6‘vftc8 58,ott‘ 1541 Jahrgang Mittwoch 17. August 1904 aufoet Sonntags. ® dHfc Bei« gitoreiti Dem G,eßener Anzeige, Y [kj^ Wk W monadtch76otert* e&kä (ntduAttAf II säS Hättet Viermal in bet Bl ■ W ■ WA gLr ■ ■ BZ ■ IE ■ jF ■ fl ■ ffl V ■T biePosl Mk.2.-menZ Woche be,gelegt. IV W M HL ■ M M W W M /■ l| ■< ■ ■ ■ ■ tährt. auML Bestellg. V »V (1V1ÜIIJVIUvl ESS General-Anzeiger «5 EE ZZM und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen WW —^-zxrr.T-rr:1 mrtrnr'nuin __________________________ zeigenteil: HanS Beck. Z>ie ßcuflge Wimmer «mfatzt 10 Setten. Aer Aufstand in Aeutfch-SüdmestafriKa. Die Schlacht am Waterberge. (Ausführliche Meldung.) General v. Trotha meldet aus Hama karr vom 12. August: Der Angriff wurde am 11. August früh mit vollem Er/olge begonnen. Major Mühlenfels, welcher für den mit seinem Pferde gestürzten Oberstleutnant Müller dessen Abteilung übernommen hatte, warf nach sehr heftigem Kampfe den Feind bis Hamakari zurück und nahm diesen -Ort. Die Abteilung v. d. Heyde verblieb, rnit starken feindlichen Kräften sich gegenüber, während der Nacht zum 12. August 15 Kilometer nordöstlich Non Hamakari. Die Abteilung v. Estorfs warf den bei Otjcsongombe befindlichen Feind in westlicher Richtung zurück. Tie Abteilung Deimling vertrieb morgens die Hereros unter Michael auS Omuweroume, erzwang sich, durch Omuweroume vordringend, den Paß und nahm abends die verschanzte Station Waterberg. Diese wird zu einer starken Militärstation für Etappenz-vecke eingerichtet. Alle Abteilungen verblieben dem wiederholt noch bei Dunkelheit angreifcnden Feinde gegenüber in vollster Gefechtsbereitschaft. Deimling setzte am frühen Morgen deS 12. August den Marsch auf Hamakari fort und traf soeben um 9 Uhr vormittags ein. Der Feind, der mit außerordentlicher Zähigkeit kämpfte, erlitt trotz sehr gewandter Aufstellung im dichtesten Dornbusch schwere Verluste. Tausende von Vieh wurden erbeutet. Zersprengt und im Rückniarsch nach allen Seiten begriffen, bewegt sich die Hauptmasse des Feindes nach Osten, wohin ich ihm den Abzug mit den vereinigten Abteilungen Dem- ling, Mühlenfels und v. d. Heyde verlegen werde, wobei Estorfs von Norden her nntwirkt. Die Abteilungen Fiedler und Volkmann, welche an dem gestrigen Kampf teilnahmen, verhinderten das Ausweichen des F-eindes in nördlicher unb nordwestlicher Richtung. Die Truppen kämpften unter den größten Anstrengungen und Entbehrungen mit höchster Bravour. Die diesseitigen Verluste sind: Von der Abteilung Müller Hauptmann Ganßer, Leutnant Graf Arnim und Leutnant Leptow, sowie 10 Mann tot, schwerverwundet Oberleutnant Streceius (Schuß in die Schulter), Leutnant Freiherr v. Matter (Schuß in die linke Schulter), und 12 Mann, leicht verwundet Major Mühlenfels (Streifschuß am Halse), der aber bei der Truppe bleibt, und 18 Mann. Von der Abteilung v. d. Heyde Oberleutnant Lekow und 7 Mann tot, Major Osterhaus ulnd 12 Mann verwundet; 2 Mann wer den ^ermißt. Von der Abteilung v. Estorfs Leutnant Seebeck tot, Leutnant Runkel und 10 Marrn verwundet. Von der Abteilung Deimling 2 Mann tot und mehrere verwundet. Das Hauptquartier war bei der Abteilung Mühlenfels und begleitet dieses zunächst auch weiter. ♦ Kurz vor den Kämpfen hatte Generalmajor v. Francois im „Mil.-Mochenbl." folgendes geschrieben: Bis jetzt (12. August) ist der allgemeine Angriff noch nicht befohlen worden. Erfolgt erst, wenn alle Vorbereitungen fertig sind,, das Voraehm der acht Abteilungen, so ist zu hoffen, das; das eintrifst was das Kommand) der Schutztruppe erreichen will: die Durchführung pes allgemeinen Angriffs auf die durch die Einkreisung zum Zusammenschließen gezwungene Hauptmacht der Herero und dieVeendigungdiesesTeilesdesKrieges mit einem Schlage. .Allerdings ist der Erfolg keineswegs sicher: auch wenn unsere 4000 Reiter enge Fühlung an den Herero genommen haben, so stehen sie noch auf einer Einschließ- un^slinie von 150 Km. Es wird also immer noch zu einzelnen zuwmmenhmglosen Kämpfen kommen. Durch die weiten Zwischenräume zwischen den .Abteilungen können im Buschfeld die Herero mit ihrem Vieh nach den verschiedensten Seiten entschlüpfen. Lne sind bann keineswegs mit unseren berittenen Truppen so lischt zu stellen, wie dies in manchen Zeitungen angenommen wird. Tas Ergebnis wird aber schon ein sehr gutes sein, wenn die Herero zersprengt werden und empfindliche ^/rlufte, besonders auch an Vieh, erleiden. Dazu ist sichere Aussielst vorhanden. Diese Aussicht hat sich nun aufs glänzendste erfüllt, und Mit Recht schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": „Tas deutsche Volk wird mit hoher Befriedigung die Kunde oon dieser nut reichem Erfolge gekrönten militärischen Aktion aumelMen. Es ist Aussicht, daß der zähe Widerstand der aufständischen Herero völlig gebrochen sein wird. TaS !-ohe Lob, oas General Trotha dem Mut und der Tüchtigkeit wird überall freudigen Widerhall finden." Aus diesen Worten geht hervor, daß auch nie Regier- -ungskreise erfreut sind, das bedrückende Gefühl des Un- .'0»s endlich los zu sein, das der langsame Gang der '^cn Vorbereitungen entstehen ließ. Sämtliche glatter ohne Unterschied der Parteistellung geben ihrer Ge- nugtunng Ausdruck über diesen entscheidenden Schlag gegen Herero, sowie der Anerkennung der Haltung unserer .rruppcn und der Trauer nm die auf dem Felde der Ehre Gefallenen. Es kann wohl kaum ein Zweifel sein, daß ller Sieg am Wiaterbepg den Stoß ins Herz des Feindes bedeutet und daß es nicht allzu schwer sein wirb, der nach Wsten weichenden Hauptmasse der Herero, die sich mit lvilder Tapferkeit geschlagen haben müssen, den Weg zu verlegen, wenn auch gerade dort im deutschen Ringe eine Lücke zu biestehen scheint und die Masserarmnt den verfolgenden be- mttenen Truppen Hindeniisse bereiten dürfte. Neber die Persönlichkeiten der in Südwestafrika gefallenen Offiziere wird mitgeteilt, daß Hauptmann von 'außer früher dem wttrtteinberaischen Grenadierregimcnt r. 110 angehörte. Sein Vater ist der Ministerialdirektor n D. v Ganßer in