TT (SMtea Blatt 154» Jahrgang Freitag 18. März lv04 ial. in dem Prozeß M zl ifi, am 14. tejeink TOiitweie händlrnli K. iq ermorde, unb Urteil geiprochm. ?n ^arbeit und lebenSlar.: Er nahm das Ito. Kirche und Schule. ~ Soeben erscheint in den hessischen Tageszeitungen ein Aufsatz über den in der Zeit vom 4.-9. April l. I. zu Nürnberg stattfindenden 1. Internationalen Kongreß für Schulgesundheitspflege, von dessen Wiedergabe wir hier absehen zu können glauben, da wir im vorigen Monat über die Vorbereitungen zu diesem Kongreß berichtet haben. Bekanntmachung. Die Goethe st raße zwischen SelterSweg und Süd- anlage wird wegen Vornahme von KanalifationSarbeiten von Montag, den 21. d. Mts. an bis auf weiteres für den Fuhr- weiks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 17. März 1904. Groß herzoglich«"^ 'Bnineiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Die Walltor st raße zwischen Braugasse und Nord- anlage wird wegen Vornahme von Kanalisatiosarbeiten von Mc ntag, den 21. l. MtS. an bis auf weiteres für den Fuhr- weitks- und Fahrradoerkehr gesperrt. Gießen, den 17. März 1904. Großherzogliche« Bolizeiamt Gießen. Hechler. loS haben die Japaner die Bevölkerung gegen die Nüssen aufgehetzt. Einer Meldung auS JrtttSk zufolge hat Fürst Chilkow die Eröffnung der Bahn um den Baikalsee zum 14. Avril in Aussicht gestellt. Von hier ist ein Teil deS Luftschifferparks auf den Kriegsschauplatz entsendet worden. In Antwerpen rief die Meldung große Ucberraschung hervor, daß die russische Regierung 20 englische Dampferaechartert habe, um Eisenbahn- und Kriegsmaterial nach Port Arthur zu transportieren. Die Dampfer sollen ihre Ladung in Antwerpen, Hamburg und Cardiff an Bord nehmen. Die Versicherungssumme, welche in Loudon für die Dampfer abgeschlossen worden set, belaufe sich auf eine Million Mark für jedes Schiff. Der erste dieser Dampfer soll Ende dieses Monats Hamburg verlassen, die übrigen sollen so ab gehen, daß sie Ende Mai die asiatischen Gewässer erreichen. Der dieslvuchr -ü! Düieq an.cui.. am W '.flnöen LdMw. stüif ’n, etwa '- -'i fronen. {fit daS'.ch anDjc^aft, bit toi-' eg an den Alaü ivaxtt bne'üL pröt e. Aan^Un, Wllldr W i schüft in atot mmei schwerer, die nri nd zum scn, welche in \tW ehr belebt Sei*’; j m P-°«i»i- eginnt, W* ■lebt reite fii die 8® ;' jitb, mit to* eelmbt tiaren, n»- anS *' fit zu erzielet / unb tiageti l ne >u ^5« r de»,K»i lk, 3. Sorte in P* , - M *•' ’smÄ »X --'"L de- M: *S5fe 1 Deutsches Reich. Berlin, 17. März. ?n Trip olis geht das Gerücht, der Kaiser werde zum Besuche dnrthin kommen. Tas Gerücht tritt umso bestimmter auf, als seit einigen Tagen zwei hohe deutsche Offiziere sich dort aufhalten. — Kaiser Wilhelm hat den König von Spanien zum Admiral der deutschen Flotte ernannt. Der Dampfer „König Albers und der Kreuzer „Friedrich Karl" haben Kap Carvoeiro auf der Weiterfahrt nach dem Mittelländischen Meer gesichtet. Hamburg, 17. März. Anläßlich des Stapellaufes des großen Touristendampfers „Meteor der Hamburg-Amerika-Linie hat der Kaiser cm Generaldirektor Ballin das folgende Telegramm gerichtet: Mit Freude habe ich Kenntnis genommen von dem glücklich vollzogenen Stapellauf des „Meteor. Ich begrüße diesen Zuwachs der Hamburg-Amerika-Linie, welcher bestimmt ist, auch weniger begüterten Landsleuten Gelegenheit zu geben, fremde Lander selber kennen zu lernen, mit besonderem Interesse. In der Hoffnung, daß die Hamburg-Amerika-Linie unter der bewährten Leitung auch auf diesem Gebiete gute Erfolge erzielen wird, wünsche ich Ihnen viel Glück zu diesem neuen Unternehmen. Wilhelm. Braunschweig, 17. März. Die Vorlage Mer die Warenhaus st euer wurde heute vom Landtag angenommen. Danach wird von den Warenhäusern eine Umsatzsteuer von 2 Proz. erhoben, welche zur Förderung des Kleinhandels und des Handwerkerstandes im Herzogtum Braunschweig verwandt werden soll. Zweidrittel der Einnahmen sollen den Gemeinden, ein Drittel der Staatskasse überwiesen werden. Ter Landtag nahm ferner eine Vorlage an, wonach den Frauen die Teilnahme an öffentlichen Versammlungen gestattet ist, soweit sich dieselben nicht mit politischen Angelegenheiten befassen. Bisher war im Herzogtum den Frauen die Teil- nahme an Versammlungen überhaupt verboten. * y HP'* Kr. 66 •rfdtelnt täglich außer SonnlagS. vr>n Gießener Anzeiger ivecden im Wechiei mit Ibtm kesfischen Landwirt bi« H'tßener §anüUen- HfltUt viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'scheu Uiiwerl.-Buch-u, Steindruckerei. 9L Lange. Redaktion, ErvedUioa und Druckerei: Schul st raße 7. Sbrefle für Deveichen: Anzeiger Gießen. FkNniprkchanichlußVr 51. parlamentarisches. IN der Budgetkommission des Reichstages wurde heute die Tebatte über die I i n an z r e f o r m fortgesetzt. Nach längerer Beratung wurde ein Antrag Müller- Fulda (Ztr.) angenommen, der Reichsschatzsekretär möge eine Denkschrift über bie finanzielle Sage ausarbeiten. Alsdann ging die Kommission zur Besprechung des Berichtes über die Lage der Reichsbank über. München, 17. März. Ter Kammer der Abgeordneten ging ein Gesetzentwurf zu, der für den Bau von 30 Lokalbahnen im rechtsrheinischen Bayern und der Pfalz ins- gesamt 33 760000 Mk. fordert. 3»üanr i i ’bt, ttiit »onat bQlt1al8 !nl S Mte Ää andere m v tDe|h: '*>' «.»in ^eibe Ltucke zu eme ?