Nr. 217 Rotationsdruck und Verlag der Brüh lachen Unwersttätsdruckeret. R. Lange. Gießen, Redaktion. Expedition ».Druckerei: Schulstr. A. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.; Anzeiger Dietz«. Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Giehener Kamilienblälter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »^sstlche Landwirt^' erscheint monatlich einmal. Zweites Blatt. 154. Jahrgang Dsmrerstag 15. September 1804 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ............................. ■■■«■ Volitische Tagesschau. Deutschland und das „Weiße Haus". Das Ergebnis der Präsidentenwahl in den Vereinigte u Staaten wird nicht ohne Einfluß sein mrf die diplomatischen Beziehungen der Unwit Zwischen Roosevelt und denr deutschen Botschafter Frhr. Speck von Sternburg besteht bekanntlich ein recht vertrautes Ber- hultnis. Die diplomatischen Vertreter der anderen Großmächte haben nicht entfernt so intimen Verkehr mit dem Präsidenten, wie der Deutschlands. Es ist auch bekannt, daß Kaiser Wilhelm darüber Genugtuung empfindet. Ob mit Recht, weiß man nicht, denn es hat manchnml den Anschein gehabt, als nehme Herr Roosevelt den Baron v. Speck, sein „Speckchen", nicht ganA lernst. Immerhin könnte daraus geschlossen werden, daß das etwaige Unterliegen Roosevelts bei der Präsidentenwahl auf die diplomatische Stellung Deutschlands in Washington ungünstig einwirken möchte. Ist doch, bereits das Gerücht aufgetaucht, im Fall der Wahl des Demokraten Parker werde deutscherseits ein Wechsel auf dem Washingtoner Botschafterposten vorgenomlmen werden. Es ist das aber aus dem Grunde schon unwahrscheinlich weil ein solches Vorgehen zu Verstimmungen oder Mißdeutungen Anlaß geben würde. Andererseits läßt sich nicht verLnnen, daß im Falle der Nichtwiederwahl Roosevelts die Aussichten au: das Zustandekommen eines deutsch-amerikanischen Handelsvertrages schwinden. Parker legt das Schwergewicht wirtschaftlich ebensowenig wie politisch nach der internationalen Seite hin, und es darf nicht unbeachtet bleiben, daß der Verlauf der Weltausstellung in St. Louis, dieses internationalen „Stelldichein", das Gegenteil der erhofften Wirkung auch bei den Amerikanern hervorgerufen zu haben scheint, obgleich die aus- stellenden europäischen Staaten größeren An^- laß zur Enttäuschung haben. Bemerkenswert ist, daß bei einer dieser Tage Mtgehabten Wahl im Staate Maine die Demokraten mehr Stünmen gewannen, als die Republikaner. Sollte die Präsidentenwahl zu Ungunsten Roosevelts ausgehen, dann ist es am Ende auch fraglich ob die Statue Fr iedrichs des Großen überhaupt zur Ausstellung auf amerikanischem Boden gelangen wird. Die Angelegenheit, die selbst Herr v. Speck bei Mr. Roosevelt nur äußerst mühsam HU fördern vermag, würde von einem Kabinett Parker vermutlich zu den Akten gelegt werden. ♦ Em Gemauserter. Der ehemalige Sozialdemokrat Rudolf Leb ins, der, wie wir bereits kürzlich mitteilteu, seit einiger Zeit Herausgeber der nationalsozialeu „Sachsenstimme Pilatus" ish führt in einer Aufsatzfolge „Erinnerungen eines ehemaligen Sozialdemokraten", welche sich mit der deutschen Sozialdemokratie und chren Führern befassen, aus: Er werde infolge seiner Veröffentlichungen. Anfeindungen und perfide Verdächtigungen erleiden, aber das sei nun einmal nicht anders, „denn der in der Sozia ldemo- kratie gro ß gezüchtete Byzantinismus gegen die Arbeiter fürchtet die Wchhrheit genau wie der monarchische Byzantinismus". Er sei Revisionist gewesen und als solcher könne man entweder innerhalb der Sozialdemokratie bernsteinisch mittun, oder auch nationatsozial innerhalb des Bürgertums wirken. Das sehe äußerlich aus wie ein Glaubenswechsel, sei es aber nicht. In seinem Innern bleibe man dasselbe. Ob ein sozialdemokratischer Revisionist naumannisch im Bürgertum oder ob ein Nationalsozialer bernsteinisch in der Sozialdento- kratie mittue, sei nur eine Frage der Taktik. Alle abhängigen Leute, und die schwachen Eharaktere, die sich vor dem gesellschaftlichjen Boykott fürchteten, würden gut tun, ihre politischen Älllschpuungen als nationalsozial zu deklarieren. Durch sein Hinüberschwenken zu den Natroual- sozialen sei er sich keines politischM Frontwechsels bewußt. Nachträglich hätten sich allerdings seine Anschauungen in verschiedenen fundamentalen Fragen gewendet. Früher sei er ein fanatischer Bewunderer der genossenschaftlichen (sozialistischen) Arbeitsmethode gewesen. Jetzt, wo er ein eigenes Geschäft besitze, habe er erkannt, daß im genossenschaftlichen Betrieb die Arbeit, zum mindesten die des Betriebsleiters, geringer sei als im Privatbetriebe. Der selbständige für sich arbeitende Erwerbstätige arbeite ratio- rreller, williger, erfolgreicher. Die sozialisfischje Arbeitsmethode halte die !AÄeitskrast zurück, vernichte sie zum Teil und machss dadurch die Menschheit ärmer. An diesen Herzensergießungen ist bemerkenswert die Kritik, die ein ehemaliger Sozialdemokrat an der sittlichen Hohlheit der sozialdemokratischen Partei und an der Ün- aussührbarkeit ihrer wirtsch>aftlichen Wahnideen übt. Recht unsinnig ist die Gleichstellung der Nationalsozialen mit den Sozialdemokraten, das „Erkenntnis", daß Natio- malsoziale und Sozialdemokraten beide von demselben Faden And nur eine etwas aridere Nummer seien. Nach seinem Ratschlage sollten alle „abhängigen Leute" und „schwächen »Charaktere", die den gesellschaftlichfen „Boykott" fürchten, rin der nationalsozialen Partei unterkriechen. Die national- jsoziale Partei wird sich für diese unsicheren Kantonisten Heftens bedanken. Naumanns Buch „Demokratie und /Kaisertum" lehrt zur Evidenz die großen prinzipiellen Gegensätze zwischen Nationalsozialismus und Sozialdemokratie, und fein Verfasser wird an seinem neuesten Anhänge^ wem Herrn Lebius aus Tilsit, nur geringe Freude haben. Wölfisches. Der „Hannov. Anz." hält seine Behauptung, daß ernstt £aftc Verhandlungen zwischen Berlin und munden über eine Lösung der welsischen Frage statt- .stunden haben, allen Ableugnungen gegenüber aufrecht und iilcunt als Beweis dafür einen Brief des Herzogs Dort Cumberland an den Prinzen Ma xvon Baden, in welchem wr Herzog seine Stellung präzisiere und seine Haltung gen über den kaiserlichen Propositionen rechtfertige. Der währsinann des Blattes versichert sogar weiter auf das l>"sttimrntcste, daß die betrefsenidcn Verhandlungen mit keineswegs definitiv abgebrochen seien, sondern im Gegenteil gerade gegenwärtig wieder mit besonderem Eifer geführt werden. Daß unsere Offiziösen hierüber noch nicht informiert seien, sei erklärlich da bei diesen Verhandlungen eben nicht der Weg ministeriell-bureaukratischen Apparates, sondern seitens des Kaisers persönlich intime Formen beliebt seien. Die verfassungsmäßigen und staatsrechtlichen Organe würden erst in Mion treten, wenn eine bestimmte Basis für einen enügiltigen Ausgleich gewonnen sei Wenn diese Behauptungen des hannoverschen — übrigens nicht welfischssn — Blattes irgend einen tatsächlichen Hintergrund haben sollten, was trotz des zuversichtlichen Tones seiner Enthüllungen noch lange nicht aus- gemacht ist, so würde man annehmen können, daß die Verhandlungen zwischen den beiden Fürstenhäusern durch die Vernrittelung des Prinzen Max von Baden geführt werdeir, der als Vetter des Kaisers und Schwiegersohn des Herzogs von Eumberlaub beiden Familien gleich nahe steht. ♦ Wieder ein Derhetzuugsversuch der „Times". R. Berlin, 14. September. Wenn von einem englischen Verhetzungsoersuch gegen Deutschland die Rede ist, dann weiß man ohne weiteres, daß er von der „Times" ausgeyt. Dies Blatt hat nie aufgehört, jeder noch so thörrichten Ersindnng seine Spalten zu öffnen, vorausgesetzt, daß damit Deutschland verdächtigt