Montag 18. Jmmar 1904 154. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen. Die Heutige Wummer umfaßt 12 Setten. Ker Aufstand in Sübrvest-Asrika afrika wurden auf Befehl des Kaisers in Kiel und Wilhelmshaven je 250Mann Marine-Infanterie nebst den zugehörigen Offizieren mobilisiert. Die zweite Matrosen-Division stellt außerdem ein Detachement mit vier Maschinenkanonen. Die Abfahrt mit einem Dampfer des Norddeutschen Lloyd ist am 21. Januar von Wilhelmshaven durch Umwandlung der Eingeborenenreseroate tn Kronland, und nicht zum wenigsten durch eine starte Truppenmacht in den Händen einer strengen und gerechten Regierung. weitem nicht genug Pferde im Schutzgebiet; eine Truppe aber, die auf Ochsenwagen transportiert werden muß, ist einfach unbrauchbar. , , , Es muffen daher sofort in der Heimat 800 Freiwillige zusammengestellt, in vier Kompagnien ä 200 Mann geteilt und von erfahrenen Afrikanern als berittene Infanterie ausgebildet werden. Jeder Kompagnie ist ein Maschinengewehr zugeteilt. Die Ausbildung muß mindesteris 4 Wochen dauern. Nach dieser Zeit werden 2 Kompagnien in daS Schutzgebiet entsandt und zwar eine nach Swakopmund, die andere nach Lüderitzbucht. Nach weiteren 4 Wochen folgen die beiden anderen Kompagnien nach Swakopmund, bezw. Lüderitz- > bucht nach. Inzwischen werden für jede Kompagnie 300 Pferde in Südrußland und 50 Maultiere (diese für Maschinengewehre und zweirädrige Transportkarren), in Spanien aufgekauft und so nach dem Schutzgebiet abgeschickt, daß sie kurz nach Eintreffen chrer Kompagnien ebenfalls in den beiden Häfen ankommen. Die für den Norden bestimmten beiden Kompagnien haben nach ihrer Ankunft keine besonderen Schwierigkeiten zu überivinden, denn ihr Weg führt sie durch verhältnismäßig dicht bevölkertes, von einer Eisenbahn durchzogenes Land, wohin gegen die in Lüderitzbucht gelandeten Truppen von vornherein mit echt afrikanischen Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben. Denn Lüderitzbucht ist von seinem Hinterlande durch einen breiten, öden Dunen- und Wüstengürtel getrennt, dec in zweitägigem Ritt überwunden wird. Nur einmal unterwegs ist Wasser vorhanden, Gras gibt es garnicht. An diese Schwierigkeiten und an das Klima soll man aber die Truppen und die Tiere erst in aller Ruhe gewöhnen — denn es ist genügend Zeit vorhanden. Operationen größerer Truppenmassen können in der jetzigen Jahreszeit, wo Weide und Wasser überall schlecht sind, nicht stattftnden und zum defensiven Verhalten genügt die jetzige Truppe nach Einziehung der Reserven und Landwehr vollauf. Für die Südkompagnien lautet also die Parole: Sich Zeit lassen und sich vorbereiten: Denn der Feldzug im Süden wird langwieriger, schwieriger und verlustreicher werden, als der im Sterben, und daher muß für ihn das allerbeste Material an Menschen und Pferden herausgesucht und die Vorbereitung auf das peinlichste getroffen werden. Der Hottentotte ist ein gefährlicherer Gegner als der Herero und das Gelände des Südens ist unvergleichlich viel schwieriger als dasjenige des Nordens. Leider sind die Eingeborenen mit Waffen und Munution gut versorgt und zwar durch die Regierung selbst, deren Haupteinnahme in dem Verkauf von ' Gewehren, Pulver und Blei bestand, ein Verfahren, welches Aas Aröuuugs- und Hrdeusfest. Berlin, 17. Jan. Berlin, 17. Jan. Zur Verwendung in Süd west Ne. 14 Zw Erschein - tSgli- mtt Ausnahme de» Sonntags. Di ..Siebener Lamllienblätter" werden dem A n ö e i g e r viermal wöchentlich beigelegt. Der „Hessische Landwirt" erscheint monallich einmal. Aie feierliche Eröffnung des preußischen Landtages tut Wniglichen Schlosse zu Berlin fcmb unter Entfaltung eines großen Pompes statt. Im Weißen Saale hatte eine Kompagnie der Schloßgarde in ihrer altertümlichen Uniform Ausstellung genommen. Nach Beendigung des Gottesdienstes in der Schloßkapelle, an dem auch der Kaiser leilnalM, füllte sich der Saal. Seit Jahren hat die Er- öfsnungsfeier bei so starker Beteiligung nicht stattgefunden. Eirka 400 Landtagsmitglieder waren anwesend, streiche Uniformen leuchteten unter ihnen hervor. Unter allgemeiner Stille nahte der Kaiser mit großem Gefolge, darunter die ’Uiinifter und Staatssekretäre, alle in großer Uniform. Als der Kaiser vor den Thronsessel trat, brachte der Vizepräsident des Herrenhauses, v. Manteuffel, der in Husaren-Uniform erschienen war, das Kaiserhoch aus. Ter Kaiser bedeckte feilt Haupt und verlas alsoann mit kräftiger Stimme die Thr vnred e, welche Graf Bülow, der die Bonner Husaren-Uniform trug, überreicht hatte. Die Verlesung wurde mehrmals durch den Beifall der Abgevrvr.