Nr. 140 Freitag, 17. Juni 1904 154. Jahrg. Lrjchrivl lSgNch mtt Cuent^m# bei Sonntag» Die .«tetzeva LomMenblätter' werden der bDnzei^'- otcnnc wöchentlich txigelegt D< dtzespi ’ tiötb> fr’' erschein monatttch einmal Eichener Anzeiger 1tnfa»vliiilgen. Nachdruck ohne Vereinbarung nicht gestattet. Deutscher Reichstag» 99. Sitzung vom 16. Juni. 1 Uhr. Das Haus ist mäßig besetzt. Am Bundesratstisch: Dr. Nreberoing, Dr. Stucbcl und andere. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Interpellation Auer (Soz.) und Genossen: Seitens des Justizministers, des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten und des Ministers des Innern des Bundesstaates P r e u tz e n ist am 6. Mai 1904 dem Preußischen Abgcordnetenhause ein Gesetzentwurf betreffend die Erschwerung des Vertragsbruchs landwirtschaftlicher Arbeiter und des Gesindes vorgclegt worden. Da dieser Gesetzentwurf in Widerspruch zu den Vorschriften derReichsgcsetzgebung, insbesondere der Neichs- bcrfassung, des Frcizügigkcitsgesehes, der Gewerbeordnung, de? Bürgerlichen Gesetzbuches und des Strafgesetzbuchs Vorschläge enthält, welche landwirtschaftliche Arbeiter und Dienstboten, die vermeintlich einem Arbeitgeber zu landwirtschaftlicher Arbeit oder zum Gesindedienst noch verpflichtet sind, in Verruf zu erklären geeignet sind, diejenigen mit Strafe bedrohen, Ivclche mit solchen landwirtschaftlichen Arbeitern oder Dienstboten irgend einen Dienst- Vertrag schließen oder für solche Arbeiter einen neuen Dienst vermitteln, und so Arbeitswillige hindern, in Arbeit zu treten, so fragen wir: was gedenkt der Neichslanzler zu tun, um dem Bundes st aat Preußen gegenüber die Reichsgesetzgebung zur Geltung zu bringen? Abg. Stadthagen (Soz.) besteigt mit einem großen Aktcnbündel und einer kleinen Bibliothek bewaffnet, zum Entsetzen des Hauses die Rednertribüne sRufe: O je, o je I) und begründet die Interpellation. Ter preußische Gesetzentwurf steht direkt im Widerspruch mit der Reichsgcwerbcordnung, er enthält eine Verrufserklärung, wie sie in dieser krassen Weise noch niemals ausgesprochen ist. Die Folge des Gesetzes wird eine Zunahme der Leutenot und der Erbitterung zwischen Arbeitgeber und Arbeiter sein; Unmoral und Unsitte werden geradezu mit einer Prämie ausgestattet und Treu und Glauben werden schwinden. Da das Gesetz direkt gegen die Reichsgesetze verstößt, sanktioniert es auch den Meineid. Tas ganze Gesetz ist ein Ausnahmegesetz gegen die Schwachen, ein Teil des Netzes von einzelstaatlichen Gesetzen, mit denen die Großgrundbesitzer in das Reichsrecht einbrechen wollen. Der kleine Bauer soll bestraft werden, wenn er einen Arbeiter, dec von dem Großgrundbesitzer mißhandelt ist, beschäftigt. Das Gesetz ist also eine Prämie auf die Rechtslosigkeit, auf die Quälerei und auf jämmerliche Lohnverhältniffe. Der schrankenlosesten Ausbeutung wird geradezu Tür und Tor geöffnet. Und dabei hat schon jetzt die italienische Regierung geradezu vor der Auswanderung nach Deutschland gewarnt; genau so hat es Rußland gemacht, es hat seinen Arbeitern den dringenden Rat erteilt, sich in Ostpreußen nicht schinden und betrügen zu lassen. (Lachen rechts.) Durch den neuen Entwurf sollen nun die armen ausländischen Arbeiter noch vollends rechtlos gemacht werden, und unsere deutschen Arbeiter will man durch solche Ausnahmegesetze zwingen, auf der Scholle zu bleiben. Von einem Schutz der persönlichen Freiheit ist keine Rede mehr, mit der Hungerstrafe will man die Arbeiter zwingen, da zu bleiben, eine Strafe, die es sonst nicht gibt. Tas Gesetz verstößt aber auch gegen das Reichsfreizügigkeitsgesetz. Hierüber kann auch der preußische Justizminister nicht im Zweifel sein. Weshalb treten die Agrarier mit solchen Gesetzen nicht vor Den Reichstag? Weil der Reichstag ihnen solche Gesetze vor die Füße werfen würde. Das Gesetz bedeutet dasselbe wie das frühere Zuchthausgesetz. Ich kenne kein Gesetz, das mehr dem sittlichen Bewußtsein ins Gesicht schlägt und das mehr dem Arbeitswucher Vorschub leistet, wie dieses. (Lachen rechts, Beifall bei den Sozial- Demokraten.s Es lohnt nicht, noch ein Wort darüber zu verlieren. (Heiterkeit und ironischer Beifall rechts.) Die Reichsgewerbeordmmg hat das Arbeitsverhältnis erschöpfend geregelt, da gibt es kein Deuteln, und trotzdem bringt die Regierung im Abgeordnetenhcmse ein solches Gesetz ein! Wenn ein ähnliches Gesetz zum Beispiel für Aerzte gemacht würde, würde man den Gesetzgeber für nicht mehr zurechnungsfähig halten. Das Wesentlichste ist aber, daß auch das Bürgerliche Gesetzbuch klar und erschöpfend die ländlichen Arbeiter- Verhältnisse geregelt hat und keinen Raum für eine partikulare Gesetzgebung läßt. Aber man will, wie der Abg. Gamp neulich ausführte, die ländlichen Arbeiter knechten, sie sollen es noch schlechter haben als die Gefangenen. Der Abg. v. Oldenburg, der sich jetzt so angelegentlich mit seinem Nachbar unterhalt (Heiterkeit), hat sich hier sogar gerühmt, einen Arbeiter entlasten zu haben, weil ihm seine politische Gesinnung nicht paßte. Das ist doch geradezu ungeheuer. Das Gesetz predigt den Grundsatz der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen in der krassesten Form, es tritt mit Füßen die Idee der Gleichheit Aller vor dem Gesetz, es ist noch schlimmer als die schwarzen Listen, die doch schon einen ganz groben Verstoß gegen die guter. Sitten bedeuten. Die Kühnemänner und Genosten, Die Arbeiter vogelfrei gemacht haben, stnd zu Schadensersatz verurteilt worden, und ein verstorbener Freund des Herrn Gamp, der Abg. Frhr. v. Stumm, erklärte das Vorgehen der Kühnemänner gleichfalls als Verstoß gegen die guten Sitten. Und das preußische Konttattbruchgesetz soll auf einmal nicht gegen die guten Sitten verstoßen? Tie Wirkung des Gesetzes wird um so unheilvoller sein, als jetzt schon von einer Unabhängigkeit der Richter kaum eine Rede sein kann. Hat doch der Minister Schönstedt gesagt, daß es nicht dasselbe sei, wenn zwei dasselbe tun, und hat ein anderer Jurist sogar die Aufhebung der Reichsverfastung für legal erklärt! In den Jahren 1874 und 1879 hat die Regierung ausdrücklich anerkannt, daß es sich hier um eine Materie handle, die der Reichsgesetzgebung Vorbehalten sei, noch im Jahre 1899 haben die Minister im Abgeordnetenhause dieselbe Erklärung abgegeben. Und fünf Jahre später bringt die Regierung das Gesetz ein. Denn die Herren sagen sich, ob es gegen die Reichsgesetzgebung verstößt oder nicht, ist uns ganz egal, was wir machen wollen, machen wir! Redner geht ausführlich auf frühere Beratungen über diesen Gegenstand ein und verliest Bruchstücke aus den Reden von verschiedenen Parteiführern, die alle übereinstimmend gesagt haben, daß es sich hier um ein Gebiet handle, das nur der Kompetenz der Reichsgesetzgebung unterstehe. Selbst der Abg. Oertel hat die Notwendigkett einer Gleichstellung der ländlichen Arbeiter anerkannt. Nun fragen wir: Was will der Reichskanzler dagegen tun, daß durch solche Gesetze die Reichsverfassung unterminiert wird? Was will er dagegen tun, daß Einzelregierungen dem Grundsatz von Freiheit und Gleichhett ins Gesicht schlagen und Heloten und Sklaven züchten? Im preußischen Landtage haben sich alle Parteien außer den Freisinnigen für das Konttattbruchgesetz ausgesprochen. Am meisten hat mich das von den Rednern des Zentrums gewundert, die sich dadurch in Widerspruch gesetzt haben zu den beiden Neichensperger und zu Windthorst. Außerhalb des Parlaments gibt es Leute, die glauben, daß sich die Landarbeiter durch solche Gesetze zu Gewalttätigkeiten aufreizen lassen. Die Schamröte kann einem ins Gesicht treten (Lachen rechts), wenn man sieht, was für Kontrakte heute mit den Landarbeitern abgeschlossen werden. Ich habe solche Verträge vor mir liegen, es sind Wucherverträge, Ausbeutungsverttäge, Hunocr- lohnverttäge. Tie ländlichen Arbeiter und das Gesinde sind heule schon rechtlos. Durch solche Verträge wird der Zerreißung Antis.) erklärt sich für die Resolution, obwohl sie ihm nicht weit genug gehe. Aber es liege ihm daran, wenigstens etwas zu erreichen. Die Abgg. Graf Oriola (nat.