Erstes Blatt Donnerstag 17. MärztS04 ta frühere langjä- er internationalen Revue vertreten sein. gpidp be^' aren wurde Kontreadmiral M o las, >es des Befehlshabers der Flotte des 154. Jahrgang lei der GrombE irg entgleisen: erzug die Maschini anderer am Kopie unbedeutend, die Ur b auS Salz liegt nr: Qtniiher. Bürgerin scheid nach Washington zu überbringen haben. An die Möglichkeit, daß der Kronprinz nach St. Louis geht, glaubt man beiläufig ent* amerikanischer Seite nicht. Hinsichtlich der Beteiligung Deutschlands an der Weltausstellungs-Flottengrenze ist die Entscheidung bereits getroffen und der Regierung in Washington mrtgetcilt worden. Deutschland wird dem Vernehmen nach nicht durch ein Geschwader, sondern nur durch zw^ei Kriegsfahrzeuge, einen Kreuzer und ein Ker Lrieg zwistSen Japan und Wußland. Zur Kriegslage. Aus Pingkau wird gemeldet, daß die letzte Be- slbiießung von Port Arthur nur w en i g Schad e n nixerichtet hat. Die Russen waren erstaunt, eigene Geschosse unter sich krepieren zu sehen. Es waren meist russ. Granaten, die aus dem gekaperten Transportdampfer „^Dndschuria" stammten. Die Konsuln in Niutschwang Protest! erten bei dem Statthalter Alexejew gegen die Besitznahme neutralen Eigentums. Am vorigen Sonntag waren nämlich die Gebäude und Waren der amerikanischen Handelsgesellschaft requiriert worden. Ter Marine-Mitarbeiter des „Daily Chronicle" kritisier:' in schärfster Weise die Haltung des japanischen Admirals Togo. Mit seiner Beschießung von Port Arthur f>a6r er nichts anderes, als Geld- und Munitions - Ver- schnendung getrieben. Von authentiscler Seite wird berichtet, daß eine beträchtliche russische Streitmacht sich in der wert- tol^n strategischen Stellung in der b e festigt en Stadt Nschangau, bis wohin die Japaner im chinesisch-japa- ni|dien Kriege vorrückten, festsetzte. Eingeborene, welche sloenghwangschoen bis zum 12. März verließen, und deren Auslagen glaubwürdig sind, bestätigen die Meldung, daß die !H a u p tm a ch t der Russen, welche am Jalu zusammen gezogen war, ihn seht überschritten habe und fleir e Truppenkörper in Autung, Tsiulientscheng und in and?reit Orten zur Bewachung des Flusses zurückließ Vor 14 Tagen waren japanische Aufklärungstruppen in An tun g: seitdem wurden westlich 'vom Jalu keine Ja- ttmrr gesehen. Minister Ruhstrat und die Presse. Die vom Justizminister Ruhstrat im oldenburgischen Landtag bei der Behandlung des Falles Biermann getane Aeußerung: „Ich kenne kein Preßvergehen1' und die von ihm kundgegebene Auffassung, daß jeder, dem das Gericht eine Gefängnisstrafe auferlege, eben damit als ehrlos charakterisiert werde, erregt selbst in denjenigen Kreisen entrüstetes Kopfschütteln, welche bisher durchaus nicht mit dem verurteilten Redakteur Biermann sympathisierten und die Persönlichkeit des Ministers Ruhstrat im mildesten Lichte zu betrachten geneigt waren. Sie schreiben die „Oldenb. Rachr." im berechtigten Unwillen: „Ist beispielsweise jeder Redakteur ehrlos, der sich in der Hiße des Kampfes in der Wahl seiner Mittel vergreist, der für einen ausgenommenen, vom Gericht als strafbar erkannten Artikel die Verantwortung übernimmt, der in der Erregung politischer Zeiten zu scharf wird, der einer guten Sache zuliebe sich einsehr oder im Kampfe gegen eine schlimme sich opfert — soll der seine Ehre eingebüßt haben, falls das Gericht ihm dafür Gefängnisstrafe zuerkennt? Auch der Redakteur ist ein Mensch, Herr Minister, und hat oft ebenso, wie Sie für sich in Anspruch nehmen, etwas anderes als Fischblut in seinen Adern, und ebenso wie Sie, Herr Minister, läßt er sich am Ende im Drange des Berufes vom Temperament hinreißen zu einer strafbaren Handlung, aber er hat nicht immer das Glück, so milde Richter zu finden, wie Sie, Herr Minister, und mit 20 Mk. Strafe davonzukommen!* UMilche Tagesschau. . Kaiserstandarte und Sternenbanner. R. Berlin, 16. März. Unter den zahlreichen Gerüchten, welche aus Anlaß der Mittelm^erfahrt Kaiser Wilhelms entstanden s nd, wußte eines zu melden von einer Begegnung des amerikanischen Admirals Evans mit dem Kaiser. Ter Admiral, so hieß es, werde auf der Rückfahrt mit seinem Flaggschiff von Ostasien nach Amerika in offizieller Mission an Bord des Kaisersch'ffes kommen. Ob dem Gerücht die Tatsache folgt, wird sich ja in allernächster Zeit Herausstellen. Was die „offizielle Mission" des Admirals betrifft, so neigt man in den Kreisen der amerikanschen Kolonie oer Reichshauptftadt der Ansicht zu, daß s-e wohl nur der Frage des Meltaus st ellungs Besuchs eines Mitgliedes der kaiserlichen Familie gelten könnte. In dieser Beziehung dürfte Admiral Evans bestimmten Be- Durch Ukas des Zc MÄer Chef des ©tarn Etil!>en Ozeans, abberufen, ebenso wurde Vizeadmiral Etork vom Oberbefehl über das Geschwader des Stillen Und >rd Qm^elab^ wurde, Sy; „In Otjisewo fanden wir die erste Leiche. Kaufmann Kujarski lag erschlagen vor seinem geplünderten Hause. Ter Schädel war ihm mit dem Kirri eingetrieben und nur mit Hemd und Strümpfen bekleidet lag er wie zum Hohn auf offener Straße, und die Hühner fraßen ihm die Augen aus. Ein wenig weiter fanden wir vier Leichen, den dort stationierten Polizisten Tausendrcich -feinen Sohn, einen Schutztruppler und noch einen Mann. Ten Knaben hatten sie bei lebendigem Leibe kastriert und ihn verbluten lassen. Tie Frau des Polizisten war am Tage zuvor von Ruß abgeholt worden, sonst hätte sie das gleiche Schicksal mit den anderen geteilt. . . . Tie Erbitterung ist hier sehr groß; keiner gibt Pardon, alles wird niedergeschossen. Wie feige sind die Farmer überfallen und hingeschlachtet worden ! Ein junges, nettes Mädchen, das mit unserem Dampfer angenommen war, wurde mit ihrer Schwester direkt ausgeschlachtet und die Eingeweide wurde bann auf Bäume gehängt! Ja, man hat Verdacht, daß sie gar nicht erst betäubt waren. Vorher sind sie gräßlich geschändet worden, wie hinterher von einem Gefangenen berichtet worden ist. Ein anderer Farmer war halb tot geschlagen, kam aber wieder zu sich und liegt hier im Lazarett. Er hat mit angesehen, wie entsetzlich die Bande gehaust hat. Aber immer haben sie nur einzelne überfallen, an mehrere haben sie sich nicht herangewagt." Iie Kreuetlalen der Kerero. Von entsetzlichen Greueltaten der Herero gegen weiße Ansiedler gibt ein in Bückeburg eingetroffener Brief des Lazarettgehilfen Teubener von der Schutztruppe, der die Belagerung von Okahandja mitgemacht hat, ein anschauliches Bild. In dem Schreiben heißt es: „Nun, liebe Mutter, will ich Dir einmal die Augen öffnen über die wahre Gestalt unserer schwarzen Brüder hier. Nicht Menschen, nein, Bestien sind es. Die Greuel schreien zum Himmel um Rache, die Schändlichste iten und Metzeleien, welche dieselben an unseren weißen Frauen und unschuldigen Kindern begangen haben, sind in Worte nicht zu fassen, so treiben es die Menschen, bei denen die Missionare schon Jahrzehnte lang arbeiten. Tie Farmer, die ihnen in die Hände sielen, sind bei lebendigem Leibe verstümmelt, Arme mit der Hacke abge- s ch l a g e n, Au