* «hiMtT ^wira.Ktdi. Äh . I,.*., * 'N btt ilölterin, ^O.Doltlagtmb p‘- ^litmrbtittt tirl Reh, v< Krtlitnl 7 £bc. seien 6tert» tttn ». ns ntrfai >!•. Sraib« fbt 8bc., ttttifrtt M ’ijioi Tm- t\\ Wü Lnlattn m einjtL- i 1000 to ü1 rttäl abenM k !. Ksmtsa ’ilh. Pfeil, I n*f! Wß -j t etfCi * I w#i* f Nr. 193 Zweites Blatt 154. Jahrgang Donnerstag 18 Angnft 1904 Giehener Anzeiger Erscheint täglich mit Ausnahme deü Sonntags. Die „Gietzener LamiliendlStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt* erschetnl monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sehe» Umversitätsdrrrckerei. 8L Lange. Diebe», Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulftr.7. Tel, Nr. 6L Telegr.-Adr-r Anzeiger Gieß«, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen. Aas Katserpaar in Kameln und AischöeL. Hameln, 17. Aug. Das Kaiserpaar ist mit dem Prinzen Eitel Friedrich und Oskar und der Prinzessin Viktoria Luise um 11 Uhr hier eingetroffen. Auf dem Bahnhof war der Oberpräsident Dr. Wentzel zum Empfange anwesend. Unter Glockengeläute fuhren die Majestäten in einem offenen Vierspänner ä a Daurnont mit Spitzenreitern nach dem Rathause, wo Bürgerme ister Meyer eine Ansprache hielt, in der er den Dank der Bürgerschaft für den Besuch aussprach. Der Redner legte sodann das Gelübde der unerschütterlichen Treue ab und bot dem Kaiser einen Ehrentrunkin dem Pokale der hiesigen Krämerinnung. Der Kaiser erwiderte mit ein er An spr ache. Eine Ehrenjungfrau überreichte der Kaiserin einen Blumenstrauß. Unter dreifachem donnerndem Hurra setzte sich dann der Aug in Bewegung zur Weserbrücke und dann zum Bahnhose zurück, immer wieder vom Publikum jubelnd begrüßt. Die Majestäten begaben sich sodann im Sonderzug nach Fischbeck zur Einweihung der neuausgeb auteln Stiftskirche. Fischbeck, 17. Aug. Auch in Fischbeck waren Ehrenpforten errichtet. Unter Glockengeläute und geleitet von einer Abteilung Ulanen, fuhren die Majestäten nach der Abtei. Der Schirmvogt des Stifts, Graf Men-Linsingen, begrüßte das Kaiserpaar. Die Majestäten umschritten die romanische Stiftskirche und betraten das Gotteshaus. Ge- neralsuperintendent Werner-Kassel hielt die Weiherede und sprach das Weihegebet. In ersterer erinnerte er an die Gründung des Konventes und der Kirche vor 950 Jahren unter Kaiser Otto und wies hin auf den nunmehrigen Neuausbau des Gotteshauses durch die Fürsorge edler Frauen; er schloß mit den Bibelversen, welche die Kaiserin in die von ihr gestiftete Altarbibel selbst eingetragen hat: Ps. 77: „Ich denke der alten Zeit und der vorigen Jahre" und 1. Joh. 4 : „Lasset uns ihn lieben, denn erahnt uns zuerst geliebet". Pastor Heermann-Fischbeck hielt die Festpredigt. Mit Gesang und Gebet schloß die Feier. Nach dem Gottesdienst besichtigten die Majestäten die Kirche und den alten Kreuzgang, wo alte Urkunden ausgelegt warerx, unter Führung des Leiters des Umbaues, Professor Haupt, und hielten dann einen Cercle in der Abtei ab, wo ein Imbiß bereit stand. Der Kaiser unterzeichnete ein Exemplar der Statuten des freiweltlichen adeligen Damcnstifts Fischbeck, als Schirmherr des Stifts. Hierauf trug der Hamelner Sängerbund Volkslieder vor. Auf dem Wirtschaftshof standen die am Umbau beteiligten Handwerker im Schurzfell und in mittel- .alterlichem Gewände. Ferner war ein Erntewagen mit Schnitterinnen aufgefahren. Die Abfahrt der Majestäten lerfolgte um iy2 Uhr. Zur Arage der Aodenenlschuldung chat der Generalsekretär des Deutschen Landwirtschaftsrats Dr. Dade dem 27. deutschen Juristentage ein Gut- lichten erstattet. Dr. Dade behandelt zunächst auf Grund des statistischen Materials die Frage des Umfangs der land- dvirtschaftlichen Verschuldung. Er kommt dabei zu dem Er- .gebnisse, daß allein in den Jahren von 1895 bis 1901 der Iländliche Grundbesitz in Preußen mit einem weiteren Zehntel seines Wertes hypothekarisch belastet worden ist. Die Ihypothekarische Belastung dürfte zu Ende 1901 etwa 40 ojeut des Wertes erreicht haben. Schreitet sie so 'fort wie bisher, so ist zu erwarten, daß sie etwa um 1910 den halben Wert des ländlichen Grundbesitzes absorbiert hat. Tie gesamte Hypothekarverschuldung in Preußen Ende 1901 berechnet Dr. Dade auf rund 9 Milliarden Mark. Er geht dann zu der Frage über, wie diese starke Ver- sschuldung und ihre bedenkliche Zunahme zu erklären sei. Seit Rodbertus schwört die gesamte Nationalökonomie darauf, baß die Hauptursachc der ländlichen Verschuldung in der Belastung des Besitzes mit Erbabfindungs- und Kaufgeldern beim Besitzwechsel liege. Demgegenüber kommt Dr. Dade zu dem Schlüsse, daß der allgemeine primäre Grund der hypothekarischen Verschuldung des bäuerlichen Besitzes in der Rentabilität der landwirtschaftlichen Produktion liege, daß die sekundären Ursachen, wie Kaufschillinge, Erbabfindungen usw., allgemein nur dann verhängnisvoll werden, wenn die Rentabilität auf längere Zeit gering wird. Es ist, so meint der Verfasser, schlechterdings nicht einzusehen, warum allein der landwirtschaftliche Betrieb, im Gegensatz zum kaufmännischen und industriellen, sich mit einer so geringen Rentabilität begnügen soll, daß es dem Besitzer nicht möglich wäre, Barvermögen für die Abfindung der Geschwister zu erwerben oder die eingetragenen Erbgelder wieder zu tilgen. . Nach dieser Feststellung bespricht Dr. Dade die Organisation des Real- und Personalkredits in Deutschland, die Kreditguellen und den Zinsfuß. Nach seinen Untersuchungen wird der größte Teil der ländliche Hypotheken bei den Sparkassen mit 4 Proz. und mehr verzinst, während der größte Teil der landwirtschaftlichen Pfandbriefe nur 3.5 und noch weniger Zinsen erfordert. Zum Schluß wird die Frage der Verschuldungsgrenze erörtert. Ans den ftüheren Darlegungen ergibt sich, daß die Notwendigkeit der Einführung einer Verschuldungsgrenze nicht wie bisher begründet werden kann durch die Verschuldung beim Besitzwechsel. Sie kann vielmehr nur noch aus der zweckmäßigen Organisation des R e a l - kredits befürwortet werden, indem die Beleihungsgrenze des Kredittnstituts die Verschuldungsgrenze bilden würde. Eine obligatorische Verschuldungsgrenze beim Kleinbesitz würde nach Dades Meinung eine große Zahll strebsamer Menschen aus der gewerblichen und Arbeiterbevölker- ung vom Erwerbe eines Stückes Land ausschließen und wahrscheinlich zur Umwandlung des Kleingrundbesitzes in Großgrundbesitz durch Kapitalisten beitragen, was sozial- tolitisch nicht gebilligt werden könne. Bezüglich der Ver- huldungsgrenze für den bäuerlichen Besitz schlägt er vor, daß von einem bestimmten Zeitpunkte an bei jedem Besitzwechsel eine Hypothekenreinigung in der Weise