ErfteS Blatt. 154. Jahrgang Samstag 17. September 1904 Giehener Anzeiger General-Anzeiger Amis- und Anzeigeblatt str den Ureis Gießen morumid)75 Pt., viertel- jährlich DU. 2.20; durch Aohole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.-viertel- jährl. ausfchl. Bestellg. Annahme von Anzeiger» für die TageSnummer bis DormitlagS 10 Uhr. ZeilenyrerS: lokal 12 auSwärtA 20 Pfg. verantwortlich füt den poltt und aUqem. teil; P. Wtttko; für ,6tabt und ßanb* und »Gerichtsfaal^: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. Nr. »19 Vrßchelrrt tLgttch aujzer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener LamUten» Hättet viermal in der Woche be»gelegt. Rotationsdruck u. Verlag der B r Ü h l'fchen Untvers.-Buch-u. Stein- brudertl, R. Sangs. Redaktion. ÖrpeMtion und Druckerei: Lchutftrotze 7. Adresse für Depeschen: Äuzetger Gießen. Fernsprcchanichluh Nr. 51. Iie Heutige Kummer umfaßt 14 Seiten. Deutsches Reich. Berlin, 16. Sept. Der Kaiser traf heute mvrgen 'V2 Uhr über Elbing in Cadinen ein. — Ciegenüfter der Krakauer Blättevmieldnng von einer vernnächstigen Zusammenkunft des deutschen und russischen Kaisers in Sklernewice erklärt die „Voss. VZtg.", eine Einladung an den Kaiser, Skiernewiee zu besuchen, sei nicht ergangen. Ebensowenig sei von deutscher Seite eine Begegnung der Monarchen angeregt worden. Ueberhaupt sei für düs kaufende Jahr eine Auslandreise des deutschen Kaisers nicht geplant. Auch nach den „Münch. N. ist die Nachricht des Krakauer „Ezas" völlig unbegründet. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge richtete der Präsident des Reichstages Graf v. Balle streut an den Kaiser anläßlich derVer loftung des Kronprinzen folgendes Schreiben: „Ew. Majestät wollen Aller ynädig st gestatten, daß ich zu der Verlobung des Kronprinzen mit der Herzogin Eecilie zu Mecklenburg meinen alleruntertänigsten Glückwunsch aus vollem und treuem Herzen darbringe. Möge Gottes reichster Segen auf dem Erlauchten Brautpaare ruhen und diese Verbindung zum ewigen, zeitlichen Glück desselben, zur Freude Les Allerdurchlauchtigsten kaiserlichen Elternpaares und zum Heile des Deutschen Reiches gereichen. Es ist zum ersten Male, daß ein Kronprinz des Deutschen Reiches Verlobung feiert; deshalb habe ich geglaubt, obwohl der Reichstag zurzeit nicht versammelt ist, diesen alleruntänigsten Glücllvunsch namens des Reichstages, aber auch im eigenen, aussprechen zu dürfen. Auch bin ich fest überzeugt, daß die übergroße Mehrheit der Mitglieder des Reichstagees sich den hier ausgesprochenen Gefühlen aus vollem Herzen anschließt. Geruhen Ew. Majestät bei dieser Gelegenheit den Ausdruck meiner tiefsten Verehrung und treu gehorsamsten Ergebenheit allergnädigst entgegenzunehmen, mit welcher ich ersterbe als Ew. Majestät alleruntertänigster treugehorsamster Graf Ballestrem, Präsident des Reichstages, Pkawniowitz, 9. September 1904." Darauf ging vom Kaiser folgende Antwort ein: „An den Präsidenten Les Reichstages (Grafen von Ballestrem, Plawniowitz bei Rudziniz, Oberschlesien: Schwerin (Schloß), den 15. September. Ich habe mich über die treuen Glück- und Segenswünsche, voelchje Sie zugleich namens des Reichstages, mir anläßlich der Verlobung meines Sohnes, des Kronprinzen, zum Ausdruck gebracht haben, sehr gefreut und spreche Ihnen für Ihre freundliche Aufmerksamkeit meinen wärmsten Dank aus. Wilhelm." — Die Kaiserin hat durch ihre Oberhofmeisterin der Fürstin Bismarck ihre Teilnahme an der schweren Erkra nkung des Fürsten Herbert aussprechen lassen. — Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge treffen die. Zeitungsnachrichten nicht zu, Minister Möller beabsichtige eine Reise nach Konstantinopel zu unternehmen. .Der Irrtum ist vielleicht dadurch entstanden, daß allerdings vor Monaten der Handelsminister beabsichtigte, sich einer Reisegesellschaft zum Besuch der griechischen und kleinasiatischen Ausgrabungsstätten anzuschließen. Die Llbsicht wurde aber bereits vor längerer Zeit der Geschäftslage wegen aufgegeben. Hamburg, 16. Sept. Die „Hamb. Nachr." melden uns Friedrichsruh über das Befinden des Fürsten Bismarck: Der Kranke war heute gegen morgen sehr unruhig. Die Schwachs nahm zu und ist sehr groß. Sein Zu st and ist im höchsten Grade besorgniserregend. — Kapitän z. S. v. Grumme, bisher Flügeladiutant oes Kaisers, wird in der Hamburg^Amerika^inie die Leitung der nautischen Angelegenheiten übernehmen. Schwerin, 16. Sept. Der Kronprinz begab sich heute vormittag mit der Herzogin-Brant Eecilie und der Großherzogin Anastasia nach Gelbensande. — Auf allerhöchsten Befehl des Großherzogs bringt das Staatsministerium eine vrom Kaiser an Seine Königl. Hoheit gerichtetes Schreiben nachstehend zur allgemeinen Kenntnis: „Durchlauchtigster Freund ! Freundlich rieftet Vetter imd Bruder! Am Schlüsse des vor mir abgehaltenen Manövers, an dem Ew. Königl. Hoheit mit so lebhaftem Interesse teilgenommen haben, freue ich michi Euerer Hoheit meine Befriedigung über die vortreffliche Haltung und den ausgezeichneten Zustand der Truppen des grofr- herzoglichen Kontingents ausdrücken zu können. Zugleich ist es mir ein Bedürfnis, Euerer Hoheit auch bei dieser Gelegenheit meinen wärmsten Dank zu wiederholen für die so herzliche Gastfreundschaft, die ich in Euerer Hoheit Hause geftinden habe, und für den überaus wohltuenden Empfang, der mir allerorten, insonderheit in der Stadt Schwerin, von den Bewohnern bereitet wurde. Ich darf in dem Festschmuck der Ortschlaften, in den jubelnden BegrüßungtM der Bewohner, wie hi dem Erscheinen der zahlreichen Abordnungen von Kriegervereinen am Paradetage den Beweis aufrichtiger Liebe und treuer Ergebenheit erblicken, die mich hoch erfreut und mir den Aufenthalt in Eilerer Hoheit Lande besonders angenehm gemacht hat. Euerer Königl. Hoheit würde ich dankbar sein, wenn Dieselben Ihrem Lande hiervon Kenntnis geben, und hierbei auch meine lebhafte Genugtuung für t»ie entgegenkonvmende Aufnahme der UebmlgeiT' der in großer Zahl zusammen gezogenen Truppen zum Ausdruck bringen möchten. Ich! verbleibe mit den Gesinnungen unveränderlicher Hochachtung und Freundschaft Euerer Königlichen Hoheit freundwilliger Vetter und Bruder. Wilhelm" , Elbing, 16. Sept. Der Kaiser ließ sich heute vormittag