Nr. 139 Donnerstag, 16. Juni 1904 154. Jahrg. Erscheint tlall® nttt vu-nahn» btfi v«nnrtaqL Di» .Siebener LawMeadlStler" roerben ber otermc wöchentlich txtgelegt De E^esstl Qmd tr* erschein monatltch ttaml Eichener Anzeiger Äiwfnttimfbwtt tmfc Verlag der vrLhi'ich« UntDcrfthtttomdrceL Ä. Sange, Gieren. Rebattton. Exvebttion u. Druckerei; Gchulstr.R. Tel. 9h. 6L ieUgvSlbx. | Anzeig« Lietzen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen. Parlamentarische Verhandlungen. Nachdruck ohne Vsrstnbsrmrg nicht gestattet. Deutscher Reichstag. 98. Sitzung vom 15. Juni. 12 Uhr. Das Haus ist gut besetzt. Am Bundesratstisch: Frhr. v. Stengel, Dr. Stu e bei, Dr. Nieberding u. a. Auf der Tagesordnung steht zunächst die erste Beratung eines Nachtragsetats für 1904 (gefordert werden 3 Millionen für das Schutzgebiet Togo als erste Rate für den Bau der Bahn.) Der Nachtragsetat wird ohne Debatte in erster und zweiter Beratung angenommen. Es folgt die Interpellation Auer (Soz.) und Genossen betr. den im preußischen Abgeordnetenhause eingcbrachten Gesetzentwurf über die ErschwerungdesKontrakt- bruchs landwirtschaftlicher Arbeiter. Auf die Frage des Präsidenten Grafen Ballcstrcm, ob und wann der Reichskanzler die Interpellation beantworten werde, erklärt Staatssekretär Dr. Niebcrding: Ich bin bereit, die Interpellation namens des Reichskanzlers morgen zu beantworten. Die Interpellation wird hierauf von der Tagesordnung a b- gesetzt. Es folgt die Fortsetzung derzweitcn Beratung des Gesetzes betreffend die Garantie des Reiches in Bezug auf eine Bahn von Dar-es-salaam nach M r o g o r o beim § 1, der bestimmt: Tas Reich soll für den Betrag von 18 700 000 eine Garantie übernehmen. Die Bahn soll eine Spurweite von 0,75 Mtc. baden. Die Kommission hat aber in einer Resolution die Forderung gestellt, daß die Spurweite mindestens 1 Meter beträgt. Ein Kompromißantrag v. Normann (kons.), von K a r d o r f f (Np.), Dr. Spahn (Ztr.), Schrader (freij. Vgg.s, Dr. Sattler (nat.-lib.) beantragt, die Spurweite im Gesetz selbst auf einen Meter fcstzusetzen und außerdem die Garantiesumme auf 21 Millionen zu erhöhen. Abg. Richter (freis. Vp.): Der Abg. Schrader verließ völlig den Boden seiner Partei, als er gestern für die Togobahn eintrat. Ich erinnere ihn nur, wie lebhaft seiner Zeit Bamberger gegen solche Forderungen austrat. Der jetzt vorliegende Entwurf der Bahn von Dar-es-Salaam nach Mrogoro hat ja in der Kommission recht lange Zeit gebraucht, bis er fertig wurde und bis man sich schließlich so freigebig zeigte, sich auch noch für die größere Spurweite für die Bahn Dar-es- Salaam—Mrogoro auszusprechen. Wodurch ist denn diese größere Spurweite begründet? Auch von Kolonialkennern wird die kleinere Spurbahn als vorteilhafter erklärt, denn es handelt sich um ein Terrain, wo die Bahn viele Kurven machen muß und häufig auch unter Regengüssen zu leiden hat. Auch Herr Spahn hat ziemlich plötzlich erst sein kolonialfreundliches Herz entdeckt; jetzt allerdings ist er von heiligem Feuer für die Kolonien durchglüht und meint, daß sie einen Stützpunkt für unsere Weltpolitik bilden müssen. Sie sagen: Wir müssen das Land auftchließenl Das tun wir aber doch schon seit zwanzig Jahren, aber das Land wird immer öder, und aufgeschlossen werden nur neue Steuerguellen. (Heiterkeit.) Bei dieser Bahn darf man sich nicht auf die Konzertmalerei der Berichte verlassen, sondern muß sich aus den Boden der Tatsachen stellen. Es wohnen doch nur ganz wenig Weiße in dem Gebiete, das die Bahn durchqueren soll. Das Klima ist auch derart, daß es wahrlich nicht zur Ansiedelung verlocken kann. Nun ist uns ja sogar eine Rentabilitätsberechnung ausgemacht worden, wonach die Bahn sogar eine gute Verzinsung abwerfen soll. Unter anderem verweist man auf die Beihilfen der Missionen und erklärt auch, daß man infolge des Bahnbaus eine Kompagnie Schutztruppen würde entbehren können. Ich bin durchaus entgegengesetzter Ansicht; wenn die Bahn gebaut wird, dann werden unsere Truppen in Ostafrika womöglich noch verstärkt werden müssen, um sie zu schützen. Von militärischem Nutzen im Falle eines Aufstandes wird die Bahn nicht sein, wohl aber kann sie leicht dazu beitragen, daß Aufstände entstehen, weil sie den verschiedenen Stämmen den Verkehr mit einander erleichtert. Das haben wir ja in Südwestaftika gesellen, und noch schlimmer würde es in Ostafrika sein, wo die Eingeborenen viel intelligenter sind. Wir müssen überhaupt unsere ganze Kolonialpolitik anders einrichten. Schon Fürst Bismarck hat gesagt: Es geht nicht an, daß von Geheimräten und Offizieren regiert wird; das Reglementieren der einen und das Kommandieren der anderen macht noch keine Kolonralpolitik. Abg. Schrader (freis. Vgg.s: Ter Abg. Richter hat mir vorgeworfen, daß ich meine Meinung geändert hätte. Er hat gesagt, ja, wenn Herr Bamberger noch da wäre, dann würde Herr Schrader ganz anders sprechen. In einem Punkt bat der Abg. Richter Recht. Ich bin durchaus kein Freund der Kolonialpolitik gewesen, als sie inauguriert wurde. Ich stand damals auf einem ähnlichen Standpunkte wie mein Freund Bamberger. Aber Herr Richter hat ganz dabei vergessen, daß dieses im Jahre 1885 war und daß 20 Jahre seitdem verflossen sind und sich die Verhältnisse doch wesentlich geändert haben. Wir haben große Geldsummen in dieser Zeit für Die Kolonien aufgewandt, allerdings ohne einen Erfolg zu haben. (Abg. Richter ruft: Sehr richtig I) Gewiß, Herr Richter, aber dieses spricht doch nicht gegen die Kolonien, sondern zeigt nur, daß die Kolonialpolitik, die wir bisher getrieben haben, eine falsche war. Herr Richter hat kürzlich gesagt, es kommt alles auf die Entwickelung an. Das ist durchaus richtig. Wenn man aber auf dem Standpunkt des Abg. Richter steht und fortwährend die Mittel für die Sclonien versagt, Dann kann man auch nicht erwarten, daß sie sich gut entwickeln. Jetzt handelt es sich um die Frage: Wie ist es möglich, unsere Kolonien so auszugestalten, daß wirtschaftliche Unternehmungen dort mit Erfolg betrieben werden können? Dazu ist eine friedliche, ständige Entwickelung erforderlich, und wenn wir diese erreichen wollen, bann müssen wir auch die Mittel dazu bewilligen. Herr Richter hat es so dargestellt, als ob Ostaftika ein gottverfluchtes Land fei. Ja, er beurteilt es immer unter dem Gesichtspunkte des Augenblickes. Es läßt sich doch nicht leugnen, daß Ostasrika ein sehr fruchtbares Land ist, und daß sich viel daraus machen läßt. Wenn wir aber nichts für die Entwickelung tun, dann verlieren wir das Gelb, das wir hineingesteckt haben. Abg. Südekum (Soz.): Meine Freunde werden ebenso wie gegen die Togobahn, so auch gegen die Bahn von Dar-es-Salaam stimmen. Die Bahn soll auch wieder nur im großkapitalistischen Privatinteresse gebaut werden. Eigenartig ist es, daß die Parteien, die sonst immer dafür sind, daß das Privatkapital in Tätigkeit treten muß, hier mit einem Mal mitten im Staatssozialismus schwimmen. Allerdings bandelt es sich hier um Afrika, dafür kann man öffentliche Mittel gut brauchen; toenn ' aber die Stadt Berlin selbst elektrische Bahnen bauen will, dann macht man ihr alle möglichen Schwierigkeiten, ja, es legen sogar Ministerialdirektoren ihr Amt nieder, um in den Dienst der Privatgesellschaft treten und für die Verlängerung ihrer Konzession sorgen zu können. Das ganze Gesetz dient nur großkapitalistischen Interessen. Ihnen zuliebe hat die Kommission sogar Die alten bewährten Grundsätze der Budgetierung über den Haufen geworfen und sich ganz einseitig für eine Erhöhung der Forderung der Regierung ausgesprochen. Wir sehen in der ganzen Kolonialpolitik, wie sie Beute getrieben wird, nicht eine Kulturförderung, sondern etwas Gemeinschädliches, und werden deshalb gegen die ganze Vorlage