vorgenommen werden soll, daß alle sicheren Privathypotheken in unkündbare Tilgungshypotheken eines Kreditinstituts umgewandelt werden, wobei dem neuen Eigentümer die Wahl des Kreditinstituts überlassen bleibt. Die öffentlichen Kreditinstitute sollen verpflichtet sein, bis zu Zweidritteln des Taxwertes Darlehne zu gewähren; darüber hinaus bis zu 80 Prozent des Taxwertes dürfen Darlchne nur nach Prüfung des Verwendungszweckes und der persönlichen Der- hältnisse und nur gegen eine jährliche Tilgung von mindestens 2 Prozent — aber ml demselben niedrigen Zinsfuß, wie die Schuld innerhalb der ersten Beleihungsgrenze 7- gegeben werden. Auf diese Weise würde ganz unmerkbar innnerhalb 30 bis 40 Jahren der gesamte Realkredit ver- vfandbrieft sein; außerdem dürfte bis dahin auch der Personalkredit in der Genossenschaft soweit ausgedehnt sein und die enge Verbindung mit den Realkreditinstituten gefunden haben, daß ein gesetzlicher Zwang auch für den Personalkredit nicht mehr als eine Last, sondern als die Sanktionierung einer herrschenden Sitte empfunden würde. Politische Tagesschau. Harte Zeiten. Von besonderer Seite wird uns aus Ostdeutschland geschrieben: Im Hinblick auf den ErnteauSfall sind die agrarischen Blätter wieder voll von Klagen über die bedrängte Lage der Landwirtschaft Wer da die Kornkammer Deutschlands, die o st elbischen Provinzen, durchstreift und dort mit den Landleuten Rücksprache genommen hat, der wird die Klagen in diesem Umfange nicht als gerechtfertigt anerkennen können. Die Bauern sind mit der Getreideernte im allgemeinen zufried en, der Ertrag an Brotfrucht übersteigt den vorjährigen stellenweise nicht unerheblich. Im Verhältnis am wenigsten günstig bestellt ist es um den Hase r. Daß die Kartoffelernte durchweg schlecht sei, entspricht nicht den Tatsachen. Man hat beispielsweise in Schlesien Stauden mit zahlreichen Knollen aus der Erde gezogen. Allerdings ist die Frucht klein, und es muß mit der Möglichkeit gerechnet werden, daß die Kartoffeln hier und da im Preise anziehen. Aber ein allgemeiner Notstand in Bezug auf die Kartofselversorgung Deutschlands ist wohl nicht zu befürchten. Schlimm bestellt ist es unleugbar um das Viehfutter. Zwar würde ein anhaltender Regen auch jetzt noch die vertrockneten Wiesen auf- frischen, sodaß das Vieh grasen könnte, aber die ergiebigen Niederschläge bleiben aus. Auch die konsumierende Bevölkerung in den Städten ist von der Dürre und Trockenheit dieses Sommers betroffen worden. Es sei nur hingewiesen auf die zahlreichen Industriellen und Geschäftsleute, bie genötigt sind, für den Transport ihrer Materialien und Waren die teuere Eisen b ah n fra cht zu zahlen, weil die Flußschiffahrt stockt. Wer be- wrllrgt ihnen N o t st an d s t ari f e ? Harte Zeiten also sind es gewiß, denen das noch unter den Nachwirkungen der wirtschaftlichen Depression stehende Deutschland entgegengeht. Aber nicht nur die Landwirte haben Anlaß zur Klage, für sie wird immer noch zuerst die Staatshilfe mobil gemacht. * Bemerkenswert ist, daß heute der Eisens cchnmlnffter von Budde eine Abordnung des Bundes der Industriellen empfangen will zur Besprechung über die Einführung vorübergehender Eisenbahn-Notstandstarrfe für die Industrie infolge des anhaltenden Versagens der Wasserstraßen, und daß andererseits österr.-schlesische Blätter bte< Absage der Manöver fordern, da die durch die Dürre in Schlesien geschaffenen Verhältnisse so traurig sind, daß das Land.die Einquartierungen nicht vertragen kann. ♦ Abgelöster Admiral. R Berlin, 17. Aug. Die Rückberuftlng des zweiten Admirals beim Kreuzer- geschwader, Kontreadmirals v. Holtz end orff, war bereits vor einiger Zeit gemeldet worden. Jetzt erfährt die „Voss. Ztg", daß an seiner Stelle Kontreadmiral Gra Moltke nach Ostasien gehen werde. Herr v. Holtzerr- dorff dürfte also in kurzer Zelt in Deutschland eintreffen,- und es wird interessant fein, seine weitere dienstliche Verwendung zu beobachten Nicht nur im Seeoffizierkorpr. gilt dieser Flaggoffizier als der komme ndeMannfürK Marineamt. Er soll in besonderem Grade der Rede, mächtig sein, wird also wohl bei der Beratung der nächsten Flottenvorlagc die Sache der Regierung führen Od als Staatssekretär, bleibt abzuwarten Bemerkenswert ist, daß vor sieben Jahren auch Trrpitz von der ostasiatischeu Station ins Marineamt einzog, allerdings auf dem Wege über St. Blasien, wo er in Weltabgeschiedenheit dem Stadium des zur Begründung der Flottenvorlage erforderlicheu Materials oblag. ♦ Die Rechtlosigkeit der Frauen in Preußen. Auf einer allgenninen christlichen Gewerkschafts-Versammlung, die am Sonntag in Dülmen stattfand, sollten Fräulein Im le und der Zentralvorsiyende des christlichen Textil- arbeiterverbandeS, Schäffer (Düffeldorf), Vorträge halten Die Polizeibehörde verbot indeffen, wie der Köln. VolkSztg. aus Münster berichtet wird, das Auftreten des Fräulein Jmle sowie die Anwesenheit von Frauen in der Versammlung überhaupt, und der überwachende Beamte drohte mit Auflösting. Um die Versammlung vor diesem Schicksal zu bewahren, wurde dem Verlangen der Polizei unter Protest stattgegeben, indeffen angekündigt, daß der Beschwerdeweg, nötigenfalls bis zur höchsten Instanz, beschritten werden^ würde. Frl. Jmle ist vor kurzem auS der Sozialdemokratie auS- und zur katholischen Kirche übergetreten. Vielleicht veranlaßt das Vorgehen der Polizei gerade gegen diese Konvertitin, die ihre wertvolle Kraft den christlichen Gewerkschaften zur Verfügung gestellt hat, das Zentrum, die preuß. Regierung zur Reform des Vereinsgesetzes zu drangen. * Wahlrefsrm in Italien. Die in Fragen der inneren Politik hochofsiziöse römische ^Tribuna" giebt eine Parole zugunsten einer Abänderung deS Wahlsystems auS. Das Blatt tritt für die Abschaffung der Einzelwahlkreise und für die Einfühnmg von sehr großen, unter Umständen mehrere Provinzen umfaffenden Listenwahlkreisen ein, deren jeder 15—20 Abgeordnete wählen soll. Dem Einwand, daß man schon einmal, im Jahre 1882, durch Einführung deS Listenwahlsystems, der Wahlkorruption und dem Vorwiegen lokaler Interessen vorzubeugen gesucht habe, daß man jedoch im Jahre 1890 wieder zum alten System der Einzelwahlkreise zurückgekehrt sei, begegnet das Blatt mit dem Bemerken, man Litteratur. — Meyers Großes KonversationS-Lexikon. (''in Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Mehr als 148 000 Artikel und Verweisungen auf über 18 240 Seiten Text mit mehr als 11 000 Abbildungen, Karten und Plänen im Text und auf über 1400 Jllustrationstafeln (darunter etwa 190 Farbendrucktafeln und 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Tertbeilagen. 