■ÄtT Nt ^u?^Wv i. ^7 2^"** n '■!‘W??nÄU ?^T?men oute a e‘. । • Tttttu *»fc SLLL r-'^u ad.M^ '"" ' ^01^.2 1 t*.. v wädchen Z» "’v^bmen *A ■—L ”W 83. Sädchen ^-17 fahren in ariiitf):. Aädchen ■■'♦1t 6880 bfwr Btro^e l. ki c^uLt 67o0 irisrrtroe« 14 llBinttiit KM » >6r i fil, T^6t 2r tfirtl lk iriiUtx i. bir. i* errffiH 1« HffffHkjj’ k Ari er König erklärt foboirn, daß er sich zur Einführung allgemeiner Wahlen für den gesetzgebenden Rat in Transvaal ent- chlossen habe, schließlich heißt es in der Thronrede: Tie Verträge, welche zwischen der Regierung und der französischen Republik zur Lösung einer Reihe von Fragen, die die Interessen beider Länder und von anderen Teilen der Welt berühren, abgeschlossen worden sind, werden dadurch, daß sie die Bande der Freundschaft wesentlich verstärken, jetzt glücklich meine Untertanen und die französischen Bürger einander näher v^vyunut unmvui cmc vrr vvrr rurz nati)t oem bringen. Verträge bezüglich gewisser Kategorien von Schieds-1 Eheschlusse ldes russischen Kaiserpaares vielbesprochene und Deutschland ab- Wahrsagung erfüllt hat. Man erzählte sich damals rniUM-mm Spr ttinrp» __ es mag auch ber der Geburt der ersten Prinzessin gewesen sein — daß ein altes Ziaeunerweib der Kaiserin von Rußland prophezeit habe, sie werde in ihrer Ehe erst vier Töchtern und bann erst einem Sohne das Leben schenken. Auffallend ist immerhin, daß hier die Rechnung einmal gesttmmt hat. Doch jeder Vernünftige wird als den aus- gleichenden Faktor den Zufall bezeichnen. Der russische Kaiser erließ ein Manifest über die Thronfolgeordnung. In dem Falte des Ablebens des Kaisers vor der Mündigkeit des Thronfolgers soN das Oberhaupt des Staates, Großfürst Michael Mexandrowitsch sein und in diesem Falle die Vormundschaft der Kaiserin Alexandra Feodorowna anvertraut werden. , ^4- Jahrgang . Dienstag 1«. A>,«u» 1904 Die „Gießener LamlllenblStter" werden dem llif .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der NW ® S ET WM If |l( 3 OB U „hessisch* Landwirt" erscheint monatlich einmal. ▼ ▼ 8 ■ | > V'' V DA D H- Kie München, yie Berlin. Herr Hans Rosenhagen, früherer Handlungsgehilfe und jetziger Kunstrezensent des »Tag", gefällt sich seit ein paar Jahren in der üblen Pose, Berlin als ein deutsches Paris, als das Zentrum deutscher Kultur falsch zu stempeln. In dem täglichen charakter- und farblosen bunten Sammelsurium des Herrn August Scherl in Berlin wirft er »Tag* für »Tag^ Steine auf die Städte und Lande südlich vom Main und namentlich auf München. Kühn behauptet er immer aufs neue, Münchens Ruf als Kunststadt sei heute unbegründet, eß gehe als solche rapide zurück und sei ein klägliches Bierdor im Verhältnis zu der wunderbar aufblühenden Kunststad Berlin. Darauf wird ihm in der neuesten (33.) Nummer der Münchener „ftreiftatt* (Süddeutsche Wochenschrift für Politik, Litteratur und Kunst, Preis pro Heft 25 Pfg.) die gebührende Abfertigung zuteil. Die Schristleitung dieses vor- tlefstichen Blattes schreibt in einem offenen Briefe an Herrn Rosenhagen u. a. folgendes: Stadt zur Kunststadt mackst, sind zarte ^no tief siegende Tinge; daS ist einmal künstlerische Tradition, der Geist der Bevölkerung und die gesellsckwftliche Sitte; kommt noa) eine reiche, umgebende Natur, die Gegenwart hervorragender, 1 k ^Obbung beeinflussender Künstler, die Gunst des Staates 5?rJfcen'_ Wird eS die Stadt sogar ertragen können, wicht die Käufer der in ihr entstandenen Werke innerhalb ihrer ./Lauern zu l-aben. Es scheint uns doch, als wäre München immer wach in dieser glücklichen Lage. Man muß nur einmal al^ Kurlstler oder als künstlerisch empfind ndcr Mensch versucht haben, ®iabt Deutschlands zu leben, um zu wissen, MAchE" 5?t all seiner aus der „Gemütlichkeit" des baye- Untätigkeit der Regierung und der Rück- u "wigleit der politischen Bewegung sich ergebenden Schatten- enten bedeutet. Keme Stadt Deutschlands ist so reich an fünfl l°rMcr Begabung auf allen Gebieten als München. . ." Die „Freistatt^ hat zweifellos Recht, wenn sie kurz hcarauf fort fährt: Kunststadt und wird nie eine sein. ' ^f?aditionslose tzkpräge der Stadt, ihr kapitalistischer M(o Q?Lb!S verstandesmäßige Art ihrer Bttvohner werden aus Otybiiibcrn, daß das Leben dort einen anderen An- s * Mn! r n ä k redens nach grösstmöglichem Gewinn höfischen und gctellschastlichen Ehren. Berlin repräsentiert unb neubcittfaK. Geschickte, bie p-liliscke nnb noch ?*;■?, S8. 