werden soll. Die neuesten Behauptungen eines ,gut unterrichteten" Mitarbeiters der „Times" von einem russisch-deutschen Uebereinkommen in Bezug auf den fernen Oftcn, von der Gewährung eines „sicheren Asyls" in Tsing- t a u erreichen aber den Gipfel der Dummheit, gegen die nach dem Dichterwort Götter selbst vergebens kämpfen. Die „Nordd. Allg. Zig." nimmt von der Meldung keine Notiz. Unseres Erachtens würde ein amtliches oder halbamtliches Dementi auch gar zu viel Ehre für die .Times" sein. * Balkan-Funken. R. Berlin, 14. Sept. Der besonnenen Haltung des Fürsten Ferdinand von Bulgarien, seiner Friedensliebe, ist soeben bei dem Wiener Besuch des Koburgers begeistertes Lob der Offiziösen gesungen worden. Ja, wenn es allein auf Fürst Ferdinand an käme! Eine Frau v. Rothschild, joll einmal ihre Gäste, die einen Krieg befürchteten, mit den Worten beruhigt haben; „M einMann will keinen Krieg!" Fürst Ferdinand ,^vill" auch keinen Krieg; er kann Daß ei wenig gewinnen und viel verlieren. Aber trotz dieser entschiedenen Abneigung wurde er im vorigen Jahre hart bis an den Punkt gebracht, den „Brüdern" in Ma- cedonien im Kampf gegen die Türken beizustehen. Die Volksstimmung war entschieden für den Beschluß, und die bulgarische Regierung hatte übergenug getan, die Umtriebe der Verschwörer durch Nichtseyenwollen zu fördern. Bombenfabrikation, Anlegung von Wafsen-Arsenalen, Agitation in Wort und Schift, alles wurde ganz ungeniert von Bulgarien aus bewerkstelligt. Nur die bulgarischen Staatsmänner waren äußerst erstaunt, wenn die Pforte die Aufmerksamkeit der Mächte auf den Herd der Unruhen lenkte. Wir wissen von nichts, kam aus Sofia gekränkten Tones die Antwort. Inzwischen gingen der Anfftands- bewegung die Geldmittel aus. Dadurch^ nichi etwa durch das nach langem Verhandeln bei der Pforte durchgesetzte „Reformprogramm" der Mächte, das der Bevölkerung Macedoniens ein Buch> mit sieben Siegeln ist, kam die Bewegung ins Stocken Die ,^Wiener Polit. Korresp." ist voll Zuversicht, daß mindestens eine einstweilige Beruhigung Diaeedoniens erzielt sei Die „kompetente Persönlichkeit", die in diesem allerweltofftziösen Organ die Lage der Dinge schildert, macht aber doch den Vorbehalt: Es wäre leichtfertige Schönfärberei, zu behaupten, daß nunmehr die Gefahr tieferer Erschütterungen der Ruhe in Maeedonien als gebannt angesehen werden dürfe: eine wahrheitsgemäße Darstellung wird vielmehr einräumen daß die Elemente revolutionärer Gährungen in diesem Teile der Türkei auch jetzt nicht geschwunden sind. Dieser Vorbehalt ist sehr am Platz. Wir finden in der „Kreuzztg.", die über die Vorgänge auf dem Balkan der Regel gut informiert ist, heute einen Bericht aus Saloniki, des Inhalts, daß die Komitatschis jetzt wieder eine organisierte Leitung zu haben scheinen, daß die russischen Niederlagen auf die Balkanverhältnisse einwirken, und daß die Rücksichtnahnre auf Rußland in den bulgarischen! Kreisen anscheinend vollständig geschtvunden ist, nachdem man die Ueberzeugung gewonnen habe, daß, was immer geschehe, an ein russisches Eingreifen nicht zu denken sei Zweifellos hat diese ungünstigere Auffassung mehr und bessere Gründe für sich als die beruhigt klüigende der ^Wiener Polii Korresp.". Rußland kann sich nicht rühren, wenn aus dem Balkan ein Brand aus- bricht; der letzte Soldat und der letzte Rubel sind nach den Worten des Zaren für den Feldzug gegen Japan, bestimmi Daß Oesterreich Neigung Hütte, allein das Anrt des Balkanwächters auszuüben und für die Erhaltung des Fpiederw Truppen mch Geld zu opfern, ist kaum anzunehlnen. Also, schlagen einmal die Völker unten weit in der Türkei aufemauder, so wird man sie schlagen lassen und die Karnvfitütte nach MöglrckMit ab- zu sperren suchen. Das Letztere ist freilich leichter ge- )Iant, als getan. Wir sehen ja, welch>e Schwierigkeiten das Sichferuhalteu der Neutralen vom russisch-japanischen Mieg nrachi Bei Muwülzungen auf dem Balkan aber ist die Gelegenheit grade für Unbeteiligte sehr verlockend, aus den Ereignissen Nutzen zu ziehen. Kuropalkin über die Kämpfe bei -Liaujang. Petersburg, 1.4. Sept. Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 11. September besagt: Auf Grund von nunnrehr ieUacüeUten Einzelheiten der Kümpfe der -....... —---:" I. versclstedenen Armeekorps vom 26. August an ist es möglich, folgende allgememe Schüderung der Käuipfe zu geben: Am 26 Aug. hatte die Niandsajurei-Armee in drei Abtellung.n Stellungen bei Pegu und Anprng auf dem linken Flügel, bei Liandianfian im Zentrum und bei Anjchantschan auf dem rechten Flügel inne. An demselben Tage gingen die Japaner -us der ganzen Front des Zentrums bei Liaugiansian zum Angriff vor. Alle Angriffe der Japaner wurden zurüage schlag en. Auf oem linken Flügel behaupteten wir naa> hartnaäigem Kampfe die Hauptstellung Anping, aber die Japaner bemäa>tigten sich der Stellung Pegu und be^ drohten dadurch den Rückzug des den linken Flügel blldenden Korps im Tale des Tanhe. Gleichzeitig wurde ein llmgehungs- verfuch der Stellungen unseres linken Flügels bei Anfchant- schan mit bedeutenden Kräften bemerkt. Ich führte alle Armeekorps auf die vordersten Posiüonen bei Liaujang, indem ich die Stellungen bei Liandianfian und Anping benutzte, um Zeit zu gewinnen und dem Femoe schwere Verluste zuzufügen. Infolge des bergigen Geländes auf der Ostfront und der vom Regen auf- gew-eichten Wege auf der Südfrout war der zweitägige Marsch nach Liaujang äußerst beschwerlich und wurde nur dank der felbst- verleugnenden Tätigkeit aller Niannschaften auf dem Ostflügel in voller Ordnung ausgeführt. Hinter der gaüzen Artlllerie wurde der ganze Train unter unsäglichen Mühen über die Pässe geschafft. Noch schwieriger war der Aiarsch durch die Ebene. Bei den linken und mlltleren Kolonnen gelang es uns, die ganze Artillerie und den Train glücklich nach Liaujang zu dringen. Ter Marsck der rechten Kolonne wesllich von der Eisenbahn war besonders sckMierig. Inzwischen griff der Feind in bedeutender Stärke die Nackchut an, welche mit ihm heftige Kämpfe zu bestehen hatte. Eine der Batterien geriet bei einem wetteren Rückzug in einen Sumpf; eine Batterie mußte zur Hilfe gesandt werden. Um sie zu decken^ blieb die Nachhut des Generalmajors Rutkowski länger in ihrer Stellung, atv unter den Umständen nötig gewesen wäre. Tie^ Abteilung erlitt schwere Verluste. General Rutkowski selbst und Oberstleutnant v. Raaden fielen. Trotz aller Anstrengungen und Opfer mutzte die Batterie zurückgelassen werden. Die Armee wurde am 29. August bei Liaujang zusammengezogen. Ein Armeekorps besetzte die Stellung auf dem rechten Ufer des Taitseflusses, die anderen Korps besetzten die Stellungen am linken User. Am 31. ^August griffen die Japaner äußerst energisch unsere vordersten Stellungen an, wurden aber überall mit ungeheuren Verlusten zurückgeschlagen. Auf unserem rechten Flügel und dem Zentrum wurden während des Kampfes zahlreiche Gegenangriffe, wobei es zum Baionettkampf kam, ausgeführt. SowoU die Spezialreserven, als auch Telle der allgemeinen Reserve mußten herangezogen werden. Am 31. August setzten auf das rechte Ufer des Tattse bedeutende Abteilungen der Armee Kurokis über. Am 30. und 3L Aug. wurde unser linker Flügel, gegen den die Armee Kurokis vorgehen mußte, verhältnismäßig schwach angegriffen; man konille daher mit Recht voraussetzen, daß die Hauptkräfte Kurokis zur Umgehung unseres linken Flügels bestimmt waren, um unsere Verbindungen abzuschneiden. Unter diesen Umständen entsck-lotz ich mich, die Truppen von den vor-' bersten Stellungen auf die Haupistellung zurückzuziehen und bedeutende Strettkräste gegen die Armee Kurokis zusammenzuziehen, um ihn an den Taitsefluß zu drängen, der nur an einigen