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mark. (Verlag des Diblioaraplnschen Instituts in Leipzig und Wien.) — Als ein stattliches Werk ist soeben der siebente Band von MeherS Großem Konversations-Lexikon der Oeffentlichkeit Überwiesen worden. Textlich ein Missensschatz und mit 10 Farbentafeln, Karten und Plänen, 38 siMarzen Tafeln und Hunderten von Textholzschnitten prachtvoll ausgestattet, reiht er sich würdig an seine Vorgänger an. Allen Gebieten des allgemeinen Wissen- trägt das Werk gleichmäßig Rechnung und ist tatsächlich ein unentbehrlicher Berater in jeder Lebenslage. Möaen wir uns orientieren über die abuell sozialen Fragen des „Genossenschaftswesens", die gesellen und Gcwerkvcrcine", der erst vor kurzem durch den Ber Inner Kongreß hervorgetretenen „F rauenfrag e", über die „ qewerblickn' Statistik, über die Bedeutung der „G et reid e- z Zllc" einerseits und des „Freihandels" andererseits, überall ird uns gleich ausführlich in musteraültigen Spezialartikeln । ttehrung zuteil. In die Finanzwirtschaft unserer Gemeinwesen sill/rt der Artikel „Gemeindehaushalt" ein, wir sehen, in welch Irsorglick-er Weise auch im „Gefängniswesen" humane Bestreb- men durch die technisch-hygienischen Anlagen zum Ausdruck summen, und welche Praxis das ,.Gerick)tswesen" mit seinen Ti’bfnartreftt uns für die richtige Erledigung unserer Streitsachen ! rsli,reibt. Bon großem Jilteresse ist in Rücksicht auf den r issisä japanischen Krieg der Artikel „Genfer Kow- , ntion" deren Wirksamkeit gerade so oft genannt wird, wie der i^ederholte Appell an die „Friedenskonferenz" im Haag, der gleichfalls ein längerer Drttkel gewidmet ist. Auch die Artikel „Geschütze", „Geschoß" und „Geschoßwirkung" dürften in unserer kriegerischen Zeit von erhöhtem Interesse sein. Einen breiten Raum nehmen, wie dies die alphabettsehe Anordnung ergibt, die landwirtschaftlichen Artikel ein. Es seien nur folgende genannt, die allein schon ein landwirtschaftliches H a n d- buch füllen würden: „Fruchtfolge", „Futter", „Futterbereitung", „Gänsezucht", „Gartenbau", „Gartengeräte", „Gartenpflanzen", „Geflügelzucht^, „Gemüse", „Gerste",. „Gestüte", „Getreidebau", „Getveidehandel" u. a. Auch die Medizin ist stark vertrete:!, zunächst durch die pbvsiologischen Artikel „Furcht", „Gefühl", „Gehö?^, „Gesicktt", „Geruch", „Geschmack". Auch „Geburt" und „Geburtshilfe" finden eingehende Behandlung, ebenso die Darlegung ver- sckviedener Hauptkrankheiten deS „Gehirns", der „Gelenke", des „Gesichts", sowie der „Gicht". Interessant sind außerdem die Arttkel über „Gerichtliche Medizin", ,,Gesundlmtspflege", „Geheimmittel", „Gewerbekrankbeiten" „Gift" und „Giftpflanzen". Unter den naturwissenschaftlichen Artikeln stehen diesmal die geo- loaisck>en Themata obenan. Namentlich die Aussätze über „Gang", „Gebirge", „Geologische Formattonen" re., „Geiser", „Gesteine" verdienen schon wegen der hervorragenden Illustrierung hervor' gehoben zu werden. Sehr eingehende Behandlung ist auch tecl)- nischen Zweigen gewidmet. Die Artikel „Fräse", „Galvanische Elemente", „Gase", „Gebirgseiscnbahnen", „Gesteinsbohrcr", „Gewebe", .,Gießerei" und „Glas" stellen durchweg reich illustrierte Sammelaufsätze dar, die über alle diese Materien berührende Fragen auSgiebig Bescheid geben. Mustergültig ist der Artikel „Französische Literatur^', dem sich anch ciuc Abhandlung über „Französische Sprach»'" anschließt, wie auch unter an!>'rm den „Germanischen Sprackren" ein größerer Raum getoeilrt ist. Die Artikel „Germanen" und „Gallie^ stehen unter den geschichtlichen Anffätzen obenan; von geoaraphistl>-ethnographischeu Dar1 sbellungen sind die der „Französischen Kolonien", „Gibraltars", der Städte „Genf", „Gent". „Genua", „Glasgow und der Völkerschaften der „Füllte" und „Galla" zu erwäbnen, denen sich der ethnographisch hochinteressante Artikel der „Geräte der Naturvölker" anreiht. — Es ließe sich noch viel des Jntereffantrn über das hervorragende Werk sagen, doch werden die angezogcnew Beispiele genügen, um auf die Reichhalttgkett deS Textes hin-> zuweisen und zur Lektüre anzuregen. Die prachtvollen Tafeln, von denen nur die selw llare Darstellung der qeologisck>cu Formattonen, die vorzüglichen Holzschnitte der Fräse- und Gaskrast- nmschinen, die instruktive Veranschaulichung der Gewitter und die Porträte der wichtigsten beutln Geschichtschreiber ermähnt seien, sind das beste Mittel, das Werk in seinem Bestreben, eine gründliche Brldimg in das deutzsckie Volk zu tragen, zu unterstützen. * — 311 3 Russennummer präsentiert sich das letzte, soeben bei uns eingetroffene Heft des „Seiten M a gazi ns Der Leitartikel „Die Konversion der Sozialdemokratie^ vebandelt den Äcnipinift deS Königsberger Hochverratspr";eßes, mährend der französische Essayist Jules Lemaitre in den ..Gedanken eines nlssi- schen Staatsmannes^ einen Versuch macht. da<» Snstem des russischen dlutokratiSmuS vom Etaichpunkt des französischen Denwkralen aus plauiibel zu machen, dlldert Weidner berichtet von dein selt- sanken Vmidesgenosien, den die FriedeilSpredigerin Berta von Suttner in der Sozialdemokratie neuerdings gesunden bat und entt-llt vor imfcrm Auge verblüffende Perspektiven für Hukunitige Kriege und KriegSgelüste moderner Staaten, die schon in ihrem Keim durch einen internationalen Generalstreik der arbeitenden Klaffen erstickt werden sollen. DaS Tltcma des r»»ssischen Stllden- tentnms erörtert Rene Schickele, während Dr. Leo Leoster den deutschen Geldbeutel vor Rlchlands Pump- und Anlcibegelnsten zu bewahren sucht. Mit russischen Oriainalbeiträgen sind Einest t>o>vard Erosbp, Valerius Vrjuffow und der kürzlich versiorl>e,le Dichter Tschechow vertreten. Probenummern des Neuen VtagazuiS erhält mau gratis und franko vom Magazin-Verlag, Berlin 8W. 11 Tempelhofer User 29. D,r ^ffinßaditr Mäk>lS,nmord gut l ibcn blutjungen Gestern vormittag wurde eine hiesiger Stabt vorpolizeiliche Straßen - Milchrevlsion in . 221.80 auf der Straße ihr Handwerk mißüben, wo die Namen der Handwerker MiltiadeS, LeonidaS, Solon nfro. heißen und Politik und Geld die Hauptgegenstände der Unterhaltung sind. Tie verschiedenen Grüße, fo am Abend: „Möge e« Dir schön Ceft. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank 202.25 220.25 139.37 209.90 221.50 genommen. Tc. Friedberg, 17. Aug. Wegen de« so überaus heftig in unserer Stadt austretenden Scharlachs fällt dieses Jahr das Jugendfest au«. w. Nidda, 16. Aug. Bei der gestern abgehaltenen (schon erwähnten) HoherodSkopfkonferenz evangelischer Geistlicher führte Superintendent Petersen, der 15 Jahre Hofprediqer in Athen gewesen ist, in seinem Vortrag „Griechische Erinnerungen 1 die Zuhörer im Geist nach Griechenland mit feiner so wunderbar gelegenen Hauptstads Athen, gab landschaftliche Schilderungen und beschrieb dann das Leben und Treiben in der Stadt, wo die meisten Handrverkcr - Das Amtsblatt des Großh. Ministeriums der Justiz veröffentlicht das Gesetz über die Entschädigung t\lr unschuldig erlittene Untersuchungshaft, nebst den von dem Jilstizministerium erlaffenen AuSführungö- bestimmungen. Prof. Graß mann. Der außerordentliche Profeffor der Mathematik in Halle, Dr. Hermann Graßmann, der an verhaftet. Milchrevifion. . 202.80 . 220.40 . 189.60 . 209.60 Hanvtl und Verkehr. Valkümirlschaft Berliner Börse vom 17. August 1904. (Mitgeteilt von der Bank ftir Handel und Industrie, Gießen.) Privat-TiSkont L'/. Prozent. , Aiifangs- u. Schlilßknrse. Ans Stadt und Land. Gießen, den 18. August 1904. ** Manöver. Tie nördliche Hälfte der Provinz ist in diesem Jahre der Schauplatz der Herbstmanöver der 25. (Hessischen) Division und in den letzten Tagen auch deS getarnten 18. Armeekorps. Die 49. Infanterie-Brigade hält ihr Scharfschießen zwischen Beuern, Großen-Buseck, Reiskirchen ab. Die 168er (Offenbach-Butzbach) treffen am 22. August zum Scharfschießen ein, die 115er (Darmstadt) Ende August. An daS Scharftchießen schließt sich vom 3.—10. September I daS Brigade^erzieren bei Schiffenberg, Garbenteich, Steinbach. Der Stab wird in Schiffenberg liegen. Die 41. Infanterie- Brigade (87er und 88er) hat vom 1.—9. September Scharfschießen und Brigadeexerzieren südöstlich von Alsfeld zwischen Brauerschwend, Eifa, Altenburg mit der Schußrichtung nach dem Homberg bei Rainrod. Der Brigadestab liegt vom 1.—11. September im Schloß Altenburg. Alsfeld hat vorn 31. August bis 9. September ca. 2000 Mann Einquartierung. Die 6. Ulanen, 21. Pioniere und 63. Artilleristen treffen am I 10. September bei Alsfeld ein. Se. Kgl. Hoh. der Groß- Her zog weilt um diese Zeit etwa 10 Tage in seinem Jagdschloß zu Romrod und wohnt den am 12. September beginnenden Brigade- und TioisionS-Manövern bei. Tie 50. Infanterie-Brigade (117er und 118er) trifft am 10. unb | 11. September im Kreise Alsfeld em, der Stab liegt bis । 15. September in Alsfeld. Die 49. Brigade konzentriert sich um Lich, um die 50. Brigade bei Mücke und Romrod anzugreifen. Am 12. Septem5er haben die 49. Brigade bei Garbenteich und die 50. Brigade bei Homberg Knd Burg- Gemünden Biwack, am 16. September ist noch ein Biwack beerdigt. - Waldbrand. Gestern nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr entstand in einer Schonung im Sch i f f e n de rg er - walde in der Nähe des Gail'schen ThonwerkcS ein Wald- brand. Die abgebrannte Fläche beträgt ungefähr fünf bis sechs Morgen. DaS Feuer, welches wahrscheinlich durch die vorüberfahrende Maschine entstanden war, wurde durch die m der Nähe beschäftigten Arbeiter gelöscht. - Lin hiesiger rückfälliger Betrüger, welcher erst kürzlich daS Zuchthaus verlaffen durfte, wurde gestern vormittag wegen Urkundenfälschung und Betrug« wieder bei Groß-Felda. Tie 25. Artillerie-Brigade hat ihr Scharfschießen und Lrerzieren vom 29. August bis 7. September bei Rockenberg und Münzenberg. Tie KorpSmanöver gehen am 24. September im Kreise Gießen auS, bei Gießen wird btt markierte Feind aufgestellt. baß dic Bremsen sämtlicher SSnncn M-Ke.ti- und bti unb ab. Ijchliatrm iierabflcbcn be» Luftdrücke« felbfrtatin angeiogtn fwrbnt. Äo wirb bie Bremse fetMttatifl.mm ein »uppelunkiSlxihn ber Luftleitung »erselientlich aeMMfen b.Ub unb in bem b nter ihm liegenden *’nfpU sich ber Suftbrurt aus ein bestimmte« Mab hrrabminbkrl. Bwl. fach ist and) vorgekommen, daß der Lokomotivführer das ^ink n des Luftdruckes in folg' Ziehens der Bremse dnrck einen Fahrgast oder Zngbeamten fälschlich auf W '.^werden der Lust- leitung sckwb und durch Nachfüllen von Lust der Mar die Verzweiftnngstat eine« Eifersüchtigen, der Blindling auf die Geliebte eina.'stocken hatte, neil er glaubte siehwe ihm die Treue ^brock-en. Tie Ermordete ist die 24 Jahre alte cvabnj arbeitcrin Henriette Katharine h e i fj ber O'ürtelwareN' sabrik von Jakob Mönäv 3ie war eine tüchtige und steis.ige Arbeiterin und di' .^lleginnen mo.Ilten daS B.üdcken aut l wen, KU sie in her Sanbaalfe mobnte, lernte sie einen blutjungen Menschen kennen, ber lieb in sie verliebt hatte und sie mit inner Liede verfolgte. Bor kurz.m z g se in die Glockengasse 50 Ihre Kaufleute batten sie gern, aber ne sagten ihr oft. Ite solle niet t io fpät nach Dause kommen Man wußte. sie ».ging ' mit einem amu jungen Burschen, unb ber hatte einen saft unheimlichen Eindruck grmatht. Sic schl-S bi: Warnungen in ben ®tnb Der Liebhaber war der kaum 18 Jahre alte 5r a r l Lotz aus Offenbach >?r in Bürg'! in Arbeit ft bt -tfrm lange auäüc er das Mädchen mit seiner Eifersucht. Am Mon ag abend kam er in ihre Wohnuna 2v war znm Unglück nickt zu V'iOe. Er durchwühlte ihre Lasten unb Schubladen und ranb •— >art- lübe Briefe und Postkarten. Tamnter Itanb ..vanS . «IsdaS I Mädchen dann kam. biß er die Zälmc zusammen und tat. als fei nichts geschehen. Er führte sie scheinbar rubg hinaus vor bie Stabt. Sie amaen den Main entlang. Und nun wrudelte eS ans dem heißblütigen jungen Menschen heraus: Cb lie now Uuancn könne. Er habe die Briefe goieben. Jawohl, er habe den Kasten erbrochen. Nun sei alles zu Ende. Aber wer der vanS sei, müsse er wii'en . . . Das nun weiter folgte, tnrb vielleicht nie mit aller Sicherheit bekannt werben, ©abrfdwtnhm verweigerte bas Mädck>en den Namen. Seine Bitten und Trübungen wurden immer rnirmneber, unb schließlich mochte sie ihm gesagt haben, baß sie nichts mehr von ihm wisse« wolle,^ da er sie ja bock» nur quäle. Sie wolle tun unb lallen können. waS sie wolle und nicht die SNaoin seiner Eifersucht lein. Ta zog der Bursche sein Mesier und stach auf bie geliebte ein. Sie feste sich mit der Kraft ber Verzweiflung wr Wehr. Ter zertrampelte Boden zeugte am andern Moraen ron dem erbitterten Kampf, den sie um ihr Leden kampsie. Aber sie war wehrlos unb der Mörder nach erbarmungslos zu. Tie Stelle weist eine große Blutlache auf. Ein weißes nutz und ein Tamenfamm liegen darin. Eine zweite Blutlache ist .vier Scbrtite weiter entfernt, zwei weitere Blutlachen nnb etmä hundert Meter davon entfernt. In der vierten Blutlache wurde ein zweiter haarsiimm gcsirnden. Ein paar Sckwitte weiter ist Meder ein besonders großer Bluyleck. £)ier mod te sie zusammengesunken sein. Sie raffte sich aber noch einmal auf unb taumelte mit ber Todeswunde, aus der das Blut unaufhaltsam strömte, wohl noch achtzig Schritte weit. In der Nähe des Elek- tri-itätswerkS brach sie