9rilffc k"ll<-nb- btc wirtschaftliche. Tasitr Men wir der 'r,in'.i; nber dak> sie baS Zentrum unserer deutschen stti'r darstelle und b'*r Mittelpunkt ihres künstlerischen Lebens , das^ müssen wrr uns gefälligst verbitten. Wilhelm Hol.a nier, der hessische Poet, auch ein tarbcdec der .Freistatt", hat in einem sehr hübschen hristchcn, betitelt /Die SiegeSallee" (Leipzig, Eugen Diederichs, 60 Pfg.), schon anno 1902 Berlin als Kunststadt so scharf als treffend gekennzeichnet und des Grobherzogs Ernst Ludwig Maeenatentiim in Darmstadt dem des preußischen Königs hell gegenüber gestellt. Doch da§ kleine Darmstadt steht, trotz seines feinsinnigen Fürsten Huld, doch immer gegen München im Schatten, daß heute mehr denn je an der Spitze der süddeutschen Lwuptstädte marschiert. Stuttgart war noch vor wenigen Jahrzehnten die Metropole des süddeutschen Buchhandels und durch die Deutsche Verlagsanstalt und die Union entsendet sie noch heute die beliebtesten deutschen Familwnblätter in die Welt, soweit die deutsche Zunge klingt. Doch die Stuttgarter belletristischem Journale haben, ebenso fast ausnahmslos die Berliner Familienzeitschriften, weder künstlerischen noch kulturellen Wert und Ehrgeiz. Schlecht und recht sind sie auf daS fade Unter» haltungsbedürfnis kleinbürgerlicher Familien zugeschnitten und unterstützen leidige Sensationslüsternheit. Die bayerische Hauptstadt dagegen, das einst so glücklich rückständige München, die Stadt nie endender KarnevalSsreuden, Bock» frühschoppen und Kellerfyste, hat in den letzten Jahren auch literarisch und jourttasistisch Stuttgart weit überflügelt. München ist die Geburtsstätte der besten satirischen Wochenschriften Deutschlands, der „Jugend" und des „Simplieissim us", die beide den alten ehrlichen „Kladderadatsch" in Berlin längst völlig an die Wand gedrückt haben, die in liberaler Opposition und kulturkämpferischer Schneidigkeit und Schärfe nirgends in Deutschland ihres gleichen haben, die illustrativ Künstler allerersten Ranges zu ständigen Mitürbeitern zählen. Die bälierische bayerische Derbheit wird freilich leider im „SimplicissimuS" absichtsvoll auf eine oft verstimmende Spitze getrieben. In München erscheint (bei Georg D. W. Call- wey) der ausgezeichnete „Kun st wart", der wie keine deutsche Zeitschrift unaltSgesetzt Hervorragendes leistet in der Vertiefung und Veredelung des Kunstgefühls, der mit merkwürdig sicherer Hand im weiten Gesilde der Kunstbetätigung vom Weizen die Spreu sondert und während seiner 17jähngen ersprrey- lichen Wirlsamkeit Unvergleichliches getan hat zur Hebung des Kunstverständnisses. Die neuen „Süd deut scheu Monatshes te" mrd namentlich die bereits oben er wähnte „Fr eista tt" vertreten politisch und künstlerisch einen ruhigen, besonnenen, wahrhaft liberalen, dem Pseudo Liberalismus der bayerischen Kammer heftig entfremdeten 'ortschrittlichen Stanndpunkt, der sich der Naumannschen Richtring so sehr nähert, daß beide den Begründer des Nativ nalsvzialismuü zu ihrem Mitarbeiter zählen. „Die Ku n ft", Monatshefte für freie und allgewandte Kunst (Ver- lagsanstalt F. Bruckmanu A.-G. in München, vierteljährlich I 6 Mk.), ist neben der altehrwürdigen und wahrhaft distinguierten, immer noch tonangebenden Leidiger Zeitschrift für bildende Ku n st" wohl die vornehmste und illustrationstechnisch am höchsten stehende künstlerische Monatsrevue Deutschlands die nur in der Darmstädter „Kunst un d Dekoration" in Bezug auf Förderung des Kunstgewerbes eine sehr hervorragende Rivalin besitzt. Hätte Berlin nicht deS oft paradoxen, aber immer geistvollen und weit- unb scharfsichtigen Harden in jedem ihrer Teile stets interessante und lesenswerte „Zukunft" und das in feiner Art einzige, ungemein umsichtige ^Literarische E ch o", so verdiente eS als Jvumalstadt neben München überhaupt nitch genannt zu werden, das selbst die deutsche Buchhändlermetropole, Leipzig, auch auf diesem Gebiete weit in den Schatten stellt, wo nur der Kunstverlag von E. A. Seemann daS Anrecht hat, neben oder richttger noch vor den großen Kunstanstalten Münchens genannt Ku weichen. So wird man denn wohl zu stimmen dem, waS die „Freistatt" sagt: Deutschlands Reichtum ist die Dezentralisation feiner Kultur. WaS alles vom ^or^>en kam, der Naturalismus auf der Bübne w'.d in der bildenden Shnift, zuletzt die mystischen Offenbarungen überreizter moderner Seelen und dazu eine Kritik, undeuffch, marktschreierisch, .alles zersetzend, — wir fühlen unS nicht ver- pflichtet, bewundernd icbc neue Leistung der Kunststadt Berlin anzunehinen. * _ ^eueste Nummer der Münck^ener Wochenschrift „Fr ei- statt (33) bnngt in der Politik äußerst interessante Artikel. Pan- taguel ^'handelt behand'lt bie „Bavaria felix" und spracht bie feste Lruvetticht aus auf die Bildung einer leistungsfähigen, liberal- demo kra tischensüddutl chen, speziell banenschcn Linken. H. Harener lettatt kelt unter der Standarteninschrift „Hibernia. der weiße öd' > über die Berstaatlichima der BerglverkSgesellschast Hwerma durch Preußen. Rens 'Prövot gibt einen sehr intet eyunten und gel-nltvollen Uel»crblick über die kircklick>c Reform oeloegung in Frankreich ünb die Haltung der Regierung. „Aus der Ar bc i terb e wegun g" veröffentlicht Jvdoeu- recht Inter- eyanteS. Lustig lesen sich ein paar fiibclhafte „Naturgeschichten" von dem Franzosen JuleS Renard. Dem uerfhubenen recken "stensänger W i l d e I m Jordan widmet Paul Wlttko einen Nachruf, lieber „Dekadenz" spnck>t in einem einpointierten Essay Emil Fr-», v. (^IbfattcL Tie Mozart eftspi ele in Münckien besprickn WÄter Riezler. Jedes Heft der „Freistatt" kostet 25 Pfg. ♦ Bern, 15. Ang. Unter dem Vorsitz des Professors Studer- Bern nmrbe der 6. internationale Z o o l o g e n k o n g r e \\ mit einer Ansprache