Dienstag 16, Aedrnar 1904 Nr. 39 Zweites Blatt General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Stehen Jie heutige Kummer umfaßt 10 Seiten. 154* Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieß«. olgte. Allgemein erklärten die Ober Hessen: so müssen unsere Lagerhäuser werden, dies Lagerhaus wird unseren An- sprächen vorläufig genügen. Tas Getreidelagerhaus üt Buchen hat vollkommenere Maschinen wie Schefflenz, dessen Einrichtungen schon heute veraltet erscheinen. Der Landwirtschaftsbetrieb ist in Oberhessen zweifellos ein inten- iverer, die Milchproduktion weit bedeutender. Durch eia Getreidelagerhaus rn der Wetterau würden wett größere Massen von Getreide gehen und die Kosten für den Doppelzentner weit geringer sein als bei diesem GetreidelagerhanS in Baden, dem infolge der wett geringeren Ergiebigkeit des Bodens verhältnismäßig geringere Getreidemengen zu- geführt werden können. In Buchen waren praktischerweise die Maschinen an den einen Giebel sich anlehnend angebracht. Die immer noch einige 40 Meter lange Halle kann ungehindert oben und unten als Schüttboden benutzt werden. Man kann das Getteide durch den ganzen Bau führen von der Einschüttsdelle in den First des Hauses auf die Putzmaschine, von dieser auf den oberen Boden, von diesem durch den Raum desselben in den unteren Boden, durch diesen wieder dahin, wo es hergekommen war, in den Trichter und nun wieder auf die Putzmaschine. So könnten, wenn es notwendig erschiene, große Massen von Getreide durch die Maschine tagelang ruhelos in den Räumen des Gebäudes bewegt werden, eine Maßnahme, die sich bei feuch- tem Erntewetter als notwendig erweisen könnte, wenn nicht besondere Trockenapparate vorhanden sind. Sogenannt« Silos, Getreidetürme, in deren zylindrischen Räumen daS Getteide ausgestapett wird, kennen die badischen Getteide- lagerhäuser, die alle zu den kleinen ihrer Art gehören, nicht. — Aufstapeln wollen auch wir das Getreide in den Lagerhäusern nicht. Es soll in ihnen veredelt und im gemeinsamen Verkauf den Konsumenten zugeführt werden. Wir wollen die hohen Spesen, die wir heute dem Getreidehändler ersetzen müssen, abschaffen und durch Maschinenkrast und durch gemeinsamen Verkauf billiger und besser unserGetreide an den Markt bringen. Spekulationen sollen im GetreidelagerhauZ nicht getrieben werden. Run hatten wir in Schefflenz das kleinste und unboll* kominenste Getreidelagerhaus gesehen, in Buchen ein mehr als doppelt so großes mit stärkeren und vollkommeneren Maschinen, und nun wollen wir noch ein ganz großes sehen, das Kornhaus in Väannheim, welches nicht allein Geleiseanschluß an der einen Sette hat, sondern mit seiner anderen Sette am Hafen liegt und Schiffe entlasten und belasten kann. Unser Weg führte uns über Heidelberg zurück. Hier wollten wir die zweite Nacht auf badischem Boden verbringen. Im Perkeo in Heidelberg fand die Gesellschaft am Abend gedeckte Tische, und als die ersten Morgenstunden k>es dritten Reisetages mit Riesenschrttten anrückten und die Hähne in der Nähe Heidelbergs immer nachhaltiger krähten, da meinte einer aus der Reisegesellschaft, nun sei es aber Zett, wenn wir noch ein paar Stunden schlafen wollten. „Ach was schlosen", erwiderte ein seßhafter Ober- hesse, „schlofe könne mer daham." Wir haben aber doch noch ein paar Stunden geschlafen und noch brannten viele Lichter in der Stadt, da brachen die schon wieder auf, welche dern 20, uni) wieder erhielt ich die Antwort, es dürfen noch mehr kommen: wtt behalten sie alle. Und als ich zum brüten und vierten Male schrieb, es kommen 35, es kommen 40, da tönte es wieder zurück, nur her damit, wir bringen ie alle unter! Und wie wurden sie untergebracht. Alle hatten sich vor der Reise vor den katten Betten in der Fremde gefürchtet, und nun konnten sie sich mit Behagen in die wohldurchwärmten Betten legen, die die Oberscheff- lenzer Frauen vorsorglich den ganzen Tag über an den großen, heißen Kachelofen ausgebreitet hatten. Am ander« Morgen sah mau nur vergnügte Gesichter und einer wußte von seinem molligen Quartier noch mehr zu rühmen als der andere, und nur einige Unzufriedene gab es in Oberschefflenz selbst, das waren die, denen kein Oöerhesse zugeteitt war, die ihre Betten für die Gäste umsonst gewärmt hatten. Am andern Morgen sahen wir das Getreidelagerhaus zum zweiten Male. Vom Verbände der Hess, landw. Genossenschaften war ein Bücherrevisor den Ausflüglern bei- geordnet. Bercttwilligst hatte der Vorstand des betreibe* lager Hauses die Bücher diesem zur, Verfügung gestellt. Aus dem Ergebnis dieser Einsicht in die Bücher teile ich einige Zahlen mit. Die Bücher wurden außerdem in vorzüglicher Ordnung gesunden und machten dem tüchtigen Rechner alle Ehre. Das GetteidelagerhauS in Schefflenz ist 12 Meter breit und 25 «eü; lang. Das Haus hat gekostet — Holz- bau — 11000 fr. vve Maschinen mit 4pferd. Benzinmotor 9170 Mk., zusamt rund 20 500 Mk. An Kosten waren entstanden 1901: 1226,32 Mk., 1902: 2176 Mk., 1903: 2679 Mark (persönliche und sachliche und Zinsen nebst Benzin für die Krafterzeugung). Bei der Gründung waren 140 Mitglieder vorhanden (1900). Ende 