stimmen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Kolonialdirektor Stucbcl: Die Entwicklungsfähigkeit Ostaftikas wird vom Abg. Richter viel zu schwarz geschildert, obwohl auch ich nicht verkenne, daß wir Dort mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Die Ausfuhr ist jedenfalls seit Dem Jahre 1899 fortdauernd gestiegen, sowohl die Ausfuhr an Elfenbein und Kautschuk, wie die an Hülsenfrüchten. Aber Ostafrika ist erheblich weiterer Entwicklung fähig, wenn wir es mit Den nötigen Verkehrsmitteln versehen. Wenn wir daS tun, Dann toirD auch Ostaftika bald zu den Ländern gehören, wo Die Baumwollenprodultion eine bedeutende Rolle spielt. Daß in den 20 Jahren des Bestehens unserer Kolonie Die Kultur schon vollkommen erschlossen sein soll, kann man nicht billig verlangen. Besorgnisse an der Regelung der Landbesitzvcrhältniße bei dem Bahnbau sind unbegründet. Die Regierung wird jedenfalls Dafür sorgen, daß jede Ungerechtigkeit vermieden toirD. Abg. Graf Arnim (Rp.): Ter AbgeorDnete Richter meint: Bauen toir keine Bahnen, sonst begünstigen toir AufstänDel Ich bin im Gegenteil Der Meinung: Bauen toir Bahnen, Dann tocrDen toir uns gegen AufstänDc sichern. Glauben Sie, daß irgenD eine Nation aus Furcht vor Unruhen ihre Kolonialpolitik preisgeben toürDe? In icbem Volke toürDe sich Das nationale Gefühl Dagegen auflehnen. (Lachen bei Den Soz.j Tie ostaftikanische Baumwolle ist nach sach- verstänDigem Urteil ebenso gut tote Die ägyptische, ihre Kultur zu heben, ist eine der Hauptaufgaben Der Bahn. Gegen Den Vorwurf, Daß wir hier gerißenen Kapitalisten Gefälligkeiten erweisen wollen, verwahre ich mich entschieden. Ich treibe keine persönliche, sondern sachliche Politik. Es ist auch durchaus falsch, zu sagen, nur Kolonialschwärmer könnten für den Bahnbau eintreten. Tie 35 Handelskammern, die das im Interesse unserer Baumwolleiikiiltur getan haben, sind doch keine Kolonialschwärmer. Merkwürdig ist es, daß im Jahre 1904 Parteien, die sich zum Fortschritt bekennen, erklären, im Kampfe zwischen Wagen und Lokomotive Dem Wagen den Vorzug geben zu wollen. Taß eine Spurweite von nur 75 Crntr. auch gewiße Vorteile haben würde, gebe ich zu, vor allem würde sie eine kürzere Bauzeit erfordern; aber die Nachteile würden überwiegen; Der schwächere Unterbau würde leichter durch Negenmassen beschädigt werden und dadurch auch höhere Unterhaltungskosten bedingen, außerdem würde eine solche schmalspurige Bahn auch niemals durch Weiterbau Anschluß an die große Mombaßabahn finden können. Deshalb treten toir für Die Normalspurbahn ein. Ich meine. Der Worte sinD genug gewechselt, toir toollen nun enDlich zu einem Resultat kommen. Die Kolonialgeschichte toirD feststellen. Daß Die Herren, Die in Afrika nur schwarze Punkte sehen, unserem Vaterland« schon Millionen unD Millionen gekostet haben, toeil sie Mißtrauen säeten unD dadurch Die Betätigung Des Privatkapitals in Den Kolonien zu- rückhielten. Abg. Dietrich (fonf.) meint, es toürDe ganz gut fein, toenn den Abgeordneten Freifahrtkarten nach Ostafrika zur Verfügung gestellt würden, damit die Gegner der Kolonie aus eigener Erfahrung sich überzeugen könnten, daß es dort viel bester aussieht, als die Schwarzmalereien des Abg. Richter es erscheinen lasse. Ostafrika fei keineswegs Der Sumpf und die Einöde, wie Abg. Richter immer varstellt. Entsetzlich seien nur die jetzigen Transportverhältniste aus bem Innern des Landes nach der Küste. Tausende von Menschen müßten dort jetzt unter großen Qualen und Entbehrungen die Waren transportieren. Tie Bahn werde auch gegen die nicht selten vorkommende Hungersnot günstig wirken. Sie erfüllt eine Kulturaufgabe, der das Reich sich nicht entziehen könne. Die Spurweite von 75 Zmtr. ist durch nichts anderes begründet, als dadurch, daß die Regierung dem Reichstage eine Konzession machen wollte, um ihn leichter zur Bewelligung der Forderung zu bewegen. Die wirtschaftlichen Gründe aber sprechen durchaus für die Normal- spurweite. Ich halte den Bahnbau durchaus für aussichtsreich. Gerade die Tatsache, daß die Deutsche Bank hinter der Deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft steht, ist mir eine Bürgschaft dafür, daß diese Gesellschaft nicht das Schicksal der Usambaragesellschaft teilen wird. Es handelt sich für uns um eine Garantie für werbende Werte, die später eine Entlastung des Reichshaushalts für Kolonialzwecke herbeiführen werden (Beifall rechts.) Abg. Dr. Spahn (Ztr.) sucht die Rentabilität der Bahn darzu- legen und tritt für den die Erweiterung der Spurweite fordernden Antrag ein. In Den Einzelheiten bleibt Redner unverständlich. Abg. Dr. Sattler (nat.-lib.): Ich habe den Eindruck, daß das Haus froh ist, wenn wir bald zu einer Abstimmung gelangen würden. Deshalb nur wenige Worte. Eigentlich könnte ich überhaupt verzichten, aber cs wäre unhöflich, toenn ich nicht auch toenigstens ettoas zur Rede des Abg. Richter sagte, nachdem andere Redner sich mit ihm beschäftigt haben. Der Abg. Richter behauptet, die militärische Beherrschung der Kolonie sei nicht die erste Aufgabe, sondern die wirtschaftliche Entwicklung. Es scheint mir aber, daß die Vorbedingung der wirtschaftlichen Entwicklung in der militärischen Beherrschung eines Landes liegt. Das beste Beispiel Dafür ist ja, daß infolge des Mangels der militärischen Beherrschung ein so großes Unglück im Hererolande entstehen konnte. Gewundert hat es mich, daß man für die Rentabilitätsberechnung dieselbe Vorbedingung verlangt wie für die Rentabilitätsberechnung von Bahnen in Deutschland. Wie man dazu kommt, begreife ich nicht. Der Abg. Südekum meinte, daß das kapitalistische Jntereste durch die Bahnen gefördert würde. Nun, wir können uns doch nur freuen, toenn das Großkapital in diese Kolonie hineingeht. Denn entweder tatkräftige Gesellschaften müssen die Sache in die Hand nehmen ober das Reich. Tie einzelnen Unternehmer sind fast niemals in der Lage, über so viele Kapitalien zu verfügen, wie dazu nötig sind, oder will der Abg. Südekum gar keine grohkapita- listsiche Bildung dort tätig sein lasten und alles dem Reich Vorbehalten? Einen solchen Standpunkt würde ich ja verstehen. Wir alle sind uns wohl darüber einig, daß, wenn wir einmal Kolonien haben, wir auch für ihre wirtschaftliche Entwicklung sorgen müsten. Die wirtschaftliche Entwicklung ist aber ohne Eisenbahnen nicht möglich. Hoffentlich wird es uns gelingen, noch in diesem Jahre mit dem Bau der Bahn zu beginnen. (Beifall.) Hiermit fchließt die Debatte. Die einzelnen Paragraphen des Vertrages mit der ostafrikani- fchen Vahngesellfchaft werden in der Fassung des Kompromißantrags (1 Meter Spurweite) angenommen. § 1 des Gesetzes gelangt in der Fassung des K o m - promißantrages (21 Millionen) in namentlicher Abstimmung mit 149 gegen 83 Stimmen zur Annahme. Ter Rest des Gesetzes wird bebatteIo-3 genehmigt. Damit ist die zweite Beratung des Gesetzentwurfs, betr. die Uebemahme einer Garantie des Reichs in Bezug auf eine Eisenbahn von Dar-es-Salaam nach Mrogoro beendet. Es folgt Die zweite Beratung des Gesetzentwurfs betr. den Servistarif und die Klasseneinteilung der Orte. Nach dem Entwürfe sollen 205 Orte in höhere Klaßen versetzt werden, und zwar 7 Orte in Klasse A (Breslau, Eharlottenburg, Köln, Deutsch-Wilmersdorf, Rixdorf, Schöneberg, Leipzig), 30 Orte in Klasse I, 50 in Klasse II und 118 in Klasse III. Der neue ServiS- tarif und die Klasseneinteilung der Orte soll vom 1. April 1904 ab in Kraft treten und die nächste Revision des Servistarifs und der Klasseneinteilung der Orte mit Wirkung vom 1. April 1918 ab erfolgen, von welchem Zeitpunkt ab immer von 10 zu 10 Jahren eine wiederholte allgemeine Revision stattfindct. Die Kommission beantragt, statt 1913 zu sagen 1906 und folgende Resolution: „Die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, baldmöglichst, jedenfalls mit der nächsten Revision des Servistarifs, einen besonderen Gesetzentwurf über die Bewilligung von Wohmingsgeld- zuschüssen vorzulegen." Abg. Eickhoff (freis. Vp.) beantragt, die Klasseneinteilung der Orte auch für die Bewilligung von Wohnungsgeldzuschüssen an die Offiziere und Aerzte des Reichsheeres und der kaiserlichen Marine sowohl wie an die Reichsbeamten mit Wirkung vom 1. April 1906 ab in Kraft treten zu laßen. Staatssekretär Graf Posadowsky: Entgegen Den früheren Gepflogenheiten soll dies Servisgesetz nur auf zwei Jahre Gültigkeit Baben. 