Stuttgart. Leutnant Okaf v. Arnim ente früher im Regiment der Garde du Corps. Leutnant eptow diente im sächsischen Infanterieregiment Nr. 133» ist der Sohn eine« Kaufmanns in Plauen i. V. Oberleut- iunt v. Lekow ist aus dem 3. Garde-Ulanenregiment in Potsdam hervorgegangen. Seine Mutter ist Ritterguts- besitzerin in Gluski bei Sobotka. Leutnant Seebe ck gehörte früher dem Infanterieregiment Nr. 138 in Straßburg i. E. an. Seine Mutter wohnt in Halensee bei Berlin. Ueber das Gelände im Materberg-Gebiet wird von sachkundiger Seite mitgeteilt: Ter Waterberg selbst besteht aus einem 50 Km. langen und 10—12 Km. breiten Sandstein Plateau, das sich an seiner West- und Südseite 200 Meter hoch steil aus dem Flachlande erbebt, während es im Norden und Osten allmählich mit sanftenc Hana aufsteigt. Tas Plateau, daS den Charakter einer Busch- un Strauchsteppe aufweist, zeigt im Süden Tafelbergformation^ Indern es anfangs in schroffer (an der ausgedehnten Südseite), 40—50 Meter tiefer Feldwand. einem sogen. Kranze, fcnfrcdyt abstürzt, um sich mit stark abfallendem Hange zur Ebene zu senken. Ter Berg ist an seiner Südseite gleich einer Felsmauer für das Vieh absolut unpassierbar, vx'shalb die nach Norden abziehenden Herden um die Ost- urrd Westseite des Berges getrieben werden müßten. Währerrd an der Ostseite sich freie Steppe befindet, ist der westlichen Wand ein Tafelbergplateau von der Höhe des Waterberges dickst vorgelagert, so daß hier beide Berge einen engen Paß bilden, durch den eine Straße nach Otavi führt, welche die westliche Rückzugslinie der Herero ist. An die Südseite dieses Sandstcin- plateaus schließt sich in weiterer Folge ein neuer, langgestreckter Tafelberg an, der mit seinen nördlichen Nachbarn einen etwa 300 Meter breiten Paß, der nach der ihnr an seinem Westeingange vorgelagerten Torse Omuwcvoumue benannt ist, bildet. Dieses Tefilee ist also leichter passierbar als der vorgenannte Otavivaß: es wird von dem tieffandigen Bstte zum Omuvambr Tsojcndiupa, der nach Nordosten zum Omuvamba Omatako führt, und von der stark ausgefahrenen Straße Waterberg-Outio durchschnitten. Tas Gelände westlich dieses Passes ist sehr wasserarm, und es beifndet sich in großem Umkreise keine Tränkstelle, jedoch gewahrte ich im Mai v. I. auf dein Südabhange des rwrdlichen Tafelberges eine Quelle, die noch Trinkwasser lieferte. Auch diese beiden Berge sind für Vieh nicht passierbar. Nun ist noch ein außerordentlich wichtiger Umstand zu erwähnen: die 50 Kilometer lange senkrechte Felsmauer des südlichen Waterbergs ist bis aus eine Schlucht nächst der Station Waterberg sogar für die Kaisern unersteigbar. Am 23. April vorigen Jalwes versuchte ich, .an den Wänden emporzuklettern, und während ich an den senkrechten Abstürzen klebte, liefen unten auf den Feldern die Kafsern, denen ein solches Schauspiel fremd war, verwundert zusammen; keiner von ihnen hotte ie einen solchen Aufstieg versucht. Obwohl in Hochtouren geübt und mit Berg- schuhen versehen mußte ich doch mein Unternehmen infolge der Steilheit der Wände aufgeben. J.h bin daher der Meinung, daß auch an günstigeren Stellen nur wenige Herero diese Mauer zu erklimmen imftanbe wären, und eine Flucht auf den Berg nur durch die erwähnte Schlucht bei der Station Waterberg erfolgen könnte. Tiefe Schlucht ist sehr steil unb mit Schuttgerölle halb auSgefüllt, und erst nach einer rnühsamm halbstündigen Kletterei über riesige Felöblücke gelangte ich auf das Plateau. Reue Ereignisse. Der Lok-Anz." meldet aus Erindiongoa-' Here: Zwischen dem Osonojachcberg und dem Waterberg wurde am 6. August eine Patrouille unter bent Befehle des Leutnants v. Bodenhausen von den Herero über fallen. Leutnant v. Bodenhausen und acht Mann sind tot, zwei Mann werden vermißt. Dasselbe Blatt meldet aus Ombuatjipiro: Nachdem das Hauptcyrartier am 9. Aug. hier eingetroffen war, wurde am 10. Aug. ein Erkunbigungsritt auf Homalari unternommen. Hierbei wurde Leutnant Salzmann am rechten Unterschenkel ungefährlich verwundet. • Die „Köln. Ztg." meldet: Für die Schutztruppe in Süd- west-Afrika wird zur^it auf dem Truppen-Uebungsplatz des 10. Armeekorps in Münster eine Verstärkung aus Pioniermannschaften ^usammengestellt, aus der drei Beleuchtun gsabteilungen gebildet werden. Diese werden unter das Kommando von Ingenieur-Offizieren geteilt, die eine besondere Ausbildung bei der elektrischen Abteilung des Ingenieur-Komitees erhalten. Die Llbteil- ungen sind zur Bedienung von elektrischen Scheinwerfern bestimmt und werden vorzugsweise ftlr die Hafenanlaaen in Swakopmund Verwendung finden, zumal sich die Stationierung von Kriegssch-ifken nur zu elektrischen Bcleucht- ungszwecken als zu kostsinelig herausstellt. Die Ausreise i>er drei Beleuchtungs-MLeitungen ist für den 20. August in Aussicht genommen und zwar von Hamburg mit Sem Dampfer „Sylvia". Die verwundeten Mannschaften aus Deutsch-Süd- westafrika, darunter 62 Mann vom 1. und 2. Seebataillon, ind am 16. d. M. mit dem Dampfer „Schleswig" in Wilhelmshaven eingetroffen. Acr Krieg zwistven Japan und Außland. Vom Kriegsschauplätze. Tsch i fu, 16. Aug. (Reuter.) Die russisch e Flotte ist heute abend 9 Uhr nach Port Art hur zurückgekehrt. Ein Zusammenstoß mit der japanischen Flotte erfolgte nicht. T s ch 1 f u, 16. Ang. (Reuter.) Die japanischen Kriegsschiffe hielten sich in der vergangenen Nacht in einiger Entfernung von Port Arthur, da sie einen Torpebobootsangrtsf erwarteten. Hier glaubt man, daß sich die b e v o r st e h e n d e Seeschlacht bis in die Nähe von. Tschifu hinHiehen wird. Petersburg, 16. Aug. Einer Mitteilung deS Ge- neralstabcS der Marine zufolge meldet der Kommandant der Kreuzerabteil'nng, die nch in Port Arthur befand, Kontre- admiral Reizenstein, daß der Kr e u z e r „A S k o l d" infolge der erlittenen Beschädigungen genötigt war, Schanghai anzulaufen, wo er am 13. Angust ein traf. Während des Kampfes wurhetl auf dem Kreuzer ein Midshipman und 10 Mann getötet, 3 Offiziere und ein Beamter verwundet, ferner 15 Marm schwer und 2Y