Erstes Blatt. Freitag 16. September 1904 154. Jahrgang Nr. 318 Srlftftnt täglich Mitzer Sonntag». Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem besfifchen Landwirt die Siebener Kamliien- Blätter Dtcrmnl in der Woche beigelegt. AotaltonSdruck u. Ver> hfl der Brüh l'schen Untvers.-Buch-n. Stein» brudetti. 9t Lang«. Redaktion. Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresse für Depeschen: Vn-eiger Gtctze«. FernsprechanichlußNr 51. JW ® JÄK 'WT* Mb ve»irg»pr«lsr W W W mrmatlichTbPI^Vierth GletzenerAnzelger« “ $eneral.2Iiyeiger » *—$* «r- md Anzeigeblatt M den Kreis Eichen UZ D!e Keutige Kummer umfaßt 10 Seiten- Ein italienischer HöronerKe. Wir erhielten heute kurz nach Mitternacht folgendes Telegramm: Rom, 16. Sept., 12 Nhr 25 Min. Die Königin wurde soeben nm 11 Uhr abends im Schlöffe Raccomgi glücklich von einem Prinzen entbunden, welchem der Namen Humbert Prinz von Piemont gegeben wurde. Das Befinden der Königin und des Neugeborenen ist sehr gut. Wie jüngst in Rußland, so wird mut mich in Italien das Eintreffen des ersehnten Thronfolgers mit unendlichem Jubel begrüßt werden. Königshaus und Volk gehen in ihren freudigen Stimmungen zusammen, und die Welt beglückwünscht heute die schsöne Gemahlin des italienischen Königs. Die Aufregung der Italiener, die ihren Kronprinzen langst erhofften, war schon in den lebten Tagen sehr groß. Das Städtchen Nacconigi war zu Mren des kommenden Ereignisses schon vor mehreren Tagen geschmückt. Vom königlichen Schloß bis zum! Bahnhof ist, wie uns aus Rom gemeldet wird, eine lange Reihe elektrischer Lampen ausgestellt worden, und farbige Lampen umsäumen das Rathaus und das Schloß. Jeder Haushaltungsvorstand hat hellfarbige Tücher und Laubgewinde liegen, die z^rr Ausschmückung des Hauses verwandt werden. Die stärnmigen, gebräunten Bewohner Racconigis sind sich ihrer jetzigen Bedeutung voll bewußt. Es wimmelt in dem Städtchen von Kindern. Das erste Wort, das ich beim Betreten des Städtchens hörte", so erzählt unser Berichterstatter, „kam aus dem Munde einer hübschen Bäuerin, die ihr Kind liebkoste und augenscheinlich mit Bezug auf den zukünftigen König sagte: „Er wird auch nicht schöner sein als mein Bambino". Ansichtspostkarten, die das Schloß und die königlichen Gemächer zeigen, sieht man überall, und selbst in den kleinsten Laden findet man ein Bild der Königin. „Möge Gott die Königin segnen", sagte der Wirt eines kleinen Gasthauses. „Dor vierzehn Tagen, als sie hier vorbeifuhr, legten die Steuereinnehmer Beschlag auf mein Letztes. Mein Weib lief dem Wagen nach und erzählte unsere Geschichte, und die Königin schickte ihren Sekretär und ließ das Geld bezahlen, wobei sie sagte: „Solche Sachen sollten in meinem Italien nicht vorkommen." Die Post der Königin hat sich in der letzten Zeit verdreifacht; trotzdem erledigt sie den größten Teil selbst. Sie war sehr gerührt und erfreut, als sie von einem sizilischen Bauer eine Sammlung kleiner alter Silbermünzen erhielt, die zu einem Halsband für das Kind verarbeitet werden sollen Noch größer war ihr Vergnügen, als eines Morgens aus Newyork eine große Kiste an kant, die augenscheinlich nrnfji der Geburt des Kindes ankomMeu sollte und an „Seine Königl. Hoheit den Kronprinzen von Italien" adressiert war. Die Kiste enthielt Kinder- nährmittel, Seifen, Puder usw., und auf dem Grunde lag eine schöne, mit Perlen besetzte silberne Kinderklapper mit der eisernen Krone der Lombardei. Die Königin befahl, daß alles zurückgeschickt würde, aber die Klapper soll sie verlangend angesehen haben: „Ich wünschte, ich könnte sie behalten." Die Vorliebe der Königin für schöne Blumen hat in der letzten Zeit noch zu genommen, und jeden Morgen bringt ihr der König eigenhändig einen großen Strauß. Volltische Tagesschau. Der Kaiser und die Handelsmarine. Der Flügeladjutant des Kaisers, Kapitän v. Grumme, tritt demnächst in die Verwaltung der Hamburg-Amerika- Li nie ein. Herr v. Grumme, der erst dieser Tage zum Kapitän zur See befördert worden war, wird nach Beendigung der Herbst- manöver aus dem aktiven Marinedienst ausscheiden So melden Berliner Blätter. Herr v. Grumme ist der in sehr jungen Jahren geadelte Sohn des Geraer Ghmnasialdirekwrs. Er hat außerordentlich schnell Karriere gemacht. Generaldirektor B a l l i n soll die Bitte um U Überweisung eines höheren Marineoffiziers zur Verwaltung der Hamburg-Amerika-Linie an den Kaiser gerichtet haben, der dieser Bitte sofort entsprochen hat. Dieser neue Beweis vom Interesse des Kaisers für die Entwickelung der deut- schen Handelsschiffahrt wird in politischen Kreisen nicht geringes Aufsehen erregen , Zumal in den Kreisen der Agrarier. Diese pflichten bekanntlich nicht dem Ausspruch bei, daß unsere Zukunft auf dem Wasser liegt, und sie sind dementsprechend nicht eben erbaut von der Pftege der Üeberscepolitik. Ferner dürfte die Sorge neue Nahrung erhalten, daß der vom Kaiser wiederholt anSgezeichnete Generaldirektor der H.-A.--L. Herr Ball in der „kommende Mann" im Reichsdienst sei, wiederum zu Gunsten der Handelspolitik. * Ein vatioualliberaler Delegirtentag. _ . R. Berlin, 15. Sept. Dre Einberufung .eines Delegiertcirtages der nationalliberalen 'Partei sofort nach Erscheinen des Entwurfes zum preußischen .Z chn l u n t e r ha ltu n gsgese tz ist ein guter und willkommen , -it heißender Gedanke. ,Er zeigt, daß die natnmaNiberale Frak- . ion deS preuß. Landtages doch nicht gesonnen ist, Ivie ein Redner n Leipzig befärclitete, die vom JunglibnalismnZ für die Schulrate ausgestellten Richtlinien „einfach zu ignorieren". Auf bem . slgemeinen Delegiertentag soll cm Ausgleich geschaffen wer- , - n zur Beseitigung der Meinungsverschiedenheiten rrn natronal- I iberalen Lager. Wir Hilten einen Ausgleich für möglich zwischen den „Men" i nd „Jungen" —- aber wir halten nicht für möglich das Finden iner miifl’rcn Linie zwif'l'en den Grundsäten des Schulantrags r Konservativen, des Zentrums, der Nationalliberalen und n i'imgliberaten Grundsätzen. Hier scheiden sich die Wege. Das