Nr. 114 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 17. Mai 1904 Erscheint tSgNch mit Ausnahme deS Sonntags. Die „Slehener LamllkenblStter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «Hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. ? JK Ka ▲ A ▲ a a A ▲ a. A AA Rotationsdruck und Verlag der Drühl'sch« ■ SB Ha A ^riversitätSdruckerei. R. Lange. Gießen. W IiIL' D 8 ÜEt wC, M Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.«. ~ ~ H V H V V NF V Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Steiger Gieß«. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. $u heutige Nummer umfaßt 8 Seiten. Wahlrechtsschmerzen. Immer wieder wird von der Möglichkeit einer Aen- öerung des Reichstagswahlrechts gesprochen. Mau hat in der Sitzung des preuß. Herrenhauses, die dieser Erörterung gewidmet war, mehrfach auf die Vergangenheit zurückgegriffen. W hätte auch auf die Sitzung vom 2 4. Januar 1887 im preußischen Mgeordnetew- baus Bezug genommen werden können. Min d t h orst sagte da: Wenn er höre, wie Graf Limburg mit besonderer Geflissentlich keit die Einzelstaaten und die Einzellandtage betone, und der Reichskanzler die gleiche Anschauungsweise vertrete, so gewännen bei ihm die Gerüchte an Konsistenz, daß es sich um Beseitigung des allgemeinen Stimmrechts handle und um eine Neubildung des Reichstages aus Delegationen der Einzellandtage.^Er sei zurzeit ein Gegner des allaemeinen Stimmrechts gewesen; nachdem es aber die Grundlage für die ganze Konstitution des Reiches geworden, sage er ebenso bestimmt, daß er die Zerstörung dieser Basis für das Verhängnisvollste halten würde. Fürst Bismarck erwiderte: Wenn Windthorst damit angefangen, es bestünden Gerüchte, wir wollten das Wahlgesetz ändern, so liege es in derselben Gegend wie die Beschuldigung, die Regierung wolle die Reaktion, sie wolle Monopole, es fehle nur noch die Leibeigenschaft. . . Sein Verhältnis zürn Wahlgesetz/ fuhr Fürst Bismarck fort, sei viel logischer und viel wohlwollender, als das Mndhorst's. „Ich habe es ursprünglich gebilligt, ich habe es vorgeschlagen. Daß ich mir daber von der Leichtgläubigkeit vieler Wähler, von dem ungeheuren Maße von Verlegenheit der Wahlagitationen die richtige Vorstellung nicht gemacht habe, bringt mich noch nicht auf den Irrtum, daß ich das deutsche Volk überschätzt hätte . . . Jeder verfassungsfeindliche Mann sagt, ich will die Verfassung ändern, allerdings auf gesetzlichen! Wege. Wir abr wollen sie gar nicht andern, auch auf gesetzlichem Wege nicht, sondern wir wollen sie halten und ausbilden." Diese Erinnerung ist nicht unwichtig, weil häufig gesagt wird, Bismarck sei in den späteren Jahren seiner Kanzlerschaft nicht abgeneigt gewesen, an eine Äenderung des Rerchs- tägswahlrechts heranzutreten. Das Jahr 1887, aus welchem die erwähnte Auseinandersetzung zwischen Kanzler und Zentrum stammt, liegt ziemlich am Ende der amtlichen Laufbahn des Fürsten Bismarck zu. Es geht aus seinen Aeußerungen hervor, daß er auch damals für geraten hielt, an dem Reichswahlrecht nicht zu rütteln. Das Herausplatzen der Herren von der äußersten Rechten mit ihren Wahlgesetz-„Resormen" hat natürlich seine 'Folgen. Es war zu erwarten, daß die Sozialdemokratie die neue Handhabung zur Bekämpfung der Konservativen sofort mit Virtuosität ergreifen würde. Bebel hat denn auch bereits am Montag in Hamburg vor feinen Wählern über die jüngsten Herrenhausreden gesprochen. In einer Resolution protestierte die Versammlung /gegen die Staatsstreichgelüste". Das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht sei eine Ergänzung der allgemeinen Wehrpflicht. Eine Beseitigung oder Verschlechterung des Wahlrechts habe zur notwendigen Folge die völlige Gleichgiltigkeit der Arbeiterklasse in bezug auf den Bestand des Reiches, für dessen Erhaltung oder Verteidigung gegen äußere Feinde auch nur einen Finger zu rühren, ntch/ mehr der Mühe wert erscheine. Ein solches Staatswesen könne keinen Anspruch auf Sympathie und Hilfe seitens der Arbeiterklasse haben. Die Herrenhausreden haben aber auch neue Nahrung der Bewegung gegeben, die darauf abzielt, das p r e u ß. Landtagswahlrecht durch das allgemeine gleiche Wahlrecht"zu ersetzen. Zu bezweifeln, daß diese Bewegung an Stärke zunehmen werde, heißt einen Fehler begehen, der wie im Kriege auch im politischen Kampfe der schlimmste ist, den Fehler, seinen Gegner zu unterschätzen. Etliche konservative Organe sind doch einigermaßen beunruhigt über die Wirkung des Vorstoßes des Grafen Mirbach u. Gen. Diese Blätter suchen zu beschwichtigen damit, es handle sich um eine mehr akademische Betrachtung, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen keine praktische Bedeutung gewinnen könne. Das heißt nichts anderes, als: Wartet ab, bis wir die Macht oder den Einfluß besitzen, ein neues Wahlrecht durchzusetzen. Solche Beschwichtigung ist mindestens durch Naivität ausgezeichnet. Offenbar unter dem Eindruck der Herrenhausreden veröffentlicht Oberst a. D. Sieg in Wiesbaden, ein früherer Dragoneroffizier, in der „Post" einen „Entwurf für ein einheitliches Reichstags- und Landtagswahlrecht". Sein Vorschlag besteht in einem Pluralsystem, verstößt also gegen das Prinzip der Gleichheit des Wahlrechts. Oberst a. D. Sieg will die Wahlberechtigten in folgende Kategorien einteilen : A) Aus Grund des Lebensalters in solche, die im 25. bis 35. Lebensalter stehen, und gewähren ihnen einen Punkt (bezw. Stimme), in solche von 35 bis 50 Jahren, die zwei Punkte erhalten, und in Leute von 50 und mehr Lebensjahren mit drei Punkten; B> nach dem Bildungsgrade in solche, die nicht die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst erhalten haben, die einen Punkt erhalten, solche, die diese Berechtigung besitzen und somit zwei Punkte erhalten, und Personen, welche die akademische Bildung auf Grund eines Staatsexamens abgeschlossen haben, oder den Doktor- bezw. Professortitel führen. Außerdem