 16. Jan. Gestern unternahm Oberst Rouard mit feinem schienenlosen Automobilzug eine neue Ausfahtt durch die Straßen von Pari?. In den verschiedenen wogen batten zahlreiche beroorragenbe Pariser Persönlichkeiten Platz genommen. Die Fahtt vertief zur größten Z,lfriedenheit dev beteiligten. Anfangs- u. Schlustkurse. Telephonischer Kursbericht Frankt»rt a. 19. Januar 4% Oesterr. Goldrente -Anl. 41% äussere Artrentinei R Otto RatWlag I 736 herzlichsten Dank 48 6 Wäsche- md AuLstattungrgeschäft 91 ww Bm- iiiiH MHWerßeigttW ff ff ff ff em Mitten- rf ff Mittendurchff ff cm Mitten ff r» ft ff ff ff ff ff ff ff ff 729 Morgens: Wellfleisch mit Kraut. [735 2,16 C. 1,2 °C. 213.90 223.80 144.75 193.80 205.75 121 6 232 6 20 5270 600 1250 100 Buchen-Scheit, Eichen-Scheit, Buchen-Knüppel, Eichen- „ Nadel-Knüppel, Ueberall »MA?! beim Fr*i»«ur. Wer? schonen rm 0 4% Ungar. Ooldrente 4°/ Italien Rente . 41/,% Portugieser » <0/ Portugiesen. . . 1 % C. Türken . . Türkenlose . . . 4% Griech. Monopol.- 1904 . 27.03 . 90.20 . 104.80 . 105.00 . 213.30 194.70 . 144.50 . 156.75 . 160 60 . 143.70 . 16.20 191.00 . 238.25 . 193.70 . 206.80 Privat-Diskont 2»/4 Prozent. Oest. Kredit . Reichsanleihe do. Konsole do . . Hessen Oberhessen Hostversteigerung | Donnerstag den 21. d. M., vormittags von 9 Nhr an, soll im Großen-Busecker Gemeindewald in den Distrikten Entenpfuhl und Kleinfeld, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: darunter drei Hotels. Zahlreiche Verluste an Menschenleben sind zu verzeichnen, doch ist die Anzahl der )pfrr noch unbekannt. Hunderte von Personen sind obdachlos geworden. Die Szenen in dem überschwemmten Hafen spotten aller Beschreibung. Tas Rettungskorps^verrichtete Heldentaten bei Dergimg der von den Fluten überraschten Bewohner. Ter legislative Rat der Transvaal- !tvlonie in Prätoria übermittelte dem Gouverneur der Oranjekolonie den Ausdruck seiner tiefsten Teilnahme bei der nationalen Katastrophe. Madrid, 19. Jan. Tie Aufführung des Dramas „Vampyre des Volkes", das gegen die Jesuiten gerichtet ist, und das bei der Erstaufführung stürmische Temonstrativnen veranlaßte, ist behördlich verboten worden. __________________________________ _ weiß Vettdamast la. Qual., M cm breit Meter 1OO pfg. ff schwer weiß Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau messer und 13 m Länge), Lärche; 10 Stück — 5 km (16—26 Großer Posten Elsässer Hemdentuch für Bett u. eewwäfche Meter 86—33 Pfg. türk, rot öettdamast la. (tzual., 150 cm. breit Meter IW Pfg. la. Bcttfutilt Meter 35 und 45 Pfg. ungebleicht vetttuchneffel w cm^ breit Meter von 55 — 95 Pfg. haurkleiderstoffe »a. (yual., garant. waschecht Meter von 45 — 95 Pfg. Mchenhandtücher 60 so groß, Gerstenkorn, roter Rand, gesäumt und gebändert V2 vtzd. LL5 und 259 Pfg. 8W/o SO/, 8‘4°/o 8% 8‘/8 % $IOdplqu6 la- (Dualität Meter 55 und 65 Pfg. weiß Zlockköper . . . Meter 4« pfg. ungebleicht Uöperbarchend schwere @uat. Meter 30 Pfg. weiß vettdamast la. ®uai., 150 cm breit Meter 90 Pfg. Eichenstämme mit 6,79 Fstm, Eichen-Derbstcmgen mit 0,52 Fstm., Nadel-Derbstangen mit 8,35 Fstm., Dio trauernden Hinterbliebenen. Auguste Schultheis geb. Renner. Höchste Niedrigste WN seine Älreeae. Anleitung ttö F.Kiko, Herford. Meteörölöqisclie Beobachtungen der Station Gießen. Nr. 82 Schuß anerkanntpreiswerte WA k Zigarre reg & 100 Stück 5 Mk.W A, 10 Stück 50 Pfg. W M empfiehlt 446 M M Carl Retter \t Bleichstraße 8, part. t I Kein Laden. Gelegenheitskaus zu außergewöhnlich billigen Preisen. . 102 50 . 91.50 . 102.45 . 91.60 . 101 20 . 99.50 . 102 80 Danksagung. Allen Denjenigen, welche bei unserem schweren Verluste ihre auftichtige Teilnahme bezeigten, sagen durchmeffer und 7—19 m Länge), „ Kirschbaum: 3 Stück = 2 fm (37—43 cm Mittendurchmesser und 4—8 m Länge), Terbstangen Fichte: 605 Stück = 33 fm. Nutzkuüppel rm: 472 Fichte. Hierunter sind 360 rm 3, 28 rm 4 und 84 rm 6 m lang. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr Schnittpunkt der .Langen - Schneise und Burkhard'ser Fußpfad in Distrikt Hillerswald. Vorgezeigt wird nur das in Distr. Hillerswald und oioty sitzende Holz. „ Verzeichnisse über Fichtenstammholz und Nutzknuppel werden vor Beginn der Versteigerung ausgehändigt. Nähere Auskunft erteilt der Gr. Forstwart Sauerwein zu Burkhards. Schotten, den 18. Januar 1904. Großherzogkiche Oberförsterei Schotten. Seidel. 727 3% Mexikaner . . . 4,/e*lA Chinesen . . . Electric. Schlickert . . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . , Diskonto-Kommandit. . Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . . Ber’iner Handels^es. Oesterr. Staatubahn . . Lombarden .... Gotthardbahn .... Laurahfltte..... Bochum...... Harpener..... Tendenz: ruhiff. Ihr Antrag muß zur Zeit abqclchnt werden, - weil Sie einen mächtigen Katarrh mit sich Herumschleppen. * So sagt der Vertrauensarzt der Versicherungsgesellfchait. Der gL Antragsteller ist betrübt: Mir liegt aber viel an der Ver° £ sicherilng. Kann man dann nichts gegen den Katarrh tun, •SP damit ich ihn schnell los werde? Na, meint der Arzt, ver- + suchenSie's doch mit Fah'S ächten Sodener Mineralpastrl« len, welche in allen Apotheken, Drogen- und Mineralwaster- * Handlungen zu 85 Pfg. per Schachtel erhältlich sind, die be- JL währen sich selbst in hartnäckigsten Fällen vortrefflich. Mor- , qens, mittags und abends je 4—5 Pastillen in heißer Much genommen, tags über immer eine Pastille im Munde zergehen + lasten, das tuts wohl und in acht Tagen sind Sie dann aus- nahmefähig. 