nt als Leitstern die KonfeffionSfchule an, 'rührend die Inngsibe:alen die Simultan schule in die erste Reihe «eftellt wissen wollen. Wie soll sich da eine Brücke schlagen Mfcn? Wir möchten den Meister der Vermittelung sehen, der da^ Kunststück fertig brächte, ohne der einen ober der anderen Auffassung Gewalt anzutun. Das Schulkompromiß muß unseres Erackstens bei oem Delegiertentag gewissermaßen als nicht vorhanden gelten: es war ein übereilter Schritt, man spricht mn besten so wenig wie möglich davon. Auf der anderen ^oeite können die junglrberalen Richtlinien nickst beanspruchen maßgebend zu sein. Die Sckmlfrage wird leidenschaftslos und losgelöst von den bisherigen Entschließungen und Beschlüssen zu erörtern sein, das Für und Wider der Meinungen kann zum sachlichen Ausdruck gelangen, und nach dem Ergebnis dieser Beratung bestimmt sich von selbst die Haltung der Nationalliberalen gegenüber dem neuen Sckmlunterhaltimgsgesetz Der Entwurf folgt tatsächlich, wie wir erfahren, aus das geneuiefte dem Schulantrag, d. h. er stellt als Regel die Konfessionsschule auf und als geduldete Ausnahme die Simultanfchule, ganz nach dem Rezept der Konservativen, und tr5 Zentrums. Geringschätzig wird die Opvo- fitioii gegen di se Bestimmungen als„Sturm im Wasserglase" bezeichnet. Es sei, so versichern offiziöse Verteidiger des Ent- nntrfeS", nichts als leichtes Wellengekräusel der Oberfläche, wenn in einzelnen Großstadt- ober Lehrerversammlungen gegen die Konfeffionsschule gelärmt werde." Gemach. Noch ist nicht aller Tage Abend. .Wenn die nationalliberale Partei gemeinsam mit den Freisinnigen sich gegen diesen Entwurf wenden sollte, dann wird sich zeigen, ob die Bewegung nur „WeNengekränsel" ist, und ob die Regierung über dem Widerspruch ohne weiteres zur Tagesordnung überzugehen vermag. Das formte ffe niast bei dem Zedlitz'schen Scbulgesetz- entwurf, und nicht anders wird auch diesmal das Finale sein, das Eine vorausgesetzt, daß der gesamte Liberalismus zusammenhält und dadurch auch auf anderen Gebieten die ,;hm gebührende und nur zuerst vor- entbaltene Beachtung sich erkämpft. Wir fügen hinzu, was heute abend die „Nordd. Mg. Ztg." zur Eiuberuffrng deS Delegiertentages schreibt. Das offiziöse Organ bemerkt mit Sarkasmus, ob der Versuch eines Ausgleichs zwischen den Altliberalen und Jungliberalen in der Schulfrage nickst mit dem Strelftn nach der Quadratur des Zirkels einige Aehnlichkeit habe? Das Blatt erteilt ferner dem Delegiertentag den Rat, die augenblicklich in Preußen vorliegenden politischen Fragrn. ohne in unbestimmte Fernen zu schweifen, mit möglichster Schärfe ins Auge zu fassen. Nun, wir hoffen, der Delegiertentag wird den Sckstslentwurf sehr genau betrachten und es an der gewünschten Schärfe nicht fehlen laffen. Deutsches Deich. Berlin, 15. Sept. Der Kaiser ist heute von Schwerin nach Sabinen abgereist. — Der „Staatsanzeiger* veröffentlicht die Derleihnng des Noten NdlerordenS zweiter Klaffe mit Eichenlaub an den Direktor des kaiserlichen statistischen Amts Herzog und den Direktor der königl. Sternwarte Prof. Foerster. — Der Kaiser hat der Gemeinde Dörbeck im Kreise Elbing zum Kirchturmbau ein Gnadengeschenk von 14 700 Mk. gemacht. — Das Befinden des Fürsten Herbert Bis-marck in Friedrichsruhe ist unverändert. Die Aerzte hoffen noch, den Kranken am Leben erhalten zu können. Der König von England wandte sich an die Fürstin Bismarck mit der Bitte, daß ihm über den Verlauf der Krankheit fortlaufend auf dem Drahtwege berichtet werde. — Die „Deutsche Tagesztg." schreibt: „Dem Obersten a. D. Gaedke wurde in einem ehrengerichtlichen Verfahren wegen seiner Beschulung der serbischen Königs- Mörder das Recht auf Tragen der Uniform und des Offiziertitels aberkannt.^ Gaedtke weilt als Berichterstatter seit längerer Zeit auf dem ostasiatischen Kriegsschauplätze rm russischen Hauptquartier. — Das Interesse des Kronprinzen für das Wohlergehen und Gedeihen des deutschen Bauernstandes wird illustriert durch folgende Nachricht aus Münster: Der Vorstand des Westfälischen Bauern-Vereins (Sitz Münster) hatte dem Kronprinzen zu besten Verlobung ein Glückwunsch- Telegramm gesandt. Darauf sandte der Thronfolger jetzt folgende Antwort: „Dem starken und kerndeutschenWestfälischen Bauernverein danke ich herzlichst für die fteundlichen Glückwünsche zu meiner Verlobung: Gott erhalte den deutschen Bauern st and! W i l h e Im , Kronprinz/ — Der Deutsche Reichstag wird, wie die „Germania" zuverlässig erfährt, zum 2 9. November einberufen werden. — Anläßlich der Eröffnung der Treuen Bahnlinie Löwenberg—Siegwsdorf, durch welche das trarrmverlorene schlesische Städtchen Naumbuvg am Queis mit der Außenwelt in etwas nähere Berührung gekommen ist, hatte der dortige Bürgermeister wahrscheinlich von höherer Stelle den Auftrag erhalten, solche um die Eisenbahn verdiente Mitbürger namhaft $n machen, welche etwa „Kreuz-schnrerzen" haben. Und da ist er wohl in Verlegenheit geraten, denn er setzte sich hin und erließ eine Bekanntmachung folgenden Inhalts: Anträge auf Ordensverleihungen und sonstige Allerhöchste Gn adenerwetsungen ans Anlaß würdiger Ereigniffe wie Jubiläen und bergt, ersuchen wir bis zum 15. Sept. d. I. bet und anzubringen. Nanmburg am Queis, den 1. September 1904. Dte Polizeiverwaltung. Knebe l." — Die „Pol. Nachr." melden, baß die Nachrichten, nach welchen dem Reichstage eine Vorlage betr. den zehn- kündigen Maximalarbeitstag zugehen tverde, auf Kombination beruhen. Anch die Einbringung einer langjährig vorbereiteten, um fastenden K'rank'enversicherttngs-No- velle sei zweifelhaft. — In den süddeutschen Handwerker- und Gewerbevercinigungeu herrscht von jeher ein liberalerer Zng als in den z-ünftterlscherr Handtverferorgani- sationen des Ostens. Das haben auch jetzt wieder die Straßburger Verhandlungen des Verbandes elsaß- lothringischer Gewerbe- und Handwerckervereinigungen, die mit der Hauptversammlung des VerbavdeÄ deutscher Gewerbevereine kombiniert waren, gezeigt. In der Begrüßungsansprache trat der Präsident beS* Verbandes, Reg.