Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« Unwersitätsdruckerei. R. Lange, Greß«, Redaktton, Expedition ».Druckerei: Schulstr. A» Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. i Anzeiger Gieß«. Nr. Drittes Blatt. 154. Jahrgang Samstag ix. Septems »804 Die „Glehener KamMenblStter- werden dem i UN 1 |Z WX fiZ I i RZ j/i U M-XfcHi H JZ Ü »Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der W f O W/ I 6 B N O. H B fx «tzesfijche Landwirt^' erscheint nwnattich einmal. v nf General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen. CTWM—mm».—mi.» '»iii iMmi 'i i""!-*"^TTT*iinniwrrornT—fflfirawwMmmmnjwMm»|ljlli 1 , _.u . Z>er jüdische Wekigionsunterricht. Vom Gerichtsacceffisten Leop. Katz, Gr.-Buseck. Jtt der Provinz Oberhessen ist in jüngster Zeit seitens der Verwaltungsbehörden und Provinzialrabbiner vielfach die Frage aufgeworfen und erörtert worden, durch welche zweckmäßigen gesetzgeberischen Bestimmungen eine Reform des zweifelsohne tut Argen liegenden Religionsunterrichts, Der den tb(ie Volksschule besuchenden Kindern mosaischen Glaubens erteilt wird, herbeigeführt werden könne. Dieses', den wohlwollendsten 'Absichten der Behörden entspringende Bestreben ist mit Freude zu begrüßen. JLdoch ist m. E. die Durchführung der geplanten Reform auf Grund der tatsächlichen und finanziellen in den Kultus gemeinden auf dem Lande herrschenden Verhältnissen, nicht möglich. Weiterhin ist es zum mindesten bestritten und zweifelhaft, ob die Regelung dieser Motive der Kompetenz der Verwaltungsbehörden, den Kreisämtern, unterliegt. Eine Aenderung in der Erteilung des Religionsunterrichts soll zunächst in der Richtung eintreten, daß gewisse Anforderungen an den Bildungsgrad desjenigen, der den Religionsunterricht erteilt, den Religionslehrer, gestellt werden: er soll seminaristisch vorgebildet sein; bis zum Jahre 1898 konnte in facto Jeder, unbekümmert seiner Staatsangehörigkeit, seiner wissenschaftlichen, sittlichen und moralischen Qualifikation den jüdischen Kindern, die die Volksschule besuchen. Unterricht in der Religionslehre erteilen.*) Der Staat will sich nun seinerseits verpflichten, dem so vorgebildeten Religions- lehrer die Rechten und Pflichten eines Volksschullehrers einzuräumen. Der hierzu nötige Gehalt soll in der Weise aufgebracht werden, daß lokale Verbände der jüdischen Kultusgemeinden gebildet werden, derart, daß diese verpflichtet sind, je nach der Steuerkraft ihrer Gemeindemitglieder eine Quote zuM Gehalt des Lehrers beizutragen. Zugegeben werden muß, daß eine sittliche Verbesserung! der Juden auf dem Lande, wenn sie von Bestand sein soll, von einem verbesserten Religionsunterricht ausgehen muß; die angestrebte Verbesserung muß aber derart durchgeführt werden können, daß sie von den Juden auf dem Lande als ein Fortschritt, nicht aber wie im vorliegenden Falle als eine Einrichtung, die ihre schon ohnehin schlechte wirtschaftliche Lage aufs schwerste schädigt, empfunden wird. Wie schon angedeutet, ist die