g e n aus gestochen ; die Fr au en waren noch übler daran, dieselben wurden erst vergewaltigt, völlig entkleidet, dann totgeschlagen und ausgeschlachtet wie ein Schwein, in vier Teile geteilt und die Stücke an den Bäumen aufgehängt, die Brüste der Frauen abgeschnitten und an die Tür des Hauses genagelt. Einer Frau Lange, welche hier in der Feste ist, wurde ihr Manu erschossen, die Frau halb tot geschlagen und vor ihren Augen ihr vier Jahre altes Kind zwischen der Tür totgequetscht. Solch ähnliche Szenen gehen in die Hunderte. Allein im Distrikt Okahandja sind, soweit feststeht, 113 Personen ermordet, man kann sagen, sämtliche Farmer von der Umgegend aus Windhuk und hier, welche sich- nicht frühzeitig genug haben retten können. ... So sieht es hier im Lande aus. Ich habe jetzt zwei Gefechte mitgemacht und denke auch mit heiler Haut, so Gott will, davonzukommen. Gnade Gott, wenn uns die Hunde in die Hände fallen, da gibt's blutige Rache!" Einer angesehenen Leipziger Familie ist von einem Angehörigen aus Windhuk ein Brief zugegangen, in dem es heißt: „Sämtliche Ansiedler sind auf ihren Farmen ermordet worden, und zwar meistenteils mit der Keule totgeschlagen, nachher a u s g e s chl acht e t und stückweise auf den Bäumen aufgeknüpft worden. Selbst im Gefecht gefallene Männer 'wurden nicht geschont und auf das gräßlichste geschändet. Einer Farmersfrau haben sie den Kopf abgeschnitten uno denselben auf dem Dach ihres Hauses festgemacht, indem sie ihr noch den Klemmer auf die Nase setzten. Kinder wurden im Beisein ihrer Mütter zwischen der Tür erdrückt, Frauen von den Herero vergewaltigt, bis sie Leichen waren. Der Brief gibt dann der in hohem Mäße erregten Stimmung der Ansiedler gegen den Gouv ern eur Ausdruck. Wenn die deutsche Regierung jetzt nicht ganz und gar aufräume und sämtliche Stämme entwaffne und ihnen Vieh und Land nähme, sowie dem Wunsche der Einwohner, eine iCivilverw altung zu schaffen, nicht nachgäbe, werde fein Ansiedler und Kaufmann dort bleiben. Es sei widersinnig, wenn Kaufleute und Farmer, die die Kolonie in die Höhe gebracht, nicht mitzureden hätten, sondern von einem Gouverneur beherrscht würden, der noch vor einiger Zeit Berichte nach Deutschland gesandt habe, welche besagten, daß das Land ruhig sei, daß man überall mit Spazier stock ober Regenschirm spazieren gehen könne, und daß eine Verminderung der Schutztruppe angezeigt sei. ... Es heißt dann weiter: „Du solltest einmal die schwarzen Kerle hier sehen, wie frech sie Drch anschauen und sich über Dich belustigen. Aber die Kerle haben beim Gouverneur viel Rückhalt, und das nutzten sie aus. Der Gouverneur hat öfters solche Schurken zum Lunch bei sich gehabt im Gouvernementsgebäude und sogar beim Kaiser Dekorationen und Ehrenschwerter für die Halunken von Häuptlingen verlangt, die sie jetzt stolz tragen und im Kampf gegen die Deutschen schwingen. Die Sache wird der Regierung teuer zu stehen kommen, und das alles hat sie dem Gouverneur zu verdanken." Aehnliches berichtet ein in den „Leipz. N. N." abgedruckter Bericht des Tierarztes Dr. Bum gart aus Windhuk vom 10. Januar: Ta die Unterhandlungen mit Newyorker und Londoner Financiers ohne Resultat geblieben sind, erklärte die japanische Regierung, für den Augenblick den Plan einer neuen Anleihe aufzugeben. ßitteratur. Der Krieg zwischen Rußland und Japan. Auf Grund zuverlässiger Quellen bearbeitet von Walter Etdmann von Kalinowski, kgl. preuß. Hauptmann a. T. Mit Skizzen und Karten. Erstes Heft: Ursachen des Krieges. Tie beiderseitigen Kampfmittel. Ausbruch des Krieges. Tie Neutralität der Mächte. Wirkungen der kriegerischen Ereignisse auf die Stimmung und Maßnahmen der Heeresleitungen. Betrachtungen über die militärische Lage und wahrscheinlichen Operationen. Völkerrechtliche Fragen. Politische Gruppierung der Staaten. 3 Anlagen, 1 Karte, 2 Skizzen. 60 Seiten Text. Preis 1,20 Mk. Berlin, Militärverlag der Liebelsck)en Buchhandlung, W. 57, Kurfürstenstraße 18. — Tas Werk macht nicht den Anspruch, auf rein kritisch-kriegswissenschaftlichem Standpunkte allein zu stehen und danach beurteilt zu werden, vielmehr will es auch Nichtmilitärs in leichtverständlicher Weise alles vor Augen führen, die gegnerischen Schachzüge erläutern, auf die Errungenschaften oer verschiedenen Bewaffnung Hinweisen, das Verhalten der so verschieden gearteten Gegner kennzeichnen. Wie geschickt und sachgemäß der Verfasser seiner Aufgabe gerecht wird, das beweist das vorliegende 1. Heft. Man folgt den Ausführungen des Verfassers, der den Gegenstand nach allen Richtungen hin beherrscht, mit Interesse. Mr. 65 Erscheint ISgttch außer SonnlagS. d tm Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Gießener Kamillen. Hitler viermal in der Woche beigelegL Rotationsdruck u. Verla« der Brüh l'schen Uv ivers.-Buch'U.Stein- bmderct. R. Lange. Redaktion. Erveduwn und Druckerei: Schulst raße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. F?rnsvrkchanslbl»ißNr 51. ung des Priii t limeßmen ifid M feiten fäteM M KnüWMN b ct wr .n der Anstalt r Einlieferung ir Weisung über W • vatanstalten. Sr , sondern nach p, Zusnnmung.drr^. Erbringung alledaskömgll^ Freisprechung w«- in btt »nm rrst-m»«- Dmin, «A Ä -ibrmig t« " S-E sE KKS auche^- Spftto jeben p -ranken- Deutsches Deich. Berlin, 16. März. Man meldet aus Vigo: Ter Kaiser begab sich heute vormittag bei herrlichem Wetter an Bord der spanischen Königsjacht „Giralda". Später machte der Kaiser mit dem König Al ph ons einen Ausflug. Tie Ausfahrt fand an Bord des spanischen Kanonenbootes „Vasco" statt. Als das Schiff bei den Kriegsschiffen „Pelayo" und „Urania" vorbeifuhr, feuerten diese Salut. Während die Musikkapelle des „Pelayo" die deutsche Nationalhymne spielte, brachten die spanischen Matrosen laute Hurrarufe aus. Tie Begegnung des Kaisers und des Königs trug einen herzlichen, freundschaftlichen Charakter. Sowohl während der Rundfahrt in der Bucht, als während des Fr üb stück s auf dem „Giralda" unterhielten sie sich auf das lebhafteste. Bei der Tafel tranken der Kaiser und der König einander zu. Beim Abschiede nach dem Frühstück umarmten und küßten die Monarchen sich wiederholt. Tie Musik an Bord der „Giralda" spielte die deutsche Hymne. Äls der Kaiser auf den „König Albert" zurückkehrte, brachte ihm das Publikum auf den zahlreichen Tampfern und Booten stürmische Ovationen bar. Nachmittags 5 Uhr 10 Minuten setzte sich der Tampfer „König Mert" mit dem Kaiser an Bord in Bewegung Ter spanische Kreuzer „Pe- k;eoms aus Gesundheitsrücksichten entbunden. — 2er ;,3ar verlieh dem Befehlshaber des „Retwisan", Kapitän tifle-1 Ranges Tschensuowitsch, für die Abwehr des Angriffs lei Torpedoboote und die Zerstörung der Brander auf die SÄ von Port Arthur in der Nacht vom 24. zum 25. 'Hebrilar das St. Georgskreuz vierter Klasse. Ker koreanische Handelsvorstand in Kjöngjöng am Tju- Mn-Zlusse erhielt eine Mitteilung von dem russischen Ge- Treraf in Wladiwostok, in welcher dieser ihn benachrichtigt, llcß. da Korea sich Japan angeschlossen habe, Rußland «Mi es als k r i e g f ü h r e n d a n s e h e. Temgemäß werden 12000 Mann koreanischer Truppen, die jetzt in Söul sind, Este Woche nach dem Norden von Korea gesandt werden. ?