von dem Landrat Etzdorf über das große Bran d- unglück in Ze her jVortrag halten und fembte den Landrat nach Zeher zur Feststellung des Umfanges des angerichteten Schadens. Der Kaiser übergab ihm eine Geldbörse zur Linderung der ersten Not. Dresden, 16. Sep^. Das „D. F." schreibt: Dem Vernehmen nach hat der König aus eigenen Mitteln 1000 Mk. bewilligt, die unter Zuhilfenahme des entsprechenden Betrages aus der Staatskasse einer Anzahl Arbeiter, etwa 50, den Besuch der ständigen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt zu Berlin-Charlottenburg ermöglichen sollen. München, 16. Sept. Kaiser Franz Josef hat im Anschlüsse an den Empfang einer Ofsiziersabordnung des 7. bayerischen Artiller ieregiments, die von dem Prinz- regenten Luitpold mit der Neberreichung eines silbernen Tafelaufsatzes für das 10. östreichischje Korpsartillerieregiment betraut worden war, folgendes Telegramm an den Prinzregenten gerichtet: „Seit einem halben Jahrhundert erfreut sich das Korpsartillerieregiment Nr. 10 der hohen Auszeichnung, Deinen erhabenen Namen zu führen. Dessen eingedenk begeht es nunmehr ein selten schönes, in den Armalen seiner Geschichte bleibende Erinnerung findendes Fest In gütiger Fürsorge hast Du diesen Anlaß wahrgenom- men, um dem Regimente nicht nur eine prächtige von mir eben bewunderte Spende zu widmen, sondern auch feinen Angehörigen vielfach weise Huld beweise zukommen zu lassen. Empfange hierfür meinen wärmsten und aufrichtigsten Dank, welchem ich von ganzem Herzen den innigsten Wunsch anfüge, daß dem Regimente noch lange das Glück beschieden sei, in Dir seinen erlauchten Inhaber zu verehren. Franz Josef." Der Prinzregent erwiderte: „Empfange für Dein so warmes, gütiges Telegramm meinen aufrichtigsten herzlichsten Dank. Als hohe Ehre und Auszeichnung hafte ich es empfunden, als Du mich vor 50 Jahren zum Inhaber des Artillerieregiments Nr. 10 ernanntest Mit Stolz bat es mich die lange Reihe von Jahren stets erfüllt, Inhaber dieses prächtigen Regiments zu sein. Es gereichte mir desbalb zur lebhaften Genugtuung, als ich erfuhr, daß mein Regiment sich anschickte, den Tag, an welchem ich vor 50 Jahren zu seinem Inhaber ernannt wurde, festlich zu begehen. Ich glaubte, Dir meinen wiederholten Dank für die mir seinerzeit erwiesene hohe Ehre nicht besser zum Ausdruck bringen zu können, als indem ich an diesen festlichen Tagen verdienter Offiziere und Unteroffiziere meines Regiments gedenke und dem Regiment selbst ein Angebinde überreichen lasse. Daß letzteres Deinen Beifall gefunden hat, ist mir eine besondere Freude. Luitpold." Kirche und Schule. Berlin, 16. Sept. Wie das ,93. %? hört, wurde Professor Lntz-Korodi, der früher in Siebenbürgen tätig war, zum Oberlehrer am hiesigen KönigSstädischen Realgymnasium ernannt Professor Korodi ist bekanntlich vor einiger Zeit in seiner Heimat infolge seines Eintretens für die Deutschen in Ungarn in Acht und Bann getan und vor Gericht gestellt worden. Er hat sich dann ständig in Berlin niedergelasien. — Der Hamburger Korrespondent der,Fr?f. Ztg/ hatte eine Unterredung mit dem aus Südwestafrika eingetroffenen Farmer und Händler Groeneveld. Groeneveld wird in Berlin eine Audienz beim Reichskanzler nachsuchen, um seine Beschwerden und Entschädigungsansprüche zu begründen. Die Lage in Südwestafrika sieht Groeneveld außerordentlich ernst an. Falls die Regierung wirk- lich, wie eS bestimmt hieß, am 15. September von den Eingeborenenstämmen die Abgabe der Waffen verlangt habe, so sei es sicher, daß auch die Bondelzwarts, Bethanier, Veldschoendrager, Berseba, die Gibeoner unter Hendrik Witboi, die GokhaS und Hoachanas l oSsch la g en werden. Daß ganze Unheil kommt daher, daß die deutsche Verwaltung den Eingeborenen Schießwafsen verkauft habe, die Engländer hätten sich stets davor gehütet. Groeneveld bestätigte auch die Informationen der „Hamb. R. R/ über Gerichts- und Ge- sängniS-Verhältniffe in Bethanien und KeetmannShoop. Ausland. Amsterdam 16. Sept- Aus Medang wird gemeldet: Holländische Truppen eroberten nach leichtem Widerstande Lingga und Liuggadjoelos auf der Bataff^-Hoch^ne Die Holländer hatten 17 Leichtverwundete, der Femd hinterließ 17 Tote und 50 Gewehre. Paris, 16. Sept. Aus Petersburg wird über Cydt- kuhnen berickM: Seit dem Attentat gegen Plehwe hat die revolutionäre O rg a n 1 f a t r 0 zc^Rußlands ansehnliche Geldmittel erhalten, welche bereite 100000 Rubel übersteigen. Dieselben sollen Verlmudimg zn einem weiteren Attentat finden, welches wieder gegen einen hohen Beamten geplant sei. . . _ . Zürich 16 Sept. Die internationale Konferenz zur De- kämpsimg des Mädchenhandels nahm heute nach einem Referat deS Majors a. D. Magener eine Resolution an, in iwlfber für alle Länder die schärfsten gesetzgeberischen Maßnahmen gegen die Zuhälter und ihr Gewerbe verlangt werden. Wien, 16. Sept An<> Kreisen des Welfenhofes in. Gmunden wird der ,Linzer Tagespost" versichert, daß sogenanntej Friedensverhandlungen zur Lösung der hannoverschen Frage zwischen Berlin und Gmunden gegenwärtig keineswegs' stattfinden. Daß früher ähnliche Verhandlungen erfolgten tmb aus persönlichen und formellen Gründen nicht nun AbscUnß gelangten, soll nicht in Abrede gestellt werden. Es ist leinet wegs^ ausgeschlossen, daß Kaiser Wilhelm, nachdem jetzt sein Sohn mit dem Gmundener Hofe verwandt geworden ist, eine friedliche Regelung der hannoverschen Angelegenheiten herbeizu-^ führen suchen wird. Bei der idealen Denkungsweise Kaiser Wilhelms ist Derartiges sogar mit Bestimmtheit anzunehmen. Erörterungen über den Partialverzicht des Herzogs tion Cu mberland, wie jüngst in der Preffe gepflogen ttmrben,: sind nichts weiter als Kombinationen. Petersburg, 15. Sept. Laut Berichten hiesiger Blätter sind bei derJudenhetze in Smela vom 4. und 5. September gegen 50 I u d e n mehr oder weniger schwer verwundet worden, von den Ruhestörern keiner, da bei der Ankunst des Militärs alles auseinanderlief. Etwa 250 Juden sind obdachlos. Gegen 100 Läden wurden ansgeraubt. Bisher sind 30 Ruhestörer verhaftet. Die Polizei ist beschäftigt, das geraubte Gut aufzusuchen. In das Handwerkeramt werden ganze Ballen von in jüdischen Häusern unb Laden geraubten Sachen eingebracht. Es heißt, daß auch