diejenigen, die auf einer Hochschule eine volle Studienzeit absolviert haben, und diejenigen, welche zur Kategorie der höheren Beamten usw. zählen. Letztere erhalten drei Punkte. Ta der Bildungsgrad sich nach dem Lebensaller durch die Erfahrung und durch Selbststudium bei vielen Menschen verbessernd ausgleicht, so ist diese Tatsache bei der Abstufung des Lebensalters zum Ausdruck gebracht; C) nach dem Besitz und dem Erwerb unter Zugrundelegung der staatlichen Besteuerung in die Klasse derjenigen, welche bis 100 Mark Staats steuern zahlen, mit einem Puntt; in solche, die bis 300 Mark Steuern zahlen, mit zwei Punkten; und solche, die über 300 Mark eingeschätzt sind, mit drei Punkten. Die letztere Grenze ist mit Absicht niedrig gestellt, damit die Plutokratte nicht ein hervorstechendes Uebergewicht gewinnt. Dem selbständigen Gewerbetreibenden, einerlei, wie viele Ar- beller er beschäftigt, wird auS diesem Anlaß ein fernerer Punkt gewährt wegen der größeren Verantwortung, die dieser Klasse der Wahlberechtiaten tatsächlich den erwerbstätigen Lohnarbeitern beziehungsweise den tm BerufSstudium stehenden Wahlberechtigten gegenüber unbedingt zuerkannt werden muß. Ein Arbeller, der in der ersten Altersstufe sich befindet, würde demnach zunächst drei Puntte erhalten, deren Zahl sich nach dem 50. Lebensjahr auf 5 steigert, wobei die Möglichkeit vorliegt, noch einen 6. Punkt zu erhalten, wenn er ein selbständiger Gewerbetreibender wird. Ein 50iähriger Wahlberechtigter, der akademisch gebildet und über 300 Mark Staatssteuern zahlt, und ein selbständiges Geweihe betreibt, erhält 10 Punkte. Aus diesen Verspielen ergeben sich die übrigen Kategorien von selbst. Die Durchführung dieses Wahlsystems hat keine besonderen Schwierigkellen zu überwinden Die Listen werden behördlich auf- gestellt, vor der Wahl ösientlich zur Einsicht ausgelegt und zu bestimmter Zell abgeschlossen Die Wahllisten in den kleinen Städten und auf dem Lande werden auf ihre Richtigkeit in formeller Weise durch Staatsfunktionäre geprüft. Der Wahlakt selbst kann a) geheim und h) nicht geheim festgelegt werden. a) Bei geheimer Wahl holt sich jeder Wähler von der behördlichen Geschäftsstelle einen Wahlbrief persönlich ab, der auf dem Kuvert seine Adresse und die Anzahl der ihm zustehenden Wahlpunkte enthält. In dem Kuvert befindet sich der eigentliche Wahlzettel, ebenfalls mll Angabe der Punkte, die dem Adressaten zustehen. Kuvert und Wahlzettel sind amtlich abgestempelt und müssen in den Punkten übereinstimmen. Bei dem Wahlakte selbst gibt der Wähler erst das Kuvert an den Wahlvorstand ab, dieser prüft es nach der Liste und legt es in eine besondere Urne, während der eigentliche Wahlzettel von dem Wähler wie beim jetzigen Wahlverfahren behandelt wird. b) Wenn der Wahlakt nicht geheim gesetzlich festgelegt wird, dann vereinfacht er sich dementsprechend, da dann die mündlichen Angaben des Wählers auf der Wahlliste sich ton- trolieren lassen. Derjenige Kandidat, Der die meisten Punkte bei der Zählung erhallen hat, ist gewählt. Die auf Grund dieses Wahlsystems gewählten Reichstags- bezw. Landtagsabgeordneten erhalten Diäten. Die Strafbestimmungen für Wahlfälschungen falb gesetzlich zu verschärfen. Dieser „Entwurf" enthält manchen vernünftigen Gedanken und könnte wohl einer preußischen LandtagSwahlreform zu Grunde gelegt werden. Insofern er einen Vorstoß gegen das bestehende Reichstagswahlrecht macht, ist er ganz bedeutungslos. Für uns in Hessen könnte immerhin dieser oder jener Gedanke in nähere Erwägung gezogen werden. Ker Aufstand iu Keulsch-SüdwestafriKa. Gouverneur Leut wein meldet unter dem 15. Mai: Oberstleutnant v. Z u l o w erreichte gestern Omaruru. Bei Okornbahe und Kawap westlich von Omaruru wurden Herero- b and en gemeldet, die in der Nacht vom 2. zum 3 Mai die Viehposten bei Okornbahe überfielen. Die Säuberung der Gegend wurde angeordnet. Major v. Estorfs verlegte der Wasserverhältnisse rochen Teile seiner Kolonne nach Okoru- tambe. Okajainjia ist vom Feinde frei. Bei Okorukarnbe und Engonda ist man auf vereinzelte Herero gestoßen. Okorukambe liegt nur eine Meile nordwestlich von Onjatu, so daß beide Abteilungen in unmittelbarer Fühlung miteinander bleiben können. Okajainja ist etwa 15 Kilometer von Onjatu entfernt in der nordöstlichen Anmarschrichtung der Estorffschen Kolonne. Der Feind scheint sich danach jetzt ernstlich nach dem Waterberg zurückzuziehen. An die Zellen des Ausstandsbeginns erinnern mehrere Einzelheiten, die jetzt in der entfernteren Umgebung von Windhuk festgestellt wurden und die durch folgendes Kabeltelegramm übermittelt werden. Windhuk, 16. Mai. In der vorigen Woche wurde Oberleutnant Köhler mll 30 Reitern zu der 45 Kilometer von hier entfernten Farm Franyois geschickt, um noch in dem dortigen Wohnhause befindliche Familienpapiere, Gemälde usw., welche die Herero beim Ueberfall im Januar verschont hatten, zu holen. Die Familie hatte letzt darum gebeten. Köhler wußte auf dem Besitztum genau Bescheid; er war im Februar mit dem später bei Owirokorero gefallenen Besitzer der Farm, Hauptmann von Franyois, auf der Farm gewesen, ohne daß die Herren barnate schon die Sachen mllnehmen konnten. Köhler fand jetzt leider nur einen Aschenhausen vor und rings um das Haus ziemlich frische Fußspuren. Die Hererobande hatte alles niedergebrannt. Auf dem Grabe des ermordeten Dieners Friedrich hatten die Hallunken abgekocht. Köhler stellte einen Grabhügel her und besuchte dann die zehn Kilometer entfernte Farm Ongeamama, dem ermordeten Vorberg gehörig, einem Sohne des verstorbenen Superintendenten Vorberg aus Schöneberg. Dort war alles ausgeplündert, aber nicht verbrannt. Einige Briefschaften und Bücher, die im Schutt verstreut herumlagen, las Köhler auf und sandte sie der Mutter des Erpiordeten. Neue Todesfälle und Morde. Windhuk, 14. Mai, 3 Uhr 40 Min. nachm. Heute früh verschied in Otjihaenena am Typhus infolge eingetretener