Wunbf,. ..J* ^Qnq. °te wurden ; wegen An. att Häuser ab. Mck- v bedurfte r der Um, Z® ch heute bamn DcI, L ?utoem das ‘‘Jin Ne^nr. ’Qnr 15 bis '? kurz nach DfiL 8sn dar belnprf ror fär ynntriu tbt yüru wb ,111g l ik dem rfar'jta! Bühl- *5 littst y AM icben c Nr. 191 >riee)nt ßSgltch aufat SsnntagL. Deni (Siebener Anzecger rt)CTi'*rn im 9Bed)fc( mit bcm hessischen kandwiri dis chitstener Familien- IldfUr uiermal in der Woche beigelegt. fRotattonflbrud u. Der» laq bei B r ü h l'ichen Unweff.-Buck-u. Stein» brudere*. BL Lange. Redaktton. Ervedttüm und ^wtferei: Gchulyeatz» V« tlbrefie für Devescharr Anzeiger Gtetzeru Fernsprc-chantchlutzNr 51. 15. Aug. Ein Telegramm des Statthalters Älexeiew an den Kaiser vom 13. August lautet: Einem Gericht aus Port Arthur vvm 10. Aug. zufolge, griffen bic Japaner in der Nacht auf den 9. August nach "15 stündigem Kampfe mit ungeheuren Streitkräften Takuschan und Sraogu,chan an, nachdem sie vom Morgen des 8. August bis 9 Uhr abends ein starkes Feuer auf diese Berge Hinterhalten hatten. Die Japaner rückten nicht weiter vor. In der Nacht auf den 10. August machten sie während eines starken Regens Angriffe aus die Ostfront .die aber überall zu- ruckgewiescn wurden. Gleichzeitig wurde ein Angriff au: her ganzen Front vom Wolfsberge bis Takuschan unternommen. Ter Feind wurde jedoch 'überall zurückgeworfen. Die Festung wird seit drei Tagen beschossen. r $ & u r ff '15- Aug. Die russische Tel.-Agentur meldet aus Mulden vom 15. August: Am 14. August fand ein An ff r i f f .a u f Port Arthur statt, bei welchem die I a p a n e auf allen Positionen zurückgeschlagen wurden und großeVer luste hatten. Tie Verteidigung leitete General Stössel. Der Zustand und der Geist der Truppen ist vorzüglich. Vorräte sind reichlich in der Festung vorhanden. Ter Mut und die Kaltblütigkeit des Chefs der Garnison flößt den Truppen die Gewißheit auf den Sieg ein. Ten Verdacht eines geplanten genieinsamen Handelns der Japaner und der Chinesen bestätigen die Worte des Testaments des chinesischen Staatsmannes Lihungtschang, das für den Fall eines lapanisck^russiseln'n Krieges folgende Stellen hat: Er bv handelt die Frage über den Besitz der Mandschmei nach dem Boxeraufstande von 1901 brfüriv-ovtet die Abtretung dieses Landes an Rußland und fährt weiter fort: „Sitzt nämlich Rußland in der Mandschurei, so wird sich auch bald Japan Koreas bemächtigen an der mandschurisch koreanischen Gr nze, wäiireud sieb Japans und Rns'landd Inter essen gegenüberstehen. Vricht aber der Atrien zwischen Rußland und Japan aus und merken |uir, bah Japan unterliegen wird, so helfen wir mit allen Kräften den Russen, um Japan zu Kriefl zwischen Japan und Rußland. Die Entwaffnung der russischen Schiffe in Tsingtau. Die „Norddeutsche" meldet: Nachdem sich heraus- gesteNt hat, daß die im Hafen von Tsingtau befindlichen russischen Kriegsschiffe ni cht in der Lage sind, sich innerhalb einer angemessenen Frist fee fähig zu machen, ist Weisung ergangen, diese Schiffe zu en t- w a ffn en. Diese Weisung ist sofort befolgt worden. Auf 'Anord- nnng des Gouverneurs von Kiautschou, Kapitäns z. S. Truppet, sind das Linienschiff Zeffarewitsch', ein Torpedobootszerstörer und zwei Torpedoboote desarmiert worden. Sie haben in Gegenwart des Gouverneurs die Kriegsflagge niedergeholt. Denn in einer Reuter-Depesche aus Tschifu davon die Rede ist, daß außer dem Zessarewiffch' drei russische Kreuzer in Tsingtau desarmiert worden seien, so dürfte hier ein Irrtum des Berichterstatters vorliegen. Außer dem „Novik", der nach 24 Stunden den Hafen wieder verließ, i kein anderer russischer Kreuzer in Tsingtau eingelaufen Nach dieser Enffcheidung werden nun wohl auch unsere hämischsten Beurteiler die korrekte Haltung der deutschen Regierung in dieser Situation nicht mehr zu bemängeln wagen. Obwohl von vornherein betont wurde, daß Deuffch- land streng nach den Geboten der Neutralität verfahren werde, beeilten sich argwöhnische Leute, die Maßnahmen des Gouverneurs von Kiauffchou zu bekrittln, noch ehe diese kaynten. Auch in Japan werden sich die Gemüter hoffentlich bald wieder beruhigen. Die meisten japanischen Zeitungen erörtern daS Einlaufen russischer Schiffe in Kiauffchou: Sie kritisieren das Verhalten Deutschlands als neutraler Macht in sehr unfreundlichem und argwöhnischem Tone, auch fehlt es nicht an Drohungen an Deuffchlands Adresse. Daß die japanischen Blatter in dieser ernsten Zeit die Vorgänge in Kiauffchou mrt ganz beson- derem Interesse verfolgen, ist ihr gutes ReK».; aber-mit Angriffen gegen Deutschland sollten sie doch so lange zurückhalten, als sie nicht vor vollendeten Tatsachen stehen. Sir werden jetzt zugeben müssen, daß sie vorschnell geurteilt haben. Mit Vorsicht sind auch Meldungen englischer Blätter aufzunehmen. Bon den in Tsingtau ankernden russischen Schiffen verließen einer Daily-Mail-Depesche aus Tschifu «ufolge die drei Torvedoboot-Zerstörer über Nacht den Hafen Jur Unterbrechung der 24-Stundenfrist und kehrten morgens zurück. „Daily Telegraph" meldet aus Tschifu: Der aus Tsingtau dort eingettoffene Dampfer „Dagmar" berichte, der ^Zessarewitschf" sei fast völlig wrack, die Zerstörer dagegen seien nur wenig beschädigt. Die Schiffe würden unter deutscher Aufficht desarmiert, neben dem ..Zessarewiffch" liege