Erstes Blatt 154. Jahrgang Samstag 15. Oktober 1904 GietzenerAnzeiaer u General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen L>ie Yeutige Kummer umfaßt 16 Seiten. fangene. und die moch wurde 12 Meilen westlich von Ientai eine feindliche Abteilung mit Artillerie umzingelt und von Ponik ergriffen. Der Nest zog sich in Unordnung nordwärts zuriick. Die linke Armee Hot seit Dienstag nacht den Feind in der NS he der Eisenbahn, 10 Meilen nördlich von Ientai, sott- während angegriffen. Ihre mittlere Kolonne hat am Mittwoch nachmittag nach Zuruckwersung einer starken feindlichen Streitmacht Lantzechich, 5 Meilen nordwestlich von Fentai, beseht und dabei 16 Geschähe erbeutet. Die Kolonne verfolgte darauf sofort den in Unordnung zurückgehenden Feind und erbeutete während der Verfolgung weitere 4 Geschütz. Der Feind unternahm zweimal verzweifelte Gegenangriffe, wurde aber beidemale mit schweren Le rillst en zurückgeschlagen. Die rechte Kolonne der linken ?trince erbeutete bei der Verfolgung deS FeindeS in der Nähe von S Hill ho fünf Geschütze und fünf Dl» uitionSwagen. Die erste Mandschurei-Armee. Ein Telegramm Ssach arows vom 14. Oktober meldet an den Generalstab: Am 13. Oktober setzten die Truppen der erjteti Mandschureiarmee den Kampf fort. Der Gegner ging energisch rum Angriff auf unseren rechten Flügel vor, besonders tn der Richtung auf das Dorf Sial- n i u h e t s i. Die Id ort stehenden Truppen behaupteten aber alle von ihnen besetzten Stellungen, indem sie zahlreiche Angriffe der Japaner zurückschlugen. Auf unserem äußersten rechten Flügel behaupteten die Truppen ebenfalls ihre Stellungen. Da die Truppen, welche bei Sial- niuhetsi im Kampfe standen, beim äußersten rechten Flügel vorgeschoben waren, wurde bereits am Morgen diesen Truppen befohlen, bis zum Anbruch der Dunkelheit sich zu halten und dann zurückzugehen, um keine gar zu isolierte Stellung zu haben. Der Rückzug begann um 6 Uhr abends in voller Ordnung. Der linke Flügel der Armee setzte am 12. Oktober den Angriff auf die Pässe fort. Nach außerordentlich hartnäckigem Widerstande des Feindes besetzten wir die den Pässen benachbarten felsigen Berg kuppen. Die Japaner erhielten aber bedeutende Verstärkungen, und angesichts dcr Gefahr, in der sich diese Abteilung infolge ihrer zu weit vorgeschobenen Stellung befand, wurde ihr befohlen, etwas zurückzugehen. Der dem Kampfe am 13. Oktober zeichneten sich besonders das vierte ostsibirische, das fünfte sibirische und das Regiment Irkutsk aus; vorzüglich war auch die Haltung von Teilen des 85. Infanterieregiments Wiborg. Unsere Verluste in den drei Schlachttagen sind bedeutend. Tie Verluste auf beiden Seiten. Die bisherigen Verluste der Nüssen seit dem 10. Oktober werden in Petersburg auf 12000 Mann, die der Japaner auf 18 000 Mann geschätzt. Nach einer Meldung aud Mukden haben besonders das 1. europäische Armeekorps unter General Bilderling und das 5. sibirische Armeekorps unter Sanibasew sehr stark gelitten, weil im entscheidenden Augenblick die Armee des General Oku 5 frische Regimenter erhielt, welche mit starker Artillerie an den wichtigsten Punkten nördlich von Ientai operierten und Verwirrung in die russischen Kolonnen brachten. Nach der japanischen amtlichen Aufstellung sind in den Kämpfen vor Port Arthur vom 26. Juni bis zum 31. Juli auf Seite der Japaner 27 Offizier getötet und 133 verwundet worden. mittlere Armee schreitet erfolgreich fort. Am Mitt- von Ientai und verfolgten den Feind kräftig. Die mittlere Armee begann ihre Operationen Dienstag Nacht und erreichte am Mittwoch Morgen die Anhöhen einige Meilen östlich von Ientai; sie erbeuteten beim Kamvfe zwei Feld- geschütze und acht Mmutionswagen. Bei der Verfolgung des Feindes erbeutete sie bei Sa n kugish ischa n elf (?) Feldgeschütze mit Munitionswagen und machte weitere 160 Ge- Die Verfolgung deS FeindeS durch die rechte Nr. 243 OrlAtitst täglich nufon SanntagS. Tfm (Riehen« Anzeiger weihen im Wechsel mit dem Üesstlchen Canöroirt die fötefoener Kamillen* Hütter viermal in der Woche beiqelegt. Nolaiion-druck n. Verlag bet Brühl lchen Unwerj.-Vuch'U. Stern- bruderei. 