leicht verwundet. Tschrfu, 16. Aug. (Reuter.) Einem Telegramm aus Tsiugtau zufolge halten die Ossiziere des „Zesarewitscb" die Behauptung aufrecht, ein japanisches Schlachtschiff sei vor aller Augen während der Seeschlacht vom 10. August gesunken. London, 16. Aug. Wie über Tschistr berichtet wird, soll der russische Kreuzer „Gromoboi" derart beschädigt worden sein, daß er vollständig seeuntüchtig geworden ist. Durch die japanischen Geschosse fing das Schiff mehrmals Feuer. Tokio, 16. Aug. Ein japanischer Offizier, der an der Seeschlacht bei Tsuschima teilgenommen hat, erzählt: Die gegnerischen Flotten dampften langsam auf einander los. Beide manövrierten vorzüglich. Der russische Kreuzer „R u r i k" sank, mit dem Achtersteven voran, binnen zwei Monaten. Die Japaner sandten sofort Rettungsboote aus; 400 Mann, Tote und Lebendige, wurden a u f g e f i s ch t, von dem Boote, auf dem sich der Offizier! befand, allein 50. Alle trugen Rettungsgurtel. ,F1osstja" und „Gromoboi" gerieten in Brand. Berlin, 16. Aug. Der Gouverneur des Kiautschou- gebietes, Kapitän zur See Truppel, meldet aus Tsingtau, daß am 15. August morgens die Desarmierung aller im dortigen Hafen liegenden russischen Kriegsschiffe, beS Linienschiffes „Zesarewitsch" und der Torpedoboote „BeS- schcumny", ^Oesposchtschadny" und „D.'sstratschny" erfolgte.: London, 16. Aug. Aus Tsingtau wird gemeldet, daß der „Zesarewitsch" und die drei russischen Torpedojäaer behufs Reparierung in den Händen der deutschen üoM- verwaltung seien. Der Gouverneur Truppel kam gestern zur Empfangnahme von Garantien für die fernere Neutralität der Besatzung an Bord des ^Zesarewitsch". Er veranlaßte das Niederholen der russischen Marineflaaae auf allen vier Schiften. ' Petersburg, 16. Aug. Me eine Mitteilung betz Generalstabes besagt, hat der britische Botschafter in Petersburg folgendes Telegramm des Chefs des -MZ- lischen Geschwaders in den chinesischen Gewässern aus Weihaiwei vom 12. August mitgeteilt: Der Kommandant des Torpedoboots ,^urny" traf heute um 3 Uhr nachmittags mit der Mannschaft, die zu Fuß von Schantung hierher gekommen war, ein. Er meldet folgendes: Um 2 Uhr morgens geriet das Torpedoboot ,^urnp" im Nebel in der Nähe von Schantung auf Grund. 2llles wurde gerettet. Ich sprengte daS Torpedoboot in die Luft. Ich be- finde mich in Weihaiwei unter dem Schutze GrohbritanrrienL Der Kommandant bittet, die Depesche der russischen Regierung mitzuteilen. Me Offiziere uni) die Mannschaft des „Burny" wurden auf dem „jpumber" untergebracht und werden nach Hongkong befördert. London, 16. Aug. Auf eine briefticbe an ihn gerichtete Anftage erklärte Premierminister Balfour, die Regierung habe Grund, zu glauben, daß keine Schifte mehr das Schwarze Meer verlassen würdeii, die als Kreuzer verwendet werden sollten, und daß ferner keine neutralen Schiffe mehr in den Grund gebohrt werden würden. Petersburg, 16. Aug. Nach amtlichen Nachrichten verlor die Garnison von Port Arthur in der Zeit vom 8. bis 10. August an Toten 7 Offiziere und 37 Mann, an Verwundeten 35 Offiziere und 1553 Mann. Verschollen sind 1 Offizier und 83 Mann. Tokio, 16. Aug. Nach den letzten Berichten des Admirals Togo soll bei den Kämpfen in der Nacht vom 10. August ein russisches Kriegsschiff vom Typ der Palada ge* unken sein. (?) Tokio, 16.Aug. Ein japanischer Prinz Fushima ist in dein Seegefecht vor Pott Atthur an Bord der ,Mckasa^ verwundet worden. London, 16. Aug. Nach hier eingetroffenen Meldungen auS Tschifu befinden sich die rrcssischen Kreuzer ,Novik" und ^Palada^ tatsächlich auf der Fahrt nach Wladiwostok. — Nach neueren Meldungen soll not Porth Atthur wieder ein heftiger Kampf stattgefunden haben zwischen dem nach Pott Arthur zurückgekehtten ncssischen Geschwader und einem Teil deS Geschwaders des Admirals Togo. DaS Resultat des Kampfes ist noch unbekannt. Neue japanische A«leihe und rnffische StaatSreute. Tokio, 16. Aug. Die Regiening beschloß eine neue Anleihe in Höhe von 1 600 000 Pen für den Bau der Bahn Söul-Fnsan zu emittieren. Dieselbe ist bestimmt, daS Desizit zu decken, welches durch die Erhöhung der Preise ür daß Betriebßnioterial und der Löhne gegenüber den Kostenvoranschlaqen sich ergaben. Die Anleihe soll auf fünf Jahre abgeschlossen werden und unverzinslich sein. Petersburg, 16. Aug. Ein kaiserlicher Ufo6 ordnet mit Rücksicht auf die bevorstehenden außerordentlichen Ausgaben für den Krieg die Emission 6 neuer Serien von Billetten derStaatSrente im Gesamtbeträge von 150 Millionen Rubel für 4 Jahre an. Die Billette, die im Werte von 50 Rubel zu 8,6 pCt. auSgegcben werden sollen, laufen ab 14. August und sind steuerfrei. KttegSgrcueln. Petersburg, 16. Aug. Eine Mitteilung deS General- tabS besagt: Nach den letzten Nachrichten sind in der Lage bet kriegsführenden Armeen in der südlichen Mandschurei keine Veränderungen eingetreten. Die Bewohner klagen über Gewalttaten der Japaner und vcrlaffen deshalb die Dörfer. London, 16. Aug. Dailp Telegraph* meldet au® Tokio, daß in Tisai 8 000 Menschen durch Russen am Kamtschatka nicderge metzelt worden seien. An Die Infanterie-Regimenter 87 Hoffnungen bei Mittelstaubei. Krer und Flotte. Ausland nach ließen Schuhnägel legte. Em benachbarter Rad tauten de Oran, wartet. — Ter Kaiser hörte heute in V ilh"lnishöhe die Torträg des Krieg-ministers sowie des Präses der Ar- tirTmeürüfuna"fommiHion Generalleutnant Andrer. Später Härte ot den Vortrag des Professors Tr. Puchstein unb des Professor- Bruno Schulz über die Ausgrabungen in Baal- !?ird er es nicht als ein „GenuKnittel", sondern als Reise- ässe zu einer besseren wirtschaftlichen Zukunft bcnufoen. Geld mb technische Reserven sind die beiden Punkte, aus die der Ö a n d- verker heute seine Hoffnungen zu setzen hat, unbeschadet deS Ganges. d:n d.e politischen Bestrebungen, ihm zu helfen, gehen. Ten Nachdruck auf diese beiden Seiten des Mittel standsproblemS zn legen, hat er umso mehr Veranlassung, als sich niemand gilt weigern kann, ihm zu helfen, wenn es sich darum handelt, daS