Durchführung der geplanten Reform aus tatsächliche Gründen nicht möglich; denn in anbetracht der örtlichen, ost stundenweiten Entfernungen der einzelnen zu bildenden Filialen, wird sich, nicht leicht ein seminaristisch gebildeter Lehrer finden, der für den Gehalt eines Volksschullehrers sich solchen körperlichen Anstrengungen unterzieht. Auch wird sich des öfteren eine Ueberbürdung der Schulkinder geltend machen, da die Religionsstunden noch an Nachmittagen, nach dem üblichen Volksschulunterricht, abgehalten werden müssen. Des weiteren darf nicht übersehen werden, daß stets auf dem Lande die Stelle eines Religionslehrers mit der eines Kantors verbunden ist und weiter darf nicht unberücksichtigt gelassen werden, daß leider die jüdische Landbevölkerung von jeher einen weit größeren Wert auf die Funktionen eines Kantors als die des Religionslehrers legte. Würde nun eine Filiale zu einem größeren Verbände beitragspflichtig, so wäre es chr, mangels nötiger Barmittel, unmöglich einen Kantor zu besolden. So würde eine tiefe Zerrüttung und Störung des Gottesdienstes — der Kernpunkt des jüdischen Gemeindelebens —, die chre Schattenseiten auch bald nach Eßen werfen würden, herbeige führt werden. Das größte Hindernis gegen die Einführrrng der geplanten Reform bildet die finanzielle Ohnmacht der Gemeinden. Dieselben sind keineswegs auch mit Unterstützung der Filialen, die meistens kleinere Kultusgemeinden mit geringer Steuerkraft bilden, in der Lage, den Höchstgehalt mit 2800 Mk. aufzubringen, ba nach angestellten Ermittelungen der durchschnittliche Höchstgehalt, den die größeren Landgemeinden allein für den Religionslehrer und Kantor, bei kräftiger Anziehung der Steuerschraube, aufvringen, 800 bis 850 Mk. beträgt. Wie wenn ein Lehrer pensionsbe- rechtigt wird? Nunmehr fragt es sich: Ist der Staat überhaupt zur Regelung dieser Materie befugt? Maßgebend für die Entscheidung dieser Frage sind die Normen des Schulgesetzes von 1874.**) Man wird wohl sagen dürfen: Der Religionsunterricht der Israeliten ist kein Teil des Volksschulunterrichts, eti ist kein Ausfluß der allgemeinen staatlichen Schulaufsicht; es finden deshalb auf ihn die Bestimmungen 5 der Mini- sterialvorschriften „fcie Ueberwachstmg des Religionsunterrichts in der Volksschule betr."***) keine Anwendung. Durch Art. 19 Abs. 2 des zit. Schulgesetzes wird bestimmt, daß die Müder, in deren Religion kein Unterricht in der betreffenden Schule erteilt wird, nicht verbunden sind, an dem ihnen ftemden Religionsunterricht teilzunehmen. Die Eltern oder deren Stellvertreter sind jedoch verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, daß den betreffenden Kindern Religionsunterricht erteilt wird. Ein Mitbeaufsichtigungsrecht des Besuchs des isr. Religionsunterrichts ist den staatlichen Schulaussichtsbehörden nicht übertragen.f) Es ist der Gemeinde überlassen, in welcher W ise sie den Besuch der Religion-stunden für die schul- pftichligen isr. Kinder obligatorisch erklären will. Airs dem Gesagten