1887 betrug die Frist zehn Jahre, 1897 fünf Jahre. Schon die beiden letzte Servisgesetze enthielten fcebeutenbe Verbesserungen, die 5. Klasse ist fortgemllen, und jetzt sollen wieder 205 Orte in eine höhere Klasse aufrücken. Das, was die verbündeten Regierungen dem Reichstage vorlegen, entspricht durchaus Den Wünschen, die das Haus früher in Form einer Resolution ausgesprochen hatte. Zwischen Dem Seroisgcsetz und Tarifgesetz und dem Wohnungs- geldzuschuß besteht gar kein innerer Zusammenhang, die Resolution Der Kommission ist also durchaus unbegründet. Durch Erfüllung des Gedankens, der Der Resolution zu Grunde liegt, würde eine solche Unzahl von Klaßen geschaffen werden, und daraus würde wieder eine solche Maße von Wünschen auf Versetzung in höhere Klaßen entstehen, baß Die Schwierigkeiten unendlich würden. Auch mürben die Vorarbeiten so lange Zeit in Anspruch nehmen, daß die Erfüllung ber Resolution schon technisch unmöglich ist. Wollen Sie Ihre Absicht erreichen, so geben Sie uns Zeit zur Prüfung. Wir werden Ihnen dann mitteilen, ob Ihr Wunzch realisierbar ist. Schatzsekretär Frhr. v. Stengel macht eine Reihe finanztechnischer Bedenken gegen die von der Kommission vorgeschlagene Resolution geltend. Der Frage der Umgestaltung des Wohnungsgeldzuschußes seien auch die verbündeten Regierungen bereit, näher zu treten, aber das sei eine sehr schwierige Aufgabe. Preußen habe sich ja schon bereit erklärt, wenigstens für die unteren Beamten den Wohnungsgeldzuschuß zu erhöhen. Man dürfe auch nicht vergeßen, daß im Jahre 1905 eine neue Volkszählung vorgenommen werden soll, und diese müsse erst die Grundlage für eine Regelung dss Wohnungsgeldzuschusses abgeben. Man könne eine solche Prüfung nur vornehmen unter sorgfältigster Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit des Reiches. Er warne aber davor, sich allzusehr auf die Mehreinnahmen zu verlassen, der größte Teil der Mehreinnahmen aus dem neuen Zolltarif fei ja schon für die Witwen- und Waisenversicherung vorweg beftinunt. Abg. Patzig (nat.-lib.): So wenig haben mich selten Erklä- rungen vom Regierungstische befriedigt, wie die eben gehörte. In diesem langsamen Tempo dürfen toir nicht fortfobren. Wir können auch, ohne Die Ergebnisse der nächsten Volkszählung abgutoarten, zu. einem gangbaren Wege in der Regelung Der Wohnungsgeld- zuschüsse gelangen, toenn er nur mit Dem nötigen Ernst und Eifer gesucht toird. Nur unter Dem Zwang der Verhältnisse nehmen' wir Die heutige Vorlage an. Wir müssen doch wenigstens in Etappen zu einer Den Bedürfnissen entsprechenden Regelung der Wohnungs- gelDfrage zu gelangen suchen. Die Finanzlage ist ja allerdings schwierig, aber man Darf trotzdem nicht immer mit finanziellen Bedenken kommen. Denn es wird in Den einzelnen Etats doch sehr verschieden haushälterisch getoirt)djaftet. Präsident Graf Ballestrem stellt nach dem Stenogramm fest, daß der Abg. Südekum in seiner Rede in Beziehung auf Bundesstaaten den Ausdruck „Raubstaaten" gebraucht habe. Infolge der Unruhe des Hauses ist dieser Ausdruck auf der Tribüne ebenso wie am Präsidententische überhört worden. Der Präsident rügt ihn als unpassend und unziemlich und bittet, ihn für die Zukunft nicht zu gebrauchen. Abg. Hug (3trJ tritt für die Kommissionsbeschlüsse ein. Abg. Singer (Soz.) tritt für erhöhten Wohnungsgeldzuschuß der Unterbeamten ein. Abg. Eickhoff (freif. Volksp.) begründet seinen Antrag, der bezwecken soll, daß Den Beamten und Offizieren, die in eine Höhere Servisklaße versetzt seien, schon vom 1. April ab auch ein höherer Wohnungsgeldzuschuß gezahlt werde, nach der Vorlage werde nur ein Höherer Servis und eine höhere Entschädigung für die Quartierleistung Der Truppen gezahlt. Alle Novellen zum Servisgesetz kämen fast nur Den Offizieren zu gute, am besten wäre es, toenn man den Servis ganz aufhebe. Der Wohnungsgeldzuschuß müßte erhöht werden, wenn kein Geld da wäre, müßte man (Abg. Kanitz ruft: Handelsverträge kündigen I Heiterkeit) andere, minder kulturelle Ausgaben, z. B. für afrikanische Bahnen, unterlassen. Abg. Erzberger (Zentr.) tritt für die Resolution ein, man müßte es dem Bundesrat zeigen, daß der Reichstag eine Revision des WohnungsgeldzufchusseS. für unumgänglich nötig halte. Abg. von Staudy (fonf.) erklärt auch die Zustimmung feiner Partei zu den Kommißionsbeschlüßen. Abg. Kirsch (Zentr.) beantragt, Den ganzen Gesetzentwurf mit Den Aenderungen und den Petitionen nochmals an die Kommission zurückzuverweisen. Nach weiteren Bemerkungen Der Abgg. Götz von Olenhusen (Welfej, Tr. Spahn (Zentr.), v. Oertzen (Reichst).), Tr. Sattler (nat.-lib.), der auch für Die Kommiffionsoeschlüsse eintritt, wird § 1 des Gesetzentwurfs mit der Tarifbeilage nach Ablehnung des Antrags Kirsch in ber Kommissionsfassung angenommen. § 2, der von Der Klasseneinteilung hanDelt, wird mit dem Antrag Eickhoff angenommen. 8 3 wird nach den Beschlüßen der Kommission angenommen, wonach Die nächste Revision des Servistarifs 1906 stattfinden soll. Der Reit Des Gesetzes findet Debattelose Annahme. Die zu dem Entwürfe eingegangenen zahlreichen Petitionen werden dem.Reichskanzler als Material überwiesen. Die Resolution Dec Kommission wird ebenfalls angenommen. Damit ist Die zweite Lesung des Servistarifgesetzes erledigt. Das Haus vertagt sich. Nächste Sitzung: Donnerstag 1 Uhr: Interpellation Auer u. Gen. betr. Kontraktbruch, dritte Beratung der Eisenbahn- Vorlage für die Schutzgebiete, des Servistarif- g e s e tz e s, und des Gesetzes betr. Die K a uf mannsgerichte, Resolution Groeber betr. Einquartierungslasten. Schluß gegen 6% Uhr. Juni. Aks Stadt lind Land. am Gießen. ** Empfänge. 15. Juni u. a. dächttgung, wovon Frhr. v. Mirbach spricht, sind erst durch eine unangebrachte Geheimniskrämerei Tür und Tor geöffnet worden. Es erfüllt mit Befriedigung, daß Frhr. v. Mirbach die Rückerstattung der Summen durch die reicheren Kirchenbauvereine nach Beendigung des Prozesses in Aussicht stellte. oder durch die in Abständen von 150 Meter stehenden Posten. So gut und zweckentsprechend der Sanitätsdienst organisiert ist, so wünschenswert wäre es, wenn er nicht in Anspruch genommen zu werden brauchte. Für Equipagen und Automobile, die am Renntage zur Saalburg fahren, hat der Deutsche Automobilklub besondere Standplätze gemietet, auf denen die ankommenden Gefährte der Reihe nach Aufstellung nehmen. Für Wagen ist der abgesperrte Platz der Gonzenheimer Gemeinde reserviert: für Automobile der große Exerzierplatz der Homburger Garnison ausersehen. Standkarten L 5 Mark sind entweder im Bureau des Deutschen Automobil- llubs, Homburg v. d. H., Kurhaus, oder an den jeweiligen Kontrollstationen am Renntage zu lösen. — (Leu acht Tagen sind 20 Kehrmaschinen und 150 der Arbeit, die Rennstrecke gründlich zu säubern. Die erste Westrumitbesprengung erfolgt in der kommenden Nacht, die Gießen, den 16. Juni 1004. S. K. H. der Großherzog empfingen den Geheimen Forstrat Heyer von 1821 in Oberhefsen, wirkte der Heimgegangene lange Jahre in Pfeddersheim und entfaltete dort eine sehr ersprießliche Tätigkeit als Seelsorger, Lehrer und Dichter. Ein beschwerliches Augenleiden zwang ihn, vor einer Reihe von Jahren, sich von seinem