des RegierungSrateS (M»nt Bern eröffnet AIS nächster Versammlung art im xvibrc 1907 wurde aus Ein ladttitg von anicnt mij1 r < eite Boston gen»äblt werden. ungen sehr, da die kohlen- und Eisendistrikte um Düsseleingetretene starke Wind, der die Obstbäume nicht immer vorteilhaft entlastet, legt diese Vermutung noch näher. schwer. Gröhe erschoß sich dann selbst. • London, 15. Aug. An der Südküste von Irland • Eifersuchtsdramen. Bei Lengerich in Hannover ermordete ein Unecht ein junge« Mädchen mit einem Rasiermesser. Da« Motiv zur Tat war Eifersucht. — In BreSlau tötete aus Eifersucht der Schuhmacher Kafka ? Fried berg, 16 Ar - des Oberhessisch ..... hige Nist- und Brutkästen Morgen _____ ausst--klungen in Friedberg und Düsseldorf berichtete P^of. eiLbelt-"riedberg Die Zahl der angemeldetcn Ausftelser nr ' erf.-m, aus dem Kreise Gicßem 40, Friedberg nur »5 Trof. Reichelt emvsiehlt die Beschickung der Ausstell- * Braunschweig, 15. Aug. Die Direktoren Heise und Sierke von der Hannoverschen Gummikamni-Eompagnie verunglückten bei Oderbrüct im Oberharz mit einem Automobil. Beide Herren und der Chauffeur sind schwer verletzt. Bei Schierke explodierte der Benzinbehälter eines anderen Automobils. Zwei Personen wurden schwer verlegt. • Kaiserslautern, 15. Aug. In dem hiesigen Restaurant und Casß .Zur weißen Laterne* unternahm der Steuermann Gröhe auS Mainz einen Mordversuch auf eine Kellnerin, indem er zwei Revolverschüsse auf diese abfeuerte. Dir Verletzungen der Kellnerin sind nicht die drei anderen schwer verlegt wurden. "Petersburg, 15. Aug. Wegen Ausbreitung der Cholera in Persien und Afghanistan wurde die kreuze gesperrt und die aus diesen Ländern kommenden Waren und sonst auch nicht so eilig hatten, sind ebenfalls auf, vereinzelt sogar schon die Roßkastanien. Die Abende, noch mehr aber Dcrmif ct)teS* die Rächte find bereits so frisch und kühl, daß gar bald in I „ 4_ ... n . .. brr ganzen Natur S-rbst.Sstimmung herrschen wird; der jetzt ' «"l.n 1° Aug Der mit dem Ferenc,q-Eme,üble 09 jefar I uu Reuen Königl. Opernhause gastierende Tenor-Busso J Adalbert Lieban ist gestern bei einer Ruderfahrt auf dem bei Grünheide belegenen Mollnsee auf noch nicht aufgeklärte Weise durch einen Schuß erheblich verletzt worden. • Primkenau, 15. Aug. Heute vormittag brach in dem Walde an der Bahnlinie zwischen Oberleschen und Arnladebrunn aus Bunzlauer Gebiet Feuer an8, daS sich auf daS dem Herzog Ernst Günther von SchlcSwig-Holstein gehörige Gebiet auSdehnte, desgleichen auf daS Reuvorwerker und Wolfersdorfer Revier. DaS Dorf Neuvorwerk ist vollständig niedergebrannt. Die Einwohner konnten nur da« nackte Leben retten. Alle- Dich und viel Wild ist in den Flammen umgekommen. Die Garnison von Glogau I unb die Sprottauer Garnison sind zur Hilfeleistung auf» geboten. Ansen. — RcchtS und links der Eisenbahn nennt fick eine socb'n bei Justus P'-rthes in Gotha erschienene 'Sammlung von Führern auf den Hauptbahnen deü Deutsch?» Reiches' 0 seh' zur leist',eil ast n Saint willkommen sein wird, br slM iy_ h us g als 1 non eilig empfundene Ciscnbabnsahrt in nnoene wu und bod, belehrender Weise verkürzen mochten. BeruckfiMii^n doch die alten Reisehmdbücher nur die Reiseziele der gropet Meng'' der Eisenbalnisahrer, dagegen nur nebenbei die Reisen' g . Hier sehen die ne um „Mä>tS- und linkS"-Führer ein, dtc a t Hungen, 15. Aug. Der hiesige Kriegerverein feierte gestern und heute sein Fahnenweihfest, verbunden mit dem dreißigjährigen Stiftungsfest. Etwa 25 Vereine nahmen an der Feier teil; die Stadt war aufs schönste geschmückt. Gestern vormittag wurden die Krieger- aräber geschmückt, woran sich Festgottesdienst schloß. Um 2Vr Uhr bewegte sich ein Festzug auf den Festplatz vor der Stadt, die Festrede hielt Dr Äiffert. Es sprachen bann noch Pfarrer Dekan Hainer und Generalleutnant v. Schmidt. Rach dem Festakte trugen die ^sangvereine mehrere Vater- landslieder vor. Die Festmusik wurde auSgeführt von der Kapelle des Kurhessischen Jäger-Bataillons Nr. 11 aus Marburg. Ter Juxplatz war sehr reich besetzt und das günstige^ Wetter hatte viele Festgäste herbeigelockt. Heute nachmittag fand Jugendfest statt; Volks- und Wettspiele boten reiche Wwechslung. — Die Jugend wurde reichlich beschenkt. § Schotten, 15. Aug. Die HoherodS köpf-Konferenz der Pfarrer fand heute hier statt. Superintendent Petersen-Darmstadt hielt einen Vortrag über „Griechische Erinnerungen". Die Konferenz war von Geistlichen aus ganz Oberhessen, besonders aus dem Dekanat Schotten stark besucht. — Auf dem „Re ipperts" bei Rainrod hat Jagdpächter KtoS aus Nidda ein Jagdhaus errichtet, von wo auS man eine herrliche Fernsicht bis in die Wetterau, Friedberg und dem Taunus genießt. Es ist dies eines der ersten Jagdhäuser im Vogelsberg. 