Stellen passierbar war. Dieses Manöver wurde mll gutem Erfolge ausgeführt. Ohne von den Japanern beunruhigt zu werden, begannen wir die vordersten Stellungen zu räumen, die uns schon einen großen Dienst geleistet hatten, da sic es ermöglicht hatten, den Gegner durch große Verluste zu schwächen. Dank den ergriffenen Maßnahmen gelang es trotz der dunklen Nacht, alle unsere Truppen, die zum Angriffe besffmmt waren, am L September auf das rechte Ufer be§ Taitse überzusetzen. Erst gegen Abend des 1. Sept, besetzte der Feind die von uns geräumten vordersten Stellungen und eröffnete Artilleriefeuer gegen Liaujang. In die Hände des Feindes fielen auch nicht die geringsten Trophäen. Für die Aktion der auf das redete Ufer übergesetzten Truppen hatte ich folgenden Plan entworfen: Die Armee sollte sich zwischen dem Dorfe Sinkwantun und den Höhen bei dem Kohlenbergwerke von Jentai entwickeln. Letztere sollte die Abteilung des Generalmajors Orloff, bestehend aus 13 Bataillonen, besetzen. Ich nahm zum Mittelpunkt die Stellung bei Sinkwantun und die Armee sollte eine Linksschwenkung machen, um die Stellung der Japaner, die sich vom Taitseflusse beim Dorfe Kwantun in der Richtung auf die Höhen von Jentai zu erstreckten, anzugreifen. Ter Angriff begann am 2. September; in der Nacht zum 1. Sept, meldete mir der Kommandeur des Armeekorps auf dem rechten Flügel, daß die Japaner in der Nacht einen Angriff gemacht hätten und den für uns sehr wichtigen Teil der Position nordöstlich^ bei Sinkroantun genommen hätten. Ta das diesen Tell der Stellung behauptende Regiment zum Rückzüge gezwungen worden ^war, mußten wir den Plan der Aktion andern und jür den 2. September die Rückeroberung der Stellung als erste Lllif- gabe anschen. Erst gegen Abend dieses Tages befand sich der Bergrücken bei den Dörfern SinLvantun und Samai in unseren Händen. Gegen 6 Uhr abends begann der Angriff auf die Höhen nordöstlich von Sinkwantun, die in der Nacht unsere Truppen verloren hatten. .Anfangs hatte unser Angriff keinen Erfolg, aber trotz vollständiger Dunkelheit wurde der erbitterte Kampf fortgesetzt. Wir'eroberten mehrere Male die Höhen, »onr- den aber immer wieder gezwungen, uns zurückzuziehen. Da die einzelnen Truppenteile sich vermischten, war es schwer, die Abteilungen in der Hand zu behalten. Nach wiederholten Angriffen gelang es uns schließlich, die Stellungen endgiltig zu nehmen, und somit war die für den recksten Flügel gestellle Aufgabe er- fiillt. .Auf dem linken Flügel, in der Gegend der Bergroerke von Jentai, hatte die Mteilung des Generalmajors Orloff am selben Tage im Süden der Bergwerke auf den Höhen eine sehr feste Stellung eingenommen mit der Front nach Süden. Er ließ zwei Batterien auffahren und begann einen Artilleriekampf mit dem Feinde, der einige Werst südlicn stand. Wä!>renddessen befand sich die Spitze des Korps auf dem linken Flügel, nur noch ungefähr sechs Werst von dem rechten Flügel der Abteilung Orloff entfernt. Um unseren Truppen, die die Stellung bei Sinlloantun mnehatten, Hilfe zu leisten, ließ er einen Teil seiner Stellung an die Berge Herangehen, und rückte gegen daS Dorf Sahutun vor. Tie Truppen mußten ein mit hohem Getreide bedecktes Gelände passieren, \tpic wurden vom Feinde mit Feuer empfangen, verloren die Rickstung, und zogen sich zurück. Die aut den Bergen zurückgebliebenen Truppenteile gingen gleickffalls in twftlidjcr Rickstnng zurück Die Spitze deS vorrückenden Korps am linken Flügel war zur gleichen Zeit nur iwch zwei Werst von den Tnlppen des (Generals Orloff entfernt. In diesem Kampfe wurde der Generalmajor Orloff und der inzwischen seinen Wunden erlegene General Fomin verwundet, ^ttich Aufgabe dieftr Stellung, auf den Höhen, die für den Vonmrrsch am linken Flügel als Sttltz- punkt dienen sollte, enttvickelten fiel» die Japaner nach Norden hin und belebten gegen ö Uhr nachmittags den ganzen Höhenzug und die Steinkohlenbevgnn'rke bei Jentai. ^Tie stt'llisckx'n Kosaken fötalen des Generalmajors Ssamssoiww verteidigten zu Fuß unsere Stellungen heldenhaft, wurden aber znm Rnckziig genötigt. Somit bitte bis vorrückende KorpS auf dem linken Flügel zu seinem Vonnarsö bit sehr starke Stellung dcS Feindes auf dem Berge stürmen müssen. Diev mar für das Korps, welches in den letzten fünf Tagen große Verluste erlitten hatte, eine zu und zu seiner Ehrung für heute nachmittag eine anßerordent- dringling geäußert haben, der sie davon abhält, ihre Mutter zu sehen, so daß sie sich eine ernsthafte Rüge zugezogen hat. * Tic 11. Generalversammlung der deutschen Gesellschaft fü r christliche Kunst in Trier; steht vor der Tür. -Wie Vorbereitungen sind getroffen, um den Gästen, welche die alte Treviris in den Tagen vom 2. bis 4. Oktober in ihren Mauern beherbergen wird, den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Fast alle größeren Vereine der Stadt werden bei dem Fest Mitwirken. Zu allen Sehenswürdigkeiten Triers steht den Teilnehmern an der Generalversammlung der Zutritt unentgeltlich offen. Eine besondere Anziehungskraft dürstet voraussichtlich das neu eröffnete Diözesanmuseum im ; Kreuzgang des Domes ausüben. Eine Fülle von Kunst- | nvrTcn aller Zeiten, die bisher im Verborgenen ruhten-, ersteuen hier das Äuge des Kunstfreundes. schwer verletzt. • Ein Dopp elmord ist in KottbnS von dem Weber Trautmann verübt worden, der seine Schwiegermutter, die verehelichte Invalide Rex und ein vierjähriges Kind erdrosselt hat. Die Reichen Eheleute hatten den vier- jährigen außerehelichen Sohn lhrer in Berlin in Stellung befindlichen Tochter bei sich in Psteqe. Vor einiger Zeit soll her Vater deS KindeS eine einmalige Abfindungssumme für das Kind in Höhe von 300 Mk. an die Großeltern auS- t gezahlt haben. Von dieser Zahlung erhielt der Schwieger- sohn Trautmann Kenntnis. Nachdem mehrfache Versuche, in den Besitz deS Geldes zu gelangen, erfolglos waren, begab | er sich, als der alte Rex sich in einem Restaurant befand, nach desien Wohnung, wo er die Frau und daS Kind antraf. Er forderte von der Frau nochmals die Herausgabe deS Geldes, und als ihm dies wiederum verweigert wurde, siel er über die Frau her und würgte sie biS zur BcsinnungS- losigkeit am Halse, woraus er sie in Gegenwart deS Knaben kalten Blutes erstach. Hierauf legte er dem Kleinen, der der einzige Augenzeuge der Greueltat war, eine Biese um den .hals und erwürgte ihn. Nachdem er die Leiche der Frau unter dem Bett versteckt hatte, begab er sich nach dem Restail- rant zurück und setzte sich an den Tisch seines Schwieger- vaterS. Als dieser am Abend seine Wohnung aussuchte, entdeckte er den Doppelmord. Der Verdacht lenkte sich sofort auf Trautmann, der noch in derselben Nacht, in fideler Gesellschaft sitzend, im benachbarten Ströbitz festgenommen werden konnte. Seine Hände und Arme, auch daS Gesicht wiesen zahlreiche Kratzwunden auf, woraus zu schließen ist, daß der Ermordung der Frau Rex ein Kampf vorauSgegangen ist. Trautmann setzte bei seiner Verhaftung den Polizei- beamten heftigen Widerstand entgegen. Als er überwältigt worden war, räumte er die Tat ein. Er ist verheiratet und Vater zweier minorenner Kinder. • Dem Automobilunfall auf der Leipziger Straße bei Altenburg ist außer dem sofort nach dem heftigen Anprall cm den Baum verstorbenen Fräulein Drechsel noch ein zweites Menschenleben zum Opfer gefallen. Der Motorwagenhändler Arnold ans Leipzig ist gestern früh seinen Verletzungen erlegen. Der Bedauernswerte hatte sich bei dem Sturz aus dem Wagen nicht nur eine Gehirnerschütterung, sondern auch einen derartig komplizierten ! Schädelbruch zugezogen, daß fein Wiederaufkommen schon gestern stark in Frage gestellt war. Der zweite männliche Insasse deS Wagens, Hucke, dürste mit dem Leben