-Iib.l Bachem (Ztt.), Rettich (kons.), Dr. Miiller-Sagan (fr. Vp.) und Schrader (fr. Vg.) erklären sich mit der Resolution einverstanden. Die Resolution wird einstimmig angenommen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist die dritte Lesung des Gesetzentwurfs bett, die Kaufmann sgerichte. In der Generaldebatte erklärt Abg. Singer (Soz.), daß seine Freunde dem Gesetz nicht zu- stirnmen können. Es sei die größte Ungerechtigkeit, den weiblichen Angestellten das Wahlrecht vorzuenthalten. Diese Ungerechtigkeit wirke um drastischer in einem Augenblick, wo die Bourgeoisie den Worten nach den Bestrebungen der Frauen auf Erringung des politischen Wahlrechts vollste Sympathie entgegenbringt. Es sei ztvar das Wort gefallen: „Deutschland in der Welt voran I" Aber in der Frage des Frauenstimmrechts sei Deutschland von überseeischen Ländern längst überholt. Auch die Heraufsetzung der Altersgrenze für männliche Handlungsgehilfen, wie sie ja zweifellos beschlossen werde, sei eine durch nichts zu billigende Maßnahme. Die Mehrheitsparteien seien im Begriff, sich dein Willen der Regierung zu fügen und etwas zustande zu bringen, was weder gut noch brauchbar sei. (Beifall bei den Soz.) Inzwischen sind die Kompromißanträge eingegangen, die das in der zweiten Lesung beschlossene aktive Wahlrecht der Frauen wieder beteilige« und für männliche Personen die Altersgrenze für das aktive Wahlrecht auf 25, für das passive auf 30 Jahre heraufsetzen wollen. Abg. Trimborn (Ztr.) begründet diese Anträge. Die Zufalls- mehrheit, die die Anträge in der zweiten Lesung zu Fall gebracht haben, fei heute hoffentlich nicht da, sondern eine wirkliche Mehrheit. Trotz der Kompromißanttäge bedeute das Gesetz einen Fortschritt. Wenn es nach den Wünschen des Zentrums gegangen wäre (Lachen bei den Soz.), wäre das Gesetz sicher besser geworden. Aber das gute zu verwerfen, weil man das bessere nicht erreichen könne, sei stets nur die Praxis der Unvernünftigen gewesen. (Heiterkeit^ Auch die Frauen würden für die Taktik der Mehrheit volles Verständii ■ haben. Vergessen dürfe man auch nicht, daß verschiedene große kausntännische Korporationen sich für das Gesetz in der Fassung der Kompromißanträge ausgesprochen hätten. (Widerspruch des Abg. Singer.) Herr Singer, Spiegelberg ich leime Dir! (Große Heiterkeit.) Bei dem Gewerbegerichtsgesetz hätten die Sozialdemokraten für das Gesetz gestimmt, obwohl ihre Anttäge abgelehnt wurden. Das sei ein vorübergehender Lichtblick gewesen. (Heiterkeit.) Abg. Dr. Müller-Meiningen (frei). Vp.) erklärt, daß seine Freunde kein Interesse an dem Gesetz mehr hätten, wenn die Kompromißanträge, die es sehr verschlechterten, angenommen würden. Sie würden dann gegen das Gesetz stimmen. | Abg. Henning (kons.) führt aus, daß feine Freunde für das Gesetz mit den Kompromißanträgen stimmen würden, obwohl sie Bedenken gegen die in zweiter Lesung beschlossene Herabsetzung von 50 000 auf 20 000 Einwohnern als Vorbedingung für die obligatorische Einführung der Gerichte hätten. ... Abg. Beck-Heidelberg (nl.) bemerkt, daß seine Partei ebenfalls für das Gesetz stimmen würde, da es ein brauchbares Gesetz fei, unb es dem Reichstag noch gelungen sei, manche Verbesserungen hinetnzubringen. Das Gesetz bedeute jedenfalls einen Fortschritt. Abg. Schrader (fr. Vg.) erklärt namens seiner Freunde, daß sie gegen das Gesetz stimmen ivürden, weil das Wahlrecht der Frauen durch dre Kompromißanträge beseitigt werden sollte. Der Reichstag füge sich dem Willen der Regierung, die von dem Wahlrecht der Frauen nichts wissen wolle. Die Diegierung habe für diese ihre Stellungnahme nicht einen einzigen Grund angegeben, wndern einzig nur erklärt, dies wollen wir nicht. Dies fei ein Vorgang, der in der ganzen parlamentarischen Geschichte noch nicht vorgekommen sei. Er (Redner) habe die Ehre, dem Verbände weiblicher Handlungsgehilfen anzugehören (Große Heiterkeit) und könne daher nur sagen, daß der Eifer und der Fleiß, mit dem die weiblichen Angestellten ihre Obliegenheiten verrichten, durchaus anzuerkennen sei. Es sei daher absolut kein Grund vorhanden, ihnen das Wahlrecht vorzuenthalten. Staatssekretär Graf Posadowsky macht darauf aufmerksam, daß die Gewerbegerichte, zu denen die Frauen auch keinerlei Wahlrecht hätten, nach allgemeinem Urteil sehr gut gewirkt hätten. Abg. Lattmann (wirtschaft!. Vgg.) tritt für die Kompromißanttäge em; ebenso Abg. v. Kardorff (Reichsp.) und Abg. Zimmermann (d. Reformp.), der sie nur, der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, annehmen will. Damit schließt die Allgemeinerörterung, in der Einzelberatung werden die Kompromißanträge gegen die Stimmen der Sozialdemottaten und Freisinnigen debattelos angenommen. Abg. Peter Marzellin Jtschert (Zentt.) beantragt, mit Unterstützung von Abgeordneten der freisinnigen Volkspartei und der Vereinigung, sowie des Zenttums, einen neuen § 15a in ba§ Gesetz einzufügen, wonach Rechtsanwälten und Personen, welche das Verhandeln vor Gericht geschäftsmäßig betreiben, auf Antrag einer Partei als Vertreter zum Kaufmannsgericht zugelassen werden können, wenn es sich um Streit aus der Konttirrenzklausel handelt und die betreffende Partei im Bezirk des Kaufmannsgerichls weder wohnt, noch eine Handelsniederlassung hat oder beschäftigt ist. Die Zulassung hat die Wirkung, daß beide Parteien sich durch Personen der bezeichneten Art vertreten lassen können. Abg. Dr. Seniler (nat.-lib.) bekämpft diesen Anttag, der die Rechtsanwälte mit den Winkelkonsulenten gleichstelle. Unter letzteren werde sich bei Annahme des Antrages ein Spezialistentum bedenklichster Art herausbilden. Der Antrag wird abgelehnt. Damit ist die Einzelberatung beendet. In der Gesamt-» ab ft immung wird der Gesetzentwurf gegen die Stimmen der Freisinnigen, der Sozialdemokraten und des Abg. Semler endgültig angenommen. Sodann nimmt das Haus in erster und zweiter Be- rahing den Gesetzentwurf betreffend Aenderungen des Gesetzes über das Reichsschuldbuch an. Die Tagesordnung ist erschöpft. Präsident Graf Ballesttcm: Ich beraume die nächste Sitzung an auf heute abend 8% Uhr mit der Tagesordnung: Antrag auf Vertagung des Reichstages bis zum 29. November, dritte Beratung des Reichsschuldbuchgesetzes. — Ich bemerke zu dem e'rften Punkte, daß in manchen Kreisen Verwunderung herrscht über den späten Termin des Wiederzusammenttitts. Als aiich ich diese Verwunderung ausdrückte, wurde ich darauf hingewiesen, daß dem Kaiser das Recht zusteht, den Reichstag früher einzuberufen, auch wenn er bis zum 29. November vertagt ist, und daß er von diesem Rechte Gebrauch machen werde, falls dies besondere Vorlagen erheischen sollten, namentlich wenn es sich darum handeln sollte, daß Handelsverträge in früherer Zeit abgeschlossen werden. Schluß gegen 8 Uhr. 100. Sitzung. Auf dem Tische des Präsidenten befindet sich ans Anlaß der WO. Sitzung ein großer Blumenstrauß. Dem Änttage des Reichskanzlers auf Vertagung des Reichstags bis zum 29. November stimmt das Hans ohne Debatte einstimmig zu. — Die Novelle zum R ei chsschu ldb u ch g es e tz wird in dritter Lesung ohne Debatte einstimmig genehmigt. Präsident Graf Ballesttem erhält die Ermächtigung, Tag und Tagesordnung der nächsten Sitzung sestzusetzen. Abg. v. Normann (kons.) spricht den Dank des Hauses für die fachkundige und unparteiische Leitung der Geschäfte durch den Präsidenten aus. (Allgemeiner Beifall.) Präsident Graf B a l l e st r e m dankt uitb betont, daß ihm der allfeittge Beifall besonders wertvoll sei, da er auf das Vertrauen des ganzen Hauses angewiesen sei. Er freue sich herzlich, daß ihm dieses Verttauen ausgesprochen worden sei. (Seßhafter Beifall bei allen Parteien.) Reichskanzler Graf Bülow verlieft hierauf die Vertagungsurkunde, die das Hans stehend anhört. Mtt einem Hoch aus den Kaiser schließt die Sitzung. Kirche und schule. Metz, 16.Juni. Auf dem lothringischen Lehrerlag kam es gestern zu einem Zwischenfall. Als der Lehrer Mayer aus Dieuze beantragte, der Lehrerverein solle sich um die