bestes Matt. Dienstag 15. November 1904 Lang«» 154. Jahrgang Untverl.-iBucb-u» Stein- bruderd, 8t SUMftkm, ErvedMoa unb Trorff'rtt: Gchnlstrotze ?. tlbrefle füi Teveldien: Vnzetger Wietzen« KkensprechcinichluvNr 51 General-Anzeiger Amis- Md Anzelgehlatt für dm Kreis Gießen Ve»«g4pr«t», mono 111(675 DterttU iährlrch Mk. 2.20; durch Abhole- il Zwelgstellen monathcb 65 M.; durch die Poft tiftt. 8.- viertel- inbrL auSlchl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bte TaqeSnummer bis vorrntllagS 10 Uhr. 8etknprei8; lokal I2Pt^ außroärli 20 Plg. Verantwortlich ffii den poltt und aOgern. Teil P Wittko. für »Stadl und Canb" und »Gerrchlsiaal': August Goetz, für den An- qergentei! danS Beck. Nr. ÄO9 Orlfteint tSgUch autzer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechfel mit dem Kefstfchen Landwirt die Gtehener Kamillen- blätter viermal in der Woche beigelegt. NotationSdrud u. Verlag der Brühl 'fchen Aie heutige Kummer umfaßt 8 Seiten. Deutsches Reich. Berlin, 14. Nov. Gestern nachmittag unternahm der Kaiser einen Spaziergang und arbeitete darauf allein. Heute hörte er den Vortrag des Chefs deS Zivilkabmets. __ Auf das Huldigungstelegramm, das bei der zehnjährigen Jubiläumsfeier ' deS Ostmarken Vereins an den Kaiser gerichtet wurde, ist folgende Antwort eingegangen: Seine Majestät der Kaiser und König lassen dem deutschen ^stmarkenuerein für den Huldigungsgruß anläßlich der Feier seines zebnjäbriaen Vestebens bestens danken. Seine Majestät gedenken gern der treuen Arbeit, welche der Verein nt den erstes zehn im(er der zielbeivußten Leittlng emer unermüdlichen Führer p,aV" i" hJX Deutschtum im Osten de.n Vaterlande geleistet hat, mrd wünschen den patriotischen Bestrebungen des Vereins auch Auf^Allechöchsten Befehl Geh. Kabi.iettsrat v. Lucanus." KarlamenLarisches aus Kessen. T-er Merke Ausschuß hat inbezug auf den Antrag der Abgg. Schönberger und Genossen, betreffend: T i e E n t - schädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindviehs beschlossen zu beantragen: I. Die zweite Kammer wolle die Großh. Negierung ersuchen, die im vorigen Landtage nicht zur Erledigung gekommene Regierungsvorlage, den Entwurf eines Gesetzes, die Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rindvieh betreffend, dem gegenwärtigen Landtage mit folgenden Aeunderungen erneut vorzulegen: 1. Die nach dem 1. Oktober 1901 entstandenen Schadenfälle, soweit sie seinerzeit durch die Großh. Negierung in .Veranlassung der Gesetzesvorlage festgestellt wurden — etwa 70000 Mk. — sind vorlagsweise aus der Staatskasse zu bestreiten, und der Betrag ist durch jährliche Entnahme von je 10 000 Mk. aus den zur Förderung der Viehzucht bereit gestellten Staatsmitteln zu decken. 2. Zur Entschädigung aller späteren Schadenfälle werden alljährlich aus Staatsmitteln je 6000 Mark aufgebracht. 3. Soweit das Erfordernis den Staatszuschuß unter 2 überschreitet, werden die Mittel a) entweder nach dem Antrag der Majorität des Ausschusses durch Ausschläge aus sämtliche Viehbesitzer des Landes oder b) nach dem Antrag der Minorität des Ausschusses zu einem Viertel durch den Kreis, innerhalb befjen die Schadensälle sich ereigneten, und zu drei Vierteln durch die Wiehbesitzer des Landes aufgebracht. 4. Die Dauer de' Gesetzes wird auf die Zeit von sechs Jahren beschrankt. II. Hohe zweite Kammer wolle den Antrag der Abgg. Schönberger und Genossen hiermit für erledigt erklären. Leute aus Zellhausen und Griesheim hatten petitioniert, die Kammer wolle bewirken, daß ba3 ®erot des Tannen ^avfenbrechens aufgehoben werde. Zur Begründung wird ansgeführt, daß durch, das Verbot eine Reibe armer Leiite, weläie während der Wintermonate durch Tannenzapfenbrechen ihren Lebensunterhalt erwerben, schwer geschädigt würde. Der Vierte Ausschuß ersucht die Regierung, den Zapfenbrechern auch in Zukunft nach Möglichkeit Gelegenheit zu geben, durch Zapfenbrechen rm Winter Verdienst zü finden. politische Tagesschau. Oberst Leutwein. Aus Berlin wird uns aus Kolonialkreisen ae- Ichrreben: u Ter Gouverneur, von Deutsch-Südwestafrika Oberst Sevttocw Akommt, seitdem sein Rücktritt feststes, nochmals ein langes Register von Fehlern vorgebalten. Oberst Leutweiii soll so ziemlich an allem schuldig sein, was im deutschen Schiutzqebiet seit Jahr und Tag Unerfreuliches sich ereignet hat. Wir glauben der Wunsch des Gouverneurs, nach Teutschland zurückzukehren, ist zum Teil beeinflußt von dem Entschluß, geaen die Vorwürfe sich persönlich zu rechtfertigen. Vorläufig ersteht dem Angegriffenen in der agrarischen „Tagesztg." ein Verteidiger. Tas Blatt veröffentlicht heute abend einen Aufsatz, der anscheinend aus gutunterrichteten kolonialen Kreisen stammt. Allerdings habe, so. heißt es in der Darlegung, das „Svstem Leutwein" die Neger mit Zuckerbrot zu gewinnen, aber ihnen niemals die Peitsche zu zeigen, in Südwestafrika schmäh-ich Fiasko gemacht. Aber die Hauptschuld trage unbedingt die Berliner Regierung, die dem Gouverneur diese Politik des Zuckerbrots vorschrieb — weil sie sich scheute, den Reichstag um die zu einer wirklichen Beherrschung der Schwarzen erforderliche Waffenmacht anzugehen. Und ebenso schuldig sei der Reichstag, der eine solche Forderung, wenn sie picht mit bei uns ungewöhnlichem Nachdruck verlangt worden wäre, sicherlich abgelehnt hätte. Ohne Zweifel, nur würde selbst eine noch so „ungewöhnliche" Nachdrücklichkeit den Widerstand der Neickstagsmehrheit, voran des Zentrums, gegen eine derartige starke Schutztrupve nicht besiegt haben. Ueberdies, ist vom Oberst Leu.twein die Entfaltung einer „beherrschenden", den Schwarzen imponierenden Wafscnmacht vor dem Ausstand als geboten bezeichnet worden? Erst, in diesem Fall könnte man von einer „Hauptschuld" brr Regierung sprechen. Leutwein ist seiner Gutgläubigkeit und seinem Optimismus in der Beurteilung der Schwarzen zum Opfer gefallen: er war zu sehr Freund einer Versöhnungspolitik und Taktik, . die den Eindruck der Schwäche hervorrief. Doch darin hat die „Tagesztg." recht: „Jetzt, wo das Unglück geschehen ist, da hat man einen Sündenbock nötig und von allen Seiten ist seit Jahresfrist auf Leuttvein losgeschlagen worden". Gewiß. Solange die Tinge in Südwestafrika gut gingen, da erklang das Lob auf die „maßvolle", „verständige" Leitung des Gouverneurs. Auch von K-agcn unzufriedener Ansiedler wurde wenig vernommen. Jetzt, sieht Leutwein fast nur Gegn'r ringsum, und es wird^ auch wohl ein wenig zu geringschätzig behandelt, daß er auf diesem exponierten und . schweren Posten sich manches Verdienst erworben hat um das Reich. Genug, man sollte billigerweise einmal