680 Danksagung. Allen denen, welche uns bei dem Heimgang unserer lieben Mutter und Schwester Frau Che. Killer geb. Pirr in aufrichtigster Weise ihre Teilnahme bekundeten, sagen hiermit herzlichen Dank 732 Die trauernde« Hinterbliebene«. 3. b. 9L: _ Ludwig Pirr- Wetterbericht vom 18. Januar 1904. Verlaus der Witterung non Samstag bis Montag. , Teiltieks verursachen, an der Ostseite des westlichen Hochs entlang ziehend, bei leichtem Frost und zeitweise heiterem Himmel ganz geringe Niederschläge (Schnees. Tas nördliche Hauptttef hat langsam abqeflachl, so dast der Wind abflaute und das Wetter ruh,g wurde. - Heute hat sich das Hoch wiederum nach Duden über die Biskanasee verschoben und hierdurch den von Nordwesten her em- dringenden Tiefs freie Bahn geschaffen. Es wurden also sud- westliche Winde eintreten, Erwarmung und Ntederschlage oe- dmgend^^r voraussichtliche Witterung für Dienstag und Es werden versteigert Dienstag den 26. Jannnr l. Js. vus den Distrikten Bielsteinsheege, Spitze, Hegköpfel, Kaupe, Steingeröll, Hillerswald und Roth der Forstwartei Burkhards: Stämme Fichte: 440 Stück = 200 fm (12—38 cm Mittendurchmesser und 6—20 m Länge), „ Eiche: 20 Stück — 10 fm (13—31 durchmesser und 11—15 m Länge), „ Kiefer: 1 Stück = 0,86 fm (29 cm . 214.00 . . 224.25 . . 144.50 . . 192.25 , . . 205.50 Tendenz: ruhig. Ratzen frisch eiuqetroffeu. I. M. Schulhof Marktstraste. 470 Wellen Buchen-Reiser, , Eichen- „ , Nadel- „ rm Buche-, Eiche- und Nadel-Stock. . 103.60 . 62.80 . 00.00 . 37.00 . 137 60 . 43.70 43 151 Der Anfang ist im Distrikt Entenpfuhl. Großen-Buseck, am 15. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Großen - Buseck. Schwalb. 645 Nnulle Weldnnaen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 19. Jan. Ter Korrespondent der Kolouial- Fertschrift in Windhoek teilt sei""M Matte in einem dringenden Kabeltelegramm mit: Buschleute Maltahöhe Farmer Jäger und Frau ermord et. Okahancha im Verteidigungszustand. 400 Herero mit Gewehren vor Okahandja. Weiterer Zuzug Hereros aus östlichem Sand- felde gemeldet. t Berlin, 19. Jan. Tie Beilage der „Welt am Montag" wurde beschlagnahmt, weil in dieser ein Artikel aus dem kürzlich konfiszierten Simplizissi- mus abgedruckt war, der schwere Angriffe gegen das Zentrum enthält. — Die Fraktion der Freisinnigen Vereinigun g im Wgeordnetenhanfe hat sich konstituiert und den Abg. Vrömel zum Vorsitzenden, den Abg. Kuhr zum Schriftführer gewählt. Berlin, 19. Jan. Ter Kaiser sprach gestern bei Herrn James Simon in der Tiergartenstraße vor. Nach dem „Konfektionär" hat der Kaiser dort die von Herrn Simon für dos Kaiser Friedrich-Museum bestimmte Kunstsammlung besichtigt. „ „ - . London, 19. Jan. Ueber die Wasserkata- strvphe in Bloemfontein, die durch das Platzen eines Wasserrohres veranlaßt sein sollte, wird letzt be» richtet daß das Unglück auf ein Natur-Ereignis, nämliche das Herniedergehen einer Wasserhose auf die schone Hauptstadt der Oranjekolvnie, zuruck^ufuhren ist. Tie Wasserhose richtete furchtbare Verheerungen an. Sie legte den ganzen unteren Teil des Ortes in wenigen Augenblicken unter Wasser. Viele Häuser fielen tn Drummer. Mähren - prima neue, bestes Fabrikat, per Pfund 40 Pfg., bei 10-Pfund-Eimer 38 Pfg., ,, 30 „ „ 35 „ L. Steinhäuser, Telephon 346. Neuenbäue 17. 4X'.% Oesterr. Silberrente 101.10 ' " - • - ■ . 100.50 Universttäts-Nachnchten. Königsberg i. Pr., 19. Jan. Den w e i b l i ch e n Stu° bimnbcn der hiesigen Universität ist von der m e d 7 z r n t s ch e n Fakultät nunmehr die Teilnahme an dem Unterricht m der Anatomie, und zwar separat, gestattet worden. Handel und Verkehr. Vulkswittschast. Berliner Börse vom 18. Januar 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) ©ofe Leib» ' Mittwoch abend, den 20. Januar Temperatur am 17. bis 18. Januar + „ 17. ,18. „ - Mittwoch: Milder, meist trüb, geringe Niederschläge (Schnee, barm wieder Regen), schwach windig. Wetterdienst in Kiesten: A. Pevvler. Eingesandt. sFür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) G i e st e n, 17. Januar. Ein großer Mißstand besteht für alle dieseniaen, welche nach dem Forstgarten, der hohen Warte und dem Schiffenberg gelangen wollen und dazu den alten Schiffenbergerweq benutzen, darin, daß kurz vor dem Walde ein bei Regen und Tarnvetter hoch ange- schwollener Bach die Paffaae erschwert. Januar 1904. ^Farometer auf 0° reduziert Temperatur der Cuft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung -L Z Wetter 18 2“ 752,0 + 2,0 4,3 82 SW. 2 Bew. Himmel 18. 9“ 751'1 + 1,0 4,7 96 SW. 2 Bed. Himmel 19. 1^16 754,2 - 1,8 3,5 88 NE. 2 w e Aus meinem Inventurausverkauf welcher nur noch kurze Zeit dauert hebe nachstehend einige Artikel, welche ganz enorm billig verkauft werden, hervor: 2.- 3.- 4.75 8.75 5.— 2.75 3.75 5.75 7.50 Mk. 1.45 Mk. n 3.50 7251 Jacob Heilbronner 17 Marktstrasse 17, pari, I, II, III. 17 Marktstrasse 17, pari, I, II, III, Biessen WL regulärer Wert jetzt regulärer Wert jetzt Wp* Auf sämtlichen Artikeln ist fccr pednzierte Kreis deutlich vermerkt. - 1 ■■■■»—■■■ Waren ans dem Inventur-Ausverkauf können nicht umgetaufcht werden. ——- sr In sämtlichen vier Schaufenstern find zurückgesetzte Waren, mit Preisen versehen, ausgestellt. - r Ca. 10 Dtzd. Frottierhandtücher regul. Wert Stück 75 Pfg., jetzt 48 Pfg. Em Restbestand Handtücher reg. Wert Dtzd. bis 7 Mk., jetzt 3.90 Mk. Ein Restposten Tüll-Decken reg. Wert bis 25 Pfg., jetzt 5 Pfg. Ein Restbestand Korsetts (enge Weiten) für Konfirm, passend, regul. Wert bis 4.