1903 aber über 300 Mitglieder. Die Mitgliederliste ist geschlossen. Ehe weitere ouf- genommen werden könnten, müsse erst gebaur werden resp. oas Lagerhaus vergrößert werden. An Getreide können gelagert werden 5000 Ztg. und die nötigen Dünge- und öUtteraxttteL ES haben erhebliche Abschreibungen slattge- ,nnden; oas ^ageryaus stchr noch nut 12U0J All. zu Buche. — Noch am Vormittag verabschiedeten wtt uns von den Oberschesflenzern mit herzlichen Tankesworten und setzten die Reise fort in der Richtung nach Würzburg, benutzten aber von der Statttn Seabach ab eine Nebenbahn, die uns zu dem Städtcyen Buchen brachte, an dessen Station ein erst vor drei sJ)tonaten eröffnetes Getteidelagerhaus, immer wieder mit Geleiseanschluß, liegt. Dasselbe ist ein Holzbau. wieder 12 Nieter breit, aber 45 Meter lang. Der Benzinmotor hat 10 Pfevdettäfte, der ganze Bau mtt allen Maschinen und Vorrichtungen, Wegearuagen, Wasserleitung kostete rund 45000 Ml.; es können 10000 Ztt. Getteide gelagert ineroen und die erforderlichen Futter- und Düngemittel. Umgesekt wurden bis znm 3L Dezember rund 17 000. Zentner Getreide, da die Eröffnung erst im Spätherbst er- Snmstag, den 13. d. M., vormittags 9 Uhr, sand unter A»rn Vorsitz von Provinzialdttettor Dr. Breidett eure Deutliche Sitzung be» Pr°vmMl°usschM°s ftatt Der erste Punkt der Tagesordnung bettaf die Besch w e r d e der Geschwister Agathe und Minna Körner zu toieften aesen einen Beschluß der Stabttter- orbnetentieifammtung. Dieser Verhandlung liegt folgender Sachverhalt zu Grun^. Die Geschwister Agathe und Minna Körner zu Gießen haben anfangs des Lahres 1903 ein Gesuch um Erlaubnis zur Erbauung eines -Wohn- bauses auf ihrem nördlich an das Samuel Roienbaumsche Anwesen angrenzenden, an der Westanlage in Gießen ge- leaeneu Bauplatz bei der Großh. BÜrgcnnersterm Gießen einaet-eicht Die Bauerlaubnls wurde durch Verfügung der ßsS Büraermeisterei vom 25. April 1903 versagt, ।pater ttdoch 'ert^lt Gleichzettlg mit dem vorerwähnten Baugesuch war »Mi den ÄeschwWrn Körner um die Erlaubnrs zur Ueberwölbuna des Schorgrabens vor dem fraglichen oau» vlan'naGwüucht worden. Letzteres Gesuch wurde von der « am 29. Juli 1903, mit der Begründung ahaeletm? daß die geplante Durchführung der Muhlga^ Äe Ueberwölbung des Schorgrabens wesentlich er- mürbe Dieser Auffassung ist die Stadtverordneten- ver^amrnlunq durch Beschluß vom 30. Juli 1903 beigetreten. S)ie;cr B Anträge, der Kreisousscynß WrnerttnetÄchlÜß vom 30. Juli 1903 auf- beit OtUd Überbrückung des Schorgrabens längs heben und ihn Westanlage gestatten, die Stadt auch iftSS ^schwerde verurteilen. Zur Begründung in die Kosten de ]up ^uge der Sache ganz ausge- f das Bmtterrain der Geschwister Korner schlossen sm, d tz ^„nenzua betroffen, dadurch berührt von dem neU'-n ^ Anlage der neuen Durchgangs- ober ^M"gendwie in Mitleidenschaft ziehen straße dav Wa -2 Körner liege eine An- Von be» EN-hmcnden StrasenMg. ft-r Ächen n^ch leine BauflÄlrnie vorhanden se>, «eg, es K-stchtigung von Ketreideragerhäuser» im vadlschin Unterland. Schluß. Am Abend war in dem geräumigen Saal eine größere Versammlung vereinigt. Die Oberhessen machten bunte ReilE mit den Blwensern und in i/tefce und Gegenrede erklärten uns die Badenser die Vorzüge und Mangel der Getreldetageryauser. Auch verttanlich von Mund zu Mund unterhielten sich die Einheimischen mit den Fremden, und diese Aussprache hat wohl besonders dazu beigettagen, daß die meisten, welche das GetteidelagerHauswesen mit großem Mißtrauen ansahen, mit ganz anderen Gesinnungen in ihre hessische Heimat zurückkehrten. Es war jp:t geworden. Die Oberschefslenzer hatten es sich nicht nehmen ta,sen wollen, uns zu beherbergen. Ich hatte schon Wochssn vorher gesclZriebcu, es kommen lo Ober- hefkn, können die dorr untergebracht werden? Dann hatte ich wieder getrieben, es kommen nicht 15 Qberhessen, son- bestehe also kein Anlaß, den Beschwerdeführerinnen das i zu verweigern, was allen übrigen Anliegern an der Bau- i flucht der Westanlage berettwilligst gestattet wurde. Der i Kreis ausschuß, welcher sich in seiner Sitzung vom 19. Sept. 1903 mit dieser Angelegenheit befaßte, erkannte zu Recht, daß der Beschluß der Stadtverordnetenversammlung zu Gießen vom 30. Juli 1903 aufzuheben und den Geschwistern Agathe und Minna Körner zu Gießen die Erlaubnis zur Ueberwölbung des Schorgrabens vor ihrem Bauplatz an der Westanlage zu Gießen unter den in ähnlichen Fallen von der Stadt gestellten Bedingungen zu erteilen sei. Gegen dieses Urteil verfolgte die Stadt Gießen unterm 29. September 1903 Rekurs an den Provinzial-Ansschuß mit dem Anträge, unter Aufhebung der angefochtenen Entscheidung des Kreisausschusses vom 19. September 1903 die Beschwerde der Geschwister Körner gegen den Beschluß der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gießen vom 30. Juli 1903 abzuweisen, da der Kreisausschuß zur Entscheidung in dieser Sache nicht zuständig gewesen sei. Die angefochtene Entscheidung gehe irrtümlicherweise davon aus, daß die Städteordnung ein Recht zur Anfechtung eines Beschlusses bei Stadtverordnetenversammlung jedem ae- währe, dessen