abwarten,. was Oberst Leutwein nach seiner Rückkehr zu seiner Rechtfertigung zu sagen haben wird. —oo— An den Reichskanzler Grafen Bülow richtete der Verein gleichfalls ein Telegramm, das der Reichskanzler sofort beantwortete und also schloß: „Mögen Sie mit derselben Treue und Freudigkeit wie bisher die deutsche Fahne hochhalten im Vertrauen auf die Politik Sr. Majestät, die nicht nachlassen wird, für die nationale Sache im Osten einzustehen." — Die nationallib. Reckar-Ztg. veröffentlicht folgenden charakteristischen Zug des Königs von Württemberg bei Eröffnung des Landtages. Es ist ein Gewohnheitsrecht des Fürsten bei solchen Gelegenheiten sein Haupt mit dem Helm zu bedecken. Der König soll jedoch geäußert haben: „Wenn meine Stände unbedeckten Hauptes sind, kann ich doch meinen Helm nicht aufsetzen." Dieses Wort des Königs wird wohl dauernd im Herzen seiner Württemberger haften bleiben. — Wie die Rordd. Allg. Ztg. meldet, haben heute die Handelsvertrags-Verhandlungen mit Serbien begonnen. Sie wurden durch den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes mit einer Ansprache eröffnet, welche von dem gleichfalls anwesenden serbischen Finanzminister erwidert wurde. — Wie die „Staatsb.-Ztg." erfährt, ist bereits in voriger Woche der Befehl ergangen, die T r u p p e n in Lippe- Detniold sowie die vom Fürstentum ausgehobenen aber außerhalb Lippes stationierten Rekruten auf den Regenten Leopold zu vereidigen. — Die Post schreibt, es sei mit großer Wahrscheinlichkeit darauf zu rechnen, daß in beiden konservativen Fraktionen bei der jetzigen Lage der Tinge sich mehr Stimmen für die Kanalvorlage im Ganzen finden, als dies in der Kommission der Fall war. Dresden, 14. Rov. Die Polizeidirektion beschlagnahmte die Broschüre „Luise und ihr sächsi-sches Volk" wegen Ma jestäts bel ei düng. Ausland. Paris, 14. Rov. Jaurös erklärte heute in der „Hu- manit^", die elsaß-lothringische Frage könne nach 35 Jahren weder durch brutale Kraft noch durch eine einfache juridische Formel gelöst werden. Er fährt fort: Allerlei Arrangements werden den Bürgern von Elsaß- Lothringen vorgeschlagen, um die gewaltsame Eroberung wieder gut zu machen, eine Vereinigung der verschiedenen Rechte sichern und ihnen so erlauben, ohne alle überflüssigen territorialen Veränderungen, die durch die Aufeinanderpfropfung französischer und deutscher Elemente auf demselben Boden immer schwieriger werden, frei uirb in reichhaltigem Maße an dem geistigen und sozialen Leben der beiden versöhnten Nationen teilzunehmen. gtoin, 14. Nov. Wie die „Tribuna" berechnet, werde sich die Kammer zusammensetzen aus 343 Ministeriellen, 39 Mitgliedern der konstitutionellen Opposition, 37 Radikalen, 27 Sozialisten, 21 Republikaner, 14 Unabhängigen und zwei Klerikalen. Das „Giornale d'Jtatia" nimmt an, die äußerste Linke werde 88 anstatt bisher 102 Mitglieder zählen. Wien. 14. Nov. Unter dem Vorsitze des Grafen von GoluschowSk'y fand gestern ein gemeinsamer Mimsterrat über den Handelsvertrag mit Deutschland statt. Die Schwierigkeiten namentlich bezüglich der Viehzälle und der Veterinär-Bestimmungen sind sehr bedeutend. In den letzten Tagen ist eher eine gewisse Verschlechterung eingetreten. Man hofft jedoch schon demnächst zu einer Entscheidung zu kommen. Graf Posadowsky bleibt vorläufig in Wien. Konstantinopel, 14. Nov. Der Leiter der protestantischen Missionsanstalt in Urfa, Eckard, wurde von türkischen Soldaten mißhandelt und liegt krank im Spital zu Urfa darnieder. Tie Genugtuung, welche der deutsche Botschafter verlangt, besteht erstens in der Bestrafung der Soldaten, zweitens in der Absetzung des Majors, vor dessen Augen die Mißhandlungen vorgekommen sind und drittens in einer Entschädigung an Eckard. Zer Krieg zwischen Aapan und Zrnßlaud Petersburg, 14. Nov. Ein Telegramm des General- adjutanteu Kuropatkin an den Kaiser vom 12. Nov. meldet: Gestern vor Sonnenaufgang unternahm eine Freiwilli- gen-Abteilung eine Erkundung in der Richtung auf das Torf Huanmitsan, zwei Werst östlich von Bianiuputsi. Eine Streifwache von acht japanischen Tragonenr floh aus dem Dorf in südöstlicher Richtung. Zwei Reihen von Schanzen, die von einer Freiwilligen-Kompagnie besetzt waren, wurden festgestellt. Nachdem ein Angriff durch das Feuer unserer Truppen vorbereitet und ein Teil von ihnen ausgeschickt war, den Feind z u umgeh e n, wurden die Schanzen genommen. Darauf kam von der Hauptabteilung der Japaner rasch ein Bataillon herbei. Tie zwei ersten Kompagnien zogen sich vor unserem Salven- feuer zurück, wobei sie ihre Toten und Verwundeten mitschleppten. 9l(a die beiden anderen feindlichen Kompagnien einen Uniaehungs- versuch machten, zog sich die Freiwilligenabteilung auf unsere Stellung zurück. Auf unserer Seite ist ein Mann gefallen, sowie ein Mann schwer und vier leicht verwundet. Im Laufe des 12. November fand ein schwacher A r t i l l e r i e k a m p f auf der ganzen Front statt. Neber Zusammenstöße am 12. November sind Meldungen nicht eingegangen. Ein weiteres Telegramm Kuropatkins meldet unterm 13. Nov., das; die Nacht zum 13 November ruhig verlausen ist und Meldungen über Kampfe nicht eingegangen sind. , , Tokio, 14. Nov. (Reuter.) Hier verlautet, der zum Wladi- wostok-Geschwader gehörige Kreuzer „Gromoboi" sei auf einen Felsen gestoßen und schwer beschädiot nach Wladiwostok zurückgekehrt. Ter Unfall soll sich ereignet haben, als der „Gromoboi" nach Beendigung seiner Ausbesserungen eine Probefahrt unternahm. Ter „Gromoboi" kehrte, so wird berichtet, in sinkendem Zustande, von einer Flottille kleinerer Fahrzeuge. die ihn über Wasser hielten, umgeben, zum Ankerplatz zurück und wurde wieder vor Teck gesetzt. Wenn sich diese Nachricht bestätigt, ist es sickier, baß das Wladiwostokgeschwader noch längere Zeit untätig bleiben muß. L o n d o n , 14. Nov. (Reuter.) Ter Erfolg der neuen 4 Proz. japanischen Anleihe gilt als gesichert. Ter Andrang der Zeichner bei den Emissionshäustun ist sehr stark. Tie Anleihe wurde heute mit V/4 Prozent Agio notiert. Paris, 14. Nov. Aus Petersburg Mrd gemeldet: In einem Interview erklärte Alexejew, es sei ganz falsch, daß er Kuropatkin zu dem die Offensive onkündigenden Tagesbefehl ver- anlaßtl': später als die europäischen Zeitungsleser habe er, der Bizekönig, von diesem Schriftstück Kenntnis erhalten. Weder Kurovatkin noch Skrpdlow wurden Pläne aufgenötigt. Hebet den letzten javanischen Nachtangriff gegen Port Arthur sagte Alexejew: „Wenige Stunden zuvor erhielten wir eine Petersburger Tepe sch e: „Kriegsausbruch wird sich trotz des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen vermeiden lassen". Gleichwohl beorderte ich unsere Torpedoboote, den Umkreis des Hafens ab- ^usuchen. Eine wohlgemeinte, leider verhängnisvoll gewordene Vorsicht, denn die Japaner näherten sich uns unter der Maske heim kehrender russischer Torpedopatrouillen. Unserem raschen Losfenern war es zu verdanken, daß nicht das ganze Geschwader ein Opfer dieses Irrtums geworden ist." Alerejew sprach die Hoffnung aus, daß das Pa^'fi"-Geschwader rechtzeitig eintreffen werde, um mit General Stössel Zusammenwirken zu können. Kopenhagen, 14. Nov. Tie erwartete russische Ergänzungsflotte besteht aus zwei Kreuzern, fünf Torpedobooten^ und sechs großen Transportschiffen. Tie Lotsen werden von Nvborg ans d^m ^estbw-ader enMe^mfahren. Aus Stadt und Sand. Gießen, 15. November 1904. ** Heber d i e bevor st eh ende Verlobung Sr. Kgl. Hoh. des Großberzoqs mit einer Prinzessin von Solms-Hobensolms-Lich brachten bereits vor mehreren Wochen einige Berliner und hessische Blätter eine kurze Oiotiz. Am Freitag wurde uns aus Darmstadt aus "onft stets bestinsormierter Quelle die telegr. Meldung übermittelt, daß dort mit großer Bestimmtheit dem Gerüchte Glauben geschenkt werde. Am Samstag, am Vhilippstage, miede-l-ölte fast die gesamte auswärtige und hessische Preffe diese Nachricht und nannte die bevorstehende Verlobung eine „besrblossene Sache" Als Braut wird jetzt in der aus- märtigen Presse I Durchs, die Prinzessin Dorothea von Solms-Lich genannt, geboren in Lich am 20. Oktober 1883. Die Prinzessin ist das jüngste von sieben Kindern des 1899 verstorbenen Fürsten Hermann und seiner vor einigen Monaten ebenfalls Hingeschiedenen Gemahlin, der Fürstin Agnes, geb. Gräfin zu Stolberg-Wernigerode. Ihr ältester Bruder, Fürst Karl, der als Rittmeister ä, la suite der preußischen Armee geführt wird, gehörte dem Garde- Husaren-Regiment als aktiver Offizier zu der Zeit an, da der Kaiser dieses als Kommandeur befehligte, und ist mit seiner Cousine, der Prinzessin Emma zu Stolberg-Wernigerode verheiratet. Sein jüngerer Bruder, Prinz Reinhard, ist Rittmeister der Garde du Corps in Potsdam, und die Uniform dieses Truppenteils tragen auch die Gatten von drei seiner Schwestern, Graf Johannes Lynar, Graf Richard Dohna- Schlobitten und Prinz Chlodwig von Heffen-PhilippSthal- Barchseld. ^Personalien. S. K. H. der Großherzog haben dem Forstwart der Forstwartei Bassinteil (Oberförsterei Bessungen), Förster Nold zu Besiungen aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. — In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hesiisch- Preuß. Eisenbahngenwinschaft, Vierheller zu Lehnheim. ** Aus dem Bureau des St a d t t h e a t er S. Nochmals sei auf die n^orgige, unbedingt letzte, Aufführung des „Traumulus", dieses hochinteressanten neuen Werkes von Holz und Jerschke, hingewiesen. Herr Arthur Bauer vom Frankfurter Schauspielhause gastirt bekanntlich in der Titelrolle, die er git seinen glänzendsten Partien rechnen darf. ** Aus dem Eisenbahnzug gestürzt. Gestern abend, kurz nach der Durchfahrt des Schnellzuges Frankfurt-Marburg, wurde rechts des Gleises Gießen- Lollar auf dem Bahndamm ein unbekannter Mann tot aufgefunden. Er war anscheinend einem Zuge entfallen. Die Polizei stellte fest, daß es sich um den Kohlenlader Jakob Gattinger ans Limburg handelt, der nach einer Anweisung, die er bei sich trug, Aufnahme in die hiesige Klinik suchen sollte. Der Leichenbefund zeigte, daß ein Arm überfahren und ferner eine Kopfverletzung tödlich war. ** Kaufmännischer Verein. Der erste Verhandlungsabend, welcher am Samstag stattfand, nahm einen recht anregenden Verlauf. Auf einen Vortrag des Lehrers Heinrich Müller über den kaufmännischen Briefstil, wofür dem Redner lebhafter Beifall gezollt wurde, folgten bezügliche Erörterungen, die einen regen Meinungsaustausch brachten. Später wurden dann noch die Wahlen besprochen und in Bezug darauf folgende Ansichten zum Ausdruck gebracht. Die von dem fnnfnuinnifd)en Verein bei den Handels- k a m m erwähl e n bisher geübte Zurückhaltung muß auf- gegeben werden; der Verein ist berufen, die Jntereffen des gesamten Handelsstandes zu vertreten und dementsprechend durch geeignete Vorschläge bei der Handelskammerwahl mit- zuwirken. Die Stadt verordneten wählen sollen vom Verein nicht direkt beeinflußt werden; es ist zu wünschen, daß der Handelsstand nach wie vor oute Vertretung im Stadtrate findet, und man darf den Wählen: das Vertrauen ent* gegenbringen, daß auch die Interessen der Kaufmannschaft genügend gewahrt werden. Was das KaufmannSgericht betrifft, so soll nach dem Ausschreiben der Wahlen seitens des Kaufmännischen Vereins eine Vereinbarung mit den ver- chiedenen Verbänden angcstrebt werden, welche allen Wünschen Rechnung trägt. ** Der gestrige Vortrag über D c u t s ch t u ur ztn b Wcltpolitik, den Dr. Theo S o m m e r l a d aus Halle im Eafö Leib für die Mitglieder des Kauf in ä n n i - scheu Vereins und des Ortsgewerbevereins hielt, war nur schwach besucht. Der Redner verwies zunächst darauf, daß zwischen Weltherrschaft und Weltpolitik ein großer Unterschied sei. und enttvarf in einem zusamrneu- sassenden historischen Rückblick ein Bild über die Entwickelung der weltpolitischen Beteiligung der Völker. Als er auf den Eintritt Deutschlands als Weltmacht zu sprechen kam, trat er warn: für den Ausbau der deutschen Flotte ein. Zu der heutigen weltpolitischen Lage meinte Dr. Sommerlad, daß, solange Rußland und England einander als ungeschwächte Rivalen gegenüberständeu, Deutschland einen ziemlich sicheren Stand habe. Neber den Fortschritt Japans sprach sich der Redner sehr anerkennend aus: das Auftreten der Japaner hat in hrndelspoUtischer Hinsicht viel Gutes gewirkt, besonders für die Erschließung Edinas. Dir müssen wirken, damit schloß Dr. Sommerlad, für eine gute deutsche Flotte, ferner für den Schuß und die Unterstützung der Deutschen im Ausland, mit anderen Worten für die Bestrebungen des Alldeutschen Verbandes. ** Bei der Philippsfeier in Marburg kam, oie wir in der „Hess. Ldsztg." lesen, der Ausläufer eines Hotels eilig an den Postschalter gehaßt und schob einige Bekannte aus anderen Hotels, die ebenfalls vor dem Schalter standen, zurück mit den Worten: „Laßt mich mal geschwind vor! Ich muß Marren haben und habe noch hundert Gläser zu spülen! Wir haben auch Fürsten bei uns logier'n!" — So, wer is denn das?" — „Ei, Philipp der Großmütige ist bei uns abgestiegen! Geschwind, geschwind!" — „Wo is er denn hergekommen ?" — „Ei, ich glaube da oben runter aus der Provinz Brandenburg oder aus der Gegend darum!" — Geschichtskenntnis: schwach. -ae- Heuchelheim, 