Neuregelung der Organisten frage an den Bischof wenden, erhob Seminardirektor Schulrat und Ehrendomherr Nigetjcd-Mctz mit Rücksicht auf den interkonfessionellen Charakter des Vereins Widerspruch. Das Recht, sich an den Bischof zu wenden, stehe allein den Katholiken zu. -Als trotzdem der Antrag Mayer angenommen wurde, verließ Nigetjed den Saal, worauf die Versammlung, der auch Vertreter der Regierung beiwohnten, mit einem Hoch auf den Kaiser geschlossen wurde._______ Aas Korbon-Neunet-Reunen. (Nachdruck verboten.) IV. S. u. H. Äombu r g v. d. H., 16. Jmtt. Der letzte Tag vor dem Gordon-Bennett-Renn-n war zugleich auch bei interessanteste. Vom frühesten Morgen ab strömten die Menschenmas,en aus Frankfurts Wiesbaden, Mainz, Friedberg, Bad-Nauheim rc. nach Homburg, um der für 8 Uhr früh gemeldeten Ankunft des Kaiser- paares beizuwohnen. Aus der festlich geschmückten Station empfing Oberbürgermeister v. Marx, wie bereits tele- graphisch gemeldet, die Majestäten, die sofort zum Schlosse fuhren. Nach kurzer Zeit fuhr vor dem Schloßportal das kaiserliche Automobil vor, von dem in Homburg toahie Wunderdinge erzählt wurden. Zwei Chasseure in brauner _ Hoflakaien-Unisorm lenkten das weißgenrichene, allerliebst aussel)ende Gefährt, das aus der Daimierschcn Motoren-Fabrik in Cannstatt hcrvorgegangen ist und Mer- cedes-Simplax-Konstcuttion aufweist. Die Enttäuschung war für die versammelten Autlet groß, als der Kaiser, fröhlich nach allen Seiten grüßend, mit den Herren seines Gefolges in dem rotgepolsterten Wageninnern Platz nahm, statt selbst das Steuer und die Bremse des Wagens zn handhaben. Im schnellsten Tempo sauste das Automobil davon, gefolgt von einem weiteren Automobil-Reisewagen. In einer Hofequipage folgte die Kaiserin, die ein hellgraues Promenadenkleid und einen großen, weißen Federhut trug und unablässig grüßte. Den Beschluß machte eine Hofequipage, in der man den vielgenannten Oberhofmeister der Kaiserin, Frhr. v. Mirbach, bemerkte. Seine gestrige Vernehmung in Mavbit schien auf seine gute Laune nicht eingewirkt zu haben, denn wiederholt sah man ihn bei dem nun folgenden Besuch der Saalburg beiter lächeln. Auch der Kultusminister Dr. Studt befand sich im Gefolge. Der Weg führte den kaiserlichen Wagenzug durch Dornholzhausen den taufrischen Bergwald hinan über den Charlottenweg zur Saalburg. Das Kaiserpaar trank zunächst einen Becher Wasser aus der Mythras-Quelle und nahm dann das Mythrirum in Augenschein, ein Gebäude, das Kommerzienrat Albert in Biebrich auf seine Kosten auf dem Saalburg-Terrain hat errichten lassen und heute dem Kaiser als Geschenk überwies. Kommerzienrat Albert ist der Vater des unglücklichen jungen Rennfahrers Paul Albert, der auf der Fahrt von Cannstatt nach Parts zum Automobil-Rennen Paris—Bordeaux mit seinem Daimler-Motor-Wagen bei Nieder-Ingelheim umstürzte und bis zur Unkenntlichkeit zerschmettert wurde. Bekanntlich knüpfte sich an diesen Unfall der sensationelle Prozeß gegen den Hauptmann a. D. Mayer, der von Landleuten beschuldigt worden war, der Leiche eine größer? Geldsumme entwendet zu haben. Mayer wurde durch das Urteil oer Mainzer Straftammer von dem gegen ihn entstandenen Verdacht gereinigt, und es ist ein Rätsel geblieben, wo das Geld hingekommen sein mag. Vom Mythräum aus begab sich das Kaiserpaar zn der großen Tribünenaillage für das Gordon-Bennett-Rennen. In einer Loge saß der Zeichner der,^Leipz. Jllustr. Ztg." Limmer, um die Anlage zu jfixieren. Der Kaiser kletterte in angelegentlicher Unterhaltung mit den Herren des Gefolges auf beide Tribünen hinauf und musterte alle Einzelheiten des luftigen Bauwerks. In der für ihn bestimmten Loge hatte der Lehrer Göbel aus Friedrichsdorf ein Relief der Gordon-Dennett-Strecke aufgestellt, das den Kaiser sichtlich interessierte. Nun ging es nochmals zur Saalburg. An der Porta decumana erwartete jetzt Bezirkspräsident Graf Zeppelin als Vorsitzender der lothringischen Gesellschaft für Geschichte und Alturtumskunde den Kaiser, um diesem die neben der Porta Pretonia neu aufgestellten römischen Geschütze vorzuführen. Vorher besichtigte das Kaiserpaar die vom Bildhauer Götz aus Berlin geschafseneu Standbilder Hadrians und des Alexander Severus. Bei ersterem wollte der Kaiser eine Aehnlichtett mit Geheimrat Jacobi in seinen jüngeren Jahren heraris- finden. Hierauf wurden dem Kaiser die beiden Söhne, eine Schwiegertochter und ein Enkel Theodor Mommsens vov- gcstellt, die aus Anlaß der vom Kaiser für heute angeordneten Enthüllung des Mommsen-Reliefs auf der Saalburg erschienen waren. Beim Betreten der Halle, die mii dem Relief cftschmückt ist, fiel die Hülle, wobei der Kaiser salutierte. Es folgte nun die Vorführung der altrömischen G e s ch ü tz n a ch b i 1 d u n g e n. Es sind drei Geschütze, ein Palintonon, ein Cnthytonon und ein Onager. Sie werfen Steine und Bleikugeln bis zu einem Gewicht von einem Kilo auf zirka 150 Meter Entfernung. Ein viertes Geschütz, Euthyon, für Pfeil geschosst bestimmt, wurde auf eine Eisenplatte von der Dicke eines römischen Brustpanzers gerichtet und abgeschossen, wobei die Platte von den Pfeilen durchlöchert wurde. Der Kaiser äußerte feine Bewunderung für* die gelungene Nachbildung der römischen Geschütze, die in der Waffen Halle des Saalburgkastels ausgestellt werden sollen und regte die Herstellung von Photographien für den Gebrauch in den höheren Schulen an. Zum Schluß wurde noch eine Ausgrabe stelle om nordwestlichen Außenwall besichtigt, wo man auf einen umfangreichen Wachtturm gestoßen ist. Während der ganzen Seit war der Kaiser und die Kaiserin in heiterster Stimmung Der Kaiser scherzte viel mit den einzelnen Herren des Gefolges und wurde erst ernst, als am Ausganze der Geh. Kobinettsrat v. Valentini an ihn herantrat, um ihm hinter vorgehaltenem Zylinder eine anscheinend sehr wichtige Mitteilung zu machen. Beim Hinaustreten begrüßte die Majestäten ein Hoch des Publikums, worauf der Kaiser wieder in den Automobilomnibus stieg und in schnellstem Tempo, befolgt von den übrigen Wagen, nach Homburg zurtickfuhr. Inzwischen hatten die für das Rennen gemeldeten Fahrer das Training auf der Strecke, dem ;. B. Jen atz ky bereits sett 4 Uhr früh oblag, eingestellt und waren in ihre Garagen ein gekehrt, um ihre Vehikel für das wichtige Geschäft des Abwiegens herzurichteu. In einer schmalen Straße vor dem Spritzenhause der Homburger Freiwilligen Feuerwehr ging das Geschäft vor sich. Ringsum ans Mauern, Fensterbrüstungen und an den Gaslaternen standen, saßen oder hingen Photographen jeden Alters und jeder Nation, um die interessantesten Momente auf die Platte zu bannen. Auch zwei englische, eine französische und eine amerikanische Gesellschaft für Herstellung lebender Photographien war am Platze. Mau kann sich denken, welche Panik entstand, als plötzlich eine Explosion an dem Napier-Wagen S. F. Edges erfolgte und eine haushohe Stichflamme emporschlug. Ein Führer hatte eine Zigarette in Brand gesetzt, während der englische Konkurrent das Benzin seines Wagens abfüllte. Der Humor kam aber bald zu seinem Rechte, als man sah, daß die Flamme die Tür des — Spritzenhauses in Brand gesetzt hatte, hinter der alle Feuerlöschgerätschaften standen. So mußten denn ein paar Eimer Wasser helfen. Jenatzy lächelle stillvergnügt, als die Deutschen, deren Automobil-Industrie er wieder zum Siege führen soll, ii)1'-1 stürmisch zujubelten. Er lächelte... er hat die Strecke 184 mal umkreist. Sein schweizerischer Konkurrent Tn- feaux war schlimmer bar au. Er wollte sie heute früh zum erstenmale befahren. Ein Geschick fügte es, oaß ihn> bei der Anfahrt zur Wäge die L e n k st a n g e zerbrach- Damit zerbrachen auch alle seine Hoffnungen- Tenn eine neue Lenkstange braucht von Gens nacb Homburg etwa viermal so viel Zeit, als von diesem Augenblick noch bis zur Eröffnung des Rennens übrig ist. Manche sagten: Glücklicher Dufeaux. Er braucht seine Knochen nicht im Schnupftuch heimzutrageul darauf »fiel ein Jffle die nächste Sitzung Zordming: ?lnlrag auf - zum 29. November, — Ich bemerke zu dem Minderung herrscht über Als auch ich diese f hingeivicscn, datz dem üher einzuberufcn, auch und daß er von diesem besondere Vorlagen er- rum handeln sollte, daß jsen luerden. 