^en unterbrochen, so bei der Ankündigung der guten F i n a n z la -g e und der Bewilligung für die Ue'b er schwemmten, während die Sätze, die von der neuen Kanalvorlage sprechen, ohne jegliches Zeichen der Zustimmung angehprr wurden. Am Schluß erscholl stürmisches Bravo. Der Alterspräsident des Abgeordnetenhauses Schaffner brachte, nachdem der Kaiser geendet hatte, das Hoch auf diesen ansi Mit einer leichten Verneigung stieg nunmehr der Kaiser vom Throne herab, um unter Vor antritt der beiden Herolde 'und der HofchargeN den Saal' zu verlassen. Das Abgeordnetenhaus hielt unter dem Borsitz Des Alterspräsidenten Schaffner mall.) seine erste Sitzung ab. Dieser gedachte mit warmen Morten der glücklichen Wiedergenesuug des Königs und brachte dann das Hoch auf ihn aus. Sodann wurde auf seinen Vorschlag ein provisorisches Bureau gewählt und die nächste Sitzung auf Dienstag anberäumt. Das Herrenhaus wählte den Fürsten zu Inn- und Kn Yph ause n zum Präsidenten. Eröffnet wurde die Sitzung durch den disl.erigen ersten Vizepräsidenten Frhrn. v. Manteuffel. Alsdann hielt MinijMpräsident .Graf Bülow im neuen Hause die Begrüßungsrede. Er sagte etwa fol-- igeudes: Gestatten Sie mir, an die Rede zu erinnern, die mein Vorgänger vor fünf Jahren vor Ihnen in der ersten Sitzung im neuen Abgeordnetenhause hielt. Fürst Hohenlohe gedachte damals der unerschütterlichen Treue und opferwilligen Vaterlandsliebe, die das Herrenhaus stets bewährt hat. Gestatten Sie mir, sodann zürüllzugreifen auf die Worte, die idj, zu Ihnen sprach als ich zum ersten Male die Ehre hatte, vor Ihnen zu erscheinen. Ich gab damals der Erwartung Ausdruck, daß das Herrenhaus mit seinem stets bewährten Patriotismus und seiner treuen Hingebung die Regierung auch in Zukunft unterstützen werde, um gemeinsam zum Wohl der preußischen Monarchie, des Grund- und Ecksteins des Deutschen Reiches zu arbeiten. Dieser Erwartung möchte ich heute von neuem Ausdruck geben. Der größte Staatsmann, den Preußen und das Deuts cheRe ich hervorgebrachthaben, Fürst Bis- marck, sagte einmal, das Herrenhaus sei Träger und Stütze seiner Politik; e£ «unterliege nicht leicht dem Einfluß durch die Strömungen des Tages, sondern bilde den Regulator und Ballast des Staalsschiffes. Ich hoffe, daß es so bleiben wird, daß Sie immer das große Ganze im Auge behalten werden. Unser Wahlspruch ist: „Der König in Preußen voran. Preußen in Deutschland voran! Deutschland in der Welt voran!" (Lebhafter Beifall.) » • • Die preußische Thronrede wird von der Presse ziemlich ruht betrachtet. Sie bietet ja auch wie jüngst die Thronrede zur Eröffnung des Reichstags. nicht die geringsten Ueberraschungcn, nichts, aber auch gar nichts Neues Selbstverständlich gibt man der Genugtuung darüber Ausdruck, daß die preußische Finanzlage fid} so günstig gestaltet hat. Auch im Finanzausschuß der 2. J) essische n Kammer machte bekanntlich vor ein paar Tagen Finanzminister Dr. Gnauth die erfreuliche Mitteilung, daß der Etat des lausenden Jahres wesentlich günstiger abschließen wird, als nach dem Voranschlag angenommen werden konnte. Diese ebenso fteudig zu begrüßende als unerwartet kommende Besserung im Haushaltsetat unsererS Landes wie Preußens ist, wie wir bereits in unserer Rubrik „Eisenbahnztg." neulich mitteilen konnten, vor allem auf den bedeutenden Ueberschuß zurückzuführen, den die Einnahmen aus der hessifch-preußischm Eisendahngc meinschaft Hessen eingetragen haben. Den breitesten Raum in den Erörterungen der preuß. Thronrede nehmen die Bettachtungen über die wasserwirtschaftliche Vorlage ein, wobei man in rechts stehenden Blättern über die Beschränkung ziemlich zufrieden ist, während die linksstehenden die Nachgiebigkeit der Negierung zum Terl Africanus" schreibt in den „Deutschen Stimmen": Der vollkommene Aufruhr der Herero zusammen mit dem der Hottentotten stellt das Schutzgebiet vor eine Krisis, wie sie in der Geschichte dieser Kolonie noch nicht geplant, dagew'esen ist. Aber ich möchte doch vor jeder schädlichen Wie aus Mailand gemeldet wird, schrieb die Mai» Ueberstürzung warnen und in Nachstehendem Vor- länder Ostafrikanisch e Kol onialgcseilschlaft Bena- fckläge machen, die sich auf langjährige koloniale Erfahrungen l d ir an die italienische Regierung, daß ihre Situation -tLen ' gegenüber den Eingeborenen unhaltbar geworden In der Hauptsache bedarf das Schutzgebiet jetzt einer sei. Die Rebellion sei allgemein, die Karawanenstraßen seien aut ausgebildeten, gut ausgerüsteten und gut berittenen gesperrt, die Erhebung der Zölle selbst an der Küste unniög- Truppe Schnell zusammen geraffte