davonkommen. , , , • An der Wiege deS kleinen Zarewitsch^ hat, I wie ein englischer Korrespondent berichtet, eine seltsame Feier- l chkeit stattgefunden. In der Familie der Zarin ist 23 die z GlückSiahl. An dem 23. eines Monats sah sie zum ersten liche Sitzung anberaumt. [] Marburg, 14. Sept. Die Immatrikulati on für das am 15. Oktober beginnende Wintersemester an hiesiger Gästen wurde niemand verletzt. ^.Büdingen, 14. Sept. Einer großen Anzahl von Gemeinden unseres Kreises, darunter auch unserer Stadt, sind von Großh. Ministerium namhafte Beiträge zu den Kosten von Aufforstungen von Oedungen und Hutweiden für daS Wirtschaftsjahr 1904 bewilligt worden. — Vom 12. ds. MtS. ab ist im hiesigen Gymnasium der Nachmittagsunterricht in Fortfall gekommen. K B. Darmstadt, 14. Sept. Der vierte Ausschuß der zweiten Kammer hielt heute wieder eine umfangreiche Sitzung ab, an der die Ministerialräte Braun und Wilbrand teilnahmen. Neben zahlreichen kleineren An- trägen wurde eingehend über den Antrag Weidner beraten, der dahin geht, den unteren Forstbeamten die Anteilnahme an Privatjagden auf Grund ihrer stempel- 15. ds. MtS. ab wird der Großherzog von Romrod aus am. Manöver teilnehmen. Bei Sich ist dieser Tage eine Feld- bäcferei eingetroffen, die Ende der Woche und nächste Woche in Tättgkeir treten wird, da sich die letzten Manövertage zwischen Grünberg, Lich und Butzbach abspielen. 4- Frankenbach (b. Rodheim a. d. B.), 14. Sept. Gestern nachmittag kurz nach 5 Uhr zog ein Gewitter von Süd-West her über unser Dorf, wobei sich em Wirbelsturm bildete, der an Gebäuden und Obstbäumen einen beträchtlichen Schaden anrichtete. Ganze Dächer sind abgedeckt. Tie Obstbäume liegen geknickt am Boden. Dem Schuhmacher und Landwirt Heinrich Wack wurde ein Wagen mit Grummet vom Hofe auf die Straße geschleudert, so daß die Räder nach oben gekehrt waren. Auch wurde ihm ein Stück vom Scheunendach mitsamt den Sparren weggefegt. Der ganze Schaden war in einem Zeittaum von 2 Minuten angerichtet. b. Friedberg, 14. Sept. Seit acht Tagen waren 41 Damen hier anwesend, um daS Examen im hiesigen Lehrerseminar zu machen. 26 waren protestantisch und 15 katholisch. Sämtliche Damen bestanden die Prüfung als Lehrerin gut. v. Friedberg, 15. Sept. Vom 29. September bis 2. Oktober findet im Saalbau hier eine ObstauSstellung deS Oberhess. Obstba uvereinS für die Kreise Fried- berg, Gießen, AtSfeld und Lauterbach statt. Die Beschickung; mit großen Posten Obst wird eine sehr reiche. Bei der Schönheit deS diesjährigen ObsteS und der vollkommenen Reife wird die Ausstellung einen prächtigen Anblick barbieten, zumal auch die Dekoration viel neues bieten dürste und all die herrlichen Früchte, welche für die internationale CbftauS- slellung in Düsseldorf bestimmt sind, vorgeführt werden. 4- Usenborn, 14. Sept. Bei dem gestern von Süd- westen aufziehenden Gewitter schlug mit fürchterlichem Krachen der Blitz in das Hauß des Gastwirts Müller ein. Am Schornstein ging der Sttahl ein, verwüstete die oberen Teile des Hauses, Dach, Giebel usw. und nahm seinen AuSgang durch die Küche. Von den anwesenden Jamiliengliedern und Dcrmifd)tet« * Berlin, 14. Sept. Die Kriminal-Polizei verhaftete heute den 22 jährigen Fleischergesellen Otto Zufall, der seiner Geliebten, einer 24 jähngen Näherin, welche wegen seiner vielen Geldfordcrungen nichts mehr von ihm wissen wollte, auf einem Spaziergänge eine mit Gift gemischte Simonabe gereicht hatte, an deren Folgen sie starb. • Paris, 14. Sept. Mattachich erklärt sich für er-1 mächttgt, im Namen der Prinzessin Luise zu erhören, daß diese jeden Wiener Antrag ablehne, der die Absonderimg ihrer Angelegenheit von der ,einigen zur Vor- auSsetzung habe. • Budapest, 15. Sept. Während einer Suftballon- Uebung einer Abteilung deS FestungSartillerie-RegimentS Nr. 1 bet HajmaSker in der Nähe von Veßprem ereignete sich gestern ein schwerer Unfall. Bei dem herrschenden Sturmwind wurde der Ballon plötzlich in die Höhe gerissen. Der größte Teil der die Feffelseile haltenden Soldaten ließ los, während acht Soldaten mitgerissen wurden, welche nacheinander in ziemlicher Höhe abstürzten. Einer blieb mit zerschmetterndem Kopf, einer von feinem eigenen Bajonett durchbohrt, tot liegen. Die anderen sechs sind Aks LtM und Lmld. Gießen, den 14. September 1904. - Vom Manöver. Am 14. d. M. nachmittag« bat da« dreitägige Gefecht innerhalb der 49. und der ist In- fanterie-Drigade seinen Abschliiß gesunden. Die 49. Brigade hatte früh morgens ihre Gefechtsstellung zwischen Gründern und Wetterfeld; die 116er hielten den Queckborner Berg und die um Grünberg liegenden Höhen besetzt, ihr Groß lag in I Grünberg und Atzenhain, die Feldwachen in Lauter und Neumühle. Die 115er hatten ihre Stellung an der Strafe Heffenbrückerhammer—Laubach, daS Gros lag in Laubach. Die 168er waren den 116em zugeteilt. Die beiden kleinen Landstädtchen Grünberg und Laubach bildeten ein rechtes KnegLlager, beide hatten über 1200 Mann Einquartierung. Der Brigadestab lag in Laubach, während der DivtstonS- kommandeur Frhr. 'd. Gall mit seinen Adjutanten Graf Waldersee und Graf KönigLniark im .Hirsch* zu Grünberg Quartier bezogen batte. Die Stäbe der 116er und 23. Dragoner lagen in Grünberg. Am 14. dS. MtS. früh begannen dte Vorposten-Gefechte, in die alsbald daS Groß eingnff, die! H5er gaben ihre Stellungen um Laubach auf unbjourben zurückgedrängt über Ruppertsburg, Gonterskirchen, Schotten, das Gerecht ging am Fuße des BilsteinS und HoherodSkopfeL an«. Zwei anstrengende Tage haben dte Truppen gehabt nnb eS gab viel , SchlappeDie 115er sind in Schotten, Usenborn. BräungeShain, Michelbach, die 116er in EichelS- borf, Erchelsachsen, Rainrob, Wingershausen, bic 168er m Saubach und Umgegend einquartiert. Laubach bat heute 1350 Mann Einquartierung; hier liegt der 25. Kavallerie- Brigadestab, in Schotten der Jnfanterie-Brigadestab. Die 61er Artillerie liegt in Nidda. Die 49. Infanterie-Brigade bat ebenfalls ihr Manöver beendet und zwar auf den Höhen zwischen Alsfeld, Romrod und Ober-Gleen. In Alsfeld liegen die Stäbe der 50. Jnfanterie-Brigade, der 25. Artillene- Vrigade, der 117er, 118er, der 24er Dragoner und der 25er Artillerie. Alsfeld ist von ca. 1800 Mann belegt. Dom freien Waffenkarte zu versagen. Der ^KegierungSvertreter wandte sich gegen diesen Anttag im allgemeinen, gab aber »u, daß er insofern eine Berechtigung habe, als durch die Anteilnahme der Forstwarte in größerer Zahl an den Jagden ber-n Dienstbezirk leicht dem Jagdfrevel ausgesetzt werbe. Der RemerungSoertreter sagte zu, in dieser Hinsicht für Abhilfe ,n sorgen. Mit dem Antrag Köhler, betr. die Errichtung -ner landwirtschaftlichen Wetterstation in Ober- >ij,n erklärte sich die Regierung nicht einoer-l rauben, ba eine Regelung der Wetterdienstbericht- g süb »u dem Dm^e Sikumgn zurück. Da unfen- Tnuxpcn. bie tue Stellungen bet dem Dorfe teinnvan- hm iunebarten auf mehtv sich brr rechte Flügel brr üorrilcfenben Srmrt stüdte. in brr vom 2. Mm 3. Septrmbrr diese nnebtigen Stellungen zu räumen gezwungen nuiren, so bcfroloB rä» mich auf '^ulb'n -''.rrückzrizieben imb brachte bie# bis zum 7 ^ph*:nbvr ;ur Aussübnmg. Die Räumung KianiangS begann am 3. Sx'ptemhT uirb tnrr am Morgen des 4. SeptemImt beerbet, »nie Vorräte N*r Truppen wurden vollständig fortgeschnfit, nur die m den Intend^inturdepotS befindlichen konnten riebt wrt- geschafft narben unb eß wurden Voiiäte für ungcfäln acht Tage nenmbtet . Die Tnippen zogen sich in voller Ordnung zurück. Eine vom Feinde bx^nmnene Veriolgung würbe abgetvefrrt. • Die Svitznamen ber gewerbsmäßigen Verbrecher sind oft originell: in diesen Tagen erfolgte in Berlin die Verhaftung eines jungen Verbrechers, dem von seinen Standesgenoffen