■ *aL4.n, nach / ^ohl zu schwer mir eilte Mot“ ,.c ynet werden: :r. öantbar und btijfc ? utcht wasserdicht ltthrt, ähnlich oii' btt beiden EhcMr „2er Dieder :n für den nächstenI 1) ist kurziveiligei 2 ^schließlich nur dir Zechers, der fein i • GletzenerAMgerW w General-Anzeiger ® ** SEK _ _ . . a den pollL und allgem. Amts- und Anzetgeblatt für den Ureis Gießen MGZ ________________________________________________________ zeigentetl: Han« Beck. per Krrea zwistSen Japan und Dußland. Neues Unheil in Port Arthur. Bei dem Einlaufen in den Hafen von Port Arthur stie ß am 16. d. M. der russische T o r p e d o j ü g e r S k o r y auff eine Mine, die von ihrem Platze abgetrieben war, lind flog in die Luft. Nur vier Mann von der Be- satzZmg wurden gerettet. Ter Beamte für diplomatische Angelegenheiten beim nisiiischen Statthalter Alexejew telegraphiert aus Port Arlthur vom 16. März: Tie Meldung englischer und eng* lisck-*chinesischer Zeitungen, Port Arthur sei von den Japanern besetzt, stehe in Flammen, werde von den binrvohnern verlassen und ähnliches, sind reinste Erfind- imgam. Außer fünf Toten und Beschädigungen einiger hänsser hatte das Bombardement vom 10. März feine stolzen. Eine briefliche Meldung aus Port Arthur besagt, daß die Besatzung dieses Platzes 2500 Mann stark sei. fcrnier wird berichtet, General Kuropatkiu werde sein Hauptquartier in Liaujang aufschlagen. Weiteres zur Kriegslage. 'Ter „Rufs. Tel.-Ag." wird aus Liaujang gemeldet: Ge- tierc l Kuropatkiu saubre an den vorläufigen Befehls- babcr der MandsckMeiarmee, General Linewitsch, der siä gegenwärtig hier befindet, folgendes Telegramm: Ich begrüße Sie und die von Ihnen befehligten Truppen. Möge Poti Ihnen helfen, bei dem schwierigsten Teile des Problems zum Ziel zu gelangen. Ich würde glücklich sein, Sie oudi fernerhin an der Spitze der Truppen zu sehen, die den Willen des Kaisers gemäß mir anvertraut sind. Ich baist', daß Sie dieselben, so lange die Hauptgefahr droht, nicht: verlassen werden, denn die Truppen gaben volles Vertrauen zu Ihnen. General Linewitsch besichtigte die strategischen finffte der neuen Befestigungen von Niutschw ang und mbrrc Plätze in der südlichen Mandschurei. Das Wetter ii! unbeständig. Es herrscht Frost und Schneesturm. Cine bei Lloyds aus Niutschwang eingegangene Depesche meldet: Der Hafen wird zwischen dem 25. und 30. März tibirei sein. Es sind schon Dampfer gechartert für die Mlisahrsladung. Das Gerücht, daß Niutschwang nächstens cnti(‘griffen werben würde, ist unwahr, ebenso das Gerücht, ,bfi die Russen querab von dem Fort Minen zu legen suchen. "JoS Geschäft geht wie gewöhnlich. Die Jivilbehörden tun was in ihrer Macht steht, um die Haudelsinterefsen iyr Chinesen wie die der Fremden zu fördern. Auch sind HjIw Anzeichen dafür vorhanden, daß irgend eine Störung i befürchten sei. Die Japaner landen wahrscheinlichi tin bet Kaitschoubai Truppen, um die Haupteisen- Wrulinie ab zu schneid en. 2er Pariser „Matin" veröffentlicht aus Tokio eine an- sc-ll:ch aus sicherer Quelle stammende Nachricht über die Mtärischk' Situation. Japan habe mit seiner erften Htrnee, 70000 Mann stark, den Norden Koreas be- IfltS B; eine zweite ebenso starke Armee sei in Gens an Mündet und bereit, demnächst nach einem unbekannten Be- stfurnungsort eingeschifft zu werden. Die Mobilisation ancT dritten Armee habe seit dem 7. März be- (prien. 2000 Mann von der koreanischen Armee, die UliLrin Söul standen, haben jetzt Befehl erhalten, in nörd- Ily?rMichtung vorzumarschieren. Sie sollen aber nicht als L-i?gführende au den Feindseligkeiten teilnehmen, sondern lll-P o lize i tru p p e die Aufrechterhaltung der Ordnung in jetnen Landesteilen sichern. In Söul ist Marquis I t o eingetroffen. Er wurde jju 5er koreanischen Regierung in feierlicher Weise begrüßt. iLmittelbar nach der Ankunft in der Hauptstadt wurde der Mrcmis vom Kaiser von Korea empfangen. Aus Söul wird ferner telegraphiert, Korea räume Fiinidlich' mit politischen Verbrechern, Räubern und unehr- &ttt Beamten auf. In den Gefängnissen finden täglich §ot Hauptungen statt. In drei Nächten wurden 4Ö ffer sonen hingerichtet. 22er „Köln. Zig." wird aus Petersburg gemeldet: Me Mimrehr festgestellt ist, kaperten bisher die Japaner ' russische Dampf e r sowie 13, Jndustriegesell- 'i&itbn gehörende Handelsschiffe. 'MuS der Mongolei und einigen Punkten der Maudschu- '^Z'iihn kommt die Meldung, die örtliche Bevölkerung ufigtere sich, den Russen Vieh zu verkaufen. Die Gesuchen ‘Str'beiter stellen die Arbeit ein unb gehen ins . terre des Landes. Weiter erfährt man, daß bei einem • chines'schen Kaufmann zwei Geschütze sowie Gewehre i ::nb Patronen gefunden wurden. Bei der Station Larna- 1: ir.btMfg wurden vor der Ankunft des Militärzuges von den 1 Efintt|en einige Schwellen auf die Schienen gelegt. ZweifelAusland. London, 17.März. Ter Herzog von Cambridge ist heute gestorben. Georg Frederick William Charles, Herzog von Cambridge, ist zu Hannover 1819 als Sohn des Herzogs Adolf und dessen Gemahlin, Prinzessin Auguste von Hejsen-Kassel, geboren. Er erhielt durch Parlamentsakte eine jährliche Apanage von 12 000 Pfund Sterling. 