rechtliches Interesse durch einen solchen Be- chluß verletzt wird. In der heutigen Verhandlung des Provinzialausschusses begründeten die Vertreter der Parteien die von chnen gesellten Anträge, worauf der Provinzialausschuß nach geheimer Beratung beschloß, die Entscheidung auszusetzen und in einer der nächsten Sitzungen zu verkünden. Auf Anttag des Vertteters des Gesuchstellers wird die Verhandlung über das „Gesuch des Hch Sack II. zu Heuchelheim um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft" bis zur nächsten Sitzung vertagt. Es wird daher zum dritten Punkt bei Tagesordnung, Gesuch des Jakob Muth zu Gießen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft betreffend, üb er gegangen. Jakob Muth hat um die Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft mit Familienpension im Hause Frankfurterstraße 36 nachgesucht. Die Stadtverordneten - Ver- ammlung zu Gießen hat laut Beschluß vom 24. September 1903 die Bedürfnisfrage zu vorliegendem Gesuche verneint mit der Begründung, daß in der fraglichen Gegend schon reichlich Wirtschaften vorhanden seien. Im selben Sinne hat fub das Großh. Polizeiamt Gießen geäußert. Der Kreisausscknß erachtete ebenfalls ein Bedürfnis zur Errichtung einer wetteren Wirtschaft in der genannten Gegend nickst für vorhanden, und wies deshalb in seiner Sitzung vom 31. Oktober 1903 das Gesuch zurück. Gegen diesen Beschluß verfolgte der Vertreter des Gesuchstellers Rekurs an den Provinzialausschuß mtt dem Anrage, unter Aufhebung der Entscheidung des Kreisausschusses des Kreises Gießen vom 31. Oktober 1903 dem Gesuchsteller die Konzession zn erteilen. In der heutigen Verhandlung vor dem Provinzialausschuß sprachen sich die vernommenen Zeugen sämtlich für (Ärichtung einer besseren Gastwtttsckaft in der Frankfurtersttaße aus, auch versuchte der Vertreter des Gesuchstellers in längerer Ausführung ein solck-es Bedürfnis nachzuweLsen. Ter Pro- vinzialausschuß hielt auf Grund der Beweisaufnahme den Nachweis eines vorhandenen Bedürfnisses zur Errichtung einer Familienpension für die Angehörigen der die Klinik besuchenden Patienten in Verbindung mit einer be seren Gastwirtschaft in dem Hause Frankfurter- sttaße 36 für erbracht und erkannte deshalb zu Recht, daß das Urteil des Kreisausschusses auszuheben, und dem Gesuchsteller die nachgesuchte Konzession unter der Bedingung zu erteilen sei, daß er kein Musikwerk in seinem Lokale aufstellen dürfe. Ten Schluß der Verhandlung bildete das Gesuch des Karl Pimper zu Kirtorf um Erlaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschast. Pimper hat unterm 5. Juli 1903 vor der Großh. Bürgermeisterei Kirtor um diesbezügl. Erlaubnis nack)gesucht. Ter Gemeinderat bejahte in seiner Sitzung vom 13. Juli 1903 die Bedürfnisfrage, der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld schloß sich dem Beschluß des Gemeinderats an und erteilte dem Gesuchsteller die nachgesuchte Konzession. Ter Vorsitzende des KreisaussckMsses verfolgte gegen dieses Erkenntnis tm öffentlichen Interesse Rekurs an den Provinzialausschuß, welcher in seiner heutigen Sitzung diesem stattgab, das Urteil des Kr e i s a u s schu s s e s auf hob, den Ge- suck'steller in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 5 Mark an die Provinzial- fafie verurteilte. Obwohl sich Bürgermeister Wolf von Kirtorf für die Errichtung einer wetteren Wirtschaft aussprach, auch der Vertreter des Gesuchstellers ein Bedürfnis nachzuweisen versuchte, konnte der Provinzialausschuß nicht zu der Ueberzeugung gelangen, daß ein solches mit Rücksicht. auf die bereits bestehenden acht Wirtschaften bei einer Einwohnerzahl von 851 Seelen vorhanden sei. Er erachtet vielmehr diese acht Wirtschaften für zu Viel. Hieran wurde die Sitzung geschlossen. Volitische Tagesschau. Die Generalversammlung der Bundes der Landwirte (VflL den Artikel „Tie Bauernwoche" im heutigen Morgenblatte) hat gestern folgende Resolution angenommen: „Tie 11. Generalversammlung des Bundes der Landwirte erklärt, daß der Bund, entsprechend den Beschlüssen der 3. Generalversammlung vom 18. Februar 1896, nach wie Vor auf dem Standpunkt der Notwendigkett eines ausreichenden Schutzes aller Produktttstände auf dem inländischen Markte steht. Auch die Zukunft der deutschen Jn- ousttie liegt nach unserer Meinung nicht in einem ge- sährdeten, durch schwere Opfer anderer Erwerbstände zu erkaufenden Export, sondern in erster Linie in der Stärkung des Jnlandsrnarktes, auf dem sie schon jetzt Vier Fünftel ihrer Produktion absetzt. Nur durch eine Neuregelung unserer wirtschaftlichen Beziehungen zum Auslande unter Beseitigung der reinen Meistbegünstigungsverträge kann eine dauernde Gesundung unserer wtttschastlick)en und darntt unserer sozialen Verhättnisse herbeigeführt werden. Tie Fortdauer der jetzt gellenden Handelsverträge, deren unheilvolle Wirkung auf die deutsche Landwirtschaft allgemein zugestanden wird, legt der deutschen Landwirtschaft fortgesetzt die schwersten Verluste auf; wtt halten deshalb ihre unverzügliche Kündigung für unbedingt notwendig. Ein weiteres Tlndauem der gegenwärtigen Verhältnisse hallen wir für unheilvoller