üie Japaner stellten endgiltig fest, daß eine größere Trup- «?nir acht russischer Feldartillerie am Nordufer des Jalu- lussk's Erdwerke aufwerfe. Die Bewegungen des Wladiwostok-Geschwa- ß:i y hemmen den japanischen Handel in emp- Mlicher Meise. Ende März beginnt am südlichen Ufer dk Ansel Sachalin der Fischfang, wovon ein großer Teil Ott Japaner lebt. Die Japaner errichten dort Hütten, wo '•! iten gefangenen Lachs zerlegen und zum Versand föiingen. Die jetzige Lage macht es jedoch unmöglich, den g’inbtel fortzusetzen. Deutsche Offiziere. Kaiser Nikolaus empfing am 16. d. M. in Pe- lE?bmrg den Oberstleutnant von L au e n st ein und Major M. von Tett au vor ihrer Abreise nach dem Kriegsschau- . piche in besonderer Audienz. Ter Kaiser richtete an die 6-iflben deutschen Offiziere sehr huldvolle Worte. — Wie j bä „M. N. N." berichten, ist zur Teilnahme am russisch«- ) jLmischen Krieg seitens des Generalstabs der bayerischen ‘ SUnneti Major im Generalstab des 1. Armeekorps, Stet- i titn, entsendet. Er wird den Operationen der japanischen iömete in deren Hauptquartier beiwohnen und morgen k buchiin abreisen. Japanische Stenennaßnahmen. Tie japanische Regierung beschloß, dem Parlament in ciütt besonderen Tagung, die am 18. März Beginnen soll, £ Schläge zu unterbreiten betreffs Ausd ehuung des L km o n o p o ls auf bearbeiteten Tabak, Einführung edier Salz st euer und Erhöhung verschiedener anderer (8Stent. Tas Gesamtergebnis dieser neuen Einnahme- qimil'eit wird auf 68 Millionen Pen geschätzt. Die Kriegs- k !acle n vom Ausbrucb der Feindseligkeiten bis Dezember 1.IS04 werden auf 536 Millionen Pen geschätzt. Q iDnrb beabsichtigt, die Kosten durch die Erträgnisse von nisifit Steuern, ferner durch Bondsausgabe, durch eine fi Habende Anleihe und Entnahmen aus dem Spezial- i chiosfonds zu decken. Zu den. Steuern gehören vor allem ) i Allund- und Einkommensteuer, ferner Abgaben für ge- iWliiche Abschlüsse von Wein und Zuckerlieferungen an )üÄs'0mdsbörse, außerdem sollen die Stempelabgaben erhöht :««bcnt. Zu den neuen Steuern gehören diejenigen auf S inile, Stückgüter, Kerosin und Wolle. Tie Kriegs ko st en n:imem von dem Ausbruch der Feindseligkeiten bis zum 3!UMärz auf 156 Millionen Pen geschätzt, wovon z-W.eitt aber einschließlich der Summen für den Ankauf der Klmzeec „Nischin" und „Kafuga" nur 50 Mill, ausgegeben stzjnit Ms wird beabsichtigt, die Ausgaben bis zum 31. März n rit 1000 Millionen Schatzamtsbonds zu decken, die aber b'Mhmft sind, ferner mit 25 Millionen aus dem Kriegs- si::nte und 31 Millionen temporäre Anleihe. Tie Ausgaben vom ÜÄpril bis Dezember werden auf 380 Millionen ver- ai*gt. Mau beabsichtigt hierzu die Kriegsreserve von 4«-0» Millionen zu verwenden, ferner 200 Millionen Schatz- b.ib'A auszugeben, 68 Millionen durch Kriegssteuern auf- z^kin.izen, sieben Millionen aus den ordentlichen Einnahmen ulmbÄ) Millionen aus dem Spezialreservefonds zu ent- nt>m. ,xt J fut ” an btn’Äinj1, in Uftrl • ' .„RD ;1 Sani 1S‘ ®5ti 1901 St0'- ®«din 5 ; P-«n tinb 2 |.b™ m,t -intnt 6t ««rtbet »«liegt, $ 6,11 einiurti- 1 ®t. Slutj. oqtel von >S Amtsgericht Qii l’lfeleiftung an da; '■ TerichtSakM; werten Richter für Amtsgericht Mui ÜeschästSvermehrunc der Person de? Gert ständige Aushilsk.; ull über einen H GlehenerÄnzelgerW General-Anzeiger ° ** . . den poüL und allgem. Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WWZ ^ eiqenteil: Hans Beck. innen 167. — Tie „Norddeutsche" schreibt: In Berlin werden demnächst folgende Verstarkungstransporte für die Schutztruppe in Südwestafrika zusammengestellt: Am 24. März der erste Transport, 400 Mann einschließlich Unteroffiziere: am 29. März ein zweiter Transport 250 Mann: am 6. April ein dritter Transport, 400 Mann. — Tie Abfahrt erfolgt an den gleichen Tagen abends nach Hamburg. c < — Aus Südwestafrika wird gemeldet: Oberleutnant Eggers mit 90 Reitern fand die Gegend zwischen Cpikuro und dem Ciseb-Fluß von den Hereros verlassen. 3n Otjiarna wird eine größere Herero ab teilung vermutet. Stendal,. 16. März. Wie der „Altmärker" meldet, haben die Stadtverordneten in geheimer Sitzung beschlossen,! die Ernennung des Oberpräsidenten v. Bötticher zum Ehrenbürger der Stadt Stendal nicht zu vollziehen, weil v. Bötticher seinerzeit zum Sturz des Fürsten Bismarck beigetragen hat. _ Karlsruhe, 16. März Bon hier wird der „Straßb. Post" gemeldet, daß die badische Regierung bezüglich der Erweiterung des Budgetrechts der ersten Kammer nicht nachgeben wird, und daher falls die zweite Kammer stierin kein weiteres Entgegenkommen zeigt, die Wahlrechtsvorlage als gescheitert angesehen werden muß. Mecum, RcgierungSrat Dr. Heinrichs und als Vertreter des LandespferdezuchtoereinS Rittmeister a. D. Raegele au§ Darmstadt beiwohnten. Um l1/, Uhr vereinigten sich die Preisrichter, Stadt- verordnete und Mitglieder der Pferdemarkt-Kommistion zu einem Festmahl im Hotel „Großherzog von Hessen", bei welchem der Vorsitzende allen Mitwirkenden und Förderern des Unternehmens namens der Stadt dankte und dem Wunsche Ausdruck gab, daß der Markt, der sich als Bedürfnis erwiesen ! habe, auch fernerhin von Erfolg begleitet sein möge. Die Verlosung, die öffentlich ist, findet heute nachmittag in der Turnhalle der Stadtknabenschule statt. Preis = 20 ®tf. , , In Abteilung Vb Arbeitsschlage, emzeln: Konrad Häuser XX.-Riederweisel 1. Preis -- 30 Mk., Georg Bill-Nredev- weisel 2. Preis = 20 Mk., Wilhelm Georg Straßheim-Griedel 3. Preis = 10 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel, Hermann Wilhelm Straßheim-Griedel, Ludwig Keßler-Großenlmden, Friedrich Viant- Münckholchausen, ehrende Anerkennung = 10 Mk. In Abteilung VIsDreijährigeFohlen: August Heinz- Riederweisel 1. Preis = 50 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel 2. Preis — 40 Mk., Philipp Müller-Oberhörgern 3. Preis = 30 Mk., Konrad Volp-Riederweisel 5. Preis — 20 Mk. In Abteilung VI b Zweijährige Fohlen: vemrich- Walther-Reichelsheim 1. Preis = 40 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel i2. Preis = 30 Mk., Konrad Waitz IV.-Dorigill 3. Preis -- 30Mk., Otto Rudloff-Merlau 4. Preis = 20 Mk., Heinrich Becker VI.- Muschenheim 5. Preis — 10 Mk., Karl Hofmann-Wetterseld 6. Preis = 10 Mk. In Abteilung VII Z u ch t st u t e n : Wilb. Hermann Schäker. Reichelsheim 1. Preis -- 75 Mk., Heinrich Marx I.-Riederwersel 2. Preis = 50 Mk., Friedrich Fenchel-Griedel 3. Preis = 50 Mk., Hermann Wilh. Straßheim-Griedel 4. Preis — 40^Rt., 9hlton Diem VII.-Langqöns 5. Preis = 30 Mk., Heinrich Wilh. Muller- Griedel 6. Preis = 30 Mk., Konrad Waitz lV.