gefechtsklar ein deuffcher Kreuzer, um rhn gegen einen möglichen japanischen Angriff zu schützen. Fünf japanische Kriegsschiffe liegen vor dem Hafeneingang. Unglaubwürdig klingt auch eine andere Meldung auS Tschifu, wonach der „Zessarewiffch" tiefet in den Hafen hineinbefahren sei infolge der Aufforderung der Japaner, daß btc Russen auS dem Hafen herauskommen und kämpfen sollten. Die Japaner werden wissen, daß sie in Tsingtau die Neuttalitätsgesetze nicht ungestraft würden verletzen können. Vor Tsingtau und in der Mautschou-Bucht weilen das Flaggschiff des zweiten Admirals, Kontteadmirals von Hvlhendorff, der große Kreuzer ,^>ansa" urrd das Schwester- schiff, die,,Hertha", sowie die Kanonenboote „Tiger" und „Luchs" und die Torpedoboote „S 90" und „Taku". Seit Samstag weilt auch das Geschwaderflaggschiff „Fürst Bismarck" mit dem Chef, Vizeadmiral v. Prittwitz und Gaffron an Bord, der kleine Kreuzer „Geie^ und Sonntag traf die „Thetis" ein. Noch ein russischer Kreuzer gesunken? c Tschifu, 15. Aug. (Reuter.) Nach hier umlaufenden, bisher von keiner Seite bestätigten Gerüchten soll der russische hreuzer „Nowil" 40 Meilen von Tsingtau zum Sinken gebracht hm. Die Niederlage des Wladiwostok-Geschwader?. Tokio, 15. Aua. (Reuter.) Nach einem Telegramm auS /akeshjfi fraf lintfr dem Befehle des Admirals Kamzmura M nbe japanische Gesclflvader gestern morgen 5 Uhr etwa zwanzig teilen von Ulsan an der koreanischen Küste mit dem Wladr- ^ostok-Geschwader zusammen. Tas Gefecht dauerte biS 10V? Ufa. -llm sah, wie der Kreuzer „Rn rik" sank und dabei für Augenblicke mit dem Bug in der Lust senkrecht stand. Mann der Besatzung wurden durch bie Japaner gerettet. 1<* ^Rossija" und der „Gromoboi" fingen mehrere Male 2^'uer und wurfan b e i d e st a r k b e sch« d i gt. Ein japanisck-es ^Nf wurde von russischen Schüssen getroffen, wodurch zwn ann getötet und sieben verumndet wurden. Kein Zweifel das Wladiwostok-C'seschwader rst von dem WQbfiffatqtcn Durchbrach der im Hafen von Port Arthur "Wnben russischcu Schilffe unterrichtet gewesen und war f,tPfen entgegen gefahren, zur leichteren B"werfftelligung Vereinigung beider ^schwader. Wäre eine solche Ver- ül'lgung gelungen, so hätten die Russen einen großen Eis' Ü zu verzeichnen gehabt. Denn sie hätte ihnen ennüg- 1 ’t die japanische Seeherrfchaft und damit die Zufuhr- k'd Rückzugslime der Japaner -n erschüttern. Die Ja- irr haben diese Gefahr sehr wohl erkannt und sind auf ' S it gewesen. Mi' der Zurücsiverfung des Wladiwostok ' cbwaders ist die letzte .Hoffnung auf feine Verstärkung i ■ cf) . in elne in der Seeschlacht vom 10. o. M. unversehrt )( j ort -I । thur G rschwai , Der Ausbruch der russischen Flotte aus Port Arthur |mt sich als eine Tat der Verzweiflung dar. ES blieb ihr Liaujang. Petersburg, 15. Aug. Ter Korrffpvndent der „Birshe- wija^ Wjedomosti" meldet aus Siaujang vom 14. August: Hier herrscht vollkommene Ruhe, selbst zwischen den Vorposten finden keine Scharmützel mehr statt. Ter Feind geht augen- fch^iulich überall wei t zurück. Heute erfolgte auf far Esienbahnstrecke zwischen Siauiang und Andjansiau eine Explosion. deren Urh ber, wie die Untersuchung ergeben hat, Ja- pauer gewesen sind. Tie Töt " sind jedoch noch nicht aufgefunden. Tie Eisenbahnlinie ist wieder ausgebessert worden. ES sind von neuem große Regenmengen gefallen. China- Illoyalität. To kio, 15. Aug. Tie Japaner sind mit dem „Reschi- telny" nach den Elliots-Jnseln unterwegs. Ter japanische Konsul in Tscküfu erklärte, seine Regierung werde die Schisse nicht herausgeben da ein Torpedorohr sich als noch ar- miett erwiesen habe. Admiral Matussewitsch ist noch am Leben. Washingto n, 15. Aug. Der amerikanische Gesandte in Peking telegraphhierte am 15. August an das Staatsdepartement, daß der russische Gesandte eine scharfe Note an die chinesische Regierung sandte, in der er ihr die Mitschuld an der Reschitelny-Affäre vorwirft und den chinesischen kommandierenden Offizier der Feigheit oder des Verrates anklagt. Ferner verlangt der russische Gesandte volle Erklärung des Falles, Mckgabe des ^Resch-itelny" und schwere Besttafung des kommandierenden Offiziers. Die chinesische Regierung hat von der japanischen die Rückga be des schrtelny" verlangt. ♦ Tie Wegnahme und das Abschleppm des russisthen Zerstörers „R eschi t e ln y" durch die Japaner in dem neutralen chinesischen Hafen Tschifu in Anwesenheit des chinesischen Admirals ist eine überaus schwere Verletzung der Neuttalität von China. .Ter ganze Vorgang ist entweder der Ausdruck eines japanischchinesisches Einverständnisses oder der Mißbrauch der politisch-militärischen Schwäche Chinas durch Japan. Tas Verhalten Chinas als neutrale Macht gegenüber dem zurzeit im Nacksteil besindlichen Rußland bestätigt den Argwohn des Eiuverständniffes zwischen China und Japan. Wenn in Tschifu Clpnas Admiral sich der Verletzung der Neuttalität zum L>ck>aden Rußlands unter Begünstigung Japans schuldig gemacht hat. so gibt dieser Vorgang die Gelegenheit, der Auffassung nack-zuforschen, welche die Politik Chinas in diesem Kriege be- 'timmt. Die Vorteile, welche der japanisen Kriegsführung in der Mandschurei durch den Besitz von Niutsck^vang erwachs n, liegen in der Verwertimg des Hafens Jnkou als Flottenstützpunkt und als