wegen seiner Verschwiegenheit das Epitheton ornans „Die tote Sünde" beigelegt worden war. AuS dem reichen Namensver^eichnisse ber Berliner Verbrecherwelt seien einige Titnlatu' en, deren Kenntnis für die Polizei von höchster Wichtigkeit ist, ausgewahlt: sie sind besonders charakteristisch und in den teilten Jahrzehnten in Gebrauch gewesen. Da finden wir: der ^Affe", das „Dalange", der „Dktienbudiker", der „Dtechkopf", das „Eiterauge" Ta sind ferner der „Negierungsrat", „$*1- mcrbing , der „Gefreite", der „Opernsänger", „Äold- schnlieds Töchterlein" (seines Mädchengesichts uxgen so gc- nffnnt), des „Sängers der „glatte Adolf", „Wald-- tenfel", .Lötkolben", „Kononni-August" und „Schluck- ?lugns^', der „glibbrige Lehmann", „G-ueralslabs.Heinrich", die „Tutte Hundenase aus Stettin", der „Sountagsreiter", der „schöne Eduard", der „schiele Hannes", „Jule mit der Spule", der „Modrenckönig", das „Schiefmaul", das „Platt- 5ein", der „Vindmiiller", der , Pf-rdefutz", der . steife ikl)- manu", die „Kvgnalnase", der „Türlen^sultan", der „lange Tde", der „leinene Anion", der , Mostren-Schmred", der „Duckel-Kondiw^, der „Koichsstudent", der „Recht-sanwalt", der „Platzmajor^', der .Milmerblinde", die „Leuchtlugel", der „al)n", der „Kustlopf", der „Komödien- Ernst", der „Strippen.slriedrich", der „Galerie«lilln", der „Vesenbinde^, der „Polzaffe", der „Schmifslige", der „Güterschuppen", der „Stanqenspargel", „Donlanqer'. ,Rot- „Schaumschlaqer", die „Spickqans", der „RaleteiEillielm und endlich „7vilnfnmrt". - Auch die weiblichen Verbrecher trauen solche Namenszier, Unter ihnen stlänzen die „Schlack- murst, „Berta", die „Dreck-Male", die „Blnbber-Iuste'', die „schiefe Laterne", die „Kakao-Anua" ,md die „Schokoladeu- Minna", die „Kvpseluhr", die „ExvNenz,". der „Lackstresel , die „lange Charlotte", die „stirau shommandeur", btc „srotn- merzienrätin", die „Krller-Jette", die „lanqe Anna, we „lanssnasikie Pauline", „Servus", die „russisch« Gräfin , die „Anis-Berta", die „Kiste", die „schottische M-rrre,, der „Douillonlopf", das „Pfeffer-Rösel", die - Sekreteuse , du- „Aalbaut", das „Telglicht", die „Soren-Marre , dre ^Neun sinaeriae", die „Rosen-Inna", das „Cisbein , di. , juicn» -Berta", die „Kvnichn der Rächt", die „Butterblume , dre „Fettgans", die „Trapez-Amalie", die „Danrpchval^, die „Banlierwitwe", die „Frau Feldmarschall die „^ck.lcy^ sahne", die „Neger-Kürriffin", „orlanzkattun , „Trommel Anna" und die „Quadrillen-Marie^. fftne ansehnlick)«: ' Wie Ameisen Toilette machen, lieber dre ftrage, wie Ameisen Toilette machen, schreibt eru amenla- nischer Gelehrter in Harpers ,^ontl)tt) Magazrue : Es mag vielleicht etnws gewagt erschernen, gerade in di sn Jahreszeit die Behm,Ptung m, zustellen, daß dre Amersen sehr reinliche Tiere sind, die ihre Haare täglich mehrmal. bürsten, aber nichtsdestoweniger rst das doch der Fall Mit unseren mangelhaften Augen kann man das allerdin^ nicht errennen, aber, wenn man 0>elegenheit hat, dre kleme'i fleistigen Tiere durch ein gutes Vergrößerungsglas n“ beobachten, bann kann man sich leicht überzeugen, van dieselben viele Zeit darauf zu veyvenden Pflegen, ™ dieser Weise Toilette z-n machen. Dor ganze Körper oct Tiere ist nämlich mit kleinen Haren bewachsen, sooav dieselben eigentlich eine Art Pelz bilden. Zwischen bi cf en Heinen feinen Haaren stehen größere, die sich den feme^ gegenüber wie Borsten ausnehmen, unb deren Zwen zweifellos darin besteht, allen Schmutz möglichst von ber Haut deS Tieres fernzuhalten. Das erteichtert es. bei Insekten ungeheuer, sich nein KU halten^ da die kleine Staub- und Schnmtzteilchen so leicht zu beseitigen sm - Die Toilette der Insekten besteht nun darin, daß sie btq Haare durch Stämmen und Dürsten reinigen. , Sbte o Katzen imd Hunden spielt die Zurrge babei J*1110 Rolle. Bei genauer Untersuchung ergibt es sich, oatz kleinen Zimgen der Ameisen auf beiden -eiten r *) Stellen Itaben, mit denen dann leicht dte Wirkung üU^fll.d werden kann, die eine gewöhnliche Bürste auSubt. - 1 ) zeitig läßt sich die Zunge wie eine Art Sck)wamm gc lwauchen. Uebefihaupt hat dte Toilette ber ckmeist K) viel mit der des Hundes oder der Katze 0«; ® kann man sehen, wie dte Ameisen mitten tn ihrer plötzlich einhalten, auf einem befttmmten Platz g bleiben und bann mit ihrer ^ollette be^nncn ' mal sieht man das eine ober andere Tier, da^ 10 mit bei BauLtcheiten beschäMlt anS der iMigen M Universität sind wie folgt festgesetzt: Theologen am 17., 21., 27. Oktober unb 2. November, Juristen am 18., 24., 28. Oktober unb 3. November, Mediziner am 19., 25., 31. Oktober imb 4. November, Philosophen am 20. unbl 26. Oktober, sowie 1. unb 7. November. Die enbgiltige Immatrikulation findet am Samßtag dem 12. November statt. Bis zum 14. November müssen die Vorlesungen belegt sein. □ Kirchhain, 14. Sept. Ein Landwirt auß der Umgegend, der gestern zum Marburger Pferdemarkt wollte, verlor auf dem Wege durch daS Manövergelände einen 1000-Mark-Schein. Kleine 'P’itt 11 v n g e n aus Hessen unb den Nachbarstaaten. In Villingeu wurde ein Kind von (einem Fuhrwerk überfahren und erheblich verletzt. — In Bretzenheim wurde die Konstituierung einer gemeinnützigen Baugenoffenschaft unter zahlreicher Betelligung vorgenommen. bet anderen Mb'Äterkrrnjerr hervANgehen. V seht sich dann cn^f die Hinteren Beine und bejgnrnt mit bet ZuMe die H^lrre an dein ganzen Kröper zu reinigen. Me ganze Energie des Tieres scheint für einen Moment auf diese Arvert konzentriert zu sein, mährend' die anderen geschäs- ^5 ort ihm vorbeiiaufen und es ruhig wieder in die *k ,aufnc5miett/ wenn es seine Toilette beendigt hat. f. . Besteigung der Zugspi tze. Von einem Mitt tfLtdie der Abteilung München des Deutschen und Oestreichischen Alpenverems wird geschrieben: Die Mitteilung über die führer- -obsteignngen der Zugspitze könnte den Anschein erwecken, al. Haiwelte es sich um Brotneid der Führer. Dies ist jedoch durck>aus mcht zutreffend. Es bestätigt sich, haß gerade die Zug- chlve, die selbst bei gutem Wetter, besonders in Bezug auf Aus- dauer, immerhin einige Anforderungen stellt, oft lediglich als ^nomnnerberg" angesehen imb bestiegen wird. Iw höchsten #e,tt,tUeuIo£ ist es, wenn Leute, die den Berg gar mcht rennen, trotzdem die Zugspitze als „harmlose Tour'" hin- stellen, wre dies Anfang August leider wieder einmal'der Fall war. Da wurde, einem blutjungen Studenten gesagt, er könne ganz gut mit einem Spazierstock hinaufgehen, was den Herrn veranlaßte, mit seinem Steckers bewaffnet den Aufstieg durch das Reintal zu unternehmen, absichtlich noch dazu mit unge- ua gelten Stiefeln, „weil man damit nicht so leicht ausrutscht, .als be^ Ixen genagelten"", und ohne Proviant, „weil ja ohnehin Hütten genügend unterwegs sind." Das dünne Steckers, das zum Herumfuchteln in der Luft für die Stadt ja stark genug war, .hatte aber keine Freude an einer Hochtour und brach, ab. Statt die Tour nun auch abzubrechen, oder, wenn wirklich kein Bergstock „untertoegS zu bekommen war, doch wenigstens bei der Knorrhütte umzukehren, ging der junge Student noch zum „Münchener Haus", und stieg, jedenfalls deshalb, weil sein ratgeberwer Freund denselben Weg gemacht, gegen den Eibsee zu ab, mußte aber bei der Wiener-Neustädter-Hütte einige Stunden rasten, um mir überhaupt weiter zu können. Beim Abstiege von dort wurde er von zwei Herren überholt, die ihn mitnehmen wollten. Da dieses Anetbieten abgelehnt wurde, gingen die beiden noch ein Stück weiter hinab bis zur Hütte des Thör- len, von wo man den zurückgelegten letzten Teil des Weges überblicken konnte, und warteten dort eine halbe Stunde auf den Studenten. Als er sich immer noch nicht sehen ließ, und auch die Dämmerung ichou