Arbeiter und Meister von der Station Bobrinskaja an der Plünderung teilnahmeu. Smela gehört dem reichen Grafen Bobrinski und ist einer der reichsten und besteingerichteten Flecken des SüdwestgebietS. Es hat zwei große Zuckerfabriken und etwa 25 000 Einwohner, wovon die Hälfte Juden sind. Mexiko, 16. Sept. Der Präsident Porfires erhielt zu seinem 24. Geburtstag durch den deutschen Ge-- sandten von Wangenheim das lebensgroße Porträt Kaiser Wilhelms, sowie ein kaiserliches Handschreiben. Z>er Krieg zwisHeu Japan unv Muhkand. Aus der Mandschurei. Mukd'en, 16. Sept. (Remter.) Wie gWcTbet wird, rücken japanische Truppen von Osben her gegen! Mukden vor. Starke russische Streitkräfte stehen bereis ihnen entgegenzutreten. Lovdon, 16. Sept. Neber Tientsin erfahrt das Reuter- sche Bureau aus Kupantza von gestern: Die Russen halten noch inrmer die große Straße Mukden—- Hsinntin tun besetzt. Sie decken ihren rechten Flügel mit einem vollen Armeekorps oberhalb dey Hunanflusses, Die Japaner landen fortwährend Verstärkungen in Niutschwang imft schlicken Winterausrüst- ungen und Vorräte den Liauftuß aufwärts. London, 16. Sept. Der „Standard" meldet aus Shanghai vom 15. September: In Liaujan g herrscht wieder Ruhe. Der Markt ist geöffnet; japanische Kriegsbanknoten werden gern genommen. Unter der von den Japanern gemachten Beute sind 21 Eisenbahnwagen und große Futter Vorräte. Die Japanern beerdigten 1300 Tote vom rechten Flügel, 800 vom Zentrum und 1000 vom lin ken Flügel der Russen. Zwei russische Divisionen und schwache Kavallerieabteilungen stehen noch südlich des Hunho. Das Rote Kreuz-Hospital behandelt 12000 Verwundet* aus der Schlacht bei Liaujang. — Seit 6 Wochen geht hef-' tiger Regen nieder und hat namentlich in der Umgebung^ von Mukden alle Wege unpassierbar gemacht. Gerüchte melden die Neubiloung einer vierten japanischen Armee, die rechts neben Kuroki zur Umgehung des russischen linken Flügels vorrücken soll. Ihre Stärke wird auf drei Divisionen angegeben Die abwartende Haltung der Japaner erklärt sich durch ilyre großen Verluste und den Munitionsmangel. Die Russen erholen sich auffallend seftnell von dem Eindruck der letzten Schlachten. Als Ursache des Rückzuges der Rusien von Liaujang wird jetzt der Verlust der Stellung bei den KohlenMwben von £5entert durch General Orlows Division angegeben. Tie Zahl der Toten und Vermißten sowie der in den Getreidefeldern nicht aufgefundenen beträgt über 5000. Die Japaner verloren wohl mindestens die doppelte Zahl als die Nuffen. . Bei den Chinesen macht sich eine russ en feindliche S t i m m u n g^bemerDär. London, 16. Sept. Aus Tokio wird depesckxiert: Mm- sckzall Oyama habe den strengsten Befehl erhalten, die Offensive .wieder zu ergreifen, sobald seine Truppen hierzu wied.'r fähig sind und der Zustand der Straßen es erlarrbt. Falls die Russen fidi von Mukden zurückzögen, werde sie Oyama mit allen seinen Armeen verfolgen. Die Vereitelung von Oyamas Plan bei Liaujang ist der Grund zu diesem Befehl, der vom Mikado selbst ausgehen soll. Dre Japaner wollen den diesjährigen Feldzug nicht schließen, ohne rwch einen verzweifelten Versuch zu machen, die russische Armee zu vernichten. Petersburg, 16. Sept. Die Russ. Delegr.--Agcntur meldet aus Eharbin vom heutigen Tage: Die von den Russen in den Verschanzungen der Forts zurückgelaffenen allgemein bekannten Revolver kugeln ohne Spitze jverdcn irrtümlich für Dum»Dum-»Gescho sse gehalten. Augenscheinlich nimmt der japanische Oberbefehlshaber zu dieser Nebertrcibung seine Zuflucht, um bei beit Japanern, den peinlichen Eindmrck aftzusehwächen, der durck die wahrheitsgetreue Schilderung des letzten Kantpses erwartet wurde, zumal die I a p,a n e r w e de r Ge fan g en e, noch eine nennenswerte Menge Kanonen erfreutet haben und dennoch u n g e fr cu e r c Verlust e erlitten haften. In den lc tz ton Tag en sinrden nach den vorliegenden Meldnn otpfe statt- VAe berichtet wird, ist die Verstärkung der japanischen V 0 r fr u t auf der Linie Jentai-Bagnowrff" bemerkt worden. Es besteht 6nmnd zu der Einnahme, daß sich das j o pa,n i sche H cor vorbereitet, die Offensive zu ergreifen. Petersburg. 16. ^is Tschffu wird gemeldet, die 3a) Da tu U-J* u. s. gennnubnnqenbc '-berrocrrung wniut uumutm iu ßantevirtfÄft recht günstigen Zeiten entzegengingc. höchstens diejenigen Bezirke von der günstigen Lage - In der Angelegenheit der oberhess. Viehhändler wollen wir unserem Bericht über die letzte Stadt« Verordnetensitzung noch nachtrogen, daß nur Anregung dcS Stadto. Kirch der Oberbgm. Mecum den Provinzialdirektor Dr. Brcidert bitten will, zu der demnächst in der Viehmarkt- Angelegenheit stattsindenden Besprechung auch Vertreter der erfolgt am 26. September. •* Die Ehrenbürger der Stadt Gießen. Neben Exzellenz Gnauth und Geheimrat Gassky hat die Stadt früher noch die Ehrenbürgerwürde verliehen vor vielen Jahren an den Kirchenrat D. Engel von hier und außerdem an den Berliner NniversitätSprofesior, bekannten Chemiker A. W. v. Hofmann, dem diese hohe Ehrung für seine Verdienste um daß Zustandekommen deß Liebig-DenkmalS Der Altreichskanzler ,var nicht Ehrenbürger lobende Anerkennungen. Zur Lage der Landwirtschaft iMabt die „Arbetts- markt-Korr": Die recht gute Getreideernte und Me gewinnbringende Verwertung könnte vermuten lasten, daß Oie QmthimrKrfiaft recht aünstiaen Zeiten entgegengingc. Man Nimmt Das Urteil im Fall Witte. Frankfurt, 16. Sept. den Kreisdiener m BenShenn, Knopp, und den KreisdienerI m Darmstadt, H o ch, auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ihrer treu geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und I ihnen das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Kreisdiener in Oppenheim, Meyer, wurde zum Kreisdiener in Bensheim, der Kreis-1 diener in Erbach, Kayser, zum Kreisdiener in Oppenheim und der Kreisdiener in Groß-Gerau, Schwär er, zum KceiS- diener in Erbach ernannt. — Ernannt wurde der Lehrer Hildebrand in Hochweisel zum Lehrer an dem LandeS- zuchthauS Marienschloß unter Belastung in seiner Eigenschaft als Volksschullehrer. — Dem Forst wart s Lich zu Londorf wurde aus Anlaß ferner Versetzung in den Ruhestand der Charakter als „Förster* verliehen, dem Maschinisten Rädche zu Pfungstadt daS Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit verliehen. — In den Ruhe« stand versetzt wurde der Schastner in der Heff.