91 Sange, PUhafttrm, frrpebUUm und Truaeret: Krhulslrabe V, KbreHe für Tevejchenr Anzeiger VUctzeu. ^rrnlpirrhnnKhhiB 'Jh 6t Der KSnkq von Sachsen -f. Wir erhielten heute früh folgendes Telegramm: Dresden, 15. Oft. König Georg von Sachsen ist heute nacht 2 Uhr 25 Minuten gestorben. Nach zweijähriger, vom häuslichen Mißgeschick schwer heimgesuchten Regierung ist König Georg der Krankheit, an der er feit längerer Zeit litt und die schon öfter Anlaß zu schlimmen Befürchtungen gegeben hat, erlegen. Die Aufregung, die das eheliche Unglück seines Sohnes, des Kronprinzen, in sein Leben hirfeingetragen hat, muß cm der Gesundheit des greisen Fürsten sehr gezehrt haben. Das „Dresdener Journal" veröffentlichte gestern, am 14. d. M., eine Bekanntmachung des Gesamtministeriums, welche sagt, daß der König infolge seiner gegenwärtigen Erkrankung den Kronprinzen zu seinem Stellvertreter bezüglich aller Regierungsgeschäfte bis auf weiteres bestellt habe. Nun ist der König schnell aller Negiernngssorgen entlastet worden. Am Donnerstag nachmittag fand eine Konsultation der königlichen Lc'bärzte mit Medizinalrat Eurschmann in Pillnitz statt. Die gemeinsame Untersuchung ergab eine Abnahme der Kör^crkräfte und eine Verminderung der Herz- kraft, welche, wie schon früher festgestellt, durch Ernährungsstörung der Herzmuskulatur und durch krankhafte Veränderung der Gefäßwände bedingt ist, und zu Schwellung der witteren Extremitäten aeführt hat. Die Atemnot und die Beklemmungen waren sehr lästig. Der König schlief nur mit großen Unterbrechungen. A!m Mittwoch nachmittag konnte der König noch mehrere Stunden im Krankenstuhl zubringen, während sein Zustand dies Donnerstags nicht mehr zuließ. Vorübergehend fühlte sich der König etwas freier. So sand er noch Gefallen am Schachspiel. Nun scheint ihn plötzlich ein Herzschlag dahin- gerasst zu haben. Nähere Meldungen über die letzten Stunden des Königs fehlen noch. Kronprinz Friedrich August, der am 25. Mai 1865 geboren ist, wird nun die Regierung als Nachfolger seines Vaters übernehmen. Der verstorbene König Georg war am 8. August 1832 geboren, hat also ein Alter von 72 Jahren erreicht. Ker cSippdrfk N^rnksÄaflsKrcit. Die „Berliner Morgenpost" hat den Grafregenten Leopold durch ihren Redakteur Ehrnhorst interviewen lassen, das Gespräch aber zum Teil nicht richtig wiedergegeben. Vor allem aber haben viele Blätter auch den richtigen Teil der Veröffentlichungen in der „Morgen- post" falsch aufgefaßt und beurteilt. Von zuständiger Seite erfolgt nun eine Berichtigung. Der Grafregent Ernst hat nach dem Empfang der Kaiserdepesche im Jahre 1898 nicht gesagt: „Ich bm der Fürst eines kleinen Landes, der kann einen Schlag von oben verttagen; die Kaiserkrone aber darf nie einen bekommen", sondern er hat sein Urteil in folgenden, von dem Grafregenten Leopold in dem Gespräche wiedergegebenen Worten tum Ausdruck gebracht: „Ich bin der Regent eines kleinen Landes; ich kannmal einen Schlag bekommen, ohne daß die Freude am gemein- amen großen Vaterlande Schaden erleidet. Dagegen muß ein Angriff auf die Kaiserkrone aus Gründen )es Reichsinteresses vermieden werden." Die Stellung )es Grafregenten Leopold zu dem Romintener Kaiser- telegramm wird, wie folgt, modifiziert: Grafregent Leopold hat erklärt: Hätte er in dem Kaisertelegramm nur eine persönliche Kränkung erblickt, so hätte er dafür Sorge getragen, daß es zu niemandes Kenntnis gekommen wäre. Das Telegramm habe aber eine Verletzung der Souveränitätsrechte des engeren Vaterlandes enthalten, des Vaterlandes, an dessen Spitze er durch Gottes Gnade berufen et. Angesichts dieser Lage hätte er es vor seinem Gewissen und seinem Volke nicht verantworten können, zu schweigen. deutsches Reich. Berlin, 14. Okt. Tie Staatsmitgift der Herzogin Cecilie zu Mecklenburg, der Braut des Kron- winzen Wllbttm, wird im nächsten Monat zur Regelung kommen. Wie aus Schwerin mitgetcilt wich. ist der mecklenburgis^e Landtag zum 15. Oktober nach Malchin ttnberufen. Zur Beratung steht it. a. eine Vorlage, die sich mit der Gewährung eines festen Nnterhaltungszuschusses für die Hcrozgin Eeeilie anläßlich ihrer bevorstehenden Vermählung mit dem deutschen Kronprinzen be- ässen wird. — T-r Magistrat beschloß heute in Sachen des Schul- Konfliktes eine Beschwerde an den Kultusminister zu richten. — Tie „Nordd. All. Ztg." meldet: Zur Teilnahme an der Eröffnung deSKaiserFriedrich-Gvmnasiums sagten ich auf kaiserliche Einladung von ausländischen Gästen des weiteren an: aus London der Direktor der National Galerh §ir Edward Pointer und der Direktor des Southkensington- Musenms Sir Caspar Purdon Clarke, auS Amsterdam der Direktor des RykSmuseumS Rymsbyk, cms Budapest der Direktor deS ungarischen Nationalmuseums v. Szalah. Lütjenburg, 14. Okt. Im intimsten Familien- und Freundeskreise fand heute die Ueberführung der sterblichen Hülle des