Hauptdepotplatz neben Takuschan im Osten, um Ersatz, Armeematerial, Proviant usw. auf dem Liauho bis Hsinmiutmi uach- zusilhren, welches an diesem Strome nur 60 Km. westlich von Mukden entfernt liegt. Tiefer Ort ist auch die Endstation der efanesiseben Bahn über Schanheikwan, Tientsin nach Peking, und die nördlichste Staffel, gleickLam die Vorhut der 50 000 Mann tarfen chinesischen Armee, .welche mit reichlicher Artillerie an der chinesisch-mandsclmriscben Grenze entlang dieser Dahn die neutrale Halttmg Chinas vertritt. Tie Ausnutzung der Lage von Niutschwang, des Liauho als Wasserstraße und sogar der Bahn bis Hsinmintun, um der dritten und zweiten japanischen Armee die Armeebedürfnisse nachzuführen, schließt schon ein stülscluoeigen' des Gewähren lassen znaumsten Japans durch China ein. Tie ge- heim'-n mititär;fiten Maßregeln d s Generals Mah, seine ruffen- eindliche Gesinnung die chinesische Truppenansammlnng im Rücken der Russen bei Liauiang bis nach Mulden hin weisen deutlich auf den Entschluß des Generals Mah hin, nur die mssende Gelegenheit abzuwarten, um sich den Japanern anzu< chließen. vernichten Rußland wird uns dafür die Mandschurei nrrück- geben undKorea für sich nehmen. Sobald wir aber sehen, datz far Krieg für Rußland eine zchsimme Wendung nimmt so müssen wir an der Vertreibung der Russen aus der Mcm^ Murec nach Kräften Mitwirken. Japan wird unS für die Hilfeleistung mit der Mandschurei belohnen, was kümmern nnS die anderen Mächte, sie haben entweder anderwättS vollauf zu tun, sind neutral wie Deutschland oder nicht stark genug um etwas gegen uns in der Mandschurei zu unternehmen. Ich bitte Dich daher lieber Yungli" — an ihn als Testamentsvollstrecker ist das Schreiben gerichtet — „biete alles auf damit die Kaiserin-Witwe alle anderen Vorschläge verwerfe.' Äch 7tehe am Rande des Grabes und beschwöre Dich, diesen meinen diplomattschen Grundsätzen entsprechend zu handeln. Mein Kollege Duanschikai wird Dir bei der Ausführung deS Planes behilflich fein." r ® eingetroffen, wie es der kluge, weiffchauende chine- suche Staatsmann voraus erkannte. Aer zweite Fall, die Bv- drängniS Rußlands durch Japan, ist ein getreten. Jetzt ist Ls Lache der chinesischen Politik, den richtigen Zeitpunkt, nicht zu früh, nicht zu spät, abzupassen, um möglichst wirksam an bet Verdrängung der Russen aus der Mandschurei sich zu beteiligen. Unter ganz besonderer Beachtung .der Aufstellung der 50 000 Mann starken chinesischen Armee, entlang der Bahn bis Hsinmintun im Rücken von Liaujang und Mukden, muß man die Lage der Russen unter General Kuropatkin hei Liaujang strategisch und taktisch betrachten, um die entscheidende Rolle zu erkennen, die China in der Mandschurei unter dem Vorgeben „neutral zu sein" spielt. Unbequeme Zuschauer. ES Jft zu vermuten, fatS die militärischen Sachverständigeu, die zu Studienzwecken im ruffischen und im japanischen Hauph- Quartier sich befinden nur daS zu sehen und zu hören bekommen, waS sie sehen und hören sollen. Es scheint, daß Ruffeu wie Japaner auf der Hut find, siw in die Katten blicken zu lassen. Ter Geist des Mißttauens, des Horchens und Gebärdespähens geht in beiden Lagern um. .Tie Japaner sollen mit großer Höflicfa feit und Liebenswürdigkeit, unter einleuchtenden und nicht einleuchtenden Vorwänden unbequeme Beobachter vollständig fvm- halten, bis es nickts mehr zu beobachten gibt Bedenkt man noch, daß jede Briefzeile, jedes Tepeschenwott eine strenge Zensur zu passieren hat auf beiden Seiten der Kriegführenden, dann wird man die Situation der Kriegskorrespondenten und der mili- tärifefan Sachverständigen als sehr eingeengt, abhängig und unbefriedigend betrachten müssen. Vielleicht hat die Entsendung faS Prinzen Friedrich Leopold von Preußen ins russische Hauptquartier, bte- jenige deS Prinzen Anton von Hohenzollern inS japanische Hauptquattier unter solchen Umständen noch einen tieferen Grund, als den der Repräsentation. ES ist wvfa möglich, daß auch die deutschen Militärs auf Schwierigkeiten gestoßen sind bei ihrer Aufgabe, die Erfahrungen dieses Krieges für die Entwickelung unserer Vetteidigung zu Wasser und zu Lande nritzbar zu machen, und daß die Äu- wesenheit zweier nach Namen und Rang hervorragenden Vertreter des Reiches diese Schwierigkeiten beteiligen ober sülberir soll. $tt Fufstaud in Aeulsch-SüdivestafriLa. Heute vormittag erhielten wir folgendes Telegramm: Berlin, 16. Aug. General v. Trotha meldet auS Hamakari vom 12. August: Der Angriff gegen die Hereros hat am 11. August früh mit vollem Erfolge begonnen. MühlenfelS warf den Feind nach sehr heftigem Kampf biSHamakari zurück und nahm den Ott. Die Abteilung Heyde yerblieb, starken feindlichen Kräften gegenüber, bis zur Nacht vom 12. August 15 Kilometer nordöstlich von Hamakari. v. E stör ff warf den bei Otjos ongombe befindlichen Feind westwärts zurück. Deimling vertrieb dieHereroS auf Omuver- olme und nahm abends die veffchanzte Station Water- berg. Der Feind erlitt schwere Verluste und wurde zersprengt. Im Rückmaffch nach allen Seiten begriffen, bewegt sich die Hauptmasse de§ Feindes ostwättS. Der Weg wird ihnen verlegt. Die Truppen kämpften mit höchster Bravour. Tot find 5 Offiziere und IS Mann, ver- wundet 5 Offiziere und 52 Mann. Nach langen Tagen bangen Wartens ist endlich