-Preuß. Eisen-1 bahngemeinschast, Buchert. * In der vorgestrigen geheimen Sitzung der Stadtverordneten wurde bekannt gegeben, daß Geheime Jvstizrat Baist auS 2Lnlah seine?Jubiläums für die Stadl- armen ein Geldgeschenk gemacht hat. - Dom Manävec deS XvTll. Armeekorps. Der Nachbarstaaten. Auf der Bahnstrecke Frankfurt- Mannheim wurden am 16. d. Mts. zwei Streckenarbeiter auf dem Geleise zwischen Groß-Rohrheim und Gernsheim von einem Schnellzuge überfahren. Der eine blieb sofort tot, während der andere an den Beinen schwere Verletzungen davontrug. — Bei der in Nieder- Ingelheim statt- gehabten Gemeinderatswahl wurden sämtliche fünf ausgestellten Kandidaten der sozialdemokratischen Partei gewählt. — Unter dem Verdacht, den Privatier Däring am 10. Juni in Darmstadt in der Nähe der Ludwigshöhe ermordet zu haben, > wurde der 27 Jahre alte Friedrich Rupp aus Eisenach vergastet. — Dem Handelskammerpräsidenten Fritz Canthal in Hanau wurde der Charakter als Kommerzienrat verliehen. Viehhändler einzuladen. C. Unglücklicher S* tu Die Ehefrau des Weißbinders TL zu Hausen wurde vorgestern nachmittag, als sic im Fekde arbeitete, durch einen Schrotschuß am Auge verletzt und mußte in die Klinik aufgenommen werden. DaS Auge mußte auf operativem Wege entfernt werden. Bon einem I hiesigen Jagdliebhaber, der auf Hühner geschostcn hatte, mar der unglückliche Schuß abgegeben worden. - Die schnellste Fahrt nach Amerika hat nach einem Kabel-Telegramm auSNew-Pork der deutsche Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II. ‘ gemacht. Er Überholte seinen eigenen Schnelligkeitßrekord für die westliche Fahrt; er ! brauchte nur b Tage, 12 Stunden 44 Minuten. An Bord ! des Dampfers befand sich auS Gießen Prof. Dr. Hansen, der z. Zt. bekanntlich eine Forschungsreise durch Süd- und Mittelamerika macht. I Bad-Nauheim, 16. Sept. Die Mitteilung über die Verlängerung der Kurzeit ist dahin zu berichtigen, daß von der Großh. Regierung angeordnet ist, daß daS Kurhaus mit Restaurationsbetrieb in diesem Jahre versuchsweise bis zum 15. Oktober geöffnet bleibt und Mittwochs und Sonntags Militär-Konzerte am Nachmittag und am Abend, je nach der Witterung im Saal oder auf der Terrasse statt- I finden. Bäder werden bekanntlich den ganzen Winter hindurch verabfolgt. r. ErbeS-BüdeSheim, 16. Sept. Hebet die nächste Ursache des traurigenR o m i liendramaS in ErbeS-BüdeSheim, bei welchem der Altbürgermeister Lebert, ein Mann von 83 Jahren, sein Leben ringebüßt hat, wird jetzt allgemein bekannt, daß die Streitigkeiten zwischen Schwiegervater und Schwiegersohn ihren Hauptgrund darin hatten, daß der hoch- betagte Altbürgermeister im Begriffe stand, seine I langjährige Haushälterin zu heiraten, was dem Schwiegersohn Baron von Lengerkc nicht genehm war, der deshalb alles aufbot, daS Heiratsprojekt zum Scheitern zu bringen. Gerade an dem Tage, an welchem die gegenseitigen Schüsse gewechselt wurden, wollte Ledert die Trauringe kaufen. Die I Schüße, die von Lengerke erhalten hat, sind nicht lebensgefährlich, doch ist dieser noch nicht transportfähig, weshalb I er auch noch nicht in daS Gefängnis nach Mainz verbracht werden konnte und sich noch in der Behausung des erschoßenen I Schwiegervaters in ErbeS-Büdesheim befindet. Eigentümlich I berührt eine Todesanzeige in einem Alzeyer Blatt, in der von Lengerke „im Namen der tiestratternden Hinterbliebenen* Iben Tod seines Schwiegervaters anzeigt. i| Kleine Mitte- tnngen aus Hessen und den Das Oberkriegsgericht hat das Urteil des Kriegsgerichts der 21. Division Dom 30. Juli d. I., wonach Oberleutnant Witte wegen Meineids und Mißhandlung in 14 Fällen zu einem Jahr und drei Tagen Zuchthaus verurteilt worden war, aufgehoben. Der 'Angeklagte wurde von der Anklage des Meineids gänzlich freigesprochen, von der Anklage der Mißhandlung in zehn von den vierzehn Fällen. Wegen der verbleibenden vier Fälle erkannte das Gericht anf vier zehn TageStubenarrest,die durch die mehrmonatige Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Die Verkündigung bet' Urteilsgründc erfolgte nach der „Frkf. 3tg." in öffentlicher Sitzung, nachdem der Verteidiger Brnek ausgeftthrt ! hatte, daß militärdienstlickie Rücksichten nicht mehr gefährdet werden könnten, der Angeklagte aber ein großes Interesse daran habe, auch vor der Oefseutlichbeit gerechtfertigt zu werden. Während der kurzen Beratung deS Ge- v,_, ,, richts über diesen Antrag des Verteidigern wurde der An- jDArfrfr™ bad Gefechten prrückzulegen. Jo ben Sriefen, du s geklagte von allen Seiten beglüwoimfthi. Sein, frühcrer 14 September war für die Soldaten bisher der anstrengendste Tag x? v-slähngen HerbstmanäverS, da cS galt, die bergige flkqenb Pvöchm Grimberg und HoherodSkopf in anstrengenden Landwirtschaft. o AuS dem Kreise Marburg, 16. Sept. Tie Herd- bnch-Gesellsckaft deS Kreises Marburg für das Vogels- berger Rind hielt am Montag in Heskem für den sog. Ebsdorfer Grund, am Mittwoch in Bürgeln für den nord- östlicken Teil und gestern in Hermershausen für den NM- lichen Teil des Steif cd Viehschmren mit Prämiierung ab. Im allgemeinen batte man dm Eindruck, daß die Zuckn oes Vogelsberger Höhenoichs, das sich besonders für die hiesige Gegend fo sehr eignet, gute Fortsck-ritte macht. Besonders in Heskem kamen prachtvolle Tiere zur Vorführung. Im Ganzen wurden 32 Geldpreise in Beträgen von 15, 10, 8 und 5 Mark au die Bescher der besten Tiere verteilt. Sieben Besitzer erhielten außerdem die Soldaten m die Heimat sandten, liest man denn auch» gewöhnlich: „ES war die höchste Zett, daß wir inS Quartier kamen.