folgt, daß der Staat zur Regelung *) Eine Aenderung trat ein durch Ausschreiben des Kreisamls Gießen und isrl. Vorstände des Kreises vom 26. Mai 1898, 26. November 1862; teils aufgehoben durch das vom 21. April 1904 „betr. die Anstellung und Entlassung ihrer ') Auf Grund des Art. 88 d. G. tritt das Edikt von 1832 ,.das Volkss lulwescn im Großherzogttim Hessen überhaupt und insbesondere die Organisation der Behörden zur Leitung der ^chnl- angelegenhcitcn betr.", außer Kraft, insbesondere der lner in Be'ruht komnunde i- 4 der Instruktion für Ortsschulvorstände vom 20. Iimi 1832. Art 5 Inst für Bezirksschnlkommission dess. Da- turms, ferner kl. Er. vom 29. Nov. 1837 in oberhess. Intel! Bl. Nr. 48 vom 28. März 1.837 abgedrnckt. *♦*) ff. 5 der M. Vorschriften vom 11. 3cbt. 18 des Zehnstundentages und der Volksschule sein, die vom ftauenrechtlerischen Standpunkte aus erörtert werden sollen. Die erste Frauenkonferenz wurde gelegentlich Des Mainzer Parteitages abgehalten, sodaß die morgen stattfindende die dritte ihrer Art sein wird. Die führenden Geister der sozialdemokratischen Frauenbewegung — so Klara Zetkin-Stuttgart, Frau Steinbach°-Ham- burg, Ottilie Baader-Berlin und vor allem Lilly Braun-Gyzyki, die Gattin des früheren Reichstags-t abgeordneten Braun und Tochter des durch seine Kriegsbriefe in letzter Zeit vielgenannten Generals v. Kretschk- man, deren Veröffentlichung sie veranlaßte, werden auf der Konferenz erscheinen und sich neben den bereits erwähnten Gegenständen der vorliegenden Tagesordnung zweifellos auch sehr eingehend über einen Artikel der verwitweten Frau Apotheker Emma Ihre r unterhalten, die als ehemalige eifrige Vorkämpferin der Frauenkonferenzen letzthin abtrünnig geworden ist und in den „Sozialistist^n Monatsheften" diese Frauenkonferenzen als das „aller- unzweckmäßigste Mittel" zur Erkämpfung der proletarischen Frauenideale bezeichnet hat. Der Zorn gegen die Genoffin dürste noch verstärkt werden durch die Tatsache, daß sie sich der Gunst mehrerer führender Genossen erfreuen soll, was von den anderen Damen sehr mißfällig bemerkt worden ist. Auf der Tagesordnung der am Montag beginnenden Beratungen des allgerneinen Parteitages steht neben dem Geschäftsberichst des Vorstandes und dem Bericht der Kontrollkommission in erster Linie der Bericht über die parlamentarische TLttgFe11, den in früheren Jahren stets der Abg. Stadthagen erstattete. Die Dauerreden, die er auch bei dieser Gelegenheit ztr halten pflegte, scheinen jedoch Veranlassung gegeben zu haben, daß diesmal der Abg. Ledebou r, der intimste Feind Rosa Luxemburgs, als Berichterstatter figuriert. Dann soll ein Referat des tog. Fischer über die Maifeier folgen, woran sich die voraussichtlich sehr ausgedehnte Debatte über die Kommunalpolitik der Sozialdemokratie anschließen wird, die den Genoffen schon von München her schwere Sorgen macht. Das Referat hierzu ist dem Stadtv. L i n d e m a n n- Stuttgart übertragen worden, der dem Münchener Parteitage als Unterlage dienen