und hinüber» lieh. Zur Niederwerfung der die Sklaverei verteidigenden geworfene 1000 Mann nützen gar nichts, denn der SomalrS seien mindestens 10 000 Mann europäischer Infanterist unter ihnen kann nicht reiten, der Truppen nötig. Kavallerist n^cht schießen. . I (Vgl. die .Politisch« Wochenschau-.) Außerdem sind für eine so große Truppenmasse bei! Iw. königlichen Schlosse wurde heute das Krönnugs- unb Ordensfest gefeiert. Bei dem günstigen Wetter hatten sich in dec Umoebling des Schlosses große Menschenmengen anaejamme(t, die mit lebhaften .Hurras den Kaiser begrüßten, der von einem Besuche beim Reichskanzler Grafen Bülow zurücktehrte. Mittags 12i/2 Uhr meldete der Präses der Generaloroenslommifsion, General Prinz zu -Lalm-Horst-l mar, im Schlosse dem Kaiser, daß alles zur Eour bereit sei. Tie Kaiserin blieb den heutigen Feierlichkeiten fern. Im feierlichen Züge schritt der Hof zum Rittersaale; der Kaiser rührte die Prinzessin Friedrich Leopold, der Kronprinz die Erbprinzessin von Hohenzollern, Prinz Heinrich der Niederlande die Prinzessin Ernst von Sachsen-Altenburg, Prinz Heinrich von Preußen die Prinzessin Karl von Hohenzollern, Prinz Friedrich Leopold und Prinz Friedrich Albrecht von Preußen, sowie die übrigen Prinzen folgten. Nachdem sich der Kaiser unter dem Thronbaldachin aufgestellt hatte, er- olgte die Vorstellung dec neuen Ritter. Hieran schloß sich | )ie Vorstellung der neubetorierten Türken in der zweiten! Par ad e v v r k anrm er. Um 12i/2 Uhr begann der Gottesdienst in der Schboßkapelle, an dem der Hof, die neuen und die einoeladenen älteren Ordensritter, der Reichskanzler, das diplomatische Korps, sowie die Minister teilnahmen. "Nach dem Gottesdienst sand Tafel statt. Ter Kaiser faß zwischen der Prinzessin Friedrich Leopold und der Prinzessin Ernst von Lachseri-Altenburg, gegenüber der Reichskanzler zwischen dem Botschafter von Jralien Grafen Lanza und dem öfttelchisch-urigarifck)ien Botschafter v. Szögyeuy. Tie Hosschauspielerin Anna Schramm saß zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grasen Posadowsky. Ter Kaiser brachte ein Hoch auf d i e neuen Ritter °us und nach Aushebung der Tasel Gerde ün Ritter..^ bitter rächen wird. |ao liegt die General des 7. Armeekorps; den Stern znm roten Adler- Hauptschuld an der unrichtigen Behandlung der utben 2. Kl. mit Eichenlaub und mit der Krone: der Praji-sEjngeborenenf rage seitens der Landesregierung, des Reichsgesnndhettsamts Dr. Köhler, den ^Stern zum i Der Eingeborene ist ein Mensch wie wir — gewiß; roten Adlerorden 2. Kl. mit der Krone: Oberbürger- Lj^r eüi Mensch mit niedrigen Instinkten, rohen Leidenmeister Tr. Becker-Köln, der Direitor im Auswärtigenunb Begierden, ein Mensch ohne Treu und Glauben. Amt Tr. v. Körner; den Stmm zum roten M^pordtti nichts verkehrteres als die Weisheit: der Neger ober Än* SS VB MS Wolle ist °m Kind und muß °ts solches behandelt Brunner-Berlin, die Professoren Jnye-Aachen und werden. Seme Handlungen und ferne Gesinnungen haben JuststBonn, Mmislerralbttettor Tr. Schwartz köpf, Prof, leider sehr wenig kmdllches an sich — auch schießen Kinder Dr. Wald e"y er-Berlin; den roten Ädlerorden 3. Kl', mit nicht auf uns. der Schleife am Ringe: Generalkonsul Tr. Rücker- Nicht durch Schnaps-und Tabakopfer, nicht durch jovialen Jenisch in Kairo; den roten Adlerorden 3. Kl.: Abg. Verkehr und Liebedienerei, auch nicht durch schriftliche Ver- v. Eynern-Berlin; den roten ^ldlerorden 4. Kl.: Abg. Tr. br^gt man ben Eingeborenen zur Botmäßigkeit, son- K 'Xi »•*." “«.“mSi«' e"’. Ä" "" *«<»•» ,»>».«-,<-* w« >■* SI“ * MÄ&w. * » W "* nrit dem Stern: Oberlandesgerichtspräjident Tr. Beseler - mehr bei halben Maßregeln stehen bleibt und die enormen ftiel der Unterstaatssetterär im Finanzministerium Dom- Kosten nicht scheut, welche notwendig sind, weil zu viel auf bviS, Oberprüsident Tr. Wentzel-Hannover; den kgüIbem Spiele steht. Es ist ja ganz außer Frage, daß der Kronenorden 2. Kl.: Geiieralsuperintendent Tr. Braun- Aufstand niedergeworfen wird, aber es muß dafür gesorgt Königsberg i. Pr., Univer;itälsrichter xt. D a ude - Berlin, ^.»rden, daß den Eingeborenen nie wieder Aufruhrgelüste Geh. Legarionsrat Dr. Hammailn, (der Eh es des Preß- Omnien. bureans im Auswärtigen Amt,ernst ^datteur der fter- Das kann man aber erreichen durch das Verbot des ,mnigen daordhauser Zig. a^S^^Ürefbor^in 2BQffenbc^^^^enS überhaupt, wobei natürlich das Aufhören des ??riSmifterium;J den fgL Kronenmden Dritter Klasse:> staatlichen Waffen- und Munittonsverkaufes elnbegriffen^st, Pfarrer » ackenberg - Hotteiibach, Professor Tr. Kr