Geld des Handwerkers ebenso wertvoll zu machen, als das des Großindustriellen, und ihn bei der Nutzbarmachung seiner tech niscken Reserven ebenso tu unterstützen, wie die Großindustrie bei der Ausnutzung der ihrigem Tie_ hohe Entwicklung des G^ldoerkehrs und der Technik, einschließlich der Derkebrstecknik, sind die beiden Grundzüge, die der wirtschaftlichen Physiognomie unserer 2eit das Gepräge geben. Tos Handwerk muß seiner politischen D deutung Achtnna verschaffen i es muß aber auch diesen Elementen in seiner Weiterentwickelung zur Geltung verh'lfen. Tie Großbanken betracknen das genossenschaftliche -assenwesen noch als Wettbewerb, hoffentlich bedeutet die Verbindung der Genossenschaftsbank mit der Dresdener Bank einen ersten Stritt der Umkehr. Ztg." seststellt. aller und jeder tatsächlichen Grundlage. — Der Reichskanzler l ' “ sahrervereln veranstaltete ein Wettsahrcn. Ihilitirdjr Tag es sch im. Kaiser Franz Joseph und König Eduard in Marienbab. deck Zur Frühstück-täfel waren Prinz Chlodwig von Hessen l licherweise gelang efl dem Burschen nicht, die Radfahrer durch und Gemahlin geladen. die Nägel zu schädigen. Ein Bahnarbetter, der bie Strecke — Der Kaiser und die Kaiserin werden am 8. Sep- bemerkte rechtzeitig die Nägel und entfernte fie. tember in Slltona eintreffen. Am Sonntag findet im $ Reiskirchen. 16. Aug. Unser diesjährige« Kirch- Hotel „Kaiserbof" daS Festmahl für die Provinzialbchörden eihfest, daö am Sonntag und Montag stattsand, erfreute statt Am 5. September ist Kaiscrparade und abend- Zapfen- nieder eines starken Besuchs aus der Umgegend, nament- Wien, 16. Aug. Nach Meldungen auS Fiume, ist der Schwiegervater deS Fürsten Herbert Bismarck, Gral (Vcor3 HonöS gestern in Dekett in England gestorben. Dem Mittelstands zu helfen, haben sich gelehrte imb int* yrlehrre Gesetzgeber eifrig, ja allzueisrig die Hand gereicht. Allzu- eifrig zum Beispiel deshalb, weil man sich nicht einmal Mühe unb Zeit genommen bat. in den klassischen Ländern der Mittelstandsblüte und Pflege, in England und Frankreich, stch gründlich nmzusehen. Tte Aufgabe oller wirtscbaft'i^en Mittel^tandS- politik besteht doch in letzter Linie darin. Geld unter den Mittelstand zu bringen. Tie cllgemeine Höbe des Di'dungSstandeS ist hock genug, der sittliche Drang zum Dorwättsstrcben, Gott fei Tank, regsam genug. Dir leiden in Deutschland eher an einer zu großen Eilfertigkeit b:3 Dorwört-strebens in allen er* Vterbenben Berufen. S.mt allo Geld unter den Mittelstand kommt. Ackerbauministers, Bela von Tallian, erschossen. öffentlichen Kenntnis, um falschen oderI ai bf “tnbe OFtobcr ^ncTborfcr absichtlich gefälschten Gerüchten entgegenzutrcten. internationalen Kunst- und großen Gartenbau au sstellunsl § Nüdgen, 16. Aug. Einen Buben!treich^vcrübte von Prof. Behrens ein alfoholsreics Erfrischunge^ am Sonntag ein junger Mensch, indem er auf die Straße heim „Jungbrunnen" mit entsprechenden Gartenanlagen ei- R.. d - richtet worden. In einer stil- und stimmungsvollen, am, Gluck-1 leuchtendem Weiß und dunklem Grün komponierten. innerhalb weniger Monate nach Abschluß des Prozesses ihre Stellungen verloren haben. (Daß die Oeffentlichkeit im Prozeß Dilse nickt ausgeschlossen wurde, mußte allgemein Der- rrunberung erregen, d.nn die ganzen Verhandlungen waren nur zu sehr dazu angetan, dem ganzen Heere und in Sonderheit dem Effizierstände in weitesten Streifen empfindlich zu schaden und unbegründete Verallgemeinerungen hervorzurufen. . Allein da- Ausland hätte eine Freude daran. T. Red) Reick^tag gelegentlich der Be- ^mpagnie selber zur Stadt zurück. zur 'L.pracdc gebracht werden. | Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Wohin die Grünberger alten Akten Berlin, 16 Ang. General Julius Wann er, Ehes des Ingenieur> und P onier-Storps und Gen'ral-Znspckteur der Festungen, ist in d?r letzten Nackt gestorben. Der Handwerker muß sch verg gewärtigen, dß das K^ffn- und Checkweien d?n modernen Ersatz für das System der von ihm so vermißten Barzahlung bedeutet. Auf die Länge der Zeit profitieren die Großbanken davon natürlich auck. Ter Ausbreitung des Checkwesens folgte in England und Frankreich die Vollwertigkeit der kl inen Wechsel auf kurze Sicht auf dnn Fuße Ter Kredit Lyonnais in Frankreich und das gewalttge Arbeitskapital der Joint-Stock-Banken in England verdanken ihre ri'sigen Umsätze größtenteils dem fruchtbaren Kreditwesen des Mittelstandes. Technisch liegt die Zukunft des Mitflstandes bei der E l e k - k/ i z Hat,, bei der Dichtigkeit ihrer lokalen Verbreitung und ihrer Buligkert. Bayern geht mit brr Nutzbarmachung seiner »Erlichen WofferlLnfe für die Erzeugung von S..', frart unb Abgabe von Kleinkraft bahnbrechend voran. .Seitdem die Turbinm- und Stauanlagen im Leck- und Inntale voran-1 TT r . TT“ T v laeftorben. 6anbroerr5 ^rs van s^n-r teiniich" I ^ndlerw. hat am letzten SamStog aus Veranlagung deS . y,„a. Der Bauer Tavernini in Leviro mtb sinan,iellen SeIMSndiyk-it abhSnqi-, Ties- ?,iele ob sie hiesigen Armenamt« Unterkunst im ProvinzialtzechenhauS ge- 5, (.in„n m Q t c r unb >mn tm.Vrogramm Men okr ni*t. nnrd °uä> die n^, gründete wnden. Tie alle ^rau. die in früheren Jahren oft Studenten "schlug M emem ^ugfi^enSiteMe fernen Vater ..Mittelitandsvartet ,rn Ttuge behalten müssen. al« Pslegerin gedient hat, war in letzter Zeit völlig hilflos f--ne Mutter und flüchte e dann. ------- . --------1 d ^.iner häßlichen ansteckenden Krankheit befallen. Da * Bern 16. S yfUtldjCS llflrt), ne trotz wiederholter Aufforderung nicht zu bewegen war, Glarner B - st z (5>^lweiüsllchcu ab. Gr war Berlin, 16. Aug Kaiser Wilhelm hat dem 'reiwillig ihr Quartier am Kanzleiberg, daS sie 14 Monate den Augen fcti • Zaren -mlätzsich der lr «rrart, 6H«6er« I« »H„, GrtFniri1 1Ä 0(uo Großfürst Enrill ist nach das sich die bekannte Erklärung des Ministers de« Innern Rollseil anhmg, verunglückte dadurch schwer, das; sich . 