soll. Nach dem Programm soll dann der Abg. Singer einen Bericht über den Verlauf des Internationalen Sozialisten-Kongresses in Amsterdam erstatten. Da er jedoch infolge einer schweren Erkrankung genötigt war, den Amsterdamer Verhandlungen fern* zubleiben und er aus demselben (tyrunbe auch auf dem Bremer Tage nicht erschteinen kann, so wird vorairssichtlich Kautsky stir ihn einspringen» Zimt Schluß sollen Dann die Organisationsfragen erörtert werden. Es steht jedoch außer Zweifel, daß der Parteitag sich an dieser Tagesordnung nicht genügen laffen, sondern noch eine ganze Reihe anderer Fragen in den Bereich seiner Besprech- ungett ziehen wird. So soll der Parteitag u. a. auch Stellung ilehmen zu der angeblichen Bedrohung des Reichstagswahlrechts durch Preußen ttnb ferner zur Sch. ulfrage, obwohl Bebel die letztere Frage als eine Angelegenheit der preußischen Genoffen aus bet, Debatte des Parteitages ausgeschaltet wissen will. Ebenso wird der Fall Schippe l nach Bebels eigenem Eingeständnis nicht zu umgehen sein, ja voraussichtlich sogar den größten Teil der Verhandlungen in Anspruch nehmens umsomehr, als die Parteigenossen des zweiten Berliner ReichstagsMahlkreises und die Genoffen in Essen Anträge auf den Ausschluß Schippels aus bet Partei eingebracht haben. Jedenfalls dürften bei dieser Gelegenheit auch die übrigen Genossen des revisionistiM schen Flügels nicht ganz ungerupft davon kommen, zumal! dieses Vergnügen nach den Beschlüssen des Amsterdams Kongresses ohne Gefahr für den Bestand der Partei au8* geübt werden kann. Wann unter diesen Umständen bte Vehanrdlängen sich der Beratung der vorliegettden 117 Anträge zuwenden werden, ist noch gar nicht abzusehen; sie werden voraussichtlich wieder zum Schluß im Galopp zur Beratung und Erledigung gelangen, obwohl sie eine! Reihe der wichtigsten Fragen streifen. So wünschst man in Den Anträgen Erörterungen über den Geheimbund- Prozeß in Königsberg, von dessen Ausschlachtung^ man sich eine wesentliche Unterstützting der Agitation int- Osten verspricht: ferner soll das Wahlbündnis ntifi Dem bayerischen Zentrum besprochien werden, wäch-^ rend von anderer Seite zu gleicher Zeit eine entschstedenepe' Bekämpfung des Zentrums verlangt wird. Weitere SÜro-; träge betreffen den He rer o krieg, die Alkoholfrage (deren Erörterung bisher von jedem Parteitage- abgelehnt wurde), die Propagierung des Sozialismus in der ArMee, und die Verschärfung desj Organisationsstatuts in dem Sinne, daß grobe 53er*1 stoße gegen die Grundsätze des Parteiprogramms zum Ausschluß des betr. Genossen führen sollen. Ein Antrag auf Ausschluß des Berliner Stadtv. Dr. Friedeb er g auÄ der Partei wegen seiner Haltung in der Frage des Generalstreiks auf dem Amsterdamer Sozialisten-Kongreß hat sichi durch den inzwischen erfolgten freiwilligen Austritt des Genossen aus der Partei erledigt. Auf aTfö- Fälle wird es an lebhaften Auseinandersetzungen, wie sie auf dem letzten Dresdener Parteitage an der Tagesordnung waren, auch diesmal nichst