Darmblutung und Entkräftung der Oberleutnant zur See, Mansholt, der einzige Offizier, der in dem Gefecht bei Owikokorero am 13. März unverwundet blieb und der auch das Gefecht von Okaharui als Kommandeur der Arttllerie mll besonderer Auszeichnung mllmachte. Von den vier Seeoffizieren bei den Maschinenkanonen der Ostabteilung ist nur noch Leutnant Ehrhardt übrig, nachdem Oberleutnant z. S., Stempel, gefallen, Oberleutnant z. <5*, Hermann, verwundet und jetzt Mansholt gestorben ist. — Im hiesigen Lazarett verstarb heute der Einjährige vom Seebataillon, Friedrich Botten. — Die jetzt in Swakopmund angekommenen, am 7. d. Mts. auS Okombahe (etwa 60 Kilometer westlich von Omaruru) geflohenen Farmer Merker und Missionar Baumann erzählen, daß die 15 bewaffneten Herero, welche am 2. Mai nachts beim Viehraub in der Gegend von Okombahe drei Viehwächter erschlugen, tags vorher bereits drei Frauen und ein Kind ermordet hatten. Gerüchtweise verlautet auch von weiteren Morden westlich Ameib (etwas p.ordwestlich von Karibib). Das Kommando des Seebataillons in Kiel macht bekannt, daß der Seesoldat Völkel in Otjihaenena an den Folgen harter Anstrengung gestorben ist. ♦ Mit den unter dem Generalleutnant von Trotha nach Deutsch-Südwestafrika gehenden Truppen wird auch ein eigenes Kriegsgericht dorthin entsandt, deffen Vorsitzender der Kriegsgerichtsrat Dr. CorrenS vom 3. Armee-KorpS fein wird. Das gesamte Personal des Gerichtes ist bereits bestimmt. Die Freiwilligen für Südwestafrika werden auf ein Jahr verpflichtet. — Das Offizier-KorpS und die Spitzen der Zivilbehörden in Trier gaben am Montag dem Generalleutnant o. Trotha ein Abschiedsfest. Am Abend fand Zapfenstreich und ein Fackelzug der gesamten Garnison statt. Volttische Tagesschau. Eine neue französische Spionageaffäre. Der Pariser „Matin" veröffentlicht einen in romanhafter Weise abgefaßten spaltenlangen Bericht, in welchem anknüpfend an ein von einem Londoner Blatt veröffentlichtes Telegramm Folgendes erzählt wird: Der Londoner Korrespondent deS „Matin", namens Johann Hedemann, erhielt vor vier Wochen den Besuch eines gewissen Pitor Fragola, eines Dalmatiners, der ihm erzählte, er sei früher im Kriegsministerium angestellt gewesen und wegen Spionage zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er fei dann nach London geflüchtet, wo er in großem Elend gelebt habe. Er habe u. a. zwei Männern, einem Wiener namenS Gal io und einem Franzosen namens MeSqui, als Führer gedient. Beide hätten für Rechnung einer fremden Regierung gearbeitet und mehrmals an einen deutschen Agenten Schriftstücke verkauft. MeSqui lebte lange als Bauunternehmer in Toulon. Beide seien nun vor einigen Tagen nach Rom abgereist. Fragola erklärte weiter, er habe deren Abwesenheit benutzt, um sich einzelner Schriftstücke zu bemächtigen, die Galio zurückgelaffen habe. Diese Schriftstücke zeigte Fragola dem Korrespondenten Hedemann, der höchst erstaunt war, 85 auf Pauspapier angefertigte Kopien von Plänen der Befestigungswerke von Toulon vor sich zu haben. Außerdem lagen mit der Schreibmaschine hergestellte Fragebogen bei und Pläne der Befestigungswerke von Brest, sowie ein Brief und ein* Visitenkarte namens „Friedrich Scholz, Hedemannstraße 8, Berlin SW." Fragola überwies die Papiere dem Korrespondenten Hedemann, der sie dem französischen MilllärattachH in London mitteille. Dieser war sehr aufgeregt; er erHärte die Pläne für außerordentlich wichtig und für authentisch. Hier bricht der Bericht des „Matin" ab, et soll morgen fortgesetzt werden. DaS Blatt erwähnt, der Generalftab, das Kriegs- und das Marineministerium hätten die notwenbigen Maßnahmen getroffen, um die Folgen des Verrates zu vereiteln. Von anderer Selle wird aus London berichtet: ES heißt, ein reicher Engländer habe sich Pläne von verschiedenen französischen Befestigungswerken von einem früheren französischen Offizier verschafft und den Regierungen von Spanien, Italien und Deutschland zum Kauf angeboten. Die Regierung sei durch Geheimagenten diesem Treiben auf die Spur gekommen und eS fei bereits gelungen, den Engländer in Paris festzunehmen. Auch der betreffenbe Offizier befinde sich hinter Schloß und Riegel. Die „Agence Havas" veröffentlicht eine Note deS Marineministeriums, in der erklärt wird, daS Mattne- departement habe mll den von einem Individuum, das Fragola heißen wolle, verkauften Schriftstücken nichts zu tun, da die Küstenverteidigung der Kriegsverwaltung unterstehe, der alle Pläne der Befestigungswerke und Balletten gehören, die Hedemann in einer Abschrift erhallen habe. Die Spanne» Verwaltung habe jedoch vor fünfviertel Jahren sich mll Fragola zu befaffen gehabt, der sich damals unter einem anderen Namen vorgestellt habe. Fragola habe damals behauptet, er könne, wenn er bezahlt werde, zeigen, daß er Pläne von Festungen, Batterien und Unterseebooten besitze. Nachdem er die Marineverwaltung durch lange Unterhandlungen hingehalten habe, habe sich schließlich herauSgestellt, daß er nichts dergleichen zu zeigen vermochte. Man kann bei uns zu Lande der weiteren Entwickelung dieser Schauermären mit größter Gelaffenheit entgegensetzen. Der deutsch.rnsfische Handelsvertrag. R. Berlin, 16. Mai. Nach dem „Berliner Tagebl." verlautet an unterttchteten Stellen, daß das Zustandekommen des deutsch-russischen Handelsvertrags als gesichert gelten könne. Stünde diese Botschaft in der „Nordd. Allg. Ztg." zu lesen, so würde sie anderen Kredit haben. Einstweilen wird man annehmen müssen, daß die Verhandlungen noch nicht so roeit gediehen sind, um einen so gewissen Schluß zu rechtfettigen. Wären die Dinge bereits so weit, dann hätte wohl Graf Bülow in feiner letzten Herrenhausrede diesen erfreulichen Ausblick eröffnet. Strafprozeß-Reform. Die ReichS-Justiz-Komnussion nahm ihre Beratungen gestern, am Montag, wieder auf. Die Beratung der letzten Tagung wurde abgebrochen in dem Abschnitt über die Abgrenzung der sachlichen