- Rat Noack-Darmstadt, mit warmen Worten dafür ein, daß das Handwerk in der frischen Lebenslust freier Gewerbetätigkeit zusammenstehen und eine Politik des Maßhaltens wie bisher verfolgen möge. Der ganze große Verband solle eine Macht des Friedens sein, sich aber nicht unterkriegen lassen, sondern bleiben ein Kulturmittel zur freiheitlichen urch^ fortschrittlichen Entwickelung von Handwerk und Ge-< werbe. In ähnlichem Sinne sprachen Vertreter der Ge-^ Werbevereine von Baden, Württemberg und der Pfalz. Auf denselben Ton war die Rede des Unterstaatssekretärs für Elsaß-Lothringen v. Schraut gestimmt. Er bedauerte, daß das Handwerk vielfach alle Hilfe vom Staate erwarte. Der^ Staat solle alles machen und regeln und jeden zu frieden stellen. Aber auch dieses Extrem^könne nicht bestehen. Die Ansicht, daß der Staat nicht zu viel Topfgucker ei treiben solle, nehme In steigendem Maße breche sich die Meinung Bahn, daß alles darauf anfomme>. frei von Prinzipien- und Systemreiterei praktisch Ä handeln, das unter den gegebenen Verhältnissen zunäcW Erreichbare durchtzuführen, offenbar Mißstände zu beseitigen und reif gewordene Reformen zur Ausführung zu bringen. Gr e vesmühlen, 15. Sept. Der heutige Manöver- t a g war durch die Mitwirkung der Schilachiftotte sehr interessant Der Kaiser als Führer der roten Partei bead- )ichtigte, auf Berlin zu marschieren, doch wurde er von der Garbe angegriffen. Die Garde beabsichtigte wohl, den linken Flügel anzngreifen, stieß aber in der Nahe von Hoikendorf-Wanderow auf eine so starke ’Hüx tillerie-Position der Kaiser-Partei, daß dieser Versuch schon als gescheitert gelten mußte. Die rote Kavalleriedivision attackierte sodann den rechten Flügel der blauen Partei und brachte die Bewegung der Garde zum Stehen. Als dann der Kaiser selbst mit aller Wucht seine Truppen gegen das Zentrum der Garde zum Sturm führte und es durchbrach, war der Tag entschieden. Tie Manöver nahmen heute ihr Ende. Posen, 14. Sept. Ein Deutscher Pfarrertag ist gestern hier zusammen getreten. Fast alle Vereine des Verbandes haben ihre ,Vertreter entsandt, sodaß fast sämtliche deutsche Provinzen vertreten sind. NackMttags um 3 Uhr fand zunächst eine Sitzung des engeren Ausschusses und um 4 Uhr eine solche des erweiterten Vorstandess statt. Um 7 Uhr tagte der Verein „Deutsches Pfarrerblatp^ und um 8 Uhr die Kommission des Blattes „Deutscher: Pfarrerverein". In dieser wurde beschlossen, den „Pfarrer- Verein" reicher auszugestalten und zu einer Kirchenzeitung zu erweitern mit monatlicher Rundschau über alle wichtigeren Vorgänge auf kirchlichem Gebiete. 'Abends um 9 Uhr sand eine freie Versammlung statt. Kolonialpost. Siduey, 15. Sept. Die Behauptung, daß die Missio-- n ar e in Neu-Guinecr^hie Eing eborenen durch Prügel^ gereizt hätten, erklärt der Provinzial Linckells für eine Verleumdung. Hamburg, 15. Sept. .Der Händler Groeneve ld aus Keetmonshoop, dessen Affäre großes Aufsehen erregte, ist hier eingetroffen. ,Er schilderte die Stimmung in Südwestafrika als sehr erregt und gibt der Befürchtung AuÄ>ruck, daß neue Aufstände der Bondelzwarts und Ovambos bevorstände n. Antwerpen, 15. Sept. Heute mittag ist die zur Unter* suchung über die in englischen Berichten erwähnten Greuel- taten eingesetzte Kommission nach dem Kongostaate a^e- gangen. Ausland. Amsterdam, 15. Sept Das „Handelsblad" meldet aus Batavia: Ein Sergeant und zwei Gemeine wurden unter der Anschuldigung verhaftet, Landesverteidigungspläne an eine fremde Macht verkauft zu faben. Rom, 15. Sept. Die Regierung besckstoß, die Zahl der Armeekorps von 12 auf.10 he ra b z u s e tz e n. Die hierdurch erzielte Ersparnis soll zur Vergrößerung 'der Flotte Verwendung finden. Venedig, 15. Sept. Die'^Präfcktur stellt eifrige Nachforschungen itotb einem gewissen Umberto Nonicini an. Dersellie ist zwar östreichischer Untertan, aber italienischer Mstammung. Ersteht unter dem Verdacht der Spionage und soll insbesoirdere des öfteren nach Pola gereist sein, um den östrüchischen Behörden Informationen zu übermitteln, welche er in Venedig cingc$ogen hatte. Zürich, 15. Sept Der internationale Kongreß zur Be-, kämpfung des Mädchenhandels würbe heute hier eröffnet. . . K rat au , 15. Sept. Wie der „Eza^ au5 Petersburg meldet, begibt sich der Zar demnächst n a ch S ki c r n i e wi c e, wo eine mit Kaiser Wilhelm stattfinden [oft Urspningnch sei auch eine Begegnuna mit Kaiser Franz Josep in Aussicht genommen gewesen, doch sei der Plan fallen gelassen worden, da Kaiser Franz Josef sich wegen seines Iwben Mtcrs einer Anslandsreisc nicht mehr unterziehen wolle. Das Blatt fügt feiner Meldung hinzu, daß man der Entrevne des Zaren mit Kaiser Wilhelm in Petcr-sburg große pol i Hiebe D c- Deutung beimesse. (Dieft Nachricht ist 'bisher unbestätigt D. Red.) Petersburg, 15. Sept. Graf Lamsdorff gab in einer längeren Besprechung, die Prinz Georg von Griechenland mit ihm hatte die Erkläinng ab, daß trotz allen Wohlwollens, welckn-s ber Zar dem Prinzen entgegenbringe. Rolland derzeit die Bestrebungen der K r e t e n f e r lwtresftnd 91 n s ch f n ß an Griechenland nicht unterstützen könne. H e l sing s o r s , 1 > < ept. In der U n i v c r \ i tä t ereignete sich am Dienstag bei der Feierlichkeit zur Eröffnung des Se- 93tut für Glauben, Zaren und Vaterland zu vergießen. Belästigung fremder Schiffe. zunehmen. — Der Bauaufseher-ASpirant Zeiß au« Griedel wurde zum Hochbauauffeher ernannt. — Der Stemrkommiffär 20.—23. September in Laubach. E. Falschmünzer und Diebe. Wegen DerdackM, falsche Zweimarkstücke cmgesertigt und ui Verehr gebracht zu haben, wurde heute vormittag ein hier wohnhafter Bildhauer verhaftet. — In der Nacht vom 14. aus 15. l. M. wurde in einem Hause der Grednerstcaße in dre Speisekammer des unteren Stores von unbekannten Dieben einge stiegen und daraus verschiedene Eßwaren sowie ein Rock gestohlen. •* Eine Hochstaplerin, die von Hannover aus verfolgt wird, wurde, wie wir hören, hier verhaftet. Die junge, sehr elegant gekleidete Dame hatte sich einen adligen Namen beigelegt. — Sturz vom Pferde. Bei dem Brigademanöver der 50. Brigade stürzte ein Artillerist der 25 er-Dannstadt vom Geschütz und wurde überfahren. Er mußte alsbald ms Lazarett zu Gießen überbracht werden, da er schwere Der- Ärmer den englischen Dam pfer ,.Trel,enbert" in der NLhe von Gibraltar an: auch hier wurde nach Prüfung der Papiere der Dampfer freigegeben. Ariegsloutrebaude. 