o- " "" u ......" vatscheck (der Eheftedatteur der „Kreuzztg." T. vwd.), Kapellmeister Tr. Muck-Berlin, der Geh. Rat und zweite t Direktor der Staatsarchive Abg. Dr. Sattler, General- tonjnl Tr. v. Tischendorf-Algier; den kgl. Kronenorden vierter Masse: Porsiessor Freudenberg, Ehor- diriaent au der Kaiser Mlheun-Gedachtnislirche, Leutnant v Salzmann (Tistanzretter von Ehina). ironisch kritisieren. c t T ie ,.D rutsche T a g e s z t g." bedauert, daß der N o t der Landwirtschaft keine Erwähnung getan wird, gibt Dagegen, wie die „Postt und die Kreuzztg.", ihrer BLfrledig- nng Ausdruck, daß eine Verquickung des Hochwasserschutzes mit der Kanalvvrlage vermieden sei. Im übrigen wurde man eine abwartende Stellung einiiehmen müssen. — Gernsheim, 17.'Jan. Auf Veranlassung des Gewerbevereins fand hier eine Versammlung statt, in welcher Landeswohnungsinspektor Gretzschel aus Darmstadt einen informatorischen Vortrag über die hessische Wohnungsgesetzgebung hielt. In der anschließenden Diskussion wurde u. a. auch die Gründung einer gemeinnützigen Baugenossenschaft für Gernsheim angeregt. Die Vorstände deS Gewerbevereins und des katholischen Männervereins beabsichtigen, weitere Schritte in dieser Richtung unter Mitwirkung des hessischen Zentraloercins für Errichtung billiger Wohnungen zu unternehmen. Die hiesigen Wohnungsverhältnisse sind namentlich in den älteren Stadtteilen nicht günstig, eine gemeinnützige Baugenossenschaft würde mithin hier recht segensreich wirken können. Frankfurt, 16. Jan. Der „Frkf. Ztg." zufolge weilte Direktor Otto Neu mann-Hofer vom Berliner Lessingtheater dieser Tage m Frankfurt, um das Projekt der Erbauung eines neuen, des neuesten Schauspielhauses zu betreiben. Direktor Neumann-Hofer hat Rücksprache mit maßgebenden Persönlichkeiten genommen. Als Platz soll ein Grundstück in der Hochstraße, direkt am Durchbruch nach der Anlage, gegenüber der Börsenstraße, in Aussicht genommen sein. Hanau, 16. Jan. In der Stadtverordneten-Versamm- mng teilte der Vorsteher mit, daß die Beendigung der Verhandlungen zwischen Preußen und Bayern, bezüglich der Fortführung der Mainkanalisation von Offenbach aufwärts, nahe bevorstcht. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Schenburg (Hessen-Nassau) erschoß der Förster Carpcntier beim Spielen mit dein Gewehr seine Frau.— Der ledige, 23 Jahre alte Mathias Jung- henn wurde auf der Station Neu-Sachsenhausen, als er in den Packwagen eines aussahrenden Zuges springen wollte, von den Rädern erfaßt und sofort getötet. — Die Fleischerfachschule, die vor 8 Jahren in WormS von Dr. Schneider begründet und nach dessen Tode im Jahre 1898 von seinem Fachlehrer Fleischermeister Johanne« Mink übernommen und in Hamm (Rheinhessen) fortgeführt wurde, t. D. "Red.) * Die Duellafsäre in Pirna. Wie w-ir nnt- geteilt hatten, haben in Pirna zwischen einem Oberleutnant und mehreren anderen Offtzierru Zweickirnpfe stattgefunden. Tie Gegner der Oberleutnants wurden meh-r oder minder verletzt, lieber die Borge schlichte die,er traurigen Angelegenheit schreibt man noch folgendes: Oberleutnant Krohn vom Feldartillerie-Reguuent Nr. 64 in Pirna, ein begabter, tüchtiger und allgemein beliebter Offizier, verheiratete sich vor einigen Jahren mit einer Töchter des Geh. Medizinalrates W. Er erfüllte, zumal da er sehr vermögend ist, der von ihm herzlich geliebten Frau jeden Wunsch; u. a. kaufte er ihr ein Iieitpserd, ließ ihr Reituuterriü)t erteilen und gestattete ihr viel gescllschaftllche Vergnügungen und Unterhaltung. Ter Ehe entsproß ein Kind, um das sich die Mutter jedoch nicht viei gekümmert haben soll. Oberleutleutnant K. vertraute seiner Gemahlin vollkommen, und allerlei ungünstige Gerüchte über deren Lebenswandel, die chon int vorigen Sommer entstanden, drangen nicht bis zu hm. Auch war er durchs seinen Dienst sehr beschäftigt, den er sehr ernst nahm, umsomehr, als er in nächster Zeit die Kriegsakademie beziehen sollte. Kurz vor Weihnachten reifte die ganze Familie zu den Eltern des Offiziers nach Lübeck, von wo dieser am 3. d. M. nach Pirna zurückkehrte, währetid eine Gemahlin bei den Verwandten blieb. Bald nach seiner Heimkehr wurde nun der nichtsahnende Gatte von Vorgesetzten in kameradschaftlicher Weife von dem tnterrichtet, was man besonders in den teilen der Oftiziersdamen Usher beobachtet hatte. Weitere Nachforschungen führten zur Auffindung von Briefschaften der Frau, aus denen ihre Schuld sowie die Namen dreier Verführer klar hervorgingen. Außerdem wurde bekannt, daß die Dame nicht nur einen zärtlichen Briefwechsel hinter dem Rücken ihres Ehegatten