15. Roo. Morgen, den 16. d. M., feiert der weit über den Kreis Gießen hinaus bekannte und geachtete Pomologe und Feldgeschworene Jakob Rinn X. mit seiner Ehefrau, geb. Kreiling, in noch erstaunlicher Rüstigkeit das Fest der goldenen H d ch z e i t. + Alsfeld, 15. Nov. Gestern abend entgleisten im hiesigen Bahn hof beim Rangieren einige Güterwagen, wodurch die durchgehenden Personenzuge Verspätungen erlitten. Der Verkehr wurde durch Umsteigen hergestellt. ic. Seligenstadt, 14. Nov. Vor einigen Tagen vermißte man die von ihrem Mann getrennt wohnende 32 jähr. Ehefrau des Peter Heiligenthal. Schließlich öffnete man gemalt ihr Zimmer und fand die Frau tot im Bett. Ein Herzschlag hatte ihrem Leben schon vor zwei Tagen ein Ziel gesetzt. Neben der Leiche im Bett lag lebend das 2 j ährig e Töchterchen der Toden. Es hatte zwei Tage lang neben der Leiche der toten Mutter gelegen. Mainz, 14. Nov. In der vorige Woche hier statt- gehabten November-Versammlung des M ittelrh e i n isch en Fabrikanten-VereinS, welche gleichzeitig mit einer Versammlung der Süddeutschen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahl-Industrieller stattfand, widmete der Vor- jsitzende Dr. Beck-Biebrich zunächst dem verstorbenen lang- jährigen und verdienstvollen VorstandSmitgliede, Geh. Kommerzienrat Römheld-Mainz, einen warmen Nachruf. Der Verstorbene gehörte zu den Gründern des Vereins (1871), war, so lange der Verein besteht, Vorstandsmitglied und auch zeitweise Vorsitzender und ist jederzeit eifrig und pflichttreu für die Interessen deS Vereins eingetreten. Die Anwesenden erhoben sich zu Ehren deS Verstorbenen von den Sitzen. Nach einem kurzen Bericht über die vorliegenden Einläufe sprach Reddaktuc W. Jutzi (Köln) über »Die deutsche Montan- Industrie aus dem Wege zum Trusts. Redner erläuterte unter Hinweis auf die Entwickelung unserer großen montanindustriellen Gesellschaften und unter eingehender Be- sprechung der Verträge der großen Syndikate, insbesondere des Kohlensyndikats, des Roheisensyndikats und des Stahl- werksveröandes, die wachsende Zusammenlegung und Fusion von Unternehmungen der Montanindustrie. Insbesondere wies er darauf hin, daß die genannten Syndikate vermöge ihrer inneren Verfassung einen starken Anreiz dazu geben, daß immer mehr Einzelunternehmungen aufgesogen werden und daß die ganze Entwicklung unverkennbar auf die Entstehung einer verhältnismäßig kleinen Anzahl Riesenunternehmungen, denen der Eharakter von Trusts innewohnt, hindrängt. Redner bezeichnet den Trust als die Wirtschaftsform der Zukunft, die berufen ist, die bisherigen Kartelle und Syndikate abzulösen und findet es unter diesem Gesichtspunkte gerechtfertigt, daß der preußische Staat dazu übergegangen ist, sich durch den Erwerb eines montanindustriellen Unternehmens die Möglichkeit zu sichern, gemeinwirtschaftliche Gesichtspunkte gegenüber der Trustpolitik zua Geltung zu bringen, nicht etwa im Gegensatz, sondern in engem Zusammenhang mit der Montanindustrie. — An den Vortrag schloß sich eine kurze Diskussion, an welcher sich Kommerzienrat Melchers (Mainz), Rechtsanwalt Dr. Fuld (Mainz), sowie der Vorsitzende beteiligten und die sich insbesondere aus den Einfluß der Syndikatsbildung auf den Schiffahrtsbetrieb erstreckte. w. Homburg v. d. H., 14. Nov. Als heute mittag ein von 2 Soldaten gelenktes Automobil, welches einen Offizier von Mainz hierhergebracht hatte, auf der Rückfahrt am Schlachthof hielt, um eine Reparatur vorzunehmen, ersuchte ein hiesiger Arbeiter, namens Hibler, ihn bis zu seiner Arbeitsstätte an der Oberurseler Chaussee mitzunehmen. Trotzdem chm das verweigert wurde, sprang er in voller Fahrt auf da? Automobil, was ihm auch gelang. Als er aber wieder abspringen wollte, siel er so unglücklich, daß er sich einen Schädelbruch zuzog und auf der Stelle starb. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Alsfeld hat sich am Sonntag nachmittag auf dem Friedhof ein 23 jähriger Mann, 3)1. A. ans Zerbst, erschossen. Der Verstorbene war vor einiger Zeit in Gießen in Stellung; er hat die Tat offenbar in "~em Anfall geistiger Störung begangen. — In Effolderbach wurde die Einweihung eines neuen Schulhauses feierlich vollzogen. — In der Generalversammlung de§ Mainzer Karnevalvereins wurde berichtet, daß in der letzten Saison im ganzen 60 000 Mk. verausgabt worden sind. Die Nech- nung schließt mit einem Defizit von 990.57 Mk. ab. —• Der Kaiser hat ans Anlaß der Gedenkfeier dem Gymnasium in Marburg den Namen Gymnasium Philippinum verliehen. — Am SamStag abend um 12 Uhr wurde in Frankfurt ein 23 jähriger Student als er aus einem KaffehauS in der Kaiserstraße weggehen wollte, von mehreren Leuten überfallen, welche ihn im Verfalls des Streites um seine ganze Barschast beralibten. — Der berüchtigte Hotel- dieb Flasch ist von neuem auS der Irrenanstalt in Main z auSgebrochen unb hat bereits wieder in Freiburg einen schweren Einbruchsdiebstahl verübt. vermischte». * Die Sünden deS Museumsdirektors. Zur Suspendierung des Direktors des Zoologischen Muselims zu Dresden, Geh. Hofrats Dr. A. B. Meyer, schreiben die „Dresd. Nachr.": Das Verhältnis zwischen Direktor und Beamten ist schon seit Jahren das schlechteste gewesen, welches man sich denken kann, unb hat unglaubliche, für das Museum höchst unersprießliche Zustände geschaffen. So hat der Direktor auch im Museum mit seinem erstell und einzigen, fest angestellten wissenschaftlichen Beamten überhaupt nicht gesprochen und verkehrt, und ebenso unerquicklich hat sich der Verkehr mit vielen wissenschaststcheu Hilfsarbeitern gestaltet. Diese waren lediglich verpflichtet, am Ruhme des Direktors mitzuwirken, unb der Direktor scheute sich nicht, die Arbeiten anderer als seine eigenen auszugeben. Neber eine Reihe besonderer Fülle, welche zu der Inklage geführt haben,, erfahren wir unter anderem: Im Jahre 1895 bot eine Dame aus Madras dem Museum eine Sammlung aus Indien an: sie wurde ihr als meistunbrauchbar zurückgegeben: doch bemerkte die Besitzerin, daß ein geschliffener Elcfantenfuß daran fehlte. Sie forderte ihn zurück. Aber der Direktor ließ ihr sagen, sie habe alles zurückbekommen und nichts mehr zu verlangen. Bald nachher aber wurde ein solcher Elcfantenfuß in der Wohnung des Direktors gesehen, was auch jener Dame zu Ohren kann Sie verlangte ihn nun ganz energisch vom Direktor zurück, was diesen veranlaßte, ihr 20 Mk. zu schicken. Im Jahre 1903 wurde dem Museum vou einer Frau eine Jivaro-Kopfhaut zur Begutachtung vorgelcgt. Als sie nach einigen Tagen wieder- kam, schickte ihr der Direktor 100 Mk. Sie weigerte sich, sie dafür zll verkaufen, und verlangte