fehlen. Wir werden die Verhandlungen berichten. Mehr denn je ist diesmal die allgemeine Austnerksam- keit auf den ,Jungbrunnen" gerichtet. Wird iDresdep noch überboten werden? Das ist die Frage, die sich mancher^ erw^tungsvoll stellt. Es beutet vieles darauf hin, bafj trotz allem, was vorausgegangen, eine Steigerung Wahrscheinlich ist. Denn es sind seit Dresden die Streitigkeiten innerhalb der Sozialderiwkratie nid#:' einen einzigen Tag zur Rasst, gekommen. Der „Vorwärts" war zeitweilig nur noch das Zentralorgan für Erklärungen und Gegenerklärungen. Bebel, der große Donnerer, war dabei nur wenig beteiligt, um so nachdrücklicher und vollständiger fällt zweifellos die ^Abrechnung aus, die er auf dem Parteitag halten wird, eine fürchterliche Musterung jedes nicht tadellos befundenen Ge-^ n o s ft n. Keine Manoverkritik kann soviel geheime Schrecken einflößen, wie ^das unerbittliche, ätzenk« und mitunter geradezu vernichtende Urteil des „Diktators. Ein Aust lehnen dagegen ist ein verzweiftltes Unterfangen, eine Tollkühnheit, denn Bebel hat die Maffen hinter sich und seine glänzende, leidenschastsichie Beredsamkeit reißt zuletzt immer den größten Teil seiner Hörer mit sich fort Nicht Vollmar, nicht Heine mit all seiner Eleganz und Geschicklichkeit ttv der rechorischen Waffenführung sind Bebel gewachsen Der Parteitag wird wieder zu einem Triumph für ihn werden. I BrechdurchM 9 jar^as Damkätärrhli j vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colonialw.~!" MNalmaM vT?! y/Aecht nur in versiegelten V^_Vflrünen Packeten ä 30 u.50 PfgS____x Tötet sicher alle Insecten sammt Brut Millionenfach bewährt! In Giessen zu haben in der Drogerie x. roten Kreuz von August Noll. _ Ludwig Alter Hof-Möbelfabrik PREIS-PLAKETTE ß GOLD. DARMSTADT DARMSTADT. MEDAILLE 1901 em rwa TURIN 1901 GROSSHERZOGLHESSHOFLIEFERANT BSB ■“* KAISERLICH RUSS HOFLIEFERANT Firma von Weltruf.Tonangebend für moderne VORNEHME INN EN-DEKORATION. NüR SeLBSTFäBRI- KATION NACH ORIGINALENTWÜRFEN DES EIGENEN Ateliers u. der hervorragendsten Künstler DES In* UND AuSLANDES.^^$^&«]&3'*a^£^?4a Grösste permanente Ausstellung geschmackvoll arrangirter Wohnräume. Auf Wunsch Vorschläge und Vorlage von Skizzen ohne V E R BIN D LIC H K EI T. VA 'JA ’4ä] *0 Warnung! Die meisten Nachahmungen von Dr. Hnmmels Haentatogen werden, um das D. FL P No. 81,891 zu umgehen, mit Zuhilfenahme von A^lher bereitet, ein Zusatz, der insbesondere für Kinder und Nervöse direkt schädlich ist. Um sicher zu sein, das aetherfraia Original-PrKrarat tu erhalten, verlange man stets ausdrücklich Dr, liomineFa Haematogen und achte auf die Schutzmarke „Saugende Löwin.“ D1/ (9 c? c G G D Jq G <3 CO CM C-» JQ en vo Q G tGl G C w CD C 5 5 * «. c. 5 G G> 5 v» uo G :O Ls G u ?5? i? § c an - 'S- U ■p'B' xO ° . c c*. £ 7' .. an L « G s « "IZ-K- . . O . OJ CO «X W S P G 'S.si±as g C2Z2 !~ — 5 iS. S’xd >§ ö cS s2. U«° -bZZ 'S ■— ’S 'S x> p • • • c: J -0(53^5 ,x aj: = = El G* kQ __ «- CM G S j. an «53 c VD >b O - — Ip ° 2Z „ " . 