Grafen Waldersee nach der ihm von seiner Gemahlin errichteten Grabstätte statt. Am Eingang fang die Trauergemeinde den vom Trompeterkorps des FeldartiN-'rie-RegtS. Graf Waldersee begleiteten Choral: „Jesus, meine Zuw'rsitch". Hauptpastor Möding hielt die Weiherede. Unter den Klängen des Liedes: ,.Wc> findet die Seele die Heimat, die Ruh'!" ttngen echs Unteroffiziere des oben genannten Regiments die £ci.hc deS Verewigten zur letzten Ruhestätte. Nach der Feier wurde im Schloschar? ein zur Erinnerung an die C h i n a e r p e d i t i o n errichtetes Denkmal ein geweiht. Vom Kaiser traf folgendes Telegramm ein: „Gräfin Wcllderice Neversdorf bei Lütjenburg. Aus Anlaß der Ueberführung der sterblichen Hülle JhreS verewigten Gemahls, meines Generalfeldtnarschalls und General- ad''utanten nach ihrer bleibenden Ruhestätte spreche ich Ihnen und Ihrer Familie erneut meine aufrichtige Teilnahme an dem Hintritt des Verewigten aus. Wilhelm." — Ueber den Gang der Hande lsvertragSver- handlungen in Bern vernimmt eine Korrespondenz deS „Verl. Tagcbl.", daß seit einigen Tagen keine Plenarsitzungen stattgefunden haben, da die deutschen Delegierten definitive Instruktionen zur Wciterführung der Diskussion erwarten. Von schweizerischer Seite wird erklärt, nach dem Eintreffen dieser Instruktionen würde man erkennen können, ob eine Einigung möglich sei. . Tie St. Galler „Ostschiveiz" erfährt von einer längeren Audienz, die der alte Nationalrat Tr. Eurti in Domburg mit dem Reichskanzler Grafen Bülow letzter Tage hatte. Tie ganze Art des' Empfanges deutet darauf hin, daß Curti in vettrau- licher Mission handelte, deren Grund in den Schwierigkeiten zu suchen sei, die anläßlich der Erneuerung der Handelsverträge entstanden. Ausland. Laibach, 14. Okt. Ter Landtag nahm den Dring» lichkeitsantrag des katholisch-nationalen Abg. Krek an, in welchem das Bedauern darüber ausgesprochen wgvd, daß der Land'sprö-sident v. H e i n im Landtage ausschließlich deutsch spreche, und der Landesausschuß beaufttagt wird, Zuschriften der Landesregierung, die nur in deutscher Speache verfaßt sind, nicht mehr anzunehmen. Bei Verkilndigung d-'s Mstimm- ungsergcbnisses erheben sich die katholiscknationalen, sowie das Publikum auf der Galerie auf ein von Sustersic gegebenes Zeichen mit minutenlangem Lärm und unter minutenlangem Rusen: Abzug Hein! Hinaus mit ihm! Der Landeshauptmann schließt inmitten des Lärms die Sitzung. Bukarest, 14. Okt. Ter König, die Königin, der Prinz und die Pttnzessin von Rumänien sind mit dem Prinzen Karol und dem Erbprinzen Wilhelm von Lohenzollern heute zu mehrtägigem Aufenthalte in Jassy eingcttoffen und wurden von der Bevölkerung begeistert empfangen. Washington, 14. Okt. Präsident Roosevelt hat sich entschlossen, noch vor seiner Wahl die Mächte wegen Einberufung einer neuen Friedenskonferen» sondieren zu lassen. Nach seiner Wahl will er die nötigen Verfügungen wegen Einberufung dieser Konferenz treffen. Aus Stadt und Land. Gießen, 16. Oktober 1904. ** Personalien. Die Bahnwätter in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft: Hamm zu Heppenheim, Witzler zu Hepvenheim und Schneider zu Heppenheim wurden auf ihr Nachsuchen, unter Anerkennung ihrer langjährigen treu gcleistetdn Dienste in den Ruhestand versetzt. Dem Bahnwärter Witzler wurde aus diesem Anlaß das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift .Für heue Dienste" verliehen. * Auszeichnungen. Nach soeben eingetroffener offU Heller Nachricht ist der Druckerei deS Gießener Anzeigers fBrüh l'schon U niversitätSdruckerei N. Lange) aus der Weltausstellung in St. LomS die Silberne Medaille verliehen worden. — Die Nudhard'sche Gießerei in Offenbach a. M., deren Inhaber die Söhne Karl und Wilhelm des verstorbenen Zigarrenfabrikanten Carl Klingspor sind, wurde mit dem Großen Preis ausgezeichnet. ** Gießener Schuldverschreibungen. Nachdem im Anzeigeteil unseres Blattes Kweimal die Bekanndi^ machung betreffs Umwandlung der 4 prozentigen Schuldverschreibungen der Kirchengemeinde Gießen in 8i/r proz^, erschienen ist, machen wir hier nochmuls darauf aufmerk' sam, daß die Umwandlung be;w. Abstempelung dieser Schuldverschreibungen spätestens bis zum 1. November d. I. zu geschehen hat, bei der Bank fürtzandel und Industrie, Depositenkasse Gießen, zu Gießen. Bet dieser Llbstempelung wird jedem Besitzer 1 Prozent, alsü 1 Mark von je 100 Mark des Kapitals, als Umwandlungsprämie sofort bar ausbezahlt; desgleichen der Zinsenunterschied zwischen 3Vr zu 4 Prozent