8u der Gesamt« Mn die Stimmen der «og. Eemler endgültig r und zweiter Beugen des Gesetzes über K^?tz°^°hl fi, ?-l«daßsiE 6er^n j0([.et Stauen '1. die von De >e Regier T°bb Jcn Anb 9nnnn6e füt W ^AEgeben, Redner i ,^^!chlihte ?'sS :n auch !einr?reSQm- WM 7 ««Ä£ K.LL J1“1 'N das Geien S Personen, Meä erirfrt^"' auf Rnrrag jjjt zuge.asien tverden ukurrenzklaM handelt NSnchisiveder ■ Tn bKlngt ist. £ic nen durch Personen £fe Antrag, der die Sle'ch,teile. Unter leh- tS cm Spezialistentum bis zu einem ZeivÄ: ‘cter Entfernung. Cii schosst beslinM, Midi eines römischen $ni]> wobei die Platte troi er Loser äußerle sm Mdung der romi|ffic es Saalburgtasletö ae- Herslellung von W' n' höheren Spulen c .rabestelleomm^ man auf einen* Nährend der gai^ in in heiterster Ltm . den einzelnen Hern ’ als am Wgange d ihn herantrat, W '• scheinend sehr »r KU * v-°* «»ö h, dem 5- ®- ■J .. S--B Rr’tjjmt » » 9 W“1“; S &***{'? Sen Mrs und i-, ^ente l-»u°g/ml-«.,:; i El »w* Der ^u °«d Ä nden- ö .. ^ 2 es,Llßi) 5 Schirk E zecdl fei«*y "’ti: ‘•MR anderer Wagen, und ztvar her eines englischen Lords, beim Nehmen einer scharfen Kurve um und ein Arzt mußte am Kopfe des Gentleman einen Verband anlegen. Edlere Tcite sind nicht verletzt! meldete man. In den ersten Nachmittagsstunden war das Wiegegeschäft beendet. Mehrere Wagen waren schwerer als 1000 Kilo, das offizielle Gewichen nd so mußten die Mechaniker und Chasseure tüchtig klovfen, feilen und schrauben, um überflüssige Teile zu beseitigen. Aber keiner schied aus. Hieraus wurden die Plomben angelegt und nun — Schicksal gehe deinen. Gang! Nm 2 Uhr nachmittags bestiegen dann die Rennkom- missare ihre Motore, um die Generalprobe für das Nennen abzunehmen. Von 100 zu 100 Metern stand ein Infanterist, und als man den IbOOsten gezählt hatte, trat der Zivilwachmann in die Erscheinung. 141 Kilometer Weges sind auf diese Weise von der Saalburg über Wehrheim, Usingen, Weilburg, Limburg, Idstein, Oberursel, Homburg und von dort nach der Saalburg zurück geschützt. Tnrch rauschende, grüne Wälder, saftige Wiesen und zwischen blühenden Gärten hindurch fführt der Weg, mit prächtigen Aussichten nach dem Taunus und seinen reizenden Villenstädten, doch wer achtet heute und morgen darauf? Vorwärts, darauf los, die Hände am Steuer und den Fuß an der Bremse, in wahnsinnigem Tenrpo, Bergauf, bergab, beut Ziele, der Saalburg, entgegen, so geht die wilde Hatz und wer will sagen, wie sie endet?---- Der morgige Start erfolgt in nachstehender Reihenfolge: Jenatzy, Edge, Warden, Cagno, Thäry, Hautvast, De Caters, Girling, Werner, Storero, Salleron, Äugiöres, Opel, Jarrott, Brann, Lancia, Rougier, Crawhez. Außer Bildhauer G ö tz ist auch Geh. Baurat Jacobi zum Professor ernannt worden. . Zur heutigen Mittagstafel bei den Majestäten war Prinz Friedrich Leopold geladen. Am Nachmittag machten die Majestäten eine Spazierfahrt nach der Goldgrube. Zur Mend- tafel waren geladen: Prinz Heinrich von Preußen, r?r;n; Friedrich Leopold, die Erbprinzessin von Sachseu-Meiuii.gen und Prinz Friedrich Karl von Hessen mit Gemahlin. Unfälle. Donnerstag abend zwischen 6 und 7 Uhr ereignete sich auf der Chaussee zwischen der Saalburg und Homburg in der Nähe von Dornholzhausen an der sogen. Karlsbrücke ein ziemlich schwerer Automobil Unfall. Ein Motorwagen, der dem Berliner Hotelier Uhl gehört, und der außer diesem noch von einem anderen Insassen besetzt war, kam in großer Geschwindigkeit von der Saalburg herunter, foimte die Kurve an der Brücke nicht richtig nehmen imb wurde ins Feld geschleudert. Beide Insassen wurden ziemlich erheblich verletzt. Usingen, 16. Juni. Kurz vor Gräfenwiesbach hat ein schwerer Automobilunfall stattgefundetr. Der östrcichische Kavallerieoffizier Baron v. Leidenberger, der das Automobil selbst steuerte, hatte die Bremse bei entern steilen Wegabsturz zu schnell angezogen, das Auwtnobil überschlug sich und alle Insassen wurden hcrausgeschleud ert und angeblich schwer verletzt. Der Baron soll das Rückgrat gebrochen haben, seine Frau innere Verletzungen und der dritte Insasse ebenfalls schwere Verletzungen davongetragen haben. Die Verunglückten wurden ins Krankenhaus gebracht. Wächtersbach, 16. Juni. Auf der Fahrt nach Homburg fuhr gestern bei Wirtheim ein Automobil gegen einen Telegraphenbaum, wodurch die Insassen herausgeschleu-- dert, aber nur leicht verletzt wurden. Der Beginn des Rennens. Saalburg, 17. Juni. (7.25 Uhr früh.) Das Wetter ist prachtvoll. Schon mit grauendem Morgen beginnt reges Leben. Extrazüge treffen von allen Richtungen in Hombnrg ein. Per Automobil, per Wagen, mittels der elektrischen Bahn und zu Fuß streben Scharen der Saalburg zu, wo sich Start und Ziel befinden. Schon vor 6 Uhr ist der Rennwagen Jenatzys, der als erster startet, am Platze. Die Tribünen beginnen sich zu füllen. Die Mitglieder des Komitees treffen die letzten Anordnungen. Polizei, verstärkt durch Frankfurter Mannschaften, sowie Feuerwehr versehen den Absperrungsdienst. Es herrscht musterhafte Ordnung. Der Kaiser traf 6.15 Uhr zu Pferde ein, bald darauf die Kaiserin zu Wagen. Die Majestäten wurden vom Herzog von Rotibor empfangen und in die Kaiserloge geleitet. Hier trafen ferner ein Prinz Heinrich, Prinz Friedrich Leopold, die Erbprinzessin von Meiningen und Prinz und Prinzessin Friedrich Carl von Hessen. Der Kaiser und die K a i s e r i n beobachteten mit großem Interesse den Start und unterhielten sich lebhaft mit dem Minister des Innern, dem Oberpräsidenten, den Mitgliedern des Rennkomitees sowie mit den Damen und Herren der Umgebung. Ter Kaiser trägt die Uniform des Leibgardehusarenregimentes, die Kaiserin weiße Toilette. Pünktlich um 7 Uhr begann, durch Trompetenfanfaren angezeigt, das Rennen. Jenatzy passierte, mit der rechten Hand salutierend, um 7 Uhr, die Kaisertribüne in scharfem Tempo. Es folgten Edge um 7 Uhr 7 Min, Warden um 7 Uhr 14 Min. Hitzung der Stadtverordneten. Gießen, 16. Juni. Anwesend Oberbgm. Mecum, Beig. Curschmann, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Dr. Gutfleisch, Heichelheim, Helsrich, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Schaffstädt, Schiele, Schwall und Wallenfels. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte Oberbgm. Mecum noch einige Mitteilungen über die Betriebsergebniffe des städtischen Elektrizitätswerks in den Monaten April und Mai dieses Jahres im Vergleich zu April und Mai vorigen Jahres. Danach betrug die nutzbare Abgabe in Kilowattstunden in den beiden Monaten 1904 für Licht 7457 gegenüber 4847 in den Monaten 1903, also ein Plus von 54 pCt.; "für Kraft: 9327 gegenüber 6302, also + 48 pCt.; für die Eisenbahnen 37 256 gegenüber 31 694, also + 18 pCt.; fürStraßenbeleuchtung 473 gegenüber 411, also + 15 pCt.; für Selbstoerbrauch 1204 gegenüber 1756, also — 31 pCt.; zusammen betrug die nutzbare Abgabe in Kilowattstunden im April und Mai 1904 55 717 gegenüber 45 010 in den Monaten des Vorjahres, also ein Plus von 24 pCt. Die nutzbare Abgabe im April und Mai 1904 betrug 84 vCt. der Gesamterzeugung, die sich aus 65 972 Kilowattstunden stellte. Ter Verlust betrug also 16 pCt. der Erzeugung. Die Leistung der Turbinen betrug im April und Mai 1904 98 pCt. der Erzeugung, die der Gasmaschinen 2 pCt. Darauf sand die Auslosung von Schuldverschreibungen zunächst des 1890er An lehens statt und zwar im Gesamtbetrag von 20 000 Mk., nämlich 4 ä 2000, 6 a 1000, 9 ä 500, 3 ä 300 und 3 ä 200 Mk. Es wurden gezogen L2000M5.: Lit. A. 188,121, 172 und 148; i 1000 Mk.: Lit. B. 134, 11, 98, 289 158 und 26; ä 500 Mk.: Lit. C. 281, 38, 387, 88, 131, 295, 181' 80 und 267; & 300 Mk.: Lit D. 64, 41 und 97; ä 200 Mk.: Lit/ E. 115, 79 und 112. Die Auslosung von Schuldverschreibungen des 1892 er A n- lehens ergab: h 2000 Mk.: Lit. F. 101, 32, 74; A 1000 Mk.: Lit. G. 2, 45; ä 500 Mk.: Lit. H. 13, 49, 5; ü. 300 Mk: Lit. I. 24; ä 200 Mk.: Lit. K. 29. Punkt 