den Direktor zu sprechen. Dieser ließ sie aber nicht vor, unb da die Frau sich keinen Rat wußte, ging sie schließlich fort. Früher waren für drei derartige Jivaro-Kopsbäute vom Museum 400, 600 und 900 Mark gezahlt worden. Eine Seladon-Schale, Eloisouns- Vasen und ein elfenbeinerner Schädel sollen aus dem Museum in die Wohnung des Direktors gewandert sein. Für die verschwenderische .Verwaltung Dr. Mevers ist sein wiederholt vor Zeugen getaner Ausspruch charakteristisch: ,,Mit den Geldern des Staates muß man wüsten!" Lange Zeit war das Museum geradezu eine hohe Summen verschlingende Versuchsstation. Aeltere, noch brauchbare Einrichtungen in verschiedenen Zweigen wurden beseitigt, durch neue ersetzt unb b*ese wieber außer Dienst gestellt. Das gilt zum Beispiel für die Museums- unb Bücherschränke, bie Zettel-Katalog-Kästen unb Schränke. Erstere sollen nach An-, gaben des Direktors 250 000 Mk. gekostet haben. • Horridoh! Die älteren Lexikographen verzeichnen diesen WaidmannSruf, mit dem der Kaiser seine Rede bei der Frühstückstafel nach Enthüllung der Jagddenkmäler schloß, noch nicht, doch findet man ihn bei Grimm und Sanders. Beide geben als Belegstelle in der Litteratur die dritte Strophe de§ Bürgerschen Gedichtes „Der wilde Jäger" (vollendet März 1778) an. Diese Strophe beginnt mit den onomatopoetischen Versen: „Nischrasch quer über’u Krettzweg ging's Mit Horridoh und Hussasa." ES ist also ein fröhlicher Ruf de§ jagenden Waidmanned und hat ungefähr den gleichen waldfrischen Stimmungshauch, wie in der musikalischen Ausdruckssprache die Hörner ihn hervorzuzaubern pflegen. Die alte deutsche Sitte des Trinkens auf das Wohl, Blühen und Gedeihen von Persönlichkeiten, wie von Zuständen und Ideen steht der Sitte der Tempel- und Denkmals-Errichtung übrigens in gewissem Sinne näher, als man glauben könnte. Beide Male will die Begeisterung den Wunsch eines erhöhten Daseins für daß, waZ gefeiert werden soll, zum Ausdruck bringen; aber das eine Mal soll eine Wirkung in Erz und Marmor sestgebannt werden, das andere Mal scheint sie mit den flüchtigen Tonschwingungen der Rede zu entschwinden. In seiner Gegenüberstellung beider Arten de§ Feierns schrieb Friedrich II. am 14. Mai 1737 an Voltaire: „Es ist mir schmeichelhafter, daß Sie auf meine Gesundheit trinken, als zu sehen, daß man mir zu Ehren die Tempel errichtet, die inan dem Augustus errichtete/ („II m’est plus flattern* que vous buviez ä, ma sante que de voir eriger en mon honneur les teniples qu’ön engeait ä Auguste.6) Kleine Tageschronik. In Berlin brannte in der Ritterstraße ein Zelluloidwarettlager ab: ein Arbeiter, der gefährdete Personen im dritten Stocke retten wollte, kam i n d e n Flammen nm. Tie übrigen wurden gerettet. Ein Feuerwehrmann erlitt Verletzungen. — Auf der Newa ist Eisgang ein- gctreten. — In allen östlichen Staaten der amerikanischen Union unterbrach ein mit Regen und Schnee verbundener Sturmwind die telegraphische Verbindung mit dem Süden und Westen. An der Küste von Massachusetts gingen zwei Schnncr unter; vier Personen kamen um. —- In der Nähe von Montreux am Genfer See wurde die Leiche einer jungen Dame gefunden. Der Tod war durch einen Schuß ins Herz sterbeigeführt worden. Man vermutet ein Liebesdrama. — In Wien wurde der Kaufmann Tavid Schönfärber aus Mainz in einem Kaffeehause vom Schlage getroffen und war auf der Stelle tot. — In der Hochschule zu Belgrad fand eine Prügelei zwischen den Professoren Vulic nnb Cscha - n i m wegen privaten Angelegenheiten statt. — Tie russische Studentin Berson ist in Berlin aus der Haft entlassen worden, nachdem ihr aus Petersburg cingetroffener Vater sich ehrenwörtlich verpflichtet hatte, sie werde abends nach Genf abreisen. —> In Vaihingen a. d. Enz. wurde der Fabrikarbeiter Schofer nach einem Wirtshausstreite von einem 17 jährigen Mitarbeiter durch einen Hieb mit einer Flasche getötet und seiner Barschast beraubt. — In Köln geriet ein 50jähriger Kellner mit einer 58 jähriger Witwe in Streit, in deren Verlaufe er die Frau durch vier Schüsse tödlich verletzte. Hierauf richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und erschoß sich durch eine Kugel in den Kopf. Tas Motiv der Tat ist Eisersucht. — Tie Marinestation der Nordsee hat beim Amtsgericht Bant wegen groben Unfugs Strafantrag gegen einen Milchhändler gestellt, der vor einiger Zeit die gänzlich un< begründete Mitteilung verbreitet hatte, auf dem Lienienschisf „Wörth" habe eine Explosion stattgefunden, bei der 40 Angehörige d e r Marine ums Leben gekommen seien. — In Essen (Ruhr) wurden bei dichtem Nebel auf dem Hauptbahn Hofe zwei Nottenarbeiter, die einem nahenden Güterzuge ausweichen wollten, von einem Schnellzuge erfaßt und getötet. — Man meldet ans Kiel: Ter seit vier Monaten wegen militärischen Diebstahls verhaftete Fähnrich Pratje vom „Mars" , wird nun vor seiner Aburteilung einer Irrenanstalt ül>erwiesen, weil die Untersuchung Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit ergab. — Ter 13 jährige Schüler Mthauscn aus Ohligs (Rhcinl.) ließ sich aus Gram über eine erlittene Züchtigung vom Zuge überfahren; er wurde getötet. ----L'MgllJJÜLl!----- J_______ i .......- ...... Kunst und Wissenschaft. — Ter Bauernfeldpreis. Aus Wien wird berichtete In der letzten Sitzung des Kuratoriums für den Bauernfeld-Preis wurde unter dem Vorsitze des Unterrichtsministers v. Härtel die Verteilung des Preises vorgenommen. Sieben Autoren, drei Oestreicher und vier Ausländer, wurden mit der Prämie von je 1000 Kronen ausgezeichnet. Es erhielten den Preis: Hermann Bahr für sein Drama „Der Meister", Joseph Werkmann (Medelslly für das vor einem Jahr im Raimund-Theater erfolgreich ausgeführte Trama „Liebessünden", der Schweizer Karl Spittel er für die epische Dichtung „Olvmpischer Frühling", die Reichsdeittschen Thomas Mann für den Roman „Die Buddenbrooks", Hermann Hesse für den Roman ..Peter Eamenzind", (diese beiden Romane sind im Vorlage von S. Fischer in Berlin erschienen^, Wilhelm Hegel er für den Rr- n „Pastor Kling- hammcr". Tie Oestreicherin Marie Her. selb erhielt den Preis, für ihre gesamte literarische Betätigung, besonders ihr Buch 'über Leonardo da Vinci. Flniverfltäts-^rachrichten. — Tas Kuratorium der L i e b i g - S t i f t u n g bei der Tgt. bäurischen Akademie der Wissenschaften hat dem Zivilingenieur Prof. Tr. Adolf Frank in C h a r l o t t e n b u r g für die hervorragenden Verdienste, die er sich durch die Einführung der Düngung mit Kalisalzen und durch seine erfolgreichen Bemühungen, den Luststickstosf in ein wertvolles Düngemittel (Kalkstickstoff) zu v"rwandeln, um die