0.' . ' / n.' jj- < i beaiebt er sich auf IN der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 30. Juni d. I. plötzlich die Rolle läste und dem ümde auf den Kopf siel. Petersburg wieder zurückgeresit, von dort btgiebt er sicy o»TL b0Vr fcüinct Versendung dem Minister de S In- DctS Mädchen wurde in die Gießener Klinik gebracht, den KmeaS'chaupiatz. | n e r n Vorgelegen habe und von ihm gebttligt worden Lauterbach, 16. Aug. Herr Wilh. Finger hat die sei. Diese Mitteilung entbehrt, wie die ,,Rordd Allg. l e i( gefallene Wahl als Beigeordneter der Stadt Lauter- jjtg." feststellt, aller und jeder achsichon^.^un dlage nicht angenommen. Termin zur Neuwahl ist auf den ,S. 0horch t zu bcK Ä&t Telegramm 'S. August anbrraumt^ Als K°ndidat wird jetzt derseit über Kaiser Franz Joses ist in Marienbab am DieEag nack- ^sandt: 20 Wen bet der Burgermeisterel beschäftigte Gehilfe IohS. mittag eingelrvffen. Er wurde am Babnhof von Kmng Eduard - Empfangen Sie, verehrte Ersellenz, zu dem fcl-Snen Fest des M ö l l e r genannt. begrübt, um < Uhr abends ranb nn tvelöincr statt, daS Dir GEburtStaaeS auch meine l^rzlick'en Glückwstmcke Sie gelten kl. Nieder-WSllstadt, 16. Aug. Eine selten große bilj1"ialia fTlaend1*»1 bocbgdWen ehemaligen Kollegen im Siaat-ministerium, öon Schaulustigen hat z. Zt. der hiesige alte anstaltete. Wabrenb deS LmerS dracktt der König tolgen- K in bett Äerdejahren de- neuen Deutschland bewährten Pa-Kebbo f, deffen Gräber nach dem neuen Friedhöfe, der mein GlaS auf da- Wohl Ew. Moüestüt unb btt'^uts^^chc^in^unseren Ost- aber schon seit Jahren im Gebrauche ist, verlegt werden beiße Ew. Maiestät willkommen m Marrenbad. bitte tu marIcIL multoS anno«! müssen, da auf dem Gelände deS alten Friedhofes em neues ?l7^er^t'®ti* meinen inniflfhen Kni I« Aufricktiast , , SchulhauS erbaut werden soll. DaS AuSgraben bietet Ä Ärt n“J „ . . “ Vt’te I manche. Interessante, da Tote aus den verschiedensten Jahren veryosien Ick werde immer die grösue Freunbsckxist für Ew. , — N o t st an d S t arr f kür E« tte m ' auSgegraben werden. Allgemein haben sich bie Haare und Mmestäk mdlen. ^ck erhebe mein Gla-: Se^Majestät der wie er No^und^die^eise C^nckn Zähne am besten erhalten. Jn einem Grabe lagen um den Rationaldvmnc. mährend die Monarchen miteinander anstieven. Hromberg ausgedehnt. landen sich die Lackschuhe eine« KmdeS vollständig erhalten, Starter Fran, Josef erwiderte: __ "<9 Lölbt gewesen war, sand sich zunächst der Sarg äußerlich nuxrltcb gewesen wäre. Ich trinke von ganzem Herzen, in der Vertreter der landwirtsck)aftlichen ?lb'atzgenossi.nschafteri I inocrfcfjVfr f0 daß man glaubte, ihn uneröffnet herauSheben treuer Lndänglickkett auf das Dohl Er. Marestät des Königs, statt. Gegenstand b^ ^^b^nblungen war eine |iU können; erst, als man ihn berührte, fiel er in sich selbst Ihrer Mmestüt der Königin und deS Kömglucken Hauses, so- AuSsprachc über die Lage deS GctneidcmarkteS, zu welcher P f f b Trrtnfinnrt fehr mchroert wiirde So £e auf Ne Tauer und die Befestigung der traditionellen Freund- bic außergewöhnlickcn Ereignisse der letzttn Zeit einen ganz aufommen, so der TranS^ sckaft. die uns vervindet." . besonderen Anlaß geboten haben. Auch die österreichischen Pietätvoll nun auch diese Ausgrabungen auSgesÜhrt werden Tie Mufik ipiettt hierauf die e nglucke Nationalhymne. Gcnossenschasten waren durch Vertreter beteiligt. Die zur mögen, so drangt sich doch fast unwillkürlich der Gedanke * , Ausstellung gekommene ziemlich vottständige Sammlung von aus, ob nicht die Verbrennung der Leichen christlicher ist, Der Zar unb bie Amnestie. Mustern der neuen Qk*trcibeemte von fast allen Teilen ^lS nach einer Reihe von Jahren das AuSgraben der Toten In einer Zuschrift an die „Voff. Ztg." wird mit Reckt Deutschlands üM den 'benachbarten Gebieten Österreichs ober gar bie Wiederbenuhung deS GrabgeländeS für andere darauf aufmerksam gemacht, daß dem Zaren die Geburt deS ^nd allgemeines Interesse. Der Verlauf der Konferenz ^ten Thronfolgers Anlaß knetet, ück selbst und der >^ie '-men ^i^gte den Beschluß, von sktzt ab dreimal jührlich solche m)Q:ni 17 ct[un (Drahtbericht.) Se. Mas. befonders wertvollen Tienit zu mvaien, namlick in Gestalt einer 5LrJL,r..IMZ™ im OTimuft in her xmciten Hälfte IC. J/ca 1 n j, n. ung. ’Y*“ 117 r 1 umUenden Amnestie, die sich in erster Linie zu beiden baden Uprech^ der Kaiser wird am 22. bS. MtS. voraussichtlich von Sr. ttriitiK auf die zadireichen v0liliscken Gefangenen, bei denen oe. ^ovemvcr uno jiaue ztni^ EpH-^ffmh Hönicil. froh, bem Großherzog empfangen werden. MM einer eig.ittlicken Sckuld keine Rcde f m fa:-n Man kennt - Trr Ä nehmen Teil ' Di- ^nmnfeHe^emmentt ia das Verfahren. Purck d.-s die runiiehen Gnängn-.-e m.r die Bildung emer Genossenschait Regelung der Vorflut der Parade nehmen ^eu. f f solcken „Verbrechern" gefüllt werden. Ihnen gegenüber auS und der ''ibwäsferungSreintgung un Emschcrgebret vom 14. und 88, 115, 11 6 (Gießen), 117 und 118, die 13. Pmaren, Anlaß des frohen Ereignisses am Zarenbose Gnade walten zu ^ufi 1904. I die 28. unb 24. Dragoner, bie Feldartillerie-Regimenter 27 lassen, ist also em Okbot der Ltaatsklugheit. Ter Zar würde _ cr kaiserliche Geheim erlaß über die und 63, daS 21. Pionierbataillon und die Nnteroffizierschule dunb diesen Gnadm^kt gcwi-". anbercn Einbruck drioi Volke er- Oeffcntlichkc it im Bi Ise-Prozeß wird, wie die Gebrich. Nach der Parade führt der Kaiser die Fahnen- "^geborenca ».hroncrben Hari. Z»kl" HSrt. im Reikk^tan^legrntlich der De- itlb,r zur Stadt zurück. ,m» ibdn von i megimmtmL des neuen Milttaretat» zur Sprache gebracht werden. »leine Mitteilungen auS Hessen und den TaS Blatt schveidt M-m darf gespomil sein, wie der ihirn*- Nachbarstaaten. Wohin die D r ü n b er g e r alten Akten minvier sick äu bem Erlaß stellen wird. Vermutlich roirb ber I • SRArner- Mmu'ter die ^frantmcrtüMtit für btt KadinettSvrbre al» stlr gekommen sind, geht au« einer Anweisung etner Bürger ein-n ..Mt bet ?fwmmanbogttvalt des allerböcksten Kriegsherrn" meifterei deS vorigen Jahrhunderts hervor, ^cach biejer wurve ablehnen, sicher ist aber deshalb doch, baß