2: c G r-» . 1* C 2 E «- A V 'G- _5* • - — A ä äc* 2(9 w w g e e .= .(n .iS.5 c-o : C ä g? iH CM CO C O r E *S3- sind dir tot«! « MAGGI5 Suppe SylO* Ma« verlange anöbrfttftld) „WAftGrw Sappen** mit der Schntzmarkc V** und weise andere Marken zurück. 3 9lur mit Wasser in kürzester Zeit herstellbar« Mehr als 30 Sorten. Ein Würfel zu 10 Pfg. giebt 2 gute Teller vorzüglicher Suppe. i Ein Versuch lohnt sich. C*V> IHV««»I Hill— Illi'" "MMM Schutzmarke SUPPen ^reüssier Bekanntmachung. Ter mit Ceforwm Christian Rebe dahier abgeschlossene '53eurag über die Abfuhr der Tonnen ist vom 1. Oktober 1904 bis zum erfolgten Anschluß sämtlicher Gebäude an bte städtische Lanalisatwn verlängert und die Gebühren, welche oon beit beteiligten Hausbesitzern an den Unternehmer zu zahlen sinb, wie folgt festgesetzt worden: a) für eine Tonne von 120 Ltter Inhalt Mk. 1.— b) , , , , 40 „ , 0.65 c) für Entleerung eines liegenden Behälters „ L80 Die Hausbesitzer werben ersucht, frühzeitig bem Unternehmer Mitteilung zu machen, wenn die Abfuhr ber Tonnen erforberlich wirb. Gießen, ben 13. September 1904. L"/. Groß herzogliche Bürgermeisterei Gießen. t Mecum. ______________ Obst-Versteigerung. Der diesjährige Ertrag von Obst an ben nachbenannten Krersstraßen soll auf dem Stand versteigert werden und zwar: Donnerstag den 22. d. Mts. auf der Straße Butzbach — Lber-Hörgeru — Eberftadt — Lich, an- fangend vörmiltagtz 8>/2 Uhr bei Ober-HSrgern an der Kreisgrenze. An demselben Tage anfangend nachmittags 2 Uhr bei Lich auf der Straße Lich—Langsdorf. frreitag den 23. d. MtS. auf der Straße Lich— Steinbach —Gießen, anfangend vormittags 9 Uhr bei Lich. Bemerkt wird hierzu, daß an vorgenannten Strecken etwa 250 Ctr. Obst vorhanden find, welches größtenteils aus Tafelobst besteht. Gießen, den 13. September 1904. bi4/9 __Herrmann, Kreisstraßenmeister. Forellenzüchterei „Laukenmühle“ (iti-ipertoO poft: £orcb a. Rhein hat preiswert abzugeben: 7311 Setzlinge t< BacH und Negenbogenfovelle p.bte oc- 2$acf>f Als vorteilhafteste Bezugsquelle für alle Baumaterialien Telephon 226. Liebigstr. 51-Riegelpfad. : Dti/8 / empfehlen 7134 yabrihate eraer's pslzi besser als jedes andere Metali-PntzmitteL empsiehll 6749 Marktpl. 21. Georg Wallenfels. Telephon 46. I Betten u Möbel i I M U thls/s und I HMOH Sie hören es L\J allerorts Kalkwerke Abendstern. Telephon 84. Kompl. Betten von xAt 84=50 btS 300.- an. Älhiniger Fabrikant JöS. Müller, Seifenfabrik, Limburg a.L Prima Hartbrand-Ziegelsteine. D*/t ? Jederzeit frisch gebrannten Grau- und Weisskalk in Stücken u. fein gemahlen. in allen Preislagen empfiehlt Ad. Geisse, Giessen. K Kameeltaschcn-Divan v. 54 jtt bis 200 Salon-fiaraitaren Sopha u. 2 Sessel v. 120^ bis 350 Spiedel-Sdiränke o. 65 JC bis 135 Silulen-frnmeaax v. 32 M bis 140 Wascli-Eommoden nußb. m. Alarm, u. 35 j!C bis 120 sowie alle anderen erdenklichen BSÖbcl "»i ( enorm billig. GLOB ?