hereinbrach, entschlossen sich Ne Herren zur Umkehr, und fanden den jungen Mann in völligerschöpftem Zustande an einer abschüssigen Stelle am Wege liegend. Auf Befragen antwortete er, er wolle so lange liegen bleiben, bis es zu regnen anfange, um dann seinen brennenden Durst 'zu löschen, .was er wohl nicht erlebt hätte. Durch etwas Tee wieder einigermaßen zu sich gebracht, wurde er enbftcb bei Laternenschein zum Eibsee hinabgeführt, wo man lange nach zehn Uhr mckam., .Noch nie im Gebirge gewesen, aher gleich auf die Zugspitze, keinen Stock, keinen Proviant, keine Feldflasche, keine Nagelschuhe — aber Stiefelhölzer, damit die Schuhe über nacht die Fasson nicht v erlieren! Das ist das Richtige! Ein anderer Herr, ebenfalls noch nie im Gebirge gewesen, machte am gleichen Tage einen Spaziergang ins Höllental und wurde nach einer in der dortigen Hütte lustig durchwachten Nacht , zur Spitze mit hinaufgeschlepvt, ebenfalls, mit Abstieg zum Eibsee, bekam unterwegs jedoch solche Furcht, daß er nur mit Mühe und Not zur Wiener-Neustädter-Hütte gebracht werden konnte. Ein rührendes Hochgebirgsbild! Wenn diese Herren aber nun nach Hause kommen und ihre Heldentaten erzählen, werden sie begeisterte Zuhörer finden, man wird sie auf ihren Kneipen als Wundermenschen anstaunen — und es ihnen gelegentlich nachmachen. VieUeicht nützt da einmal die Veröffentlichung der Namen solch 'kühner Bergsteiger!" * Süße Namen. Eine Berliner Bühne veröffentlicht das Namensverzeichsnis ihrer Mnfflerschar. Von bett dreizehn Damen des Personals' tragen zehn folgende überaus geschmackvolle Namen: Ma, Manon, Ella, Mila, Hedi, Sischa, Fifi, Ada, Vera, Angelika. Angelika und Ella mögen, so lesen mir im „B. T.", passieren, obwohl auch sie wahrscheinlich aus dem Bürgerlichen in die Bühnensprache übersetzt sind. Aber bei den anderen Damen sind Mir ungalant genug, anzunehmen, daß nicht eine einzige dieser Künstlerinnen den jetzt von ihr geführten Namen in' der Taufe erhalten hat! Sie finden eben die süßen Abckür^ itngett gefälliger als den ehrlichen Kalendernamen, irrte ihn gewöhnliche Sterbliche tragen. Neber den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten, aber unsere Ansicht ist, daß eine wahre Künstlerin solche Kinkerlitzchjen nich-t nötig hat. Die bedeutendsten Berliner Darstellerinnen heißen in alphabetischer Folge: Agnes, Else, Gertrud (also Irene zählt poch nicht? D. Red. d. Gieß. 'Anz.), Luise und Rosa, also nicht Asta, Ella, Tr!udi, Lisi und Resi, und sie haben's alle trotzdem zu etMas gebracht. Einer Wie- rtertn freilich, die sich Hansi nennt, obgleich sie Johanna heißt, sei das Diminutiv verziehen; sie darf sich alles! erlauben, weil sie beinahe alles kann. Aber unter all den Damen mit den neckischen Namen ist wahrscheinlich —> wie gern und freudig würden wir eine Enttäuschung eim- gestehen! — auch nicht eine einzige Hansi Niese! * Der Deutschamerikaner ist mit wenigen rühmlichen Ausnahmen im Vergleich zu dem großartigen Bitduugsstreben und zu der fürstlichen Freigebigkeit oe§' Amerikaners „g eisti g tot" und ein Elender Knan- j e r". Das ist die Meinung von Dr. Julius! Goebel, Professor der deutschen Philologie und Literatur an der Haßford- Unibetfitat in Kalifornien, niedergelegt in seiner nrw- fassenden Darstellung „Das Deutschtum in den Vereinigten Staaten"". Die Ursachen dieser für unser Volk beschämenden Erscheinung führt Dr. Phil. M. A. Stille- Leipzig, sie bestätigend, auf den übermäßigen Mergenntz der dortigen Deutschen zurück, durch welchen er auch ihre Uebersterblichkeit und die verhältnismäßige Minderbegabt- heit und Schwerfälligkeit ihrer die amerikanischen Schulen besuchenden Kinder erklärt. * Die Gesamtzahl der Juden auf der Erde wird in einer interessanten Statistik, die das soeben veröffentlichte „Jewish Dear-book" für 1904/05 aufstellt, auf 11017 721 berechnet. Auf die einzelnen Erdteile verteilen )te sich wie folgt: Europa 8 747 971, Asien 342410, Afrika 354500, Amerika 1556 000, Australien 16 840. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Etwas ans den Gesangvereinen! Gießen, 15. September. Ein hiesiger Musikfreund gibt in nachstehendem Schreiben den Gesangvereinen einige recht beherzigenswerte Anregungen : „Tie Tage werden kürzer, die Abende länger, das gesell- sckastliche Leben beginnt sich wieder zu regen, wenn es auch zunächst nur Vorbereitungen sind. So auch unsere musikalischen Vereinigungen, wozu ich insbesondere die Gesangvereine rechne, welche den Sinn für Musik ht allen Kreisen, in allen Schichten der Bevölkerung wecken und pflegen sollen. Tie Programme für die festzusetzenden Abende werden festgeftellt, die Proben beginnen weder. Daß wir hier sthr tüchtige, leistungsfähige Männerchöre besitzen, ist bekannt. Einige sind öfter preisgekrönt von Wettt streiten zurückgekehrt, andere, welche die GesangSwettstteite als eine bedauernswerte Evfchemimg betrachten, haben schon in vielen jW Köderte bewiesen, daß sie gewiß ebenso leistungsfähig such, und wer sich noch des herrlichen Konzertes der vereiMgüm Gesongvereme am ersten Pflngsttage erinnert, der darf annehmen, Etz der Männergesang in Gießen eine gute Pflege findet. Und doch hat gerade dieses Konzert einen Nebelstand unserer Vereine Meigt, ein Uebelstand der schon so oft besprachen, gegen den schon so oft gekämpft wurde, aber bis heute umsonst Es ist die furchtbare Zersplitterung der Vereine. Wir haben Vereine, welche aus knapp ein Dutzend Sänger ich gehe wohl nicht fehl, wenn ich behaupte, daß oce höchste ^-ängerzahl bei dem einen oder anderen Vereine viel- lercht 30—40 beträgt. Das gibt doch zu denken! Leistungen und Klangwirkungen, wie sie bei dem erwähnten Konzerte erzielt wurden, lassen sich von solch kleinen Vereinen unmöglich erreichen. Ich erinnere nur an die Ausführung der Lieder „Der frohe Wandersmann"", und die beiden herrlich vorgetragenen Volkslieder, von denen das zweite bei dem tausendköpfigen Publikum einen, wahren Beifallssturm erregte. Weiterhin ist es fast unmöglich, die größeren Werke für Männerchor, von denen wir eme große Anzahl aus den Federn unserer besten Komponisten besitzen, mit so kleinen Vereinen, deren finanzielle Mittel naturgemäß auch schon geringer sind, wirksam zur Aufführung zu bringen. Hier möchte ich die Aussprüche, welche nach dem Männerchorkonzert am ersten Pfingsttage von verschiedenen Herren Preisrichtern und anderen musikalischen Herren getan haben, erwähnen. „Solche Konzerte, solche Aufführungen, sollten die Gießener Vereine, wenn anders eine Verschmelzung nicht zu erzielen wäre, im Jahre doch mindestens einmal bieten. Einmal im Jahre ein roirkliches Männerchor-Kon^ert, das würde zur Hebung des Männerchors, zur Pflege des deutschen Liedes ungemein viel beitragen. Dies könnte auch die Veranlassung werden, daß sich einige kleinere, zu einem großen Vereine zusammenfän den. Der sog. Kastengeist dar' unter musikalischen Vereinen nicht herrschen!"" Ich glaube, daß die Gedanken ausführbar sind, und die Verwirklichung unserer Vaterstadt nur zur Ehre gereichen könnte. Ein weiteres Nebel in den meisten unserer Gesangvereine ist die Verpflichtung, d. h. die Art, "in welcher die Erledigung dieser Verpflichtung besteht, den außerordentlichen Mitgliedern gegenüber. Dazu gestatte ich mir folgendes zu bemerken: Die 'Anforderungen, welche an die aktiven Mttglieder eines Gesangvereins gestellt werden, sind ganz bedeutend an Zett und Geld. Me regelmäßigen Gesangsproben, wozu auch noch eingeschobene kommen, erfordern viel Zett. Das Honorar des Dirigenten, die Anschaffung der Noten, Instrument usw. verursachen keine geringen Ausgaben. . Wetter — Solisten, Orchester! — Hiese Ausgaben können in den seltensten Fällen von bett Sängern allein bestritten