Zuständigkeit der Gerichte. Die Kommission hat sich schlüssig zu machen über die Abgrenzung der Zuständigkeit der Strafkammer und des Schwurgerichts, beziehungsweise der sogenannten mittlern und großen Schöffengerichte. Sodann ist die Frage der Ein- Z NESTLE'5 Kinde-j l”t-J * —mehlfl geschlichen und Kreuzer sei retten können. stätigung.) Unübertroffen für Baut- u relntpllcge, Rein, «IM. spar»a«. C. Naumann, Seifen- u. Parffimeriefabrik, Offenbach a.M. auf diesen einen Torpedo abgeschofsen. Der gesunken. Der Offizier habe sich ans Ufer (Die Nachricht ist bisher ohne offiziöse Be- Port Arthur und Dalny. Tschifu, 16. Mai. Ein kombinierter Land- und Seeangriff auf Port Arthur wird zwischen dem 20. und 26. Mai erwartet. Die Japaner hoffen, Dalny in einigen Tagen zu besetzen und nach Zerstörung der Minen in der Talienwanbucht dort weitere Truppen zu landen und mit dem Angriff auf Port Arthur zu beginnen. Ein japanischer Offizier erklärt, sie wären bereit, 2000 Mann bei diesem Angriffe zu verlieren. Unterrichtete Chinesen sagen, die Einfahrt von Port Arthur sei nicht gesperrt. Petersburg, 16. Mai. Wie hier behauptet wird, haben sich in den letzten von Mulden nach Port Arthur abgegangenen Zügen außer großen Quantitäten Munition auch Teile eines Unterseebootes befunden. Petersburg, 16. Mai. Das Blatt Roßkaje Polwo berichtet aus Port Arthur, ein russischer Offizier habe sich auf einem Boote an einen japanischen Kreuzest heran- Die Japaner auf Askold. Wie au§ Tokio berichtet wird, soll die japanische Flotte von der Insel Askold Besitz ergriffen haben. Wie Du mir, so ich Dir. Petersburg, 16. Mai. Der Gouverneur von Fudschu überfiel am 14. Mai die russischen Kohlengruben bei Port Adam und raubte sie aus. Er ließ die arbeitenden Chinesen zur Hinrichtung gefangen nehmen, brannte a lle Kohlenvorräte nieder und ließ die russischen Arbeiter nackt abziehen. Die Japaner, die Tags zuvor die Gruben passiert hatten, hatten sie nicht angerührt, da sie Privateigentum sind. Söul, 16. Mai. (Reuter.) Eine Privatdepesche aus Pingjang meldet: Eine etwa 300 Mann starke russische Abteilung begab sich nach den englischen Bergwerken in Unsan und bemächtigte sich des Eigentums der japanischen und chinesischen Angestellten. Englisches Eigentum sei nicht angerührt worden. Einige Japaner hätten sich gerettet, andere sollen gefangen sein. Die Chunchuseu. Petersburg, 16. Mai. Ein Telegramm des Generalleutnants Sacharow an den Generalstab vom 15. Mai lautet: Am 14. ds. wurden auf die Nachricht vom Erscheinen von Chunchusen in den Dörfern etwa 16 Werst westlich von Liaujang Freiwilligen-Abteilungen, eine zu Fuß, eine berittene, sowie eine Kompagnie Infanterie ausgesandt. In den Dörfern wurden keine Chunchusen vorgefunden. Die Bewohner machten ausweichende Aussagen. Auf dem Rück-1 den Mann nicht angerührt! — Bors.: Wer Ihre Stiefel wege entdeckten die Russen im Dorfe Chantaidny, 12 Werst sind voll Blut, Ihre Hose ist blutig, Ihre Finger fikrden westlich von Liaujang, eine bedeutende Chunchusenbande. Die sich an Lichtensteins Hemdkragen, Sie haben ihm den Re- beiden Freiwilligen-Abteilungen griffen die Chunchusen an, ^alver beliefert. Sie haben den Gewichtsstein gekauft, und di- den Dorfrand besetzten, und warfen sie nach heftigem nod)fcugnen?-«roj: 34 tarn nut fagen F-u°r zurück Die Chunchusen ließen 20 Tote, viele G°- h^-n g-sa^'s fti ta ÄÄ wehre und Patronen zurück. Auf russticher Seite wurden I kein Mensch mehr glaubt. — Groß: Es ist auch zwei Mann getötet, drei verwundet. — Die Japaner be- unbegreiflich. etzten Kuandiansian wieder. Stafforst erklärte: Groß lügt, um mich zu be- Lonbon2°lbÄai.^Die'^Tim-?°'°°eröfftntlicht einen ,2. “F Glaubwürdigkeit _des Stafforst zu erhärten, Brief ihres Korrespondenten, worin d.eser den Grund angab, £& warum er keine drahtlosen Depeschen mehr abfenbet ®teL lb|, $am, wiri) her ganze Falt noch einmal durchge- russische Regierung habe auf die Absendung drahtloser Wochen, wobei Stafforst auch erwähnt, daß ihm Groß Depeschen die Todesstrafe verhängt, und em ähnlicher Befehl eine Geschichte von einem Fräulein in der Palmengartensei von der japanischen Regierung erfolgt. straße erzählt habe als Gelegenheit für einen Diebstahl, Brechdurchfall Diarrhoe Darmkafarrm Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Co]_oniaiv/. AMTLICH GLXNZEND BEGUTACHTET: SALUTARIS© TOILETTE-FETT-SEIFE die körperliche Beschaffenheit Ihres Bruders? — Zeuge: Ich habe heute früh zum ersten Male die beiden Hallunken gesehen und habe mir sofort gesagt: Es ist ganz unmöglich, daß Stafforst allein meinen Bruder umgebracht hat. Er hätte den Stafforst beiseite geschleudert, das Fenster aufgerissen und um Hilfe gerufen. Ich bin fest überzeugt, daß Groß dem Stafforst zu Hilfe kam und meinen armen Bruder zu Tode gemartert hat. — Bors.: Woraus schließen Sie das? — Zeuge: Mein Bruder war kräftiger als ich, und in der Todesangst hätte auch ich es mit Stafforst allein ausgenommen. — Der Zeuge macht seine Aussagen mit tränenerstickter Stimme und wird nach seiner Vernehmung entlassen. Weitere Zeugen werden zur Illustrierung des Charakters des Groß vernommen. Er wird als fleißiger Arbeiter. aber als unheimlicher Mensch geschildert. Jedermann, der mit ihm in Berührung kam, hatte das Gefühl, daß der Mensch kein reines Gewissen habe. Sowohl der ' ’ ’ wie der Ausläufer Lichten- Verbäcktiae in Rußland. nicht für einen Mord. Groß behauptet umgekehrt, der <8, n k* ic ot ■ Tj.fr q-f ar Stafforst habe ihm die Geschichte erzählt. — Vors.: Sie Kronstadt 16 Xetear.