Amte zurückzuziehen und stille seiner Licblingsarbeit, der Dichtkunst, zu leben. Die Beerdigung des Verstorbenen findet am nächsten Freitag, nachmittags 3 1/2 Uhr statt. — In der Sitzung der Stadtverordneten referierte Stadtv. Dr. Stephan über die Erbauung des neuen Wasserwerks resp. die Verhandlungen mit der Gemeinde Lampertheim. Infolge des Standpunktes der Lampertheimer Gemeindeverwaltung — die Rohrverlegung durch einen Feldweg ihrer Gemarkung nur gegen eine Entschädigung von jährlich 1000 Mk. zu gestatten und für jeden Kubikmeter Master aus dem neuzuerrichtenden Wasserwerk im Bürstadter Walde einen zehntel Pfennig zu entrichten, welche Entschädigung auch an den Fiskus bezahlt werde; ferner Vorbehalt des Rechtes, jederzeit den Waffer- bedarf für Lampertheim aus dem neuen Wasserwerke entnehmen zu können — sei eine Einigung nicht erzielt worden. Die Stadt Worms habe als jährliche Entschädigung für die Rohrverlegung in den Gemeindeweg eine jährliche Entschädigung von 250 Mk. angeboten, dagegen die Entschädigung für den Wasterbezug aus dem Bürstädter Wald, zu dem der Fiskus als Eigentümer des Waldes die Genehmigung erteilt habe, abgelehnt. In einer Sitzung des Gemeinderats zu Lampertheim, der auch Herr Kreisrat Eckstein aus Bensheim und Oberbürgermeister Köhler und Justizrat Dr. Stephan aus Worms beiwohnten, wurde die ganze Frage verhandelt, jedoch ohne Resultat. Es werde deshalb das Enteignungsverfahren gegen die Gemeinde Lampertheim beantragt, zu welchem die Stadtverordnetenversammlung ihre Zustimmung erteilt. k. Groß-Umstadt, 15. Juni. Von prächtigem Wetter begünstigt wurde am 12. d. Mts. in Groß-Umstadt der Verbandstag der Kriegerkameradschaft Hassia abgehalten. Am Vorabend hatten die beiden Ortsvereine einen Festkommers veranstaltet. Am Sonntag, den 12., begannen die Verhandlungen des Verbandes um 9 Uhr vormittags. Der Vorsitzende, Oberstleutnant Cramolini, begrüßte zunächst die erschienenen Ehrengäste und eröffnete die Versammlung mit einem begeistert aufgenommenen Hurra auf S. Maj. den Kaiser und S. Kgl. Hoheit den Großherzog. Sämtliche Bezirke waren vertreten mit 2116 Stimmen. Den Verhandlungen wohnten ferner die Vertreter der in Vertragsverhältnis mit der Hassia stehenden Versicherungsgesellschaften (Providentia, Zürich und Anker) bei. Die Wahl des Orts des nächstjährigen Verbandstags siel auf Laubach. Auf Antrag des Präsidiums (ein von der Versammlung neu beschlossenes Vorrecht des Präsidiums) wurde Graf Oriola in Büdesheim wegen seiner großen Verdienste um die deutschen Veteranen durch den Verbandstag zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt. An Stelle eines zurückgezogenen Antrags des Verbandsrechners Hauptmann Waldecker wurde ein Antrag des Bezirks Offenbach angenommen, wonach das Eintrittsgeld bereits bestehender Vereine auf 40 Pfg. pro Mitglied, mindestens aber auf 20 Mk. festgesetzt wird, letzteres mit Wirkung vom 1. Januar 1905 ab. Auch die vom Präsidium beantragte Erhöhung der Beiträge der Vereine an den Landesverband von 10 Pfg. auf 20 Pfg. pro Kopf der aktiven Mitglieder wurde einstimmig angenommen. Um 1 Uhr waren die Beratungen beendet, um 2 Uhr begann das Festesten im Gasthaus zum Lamm. Frankfurt, 15. Juni. Königin Christine von Schweden traf gestern abend mit ihrem Sohne, dem Kronprinzen, von Honnef a. Rh. hier ein, empfangen von dem schwedischen Generalkonsul, Herrn Max Baer. Im Fürstenzimmer des Hauptbahnhofs wurde soupiert, worauf der Kronprinz zu seinen Schwiegereltern nach Baden-Baden, die Königin nach Kiel fuhr, um nach Stockholm zurückzukehren. Großfürst Paul von Rußland traf heute früh hier ein und fuhr um 2 Uhr nach Kissingen zum Kurgebrauchc. — Es war gegen 6*/2 Uhr gestern abend, als aus der Haustüre und dem Drogerieladen der Firma Paul Schausten, Hasen- gaste 11, dicke, schwarze Rauchwolken drangen, die auf ein gefährliches Feuer schließen lasten mußten. In einem an dem Laden anstoßenden Raum, der als Magazin und Arbeitsraum dient, war durch die Zubereitung von Fuß- bodenwachs auf einem Gaskochapparat plötzlich Feuer aus- gebrochem Im Nu stand der ganze Raum mit seinem Inhalt, nebst Türe, Fenster, Regale re. m hellen Flammen. Die alarmierte Feuerwehr aus der Münzgaste und Burg- traße trafen alsbald ein und löschten den Brand mittels zweier Schlauchlinien vom Hydranten in kurzer Zeit. Der Brandschaden beläuft sich auf ungefähr 800 Mark und ist durch Versicherung gedeckt. Beim Ausbruch des Feuers zog ich der Ausläufer. Sivvel verschiedene Brand wundert zu. Höerhosmeister Aryr. v. Miröach im Kommernöankprozeß. Berlin, 15. Aas Kordon-ZZenrieL-Keunen. (Nachdruck verboten.) IH. S. u. H. Auf der Saalburg. 15. Juni. ** Das Großh. Regierungsblatt Nr. 19 enthält u. a. folgende Bekanntmachung des Großh. Ministeriums der Justiz: Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung S. K. H. des Großherzogs werden die Orte Affhöllerbach, Stierbach und Kilsbach samt ihren Gemarkungen mit Wirkung vom 1. Juli 1904 an von dem Amtsgerichts bezirke Höchst abgetrennt und dem Amtsgerichtsbezirke Reichelsheim i. O. zugeteilt. Worms, 15. Juni. Der in weiten Kreisen bekannte Dekan Elard Briegleb ist heute gestorben. Geboren Das Kaiserpaar trifft mit dem Prinzen Leopold von Preußen morgen früh ein. Zur Bewältigung des Verkehrs hat die Eisenbahndirektion Frankfurt hundert Wagen der Berliner Vorortbahn leihweise erhalten. Die Wagen fassen etwa 4000 Personen. — Seit acht Tagen sind 20 Kehrmaschinen und 150 Mann an der Arbeit, die Rennstrecke gründlich zu säubern. Die Nach einer Reihe herrlicher, wolkenloser Sommertage ist heute ein bedauerlicher Witterungsumschlag eingetreten. Ein feiner, anscheinend dauerhafter Landregen rieselte seit dem frühen Morgen hernieder und hüllte die Berge und Täler des lieblichen Taunus in dichte, graue Wolkenschleier. Am Nachmittag verdichtete er sich sogar zu einem prasselnden Gewitterregen und erst gegen abend hellte sich der Himmel ein wenig auf. Freilich, den um den Gordon-Bennett-Preis ringenden Autlern muß dieser Zustand ein höchst willkommener sein. (Garantiert dock ein gründlicher Regenschauer einen weit vollkommeneren Staubschutz als alle Oelipreng- nngen der Welt. Und da der Staub nicht nur für alle Besucher des Rennens eine arge Plage, sondern für die Rennfahrer auch noch eine große Gefahr bedeutet, die in der mangelnden Ent- fernungsschätzung. dem Nichterkennen gefährlicher Streckenpunkte und dem Ueberschen der Neutralisationen, ganz abgesehen von den gesundheitlichen Schädigungen für Auge und Lunge zu suchen ist, so nimmt man das Wetter wie es ist und hofft, daß Petrus es mit seiner heutigen durchgreifenden Streckensprengung genug sein läßt, damit wir morgen für den Einzug des Kaisers ein um so schöneres Hohenzollemwetter haben. In letzter Stunde wird bekannt, daß König Eduard von England nicht auf der Saalbnrg erscheinen wird. Er hat offenbar ebenso wie Kaiser Franz Josef, König Humbert, Präsident Loubet, König Leopold und der schweizerische Bundespräsident die an ihn ergangene Einladung des Deutschen Automobil-Klubs als einfachen Höflichkeitsakt aufgefaßt und das Fernbleiben aller ausländischen Staatsoberhäupter nimmt einigen hier anwesenden chauvinistischen Franzosen, die Loubets höfliche Absage als etwas besonders Bemerkenswertes hinzustellen suchten, den Wind aus den Segeln. Nur der alljährlich in Homburg weilende Sultan von Johore und der Montenegriner toerben das ausländische Fürstenelement vertreten. Um so reicher wird die Kaisex-Tribüne an der Saalburg von deutschen Fürstlichkeiten besetzt fein. Mit dem Kaiser kommt Prinz Heinrich, der vergötterte Liebling der Automobilisten, als Protektor des deutschen Automobilverbandes. Von seiner Fahrgeschicklichkeit und seinen mit gutem Humor ertragenen Automobil-Abenteuern