1854 wurde er Generalleutnant, erhielt in demselben Jahre das Kommando der ersten Division in dem nach dem Orient bestimmten Heere und machte die Schlachten an der Alma und bei Inkerman sowie die übrigen Kämpfe vor Sepastobol mit. 1856 wurde er General und Oberbefehlshaber der englischen Armee, welchen Posten er bis zum Jahre 1901 bekleidet bat. In seiner einflußreichen Stellung hat er mannigfache Reformen im englischen Heerwesen durchgeführt, wozu die Abschaffung der Prügelstrafe, die erleichterte Feldausrüstung, die Einführung von Prüfungen für die Offizierskcmdidaten und anderes mehr gehören. Ter Verstorbene war Chef des preußischen Infanterieregiments v. Gäben, englischer und preußischer Jeldmarschall. Er war morganatisch mit einem Frl. A airbr o ther vermählt. Seine Kinder aus dieser Ehe führen den Namen Fitz-George, aber feinen Adels- Titel. Paris, 17. März. Ter Handelsminister eröffnete heute vormittag die erste Pariser Messe. Tieselbe findet nach dem Vorbild der großen Leipziger Messe in der ehemaligen Markthalle Du Temple patt, die jüngst ihrer ursprünglichen Bestimmung entzogen wurde. Turin, 17. März. Als der Herzog von Aosta fein Vetter des Königs von Italien) heute abend mit dem Ordonnanzoffizier Tnrirn einen Spazierritt machte, machte das Pferd des Herzogs einen Seitensprung, wodurch der Herzog gegen einen Baum gedrängt wurde. T-r Herzog kam zu Fall und wurde ins Schloß gebracht. Professor Carle und Oberstabsarzt Cavallerteone haben die Behandlung übernommen. Tas heute abend 10 Uhr ausgegebene Bulletin besagt, daß der Herzog das linke Bein ge- b r och en hat. Wien, 17. März. Abgeordnetenhaus. Bei Beginn der Sitzung beantwortet der Ministerpräsident von Körber die Interpellation betr. die Angriffe auf das tschechische Vereinshaus int 15. Wiener Gemeindebezirk. Es sei zu einem Konflikt gekommen, wobei mehrere Personen verletzt wurden. Es seien Vorkehrungen getroffen, um solche Exzesse in Zukunft zu verhindern. Ter Ministerpräsident gibt sodann in Beantwortung einer Interpellation eine Darstellung der Vorgänge bei dem Kubelik-Kon^ert in Linz. Tie Regierung verurteile die Vorgänge uno besage, daß der Künstler bei einem Wohltättgkeitsakte der Zielpunkt von Beleidigungen gewesen sei. Auf die Angriffe, daß die Regierung die Schuld an diesen Vorkommnissen trage, wolle ,er nicht antworten, solange hierfür kein Beweis gebracht sei. Es würden solche Vermutungen von allen verständigen Menschen verurteilt. Athen, 17. März. Für den Empfana Kaiser Wilhelms werden hier bereits große Boroerettunge« getroffen. Aus Stadt und Land. Gießen, den 18. März 1904. ** Eine Anzahl von Adreßbüchern liegt unseren Geschäftsfreunden zur Einsicht und zur Benutzung in unserer Geschäftsstelle aus. Es sind folgende Adreßbücher: Von Düsseldorf, Halle, Würzburg, Rostock, Hof/ Göttingen, Stuttgart, Hamm, .Greifswald, Köslin, Bonn,! Worms, Lüneburg, Mannheim, Heidelberg, Münster L W.^ Köln, Hagen i. W., Marburg, Hanau, Rathenow, Brandenburg, Erlangen, Adreßbuch vom deutschen Buchhandel, Berlin, Deutsches Reichs-Yldreßbuch, Gießen. ** KrerSauSschuß-Sitzung. Samstag,'den 19.1.Mts. vormittags 9 Uhr findet im Sitzungssaal des RegierungSge-^ bäudeS hier, Brandplatz Nr. 9, eine öffentliche Sitzung be§' KreisausjchuffeS mit folgender Tagesordnung statt: 1. DaS Faselwesen in der Gemeinde Beltershain. 2. Gehalt des Gemeindeeinnehmers zu Langd. Hieran schließt sich eine' nichtöffentliche Sitzung. •• Hessisch-Thüringische Staatslotterie. 58ei' der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 99711, vier Gewinne von je 6000 Mk auf Nr. 6526 11696 36593 90930, Gewinne.' von je 3000 Mk. auf Nr. 6163 7034 14088 16464 17069; 21551 22424 42584 61292 61316 56077 63289 70676’ 71085 74731 79361 84227 91016. (Ohne Gewähr.) ** Theater-Verein. Nachdem sich da8 Wiederaus-, treten von Frl. Hell berg in dieser Spielzeit als unmög-^ l i ch herausgestellt hat, ist der Vorstand des Theatervereins mit Frl. Leonie TalianSky am Hoftheater in Wiesbaden in Unterhandlung getreten. Diese hat sich bereit erklärt, die Nolle der Agnes in der .Schule der Frauen^ zu übernehmen, kann aber ihr definitives Auftreten erst morgen, nach Bekanntgabe des Wiesbadener SpielplanS geben. Fräulein' TalianSky möchte dann weiter noch die Marianne in den „Erchristen^ spielen. Auch dem Gießener Publikum dürfte Frl. TalianSky als eine der ausgezeichnetsten Naiven schon halbwegS bekannt sein. Vor dem Wiesbadener gehörte sie dem Neuen und dem Berliner Theater in Berlin atti 2ln letzterem schuf sie u. a. die Rolle der Käthi in Alt-^ Heidelberg. *♦ Neubau der höheren Töchterschule. In einer, gestern nachmittag stattgehabten Kommissronss^tzung, wobei Architekt Hans Meyer uni) der Vertreter des städtischen Hochbauamts, Gerbel, anwesend war, wurde vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung enb^ giltig über die Ausführung des Töchterschulgebäudes an der Nordanlage Besch»luß gefaßt. Man erfährt übrigens, daß die Baukosten sich auf 450—500 000 Mk. stellen werden. ** 53 o n der Kanalisation. S^it über einer Woche ist man am Kreuzplatz dabei, eine größere Ausschachtung vorzunehmen, die häufig das Verwundern Vorübergehender erregt. Allerdings glaubt man es hier mit einer Baugrube zu tun zu haben, welche jwr Aufnahme eines Gebäudefund-a- ments dienen soll. Nach einer Erkundigung beim städtischen Tiefbauamt ist nun allerdings nicht daran zu benfeit, daß auf dem schon engen Kreuz noch ein Gebäude seinen Platz erhält; vielmehr handelt es sich dort um die Anlegung eines größeren Schneeschachtes. Es wird dort, wie im verkleinerten Maßstabe bereits am Marktplatz, in Verbindung mit dem S4elbau ein gruben artiger Raum hergestellt, in welchem im Muter der gefallene Schnee von den Straßen hinabgeworfen wird, um durch das warme Wasser des Kanals aufgetaut unh fortgeschtwemmt zu werden. Eine ebens- solche Anlage ist auch noch am Brandplatz geplant. ** Zur Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes hat der evangelische Pfarrverein iw Oberhessen, wie uns mitgeteilt wird, vor einigen Tagen eine Resolution gefaßt, worin das stete Zurückweichen der Reichsregieruug vor der Macht des UlttamontaniSmus tief bedauert und cS für eine Pflicht der deutschen Pfarrvereine gehalten wird, iyre 9000 Mitglieder aufzufordern sie ihre Gemeinden auf die drohende «“--montane Gefahr aufmerksam machen 3-4 recytem Kämpf für das Wohl Der Geschäft?. im Auf das Benefiz Frl. Margarethe Inserat bekundet, statt. Nach dem einige genußreiche 201.70 219.90 134.60 190.60 201.50 220.10 134.80 192.25 194.75 Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . sch en Gesangvereins findet, wie ein morgen und Sonntag im Neuen Saalbau Programm zur urteilen, stehen den Gästen Stunden bevor. •* Benefiz für Fräulein Hohl. erinnerte sich Iran M. des verdächtigen Fremden und machte dem Polizeikommissariat Mitteilungen von der Sache. Sic konnte eine eingehende Beschreibung des Fremden geben, die der Frankfurter Polizei einen wichtigen Anhaltspunkt gab. Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Aus Großen-Linden teilt man uns mit, daß die Sandgrube, in der der Arbeiter Heß verschüttet wurde, nicht in schlechtem Zustande gewesen sei und daß den Besitzer an dem Unglück keine Schuld treffe. — In Grün- berg ist ein .Nadfahreroerein Grünberq 1904* gegründet worden. — Die Entsestigungsfrage für Mainz-Kastel ist nun endgiltig gelöst, nachdem der Reichstag dem Beschluß der städtischen Budgetkommission beigetreten ist. — Seit einem Monat verschwunden ist die 28 Jahre alte Dienstmagd Karoline Brand aus Offenheim, Kreis Alzey. Sie trat ain 22. Februar bei einem hiesigen Bäckermeister in Diensten und ist zwei Tage später unter Zurücklassung ihrer Kleidungsstücke und Mitnahme eines Bäckerkorbes aus. ihrer Stelle verschwunden. — Das Hotel „Zum Schwan" in Dillenburg (Inhaber Gg. Frz. Amend) ist zum Preise von 64 000 Mark an Will). Send jr. aus Camberg verkauft worden. Das Hotel geht am 15. April in den Besitz des Käufers ü her. Harpener Bergbau . . 194.25 Tendenz: Fest. unserer beliebten Heroine und Salondame Hohl sei schon heute hingewiesen. Sie wird am nächsten Sonntag (20. März) Sudermanns „Heimath" zu ihrem Ehrenabend geben. Frl. Hohl verläßt bekanntlich unsere Bühne mit dieser Saison, um in den Verband des Oldenburger HoftheaterS einzutreten. Zweifellos wird der allgemein beliebten, liebenswürdigen und selten vielseitigen Künstlerin gegenüber daS Publikum seiner Erkenntlichkeit für so manchen genußreichen Theaterabend durch ein ausverkauftes Haus Arbeiterbewegung. Dresden, 17^ März. Der hier ausqebrocheneTapezierer- streik wurde durch einen Vergleich zu Gunsten der Arbeiter beendet. __ _ Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Indien, Sonntag den 20. März: In der Stadtkirche. Vormittags 91/, Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinve. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrer v. S ch l o s s e r. Montag, den 21. März, abends 8 Uhr: Verewigung d« konfirmierten weiblichen Jugend der Matthä'usgemeinde. Mittwoch, den 23. März, abends 6 Uhr: 6. Pass'onö andacht. Pfarrer Schwabe. In der Johauneskirche. Vormittags 9«/, Uhr: Pfarrafsistent Schulz. Antrittspredigt des neu angestellten Pfarrassistenten. . . Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst ^fan^r^E u?e°r der Rechtswidrigkeit fehle und der Angeklagte fick selbst nicht bereichern wollte. Das Geld sollte lediglich dem Knecht und dem Metzgermeister zu gute kommen. Dagegen wurde eine schwere Urkundenfälschung für vorliegend erachtet. — Ter 1. Strafsenat hob gegen den Antrag des Reichsanwalts das Urteil ne^ den ihm zu Grunde liegenden tatsächlichen Feststellungen n u s unb verwies die Sache zur anderwetteu Verhandlung und Entscheidung ' an die Vorinstanz zurück, da das Urteil eine klare Darstellung vermissen lasse, inwiefern der Angeklagte einen Vermögens, vorteil erstreben wollte; dieser Gesichtspunkt sei gar nicht erörtert worden. Bromberg, 17. März. Tas Kriegsgericht der vierten Tivision verurteilte den Leutnant (Germer vom 34. Füsieller- regiment wegen Soldaten in iß Handlungen zu zwei M o n a t e n ' Fe st u n a s h a s t. Tw Verhairdlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. L Gerichtssaal. R.-S. Leipzig, 17. März. sNachdruck verboten.) Der Land- wirr und Steinbnichbesitzer Friedrich Gerhard wurde am 10.Juli v.I. vom Landgericht Gießen wegen Urkunden- s ä l s ch u n g zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt. Ein Knecht ded Angeklagten karambolierte eines Tages mit einem Metzgerwagen ails Büdingen und miißte dem Bescher Jöckel dafür 22 Mk. Reparaturkosten zahlen. Der Angeklagte, ein angesehener Mann und Bürgermeister des Ortes, dem der Knecht leid tat, erinnerte sich, allerdings ziemlich spät, daran, daß er gegen Haftpflicht versichert sei; dabei kam ihm der Gedanke, nachträglich noch die Gesellschaft dafür in Anspruch zu nehmen, damit der Knecht nicht alles aus seiner Tasche zahlen müsse. Er teilte das auch dem Jöckel mit, der nun sein Bedauern aussprach, nicht alle Reparaturkosten angerechnel zu haben. Der Angeklagte teilte also den Fall dem Agenten der betreffenden Gesellschaft mit, und schrieb tn dem Sinne an die Gesellschaft, wöbe, er die Schadensersatzsorderung auf 42 Alk. ongab. Als ihm darailfhiii ailsgegeben wurde, den Nachweis zu erbriiigen, daß die 42 Mk. auch gezahlt worden seien, fabrizierte er ohne Genehmigung des Jöckel' eine Quittung über den Betrag. Das Dorliegen von Betrug wurde nicht angenommen, da das Bewußtsein Rheinische Hypothekenbank, Mannheim. bericht von 1903 liegt uns vor. Das Aktienkapital wurde aus Mk. 18 Mill., um weitere Mk. 1,42 Mill, vermehrt die im Juli v. I. zu 165 pCt. den alten Aktionären angeboten wurden. Tie Bank darf auf das alte Kapital das 20-, auf das neue und die neuen Rücklagen das Ibfacke im Umlauf haben, zusammen somit seht bis Mk. 411,50 Mill, fast Mk. 50 Mill, mehr als Ende 1903. Tietöe- winne zeigen den Zins aus Darlehen um weitere Mk. 1,244,000 vermehrt, aber die