15 Aug. Tie Hauptversammlung des Oberyessischen Obstb auvereins, Be- zirk Friedberg, sand gestern im Saalbau statt. An Stelle!.. , *'v*‘ 'v*‘# *we deS KreiSamtmanns p. Bechtold wurde Kreisamtmann pie& bet dem Felsen Fastnel der T a m p s e r^,Lou Darren , Werner zum Vorsitzenden gewählt: Herr Pfreimdtner, Assi- ber sich unterwegs nach ean Franzivko besä nd, nut dem ftent am hessischen Landwirtschaftsrat, referierte über den Dam pser ^Inverkip" zusammen, der von ^luflrnlicn und) „Mäusebazillus und seine Anwendung insbesondere auch QuanStowen bestimmt war. Ter letztere sank utsolge der gegen die DühtmauS. Eand. theol. und phtl Schuster spricht erlittenen Beschädigungen. Von der Besatztmg konnten nur über die „Berlepschschen Nistkustnt Der Vogelschutz liege I zwei Personen gerettet werden; 20 Mann ertranken, im Interesse der Lbstzüchter, und da die natürlichen Rist- • Paris, 15 Aug. Infolge Bruche« der BremS-Vor- g-l-^^iten immer s-ltemr: wüiben fo müsse man für I rld)tunfl rnnntc ei„ nnd) Trouvillc satzcendeS Automobil ,',''?r"hhTrn „nd liiffdborf b ritikt'c «rÄ'W" r,n tlnn8' wobei zwei der fünf Insass'N OCtötct und ** Bodenpolitik der Gemeinden. Die Bekämpfung der Bodenspekulation ist von jeder eines der wichtigsten Probleme gewesen, dessen Lösung eine gesunde Eut- wicklung deS Wohnungsbaues ennöglichen würde. Zii den Mitteln, die sich zur Bekämpfung der ungesunden Bodenspekulation eignen, gehört eine mite Bodenpolitik der Gemeinden In Würdigung dieser Tatsache hat sich der hessische Z e n t r a l v e r e i n für Errichtung billiger Wohnungen an die G meindevorskände mit einem Rundschreiben gewandt, in wclckrcm er die Auftner-ksam'eit der O^meinden auf die Bodensrage hinlenkt und Vorschläge zu einer praktischen Bodenpolitik der Gnneindcv macht. In dem Rundschreiben wird u. a. ausgeführt: Tie (hfnbning lehrt täglich, daß daSieniae OHärfbe in vielen Gemeinem welches für die Sivecfe der Bebauung in Betracht kommt ftcb in Nm Händen einiger Privativnonen ober gar gewerbsmäßiger Bodensvekulanten befindet, die enfweber Jber- haupl nicht geneigt sind, ihren Geländcbend veräußern, oder dafür -u N-’be Preise fordern. Namentlich bte Bobenspcku- Uticm ist die dncr Besierung ber WobnunMcrhältmNe Ihnbemb im Wege stehl: sie macht sich stldst m kleineren unb kleinen Gemeinden unangenehm bemerkbar unb nnbet ganz besonders hort ein ergiebige? Feld für ihre Dättgknt. wo —- wie z. B. in engen Flus'tälem oder in manchen Gebirgsgegenden — gutes Bauland überhaupt nur in begrenztem Umfange vorhanden ist. oder wo sich die EnM'icklnng der Gemeinden in einer rascheren Aufwärts'wegnng bef ndtt Tie Bod nspekulatton bemmt infolge chreS Strebens nach Erzielung möglichst hoher Bodenprei'' nicht nur die Bautätigkeit unb damit eine all(tc- meine Hebung bef Wohnungswesens, sondern sie kann auch im allgemeinen einer gesunden Entwickelung der betreffenden Gemeinden perbüngniSvoll werden. ent ich ibigcn. . • Wie Ernest Blum das Meer sah. In seinem ^Journal d'un Baudelliste" erzählt Eimcst Blum diesmal etwa- von Svmmertheatcrn und ihren Schicksalen und iveiß dabei eine amüsante Anekdote au- seiner Jugend einzu- slechten. „AIS ich noch bei allen möglichen Schmieren allerlei uitmöqlidK Rollen spielte, da lebte in ^mir eine große Sehnsucht ein Ideal beherrschte meine Träume, das weite Reich deS Ozeans einmal zu erblicken. Ein Kollege riet mir, mich bei einer Truppe engagieren zu lassen, die die Seebäder der Normandie bereiste, und empfahl mich an einen Direktor. „WaS spielen Sie denn", fragte der mich. „Alles", entgegnete ich, „mit Vorliebe aber Heldenväter. ,Lch war ein blutjunger, bartloser Bursche, hatte aber diese Rollen, die niemand recht mochte, übernehmen müssen und fani) schließlich ein grofced Vergnügen daran, mich vermöge eine- dicken BaucheS, den ich mir sehr geschickt anbrachte, möglick>st alt zu machen. Das höchste Lob, das mir eine Kritik spendete und daS mein grenzenloses Ent- I zücken erregte, war das, ich hätte ausgesehen wie „ein Notar, an dessen Ernbonpoint man schon merkt, daß er alt I mtrb." Der Direktor antwortete nach reiflichem lief»erregen: „Einen Heldenvater brauche ich nicht, die spielt mein Sohn, der 18 Jahre ist und viel älter aussieht als Sie; aber eine komische Alte muß ich haben; wollen Sie also die älteren Frauerrrollen bei mir spielen?" Ich muß gestehen, ich war etwa- perplex, nicht etwa, daß mich der Vorschlag erschreckte, wenn man Heldenväter spielt, warum soll mein sich dann nicht auch an Heldenmütter wagen? Doch ich war schon einmal in so einer Rolle furchtbar aus- gepsisfen worden. Ich wies also nach reiflicher Ueberlegung meinerseits diesen Antrag von mir, und nahm eine Stell« als Souffleur an, denn all mein Sehnen war auss wem Meer gerichtet. Ich sollte eine Gage von 2 F-rcs. für den Tag erhalten und die kostenfreie Reise 3. Klasse. r.om schon auf der zweiten Eisenbahnstation, als wir erst zweimal gespielt hatten, mußte sich die Truppe wegen schlechter Geschäfte auflösen Der Direktor blieb mir 4 Frcs. schuldig und ich mußte zu Fuß zurückmarsäneren, an den Ufern I der Seine entlang, die manchmal an den Schleusen sehr stark brauste und rauschte und einen recht stattlichen Eindruck machte. — So habe ich zum ersten Male das Meer gesehen. • Unter dem Namen „Gesellschaft znr Bc- lämpsung deS Straßenstaubeö" ist in München eine Vereinigung gegründet worden, welche den Zweck hat, alle Unternehmungen