18.—20. September ostwärts bis in den Kreis Gießen, die 21. Division nach dem Kreise Lauterbach. Der Divisionskommandeur der 25. (hessischen) Division, Gen.-Lt. Frhr. v. Gall, wird zeitweise in Groß-Felda und Burg-Gemünden, der Kommandeur der 21. Division in AdolfSeck bei Fulda London, 15. S dar bue dxntwdr Regierung eine Spezialaesandtschast er- rmt Japan und Rutzland wesen Zurückgabe der 'TP/m tfi^r.rrr* uw^rhand^ln 10ft Die vermieten Attaches London, 15. Sept. (Reuter Der russische Kreuzer „Tete?" hielt am 6. ds. den englischen Dampfer „M a r - a it Groedel" an. Nack Prüfung der Papiere wurde dem Dammer weiterzufahren gestattet. , Am 12. ds. hielt derselbe Ans de« äußersten Norden. Petersburg, 15. Sept. Ein Telegramm des General- ibfu tonten Alexejew vom 14. September übermittelt dem Kaiser wlgenpe Meldung des Kommandanten der K o m m a-n - unb Cuver v ille in den Händen chinesischer Piraten seien. Die Nachforschungen werden in dieser Richtung fortgesetzt. Das angebliche dentsch-rnffische Abkommen. Die „Köln. Ztg." erklärt die Angaben ber „Times" über das Vorhandensein eines in Nordeimey vereinbarten, formell aixwschlofsemm Wtommens zwischen Rußland und Deutschland als in allen Teilen frei erfunden. Bei der l-entigen Sachlage, fdnribt das Blatt weiter, und bei der Ungewißhi'it, wie sich der rulWvtotNuildw Streit weiter entwickeln wird, wäre eS geradezu abenteuerlich, schon jetzt Pereinbarungen für den Friedensschluß zu treffen. DaS' ist so selbstverständlich, das; man es gar nickU auszuspreck>en brauchte, aber leider muß man türm er noch mit dem Umstände reckmen. daß die AuSstreu- nngen der „Tinn’S", die in erster Linie auf Japan berechnet sind und dort Mißtrauen gegen'Deu tschland erwecken sollen, eine unverdiente Beachtung finden können. lffnzugr kommen, und einige andere Krmikheiisfällc geltem alS typhnsverdächtig. Kleine Mitteilungen o u S Hessen und den Nachbarstaaten. Kreisschulinspektor-BackeS in Schotten- wird in gleicher Eigenschaft nach Oppenheim versetzt. — Der in ErbeS-BüdeSheim durch seinen Schwiegervater verletzte Baron v. Leugerke ist nicht lebensgefährlich verletzt. Aus Stadt und Sand. Gießen, den 16. September 1904. - Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den vortragenden Rat bei dem Ministerium der Finanzen, Abteilung für Forst- und Cameralvcrwaltung, Geheimen Obersinanzrat Po sein er aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treu und ersprießlich ge- leisteten Dienste in den Ruhestand versetzt und ihm das Komturkreuz 2. Klaffe des Verdienstordens Philipps deS Großmütigen verliehen. — Der Forstmeister Stork zu Groß- Umstadt wurde in die Oberförsterei Münster mit dem Wohnsitz zu Dieburg versetzt. — Der etatmäßige Bauinspektor Haag zu Friedberg wurde beauftragt, auch fernerhin die Versetzung der Stelle des Vorstandes deS Hochbauamts Friedberg wahr- sie auf i/ß zurück. Tie Kinder sind vornehmlich durch die ansteckenden Krank- beiten gefährdet, und speziell die Säuglinge durch die sogenannten Sommevdiarrböen, die Magen- und Tcrrmkatarrhe, deshalb haben wir für die anliegende Tabelle die betreffenden Todesfälle aus- gc zogen. , Auch hierbei sieht man in den einzelnen Jahrgängen dre Zahlen sehr verschieden hoch, je nachdem eine bestimmte Kinderkrankheit in gefährlichem Grade oder gutartig und in geringerer Verbreitung aufgetreten war. — Tie einzige für uns in Betrag kommende Jnfektwnskrank- bejt, deren Auftretm und Ausbreitung auf dem Vege der Trinkwasserbrunnen mit dem Untergrund der >L»tadt und seiner Umwälzung in Verbindung gebracht werden könnte, nämlich der Unterleibstvplms, ist in dem letzten Jahrzehnt in Giesen nur vereinzelt zur Beobachtung gekommen und hat z. B. jm verffoffenen Jahre trotz der Kanalisationsarbeiten in den engsten städtischn Quartieren keinen Todesfall bei zwei Erkrankungen gebracht, weil die Einwohnerschaft, wie wir in einer früheren Veröffentlichung erklärt haben, durch Benutzung des Queckborner Quellwassers gegen eine Infektion durch OirundUwsser geschützt ist. Die anderen Infektionskrankheiten haften, wie wir aus neunjährigen statistischen Aufzeichnungen für die Stadt Gießen beweisen können (— auch ohne Wohnungs-' desinfektion —), in den Häusern nicht fü r lang-ere Dauer, viel weniger im Untergrund und Grundwasser, sie werden vielmehr einzig und allein von Person zu Person direkt oder indirekt (Krankenbesuche, übertragen. Von ihnen beeinflußt die Diphtherie seit dem Jahre 1895 die Kmdersterblicbkeit nur noch in sehr geringem Grade, bösartiges Auftreten von Keuchhusten aber und von M afern taffen die Kindersterblichkeit mitunter bedeutend in dre Höbe schwellen. wie an den Jahrgängen 1896, 1897 und 1900 zu er* ^^Die Zahl der Todesfälle an T ar m kr an kh e i t e n läßt sich mit Sicherheit nicht feststellen, es gehören nach unserer Sy iahrung in diese Gruppe nod) recht viele Kinbcr, toelcbc unter her Diamwse: Atrophie, Blutarmut, Abzehrung, Krampfe Mw. zu Grunde gehen; desl-alb ist diese Zahl in ben nen Jahren auch sehr wechselnd, und die vorjährige Zahl 35 ist nahezu sckvn in den Jalwen 1893 und 1898 erreicht worden, als Gießen nur 22100 rcsp. 21100 Einwohner zählte. Was mm die Sterblichkeit im laufenden Jahre an* langt, so sind bis Ende August, b U in 8 Monaten 246 em- heimische Personen (mit 13,4°/«,) gestorben, davon 74 Kmbcr im ersten Lebensjahre, und es wird die Gei amtster blrchker t des Jabres nach unserer Satzung die des DvnabreS nur entsprechend dem jährlichen EinwohnerzuwachS von 500—600 Personen überschreiten. . , . .. » « An Infektionskrankheiten find bt8 letzt 14 gestorben, darunter