* lieber die drei letzten Manöveriage am 22., 28. und 04 September, da« eigentliche KorpSnianöver, ist bei den Soldaten und Zivilisten nichts bekannt. DaS Oberkommando hält alles geheim, die Regimenter beziehen da Maßenquartier bezw. Btwack wo sie gerade daS Gefecht hinbringt, eß geht also vollständig kriegsmäßig. Am letzten Manöveriage, 24. September, vereinigt sich baß ganze 18. Armeekorps, um gegen einen markierten Feind zu manöverieren, der von ein-! zelnen Bataillonen oder einem Infanterie-Regiment mit Zuteilung von Kavallerie- und Artillerie-Abteilungen aufgestellt wird. Wie verlautet, soll der markierte Feind auf den Höhen um Steinbach und Garbenteich Aufstellung nehmen. Voraussichtlich findet am 23. September noch ein Biwak für baß ganze KorpS statt. Die Verladung der Jnsanterietruppen, Pioniere und Unteroffizierschule Biebrich geht im Laufe deS Nachmittags am 24. September vor sich. In Gießen gehen acht, in Lich zwei, in Butzbach vier und in Lang-Göns drei Militär-Extrazüge ab. Die Entlassung der Infanterie-Reserve Dcrmijcbut* • Kiel, 16. Sept. Gegenüber Gerüchten, daß daß Schulschiff „Stein" gesunken und dabei 300 Mann ertrunken seien, erklärt die Nordostseezeitung auf ®ntnb von Erkundigungen an amtlicher Stelle, daß dort von einem solchen Unglücksfall nichts bekannt sei. Das Schiff sit am 15. September wohlbehalten in den Hafen von Funchal eingelaufen. * Königsberg, 12. Sept. Tie ,L)stpreußische Ztg schreibt: Die Ermordung des russischen nisters des Jnncttn v. Plehwe hat die Frage aw geregt, ob verwandtschaftliche Beziehungen zavischen dem russischen Hause, v. Plehwe und der preußischen Familie gleichen Namens, insbesondere nut dem Oberlandesgerichtspräsidenten v. Plehwe bestehen. ~ur haben nasch dieser Richtung Erkimdigungen eingezogen unv können die Frage bejahen. Auf dem F-amilienUrchhofe des Rittergutes der preußisiben PlehweG, Dwarischken, rnbt ocr 11788 verstorbene gemeinsame Vorfahr Joachim v. Plehwe, Offizier unter Friedrich dem Großen und Führer des sturmes gegen die Russen im siebenjährigen Kriege. Einer seiner Mhne ging nach^ Ritßland imd wurde der Begrunve der russischen Linie, der Familie v. Plelsive, die seit wen über hundert Jahren griechisch-orthodox ist. ^-er ermvr^ t I Drifter ist ein direkter Nachkomme Ioachidns v. Plehwe, des UrgrrchVaters unseres OberljandeSgerichte.Hräsldenten.^ Nähere Beziel-ungen der preusiisch kn4 letzt nlncNtckerwnse bcr Markt jur tan ivirtfrf'sftrtcf* Masllnnen imb Geräte narft ent.narn. S» nflacn Ser bte erhShten «uStzal.en Mr Futter, » ” Düngemittel vollauf, um den lanbtrnrl^ftM-n Bett cb mE« zu verteueni. Dabei ist noch gainicht berücksichtigt, ^ SL'LL. sieben, der bureb die dieswbrigen Mehreinnahmen aus der w I treibeernte kUinn zu koinpensiereu wir buascden fie nicht. , ,, London, 16. Sept. Aus Tokio wird berichtet, der Minister oes Auswärtigen Baron Svmura habe ein Zirkular erlaßen, wonach Japan beabsichtigt, wenn es Port Arthur erobert habe, diesen Vas und btt ganze Liautung-Halb- iwfel an China zu übergeben. Es heißt, China werde Port Arthur -n evnem offenen Hasen erklären. Rach der Besetzung von Mulden beabsichtigen die .Japaner S a ck a l i n z u n e h men und sie würden dann bereit sein, Fried en s vors chlage zu -rwägeu, die folgende Bedingungen einsMieyen münten: 1. Ein internationales Snndikat muß die mcmbicnunicDc Bahn übernehmeu und sie als streng kommerzielle Unternehmung be- treiben. 2. Rußland muß 100 Millionen Psd. Sterling ober das Aeouivulent in Rubel als Kr i e g s e n t s ck ä d i g u n g be- -ablen. 3. Rußland muß alle Schiffe in den chine- sischen Gewässern Japan übergeben. Die Javaner würden bereit sein, Sachalin an eine amerikanische Gesellschaft für 5 Millionen Pfund zu verpachten. Uns scheinen diese Angaben der verspäteten Sommer Phantasie eines Reporters entsprungen zu sein. Red., Bahn bau m Korea. Paris, 16. Sept. Ter hiesigen Ausgabe des „Newvork Herald'' geht aus Söul die Nachricht zu, die Japaner würden | wahrscheinlich demnächst mit dem Bau der Bahnlinie Söul-, Gensan beymncn. Ter Bau der Bahnlinie Fusan-Ma,ampho - werde in vierzehn Tagen beginnen. Iapauische Spioae. Paris, 16. Sevt. Ter Generalgouverneur von IudoÄna berichtet, daß javanische Spione dos Mekongtal durchziehen. Tret japansich' Lmziere, welche als Pr reit er verkleidet das Land durchzogen, wurden verbasiet, dann aber wieder frei* gelaßen. Zwei andere iapanische Osiiziere haben in einem Hotel, wo sie abgestiegen waren, versehentlich Karten liegen laßen, dre sie von dem durchreisten Griände ausgenommen hatten. Helsingfors, 16. Sept. Der iapanische Offizier, der in Skagen die baltische Flptle erwartete und nach der Berliner japanischen Gesanvtschasi Telegramme sandte, wurde als Spion verhaftet. Mujor FiuhS, bic OIjcrlCTihtnntS Koch und Schott brüiftcrt itrnt fefncin «ater unb Stuber die Hände, seTbst die Dienst- ntäben der Familie Koch die als Entlastung zeug en eine ivnchUge Nolle gespielt patten, strechten dem Scrw Leutnant die Hand entgegett Di« Mgründuntz des Urteilä bauertr eine halbe Sttmdc und wav auf der cunen eine glänzende Rechtfertigung des Augeriagteu, auf bett trüberen eine Verurteilung vou Mises Roman ,^Aus einer ! kleinen Okmtifon", der den mittelbaren Auskofi diesett Berhanbluug gegeben hat. Das Mettknegsgericht istz so^sag,^ der Verhanblungsleitei', der vollen Neberzeuguug, dafi kein Verdachtsmoment ernsterer Natur erbracht worden ist. Im Ckgenteil, es ist namentlich mit Rücksicht aus die Aussageu. der weiblichen Zeugen überzeugt dafi auch nicht der leiseste Schatten vou Wiahrheit an dieser Verb ächt igimg ist, daß nmn es mit einem ^chiwätz zu tun hatte, das sich weiter verbreitete infolge der vorhandenen Gehässigkeit. Daß Frau Koch einmal tm Sckstafzimmer des Angeklagten war, l,at das Hlericht auf Grund der Aussage des Friseurs Mein alß crmicfcit cm genommen, aber es kann bar in nich.ts Verfängliches finden. Man hat den Zeugen auf sein Klopfen eingelassen, unb die Dame ist ins Nebenzimmer gegangen,, tvährenb der 'Angeklagte rasiert wurde. Nun wurde dem Au geklagten bic Frage, ob die Dame in feinem Schlafzimmer gewesen sei, mit dem .Hintergründe des verbreche- risckwu Verkehrs gestellt, und diese Frage hat er mit Empörung zurückgewicsen. Weiter hat der Angeklagte das Zusammentreffen mit Frau Koch in einer Sackgasse m W- rebe gestellt. Auch hier hat er vollstänbig korrekt gehandelt; denn 'es liegt ein Mißverständnis bezüglich der Aeußeruwg des Cberteutnantß Lindner vor. Wegen Mißhandlung ist der Slngellagte vom Kriegsgericht in vierzehn Fällen schuldig gesprochfim worden. Zehn dieser Fälle beziehen sich ans den Bnrschett Lipphart, der vor dem Oberkriegs- gericktt nenn Falle zurückgenlunmen hat, indem er erklärte^ daß ein Sckmterzgeftthl nicht eingetreten sei. Da es minder schwere Fälle sind, so erschien eine Gesamtstrafe von vierzehn Tagen Stubenarrest für ausreichend, die durch die Untersuchungshaft verbüßt sind. Cbcrleuhiant Witte, der das Urteil stehend angehört hatte, erklärte, die erkannte Strafe annehmen zu wollen^ und wurde dann zunächst in einer Droschke durch Oberleutnant Hemrnerich in das Militärgefängnis zuruckgebracht, bis der gegen ihn erlassene Haftbefehl aufgehoben war Svanghai, t«. Sept. Nrich sicheren Meldungen ans Japan errett das erste Milizaufgebot Befehl uct) Aum AuSmarfche bereitznbalten. Dte Miltz 'lpuiä ist dir l.