-agentixr.) Wern erzählt, Sta? forst habe die Brillantknopfe des wurden an Bord des englischen Damp fer3 „®iim-1«xcfjtenfteiTt Weggenomnien, — Groß: Ja, es ist ein Knops ros", der von Cardiff kam, Uver Trener und em Maschrmst unb bk Kravattennadek - Vors: Es ist festgenommen, ebenso heute an Bord eines deut- überhaupt kein Knopf weggekommen. Sic haben es schen Dampfers eine verdächtige Persow Tue Verhaf- ! in der Zeckung gelesen - Groß: Nein, ich hake ihn selbst teten, welche au^ Judochina zu stammen - Vors.: Haben Sie nicht Ihrer Braut erzählt, augenscheinlich Japaner; s,e legen em ungebuhtliches Be- ^ bekämen am 1 März 10 000 W? - Groß: We es tragen an den £og. so ist, im Tanzsaal erzählt man immer etwas mehr. — ,Russische Kanonen. IVors.: Befanden Sie sich nicht in schlechten Verhältnissen? — Essen a. Ruhr, 16. Mai. In den Kruppschenl^^ß: Nein. — Der Vorsitzende stellt fest, daß Groß am Werken ist infolge des japanischen Krieges der Bau hott 14 Januar eine Uhr versetzt, und daß er seine Wohnung Geschützen fortdauernd sehr lebhaft. In Feldkanonen sind J 0$ne die Miete mit 42 Mk. zu zahlen. Dafür große Aufträge vorhanden. I hinterließ er einen Zettel, er mache eine Erbschaft. Groß ----------- ■ g weiß für alles eine Ausredtei und behauptet, er habe sich Der frankfurter Raubmord als Möbelträger 300 Mk. gespart. Von seiner Braut hat &er 500 Mark für Möbel bekommen: am 26. oder 2. Fe- vor oem Klywurgerilyr. bruar hat er ihr 300 Mark zurückgegeben und bei der sc. Fr an kfürt a. M., 16. Mai. Verhaftung hatte er nur 183 Mark bei sich. Von dem Die heutige Morgensitzung wurde durch das Verhör Lichtensteinschen Gelde will er nichts selbst genommen, sonder beiden Angeklagten ausgefüllt. Stafforst, der zu- dem von Stafforst im Geschäft einen Hundertmarkschein erst vernommen wurde, bekannte sich schuldig und er-1und oben am Friedhof 300 Mark bekommen haben. — zählte den Vorgang der Bluttat in derselb'en Weise, wie er Bors.: Was haben Sie mit dem Gelde gemacht? — Groß: das in der Voruntersuchung getan hät. Friedrich Stafforst Das Geld habe ich noch denselben Abend weggeschafft. — macht keinen ungünstigen Eindruck. Sein Gesicht ist stark Vors.: Wohin denn? — Groß: Ich hab es in den Main ge- gerötet. Gr ist sauber gekleidet und fein frisiert Er hält warfen. (Gelächter.) — Vors.: Warum haben Sie sich denn immer noch etwas auf den äußeren Menschen. Seine Ver- zwei Revolver gekauft? — Groß: Weil der kleine nicht nehmung dauert fast eine Stunde. Er erzählt die An- richtig schießt. — Bors.: Allerdings, beim anderen, den sänge seiner Freundschaft mit Groß und anderen Bekannten. Sie am 12. oder 19. Februar gekauft haben, sagten Sre, Er spricht leise, aver fließend; er macht den Eindruck eines er müsse gut schießen. Es war ein Revolver, der über ziemlich intelligenten Menschen. Das tritt besonders da 25 Mark kostete. Damit ist die Vernehmung der Angeklagten zu tage, als er von der Falschmünzerei erzählt, von aal- beendet. dänischem Strom, SMerbädern und Aehnlichem. Ter Vor- In der Nachmittagssitzung begann dre Beweisaus- sitzende macht die Geschworenen darauf aufmerksam, daß n a h m e. Zunächst wurden die Zeugen vernommen, dre den Stafforst bei Angabe von Straßen und Zeiten auffallendes toten Lichtenstein zuerst sahen. Aus ihren Aussagen sowohl Gedächtnis und auffallende Genauigkeit bekundet habe, wie aus denjenigen einiger Hausgenossen, die über dem Stafforst erzählt die Geschehnisse in einfacher Weise, ziiem- Lichtensteinschen Lokale wohnen, geht hervor, daß zwischen lich gefaßt. Als er geendet und der Vorsitzende ihn fragt, den Mördern und ihrem Opfer ein furchtbarer Kampf statt- ob er denn wisse, daß der Tod die Sühne Für dieses Ver- gefunden hat. Die Mordstätte bot einen grauenhaften Anbrechen sei, weint er. Fortwährend hält er ein Taschentuch blick. Die oben wohnenden Leute hörten Schreien, Stam- in den Händen, das er nervös zerknittert. Den Inhalt Pfen und Hilferufe, dachten aber, das komme aus dem seiner heutigen Angaben darf man daher als bekannt vor-1 Zimmer eines im Hause wohnenden Zahnarztes. aussetzen. Er gibt heute zu, gewußt zu haben, daß auf Oekonomierat Lichtenstein, der Zwillings - dem- was er tue, die Todesstrafe stehe. Der Eindruck, brud er des Ermordeten, war am 26 Februar bis den er macht, ist der eines zerknirschten, reumütigen 10V< Uhr bei ihm im Geschäft gewesen. Als er dann Sünders. ~ gerade bei Tisch saß, kam der Ausläufer Schick und brachte Aus anderem Holze ist Groß geschnitzt. Er ist unge- die Kunde von dem Mord. Der eZuge fuhr mit seiner brochen und verteidigt die von ihin eingenommene Position! Schwägerin ins Geschäft; die Schwägerin wurde ohnmächtig, mit zäher Hartnäckigkeit. Gesicht und Kopfbildung zeigen er selbst aber besichtigte den Tatort „Es ist merk- den echten Verbrechertypus. Alles, was Stafforst erzählt, würdig", sagt er, „daß diese Gauner in der kurzen Zett alles ist nicht wahr. Im Gegenteil, Stafforst war derjenige, so gründlich durchsucht haben." — Vors.: Wie war denn der die Gelegenheit ausbaldowerte. Gr, Groß, dachte nur1 CD’'f't~cc—- t wieder fahrbar. Der Materialichaden betragt etwa Stafforst nicht der Ä Webens- Groß: Ich weiß ^Mark^ Die Polizei wurde mit der Einleitung einer Unter- eigentlich selbst nicht, wie mir da oben nach der Tat zu 'ucyun^veamrra^^^ Heute nachmittag, um 5 W Mute war. entgleiste vor dem hiesigen Taunusbahnhofe eine Loko- Groß muß dann zuaeben, daß er nach der Tat bei motive. Der Personenverkehr wurde durch Umleitung naw seiner Braut sich gewaschen und nachher das Waschwasser I d^m Rheinbahnhofe aufrechterhalten. Um 6.30 Uhr war ote selbst ausgeschüttet hat. — Vors.: Warum haben Sie am | Strecke wieder frei. Der Materialschaden ist unbedeutend^^. Montag Ihren Anzug mit Fleckenwasser gereinigt? — Groß: Ich hatte am Montag nichts zu tun. — Bors.: Was sagen Sie dazu, daß man trotz der Reinigung noch Blut an Ihrem Anzuge gefunden hat? — Groß: kann möglich sein, daß Blut an meinem Anzug ist, und zwar sehr viel Blut. Aber das war mein eigenes Blut, weil man sich bei der Arbeit oft gerissen hat. — Vors.: Wenn Ihnen nun nachgewiesen wird, daß auch an Ihren Hosen Blut ist, und daß Sie auf den Knien gelegen haben müssen? — Groß: Dafür ist ja der Stafforst da — Vors.: Der Stafforst hat es bereits gesagt. — Groß: Das soll er mir