Zinslast der Obligationen wlichs nach ihrem starken Borjahrsplus diesmal nur um Mk. 959,000, sodaß derZiuS- Überschuß um Mk. 286,000 zunahm. Es sind 9 pEt. Dwidenbe oor- aeschlagen. Tie Verrechnung für Agio und Tisagio zeigt, doch der Verkauf von 3'/,proz. Obliaationen Mk. 734,847 Tisagio kostete während die 4proz. Obliaationen Mk. 316,441 Agio brachten. Russische Anleihe-Gerüchte. Zu den vielen Gerüchten, daß die russische Regierung eine neue Anleihe austnnehmen beabsichtige, die dann stets prompt dementirt werden oder anch nicht, weife ein Korrespondent der „F. Z." aus allerbester Quelle mitzuteilen, daß Rußland auf geraume Zeit gar nicht nötig haben wirb, An- leihen aufzunehmen, weil die Staatskasse noch über sehr genügende Mittel verstigt. Weiter wird dem betr. Korrespondenten von neuem versichert, daß von Besprechungen über die Beschaffung von Geldern vom Auslande keine Rede sein könne, solange Rußland kein, wirklichen Waffenersolqe erreicht habe. Was speziell den franM- schen Markt angeht, so ist daran zu erinnern, daß in Frankreich, wo ungel euere Massen russischer Werte investirt finb, eine neue Anleihe nicht leicht beliebt würde, um so mehr, als das Pariser Haus Rothschild durch seine Petrolenrnerlebrnsse tn Baku nichts weniger als ruffenkreundlich gestimmt ist. Wenn der Kneg lange anhält, wird Rußland doch wohl Geld haben muffen, es sich aber durch eine innere Anleihe beschaffen. , , Nene japanische Anleihe. Umlaufenden Gerüchten zu'olge soll nun doch der Boden für eilte neue Anleihe vorbereitet werden, über deren Abschluß nun schon seit Wochen in London unterhandelt wird. Markte. 8 Butzbach, 18. März. Der gestrige Fasel- und Zucht- vieh markt erfreute sich eines so zahlreichen Besuchs rote eilen zuvor Unter dem vielen aufgetriebenen Vieh waren die Falel m großer Anzahl vertreten; auch der Schweinemarkt zeigte einen nuten Auftrieb. Jtn allgemeinen war der sandel lebhaft und der Viehpreis angezogen. Te.t Glanzpunkt des Marktes bildete d, Bekanntgabe des Resultates der Prämiierung; das vreisgekrM Dich — 83 Stück — winde von 1 Uhr ab unter Musik durch die Stadt geführt, wobei man Gelegenheit hatte, Prachtexemv are ober- hessischer Raffetiere zu schauen. Inzwischen fand iw Hessischen Vos das übliche Festesten des Markt- unb Prami'erungkonnteeS stach nn dem aiich Kreisrat Fey teilnahm. Am nachmittag fand im Rathause die Verlosung von Vreh, landwirtschaftlichen unb HauS- Gerätfchaften statt. ____________ __ Universitäts-Nachrichten. — Infolge des von der gesamten Studentenschaft Jenas gegen die an dortiger Universität bestehende farbentragende katholische Verbindung „Sugambria" erhobenen Protestes, der als Resolution mit eingehender Motivierung den thüringischen Regierungen und dem Senat der Universität überreicht worden ist, bat der Senat folgenden Beschlich gefaßt: „Der Senat der Universität Jena erläßt auf Grund § 68 Absatz 2 des allgemeinen Statuts der Universität folgende Bestimmung: 1 Studentenverbindungen, welche wesentlich relrgios-konfesstoneNe Zwecke verfolgen, sowie solche, welche als Mitglieder statutenmäßig ausschließlich Angehörige einer bestimmten Konfession auf nehmen, dürfen keine Farben tragen. 2. Diese Bestimmung ist sofort der Studentenschaft durch das Universitätsamt bekannt zu machen. Ausdruck geben. ♦♦ Ter Aufruf für Beiträge zur Hessenglocke für das neue von unserem Ejroßyerzog getaufte Fahrzeug der deutschen Flotte wurde von folgenden Herren aus Gießen unterzeichnet: Kommerzienrat Hey- ligenstaedt und Geheimrat Professor Dr. Oncken, weiter von Hotelbesitzer Cellarius und Oberförster Seidel tn Schotten, Fabrikant Grünewald-Alsfeld, Oberlehrer Helmke- Friedberg, Kammerdirektor Korell-B"idingen, Pfarrer Sauer- wein-Alsfeld, Hotelbesitzer Sprengel-Bad-Nauheim, Baurat Schjnitzel-Friedberg, Fabrikant Wenzel-Lauterbachs § Babenhausen b. Ortenberg, 17. März. Hier wurde eine Spar- und Darlehnßkasse (Genoffenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) gegründet, welcher auch Mitglieder aus dem benachbarten Bellmuth angehören. W. Mainz, 18. März. (Drahtbericht.) Bei der gestrigen Generalprobe zu einem Wohltätigkeitskonzert des Mainzer Männergesangvereins in der Stadthalle brachplötzlichdasPodiumzusammen, auf dem sich 100 Sänger befanden. 30 Herren stürz- ten ab; mehrere erlitten mehr oder minder schwere Verdes deutschen Volkes, den der evangelische Bund in erster Linie führt, stärken und mobil machen. — Ter Landesvorstand des Hessischen H a u p tv erein S d es Evangelischen Bundes hielt zu Fr a n k fu r t a. M. eine zahlreich besuchte Vorstandssitzung ab. Zum Hauptpunkt der Tagesordnung, Beschlußfassung über die gegenwärtige kirchenpolitische Lage referierte L a n d g e r i ch t s r a t Schmeckenbecher von Gießen, sowie über die gegenwärtige Rechtslage in Hessen, indem er das Reichsgesetz, den Orden der Gesellschaft Jesu betreffend, vom 4. Juli 1872 und die hessischen Gesetze, betreffend die religiösen Orden und ordensähnlichen Kongregationen, vom 23. Aprtl 1875 und 1. Juni 1895, in ihrem Verhältnis zu einander darlegte. Es wurde allseitig der lebhafte Wunsch ausgesprochen, daß die Großh. Staatsregierung die Stellung, die ste bet ihrer Abstimmung im Bundesrat über das Jesuttengesetz eingenommen, öffentlich bekannt geben möge. Ein an alle hessischen Pfarrämter vom Hauptvorstand zu erlassendes Rundschreiben wurde in seinem Wortlaut festgestellt. Tte Pfarrämter sollen gebeten werden, es zu möglichst allgemeiner Kenntnis zu bringen. Tie vierstündigen, überaus angeregt verlaufenen Verhandlungen schlossen mit der Annahme folgender Entschließung: Ter am 