2 der Tagesordnung betraf D i s p en s g e s u ch e: a. von Birkenstock und Schneider, denen der Dispens wegen eines Backsteinmacherhäuschens auf zunächst 2 Jahre genehmigt wurde; b. von Jakob Hartmann II., der auf der Kreisstraße nach Heuchelheim, kurz vor dem Ort, ein Wohnhaus errichten will. Da der Bürgermeister von Heuchelheim, um sein Dafürhalten gefragt, wegen der Anlegung eines Bebauungsplanes dort dem Gesuch gegenüber sich ablehnend verhalten möchte, wird der Dispens nicht genehmigt, c. von Heinr. Winn für die Westanlage, welches nicht genehmigt wird; ä. von H u h n für die Wetzsteingasse für ein Gebäude mit Fachwerk; dieser Dispens wird genehmigt mit Ausnahme wegen der geplanten Fenster. Das Gesuch des Heinr. Marx hier, Seltersweg 34, wegen Anbringung einer 87 cm vorspringenden Reklameuhr (50 cm dürfte sie nur vorspringen), wird genehmigt, da Beeinträchtigungen dadurch nicht entstehen. liebet das Pumpwerk Queckborn haben wir kürzlich berichtet. Es wird in dieser Sitzung beantragt eine neue Quellenfassung; von dem Ergebnis von Bohrversuchen soll es abhängen, ob ein großer oder mehrere kleinere Brunnen anzubringen stnd. Die Versammlung ist damit einverstanden, und Oberbaurat Schmick soll die Oberleitung über die Arbeiten bekommen, während der Bohrmeister Menzel mit der Aufsicht über die Ausführung der Bohrungen betraut werden soll. Die Bohrröhren sollen in den Bohrlöchern zunächst liegen bleiben, nm später etwa notwendig werdende neue Versuche zu erleichtern, und es soll dafür ein Kredit von 1400 Mk. angelegt werden. Es wurde beschlosten, die Bohrungen in eigene Regie zu nehmen und das Bohrzeug, das bei späteren Arbeiten, z. B. bei den Schulbauten, wieder benutzt werden kann, selbst anzuschaffen, wofür ein Kredit von 1000 Mk. zur Verfügung gestellt wurde. Auch zur Beschaffung eines Steinbrechers erteilt die Versammlung ihre Genehmigung. Zur Fundamentierung der neuen Schule werden 700 Kubikmeter Steinzeug nötig, das mit Hilfe eines Steinbrechers von der Stadt selbst besorgt werden kann; auch bei der Neupflasterung der Straße wird sich später der Besitz eines Steinbrechers nützlich erweisen. Ein solcher wird etwa 3000 Mk. kosten. Uebertrüge man die Lieferung des Steinzeuges einem Unternehmer, so würde der Kubikmeter ca. 4 Mk. kosten; mit der Beschaffung eines eigenen Steinbrechers wird man bei ungünstigen Annahmen doch eine Ersparnis von ca. 3 Mk dabei erreichen, also bei den Arbeiten für die neue Schule zusammen etwa 2100 Mk. Herr Löber war gegen diese Anschaffung, die das Budget mehr belaste als die Inanspruchnahme eines Unternehmers, weil die Aufsicht dabei nicht eine solche sei, wie der Unternehmer sie stelle. Wo zwei Leute vorgesehen seien, würden doch jedenfalls drei hingestellt werden müssen. Oberbgm. Mecum bemerkt darauf, daß er bei seinen Angaben mit ungünstigen Annahmen gerechnet habe; was die Aufsicht anlange, so erweise die Erfahrung,, d-aß sie gar nichts zu wünschen übrig lasse. Stadtv. Petri war zuerst auch nicht für die Anschaffung eingenommen, aber die vom Oberbürgermeister aufgestellte Rechnung habe ihn überzeugt. Wir verfügten über eine Menge Steinmaterial, das wir sonst doch zu billig abgeben müßten. Was die Bemerkungen des Herrn Löber zur Beaufsichtigung anlange, so dürfe man die Wahrnehmungen bei den Arbeiten der Straßenkehrer nicht auf andere Arbeiten ohne weiteres übertragen. Oberbgm. Mecum fügt dazu noch an, daß die Arbeiten der Straßenkehrer doch mehr ober minder eine Entlastung der Armenverwaltung bedeutet; es würden da oft Leute beschäftigt, denen man den Unterhalt erleichtern wolle; ein Vergleich dieser Art sei also unberechtigt. Stadtv. H u b n befürwortete die Neubeschaffung ebenfalls. Er meinte, zu den Arbeiten für die Schule könne man vielleicht auch das Material aus den Steinbrüchen aus der Hardt verwenden, welches sehr gut sei. Das eigene Steinmaterial könne man vielleicht später anders verwerten. Oberbgm. Mecum antwortet darauf, das Material, das die Stadt besitze, sei für die Fundamentierungsarbeiten sehr geeignet, es habe dies fick ja erwiesen, da es Jahrhundertelang in der Erde gelegen habe. Es komme bei den Arbeiten auf ziemlich kleine Steine, nicht größere zusammenhängende Stücke an. Tie Versammlung schloß sich, wie schon erwähnt wurde, dem Antrag an. Die Beschaffung von Feuerlöschgeräten, nämlich 90 Meter Schläuche für 180 Mk., und außerdem eine Aufwendung von 162 Mk. für Steiggurt wurde genehmigt. Für die städtischen Straßenkehrer und Taglöhner wurden, weil diese in anderen Städten auch uniformiert seien und sich dies als zweckdienlich erwiese, Dienstkleider beantragt und von der Versammlung genehmigt, nämlich Leinenkittel und Mütze. Im Voranschlag waren ftir solche Zwecke 1850 Mk. vorgesehen. Kommerzienrat Wilh. Gail hat ein Schreiben und den Entwurf eines Vertrages dem Oberbgm. zugehen lassen, worin er sich auf frühere Unterhandlungen wegen einer Stiftung zur Unterhaltung der Grabstätten von Dr. Mahla und Karl Gail und zur Verschönerung des Friedhofs am Nahrungsberg bezieht. Es handelt sich um Kapitalstiftungen des Kommerzienrats Gail im Betrage von 7500 Mk. und 4990 Mk., deren Zinsen zu 4 Proz. zur Hälfte zur Verschönerung des Friedhofs am Nahrungsberg verwandt werden, zur anderen Hälfte zum Kapital geschlagen werden sollen, solange nüwllch die Familie Gail die Unterhaltung der Gräber besorgt. Ist dies nicht mehr der Fall, soll die Hälfte der Zinsen, jedoch nicht über 500 Mk., zur Unterhaltung der Gräber verwandt werden. Kommerzienrat Gail bemerkt in seinem Schreiben, das Oberbgm. Mecum verlas, daß hoffentlich noch mehr Stiftungen zur Verschönerung des Friedhofs angelegt würden. Die Stadtverordneten nahmen die Stiftung mit Dank an und überließen die genaue Abfassung eines Vertrages mit Kommerzienrat Gail der juristischen Kommission. Tie Unterhaltung des verwahrlosten Erbbegräbnisses eines früheren verdien st vollen Gemeinderates Namens Fillmann auf dem Friedhof am Nahrungsberg durch die Stadt wurde von bet Versammlung genehmigt. Vom Stadtv. Petri wat dazu die Anregung gegeben worden. .Es wird eine einmalige Ausgabe von 125 Mk. dazu nötig und eine dauernde jährliche von 25 Mk. Stadtv. Krumm gab dazu zu betonten, solche Fälle könnten sich vielleicht später wiederholen und die Stadt werde öfter in die Sage kommen, derartige Aufwendungen zu machen, wenn man einmal damit angefangen habe. Oberbgm. Mecum erwidert darauf, daß man sich einer solchen Ehrenpflicht gegenüber einem verdienten Gemeinderate ober Verwaltungsbeamten nicht entziehen könne. Eine bauernde Verpflichtung übernehme man nicht. Stadtv. Keller führt dazu noch aus, daß tatsächlich niemand sonst, etwa von tot Familie tos Verstorbenen, da sei, um das verwahrloste Grab zu unterhalten. Tie Stadtverordnetenversammlung beschloß die Aufwendung tos Geldes für den erwähnten Zweck. Auch die Unterhaltung der Grabstätte der ersten Leiche, die auf dem neuen Friedhof am Rodtberg unter Beteiligung der Stadtvertretung beerdigt wurde, nämlich einer armen Lauffrau, wurde beschlossen. Zur Aufstellung eines Grabsteins mit entsprechender Auflchrift sollen 160 Mk. ausgegeben werden. Außerhalb der Tagesordnung wurden 200 Mk. bewilligt zur Wiederherstellung tos Anstrichs der verrosteten Kreuze der Kriegergrabmäler. Punkt 12 der Tagesordnung, die Aenderung des § 13 tot Friedhofsordnung (Höhe der Grabeinfassungen) betr., wurde von der Tagesordnung abgesetzt. Das Angebot der Firma Jäger u. Rumpf, die zurzeit die Ausschachtungen an ton Kliniken vornimmt und mit der dort gewonnenen Erde teilweise die tiefer als der Güterbahnhof gelegenen Grundstücke zwischen Eisenbahn und Lahn auffüllen will, sodaß später auf gleicher Höhe Gleise gelegt werden können, wurde angenommen. Die von Landgerichtspräsitont Kullrnann beantragte Herstellung eines gepflasterten liebergangeS am Justizgebäude wurde gutgeheißen. Nach Beendigung tot Kanalisation wird der llebergang hergestellt. Bei der Gelegenheit verweist Stadtv. Löber auf die notwendige Reinigung des Schoorgrabens, dessen Zustand jetzt