also eine Meldung au§ unserer südmestafrikanischen Kolonie da, die von einem entscheidenden Vorgehen unserer Tncppen gegen den so lange mißachteten und darum um so gefährlicheren Feind Kunde giebt. General v. Trotha hat die erste Zeit einer Anwesenheit im Hererolande, wie auS dieser kurzen Meldung hervorgeht, mit offenbar recht besonnenen und zweckentsprechenden Vorbereitungen auSgefüllt und ist dann aus der ganzen Linie zu einem wohl berechneten Angriff vorgegangen, der die beiten Erfolge allenthalben gehabt hat. Freilich sind auf deutscher Seite bedeutende Verluste nicht auSgebtieben, aber der Sieg itt doch endlich unser, und der so lange in verwunderlichster Weise rrnterschätzte, gegenüber dem unS doch in jedem Falle viel weniger interessierenden russisch-japanischen Kriege in der öffentlichen Schätzung weit zurücktretendc südafrikanische Feldzug wird nun endlich wohl beginnen, die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, nachdem die Farmer ihrem Kaiser ihr Leid geklagt haben und die ersten entscheidenden Schläge dort endlich gefallen sind. Die nächsten Tage werden unL wohl näheres von diesen Schlägen zu melden wissen. Bisher hat leider and) die offizielle Berichterstattung über diesen so wichtigen Feldzug sich als rtcht vermischte» in den Pärchen, zu dortigen Bekannten in bei wurde, ift bereis bis auf die (forimbiiiaiicrn niedergelegl. Den» Am von von von von aus der Gegend weg. Die kleine Wohnung kurzem leer. Als dann eine Familie, der man von dem Verbrechen nichts gesagt hatte, dort ihr Quartier ciuffchlug, wurde sie gleich in der ersten Nacht durch gräßliche Hilfeschreie aus dem Schlaf geschreckt. Die unheimlichen Vaute kamen auS einem Zimmer, das, tote herbei gerufene lich weilte dec ehemalige Direktor des hiesigen Gymnasiums, Schulrat Dettweiler, in unserer Stadt und stattete einigen Mrs. Anna Valentina in dem Zuchthaus bei Hackensack die Vollstreckung ihres Todesurteils enunrtet, befinden sich ihre und ihres Opfers frühere Nachbarn in Lodi in größter Erregung über gewisse unheimliche Vorgänge in der ehemaligen Wohnung der Ermordeten, die Rosa Salzi hieß. Das Logis war von dem Ehemann der Salzi sofort verlassen worden, und bald darauf zog der Witwer, nachdem er seine beiden Kinder, ein kaum einjähriges Zwillings-' Pflege gegeben, ganz ohnung stand bis vor Nachbarn nun verrieten, der Schauplatz der Mordtat gewesen war. Die entsetzten neuen Mieter ließen sich über* statt fanden haben, haben die Sozialdemokraten nicht besonders günstig abgeschnitten. Namentlich gilt die- von ihrer Hauptoomäne, dem Streife Offenbach, ■ g wesen wäre. • Unliebsames Aufsehe n erregt, wie der „Volks- zeitung ' gcf.fr cb n wird, in Hilden bei Düsseldorf ein grober Exzeß, d'sien sich der dort amtierende katholische Ka plan BungS k rzUch im Religionsunterricht einem Volksschüler gegenüber schuldig gemacht fxit. DaS Attest. daS der Arzt über den Zu and de. Mnaben sofort nach dem Vorkommnis auSstellte. besagt i „Ter Rücken, wie der reefrte Arm waren von Blut unter» lausen. DaS \ b rte'.t, auf dem der Knabe lag, war vollständig befi mutt, so daß ich zur Stunde nicht seststellen kann, ob Gehirnerschütterung vorliegt oder nicht." Ter Geistliche soll auf den tbiabcn derart loSgeschlagen haben, ^daß ihm die Manschetten von den Armen gefallen seien. Die Sack« wird ein gerichtliche- Nachsmel haben. * Eine seltsame Geistergeschichte wird von einer angesehenen Newyorker Zeitung berichtet. Im Februar dieses Jahres wurde in dem Dorfe Vobi, Bergen Eounty, eine junge Frau von einer eifersüchtigen Nachbarin ermordet. Während nun die etwa 30jährige Mörderin Jiirdje und Schule. Berlin, 15. Aug. In Berlin wird vom 4. bis 7. Oktober der 22. Deutsche Protestantentaq stattsinden. Haushälterin Katharina Johanna Frey ermordet und beraubt wurde. DaS Verbrechen blieb ungesühnt. Kleine Mitteilungen anS Hessen und den Nachbarstaaten. In einer Sandgrube in RengerS- hausen (Kurhessen) wurden mehrere Arbeiter verschüttet. Einer ist tot, die anderen sind verletzt. — Durch Blitz- schlag wurden die großen Gehöfte des Bürger,neisterk Becker und des Gastwirts Loewer in WetzloS (Kurhessen) mit allen Erntevorräten vollständig eingeäschert. Sämtliche Schweine, Kleinvieh und Geflügel sind verbrannt. Ans Stadt und Land. Gießen, den 16. August 1904. LU. Der außerordentliche Professor an der Universität Halle a. d. S. Dr. Hermann Graßmann hat einen Rus als Nachfolger des nach Straßburg gehenden Professors Dr. Wellstein an die Landesuniversität erhalten und angenommen. - Personalien. S. K. h. dec Großherzog haben den Kanzleidiener beim Ministerium des Innern, Ludwig Lohr zu Darmstadt, bis zur Wiederherstellung seiner ge- schwächten Gesundheit, mit der gesetzlichen Pension aus fein Nachmchen in den Ruhestand versetzt. *• Hessisch-Thüringische Staatslotterie, heutigen ZiehungStage der 5. Klasse siel die Prämie 75 000 Mk. auf Nr. 89242, welche mit einem Gewinn 300 Mk. gezogen wurde (nach Mainz), ein Gewinn 25 000 Mk. auf Nr. 34955 (nach WonnS), ein Gewinn leicht wäre eS auch bester gewesen, wenn bte beiden preußischen Pnnzen statt nach dem so geheimnisvoll für alle fremden Augen oerschlostenen ostasiatischen, nach dem südafrikanischen Kriegsschauplätze entsandt worden wären. TypduS in Deutschsüdwestafrika. «Ktn-fr