ÖTZ- EestaPizt hlfwalle ■ MuschelLettstellen m. Sprungr. u. Wollmalr. v. 40. Frauko-Lieferung nach auswärts. Fayence-Herde TroKeir-, Fussboden-, Wandplatten von den einfachsten bis zu den farbenreichsten Mustern. Porzellan-Herde. Wir bitten um Besichtigung unserer Musterküche sowie der fertig aufgestellten Oefen und Herde. Unsere Oefen haben bereits in Schlössern zahlreichen Villen und Wohnhäusern Verwendung gefunden. Eigene geöblo Plattcnleger und Dienste. Kosten-Anschläge gratis. Germania - Cacao Hmato-Cbocoladt fflilcb - Cbocolade sind in Qualität unerreicht und werden deshalb vom Publikum den ausländischen vorqeiogen. Gute Sicherheits-Zündhölzer W* ID Schachteln nur 25 Pfg. Lahnkalk- und Marmor-Industrie Aug. Gabriel jr., Giessen Ernst Chaüier (Rudolphs Nacht) Glessen. Kmderöettffeü'm von 2Jlt. 6.50 bis Mr. 32.- Sprrtngraömen von Mk. 15.— bis Mk. 30- 8ee$ra-, Kapok- und tehaar- Matratzen allerbilligst. Kroße Köeröetten von Mk. 4.50 bis Mk. 32.— Große Kissen von Mk. 1.50 bis Mk. 11.— XJST IW L ' ■ y »*' dass MÜLLER’S Palmitin-Seifenpulver das beste und bequemste Waschmittel ist, welches Zeit, Geld, Mühe spart und Rasenbleiche ersetzt Scherers 4Goynac empfiehlt sich die Bauartikel-Fabrik und -Handlung von Emil Horst, Giessen. 'W* Preisgekrönt auf allen beschickten Ausstellungen. Gnsswaren sämtliche Kefen, Kerbe, Korterie-Bauguß der Main-Weser-Hütte, sowie Gemania*Oefenbcr M. Deissler VI., Lollar. Bad Salzhausen Kotel Weik blrckt am Park, Badehaus und den Quellen. Pensionspreis Ätk. 3.50. Prospekte gratis. D®/f Kochgeschirre in nur prima Qualität. Garantie für Haltbarkeit. Diamant- und inoxidierte Geschirre !^eägi-^s©l-xeB- u- ^iumönium* ünebgeschirne Größte Auswahl Groses Lager in in Oefen aller Art. f Baubeschlägen Srinoifiö j|ineii5D*59“ttUttI Or-g. Jr. Oefe» Z. '/ Ofenschirmen Rietzner-Defen. ZUlUllljul Kohlenkästen Landwirtschaftlich e Geräte Waagen. Kteijchhackmaschmen. Emil Pistor N achfolger Gisenhandlung Marktstraße 10. Gietzeu. Telephon 61. — Gegründet 1883 — Ja Dn & io. inh.: Oscar Gutmann Giessen Bürean nnd Lager: Westanlage 31 Telephon 21. Meissener Kachelöfen Brüder Schmidt, Sels3Weg Magazin für Hans- und Küchengeräte. iJoli. Heinr. Helberger W Frankfurt a. M., Vilbelerstrasse 29. H WT Trarubahnttrrter Hauptbahnhof-Bornheim Gegründet 1829 FabPlk Telephon 2295 Ständiges Lager von ca. 150 Zimmer-Einrichtungen r und ca. 300 vollständigen Betten ri Eigene Tapezier- ttttb Schreiuerwerkstätte im Hause. W Kompl. Wohnungs-Einrichtungen gj von Mk. 175.— an bis Mk. 4000.— hv^/2 L d \ Wertikows | imßbaum poliert o. 36 JC bis 150 lackiert | v. 25 bis 35 AilSjirhtische v. 16 JC bis 120 Aüffets reich geschnitzt v. 120^ bis 350 AeidrrschrällKe nußbaum poliert v. u4üitd, matzen, Düngerstrenmaschiueu, Aruchtputzmühlen, Futterschnctd- niuzchineu, Auveumuhieu, Futterlesscl, Futterduiupfer, Kartoffelquetschen, Obstmtihlcn, Komplette lolinunffs-Kiiiriiihiiiiifffn sowie Einzel-^öbel von der einfachsten bis reichsten Ausführung. Ernst Hess Harinoiuka-Fabrik (gegr. 1872) KCangenthal (Sachsen) liefert seine dauerhaft gebauten und auf dun Weltausstellungen zu