schauderhaft sei. Mit ton vorn Oberbürgermeister in der Sache bereits angeordneten Maßnahmen ist Herr Löber schließlich zufrieden. Die Rechnung der Stadt und des Verwaltungsberichts und tos Stadterweiterungsfonds für 19 0 2/0 3_ ist von der Finanzkommission unter tont Vorsitz tos Stadtv. Schmoll, der darüber berichtet, in vier Sitzungen geprüft und richtig befunden worden. Auch die Rechnungendas Gas - und Wasserwerks für 19 0 2/03 und tos Elektrizitätswerks für 1901/0 3 sind von den Stadtv. Heichelheim und Huhn geprüft und richtig befunden worden. Oberbgm. Mecum gibt alsdann einige Revisionsbemerkungen zur R e chnu ng der Stadt für 19 01/02 bekannt, wozu die nachträgliche Genehmigung von Kostenaufwendungen beantragt und bewilligt wurde. Tie Verlängerun ab er Mass erleitung im Leih» gesternerweg um 22 Meter wurde beschlossen. Die Aktienbrauerei möchte einen Hydranten anlegen und event. Wasser tiott der Stadt entnehmen, wosiir sie jährlich mindestens 30 Mk. zu zahlen sich verpflichtet. Zur Verlängerung der Straßenleitung muffen 330 Mk. aufgewandt werden. Auch in der Frankfurter st raße werden zur Verlängerung der Wasserleitung 1070 Mk. aufgewandt,( die aus dem bereitstehenden Betrog für Neuanlagen gedeckt werden können. Gebr. Rosenthal haben ihr Gesuch um Versorgung ihres Fellagers an der Krofdorfer Kreisstraße m i t Wasser und Licht wegen der hohen Kosten, die es mit sich bringen würde, zurückgezogen. Zur Beschaffung einer vom Stadtv. Euler empfohlenen Uebersichtskarte des Gießener Stadtwaldes itt 200 Exemplaren, wobei die Art der Ausführung noch nicht festgelegt ist, wurde ein Kredit bis 200 Mk. gewährt. Einige Handabgaben aus dem Stadtwald wurden genehmigt, ebenso die Herstellung von Wegen im Stadt< w a l d beim Schiffenbergerweg. Ter Wirtschaftsplan des Gießener Stadtwal» des hat, wie Beig. Curschmonn ausflihrte, die landwirtschaftliche Kommission beschäftigt. Der Fällungsetat ist 6500 Meter; da im letzten Jahr 390 Festmeter Windfall sich ergaben, so reduziert sich diese Zahl. 3um Schluß der Tagesordnung wies Oberbgm. Mecum, zurück auf die im Mai von Interessenten der Lahnkanalisation unter dem Vorsitz des Provinzialdirektors Dr. Breidert gepflogenen Verhandlungen und ersuchte die Stadtverordnetenversammlung, dem bei dieser Tagung beschlossenen Gesuch an die Großh. Regierung ebenfalls sich anzuschließen. Außerhalb der Tagesordnung wurde noch eine kleine Abänderung tos Planes der israelitischen Friedhofs* k a p e l l e gutgeheißen, und nachdem die Stadtverordneten noch; von einigen kleinen Verträgen, Lieferungen und Unterhaltungen' nachträglich Kenntnis erhalten hatten, wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. In der darauf folgenden geheimen Sitzung wurden keine nennenswerten Beschlüsse gefaßt. Kin Aampferunglück in Amerika. N e w y o r k, 16. Juni. Der Umfang der Katastrophe ist noch nicht vollständig zu übersehen. Das Leichenschauamt und der Feuerwehrchef beziffern übereinstimmend den Menschenverlust auf annähernd tausend Personen. Bon ctttetV; an Bord befindlichen Kindern scheinen zwei Drittel umgekommen zu sein und dreHälftederErwaLse- n e n. Fast alle Toten sind, wie die Aerzte erklären, infolge Einatmens von Flammen umgekommen, was beweist, daß das Schiff wie Zunder gebrannt hat und Leute schon tot waren, bevor sie ins Wasser kamen. Augenzeugen, berichten, daß nicht genügend Rettungsgürtel vorhanden^ waren und daß die, welche da waren, unbrauchbar waren. Frauen kämpften um diese Rettungsmittel. Indessen gingen sie ihnen unter der Hand entzwei und es erwies sich dann, daß sie, statt mit festen Korkstücken gefüllt zu sein, lediglich kleine Korkspäne enthielten. Mehrere Frauen machten Selb st Mordversuche, nachdem sie in der Morgue die Leichen ihrer Kinder ge-, funden hatten. Charles Schmidling, der seine Mutter unto zwei Schwestern verlor, ist irrsinnig geworden. Die' öffentlichen Schulen in dem von der Katastrophe Be*1 troffen en Distrikt Berichten, daß 316 Kinder beim Schul-! unterricht heute fehlten, die fast sämtlich für den Aus*! flug um Erlaubnis zum Wegbleiben nachgesucht hatten, i Der Sanitätskommissar Darlington erllärt, die Zahl der Toten werde 1200 erreichen. Man findet in der Totem» liste häufig drei Generationen vertreten: Großmutter,' Mutter und die Kleinen. Der Vorrat an kleinen Särgen ist zrt gering, weswegen die Fabriken mit lieber arbeit arbeiten. Der Besuch der Morgue bot schreckliche Wrblicke. Dort liegen in rvhgezimmerten Fichtensärgen Mütter mit ihren Kindern so fest im Arnt, daß man sie itur mit großer Gewalt wegreißen könnte. Kleine Mädchen haben ihren für den Ausflug hergerichteten Sonntagsstaat an und halten ihre Puppen fest an die Brust gepreßt. Der Korrespondent tot „Frkf. Ztg." sah den Leichnam eines kleinen Knaben, dessen Hände noch einen Zinnsoldaten hielten. Albert Droell wurde an der Leiche seines Sohnes tobsüchtig. Auch Adolph Timms, der seine Gattin und drei Kinder verlor, wurde irrsinnig. Der Blumenhändler S cb in i d t verübte Selbstmord, weil et Frau und Kind verloren hat. Bis jetzt sind sechs Verhaftungen vorgenommen. Während die Mannschaft des brennenden Bootes augenscheinlich ihre Pflicht gröblich verletzte oder den Kopf verlor, haben andere Personen sich als Retter ausgezeichnet, so eine Irländerin Mary Mackann, die aX§. Dienerin angestellt war und viermal hinaus- schwamm in die gefährlichen Gewässer, um kleine Kinder zu retten. Eine andere Dienerin, Pauline Petz, eine Deutsche, rettete fünf Kinder. Die Polizei benahm sich auch musterhaft und rettete sehr viele Menschenleben, wobei tin Polizist ertrank. Mehrere von ihnen ruderten nahe an den Dampfer heran, konnten aber nicht weiter, da im Wässer schwimmende Leichen die Ruderarbeit behinderten, worauf sie ins Masset sprangen und ans blenr.ento Schiff schwammen, wo sie Frauen und Kinder holten. Manche Passagiere wollen auch eine Explosion gehört haben. Präsident Roosevelt telegraphierte Pastor Haas sein Beileid. Letzterer, der schwetkrank geworden ist, hat Frau, Tochter, Schwiegermutter, Schwägerin und, eine,1 Nichte verloren. Der Schuhhändler Fritz Reiß verlor feine Frau und vier Kinder. Frau Döring, die Gattin eines Predigers, verlor zwei Kinder und ward selber schwerverletzt. Der Brauer August Lembeck hat anscheinend seine Frmr und sechs Kinder verloren. Bernhard Miller wurde gerettet, jedoch sind feine Frau und vier Kinder tot In einem einzigen Hause an der 3. Straße werden zehn Beerdige ungen sein. Während Sympathiedepeschen aus allen Ländern, speziell Frankrei^ch! utfb England, eingelaufen sind, hat "man noch nichts von Deutschland gehört, obwohl der Botschafter Sternburg in der hiesigen Stadt eine Rede, beim Ämdesschützensest gehalten hat, in welcher er der Katastrophe mit keinem Worte gedachte. Er prws Kaiser Mlhelm als Schirmherrn Deutschlands und überreichte dem Schützenverein einen Schützenadler. * Die Insel Kuba ist von einem schweren Cyklon heimgesucht worden, bei tont viele Menschen ums Leben kamen. Allein in Santiago mürben 100 Menschern getötet Kursblatt des Gießener Anzeigers Bank für handel und Industrie vom 3uttt (90^. veposttenlasie Gießen. Staats-Anleihen. a. Deutsche. 37, Deutsche Reichs-Anleihe Lögest. . . . 3»/, do. do....... 'S do. do. 37, Preußische CousolS abgest. 37, do. do. ö do. do. 4 Badische Anleihe v. 1901 unk. 1909 [ST. do. do. von 1892 u. 94 . . 3V, do. do. v. 1902 unk. b. 1910. 3 do. do. v. 1896 >4 Bayr. T.-D.-Anl. unk. b. 1906 . . . 37, do. E.-B. il Allg. Anl ü1/. do. LandeSkultur-Reute ü do. E.-B.-Anl. Bremer St.-Anl. v. 1888 5% do. do. v. 1892 .. do. do. v. 1902 unk. b. 1912 4 Hamburger St.-Anl. amrt. 1900 u. 1909 ;,•/, do. do. do. v. 1899. . y do. do. do. v. 1902. . 4 Hessische St.-Rente 4 do. St.-Anl. v. 1899 o'L do. Anl. abgest. 3% do. do 3 do. do 3 Sächsische Rente ^3% Württemstg. v. 1875—80 abgest . . . 137- do. v. 1900 ....... ■87, do. v. 1903 3 dö. v. 1896 101.90 101.95 90.15 101.90 102— 90.25 103.90 99.85 103*70 99.90 90'45 87*50 103.40 102.40 105— 99*80 88.10 89— 100.50 1CKX60 b. Ausländische. I. Europäische. 