dann zusammen und verblutete Lang'am,__ aualvoll. v ~ q- r I tagen1; da« .Du1 sogar in Erlaffen de« Königs an seine ttfWS Ä »„,«<*. * ein. Ein zweiter Stick war unter dem einen Auge eingedrungen: zu verschiedenen Zetten, so am Geburtstag. ,viele v)vyre , außerdem wi-S eine £>anb mehrere Schnittwunden auf. Als man Ordensverleihungen: .Höhere Grade* und bei der Addie Leübe morgens hin nach sieben Uhr ausiand. schien der Tob |,r£fnm(| ^fC reinen Wäsche feiten« der Waschfrau: .Gute "iS bem Mönksischen Geschäft und bericht*tni, ihre Kollegin sei am Dnechen. Echt onentalisch tfl der Gruß zu U|tcm: ,^t)ri|i Morgen nicvt im Geschäft erichienen. So erubr man ben Nomen m erstanden1 und die Antwort: »Er ist roahrhaflia erber Getöteten unb ben ihres Geliebten. Lud. kam nachmittags I ... < um 3 Uhr auf den Trriebfr* Er wollte die Leiche deS Mädchen-uanoe itben, gn dem er zum Mörder geworden war. sei mit der «Reform von 1882 mir deshalb gescheitert, weil man damals nicht den Mut hatte, gleich weit genug zu geben. Indem man Listenwahlkreife von nur 3—5 Abgeordneten schuf, nahm man bie Nachteile de« Systems in Kauf, ohne sich die Vorteile zu sichern. Die Preffe hat sich d'S jetzt dem Vorschlag im allgemeinen günstig gezeigt, nur daß bie Radi- taien und Sozialisten seine Vervollständiguna verlangen im Sinne der Einführung von Diäten und ber Wahlpflicht. Man muß allerbina« befürchten, daß bie kurze Winterfesston, bie dem gegenwärtigen Parlament noch bleibt, nicht au«- reicht, um eine so vitale parlamentarische Neform durchzusetzen, noch dazu eine Reform, gegen bie viele, auch ministerielle Abgeordnete auS Selbsterhaltungstrieb sich erklären. Man wird deshalb annehmen dürfen, baß sich bie Dahlen von 1905 noch nach bem jetzigen CnHem vollziehen, ohne baß diese Frage der Refonn deshalb auS der Diskussion verschwinden wird. der Wirsimg vorbei. ~ t . Eine andere Art von Scknlvniitteln besteht m der Anwendung von dtberif^n Dehrn unb Essenzen: Nelken-, Kampfer-, Lavended öl, SalmiaksvirituS, Aether usw. Aber erstens kann man sich unmöglich alle unbedeckten Teile des Körpers mit dielen Maturen rin reiben und bann wirken sie in Gegenden mit einer mrflitfrn ')JZücfcnlila*rn sie die Lldmerzrn und da« Ducken, wenn man he auf den rrballrnnt Stick fhridrt. Besonder« geeignet sind dazu Nelkenöl und Salmiakgeist. Nm meisten zu empfehlen rst eine Mif-Kmig von einem Teil Salmiakspiriw«. zwei T>-ilen Weinessig und etwa« Laverckelöl. die man am besten gebrauchsfertig w rtrwm Släftfxfx-n mit sich führt Ein vorzügltckze« $>au«nuttet ist «u» grüne Petersilie; befindet man fick in einem Garten, in dem man sie mit V-md bat. io ^ücke man ermge Strngel zerau-tlche die Blätter imb lege fie auf bie gestochene Stelle. Wbt' erde, noch besser feuchter Lebm. öfter erneuert, lindern ebenfall- den Schmerz, indem sie die Sifre au«jreben ©je ftnb bcionbetf , bei Bienensticlien ju empfehlen ;J>aS erste nach erhaltenem Bienen a' und die Antwort: .Er ist wahrhaftig stich must feilt dast man den «tachel ^r Biene au« der .. . „HM.M, waÄÄfWtKg kdoi an oem er 8mn jpwvuu. Man holte die ausgenommen unb der Wunsch geäußert, rm nächsten Iah und die Vibe groß, so muß man kühlende Umschläge Polizei. Als er die Schu^leute erblickte, packte den Mörder die die Fortsetzung hören zu können. ES schloffen sich noch mit Essig- oder ^alzwosier auftegen. h ^rÄ vor der Strafe. Er floh in der Richtung nach Bieber flhwi„. unb Violinvortrüge an. — Bei der Wahl bes Selbst in dieWohnunarn> dringer llnterwegs wurde er eing hol: unb verhaftet. . GemeinderatS würben gestern wiedergewählt Rechner Zell ^imgen uns. Ein gutes Mittel iß. gegart ^bie^blu'besvriäe^^leibunq ^m^anb^e rnnju- unb Glasermeister Wagner, unb neugewählt Schrrinermeister ^^'^^r um betäubt', ebenso wie die Motten und ______ .. ÖSiÄttWÄÄSSt Offenbar änderte er aber seine Absicht, um vorher noch die Lriche ~ A .. ist Man öffne nach cwmRäuchern dieFensterund di«; voll des Mädchen- zu sehen. Aus der Polizei erwarteten ihn schon HiskNbayN-AtltUNg. benommenen Fliegen Nückten schleunigst hinaus. Mucken u seine blutb?fleckten K e der Er leugnete auch gar nicht. , . . . , K. Motten kehre man zusammen und töte ftc. ou empreoini Tas Merdinstrument, rin Mesier, fand man in feinen Taschen- Rücksicht daraus^. daß die- ^us;ische ^a t- immrT. gutes persisches Insektenpulver neuester ^rntc a d außerdem einen Geldbetrag von 2 Mk. unb einigen Pfennigen. Verwaltung scbn e 11 f a h r e nde Gü;ri vifl\t ^^T'^kenftcrbrrncr zu streuen-, denn gegeii abend, wenn es .m- ^mmer ' denkt unb dabei lur Lösung der wichttgen Bremsftage die.F'N- . -rf> bie gnjeften an das hellere Leiifter sührun« einer Luftdruckbremse ^it elektrischer! schläft'man bei ef'enem Fenster, so kann mvn die Mucken Steuerung beabsichtigt, dürfte von Jntereffe sein, zu er- " sich ablenken, wenn man in demselben Zimmer fahren, was die wes en tlichi^n technischen Momente der elek- ’ Nebenzimmer ein brennendes Licht. tn eine trischen Steuerung sind. Während die Personenzüge saft ganz I Wasser stellt: die Insekten umsckm?armen das Licht allgemein selbsttätig wirkende Lustbremsen besi^, werden die dDasier. Güterzüge von der band aebremst, troddem diese« teuer und uno nTn n -- -- --- unzuverlässig ist und der Zug nach Geben de« Brcmssianals noch eine Wegstrecke zurücklegt, die außerordentlich viel langer I ist als die bei Luftbrcmsung. .Bekanntlich besteht die selbsttöttg wirkende Lustlnemse im wesentlichsten aus einer ben Zug entlang I geführten Rohrleitung die beim Lösen der Bremse mit Druckluft gefüllt und beim Anziehen der Bremse entleert wird. Da daS Entleeren ebenfo wie das Füllen selbstverständlich nicht in allen I Wagen gleichzeitig erfolgt, so werden auch nicht sämtliche Wagen I I glrick>zeitig gebremst. Erfolgt bad Anstellen der Bremse beispielsweise von ber Lokomotive aus, so werden die hinteren Wagen I des Zuges fpdtcT als die vorderen gebremst und laufen auf diese I auf, wodurch Stöße entstehen, die bei sehr langen Zügen und I unvorsichtigem Bremsen so stark werden, daß der Zug zerreißt. I Wird andererseits zum Zwecke einer mäßig starken Bremsung I auf der Lokomotive nur wenig Druckluft auS der Nohrlcituug ausgelassen, so werden die Bremsen der letzten Wagen bev nicht mehr angestellt. Durch besonders günstige Anordnun.i und I Demesiung irr Rohrleftungen und Schlauchkuppelungen unb durch Verbesserungen der Luftventile können diese Nachteile wohl ver mindert, nach den bisherigen Erfahrungen aber nicht ganz beseitigt werden. Noch penig-w ist eS lnerdurch möglich, rin Versagen der Bremse zu verhindern. Letztere- kann verschiedene Ursachen