-PIk -Ffrr km Kriog außer Handel Kampfe vor Port Arthur. Nonbo«, 16. Sept. Das Reutersihe Bureau meldet nu». Tlcdifir Ern ähmrif, der 'Port Arthur am 12. Sept, verlassen hat berichtet, daß die Japaner ztoiscben dem 8. imb 10 nn x rt aus dem Hoben Berge, tfori Meilen östticd vom Gownen Berge, erobert hätten. Die Japaner hätten sich nicht t m t z u halten vermocht infolge des f d> 1 e cb t c n 'b ii l * verec das auf dem Goldnen Berge bemißt itnirbe. Die Jalxuier versoctten ie[U. txtß F-ort zu unterminieren, alx'T MC Mmnrarberr schrotte nur langsam fort, ba sie wflbjam 'Ifb T i d) i i u . 16. Sept. Ein (Thmefe, welcher bte ')uid>ndrt von Oer «nscden dem 8. und 10. Sept, erfolgten Eroberung ernes Fcns von Port Arthur überbraditc. erzählt, cm r u ssrs cd er rorpedodootSzerßvrer sei im Dock von uuxmtidxnt Q ia- Hain: getroffen treiben und nntergeg a n g e n , wöbet neben Seeleute getötet wurden. Tie lapanrsche Flo t t c Tomme ieM viel näher heran und werfe täglttb emrge ('ranalen in Ne Stcü>t unb den Hasen. eine Granate zerstörte mehrere 4 000 Kran ke und Verwundete seien letzt m Port Ärttmr Die Mundvorräte aller Art inen sehr ge- ring und nur noch für fünf Docken fnen volle Rattonen vottbandm. Dir Garnison, auSschlietzlich der Offizrcre, wünsche die Uebergabc der Festung^ Japan? Plaue. Paris, 16. Sept. Der Londoner Korrespondent deS „Ma- tm" harte eine Unterredung mit dem japanischen Gesandten Havafchi. Dieser sagte, man irre ftJb, roenn man glaube, »xig Japan nicht 1 o lange wie R^ ßland kaut Vi en könne Der Krieg werde vielleicht b e i d e S t a a t e n erschöpfen, aber bas werbe gewiß für Rußland furdtbarer fetn al5 Tür Japan, bas diesen Krieg einzig ujb allem um hin? Sxi stenz führe. Die nächste schlacht werbe bn T i e l i u a geschlagen werden. Der Krieg werde auch roabrenb de? Sinter« ‘fortgefühn werben Die Transportmittel bet Japaner hätten sich in letzter Zeit lehr gebcßctt, was ihren Marsch nach Norden außerordentlich erleichtere, schließlich tagte Havaickr, mir haben darauf verzichtet, Pont Arthur durch Sturmangriff zu nehmen; man wirb die Festung durchAushun g e r n :ur Uebergabe zwingen. bas wird natürlich länger dauern. Aller- bmgs würden durch "bte Ettrnahme Port Arthurs 50 COO ..i ann fm weiden, bte nam dem Norden geschickt werden könnten; aber age, Anfangs- u. Schlußkurse. 13. .Augusts . Beerdigte. 4% Oesterr. Goldrente . 4*/5% Oestorr. Silberronte 100.30 Wetter 7,4 "0. Dan-el und Verkehr. MÜLwirlschast. 205.25 225.20 142.00 206.60 214.75 100.25 104.10 62.70 61.90 Bed. Himmel Heller Himmel Sonnenschein . 205.25 . 225.60 . 142.00 . 207.00 . 214.90 131.90 47.90 44.25 . . 101.85 . . 89.85 , . 101.90 . . 89.85 .V. 100.15 . . 98.70 . 101.75 M atthLnSgemeinde. Den 10. Setzt. : Heinrich Bender, Schuhmacher, verh^ratet, 54 Jahre alt, starb den 7. Sept. Den 16. Sept.: Wilhelm Christian Karl Hahn, Fabrikant, verheiratet, 33 Jahre alt, starb den 14. Sept. —Markusgemeinde. Den 13. Sept.: Justine Dreher, Cigarrenarbeiterin, 72 Jahre alt, starb den 10. Sept. — Lukasgemeinde. Den 7. Sept.: Marie Liehr, geb. Ccrrlß, Ehefrau des Schmieds Johannes Liehr, 33 Jahre alt, starb den 5. Sept. — Johannesgemeinde. Den 15. Sept.: Emma Pfeffer, g2b Gaudum, Witwe desl Andreas Pfeffer, 70 Jahre alt, starb den 12. Sept. — Ans der Klinök: Den 29. Aug.: Heinrich Hergert. Zimmermann, 54 Jahre alt, starb den 26. Aug. Den 5. Sept.: Christine Metz, 76 Jahre alt, starb den 3. Sept. — Aus der Provinzial-Siech enanstalt: Den 6. Aug.: Johannes Balder. 64 Jahre alt, starb den 4. Ang. Den 1. Sept.: Anna Lamp, 88 Jahre alt, starb den 28. Aug. Den 2. Sept.: Elifabetha Beck, 58 Jahre alt, starb den 30. Aug. Den 5. Sept.: Georg Weber, 79 Jahre alt, starb den 1. Sept. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonutag, den 18. September: Fortdauernd heiter, stellenweise -(besonders in Ober- hessen) Reifbildung, tagsüber wärmer. Auch für die fonunenben Tage fortdauernd heiter; trockenes, allmählich wärmeres Wetter in Aussicht. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. ■3% Mexikaner . . 41/s9/o Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nordd. Lloyd , , v Kreditakfien . . . Diskont o-Kommandli. Darmshldter Bank . Dresdener Bank . . Ber-iner Handels^es. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Golthardbahn . . . Laurahütte . . . . Rochani . . . . Harponer ... Tendenz: fest. Verantwortung.) Meine Kinder sind gestern Nachmittag an der Lutherciche, wo sie meine später kommende Frau erwarten sollten,..von einem fthtr- diebstahls in barscher Weise verjagt worden. Sie sollen sich vom Keuchhusten erholen und deshalb erhöhte Plätze mit reiner Luft aufsuchen. Auf alle Fälle konnte man doch warten, ob sie wirklich Absichten auf die Aepfel hatten, dann wäre immer noch Zeit zum Einschreiten gewesen. Das ist doch eine lächerliche Anwendung des berüchtigten dolus eventualis! Red Star L in ve Vertreter Carl Retter, Gießen, Bleichstraße 8. Der Postdamvier „Finland" der Red Star Linie in Ant« rnerpen, ist laut Telegramm am 12. September wohlbehalten in New-Port anqekommen. 4% Ungar. Gold reute . 40/.; Italien. Rente . . 4*/,% Portugiese? , S0/. Portugiesen. . . 1 % C. Türken . .' . Türken!oso ..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/, % äussere Argentiner Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. HottesdienK in der Synagoge (Südantage). Montag, den 19. September 1904. BerfShuungSfest. Vorabend: 6.30 Uhr. Predigt. Morgens: 7.30 Uhr. Predigt und Seeleufeier: 11.30 Uhr. Nachmittags: 3.45 Uhr. Thora-Vorlesung. Schlußpredigt: 6.40 Uhr (pünktlich). FesteSansgaug: 7.10 Uhr. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. 