allein an Keuckchüsten 10 Tie einzig»’ bis jetzt vorgekommene Erkrontung an Lvppus ist nicht in Girk-n, sondern in Bnd ®n5 rromnert twrrben TannTütanb sind bi? KRt 21 fiwbcr gckmbcn, rm‘ Gleich der kühleren Juhr^zeit hört ersnhrunysgrmab drc Gcsahrlrchkett der Krankheit für das Leben fast gänzlich Kriegskontrebande zu betrachten macht und Fettet herauSgegeben, auf dem ein Gegenkandldat nn» m beschlaan-hmen lind L- wurde mttchieden, daß an Pri- itQnb unb 'bic (^qCnpartci hatte zwei Kandidaten auf ihren ÄÄX‘li’Ä fi*i üeseht, die von der andcren Sc.te a.hgcste-tt warew —Garen, deren er sich bemächtigt, direkt ober Das Resultat war, baß die Fortschrlttter außer dem Brauerei tnfrtjrfi' für ben Feind bestimmt sind. öcsitzer Me lchior, der mit ber höchsten Stimmenzahl imeber- (qina interöenitrt? gewählt ist, nur ben Werkmeister Dern (mit zweithöchster /cacy aus Peking eingetroffeneu Meld- Sijmmenzahl) burchbrachten. Nur mit wenigen Stimmen ------- — Mehrheit ging Mebizinalrat Dr. Vogt nebst Anhang burch. Lauterbach, 15. Sept. Zu den seither festgestelltcn wmamee IE r kr a n k u n g s f ä l l e n an u n t e r l e t b s N) pH u s r V (T xvixa lierrscht bis jetzt diel^auch Nervensieber. Schsleimfieber, Bieber ge- t & GrlLe^imb'nannt) sind, so schreibt der L", mit drer ii^e Kanalisation and Gksimdheitsverhältnisse in Kikßkn. Gießen, 15. Sept. Tas in der gestrigen Stadtverordueteitsitzung (siehe Bericht!) erwähnte Gutachten des jitreisgeisundheitsanttes Gießen an bie Bürgermeisterei Gießen in Sachen der von unferm Blatt kürzlicl> gebrachten Notiz über die Sterblichkeit in Gießen lautet wörtlich: Auf Ihre gefällige Anfrage, ob es richtig sei. daß in hiesiger Stadt die SterbliclcheitSziffer, insbes.bei den Kindern, in letzter! Zeit lvosentlich lwher geworden ist, unb ob eventuell die mit; der Kanalisationsarbeit verbundenen Straßenaicfbrüche die^ Ur-- sack'-e dieser erhöhten Sterblichkeit sein können, teilen rotr ^hnen Folgendes ergebend mit: . Wie aus nachstehender Tabelle über bie Sterblichkeit ber in Gießen ansässigen Bevölkerung auS den letzten zwölf Jahren ersehen tpeeben kann, hält sich die Zabl der TodeSsälle auf 1000 Einwohner im Jahre seit 1894 ziemlich gleichmäßig auf runb 13°%, einer sehr günstigen Zahl. Tie Sterblichkeit der Kinder im ersten Lebensiahre ist sehr wechselnd, und bic Zahl dieser Sterbefälle beträgt immer Vs bis i't der Todesfälle im Ganzen, nur einmal im Jahre 1902 ging Ohne Belästigung durch übele Gkrütfe ck .es bet den Gic^mr RKoaiierverlMmsfen nick« wöglub »n kanalineren; wir MÜM» und wollen annebmen, dast entttnechend unserer wted-rh-lt-N Empfehlung an Grofch. Bürgermeiltern die Maßmrbmen gegen das Stagnieren faulender Wässer — soweit es tunlich war ^^Na!b ^r§ckÄnd^ entbehrt die Befiirchtung eiiie» na»- teiliaen Einslustes der KanalisationSarl^en auf. ^-rb lichkeit der Stadt dis jetzt einer genügend^ Degnmdung.^ ♦ Von der einheimischen Bevölkerung ber Stabt Gießen sind gestorben: _______ Quartier beziehen. Die 50. Brigade liegt am 16. September in ber Gegend Mücke, Groß-Felda, Ruppertenrod, Merlau und Ober-Ohmen, am 17. unb 18. September in Homberg, Nieder-Okunen unb Burg-Gemünben. Die Gefechte werben im Ohm- und Feldatal stattfinden. Vorposten-BuvackS be- xuiici iviyimn. iJwtviMnj ------------—, ziehen am 16. September von ber 50. Brigade je ein dor-Jnseln, Gribnitzll, ber in bie nördlichen ^^den^ Bataillon 117er unb 118er, bie Unteroffizierschule zu Biebnch Küftengdner* zur Herbeijchaffung von D^lMtabkvmman^ert I eine ^fabron 24er Dragoner bei Ermenrod unb Groß- Z' Äi3,,lch'ru^uT^?h|\^6^ Frldv. von der 49. -Bngab, L SataiHun "6-r 2 Bnchillon nern be'etzt. Die Sthooner suchten hauptsächlich d^e Biber-l itzgxr unb eine Schwabron 23er Dragoner m ber Nahe von folonten $u erreichen. Zwei von diesen Schiffen warenIRuppertenrod. Die 115er beziehen am 16. b. M. in Stock- Damvfer und hatten Kanonen Bord Bei der Mvehr der ^ufen, Groß-Eichen, Freienseen, bie 163er 1. Bataillon m W Ää/rfflwÄ1 5 8*» «m >«. SW.K. S,°d d„ 3 Augu'^ fünf sapanische Fischerboote verbrenntl^g. Infanterie-Brigade in Ruppertenrod, der oO. Brigade m und deren Befatzu-ng getötet. Im Juni alten Sti^n a h- (Aroß-Fel da. — Der Großherzog ist in Romrod ab- men die Javaner unter Führung eines Marmwfsi»iers . Marstall mit 21 Pferden traf am 14. b. M. »sä isiÄ ÄSi«. plünderren ferner Javino aus, hinten die i a n a - bc3 18. ZlrmeekorpS Ruhetag. Die hessische ^lviswu hat sich nische Flagge auf einer Kapelle, sckluqen eine Proklamation^ an, in der die Vereinigung mit Japan ausgesprochen! war , unb bie Tröstung enthielt, baß jeber, ber fie abreine, ge-1 tötet würde. ,Sie forderten die Einwohner auf, nch F^ban zu! tmtettnerfen und erklärten ihr Protektorat. -t=er 11 n t etfl offizier Sapa fv tnikow sammelte eine Freiwilllgen-At»- teilunq von 120 Mann aus Reservisten ber Kamtschatka-Kosaken nm sich, lockte burch List einen.japanischen Offizier und ben Doktor nach Javino unb n a hm ft e gefangen. Am 29 Juli überfiel er £ f e r n a 1 a , wobei 17 Japaner getötet wurden', auf unserer Leite wurden! fünf Manu verwundet, von denen ein Schwerverwunbetet gestorben ist. Von der Ostküste Kamtschatkas ist bis jetzt nur bekannt, daß bet ?f einb Ufa ausgeplündert hat. Gribnitzki follte aus Ockotsk nach Javino, Bolscherezk unb Figil gehen, sowohl um diese Ort- zu verproviantieren, als auch um ihnen Hilfe zu leisten. Vie Gribnitzki bezeugt, ist Kamtschatka beim ersten Aufruf der Ostriakeit ben alten Traditionen treu a-blieben unb hat zu den Waffen gegriffen, bereit, sein Petersburg, 15. Sept. Wie Stattbakler A1 e x e j c w pem Kaiser unter dem 14. September meldet, sind von Oxmmil Stössel mehrere Berichte eingegangen. Der erste Bericht vorn 31. August besagt: Nach den Aussagett vou Echtnesm baknm die Ia p a n e r d e n S a m s o n b e r g st a r T besestigt unb vor dem Beriw Minen gelegt. Bcff Port urtbur befestigten sie die Stellmtg ebenfalls stark und stellen nachts neue Batterien auf. In der Tcche-Bucht ftschen