beweisen. — Vors.: Bewiesen wird es durch den Befunb der Hosen. Wenn nun noch bewiesen würde, daß Ihre Hand auch am Kragen des Lichtenstein abgedrückt ist, was würden Sie dann sagen? — Groß: Dann würde ich sagen, das sei nicht wahr. So wahr ich hier stehe, ich habe führung der Berufung zu entscheiden. Soll die Be- ! rufung gegen die Urteile der Strafkammern ein- i geführt werden? Ist die Berufungsinstanz bei den Land- i gerichten zu bilden oder bei den Oberlandesgerichten? Ist 1 das Berufungsgericht mit Laien zu besetzen? Wie ist 1 Has ! Verfahren in der Berufungsinstanz auszugestalten? Können für den Fall der Einführung der Berufung (Garantien • des Verfahrens, die gegenwärtig in erster Instanz zum Ersatz für die mangelnde Berufung bestehen, wegfallen? Ueber diese Fragen ist die Kommission gehalten, sich zu äußern. Für die erste Lesung steht dann noch aus der Abschnitt Revision, so daß der Köln. Ztg. zufolge anzunehmen ist, daß in der Julitagung die Beratung der ersten Lesung zu Ende geführt werden kann. Es würde dann im Herbst die zweite Lesung beginnen können. Der Krieg zwischen Japan und Wußland. Ein japanischer Aviso zerstört. Tokio, 16. Mai. Der japanische Aviso „Mijopo" stieß gestern in der Kerrbucht auf eine Mine und wurde zerstört. Acht Tote. Tokio, 16. Mai. Die „Mijako" ging verloren, als sie behilflich war, die Kerrbucht von russischen Minen zu säubern, wohin Admiral Kataoka gestern mit einer Abteilung de§ dritten Geschwaders gegangen war, um die zwei Torpedobootflottillen zu beschützen, die für diese Arbeit ausersehen sind. Fünf Minen waren schon gefunden und zerstört und die Arbeit für diese Tage beendet, als die ^Mijako" auf eine nicht entdeckte Mine stieß, die unter ihrem Bug mit großer Kraft explodierte und den Schiffskörper schrecklich verwüstete. Das Schiff hielt sich noch 22 Minuten über Wasser. Zwei Matrosen wurden getötet, sechs verwundet. Die übrige Mannschaft wurde gerettet Kämpfe. Tokio, 16. Mai. Admiral Kataoka berichtet, daß sich die Russen am 12. Mai vom Robinson-Vorgebirge zurückgezogen, aber nachher wieder eine paffagere Befestigung auf der Höhe nordöstlich vom Taku- berg errichteten, dort sechs Geschütze aufstellten und dieselben durch Anlagen schützten. Kataokas Geschwader beschoß die russische Stellung den ganzen Sonntag über, aber die Russen hielten die Stellung hartnäckig. Die japanische Flotille, die den Hafen absuchte, war den ganzen Tag feindlichem Feuer ausgesetzt, ohne ihre Arbeit zu unter- brechen. Sie erlitt keinen Verlust. London, 16. Mai. Aus Tientsin wird gemeldet: Am vergangenen Donnerstag habe in den Bergen von Siouyen ein Gefecht stattgefunden, wobei 1500 Russen getötet resp. verwundet worden seien. Die Japaner hätten die Stadt besetzt. (Die Nachricht ist als englische mit Vorsicht aufzu- nehn^n.) e^^burg, iß. Mai. Bei Kintschau fand zwischen Kosaken und japanischen Vorposten ein Gefecht statt. Die Japaner zogen sich bei Hinterlassung von 85 Toten zurück. London , 16. Mai. Aus Niutschwang wird telegraphiert: Nach Gerüchten aus chinesischer Quelle fanden gestern in der Gegend von Liaujang schwere Kämpfe statt. General Lenewitsch soll mit großer Truppenmacht von Wladiwostok nach Korea marschieren. Heute morgen um 5 Uhr wurde schweres Geschützfeuer östlich von Niutschwang vernommen. Die Japaner rücken weiter vor. Petersburg, 16. Mai. Wie ein Telegramm des Generals Pflug vom 15. Mai meldet, rücken die Japaner nach Angaben vom 12. und 13. Mai von Föngwangt- scheng nach Liaujang unentschlossen vor. Man kann vermuten, daß die Hauptkräfte der Japaner auf Hait- schöng oder Kaitschou marschieren. Eine bedeutende Abteilung wird im Gebiet nordwestlich von Takuschan zusammengezogen. Im Küstengebiet herrscht Ruhe. In der Zeit vom 14. L MtS. bis einschließlich 27. l. MtS. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim die Arbeiten deS II. Abschnittes von dem zum Feldbereinigungsverfahren Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim, nämlich: 1. 4 BonitierungSkarten, 2. 1 Band Gütergeschosse, 3. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschoffe, 4. 1 Band Besitzstandsverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, 28. Mai l.JS., vormittags Von 9—10 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschloffen find. Die Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen, und auf Papier in Aktengröße (mindestens 1/i Bogen) einzureichen. Friedb erg, den 10. Mai 1904. Ter Großherzoaliche Feldbereinigungskommissär: ___________(gez.) Spamer, Kveisamtmann.__________ Geschw. Heerz, ÄeTCfl empfehlen ihr Lager in fertiger Damen-, Herren- und Tttnderrväsche Extra-Bestellungen werden entaegengenommen, dieselben rasch und pünktlich ausgeführt. Reiche Auswahl in Stoffen, Stickereien, Spitzen usw. Taschentücher in großer Auswahl, das Sticken und Zeichnen derselben wird rasch und billigstens ausgeführt. 2339 Aas neue Kartpstegemittel StPUWWeliü giebt dem Barte jede Aorm ohne zu kleben, ohne Brenneisen und ohne Bartbinde, hergestellt von H. I>. Wunderlich, Hoflieferant, Nüru- 6erg, zu 1 Mk. u. 2 Mk. p. Fl. bei W. Kilbinger, Drogerie, Gießen. Kaufen tiie gutes und billiges Mehl und sRimtlicne ßacKartiKöi oei Gebrüder Berdux. DIAMANT Mehl. Feinstes Blütenmehl per 5 Pfd. k 16 Pfg., 10 Pfd. k 15 Pfg. Hochfeinstes Diamantmehl 10 Pfd. k 171/,, 25 Pfd.-Säckchen 4,25 Mk. Oetker’s Backpulver 9 Pfg., 5 St. k 8 Pfg., 10 St. ä, 71/. Pfg. Palmin per Pfd. 58 pfg. Süssrahmmargarine. Frische schwere Trink-Eier bO Pfg. per Stück 51/, Pfg. " “ V 5 Pfd. k 75 Pfg. Bahnhoistr. ii. Gebrüder Berdux wiGü L ir Wetzlar. RestaurantAlteReichsstadt Empfehle bei Ausflügen meine Lokalitäten nebst Nebenräumen. Vorzügliche Speise«. Prima Melchiorbier. 