werden. (Eine Folge der Zersplitterung!) Die Sänger müssen sich also nach Unterstützung umsehen. Diese wird erreicht, durch Ausnahme solcher.Mttglieder, welche nicht als Sänger tätig sein können, aber doch ihr Interesse am Gesänge befunben wollen, indem sie durch einen geringen Beittag (8—12 Mark pro Jahr!), den Sängern ihre Ausgaben bestretten helfen, chnen also die Erreichung ihres Zieles bedeutend erleichtern. Selbstredend tritt nun für die Sänger die Verpflichtung ein, hin und wieder zu beweisen, daß sie dieser Unterstützung auch würdig sind, ob sie den Männergesang auch 'wirklich ernsthaft pflegen. Diese Beweise sollen erbracht werden, in den vom Sängerchor eingerichteten Konzerten, zu welchen die unterstützerchen Mitglieder mit Familie freien Zutritt haben und auf welche in der Regel ein Tänzchen folgt. Soweit ist das recht gut und auch nicht zu beklagen. . Nun die Kehrsette. .Infolge der vielen hier bestehenden Gesangvereine entsteht eine gewisse Konkurrenz. Diese Konkurrenz zeitigt das Bestreben einsäner Vereine, ihren Inaktiven möglichst viele solcher Abende, natürlich mit Tänzchen zu bieten. Im Semester 4—5 Abendunterhaltungen, Familienabende und was da noch für schöne Namen sind; ob da nur ein „Konzert" dabei fern kann? Ich bezweifele es. Wo soll Me Zett zum Studium der Chöre Herkommen, wenn alle 4—5 Wochm eine Festlichkeit stattfindet? Da kann doch nur der Tanz die Hauptsache fein, gegen den ich ja nichts sagen will, aber ich frage „heißt man bi es den Gesang pflegen?" Ich meine, dagegen müßten sich die unterstützenden Mttglieder auflehnen und sagen: „Wtt sind 'Mitglieder bei eurem Gesangverein geworden, um es euch zu ermöglichen eure Leistungen zu vervollkommnen^ ihr joHt Hüter und Pfleger des deutschen Liedes sein, und daß ihr dies seid, das beweist uns in Konzerten mit echt musikalischem Programm, wir wollen keine Kuplets und Tingel-Tangelsachen, wtt wollen herz erhebende, das Gemüt veredelnde, und 7>erzerftischende Weisen hören. Wenig und gut ist uns lieber, als viel und mittelmäßig."" Würden alle Inaktiven so denken und sagen, stünde es um manche Gesangvereine in unserer Stadt viel besser. Dem ist leider nicht so. Gar manchmal hött man die unterstützenden Mitglieder, nicht über die Leistungen der Sänger, nein, über die nach ihrer Meinung zu geringe Zahl von Vergnügungen klagen. „Für den Beittag, welchen ich zahle, nur drei Festlichkeiten?"" (Semester.) Da seht diesen und jenen Verein an, die haben viel mehr Ausflüge ufw. usw. Daß das bett. Mitglied diesen drei Abenden mit drei bis vier Personen beigewohnt, und außer dem Genuß der Konzerte noch W 2 oder 3 Uhr getanzt hat, ivirb nicht in Berücksichtigung gezogen. Wenn doch Mese Inaktiven hin und wieder eine Gesangs probe besuchen wollten, bmn würden sie erfahren, was es heißt, aktiv^ fern, was es heißt Sänger sein, welche Opfer diese bringen müssen. In den Proben wnnt ihr erfahren, was es heißt, „Dem Deutschen Liede leben!"" auch könnt ihr dort erfahren, ob ihr eure Unterstützung nicht Unwürdigen zukommen läßt. .Findet ihr nicht aUes, so wie es fein 'oll, dann entzieht dem Verein eure Unterstützung und tretet solchen bei, welche sich dessen würdiger zeigen. Dann seid auch ihr Pfleger des deutschen Liedes. Möchten diese Wotte so aufgenommen werden, wie sie gedacht !'rnb.; möchten sie ein klein wenig dazu beitragen, unsere Sänger zu einigen, sie zu öfterem gemeinsamen Wirken aufmuntem: alle Unterstützenden möchten bedenken, daß auch sie einen Anteil haben an der Pflege des Männergesangs in unserer Vaterstadt, wenn sie ihre Unterstützung den Vereinen zuteil werden lassen, ohne dieselbe von Festlichkeit zu Festlichkeit zu drängen, aber tüchtige, musikalische Leistungen verlangen. Daun wird das deutsche Lied blühen, ihm und unserer Vaterstadt zu Ehren! Z. R. Kunst und Mstcnschast. Berlin, 14. Sept. In der heutigen vierten Sitzung des internationalen Dermatologenkongresses wurden Vorträge gehalten unter an denn .über den Syphilisbazillus und Me Serumbehandlung . der Syphilis. .Die Genueser Universitäts- profefforan Riffo und Civolina berichteten über zuftiedenstellende Resultate mit einem von Tieren genommenen Serum. Die nächste Tagung findet im Jahre 1907 in Newyork statt. Berlin, 14. Sept. Der Staatsanzeiger meldet: Anläßlich dergroßenBerlinerKunsta^.sstellung wurde die kleine goldene MedaiNe für Kunst verliehen den Malern Heinrich Hermann-Düsseldorf, Erich Eltze-Charlottenbnrg, Hugo Poll-Budapest, Altted Schwarz-Berlin, Karl Bennewitz von So cf en jr.-Berlin, Georg Schoebel-Berlin, Karl Kappstenc-Wildpark und den Bildhauern: Zsimstantin Starck-M'rlin, Erich Schmidt Kestner-Berlin. Berlin, 14. Sept. Wilhelm Mannstaedt, der bekannte Verfasser zabtteicher Berliner Possen, ist gestern abend 67 Jahre alt in Steglitz gestorben. Luzern, 14. Sept. Der Internationale Ophthal- mologenkongreß wurde beute in Anwesenheit von 600 Teilnehmern durch eine Begrüßungsansprache des Bundesrates Dr. Deucher eröffnet. In derselben wies er auf die Fortschtttte hin, welche die Augenheilkunde seit dem ersten Kongreß in Brüssel vor 47 Jahren gemacht hat. hierauf trat der Kongreß in feine Arbeiten ein. Kerichtssaak. ,aU' 14- Sept. Leutnant Hemann vom Merninger Infanterie-Regiment ist von dem Kriegsgericht der 22. Division ^fsen Beleidigung Vorgesetzter, begangen durch seinen Militar-Roman „Carries Briefe an einen Freund"", ju me br man at Heber Gefängnis st rafe verurteilt wor- den. Leutnant Spemaitn wurde in Hast behalten. Die 23er» k .Urteils-Verkündigung fand unter sttengstem Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Wie verlautet, wird Hemann Berufung.emlegen. — Wie Me „Braunsck)w. N. Nachr." er- fahren, ist Hemann in finer außerordentlichen Kriegsgerichtssitzung in Neustadt, (Main-Weserbahn), zu sechs Monaten Gefängnis und Dienstentlaffung verurteitt worden. Als Vorsitzender des Kriegsgerichts fungierte der Kommandeur des Marburger Jäaer- bataillons Oberst v. Borries. , — ® t n Hollenleben. Heber eme Schöffengerichtssihuna berichtet der „Hannov. Kurier"': „Ein O b e r p o ft a ss i st e nt war wegen Mißhandlung seiner Schwiegermutter angeklagt. Der Angeklagte erklätte zu seiner Vetteidigung: Er fei feit 13 Jahren verheiratet und seit dieser Zett sei auch seine Schwieger-mutter bei ihm, die ebenso wie seine Frau katholischer Religion sei, während er sich zu dem evangelischen Glauben bekenne. Bei der Verheiratung sei zwischen ihnen abgemacht, daß von beit Kindern Me Mädchen katholisch, die Knaben dagegen evangelisch erzogen und konfirmiert werden sollten. Diesem Abkommen gemäß sei sein Mädchen katholisch getauft worden. Bis zur Taufe des später geborenen Knaben habe er mit feiner Familie in bester Harmonie gelebt. Die evangelische Taufe des Knaben sei schon gegen den Protest ferner Frau und Schwiegermutter vollzogen, und vordem Tage an seien zweifeindlicheParteien in seiner Wohnnng gewesen. Frau und Schwieger- m u 11 e r hatten seit Jahren stets gegen ihn zusammengehalten und ihm ein Höllenleben bereitet. Der Zustand sei immer schlimmer geworden und habe seinen Höhepunkt erreicht, als er den Jungen in eine evangelische Schule geschickt habe. Seine Vorhaltungen wegen der Verabredung bei der Verheiratung seien überhaupt nicht berücksichtigt. Die Schwiegermittter habe ihm einfach erwidett, die Angehörigen ihres Glaubens brauchten gegenüber anders Gläubigen ihr gegebenes Wort nicht zu halten und brauchten auch nicht zu glauben, was diese sagten. Die Frauen hätten ihn den Kindern gegenüber immer als schlechten Kerl hingestellt, um ihn in deren Augen herabzusetzen. Er habe diesen Zustand bis zum äußersten ausgehalten, ohne sich in tätlicher Weise zu vergehen. Auf die Frage des