16. Marz in Frankfurt a. M. versammelte Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes spricht sein tiefstes Bedauern darüber aus, daß durch die Zitstimmung der Mehrheit des Bundesrates zur Aufhebung des § 2 des Jesutten- gesetzes die in zahllosen Eingaben und Protesten einmütig kundgegebene Willensmeinung des deutschen evangelischen Volkes, die eindringlichen Vorstellungen und Warnungen seiner kirchlichen Behörden und ganz besonders auch bte Beschlüsse des erst vor kurzem begründeten Deutschen Evangelischen Kirchen-Ausschusses, der organisierten Vertretung der evangelischen Landeskirchen Teutschlands, in verhängnisvoller Weise für nichts geachtet sind. ♦♦ In der Gesellschaft für soziale Reform (Sektion Oberhessen), wird morgen, Samstag abend acht Uhr im Caf6 Ebel Tr. Ernst Cahn-Frankfurt einen Vortrag halten über „Tie volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung des Genossenschaftswesens". - Besitzwechsel. Die Witwe Noll-Frankenthal veräußerte ihr Schillerstraße - Ecke Nordanlage gelegenes Haus für 83 600 Mark an Weißbindecmeister Philipp Schäfer. — Der Schreinermeister Werner kaufte das Haus des Rentners Curt von Münchow in der Wolkengasse Nr. 20 für den Preis von 16 000 Mark. •* Die Hauptgewinne der heutigen Gießener Pferde-Lotterie fielen wie folgt: 1. Hauptgewinn auf Nr. 14274 nach Wieseck (an einen verheirateten Eisenbahn- bediensteten. 2. auf Nr. 13 817 nach Gießen. 3. auf Nr. 16 850 nach Klein-Linden. 4. auf Nr. 14 707 nach Diebach. 5. auf Nr. 106 nach Griedel. 6. auf Nr. 9 492 nach Gießen. 7. auf Nr. 7 028 nach Fronhausen. 8. auf Nr. 14691 nach Gießen. 9. auf Nr. 10042 nach Gießen. 10. auf Nr. 14 472 nach Gießen. - Silberne Hochzeit feiert morgen, Samstag, Schutzmann i. P. Müller hier. — Das 40jährige Stiftungsfest des Bauer- letzungen. Frankfurt, 17. März. Ter Gewichtstein, der als Mordwaffe gegen Lichtenstein diente, ist noch nicht gefunden. S t a f f o r st wurde, wie wir der „Kl. Pr." entnehmen, gestern in aller Frühe an den Knoblauchweg gefahren, einen Feldweg, der zur Eschersheimer Landstraße führt. Er zeigte die Richtung, in der der Stein geworfen wurde. Beamte suchten die Stelle ab, aber ohne (Äfolg. Ueber den Verbleib des geraubten Geldes, von dem man angenommen hatte. Groß könne seinen Teil vergraben haben, ist sich die Polizei nunmehr int reinen. Groß hat in den Tagen nach dem Mord eine Anzahl kleiner und großer Ausgaben gehabt, und die Summe, die er dazu brauchte, entspricht etwa seinem Anteil. Man hat zwar bei einer Haussuchung Postanweisungen in seiner Wohnung gefunden, sie sind aber älteren Tatums. Uebrigens scheint Groß, wie so viele, die schnell reich werden wollen, in der Lotterie gespielt zu haben; in seiner Stube lagen Ziehungslisten, darunter die letzte der hessisch-thüringischen Staatslotterie. Stas- forst kam auf seiner Flucht zunächst nach Griesheim. Tort ging er nachmittags 3Vs Uhr in ein größeres Geschäft und verlangte einen Stehkragen. Ter Frau des Geschäftsinhabers fiel das Verhalten der Mannes sofort auf. Er trat nicht bis an den Ladentisch heran, sondern hielt sich ängstlich zurück, als ob er fürchte, erkannt zu werden. Trotzdem eine rauhe Luft wehte, trug Stafforst den Ueberzieher auf dem Arme und hielt ihn krampfhaft fest. Wahrscheinlich war er mit Blutspuren bedeckt. Nachdem er den Kragen erhalten, fragte er nach dem nächsten Zug nach Mainz, sowie nach dem Weg nach Höchst. Als die Ermordung Lichtensteins in Griesheim bekannt wurde. Abends 6 Ubr: Pfarrer Euler. Sonntag abend 8 Uhr: Versammlung und Bibelbcsprechung Konfirmandensaale der Johanneskirche. . h, soiöntaq, den 21.'Ulärj, abends 8 Uhr: »'bett'UN" im Konftrmandensaale der Johanneskirche. Tert: Jasi o, w n- Plärrer E u l e r. Am Sonntag Palmarum, 27. März, Landes-Buß- und'Bettag. An diesem Sonntag nach allen Gottesdiensten Kollekte p stützung von hilfsbedürftigen evangelischen Gemeinden Landes, die an Orten mit überwiegend katholischer Beool verinifchtes. Ser Iin , 17. März. Der einstige konservative Politiker und in weitesten Kreisen durch seinen Prozeß und seine Flucht nach Griechenland bekannt gewordene frühere Chef- derakteur der „KreuzM." Frhr. v. Hamm er st ein ist heute in Eharlottenburg gestorben. ♦ Köln, 17. März. Durch Scheuwerden eines vor einem Ackerkarren gespannten Pferdes ereignete sich in Endenich ein schweres Unglück. Das Pferd raste in einer belebten Straße in einen Hausen spielender Kinder hinein. Ein Kind ist tot, mehrere wurden schwer verletzt. Der Führer des Karrens ist gleichifalls derart verletzt worden, daß er alsbald starb. * Paderborn, 17. März. Dar erste Versuch in Deutschland, ein Militärlager mit einem Theater zu verbinden, wird in diesem Sommer am benachbarten Sennelager gemacht werden. Tort wird nämlich ein unter Leitung des Direktors E von Bastinellerstehen- des Theater am 30. April eröffnet. Der neuerbaute Theatersaal faßt 600 Personen, hat 200 Sperrsitze, 200 erste sowie 200 Stehplätze und vier Logen. Tas Unternehmen geht von einer Paderborner Brauerei aus, welche sich zwecks Verwirklichung des Projektes mit der Militärverwaltung ins Einvernehmen gesetzt hatte. * Brüssel, 17. März. Unter Mitnahme von 1300 0 0 Franes verschwanden zwei Beamte der Compagnie Coloniale Industrielle. Die ganzen Veruntreuungen betragen 300000 Francs. ♦ Madrid, 17. März. Bei der gestrigen Spazierfahrt der Monarchen an Bord des Kanonenbootes in der Bucht von Vigo ereignete sich ein Zwischenfal l. Einer der zahlreichen, vom Publikum besetzten Fischdampfer kollidierte infolge eines falschen Manövers mit dem Kanonenboot. Tas Publikum, von Schrecken