— Mk. jetzt 1.— Mk. K Krawatten M Partie I (Regattes u. Diplomates) reg. W. 1 JL, jetzt 25 Pfg. r II (Plastrons u.Regattes) reg. W. bis 1.50, jetzt 50 „ 5 Stück Eandtachstoüe Gerstenkorn, 50 Gtm. breit reg. Wert Meter 40 Pfg., jetzt 25 Pfg. Ein Restposten Hemdentuche reg. Wert Meter 50 Pfg., jetzt 35 Pfg. Ca. 10 St. Rockstoss, abgepasst verfchiedene Farben reg. Wert Meter 10 Pfg., jetzt 3 Pfg. Ein Restposten Neglige-Damasses reg. Wert Meter 60 Pig., jetzt 35 Pfg. Ein Restposten Velour-Barchente reg. Wert Meter bis 45 Pfg., jetzt 25 Pfg. Ca. 100 Pfund la. Strickwolle (ganz feine Qualität) regulärer Wert Pfund 4.50 Mk. jetzt Pfund 2.70 Mk. Ein Restbestand Korsettschoner regulärer Wert bis 1 Mk., jetzt 18 Pfg. Ca. 50 Dutzend Taschentücher reg. Wert 2.25 Mk., jetzt Dtzd. 1.50 Mk. Ein Restposten Schürzenstofie 120 Ctm. breit reg. Wert Meter 70 Pfg., jetzt 48 Pfg. jetzt 0.80 1.20 1.50 Mk. Kleiner- Stoff © schwarz und farbig für Konfirmanden-Kleider geeignet Serie I reg. Wert bis 2.50 Mk., jetzt Meter 85 Pfg. 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Tre Situarron ist so ernst, daß Graf Bülow sich veranlaßt fühlte, der Volksvertretung davon Mitteilung zu machen. Des Kanzlers sonst so beruhigend wirkende Stimme klang heute sorgenvoll. Eindringlich bat er den Reichstag, möglichst einstimmig der Vorlage Liber die Verstärkung der deutschen Streitkräfte in Südwestasrika, die er dem sAmsidenten Graf Ballesttem überreichte, die Zustimmung! zu erteilen. Wäs darin gefordert werde, sei das Mindestmaß dessen, worauf die bedrängten deutschen Kolonisten Anspruch hätten. Es gelte die Rettung dieser braven ^Pioniere, die Ehre der deutschen Flagge. Kraftvolle Bravorufe durchbrachen bei diesen Worten den auf I der Versammlung lagernden Ernst. Die Beratung des Kum Kerero-Arrfttande. I. R. Berlin, 18. Jan. politische Tagesschau. Aus dem Reichstag. Unser Berliner parlalnentari,a.)er Mitarbeiter schreibt (Es muß hier bernerkt werden, daß in dem Artikel der Frkf. Ztg.", den wir gestern wiedergegeben haben, nur von einem Standesherrn" die Rede war. Hier wird zum ersten male der Name des Fürsten von Lich in dieser Angelegenheit öffentlich genannt. D. Red. des Gieß. Anz.) Wilhelmshaven, 18. Jan. Beim Appell zur Mobilmachung der zweiten Matros e nd ivision meldete sich auf das Kommando: „Freiwillige vor!" die ganze Tivision in Stärke von 7000 Mann. Kiel, 1L Jan. Tie Marine entsandte zur Unterstützung des Expeditionskorps nach Südwestaftika den großen Kreuzer „Prinz Heinrich" und den Kreuzer „M e d u s a". Gegen den von uns gestern wiedergegebenen Artikel der „Frkf. Ztg." richtet sich eine Zuschrift an die „N. Hess. Volksbl", die wie folgt lautet: „In einem aus Darmstadt datierten Artikel der „Frkf. Ztg." wird dem Fürsten zu Solms-Hohensolms- Lich daraus ein Vorwurf gemacht, daß er sich direkt an die höchste Stelle gewandt habe, um im Interesse der kirchlichen Rechten die Ernennung des von der Fakultät vor- geschlagenen Licentiaten Eck zum Nachfolger des Geh. Kirchenrates Professor Tr. Kattenbusch zu verhindern. Der persönliche Angriff ist eine Abwehr nicht wert. Tagegen ist es vielleicht ganz nützlich, der Oeffentlichikeit die Motive zu unterbreiten, die den Fürsten von Lich zu seiner Intervention bewogen haben. Cs ist menschlich sehr begreiflich!, daß die Gießener Fakultät das Bestreben hat, sich bei jeder Ergänzung durchs Gelehrte ihrer augenblicklichen Richtung zu verstärken; hält sie doch diese Richtung natur- ^mäß für diejenige, in welcher das Heil der theologischen Wissenschaft berühr. Tazu kommt die alte Erfahrung, daß es besonders großen Taktes und ganz eminenter Friedensliebe bedarf, wenn Gelehrte gegensätzlicher Richtungen in einer Fakultät ohne Schaden vereint sein sollen. Aus diesen Gründen wäre es unbillig, der Fakultät zuzumuten, daß sie einen Gelehrten abweichender Richtung zur Ernennung Gewissensnot. Seine Durchlaucht der Fürst von Lich hat diese Erwägungen mit Rücksicht auf etliche unter fernem Patronat befindliche Pfarreien, die auch der in dem Artikel genannte Gvoßoheim des Fürsten (Fürst Ludwig) aus den- wwen Gründen stets mit positiven Geistlichen besetzte, dem Landesherrn vorgetragen und nimmt aus seiner Eigenschaft als Kirchenpatron auch ein Recht zu einer derartigen Vorstellung für sich in Anspruch. Eine vorherige Rücksprache mit der Gießener Fakultät wäre doch wohl unter aSen Umständen resultatlvs verlaufen." In der „Darmst. Ztg." lesen wir: Der neu ernannte Professor der Theologie, Sic. Eck hier, AürUe feit langen Jahren der erste Gießener Professor sein, der aus den Kreisen der hessischen Geistlichkeit hervorgegangen ist. -seit 17 wahren gehört er derselben an. Wenn auch tm Ausland geboren, so stammte er doch aus deutscher Familie und aus hespsch- thüringijchem Land. Auch seine Jugend hat er m Deutschland, aus dem Gymnasium der Brüdergemeinde in Risch und aus deutschen Hochschulen zugebracht, wie er denn auch feme cheo> tomsche Fakultätsprüsung an unserer ^andesumversitat abgelegt hat. Richt ganz fünf Jahre hat er dann der evang. ückh. Krrche in Rußland gedient und dabei Gelegenheit gehabt, sowohl die -oer°! bältnisse der Großstadt (Petersburg), rote auch unter den deutschen Ansiedlern in Süd-Rußland kennen zu lernen. 