-Dorkg,N 7. Preis I— 20 Mk., Theodor Stein-Grimberg 8. Preis — 20 Mk. Außerdem erhielten Besitzer von nicht um Geldpreise I konkurrierenden Reit- und Wagenpferden geschmackvolle Ehrenpreise, und zwar für Reitpferde unter dem Reiter: ! Brauereibesitzer Georg Bichler und Kaufmann Karl Bieler; für Arbeitspferde, paarweise: Bauunternehmer Hein- rich Winn und Martin Abermann; für Arbeitspferde, «einzeln: Bauunternehmer Wilhelm Seipp III. Unter Mitwirkung der hiesigen Regimentsmusik und der I Teilnahme einer großen Zahl von Zuschauern fand nach 12 Uhr die Preisocrteilung statt, der u. a. Oberst und Regi- I ments - Kommandeur von Grävenitz, Oberbürgermeister Zrühjahrs-Fferdc- nnb JoSlenmarLt 1904. Gießen, 17. März. Der am gestrigen Mittwoch aus den Marktanlagen an der Rodheimerstraße abgehaltene Pferde- und Fohlenmarkt war vom schönsten Wetter begünstigt und von Händlern, Züchtern und Käufern außerordentlich gut besucht; eS waren nahezu 400 Pferde und Fohlen zum Verkauf und zur Prä- miierung aufgestellt worden und der Umsatz und Handel soll recht flott gewesen sein. Namentlich an Arbeitspferden war, wie schon im Frühblatt erwähnt wurde, ein ganz vorzügliches und ausgiebige? Material vorhanden. Zur Prämiierung waren 1585 Mk. zur Verfügung; als .ehrende Anerkennung" gelangten noch zweckentsprechende Ehrendiplome zur Verteilung. Das Preisrichterkollegium arbeitete von früh 8'/, Uhr bis 12 Uhr mittags. Wir geben nachstehend das Resultat der Prämiierung: In Abteilung I R e i t p k e r d e: Gg. Konrad Straßheim- Griedel 2. Preis = 20 Mk» Konrad Dolp-Niederweisel ehrende Anerkennung. „ .. . In Abteilung II Wagenschlage, paarweise: S. Mlchel- Gießen 1. Preis — 80 Mk., Salomon Lamm-Kirtorf 3. Preis--- 40 Mk., Friedrich Hartmannsen-Brandoberndork 4. Pryis = 30 Mk. In Abteilung' Illa Schwere Arbeit? schlag e, paarweise: A. Frensdork-Gießen 1. Preis = 80 Mk., S-Michel-Gießen 2. Preis — 60 Mk.. S. Kaufmann-Riederweisel 3. Preis — Aus Stadt and Saad. Gießen, 17. März 1904. L. Ü. Se. Kgl. Hoheit der Großhcrzog haben dem Geh. Justizrat Prof. Dr. Schmidt das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen, in Anerkennung dafür, daß er die Berufung nach Königsberg abgelehnt hat. •• Hessisch-Thüringische StaatSlotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn von 150 000 Mk. auf Nr. 51282, ein Gewinn von 20 000, Mk. auf Nr. 74207, ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 65886, zwei Gewinne von je 5000 Mk aus Nr. 70697 3668, Gewinne von je 3000 Mk. auf Nr. 1231 6066 6224 7444 15847 30548 49023 52683 57723 58650 72322 76591 81750 83063. (Ohne Gewähr.) 40 Mk. In Abteilung III b Leichte Arbeit S s ch l a g e paar- weise : S. Michel-Gießen 1. Preis = 60 Mk., S. Kaufmann-Meder- wei el 2. Preis — 40 M., A. Frensdorf-Gießen 3. Preis — 20 Mk. In Abteilung IVaSchwereArbeitSschl ä g e, emzeln: S. Michel-Gießen 1. Preis — 30 Mk., S. Kaufmann-Riederweisel 2. Preis = 20 Mk., derselbe 3. Preis = 15 Mk., A. Frensdorf- Gießen 4. Preis = 10 Mk. , In Abteilung IV b Leichte ArbeitSfchlage, emzeln: A. Frensdorf-Gießen 1. Preis = 30 Mk., Ed. Kaufmann-Rieder- wei el 2. Preis — 20 Mk., S. Kaufmann-Riederweisel 3. Prei? — 15 Mk., Isidor Meyer-Obermockstadt 4. Drei? = 10 Mk., A. Bmg- | Sich ehrende Anerkennung — 10 Mk. In Abteilung Va Arbeitsschlage, paarweise: Wilhelm Aug. Dietz-Riederweisel 1. Preis = 50 Mk., Gg. Konrad Straß- beim-Griedel 2. Preis = 30 Mk., Georg Kraus III.-Wetterfeld 3. ldeS Urteil: ES wtirbe erkannt gegen Oberleutnant Krohn wegen Zweikampfes in drei Fällen auf vier Monate Festungshaft; gegen Oberleutnant Sulzberger wegen Kartelltragens in drei Fällen auf zwei Tage Fest, ungshaft: gegen Leutnant Bax auf sechs Monate Festung-, haft; gegen Gerlach auf zwei Iah re Festungshaft; gegen Korn auf 1 Jahr 3 Monate Festungshaft. Ausland. London, 16. März. Das Unterhaus nahm einen Beschlußantrag zu Gunsten der Ausdehnung des Stimm- rechts auf Frauen mit 182 gegen 68 Stimmen an. Paris, 16. März. Das „Reutersche Bureau" meldet aus Paris: Mit Bezug auf die verschiedenen.Mitteilungen, die über einen neuen englisch-französischen Ver-I trag veröffentlicht werden, wird aus gut unterrichteten Kreisen versichert, daß die Verhandlungen, die seit so langer | Zeit zwischen der französischen und englischen Regierung! geschwebt haben, nunmehr tatsächlich abgeschlossen sind. Es! wurde eine gute Verständigung erzielt in allen Kolonial- und anderen Fragen, die seit langer Zeit brennend I waren und zwischen beiden Nationen schwebten. Der Re-l gelung unterliegen nur noch die Einzelfragen. Auch soll noch über die Formulierung der einzelnen Fragen Be-I schluß gefaßt werden, sodaß die Unterzeichnung des oder! der Abkommen, je nachdem, in ein'gen Tagen unmöglich rst. I Im Prinzip sind alle Fragen geregelt. I Wien, 16. März. Der Vermittlungsversuch der Polen bei den Tschechen ist insofern gescheitert, als die letzteren erklärten, sie würden die Obstruktion nur gegen die von ihnen angestrebte Reform der Geschäfts-! ordnung: „Bewilligung der tschechischen Amtssprache in be-! stimmten Bezirken oder Errichtung einer zweiten tsche-I chischen Universität aufgeben. Linz a. D., 16. März. Bei den gestrigen Demonstrationen gegen den tschechischen Violinvirtuosen Kubelik sind mehrere Unbeteiligte verletzt worden. Der Statthaltereirat Baron A i ch e l b u r g, der in seinem Wagen fuhr, ist durch einen Steinwurf im Auge verletzt worden. Die Baronin Doering wurde aus ihrem Wagen geworfen. Die Menge zog dann noch einmal nach dem Hotel Krebs, dort fand ein Fest des Herrenklubs statt, an welchem die Frau des Statthalters, Gräfin Dy-! land mit ihren Töchtern teilnahm. Die Mtznge, welche die erleuchteten Fenster sah, glaubte, das Fest finde zu Ehren Kubeliks statt, und warf auch hier die Fenster ein. Der Landtagsabg. Jaeger klärte dann die Demonstranten über ihren Irrtum auf, welche sich hierauf ruhiy zerstreuten. Budapest, 16. März. Der volkswirtschaftliche Ausschuß des Abgeordnetenhauses nahm den Gesetzentwurf betr. Eröffnung von Verhandlungen zur Regelung des Han- delsvertragsverhältnisses mit Deutschland und Italien an. ,.r „ .. , Petersburg, 16. März. Eine größere Verstärk- ang der Garnisonen von Reval und Libau steht unmittelbar bevor. In Riga sind Armierungsbauten i.n Ganae. Der Pirnaer Duellprozeh. Pirna, 16. März. DaS gerichtliche Nachspiel zu der bekannten Affäre des Oberleutnants Krohn vom 64. Feldartillerie-Regiment hat heute nachmittag vor dem Kriegsgericht der 3. Division stattgefunden. Tie Anklage vertrat KriegsgerichtS- rat Dr. Meiß. Geh. KriegSrat Sturm vom Kriegsministerium wohnte der Verhandlung bei. Zu verantworten hatten sich 1. Oberleutnant und Regimentsadjutant Krohn, geboren 1873, 2. Oberleutnant Sulzberger, geboren 1874, 3. Leutnant Bax, geboren 18«2, 4. Gerlach, geboren 1883 und 5. Korn, geboren 1880. Leutnant Bax ist 1902 zum 78. Feldartillerieregiment versetzt worden, Gerlach und Korn gehören der Armee seit kurzem nicht mehr an. Tie Anklage war erhoben worden gegen Krohn wegen Zweikampfes mit tötlichen Waffen in drei Fällen, gegen Bax, Gerlach und Kvrn wegen desselben Deliktes in je ! einem Falle, gegen Sulzberger, welcher die Forderungen im Auftrage Krohns überbracht hatte, wegen Kartelltragens. Einem nach Eintritt in die Verhandlung vom Ver>- treter