erfaßt, begann auf das Kanonenboot zu klettern. Tie Monarchen erfaßten selbst Personen, um ihnen beim Sprung zu Helsen. Hieraus beruhigten sich die Leute. * Petersburg, 17. März. Gestern abend gegen 7 Uhr wurde tn die Alexa nderkapelle am Georgs- platz in Wilna eine Bombe geworfen, die mit lautem Knall explodierte. Tas Innere der Kapelle wurde völlig demoliert, jedoch wurde niemand getötet. Tie Urheber des Attentats sind. unbekannt. * Verkleidete russische Beamte suchen, wie der „Tils. Allg. Zig." berichtet wird, an der Grenze aufpreu- ßischem Gebiet in russischer Bauerntracht oder in anderer Zivilkleidung nach russischen Händlern umher, welche Schmuggelwaren in Preußen kauften und dieselben in Rußland einzubringen beabsichtigten. So ist unlängst der Gendarmeriehauptmann mit drei Gendarmen in Bauernkleidern aus Georgenburg auf preußischem Gebiete gewesen, um die Wirtschaften zu besuchen, in welchen sich Professionsschmuggler zu versammeln pflegen. Als nun ein russischer Händler mit einer Anzahl Paketen erschien, tranken die unbekannten Gendarmen mit demselben und ihnen wurden von dem Händler die Pakete zur Beförderung über die Grenze anvertraut. Ms aber der Händler an dem von ihm angegebenen Bestimmungsorte erschien, um die geschmuggelten Waren auf russischer Seite abzunehmen, wurde er von den Paketträgern, die sich jetzt als Gendarmen entpuppten, empfangen und gefangen genommen. Ein atyn.» licher Fall soll sich acht Tage später wiederholt haben. bestehen. , __ OT)..„. Nächstfolgenden Sonntag Palmarum, den 27. Ma z. Beichte und heiliges Abendmahl für -.ukas- Johannesgemeinde im Äbendgottesdienst. Anmeldungen dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abendmahlsfeiern finden noch statt: Am Grundo - & abends 7’/4 Uhr, und Karfreitag im Vorirnttagsgottesdiensl, i mal für die LukaS- und die Johannesgemeinde. Katholische Gemeinde. Samstag, den 19. M ä r z. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegene hl. Beicht. .. Sonntag, den 20. Marz. Paffionsfonntag. GroßesGebet. Vormittags von 6 st, Uhr an: Gelegenheit zur heil. verre[b«i , um 7 Uhr: Die erste heil.Meste, vor und m der,- AnSteiluna der he.l. Kommunion. Vorher Ansfetzimq des Allerheu 6J Beginn der Betstunden. , um 8 Uhr: Tie »weite heilige Messe. 10 , Die dritte hl. Messe. Gistndakn-Zeitllng. Berlin, 17. März. Eine Probefahrt unternahm gestern Minister Budde mit einem neuen Z u g e. Der Zug bestand aus 0-Zugsivagen mit einem neuen System von Koppelungen. Dieses ermöglickit es, die Wagen aneinander zu hängen, ohne bnfe der betreffende Beamte zwsichen die Wagen zu kriechen braucht. Der Probezug, der auch mit einer neuen elektrischen Beleuchtungsanlage ausgerüstet war, fuhr vom Potsdamer Bahnhof nach Brandenburg und kehrte nach einigem Aufenthalt hierher zurück. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 17. März 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 st, Prozent. Anfangs- u. Schlnsikiirse. B. B. unb 30 W l sr»; somehrals^ Richterden- iUdiesen kein .u dem In haben. In 1 b-i 8 2 entlpa" gerückten Stunt Die nächste S.t Berlin, eine neue Flc zember 1903 bi Tabelle seit 1$ schisse, indem die steinen 5r Leinen Modell L. Berlt heute noch ein beabsichtigten; bestimmt mit, habe ot kurz, tigut gvon zu slel.-n, Tei -x-4 Jatholig^*^ 8 3X 3 4 3M 4 3M 4 Staatspapkt Leuilchk. D. Rkichr.-A do. . . Pnuß. Eonsc bo. . . . Babischr. . bo. , . . Bahn. Et.-Od bo. . , . M. SL-D6L bo. . . . 3 I bo..... 3X Silrtttmbfrg, , 3k1 Prtmtn t>. Ml fyinibg. t>, 18991 flniUnbUtfet. 6 Wtlabal 4'111 t'olmrt. . I lWtrtiW.ton 1890 .. . ®ufd). Mvnov, SiQlitner Simti bo. . , Otütr.Silbfrrt CfOtr. (Solbrtc ?ortuq. Staat abgtfl. , bo. abgeft. Nurn. am. 8ht 01uinän. o. 189( v 1880 . bo. . Russin v. 1901 Strbfn v. IjjK- Türl-n Lit. B , a b0- . D. ®onnt«g | nachmittag *tadtknabensch 2 diesjährigen ^arbeit geh rcir h'ermit einla ließen, b. Mm । mit ] BiS **! kJasSj? Je.e^r Ga. Telephonischer Kursbericht. A. Qrünebaum 1014 Bahnhofstr. 35 GiCSSCXl, Bahnhofstr. 35 avvkitim. Coursbericht der Bank für Handel und Industrie, Depositenkasse Gießen ntl Konfirmanden 2638 Der Vorstand. uni»* Setzen Sie sich zu 3, 2 und 1 Btt. 2626 Hühner I 01386] Ein noch gut erh. Dameu^ teliveg 7. | rad zu tauf. gej. Somietislr. 14. \ WWMWM lai Vorteilhafteste Bezugsquelle für Möbel und Wohnungseinrichtungen. 9.90 4.60 0.60 4.25 101.40 100.40 99.60 101.70 59.15 58.55 4% Oesterr. Go'drerte . 4’ g% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente, . 40/1 Italien. Rente , . 4t!i% Portn^ioaep » . 10/ Porhi"ieRen. . . . 1 % C. Türken . . . Türkenloso..... 4% Oriech. Monopol.-Anl. 41/. % änRRRre A re'cnfin«'- 3% Mexikaner . . 4,/on/n Chinesen . . Electric. Sohuckert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . , Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Ber'iner Handfdsgee. Oesterr. Staatubahn . Lombarden . . , Gotthardbahn . . . Laurahütte . . . . Bochum . . . . . Harpunen . . . . Tendenz: fest. 3Vtaben. In der Einzeldebatte wurde § 1 angenommen; bet § 2 entspann sich eine längere Debatte, die der vor- tperückten Stunde wegen um V22 ^hr abgebrochen wurde. Die nächste Sitzung ist Dienstag um 10 Uhr. Berlin, 18. März. Ter Kaiser hat dem Reichstage fine neue Flotten-Tabelle übersandt. Tie vom Dezember 1903 datierte Tabelle bringt als zweite Nachtrags- Tabelle seit 1900 die von England neu erbauten Kriegs- sichifse, indem sie die Schlachtschiffe, die großen Kreuzer, wie kleinen Kreuzer 2. und 3. Klasse und die Sloops in deinen Modellbildern einzeln aufführt. L. Berlin, 18. März. Ter „Vorwärts" kommt beute noch einmal auf seine Meldung von einer angeblich beabsichtigten Reichstagsauflösung zurück und teilt bestimmt mit, eine große Papierfabrik in Mitteldeutschland Iahe vor kurzem den Auftrag erhalten, das zur Anfer- ItgungvonWahlcouverts erforderliche Papier fertig M stellen. Ter Auftrag sei als sehr eilig bezeichnet worden, 124.80 43.00 4315 1 iDv-erzüglich mit mir in Verbindung, wenn Sie MH fin - erstklassiges Fahrrad billig beziehen wollen. L.