Sydney u Me: bourne wegen ihren prächtigen Orgoltonee mit dem 1. Preis gekrönten messen M 250 Preis utL 2.50 prima engl. Silberstahl mit fein verzierten Fantasie-Schalen u. 5jährig. Garantie, erhält jeder Leser dieses Blattes, ohne an eine Nachbestellung gebunden zu sein, bei Einsendung dieser Annonce umsonst, “W1 nnr die durch Porto, Verpackung u. dgl. entstehenden Unkosten sind mit X 1.25 einzusenden. Die Prohe wird, so lange der Vorrat reicht, mit meinem Haoptkatalog 1904 mit ca. 2000 Abbild., mit vielen Neuh*ii en: Solinger Stahl waren, Haush altungsgcgensUinden, Gold- Silber-, Nickel-, Leder- | wnrcn. ri.jus- u. I ascln-n Uhren, BürMenwar< n, Pfeifen, Werkzeuge für Schuster, Schneider, Schlosser etc. etc., i 4BJ'’"n versandt, welcher noch keinen Versuch mit meiner Ware gemocht und das Inserat innerhalb ■' i ageo eingesandt hat (Ls wird nur ein Probemesner abgegeben. Mehrere Personen, welche in einem , ,, .. e .. Hoos3 T,oh?.en .^. ent»a<*nrokommen. Dunknigungcn u. Anerkennungen Ober meine Fabrikate laufen täglich ein. Friedrich W’ihclm Engels, Mahlwareflfabrik, ÄnHimtn-firkiratii hoi Solingen Io. ut. mit offener Nickol-Klaviatur, 3 telHg (llFslt.) Doppel balg mit vernickel teu Stahlblechsctiutzockeu, ff poliertem Gvhllaso und kräftigen Doppelbästien. luTabL,2chür.,- Begitit ,a08tluim.M 10 „ 3 „ 3 , 70 . „ 7.— 10 „ 4 „ 4 „ 90 „ „ V.- XJ „ Sinai Gehörig 108 „ , 1060 Schule zur SeU>8terlt-niung6owie Kiste u Vcrpuuhung umsonst Porto entva. Gloekunsplol M. —60 mehr. Rcichh illustrierte Pycis-Kutafoge über Zug- burtuontkuB (120 vi rsctüed. Nummern \. M.2.— bitsM 0,- ), Zirnera, Violiuen, Musik werk« uew. wtectoiokv umeowat 15 komplett eingerichtete teierzimmer bestehend aus: Salons, Wohn-, Speise-, Herron- und Schlafzimmer. ßachener Jadeöfen Jg vber 75,000 im Gebravcb Düsseldorf 1902 - v.silbeme Stnatsmedeille *****' Radiiale Beseit igung von Hühneraugen il. iv. ui 5 Minuten (ohne Diester, ohne Achung) öurd) l?uü8 Wilh. Balser, Lmdenplatz 12. Ohr. Krämer - Langsdorf M'öbelschveinerer. Durch bedeutende Geschäfts-Verbesserung und Anteilnahme' meines Sohnes z:Z«"fiiiioiirtnclMiilii'lQir=L Eigene Ausführung von Entwürfe» und Zeichnungen ganzer Zuncueturichtungen. LiV Eigene Bildhaucrnrbeit. Zeichnung und Preise nach Wunfch. 7176 Nur so lange Vorrat reicht, verkaufen wir: Borcalf-Kinderknopfstiefel in la. Ausführung, Sir. 21—24 kostet d. Paar 2.70 JC Boxcalf-Kinderknopfstiefel in la. Ausführung, Nr. 25—26 kostet d. Paar S.— „ .... . Boxcalf-Ztinderknopfstiefel in la. Ausführung Nr. 27—30 kostet d. Paar 3.75 „ >. Chevr.-Ntädchenknopfsllefel in laAus- führung, Str. 81-35 kostet d.Paar 4.25 „ *" tzmWisü Wntareata Gießen, Bahnhofstraße 58. a17/e NB. Kommenden Montag bleiben unsere Geschästslokalitäten geschlosseu. Brsuer-Atademle w. .Beei"a d™ " Winter-NemeNtem WoriLi. a. ÜiL am 18. Oktober 1904. »—in t>-—Mi Progrramm durch E. Ebrich. Iwitbrlkulhtn nn mehr Beiler’» VU ÄZlfU.^ SpiegeS, Mslässi- und Rohr-^ilobel ziotzßcW und Ki? WWI Polster-RflöbeB,