bas jniegSministerium fflc Gerichtsprotokoll auS bem siebzehnten Jahrhundert um den Erlah gntni,6t bat Ufbtr bie «"»^nllidmng br» Gr-kje nfn,altige Summe von — — — 1 Mk. erlöst. — In laifes selbst nnnrinbet man in vielen militärischen Grafen un*r.A Dienftkneckt Tbristian geheuchelte Genugtuung: wird bock damit offenkundig, Fauerbach erhängte sich der D.enMnecht WWxan irtdbolb bie militärffcken Rickter im Bilse-Prozeß bi« auf einen Emmerich. — In Ettingshausen stürzte ber Landwirt innerhalb weniger Monate nach Abschluß bes Prozesses sämtlich Heinrich J ox vom Scheunengerüst in bie leert Tenne, wo er blutüberströmt und bewußtlos liegen blieb. Der Arzt stellte schwere Verletzungen fest. — In Grünberg wird baS Bahnhofsgebäude durch einen Anbau erweitert. Rach Vollendung des Umbaus wird auch eine Bahnhofswirtschaft eingerichtet werden. — In Wiesbaden ist daS alte Kur haus jetzt zum Abbnich ausgeschrieben worden, der wohl im Winter erfolgen wird. — In Mainz ist nach Blätter- meldungen zurzeit eine Küserbewegung im Gange, die auf höhere Löhne und kürzere Arbeitszeit hinzielt. — Die Gesellschaft für soziale Reformen halt ihre zweite Generalversammlung in den Tagen vom 13.—16. Oktober in Mainz ab. DaS definitive Programm ist noch nicht festgesetzt; als Hauptgegenstände stehen jedoch schon heute auf der Tagesordnung: „Die Konsumvereine * (Referent: Dr. Rein- . . f . . . hold Riehn) und .Die Arbeitskammern(Referenten: Krakau, 16. Aug di^ ^nss^ Blätte^ °v"r Magistra.Srat M v. Schulz, Vorschenber beS Gewerb^errcht- Petersburg g'meldtt daß es der rnssisck^n Polizei gelungen sei, I Berlin und Privatdozent Dr. B. HarmS-Tilbrngen). x)u die Identität deS Mörder - Plehwe'S in unanfechtbarer FSrbenmg der WohnungSreform und zur Vereinigung Weise festzustellm: er k^iße Iwan Woronow und sei Stu-1* tätigen Kräfte findet vom 16. bis 19. Oktober deut ber Eharkower Universität. DaS Attentat L ?ranffurt a Main der 1. Allgemeine Deutsche wurde von einem unter den Studenten der Eharkower m lyranrfun a. -utam m x. u Universität bestehenden revolutionären Ge- Wo h nun gSkongreß statt, heimbunde beschlossen und burchgesührt. Zahlreiche 23er- > i —■_■■■ " -----= Haftungen wurden vorgenommen und bie Berhufteten nach PeierS-1 üerml|4’f«x ^Veumnrg, 16 Ang. T«r «arWamtin Zwe,ni-ki, •®effou, 16 »u0. Ter Arbri.rr Mrorzarz.k er- welcher bei dem Attentat auf den Minister von P leHw e Idsichte feine Ehefrau, sprang dann m dre Mulde, w schwer verwundet worden war, ist zum Flügelabju- aber herauSgeholt. Dann trank er Salzsäure. Die Ursache >ren ernannt roorberL deS GattenmordeS ist Familienzwist. Aug. (HavaS.) 500 Marokkaner griffen am I m. • cn 1 a grn/* äb* ci,n’ - x,.',a6 sich -x 19ebra^[ ÄBtabi« ta C d°n 5*> * n Jnebljort, dn ' «erben V'rS neues graben biet« r^f?"3of)«n ' 7 v°°re und la«n um den oberen -^«Utten, «wwti ttntt in ^ Häubchen Qn daß über« 7 ^ar9 äußerlich faautyben r m Nch selbst 5*ü würbe. Co grabet werben M bn (Bebaute ber. chn'lljcher ist, ;~ben her loten für anbere id)D Ce.Mj. .-tnchä'xch von Br. |?« orrben. An «•Seymentee 87 i, btt 13. Husaren, Thüecnntnter 27 1 TÄero^jieischule ser bü Kähnen« ft nach dlätrn' ■ ö-qe, bie? lbtt prtt . 13.-16. Obb« ft noch nl6‘ tffei nnb den rrgtr alten Men ek emer Vürger- ?lrch birfn wurd< itini bobchunber! !?. tM - In •Anfr Cbnfhar g bet ftaaWxt «er» leimt, wo c DaBch strllb .kera Mrd da- mM I ft dar alte Ll . /Oermten cfc**- ^.5 :L»» farbenfreudigen Blüten durchwobenen Anlage will er zeigen, wie es ein haltloses Vorurteil ist, daß die alkoholgegne- rischen Bestrebungen den Tod aller Lebensfreude und alles Schönheitsstrebens bedeuten könnten. * Brä n d e. Außer den Da ld brand en bei Prim- ke n au i. Schl., die einen Gesanrtschaden von zwei Millionen Mark angerichtet haben sollen, wütete ein großer Waldbrand südwestwärts von Niesky in Schlesien auf der Herrschaft Gollm, die dem Freiherrn v. Eckardstein gehörig ist. Gegen tausend Morgen sind niedergebrannt. Ferner werden noch mehrere kleinere Waldbrände gemeldet. Das dem Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen gehörige Rittergut Lettersdorf im Kreise Crossen ist ebenfalls abgebrannt: viele Erntevorräte und Maschinen fielen dem Feuer zum Opfer. Durch Flugfeuer wurden auch mehrere Gehöfte des Dorfes eingeäschert. — In Rosenthal, Kreis Habelschwerdt, wütete eine große Feuersbrunst. Neun Besitzungen und ausgedehnte Waldstrecken sind niedergebrannt. — In Roßdorf bei Meiningen wurden 12 Wohnhäuser, darunter das Pfarrhaus, mit Stallungen und vielen Nebengebäuden durch Feuer eingeäschert. — Der Ha gen auer Wald im Elsaß wurde von einem großen Brande heimgesucht. Der Brand wurde erst nach viertägiger Tätigkeit bewältigt. Er erstreckte sich über eine Flüche von 100 Hektaren. Der Schaden ist sehr erheblich Als Ursache des Brandes werden Funken bezeichnet, die von einer durchfahrenden Lokomotive in den Wald fielen. — Seit zwei Tagen brennt der Wald von Fontainebleau bei Paris. Sechs Quadratkilometer sind abgebrannt. Zwei Regimenter Soldaten sind hinbeordert, um das Feuer zu löschen. Bei den Nettungsa^beiten wurde das Pferd des Dragonerkapitäns Prevost durch Rachwolken scheu, ging zwischen den engstehenden Bäumen durch und warf seinen Reiter gegen einen Baumstamm, sodaß der Kapitän sofort getötet wurde. — Eine Feuersbrunst zerstörte die Stadtgebäude in Shoretick in England. Der ^haden beläuft sich auf 40 000 Pfund Sterling. — Die ungarischen Ortschaften Telkesd im Bitharer Komitat und Bodzs- sultat im Zempliner Komitat sind durch Feuer zerstört. Neun Menschen sind verbrannt. In der Ortschaft Kissutz-Neustadt (Komitat Trenosin) brach Dienstag mittag Feuer aus, das infolge Wassermangels große Ausdehnung annahm. Insgesamt sind 300 Häuser mit Nebengebäuden niedergebrannt. 