wissen manche Fahrer nicht acmig zu erzählen, wobei natürlich auch viel Auto- Latein mit unterlaufen mag. Mit ganz besonderem Stolze erfüllt es die Herren naturgemäß, daß in den letzten Tagen nun auch der Kaiser einen eleganten Selbstfahrer bestiegen hat und, mit Huppe, Steuer und Bremse wohlverttaut, seine Fahrten bereits ins Döberitzer Lager und bis nach Potsdam ausgedehnt hat. Auch der Großherzog von Hessen wird ass neugewonnener Freund des Automobilsports in einem Opel-Wagen am Startplatz erscheinen, um den Verlauf des Rennens als Gast des Kaisers zu beobachten. Die Teilnahme eines weiteren gekrönten Automobilisten, des Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin, erscheint angesichts der Hoftrauer im benachbarten Mecklenburg-Strelitz noch etwas fraglich, dagegen wird man den König von Württemberg, den Kronprinzen, Herzog Adols Friedrich, Prinz Joachim Albrecht, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, und mit ihnen die Träger vieler klangvoller Namen aus der deutschen Automobilwelt, so den Herzog von Ratibor, den Fürsten zu Hohenlohe u. a. m. auf den Tribünen sehen. Auf dem historischen Boden der Saalburg ist heute die Vorarbeit für das Nennen nahezu beendet. Unmittelbar neben den grauen Steinmauern des Kastells erheben sich die majestätischen Torbogen, die die beiden riesigen Tribunen zu beiden Seiten der Rennstrecke miteinander verbinden. Die darüber gespannten Sonnensegel triefen heute von Regen und die prächtigen Festons und Fahnendekorationen haben alle Muhe, sich in dein tobenden Wettersturme zu behaupten. Die Ausschmückung der Tribüne ist vollständig im altröinischen Stile gehalten und der gewaltige, von Geheimrat Jacobi entworfene Bau paßt sich somit vollständig einer wundervollen Umgebung an. In der Mitte der Rennsti-aße, die sich schnurgerade durch den amphitheatralisch aufgebauten Raum hindurchzieht, liegt Start und Ziel für das Rennen. Der Kaiser wird den Startrichtern gegenübersitzen. Die Tage vor dem Rennen haben bescheidenen Gemütern bereits eine Vorstellung dessen zu geben vermocht, was sich am 17. Juni ereignen wird. Eine Fahrt auf der Rennstrecke, gleichviel in welchem Gefährt, noch weniger aber ein Spaziergang gehörte zu den Annehmlichkeiten dieser Erde. Alle Augenblicke sauste ein Rennwagen in der charakteristischen Projektittorm vorüber, höllischen Lärm und noch höllischeren Gestank verbreitend. Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometer in der Stunde waren nichts seltenes. Der Taunus ivirb sicher ausatmen, wenn sich die Todeswagen und mit ihnen die penetranten Benzin- und Oelgerüche aus einen sonst so würzig duftenden Wäldern wieder verzogen haben werden, die jetzt nur der lockende Gewinn einer „Gordon- Bennett-Woche" einigermaßen erträglich macht. In der heutigen Sitzung des Pommernbankvrozesses wurde auf seinen Antrag der Oberhofmeister der Kaiserin Freiherr von Mirbach als Zeuge vernommen. Auf die Frage des Präsidenten erllärt er zunächst die Unterschriften unter zwei von ihm ausgestellten Quittungen für richtig. Er sagt dann aus, er habe, ehe er mit der Pommernbank in Verbindung trat, Recherchen über deren Direktoren anstellen lassen, die ergaben, daß die Bank als gut fundiert und gut geleitet empfohlen wurde und die Direktoren als sehr wohlhabende Leute galten, und daß Schultz schon große Stiftungen für Wohltätigkeitszwecke gemacht hatte. .Daher seien die großen Stiftungen vom Zeugen bezw. seinen .Vereinen mit Dank angenommen worden. Er, Zeuge, setzte seit 15 Jahren seine ganze Lebenskraft nicht nur für den Kirchenbau ein, sondern auch für das Wohl der arbeitenden Klassen. Seitdem die Recherchen über Schultz und Rorneick zu einem günstigen Resultat geführt hatten, habe er dieselben schon im Jahre 1899 als Berater über finanzielle Angelegen Deiten herangezogen und von 1900 an ihnen Gelder seiner Vereine, auch Gelder der Schatulle übergeben, die sie sehr sorgsam und sicher anlegten und verwalteten. Bezüglich der von Schultz gemachten Stiftungen seien vorn Staatsrat Budde in der Sitzung am 6. Juni nur Vermutungen ausgesprochen worden. Im August 1900 wurden 150 000 Mark gestiftet; im September sollen 20000 Mk. gestiftet sein, davon ist weder an mich, noch an einen meiner Vereine irgend etwas gekommen; im Oktober sollen 50000 Mk. gestiftet sein, auch hiervon ging weder mir noch irgend einem meiner Vereine etwas zu; im November wurden dagegen wieder 2 5 000 Mark gestiftet. Die Zahlung wurde für den Kirchenbauverein verwandt. Dann ist eine Quittung über 327 400 Mark vorhanden. Diese Stiftung wurde nie gemacht. In der Presse wurden mm diese Zahlen zusammengestellt als tatsächliche Stiftungen. Ich wiederhole: die Stiftungen an meine Vereine bestanden aus jenen 150 000 Mk. und 25 000 Mk. Eine Stiftung ist nicht genannt. Sie stammt aus dem Jahre 1899; es waren 60 000 Mk., die sofort an die Vereine ausgezahlt wurden. Ich möchte nun auf die große Stiftung von 360 000 Mark eingehen. Es war Ende September ober Anfang Oktober, als Schultz ober Romeick erklärten, sie wünschten für meine vielfachen Vereine noch eine Stiftung von 350 000 Mk. zu machen. Sie schlugen vor, ein Guthaben in biefer Höhe einzustellen unb daraus für die in Not befindlichen Vereine Teilbeträge abheben zu lassen. Ich fragte, ob sie die Stiftung persönlich, aus eigenen Mitteln machten, weil ich weiß, daß es auch große Gesellschaften gibt, bei denen die Anssichtsräte die Ueber- schüsse zu Unterstützungen verwenden. Schultz unb Romeick versicherten aufs bestimmteste, die Zuwenbung komme aus ihrem Vermögen. Von diesen 350 000 Mk. erhob ich, wie ich vorher erwähnte, im Dezember 25 000 M k. zur Anzahlung auf eine Rechnung für den Kirchenbauverein. Bald darauf entftanben bie Schwierigkeiten ber Pommernbank. Ich bat Schultz unb Romeick zu mir unb sagte ihnen, baß angesichts ber Schwierigkeiten auf bie Stiftung unter allen Umständen verzichtet werbe, das Konto also als gelöscht zu betrachten fei. Die Herren fügten sich nur widerstrebenb upd sagten, sie und ihre Bank ständen so gut da. daß sie den Sturm überwinden würden. .— Er habe auch bei Beginn des Prozesses wiederholt sich bei den Angeklagten erkundigt, ob bie Gelber wirklich aus ihren Privatmitteln geflossen seien, was aufs bestimmteste bejaht würbe. Er habe auch bie Rückzahlung ber Gelber angeregt; ihm fei aber btingenb abgeraten worben, weil sonst alle möglichen Verdunkelungen unb Verbächtigungen Tür unb Tor geöffnet würden. Wolle man bie Gelber zurückzahlen, werbe bazu noch nach Beenbigung bes Prozesses Zeit sein unb, fügte Zeuge hinzu, wenn hier nachgewiesen wirb, daß bei diesen Geldern irgend ein Bedenken ist, sie anzunehmen, werden selbstverständlich die Vereine die Summen, bie sie er- ' hielten, zurückzahlen. Auf bie Frage des Präsibenten, ob bie 300 000 Mk., über bie er quittiert, denn bei ber Pommernbank verbleiben, ober ihm aus- bezahlt feien, erklärt Mirbach: „Ich wiberhole, baß bie Quittung, bie mir, wie ich betone, unbekannt war — ich hatte sie vergessen — nur bazu bienen sollte, bas Konto aufzulösen. Es ist aber ausgeschlossen, baß i ch weiter einen Pfennig erhoben habe. Non ben 350000 Mk. fließen meinen Vereinen 25 000 Mk. zu, sonst nicht ein Pfennig. Verteidiger Dr. S e l l o erklärt nach einer kurzen Besprechung mit bein Angeklagten, er habe keine weiteren Fragen an den Zeugen zu richten. Zeuge B u b b e erklärt hieraus, für ihn stehe fest, baß Mirbach nur bas bekommen habe, was er hier bekundete unb nicht ,500 000 Mk. mehr, wie man aus seinen — Bubbes — Angaben hätte folgern können. Zeuge roenbet sich gegen bie an sein Auftreten gegen Mirbach geknüpfte Preßhetze unb erklärt, Mirbach wisse, baß er — Bubbe — ihn vom Scheitel bis zur Sohle für einen Ehrenmann halte, ber ihm nicht falsche Motive über sein Auftreten unterschiebe. Aus bie Frage des Präsidenten an Mirbach, ob an bie Hin- Habe ber Gelber irgenbwelche Bebingungen geknüpft sinb, erroibert Mirbach: Nein! Zeuge Mirbach wirb hierauf entlassen. * Frhr. v. Mirbach hat also selbst feine Zeugenvernehmung beantragt, eine Vernehmung, auf die der Gerichtshof verzichtet hatte, inbem ber Vorsitzcnbe ben Punkt für erlebigt erklärte. In der Berliner Presse fast aller Parteirichtungen würbe entgegengehalten, daß eine authentische Aufklärung über die Hergabe von Summen ber Pommernbank zu .Kirchenbauten burchaus crforberlich sei, benn es könne nicht als authentisch betrachtet werben, wenn ber angeklagte Direktor Schultz versichere, nur 25 000 Mark seien für jene Zwecke an Frhm. v. Mirbach gezahlt worben. Wie berechtigt ber Zweifel und wie notwendig bie Aufhellung war, hat sich in ber Gerichtsverhandlung herausgestellt. Allerdings find nicht 500 000 Mark und mehr von ben Angeklagten zur Wohltätigkeit auf anberer Leute Kosten hergegeben worben. Immerhin aber ergab sich ein Unterschieb von 150 000 Mark gegen bie Bchauvtung bes Angeklagten Schultz. 