unb Versuche zu fördern, die dahin gehen, unter Anwendung geeigneter Mittel den Staub aus den Straßen zu beseitigen. Die Gcsellsd)ast will alle die zur Verwirklichung dieses Zweckes geeigneten Maßnahmen aniücnbcn, sei c5 durch Propaganda in Zusammenkünften, durch die Preße, Anstellung praktischer Versuche und deren Unterstützung, sei e8 durch direkte Vorstellungen unb evtl. Unterstützung der Öffcntlid)eii Behörden oder privaten Interessenten, um diesen daS Urteil zu erleichtern über die gegenwärtig existierenden BesvrengungSlnittel oder die Fortschritte, welche sich zur Ver- wirklidzung dieses Ziveckeö zeigen werden, sie zu beraten unb sie zu unterstützen bet diesbezüglichen Unternehmungen und insbesondere auch selber sich damit zii besasien, entweder durch Verid)terstattung ober eigene Versuche. Zu diesem Zwecke wird die Gesellschaft wissenschaftliche Versuche und praktische ' m größerem Maßstabe inS Leben rnsen und leiten. Feststellung von Bebauungsplänen darauf Bedacht, daß auch noch immer zu verspüren sind. daS ihr gehörige Gelände weinastrnS zum Teil für Be- g Ruppertenrod, 15. Aug. Dem hiesigen Kr ikger- VauungSzwecke aufgeschlossen ivin), so ist sie natnrgcmä6 D er ein wurde gestern die ihm vom Kaiser verliehene in der Lage, daS Angebot an Baulanv Zu vermehren^ Je -^ahn en schleife durch KrciSrat Tr. Melior überreicht. Von cinem Hefte hatte der Kriegerverein Abstand genommen, und sorglichen Gemeinde aus dem weiteren eirunde in mäßigen so vollzog sich he Feier im engen Nahmen deS Vereins- (Srtrntn halten, weil die Gemeinde ihr Gelände zu niedrigen lokal«. Mit cmciu bcgciftert aurgfuommenen Hoch aut den Preisen auSbietet und damit die übrigen Grundbesitzer Kaiser schloß KreiSrat Dr. Melior seine Ansprache bet lieber- nöttgt, auch in ihren PreiSfordeeungcn bescheiden zu bleiben,! reichung der Fahnenschleise. Den weiteren Verlaiif ber wenn sie Käufer für ihr Gelände finden wollen. Ski ber «ßerfanunlung bildeten Gesänge, Eolooorträge und An- Veräußerung von tzklärrde sollten die Gemeinden darauf Be-i P„ch boB BczirkSpräsidium auS Gnmbcrg nahm dacht nehmen, solches in erster Linie dem etwa am Crte be- an ^er strhnHm gemeünsützigen Baurerrvn zu überlassen, weil de» $Qrmflabt, 16. 9luq. Seinen 8 0. KeburtS» artige Derrrne dre bestr Gew°l>r dafür brrten daß dec Hosqarlcnaussehcr i. P. Nearg Bröning. minderbemittelten Eiruvohner von dem billigen Preise des » ' > y Geländes ber tatsächlichen Vorteil 6a6en. Dieser Gesichts- Der Jubilar hat d,e Abzüge von 1848 49 m Baden nnt- punkt sollte ferner den Gemeindeverrvaltungcn die Erwäg-1 gemacht und damals vom Großherzog Ludwig 111. den ung nahelegen, ob es im Interesse ber minderbemittelten I LudwigSorden erhalten. Einwohner nicht angebracht wäre, den gemeinnützigen Bau-I fc. Frankfurt a. M., 16. Aug. Die Beendigung vereinen das Gelände ^u einem geringeren als dem sonst zu Aussperrung im Baugewerbe hat eine große fordernden Preise zu überlassen. Nachfrage nach Arbeitern im Gefolge. ES zeigt sich, daß ein - Boten deS Herbstes. Früher als sonst ist dieses g„ßer Teil der ausgesperrten Bauarbeiter abgereift ist, meist Jahr die Saat gereift und fast überall ist daS Feld ab- Saarrevier. Heute morgen erschienen verschiedene Untergeerntet, aber auch zeitiger als m anderen Jahren kommen nxhnier auf der Arbeitsvermittlungsstelle und holten gegen die Boten deS Herbstes. Während man sonst gewohnt war, ^0 Arbeiter. die Herbstzettlose erst in der Grummeternte, die allerdings Homburg v. d.H., 15. Aug. Eine zur Erholung hier dieses Jahr schlecht genug auSfallen wird, blühen zu sehen, eilende Frau Hardt stürzte gestern mit ihrem einjährigen kann man jetzt schon vereinzelte Exemplare dieser im Volks- Töchterchen aus dem Arm eine steile Treppe hinab. DaS munde mtt einem wett weniger appetittlichen Namen be- cr(j(| eine Gehirnblutung und starb in der vergangenen nannten Pflanze auS dem niedrigen GrummetgraS der Wiesen ^cht. Tie unglückliche Mutter liegt schwer krank darnieder, hervorleuchten sehen. Die schönen roten Vogelbeeren, die c81 borf die besten Abnehmer seien. Hessen solle deshalb in Personen misisen einer ärztlichen Untersuchung unterzogen Düsseldorf seine gan^ze Macht ausbieten. Die internationale Obstausstellung findet in Düsseldorf vom 6. bis 9. Oktober statt. Hessen bildet eine (Wuppe für sich Die Ausstellung in Friedberg vom 28. Sept. biS 2. Oft. ist gleichsam eine Bonnusterung für die zu Düsseldorf. Prof. Reichelt b^an-.^ ( tötete auS Etfer)ncyr ocr ea)ut)maa)er «ajia mtt auf offener S'raße die Witwe Marie RatfJ mit derer bnfi °boe tu früfi gebrochene Obst nicht haltbar fei; die ein Verbaltni» bntir, bnrd; mc trete Revolverschuste. «Inffa, Zeit der Apselernte dauere vom 25. September viS 5. Okt. ber die Tat in (Gegenwart der beiden Kinder der Witwe ver- Äuch die Zwetsckjen sollen möglichst lange hängen bleiben, übte, wurde verhaftet. Dr. v. Peter, der zweite Vorsitzende, schloß hierauf die Vcr- • Die Zarin als Karikaturistin. Die rufiische sammlung. . Kaiserin Alexandra Feodorowna ist eine ungewöhnlich be- c. Friedberg, 15. Aug. Wir machen hiermit barauf ßQbte Künstlerin; sie handhabt den Bleistift mit einer wett aufmerksam, daß bei genügender Beteiligung an ber Drosch, das Dilettantische hinauSgehenden Fertigkeit. Ganz be- Obstbauschule in Friedberg zwei O bstv er Wertung S kur se^ndcrS ausgeprägt ist, so berichtet daS „B. %.