Landwirtschaft erworben hat, die goldene Liebig-Medaille verliehen. München, 12. Nov. Festsitzung der Akademie der Wissenschaf ent. Verkündet nuirbc die Vestät'gung folgender Wahlen:^ . als ordentliche Mitglieder: 1. in der mathematisch- phvsikalischen Klasse Dr. Aug. Rotbvletz, Professor der Palae- ontologie und Biologie in München, bisher aunerordentliches Mitglied: 2. in der historischen Klasse Dr. Hans Rigg au er, Honorarprofessor der Numismatik in München, bisher außerord. Mitglied:. B. als außerordentliche Mitglieder- in der historischen Klasse a) Dr. Georg P r c u ß , Privatdozent der Geschichte in München, b> Tr. Walter Götz, Privatdozent d"r Geschichte in München. E. Als korrespondierende Mitglieder: 1. in der vhvsikalisch-vhilologiscben Klasse: g') Tr. Johannes Bahlen, Geb. Regierungsrat. Professor der lateinischen Philologie in Berlin, bl Tr. Ulrich von W i l a m o w i st - Mo e l l e n d o r sf, Geh. Regierungsrat Professor der griechischen Philologie in Berlin, c) Dr. Henrv Cmont, Direktor der Handschristenabteilung in der Nationalbibliothek in Paris, h't Tr. Wilhelm Windelband, Professor der Philosophie in Heidelberg, c) Dr. Wilhelm Brau ne, Professor der deutschen Philologie in Heidelberg, f) Dr. Wilhelm Thomsen, Professor der vergleichenden Sprachwissenschaft in Kopenhagen. 2. in der historischen Klasse: a) Tr. Georg von Below, Professor der Geschichte in Tübingen, b) (George Vo - v o m t e d'Av en d, Privatgelehrter in Paris, c) Ernesto Mo- nazi, Professor der neuen lateinischen Philologie in Rom. — Dem Generalverband ländlicher Genossen* schäften^ für Deutschland zu Neuwied sind im September in den zwölf Verbandsbezirken insgesamt 23 ^Genossenschaften beigetreten., 20 Spar- und Tarlehnskassen-Vereine und 3 Betriebs- genossenschasten. Im laufenden Jahre sind bis Ende September beigetreten: 240 Spar- und Tarlehnskassen-Vereine und 78 Be- triebsgenossenschasten, zusammen also 318 Genossenschaften. Der Bestand betrug Ende Sevtember 1904: 3923 Spar- und Dar- lehnskassen-Vereine und 561 Betriebsgenossenschaften, zusammen 4484 Genossenschaften. Von den 3923 Spar- und Darlehnskassen- Vercinen Jini), 3849 der Landwirtschaftlichen Zentral-Darlehns- kasse für Deutschland zu Neuwied als Aktionäre angeschlossen und haben sich bei ihr nut 8444 Aktien beteiligt, worauf 8 402 250 Mark eingezahlt sind. „Ter Ums"st der Mteilung Geldoerkehr der Zcntral-Tarlehnskasse betrug im Monat September 1904 bei der Zentrale 39 398 000 Mark, bei den zwölf Filialen 34 017 000 Mark, zusammen also 73 415 000; der Iahresumschlag für die gleiche Zeit betrug bei der Zentrale 177 208 000 Mark, bei den Filialen 249 592 000 Mk.. zusammen also 426 800 000 Mark. Tie Umsätze der Abteilung Warenverkehr waren im Monat September 1904 bei der Zentrale 86 000 Mark, bei den Filialen 7 645 000 Mark, zusammen also 7 731 000 Mark: im laufenden Jahre bis Ende September 926 000 Mark bei der Zentrale, 43 487 000 Marl bei den Filialen, zusammen also 44 413 000. Tie Umsätze der für die Betriebsgeuossenschaften in den zwölf Verbandsbezirken bestehenden Landes und Provinziolgenossenschafts- kassen betrugen int September 1904 12 219 000 Mark, im laufenden Jahre bis dahin 85 325 000 Mark. Kondct uvb Aerkehr. Aolkrwittschaft. — Unter der Firma Sisal -Agaven- Gesell" schäft soll in Düsseldorf eine K o l o n i a l g e s e l l s ch a f t nit einem Grundkapital von 500 000 Mark gegründet werden, die sich den Anbau Don Sisalh an f in Deut sch-Ost- Afrika zur Aufgabe macht. Den Ailfsichtsrat bilden die Herren Poensgen, Fabrikbesitzer in Tüsseldorf. Vorsitzender: Arnulf von Guillaume. Fabrikbesitzer in Köln, Rittmeister a. T. v. Burgsdorfs-Düsseldorf. Geb. Rat Krueger, Schloß Eller und Amts- gcrichtSrat Reinhold Dilthest-Aachen. Zum Vorstand wurde Herr Johann Franz Düsseldorf bestellt. — Gewerkschaft Gießener Braunsteinberg-- werke Dorrn. Fernie. Der Geschäftsbericht des Werkes für das 3. Quartal d. I. zeigt einen Versandt von 356 612,12 Mark, )em an Unkosten, Löhnett usw. unter Abzug von 21100 Mk. für Neuanlagen 180 135,89 Mk. gegenüberstehm. so daß ein Bruttorest von 176 476,23 Mk. bleibt. — Unter Abzug der Verzinsung der Attleihen mit 37 000 Mk. sowie 27 825 Mk. für Amortisation beträgt der Nettoüberschuß des Werkes int letzten Vierteljahr 111 651,23 Mk. Markte. Gießen, 15. Nov. Marktbericht. Atü heutigem Wocktentttarkt kosteteit: Butter vr. Pld. 1.20—1.25 Mk., Hühnereier 1 St. 8—10 Pfq. 2 Stck. 15-00 Pfg., Gänfeeier 00—OO Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Pfg., Linken pr. Liter32 Pfg., Taubenvr.PaarO,80- 0,90Rck., Hühnerpr.St. 1,00—1,60 Mk., Halme pr. Stück 0,60-1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80-2,20 Mk., 6)änse vr.Psd. 58-60 Pfg., Ochsenfleisch pr. Wund 70-80 Pfg., Kllh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schmeine- leisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Sclnveittefieisch, gesalzen, pr. Psttnd 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Pfg., Hammelfleisch pr. Pftmd 50—74 Pfg. Kartoffeln vr. 100 Kgr. 6,00—6,50 Mk., Weißkraut per Sti'ick 8—10 Pfg., per Zentner 4.00—4.00 Mk., Zwiebeln pr. Zetttner 8,00—10,00 AU., Atilch per Liter 18 Pfg., Aepsel per Zetttner 4 bis 7 PU., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 20-25 Pfg. Zwetschen per Zenttter 0.00-0.00 Mk. Birnen per Zentner 6 bts 0.00 Mk. Marktzeit 8—2 Uhr. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 16. November 1904: Meist heiter, bei etivas kälterer Nacht (Nachtfrost) Tagestentperatttr nicht veaaitdert, keine Niederschläge. Näheres durch die Gießetter Wetterkarte. Kerichtssaal. — Vom heiligen Bureaukratius. Vom Schwurgericht in Essen wurde seinerzeit der Bergmann Mt aus ^Gelsenkirchen wegen Mordes zum Tode und 10jährigem Ehrverlust verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein, weil in diesem Falle nicht auf 10 jährigen, sondern auf dauernden Ehrverlust zu erkennen gewesen wäre, und das Reichsgericht schloß sich- diesen Auffassungen an, sodaß es zur nochmaligen Verhandlung kommen muß. (Es könnte dem Angeklagten ebenso wie dem Gericht gleicksiltig sein, ob nach der'Hinrichtung der Ehrverlust 10 Jahre oder dauernd ist. Nicht ganz so gleichgiltig ist die Sache aber für die Steuerzahler, die natürlich die Kosten, welche der Staatskasse zur Last fallen, zu tragen haben.) — Angesichts der vielen Unfälle anf Nanaierbahn- höfen hat der Eisenbahnunnister v. Budde eine Verfügung erlassen, laut welcher er diese Unfälle in den meisten Fällen auf die Unachtsamkeit dcS Personals zurückführt und denjenigen Beamten und Arbeitern, welche sorgsam