188 < wurde er Pfarrer in Rumpenheim. Dort trat er Zuerst nut wlssenschatt- lrchen und literarischen Arbeiten hervor, ^efannt * st seine MW Sbeü an der „Christlichen Welt". Seme Leitsätze die er 1890 zur Begrüßung des „Evangelisch-sozialen Ingresses m die er Zeitschrift veröffemlicht, gehören zum Besten was über die soziale Frage vom evang. kirchlichen Standpunkt uber- b^uv geschrieben worden ist. Auch seine b° Eraänzmmsetais wird natürlich" bald. Vorschläge. Trc thevlogtiche -zakultot tft ab«, «ich dre «)te flrobe8 der Hereros wird die Vervollstündignng der @qen- roetien9 unb bann roirb iid» Selcflen« nnb enticheidende Lehrerin der «imstitz-n heffstchen P,arr«.llnö Telegradheiumlagen in Südwestaftika >ein W^^n ^rternnqen'über den Aufstanb der E^M. standes, und als !°lche mny ftc Ansordernngen, genügen, ttüfjen^ ^e „Nalionalztg^ hält für nicht nnwahrichemkä), ^tcn ^(Äw«rung ^^zsichElichen Hrtara. dre nicht nur mit Oer Listen, chast, sondern and), mit ben k f" M der für das Ausstandsgebret bestimmten borenen, eine Ursachen urw v , chi che Bundes, fraltijchen Ausgaben des geistlichen Amtes zu tun haben. Tchrpelte, also auf 1000 Maun, erhdht d» lich anschlieüendm «°n^ Im Äroßherzogtunt gibt es zahlreiche Pfarreien, die stets OX Wirb Nach beTTw A»" und dem »Berl. Kebl." ^bie 91 d),Hüttotoung to mit Geistlichen poftdwer Richtung besetzt warm; man tann m ganzen MO Munn mobil gemacht werden. » « et£e fiii Saf Posabows^ wohl id--, daß aus bem Lande diegnoße Mehrzahl berM OffizierssLlen bei der HLfstrnppe wird ™ « 1 Ätata« ta ÄS ütt J überhaupt kirchlich gesinnten auf ton Standpunkte des ft erster Wnie die Anwärter Mis den TumstlN den Schutz- °«re^ras rar oe«b g - biblischen Glculbeus steht und für llberale Dheologie nstcht berücksichtigeu, die bereits vvrgemevkt sind. ! nicht recht vassen wollte yt das Mindeste Verstäuduis hat. Für diZe BeEeruug be- des nach Südwestaftika gehender! iS deutet der enrseitig liberale Standpunkt der Greßmer F<^v. Glusenapp, Liegen f^e kultät die Gefahr, daß eines Tages der gefa-mte Nachwuchs vor. GLasenapp ist tnt Auslände mit großem W -EÜ^/maiwoll auftretende^Sch^Mrr von PobaiE der hessischen Geistlichkeit rhrcm relrgwfen Knuden ftemd gewesen.' Drei Jahre war er Inspekteur in ^erfönst^sr gegeuübersteht; die Folge i;r mcht etwa, wre ftch dre Herren ZOO begleitete er das Expeditionskorps ^er er^e^ ^ge m ^^^eutlich. wie vielleicht schmeicheln, der Uebergang der Bevölkern^ m . 0 Höpfuer M hof^. ^wims-hen, daß öU Verstärlllng wrUfcha.ft^stschwe$r ge nug gef undrgt w^ord^en , noch zur rechten Zeit erntrFft. Tre ber den Reg^muwmi L ,, ^ine Lebensfrage!" Mit diesen vom agra- vorgercommenen R^ftagen, ob sich Leu^M euur ^2- Da Lraftvoll urlterstrichenen Worten schloß! ^^eu t?eit feine Anklagerede. A^uße^höflich aber kalü L Sütlle^Eguug to^^q^d^^uMi^ P°>°d°^Y auch die ist nicht zu WeiM. Trn .WJ»; tarfte SSttW*, mit be? maTbie Stage streife, ine W- m der.Hauptsache au; Entstehuugsurl ch ,iiti dem Berrcht |m Saale weitte, hörte mtt gewohnter llrugkert die aus Windhuk sind zurzett in dem ganzen Norden desSchutz- ^ucruflagc der Zolltarifreden an. aebiets nur 400 Mann verfügbar, denen ern an Zahl g a n 8 ------ bedeutend überlegener Gegner geg^uberittht. Die Novelle zum Servisgesetz SröEwrÄ““ bringt eine C n t U u f d,un g baburct, da» sieden Tarif für ÄÄ Öe Wä Ä gebracht wirbt Novelle zum Servislarnf im 1902 ber Wag* Truppenzohl ist nnnbesteus notwendig, um bte siwuchslos eine «efatution anS-'w^men dt^ dauernde linteimeriung und die Entroarpiung der Hereros Regterung erachte, „gletchzetttg mü bem |ut U04 »oW- BersMrkung wirb in zwei Transporten, jchriebetten Gesetzentwurf, detreftenb Masten s zu ftcheru. Jt§l ° «vitrHi die^ ^^erstäriung der Truppe ergibt sich für das Tie Erhöhung des Wohnungsgeldzufchustes war ch I fManüii aroßen Gestchtspuuktea aus, rote sie ihm ebeutn nu u) t _ - 29 840 Mk., Transportkosten gelegenen Vororte um eine Klaffe, die entfern ter ge legen en Wr wi senfchaftlichen h3lSi2“tmf m! VÄ 000 Mk.',' Bewaffnung und Munition 62OOO Mk., An- uch mehrere Klass r i ' , - ;^m,mptTrtPhi'nr(''iptt ünh. fesÄ S’aW RS; &säs WZ^NZW^WZMWSMWD £nb2bt-t furten Zeit seines hiesigen Wirkens, die sein Scheiden daster ä ~ UÜH sechs Maschinengewehren und (mben. Abgesehen von Ortschaften, welche in unmitieloarer SMSm X sind sicher,daß er auch aus die t eowgstchen reicht ^ CnNendung viM fech Truppe mit Le aroß?r Städte liegen, rst eine Aenderung der Klassen- Studenten m Gi'eßen ebenso anregend als religiös sörd^ndwirken sechs Revvcherk^omn ch ^prd tch, Schutzgebietes einlcilung" der Orte in solchen Orten vorgenommen worden. sääsä: ullCnClivl General-Anzeiger, Ami;- und Anzeigeblatt für den Krds Gießen. Wertes der Cunrtierleiftung in einem dem Grade der oll= gemeinen derartigen Steigerung wesentlich üLerschreiten- -en Maße eingetreten ist. Aüs tzlaöt uni) Land. ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Versammlung Donnerstag den 21. Januar 19 04, nachmittags 3 Uhr pünktlich: 1. Mitteilungen. 2. Vorschriften für die Hausanschlüsse an die Kanalisation. 3. Auslosung der auf 15. Mai 1904 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des 1896er Anlehens. 