unterhalten, sondern ihren Liebhabern auch Ge- chenke gemacht hatte. Oberleutnant K. forderte bald nach dieser Entdeckung von Oberleutnant G vom Artillerieregiment Nr. 64 eine Erklärung; dann folgten Verhandlungen vor dem Ehrenrate des Regiments und weiterhin vom 7. Januar ab unter scharfen Bedingungen im Graupaer Forste und im vJitefer Holze innerhalb einer Woche die Zweikämpfe, aus denen der Beleidigte, der als ausgezeichneter Pistolenschütze bekannt ist, unversehrt heroorging, während seine Gegner schwer verwundet wurden. Oberleutnant K., der ebenso wie sein Sckpviegervater allgemein bedauert wird, hat in dieser schlimmen Zeit mit lleberwindung seiner seelischen Leiden Tag für Tag Dienst getan. Tas Schcidungsverfahren ist bereils im " Gange. Frau K. steht in den 20er Jahren und ist durchaus keine Schönheit. Man sagt, daß noch weitere Duelle bevorstehen. DaS Scblimmpe steht aber kost: eine Anzahl von Offizieren hat einem Kameraden die Ehre des Hauses gestohlen, hat daS HauS dessen Gastfreund- chaft sie genossen, ausS schändlichste enlweiht. Dar ist ein Vorwurf, so traurigschwer, daß jedem wirklichen Pater- land-freund fchtvül zu Mute wird. Forbach mit seinen ents-tzlichen Enthüllungen, dann daS stolze W*r' im ReicheGermanen zur Rönre rzeit. Der Vortragende wies zunächst darauf hin, wie sehr die Lokalforschung die historischen Kommissionen unterstützen kann in dem Bestreben, unsere früheste Vergangenheit aufzuhellen. Gerade in der Umgegend von Gießen sind durch die Ausgrabungen des Oberhessischen GeschuhtsVereins höchst wertvolle Aufschlüsse über die frühgermanische Zeit gewonnen worden. Das Gießener Museum birgt in seinen unscheinbaren Fundstücken wichtige Urkunden zur frühgermanischen Geschichte. Zahlreiche Spuren frühgermanischer Dörfer verschiedenen Alters sind hier in der Gegend entdeckt worden. Von besonderer Bedeutung sind die reichen Gräberfunde an der Rödgener Straße. Der Kaiser Domitian, der den römischen Grenzwall hier in der Nähe errichtet hat, verstand es, sich mit der einheimischen Bevölkerung freundlich zu stellen, und deshalb ließen sich die Germanen so nahe cm der römischen Grenze nieder. Ein reaer Verkehr zwischen Germanen und Römern begann; die Chatten nahmen vieles von der römischen Kultur an, davon wissen die Gräberfunde an der Rödgener Straße zu reden. Damit steht eine Bemerkung eines römischen Schriftstellers im Einklang, wonach gerade die Chatten viel von der römischen Kriegskunst angenommen haben. Schließlich werfen die Ausgrabungen auch Licht auf die frühen Wanderungen der Germanen. Wie die Germanen und Germaninnen ausgesehen, wie sie sich gekleidet haben, das zeigte daun der Vortragende an einer Reihe von vorzüglichen Lichtbildern, die großes Interesse erregten. Aus den ersten Bildern war zlu sehen, wie die Römer die Germanen abbilüeten auf ihren Siegessäulen, Münzen, Bronzen u. dgl. Man konnte deutlich beobachten, wie Die Kleidung der Germanen, die anfänglich den Oberkörper frei ließen, allmählich reicher wird. Das größte Interesse erregten die Bilder, die die allgermanischen Leichelr- funde in den norddeutschen Mooren darstellten; das Bild einer gut erhaltenen altgermanisechen Hose war besonders interejsant. Das Bild eines germanischen Kriegers aus dem 5. und 6. Jahrhundert, das man auf Grund von zahlreichen Gräberfunden mit wissenschaftlicher Genauigkeit gezeichnet hat, beschloß die Reihe der vorgeführten Lichtbiwer; der Krieger jener Zeit ist von römischer Kultur schon stark beeinflußt. — Ter Vortragende hat ein sehr anschauliches Bild der Germanen zur Römerzeit entworfen; er hat gezeigt, wie die Altertumsforschung arbeitet und was *”* geleistet hat und leisten will. Seine Aufforderung an Gießener, auch weiter mitzuhelsen bei dieser AÄeit, sicher auf fruchtbaren Boden gefallen. tag: „Ein zweites Forvach gibt es nicyt" und wenigeWochen daraufPirna! Einer der im Tuell verwundeten Leutnants soll seiner Verletzung erlegen sein. Das meldeten wir bereits. 