d'n Unfall-Verbütungs- vorschriften nachkommen, Belohnungen aussetzt. (Richtiger wäre es, mit dem Svarsystem zu brechen, welches Arbeiter über die Zeit im Ti"nst behält und von den übermüdeten Leuten vollständige Tienstfähigkeit verlangt. Keine Belohnung, sondern mehr Personal müßte die Losung sein.) T'i e Bautzener Affäre vor dem Reichsgericht. Vom Landgericht Dresden ist am 20. April der Redakteur der „Sächs. Arbeiterztg.", T-üvell, wegen Belei^igungder Offiziere, der Garnison Bautzen zu vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Tüvell hatte eine Notiz über angebliche Orgien iw Bautzen aus einem anderen Blatte abgcdruckt. Auf die Revision des Angeklagten hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Tie Aufhebung erfolgte wegen ungenügender Begründung der Ablehnung von Beweisanträgen. Ter Angellagte hatte beweisen wollen, daß im „Fuchsbai:" tatsächlich Orgien stattgefundcn haben, also den Beweis der Wahrheit erbringen wollen. Tie Gründe, aus denen das Landgericht diesen Antrag abgelchnt hat, erscheinen dem Reichsgericht umverständlich. Was den weiteren Beweisantrag, sämtliche Bautzener Offiziere zu vernel-men, betrifft, so hat das Reichsgericht Bedenken gegen den alternativ geltend gemachten Mlchnungsgrund, der Beweisantrag sei in Verschleppungsabsicht bezw. als Beweiscrmittclungsantrag gestellt worden. Tas eine schließe das andere aus. Soweit Verschleppungsabsicht angenommen worden sei, lägen Bedenken vor auch insoweit, als diese nach der festen Rechtsprechung des Reichsgerichts ohne Rechtsirrtum nur festgestellt werden kann, wenn der Richter überzeugt ist, der Angeklagte wolle die fragliche Tatsache nicht beweisen, er sei selber von deren Wahrheit nicht überzeugt. Was die Eventnalannahme des Landgerichts anlangt, es handle sich um einen Beweisermitte- lungsantrag, so steht der erkennende Senat vollständig auf dem Standpunkt, den das Reichsgericht in dieser Frage bisher eingenommen hat Es wird zu prüfen sein, ob die früheren Entscheidungen ors diesen Toll onzuwenden sind. 11 rnrite Meldungen. Originald, ahtmcldungen des Gießener Anzeigers. Köln, 15. Nov. Deute mittag gab in einem Hause auf dem Eigelslein ein älterer Mann auf seine frühere Geliebte einenRevol Vorschuß ab; die Kugel prallte jedoch an einer Korsettsiange ab, so daß die Frau unverletzt blieb. Hierauf jagte sich der Mann eine Kugel durch den Kopf, die seinen sofortigen Tod zur Folge hatte. Solingen, 14. Nov. Seit etw-a einer Woche wird hier der Notar Justizrat Rosenbaum vermißt. An dem Reiseziel, das er angegeben hatte, ist er nicht cin- gctroffen. Fiir das Notariat ist Pflegschaft bestellt worden. Das Verschwinden wird mit dienstlichen Angelegenheiten in Zusammenhang gebracht. Breslau, 15. Nov. Bei den Stadtverordnetenwahlen d"r dritten Abteilung verloren die Freisinnigen vier Sitze. In vier Bezirken sind Stichwahlen zwischen den Konservativen und Sozialdemokraten erforderlich. Die Sozialdemokraten brachten zwei ihrer Kandidaten durch. Paris, 15. Nov. Ti' offizielle Republique Francaise" will aus zuverlässiger Quelle wissen, daß sich Ministerpräsident Combos große Mühe gebe, um den Kriegsministcr Andr6 zu seiner Demission zu veranlassen; General Andr6 weigere sich jedoch, diesent Wunsche zu entsprechen. F— Der Untersuchungsrichter in der Affäre Syveton, Jlliot, hat den Gerichtsarzt Tr. Soguet beauftragt, den Gesundheitszustand des Kriegsministers Andre zu prüfen. Von dem Gutachten des Tr. Soguet wird es jedenfalls abhängen, ob der Deputierte Syveton wegen seines Attentates vor das Zuchtpolizeigericht oder vor die Geschworenen gestellt werden soll. Liverpool, 14. Nov. (Reuter.) Hier traf "ein Dampfer der Elder-Temsber Line mit Nachrichten aus Kamerun ein. Dort wurde eine deutsche Handelsgesellschaft zum Zwecke des Handels mit und auf dem Tschadsee gebildet. Nach Tualla wurde ein neues Schwimmdock gebracht, wel^fs der deutsche Dampfer ,.Addo" zuerst benutzte. Sein erster Offizier aeriet bei dem Hereinziehcn des Dampfers in das Dock in eine Winde und erlitt einen furchtbaren Tod. Aus Kalabar wird berichtet, daß dort die ganze Mannschaft eines Bootes des englischen Distrikt-Kommissar- mit abgeichnittenen Köpsin ausgefunden wurde, als der Kommissar nach einem Palaver mit einem Häuptling mit einem Boote zurückkebrte. Bologna, 15. Nov. In Marano flog ein Pulvermagazin in die Luft, wobei der Eigentümer in Stücke gerissen und drei Arbeiter schwer verletzt wurden. Turin, 15. Nov. Auf dem Bahnhof von Moghera stieß eine Lokomotive mit einem Cisternenwagen zusammen, welcher mit Benzin gefüllt war. Da letzterer in Brand geriet, erfolgte eine Explosion, welche große Verwüstungen anrichtete. Zwei Eisenbahn-Bedienstete wurden getötet und mehrere schwer verletzt. Eger, 15. Nov. Im Stadtpark wurden die Arbeiten zur Herstellung eines Bismarck-Gedenksteins auf polizeiliche Anordnung eingestellt. Die Errichtung des Steines wurde 1897 nach der Kundgebung deutscher Abgeordneter und städtischer Vertreter in Eger gegen das Ministerium Thun beschlossen, von der Regierung aber verboten und trotzdem in Angriff genommen worden. * Vom Kriege. London, 15. Nov. Dem Reuterschen Bureau wird aus dem Hauptquartier der Belagerungsarmee unter dem gestrigen Tage über Fusan über Kämpfe bei Port Arthur am 30. Oktober gemeldet: Die Japaner griffen in einem allgemeinen Angriffe die äußeren Forts an und erreichten die Gräben der Haup-tforts. Diese waren breiter, tiefer und stärker, als man erwartet hatte; sie waren durch Minen verteidigt, die nach heftigen Kämpfen unter der Erde genommen wurden. Der bedeckte Weg von dem Nord-Kikwan wurde erobert. Die Russen hielten sich aber immer noch in einem Teile der Gräben, und die Japaner gingen dazu über, diese mit der Sappe zu vertreiben. — Nach einem zweiten Telegramm vom 14. d. M. über Fusan heißt es, daß die Verluste der Japaner bei diesem Angriff am 30. Oktober 1500 Mann betrugen. Der Angriff war der bisher am wenigsten erfolgreiche. Das mächtige Ost-Kikwan wurde zwar erobert, aber die Russen erhielten Verstärkungen und trieben die Japaner den Berg hinunter. Die Japaner gehen jetzt Wit Sappen vor. Die Eroberung dieses Forts würde den Japanern den Schlüssel zu der östlichen Fortslinie liefern, da es diese Linie dominiert. Petersburg, 15. Nov. Generalleutnant Slu- t s ch e w s k h wurde Kuropatkin zur Verfügung gestellt. Der Abteilungschef im Generalstab, Generalmajor Alexejew wurde zum Generalquartiermeister der dritten Mandschureiarmee ernannt. — Ein Tagesbefehl an die Mandschureiarmee gibt die Zahl der vom 8. Sept, bis zum 24. Okt. nach Mukden und weiterhin