4. Desgleichen des 1897er Anlehens. ,5. Desgleichen des 1899er Anlehens. 6. Die Holzversteiger- ningen vom 11. und 18. Januar 1904. 7. Baugesuch des -Heinrich Carle für die Plockstcaße; hier: Dispens. 8. Baugesuch der Agathe und Minna Körner für die Westanlage; hier: Dispens. 9. Baugesuch des Wilhelm Möser für seine Mühle an der Lahn; hier: Dispens. 10. Baugesuch des Christian Jnderthal für die Diezstraße. 11. Baugesuch des Philipp Schwan für die verlängerte Schützenstraße. 12. Baugesuch des Philipp Schwan für die Rodheimerstraße. 13. Kanalisation ; hier: a) Beschaffung von Kanalreinigungsbürsten, ,b) Vergebung von Schlosserarbeiten, c) Beschaffung eines Apparates zur Prüfung von Zementröhren. 14. Herstellung eines Bürgersteigs auf der südlichen Seite der NodHeimerstraße; hier: Vergebung der Klmkeclieferung. 15. Chaussierung der Landgrafenstraße, bezw. Uebernahme derselben durch die Stadt. 16. Uebernahme der Straße „In Löbers Hof" m das Eigentum der Stadt. 17. Aufstellung eines Waschkessels im vormals Löwenstein'schen Hause Schloßgaffe Nr. 9. 18. Heizung der Kapelle des Friedhofes am Rodtberg. 19. Anstellung eines vierten Straßenwarts. 20. Bebauungsplan für die Schwarzlach. 21. Gesuch des Custos Dr. Ebel dahier um Ueberlassung eines gelegentlich der Kanalisationsarbeiten gefundenen Kruges. 22. Veröffentlichung der Gießener Jahr- 'märfte für 1904. 23. Erlaß einer Polizeiverordnung, den Mirtschaftsbetrieb mit Kellnerinnen betreffend. 24. Gesuch des Wilhelm Amend dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Bahnhofstraße 66. 25. Voranschlag des städtischen ^Elektrizitätswerkes für 1604/05. 26. Der Verkehr der Radfahrer auf öffentlichen Wegen zc. 27. Voranschlag des Großh. Polizeiamts für 1904/05. 28. Vermächtnis des Rendanten Karl Stroh von Gießen. 29. Stiftung des Heinrich Schreiber von Gießen. 30. Voranschlag der Plock'schen Stiftung für 1904/05. ^Landwirtschaftliche Keueratversammlung. (Eigener Bericht des Gieß. Anz.) 8. Alsfeld, 18. Januar. ** Die Generalvers ammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Alsfeld fand am Samstag abend in Alsfeld statt. Der Direktor des Vereins, Kreisrat Dr. Melior, war durch Tienstgeschäfte verhindert, die Versammlung zu leiten. An seiner Stelle übernahm den Vorsitz Oekonomierat Leithiger. Er trat nach Begrüßung der Versammlung, des Präsidenten des Prvvinzialvereins und des neuen Mitgliedes, Kreisassessor Reitz, in die Tagesordnung ein. — Tie Vereinigung der Sektion für Geflügelzucht des landwirtschaftlichen Bezirksvereins und des Geflügelzuchtvereins Alsfeld zu einem Kreisgeflügelzuchtverein wurde gutgehcißen. Tann referierte Landwirlschaftslehrer Reichet! über die Ergebnisse der vergleichenden Anbauversuche mit Ger ft e und Hafer auf dem Versuchsselde der landwirtschaftlichen Wiuterjchule zu Alsfeld. Ties Referat gab Anlaß zu einer lebhaften Besprechung in der ganz ungewöhnlich stark besuchten Versammlung. Tie Ergebnisse der Haferkörner- Ernte schwankte bei gleichem Anbau und Tüngungsverhält- nijsen zwischen 12 und 17 Zentner Körnern. Aehnlich war es bei Gerste. Auffallend war trotz Lagerfrucht bei häufigen Regengüssen die verhältnismäßig geringe Slrohernte. Sie betrug bei genauester Wägung kaum 50 Prozent mehr, als das Gewicht der Körnerernte. Betrug die Körnerernte z. B. ca. 14 Zentner, so betrug die Slrohernte von der gleichen Fläche etwa 21 bis 22 Zentner, während man in der landwirtschaftlichen Praxis bei Sommerfrucht stets das doppelte Gewicht an Stroh im Vergleich zu den Körnern annahm. Es kommt hier noch dazu, daß das Versuchsfeld ein schwerer und feuchter Boden war, auf dem Stvoh bei häufigen Regengüssen besonders gut gedieh. Ter Referent hob mit Recht scharf hervor, wie sehr es darauf antvmme, eine richtige Sorteuauswahl zu treffen für bestimmte Gegenden, daß die Sortenauswahl aus Versuchsfeldern, aus denen mit nicht unerheblichen Kosten peinlich genau gearbeitet werden müsse, um keine Trugschlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen, geschehen müsse. Taß man die Sorten, welche sich durch hohe Erträge, durch Widerstand gegen das Lagern auszeichnen, vermehren müsse, mn das Saatgut in großen Mengen den Landwirten zu reellen Preisen zur Saat anzubieten. — In der Folge erstattete das Mitglied Karl Stühler von Hainbach Bericht über seine Erlebnisse und Beobachtungen als Teilnehmer an der von den: hessischen Landwirtschaftsrat im Juli vor. Jahres veranstalteten Studienreise nad) Rhein- preußen und Belgien. Ter Berichterstatter hätte, das merkte man ihm an, stundenlang berichten können, so begeistert war er von all dem Schönen, das er am Rhein und im Moseltal gesehen und von den prächtigen P fe r d e n, die er auf den Weideflächen der Rheincbene in voller Frecheit lebend, betrachten konnte. Er hat die Ueberzeugung mit nach Sgau;e gebracht, daß sich Pferdezucht nicht an dumpfi- gen Stellen in engen Buchten treiben läßt. Taß Füllen, denen die freie Bewegung genommen ist, nicht zu tüchtigen, brauchbaren Pferden heranwachsen können, daß auch die Füllen im Winter im Freien sich tummeln müssen und daß es ihnen überlassen bleiben muß, ob sie den schuppen- artigen Stall auf der Weide benutzen wollen oder nicht. Rur solche Tiere werden gute Knochen, kräftige Muskeln und vor allem ein gutes Gangwerk haben, die