*, ihr Talent für Frauen und Mädchen abgehalten werden und zwar Karikatur, und die verschwiegenen Blätter ihres reich- der erste vom 29.—31. August, der zweite vom 5.-7. Sep- h^jtigen AlbumS enthalten gar manche treffende Satire über fernber. An beide schließt sich cin Kursus für Milchverwerttmg Höflinge unb sonstige bei Hose verkehrende hervorragende im bäuerlichen Haushalt an. Der letztere hat sich al« fc()i I ’qjicvfön(td)feiten. Vor der, zeichnerischen Malice der Kaisenn empfehlenswert enviesen, nachdem die Handcentrifugen in der p^eQt [0 laicht niemand aud ihrer Umgebung sicher zu s^M kleinbäuerlichen Praxis sich einbürgern und die richtige AuS» nuc 00t bcm kaiserlichen Gatten hielt' sich daS Talent beV wähl unb Behandlung dieser Maschinen ohne Aiileitung rech' k^riu chrsurchisvoll ziirück. Jnbeffen gelang eS dem Kaiser schwierig ist. ES gelingt, bei richtiger Arbeit und Behänd- <)ilt0[aug endlich durch vieles Zureden, diese Zurückhaltung hing deS RahmeS im kleinen bäuerlichen HaiiShalt weit befferc überwinden. Alexandra Feodorowna entschloß sich, auch Butter herzustellen, als nach dem unter allen Umständen ver- üoin z^niser eine Kankatilr anzufertigen. Der Zar sitzt, die werft,chen Topfverfahren. Aber auch über Wesen und Be- Ävonc nuT* bcni Haupte, daS Reichsszepter in ber Hand, in , banblung ber Milch wirb eingchenb AnSkiinst erteilt. Im | ejncm stinderwägelchen, das von ber verwitweten Kaiserin- """A Maßrtgel ist. daß dioGcmeinb«. Anschluß an cintn Cbfloerwcrtunfletuiiu« hefien WJ-tlfeit mutlev fln cinem Schnürchen gezogen wird. Verwaltungen bestrebt bleiben, einen möglichst großen Teil bereit« allgemein bekannt ist, würde b,e Gesamtzeit der Ab- • Die Anarchie auf dem Balkan. Wie aus desjenigen Gelände«, welckieS bei weiterer Ausdehnung der Wesenheit vom Hause 6 -tage auSmachen. r le meisten -teil* 5a[onj^ qanclbct wird, drang eine au6 15 Personen be* Gemeinden für Bebauungszwecke in Bettacht kommt, in nehmerinnen werden ober bic Bahn bemitzen und abends s^h^be Banbe unter Führung einer Frau DaSka- chren Besitz zu bringen, um eS ^ur richtigen Zeit der Be- lieber nach Hause können. Gememsamer MittagStlsch m in Agauncnitza ein unb steckte vier Häuse r in bauung zugänglich zu machen. Dabei darf aber ber AnkaufPreislagen wirb eingerichtet. Bran b. Eine Frau wurde getötet. Bulgarische Truppen de« Geländes nicht erst dann erfolgen, weniges sofort oder Burg-Gräsenrobe, 15. Aug. Dor kurzem hat • Tatorte ab in absehbarerZett bicr cin Swciter Turnverein neben dem bereit« seil • $ , n c © t a n b a Inf f ärc in der v o r n e b m e n Pariser werten 2 miber rttgel I einigen Jahren beftehenben gebilbet; er führt ben Namen Gesellschaft. Kleber cni Vorkommnis, baß in ber französischen Deist in die ^obe getrieben tetn. Der Ankauf mutz d ci* p Die Mrlalieber deS neuen Turnverein« warei. Hauptstabt großes Aufsehen erregt, berichtet ein Telegramm, mehr ja einer Zeit gegeben, wo das Gelände einen ben m ! tie J. tgiyoer o« ne er *1 rnu ie . » P«m,Muug zweier Freundinnen, der Sm-nin Horn und Ackerwert überbaupt nicht oder dock nur in geringem Maße zum Teil früher „htglicber dcS alten Vrein«. 5?ie Trennung l ^rnu uon qjlotu3nn# fau^c die in der vornehmsten Pariser übersteigenden Preis hat. Ist die Gemeinde im Besitz eine« erfolgte indirekt un Anschluffe an die Krawalle vci der letzten Geselljchast verfchrenbc Gräfin Latoilr-Tupin-Verclauze von dem größeren ArealS von Baugelände und nimmt sie bei der ReichStagSivahl, deren Nachwirkungen auch sonst im Dorse bekannten Juwelier Marty einen Schmuck ,m Werte von zwei» - -- — — - - — *■----e v-r. ...x. I , ' f > tumderttausend Frank, angeblich als Brautgeschenk für eine nahe Anverwandte. In Wahrheit sollte der Schmuck veräußett werden, damit die Gräfin die ihrem Gatten nicht bekaunten Schulden bezahlen konnte. Der Juwelier Matty bestand aber auf sofortige Bezahlung ober auf Rückgabe be« Schmuckes. In seiner Gegenwart kam eß nun zwischen ber Baronin porn und Frau von Morignn zu einem heftigen Streit, der schließlich in Tätlichkeiten auSarkete. Ter Baronin gelang e« zu stieben. Die Gräftu unb Frau von Moriguv brachte man zum SicherheikSches; der Schmuck wurde bi« aus bte Ringe im Werte von sechSzigtausend Franl zurückqestellt. Graf Latour -Dupin versprach, den Juwelier zu der 5)and einer Starte des Schienenwegs und seines Seitengeländes in unterhaltender Form, aber aus ernster, wissenschaftlicher Grundlage vor dem geistigen Auge des Reisenden em anschauliches Dich der durchfahrenen Gegend entrollen. Was immer die durchfahrene Gegend für Erinnerungen an die Vergangenheit bietet, was sie an bemerkenswerten Werten menischliäi-en Schaffens aufweist, alles das meidet gewissenhaft der Führer seinem Reisenden. So gewinnt die Landschaft rechts