der Anklage gestellten Anträge, die Öffentlichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit und ferner wegen Gefährdung der Disziplin und dienstlicher Interessen auSzu- schließen, wurde nur teilweise stattgegeben. Oberleutnant Krohn gab zu, daß er am 6. Januar 1904 den Oberleutnant Sulzberger beauftragt habe, die Forderungen zu überbringen. Sie lauteten auf dreimaligen Kugelwechsel, glatte Pistolen und zehn Schritt Distanz. Nach ehrenrätlicher Genehmigung fanden die Duelle statt, und zwar am 7. Januar gegen Gerlach im Kottaer Dusch, am 9. Januar gegen Bax am selben Orte, am 10. Januar gegen Korn im Pillnitz er Tännicht. Ter Ehrenrat war nicht in der Lage gewesen, die Sache zu schlichten. Gerlach erhielt beim ersten Kugelwechsel einen Schuß in den rechten Arm. Die Kugel blieb in der Schulter sitzen. Der Kampf war damit beendet. Tie Wunde ist geheilt, doch ist der Arm zurzeit noch nicht wieder gebrauchsfähig. Die beiden anderen Duelle verliefen unblutig. I Nack längerer Beratung fällte der Gerichtshof folgenwiegenden Apparate. . , .. - Eine juristische Kalendermerkwürdigr-ll. Nach § 565 des B. G.-B. muß bei Grundstücken und Woyn räumen (§ 580) die Kündigung de§ MietverhaltnisseS -■ mangels einer besonderen vertraglichen Bestimmung 1° der Mietzins mindestens vierteljährlich entrichtet w , spätestens am dritten Werktage deS Vierteljahrs "fo^en, ' dem das Mietverhältnis endigen soll. Ein eigentümlicher ö fall hat eS gefügt, so bemerkt die ,Deutsche Juristen-Ze: u > daß der dritte Werktag deS bevorstehenden Quartals der sechste Tag (6. April) ist. Denn am 1. Apnl fft * freitag, mithin der 2. April der erste Werktag, dann die beiden Osterfesttage (3. und 4. April), so daß er z Werktag der 5. und der dritte Werktag der 6. Apm Besonders günstig gestaltet sich in diesem aua? P-°t-stsrist füt ben W-chselschuldne- Angm-mm-, der 31. März ist der ZahlungStag, so wahrt der Glau g noch die Frist, wenn er am 5. April den Protest erhe^ denn dieser Tag ist erst der zweite Werktag »ach ZahlungStag.f16 Marz. Die Arbeiten für dieGra^ legung der Straße Krofdorf-Greß .^stelle rüstig vorwärts. Diese führt vom Viadukt der Halt Krofdorf-Gleiberg in gerier Richtung nach. Hieße» Schützenstraße. Durch diese Anlage tovcb ta^ bedeutend näher zu erreichen sein. Die unun kavo" löste 21 Schuß, die Jacht „Giralda folgte dem Dampfer „König Albert" langsam. Hinter dem „Grraldck fuhr „Friedrich Karl". Tas Kaiserschiff dampfte zwischen zwei Reihen von Tampfern, auf denen die ^nsafien dem Kuiser, der, vom Gefolge umgeben, auf Teck stand, Ovationen bereiteten. Tie Mehrzahl der spanischen Zeitungen veröffentlicht Artikel, die mit überaus warmen Worten Kaiser Wilhelm begrüßen. Ter „Heraldo" schloßt lernen Artckel mit folgenden Worten: Ehre dem Volke Kants. Aufrichtige Huldigung dem Fürsten aus dem Geschlechte der großen Souveräne Teutschlands! Spanien entbietet ihm fernen I Friedensgruß! , , _ „ — Tie Nachricht, daß Graf Bulow in L-an Remo eine Villa für seine Osterferien gemietet habe, wird an unterrichteter Stelle für eine Bäderreklame erklärt. — Tie Stiftung eines „K o l o n i a l o r d e n s steht, wie eine hiesige Korrespondenz erfahren haben will, unmittelbar bevor. Ter Orden soll in zwei Staffen, eine I Kriegs- und Friedensklasse zerfallen und ist zur Auszeichnung für Verdienste in unseren Kolonien bestimmt. I — In der Wahlprüfunaskommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg Fürsten Bismarck (3. Magdeburg-Jerichow) für giltig erklärt. — Tie Entscheidung über den §2 des Jesuitengesetzes ist, wie sich nunmehr endgiltig feststellen läßt, in folgendem Stimmenverhältnis gefallen: Für die Aufhebung des § 2 haben gestimmt: Preußen mit 17, Bayern mit 6, Baden mit 3, Waldeck, Reuß a. L. und Hamburg mit je einer Stimme, zusammen 29, wahrend die übrigen Staaten mit insgesamt 25 Stimmen den Antrag auf Aushebung des § 2 ablehnten, ^er Abstimmung enthielten sich mit je einer Stimme: 23remen, Lübeck, Anhalt und Schaumburg-Lippe. (Ta-, nach hätte also Hessen sich unter den G e gn e r n der, Aufhebung befunden! T. Red.) — Tas Personal der sozialdemokratischen Presse beträgt insgesamt 3281 Mann, darunter 151 Redakteure die wohl alle insaesamt noch nebenbei aoitatorisch tätig sind; es kommen hinzu 124 Expedienten und 54 Personen als Hilfskräfte. Geschäftsführer und Faktoren hat die sozialdemokratische Presse 41 Mann, Setzer 865, Setzer- Lehrlinge 58, Trucker 107, Trucker-Lehrlmge 12, -Stereotypeure 40, Buchbinder 28, Hilfsarbeiter 158, Hilssarbeiter- **DasBenefizdesHerrnAchterberg morgen, Freitag abend verspricht den Theaterbesuchern einen genuß» reichen Abend. „I u g e n d v o n h e u te" ist hier seit Tanger Seit nicht gegeben worden, und Herr Dchterberg, der uns in dieser Saison nicht nur viel hübsche und dankbare Rollen nähergerückt hat, sondern auck aus eigenartigen Charakterrollen etwas zu machen wußte, wird morgen in der Rolle des Hermann sicher Gutes zu leisten vermögen. Ter Darsteller, der, worüber nur eine Stimme herrschte, den Leutnant Laufen im „Zapfenstreich" so erfolgreich spielte, wird zu seinem Benefiz gewiß großen Zuspruch finden. — In Erwiderung auf das „Eingesandt" in der gestrigen Nummer konstatiert die Theaterdirektion, daß von einer geringen Zahl von Abonnementsvorstellungen nicht die Rede sein kann, da 48 Vorstellungen stattfanden, zu denen die „20er- Blocks" Giltigkeit hatten. Um aber weitgehendes Entgegenkommen zu zeigen, hat die Tirektion Mit den Inhabern der noch ausstehenden Benefize das Abkommen getroffen, daß an den Benefizabenden die oben erwähnten Block- abonnementsbillets nach Maßgabe des vorhandenen Plade? aegen eine Aufzahlung von 50 Pfg. für Logen und Sperrte und 30 Pfg. für die übrigen Plätze Giltigkeit besitzen. Es sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß dig» Abonnements nur an der A b e n d k a s s e entgegengenommen werden können. Ta noch drei Benefize und die Dienstags- Abonnementsvorstellung ausstehen, auch für die letzte Bor- stellung am Sonntag den 27. März die Abonnementsblocks gelten, so haben die Inhaber solcher also noch bei fünf Vorstellungen Gelegenheit zur Verwendung. — Nächsten Sonntag kommt als Benefizvorstellung für Frl Hohl ,Heimat" zur Aufführung. ** Der Bezirksverband Gre ßen der Hessischen Gewerbevereine hielt am 13. März im Hotel Schütz hier eine Ausschußsitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Entgegennahme bei Berichte über die Schulverhölt- nisse des Bezirks, 2. Gesek, die Gemeindeumlagen betr., 3. Einrichtung von Sonderkursen für Buchführung bei den Meisterprüfungsvorbereitungen. Bezüglich des 2. Punktes, worüber tne Großh. Zentralstelle eine Aeußerung gewünscht hatte, war man darin einig, daß eine Härte Darin zu erblicken sei, wenn man neben der Kapitalrentensteuer nochmals zu einer Vermögenssteuer herangezogen würde. Ferner wurde einstimmig Protest erhoben über die Heranzrehung zur Besteuerung des im Gewerbe angelegten Bruttokapitals. Es sei unzweifelhaft nicht gerecht, wenn man einem