umfTtdx'r Meldung sind der Reiter Weichelin Bierwirth. früher 3 thüringisches Jnfante^e-Regiment Nr. 71, auS Witterda. Kreis Erfurt, am 18. Juli auf dem Transport von Otawi nach Grootsontein, und Feldwebel Theodor $3an jeT, geboren 1873 in fRubno, früher Dragoner-Regiment Nr. 9. am 11. August int Lazarett in Windhuk a m Typhus gestorben. ' Hier hatten sle in vielen (Svmwibcit seither die Mehrheit. I In diesem Jahre verloren sie diese in Bieber nitb Neu- Isenburg Weiter unterlagen sie in Sprendlingeit, Heusen- stanrm, Lämmerspiel, Seligenstadt, Maiufiiugeu. wo sie eine sehr rege Agitation entfaltet hatten. In Hausen gelang es ihnen, von drei Kandidaten einem zum Siege zu ver-i Helsen. In Langen, Hainhansen, Dreieichenhain und Mühl- heim siegte der sozialdemokratische Zettel. In den Gemeinden um Offenbach ist der Äeg über die Sozialdemokratie vor allem dem einmütigen Vorgehen der bürgerlichen Parteien zu verdanken. In Mainz und verschiedenen | tziemeinden tun Mainz sollen die ZenttmmSgegner die Sozial-1 demokraten direkt oder indirekt unterstützt haben oder unterstützen wollen. Manche Gemeinden in der Mainzer Wcßcitb haben sich in letzter Zeit gegen die Sozialdemokratie mit Erfolg gewehrt, so Bretzenheim und Weisenau. In den Orten an der Mainspitze deS Kreises Groß-Gerau dagegen hat die Sozialdemokratie verschiedentlich Erfolge aufzu- weisen. < •• Alkobolerzeugung im Großherzogtum Hessen. Im Juli 1904 wurden im Großherzogtum Hesten ! 102 Hektoliter Alkohol erzeugt. Zur steuerfreien Verwendung wurden 1382 Hektoliter adgelasten, darunter waren 27 Hektoliter denaturiert. Am Schlüße deS Monats verblieben in den Lagern und Reinigungsanstalten 3792 Hektoliter unter steuerlicher Kontrolle, während im Laufe deS Monats 1983 Hektoliter nach Besteuerung in freien Verkehr gesetzt wurden. ff. Büdingen, 14. Aug. Der hiesige Bahnhof wird z. Zt. durch einen Anbau erweitert, da er den Anforderungen deS immer mehr steigenden Verkehrs nicht mehr genügt. Hcrichlslaat. M i l h e l m s h a v en, 15.Aug. DasOberkriegSgettcht loraM im Wiederanlnabmeve»sichren den Heizer Fleischer vom «e* _ । eibe frei. leischei balle bereits < 'Ulen ile lU’iiun i obgeh 1 ■ Llraßendurchbruch tn der Altstadt fällt daS HatlS Donwlatz , ,vmde ihm eine Entschädigung für die unschuldig erlutem zum Opfer, in dem vor 30 Jahren, nachmittags 4 Uhr, die! Stras« zueckaunt Darmstadt, 15. Aug. Der Bau arbei ter st r e i t ist nunmehr im ganzen Darmstädter Bezirk beeridet, die Arbeit wurde gestern wieder aufgenommen. Am Sonntag fand eine stark besuchte Versammlung der hiesigen Maurer statt, welche den einstimmiaen Beschluß faßte, die in den in Frankfurt festgesetzten Verttägen aufgesteNten Bidiug- ungen anzuerkerrnen. ReichstagseS vcröficntlidyter Bericht eine Darstellung, die in hoben, Mafe geeignet ist, di? Besorgnis aller derer zu erregen. denen fre Wohlfahrt des engliftkn Volkes am Herzen liegt. I er vorliegende Bericht bildet die Fortsetzung des vor einigen Woben erpb.cn n n Blaubncl es, ju dem ausdrücklich gesagt wurde, die Kommission zur Untersuchung dieses Gegenstandes, das heißt der Frage, ob die angelsächsische Rasse in der Degeneration be* griffen fei, habe keine Veranlassung, die von anderer Seite geäußerten schweren Befürchtungen zu bestätigen. In dieser Fortsetzung jedenfalls ist eine Bestätigung dieser Bel>auptung niä>t zu finden. CSd wird da Zunächst sestgcstellt, datz in den nieder,'N Volksklassen die Unsitte, die Kinder schon in frühester Jugend an den Genuß von Alkohol zu gewöhnen, immer mehr überhand nimmt. In den Hospitälern in den ärmeren Gegenden aller großen Städte seien Fälle von „Alkohol-Leber" bei Kinde ni unter drei Jahren absolut keine Seltenheit. In einem Hospital im Süden Londons war vor einiger Seit ein dreijährige- Kmd, dun jemand einen Penny zum Spielen gesenkt hatte; anstatt d mit zu spielen, hielt daS Kind jedem Vorübergehenden daS Geldstück mit der Bitte entgegen, ihm „nur ein paar Tropfen Gin" zu verschaffen. Gin ist ein sehr scharfer und alkohol- reicher, besonders unter den Frauen in London ungeheuer beliebter Wach holder schnaps Das drn- uibr qc Mmb wüs te mit seinem Gelde nichts Besseres anzufangen, als Schnips dafür -u kausen. und hätte jedenfalls feine Absicht unter \ e.^lic älterer Gefährten zur Aus ührung gebracht, wenn Speisesaal usw. eingerichtet werden. (Hätte man daS lichkeiten stattfindcn. Schloß im Interesse der Altertumspflege nicht vielleicht besser - - vor dem Umbau bewahren sollen? D. Red.) Kltteratur. Herborn, 16. Aug. Dem hiesigen Bürgermeistcramie Ein Bries Andr6er? Dr. Ekholm, der zuerst «n ist folgende Kundgebung zugegangcn: Bürgermeisterei Herborn ! Andrüe; 9?ürbt>olcrpebition teilnehmen sollte, schließlich _afar Kassel, den 12. Aug. Seine MajestSt der Kaiser und noch zurüiktrot, glaubt nicht, daß die an der Nordlüste L>pi^ König haben mich beauftragt, den durch das gestrige bergens aesun!