für das deutsche Vaterland als einen etwaigen kurzen vertragslosen Zu st and, dem das Ausland bei seinem überwiegenden Interesse am deutschen Markte durch Entgegenkommen ein baldiges Ende bereiten würde." Auch der Anttag des Grafen zu Reventlow-Wulfshagen zur Börsenreform wurde angenommen: „Wir hallen eine Börsenreform für unannehmbar, wenn dieselbe nicht enthüll: a) Beibehaltung des Börsenregisters, b) Bestrafung des Abschlusses nicht zugelassener Börsengeschäfte für alle Betettigten, c) Teklarationszwany dahin, daß jeder SckMßschein registriert wttd, d) Verschärfung der staatlichen Beaufsichtigung, e) keine Herabsetzung der Stempelsteuer. liebet die Fortschritte des Feldzuges in Südwest-Afrika der, nach den bisherigen Meldungen zu urteilen, in diesen Tagen mit voller Kraft beginnen muß, berichtet ein Kabeltelegramm aus Okahandja: _ ,, Die Kompagnie Fischei ist mit zwei Geschützen und einem Maschinengewehr in Windhoek eingetroffen und alsbald auf Gobabis zum Anschluß an die Detachements ber Oberleutnants v. Winkler und Eggers abmarschttrt. In Okahandja sind vier Diaschinenkanonen von der Ab- teilunfl des Oberleutnants Mansholt mtt Ochsen bespannt worden. Ter Fuhrpark ist sertiggestellt. Das Gros unter Major v. Glasenapp ist jeden Moment zum Vormarsch ^^Nach einer Depesche des Oberleutnants Ziegler aus Okahandia sttrd die Farmen der Tamaraland-Jarmgesell- schast in Oka lang o bis auf ein massives Wohnhaus und ferner „Gamsberg" ganz ze rstörü Tas Vceh und die Ernte sind geraubt Frauen und Kinder reifen nach Deutschland. Die Tabakernte eines Jahres und tausende Stück Vieh sind verloren._________ Uvivjial-Ausschub der Dovmz Hberhessen. Gießen, 15. Febr. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Sonntags. AZfr A AA xA X Afr Die „Gietzener Zamiüenblätter" werden dem Sa ßlr E9g| Q M »| m „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt Der W? to te SpA KL, @ S jL jä S ELWJS »hesßsche Landwirt" erscheint monackich cinmat eJK v Elüing und Prämie. 1595 Herrn Th. Brück, Giessen. •Thüringisches« Elektro- una Maschinen- Technikum J'manau » Lehrfabrik Ihr Antrag mutz zur Zeit abgclchnl werben, 580 nahmefähig. in Konkurs General- Rheinisches Technikum Bingen für Maschinenbau und Elektrotechnik. 89 welches dazu diente, den vom oberen Haff nach Danzig fahrenden Schiffen den Weg zu weisen. * Bremen, 15. Fel>r. Der Inhaber des geratenen Bankgeschäfts Lürmann und Sohn, In jedem Zuschauerraum muffen hinter allen Sitzreihen Quergänge sein, die unmittelbar zu Notausgängen oder Feuerleitern führen. — Ungefähr 30 Theaterleiter in New- York sind vom Major Mc. Clellan darüber verständigt worden, welche Aenderungen in ihren Theatern getroffen werden müßten, und sie haben diese Verbesserungen schon in Angriff genommen. weil Sie einen mächtigen Katarrh mit sich Herumschleppen. So sagt der Vertrauensarzt der Versicherungsgesellschack. Der Antragsteller ist betrübt: Mir liegt aber viel an der Versicherung. Kann man dann nichts gegen den Katarrh tun- daiml ich ihn schnell los werde? Na, meint der Arzt, ver- suchenSie's doch nut Aah's ächte» Sodener Miueralpaftil- leu, welche in allen Apotheken, Trogen- und Mmeralivai'ser- handlungen zu 85 Pfg. per Schachtes erhälliich sind, die bewähren sich selbst in harmäckigslen Fallen vorrreislich. Mor- gens, mittags und abends je 4—5 Pastillen tn heißer Milch genommen, tags über immer eine Pastille lm Alunde zergehen lassen, das tuis wohl und m acht Tagen sind ote dann au|- Nach einer stürmischen, sieben Stunden währenden Sitzung hat der Stadtrat von Chicago mit 47 gegen 8 Stimmen die neue Theater-Bauordnung angenommen. Ihre Bestimmungen sind so scharf, daß sie bei strenger Durchführung eine förmliche Umwälzung im Bau und Betriebe von Theatern Hervorrufen müssen. Drei der jetzigen Theater werden ganz und für immer geschloffen werden und alle übrigen müssen bedeutende Aenderungen und Umbauten vornehmen. Die wichtigsten Punkte der neuen Bauordnung sind: In nicht feuerfesten Gebäuden darf die liefstgelegene Sitzreihe nicht höher sein als die Sttaße; in feuerfesten Theatern darf sie nicht mehr Srveltervewcguug. Barcelona, 15. Febr. Dre Ausständigen versuchten die Fabrik eines Wagenbauers in Brand zu stecren. Der Polizeichef sandte dem Gouoerneuer eine Mitteilung, in der er daraus hinwies, der Zeitpunkt sei gekommen, strengste Maßregeln gegen die Ausständigen zu ergreifen. Zahlreiche Flugblätter wurden verteilt, in denen die Arbeiter gegen die Bürger aufgereizt werden. Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft. Aus dem rheinische« Schwemmsteiugcbiet wird und geschrieben : Dem Vorgehen der rechtsrheimichen Schwemmstein- Industriellen, durch eine P r e i s v e r st ä n d i g u n g der gedrückten Lage dieser Industrie aufzuhelsen, sind nunmehr bte linksrheinischen Fabrikanten geiolgt. In einer Versammlung in Weißenthurm haben sich fast sämtliche linksrheinischen Fabrikanten der Preisoereinigung angeschlossen, so daß heute fast die ganze Schwemm- stein-Jndustrie einheitlich vorgeht. Die für das Jahr 1904 fest- aeietrten Preise sind nur m ä ß l g e r h ö h t, da der Ziveck der Vermischtes. • Elbing, 15. Febr. Der Leuchtturm auf den Molen im Frischen Haff gegenüber Reimannsfelde-Panklau, der sich etwa 4800 Dieter entfernt von demjenigen auf dem Molenkopf befindet, wurde umgeworfen. Durch den gewaltigen Andrang einer Eisfläche von 5 800 Quadratmeter geriet das massive Fundament des Turmes ins Wanken. Einige Eisschollen gingen über das Fundament hinweg und warfen den Turm um. Der Turm hatte ein Blinkfeuer, Th. Bruch, Möbelfabrik-Lager Ecke Schlossgasse-Kanzleiberg-Brandpiatz. * Gegründet 1858. 