4383 Franz Emil Kornder. a. b. 9993 Schirme O 5 Bekanntmachung 4427 Erde gelegen ist, oder Bekanntmachung. B etr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: die Zuziehung der Fluren XVI und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchelheim. In der Zeit vom 13. Mai l. Js. bis einschließlich 27. Mai l. Js. liegt auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll von den zum Feldbeceinigungsvecfahren Gießen rechts der Lahn zugezogenen Fluren XVI und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchelheim zur Emficht der Beteiligten offen. ' Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier- qeaen findet statt Samstag den 28. Mai l. Js^ vormittags von 9—10 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterschemenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier m Menqröße (mindestens Va Bogen) emzurelchen. Friedberg, den 6. Mai 1904. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissar: • (ge$.) Spamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: die Arbeiten des II. Abschnittes von de»n zugezogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim. Sämtliche Sorten Kleesamen $W garant. seidefrei sowie alle Sorten Grassamen empfiehlt in vorzüglichen, keimfähigen Qualitäten 3264 Christian W allen! eis 17 Marktplatz 17 Telephon 262. Gegründet 1826. gebäude und in welchem Stockwerk), die Anzahl und Bestimmung der Räume, den Beruf des Mieters, sein Verhältnis zu den in seiner Hausgemeinschaft befindlichen Personen, sowie Namen und Alter derselben. Die Vermieter sogenannter möblierter Wohnungen sind von dieser Anzeigepflicht befreit, wenn und solange der Mietpreis für das Zimmer den Betrag von monatlich acht Mark überschreitet. Artikel 5. ^Photographie notwendige Chemikalien aller Art,auch fertige erprobte Lösungen, Patronen re., Platten u. Papiere. Man verlange Preisliste. [4089 Adler-Drogerie, Seltersweg 89. L. Steinhäuser Neuen Bäue 17, empfiehlt: [4234 Fst. Blütenmehl 10 Pfd. 1,60 Mk. Fst. Kaiserauszug 10 Psd. 1,40 Mk. Zucker, fein gern, per Wd. 22 Pfg. Schmalz, garant. rein per Psd. 52 Pfg. Süssrahm-Margarine per Pfd. 75 Pfg. Palmin, Vegetaline, Landbntler Citronen Selbstgebrannten Kaffee p. Md. 80, 100, 120, 140, 160,180. Schokolade »»w WeiMinznrBmle"aM° IV. Kesstsch-Hyürirrgische Staatslotterie (Mitteldeutsche Staatslotterie) , ., -iehnng L Klaffe. (2. Tag) 16. Mai 1904. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 6? Mark gezogen (Ohne Gewähr.) 51 61 233 45 334 84 402 15 628 45 65 [1001 780 91 809 74 1004 41 [100] 115 49 260 451 613 933 77 84 2017 119 22 60 62 250 52 64 316 26 426 56 522 653 [100] 703 16 3032 75 181 406 531 722 24 35 61 829 80 908 4183 203 36 38 807 39 98 471 708 22 88 94 867 941 61 5007 84 85 174 236 [100] 318 85 407 94 [200] 575 [100] 656 65 83 768 812 951 68 6005 40 77 224 309 67 415 22 61 552 65 [fOO] 80 788 827 94 950 64 91 [ 100] 7036 99 168 210 11 352 553 655 73 84 773 836 65 915 67 84 8050 142 201 320 28 85 417 66 640 60 736 68 77 89 896 998 9001 6 197 242 434 77 548 608 59 [200] 96 972 82 10019 92 158 202 343 500 20 603 20 730 73 75 91 843 49 72 84 904 18 26 11072 107 98 312 593 610 87 40 720 63 75 95 858 62 12055 97 162 252 385 97 440 92 95 606 11 812 45 61 67 904 24 86 44 18117 33 216 88 70 82 870 605 65 95 652 742 88 813 14109 87 297 381 85 418 534 50 667 [100] 97 778 15044 93 271 367 585 679 704 40 841 912 18 78 [100] 16078 160 239 51 [100] 335 99 540 42 657 711 820 920 1 7246 95 315 64 593 616 79 786 853 18023 87 114 [200] 28 45 60 94 347 421 [100] 58 59 60 78 869 95 98 913 19141 58 886 466 525 63 664 76 80 85 90 793 816 92 995 20062 107 18 847 59 87 499 605 760 835 998 21031 58 60 154 800 645 64 801 45 978 2 2026 51 251 [100] 479 550 87 90 668 701 28 88 23063 179 223 45 68 81 95 344 417 70 506 [1000] 21 42 58 69 98 631 67 707 14 16 817 68 69 72 986 24025 75 164 252 85 365 434 561 620 21 87 727 88 926 25062 147 66 283 324 28 72 515 655 56 91 706 87 81 94 98 927 26007 19 78 136 210 87 [100] 85 876 490 524 40 661 780 836 84 908 18 49 51 71 27021 30 237 326 450 735 62 818 46 88 900 80 28059 71 149 305 8 20 503 8 61 739 66 828 81 973 89 29020 107 61 410 62 95 690 [4001 625 66 744 66 916 80003 38 38 116 235 69 441 62 789 805 [1000] 25 64 984 81036 70 175 201 491 98 98 616 [100] 812 36 58 949 76 32110 329 514 11001 36 700 806 43 61 86 957 77 81 86 33134 52 92 350 56 479 89 684 43 47 611 51 737 822 989 34080 268 352 59 487 608 4 46 72 792 840 96 926 47 35010 24 68 198 208 11 311 36 86 400 45 62 58 76 528 629 86 56 756 813 40 901 46 94 36099 301 517 612 39 763 909 50 74 92 37026 33 35 147 248 70 79 385 [100] 461 574 602 47 38028 M 412 [100] 523 53 56 99 722 31 834 45 92 97 950 89079 270 75 417 25 551 77 605 77 [100] 846 60 76 83 40052 142 84 205 10 92 340 57 79 482 83 647 72 80 96 943 94 41263 888 447 592 612 28 818 71 937 63 42052 77 169 245 50 56 312 33 71 98 449 85 516 18 775 898 43017 268 352 70 96 423 36 83 519 87 45 69 88 611 19 890 44047 60 80 91 205 87 349 409 55 619 709 75 909 927 48 Nächste Ziehung: 14. Juni 1904. 857 78 72015 73 856 76 979 6 7053 158 70 207 37 344 47 492 506 83 [100] 750 68080 135 228 74 850 536 603 10 81 707 51 93 96 845 62 97 62 81 69057 169 297 420 65 553 79 625 42 98 831 952 70028 134 241 319 421 22 57 77 542 636 93 720 23 63 97 84 92 45058 60 83 115 35 67 212 370 502 20 64 609 732 64 80 89 845 5b 61 95 988 46086 130 263 315 78 [100] 423 38 512 46 93 723 27 59 76 820 996 47084 182 275 95 327 400 49 69 537 51 610 14 35 766 88 818 61 91 945 48004 128 64 87 89 212 34 53 62 81 350 509 50 58 67 74 708 24 37 814 927 77 49126 88 261 81 460 527 29 605 780 984 95 50029 53 82 123 83 287 349 466 82 614 19 60 826 38 41 916 49 81 51015 228 29 300 1 23 42 77 87 88 459 563 666 99 775 78 97 927 88 52095 120 51 59 88 421 766 53080 124 39 203 12 19 79 448 554 72 626 35 41 68 731 32 37 92 833 40 57 85 907 24 54 54019 48 67 92 95 110 12 67 253 57 305 62 68 488 568 624 57 780 973 55064 192 520 674 771 50098 102 22 46 67 224 29 51 54 423 89 97 536 90 625 722 41 881 931 57019 184 219 22 [100] 26 416 18 35 62 94 524 29 85 686 750 890 989 5 8138 93 217 876 551 673 702 62 68 87 813 41 82 906 59049 81 168 256 