6 Personen sind in den Flammen umgekommen. Die Bevölkerung ist obdachlos. * Amerikanische Studentenstreiche. Aus Ripon, Wisk, wird geschrieben: Nachdem vor einiger Zeit die Studenten der Madisoner Universität eine großartige Nachthemd-Parade abgehatten hatten, zogen, durch deren böses Beispiel verfuhrt, nun auch die Studenten von Ripon mit Nachthemden (über einem Anzug), einzelne Studenten mit Hauspantoffeln und Tennisschuhen, andere ohne alle Fußbekleidung, aus, um den Eollege-Schwestern, die ein Ständchen bringen wollten, dies zu verleiden. Die Töchter Evas waren diesmal d ie Störenfriede. Nachdem sie von einem Ständchen, das sie etlichen Schwestern gebracht hatten, zurückkamen, überraschten sie männliche Mitglieder der Fakultät mit einem neuen Ständchen. Auf dem Rückweg nach dem Schlafsaal aber verlöschten plötzlich alle Lichter, und die Studentinnen sahen sich von einer heulenden und tanzenden Gesellschaft umzingelt; die Schwestern bildeten rasch einen Kreis und drehten den anstürmenden Studenten den Rücken zu. Mit Hilfe eines Strickes zogen jedoch die Studenten die Schwestern nach dem Schlaffaal der männlichen Studenten und zwangen sie, dort zu singen. Darauf flüchteten sich die Sängerinnen, die Studenten in ihren Nachthemden sprangen ihnen nach, aber einer der rmt einem Nachthemd bekleideten Studenten war zu unvorsichtig; er wurde von den Töchtern Evas erwischt und trotz seines Sträubens in deren Gebäude gezogen. Die Studenten, die ihn an den Beinen festhielten, versuchten, ihn zu retten, aber es mißlang. Die Schwestern begossen den Eindringling reichlich mit kaltem Wasser, aber es dauerte beinahe eine Stunde, bis es seinen Genossen gelang, den Unglücklichen aus seinem Gefängnis wieder zu befreien. Das sind Vorkommnisse, die gerade nicht sehr für die von Amerikavcrehrern so gerühmte Ködukation sprechen. Auch von einer „Ritterlichkeit" gegen das „zarte" Geschlecht ist hier wenig zu merken. Arbeiterbewegung. —k. Mainz, 16. Aug. Nach fast dreimonatlicher Tauer hat der Maurer streik jetzt endlich äufgehört, und heute morgen haben die Streikenden die Arbeit wieder ausgenommen. Gleichzeitig mit der Beendigung des Ausstandes hat auch die Aussperrung der Arbeiter aufgehött, was auf einen am Samstag ge- iaßten Beschluß des Mitteldeutschen Arbeitgeberverbandes zurück- zufüfaen ist, der die Zustimmung der Arbeitnehmer gefunden hat. Rach den Vereinbarungen beträgt die Arbeitszeit zehn Stunden, an ©am5tagen findet E-r Wegfall der Vezperpansen, Schluß ^rwrt um 5 Uhr Itatt Montags beginnt die Arbeit morgens 7 Ufa. Ter Ärbei^lofa beträgt bis Ende 1905 47 Pfg., VW* 45 Pfg. pro Stunde vom l.März 1905 bis Ende Februar 1906 48 Pfg., »vm 1 Marz 1906 bis Ende Februar 1907 49 Pfg., und vom 1. März 1907 bis Ende Februar 1908 50 Pfg. fao Stunde. Für Uefarskmdm wird ein Lohnznschlag von 10 Pfg. für dne Stunde und bei Nachtarbeiten ein Zusckstag von 50 Prozent bezahlt. Kunst und Mistenschaft. Christiania, 16. Aug. Wie die Abendblätter aus Cromsoe melden, ist Kapitän Kraemer, der die vielbesprochene Flaschenpost auf der Insel Moffen bei Spitzbergen fand, dott eingetroffen. Derselbe teilt mit, die Flasche sei von der N at Horsts ch en Expedition ausgeworfen worden, das Gerücht, es ei eine Flaschenpost Andrees, sei vollständig erfunden. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft Russische Anleihe-Pläne. Dieser Tage zirkulierte zuerst das Gerücht, daß Rußland beabüchtige, in Frankreich eine neue Anleihe aufzunehmen. Sodann wurde gestern in der „91. Fr.Pr." berichtet, daß man in Petersburg ernstlich daran denke, wegen einer Anleihe mit Deutschland zu verhandeln. Ter russische Ministerrat sei dieserhalb zu einer Sitzung zusammmgetreten und auch der Direktor der Petersburger Internationalen Handelsbank, Herr Rothstein der seit einer Reibe von Jahren bei der Kontarbierunq russischer Anleihen Bermittlerdienste leistet, sei nach Petersburg beruien worden. Demgegenüber wird der „F. Z/ aus Berlin berichtet, daß die neuerlich über Wien gekommenen Meldungen über den Abschluß einer russischen Anleihe in Deutschland dem Korrespondenten de§ letztgenannten Blattes von allen offiziellen politischen und maßgebenden Finanzkreisen als absolut erfunden bezeichnet wurde. Die Gerüchte sind anscheinend von russischer Seite vorbereitet, ohne daß ein Grund dafür vorhanden wäre. Die Börse faßt die Sache so auf, daß die russische Regierung, wenn nicht jetzt, so doch in absehbarer Zeit, vor der Notwendigkeit einer Geldbeschaffung stehen werde, in welchem Falle hierfür wohl zuerst an den deutschen Markt gedacht werden dürfte. — Warten wir's also ab. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag den 18. August: Zeitweise wolkig, bei milderer Nacht tagsüber noch etwas wärmer, vielerorts Gewitterregem Näheres durch die Gießener Wetterkatte. WöchruWk UkberM brr Todesfälle in btt Sfnbt Ließen. 32. Woche. Vom 31. Juli bis 6. Aug. 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 28,351 nach Abzug von 3 Ortsfremden: 22,68 %n. Kinder- Es starben an: Zusammen: Erwachsene: 1. Le im vom bensjahr: 2.—15. Jahr Tuberkulose der Lungen 2 1 — 1 Knochen- Tuberkulose 1 1 Keuchhusten 2 .— 2 — Darmkatarrh 1 —— 1 — Krämpfen 2 — 2 — Lebensschwäche KD — 1(1) - Altersschwäche 2 2 Typhr^ 1 1 “ ■ ■ .., KrebS 1(1) 1(1) “■ 1 ■ Magengeschwür Kl) Hl) - ■ ■ — Blinddarmentzündung 1 — — 1 Summe 15 (3) 7 (2) 6 (1) 2 Anm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von cnrswärtS nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Neueste Meldungen. Originaldr'ahtmeldrrngen des Gießener Anzeigers. Offenbach, 17. Aug. Die Offenbacher Zeitung" meldet: Heute früh verschied auf Schloß Birstein der Königlich preußische Landrat a. D. Seine Erlaucht der Graf Georg zu Psenburg-Büdingen-Philippseichim65. Lebensjahre. Berlin, 17. Aug. Dem „Kl. Journ.