gewerbetreibenden, der auf seinem im Betrieb nötigen Anlagekapital eine Schuldenlast stehen habe, noch zumuten wolle, diese mitzuversteuern. Kommerzienrat Heyligenitaedt bezieht sich auf Art. 35 Abs. 3 des Entwurfes und spricht sich dahin aus, daß auch diejenigen Personen, die unter 900 Mk. Einkommen haben, der Konsequenz halber zur «er- anlagung herangeezogen werden sollten, weil sie Ansprüche an die Ausführungen der Gemeinden stellen. Diesen Darlegungen schloß man sich einstimmig an. Iw übrigen war man mit den Beschlüssen des Hess. Handets- kammertages vom 6. März l. I. voll und ganz einverstanven. — Feuerlöschprobe. Der Hand-Feuerlösch- Apparat „Mini max"lieferte am Dienstag vormittag vor dem Oberbürgermeister, Branddirektor und mehreren Mitgliedern der Stadtverordneten-Versammlung einen neuen Beweis seiner Leistungen. Auf dem Hose der Aktienbrauere« war ein Scheiterhaufen aus Brettern und Holzscheiten errichtet. innen mit Hobelspänen, Spalierlatten und Pech gefüllt, alles noch mit Petroleum getränkt. — Das Feuer entwickelte sich deshalb im Nu zu einem koloffalen Brand m undurchdringlicher schwarzer Rauchsäule, ein schwieriges Löschobjekt darstellend, aber innerhalb 1 -j '* nute, nachdem der Oberbürgermeister das Zeichen zum Beginn gegeben hatte, war das Feuer gelöscht mit nut einem ungefähr 6 Liter Flüssigkeit enthaltenden „Minimax . Rauchentwickelung hatte sofort aufgehört. — Die Herren waren recht befriedigt von dem Erfolg und überzeugten l noch selbst von der Handlichkeit der gefüllt nur ca. Yartamcntarisches. Berlin, 16. März. Tie Abgg. Dr. Lotichius und Wolfs-Biebrich veranstalteten gestern im Abgeordneten- house eine Ausstellung von Rheinwein. Ter Einladung derselben folgten zahlreiche Gäste, unter anderen die Minister Frhr. v. Hammerstein, Studt und Budde. Telephonischer Kursberichte zu genügen. Hochachtungsvoll AilligSe greife. Schnelle Bedienung. Karl Sier Bei Bestellungen von 5 Pfd. an frei ins Haus. 01373 125.60 42.50 202.12 219.75 134.50 189.00 193.00 Oest. Kredit . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Harpener Bergbau 3Va% 8"/r) »V.o/o 8% 3V8% 37, % . 101.65 . 89.70 . 101.90 . 89.55 . 100.50 Berlin, einer angeblich bahnverwaltung 4% Oesterr. Goldrente . 4l/6% Oesterr. Silberrente 4% linear. Goldrente, . 4°/o Italien. Rente . 4V,% Portugieser , . 80/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkenloee..... 4% Grieoh. Monopol.-Anl. 41/. % äussere Argenfiner 30/0 Mexikaner . . 4Vt% Chinesen . . Electric. Schuckert . Nordd. Lloyd , . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurahütte .... Bochum ..... Harpener .... Tendenz: ruhig. Reichsanleihe do. Konsole do. . . Hessen Oberhessen „Professor" beigelegt worden. —Dem Dr. Julius Morgenrot h, wissenschaftlichen Mitgliede am Institut für exverimentelle Therapie zu Frankfurt a. M., ist das Prädikat „Professor" beigelegt worden. — Der Privatdozent an der Universität Berlin, Titularprofessor Dr. Heymons ist zum Professor der Zoologie an der Forstakademie in Hann. Münden und der Prviatdozent an der Forstakademie in Eberswalde, Titularprofessor Dr. Schubert zum Professor der Physik, Meteorologie und Geodäsie an dieser Akademie ernannt worden. liehen Arbeiten noch kürzlich im Abgeordnetenhause unter ziffernmäßiger Darlegung der Erfolge ausgeführt habe, durchaus bewährt; ein Anlaß zu ihrer Aenderung liege daher nicht vor. Gistnlnchn-Zeitung. 16. März. Gegenüber der Blättermeldung von beabsichtigten Neuorganisation der Eisen- Suvmilstonen. 21. März. Bingen. Großh. Amtsgerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien pro 1904/05. Bedingungen ebenda. — 21. März. Gernsheim. Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien für 1904. Bedingungen daselbst. — 21. März. Grünberg. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien, Steinkohlen und sonstigen Bureaubedürsnisse pro 1904 05. Bedingungen liegen aus. — 21. März. L a u b a ch. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferung der Schreibmaterialien, Drucksachen rc. pro 1904 05. Bedingungen ebenda. — 22. März. Lauterbach. Großb. Amtsgerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien, Drucksachen lind Buchbinderarbeiten pro 1804. Bedingungen ebenda. — 23. März. Groß-Gerau. Gerichtsschreiberei Großh. Amtsgerichts. Lieferungen der Schreibmaterialien im Rechnungsjahr 1904/05. Bedingungen liegen aus. — 23. März. Worms. Großh. Gerichtsschreiberei. Lieferung von Schreibmaterialien, Drucksachen und Buchbmderarbeiten sowie Kohlen für die Zeit vom 1. April er. bis 31. März 1905. Bedingungen ebenda. — 25. März. Ulrichstein. Gerichtsschreiber des Großh. Amtsgerichts. Lieferung von Schreibmaterialien und dergl. pro 1904 05. Bedingungen durch Obigen. — 25. März. Bürstadt. Großh. Gerichtsschreiberei. Lieferung der Schreibmaterialien für das Etatsjahr 1904/05. Be- dmgungen daselbst. ZLniversttäts-Dachrichten. — Dem Privatdozenteu in der philosophischen Fakultät und iMenten am geologisch-paläontologischen Institut und Museum iet llnioersüät zu Breslau Dr. Wilhelm Volz ist das Prädikat . 26.10 . 87.15 . 98.95 . 105 80 . 201.70 . 184.40 . 135.20 . 148.00 . 152.75 . 136.50 . 1450 . 193 50 . 229.50 . 190.80 . 194.30 Arbeiterbewegung. Berlin, 16. März. Ein M a s s en st r e i k der Ber- lirnie r Bäcker wird von dem Verband der Bäckergesellen ange- tobiflt. Eine öffentliche Versammlung ist für nächsten Dienstag tnhrerufen, die endgültig über den Termin des Streiks beschließen HL Den Anlaß zu dem überraschenden Vorgehen der Gesellen tilbwt der Beschluß der Bäckerinnung Konkordia, den bisherigen s!lb:eitsnachweis aufzuheben und zu dem System der Jnnungs- fieechmeister überzugehen, die Gesellen fordern dagegen die Erricht- tnifl I kostenloser Arbeitsnachweise. . 101.30 100.40 . 99.45 . 101.70 . 60.00 . 58.95 Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. R.-B. Darmstadt, 17. März. (Eigener Drahtbericht.) Die Zweite Kammer erledigte heute zuerst den Rest des Feldstrafgcsetzes, da? im wesentlichen nach den Ausschußanträgen zur Annahme gelangie. Dann folgte die Beratung des Forst st rafgefetzeS, daS mit Ausnahme einiger zurückgestellter Artikel erledigt wurde. — Am Schluß der Sitzung nahm Präsident Haas Gelegenheit, an Hand des stenographischen Berichtes den Abg. Köhler wegen seiner Angriffe auf die Presse zur Ordnung zu rufen. Auch eine Rechtfertigung Köhlers roitrbe vom Präsidenten als ungehörig zurückgcwicsen. — Die nächste Sitzung findet morgen statt. Berlin, 17. März. Von den von der Ausweisung aus dem preußischen Staatsgebiet betroffenen russischen Studenten gedenken die meisten in Heidelberg weiter zu studieren, da sich die Ausweisung nur für Preußen versteht. Sollte man ihnen dort Schwierigkeiten machten, wollen sie sich nach Lausanne in der S ch w e i z wenden. Ter in der Rede des Reichskanzlers über den Mißbrauch des Gastrechtes erwähnte Sttrdent der Medizin Silber- f ar b ist von der Ausweisung nicht betroffen. Wien, 16. März. Heute Abend fand eine Protestversammlung der Wiener Tschechen statt, an der