9ieu aber ist eine Meldung der ,^!pzg. N. Nachr.", daß von Oberleutnant Krohn neun Kameraden vor die Pistole gefordert worden sind. Beim achten Pistolenduell erhielt Krohn einen Schuß durch das rechte Ohr. Bon ihm wurden mehrere Leutnants verwundet. Ter Leutnant Neumann wurde in die Brust geschossen und liegt schwer krank in seiner Wohnung, während der jüngste Leutnant des 2lrtUlerieregiments, Ger lach, einen Schuß in die Schultern erhielt. Tie Ehefrau, die das ganze Unheil angestiftet, reiste »unter Zurücklassung ihres Sohnes von chren Schwiegereltern, die sie aus dem Hause wiesen, nach Berlin, von lvo sie durch ihren Vater, einen hochange- sehenen Arzt der Heilanstalt Sonnenstein, in das Elternhaus zurückgebracht wurde. Tas letzte Duell soll, sobald es der Zustand des Oberleutnants erlaubt, sofort zum Austrag gelangen. Das Dr.s^ener Kriegsgericht dürste sich sehr bald mit der Aü Hella euheit beschäftigen. Mehrere Leutnants sollen sich in angeheiterter Stimmung bei einem Tiner über die junge Fran des Oberleutnants unterhalten haben. Ein alteret Stabsoffizier hörte die verdächtigen Bemerkungen und forderte Aufklärung. Er verständigte dann Krohn von der Dache. Die Duelle haben am Spitzberg bei Großootta, im Gottleubatal, in der Herrenleite bei Posta, im Graupaer Wald und in einem Walde bei Bodenbach stattgefunden. BekäN:'.täch liegen in Pirna die Artillerieregimenter Nr. 64 und 28. • Lysol. Nach ministerieller Mitteilung sind, wie die „Neue Pol. Korresp? schreibt, seit dem Jahre 1899 wieder- holt Falle zur Kenntnis der Behörden gelangt, in welchen durch den Gebrauch von Lysol Schädigungen und Unglücksfälle vorgekommen sind. Außer den auf Verwechselung und unvorsichtiger Aufbewahrung des Lysols beruhenden Vergift tungen sind seit dem genannten Jahre 2 Morde, 11 Selbstmorde und 8 Selbstmordversuche durch Lysol herbeigeführt. Mit Rücksicht hierauf sind die Polizeibehörden ersucht worden, die Bevölkerung in zweckentsprechender Weise auf die mit dem Gebrauch von Lysol verknüpften Gefahren aufmerksam zu machen und insbesondere die Hebammen, welche sich dieses Desinfektionsmittels mit Vorliebe zu bedienen pflegen, sowie die Desinfektoren und Heilgehilfen anzuweisen, daß sie in jedem Gebrauchsfalle die Beteiligten über die giftigen Eigenschaften des Lysols und der gleichartigen Cresol-Ceifenlösung aufklären und vor unvorsichtigem Gebrauche oder Aufbewahren warnen. * Gebackene Kinder. lieber eine „Heilmethode" berichten russische Blätter aus dem Bugulminsker Kreise im Gouvernement Jaroslaw. Unter den Kindern der im Kreise wohnenden Bauern herrscht eine e igenartige Krankheit, die man das „hündische Altern" nennt. Tie kleinen Kinder sind außerordentlich schwach und schlecht entwickelt, ihre Haut ist faltig, wie bei alten Leuten, sie schreien nicht, wie andere Kinder, sondern wimmern nur leise — kurz, sie machen einen sehr traurigen Eindruck. Tas kranke Kind wird nun in folgender Weise „geheilt": Eine kluge Frau bindet es mit einem Tuch auf die Brotschausel vor dem Backofen, aus dem eben das fertiggebadene Brot genommen wurde. Darauf fragt die Mutter des Kindes von draußen durch das Fenster: „Was machst Tu da?" — „Ich treibe die Krankheit aus", erwidert die kluge Frau. — „Tue das, backe die Krankheit weg!" Tas Munderweib schiebt nun den schwach stöhnenden Säug- lina tief in den heißen Ofen und läßt ihn etwa zehn Sekunden lang brüt. Tann wiederholt sich die Frage der Mutter durch das Fenster, worauf mit dem Kinde die Prozedur des Backens noch einmal vorgenommen wird. So geht es unter Umständen vier- bis fünfmal, bis das Kind keinen Laut mehr voll sich gibt. Man wickelt es dann in irgend eine Hülle — die Kur hat ein Ende genommen, das Kind auch: Aus Stad! und Sani. Gießen, den 18. Januar 1904. •* Personalien. S. K. H. der Großherzog habendem Former Wilhelm Stein, in Diensten der Firma Julius Römheld, Eisengießerei, Eisenbau und Maschinenfabrik in Mainz, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" verliehen. — Das Ehrenzeichen für Mitglieder fteiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung S. K. H. des Großherzogs dem Mttgliede der freiwilligen Feuerwehr zu Bürgel Konrad Mangelmann. ** Dammrutschungen. Amtlich wird uns mit» geteilt: Am 16. d. Mts., abends 6 Uhr 40 Min., fand zwischen den Stationen Gießen und Lollar in der Nähe des Haltepunktes Badenburg eine nicht unbedeutende Böschungsrutschung im Feldeinschnitt bei km 128,2 ftatt unmittelbar bei bezw. nach Passieren des von Londorf—Lollar kommenden Zuges 1039. Das Fa hrgleis wurde verschüttet, die Maschine deS Zuges entgleiste; die Reisenden des liegen gebliebenen Zuges wurden von dem auf das zweite Gleis geleiteten Schnellzug 72 aufgenommen. Der Hilfszug mit den nötigen Mannschaften traf nach 7 Uhr an der Unfallstelle ein, die Auftäumungsarbeiten dauerten bis kurz nach 12 Uhr nachts, zu welcher Zeit der zweigleisige Betrieb wieder auf genommen werden konnte. Weder Reisende noch Personal sind verletzt worden, der Materialschaden ist gering, dagegen verursachen die Auf- und Wegräumungsarbeiten der abgerutschten Massen erhebliche Kosten. ** Im Oberhessischen Geschichtsverein hielt am Donnerstag, den 14. Januar, in der großen Aula