1 Unb das ist ein sehr erheblicher Unterschied. Die Vernehmung dieses Zeugen war also ein wichtiges Mittel zur Erforschung der Wahrheit. Abgesehen von sozialbemokratischen Blättern, bie ihrer Ab- ' ncigung gegen eine ihnen unb qneme Persönlichkeit freien Lauf ließen, ist nirgends auch nur bie leiseste Verdächtigung ber ' persönlichen Ehrenhaftigkeit bes Oberhofmeisters ausgesprochen worden. Wogegen sich bie Kritik richtete, war: erstens, daß große Summen von Leitern einer Bank angenommen worben waren, bie lange vor bem Zusammenbruch keinen guten Rus in ber Geschäftswelt genoß; zweitens, daß biefe Bank unter Verantwortlichkeit einer nicht genügend informierten Aufsichtsbehörde ben i Hofbanktitel erhielt; drittens, daß die Angelegenheit als ein ! Geheimnis gehütet worden war: endlich, daß keine Rückzahlung ; des Geldes zu Gunsten der geschädigten Pfandbriefbesitzer erfolgt . war. Frhr. v. Mirbach ist von den angeklagten Bankdirektoren ' durch bie wiederholle Beteuerung getäuscht worden, daß die er- i wähnten Summen aus ihren eigenen Mitteln herrührten. Trotz- 1 dem hätte bie Höhe der Schenkung ben Arawohn erregen müssen, daß bie freigebigen Direktoren Nebenabsichten verfolgten — bie Erlangung von Titeln unb Ehren, wie Geheimrat Bubbe sich ausbrückle. Frhr. v. Mirbach verneinte bestimmt die Frage des i Vorjitzenden, ob irgend welche Bedingungen an die Hergabe der 1 Gelder geknüpft worden seien. Das läßt sich ohne weiteres an- ■ nehmen, daß dies nicht der Fall war; eine solche Bedingung j wäre natürlich mit Entrüstung zurückgewiesen worden. Erwägt man olles, was Frhr. v. Mirbach heute ausgesagt - bat. mit größter Objektivität — ein Rest peinlicher Empfindung i bleibt doch zurück. Es gab nur einen richtigen Weg nach dem i Zusammenbruch der Pommernbank, und der war, rückhaltlos zu erklären, daß unb wie man sich in ben Angeklagten getäuscht hatte, daß man Gelber empfangen unb baß man sie auf das schleunigste zurückerstatten wolle. Ter Verdunkelung unb Ver- i zweite in ber Nackt auf Freitag. — Die Rennfahrer sinb mit Ausnahme von Dufaux, dem Schweizer, am Platze. Es ist möglich, daß die Schweiz ausscheibet. — Wie der „Frkf. Ztg." aus, Homburg gemeldet wird, begegnete heute mittag ber französische Rennfahrer ©alleren mit feinem Morswagen in der Nähe des Schlosses einem Bauernwagen unb mußte, um einen Zusammenstoß zu verhindern, in ben Schloß graben steuern. Salleron würbe aus bem Wagen geschleubert, erlitt jedoch keine Verletzung. .Am Wagen sind einige Speichen zer- plittert. Eine ber mustergiltigsten Einrichtungen bei dem Gordon- Bemret-Rennen ist die Organisation bes Aerztebienstes auf ber Strecke. Sie wird von Dr. W. Vellh, einem Mitglied des Automobilklubs, ehrenamtlich geleitet, unb erstreckt sich auf 13 Stationen mit 18 Aerzten. Jeder Stationsarzt hat bie Rennstrecke von seiner Station ab bis zur nächsten in der Rennrichtung liegenden Stationsort zu versorgen. Um bei etwaigen Unglücks- ällen schnell zur Stelle zu sein, steht jedem Arzt ein Automobil zur Verfügung; ein anderes Verkehrsmittel, Fahrrad oder Wagen, darf nicht benutzt werden. Dabei ist es nur gestattet, in der Rennricktung zu fahren; der Rückweg muß auf Seitenstraßen zurückgelegt werben. Jebes biefer Aerzteautomobile führt als Zeicken bes Sanitätsdienstes eine weiße Fahne mit rotem Kreuz. Natürlich haben sich die Aerzte auf bie erste Hilfe zu beschränken, um möglichst halb wieder an ihrem Standorte einjutreffen. Die weitere Hilfe erfolgt in ben an ber Straße gelegenen Krankenhäusern (also in Ufingen, Weilburg, Limburg, Idstein, König- teiu, Oberursel, Homburg). Jeder ärztlichen Station ist ein geräumiger Verbanbskasten zur Verfügung gestellt, der so eingerichtet ist. baß er auf dem Automobil mitgeführt werben kann, unb ber alles für bie erste Hilfe nötige Verbandszeug, Schienen, Medizin ufw. enthält. Zur Stärkung etwa Verwundeter führt jeder Kasten eine Flasche Kognak mit. Außerdem hat die Sektkellerei .Kupferberg u. Eo. in Mainz für die ganze Strecke eine große Anzahl Viertelliter-Flaschen Lkupferberg-Gold zur Verfügung g "stellt. Jeder Arzt bat bie Verpflichtung übernommen, vom Beginn des Rennens bis zum Schluß auf seinem Posten auszuharren. Natürli ' ist die ärztliche Hilfe in erster Linie ür bie Rennfahrer bestimmt, erst in zweiter Linie darf sie anderweitig in n pruch genommen werden. Tie Benachrichtigung der Aerzte gefchieht durch die Rennfahrer, durch bad Telephon. in auf den Inhaber 1. Oktober und auss Auf Gr Grossherzoglich Best und weiterhin noch zahlbar; ebendaselbst ■ bem Sta: znrückzukanfen oder Schuldverschreibungei sind bei denselben St 07 x, Die Sei 27- März 1898, die I Alle die Md einem Frankfur E a II. wird bean Die von von uns unter nächst 1 Die 5 währe Schlw - Der £ „ den 8 3. Bei d . oder 1 Die Z 5 » ö- Die zi „ erfolg, Derlin, pr£ öeulschi Wüt Ration Kk-D WZ 4959 bei der Deutschen Bank, dem >» Brauns. 5208 zahlbar; ebendaselbst wird die Aushändigung neuer Km** iir ias Bei. M. n n Darmstadt, den IL Juni 1904. 5268 Oberrheinische Bank. derselben 4852 Hannover Mannheim Stuttgart der » ganz bedeutend reduziert TchlMsabrik W. L©^i. Berlin Darmstadt Frankfurt a. M. L' gleichzeitig in Berlin „ Darmstadt _ Frankfurt a. Hessischen Landes-Hypothekenbank, Bankhause Lazard Speyer-Ellissen, „ Jacob 8. H. Stern, Deutschen Vereinsbank, Frankfurter Filiale der Deutschen Bank, Hannoverschen Bank, Oberrheinischen Bank, Württem bergisch en Vereinsbank der Deutschen Vereinsbank, „ Frankfurter Filiale der Deutschen Bank, dem Bankhause Aron Heichelheim, der Hannoverschen Bank, sowie bei deren Filialen, dem Bankhause Gebrüder Oppenheim, der Oberrheinischen Bank, sowie bei deren Niederlassungen und Filialen, dem Bankhause 8. Merzbach, der Württembergischen Vereinsbank, sowie bei deren Filialen, „ Württembergischen Bankanstalt vormals Pflaum & Cie., Nur furze Äochzeit erfordern WAGG/\ Der Vorsitzende des Aussichtsrates: v. Grancy. Ohemhess. Gesellschaft für datier- und Heilkunde, Nächste Sitzung: Donnerstag, 16. Juni 1904, abends 6 Ahr im Auditorium des physikalisch-chemischen Laboratoriums (Goethestraße 55). Tagesordnung: Geschäftliche Mitteilungen. 5243 Der Vorstand. Lieferungs-Verdingung. Die Lieferung von ca. 1865 Zentnern Anthrazittohlen II, 1950 Zentnern I und H gew. Nußkohlen, 600 Zentnern melierte Kohlen, 400 Zentnern Eierformbriketts (Zeche Atte Haase), 4430 II Hüttenkoks und 800 Zentnern Hüttengroßkoks. 