>-ne sslaich-npoüvon «nbrSc «usgMorsen worden m m . ofrt u , cV- f * ift Er hält es aber für möglich, daß sie von der Natbortt^ Brandungluck Geschädigten ^lllerhüchst ihre Teilnahme onS* H c() e n Expedition herrührt, die sict» im Juli 181 zusprechen. Der Oberpräsident. Spitzbergen befand und dort mehrere Flaschenposten dem Meer Frankfurt, 15. Aug. Ter Schutzmann Friedrich anvertraute, worin gebeten wurde, den Fund an Direktor Ernst Kircher, der bet der DiebSjagd in der Güntherschen Fabrik Andröe in Göteborg abzuliefern. Ekholm meint bau bet LT*\ . v x n m n. ■ £ f - v elle ckt diesen Namen für den deS LuftsclnfierS AnbrSe gehalten tn Bockenhetm tn bet Äum 9. ^iiüuft wkolge eines , ber aber Oberingenieur und nicht Direktor war. Direktor unglücklichen Zufalls durch Nevolvenchusse lötltch verletzt ^ndrüe in Göteborg äußerte sich in derselben Richtung wte worden tst, wurde heute morgen beerdigt. In dem Trauer- Ekholm. Das Blatt „Verdens Gang", das die auffehcnerregende aefolae befanden sich Polizeipräsident Scherenberg und viele Depesche von der Aufsindung der Flaschenpost zuerst gebraw t c 9 m v ; 1Rfl (SAiiufoidn «irfuitnnAnn ^tte, stellt den angeführten Vermutungen entgegen, daß bet -hohe Poltzetbeamte, ferner lo0 Schntzlettte. Schutzmann der Flaschenpost gebeimgehalten n>erde. Eine solche Ge Röbrich vom 10. Polizeirevier widmete Kircher nainenb der ^irnhaltung hätte keinen Sinn, wenn es sich um eittc der Kollegen einen Nachruf und legte einen Kranz nieder; daS Flaschen Nathorst's handelte. Rühre sie aber von Andrse her, Weiche tat tm Auftrage deS Wachtmeisterkorps Wachtmeister so sei zu der Annahme Grund, daß in dem Brief selbst Die m u ne.medldete Kavelle der Schutz- Geheimhaltung seines Inhalts empfohlen werde, bis sie m de Witt von Nödelhenn. Die neuqeDilöctc .napeue oer ^nbc M Adressaten gelongt sei. Man müsse sich dessen er Mannschaft spielte auf dem Wege zum Friedyof und am I daß das schwedische „Asionblad" einen Vettrag nnt P^rab Traue.märsche. — Ein seltsamer Zufall fügt eS, daßl Andrsc abgeschlossen hatte, .worin Anor^e dieser Zeitung das gegenwärtig in Frankfurt zu gleicher Zeit zwei tzäuserl Recht der ersten Veröffentlichung für Mitteilungen zupä cih. dem Erdboden gleichgemacht werden, in denen am hetlichten Tage Ra iib morde verübt mürben. « Daß -Hauö »Zeil 69, in dem bei Klavierhänbler Lichtensiein ermorbet Deutsches Reich. Berlin, 15. Aug. Der Kaiser machte beute früh in Wilbelmshöhe einen AuSritt, hörte bann den Vortrag des Ministers von Budde in Gegenwart beS EhefS des Zivilkabnrttt-! von Lukanus und besuchte satter Professor -umnahin m Kassel I ?tm Mittag nahm her Kaifer die Meldung beS lDügelabnttantrn des Grv' h'rz^gs von Baben. Oberstni Dürr.^ entgegen. — Der Kaiser sandte vor seiner Absahtt von her norwegischen Station Kvpervik folgerrbes Telegramm an König Off ar: .. _w<_. ____ ... Von der letzten Station meiner tneSianngtn norwegneven Reife, die mir immer Freude machte, sende ich Dir einen berz- sichen Gruß. Ter freundliche Emvtstmg seitens der norwegischen BerSlkerung und d-e Bereitwilligkeit, mit der bte Behörden und besonders die Telegravbenbearnten ihren Dienst l-nfttten haben tm wesentlichen Grade zum glücklichen Ausfall der Reise bet- getragen. _ _ . . . I — Ognrixbcr der Meldung einer Korrespondenz, daß ein Abschiedsgesuch deS O b e r b o s rn e i st e r S Frei Herrn von Mirback vorn Kaiser abgelebnt worden fei, erfahrt die „Münch Asig Ztg ", bau eine Entscheidung über die Angelegenheit noch nicht gettoflen. daß sie aber dem Kaiser unterbreitet worden fei. — Nacktem bereit» die australische B undeSres, er - fing eine Erklärung bezüglich t>'r -wischen h-m früheren Ministerium Deakin und dem Kaiserlickxm Qkneralfomut von B u r i in Svdnev im Falle Sttllina entstandenen Meinungsverschi^en- deit abgegeben bat. hat inzwischen auch, wie die „Nordb. Allg Arg" erfäbrt, die großbritannische Regierung diese Erklärung amtlich zur Kennmis deS Auswärtigen Amtes gebracht und dabei die Hoffnung ausgedrückr. daß da- von i£r als bedauerlich bc- wdebnete Mi'vi^ündnis in einer der Kasi rliefm Regierung be» frtebigenben Weise geregelt sei. Tie Retterung bat sich damit einverstanden erflärt: somit ist der Zwischenfall erledigt — Gleieb-eitig mit dem Kunstschutzgese tzkntwurf wird voraussichtlich in der bevorstehenden Tagung dem Reichs» tage noch ein Vbotogravhiegesetzentwurf über do- vbowgravhische und künstlerische Verlagsrecht zugehen. — Nach den „Bert. Pol. Nacdr." pars als sicher angenommen werden, daß sich auf dem nächsten Etat des Reich-amt- de- 5nnern eine Positton zur Förderung bet Herstellung geeigneter Kleinwohnungen fflr Arbeiter und gering besoldete Beamte in Betrieben der Verwaltungen de- Rnch- voiflnben wird. „ _ , O ldenburg, 15. Aug. Bei den Urwahlen zum otbciibvrgt- schen Landtag im Fürstentum Lübeck gewannen die Sozialdemokraten bisher neun Stimmen, die National- sozialen haben gleichfalls stark ae wo nn en. Beide Parteien zusammen verfügen über die Mehrheit. reben, noch eine Nacht in bei Behausung zuzubringen, um abzuwarten, ob die Schreie sich iüieberT)o(en würden. DieS war in der Tat der Fsllt. Man hörte deutlich bad in der Todesangst ausg.stoßen? gellende Kreiscken einer Frauenstimme. Nichts konnte die Leute nun bewegen, in dem Spusi emuirai «mroenci, in un|«« «um Hause zu bleiben. Nne neue Familie »oa ein. d°ch mit dem- befteundeten Emilien Besuche ob. Wie milgeleilt wird, be. selben Resultat. Die dritten Mieter hre ken es «ne abuefettnt er, sich dem Studium berOTtbtjtn z>, widmen, j, ^^um"eine^MiIlion länger dort zu-ubrinaen. um später die von seinem Oheim in ,,alkenste>n in, ImmuS ejn