vom 1. Oktober bis 31. Dezember 1904, weil die neuen Zinsbogen vom 1. Oft d. I. an laufen. Die Kirchenvorstände, die Schuld-Ver^ schreibungen besitzen und ihre Voranschläge für 1905 bereits abgeschlossen haben, brauchen nicht zu befürchtens daß sie im nächsten Jahre in Verlegenheit geraten; denn für das Vs Prozent, das sie demnächst entbelpren werden, wird ihnen ein ganzes Prozent als Prämie sofort auS- gezahlt. Alle biS zum 1. November nicht umgewandelten bezw. abgestempelten Schuldverschreibungen sind auf den 1. Januar 1905 zur Rückzahlung gekündigt. Von da cr Krieg zwistken Japan und Ziußlaud. Mißerfolge der Ruffen. Wie General Kuropatkin meldet, stellt sich nach den /is heute nachmittag 1 Uhr ein gelaufen en Berichten heraus, daß am 12. Oktober zwei Regimenter auf dem rechten rusfischen Flügel bedeutende Verluste erlitten. Der Brigadekommandeur wurde verwundet, der Regimentskommandeur getötet. BeideRegimenter^ogensich zurück und ließen die Artillerie, die sich bei ihnen befand, aus dem Schlachtfeld zurück Dann aber eroberten dieselben Regimenter unter Führung des Obersten Wannowski,der als Ro.ngältcster den Oberbefehl über die Brigade zeitweilig übernahm, die Artillerie außer 16 Geschützen, die in den Händen des Feindes blieben, zurück. Der endgiltige Ausgang deS Kampfes ernt 12. Oktober zeigte jedoch auf diesem Flügel infolge.des japanischen Nachtangriffes für die Russen keinen Erfolg. Die Truppen wurden nicht nur genötigt, ihre Stellnugen zu verlassen, sondern verloren auch zum zweiten Male die (beschütze, die sie den Japanern bereits wieder einmal abgerungen hatten. Tie Truppen zogen sich auf die bereits vorher in Mssicht genommene Stellung am Schaheslusse zurück. Der Bericht des Marschalls Oyama. Marschall Oyama berichtet: In der Nähe von Pensi hn würben am Mittwoch die feindlichen Gegenangriffe ans allen Seiten abgeschlagen. Die rechte Armee sandte eine Abteilung nach Shikiaotze, acht Meilen nördlich von Pensihn, um dem Feinde den Rückzug abzuschneiden. Die mittlere und die linke Kolonne der rechten Armee besetzten am Mittwoch mehrere Anhöhen im Nordosten der Bergwerke monalllch7b oterteU jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel- jährl. auSfchl. Bestellg. Annahme von Anzeige» für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr. Zellenvrets^ lokal 12PH, LuSwärlS 20 Pfg. Verantwortlich fflt den poht und allgem. teil P. Wtttko: Mr .Stadt und Land" und ,6;enchtSjaa|E: August Goetz, für den An- «einenteil Han- Beck. verwendet werden. nung getragen werden wird, vollauf berechtigt. Telephonischer Kursbericht TOrkenloR« - Tendenz: fe*t. Märkte. hastet werden. 4nl Italien. Rente 4« g % Pnrhipioaer 7«/ Portngieeen. . 1 % 6. Türken wurden verschüttet. Von diesen sind zwei Maurer sehr schwer und eine Frau leichter verletzt. Bei den Bergung?- arbeiten wurde außerdem ein Feuerwehrmann verletzt. . 101 60 . 89.40 . 101.60 . 89.40 . 100.10 . 101.66 103.40 63.20 62.65 128 40 47.60 Reioheanleibo do. Konaote . do. . . Heßfien Oberheflfien Gießen, 15. Ott. Marktbericht. 9htf (icntiflcm Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Md. 1.00—1.10 Tlf., Hühnereier 1 St. 7—8 Wn. 2 Stck. l 5-00 Pfg.. (ttfinlceier 00—OOMg., Enteneier 7—0 Vkg., Käse 3°In Mexikaner . . 4«/^/, Chinesen . . Ekotrio. Seh ackert . Lehrlinge: 1 Schmied, 1 Mechaniker, 1 Installateur. W/o TVi M/.o/o 8% l'/oO/n Vö können eingestellt werden: 2 landwirtschastt. Knechte, 1 Scbnned, 2 Spengler, 2 Wagner, 5 Schreiner, 1 Müller, 1 Friseur, 1 Schneider, mehrere Erdarbeiter, 3 Haitsburschen von 14 bis 16 Jahren, 6 Dienstmädchen, 3 Laup kauen, 2 Kindermädchen, 3 Lauünädchen. sä. Darmstadt, 15. Ott. Der Selbstmörder, der sich dieser Tage im hiesigen Bahnhos durch einen Schuß in den Mund tötete, heißt Bähr und stammt autz Tholey (Regierungsbezirk Trier). Tie Motive der Tat sind unbekannt. z. Wetzlar, 15. Ott. (Eigener Dra htberi ch t.) Kurz vor acht Uhr heute früh ereignete sich in den Buderns- ffchen Eisenwerken ein Unglücksfall in dem sogenannten Putzschuppen dadurch, daß ein unter der Presse befindliches schweres Eisenrohr platzte. Ein an die Decke geschleudertes Stück Eisen fiel mit großer Wucht dem an der Presse beschäftigten verheirateten Peter Traum auf den Kopf und brachte ihm eine tiefe Wunde in der Schädeldecke bei. Nach Anlegung eines Notverbandes in der Fabrik wurde! der Verletzte nach Gießen in die Klinik überführt. Nach! von uns eingegangener Erkundigung wurde der Verunglückte! auf seinen eigenen Wunsch unter