haben. Die Rohrleitungen sind in sämtlichen Fahrzeugen durch fcäljne abschließbar Wie leicht kann es nun bei starkem Verkehr nach erfolgtem Lokomotivwechsel vergessen werden, bie Hähne zwischen Lokomotive und Wagen zu öffnen. Schon häufig ist e- dem Lokomotivführer dadurch unmöglich llNvordcn, die Beeinfen de« Zuge« auzuziehen. unb mele UnglWfälle smd aut biefen Umstand iurlrfiuftlbren. Der UAelfttmb tfl um fo gröber, al« ber Führer den Fehler auch bet der größten W- merfiomteit nicht rechtzeitig bemerken kann. Wenso gesöhrkich wie das Mesch,»ffenbleiben eine« «bsperrhahne« tst bie Verstopf' ung ber Rohrleitung durch Fremdkörper. Das lüngste größere Unglück in der Nähe von Berlin — der Zusammenftvß zweier Züge bei Groß-Lichterselde^Süd vor einem Jahr bat erwiesen ermaßen hierin seinen Grund gehabt. Andererseits sind auch UnglückSsälle mehrfach dadurch entstanden, daß die in den Wagen nuin- lpeickierte Druckluft allmählich cntltndjfn ist. Alle diese Uebelstänbe werden durch Himufügung der elektrischen Steuerung der Luftdruckbremse vermieden. Sie bewirkt nämlich, Stelle von Prof. Dr. Wellstein an unsere Universität be- > ^cnung «uwo miu uuwi ähwiuuui vv.. Q - unb Sanskritisten Sermann Sünther öraßmann qeboren. un^m^unmo^ ^komotchslihrer imstande, sich ohne »eitere« Nachdem er 1881 am Gymnasium zu Sangerhausen daS ^n Vl überzeugen, daß die Bremswirkung sich den ganzen LebrauitS-Probejahr abgelegt hatte, wurde er 1882 als c-ntlang sortpslanzt, was bei starkem Verkeln, Z 'Sen ordentlicher Lehrer an die Lateinische H°..ptfch..fe der Francke. und Meirknlmmnng^ ^g^r ^Wichtrgkmt ®m »eikret ichi’ii Stiftungen zu Halle berufen unb 1890 zum Oberkbrcr Wag'N die Wirkung der Bremse nicht b-hindert Die befördert. Nach 19jäbriaer Tätigkeit im Schuldienst gab er b.r t>ie besonders im Güterverkehr^eine bedeutende 1899 seine Stelle al« Oberlehrer auf und habilitierte firf)Ronc spielt, ist bei Änwendi'ng elektriscl-er Steuerung ohne an der Universität Halle al« Privatdozent für Mathematik Einfluß auf die ^remSsicherheit, sodaß bic 1902 erhielt er Vrofeffortitel 1903 erfotgte feine^@rJ bic^r fogt- nennnig zum a. o. Profeffor in Holle, ^eme wiffenschaft- „,^„Een Siemens-Bremse sTiTid^n auf der Strecke Berlin—Jüterbog sichen Veröffentlichungen bezogen sich in erster Linie auf die ^-r Militäreisenbahn statt. Eine Vervollkommnung ber eleb Anwendung unb Weiterbildung der von seinem Vater ge- trischen Steuerung wurde aui ber Strecke /^rsin— ^traliunv n- schaffenen mathematischen Methoden. Er beteiligte sich and) ^l'tyru1^ ^iniDcrimu für össnttsi^' Arbriten anfgeftellten an ber Veröffentlichung der gesammelten mathematischen unb spr0(irnmm$ nibSgcnrbeitrt iwrbe, hat sich auf bas beste^ bewahrt phnsikalischen Werke seine« Vater«. unb insbesonben- wurde dabei erwiesen, daß die Steuerung •* Beerdigung. Gestern nachmittag wurde der in I nach mens^ sichem Ennris'n rin Versligon der Bremse au-. s.l'sielft. ber Nacht vom vergangenen SamStag auf Sonntag am hie- ।figen Bahnhof erschoffene Monteur Joseph Lucht autz ANfcKleN. I stöln in Gegenwart seiner Frau auf dem hiesigen Friedhöfe h^ßcn Jahreszeit ist die Insektenplage allgemein. Die ^Wirkung der Insektenstiche ist versckneden: der cme kommt mit einer lleinen. Ixirtni Beule ohne schlimme folgen davon, beim andern entstehen dicke, weißliche Blasen, die tagelang entsetzlich nicken, d-r dritte muß gar den Arzt konsultteren, wett eine große Geschwulst unb Spuren von Blutvergiftung eintrcten. Für berartig empfindlich veranlagte Personen lst ber Aufenthalt im Freien in einer von Insekten, Mucken unb )»arf)tHiegen brimgriurfrtm Gegrnb, zumal in ber Nähe von Gewässern unb vornehmlich an ben zu öenhltctbilbung neigenden schwulen Abenden geradezu eine Tortur, unb sie verzichten lieber am eine Erholung in frischer Luft, als stch ben blutgierigen Stacheln dieser kleinen abscheulichen Plagegeister onszusetzen. Ein sicheres ^cknitzmittel gegen ba8 Gestochemr^erden gibt es nickt bim alle ong-nvenb^en PorkelwungSmaßregeln bieten nur bedingten Schutz. Man muß sich in der Hauptsache darauf beschränken, durch geeignete Mittel die schlimmen .>-olgen des erhaltenen Stiches abzuwenden. ES ist bekannt, daß die Znsikten ben Rauch verabscheuen. Den Raucher verschonen sie wenigstens im Gesicht mit ihren Stichen, solange er eine brennende Zigarre im Munde hat. In Gärten mit vielen Mücken ist man auf । das AuSkunst-mittei gekommen, multrigeS Holz, Ulm genannt, das stark qualmt und den Mensck>en nicht unangenehm riecht, in eisernen Pfannen anzuzünd?n, um wenigstens zeitweilig einen Aufenthalt in ihnen erträglich zu mad>en. Aift^rbem gibt es eine besondere Art von Räucherkerzen, bie man neben lemcm Platz zum Vertreiben der Mücken anzündet. sobald die Rauchentwicklung bei diesen Mitteln aufhört, ist eS natürlich auch mit Bochumer Guß . Harpener Bergbau . . Tendenz: Ziemlich fest. 3»/sProz. Münchener Stadtanleihe von ^904 auS dem Inseratenteil ersichtlich, wird von der L^prozent. ck^ener Stadtanleihe von 1904 im Betrag von 35 Dnlsionen 1 ari ein Teilbetrag von 14 Millionen Mark am 22. August b ?ur Zeickmung arfgelegt. Ter Subs'riptionspreis ist auf 9.' Pi 4 festgesetzt, bis zum Jahre 1909 ist jebmebe Rückzahlung MS grid>lcrffen. Die Bank für Sandel und Industrie Depositenkaiie Gießen ist für Gießen offizielle Zrichnungsstelle. p/ Kohlenaktien-Dividenden. Von dem „Ucberiaii auf die Bergwerke wie das Vorgehen des preußischen Sandiis Ministers u. a. auch genannt wird, erwartet das Gros brr am nfrre seitens ber Gesells^ften eine neue Tivibendenposisik rns fetzt haben die Werke fast ebensoviel abgeschrieben, als sie Dividende zur Ausschüttung brachten. Nun hegt man die von nung, daß die Leiter weniaer um die Zukunft der Aktiona besorgt werden, und ihnen mehr Anteil an bem GegeuwartSgewi zu komm en lassen, meint rin Finanzblatt. ,^on kann ^ußerdc nickst wissen, so deduziert bic Börse, wie lanv- MMister noch im Amte sein und ob sein Nachfolger nickst andere l zipien bezüglich der Derstnatlicksting haben imrd. Aus alle Val ßrtsr Jft 3.. m. w«; den Kräfte,i deS Börsenverkehi-S nach bev einen oder anbeven juw tung gehören die Gerüchte In den letzten 4 Jahren dürste " jedoch noch niemals eine fo gerüchtte>che Zett gegeben haben, Landwirtschaft. Voller Rahmgehalt, überall käuflich. Winterschulbezirk Wei S ■ hr 8n.7tM’ Krieskasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben uuberückfichtigtZ C. W. Die Gesuchsteller haben sich direkt an die hiesige Betriebs-Inspektion zu wenden. nun et •U. Ulm gmcnr naipntbci ritdr. n? KiTriig tfcr iblzabm gibt d an ntda sein« resI’A M z bitifi n- ■Ä'tAt