über 1000 Personen teilnahmen, darunter mehrere Abgeordnete, 2 russische Redakteure und südslavische Studenten. Die Redner verurteilten die in Wien und Linz gegen die Tschechen gerichteten Demonstrationen. Rach Schluß der Versammlung traf ein Trupp über den Stefansplatz heimkehrender Tschechen den alldeutschen Abg. Stein, den sie mit Pfuirufen ver- höhnten. Es fand ein Zusammenstoß zwischen den Abgeordneten Stein, Klofac und Fersl statt. Die Polizei trennte die Streitenden. Die Tschechen zogen sich zurück. Die Ruhe wurde weiter nicht gestört. Wien, 17. März. Im österreichischen Reichsrate gab eS neue Skandalszenen bei der Beratung einer Interpellation an den Ministerpräsidenten von Körber wegen der Demolierung des tschechischen Vereinshauscs im 15. Wiener Bezirk sowie bei einer anderen Interpellation wegen der Linzer Krawalle beim Konzert des tschechischen Geigen-Virtuosen Kubelik. Die Kundgebungen der tschechischen Abgeordneten richteten sich gegen von Körber. Lemberg, 17. März. Ter „Reforma" wird aus Warschau von angeblich vertrauenswürdiger Seite gemeldet, Kaiser Wilhelm habe an den Zaren ein Schreib en gerichtet, in welchem er betont, daß die Entsendung der im Weichselgebict garnisoniercnden Truppen ohne Gefahr erfolgen könne, da Deutschland die Loyalität der deutschen Einwohner an der Westgrenze zu überwachen bereit sei. PortSaid, 17.März. 32 russische Verwundete der beiden vorTschemulpo untergegangenen russischen Kriegsschiffe sind hier eingetroffen und werden nach zweitägiger Ruhe nach Odessa weiter befördert. Die hier ansässigen französischen Familien hatten Vorkehrungen für die Unterkunft und Verpflegung der Verwundeten getroffen. Für dieselben war aber schon anderweit gesorgt worden, um sie in das Hospital aufzunehmen. Tokio, 17. März. Rach den bei der japanischen Heeresleitung eingetroffenen Nachrichten sammeln die Russen Feldartlllerie in großer Stärke am nördlichen Ufer des Ja luflusses. Auch werden dort ausgedehnte Erdwerke errichtet. Newyork, 17. März. Die deutschen Professoren Koh- ler-Berlin, Meyer-Berlin und Delbrück-Jena sowie der Balneologe Ehrlich sind hier eingetroffen. Sie reifen nach Chicago, wo sie Ehrengäste der dortigen Universi-- tät sein werden. Tie Universität Chicago veranstaltet ihnen zu Ehren ein Festmahl, bei dem der deutsche Botschafter Speck von Sternburg den Vorsitz führen wird. New York, 17. März. Ein Teil der gelben Presse registriert das Gerücht, Deutschland wolle für 21 Millionen Doklar San Domingo erwerben, um die Insel zu annektieren, wenigstens aber deren Annexion durch Amerika zu hintertreiben. Spanien habe ein gewilligt. . 203.25 . 220.25 . 134.40 . 189.00 . 194.00 Geschäfts-Eröffnung und -Empfehlung. Einem geehrten Publikum von Gießen die ergebene Mitteilung, daß ich von heute ab in meinem Hause 46 Darnrnsiratze 46 neben meinem Flafchenbiergeschäft eine Mehlhandlung en detail betreiben werde. Durch meine langjährige Tätigkeit in der Branche bin ich in der Lage, allen Ansprüchen an Güte und Backfähigkest ist die „Nordd. Allg. Ztg.", namentlich zur Beruhigung der beteiligten zahlreichen Städte unb Beamten, zu der Erklärung ermächtigt, daß diese Mitteilung in ihren Einzelheiten, wie im ganzen, jeglicher Unterlage entbehrt. Die Organisation der Staatseisenbahnen von 1895 habe sich, wie der Minister der öffent- kanntlich zu diesem Wegbau keinen Zuschuß, wohl aber sind von der Feldbereinigungskommission 2750 Mk. in Aussicht gestellt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Frankfurt a. M. wurde der Schuhmacher Armbrüster in der Schnurgasse unter dem Verdacht verhaftet, das 3 Wochen alte uneheliche Kind seiner Geliebten, dessen Vater er war, durch Ersticken getötet iu haben. Die Mutter befindet sich als Amme in Hanau, während das Kind bei den Logisleuten Armbrüsters in Pflege gegeben war. — Die Stadtverordnetenversammlung in Worms nahm die Vorlage über die Errichtung eines neuen Wasserwerkes einstimmig an und Genehmigte für diesen Zweck einen Kredit von 1200 000 Mk. vermischtes. • Magdeburg, 16. März. Beim vorjährigen Kaiserpreisschießen sind Fälschungen der Schießlisten vorgekommen. Infolgedessen findet wie die „Volksstimme" meldet eine Untersuchung statt. Ein Offizier ist bereits zur Disposition gestellt worden. • Der Opernsänger Kie nlechner in Dessau, welcher, wie wir seiner Zeit meldeten, wegen Mißhandlung de§ herzoglichen Hofkapellmeisters Mikorey tnon der dortigen Strafkammer zu einer mehrmonatlichen Freiheitsstrafe verurteilt worden war, ist, sicherem Vernehmen uach, vom Herzog von Anhalt begnadigt worden. Mikorey batte sich selbst für seinen heißblütigen Gegner an zuständiger Stelle warm verwendet. Damit ist jene häßliche Prügelaffäre tndgiltig aus der Welt geschafft. * Auge um Auge! Ueber einen grauenhaften Vorgang, der sich in Craioba in Rumänien abgespielt hat und bet dem das alttestamentarische: „Auge um Auge, Zahn um Hahn" eine wörtliche Auslegung fand, wird aus Bukarest folgendes gemeldet: Vor einigen Wochen war bei einer Schlägerei in Craiova dem Zigeuner Joan Serbarn, von riinent anderen Zigeuner Namens Jordache Miclescu ein Auge ausgeschlagen worden. Nachdem der Verletzte aus dem Spital, wohin man ihn gebracht hatte, wieder entlassen worden war, trat er an Miclescu mit der Forderung heran, ir^m für das auSgeschlagene Auge eine Entschädigung von 4'000 Frank zu zahlen. Diese Summe wollte oder konnte Miclescu nicht bezahlen, und so wurde ein Schiedsgericht unter den Genossen der beiden einberufen, das die Entschädigungssumme festsetzen sollte. Man vermochte sich jedoch auch hierbei nicht zu einigen, und Serbaru, welcher sah, daß et: nur eine viel kleinere Summe würde erhalten können, als er ursprünglich gefordert hatte, beschloß, auf eine Entschädig- iurig lieber ganz zu verzichten und dafür persönliche Vergeltung zu üben. Von seinen Freunden begleitet, erschien er in brr Wohnung MielescuS, setzte diesem einen Revolver auf biie Brust unb schrie ihm zu: „Jetzt steche ich bir ein Auge aus, wie du mir das meine ausgestochen hast, oder ich erschieße dich!" Vergebens flehte der zittternde Miclescu um Gnade, mit unbeugsamer Energie stieß Serbaru ihm daS bereit gehaltene Messer in das linke Ange, sodaß das Blut in Hellem Strahl hervorschoß und MicleScu mit gellem Schmerzensschrei zu Boden sank. Der in eigener Sache Richtende wurde samt.seinen Freunden verhaftet. • Die Zwerge in Afrika. Der amerikanische Reisemde Mr. Adgar Geil, der nach einer Reise von 3 Jahren, möhrend deren er China, Indien, Australien, und Afrika durchquerte, in London eingetroffen ist, berichtet über die Zrvergstämme in dem Innern der großen Wälder von Zentral- afirifa. Er verbrachte einen ganzen Monat in der Gesellschaft dieser Zwerge, mit denen er sich vortrefflich vertrug. Gleich zu Beginn feiner Reise machte er die Bekanntschaft des Sul- lamS dieser Zwerge, mit dem er befreundet wurde. Tie Keinen Leute sind alle mit vergifteten Pfeilen bewaffnet, deren Giift nach wenigen Stunden tödlich wirkt. Der Reisende fomnte, auf die