Begleitung wieder nach Hause verbracht. [] Marburg, 14. Ott. Tie Verhandlungen zwischen der Stadt Marburg und den Besitzern der sog. Herren, mühle am Pilgrimstein unterhalb des Unioersitätsgebäudes sind nunmehr zu einem befriedigenden Ergebnis gelangt. Tie Stadt, welche die Mühle zum städtischen Elektrizitätswerk benötigt, kaufte dieselbe samt einem angrenzenden Garten für 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk., Gänse pr. Pid. 58—60Pfg., Ochscnfleisch pr. Pfund 00—80 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Mund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 70—74 Psg., Hammelfleisch pr. Pfund 60—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 10—15 Psg., per Zentner 2.50—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg.. Aepfel per Zentner 4 bis 7 Mk., in Körben 00-00 Psg. Nüsse 100 St. 15-30 Psg. Zwetschen per Zentner 3.00-4.00 Alk. Birnen per Zentner 6 btS — Mk. Marktzeit 8-2 Uhr. ko. Frankfurt a. M., 14. Okt. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete beute Mk. 3.80-4,00, Stroh Mk. 2.40 bis Mk. 0.00. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Fest. vermachtes. • Co blenz, 14. Okt. Heute früh stießen bei Godesberg zwei Güterzüge zusammen. Sechs Wagen wurden zertrümmert. Menschen sind nicht verletzt. Der Der- kehr wird durch Umsteigen aufrecht erhalten. • Posen, 14. Okt. Heute vormittag stürzten von Nordd Lloyd . . Krrditnktien . .. Piskonto-Kommandit. OarmRtftdter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handolsffes. Opeterr. Shtabsbahn . Lombarden . . . Gottbardbahn . . . Lanrahütto . . . . Bochum..... H arponer . . . Schatzscheine • . « 130 000 Mk. fc. Frankfurt a. M., 12. Ott. Heute nachmittag halb 3 Uhr sollte an der Vertcilungsstelle für Gerichtsvollzieher im Gerichtsgebäude der Gerichtsvollzieher Nikolaus Witzel wegen großer Unterschlagungen ver- Kirchtiche HU rieten. Evangelische Gemeinde. Berichtigung: Auf Sonntag, den 16. d. Mts., abends 6 Uhr, wird die konfirmierte weibliche Jugend der M a t t h ä u s-Gemeinde zu einer Besprechung in den Konfirmanden-Saal eingcladen. Sonntag, den 16. d. M., abends 8 Uhr, Vereinigung der konsirmierten männlichen Jugend der Matthäus -Gemeinde in dem Konfirmanden-Saal. Dienstag, den 18. d. M., abends 6 Uhr, Vereinigung der konsirmierten weiblichen Jtlgend der Markus- Gemeinde in deut Konsirmandcn-Saal. . 29 70 . 90.15 . 119.00 . 106 00 . 209.70 . 191.60 . 141.00 . 154 00 . 160 00 . 138 80 . 17.60 . 189 00 . 249.76 . 212.00 . 214.50 Darmstädter Möbelfabrik. Grosjh. Hess. Hof-Mobellteferanten Darmstadt. Bedeutendstes Einrichtungshaus Mitteldeutschlands. — 200 Zimmereinrichtungen stet« lieferfertig vorrätig. — Man verlange Preislisten und Abbildungen.b^/* sich eine Kugel in die Brust. Die Verwundung soll nicht! lebensgefährlich sein. Wiesboden, 14. Dtt. 91(8 Beihilfe zu den Bor. Arbeiten für ein neues Lo hnkonal» Pro j ekt beschloß der Londesaurschliß, 3000 Mark in den nächsten Etat einzu- stellen. Heidelberg, 11. Ott. Die hiesigen Kohlenhand- langen batten kürzlich dem Großh. Ministerium des Innern eine Denkschrift des Zentralvorstandes deutscher Kohlen- । Händler unterbreitet, in der u. a. beantragt wird, die Regie- rung solle den Staatsbeamten die Beteiligung an Konsum- und anderen Vereinen untersagen. DaS badische Ministerium erteilte darauf eine ablehnende Ant» wort, ,ba kein hinreichender Grund besiehe, den Beamten bic| Befugnis zu entziehen, sich durch private Teilnahme an der- artigen Vereinigungen, wie alle anderen Konsumenten, Vorteile zu verschaffend . Neustadt a. d. H., 14. Ott. Der L-tadtrat faßte em- stimmig einen Beschluß, nach welchem die Anstellung leines Berussbürgermeisters dringend geboten sei. Kleine Mittelungen a " * Hessen und den Nachbarstaaten. Bei der in Grünberg stattgebabten Gemeinderatsersatzwahl wurde Metzgermeckter Heinrich Cpamer mit HO von 199 abgegeben-n Stimmen gewählt. — In Zwingenberg a. d. B. ist die Gründung einer gemeinnützigen Baugenoffenschast erfolgt. verdächtigen Einbrecher bereits guf der Spur. -s- Sch otten, 14. Ott. Eine unerhörte Roheit be- zeugte dieser Tage ein von hier gebürtigter junger Mann aus dem Nachhauseweg vom Wirtshause. Er mag etwas angetrunken gewesen sein und Bekannte von ihm erlaubten sich den Scherz, ihm die Mütze vom Kopse zu stoßen. Da er darüber aufgebracht schien, wollte ein nicht beteiligter Hand- werkSgehilfe Streit vermeiden und hob die Mütze auf. Indessen hatte der hiesige BürgerSsohn, dem man nicht das