der Universität Professor Dr. K. Schumacher aus Mainz vor einer großen Zuhörerschaft einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag über Chatten und andere VermilchUs. * Köln, 17. Jan. Das Wasser deS Rheines steigt fortgesetzt stark. Die Wupper überflutet weite Strecken. Das Hochwasier hat zahlreiche Betriebe zum Ein- stellen der Arbeit gezwungen. — Ein Mädchen erwürgte vormittags ihr neugeborenes Kind und verbrannte den Leichnam auf einem starken Herdfeuer. Hausbewohner requirierten die Polizei, welche die Festnahme des Mädchens bewirkte. * Duisburg, 17. Jan. Heute morgen ist auf dem Hofe deS GerichtsgefängnisieS der Bergmann Wengust au5 Asberg durch den Scharfrichter Engelhardt hingerichtet worden. Wengust war wegen Ermordung seiner Brau: und deren Eltern zum Tode verurteilt worden. * Essen, 17. Jan. (Amtlich.) Gestern morgen erfaßte die Lokomotive des Personenzuges Nr. 653 au der Strecke Saarn — Kettwig bei dem Nummerstein 8, 5 und 7 einen dem Arbeiterstande angehörigen Mann namens Johann Walierhof bei dem Versuche, den Personenzug durch Auflegen von Steinen auf das Gleis zur Entgleisung zu bringen. Das Gleis war auf ungefähr 80 Meter mit Steinen bedeckt. Der Zug hat keinen Schaden erlitten. * Kaiserslautern, 17. Jan. Hier sind bei einem Zimme rbrande vier Kinder emes Fahrikarbeiters ums Leben gekommen. • Paris, 17. Jan. Ein zwischen den Abgg. Sem bat und Bouchard stattgehabtes Duell verlief bei zweimaligem Kugelwechsel resultatlos. 'Madrid, 17. Jan. Als gestern eine Anzahl von Bewohnern aus Quintos über den Ebro setzen wollte, schlug das Ponton um. Neun Frauen und Kinder und ein Mann sind ertrunken. ' Wien, 16. Jan. Der gestern wegen Depotunterschlagung verhaftete Bankier August Körner wurde infolge Erkrankung und Fehlens des Fluchtverdachts aus der Haft entlassen. Die Untersuchung wird jedoch weiter geführt. e Lemberg, 17. Jan. Hier erschoß sich gestern der 17 jährige Schüler der 7. Gymnasialklasie, Casimir ZaleSki, Sohn des verstorbenen Chefs des Handelseisenbahnbureaus. Sieben der Leiche lag ein Zettel, auf dem Zaleski als Ursache des Selbstmordes Lebensüberdruß angab, der dadurch entstanden sei, daß man ihn wegen Zigarettenrauchens vom Gymnasium ausgeschlossen habe. 'Zürich, 18. Jan. An der Straße zwischen Unter» und Oberwetzikon stürzte gestern Nacht infolge einer Gas- Explosion ein Haus ein. Drei Hausbew ohner wurden getötet, einer verletzt. Eine aus vier Personen bestehende Familie fiel aus der Giebelwohnung in ihren Betten herunter, ohne Schaden zu nehmen. ' Vom Sturm. Infolge des Sturmes stürzte auf der Hildener Gewerkschaft bei Düsseldorf eine Giebeuvand ein. Em Maurer wurde getötet, zwei schwer verletzt. — In Worms hat der heftige Sturm von dem zweistöckigen, 30 Meter langen Fabrikgebäude das ganze, etwa 90 Zentner chwere Wellenblechdach mit einem Ruck emporgehoben und zur Erde geschleudert. Bis auf 80 Nieter Entfernung wurden Fenster zerstört und Niauern und Dächer beschädigt. Menschen ind nicht verunglückt. Es starben an: Zusammen: Lunqenmberkrlkose 1 (1) Mllranuberkulose 1 Masern 1 Bronchitis 1 Krebs 1 (1) Altersschwäche 1 Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr KD — — 1 - — 1 1 — — 1(D - 1 — — Summe 6 (2) 4 VZ) 2 694 Braubach. 90 schaftlich eingeladen. Einige Altersgenossen. 0291 gesucht. Hostohnkntscher Huhn. 701 werden. rm Buchen-Scheiter Aerzilidi empföhlen. Knüppel Solmser HoS Morgen Dienstag 0289 Abschüßen u. Preisverteilung. 695 gericht. Waren 599 Serie I [207 vermieten. Mk Serie II Mk Damaste. Serie III dieses Blattes 648 Betiiiichhiseii Nur letzte Neuheiten Markt 22. 77 Mietgel uche Offene Stellen 3u verkaufen 3u vermieten EmpfeltlnMen Kauf-Gesuche WM- 250 100 12 134 3000 7 8 Gießen, den 18. Jan. 1904. Senßfelder, Kreisstraßenmeister. Ulanka Golf. Jacketts Ein Handkarren, für Kohlerüahren geeignet, zu kaufen gesucht. Angebote unter Nr. 0276 an die Expedition d. Bl. 879] Bleichstraße 11 ist die mittlere Fünf-Zimmer-Wohnung, Bleichplatz, Trockenspeicher und Gartenanleil zu vermieten. Näheres Neuenweg 28. Staunend billig. 699 2. Stock, per L April zn vermieten. 1193 Lich, den 17. Januar 1904. Großh. Bürgermeisterei Lich. 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Rohrlieserung unb Derlegungsarbeiten, sollen "durch schriftliches Angebot vergeben werden. Pläne und Bediiigungen sind bei der unterzeichneten Behörde, letztere auch bei der Großh. Bürgermeisterei Horgenau einmseheu; Bedingungen und Angebotsvordrucke gegen ganz freie! Einsendung von 1 Mk. tn bar für fedes Los nur von uns beuehbar. Angebote sind unter Benutzung der Vordrucke verschlossen und nü entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag de« «.