100 Zentnern Preßsteine von der Grube Ludwigshoffnung, 24 Raummetern Buchen-Scheitholz und 78 Raummetern Tannenschettholz soll auf dem Wege öffenüicher Verdingung vergeben werden. Angebote sind bis zum 28. L Mts., vormittags 11 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung derselben auf unserer Amtsstube stattfindet, verschloffen unter der Aufschrift „Angebote für Brennmaterialien" bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Die Lieferungsbedingungen sowie das Verzeichnis der beziehenden Institute rc. können auf unserer Schreibstube (Bismarckstraße 22) eingesehen werden. Gießen, den 13. Juni 1904. Großherzogliche akademische Administtattonskommission. In Verttetung des Kanzlers: bei der Deutschen Bank, sowie bei deren Filialen, „ „ Hessischen Landes-Hypothekenbank, „ dem Bankhause Lazard Speyer-Ellissen, „ „ „ Jacob 8. H. Stern, A. Holterhoff Söhne, 7. Grossherzoglich Hessische Staatsanleihe Serie VIII von 1904. Auf Grund der Bekanntmachung des Grossherzoglich Hessischen Ministeriums der Finanzen vom 11. April 1904 giebt die Grossherzoglich Hessische Staatsschuldenverwaltung zum Zwecke der Deckung der bei der Hessischen Landes-Hypothekenbank investierten und weiterhin noch einzulegenden Betriebsmittel eine 3% Staatsanleihe von nom. M. 9500000 in auf den Inhaber lautenden Stücken von Mk. 5000, 2000, 1000, 500 und 200 aus. Die Zinscoupons sind fällig am 1. April und 1. Oktober und äusser bei den Grossherzoglichen Kassen in Son prächtigem Wetter n Groß-Umstadt der radschaft Hassia e beiden Ortsvcnm ionntag, den 12., bk' .des um 9 Uhr vor- iant Cramolmi, br> äste und eröffnete k mommenen Hurra ar hell den WW- 2116 Stimmen. & reter der in Veckag^ srcherungsgefellschaliu Die Wahl des Lrü lf Laubach. Auf Sammlung neu «■ wurde Graf Dnohl Verdienste wn < indstag ^um Ehm An Stelle Mit» Offenbach * l d bereits besteht mmbeM irtunA öOltt 1-3 'S«* «ft -----band »»«1°- . )ifQ[icbcr wurde X die Berats „ w Zinsscheinbogen seinerzeit kostenfrei erfolgen. Dem Staate bleibt das Recht vorbehalten, die im Umlauf befindlichen Schuldverschreibungen oder einen Teil derselben zurückzukaufen oder zur Einlösung mittelst Barzahlung des Nennbetrages mit vierteljähriger Frist zu kündigen. Den Inhabern der Schuldverschreibungen steht ein Kündigungsrecht gegen den Staat nicht zu. Die zur Rückzahlung gelangenden Schuldverschreibungen sind bei denselben Stellen zahlbar, bei denen die Zinscoupons eingelöst werden. Die Schuldverschreibungen dieser Staatsanleihe können in Buchschulden des Staates nach Massgabe des Gesetzes vom 27. März 1898, die Einrichtung eines Staatsschuldbuchs betreffend, umgewandelt werden. Alle die vorstehende Anleihe betreffenden Bekanntmachungen sind im Reichsanzeiger, sowie in mindestens einem Berliner und einem Frankfurter Blatte zu veröffentlichen. Die Zulassung der Anleihe zum Handel an den Börsen von Berlin und Frankfurt a M. wird beantragt. in tentrt1"'k« t B--r. ? nett. *•&- ben-®«btn'b (jti? tute frwH us der V Sch°"^'au! drangen 61- ■a ”***¥- *** < i" "g. und *v. 2 gute Teller Suppe. In wenigen Minuten nur mit Wasser zuzubereilen. Bestens enwfohlen von [4899 Georg Adami, Frankfurt erftraße 9. Giessen „ Hannover „ Mainz n Mannheim M Offenbach a. M. „ Stuttgart „ Extra-Angebot. 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MW -r'-tz Die Driientliije HausitvttMKlllng findet Samstag, 2. Antt t Js., nachmittags J/25 Uhr, im Wstetliliigssaale der KmMe in Jarmßadt statt. Tagesordnung: Erstattung des Jahresberichtes für 1903. Vorlage der Rechnung für 1903, sowie des Voranschlags für 1904. Enllastung des Rechners. Neuwahlen für den Verwaltungsrat. Ausgabe eines Vereinsblattes. Nach § 14 der Statuten müssen Anträge der Mitglieder dem Vorptzenden des Vereins 14 Tage vor der Hauptversammlung mitgeteill werden, widrigenfalls dieselbe in der berufenen Ve^ sammlung keine Berücksichtigung finden können. „ Worms „ „ Füiale der Süddeutschen Bank während der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden auf Grund des hierzu gehörigen Anmeldeformulars. Früherer Schluss der Subskription ist dem Ermessen jeder einzelnen Stelle vorbehalten. 2. Der Subskriptionspreis beträgt 87.90% zuzügUch laufender Stückzinsen vom 1. April ab; ausserdem hat der Zeichner den Stempel der Zeichnungsschlussnote zur Hälfte zu tragen. 3. Bei der Zeichnung ist auf Verlangen der Subskriptionsstelle eine Kaution von 5% des gezeichneten Betrages in bar oder börsengängigen, von der betreffenden Stelle für zulässig erachteten Wertpapieren zu hinterlegen. 4. Die Zuteilung, welche sobald als möglich nach Schluss der Subskription durch schriftliche Benachrichtigung der Zeichner erfolgt, unterliegt dem freien Ermessen jeder einzelnen Subskriptionsstelle. 5. Die zugeteilten Stücke sind gegen Zahlung des Preises (vergl. No. 2) bei derjenigen Stelle, bei welcher die Anmeldung erfolgt ist, in der Zeit vom 27. Juni bis 9. Juli abzunehmen. Berlin, Frankfurt a. M., Stuttgart, Hannover, Mannheim, im Juni 1904. 5273 Deutschs Bank. Lazard Speyer-Eliissen. Jacob S. H. Stern. Württembergische Vereinsbank. Deutsche Vereinsbank. IMlk-Intoe (Inh.: Carl Maas jr., Gießen) Ringofen-BCaökwerke. Cray- ülli! Weitz-MM,°w.° stets vorrätig. Telephon: Kalliverke Nr. 200, Kontor Nr. 282. Bll ■■ I grau Leinen und Percal mit Votant und Spitze Einen Posten Damen-Unterrocke Mk 2.00,2.25,2.60,2.78,3.00,3.50, Einen Posten weisse Damen-Unterröcke Mk.435^ Einen Posten Damen-Blusen reeller Wert „ 4.00, 6.50, 7.50, 10.00. n .. Hausschürzen Mk. 0.50 bis LIO. Emen Posten LJamen-öChlirZen dto. mit Träger Mk. 0,65 bis L50o Zierschürzen Mk. 0.25 bis 0.40, 0.50. Einen Pesten Damen-Corsetten " äa’iX“- Einen Posten garnierter Kinder-Strohhüte jetzt nur Mk. L50, T-OcT, 0.50. ____________Hannoversche Bank. Verdingung. Die sämtlichen Arbeiten, einschl. Materiallieferung, zur Er- irveiteruttg der Stationsgebäude und Umbau der Diensträume a) auf Bahnhof Lich — Los I b) „ „ Nidda — Los n c) „ „ Büdingen—Los III fachen im Wege des schriftlichen Angebots im Garrzen, oder geteilt, oaifellllich verdungen werden. Die Zeichnmigen und Angebotsunter- lougcn liegen im Bureau der unterzeichneten Betriebsinspektion und b«t den Bahnmeistern in,Nidda und Büdingen zur Einsicht aus, amch können die letzteren für jedes einzelne Los gegen portofreie Einsendung von 1 Mk. in bar von hier bezogen werden. Tie Angebote sind portofrei, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffimngstermin, Freitag den 1. Juli Ko. I., vormittags 11 Uhr, hierher einzureichen. Zuschtagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 15. Juni 1904. 5278 Großherzogl. Betriebs-Inspektion 2. piiö ueue SürtpAkgemiltel giebt dem Barte jede Aorm ohne zu kleben, ohne Brenneisen und ohne Bartbinde, hergestellt von (E. F. Wunderlich, Hofliefercutt, Würn- öerg, zu 1 Mk. u. 2 Mk. p. Fl. bei W. Kübinger, Drogerie, Gießen. Um möglichst während der Saison in UellellLllmellsöllkeHimell vollständig zu räumen, habe die Preise 785 ’j/h Mckc.-MllmlnUcr der Radebeuler 2132 billig zu verkaufen. 5072 Fluß- und Seefische sind willkommen. Der Vorstand. 632 792 923 38 65 78 659 73 84 95 716 20 44 834 55 11049 73 118 388 453 91 742 829 69 86 1150] 934 12092 171 76 v 17 91 403 13 518 41 88 600 760 851 980 90 99 31199 [150] 221 28 1150] 326 70 554 83 652 712 14 26 814 63 72 32041 123 31 209 57 384 90 568 685 718 SV I H CD 60035 50 94 160 411 698 684 756 74 90 821 76 61039 86 5249 Grünberg. Gros. 5284 CO Bleichstraße 12. 5161 Reparaturen werd, prompt besorgt 5 20 22 856 926 604 95 728 45 49 565 670 218 729 706 35048 75 114 17 43 254 63 470 651 71 700 20 54 971 346 442 65 559 63 625 725 807 962 37045 170 83 275 972 3 8009 32 103 37 74 83 221 41 74 76 363 408 25 65 35 602 15 22 759 860 903 48 8152 126 33 287 331 77 410 21 28 53 516 975 W 52(XM 83 69 134 152 206 642 953 502 10 816 35 3 9018 106 35 79 94 231 866 95 436 609 91 706 842 995 40061 77 322 431 44 546 676 86 702 18 27 63 89 845 87 985 8!) 