10 Schaufenster. ♦ 100 Zimmereinrichtungen. * 1 elephon 375. 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Gegenwärtig gelangt der ausgezeichnete Roman „Heimkehr" von Ida Boy-Ed zum Abdruck. Die Lektüre des der heutigen Nummer unseres Blattes beigefügten Prospekts ist empfehlenswert. Zur probeweisen Bestellung der „Woche" benütze man die Bestellkarte des Prospekts. gesetzten Preise sind nur mäßig erhöht, da der Zrveck der Verständigung lediglich dahm g-ht, den vorhandenen Betrieben, welche zum Teile bei den gedrückten Preisen in ihrer Existenz gefährdet waren, einen auskömmlichen Preis zu sichern. Wenn bie Preiskonvention es versteht, bei ihren Preisfestsetzungen Maß zu halten, wird der Zusammenschluß nicht ohne Erfolg bleiben und der gesamten Industrie zum Segen gereichen. Die Gothaer FeuerverficherrrngSbarrk auf Gegenseüigkeit hat mit dem Jahre 1903 dreiuudachtzig Jahre ihrer Tätigkeit vollendet. Von der Prämieneinnahme wird in jedem Jahre derjenige Betrag, der nicht zur Bezahlung der Schäden und Verwallungs- kosten, sowie für die Prämienreserve erforderlich ist, den Versicherten zurückgewährt. Nach dem jetzt veröffentlichten Rechnungsabschlüsse für 1903 beträgt diefer den Versicherten wieder zufließende Ueber- schuß Alk. 14 484 293 40 Psg., gleich 75 Prozent der eingebauten Nuiversttäts-Dachrichten. — Ein Vorgehen gegen die jüdische Bewegung auf den Universitäten ist von der Tübinger Studentenschaft beschlossen. Der „Staatsdürger-Ztg." wird darüber aus Tübingen geschrieben: „Die hiesige Studentenschaft hat am Samstag in einer Vertreterversammlung sämtlicher Satisfaktion gebenden Korporationen den Beschluß gesaßt, keinem Angehörigen einer jüdischen Bewegung mehr Satisfaktion zu geben. Da die Zahl der Juden auf hiesiger Hochschule in letzter Zeit bedeutend zugenommen hat, so daß man dem Entstehen einer jüdischen Verbindung hier entgegensehen konnte, war schon vor einiger Zeit eine Bitte an das Universitätsamt gerichtet worden, eine solche Korporation nicht zu genehmigen. Tas Universitätsamt halte sich aber dahm ausgesprochen, der etwaigen Gründung einer Judenverbindung nichts in den Weg zu legen. Tiefe Verfügung hat nun die Studentenschaft bewogen, den Juden selbst einen Riegel vorzuschieben und den genannten Beschluß zu fassen." — Ter ordentliche Professor für deutsches Privat-, Handels- und Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Königsberg Tr. Ernst H e y m a n n ist zum 1. April an Stelle des verstorbenen Professors Dr. Lehmann nach Marburg berufen worden. Einen Ruf nach Jena als Nachfolger A. Schultze's ha» er abgelehnt. Heymann kam 1901 als Ordinarius und Nachfolger von G a r e i s, der damals einer Berufung nach München folgte, nach Königsberg. als zwölf Fuß über der Straße liegen. 2(uf den Galerien T darf die Steigerung zwischen den Sitzreihen nicht mehr als * 18 Zoll betragen. Im unteren Zuschauerraum muß für je jj» 15 Sitzreihen ein Quergang vorhanden sein; auf den Gale- * den müssen je neun Sitzreihen einen Quergang haben. Alle T diese Qucrgängc müssen unmittelbar zu Ausgängen führen. ™ (rm.) Bura-Gräfenrode, 16. Febr. Die Folgender hiesigen Wahlex^esse, von denen wir seinerzeit eingehend berichteten, weroen immer merkbarer, indem sie zu einer stets wachsenden Spaltung im Dorfe führen. Voraussichtlich werden noch mehrere gerichtliche Nachspiele folgen, denn nicht von jedem der Beteiligten scheint es mit der Eidespflicht ganz genau genommen worden zu ein. Tie ganze Sache ist um so bedauerlicher, weil durch ie in das seither friedliche Dörfchen dauernder Unfriede gekommen ist. So wird das Dörfchen, das bisher verhält- nißmäßig wenig „gerichtsbekannt" war, bald zu den „besten Kundenkreisen" der gerichtlichen Behörden zählen. (rm.) Aus derWetterau. Durch den anhaltenden Regen ist das H o ch w a s s e r noch stetig im Steigen begriffen. Tie großen Wasserflächen werden jetzt auch täglich belebter; zahllose Enten tummeln sich darauf, sind aber meistens für die Jäger unerreichbar, da sie zu weit vom Lande abliegen. Tas Wasser der Nidda steht noch immer so hoch, daß den Müllern, denen Dampfkessel nicht zur Verfügung stehen, der Betrieb ihrer Mühlen nicht möglich ist. Tabei scheint wenig Aussicht auf Aenderung des Wetters zu sein. Kleine Mitteilungen auS Hessen und den Nachbarstaaten. Am Montag nachmtttag wurde der Kommerzienrat Martin Mayer aus Mainz an der Ecke gicue Mainzerslraße und Kaiserstraße in Frankfurt von einem Schlaganfall getroffen und blieb auf der Stelle tot. das Heidelberger Schloß doch vor der Abreise nach Mannheim sehen wollten, von dessen