und links der Eisenbahn frisches Leben unb spricht zum Beschauer in hunderterlei Äußerungen von heute und vergangenen Zeiten. .Auch die unsere Gegend durcl)schneidenden Hauptbahnen sind in der Sammlung .vertreten. £er Geograph unserer Universität, Prof. Tr. Sievers, bespricht in Heft 18 der hübsä^en Sammlung alles, was Bemerkenswertes aus der Fahrt von Frankfurt nach Berlin über Gießen — Kassel—Sangerhausen—Güsten sich bietet Man erhält hier die wertvollsten geographischen, ethnographischen und geologischen, auch historischen und kulturgeschichtlichen Aufschlüsse, die das Wissen selbst der besten landsck>aftlichen Kenner der gesamten oder einzelner Telle dieser Strecke, namentlich auch der Gegenden zwischen Frantfurt und Kassel, mannigfach bereichern werden. Das Heft- chen ist belehrend und unterhaltend zugleich. Ein anderes Heft, das uns besonders interessiert, ist das die Strecke Frankfurt — Hamburg über Gießen — Kassel behandelnde von Prof. Tr. Ernst Oehlmann. Leider lernten hrir bisher nur diese beiden Hefte der Sammlung, können also über die anderen kein Urteil abgeben. Herausgeber ist Prof. Paul Langhans. Tas einzelne Heft mit zwei Karten kostet nur 50 Pfg. Atteratur. — N apoleon I. Ein Lebens- und Charakterbild Napoleons mit besonderer Rücksicht auf seine Stellung zur christlichen Religion zum lOüjäljr.gcn Gedächtnis der Gründung des ersten französischen Kaiserreiches von Monseigneur Prälat Tr. Engelbert Lorenz Fischer, geheimer Kammerherr des Papstes. Groß-Oktav. 18 Bogen mit 60 Illustrationen. Preis broschiert 6 Mk. Zn Prachtband mit der Kaiserkrone in Elfenbein-Imitation und unterlegtem Rotsammet 7,50 Mk. Leipzig, H. Schmidt u. C. Günther — Ter Verfasser bietet dem deutschen Publikum in diesem Werk ein glänzendes Lebens- und Charakterbild des großen Korsen, mit besonderer Rücksicht auf seine Stellung zur christlichen Religion. Ein vollständiges psychologisches Charaktergemälde über den genialen Mann erhält hier der Leser. Außer dem rein wissenschaftlichen Zweck der geschichtlichen und psychologischen Belehrung will dieses herrlich ausgestattete Buch auch einen geistigen Genuß bieten, sowie zur geistigen Erhebung anregen. Ter Verfasser gibt hier zum ersten Male eine systematisck)« Darstellung der theoretischen uKd praktischen Religiosität Napoleons und bietet damit etwas neues. .Tas vorliegende Buch hat sonach nicht nur einen rein wissenschaftlichen, sondern auch einen ästhetischen und ethischen Zweck. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 15. August 1904. ... (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 2»/, Prozent. Anfangs- u. Deft Kredit. 201.90 Deutsche Bank . . . 219.40 Darmstädter Bank . . 139.10 Bochumer Guß . . . 205.50 Harpener Bergbau . . 219.50 Tendenz: Ziemlich fest. Schlußkurse. 201.90 219.50 138.87 206.25 219.70 Ernteaussichten in den Ver. Staaten. Ten amerikanischen Berichten über die Ernteaussichten ist nur zum Teil zu trauen; sie lassen an Zuverlässigkeit so ziemlich alles zu wünichen übrig. Tie neuesten Meldungen besagen, daß nur die Maisernte wegen der Trockenheit Besorgnisse erregt. .Sonst sind aber, wie es in einem amerikanischen Fachblatt heißt, in den meisten Landesteilen die Aussichten derart, daß sie einen größeren als einen Turchschnittsertrag erwarten lassen. Dies wäre verständlich und ließe sich hören, wenn es nicht im nächsten Satz schon wieder hieße: „Frühjahrsweizen hat augenscheinlich eine bedeutende Schädigung erlitten; für Winterweizen ist eine Besserung nicht eingetreten". Ties ist beinahe so klar und übersichtlich wie verständlich, wie die meisten Bulletins vom russisch-japanischen Kriegssck-auplatze. Märkte. Gießen, 16. Aug. Marktbericht. Auf heutigem Wocbenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 1.10—1.20 Alk., Hühnereier 1 St. 6—7 Pfg. 2 Slck. 00—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21 Pfg., Zinsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr. Paar 0,80-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Alk., Gänse pr. Psd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfutid 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—8,00 Mk., Weißkraut per Stuck 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Ziviebeln pr. Zentner L,00—10,00 Alt., Milch per Liter 18 Pfg., Aepsel per Zentner 00 bis 00 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Lieschen per Pfd. 00-00 Pfg. Marktzeit 7—1 Uhr. 2__ 3 vom 15. Jahr 2 Kinder Keuchhusten Wochenbettfieber Tuberkulose der Lungen Allgemeiner Tuberkulose Lungenentzündung re. Herzkrankheiten Darmkatarrh Atrophie Neubildungen Alterskrankheit anderen Krankheiten Verunglückung____ Summa: Anni.: Tie in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel d er Todesfälle in der betrefienbe» Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Mouiitllp llrbrrfidjt brr Todesfälle in Liefen. Monat Juli 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 tinkl. 