freptiftf)Cr j„„ner Mann, der von dem Spul hörte, in das Leben gerufene Lnngenheilanstalt zu übernehmen. wollte den abergläubischen Leuten beweisen, daß es keine Lichtenberg i. 0., 15. Aug. Mit der Wieder- Gespenster gebe. Er hoffte, eine ganz natürliche Erkläruna Herstellung deS hiesigen SchlosseS scheint numnehr ernst- für die merkwürdigen Laute zu finden, und schloß sim haft vorgegangen zu werden. Seit einiger Zeit wurde bet eines warmen Iuliabends allein in das Zimmer ein, aii^ qrößte Teil ber äußeren Seiten burch daß Offenbacher Bau- dem man bisher die Schreie vernommen hatte. Shir, nad) dekorotionSgkschSst von Albert Schreiber mit einem gewaltigen Mitteniacht stürzte der surchUoft ^isierleuüNLr >ed0i1> wre Gerüst umspannt und nun sind alle beteiligten Banhand. v°« Atrien gesagt auS demu'^d Ü^nd den werter mit dem Abreitzen und Sernnterschlogen der alten. I ^j^'^' ^ecklicheS fiSfonb^n noch furchtbareres !schabhoften Bauteile beschäftigt. Die noch im L-chlog lagern» I -cre^en ftvinc Macht der Erde könne ihn noch einmal den Akten werden demnächst fottgesührt und die Bauarbeiten -n jen€^ unheilvolle Gemach bringen. Die Wohnung ist wohl auch im Innern baldigst in Angriff genommen. Wie jc^t Von Polizei geschlossen worden, und behördlicher- man hört, sollen 60 Fremdenzimmer, ein großer feits soll denrnäckist eine eingehende Untersuchrmg der Räum- UnXlbl t mit ' > i»iS s ött^? zu er. bdn1* liegt -vT ai? ^urde, . bc. :f- V Teile “’fT 9& ^ler .. ^uDhmg ^B.mben . tn Ehester J’Hoer mehr ‘ 22 Agenden Kin- 71 L tinem . . - -imge- - 7 " J ®® alkvU« \fabon u«. 'L *Ü. kti* •-^loignt, -- ’ra Dich * Wt, lvem der „VM ;‘r grober X« «s diuv - Äler ge» '-- --' Int über >••31J iulfttUte, " - t $hit unter» ;" 1X1 doMvdig : Lil ob Aehirn» 'Ä auf da - - k Nafchetta na geiüMitM • 5:e ttirb dm het Jtt fatal® . &rtn tountii, - Saäbarä er« il bei hark.'ns^ :nr: tfMn P m in Lodi • - dir Sd[q 5c- i -n kahi |ofe sn Suwcr, nc5 \* .rrto RI t: ti» bt5 W ' 717; MU bku •»rj : arißlii bfrteiaerr- sich ft em । bat hattet jrM -Jj« £ Fd. * ix *5* * i# /j, ip 2- -E» x een , * - Arveitervewegung. Wien, 15. Aug. .Tie gestrige Versammlung der streikenden Lagerhaus Arbeiter hat beschlossen, am Dienstag die Arbeit Mieder aufzunehmen. Eingesandt. /tVfir Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel Übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 16. Aug. Auf einem Spaziergang vom Philosophenwald nach Wieseck ist mir am Synntag etwas aufgefallen, das verdient, einmal öffentlich festgenagelt zu werden. Drei Mädchen aus Wieseck im Alter von etwa 14 bis 16 Jahren schritten dem Philosophen- Wald zu, gefolgt von — zwei Jüngen im Alter von ca. 12 bis 14 Jahren (!), die ihre Msicht, zu den Mädchen in Liebes- Beziehungm zu treten, nicht verbargen und. als ich den Versuch machte, fie zu verscheuchen, ein freches Verhalten zur Schau trugen. Ob die Wiesecker Eltern nicht mehr auf Zucht und Sitte bei ihren Kindern sehen könnten? Anderen Eltern, denen beim Spaziergange mit ihren Kindern solebe Vorgänge begegnen, ist dies im Interesse ihrer Kinder höchst iinangenehm und empörend. Vielleicht merken sich das die Beteiligten? Ein Vater. Familien Nachrichten. Geburten: Eine Tochter dem Herrn Karl Bial und Frau tn Offenbach a. M. Kriefkasten der Nkdaktian. (Nnouhme Anfragen bleiben unberücksichtigt^ Anonyme Zusendungen finden auch unter .Eingesandt" keine Verwendung. Telephonischer Kursbericht. ^VgG/o Reiohsanleihe . 8% do. . . 8V,% Konsols . . . 3% do .... B*/20/n Hessen . . . 8’/,% Oberhessen . . 4 % Oesterr. Goldrente . 41/6% Oesterr. Silberrente 4% Untrer. Goldrente . 40/j Italien Rente , . 4V8% Portugieser . . 80/ Portugiesen. . . . 1% C. Türken ... Türkenlose..... 4% Griech. Monopol.-Anl. 41 \ % äussere Argentiner I rnnkiurt a VI., 16. . 102.10 . 89.85 . 102.00 . 89.55 . 100.30 ' 101/75 100.75 . 100.35 . 104.40 . 62.00 . 61.25 ' 127*70 47.30 8°/o Mexikaner 4,/9n/n Chinesen Electric. Sol uckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Lombarden , , Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum .... Harpener . . . August. . . 27.30 . . 89.90 . . 109.50 . . 101 10 < . 202 20 . . 190.00 . . 188.90 . . 155.80 . . 158 70 . . 13580 . . 14.80 . 189.50 . . 256.50 . . 210.00 . . 221.00 44 35 | Tendenz: fest. Neueste Meldungen. Origiiialdrahtmelduirgett des Gießener Anzeigers. Genua, 16. Aug. Ter flüchtige Prokurist Ernst Graumann aus Nürnberg, .dessen Veruntreuungen den gestern erfolgten Zusammenbruch des väterlichen Bankhauses G. Graumann herbeiführten, wurde hier verhaftet. Ter verhaftete Vater des Prokuristen, .Bankier Gerson Graumann, ist vorgestern gestorben. Zürich, 16. Aug. Tie russischen revolutionären Sozialisten in Genf haben eine geheime Versamm- l-ng m einem ®rm»orte abgehalten unb über die Lage be- raten, .die durch die Geburt des Zarewitsch aescbassen worden ist. Dieses Ereignis soll die Parteichefs -iE sÄuK veranlaßt haben, die aktive Propaganda ener- et denn je zu betrerben. Es soll ein Manifest in Ruß- “™L -uv Verteilung gelangen, das sich mit der Geburt des Thron- ^r General-Versammlung der schweizerischen Ofpziers-Gesellschast wurde auf Antrag des Obersv-Divisionär Se- cretan einstimmig und mit stürmischer Akklamation eine Resolution angenommen, welche dem Oberst Audeond das