47, Bosnien u. Hercegov. v. 1902 unk. 1913 Kr U U . UUe • • e , e ,, 5 Bulgar. Tab. Anl. v. 1902 i. G. . M. le/10 Griech. E.-B. v. 1890 stcucrfr. . Fr. 1»/ do. Monopol-Anl. v. 1887 . . „ 4 Italienische Rente Lire 27., do. do. i. G 47, Oest. Silber-Rente ö. fl. 4% do. Papier-Rente . 4 do. Gold-Renle ....... ösi.G 4 do. einheitl. Rente (conv.) ... Kr. 4 do. Staats-Rente 4 Oest. E.-B. St. Sch.-Dersch. (conv. Äisab. Obi.) i. G. steuerfr. . . öfl.G. 57. Oest. E.-B. St. Sch.-Bersch. (conv. Franz-Josef) i. Silb. steuerfr. . ö. fl. 8 Orsterr. Lokalb. (verstaatl.) ... Kr. do. do. . 57* do. E.-B. St. Sch^Bersch. (abgest. Elisab.-A.) i. steuerfr. Pp. . . „ 3 Portug. unifiz. v. 1902 Ser. I . . „ do. unifiz. v. 1902 Ser. III . . , do. Spezifiz 5 Rumän. amort Rente 1881/88 . . M. 5 do. do. Rente i. G. v. 1893 „ !4 do. do. do. i. G. v. 1891 „ 4 do. amort. Rente v. 1894 . . M. 4 do. amort. Reute v. 1898 . . „ 4 Ruff. Consolid.-Aul. v. 1880 . . „ 4 do. Gold-Anl. v. 1889 .... „ 4 do. Eons. E. B. Ser. I u. II 89 „ 4 do. Gold-Anl. Em. VI v. 1890 . „ 4 do. Staats-Rente v. 1894 . alt. Kr. Rbl. 4 do. do. v. 1902 steuerfr. M. 37, do. Gold-Anl. v. 1894 steuerfr. . „ 3 do. do. v. 1896 steuerfr. . „ |37, Schwedische v. 1880 abgest. ... „ 37, do. v. 1890 31/, Schweiz. Eidg. (A.-G.) unk. b. 1911 Fr. 4 Serb. amort. . 1895 (405) ... „ 4 Span. auSl. Rente v. 1882 abgest. Pcs. 4 do. v. 1882 nicht abgest. „ 37, Türk.-Egypt. Tribut Sstr. 4 do. prrv. v. 1890 steuerfr. 20/10 m M. 4 do. cons. v. 1890 steuerfr. . . „ 4 conv. unif. v. 1903 Lstr. 4 Ungarische Gold-Rente 2025 r . . M. 4 do. Staats-Reute .... Kr. 37, do. do. v. 1897 steuerfr. „ 3 do. (Eisern Thor) Goldstfr. . Wi. U. Außereuropäische. 5 Argent. inn. G.-Anl. v. 1887 . . Pes. 5 do. do. abgest. . . 5 do. äuß. E.-B. i. G. v. 1890 . Lstr. 47, do. innere v. 1888 M. 47, do. äußere Gold-Anl. v. 1888 . Lstr. 4 do. do. do. v. 1897 . M. 47, Chile Gold-Anl. v. 1889 , 6 Chinesische Staats-Anl. v. 1895. . Lstr. 5 do. do. v. 1896. . „ 47, do. do. v. 1898. . „ 4 Egyptische unifizierte Fr. 87, do. privil 3 do. garantierte Lstr. 5 Mexik. amort. innere Ser. I—IV . Pes. 5 do. cons. äußere v. 1899 steuerfr. Lstr. 3 do. cons. innere Pes. 101.05 96.— 88.65 44.20 47.55 100— 10L30 99. ' 99.5u 127.70 60.25 60.85 12.20 99.30 99.10 85.40 85.40 9045 90*20 91— 81.50 71.95 101*30 74.70 85.40 99.65 97.25 89— 82.60 96.20 95.20 88.80 87.70 79.90 102*90 98— 87.80 105.80 101— 97.50 42.80 101.55 Eisenbahn-Priori täten. Inländische. 4 Braunschweig. LandeS-E.-B. HE . . 37, do. do. I E abgest. . 37, do. do. HIE unk. b. 1905 4 Pfälzische 37, do 3 Allgemeine Deutsche Kleinbahnen abg. 60% 100.30 96.30 95.50 101.10 99— Ausländische. 4 Elisabeth steuerfr. i. G. . . 2000 4 K. Ferd. Nrdb. 1887 stf. i. S. . . 4 do. do. 1887 stf. gar. . . 4 Franz-Josef . . i. S. 200/1000 4 Kaschau-Odrb. v. 1889 i. S. . . 4 do. do. v. 1889 i. G. . . 4 do. do. v. 1891 i. G. . 5 Oest. Süd (Lomb.) stf. i. G. 400 4 do. do. „ i. G. 2%0 do. do. i. G. 500 3 do. do. $.6.71 i.G. 500 M. 101.30 ö.fl. „ 101.80 „ 100.25 ö. fl. 99.30 M. —— 110.50 Brünn-Rs. 72 stf. L i. L.fl. 4 Vorarlberg . . 71.10 00 Russische Südost 97 steuerfr. gar. . // 92, M. Oest.-Ung. StSb. 1873/74 i 4 4 4 3 3 do. do. do. do. do. do. do. S. S. 92.20 91.80 do. do. v. 1889 I. Rg. v. 1889 H. Rg. 91.75 103.30 101.70 . 500 . 200 (Ergänzgs.-N.) „ v. 1895 stf. i. G 73.30 102.50 102.30 103.50 70.70 115.60 103.30 100.50 100.30 99.50 104.80 400 400 400 v. 83 Em. Em. 1885 Fr. M. Staatöb. I—VIII IX v. Fr- Fr. Lire n Sicilianische steuerfr. i. G. v. 1889 do. „ i. G. v. 1891 101.15 87.90 86.10 84.85 85.80 83— 104.90 76.90 74— 73.10 100— 100.90 110.50 72.80 96— 49.80 59.20 61.60 do. 98 unk. 1909 stfr. gar. do. 1901 uncv.b. 1915 stf. g. Salonique-Constant. Jonctwn . . do. Monastir . . 2020/4040 5 5 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3 4 4 5 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 5 5 5 5 3 4% do. Südwest stfr. gar. 408/2040 Ryäsan-Koslow steuerfr. gar. . . do. UralSk steuerfr. gar. 404/2020 do. do. 97 steuerfr. gar. Warsch.-Wien. stfr. gar. 2020/4040 Wladlkawk. 85 stfr. gar. 408/2040 Anatolische i. G 2040 r do. i. G. (S. II Ergnz.) 2040 Oöstc de Minas stfr do. do. (Schutz-Ber.-Cert.) Portg. E. B. v. 86 Baira Baixa . . Prag-Dux v. 1896 Raab-Oed -Ebenf. do. do. v 91 do. do. v. 97 Rudolf .... „ i do. (Salzkgtb.) stf. i. G. Ungar.-Galizische . stf. i, 2%0 3taLfK.gar. E.B.Ser. A-E. i.G. 4 Ital. Mittelnlecr steuerfr. i. G. do. do. 2%0 Livornes. Lit. C. D. u. D/2 ©art). Sec. stfr. gar. I u. II G. G. G. G. S. 2%0@üi)ital. (Merid.) ©r.A-H. 4 Toscauischc Central . . 5 Wcstsicilian v. 1879 87, Gotthardbahn .... 37, Iura-Bern-Luzern gar. . . 1000 37, Jura-Simplon v. 1894 . . 500 Schweiz. Central v. 1880 . . 1000 i.G. - M. G. ' 100 Tlr. G. M. G. 500 Fr- G. 500 G. 500 G. 500 1000/2000 M. Provinzial- nnd Commnnal- 26 37, Frankfurt 99.25 98.30 unk. b. 1904 . . v. 1888 v. 1891 Lit. H amort. ab 1907 103.20 i. B. 4 Fulda v. 1901 99.50 3% v. 1899 unk. b. Karlsruhe v. 1900 unk. b. 1905 90. 3 do. 100.60 do. b. 1903 v. 1902 unk. b. 1913 47, Offenbach do. 4 37, do. do. do. do. do. b. 1902 b. 1908 b. 1906 98.50 102.70 98. 98. 4 4 37, 37, do. do. do. do. do. dc. do. do. 1904 1905 1906 100.80 98.40 100.30 100.30 101.50 99. 99. 4 4 4 3 3% 37, 3% 3% 37, 37, 37, 3% b. 1901 b. 1902 b. 1908 b. b. b. 102.50 101.50 99.40 101.25 103.50 99.10 98.60 99.50 99.50 103.20 104.60 98.20 88.50 98.10 99— 98.50 98.50 98.50 98.50 98.50 98.50 99.20 4 Erlangen 4 Freiburg do. do. do. do. unk. unk. unk. unk. unk. unk. unk. b. 1905 u. 1884 abge v. 1903 unk. b. 1908 v. 1897 98.70 99.50 99.50 99.40 v. 1890 v. 1893 v. 1896 v. 1897 v. 1903 convcrt. v. 1897 v 1902 v. 1900 v. 1901 v. 1895 v. 1898 v. 1900 v. 1881 v. 1888 v. 1898 v. 1903 . Ser. I do. do. do. v. 1903 unk. a. b. 1908 v. 1879 ...... v. 1900 unk. b. 1906 . v. 1891/92 (abgest. . . v. 1898 v. 1902 unk. b. 1908 . 1899 unk 1900 unk. 1901 unk. 1888 . 1895 . 1898 unk. 103— 101.20 99.70 unk. b. 1905 . . unk. b. 1906 . . 4 37, 3 a. M. Lit. N u. Q abgest. „ R abgest. . (Straßenbahn) v. 1899 v. 1901 Abt. I. . . v. 1901 Abt. II. u. HI 37, Neustadt o. d. H. v. 1889 . . 37, do. v. 1903 unk. b. 4 Nürnberg v. 1899-1901 . . . rA 4 4 F’ 37, 37, 3% do. do. do. do. 37, 37, 3% 4 Hanau .... 4 Heidelberg v. 1901 37, Alzey v. 1899 unk. b. 1902 . . 37, Aschaffenburg v. 1888 . . . . 4 Augsburg v. 1901 unk. b. 1908 . 4 Badenhausen (Hessen) v. 1900 unk. b. 1911 Gießen do. do. do. do. Obligationen. Rheinprovinz Ausg. 20 u. 21 unk. b. 1902 do. v. 1894 37, Metz v. 1903 unk. b. 1912 . . . 4 München v. 1900/01 unk. b. 1910/1 87, do. v. 1903 untilgb. b. 1908 37, Nauheim v. 1902 unk. b. 1912 . 3% Kassel abgest 37, Kissingen v. 1886, 1888 u. 190 4 Köln v. 1900 37, Kreuznach v. 1898 .... 37, Lahr v. 1889 37, do. v. 1902 37, Limburg abgest 4 Ludwigshafen v. 1890 u. 92 1904 Homburg v. d. H. do. 1903 1908 1906 do. do. do. do. do. do. do. u.V 37, 37, Darmst. abg. v. 79 Lit. U u. 81 Lit. A • -----u. 1894 . . V. v. v. v. v. v. 37, Baden-Baden v. 1898 unk. b. 1903 3% Bamberg v. 1888 ...... 3% Berlin v. 1886/92 Bingen v. 1899 37, do. 37, do. 4 do. v. 1900 unk. b. 37, do. v. 1896 . . 3% do. r. 1903 unk. b. 4 Mainz v. 1899 unk. b. 1904 4 ...... 37, 37, 37, 3% 37, do. 4 3»/. ' do. \ ~ 22u. 23 . . 37, do. „ 10, 12-16 u. 24 37z Hess. Provinz Oberheffen . . . 37, do. do. ^Starkenburg . . . v. 1900 unk. b. 1910 abgest. 1878 u. 83 . abgest. Lit. J v. 1884 v. 1886 u. 88 . . . abgest. Lit. M v. 1891 37; do. v. 1894 ..... 4 Mannheim 37, Offenburg v. 1898 unk. b. 1904 . . 4 Pforzheim v. 1899 unk. b. 1904 . . 4 do. v. 1901 unk. b. 1906 . . . 37, do. v. 1883 abgest 4 Stuttgart v. 1895 unk. b. 1905 . . . 37, do. v. 1902 untilgb. b. 1908 . . 4 Trier v. 1901 unk. b. 1906 .... 37, do. v. 1899 4 Wiesbaden v. 1900 unk. b. 1905 . . . 4 do. v. 1901 unk. b. 1906 . . . 37, do. abgest 37, do. v. 1887 37, do. v. 1891 abgest 37, do. v. 1896 37, do. v. 1898 37, do. v. 1902 Ser. II unk. b. 1907 4 WormS v. 1901 uuk. b. 1907 .... 37, do. v. 1887/89 37, do v. 1896 unk. b. 1901 .... 