76 83 328 36 [100] 403 6 37 546 78 83 618 48 60007 9 17 52 54 79 110 270 82 318 61 413 518 62 72 83 631 810 64 67 6 1021 91 358 545 73 618 727 31 62 840 82 85 89 900 [100] 25 93 62220 74 80 870 85 98 478 82 547 49 50 68 600 730 94 98 852 85 87 958 69 88 63010 151 61 211 58 59 85 92 326 35 417 42 70 84 686 57 59 86 777 838 6 4018 120 553 89 677 707 80 82 805 58 940 62 65004 85 116 40 254 90 389 437 40 [100] 521 28 76 94 665 712 19 86 824 49 920 28 61 66006 80 142 238 42 99 314 24 514 28 75 693 727 _ -------------------— 82 832 312 30 434 548 60 642 47 76 733 812 58 75036 142 62 67 73 204 57 91 307 412 53 74 90 626 32 59 711 62 905 76056 62 163 99 275 89 367 417 18 530 38 40 45 46 616 55 94 763 815 38 45 92 911 63 7 7117 203 19 398 631 728 896 907 78032 208 591 627 59 726 862 91 93 7 9049 [100] 61 79 83 181 317 97 [100] 473 500 58 718 29 58 850 930 __„ M , 80039 190 306 99 450 63 [100] 84 690 951 81003 27 124 42 2o4 73 82 93 321 70 [100] 96 483 520 49 94 782 863 95 938 82001 170 91 215 33 37 65 486 500 606 755 71 73 857 959 85 83041 ISS' 341 73 474 83 519 79 629 77 945 75 84000 5 100 367 437 511 63o 703 86 99 808 31 951 85016 42 101 54 254 86 883 424 636 80 860 69 958 63 86037 39 60 171 302 67 404 [400 u. e. Pr. v. 75 000] 77 99 708 J16 960 64 8o 87022 68 93 189 92 344 52 65 410 570 87 637 71 761 97 844 964 88103 239 do [100] 94 459 81 543 687 757 94 89006 145 210 -84 511 30 610 o4 701 890078719(H231039I57 82 97 415 43 536 38 609 73 867 989 9132> 40 45 430 528* 640 854 69 908 9 2042 51 78 169 95 5119 33 [100] 83'670 841 924 99 93000 27 104 77 84 256 407 88 817 36 51 993 94072 89 170 90 225 339 [1001 53 59 88 402 85 538 43 619 934 950)8 46 62 65 161 331 78 88 414 20 665 72 979 96001 45 I61 239 68 73 340 70 [10000] 89 475 582 686 788 97 888 914 69 97118 25 < 358 ^2 542 89 644 [100 65 742 849 65 913 98165 247 321 25 601 20 76 739 53 806 30 60 983 99 99233 42 87 90 375 409 20 49 503 627 747 956 60 69 83 930 92 97 71043 80 257 348 462 73 509 66 720 27 95 904 13 106 32 281 419 526 32 73 606 16 717 920 7 3062 103 [200] 88 59 271 371 406 72 593 605 722 33 64 74063 [100] 64 [100] 72 173 76 212 22 Sonnenschirme 10% Rabatt 4447 um damit zu räumen. Heinrich Sach* Marktstr. 19. Extra-Preise! 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Dienstag den 584. Mai vormittags 10 Uhr: Früh-Aonzert auf -em Festplatz. Nachmittags 4 Uhr: Kroßes Konzert, Tanz und K-lksöetustiguogen auf dem Festplatze und in der Festhalle. Abends 8 Uhr: Turnerische Ausführungen itt -er Festhalte Technische Gummi- iti Meß-Wrikute GMNWliiuche °a° Treibrieilltu sowie sämtliche technischen Artikel für maschinelle Betriebe. Gebrüder Georg, Telephon 249. BtSmarckstratze Oe. 403V Nationaler Gesangs-Wettstreit zu Gietzen Hengsten 1904 (vom 21. öis 24. Wai) Zur Feier des SO jährigen Stiftungsfestes des Maschinenbauer Gesangvereins E*estplatz: Oswalds Garten. Technbcb« Baitatah. Kompendium der gesummten Baukunde. Wegweiser durch Technik und Industrie des Hoch» und Tiesbau- wesens, sowie verwandte Gebiete in Reihenfolge der Bauausführung. Preis komplett gebunden in Bänden 15 Mk. 3MT* Zahlungsbedingungen nach Vereinbarung. WSA7" Auf Wunsch in Wochen- oder Monats-Raten. 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Hierzu haben Kinder keinen Zutritt. * Fraukfurterstraüe: Adolf Lenhard, Kolonialwaren Handlung; H. Hettler, Konditorei. — Selterömcg: in den Ziaarrenhandlungen H. Aubel, Will). Sammler. — Mäusburg: Eniu lirI Ifi Balser, Buchhandlung. — Marktplatz: Ehr. Wa!nn el . Kolomalwarenhandlung. — Kirchenplatz: PH. Weiler, Zigarrenhandlung. — Lindcuplatz: Daniel Heil Nachs. — Wallto - v Althosf. — Neustadt: PH. Mootz, Zigarren > , Ehr. Bieker, Kolonialwarenhandlung. — Bahnhofstraße: C. G. Kleinhenn, Delikates!eichandlung, Gebr. Berdux, Jwdnw- warenharrdlung. — Reueuweg: Ernst Ehallier, Alusikalienhandlung. - hulstratzc: Gustav Soimtag, Zigarrenhandlung. — Ludwigsplatz: I. Seibel, Kolonialwarenhandlung. — Ludwigstrave. Jr. Kühn hold, Wirt und Koloniauvarenhandlung. Gvoszes Vvillairt-Feueervevk auf dem Festplatze. Die Musik wird auSgeführt von der ganzen Kapelle deS 2. Großh. Hess. Jnfant.-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 unter persönlicher Leitung des Großh. Musikdirektors Herrn Krauße. Samstag den 31. Mai abends 8 Uhr: Eröffnungs-Kommers mit Konzert- und Gesangsoorträgen. Sonntag den Ä2. Mai abcudS 8 Uhr: kest-Gesäutze der Dcninigtrn ©irfienet Gksavg-Ucreiuc mit Orchesterbegleitung in der Festhalle. Montag den 23. Mai Vormittags 6 Uhr: Weckruf. „ 8—9 „ Empfang der Sänger an der Bahn. photographischer Apparate. Zubehöre von bekannter Güte. Dunkelkammer zu freier Benutzung. Katalog gratis. 4325 Telephon 292. Heinräeh Woü, Gießen Mäusburg 7. Schul- 76 Schirme fabrizieren wir extra solid. Kinder Schirme in allen Preislagen. Preise ohneKonkurrenz. Casseler Schirmfabrik Gießen. Seltersweg 9. ------ ■' 4425 Giessen, 20 Seltersweg 20. SSss Lang' Itt Krieg I Nintschwan Niutschwan ichwangS war ur Zerstörung deS morgens erwartet w Ordnung ab. 6 Regiment. London,, 17. Taily Expreß raun deS Liang-Flu! Gesandten m Pekmg London, 17.! Post besagt: Nach 8h von den Japanern L belagert. Sie » Meilen rings um werden fortgesetzt t räumen Dalny. ist mißvergnügt un kapitulieren. De London, 17 aus Mulden gemein Hauptarme? bi haitscheng und abteilung in der 9- Anschein nach ftän Petrrsbur hsiungjutscher feuerte auf die nissischen Cchisse. T dampfte nach Sübro Pttersbur bete dem Kaisei näherten sich 17 nelen dasFeue Ufer anzulegen be sich am JTap bei de Um 3 Ufr 20 Win Dorfe Guantsiat Kaitschou vorzu Ein Telegram Generalstab vom lr vom 16. Mai IP/ Japaner darauf, n ber Umgebung ouszuführen. Ihre Stabt Sseniutschen, d>e Küste. Um 5 V. Geschwader, iitbi o/uch der Dunkelhe Monte zu sehen. . Wie ein ro, utopatfin von ^'°ken bei Kuar spanischen Abteilu jroei EskadronS, o siecht dauerte 1 Nanterie und Re 1,6,1 aus. Ein Kos Ie^en i«P« Sfr * im