beste Zeugnis geben kann, das Meffer gezogen und brachte dem gänzlich Unbeteiligten mehrere Stiche bei. Der Verletzte wurde inS Krankenhaus gebracht, wahrend anderen TageS der Täter verhaftet wurde. Der Gestochene, dem ein Stich in den Leib ging, schwebt zwar nicht in Lebensgefahr, doch ist die Verletzung schwer. Vom Untersuchungsrichter fanden bereits Vernehmungen statt und die wegen Haftentlaffunq angebotene Kaution ist nicht angenommen worden. Ein richtiger Denkzettel dürfte den hiesigen Burschen, der nahe der 30er Jahren steht, belehren, waS Meffcrstechen heißt. R. B. D a r m st a d t, 14. Okt. Die von der zweiten Kammer im Juni d. I. verabschiedete Wahlrechtsvorlage ist vom Vorsitzenden des Finanzausschusses der ersten Kammer dem Mitglied desselben, Fürsten zu Solms-Hohen- solms-Lich zur Berichterstattung übergeben worden. Ta die Vorlage auch in dem siebengliedrigen Ausschuß der ersten Kammer einer eingehenden Beratung unterzogen werden! soll, erscheint es ausgeschlossen, daß sich auch das Plenum der Kammer vor Weihnachten noch mit der Vorlage zu beschäftigen haben wird. Eine Einberufung der Standes- herren rm Dezember dürste nur dann erfolgen, wenn, die Großh. Regierung den Wunsch äußern sollte, einige dringliche Vorlagen, wie die F-orderung für die Umbauten in Bad-Nauheim, mit der sich die zweite Kammer alsbald nach ihrem Zusammentritt im November beschäftigen wird, noch vor Ablauf des Jahres erledigt zu sehen. — Finanzminister Dr. Gnauth begibt sich heute zur Teilnahme an den alljährlich üblichen Konferenzen der der hessisch-thüringischen Lotteriegemeinschaft an- gehörigen Bundesstaaten nach Eisenach (also nicht nach Berlin, wie eine anderweitige Blättermeldung besagte), und wird am Montag wieder hierher zurückkehren. Zur Führung der Verhandlungen zwischen Preußen und Hessen inbetreff „_____ sind heute nachmittag die Herren Ministerialrat Ewald und Oberfinanzrat Tr. Rohde nach Berlin abgereist. AndrenS, Lippert, Lin,en imb ber ®amen ®artnet, 9terUl __ Infolge andauernder Unpäßlichkeit des Herrn l tzando'rfs mußten Aendenmgen im weiteren Spielplan- Watt- finben- e8 findet demnach Freitug den 2 t. Oktober keine Abonnement,.Borstellung, sondern die erste VolkS-Dor- lleüung statt. , - Vorstellung des Gedankenlesers Eumber- tand und der Traumtänzerin Madeleine. Nächsten Mittwoch veranstalten die beiden genannten Wundermenscheu im Neuen Saalbau eine interesiante Soiree. Da über die Kunst beider schon viel berichtet worden ilt, wird da.' Publiktim den Darbietungen sicher großes Interesse entgegen ' bringen. Insbesondere wird das Auftreten der Schlaftanzerin I Madeleine (wie das Programm aufweist, eine r9vioalm ) neu und sehenswert sein. - r , N o - Scheue Pferde. Die Pferde bc8 LohnkutscherS I. ^on hier scheuten vor einer Zigeunerbande an der lYvanN surterstraße bei Kleinlinden, liefen in rasendem ^.empo durch den Straßengraben, rannten den schweren Kilometerstein um und galoppierten nach dem Bahndaium der Strecke Gießen- I Wetzlar. Schon waren sie den Damm hinauf, als das eine Pferd stürzte. Beide wälzten mit dem Wagen herunter und mußten losgeschnitten werden. Dem Kutscher war eS vorher gelungen, abzuspringen. Kutscher und Pferde kamen mit geringen Verletzungen davon. ** Au f einDutomobilgeschossenhat ein Junge । m Kleinlinden. Mehrere Knaben sielten mrt klernen Spielrevolvern. Einer hatte den Laus bis frur Pl^nne durchbohrt und lud ihn mit Pulver und Schrottörnern. Als nun ein Automobil vorübersuhr, gab der ältere einem lungeren Knaben den Revolver mit dem Bemerken, er |olle auf dre Insassen des F-ahrzeugs schießen. Dres tat der Kleine und das Schrotkorn durchschlug Ueberzreher und Rock des Rei- senden und drang in dessen Arm. Auf die erstattete Anzeige weilen bereits Gendarmen zur Untersuchung dort. Q Heuchelheim, 15. Okt. Der Bahnwärter Heinrich Wagen bach wurde nach 26jähriger Dienstzeit in den Ruhestand versetzt. Vom Kaiser wurde ihm daS Allgemeine Ehrenzeichen für treue Dienste verliehen. h. Bad-Nauheim, 15. Ott. (Eigener Draht- öericht.) Bei Kaufmann Bernhard Schwab hier wurde heute nacht einqebrochen. Der Dieb stahl au5 der Schublade eines Schreibtisches eine Kassette mit zirka 1500 Mk. und ist darauf entflohen. Die Polizei ist dem ^anbroirtrflaft. Der Herbst in Rheinhessen ist nunmehr allenthalben in vollem Ganoe. Mit seinem Ausfall ist man nicht überall zufri^en. Zwar ist die Qualität durchweg sehr gut, aber die Quantität entspricht vielfach nicht den gehegten großen Erwartungen, indem durch daS nasse feuchte Wetter rn der letzten Zeit die Trauben vielfach gefault und stark durchgesallen sind. D«er Handel mit Trauben und Most ist noch immer sehr sllll. Nähe des k^nialichen Krankenlaacrs versammelten. Heute ftüh 10 Nbr vre Erzherzogin Maria Josepha in Pirna ein* H IUHiqcniiwwt uuu der Königin-Witwe Karola abgeholt werden — erronrtenbe König Friedrich August hat über in- U-ber- crroauinut c ... t.