* zufolge werde der Oberhofmeister der Kaiserin, Freiherr v. Mirbach, noch vor Beginn des Parlaments auS seinem Amte scheiden. Berlin, 17. Aug. Zum Fall Schippet wird der Voss. Ztg. aus Breslau gemeldet: Im sozialdemokratischen Verein wurde über folgenden von drei Mitgliedern gestellten Antrag beraten: Beim Bremer Patteitage zu beantragen, aus Anlaß der die gesamte Sozialdemokratie kompromittierenden Stellungnahme des Genoffen Schippet zur Agrarfrage, diesen 2us der Pattei auszuschließen. Der Antrag wurde gegen ore drei Stimmen der Antragsteller abgelehnt. Berlin, 17. Aug. Der Gewährsmann der Berliner Morgenpost hält gegenüber dem Dementi der Nordd. All- gem. Ztg. seine Mitteilung, daß das Rundschreiben des Freiherrn v. Mirbach vor seiner Versendung dem Minister des Innern vorgelegen habe, in allem Wesentlichen aufrecht und betont insbesondere, daß die von Freiherr« von Mirbach im Namen des Kirchenbau-Vereins in der Angelegenheit eines Geschenkes zur silbernen Hochzeit des Kaffer- vaares vorgenommenen Schritte durchaus mit Wissen des Freiberrn von Hammerstein geschehen sind. London, 17. Aug. In Ts.ngtau traf am Dienstag mittag auf entern wpmsschen Torp-doiäger d-r Admiral Tkadzuki em und stattete dem Gouverneur Truppet einen Besuch ab. Tiefer erklärte d?m japanischen Admiral, daß die russigen Schiffe vollständig dcsarmiert "Teten, worauf Tkabzuri vor den beugen Kriegsfüssen salutierend wieder ab- fuhr Gouv"rneur Truppel te'lt: den auf der Reede li'gnrdew lapanischen Sch ffen, einem Kr wer und drei Torpedojägern, mit 1 es werde auf jedes Schiff, .das Rechts ohne Licht in den Haferr etnzufahren versuchen würde, gefeuert werden. Ein deutscfar Kreuzer liegt auf Wache vor dem Hafen-Eingang. London, 17. Aug. .Nach Einlaufen der russischen Schiffe in Tsingtau wurde in der hiesigen Presse vielfach bezweifelt ob Teutschland seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen würde. Jetzt aber wird anerkannt, daß die deutsche Regierung völlig korrekt gehandelt habe. Ter Berliner Berichterstatter der „Pall Mall Gazette" drohet, eia hervorragendes Mitglied der japanischen Gesandtschaft in Berlin habe ihm gegenüber erklätt, Deutschlands Haltung hätte seiner Regierung während des ganzen Ktteges niemals Anlaß zu Beschwerden gegeben. London,. 17. Aug Wie aus Perim bettchtet wird, ist der englische Dampfer „Ismare" mit einem anderen Schisse z u s a m - menge st oßen, welches 60 Passagiere an Bord hatte. Das letztere Schiss sank. 40 Personen konnten gerettet werden. Brüssel, 17. Aug. Ter Kongodampfer „Leopoldville", bringt die Meldung von blutigen Auf ständen in dem Gebiete Mongalla, Kiwu und Nelle. Truppen wurden entsandt und die Auf stände bald niedergedrückt. Toulon, 17. Äug. Ein Omnibus stürzte in voller Fahrt infolge eines Redfauches um. 10 Personen wurden mehr oder minder sckstver verletzt. Ein 19jäfaiges Mädchen wurde sterbend ins Hospital gebracht. Madrid, 17. Aug. In Santona, Provinz Santtagv, be* sand sich der Sofa des sttiHeren Direktors der Krufaffchen Werft, H u s ch m a n n im Gespräch mit einem Freunde am Meeres- strande, als plötzlich der Fels , anf b em er stand, zuweichen begann und Huschmann in s M e e r ftü r z t e. Er ssel 50 Meter tief hinab und erlitt schwere Vettetzungem — Ein Expreßzug stieß bei Dlora mit einem Person en znge zusammen. Sechs Personen wurden schwer verletzt. Rom, 17. Aug. Tie Niederkunft der Königin wird jeden Augenblick erwartet. Marienbad, 17. Aug. ,Bei der Zusammenkunft be£ Kaisers Franz Josef und des Königs Eduard betraf das Gespräch keine politische Angelegenheit. Nur als die Rtt>e aus die Geburt des russischen Throne folgers kam, bemerkte König Educnch, daß durch die Geburt! des Prinzen eine schwere Sorge vom Zaren genommen sei. Ter König erfimbiate sich, wie dem Kaiser sein Aufenthalt in Ischl bekommen sei, worauf der Kaiser emriberte: „Sefa gut, Ruhe tut mir wohl". König Eduard äußerte sich sehr beftiedigt über den guten (fafolg ferner Mattenbader Kur Telephonischer Kursbericht. 3Vfi% Reiohsanleihe 3% do. . . S1/,% Konsole . . . 3<>/o do .... 9%% Hessen . . . 3’/2% Oberhessen . . 4% Oesterr. Goldrente . 4l/6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente . 4% Italien. Rente . . Portugieser , . 8% Portugiesen. . . . 196 0. Türken ... Tflrkenlose..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 4vk% äussere Argentiner Frsnlitnri a. H., 17. August. . 102 50 3% Mexikaner .... 27.25 . 89.95 . 102.00 . 89.95 . 100.40 * 101*85 100.90 . 100.35 . 104.20 . 62.00 . 61.10 Chinesen . . . Electric. Sobuckert . . Nordd. Lloyd . , , Kreditaktien . . . . Diskonio-Kommandit» » Darmstädter Bank . c Dresdener Bank . . , Berliner Handelsgee. Oesterr. Staatsbahn , . Lombarden . . . . Gotthardbahn .... . 89.95 . 109.25 . 101 30 . 202.30 . 190.20 . 139.50 . 156.10 . 159.10 . 136 00 . 18.60 < 189.50 . —Laurahütte ...... 254.60 . 127.00 Bochum ....... 209.50 47.40 flarpener ...... 222.2° 44.40 Tendenz: fest hervorragend^! bewahrt bei Darmkatarrh, y Diarrhoe r Brechdurchfall etc. |Zufekes K*nder= r\ * x« iA/XAA/WWWVWW\A/ Das Linrahnren von Bildern, Spiegeln, Haussegen, Brautkränzen wird gut und billigst besorgt. ^^VWVAAAAAAAAAA/WX _ Georg Schmitt Glasermeister 668 Kaplansgaase 27, Ecke Bahnhofstr. W\AAAAAA/xAAA/\AAAA/ Gröfzte Auswahl iit Bilderlelsten, fertigen Bildern, ^anssegen und Spiegeln. Ktellrahmen < Tiivschoner. AAA/WWWWWVW\A Das Reparieren von zerbrochenen Fensterscheiben wird schnell und billig besorgt Bekanntmachung. bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Krtedhöfe vom 16. August bis 15. Oktober von morgens 6 Uhr ns abends 8 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Fried-- Iwisglocke angezeigt. Bei Beginn des LäutenS muß der Fttedhof I awrt verlassen werden. Eine Viertelfttmde nach dem Läuten i verden bte Friedhofstore geschlossen. Gießen, den 10. August 1904. B16/8 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. __Mecum. Keweröeschule Mdda. Unter Staatsaufsicht stehende Sklasstge gewerbliche Fachschule für affe Bernfszwcige, insbesondere für Baichmrdwerker. Beginn des Unterrichts Ende Oktober. Anmeldungen sind bis zum 15. Oktober d. A. an den unterzeichneten Hauptlehrcr zu richten, welcher auch nähere LluSkünste erteilt. D,7/8 Kür den Aussichtsrat: Die Schullcitutttt: C. RinqShausen, Hühn, Vorsitzender. Großh. Hauptlehrcr. Birnen (Grauhänschen) rc. 16903 Franssurterstraße 40, Hinterh. 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