6042 59 73 81 96 938 7067 604 41 770 84 65 50 31 5046 123 290 440 607 47 49 700 244 300 32 48 56 57 441 521 93 57 66 99 232 34 05 426 68 503 22 61 394 406 20 589 668 974 9076 712 14 816 49 927 10044 83 86 117 64 211 60 441 115 30 225 ::i 737 77 812 45 908 29 37 24165 273 301 99 410 SO 36 67 69 509 44 (150) 009 24 724 997 4 Cf> -D 3 3 27 41 89 718 58 823 93 952 7 4 3006 164 237 58 96 4148 248 540 58 621 23 39 806 900 73 E E CJ CO CD 80 515 512 Teer-Lchwefel-Seife Schutzmarke Steckenpferd echt L 50 Pfg. bei Adolf Bieler, Viktoria-Drogerie, Marktstr. 5. 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Minheim. 24 429 618 796 853 (150] 934 50110 15 81 237 66 314 56 433 565 602 756 827 43 62 51029 114 209 337 58 413 77 79 532 82 618 59 78 731 952 79 87 26623 823 35 29119 Louis Werner, Wolkeugaste 20 Möbel- und Sarglager. 27/42 = 2529 qm Wiese das. 27/90 — 2323 qm Wiese auf dem Sandfeld 27/104 — 2054 qm Acker, die Spitzer neben dem Sandfeld am Weg 27/111 — 3631 qm Acker über dem Schäferbrunnen 27/50 — 2567 qm Acker an der Steinkaute gegen die Hohl 27/130 — 2358 qm Graben über dem Rodt auf die Rodtgärten 27/130 = 2710 qm Kiesplatz (Acker) über dem Rodt auf die Rodtgärten 26/132 = 2328 qm Acker an der Lahn neben den Wiesen 27/92 ----1084 qm Acker auf dem Sandfeld 27/93 = 486 qm Acker das. 25/98 ---- 773 qm Acker in der Lichtenau am Römerloch 26/96 = 4152 qm Wiese an der Gänsmeide 26/105 = 4722 qm Wiese das. 27/94 = 1002 qm Acker auf dem Sandfeld 26/95 ----- 6841 qm Wiese an der Gänsweide 27/98,4 = 818 qm Hosraite auf dem Sandfeld 27/98,7 = 1472 qm Wiese das. 27/40 = 1210 qm Wiese ohn- weit des Schäferbrunnens. 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Promoter Versandt nach auSw. 2 5090 119 275 85 395 435 597 628 <9 712 43 807 989 60 73 708 832 38 937 64 69 27005 104 494 538 609 84 705 28023 175 362 466 533 46 647 823 25 33 41 52 70 73 81 992 43 56 240 84 [150] 93 373 478 585 94 643 731 852 924 30012 62 108 78 [400 o e Pr. v. 75 000] 271 301 14 15094 116 274 435 681 720 1 6011 121 26 32 89 92 214 66 97 304 13 34 434 535 97 623 743 53 67 944 67 17001 11 157 207 11 [150] 13 326 79 98 [1501 649 777 804 11 77 79 910 65 1 8020 37 41 81 [I5O| 104 17 97 285 86 447 559 715 78 97 832 47 19292 467 90 657 96 724 [1501 31 36 846 917 30 60 20080 94 156 321 569 705 6 48 810 70 78 21002 32 102 55 76 221 340 53 88 434 44 1150] 515 716 805 15 914 41 47 22074 114 1150] 315 33 34 43 74 422 510 11 885 958 23087 105 6 262 75 802 63 77 595 664 292 302 45 412 24 55 643 46 54 05 91 785 997 62059 126 49 81 96 312 36 37 38 82 94 571 602 99 740 828 48 80 94 912 17 93 63011 50 124 89 91 96 202 389 95 429 |200| 547 606 25 65 704 862 68 79 64020 57 645 65 890 99 973 1 3068 89 106 96 277 [150] 453 683 709 38 74 94 865 14020 111 45 201 47 73 462 568 706 87 Letzte Woiilläligkeils- Geld-Lotterie des Strasßbarg-aieüd Arlieilerheimß Ziehung sicher am 23. 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Auch Frauen 4 1044 70 102 35 652 776 832 35 42008 28 236 87 98 341 44 61 528 85 811 41 70 74 964 4 3111 55 92 282 88 317 83 414 53 684 723 59 80 8*2 849 965 44131 261 313 62 413 [150] 35 41 567 677 746 903 31 39 53 45150 470 501 17] 27 637 51 737 43 52 [150] 63 79 843 62 [1501 46038 43 55 63 150 84 289 90 307 408 529 49 64 772 988 4 7016 19 31 82 131 67 202 57 474 84 88 89 549 (1501 66 626 42 45 787 805 90 938 48041 135 214 47 348 71 404 585 600 99 718 959 49174 221 31 84 322 Ouelleuprodntte aller Art als: Salze, Laugen, Pastillen, Seifen re. Badeiugrcdieuzieu. Adler-Drogerie Sellersweg 39. Otto Schaaf. 4851 LV. Kestlsch-Ki-mingische StaatsloLLerie (Mitteldeutsche Staatslotterie) _____ Ziehung II. Klasse. (2. Tag) 15. Juni 1904. Aür ’)hliiinieiu, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 100 Mark gezogen. # (Ohne Gewähr.) 32 141 80 81 93 353 56 405 85 98 546 51 60 615 44 57 66 [150] 758 79 89 95 842 96 926 27 1081 110 217 309 57 64 415 28 504 5 25 88 649 770 920 21 2004 110 96 219 32 320 34 62 80 403 60 510 23 623 Achtung für Motorsahrer und solche, di es werden wollen! Progreß -MotorrnSer! sind die einfachsten, billigsten uiib zuverlässigsten im Betrieb! Bei den Zuoerlässigkeitsiahrten im Taunus, auf dem Feldberg (880m) Berlin—Leipzig, Frankfurt a.M.— Berlin mit ersten Preisen dotiert. Empfehle 3 EP mit Elektro- Magnetzündung zu Mk. 650.—; alle -Ersatz- und Zubehörteile, sowie Ausrüstungs - Gegenstände. Man verlange Katalog von dem General-Vertreter 5275 Job. Häusler ?Frankfurt a. M., atz 14. Telephon 2055. Gras- Versteigerung. Montag den 20. Juni d. 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Juli 1904» Flur 5/27 — 774 qm Hofraite am untersten Riegelpfad auf die Wiesen 5/87 =£ 282 qm Grabgarten das. „ 26/7 — 2268 qm Acker rechts am grünen Weg „ 27/29 — 4732 qm Acker an der Steinkaute gegen die Hohl „ 27/46 — 4645 qm Acker das. „ 27/113,6 — 406 qm Hofraite über dem Schäferbrunnen „ 38/20?/w — 351 qm Grabgarten am Mühlweggarten und am Hamm am Reustädter Tor „ 38/21,V10 — 921 qm Hofraite das. „ 38/35,, — 393 qm Hofraite das. „ 38/32,, — 1748 qm Grabgarten daselbst 38/21,6 — 237 qm Grabgarten daselbst „ 27/113,, = 3793 qm Acker über dem Schäferbrunnen H 24/92,6 — 2021 qm Acker am grünen Weg. Die unter A. genannten Grundstücke werden ganz, die unter B. genannten zu dem dem Eonrad Rübsamen zustehenden Anteil versteigert. Gießen, 16. Juni 1904. Großh. Ortsgericht Gießen. Armmstag, 21. Juli 191)4 nachmittags 3 Uhr .werden die teils ganz, teils teilweise vor dem Namen des Eonrad RÜbsamen in Gießen stehenden Grundstücke der Gemarkung Gießen öffenllich auf hiesigem Ortsgericht versteigert werden, nänrlich: A. Flur 27/41 — 1504 qm Wiese ohn- weit des Schäferbrunnens WA" Wegen Aufgabe des Ladengeschäfts Grosser 5274 Räumungs-Ausverkauf in Porzellan-, Glas-, Steingut- und Töpferwaren zu bedeutend erniedrigten Preisen. Geläe- und Einmachgläser besonders billig. Lade« ist bis 1. Oktober zu vermieten. Sonneustraße 5 D. Ranft am Kauzleiberg. ArtevjWiilhe | und dazu passende regulier- M bare Strahlen-Verteller M ohne Hahn. Rasensprenger | Einfache praktische Vorrick- W hingen zum Selbstflicken Efl defekter Gummifchläuche. W Hähne, Ventile re. Kg empfehlen 5079 HH Ferisch & Eigel W Bureau und Werkstätte bS für technische Anlagen W Hiehen. Hetephou 378. M Faselochs 30 Pfg. Faselstier 35 Pfg. Schweinefleisch 40 Pfg. 5287 03430] Erbsen, täglich frisch gepflückte, z. hab. 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Seltersweg 9. 5 5286 , nachmittags Freunden rrnd Bekannten die schmerzliche Mitteilung, feinem unerforschlicheu Ratschluß gefallen hat, unseren liel und Schwager Eberstadt am Samstag den Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen Minna Hafselbanm, geb. Repp. Wilhelm Hasselbamn, Lehrer i. P. 1904. I Oberlehrer an der Realschule z« Bingen ein besseres Jenseüs abzurufen. iS Gießen), den 16 m Herrn über Leben und To! Vater, Sohn, Bruder, Schwieger. Die nächste Darmstadt bring« Gieße», - Groß In der Ang raf der Ludwigs bezüglich dessen käters von der h von Fnnfhrmd. kamt gemacht:. Nach den in ein Unbekannte: schrieben wird: Etwa 30—4 untersetzter Statur bart; war gekleidk schwarz), etwas grauen Strümpfe! Lederschuhen. Er soll frem haben, sehr sonnvi ausgesehen haben. Wenn auch gefunden hat, so beabsichtigt gewes Täter das Heran wahrnahm. Die Tat ist 1 Man ersucht fertige Mitteilung, macht worben flnb Resultat geführt ha Darmstadt, Gr Stt Krieg Die heutigen SrtuA“sto6c Ben J '° 9lD Heinen M-h- W °L° 3* ft: bei D meldet, ®ann fQMou Setßtct 15. S°de 6 c b°stenL"Vv nititzes iLQuf deu Wr in "be CtreT-?°vall 1anterie XÄele: Störte Ternt- Uü Ä > « Nt°n f, Betr.: Die Reinl Plätze, si Provinzia $ Pci der gege: auf Grund d< vom 10. Novembi Stellvertreter Eags zwischen " lkgene Banket neb mit reinem Masse: Wer es un W dle gesetzliche Dleßen, de Großhl