1600 Mann Militär) Sterblichteitsziffer: 22,2 nach Abzug von 20 Ortsfremden: 13,16 7^. Gs starben an: Zusammen: Erwachsene: im 1. Lebensjahr: 1 2(2) 2(2) — — 2 1 — 1 KD Kl) — — 4(1) 3(1) — 1 3(2) 3(2) — — 9 — 9 — 1 — 1 -— 6 (2) 6(2) — — 4(2) 4(2) — — 12 (6) 9(6) 2 1 4(4) 4(4) — -— 51 (20) 33 (20) 13 5 Sport. Gießen, 15. Aug. Tie am Sonntag vom Rad-Klub Ger- m a n i a - Gießen, peranftaUeten Rennen, hatten folgenden Verlauf: 1. .Klubmeisterschaftsfahren über 1600 Meter: 1. C. Muhl, 3 Min.; 2. A. Höß, 3 Min. drei Fünftel Sekunden; 3. E. Lauer 3 Min. vier Fünftel Sek. — 2. H auptfahr en über 20 000 Meter, über den von Herrn Ad. Tenninghoff gestifteten Wanderpreis (Verteidiger von 1903 E. Lauer): 1. E. Lauer in 38 Min. .05 Sek.; 2. C. Muhl in 40' Min.; 3. H. Marr in 40 Min. 1 Sek.; 4. R. Büttner in 40 Min. 45 Sek.; 5. A. Höß in 41 Min.; 6. E. Sieck in 41 Min. 10 Sek.; 7. R. Greb in 49 Min. 55 Sek..— 3. Vorgabefahren über 5000 Meter: 1. E. Lauer (ohne Vorgabe); 2. L. Volpert (50 Meter vor); $. R. Büttner (100 Meter vor); 4. C. Muhl (ohne Vorgabe). — Tas Preisgericht war zusammengestellt aus Herrn Karl Tuill-Gießen sowie einigen Herren des Wetzlarer Radfahrer -Vereins, Nniversttäts-Aachrichten. Berlin, 15. Aug. Tr. Eduard v. Martens, Professor gestorben^^ ^er hiesigen Universität, ist, 74 Jatp^ alt. MLeteorologische rNeovucyningen der Station Gießen. August 1904. ^Barometer auf 0° reduziert 2 Absolute 1 Feuchtigkeit 1 Relative , Feuchtigkeit Windrichtung ; < CJ "c A Wetter c b- -Z VD 15. 15. 2»6 925 744,2 746,0 24,0 19,0 10,9 9,0 50 55 W. 6 4 Sonnenschein Heller Himmel 16. 749,9 15,5 9,8 75 w 2 Bed. Himmel Höchste Tempei catur a n 14. -15. August — 4- 24,5u 0. vtiedrigste 14. —15. V = -4- 12,9u C. Gießener landwirtschastlicher Wetterdienst?^^ Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 17. August: Fortdauernd heiter und trocken, bei kühlerer Nacht tagsüber wärmer. Die Voraussage auf Regen war auf Grund fehlerhafter Depeschen aufgestellt, konnte daher auch nicht zutreffen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. ■— Ausführung von Mk. 17.— in 110 cm Länge aufwärts. Julius Fischer, Schulstrasse 6. 6579 Praktisch, bequem und angenehm^Bk ■ unentbehrlich für Gebirg, Jagd, Sport, Reise, sowie ™ für die See sind meine wasserdichten, wetterfesten Echt steirischen Loden-Fabrikate* Was «erdichte Wetter kragen (mit abknöpfbarer Kapuze und Durchgreifschlitz) in tadelloser Anerkennungsschreiben vorzüglicher Lieferungen aus allen Kreisen wurden an dieser Stelle von der Möbelfabrik und Lager Th. Brück, Giessen, Ecke Schlossgasse—Kanzleiberg zur Veröffentlichung gebracht. Diese sowohl wie eine weitere Serie noch nicht verbreiteter Referenzen stehen Jedermann gratis und franko nebst einigen photographischen Aufnahmen der besteingerichteten Fabrik- und Verkaufsräume zur Disposition und dürfte es sich empfehlen, vor Ankauf von Möbeln, Betten, Teppichen, Vorhängen etc. sich zu wenden an das 1858 gegründete Möbel fabrikations- und Ausstattungs-Geschäft Th. 'ßrüeh, Giessen, Ecke Schlossgasse— Kanzleiberg—Brandplatz. — 10 Schaufenster. — 100 Zimmereinrichtungen. — Lieferung franko jeder Bahnstation. — Telefon 373. — höchste Auszeichnung: Oberhessische Gew erbe-Ausstellung. D*/e Lehrfabrik hUrlngische ®5P g ■■ ।, Elektro- und Maschinen- Technikum J menau Werkmeister." Prospekt’ 03 W ÖD s co s 5 J4-’ 2 o « er X a 5 Zss S Z o • 35 CD 3 != Xxz — c § er S n X o 2 'F r3 - 2 5 ÖB - CD CD 5 3 3 D s er x •ST s? I CD 8. ö cS » ä X c gr tn r « 2 as® D: CO ti s~ aa *S o R s W Ä n - 5.5 67 68 69 70 71 72 73 74 75 Ord..Nr. Stockhausen . . . TreiS a. d. Lumda Trohe..... Willingen . . . a. Watzenborn . . b. Steinberg . . Weickartshain . . Weitershain. . . Wieseck .... Winnerod . . . to Gemeinden L 8 D SS SS l l l <1 ii 1 i SSSS E DL LD DLDD DD D S D! § l ä O >-4 I-* to to 1-1 »-1 - CD CD CD to 00 Ci 1 OD Zeit der Einquartierung 13 ■0**1. Stab und 3 Komp. 1 Eskadron 17, Komp. Ins. VL Batterien Artillerie 1 Komp. 11/166, 1 Pion.-Konlp., Abt.- Stab, 4. und 5. Batt. Artl.-Regts. 27 Leib-Est. Dragoner-RegtS. 23 1 Komp. Inf. 1 Batterie Artillerie Unteroff.-Schule Biebrich und 1 Eskadron 3. Esk. Drag.-Regts. 23 7- Komp. Inf. 7, Komp. Inf. 1 Pion.-Komp. 1 Komp. Inf. 17a Komp. Inf. 72 Esk. Dragoner 2 Esk. Dragoner Div.-Stab, Kav.-Regts.-Stab, 1 Eskadron und 1 Pion.-Abt. 1 Jnf.-Batl.-Stab 2 Komp. Inf. 1 Esk. Dragoner 79 Pion.-Komp. 7g Komp. Inf. Regts.-Stab und 1/B Batterie 7a Komp. Inf. 7g Komp. Inf. 7, Komp. Inf. 1 Komp. Inf. 1 Komp. Inf. Stab Unteroff.-Schule IT. Komp. Unteroff.-Schule 1 Artillerie-Abt.-Slab 2 Batterien Artillerie 7. Esk. Dragoner 1/ cv„c Truppenteil to Ci »-* to 05 00 Ci CD QX rfk. Ci H ZS-LALALZ ßZZ8S§§SULZSK LZZZZ wä1 1 C3 Offiziere Mann Pferde Ungefähre Stärke <5 68(9 K Ö9 K 6S Cb O) "3 N K o 3 O U »— L a> i— CD ’S a B t 5 s Q a> Z J2 je 02 o »- E g a> CD ö a a /. 4 N «. 2 2 a Cj 'xP *■ hoViÖ LZ^SL "L^xS- «^E S « ® e 3 S — S s § 5- £ P £ 8LZ. 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G§A C P M L p E G •E IXL gj&r* w*E w*^ Rr. 1 Betr.: rn Das T an >i< — Hin-bl« SMrqunp der rimfi' tnliqtkn. Vir t 1. hi K1 r. v s. v ot 4. tz b. i s her 6’fwi 1| J »Ibach r »Onb, 4 Mmü 6/«Üi»F| 8 s?. ST 6efiflN fanf?‘'’T 0 fi C Slr.iL"!