Herrlichkeiten sie so viel gehört. Punkt neun Uhr waren alle schon wieder am Bahnhof versammelt, nach kurzer Fahrt trafen wir in Mannheim ein und wurden empfangen von dem Direktor des Kornhauses in Mannheim, der auf höhere Anordnung eine Geschäftsreise unterbrochen hatte, um uns in Mannheim zu führen. Die großartigen Einrichtungen dort zu schildern, am Rhein, am Äteckar, am Binnenhafen, dazu ist hier kein Raum. — Aber bewundert haben wir die wunderbaren und doch so einfachen maschinellen Einrichtungen, getrieben durch Elektrizität. Ein mit 50000 Ztr. ungarischer Gerste belastetes Schiff ist herangeschwommen und hat an der Entladestelle angelegt. Ein Schöpfwerk schöpft idas Schiff verhältnismäßig rasch leer, läßt die Gerste eine Putzmühle passieren, führt die Frucht auf die automatische Wage, zwei Arbeiter hab-m rasch zu arbeiten, um mit der Sackkarre die abgewogen-?! Sacke ins Lagerhaus zu schaffen, auf gedieltem Boden. Wieder welche Ersparung von Menschenkraft! Wieder drängt sich der Vergleich auf, warum haben wir die hohen Kosten bei der Verwertung unseres Getreides auf dem Wege von der Drcschmachsine bis zur Mühle. Das sind doch wenigstens Kosten, die mit Leichtigkeit durch gemeinsames Handeln erspart werden könnten, da wir in Bezug auf die Kosten der Produktion des Getreides dem ausländischen Kollegen gegenüber doch wohl immer im Hintertreffen bleiben werden. Es handelt sich beim Getreidelagerhaus, um es noch einmal zum Schluß Kusammenzufassen, darum, das Ge- treibe auf dem billigsten Wege zu sammeln, zu veredeln und die Vorräte der Getreidelagerhäuser der Provinz gesammelt und in dem Maße, wie sie eingehen, an den großen Markt zu bringen, kurzum das alles, was heute unsere Getreideabnehmer für sich auf kostspielige Weise für uns ausführen, auf v o ll- kommenere und billigere Weise selbst ans- zuführen, ohne daß man sich dabei, wie der vorsichtige Getreideh andler, in irgendwelche Spekulationen einlaßt. — Daneben spielt der gemeinsame Bezug von Düngemitteln und Kraftfnttermitteln eine bedeutende Rolle. Die Getreidelagerhäuser sollen die Zentralen fein, von denen aus auch der Heine Bedarf an Kraftfuttermitteln und Düngemitteln ohne erhebliche Kosten abgegeben werden kann bis in die entlegensten Teile der Provinz. Das ist oft angepriesene Selbsthilfe! Wird man fie uns gestatten? Ge ein t sind wir stark g enu g, diese Selbschilfe durchzuführen auch, gegen die Angriffe und gegen das Uebelwollen derer, denen diese Art von Selbst- hllfe unbequem fein wird. Aus Stadt und Land. Gießen, den 16. Februar 1904. ** Tagesorduun g für die Sitzung der Stadtverordueten-Versammlung Donners- tag den 18. Februar 1904, nachmittags 4 Uhr: 1. Vorschriften für die Hausanschlüsse an die städtische Kanali« sation. (Zwecke Lesung.) 2. Baugesuch des L. Schneider II. für die Neustadt. 3. Fluchtlinienplan für die Große Mühlgasse. 4. Vorlage deS Voranschlags deS StadterweckerungS- fonds für 1904/05. 5. Rechnung der Armenkasse für 1902/03. 6. Erwerbung der Karl Horn'schen Hoftaite Neuenweg Nr. 2. 7. Klage des Schreinermeisters Friedrich Benzler gegen die Stadt. 8. Klage der Stadt gegen I. Arnold III. Witwe. 9. Kauf zwischen Joh. Gg. Pfaff L und der Stadt. 10. Anteck der Wilhelm Volz Witwe an Zusammenlegungskosten im Neustädterfeld. 11. Gesuch des Ludwig Flamme um Erlaubnis zur Benutzung eines städtischen Geländetecks am Neuenweg. 12. Erneuerung der Zinsscheine für das 1890er Anlehen. 13. Festsetzung der Fleischbeschaugebühren. 14. Regulierung der Einkommensteuer; hier: Gewährung einer Remuneration an die Schutzmannschaft für die Personenstandsaufnahme. 15. Unterstützung für Aalesund. 16. Gesuch des Martin Langsdorf dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Crednersttaße 34. ** Tas Maturitäts-Examen am hiesigen Gymnasium findet kommenden Freitag statt. Tie schriftlichen Arbetten wurden am Anfang der vorvorigen Woche beendet. **Das Großh. Regierungsblatt, Bellage Nr.3, enthüll: 1. Bekanntmachung, die summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Genossensck)aftskasse für staatlich bestätigte Forsiwarte für das Rechnungsjahr 1901/02 betreffend. 2. Bekanntmachung, die in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen legalisierten Grundbücher betteffend. 3. Vorlesungsverzeichnis der Großh. Hessischen Ludwigs-Universität zu Gießen für das Sommerhalbjahr 1904. 4. 9ia- mensveränderung. 5. Tienstnachrichten. 6. Konkurrenzeröffnungen. - Oesfentliche Lesehalle. Im Januar wurden 2429 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Lckteratur 1061, Zeitschriften 760, Jugendschriften 241, Verdichtungen 22, Littcraturgeschichte 15, Länder- und Völkerkunde 60, Kulturgeschichte 19, Geschichte und Biographien 88, Kunstgeschichte 3, Naturwissenschaft und Technologie 104, Seewesen 11, Gesundheitslehre 10, Religion und Philosophie 18, Staatswissenschaft 9, Sprachwissen» schäft 5, Fremdsprachliches 3 Bände. Nach auswätts tarnen 146 Bände. - Höhere Mädchenschule. In der vergangenen Woche besichtigten Oberbürgermeister Mecum, Stadtocrord. Haubach und Architekt Meyer mehrere Schulgebäude in Frankfurt a. M. und Friedberg. So viel man erfährt, soll die Studienfahrt fehr viel nützliche Anregung für unseren m Aussicht stehenden Bau für die' höhere Mädchenschule ergeben haben. ** Die Arbeiten für die Kanalisation werden, sobald das Hochwasser sich verlaufen hat und das Wetter günstig bleibt, m vollem Umfange wieder ausgenommen werden. § Wetzlar, 15. Febr. Bei der Ja gdverpachtu ng am Samstag wurde die m fünf Bezirke emgeleilte Jagd der Stadt Wetzlar zu 2005 Mk. pro Jahr gegen früher 136? Mk. 1 verpachtet. konsul Lürm ann, ist flüchtig. Es wurde ein Haftbe- ehl erlassen. 