__ntih itTVtr fnll • Mailand, 14. Ott. Die Einnahmen der Mittel- slirk»nwaa . . * * meerbahn in der ersten Oktoberdekade betrugen im $>oupt=- 12°^^useerTArgontin"/ netz mehr 158 260 Lire, im ErgänzungSnetz mehr 11723 Lire, ' 0 zusammen mehr 169 983 Lire. — einer gmeinfamen Regelung de^Lotte^Ss einem dreistöckigen Neubau in der Hardeubergerstrabe drei ' ------ rc-—Decken und eine Seitenwand ein; fünf Personen 4 % Oesterr. Goblrente . , _ 4*/sX Oesterr. Riiberrente 100 20 4% Unsrar. doldrente . . ES suchen Arbeit: 3 Schlosser, 1 Wagner, 2 Schmiede. 1 Buchbinder, 1 Installateur, 1 Wasch- oder Putzsrau, 2 Fabrikarbeiter, 8 AuSlamer, el wegen großer Unlericylagungen o er- I pr;e"tcfi 6-8 Vf.7,iRä^c'ma^tc 2etcL Cfrrbfen pr.^itcr'Bl W, 11 Wei-, 1 Kaulmann, 1 Lagerist oder Kassierer, 1 Fuhrmann, Witzel zog rasch einen Revolver und schoß g nsenpr. Liter 32 Psg., Taubenpr.Paar0,80 - 0,90Dlt., Hühnerpr.St. 1 pserdeknecht, 1 Kellner, 1 Kindermädchen, 2 Lauffrauen, 1 vchrewer. mcgunq. Stendal, 15. Okt. Die M e t a l l a r b e i t e r de« Eisen- weckeS Tangerhütte traten Leute in den A u s st a n d. Von 1500 Arbeitern der Hütte arbeiten, wie der ^Altmärker" meldet, —— ---— ____ ___। etwa rwanug. feine preuhi-Äe ^5otteriegfmei«ll8ast? (tzictzcner landwirtschaftlicher Wetterdienst. s. W. K. Darmstadt, 14. Okt. voranHfichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, dert Nach einer Berliner Meldung schweben zwischen Preußen 16. Oktober 1904: Wolkig, höchstens im Nordwesten unbedeutender gclung des Lotteriewesens, die angeblich bereits sehr wett ge-l ----- bictien sind und in nächster Zeit ein Einvernehmen erwarten llflU'ltV itlflUllllllCIU taffen. Die erste Anregung zu diesen Verhandlungen ist von Frankfurt a. M., 15. Okt. Ein mit vier Personen Heffen ausgegangen, das zunächst den ModuS der Frei- g^tztes Automobil stieß gestern abend 6'/, Uhr zwischen zügigkeit zu erreichen suchte, und zwar so, daß heffische Sj^tingen und Höchst mit einem Flaschenbierwagen Lose in Preußen und preußische Lose in Hessen zugelassen I Von den vier Insassen deS Automobils werden sollen. Preußen war jedoch von Anfang an hierfür lüU^crt hei dem Anvrall herauSgeschleudert und an* nicht zu haben, eS erklärte sich für eine Interessen- schonend schwer verletzt, der vierte kam ohne Berge m ein sch a ft, daS heißt mit anderen Worten: Trenhcn (el3unncn haoom DaS Pferd wurde getötet, daS Automobil würde unter Umständen bereit sein, die gesamte hessische demoliert. Lotterie, gleichwie seinerzeit die Eisenbahn, gegen eine jährlich 15. Okt. Zum Ableben des Königs Ge* an Hessen zu zahlende, und zwar in diesem Falle feststehende or$ wird gemeldet: Seit 11 Uhr abends wußte man bereits, Summe zu erwerben. ES unterliegt nun kaum einem Zweifel, daß die Aerzte den König aufgegeben fa,ttc£- , daß der hessische Staat an seiner Lotterie infolge des unab- ^"nachaichtigt, "di/ sich ^permanent in unmittelbarer lässigen Schwanken? der autz ihr fließenden Einnahmen, Die königlichen Krankenlagers versammelten. Leute ftiih sich in Zukunft noch wesentlich verringern dürsten, keine un- ... .... _ getrübte Freude Hut und fie duher mit ull ihren (äftigen treffen und non Schcrere.cn gegen eine unständige, ulljährlich zu etroartenbe stÄrTnö^oetr’offen nnb’ ämat toU sichere Summe lieber heute als morgen los wäre. Hat man l |-e ^on Nieder-Sedlitz bis Hauptbahnhof und durch die Stadt i sich doch erst in diesem Frühjahre veranlaßt gesehen, um daS ^er auf dem Wasserwege über Loschwitz-Blasewitz ins Tres- StaatSbudaet von den Schwankungen der Lotterie- und Eisen- fcnn: Schloß überführt werden Das Nauten-Banner am Elbe- iw-«-*« —M'”nÄ.S Ä««KÄSM6‘ÄÄ?