in dieser Weise und, nicht übermäßig gejüttert, aufwachsen. Hieran au knüpfend entstand eine lebhafte Auseinanders etzung. Es fehlt nicht an Gelegenheit, in der Provinz bte Füllen ähnlicherweise aufwachsen zu lassen. Tazu ist die Provin- zialfohlenweide im Tiergarten bei Hungen gegründet, auf der ca. 120 Fohlen im Minter und Sommer sich tummeln können. Fehlen uns die geschlossenen Höfe der Rheinprovinz, um deren Wirtschaftsgebäude die Aecker und Wiesen geschlossen herumliegen, so daß jedes Gut seine eigene Fohlenweide haben kann, so hat man bei uns bei dem zer.plitterten Grundbesitz Jungviehwe-iden schäften müssen, auf denen die Tiere naturgemäß heranwachsen können. Das ist ein Notbehelf, daß er aber nicht ylän^nd benutzt wird, liegt an der alten Gewohnheit, die Tiere im Stalle zu halten, in der Sorge, es könne ihnen da draußen etwas pa,sieren und aus der Scheu vor der, einen Tag dauernden Unbequemlichkeit, die Tiere auf die Weide, die oft einen Tagemarsch und mehr entfernt liegt, zu bringen. Heute schon wird unsere Provinz von so vielen Nebenbahnen durchzogen, daß es den Landwirten verhältnismäßig leicht gemacht ist, iyre jungen Tiere, Rinder und Pferde, auf die Weiden zu bringen. Hoffentlich dauert es nur noch einige yai)re uno ote gvapx. dci wirte kommt zur Ansicht. Auf der Jungviehweide im Tiergarten bei Hungen leben in diesem Winter schon 15 Johlen, die volle Freiheit genießen, die den Stall auftuchen föimen, wenn sie wollen und doch die meisten Stunden des Tages und der Nacht sich im Freien aufhalten. — Zum Schlüsse referierte Gutsbesitzer Lutz- Elpenrod über die Fortschritte der Lagerhaus-Genossenschaft Alsfeld, welche bereits über IGO Mitglieder zählt, und sich demnächst konstituieren will. Tann wird das erste Getreidelaaerhaus in Lberhessen wohl am Bahnhof Alsfeld noch in diesem Vorsommer erstehen. Die Interessenten haben sich die Äetrecdelagerhäuser in Cor- bach-Maldeck und von Kirchhain angesehen. Zweifler an der guten Sache sind Anhänger nach ihrer Rückkehr geworden Oeionrmierac Sch len ke leih nut, daß er am 28. Jan. d. I. mit ea. 30 Landwirten der Provinz Oberdesfen nach Baden reift, um dortige Getreidelager- yauser im Betriebe zu sehen. Tas wird jeedenfalls das Verständnis in der Getrewelagerhausftage mehr fordern, als alle Vorträge, mögen sie noch so gut gemeint fein. Meisen die schon seit Jahren im Betriebe stehenden Lager- häujer wirtschaftliche Erfolge für den Landwirt auf, so wird das heute noch bestehende Mißtrauen unserer Ober- Hessen gegen Getreide lager häuf er schwinden, trotzoem man sich bemüht, es zu Hellen Fmmmen anzufachen. — Im Kreise Alsseld ist die Getreidemgerhausfrage schon zu ihren Gunsten entschieden, andere Kreise werden folgen. — Ter Vorsitzende schloß mit Morten des Tankes die Versammlung, die einen äußerst animierten Verlauf genommen* hatte. Gießen, 19.Jan. iUtarttbericht. Aus heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butler pr. Pfd. 0,85—0.95 All., Hühnereier 1 St. 8—10 Pfg. 2 Stck. 00—00 Psg., GänseererOO—00 Psg., Enteneier8—0 Psg., Käse vr.Stck. 6—8 Ps., Kasematte2Stck. 5—6Psg., Erbsen pr.Liter 21Psg^ Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr.Paar0,80—l.OOAlk., Hühner pr. tot. 1,30—1,40 Alk., Hahne pr. Stück 0,80—1,70 'DiL, Enten pr. Stück 1,70—2,20 Mk., Gänse pr. Pfd. 00—70 Psg., Ochsenfleisch pr. Pfund 68—78 Psg., Kuh- und Rmdfleisck pr. Pfund 62—66 Psg., Schweinefleisch pr. Pfund 66—76 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Psmld 80 Psg.. Kalbfleisch pr. Pfd. 70—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 65—74 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 5,50—6,00 Alk., Weißkraut per Stück 5—7 Pfg., per Zentner 1.30—1.60 Alk., Zwiebeln pr. Zentner 4,50—5,00 Alk., Milch per Liter 18 Pfg.. Aepfel per Zentner 16 bis 20 Alk., in Korben 00—00 Psg. Nüsse 100 St. 35—40Psg. Trocken und leicht Ausserordentlich bekömmlich 3 E 5 3 B Ä 3 s* '■v er Sb 3 ZS c. c ZS 02 Uv CT $2 5 s d o S' «'S —n ZS 2. » er 5 Qi o *• c ZS Ä ■CSt n rr § O: Ö* Ci 3 er ZS p 7^ tO — o £ - & p 5 S g ü). 2. C: er <0 ZS s o ZS 3 s S r» ■CS' ro KZ CB — tO P o Ito ZS ZS ... 2 o SO« =2 C 22 o - -ZZ. o 2 3 ro p zc. zs |i il S er — Q-2." TL ? *K. o „ ZS - is» _ Ci 5 E E: ® & p P O: P 3» s -r zz P 3 ~ r*? *-S" 2 3 t 5 » 'C' zs 2 tO o er^ - o®3. tJ ** PCO c I 0 05 £ DZ ZS 02 sz; >to 3 p p - o ZS CP - @.= 2. - Ä Z- v» zs zs 2. do c -■ s L >-* er 05 ro er P ty'S* Ito o (S) 2p c cz P 2 o ZZ' ro ZS «d R» a LZ CP SP S, 2 ro ro 2- Sb p? CP S ® KL — ■ cz •'S p - □;< er 5. <>-- G) 2. = W 5 p c •P'-e £ ~ 2^ p o ZS 7“ — CT' C P ZS 2 P zs I = s; = w ™ = u *tD «zu S g ? =? 3 - - ©gXS'* cn* TT. e ° S- P <-i -er t~. ft 'CP 3 i? 3 E' » c »cE Ö S1 3 er 3 2. ? 3 © ö G -> 7Z ©gi a 3 _ tic 3 ry 00 oo N ° I 5 C ® L 3 • 2 O P ts Gietzen MAGGI'5! B 0 Ul LlOM'-KAPSEtN ’ i 10 und 16 Pfg., jede 2 Portionen enthaltend, eurpsehlc alle anderen Präparate gleicher Zioeckbestimmung. ich meiner verrhrlicheu Kundschaft ganz besonder», weil besser und praktischer aUP Georg Wallenfels, Marktplatz 21. ämtiimmuaujiing. Dienstag den 19. und Mittwoch den 20. Januar finbet dahier Vieh markt, an letzterem Tage hauptsächlich Schwciuemartt, statt. Aus den angrenzenden preußischen Kreisen dürfen Schweine bis zur Aufhebung der polizeilichen Beschränkung nicht auf- getrieben werden. Gießen, den 18. Januar 1904. 