'Aschaffenburg, 15. Febr. Der hiesige Wein- großhändler Bernhard Bacharach, welcher kürzlich in Zahlungsschwierigkecken geriet und Konkurs anmelden mußte, hat ich gestern im 2)Iain ertränkt. Seine Leiche wurde heute rüh gekündet. • Brüssel, 15. Febr. Heute morgen 81/, Uhr erfolgte in der Nähe des Nordbahnhofs ein Zusammenstoß zwischen zwei Zügen. Eine Person wurde getötet, ieben wurden verletzt. * Triest, 15. Febr Heute nacht wütete hier ein hef- tiger Sirokko, der vielfachen Schwaden anrichtete. Auch der deutsche Dampfer- ,Morea" und der englische Dampfer „Robinia" erlttten Beschäbigungen. Zürich, 15. Febr. Die „Zür. Ztg." meldet aus Sa- maben (Oberengabin): Eine Gesellschaft von St. Morktzer Kurgästen, vier Herren unb zwei Damen, die am Sonntag eine Skitour über die Alp Laret ins Saluvertal oberhalb Celerina machten, wurden zwischen der oberen und unteren Alp von einem Schneerutsch überrascht. Fünf Teilnehmer entrannen der Gefahr. Ein Herr Wienands aus Rheydt wurde verschüttet unb konnte erst nach mehreren Stunden durch Rettungsmannschaften von St. Moritz und Celerina tot aus dem Schnee hervorgezogen werden. Die Leiche wurde nach St. Moritz gebracht. * Dalldorf will seinen schon etwas ramponierten Namen neu aufarbetten lassen unb sich Wittenau nennen, läßt aber auf Schwierigcetten bei der Regierung. Dort cheint, wie der Klaoderabatsch bemerkt, der 9£ame Wittenau Bebenken zu erregen. Man müßte einen Namen wühlen, der sehr wohlllingenb ist und dabei doch in zarter unb diskreter Weise die Bedeutung von Dalldorf erkennen läßt, etwa Meschuggenau ober Lüttititz. * Das falsch adressierte Hochzeitskleid der Prinzessin. Wie nachträglich bekannt wird, herrschte im Schloß Windsor kurz vor Beginn der Hochzeitsfeierlichkeiten vom Dienstag große Aufregung, die dadurch veranlaßt worden war, daß das Kostüm, das die Prinzessin von Wales tragen wollte, und das erst an dem Morgen aus London kommen sollte, nicht zur rechten Zeit eintraf. Die Schneiderin wurde antelephoniert, sie behauptete aber, das Paket am Abend vorher richtig aufgegeben zu haben. Schließlich, nach langem Hin- und Herfragen stellte es sich heraus, daß das Paket nicht richtig adressiett worden war. Die Adresse lautete: „Prinzessin von Wales, Frogmore Hall, Hettshire", während es Frogmore House, Berckshire, heißen sollte. So war das Hochzeitskleid an den verkehrten Ort abgegangen, cs wurde sofort ein besonderer Bote dahingeschickt, der aber zu spät kam, so daß die Prinzessin gezwungen war, ein anderes Kleid anzuziehen. Der Findigkeit der englischen Post stellt das Vorkommnis jedenfalls kein glänzendes Zeugnis aus. Die Leute scheinen noch nicht einmal zu wissen, daß die königliche Familie in Schloß Windsor residiert. • Ein Kind ohne Gliedmaßen lebt in Reinickendorf bei Berlin. Es ist vor zwei Jahren ohne Hände und Füße zur Welt gekommen. Trotz des Fehlens dieser wichtigen Gliedmaßen hat sich das Kind körperlich und auch geistig sonst gut entwickelt, ist munter und spricht seinem Alter angemessen. Die Eltern besitzen mehrere normal entwickelte Kuider. * Chicagos neueste Bauordnung für Theater. arüber Heatern 2?^ Ölungen ut0^n an m ten555S!=55^ ische 9),m der ;^9ung ’^bütqet.a. l,n9er -Ilge Stub. ?; wird "S lUÄW 1 emegunfl Lne,n SffSy5 tiS M8A ML «»»ÄS SjV;r Mei in Pt ich die,Woche« >t. Besondere Sorg, bene Novellen und Romane unserer be» t bei ausgezeichnete im Abdruck. ner unseres Blatte- t- Zur probeweisen die BestelUarte des s ständigen Der* rs in Brand zu lomteuei eine M, Zeitpunkt sei getom« Lssländigen zu a> Deiteilt, in denen reizt werden. nkbuiiitfdjflfl. »gebiet wird uns ge- nichm Schwemmslew- indigung der ge« ind nunmehr die links- rrsammlung in Weiten- njchen (jabritailen der ftbiegaiije Schwemm« ■ baS Jahr JÄM feit* , da der Zweck ber ^chandenen Betrieben, w tya V* zu sichern. Wenn die e^eslsetzungm 2latz zu >ne lrrsotg bleiben und Sr-vN £ ?) f.O N K 3 s? DL M L 05 Ü E c 5? & F L ■e "9 S Ä >3 «es =6^(2 T G S © S 05 rs ee 2 65?© 3© » "O 6 2 Q N a? !S ö AÖ 5# S> >8* Q s- s E «■ <0 S E s V -2 G? C5 CQ a> T & «St 00 G? Ä CQ D 5? E o G N E 05 «n 3 »ff © o kS Cs» «5» 05 3 en O fr? on G) an 05 2 2C? an an ■ ü ° S Z Q5 „ ä) g E tfö a 2 R 2 2 an an 2 2 2 E 05 an an 35 '«! 3 R an o e « o ES ‘sä an s DJ s a m! auf ©egenieiiigteit hre ihrer Tätigkeit voll« jedem Jahre derjenige den und Lenvalmngs« ilich ist, den Bersicherim en Rechnungsabschlulle der zuflichende Ueber« o4ent der eingezohllen 1595 i Geschäfte^ W W* gefällige Fo^ Ausführung 5ÄiS '" . 