-■- Mcche liefere schon ä Mk. 80.— ganz komplett t ‘ v ■ rod . mit reeller Garantie. Auch die als höchst- i März. . 26.15 . 87.40 . 99.00 . 105 00 . 202.00 . 185.80 . 135.20 . 149.10 . 15400 . 136.50 . 14.40 . 193.50’ . 232.00 . 192.00 . . 194.50 Sektion Oberheffeu. Samstag, den 19. März 190-1, abends 8 Uhr im Cas6 Ebel Wtlichcr Mm M Smn Dr. Ernst Cahn vom Sozialen Museum zu Frankfurt a. Main über „Die volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung des' Genossenschaftswesens". Jedermann willkommen. " Fnmilirn-Nachrichtrn. Gestorben. Herr Hermann Merzbach in Offenbach, Frau Flora Sommer, geb. Hers, in Crestld. s**l llnb Industrie, und die betreffende Papierfabrik habe ihn bereits ausge» führt. Kiel, 18. Marz. Von der Mannschaft des Schulschiffes Stosch, das nwch einer achtmonatlichen Seereise hier eingetroffen ist, sind unterwegs insgesamt 26 Mann an Siner Zellengewebe-Entzündung erkrankt. 6 sckMerkranke liegen in Ponta Delgada auf der Azoren-Insel Higuel. München, 18. März. Ter hiesige Kaufmann Adolf Becher, der krank darniederliegt, nahm während der Nacht anstatt einer als Schlafmittel dienenden Pastille eine zur Desinfektion bestimmte Pastille. Trotz ärztlicher Hilfe führte diese Vergiftung den Tod herbei. Ter Vorfall ist der Staatsanwaltschaft mitgeteilt worden. Lüttich, 18. März. Hente morgen 3 Uhr wurde gegen da8 Haus des Polizeikommissars Laurent, des Chefs der Sicherheitspolizei, ein anarchistisches Bombeuattentat verübt. Neun Personen wurden schwer verletzt. London, 18. März. „Daily Chronicle" meldet aus Shanghai: Ein amerikanischer Kreuzer, der aus Tschifu daselbst eingetroffen ist, berichtet, daß eine Abteilung von 300NussenunweitPingyangauf200Fapaner gestoßen sei und sie völlig vernichtet habe. London, 18. März. Ter St. James Gazette wird aus Tokio berichtet: Seit den Nachrichten von mehreren befriedigenden, wenn auch kleinen Siegen hat sich die Haltung der Japaner geändert. Dieselben sind jetzt übermäßig zuversichtlich geworden, betrachten den Krieg so gut wie beendet und sprechen nur noch von den Rußland zu diktierenden Friedensbedingungen. Wien, 18. März. Ter griechisch-katholische Domherr Packisz zu Lemberg konstatierte, daß in zahlreichen Speise-Gerätschaften seiner Wohnung ein Pulver geschüttet worden sei, welches Arsenik zu sein schien. Brot und Semmeln waren ebenfalls mit dem verdächtigen Pulver bestreut. Eine Untersuchung ist eingeleitet. Arad, 18. März. In der Ortschaft Kohldorf sprengte aus Eifersucht ein Grubenarbeiter sein Wohnhaus mit TynamitindieLuft. Hierbei wurde seine F r a u u n d deren Liebhaber sowie 6 Kinder getötet. Kiew, 18. März. Tie hiesigen Sozialdemokraten ver- ittieiikaviial rourhti» rmchrt die im boten wnrden. das neue und bit Sonntag den 20. dS. Mts., von vormittags 11 bis nachmittags 2 Uhr soll im Zimmer Nr. 3 der ciadtknabenschule eine Ausstellung der von den Schülern int diesjährigen Unterrichtskursus für erziehliche Knaben- baadarbcit gefertigten Gegenstände stattfinden, zu welcher oll- hiermit einladen. Gießen, den 16. März 1904. 2619 Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Rektor. 7A s JÖ. y > ■ 1 5 i Hnkinrt a. II., 18. iamin! itSkirak. . Iibt, jlön. '""um Ümtslhllmds firoßt lenigtrie nnii AwcnansMiiiig auf Oswaldsgarten. Freitag u. Samstag den 18. u. 19. März von nachmittags 2 Uhr ab Große Familien- und Kindervorstellung. Sonntag, den 20. März ist die Mcnagcrtezum letztenMale geöffnet. Die Herren Lehrer von Gießen und Umgegend werden mit ihren Schülern höfl. eingeladen. 01407 Peterka sche (Olietitmnittginitr FrWck ausgeführt von 70 Personen unter Leinmg des weltbekannten Ehristus-Darstellers Leopold Peterka, einziger Inhaber der besonderen hohen Genehmigung des Ministeriums der geistlichen Unrerrichks- und Mebizinal- Angelegenheiten des Ministers des Innern zu Berlm, zur Aufführung der Passionsspiele. Im Neuen Sani bau finden Mittwoch, 23. nnb Donnerstag, 24. März, abends 8 Uhr MMNlttMr Ksslonsspick, die Leidensgeschichte unseres Herrn und Heilandes 5)esus Ehristus, in 14 Abteilungen, mit dem Vorspiel „Der Einzug hi Jerusalem" statt. Da men diese Borstellungen mit keinen theatralischen Vorstellungen zu vergleichen hat, wird gebeten, jede Beifalls, dezeugung zu unterlassen. Eiutritlökarteu im Vorverkauf von Montag ab in der Musikalienhandlung E. Ehallier (Rndolph'2 Nachwlger) (siegen Aufgabe der glicht sind zu verkaufen: 2 Paar echte französische Kröpfer, 2 Paar echte Äntwerpcuer Brieftauben. Anfragen unter Ul405 an die Expedition ds. Blattes. n, «wammeu somit »b iir als bude 1903. ;>•» um wei'ere M. ij<, ationen wucds nott*. 'Mk. 959,000, sodo^- $ sind 9 vCt. > und Tmogio v'vy. lf. 734,647 ' 316,441 Agio btomir. den vielen ®erfe ihe au',»nehmen btoft den oder and) n± llerbester Quelle miv licht nötig haben M sie noch über lebt k';- . Ooneiüonbmtenr:'-' t die Veschosiumt vz' könne, folange SW1" . Das speziell beii r rinnem, daß in m* rte iiroeftirt A "< r. m Io mehr, tLjW?or" -umerlebnilie ‘ u ist. SemiW*1 b tjaben (nufenben MW1 Anleihe vorbereüe chen in London i- tiassig weltberühmten AWpp'r Fahrräder erlas-sse jetzt erstaunlich billig. 2683 Jon. 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