Freundschaft des Sultans gestützt, die ganze Le benSweise des interessanten Volkes studieren und wertvolle Photographien anfertigen. Die wirklichen Zwerge wohnen in beim Dreieck zwischen den Flüssen Semliki, Aruwimi und ftmngo. Die einzige Gefahr, die den Forscher während seines Aufenthaltes in dem Urwalde bedrohte, war das beständige Ziürzen der 100 bis 200 Fuß hohen Baumriesen. Auch roillbe Tiere gab es in großen Mengen, und die Affen traten in ganzen Kolonien auf. Die Zwerge sind die stärksten Flksischesser, denen der Reisende überhaupt begegnete. Land- wiickschaftliche Arbeiten sind ihnen verhaßt, und sie wollen nicht einmal Bananen bauen. Ihr ganzes Leben ist ein Iügerleben. Neben den Zwergen fand der Forscher übrigens auch ©tämme von natürlichen Größenverhältnissen. Diese Glimme leben merkwürdigerweise in Todesangst vor den Zwergen, und werden von diesen vollständig beherrscht und mite Sklaven zur Arbeit gezwungen. Der Forscher erklärt bi<§ damit, daß die Zwergbevölkerung offenbar die sortge- iiyritfenfte ist. Er stellte sogar Anstandsbegriffe fest und sah itftten Leute des Zwergstammes nackt gehen. Die kleinen irischen machen einen außerordentlich gewandten, aufgeklärten und energischen Eindruck. „Ich möchte sie die Japaner Afrikas nennen", erklärte Mr. Geil. • Ein teueres Schwein. Ein origineller Schweinefi mdel kam kürzlich in einem Gasthause in Zimmern in Pagern zu Stande. Ein Schweinezüchter verkaufte ein 4 jemtner schweres Schwein um den anscheinend billigen Preis asm 2 Pf. für die erste Klaue, bann jede weitere Klaue das doppelte der vorhergegangenen. Der Käufer gab ein Hcmd- ge[ib von 5 Mk. in der Meinung, einen billigen Fang gemacht zu haben. Doch wie erstaunte er, als sich bei Be- ikchZNling der 16. Klaue die ansehnliche Kaufsumme von 656 Mk. 36 Pf. ergab. ®™in" >' 5000 * R. g?" 52683 57,23 's« ™ Tkwöhr) Äiäjs und dankbare L'> L*«tigen ’trb borgen in bei - !ten vermögen. Teil' tmmc herrschte, dein ° erfolgreich speit! • Mpruch finden. w.der gestrigen von einer gtm 'gen nicht die M nden, zu denen die er weitgehendes En- estion mit den das Mkonmen getrr e oben erwähnten - *e des vorhandenen f- ffg- für Logen unb r 1 Ä Giltigkeit b-i s hingewiesen, da§. lasse entgegengeM niefize und die :n, auch für die Ich!! ärz die Abonnementt: solcher also noch bti: ü>erroenbung. - $c: rstellnng für Fil Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Hottesdienft in der Synagoge (Südantage). Samstag, den 19. März 1904. Vorabend: 6.15 Uhr. Morgens 9.00 Uhr. Nachmittags 3.30 Uhr. Schristerkläruug. Sabbathausgang 7.25 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. HottesdienK. Sabbath'eier am 19. März 1904. Freitagabend 6.10 Uhr. Samstag Vormittag 8.30 Uhr. Nachmittag 4.00 Uhr. Sabbathausgang 7.25 Uhr. Wochengottesdienst: morgens 7.00 Uhr, abends 6.00 Uhr. Tendenz: Schwächer. Auch heute verkehrte unsere Börse in recht fester Stimmung; wenn auch Bankaktien, wie Jndustriewerte keine wesentliche Veränderung gegen gestern zeigten, so konzentrierte fich heute das allgemeine Interesse auf die von den auswärtigen Börsenplätzen abhängigen Werte. Die stramme Haltung der gestrigen New-Porker Börse veranlaßte unsere Spekulation, sich wieder für amerikanische Werte zu interessieren, und so wurden Canada und vor allem Baltimor und Ohio Shares, noch unterstützt durch festes London, wesentlich über New-Porter Parität aus dem Markt genommen. Besonders lebhaft gestaltete sich der Verkehr in unifizierien Türken und Spanischer Rente, wofür Paris andauernd als Käufer bei stramm anziehenden Kursen auftrat. Märkte. Limburg a. d. L., 16. März. Fruchtmarkt. Durchschnittspreise pro Malter. Roter Weizen 14.87 Mk., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn 10.50 Mk., Gerste 8.51 Mk., Hafer 6.76 SDlt., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 00.0 Mk. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 16. März 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 7a Prozent. Anfang?- u. Schlußkurse. ib Gie ßen buhlst am 13. Mmz in t int folgender TogMst idjte über die Äckli. :e @emeinbeiurten: i für Buchfthmz bei Bezüglich Mito? eine sseußerung jr- »atz eine Häcke l i Stapüaltenter- - rcrangezogen tMW oen über die e angelegten echt, wenn mar ffi m im Betrieb N stehm habe, noc" ommertienrat htp des Entwurfes" • cn-igen Person Konsequenz W-x n sollten, w \y;f aen bet ©erneu . “(i$ MII-« d-s Vv toll uni . am Ti-nst°S:'/- birttot «"d .StriammtaS Brettern mj , Spatiertotten; einem * < Rauchsäule- pj end, : gelösch Ajufflc' • ^haltende» r y, t WC»« I st^ Lahnkalk-Industrie Gr.-Linden-Giessen (Inh.: Carl Haas jr., Gießen) Ringofen-Kalkwerke. Grilll- Mh Weitz-stüikklilk,°wi- Muff stet» vorrätig. 785 Telephon: Kalkwerke Nr. 200, Kontor Nr. 282. Kerichtssaal. Leipzig, 16. März. Wegen Zuwiderhandlung gegen die Sperrmaßreqeln ist am 7. Oktober v. I. von der Strafkammer in Wetzlar der Viehhändler K a tz zu drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte im Kreise Offenbach Vieh gekauft und in seinen Stall eingestellt, ohne eine Bescheinigung des Tierarztes über den Gesundheitszustand zu haben. Er hat nicht wissentlich die Verordnung übertreten, aber fahrlässig, da er als Viehhändler sich darum kümmern mußte, ob die von ihm für ungiltig gehaltene Verordnung nicht doch giltig war. In seiner Revision rügte er Verletzung oes Grundsatzes ne bis in idem, da er wegen desselben Falles und zwar erst nach Fällung des vorliegenden Urteils rechtskräftig sreigesprochen worden sei. Das Reichsgericht mußte dies als richtig anerkennen und erklärte das vorliegende Verfahren für unzulässig, sodaß der Angeklagte nunmehr endgiltig freigesprochen ist. Landwirtschaft. Verteilung des Acker- und Wiesenlandes im Deutschen Reiche. Tie als Acker- und Wiesenland benutzte Bodenfläche im Deutschen Reiche umfaßt rund 23 Millionen Hektar. Fast genau ein Viertel davon entfällt auf Roggenland, ein zweites reichliches Viertel auf Heuwiesen. Mit Hafer sind 19 vom Hundert, mit Weizen 7 v. H., mit Gerste 8 v. H., mit Dinkel reichlich 1 v. H. und mit Kartoffeln 14 v. H. bestellt. Von den Getreidearten wird also der Roggen am meisten angeb'aut; er ist vorherrschend in Preußen, Bayern, Sachsen, in beiden Mecklenburg, Hessen, Oldenburg, Anhalt, in beiden Lippe, in beiden Reuß, Schwarzburg-Rudolstadt und Bremen. Die zweite Stelle nimmt Hafer ein, der in Sachfen-Weimar, Baden, Braunschweig, Sachfen-Altenburg, Sachsen-Koburg, Sachsen- Meiningen, Schwarzburg-Sondershausen, Waldeck, Lübeck und Hamburg die vorwiegende Getreideart bildet. Tic Gerste fornntti Hessen). Sitte Bauern-HaiMse, auch Mainzer, versendet ab hier gegen Nachnahme 500 St. Bauernhanakäse jn-Jt 25.— Nordauiage 18 ist der 2. Stock per 1. Juli, evtl, auch früher zu vermieten. Beseler II erstklassigen Saathafer, L Absaat v. 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Zu dieser Vorstellung iverden Block-Abonneme>ttsbillets an der Abendkaffe gegen Zuzahlung von 50 Pig. für Sperrsitz uns Loge, 30 Pfg. für die übrigen Plätze angenommen.