'Itltpbo" j n9l"un9, vub^U aaduf(n. * 5*1* -M- regen de" M ° i, ineil" .uerfl^jL, -,ol‘ Ul dc^ gevi" ää" 2 & N 05« en 05 e T& o Ä S e ry sO o 05 $4 « S u •o « S an b 3- o _o 3 o sC' D 2-n e <»?5 -O" 3 J*, C 05 3 O <5 2 'S «-> 3 e R 3 L o Z Z a § a Z 2 E °.G -O S - >b c s *5> Ä o 3 ♦e' -- 2:? L V e e Z L ^*3" Q 2 3 »»'E 3 »b g^^-g O s 05 cd o 3^ - x :s « =• = -t= 2 s «LE .35 «2 ^2 3 *75 3 Cs» O '*=,o‘ _= 05 s s -2 Z S> "5 ■ ■ W 8?, o o E >b 5 o o ZN^ " g en55 •3 « -_» S>e® e 2_ü> L an u S 3 3 »-» 3 an 3 -3 c-» ' 3 c.» ~£5g ®E 5^ 1581 gelöscht. 1606 1328 1586 erloschen. 1607 Montag den 22. d. Mts. Gießen, den 16. Februar 1904. 1584 Der Direktor: Dr. Stoeriko. L IL 91 149 391 Turchm., mite 227 bei dem vatten gebe ich 820 1504 190 empfiehlt 789 Wohnbach, den 14. Februar 1904. 1598 Der Bürgermeister: Fatum. OrdkuWe - AkrjuMMlNg (insbesondere die Hereros) sprechen. 1590 Versteigerung ad II bestimmt. 1577] Geißler, Gerichtsvollzieher. 4 14 130 6, 7 47 86 fm haltend, 18—41 cm mittl. 178 fm haltend, fm haltend. am Oppenröderweg, Die Zusammenkunft ist <. Steinhäuser, Neuen Bäue 17. Brennholz per Elr. zu 1,20 Mk. liefert frei ans Haus August Helseubeiu, 1405) Schottstraße 19. Triumphator Feinstes Spezial-Bier des ® Bürger! Brauhauses München In Syphons, Flaschen und Gebinden. Bier-Grosshandlung Emi Schmal! Hungen, den 13. Febr. 1904. Grdßherzogliches Amtsgericht. Brennholz Versteigerung imGemeindewaldNiederkleen Sofas, Seffel, Stühle, Tische, 1 Nähmaschine, 3 Kastenwagen. 1 Kommode mit (Älas- schranr, 1 Regulator, 1 hochfeines eichenes Buffet, 1 eleg. Bücherschrank, IHerrenschreib- tisch, 2 Faß Wechwem u. a. 200 leereBlechdosen, 23Körbe, 21 Fässer, 1 Partie Fisch- Konserven und ein großes Aquarium. Zusammenkunft vornntt. 9H, Uhr auf dem Viehweg ani Gemeindewald. Buchen: 139 rm Knüppel und 486,5 rm Reiser. [1616 Groß-Rechtenbach, 15. Februar 1904. Das Bürgermeister-Amt. Mittwoch ö.l?. Wr.l.z., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieter'schen Saale versteigert: Lich, den 12. Februar 1904. Großherzogliches Amtsgericht. vekanntmÄhllng. Bezüglich dec in unserem Handelsregister eingetragenen Aktiengesellschaft Hessisch-Rheinischer Bergbauveccin zu Berlin mit Zweigniederlassung zu TraiS-Horloff wurde heute folgender Eintrag vollzogen: Die Zweignieoerlassung ist Telephon 83. Bei der 5. Eskadron des 1. Grosthcrzoglich Hessischen Garde-Dragoner-Regiments Nr. 23 können jederzeit Dreijährig-Freiwillige zum Eintritt für den Herbst angenommen werden. Gut gewachsene, kräftige Landwirte, Schmiede, Sattler und schreibgewandte Kaufleute werden bevorzugt, andere Berufsarten aber nicht ausgeschlossen. Meldung bei der Eskadron baldmöglichst. Kauflose zur 8. Klasse selbst etngetn. ■ 4. Sauerkraut, Salz- u. Essrg-Gurkeu empfiehll 1505] I. Marker, Goethestr. 54. vorrätig bei 0785 Joseph Stern, Mcttör. Neuenbäue 2. Bei Husten tzeiserktit [beweisen zahlreiche ftnlnrri, V Anerkennungen w txi t (bie|rni3li*leiföon yklschiklmansl Jtzleibs »erLH-ikli Asthma - Bonbons 12% Miumsast, 88% Raffinade. Wirkung überraschend! 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Pr. v. 75000] 90 650 81 757 [250] 805 55 72 80 929 45 80 5002 81 122 24 43 240 45 63 802 5 31 84 [250] 39 98 582 [250] 89 640 44 723 825 66 [300] 94 6225 36 47 53 86 89 322 52 59 72 431 37 [250] 512 [250] 72 621 27 32 775 [300] 812 63 90 957 83 7036 121 43 204 322 25 37 517400] 435 87 556 60 75 606 14 715 52 84 89 864 92 [250] 928 44 46 54 90 99 8026 128 208 30 376 [250] 512 29 71 666 92 916 49 75 82 9008 28 145 239 378 82 437 81 34 543 [300] 607 80 91 94 761 68 90 806 995 10001 2 86 117 49 [300] 259 86 313 31 409 15 83 525 34 75 83 92 626 88 725 36 46 840 [250] 916 26 66 11021 57 86 110 81 85 201 [300] 18 22 28 71 [250] 81 335 82 [2501 99 495 518 89 97 725 848 86 12U90 126 92 96 415 18 65 571 645 55 708 28 51 92 834 84 903 1 3018 28 70 107 [250| 36 216 49 59 323 417 74 77 530 78 620 23 83 717 56 69 830 57 83 986 1 4067 88 188 95 239 49 50 304 436 87 561 72 609 79 717 60 99 805 8 14 67 15047 153 272 311 12 519 26 51 652 85 804 5 7 83 86 903 1 6010 84 55 141 66 214 47 58 538 58 607 96 814 28 981 46 17109 15 88 [250] 97 203 31 94 303 4 84 422 30 42 521 79 700 66 90 902 10 89 18094 96 116 75 86 [300] 216 74 78 326 74 468 86 505 [250] 81 672 709 50 877 965 73 1 0006 9 29 35 46 51 [1000] 143 83 96 239 349 59 71 403 502 43 67 685 90 711 20 28 837 [300] 80 947 90 20158 [250] 220 313 62 95 97 570 691 [300] 737 66 79 870 962 88 21005 35 [2501 69 126 52 98 270 346 90 477 553 1250] 69 75 719 49 826 32 38 919 22058 63 84 122 74 98 256 389 474 79 596 662 89 711 94 [250] 813 903 23029 60 84 [300] 93 122 41 79 207 67 303 37 69 [250] 407 533 [250] 601 6 39 55 754 818 65 77 2 4043 129 31 291 312 20 426 530 758 67 889 1250] 911 81 25011 128 33 80 275 803 50 617 48 735 70 858 96 917 [250] 53 84 26014 108 46 94 228 73 418 71 539 45 749 865 918 28 86 27092 120 29 73 84 88 232 375 464 80 81 522 633 46 79 801 965 71 85 97 28014 27 167 86 255 311 408 20 52 88 516 39 70 80 608 16 [300] 47 706 46 65 80 829 33 907 79 29081 132 222 51 94 98 336 426 47 73 635 87 721 [250] 837 61 901 51 91 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März 1904.