sie Beinen. Unseren Truppen wurden Proklamationen mgeworfen, die den Rat enthielten, sich zu ergeben. Stössel siebt Hierin ein Eingeständnis des Feindes, daß feine Aftionen erfolglos sind. Die freudige Nack>- ridxt von der Geburt des Gro ß fürsten-Tbr on- folgers AlexiS Nikolajewitsch wurde von der ganzen Amrifmi mit unbefckr^’iblichcr Begeistenmg ausgenommen In der Ernennung Stössels zum Gerreraladjutauten und des Obersten teurenow zunt Flügeladjutanten des Kaisers erblntt die Garnison ein Zeickvn kaiserlicher Huld für bic Verteidiger der Festung. Ein weiterer Vericktt vom 3. Scp- tetnber besagt: Der Feind verstärkt seine Stellung gegenüber der Westfront der Festung. Die Beschießung der Forts, der inneren Festung und deS £?ofens dauert fo-rt Ln 2. September abends und _______ o nn Verlaufe der Nacht wurden in die Stadt Q c g e n SteuerkommiffariatS Schotten, Krieg k, wurde in gleicher 2 50 Bomben geworfen. Das feindliche Geschwader ftätt l^nftcigcnfdiflft in da« Steuerkommiffariat Ober-JngelHeim sich ständig in Gesichtsweite der Festung. versetzt, dem Ctemrkommiffär Schwarz,' zurzeit in WormS, London. 15. Setz Ans Tswifu wrrb gemeldet: Sui Steuerkommiffariat Schotten vom 1. Oktober 1904 «n 10. September vom Liaottschau-Vorgebrrge abgegangener Gbid Jüur.^ ™ ^reuerrommiua^r wert bendrer, daß der an jenem Tage erwartete öturm auf ab übertragen. — Der FmanzaSpnant Map aus rotz Von Arthur nicht stattsand. Die ruffischen Soldaten leben üou flimmern wurde zum Assistenten der Bergwerkvdtrektton Grube Scbwa rzbr’vt, sehr selten bekommen sie u p ve. i OudwigSdoffnung ernannt. Fleisch wird für die böcksten Offiztere reserviert. Dn - Sonderzug deS GroßherzogS. Entsprechend S unscrrr früberen M-ldun-, pofikdc geftem na^mittag 4 V, täler nr.b über' 40 Feldlazarette. Am 9. b. M. sielen einige Uhr bie Station Gießen bet Sonderzug Sr. Kon,gl. Vohelt Granaten in dir Stadt, eine Kirche wurde getroffen und ei» M GroßherzogS von Hessen auf der Fahrt nach Zell be- Ehmefe getötet. . aiebunnSro. Schloß Romrod, wohin bis ans weiteres das Ä’Ä« XÄ* ,m Gtitenbcr, daS russische Konsulat habe von "Dom ManSv-r deS 18. ArmkekorpS. Am dem ersten Vertreter deS Roten Kreuzes in Port Arthur, 15. September haben die Regnnenter nach den dreitägigen Balachow, eine Mitteilung empfangen, in welcher er es Brigademanövern einen Ruhetag und am 16. d. M. nehmen bitte, der" Oesfenttichkeit Kenntnis von dem empörenden Gefechte innerhalb der Division ihren Anfang; sie dauern Verfahren der Japaner zu geben, die auf ba5 bi§ 20. September. Die 49. Brigade (115, 116, 168) Personal des Roten Kreuzes schossen, . <^*6 manöomcrt von Schotten—Laubach aus gegen die 50. Bri- wenn die Fahne des Roten Kreuzes aufgepflanzt KJ- .Q^c (H7Cr 118er), die von Alsfeld und Romrod kommt, txf Deranundet- zusaurrnrntrag^ Vrel e M r t - » Bngadc (87er und 88er) manöteriert zwischen Neu- Lwedc umsomehr Erbitterung, als die Japaner selbst auf gade (80er, 81er, 166er\ Die 25. Dimnon rückt vom den Schlachtfeldern Briefe zurückließen mit der Ditte an die russischen Behörden, die unter den russischen Forts getöteten Japaner zu beerdigen. Nagasaki, 15. Sept. (Reuter.) Ein englisches, Segelschiff, vermutlich die ,^ueia", stieß bei Port Arthur auf eine Mine7 nur eine Person wurde gerettet Man nimmt an, daß das Schiff die Blockade brechen wollte. mrftrrtt än Zwffcdenfall Zwei Sttldenten verlasen nach Beenbig- \iTtvt 'Kcbe bt\< Rtckwrs trotz des Verbotes des letzterer' in sinisckxr unb schmediscder Sprach- einen Protest gegen die Ausweisung mehrer er Universitätslehrer aus Finland. Der Rektor imb ein Teil der Lehrer verließen den Stnr! )nilmmb andere Lehrer und bei- grösNe Teil der Studenten bak’M nerlüirben ff^nn die beiden Studenten wird auf dem Dj^zipsinanvege ttürgegnngnt iiHrbcn. Per -Ariefl jwitcken Japan «nd Kußlavd. AuS Port Arthur. 4 v» , , ej । -» 4?.. Ve, 5"er Äerzte", m dem dem Kreisarzt und Medizinalrat Dr. Bcin- hauer rn Höchst a. M Menschenfreundlichkeit ab- »gesprochen wurde, Weiler sich weigerte, d-aS erkra ukte Dienstmädchen eines ^Fabrikanten zu behandeln. Wie 7nöge sich der Arzt erst als Vertrauensarzt bei den .Höchster Farb- i verken benehmen, hieß es in dem betreffenden Arttkel. Verant- roortlich für ihn war der Redakteur OÄar Quint. Einen Ver- cgleich lehnte der Arzt ab. Aus der Beweisaufnahme ergibt sich, tZaß in dem einzolnm Fall der Kreisarzt sich geweigert hat, Nie Behandlung des Dieustmädchens zu übernehmen, in der Annahme, er würde daturch in die Tätigkeit des Hausarztes des, Fabrikanten cingreiefn. ,Er erklärte, daß er sich weigerte, die ' Treppen hinaufzuge >en und das Dienstmädchen zu behandeln. Lust, 1 aÄ hall: ich M gut." Er betonte dabei immer, daß dies Sache des Haus^ (tryteS fei Ans der Verhandlung ergab sich weiter, daß Mästzi- Evat Dr. Beinhauer int Irrtum war, als er annahm, daß der Fabrikant, der ihn für sein seiner Ansicht nach schwer erkranktes Dienstmädchen rufen ließ, schon einen Hausarzt habe. Wie andererseits wiw-ermu ent Irrtum bei dem Fabrikanten darin lag, daß dieser annahm, er müffe ein West des Kreisarztes haben, damit sem krankes' Dienstmädchen im Krankenhaus ausgenommen würde. Besonders hob der Medizinalrat noch hervor, daß es ganz in feinem Ermessen üege, zu behandeln, wen er. wolle. Wogegen der Angeklagte erklärte, er habe in dem Artikel nur von Mangel an Menschenfreundlichkeit, nicht aber von Michtw-Sstigkeit ge- sprach,en. Uebrigens hat sich noch ein Arzt geweigert, das Mädchen zu behandeln, sodaß es'erst am v ierteN Tag mr ch seiner Erkrankung in ärztliche Behandlung kam. Das Gericht kam zu der Ueberzeugung, daß der Angellagte im wesentlichen den Beweis 'der angetteten habe. Der Arzt hatte sich geweigert, zu dem Dienstmädchen zu gehen; auf das Motiv konnnt es nicht an. Infolgedessen war auf Grund des § 186 keine Verurteilung möglich, aber auch nicht auf Grund des § 185, da die Kritik nicht über das erlaubte Maß hinausging, und deshalb erfolgte F r e i s pr e ch> u n g. Kiel, 15. Sept. Das