705 Grotzherzvgiu--c lUjjtiineifterei Gießen. Mecum. Siellrau Gießen. Die Lieierung des sür das Baujahr 1904/5 benötigten Steiu- zeugeS soll össeuilich verdungen werden. ^ju liefern sind 1) 16575 m gerade Röhren von 20—50 cm Durchmesser, 2) 1769 Sluck Abzweige für vorstehende Rohrdimensionen mit 22,5, 20,15 und 10 cm Einlaß, 3) 600 Sluck Bogenröhren von 22,5 cm Durchmesser, 4) 300 Slück Verschlußsleller 10,15, 22,5 cm Durchmesser frei Waggon Lagerplatz (Margarethenhütte) Gießen. Bedingungen und Angebolsformulare können gegen portofreie Einsendung von 1.50 Mk. durch das städtische Ticsbaunmt, Großh. Bürgermeisterei Zimmer Rr. 6, bezogen werden. Ebendajelbst liegen m den Dienslilunden die Verdingungs- unterlagen zur Einsicht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmitt, Darmstadt, Mühlstraße 60. Die Angebote sind versiegelt u,rd mit der Aufschrift: „Angebot auf die Lieferung von Steirrzerrg" bis zum 10. Februar d. I. portofrei bei dem städtischen Tiefbauamt einzureichen, woselbst bie Eröffnung der Angebote cun genannten Tage, vormittags 11 Uhr, im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Gießen, den 16. Januar 1904. 694 Städtisches Tiefbauamt. ____________________Braubach.___________ Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steirrhcim für das Jahr 1904/5 liegt vom 21. Januar d. I. an acht Tage lang auf dem Bürgermeisterei-Bureau dahier zur Einsicht der Interessenten offen. Steiuheim, den 18. Januar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei Steinheim. -_______________________Nicklas. ___________________733 Holz-Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei Lich. Es sollen versteigert werden: Montag, den 25. Januar im Distrikt Riedwald: Buchen: 212 rm Scheller (dabei 4 rm Hainbuchen, rund), 197 rm Knüppel, 91 rm Stöcke, 5200 Wellen; Eichen: 15 rm Scheiter, 82 rm Knüppel, 115 rm Stöcke, 6600 Wellen; Nadelholz: 12 rm Scheiter (Kiefern, rund), 36 rm Knüppel, 1 rm Stocke, 2970 Wellen; 9 rm fonstiges Knüppelholz, 170 Weichholz-Wellen. — Fichteu-Derbstangen: 288 Stück — 21,90 km, teilweise schönste Bau- und Gerüststangen; Fichtenreisstangen: 32 Stück — 0,21 km. — Die Zusammelckunst ist vorm. 91/, Uhr auf der sog. allen Laubacher Straße dort, wo dieselbe vom Fußweg Lich—Harbach gekreuzt wird. Dienstag, den 26. Januar im Distrikt Hard: Buchen: 299 rm Scheiter, 100 rm Knüppel, 110 rm Stöcke, 2950 Wellen; Eichen: 4 rm Scheiter (3 Werk-, 1 rund), 34 rm Knüppel, 52 rm Stocke, 350 Wellen; 1 rm Linden-, 2 rm Aspen-, 6 rm Kiefern- Knüppel; 1700 Weichholz-Wellen, 400 Nadelholz-Wellen. — , v /Durchmesser 62,67,60, 49,42,46\ 6 Eich-n-«b,ch>«..-^,0°ü°(od—--- z 2 7,6 8 1 Elsbeer-Abschnitt — 0,25 km, 350 Fichten-Derbstangen zu Baum- pfählen, zum Zumachen rc., 4000 Fichtenreisstangen. — Die Zu- sanunenkunft ist vorm. 9% Uhr auf der Ehauffee von Kollchaufen in die Hard beim Eingang in den Wald._____________________689 Hvlzversteigerrrrrg. Dienstag den 26. Januar 1904, vormittags 9 Uhr anfangend, soll im Leihgesterner Gemeindewal- nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 8 Eichen-Stämme von 28—39 cm Durchmesser, von 3—9 m Länge ----- 3,53 fm 41 Nadel-Stämme von 12—22 cm Durchmesser, 8 bis 14 m Länge — 8,16 fm 27 Eichen-Derbstangen mit 1,84 fm 6 rm Buchen-Scheiter 115 rm Eichen-Knüppel 530 Buchen-Wellen 2900 Eichen-Wellen 62 rm Eichen-Stöcke. Zusammenkunft Abteilung Lach an der Kreisstraße Leihgestern—Gießen. 730 Lechgestern, den 18. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. Heß. öetamttmachung. In das Handels - Register wurde heute bezüglich der Firma ,Ad. Bender" zu Gießen eingetragen: Dem Geschäftsführer Adam Bender dahier ist Prokura erteilt. [718 Gießen, am 15. Jan. 1904. Großherzogliches Amtsgericht. Verdingung. Nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen für die Feldbereint- guug Gieße», rechts der Lahu, sollen int Weye schriftlichen Angebotes öffentltchvergeben werden: veranschlagt zu Alk. L Berschleifungsarbellen. . 410 2. Chaussierungsarbeiten. . 281 3. Fuhrleistungen .... 180 4. Liefern von Kleinschlag . 455 5. Liefern von Uebergrun- , dungs-Material .... 105 Dte Berdurgungs - Unterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht auf. Angebote haben in Prozenten des Boranschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag de» 23. d. Mts., vormittags 11'/, Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um dte genannte Zeit in Gegenwart der erschienenen Bieter stattfindet. Gießen, am 15. Januar 1904. Hrotzh. ^uftnrlnlpefition Hietzcu. ________W iß mann._____719 Dte am 8. Januar im akademischen Forstgarten abgehaltene Hostverstcigerung kann nicht genehmigt werden. Gießen, den 18. Jan. 1904. Großh. Direktion des akademischen Forftiustituts. ________Dr. Heß. 717 Hotzversteigerung im Sicher Stadtwald. Freitag den 22. Januar, vormittags 10 Uhr beginnend, sollen im Licher Stadtwald Distrikt Großhäuserberg Abt. Häusergericht, Kirchboden und Hirtenwiese versteigert werden: 250 rm Buchen-Scheiter 100 , „ Knüppel 12 , Eichen- „ 134 w Buchen-Stücke 3000 Stück Buchen-Wellen 7 fm Fichten-Stämme 8 , „ Derbstangen, zu Sparren geeignet. Zusammenkunft am Häusergericht. 695 Lich, den 17. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Lich. Heller. BechigerlliO-AuM. Dienstag den 2. Februar 1904, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich gegen Barzahlung im Versteigerungslokal, Sellersweg 91t. 11, verschiedene Mobiliarstücke sowie einige Kassenschränke und mehrere Pferde aus folgenden Rückständen: Krankenkaffe sür September und Oktober 1903, Gas- und Waffergeld 1903, Beerdigungsgebühren, Ino.-Strafe, Mädchenschulgeld, Realschulgeld, Pachtgeld, Schulstrafe, sowie aus anderen Rückst. 710 German». Giessener Concert-Verein. Sonntag den 24. Januar 1904, abends 5 Uhr, im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Viertes Konzert. Klavier-Abend. Ansführender: Herr Frederic Lamond. Programm. a) Sonate C-moll, op. 111 L. van Beethoven, b) Cameval . . , Bob. Schumann, a) Zwei Klavierstücke aus op. 76 J. Brahms, b) Valse ..... Fr. Chopin, c) Nocturne.....J. Field. d) Marche Militaire . . Schub ert-Tausig. 3. a) Barcarolle b) Valse Impromptu c) Tarantella di bravnra . (La muette de Portici.) A. Rubinstein. y Fr. Liszt. Eintrittskarten Nichtmitglieder zu Mk. 2.50 (Sperrsitz Mk. 3.50) sind in der Musikalienhand- ........... ii■ ■ 11 lang von Ernst Challier (Rudulph’s Nachfolger) und abends an der Kasse, für 633 Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu ermässigtem Preise zu haben. Oett’nuu" des Saales 4% Uhr. Erster Grosser Mstzcs-W Aechtverband Hießen-Lahr (Wohlthätigkeits-Berein). Wer etwas wirklich Schönes sehen und sich köstlich amüsieren will, der komme am Llffllltag -en 24. Illimr, abends 8 Uhr Amu Cafe Leib. Jr ' Grohe Gruppen-Auffühvttngen (aus der Märchenwelt). Die verzauberte Prinzessin (znm ersten Male anfgeführt). Lobende Bilder, dargesteük auf der Bühne von 30 Personen mit großartiger Beleuchtung. Zauveneigen in hochfeinen Königs-Kostümen aufgeführt im Saale. 675 Altdeutscher Königstanz und Zauber - Reigen aufgeführt von 8 Damen und 8 Herren, mit bengalischer Beleuchtung. Da die Ueberschüffe an hiesige Arme vertellt werden, ladet zu recht zahlreichem Besuch ergebenft ein Der Borstand. Eintrittskarten: Herrenkarten 1 Mk., an der Kasse 1.20 Mk., Damenkarten 50 Pfg., an der Kaffe 60 Pfg., Gallerte 30 Pfg., Logenplätze 1 Mk., Stehplatz 50 Pfg. Kassenöffnung 7 Uhr. DMssT- Vorverkaufsstellen in allen Geschäften, in welchen Plakate ausgehängt sind. Brauer-Akademie Worms a. Rh. Beginn des 726 Sommer - Semesters am 8. April 1904. Programm durch E. Ehrich. Holzversteigerung. Mittwoch den 20. Januar l. I., vorm. % 10 Uhr, soll im Ruppertsburger Gemeindewald, Distrikte Warthügel, Ziegenberg und Langenberg folgendes Holz versteigert werden: 5 rm Buchen-Rundscheiter, 155 , Buchen-Knüppel, 65 , Eichen-, Aspen- und Nadel-Knüppel, 120 , Buchen-Astreisig, 481 , Buchen-Stammreisig in Schichthaufen, 14 Nadel-Stämme mit 2,60 fm Inhalt, 61 Nadel-Derbstangen mit 2,33 fm Inhalt, 2 Eichen-Stämme mit 0,40 fm Inhalt. Das Holz wird teils vorgezeigt, teils nicht vorgezeigt versteigert und wird nähere Auskunft durch den Forstwart Steinbach dahier erteilt. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Warthügel, oberhalb dem Ort. Ruppertsburg, den 16. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Ruppertsburg. Lehr. 720 Mittwoch de« 20. Jan. 1904. nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'jchen Saale versteigert: 1 Garnitur in brauner Seide (Sofa, Sessel und 3 Stühle), 1 Garnitur in rotbraunem Stoff (Sofa, 2 Sessel, 4 Stühle), 1 runder Tisch von Ebenholz, 1 amerikan. Standuhr, 1 Spiegelschrank, ein Slegtisch mit Decke, 1 Schreibtisch, 1 Vertikow, 1 Conjol, ein Spiegel, 4 Bilder, 1 Glasschrank, 2 Faß Wein u. a. m. 706 Geißler, Gerichtsvollzieher. Bei Husten fififerbtil »beweisen zahlreiche fiulnrrfr ! Anerkennungen J ?bie»inii6tid|äritoon Kerlchleimllvgj Itzleibs brrüljmtcn Asthma - Bonbons 12% Alliumjaft, 88% Raffinade. Wirkung überraschend! Zu haben in Schächten ä 1 Mk. und Beuteln ä 30 Pfg. bei (247 JE. Fisehbach, Drogerie. Absolut wasserdichte Stiefelschmiere, Dofe, 50 Pfg., empfiehlt (494 Adler-Drogerie Sellersweg 39. Otto Schaaf. Hamburger Engros-Lager Alexander Salomon & Co 4 Schulstrasse 4. 4 Schulstrasse 4. und zurückgesetzte Waren sind aus allen Abteilungen unseres Lagers unter Einkauf zu haben. 543 Nur vom 14. bis 21. d. Mts. und bei sofortiger Barzahlung wird der Rabatt gewährt. "dT Von Donnerstag den 14. bis Donnerstag den 21. 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Schlafdecken Biber-Betttücher Fertige Bettwäsche Unterzeuge ‘ Taschentücher C. Rohr HolMrsteigerrmg im Gießener Stadtwald. Montag, den 25. Januar 1904, Vormittags 9 */« Uhr beginnend, werden im Gießener Stadtwald in den Distrikten Stolzenmorgen,Reuhege,Zoll° tockSwäldcheu, HaingeSboden, Mühlberg, Landberg und Hochwarte versteigert: 175 Fichtenstämme mit 64,41 fm 1 Krejernstanun mit 0,46 fm 2 Ahorn stamm« mit 0,68 fm 1454 Fichten - Derbstangen mit 63,21 fm 9 rm Buchen°Scheitholz 46 , Eichen-Scheitholz 9 , Nadel-Scheitholz 11 , Buchen-Knüppel 54 , Lichen-Knüppelholz 80 , Nadel-Knüppelholz 4 , Buchen-Stockholz 3b „ Eichen-Stockholz 117 „ Nadel-Stockholz 2b0 Wellen Buchen-Reisig 1250 „ Eichen-Reisig 2650 ,, Nadel-Reisig. Die Zusammenkunst ist aus der Straße nach Rödgen an der Kreuzung mit bem Weg nach Annerod. Das Brennholz in den Distrikten Mühlberg und Hochwart wird in der Mittagspause versteigert. Gießen, den 18. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterer Gießen. 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