« glcichuiigSfondS zu schaffen. Der Finanzminlster ist jedoch ^tattcuten sagen, sie möchten in das Schloß kommen um Absckned nicht in der Lage, oder sollte eS wenigstens nicht sein, ohne nehnien von ihrem königlichen Herrn. rociteres bem Ruge de« Herzens zu solgen. Di- PreiSgube Villnit,, 15, Okt. Tie letzten NachriMen besten ein nnbes der Lotterie würde nämlich gunz abgt1>ben non brm Un- b = ivillen, den die darin enthaltene Opferung etneß roet* ^mt(i6e Fenster waren erleuchtet. Tie Ttenerschaft eilte ge- teren Stücke« hessischer Selbständigkeit nach sich f^th, bin mtb 6«. Kurz vor ein Uhr früh liest die Prinzessin ziehen dürste, für weite Kreise« eine ernste wirtschuftliche Matbild- die Beamten de» Schlosse«. sl>.tter dic Beamten d-r berufsmäßiger Kollekteure, die sich einer ungewissen Zukunft tTriluen, ^ent benachbarten Wachwitz weilte, war alsbald gegenüber sehen, da die Lotteriegemeinschaft nicht nur eine Mitteilung ergangen. Neben der Prinzessin Mathilde stand am starke Vermindening der Kollekteure, sondern auch, wie daS ~ * *' m ** u ja in Preußen üblich ist, eine Besetzung der Kolletteurstellen >uit pensionierten Beamten und Offizieren im Gefolge haben ivürde. Ferner würden u. a. empfindlich geschädigt werden daS hessische Dnickereigewerbe und die Papierindustrie; für eine große Anzahl von Druckereien, deren ganze technische Einrichtung auf die Arbeiten für die LandeSlottcrie geradezu zugeschnitten ist, handelt eS sich hier um die Frage »Sein oder Nichtsein?* Aus allen diesen Gründen ist daS Verlangen, zu erfahren, in welcher Richtung sich die derzeitigen Verhandlungen bewegen und inwieweit bei dem angeblich zu erwartenden Einvernehmen den hessischen Interessen Nech- Kordel urd Wcrkekr. WotKewirtstfiast. । Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Berlin, 14. Okt. In den Räumen der Dresdener Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Bank fand 6rufe nachmittag die Gründung der Deutsch- Dei Arbeitsnachweis bat die Aufgabe, zwischen 'Mrbettflebern und Westafrikanischen Bank als einer bat ff eben Kolonial-Ge-! Tlrbeitnehinern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und sellschast mit b?m Sitz in Berlin statt. Tie Bank bezweckt, die Zahl- Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu dermitteln. ungsauSgleichungen in den Schutzgebieten Togo und Kamerun, Tln den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet, sowie den Geldverkehr dieser Schutzgebiete mit D-utschland und' dem Auslände zu erleicb^-rn und das reguläre Bankaiick-äst zu betreiben. Das Vlktienkapital, welcl»es zunächst auf 1 Mill. Mark bemessen ist, wird von der Tv^dener Bank und der Deutsch- W»stofrikanischen Handelsgesellschaft übernommen. AuS Mitgliedern der Berwcrlttmgen dieser beiden Gesellschaften wird der BerwaltungKrat der neuen Kolonialgesellschaft gebildet. Prinzen zHBLcuuny tWa. Neben der Prinzessin Mathilde stand am Sirrbeb-tte Prinz Johann Georg. Heute vormittag treffen Prinz Max und Prinzessin Maria Josepha, die Gemahlin deS Erzherzogs Otto von Oesterreich, ein. König Friedrich August teilte dem Kaiser sofort das Mleben des Königs Georg nut. Algier, 14. CTt Eine Abteilung Beraber, die rieh im Osten aufhielt, griff eine Karawane des nterfcnen^Stammes an. Diese flüchtete und ließ ihre Baren, sowie 10 Tote zurück. Bon den Angreifern wurden mehrere getötet und verwundet. Tschifu, 15. Okt. Die Javaner haben die letzten kleinen Fort? um Port Arthur herum eingenommen. Admiral Togo hat geftem 37 schwere Setoger- ungS-Deschütze gelandet, die beim Angriff auf die Fettung ?>-4' U M K M W W W M K M w : t/ 1 1 K- " M * 'M ■ nh£ M-- K ■ M' .ätz. N W e ZM -onnttt^ bei ^bebeuienbet Personen N)t zwischen ^erwägen Automobils rt und an« n ohne Ver« 5 Automobil M !91O 1 ' . 9Ölb b? Eiten. l"d. ^on meldet, önigS ®e« man bereits, diesem Gnmdt n tzauses u» mrnittelbaie . Leute fti n Pirna » ?lt lverdei!- »er die Lit» und Msrll ich die cudt ntz inS 5ns- mn m fflbe» gcirch Zu fatfbe alten nmW ,119.00 106 00 ’ 209.10 ' 191.60 ' ' 14100 '. .15400 160 00 ;'. 18*2 * 17.6» ‘ ’■ '89S ■ ■ . i,22 jli.50 vhinb h'> tt ff11» Vr. Sh.6et •8§* ,«d ««I 4^ J* bif ’«"• 16! »eiilet bet «meinbe in btt eille|nbe in ßeff!*/tt wM Mndsdmden « H ost cilttr ne Pn'nM Stunden bA amt Vxt l'ch fci ten twj >, mrc aiHalr H&e Oanb ari 5 neiien Pu^' desSnhen^ juü teilte ta trabet,» atoaite” iitb lieij“ eifern *» , bte HW «nm ■ Altung - id t". Herrn ^akob S^OBlstadt sagen wir unseren besten Dank. Danksagung, Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste meines lieben Mannes, unseres Vaters, Grossvaters, Schwagers und Onkels Herr Carl Winheim Stiftsrechner im fast vollendeten 78. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen Lieh, den 16. Oktober 1904. Neu entworfen: Schlaf Julius Fischer Giessen Schulstrasse 6 Sehulstrasse 6 Reinlichkeit. 7939 Brandplatz. 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