Vertrauen der schweizerischen Offiziere ausdrückt. m brück 16. Aug Vom Rauchkogl in Zillertal m die Dresdener Tounstrn Mathilde Kaiser abgestürzt und erlitt mehrfach Verletzungen. , .Wien, 16 Aug^ . Wie der „N. Fr. Pr." gemeldet wird, Md m Petersburg Dienstag eme eigene Sitzung des russischen Mmrsterrats über den Abschluß einer großen russischen Anleihe in Deutschland statt. Direktor Rothstein von der Petersburger internationalen Bank ist telegraphisch von Ischl nach Petersburg berufen worden. Toblach, 16. Aug. Bei Niederndorf fand ein Zusammenstoß zwischen dem Automobil des Baron Rothschild und demjenigen eines Herrn Schmal aus Wien statt. Ter Führer des Rothschild'schen Wagens sowie der Schwager Schmals wurden schwer verletzt, während die übrigen Insassen mit leichteren Verletzungen davonkamen. Petersburg, 16. Aug. Zu Generaladjutanten des Kaisers unter Belassung auf ihren Posten wurden ernannt: Hofstallmeister Generalleutnant Grünwald, der Hetman der Don'shen Koftken Generalleutnant Maximowitsch, der Generalgouverneur von W lna Generalleutnant Först Swia- topolsk-Mirski, der Kommandierende des Wilnaer Militärbezirkes General der Infanterie Gripenberg und der Stadthauptmann von Petersburg F u l l o n. Herzog Georg von L e u ch- tenberg würbe der Suite des Kaisers zugeleilt. Petersburg, .16. Aug. Ein kaiserlicher Erlaß verfügt die Abschaffung der körperlichen Züchtigung in ganz Rußland. Tas Los der Bauern soll besser gestaltet werben. Zahlreiche Begnadigungen sind erfolgt. Petersburg, 16. Aug. Nach amtlichen Nachrichten verlor die Garnison von Port Arthur vom 8. bis 10. August an Toten 7 Offiziere und 248 Soldaten, an Verwundeten 35 Offiziere und 1553 Soldaten. Verschollen sind ein Offizier und 83 Mann. Tschisu, 15. Aug. (Neuter.) Der Kommandant der japanischen Flotte teilte den Russen in Port Arthur mit, daß die Stadt mit Lydditgranaten beschossen werden würde, wenn die Nüssen in den Hafen zurückkehrten und daß die russischen Kriegsschiffe zerstört werden würden. L i a u j a n g , 15. Aug. Die Japaner befestigen ihre Stellung bei Haitscheng Westlich vom Liao sind keine japanischen Truppen festgestellt. Tas Flußtal ist infolge der Regengüsse schwer passierbar. Tie Nachrichten aus Port Arthur laut?^ ernst. Unverbürgte Nachrichten melden sogar schon die Einnahme der Festung nachdem die Japaner 450 Belagerungsgeschütze gegen das Stadt-Innere aufgestellt haben. Tie russische Flotte soll seit ihrem Auslaufen aus dem Hafen neun Schiffe verloren haben, der Rest sei entkommen. Auch die Bank in Mulden wird wahrscheinlich ihre Geschäfte bald schließen. Tie Armee des Generals Kuroki steht südlich von Benuhsiwu und Mitse am Taitseho, der noch nicht überschritten ist. Tie hiesige Militärbehörde erhielt die Nachricht, daß hier Chungusen in Stärke von Über 1200 Mann eine Plünderung nach dem 9lbzug des russischen Militärs vorbereiten. Heftige Regengüsse verwandeln weithin das Land in einen unabsehbaren Sumpf. Tie gesamten Streitkräfte der Japaner auf dem Kriegsschauplatz wer- 6ot SBnrS/9Mf»!i.8n 5*Uf 32OrO<2? Mawn geschabt, wovon 100 000 bDT -port Arthur stehen, auf das die Japaner ihre ganze Anstrena- Heer verharrt nach wie vor U abwartender Haltung. Mulden scheint gegenwärtig stark gesichert Shanghai 16. Aug. Hier eingetroffene Personen be- ker Befehlshaber der japanischen Flotte dem russi- ^^t-^owmandanten von Port Arthur mitgeteilt habe, daß eLia mll Lddit-Domben & fotirbe, n°ch int Hafen befindlichen Kriegsschiffe in die Aufruf! d- Mts. ist die Stadt Herborn von einem schweren Brand-Unglück heimaesucht worden. In ungefähr 5 Stunden lagen zwei Gebäudereihen in Trümmern: 30 Scheunen und 14 Wohnhäuser. Es sind zumeist die Armen der Gemeinde, die den Verlust ihres kleinen, gering versicherten Häuschens, oder die wenig oder garnicht versicherte Ernte an Futter und Getreide beklagen. Wegen den an die alte Stadtmauer eng zusammengebautcn Scheunen wollten viele Versicherungsgesellschaften nicht aufnebmen. Der geringe von der Brandversicherung gezahlte Betrag reicht kaum aus zur Deckung der auf den Häuschen lastenden Hypothekenschulden, was sie daran hindert, selbständig zu bauen. Vielen ist das, was sie an Kleidungsstücken und Haushaltungsgegenständen besaßen, verbrannt. Edeldenkende Menschenfreunde werden herzlichst gebeten, chaben zur Linderung dieser Mot zu steuern. Solche Gaben nehlnen entgegen Bürgermeister Birkendahl und Pfarrer Professor Haußen zu Herborn und außerdem die Expedition unseres Blattes. 0? ' Anerkannt and unübertroffen ist die Wirkung auf die Haut der wissenschaftlich und technisch vollkommensten Schönheits-, Toilette- und mildesten Kindereeife Myrrholin - Seife Beweis: Glänzende Begutachtung von drka 1000 Professoren und Aerzten. Myrrholin - Glycerin ist dat hervorragendste und wirkungsvollste Präparat für Haut und Teint Bequeme Anwendung, fettet nicht, herrlicher Wohlgeruch, der Liebling aller Damen. Myrrholin-Bilder Pracht-Sammel-Album Europa, dazu 400 verschiedene hochinteressante und belehrende Ansichten. Drucksachen aller Art liefert in jeder gewünschten Ausstattung, stilrein und preiswert die Brühl’sche Universitäts - Druckerei, Schulstr. 7 itaiiroPäiroiräl in Frita Eccaritis Wilh. Orbig Nachf. Markt 7. 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