3% do. v. 1903 unk. b. 1914 .... 4 Würzburg v. 1899 unk. b. 1910 . . . 37, do. v. 1903 uuk. b. 1910 . . . 47, Bukarest v. 1884 conv M. 47, do. v. 1888 conv „ 4% do. v. 1895 . . . 4059 r 47, do. v. 1898 „ 4 Kopenhag. v. 1901 unk. 1011 2043 r „ 37, do. v. 1886 3 do. v. 1895 „ 4 Lissabon v. 1886 . . . 2000 r „ 4 Moskau Ser. 30-33 unk. b. 1913 Rbl 37,0 Neapel staatl. gar. . . 1000 r Lire 4 Rom i. G., st. gar. Ser. I. (Tp. ü. 81) „ 4 do. do. do. Ser. H-VIH . „ 4 Stockholm v. 1880 M. 5 Wien Kommunal i. G „ 5 do. do. i. P ö. fl. 4 do. v. 1898 unk. b. 1908 Kr. 4 do. Jnvest-Anl M. 37, Zürich v. 1889 Fr. 6 Stadt Buenos-AireS v. 1892 i. P. Pes. 47$ do. do. v. 1888 i. G. Lstr. 100*30 98*60 101.— 99.50 101.50 98.70 98*90 99.10 99*10 102— 98*50 99.80 102.50 99.50 101.60 96.20 85. - 80.70 90.40 101.10 101*30 100.50 98.50 44— 86.10 25.70 103.50 Standesherrliche Anleihen 47, Grs. Henckel Hg. v. Donn. r. ä 105 v. 84 M. 00. s. fl. 99.50 4 do. M. 98.50 37, do. Reichsbank 11 . . M. 600 Beremsbank . DiSkonto-Gesellschast M. 600,1200 M. 600/1200 M. 300/1200 Prcuß. Bodenkreditbank BereinSbank do. Pfandbriefe. 3% do. Dresdner Bank . . Dresdner Bankverein unk. b. unk. b. do. do. do. Ser. 14 Ser. 16 Ser. 18 Vor!. Dir. 37. do. 37, dV. 37, do. 37, do. 4 4 4 4 4 4 do. do. do. do. do. do. M. 1000 M. 1000 M. 1000 6 87, 7 5 67. 9 96.50 129.50 148.50 150.30 4 4 37. 37, 37, r- 4 4 4 4 4 4 105.40 100— Eisenbahn-Renten-Bk. . Franks. Hypothek.-Bank Nürnberg. VercinLbk. Oberrhein. Bank . Oest.-Ung. Bank Oest.-Länderbank . Oest.-Kredit-Anstalt. Pfälzische Bank . . u. 17 unk. 1910 unk. b. 1905 . M.1000 Tlr. 100 M. 1000 s. fl. 500 M. 1000 S. 251-340 unk. b. 1905 S. 341*400 unk. b. 1910 S. 401-420 unk. b. 1913 abgest. u. Ser. 1—45 . u. 34 unk. b. 1907 u. 41 unk. b. 1910 unk. b. 1913 . . Ungar. Kreditbank . Unionbank (Wien) . Westdeutsche Bank . Wiener Bankverein. Württbg. Bankanstalt do. do. do. do. do. bo. do. do. do. do. do. do. do. Bank-Aktien. . . M. 1000/3000 Hyp.-Kred.-Ver. abgest. r. ä 105 do. S. 15-19, 21-26, 35, 36 u. 38 do. S. 27,37,39 u. 42 unk. 1905 do. S. 28, 30, 32 do. S. 29 unk. b. do. S. 45 (tilgb.) 136.— 16.60 Ser. 12, 13 Ser. 15 unk. b. 1906 Ser. 19 Kommunal Ser. 1 unk. 1910 Leute Dir. 6.18 87, 57, 2 12.95 4 8 0 0 57, 6 87, 5 0 12.96 37, 77, 0 0 4 6 Frankfurter Bank . . Badische Bank . . . Bayr. Bank (Münch.) abg. do. Hyp.- u. Wechselbk. Berliner Bank . . . 11 4 0 6 7' 5 67, 9 77, 4 67, 5 47, 10 0 4 5 87. 4 7 0 67, 9 5 4 87, 67, 0 7 7 7 4 do. do. Gotthardbahn . . 1192.20 Jura-Simpl.Pr A | —— 153— 195— 124.50 72.40 290— 85.10 151.70 abgest. 80% 1908 . . . 1913 . . . u. 33 (tilgb.) 1906 . . . 4 Fürstl. Solms-BraunfelS v. 1880 . 37, do. do. v. 1886 . 37, Gräfl. Solms-Laubach abgest. . . 37, Fürstl. Solms-Lich 37z Gräfl. Solms-Rödelheim . . . . 4 Fürstl. Wittgenstein-Hohenstein . . do. do. do. do. M. 1000 Kr. 1400 ö. fl. 200 ü. fl. 260 M. 1200 Tlr. 200 do. S. 31 do. S. 40 do. S. 43 do. S. 46 do. S. 44 57, 5 5 10 17, 4.30 5 7* 7 47, 672 9 6 6 9 7- 7 7 7 122.— 112.70 137.50 do. Hyp.-Akt.-Bk. M. 600/1200 Rhein. Kreditbk. M. 600/1000/1200 Rhein. Hyp.-Bank M. 600/1200 Schaffhaus. Bankver. . M. 1000 Südd. Bodenkredit-Bank . M. 600 218.90 103.55 105.60 126.90 186.60 150.10 102.80 112.80 208.50 148.90 91— 113.70 120— 107— 216 30 91.50 116.70 107— 201.20 103.10 147— 114.30 138.20 195— 144.80 184— Oest.-Ung.Staasb. Oest.Südb.(Lomb) Oest. Nordwcst . do. B . Raab-Odenb. . . Isenburg-Büdingen . . Äsend, u. Büd.-Btrstein v. 1887 4 Berl. Hyp.-Bk. 37, do. 4 Frk., Hyp.-Bk. Ital. Mitlelmccr . ( Anatol. Eiscnb. . Prince Henri . . | ö. fl. 200 ö. fl. 200 M. 1000 ö. fl. 200 . M. 600 . f. fl, 350 99.40 93.30 100.80 102.60 101.20 97.50 97.50 98— 99.80 105.20 100.10 100.50 101— 101.60 102.30 101.50 100.30 97.20 97.20 98— 99.10 99.10 100.50 100.50 101.90 108— 95.50 Aktien ausländischer Transport- Anstalten. (vr. Pommr.) abgest. 80% do. ' ~ do. Handelsg. . 2R. 500/1000 do. Hyp.-Bl. Lit. A M. 1000 do. do. Lit. B M. 1000 Brest. Diskontobank Mk. 600/1200 Darmstädter Bank . . M. 1000 (Bank f. Handel u. Industrie) Deutsche Bk. S.I-VH M. 600/1200 Effekt.- u. Wechselst. Tlr. 100 Genoffenschftsbk. M.600/1200 do. Hyp.-Kred.-B. M. 600/1200 Mitteld. Bdkr. (Greiz) Au. B. M. 1000 Mitteldschc. Kreditb. . M. 300/1200 Natlb. f. Dtschl. S. I-V M. 300/1200 Nürnberger Bank . . . M. 1000 do. Landw. Kreditbank Lit. D-J do. do. Lit. N-P .... Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 141-250 Ser.311-330 unt.6.1913 Meininger Hyp.-Bk. Ser. 2 Preuß. Hypotheken-Akt.-Bk. unt. b. 1906 unk. b. 1911 do. do. Ser. 6 Ser. 7 Ser. 8 abgest. unk. b. 1905 u. b. Berl. umtschb unk. b. 1907 4 4 4 4 37, 3% 37, 3%° 27,0 47, 4 37, do. Ser. 3 abgest..... do. Ser. 2 u. 3 unk. b. 1905 do. do. do. do. do. do. do. r. 1251 do. > auf 80% abg. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. 37. Hambg. Hyp.-Bk. Ser. 46-190 unk. st. 1905 Ser. 301-310 unk. b. 1908 37, do. do. 3% do. do. 47, Mecklb. Hyp. u. Wbk. Ser. I Verl. äl25 37. ~ ” 37, Hyp.B.Zf.4%gar.v.d. G.b.1904 do. do. Rhein. Hyp. Mannheim unk. b. 1902 unk. b. 1907 do. Ser. 69.82 unk. b. 1904 do. do. Ser. 2 . do. dv. do. do. do. do. 1909 1911 1913 1905 1907 do. do. do. b. b. b. b. b. b. b. b. b. b. b. b. unk. unk. unk. unk. unk. Ser. 5 Ser. 6 Ser. 7 S-r. 8 Ser. 4 37 do. 37, do. 4 4 4 3% 87, 37, rz- 4 37, 37, 37, 4 4 4 4 4 1908 . 1909 . 1912 . 1912. 1905 . 1908 . 1912 . do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do. do, Kommunal Westd. Bdkr. Hyp. (Köln) S. 1 unk. b. 1904 do. Pfdbr. «k. E. 18 unt. do. do. E. 19 unk. do. do. E. 22 unk. do. do. E. 23 unk. do. do. E. 17 unt. do. do. E. 18 unk. do. do. E. 24 unk. Staatl. oder provinzial-garant. 37, Hess.LandcS-Hyp.Bk. ©er.I u.H unk 1909 87a do. do. Kommunal Ser I u. 11 unk. 1909 4 Nassauische Landesb. Lit. Q 37, do. do. Lit. F. G. H. K. u. L. 37, do. do. „ M. N. P. . . . 4 Sachs.-Meining. Landkred.-Anst. unk. 1906 95.50 96.30 97— 95*50 95.50 100.80 100.70 101.— 102.20 96.50 96.10 96.50 100*60 94.20 99.80 95.60 101.50 101.50 102.40 100.10 94.80 95.50 96.80 100.50 101.90 96.70 96.70 98.76 101— 101.30 102— 102.30 102.80 96.30 97.40 99.60 99.60 102— 99.90 Diverse Obligationen. 4 Buderus r. 103 0 Dtsch. Luxemb. r. 100 47, do. r. 102 47, Eisend. Rentenbank 4 do. do. 47, Eisenwerke Lollar r. 102 . . . . 4% Elektr. Werk Homburg r. 103 . . . 4 D. Atlant Telegraf 4 Franken-Allee, garant. v. Frankfurt . 4 Franks. Hof r. 105 4 Neue Boden r. 102 87, do. do. r. 101 100.70 99.60 101.60 102.50 100— 101.10 99.70 101.10 100— Verzinsliche Lose. 4 Badische Prämien Tlr. 100 4 Bayerische Prämien .... Tlr. 100 5 Donau-Regulterung . . . . ö. fl. 100 37,Gothaer Prüm. Pfandbr. I . . Tlr. 100 37, do. do. H Tlr. 100 3 Hamburger v. 1866 .... Tlr. 50 3 Holländische Komm. v. 1871 . . h.fl. 100 37,Köln-Mindener Tlr. 100 3%Lübecker v. 1863 Tlr. 50 27,Lütticher v. 1853 Fr. 80 3 Madrider abgest......Fr. 100 4 Metntnger Präm. Pfandbr. . . Tlr. 100 3%Oesterr. v. 1854 ö. fl. 250 . . Conv.M. 4 Oesterr. v. 1860 ö. fl. 500 3 Oldenburger Tlr. 40 5 Russische v. 1864 . . . alt. K. Rbl. 100 5 Russische v. 1866 . . . alt. K. Rbl 100 2%Stuhlweißenb.-Raab-Graz . . ö. fl. 150 27, do. do. . . ä. fl. 150 do. Anrechtscheine 110*50 138.50 135*50 131*50 48.50 135— 152*90 128.30 Unverzinsliche Lose. Ansbach-Gunzenh. Augsburger . Braunschweig Finnländische Freiburger Genua . . . Mailänder Mailänder Meininger Neuchateler Oestr. v. 1864 Oestr. Kredit v. 1858 Papcnh. Gräfl. Rudolfs-Stiftung Türkische . . do. . . Ungar. Staats Venetianer - - fl.7 . . fl.7 . Tlr. 20 . Tlr. 10 . . Fr. 15 . Lire 150 . Lire 45 . Lire 10 . . s. fl.7 . .Fr. 10 . ö. fl. 100 . ö.fl. 100 - - s.fl.7 . ö. fl. 10 . Fr. 400 . Fr. 400 . ö.fl. 100 . Lire 30 Industrie-Aktien. Frankfurter Korse Aschaff.Masch.Pap Neue Boden A. G. Brauerei Binding „ Henninger . „ do. Pr.Akt. „ Kempff . . „ Mainzer Akt. „ Rettenmeyer „ Stern(Oberr.) „ Werger . . Zements. Karlstadt Chem.Bad. Anilin „ Bleiu.Silb.Br. „ Grieöh. Elektr. „ Albert . . . Elektr. Bose . . „ Allgem. Berlin „ Helios . . . „ Lahmeyer . . „ Schuckert . . „ Stcm.