geschafften Verwundeten auf 828 Offiziere und 28 479 Mann, die Zahl der Kranken auf 198 Offiziere und 3827 Soldaten an. Tokio, 14. Nov. Reutermeldung. Der Mikado hielt in einer Versammlung des Armee- und Marinevereins den Vorsitz. Die Verhandlungen wurden geheim gehalten. Man! nimmt an, daß es sich um Besprechungen über die Wege handelte, wie der baltischen Flotte bei ihrem Eintreffen in Ostasien entgegengetreten werden solle, Washington, 14. Nov. Reutcrmeldung. Der rusf. Botschafter Graf Cassini erklärte heute, Rußland werde den Krieg bis aufs äußerste fortsetzen, das heißt, bis es den Sieg errungen habe. Er halte es für seine Pflicht, zu wiederholen, daß Rußland unter keinen! Umständen die militärischen Operationen einstellen werde. Alle Gerüchte über Friedensanerbietungen und über Vermittelung der Mächte seien seines Erachtens in Umlauf gesetzt worden, um das Publikum zu überzeugen, daß das Ende des Krieges bevorstehe. Man hoffe auf'diesem Wegs die japanische Anleihe verlockender erscheinen zu lassen. Rußland gestatte ebensowenig eine Einmischung wie England im Transvaalkrieae und Amerika im spanischen Kriege. Rußland, dessen jährliche Einnahmen eine Milliarde Dollars übersteigen, könne sicherlich nicht inbezug auf den Verlauf des Krieges durch die Ausgaben für den Krieg beeinflußt werden. Ueber Rußlands Kredit und über die Soliditätz der russischen Finanzen zu sprechen, sei ganz überflüssig. TeBephonischep Kursbericht. nnkfnrt a. tuee 15. November. 3‘/a% Reichsanleihe . . Rn/ do. . . . ßVt0/c Konsola . . . . 3°/0 do R’/gö/n Hessen , * . . 3’/? % Oberhessen . . . 4% Oestorr, GoldrentO . 4l/ß % Oestorr. Silborrento 4% Unirar. Gold reute . . 4n/- Italien. Rente , . . 41/,zo Portugieser » . . 30/ Portugiesen. . . . . 1 % C. Türken . . . . Türkenl oso 4°/o Grieoh. Monopol.-Aul. 41/, % äussere Argentiner 101 30 89.20 101.30 89.35 100.15 102'00 100.20 100.15 104.20 63.10 62.40 128*00 48.30 00.00 3% Mexikaner . . 4,/ß9/n Chinesen . . Electric. Achnckort . Nordd. Lloyd . , Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden . . . Gotthardbahn . . . Laurahütte . • . . Bochum . . « » . Ilarpaner . . • . Schatzscheine . . . Tendenz: fest. . 30.4t) . 90.00 . 124.50 . 10810 . 211.80 . 192.90 . 142.40 . 155.20 . 162.70 . 139.80 . 17.70 . 193.30 . 255.50 . 224.80 . 219.30 Hausfrauen gebrauchet Kontos iisrto ASpenmilch Nest Vollen Rahmneha!t. überall käuflich. Seelig’8 feinste Kaffee-Essenz. 50% Kaffee-Ersparnis. ss4/11 Vorzüglichster Kaffeezusatz. m 13 2. - " (/> Sa = »W!I« ■■Miwasra Submission. Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weißzeug- und Kleidungsstücken auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Die Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1903 liegen nachmittags von 3—5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot auf Weißzeuglieferung" versehen, sind mit den Mustern bis zum Samstag, den 3. Dezember 1904, vormittags 11 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Angebote stattfinden wird, auf dem Verwattungsbureau abzugeben. Die Zuschlagssrist beträgt 14 Tage. Gießen, den 12. November 1904. Großherzogliche Verwaltungsdirektion der chirurgischen Universitäts-Klinik. P 0 ppert. B.15/11 Vergebung von Bauarbeiten. Die für den inneren Ansban des neuen Schnlhanses M Weitershnrn erforderlichen Arbeiten und Lieferungen, sowie die Schlosserarbeiten der Einfriedigung sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten (Zimmer Nr. 20) während der Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote sind verschlossen, postsrei itnb mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens SamStag den 26. November 1904, nachmittags 4 Uhr, auf der Großh. Bürgermeisterei Weitershain einzureichen. Die Eröffnung findet an vorgenanntem Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber statt. // » i/ 220,00 331,50 1023,00 760,51 3191,68 1227,60 71,00 276,00 SU 1) // Schlosserarbeiten (innerer Ausbau) Desgleichen (Einfriedigung) Glaserarbeiten Schreinerarbeiten Weißbinderarbeiten Tapezierarbeiten Sand-, Kalk- und Eementlieferung Gießen, den 10. November 1904. Mk. n n u // v ti V Dic Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt: Maurerarbeiten Der Großherzogliche Kreisbauinspektor des Die hm, Großh. Vaurat. Kreises Gießen. Btt/n Mittwoch, Donnerstag a16A eintreffend Per jfattoaaUaak fiir Richard Wagner in tadellos frischer Ware oid Hin. Laden A Herweg 3. 8405 Marvnrgerstratze 83 Gebrüder Berdux Cölner Konsumaustalt Bahuhofftr. 27. Lindenvwtz 12. Im Totenfest empfehle in großer Auswahl Kränze UNd Kreuze. Eduard Rieger, Ziehung nächster Tage. 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Unter unerhörten Kämpfen, mit einer Willenskraft ohne gleichen, hat er sein Rayrenth geschaffen und uns Deutschen geschenkt, ein nationales Heilietnm und zugleich das Wallfahrts- ziel vieler Tausende ans aller Herren Ländern, den Siet* deuts *her Kunst und Kultur der ganzen Welt verkündend. Beschämend wäre es für unser deutsches Volk, wollte es ihm. dem gewaltigen Reformator unseres künstlerischen Lebens, nicht auch seine Dankbarkeit und Verehrung mit der Tat beweisen. Ein Oonkmal soll dem grossen Meister errichtet werden, aber keines ans Stein und Erz, sondern eines nach «einem Sinne. Die Segnungen und die Quellen reinster Erhebung für Geist und Herz, die von den Festspielen in Bayreuth ausströmen, sollen nicht nnr den Reichen, sondern auch den mit den Sorten des tätlichen Lebens kämpfenden und oft kunstbedürftiehr billig an ruhige Familie zu vermieten. Frau L. ttatzeusteiu, Wilhelmstraue L Butzbacher Farbenfabrik, Butzbach. Sektion Giessen D. &, Oe. A.-V. DonuerStag 17. November, abends 8b/4 Uhr: Nach all den zahlreichen Vorschlägen und den in schwülstigen Annoncen erklungenen Lobeshymnen auf die bisherigen Vertreter im lung und gute Aufsicht. Cfferteii unter 8400 an die Expedition d. Bl. erbeten. Schwarzer Dackel zugelaufen. 00026 Walltorstraße 10. wünscht HSuSl. en. Tarne, ““ I., Berm. 120600 Mk. Diejenigen unserer Mitglieder, welche die Quittungen beim Umgang deZ Dieners nicht in Empfang genommen haben, können dieselben bis zum 20. November einschließ, lich bei Herrn Ernst Balser, Mäus- burg, abholen lassen. Wer seine Qittung bis dahin nicht eingelöst hat, gilt als ausgetreten. Für ein hies. Baugeschält luirö cm Techniker, welcher mit allen Arbeiten vertraut ist, per 1. Dez. ges. Off. m. Zeugn. beliebe man u. 068701. b. Exp. d.Bl. niederzuleg. Festsaal Cafe Leib. Donnerstag den 17. Nov. 1904 Einmaliges Gastspiel deS berühmten 5lgl. Württemberg. 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