^Februar 1904, vormittags 12 Uhr, auf unserem Bureau: Frankfurterstraße 29, emzureichelt. Eröffnung tn Gegenwart der Anbieter. Freie Auswahl bleibt vorbehalten. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, am 15. Januar 1904. Großh. Kulturinspektion Gieße«. W i ß m anm 692 Liebigstrasie 37. Bleichstratze 32 [225 Schöne geräumige 6—7 Ziminer- wohnung, freie Lage, Bleichpll, Gartenanteil und sonst. Zubehör. 1. Etage, per 1. April. Daselbst schöne Mansarden-Wohuuug. (3. Etage.) 4 bis 5 Zimmer, an ruhige Familie zu vermieten. ~___ 295] 4-Zlmmer-Wohnung mit! 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Fuhr, 2tupeHÜr 25. ]693 Lebende _0286 Lahnhechte, Backfische zu haben Asterweg 1« Man verlange: Todes-Anzeige Heute nacht 2 Uhr verschied sanft unsere innigst geliebte Gattin, Schwägerin und Tante Um stilles Beileid bitten Giessen (Löberstrasse 18), den 18. Januar 1904, Gießen, den 16. Januar 1904, 713 02811 Wehsteinstr. 43 I 0279 Siebener Anzeiger, Brühl’rdie Druckerei Arnheim a. Rh., Niederland, Emmastraße 41, bei. 696 0230] Flickerin hat noch Tage frei. Chr.Jäger, Mäusburg 12,111 Der Gesamtauflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt der Firma Louis Schmidt, Im Namen der Hinterbliebenen Friedrich Stooss. Die Beerdigung findet Mittwoch den 20. Januar, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Lollar, den 17. Januar 1904. Für die uns bewiesene Anteilnahme an unserem schmerzlichen Verluste sagen wir hierdurch innigen Dank. Familie Feisel. Klein-Linden, den 18. Januar 1904. Eins. geb. Fräulein, w. b. kochen k,. ctro. Hausarb. üherm, s. z. 15.2. Stllg. (auch Aush. Geh. 16 Mk.) ev. zu eiuz. Dcune ob. z. ar. Kindern. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung unseres innigstgeliebten Sohnes und Bruders Zindwig Feisel sowie für die reichen Blumenspenden, für die Beteiligung der beiden Vereine und die trostreiche Grabrede des Herrn Pfarrer Hepding sagen innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen: Die Beerdigung findet Mittwoch den 20. d. MtS., vormittags 11 Uhr, von der Kapelle deS neuen Friedhofes aus statt. Heinrich Moos V., Metzger und Wirt und Familie. Hei tWge MÄchte gesucht Pflasterermstr. Hofmann, ^leinstr. 49. 0227 Kaiser-Panorama Kircheuplatz 15. Täglich bis 10 Uhr geöffnet. Diese Woche: Bade-Orte. Helgoland, Heringsdorf, Wiesbaden, Wildbad-Gastein^iissingen, Interlaken, Genf. 0250 Eintritt 25 Pfg. Kinder 10 Pfg. vMv OÄÖ OBO 0®0 w w * w w '-<• Die trauernden Hinterbliebenen, I. d. N.: Ziouis Kattrein. MMMM Im Stricken u.Anftricken vonStrnmpsev empfehl« ich mich angelegemlichst Ktrickgaroe^k-rDerliiAral habe id) ffctf Vorrang. BS* Ports- billigst. Ernestine Hopfner Gründer gtchr atze 17. Transpin hlcht ©teCUmg als Ver- ylUKuUl käuferin, gleich welche Branche."'" Näh. Bahnhofstr. 20 £1 Acker, MlH-Rtr., rechts am Lulweg, nahe der Scl)önen Llussicht, zu verpachten. Näheres bei 530 Iaco. >)nsta dt, Germania. Frau Franziska Kattrein geb. Rinn. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei unserem schweren Verloste, besonders Herrn Pfarrer Gussmann für die trostreichen Worte am Grabe und den Schwestern in den neuen Kliniken für die aufopfernde Pflege sagen wir innigen Dank. junger, Wem Bursche" gut empfohlen, kann alsbald ein- treten bei R. Oppenheimer Sohn Todes-Anzeige. Gestern nachmittag 5 Uhr verschied sanft nach längerem Leiden unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater, Onkel, Grossvater und Urgrossvater Herr Löb Isenberg* im 80. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen« Beuern, den 18. Januar 1904. 0278 Die Beerdigung findet Dienstag den 19. Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause in Beuern, statt. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern nachmittag 2 Uhr nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unsere innigst geliebte Gattin, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frm Elisabeth ESoerrensa* geb. Reger sanft in dem Herrn entschlafen ist. Um stilles Beileid bitten Die tieftranernberr Hinterbliebenen. Gießen (Schiffenbergerweg 64), Forstgarten, Hamburg, Lich, den 18. Januar 1904. 700 C austt 1 ude 20er, ev., mit I rk Berm., sucht sich an einem alleren Geschäft oder sonstigen rerttadl. Unter- nehmLn aktiv zu beledigen, uff. unter 0290 cm die Exped. d. Bl. Stadt-Theater Gießen. Direktion: Sicingoetter. Dienstag d. 19. Januar 1904, 11. Dienstag-Abonnent.. Vorstellg. Die wilde Jagd. 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