Marine-Kriegsgericht verurteilte den Oberleutnant Donner vom Schulschiff Mars .wegen Zweikampfs mit dem Rechtsanwalt Dr. Niemeyer-Essen zu drei Monaten Festungshaft. Es fand seinerzeit zwei- mallger Kngelwechsel mit glatten Pistolen statt. Das Duell verlief unblutig. Breslau, 15. Sept. Der Bezirks-Ausschuß verhandelte heute die Klage des ^Kronprinzen gegen den Kreis-Ausschuß zu Oels wegen der Heranziehung zu Kreisabgaben. Der Kronprinz soll für sein Oelser Lehensgut bei einem angenommenen Einkommen von 126800 Mark 500 Mark Steuern zahlen. Der Kronprinz hatte grundsätzlich in Abrede gestellt, zur Zahlung von Steuern verpflichtet zu sein, während der Kreis-Ausschuß behauptete, daß nur der Landesherr, nicht aber Mitglieder des königlichen Hauses Steuerfreiheit genießen. Der gleichen Ansicht war auch der Bezirksausschuß, der nach kurzer Beratung zu Gunsten des Kreisausschusses entschied. Der Kronprinz wurde also mit seiner Klage abgewiesen. Arbeiterbewegung. London, 15. Sept. Die streikenden Baumwoll- a r b e i t e r von Afbton imter Lyne terrorisieren den ganzen Distrikt von Ashton bis Odham. Man befürchtet, daß die Aufruhrakte verlesen werden und Militär mit Waffengewalt einschreiten muß. Als gestern abend ein Zug mit Richt-Gewerksvereinlern Parkbridge passierte, hielten ihn die wütenden Streiker an, bewarfen den Zug mit Steinen, zertrümmerten alle Scheiben, mißhandelten die Jnsaffen und warfen den Frauen Pfeffer ins Gesicht. Die Fabrikdirektoren wurden in Ashton verfolgt und mit Steinen beworfen. Große Polizeiverftärkungen wurden gestern abend noch herbeigezogen. Neueste Meldungen. Berlin, 16. Sept. In der Charlottenburge Gemeindeschule in der Dankelmannstraße ereignete sich, ein Unfall. In der Physrksinnde hantierte der Lehrer- mit einer Flasche, die Säure enthielt. Die Flasche explodierte und der Inhalt traf einen 11jährigen Schüler derart, daß er stark verbrannt wurde. Der Lehrer erlitt nur leichte Brandwunden an der Hand. Halle a. d. S., 16. Sept. Hier vergiftete sich der Student der Medizin Hellmuth, der Sohn eines' höheren Negierungsbeamten in Erfurt. Unglückliche Familien- verhältniffe sollen die Veranlassung zum Selbstmorde gewesen sein. London, 16. Sept. In Carlisle brannte das Theater ab. Der Schaden beträgt etwa 100000 Mk. Wien, 16. Sept. Lieber die Affäre der Prinzessin Luise verlautet hier, es sei in Paris ein im Auftrage des Prinzen Philipp abgefaßter Brief Dr. Bachrachs eingetroffen, der den Empfang der von Stimmer gesandten Vorschläge der. Vrinzessin bestättgt, der die Einwilligung dazu kund giebt, in Unterhandlungen zu treten. Gestern hatte der Kurator der, Prinzessin, Feistmantel, über die Vermittelungsvorschläge die erste Unterredung mit Dr. Bachrach. Hallifax, 16. Sept. Eine furchtbare Feuersbrunst ist hier ausgebrochen. Augenblicklich stehen 10 große Lagerhäuser in Flammen, ebenso die Geschästsgebäude verschiedener Schiffahrts-Gesellschaften. Der Schaden übersteigt bereits 11 Millionen Francs. Bombay, 16. Sept. Eine Expedition ist im Geheimen nach Persien abgegangen. Aehnlich der Expedition nach Tibet heißt es von ihr, daß sie einen rein wissenschaftlichen und handelspolitischen Charakter tragen soll und bezwecke, die Beziehungen zwischen Indien und dem südlichen und östlichen Persien besser zu gestalten. Andererseits verlautet jedoch, daß die Mission auch von politischer Tragweite sei. Aus diesem Grunde sei sie von einer starken Abteilung indischer Soldaten begleitet. Es liege auf der Hand, daß England den günsttgen Augenblick, wo Rußland mit Japan m Streit liege, dazu benutze, um den Einfluß der Russen im persischen Reich zu untergraben. St. Louis, 16. Sept. Der bisherige Ausstellungs» besuch beträgt 10 Millionen Köpfe. * ' ■ /. - V Kandel ttnb WerLeyr. Volkswirtschaft. Deutsche Petroleumiudu stri e. Vereinigten Deutschen Pettvleumwerke erzielen in letzter Zeit fortgesetzt steigende Auffchlüsse. ,Die Produktion der letzten drei Wcchen stieg von 74 auf 100 und dann auf 120 Faß pro Woche. Man nimmt an, daß man auf eine ergiebigere Ader stoßen wird. Türken lose. Von Paris aus wird wieder mehr Leben und Bewegung in das Türkenlosegeschäft zu bringen gesucht. Wahrend bisher bei Zeitkäufen die Aufgabe der Nummern nur in seltenen Fällen erfolgte, sodaß in der Regel die Verlosung^ chancen den Vermittlern, bezw. .dem alten Besitzer der Lose, nicht aber dem Käufer zu Gute kamen, soll ietzt unter den Mitgliedern der Pariser Kulisse (ein ähnlicher Weg dürfte vielleicht auch in Frankfurt a. M. eingeschlagen werden) eine Vereinbarung dahin versucht werden, daß künftig die Mitteilung der Nummern an den ZeitkSufen allgemein zu erfahren habe. Rumänische Petroleumindustrie. Die Petroleiim- gesellschast „Aurora" wird ihr Aktienkapital vermehren. Statutengemäß sind 6 Mill. Frcs. vorgesehen, von denen bis jetzt 3Vs Mill. Frcs. eingezahlt sind Nun soll das Gesellschasts- kapital vervollständigt und diese dann in bre Lage veiffetzt werden, ihrem Geschäft die durch die 'Verhältnisse gebotene größere Ausdehnung zu geben. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. 16. Sonntag nach Trinitatis, den 18. Septzember:, Hottesdienst. I« der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Letzte ChMenlehre für dieNeukonftrmrerten aus.der Matthäus- gemeinbe. Vormittags 91/« Uhr: Pfarrer Schwabe. Beichte unb heiliges Abendmahl für Matthäus- unb Markus- getnetnbe. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der JohanueSkirche. Vormfttags 8 Uhr: Siehe Stadtkirche. Vormittags 91/. Uhr: Professor D. E ck. Sonntag, abends 8 Uhr: Versammlung rmd Bibelbesprechwlg im Konftrmandenfaale der Johanrreskttche. Text: Eph. 3, 13—21. Katholische Gemeinde. Holttsdienst. Samstag, b en 17. September 1904. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur. hl. Beicht. Sonntag, den 18. Sevtemb er 1904. 