15. bis 16. September — -V 15,50 C. Berliner Börse vom 16. September 1904. (Mitqeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) . . 2&40 . . 29.00 . 118.30 10630 . 20580 >. • . 192.10 .. . 141.60 . . 155.25 . . 160.70 . 188 00 . . 18.80 . . 189.25 . . 250.50 . . 208.00 . . 215.50 15. „ 16. Privat-Diskont 31/* Prozent. Deft Kredit. . • Deutsche Bank Darmstädter Bank Neueste Welömwen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Berlin, 17. Sept. Nach einem Telegramme des „Lok.-Anz." aus Friedrichsruh hat sich der Zustand des Fürsten Herbert Bismarck derart verschlimmert, daß der Tod jeden Augenblick eintreten kann. Berlin, 17.Sept. Die Reichs-Justizkommission, wie die Sachverständigen-Vereinigung zur Vorprüfung von Fragen der Abänderung des Strafprozesses genannt worden ist, wird im nächsten Monat zur Aufnahme der Beratungen über die Fragen zusammentreten, die als besonders wichtig in den Vordergrund getreten sind. London^, 17. Sept. Wie die „Times" ans' Peking vom 15. d. M. meldetz, ist der Entwurf des Vertragess mit Tibet dort eingetroffen. Er besteht ans einer Einleitung und zehn Paragraphen. Tibet verpflichtet sich, drei, Märkte für den Handel zwischen den englisches und tibetanischen Kaufleuten zu eröffnen, den Warenverkehr auf den bestehenden und noch zu erbauenden Straßen zwischen Indien und Tibet zu gestatten. Tibet zahlt eine Entschädigung von 500 000 Pfund in drei Jahresraten Zur Sicherung der DurchMhrung der Vertragsbestimmungen besetzen die englischen Truppen das Tchumbital. Ohne- englische Erlaubnis darf tibetanisches Gebiet weder durch Verkauf noch durch Verpachtung an irgend eine fremde Macht abgetreten werdw. Keiner fremden Macht ist es erlaubt, sich, in die tibetmrifchen Angelegenheiten einzumischen, oder Wege, Eisenbahnen und Telegraphenlinien zu bauen, oder Bergwerke zu eröffnen, Paris, 17. Sept. Der Bankier Hollmann, genannt Hillwisch ans Baden-Baden, der von den deutschen Behörden verfolgt wurde, wurde hier in einem Hotel des Faubourge St. Denis verhaftet. Paris, 17. Sept. Petersburger Privatmeldungen zufolge sind die jüngst errungenen Vorteile der Japaner vor Port Arthur weit bedeutender als bisher zugestanden worden ist. Der Korrespoudet des New-Pork Herold versichert, General Stössel habe die Vollmacht erchalten, die Festung im geeignet erscheinenden Augenblick zu übergeben. Lemberg, 17. Sept. Nach Meldungen ou5 Marschau wird berichtet, daß der neue Minister des Innern, Mirski, die leitenden Persönlichkeiten mehrerer Gouvernements, welche sich durch zu weit gehende Maßregelungen mißliebig gemacht haben, durch andere Persönlichkeiten zu. ersetzen beschlossen hat. Petersburg, 17. Sept. Wie aus dem Hauptquartier mitgeteilt wird, sind die russischen und japanischen Führer entschlossen, eine entscheidende Schlacht in der Ebene des Hu»-Flusses zu liefern. Die Japaner hätten hierbei nicht die Frecheit, die sie bisher durch Beschießung der Höhen hatten. Wie man glaubt, wird die Schlacht eine bedeutendere werden als die bei Liaoycmg und für den Krieg, ausschlaggebend sein. Shanghai, 17. Sept. Roch sicheren Meldungen aus Japan hat dort das 1. Mikiz-Aufgeb ot Befehl erhalten, sich zum Ausmarsch bereit zu halten. Man glaubt, daß, es baldigst zur Front abgehen wird. Die Miliz ist Japans letzte Reserve für einen Krieg außer Landes. Die Fanrikien- der Angehörigen des Kanazawa-Regrnrents wurden unter der Hand verständigt, daß alle Offiziere bis auf ernatt, an dem etwa 600 Herren teilnahmen, darunter auch 'der ^inanzminister Frhr. v. Rheinbaben. .Oberbürgermeister Kirsch- nter brackste einen Toast auf die Mitglieder des Kongresses ans. Mindere Toaste wurden ausgebracht von Lesser-Berlin, Gaucher- Waris, Pellizzani-Florenz, Merris-London, Bulkley-Newhork, Pe- ttrini-Galatz und Petevsen-Petersburg. München, 16. /Sept. ,Der 3. internationale G abels- berger Stenographenlag begann heute mit einer Feier nm Grabe Gabelsbergers. Um 10 Uhr vormittags folgte die erste ceschäftliche Sitzung, die Regierungsrat Clemens^Dresden mit einer '' egrüßungsansprache eröffnete. Ministerialrat Schätz begrüßte die Versammlung im Namen der bayerischen Regierung, wobei er betonte, daß man in Bayern stets an dem System Gabelsberger^clls '•em leistungsfähigsten festhalte. Magistratsrat Schön begrüßte die Versammlung im Namen der Stadt München. Prof. Medom- Danzig ^überbrachte Grüße des deutschen Stenographenbundes sMelsberger. Später folgten Vorträge über die VerhältEe . er Stenographie in den verschiedenen Ländern. Ter Kongreß faßte jmte Resolution, welche die Errichtung von Lektoraten üü r Stenographie an allen Hochschulen, sowie die Errichtung von Staat sanft-alten für .Stenographie nach dem Muster der königlichen stenographischen Institute in "Dresden und München für wünschenswert erklärt. Es folgten Vorträge von Vrof. Mtena der -München, Prof. Dr. FröWger- Tresden, Eheftedakteur Dr. Kronsbein-Berlin, Kammerftenograph ^chaible-Stuttgaig und Regierungsrat Prof. Tr. Clemens-Dresden iber Verbandsfragen. Wien, 16. Sept. ,Die Druckschrift „Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, Ungarns geliebte Herrscherin" von Voroß wurde in Oesterreich-Ungarn verboten. Telephonisohei* Kursbericht. F iwkiurt a. J5.. 17. September. In der Laubenkolonie Transvaal wurden nächtlicherweise fünf Lauben erbrochen und daraus alles, was nicht niet- und nagelfest war, entwendet. In einer Laube sanden sie eine Lampe, und da u. a. auch ein Spiel Karten ihnen in die Hände gefallen war, taten sie ihre gesamte Beute in einen Sack, ließen sich gemütlich nieder und spielten so lange Skat, bis — die Lampe ausging. Beim Spiel scheinen sie noch gestohlenen Tabak aus gleichfalls entwendeten Pfeifen geraucht zu haben. Am folgenden Morgen fand man in der Laube einen Skatzcttel, aus dem der Verlauf des Spiels ersehen werden konnte. Die Lampe war total heruntergebrannt. Von den Einbrechern und ihrer Beute war jedoch keine Spur zu finden. Der „Skat der schweren Jungen" wirst sowohl auf die Sicherheitszustände in den Laubenkolonien als auf die Dreistigkeit der Eindringlinge interessante Schlaglichter. * Heber die unbarmherzige Behandlung unb Abfchindung der Pferde hat sich schon mancher entrüstet, und _ es bleibt immer alles beim alten. Das braucht nicht so zu sein; denn es gibt einen rettenden Gedanken,^ welchen Oberst a. T. Spohr-Gießen in der Zeitschrift „Tier- und Menschenfreund" klar entwickelt bat, und der es verdient, bald in die Mirllichkeit umgesetzt zu werden. Wenn das Reich eine Pferde-Jnvaliditäts-Zwangsversicherung einführen würde, welcher jeder Pserdebefitzer beitreten muß, und wenn für jebeS alle Pferd, das so und so lange versichert war und sich in noch gutem Zustande befindet, also nicht abgeschunden ist, eine beträchtliche Anerkennungssilmme gezahlt würde, wogegen diese Summe fortsällt und das Tier zum Töten (unter bloßer Zahlung des Kadaverwertes) beschlagnahmt werden muß, wenn eine, in jedem Bezirk einznsetzende, amtliche Kommission die fernere Arbeitsunfähigkeit des Tieres ausspricht, so würde zweierlei eintreten. Erstens ist dann ein innerer Antrieb für die Besitzer vorhanden, sich die Anerkermungssumme zu verdienen und die Beschlagnahme zu vermeiden, daher werden die Tiere während ihres Arbeitslebens besser behandelt und besser verpflegt wer^den. Zweitens werden die Besitzer alter Tiere bereitwilliger diese zum Schlachten hergeben, da sie mit dem Schlachterlös und der Anerkennungssumme sich leicht ein neues Pferd beschaffen können. Unleugbar würde durch dies Verfahren unendlich viel Tierquälerei verhindert und das Märtyrerelend der alten Pferde ganz befeftigt werden können. Im Sinne dieses Gedankens wirkt die neu begründete „Pferdeschutzvereinigung", welcher bereits hervorragende Mitglllcher (z. B. Prinz Emll Schönaich-Carolath) angehören. • Der Humor von Hermann Staub, deut kürzlich verstorbenen ausgezeichneten Berliner Rechtsanwalt und Kommentator des Handelsgesetzbuchs, wird durch einige Aussprüche gekennzeichnet, die von dem Witz und der Schlagfertigkeit dieses Juristen ein glänzendes Zeugnis ablegen. „Meine Grabschrist^, so äußerte Staub einmal, „soll lauten: „„Staub war ich. Staub bin ich, das bedarf keines Kommentars"". *Aus der Schule. Der kleine Paul hat in der biblischen Geschichte gelernt, daß der Herr die Eva bildete, indem er dem Adam eine Rippe aus der Seite nahm. Eines Abends kommt Paul nach Hause, klagt über Schmerzen in 'öcr Seite und meint voller Besorgnis zum Mütterchen: „Ich werde wohl auch ein Weib kriegen!" — — Bochumer Guß . Harpen er Bergbau Tendenz: Ruhig. Ueberzeugen Sie sich, daß in memem llmstgewerbl. Instittlte Ihnen mindestens das Gleiche in Möbeln, Betten, Innendekorationen rc. :c. gptzoteu wird, als in auswärtigen, von Mchtsachlcutcn und mit Riefenspesen betriebene« sogen. Möbel-Fabriken. Ohne Kaufverbürdtick)keit ist Befichttgnug meiner FabrrkationS- u. Lagerräume gern gestattet.' CMdxifts - gründung 1858. Tb. Brück, Möbelfabrikant, Gießen, Ecke Schloßgasse Kanzleiberg-BrandMz. — 10 Schaufenster — Äsleohou 3LÜ. Schiffsnachnchten. Norddeutscher Lloyd. In Gießen vertteten durch Carl Loos, Kirchenplatz. Bremen, 13. Sevt. (Per transatlantischen Telegraph). Der Doppelschrauben-Schnellpostdanwier „Kronvrinz Wilhelm^, Rapitän, A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist fyeuie 5 Uhr morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. Bremen, 13. Sept. eute dahier vor Notar Justiziar M e h stattgehabten Auslosung unterer 4°/eigen Teilschulbverfchreibimgen sind folgende 106 Nummern gezogen worden: 2 9 80 125 183 185 209 226 228 230 243 255 276 288 290 299 822 8 7 884 892 401 406 4,7 488 44 6 47>8 475 497 68? 616 679 701 712 716 848 853 941 960 9>b 1000 1077 1086 1121 1149 1159 1257 1273 1317 1399 1404 1486 1470 1526 1551 1560 1Ö68 1606 1646 1681 1685 1699 1713 1726 1782 1920 1921 1943 1976 1987 2104 2128 2168 2161 2163 2197 2384 2385 2434 2463 2482 2491 2610 2648 2696 2643 2702 2708 3058 3091 3092 3109 3249 3286 3314 3375 3408 3415 3433 3445 3448. Bon den per 2. Januar 1902 und 2. Januar 1904 auSgelosten Teilschulbverfchreibimgen sind folgende Nummern noch nicht cmgcldft: 134 99 1088 1090. Die Auszahlung dieser auSgelosten Teilschuldverfchreibimgeii zuzüglich des Aufgeldes von 5w/e erfolgt vom 2. Januar 1905 ab mit Mark 1050 pro Slück bei unterer Gewerflchattskasse in Gießen, bei dem Bankhause Qafob Grünewald m Gießen, bei dem BankDause e 7. Fried. Rosse 7265 Grossh. Üniv.-Tanz- u. Fechtlehrer. V* - Frankfurt a. M D*’A e d l- --*■ Pressen zur Wein- u. Obstwein-Bereitung. Mit Uerculee-Druekwcrk. Holz- od. Eisenbiet. Hydraulische Keilern für Grossbetrieb mit 1 od. 2 susfahrbaren Bieten -j? Unerreicht In Leistung und Güte. Pb. Mayfarth & C1®- Unsere Patent- Universal- Plättmascbine fttr Kragen, Manschetten, 6ervit«*uri and lede Art rUtter WUehwtfloks Ist unentbehrlich fnr jede -------PlüttanstalL ■ — 2000 dieser Maschinen Im Betriebe. Plittet Mitt- bis Hochglanz beliebig. 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September. fe-p Da Beste m to Billigte! lebetanxrtie. Darum kaufe man mn Miedern crnn's Bernstein' Fußiiodenlackmu Farbe, •dlstl trsdmmk — »Stt) onschäuvb K“ WrltauSftevllng Paris 1900 goldene Medaille. Niederlage in Giessen bei Emil Fixchbncli, 3cltcr5- weg 24, <*eorg Wnlh nfeh. Marktplatz 21, in I^ollar bei u gan t Z i in in e rmimgi. hv”/e ifad-Oob Germania, Giessen. Sonutag den 18. September 1904: Jeier des 5. Stiftungsfestes auf dem Schützenhausc. 7394 Freunde und Gönner des Vereins sind höflichst eingeladen. Anfang 4 Uhr. Der Vorstand. LoZry's VievkeUev. Lchanzeuftraße 18. Sonntag den 18. September, von nachm. 4 Uhr an: Großes Tanz-Vergnügen. ttiatntt frei. 05349 DicweltbrkannteNShmaschlnon- 'irossfirma M. Jlicob«ohn, WT Berlin N. 24, Llnlemtrane 126, Lieferant v. Port-, Pietiss. 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Diendtag„dcn 20. September, punkt 9 Uhr abends Singstunde. Der nach dem SchützenhanS bestimmte Ansfluft '' findet Sonutag, den 25. Sept. statt.Der Vorstand. ---7 Zu der am Samstag, D/ den 1. Oktober 1904, D\ abends 8'/, Nhr im -----Bereindlotal staltfin- benden pekbst-iÄiikrglvaMinlW werden die Mitglieder hierdurch sreundlichst eingeladcn. Tagesordnung: Siehe § 10 der Sagungcn. vtT/e Der Vorstand. ^nietcr heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt über die „Große Modenwelt" mit bunter Fächervignette, Verlag John Henry Schwerin, Berlin W 35, bei. 7Ms