Nuaf bc» e> y.gtn be? ti» - ä« 3Ä "■a fit wnigftfc? Zlnivelstläts-Hiachrlchlen. Wie die „Tagt. Rundschau" erfährt, hat Prof. Ludolf Brauer aus Heidelberg einen Ruf nach M a r b u r g als Letter der medizinischen Poliklinik angenommen. Thorn, 17. Aug. lieber einen polizeilichen Mißgriff wird folgendes berichtet: An einem der letzten Abende ging die Schauspielerin Frau Jahn, die in Thorn ihre Niederkunft erwartet, die mit ihrem Manne nach Mocker führende Straße entlang. Das Ehepaar geriet unterwegs in Meinungsverschiedenheiten mit einander, die in einen Wortwechsel ausklangen. Plötzlich trat ein Schutzmann an die Frau heran und sagte ihr, sie sei eine lüderliche Dirne und müsse ihm zur Wache folgen. Den Einwurf des Mannes, daß es seine Frau sei, wies der Schutzmann barsch mit den Worten zurück: ,Das kann jeder sagen". Trotz des Protestes beider Personen wurde die Frau auf die Polizeiwache geführt und mußte bis zum anderen Morgen im Polizeigewahrsam bleiben. * Paris, 17. Aug. Aus Chambery wird gemeldet, daß 10 Hektar Wald durch eine Feuersbrunst zerstört wurden. Cavalese (Tirol), 17. Aug. Ueber die Ortschaften Molina und Predaja ging gestern nacht ein Wolkenbruch nieder, bei welchem fünf Personen umkamen. • Zum Waldbrand von Primkenau. Wie die „Norddeutsche" erfährt, sandte der Minister der öffentlichen Arbeiten, v. Budde, sofort nach Bekanntwerden des großen Waldbrandes bei Primkenau einen Kommissar an die Brandstätte, um mit den beteiligten Behörden die weiter zu ergreifenden Maßnahmen, insbesondere auch wegen Beseitigung eines etwaigen Notstandes bei den durch den Brand Geschädigten festzustellen. Die Kaiserin sandte zur Linderung der Not im Gebiete des Waldbrandes Baracken des Roten Kreuzes zur Unterbringung der vom Feuer Betroffenen. Herzog Ernst Günther und Prinz Friedrich Christian von Schleswig-Holstein spendeten je 600 Mark. * Infolge der Dürre in Schlesien wurden einige Regiments- und Brigadeübungeü im Gelände a b b e st e l l t. Hausfrauen gebrauchet Kondensierte Alpenmilch Nestle vermischtes. • Berlin, 17. Aug. Auf Antrag des Untersuchungsrichters bei dem Landgericht in Zwickau wurden gestern durch einen sächsischen Kriminalbeamten im Einvernehmen mit der Karlsbader Polizei zwei Bedienstete der Internationalen Schlafwagengesellschaft in Paris, namens Dudeck und Bachem aus Berlin, verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis m Zwickau eingeliefert. Die Verhafteten werden der Begünstigung beschuldigt. Sie stehen in dem dringenden Verdacht, dem im Dezember vorigen Jahres nach Unterschlagung und Diebstahls amtlicher Gelder flüchtig gewordenen Gemeinde- und Sparkassenkassierer Colditz aus Niederplanitz in der Absicht, ihn der Bestrafung zu entziehen, wiffentlich Beistand geleistet zu haben. * Ham bürg, 17. Aug. Die Frau eines Fischers siel an ihrem Hochzeitstage ins Wasser und ertrank. Ihr Mann erhängte sich daraufhin. Familien Nachrichten. Gestorben: Frau Luise Logt, geb. Vitriarius, in Friedberg. Marie Clise Schneider in Alsfeld. Kunst und Wissenschaft. Die grobherzogliche Kabinettsdirektion in Darmstadt als Verwaltungsbehörde der Ausftellung der Darmstädter Künstler-Kolonie 1904 hat auf Ersuchen des Rhein-Alürttschen Verbandes für Volksvorlesungen und verwandte Bestrebungen d.n minder bemittelten Bevölkerungskreisin aus den angeschlossenen Verbandskörperschaften den Besuch der Ausstellung zu dem ermäßigten Eintrittspreis von 25 Pfg. gestartet. Namentlich für Angehörige des Bau- und Kunstgewerbes ist diese Vergünsttgung von großem prakttschen Werte. ahn- und Haarpflegemittel, Parfümerien und #> Toilette-Artikel liefern in bester Qualität an Jedermann zu Fabrikpreisen. — Preisliste umsonst M. Schneider & Co., ESS; Strassburg L L Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redattion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zn der am 20. L M. stattfindenden Gemeinde rats- wahl zu Eberstadt möchte der Einsender alle vernünftig denkenden Wähler auffordern, .ihre Stimme nur umsichtigen, charaktervollen Mannern zu geben. Können doch hier nur Männer gewählt werden, welche nicht nur den Namen und die Ehre von ihren Gemeindeangehörigen haben wollen, sondern denen auch das Wohl ihrer Gemeinde am Herzen liegt. Hat doch der Einsender schon oft beobachtet, daß etliche Gemeindebürger anderen bis in späte Nacht hinein freie Zeche gewährt haben und wohl noch mehr tun werden, um damit die Bürger anzu- werben. . Also, Wähler, laßt Euch nicht bestechen durch Wirtshausspenden, sondern durch besonnene und unbeeinflußte tüchtige Gesinnung. Einer für Viele. «’M. ’(h| ■ 'Jinrt5'nlen “7* ^Mein. “ bam, ent. Jütinnen, ikÜ 2*?^ fintrden. tat Eutern* 1 ^Miezen • v*OQptni unt stvüler lieber air -•r.mgai 6faMs’ 5 ob-, VsÄ . • '■ ^Tt. -,T Fötigen 1^. ?utnboB J’ kr 4 : tins ' k bewährt -?frung ^Elich fett Januar dss. Jrs. bis in die letzten Tage. Dabei hielten sich die fruchtbaren Gerüchte, also diejenigen, die sich bestätigten, neben den unfruchtbaren, die sich nicht bestätigten, bis jetzt so ziemlich die Wage. In der letzten Zeit jedoch überwogen die letzteren, ganz besonders inbezug auf die Hiberniaverstaatlichung. So wurde schon zu Schluß der vergangenen Woche das Gerücht'laut, die preußische Regierung habe die Absicht, die zusammengekansten Hibernia- Aktteii, wenn damit die Verstaatlichung des Unternehmens jetzt nicht durchzusetzen wäre, als Großaktionäre zu erwerben. Ein Berliner Blatt meldete schon ganz bestimmt, daß die Seehandlung den Hiberniabesitz der Dresdener Bankengruppe bereits übernommen habe und andere Blätter meinten, wenn die Regierung sich zu fiskalischem Aktienbesitz entschließe, werde sie sich nicht auf den Änkaui von Hiberniaaktien beschränken. Nun sind alle diesbezüglichen Gerüchte wieder einmal dementiert worden nnb es wird aus Berlin gemeldet, daß nach authentischen Angaben die Gerüchte vollständig ans der Lust gegriffen seien. An der gestrigen Börse ist der übrigens charakteristische Fall eingetreten, daß in Hibernia fein erster Kurs und später auch kein Umsatz festzustellen war. So wird von Berlin gemeldet. In Frankfurt a. ist das Gleiche der Fall gewesen, denn auch hier waren die Aktien gestrichen. Hannover, 17. Aug. In der heutigen Aufsichtsratssitzung der Gelsenkirchener Bergwerks-Akt. -Ges. wurde beschlossen, vorbehaltlich der Genehmigung der Generalversammlung eine Interessengemeinschaft mit dem Aachener Hütten -Aktienverein und dem Schalter Gruben- und Hütten verein abzuschließen, auf der Grundlage, daß der Gesamtgewinn aller drei Gesellschaften im Lerhällnis von 69 Teilen auf Gelsenkirchen, von 31 Teilen auf Aachen und von 25,5 Teilen auf Schalke entfällt. Die Gelsenkirchener Gesellschaft beabsichtigt ihr K a p i t a l um Mk. 5 6 VL Mill, z u erhöhen und den Aktionären der beiden anderen Gesellschaften den Umtausch ihrer Aktien in dem oben genannten Verhältnisse anzubietem Berlin, 18. Aug. Die /Verl. Polit. Nachr." erklären in -einem längeren Artikel, dieAnkäufe derHibernia-Aktien feien auf die Initiative der Regierung, und nicht für private Rechnung erfolgt. Daher sei es auch ausgefchlofs en, daß die Regierung ihren Pla»i aufgebe. Märkte. Limburg a. d. L., 17. Aug. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen, neuer, 14.50 Alk., weißer Weizen 00.00 Alk., Korn, altes, Mk. 0.00, neues 10.50 Alk., Gerste 0.00 Alk., Hafer 7.50 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. Wetzlar, 17. Aug. Ueber D ü n g u n g s v e rf u ch e im Wetzlar berichtet die neueste Nummer der »Zett- >. Vereins für Rheinpreußen" folgendes: ,Jm bedeutenden Erttagsunterschiede bei gleichen Düngermengen hatten ihren Grund vornehmlich in dem Anbau verschiedener Rubensorten, von denen die Eckendorfer und Leutewitzer Höchsterträge lieferten. Bei einem Versuch waren bei Anwendung von Chilisalpeter, Tho masmehl, 40 Proz. Kalisalz und Stallmist der Roh- und Reinertrag am höchsten. Die Versuche in Launsbach und Niedergirmes zeigten, daß dem Kali eine sehr günstige Rolle bei der Erhöhung der Erträge zuzuschreiben ist. Am rentabelsten erwies sich hier die Anwendung von Thomasmehl und Kalisalz mit einem 93 All. pro Hektar erzielten Reinertrag, dann Chilisalpeter und Kalisalz mit 44 Mk. Zn Schmalbach brachte die Volldüngung mit Stallmist zusammen die höchsten Roh- und Reinerträge." scbrift des Landw. W.-Sch.-Bezirk Wetzlar wurden Rübendüngung"sverfuche in vier Gemeinden ausgeführt, um zu zeigen, daß die Anwendung geeigneter Kunstdünger mit und ohne Stallmist recht lohnend sein kann. Für den Versuch wurde überall Lehmboden gewählt. Die r# st Iren Cv) . G) 2 Hl 5 -s CD & O - c R (fl S © ö) =j 3 Cu 3 5 SS 63 S 3 5 3 D £ ® (/) & ä H 5 ” 5 » p> SU 5 M -ti" □ CD 3. 5 ts r--3 ro 3 X & ~ 3 n P 2 CP ? 3 CD# 9 68 3 V! (0 6) >8> 3 < D 1 V) ff er N L1-a 9 p 3 £ CP E lO 'D • 1 >v a 1 P 3 • Z-- e» &S. 3 5 K/) 10 ie cn 7 S ro •cm r» j. *-( 'Sv rt> p H 3 CP - VW * » 2 (5) " % • Ä St g S o a (si 8-3 S- ? -<8 Ocp CQ P 3 er Sv -1 Tcgftfn to- nt ai ba ff •r* dM W 1 ü nw —r. ÖD 3 ■5 »5,18 3 S p" S T^rr; t bslmött Ä ö - flkttti. v -7 •■’S®» «V , -L' f §3 CP ■ S ro er eo—•»**-3 SS K o ! Ö* P d 3 3 § § *11®»^ -ti B» P1 «trxii krrf ’ 1 Orf* 1 Asva J 1--" • äB 3 3 3 Uti 3 3 r CD L § S' p- ® S Ö _ öS P O 3 t-r 2. M. Geeenagel, NenenhÄoe 10. Rod. Hecker. Brandga«M 4. Wlh. H*ae. Bleichstr 18. Wlfh Klaren hoch. Wetzetcing. 15 L Kalkhof Nachf. We*tanlage5 Adolf Lenhardt, KJiniketr. 22 Königlichen Filialbank, Königlichen llauptbank, Vereinabank Nürnberg, Königlichen Filialbank, Einsicht offen. Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt ver-1 in schloffen und mit entsprechender Aufschrift versehen an unS in einzureichen. — ZuschlaqSsrist 3 Wochen. Gießen, den 16. August 1904. ®1I/e|la Städtisches Tiefbauamt. Braubach. J. Marker, Goethertr. 54. Auqest Noll II.. Bahnhofotr. 61 Gebr, Noll.. Bahnhofwtr. H. C Roth II. Nacht, Wallthontr.5 Rohstoff Verein, Wetzstein#. 5 Carl Seibel, Frankfnrterstr. 76 L. Stelnhäawer, Nencnblue 18. Bank von Flsasa und Lothringen. Hank für Handel und Industrie, Depoeitenkasee Ottenbach, Oidenbnrgischen Spar- und Leihbank, Reb. Stahl. Neustadt 21/23 Avq. Walleafele. Marktplatz 15 Geerf Wallenfels, Marktphtz21 urnnami, juimnevr. " i LrüTFOM-Lacrpr: G. I. Kahn. GrönneLinden: L M agea X., Alleinverkauf V", Vergebung von Banarbeiten. Die zur teilweisen Umdeckung deS DacheS auf dem alten Lagerhaus des Großh. Hauptsteueramts zu Gießen erforöer- lichen Tachdeckcrarbeite« sollen unter Zugrundelegung deS MinisterialerlaffeS vom 16. Juni 1893 auf dem Wege schrist- Darnisladt, den 9. August 1904. Kaiserliche Ober-Postdirektion. I. V.: Köstermann. Met« Offenbach a. M. Oldenburg Passau Rrgonnbnrg Schweinfurt Straubing Roetock Strassburg 1. E. die daa Schnhglanzrnittel Galop- Crtme Pilo besitzt, besteht darin: Es giebt rauchen, tief ach warzen Glanz, greift da* feder nicht an, beschmutzt die Kleider nicht. der Königlichen Filialbank, dem Bankhanse Bcrnhd. Loose * Co., der Nordwr*tdrnt*chen Hank. Kommandit-GeaeliHchaft au! Aktien, der Schlrelnchen Landnchaftlichen Bank Debet deren Zweigstelle«, der Breslauer Dlnconto-Bauk, dem Bankhauae Manor * Plaut, Nom. Mk. 35,000,000. der Verdingung Die Erd- und Maurerarbeiten für die Ueberwälbung bei der Preussischen Central-Clenossrnsehaftskaase, der Bank für Handel und Industrie, dem Bankhauae Robert Warschauer * Co., der Filiale der Bank für Handel und Industrie, dem Bankhaus L. * K. Wertheimber, Denhchen Effekte*- und Wecheel-Bank, der Mecklenburgischen Deponltenkaaae der Bank für Handel und Industrie Bank für Handel nnd Industrie, Filiale Straeeburg LE-, Bank von Elsass nnd Lothringen, sowie bei deren Filialen in Mülhanso» ___Königlichen Filialhank. dem Bankbaase A. F Wa*«crm«nn. dem Bankhaus Hermann Hellmann, Bekanntmachung. Samstag den 20. August 1904, nachmittag» 1 Uhr, werde ich in Cölbe bei Marburg 1 alten Pulsometer, 1 Dampframme, 1 KreiSsäge-Ein- richtung, 1 alten GaS,notor, 2 eiserne Pumpen, Reib- bahnschienen, 1 Schuppen mit Ziegeldach, 1 Bücherschrank, 2 komplette Betten. 2 Kleiderschränke. 1 ®rf- schrank, 1 Waschkommode, 1 Kommode, 1 Hahn, 18 Hühner, 1 Enterich und 3 Enten öffentlich meistbietend gegen Barzahlung zwangsweise versteigern. Zusammenkunft im DahnhosShotel Peter daselbst. Marburg a. 2., den 18. August 1904. 6936 91 öftrer, Känigl. Gerichtsvollzieher. Der frühere Schlote der Zeichnungen bleibt vorbehalten. Anmeldeformulare können bei den vorbenannten Stelle« zogen werden. 2. Der Zeicbnungipreis beträgt 99*/. zuzüglich »'/. */» Stückxinsen vom 1. Juli bis mm Tage der Abnahme. 3. Bei der Zeichnung ist auf Erfordern der Zcichenstelle eine Kaution von 5e/e des gezeichneten Nominalbetrag* h oder in marktgängigen Wertpapieren zu hinterlegen. 4. Die Höbe der Zuteilungen bleibt dem Ermessen der Zeichenstcllen überlassen Den Stempel der Zuteilungs-Schi®5"10^ trägt der Zeichner zur Hälfte. q 5 Die Abnahme der zugeteilten Beträge hat gegen Zahlung des Gegenwert« hi der Zeit vom 27. August hu ov. oop tember zu erfolgen. in München in Nürnberg in Amberg ) in An«*barh > in Augsburg J In Bamberg Berlin, Frankfurt s. M., Nürnberg, im August 1904. Bank für Handel und Industrie. Bekanntmachung. unftr $xinbrl«rfunflcn; ^nhnber: ffuflen «Rflflfle. d«rg. Kaufmann, Hungen. «nflegebtner