17. Sonntag nach Pfingsten. Vormittags von 61/t Uhr an: Gelegen bett zur heil. Beicht. „ um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heil. Konmumion. w um 8 Uhr: Die zweite heilige Messe. „ um 91/a Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2^ Uhr: Sakramentakrsche Bruderschaftsanbacht. Montag abcnb‘61/? Uhr ist Jubiläums-Andacht mit Segen. Donnerstag vormrttag um 7 Uhr: Heilige Messe mit Segen. Israelitische Religiorrsgemeinde. Hottesdieuit ht der Synagoge (Südavkage). Samstag den 17. «September 1904: Vorabend 6.15 Uhr. Morgens 8.30 Uhr. Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 7.20 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 17. «September: Meist heiter, doch stellenweise Morgennebel, nacksts noch etwas kälter und stellenweise Nachtftost, tagsüber etwas wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterkatte. Bom Kriege. Dienling, 15. «Sept. Die Ereiauisse bei Liau- jang sind in der ausläTidssch-en Presse rn-eist unrichtig dargestellt worden. Das russische Heer ist in Wahrheit von Liaujang noch unbezwungen apmarschiert. Es hätte an deiden Punkten fetgar den «Sieg an fechten könnten, wenn alle Kräfte eingesetzt worden waren. Dies ist freilich nicht geschehen, und so konnten die Japaner das «Schlachtfeld behaupten. Der Abnrarsch Kuropatkins von Liaujang nach Osten ist urusterhaft eingeleitet und durchgeführt worden und hat Kuroki sogar in große Gefahr gebracht, aus der ihn nur die UebererBrng einer russischen Division des 5. KorpZ' und die dadurch erfolgte AbstandnahNre Kuropatkins von weiteren Angriffen gerettet haben Die Japaner haben nicht gewagt, die russische Stellung südlich von Mukden anzugreifen weil chre Verluste allzugroß waren. Sie nranovrieren jetzt scheinbar nach Osten, die Ebene vermeidende Die japanischen Verluste sind weit höher als offiziell zn- gestanden wird. Roch heute snrd die Leichen bei Liaujang nicht alle be erdigt. An 14000 russische Verwundete wurden nach Charbin gebracht. Die Kampfkraft des russischen Heeres' südlich! imfr östlich von Mukden ist aber unerschüttert, und so war Liaujang in Wahrheit kerne ' Entscheidungsschlacht. Petersburg, 16. Sept. Neber das Verhalten der Kosakendivision Samsonow in der Schlacht bei Liaujang wird gemeldet: General Kuropatkin sandte die sibirischen Kosaken am 31. August in einem Bestand voui 19 Sotnien mit 6 Geschützen nach den Kohlenbergwerk^ von Jentai mit dem Befehl, diese unb^in'gt zu besetzen, um dadurch die linke Flanke der Armee zu sichjern. General Samsonow erfüllte diesen Auftrag. Am 2. «September^ rückten die Japaner von der rechten Flanke die Berghohen heran, wo der russische Flügel bei den Bergwerken» stand, als ein ernster Artilleriekampf begann urid die^ russische Position stark beschoß. In diesem Stadium des> Kampfes bat General «Samsonow den General Orlow, mit seiner Kavallerie eine Attacke aufdie fapa- nische Infanterie zu. reiten, aber Orlow protestiert^ errergisch dir die Stärke des FeindeS noch nicht festgestcllt war. Es erwies sich später auch daß die Kavalleriedivision jedenfalls total vernichtet worden wäre. General Orlow mußte am nächsten Morgen Zurückkehren. Die Japaner drängten nach und nm jeden Preis mußte die linke russische" Flanke verteidigt werden. Das 7. sibirische Kosakenregiment sowie andere zur Verfügung stehende «Sotnien ellten vor/ um eine wichtige Hügelreihe zu besetzen. «Sie durchbrachen die japanische Schützen kette und hielten deren Vorrücken wirklich auf. Paris, 16. Sept. Das „Echo de Paris" berichtet aus^ Petersburg: In dem Marinerat unter dem Vorsitz deM Zaren wurde die Lage des baltischen Geschwaders besprochen. Auf Drangen des Zaren sollte das Gesckstmider o schnell wie möglüh, nach> dem Kriegsschauplatz abfahren/ Auf Einwendungen des Admirals Rostschttvendski wurde red och die Abfahrt verschoben auf einen günstigeren Mgeu- blick. Wie verlautet, soll das Geschwader nunmebr erst in fünf bis sechs Wochen Rußland verlassen. In Marinekreisen glaubt man, da Admiral Rostscht-. wenski nicht unbedenllübi erkrankt sei, er durch den ALmtral Dirilefs, den Befehlshaber von Kronstadt, er- etzt werden wird. Telephonischer Kursbericht Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anftaqeu bleiben unberücksichtigt.) K. 500. Nach den Bestimmungen des Bürgl. Ges. BucheS beburfen Minderjährige zum Abschlüsse von Verträgen der Einwilligung ober Genehmigung ihrer gesetzlichen Vertreter (Ettern). Nur bann ist ein solcher Vertrag wirksam. Ev. muß der 93er- käuser den gesetzlichen Vertreter zur Erklärung über die Genehmigung auffordern. Wird sie nicht innerhalb zwei Wochen erklärt, so gilt sie als verweigert. Der Verkäufer ist bis zur Genehmigung zum Widerrufe berechtigt und zwar bei Kenntnis der 9)Hnbcr- jährigkeit nur bann, wenn der Minderjährige die Eiirnnlligung des gesetzt. Vertreters behauptet bat. Wenn der Minderjährige indessen au6 seinem Taschengelde Zahlung leistet, so gilt der Kaufvertrag als von Anfang an wirksam. 3*/a% Reichtum leihe , «.JL02.25 3°/o do. ... 89.50 3*/,% Konsole . . . . 101.90 3°/o do......89.65 8%% Hessen .... 100.20 3*/, 96 Oberhessen . . . 98.70 4% Oesterr. Goldrente . . 101.75 % Oesierr. Silberrenio 100 25 4Sv Ungar. Geldrente . . 100.30 40/3 Italien. Rente . . . 104.10 4i/.J% Portugieser , . . 62.70 3°/« Portugiesen.....61.80 1 % C. Türken Türkonlose ... 182.00 4% Ürieoh. Monopol.-Aul. 17.90 4%% äussere Argontiner 44.40 | 3«Vo Mexikaner .... 28.30 -tt/gl/g Chinesen .... 90.20 EHcctrio. Sohuckert . . . 119.00 Nordd. Lloyd . . . . 106 90 Kreditaktien 205.30 D iskonto-Kommanu it. . . 191.90 Darmstädter Bank . . . 142.00 Dresdener Bank .... 154.80 Berliner Handels"®». . . 161.60 Oesterr. Staatsbahn . . . 137.80 Lombarden , . . . . 18.60 Ootthar.ibahn ..... 189.50 Laurahiltto...... 250.00 Bochum ....... 207.00 Harpenm-......214.80 Tendenz: lest. 6 Zimmer hv1*/. für Wicken. hv16/ Ein iiiiiitlilose ratroaen 4 Zimmer Anfang 4 Nhr. Miegelpsab 38 eine 4-^unmer- VI lüo^nunq hn 8. Stock per 6999 L Oktober 04. Näheres Fraiiksurlerstr. 62, II. 052'34 roo^u ergebend anlabcn die Wirte: Rofft noch 6941) 8-Zimmerwohnung mit ubebor zu vermieten. Zudeh. 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