Präsidenten, warum er Me Schwiegermutter nicht schon längst aus seiner Wohnung hinaus- gewiesen hätte, erklärte der Angeklagte er habe von Tag zu Tag auf eine Aenderung ihres Benehmens gewartet. Im Jntersie seiner Kinder habe er das Aeußerste vermeiden wollen, weil ja seine Frau nut der Schwiegermutter vollständig eins sei. Nachdem hervorgehoben worden war, daß auch der Angeklagte seinerseits ein Strafverfahren gegen die Schwiegermutter anhängig gemacht hat, versuchte der Präsident, einen gütlichen Ausgleich zwischen den Parteien herbeizuführen. Es gelang schließlich die Patteien zur gegenseitigen Zurücknahme des Strafantrages zu veranlassen. Die RechtsanwÄte wollen in einem noch wetter an* hängigen Prozeß auch versuchen, die Harmonie des Familienlebens wieder herzustellen. Beide erklätten indes übereinstimmend, daß dieses nur ohne die Schwiegermutt er erreicht werden könnte, das heißt, wenn diese die jungen Eheleute in Zukunft mit ihrer Anwesenheit verschont." Dandel und Verkehr. UolksVirlschasi. Die neue Hibernia-Versammlung. Das Cvm- muniguö der DreÄ>ener 23ank, wonach der Anttag auf eine weitere Generalversammlung gestellt wird, 'kam überraschend. Ter Punkt 1 der Tagesordnung kann nur pro forma gestellt worden sein, denn zu dessen Llnnähme bedarf es enter s/4 Majorität aller Aktien und diese besitzt Me Dresdener Bank nicht. Die Anttage zu 2—4, Aufhebung des Beschlnffes bett. Erhöhung des Llktien- kapitals, Erhöhung der Zahl der Aufsichtsratsmttglieder und Festsetzung der zu wählenden Mitglieder, wird die Dresdener Bank imb ihr Anhang aber wohl durchsetzen. In den Auffichtsrat sollen nicht Vertreter der Dresdener Bank, sondern ausschließlich Ver- treter der Regierung gewählt werden. Laura-Aktien. Die Aktien Mefer Gesellschaft haben, wie wtt schon erwähnten, in den letzten Tagen starke Rückgänge erfahren; dieser^ betrug 6 Prozent, nämlich von 254 bis 248. Dies erklärt sich damit, daß die Spekulatton endlich daran glaubt, daß nicht mehr als 11 Proz. Dividende zu ertourten firtb. Nun wrtt> wieder viel Material an den Markt kommen, das anläßlich 'des Hibernra-Rummels — sv darf man wohl sagen — angekauft wurde. Beliebtheit der Bankaktien. Der Besitzer der Bankaktien hat sich in neuester Zett wieder einmal eine gewisse Verstimmung bemächttgt. Sie sagen sich, daß für sie in diesem Jahre schwerlich mehr viel Gutes herauskommen wird. Wenn srck» "das letzte Drittel auch für einzelne Institute recht gut entwickeln weiche, auf eine hohe Dividende würde dock> nicht rnehr zu rechnen fein. .Eins ist für die Banklettungen fast zur Regel geworden: geht es im Geschäft nicht gut, so müssen die Mionäre mit niedrigeren Dividenden vorlieb ncljmen, geht es außerordentlich gut, so suchen Me Verwaltungen für Me Zukunft vorzusorgen, Gewinne zu verstecken, und eine wesentliche höhere Dividende nach Möglichkeit zu vermeiden. Die Haupterfolge für die Reserven wurden doch 'immer bei Kapitals'erhöhungen erzielt und Me letzteren kann man doch nicht ins Ungewisse ausdekmen. Und deshalb kann auch 'eine Zeit kommen, wo auch die Bankpapiere sich nicht mehr der seitherigen Beliebtheit erfreuen und Jndustrie- aktien noch mehr gesucht sind, als bisher. Markte. Limburg a. b. L., 14. Sept. Frnchtm arkt. Durch- chnittspreife pro Malter. Roter Weizen, neuer, 14.85 Ack., weißer Weizen 00.00 Mk., Korn, altes, Mk. 0.00, neues 10.53 M., Gerste 0.00 Mk., Safer 7.20 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk. oStittbwirffifiaff. — D i e Saatvermittlungsstelle des Hessischen Landwirtschaftsrats Darmstadt, Bismarcksstraße 78, wird erfreulicherweise im weitgebendem Maße in Anspruch genommen, sodaß bis jetzt etwa 500 Zentner Saatgut zur SerbfibesteNuug vermittelt wurden. Die größte Anzahl der Besteller sind natürlich Landwirte aus Hessen, jedoch sind auch einige Bestellungen aus Baden, der Bayrischen Pfalz, Bayern, Hessen-Nassau und der Rhein provinz eingegangen. Meteoroloftische Beobachtungen bet Station Gießen. Zur Hiiutverschönerung Teint'S, benutze man nur die an Feinheit und Milde unübertroffene und seit fahren bewährte II vrrlii 11-SuM f a Mmrholln Glneeri» Tube 50 Wg 1 »VIIII NVIIN. bester Hautcröme, nicht fettend. Myrrl)Min-Puder M. 1 bewahrt bet wunden Füßen. ASM September 1904. Barometer auf 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 14. 2“ 743,7 18,4 8,9 57 W. 2 Bew. Himmel 14. 9« 743,2 13,9 10,7 92 W. 2 Bed. Himmel 15. 7*- 744,2 13,0 10.2 03 WSW.! 2 Sonnenschem Höchste T« nnpera tur am 13. b i§ 14. September = = 4- 18,8-6. Niedrigste - W 13. 14. - = 4- 12,5'6. Mglich frisch gekelterter ü. L aus der 5. C. Roth IL L zu haben bei: 8. 2. 9. 10. 11. 7232 Empfehle mein großes 7259 empfiehlt frei inS Haus geliefert Los II ca. 125 gw desgleichen. 5. Sroncef Lummern. Heinrich Sack, 19 Mllrktflragt 19. Kaiser Arbeits - Vergebung 10. ftlufi« und Seefische 100 OS Lihnkalk Industrie Gr. Linden Giessen hv^/. 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Ltriilhaucrardritc», 2 S»fc; je ca. b» odm Werksteine a»« Basalt und 155 obm auS Laustem lAtuschelkalk) oder ähn- meiniam erteilt werden. Die Angebote sind verschlossen und portofrei an bte unterzeichnete Behörde, Bud-Nauheim, Badehand IV, bis spätestens Samstag den L Oktober d. 3-, vormittag» 10 Uhr, emzu- Jenöen, wo sie sofort m Anwesenheit etwa erschienener Bewerber eröffnet werden. — Zuschlagsirisi 6 Wochen. Friedberg, den 1. September 1904. GroUherzogliches Hochbauamt. Ganz Giessen Ist palt Max JaSkolvSth, Löwen. Kriy «tage», Frankfurter Hof. Frau Möuift, Stadt Kassel. Lina Leib, Philosovhenwald. Emil Kalbfleisch, Baler Jahn. Frau Schultheis, Schützenhaus. Kranz Wigandt, Neuenweg. 7313 Zimcbellttlchcn Montag, Mittwoch u. Kreitag von 9 Uhr ab. 6691 Fr. Noll, Mäusburg. Aber den grossartigen Glanz, den das neuerdings hier einge/Uhrte Galop-Crferne Pilo den Schuhen verleiht. b”/T 8« L Von der Reise zurück Zahnarzt Th. Frutig, Westanlage 51. 7357 •ent** Mr Lochichttle am 19. September j4nmrüm*ou Bleivergiftungen im Maler-, Tüncher-, Weivbiuder- und Lackierer-Gewerbe. D /» Kelterei von Die bei Erbauung zweier Verwaltungsgebäude zu Bad-| Ranheim vorkommenden Nohbauarberten werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893, jedoch vorbehaltlich der Genehmigung de» Bauwesen» durch die Laud- ftänoe ium ofienllrchen Wettbewerb ausgeschrieben. Zur Vergebung kommen: L Erdarbeiten, 2 Lose, je etwa 1900 ebm Erdaushub. r. Maurerarbeiten, 2 Lose; je etwa 300 cbm Bruchstein- und 1100 cbm Backstemmauerwerk. 3. Lteinhanerarbeiten, 2 Lose; je etwa 13 cbm Werksteine aus Basalt und 114 cbm Werksteine aus Ralf) le in (Atuschel- kalk) oder ähnlichen Gesteinen. 4. Plattenbelaglieferung, 1 LoS; etwa 220 qm Plattenbelag aus Hasall, Granu oder Marmor. 5. Vetvuarbeiteu, 2 Lose; je etwa 360 qm llellerfusiboden, etwa 620 qm Decken in Eisenbeton und 200 qm Monier- Versammlung dkl Maler-, Weißbindtr- nnd LalkittttMiller Sonntag den 18. September 1904, vormittag« 9 Uhr „3mo etordj" in Fruksmt a. Dinin. ^bst-Versteigerung. Der Ertrag an Aepfelu — meistens Tafelobst — von den Baumen der Ureibstrasieu soll an den einzelnen Straßen. J. 31. Schulhof Telephon 119. Prompter Versandt nach au6u>- 6/02 ______. strecken daumweise versteigert werden und zwar: Rreidstrasie hiietzcu—Rodhcim, geschaht zu 350 Ctr., am Montag den 19. September, von vormittags Die feinsten Sorten Ari'ch- und Späiäpset heben Gestemen. _ . ,. , Betouardeitcu, 2 Lose; je ca. 100 cbm Fmidamentbeton, 1200 qm NeUersußbode», 1000 qm Decke» IN ®ifenbeton, 200 qm Moinerwaiibe ic. ___ . _ Zimmerarbeiten, 2 Lose; je ca. 180 ebm Tannenholz, Li6u um Deckenschalung, ferner 2 Lose je 200 Ifb. Atlr. Bauzaun. Gifeulieferuug, 2 Lose; je ca. 14000 ^alzeiseii. Grodschlosserarbciteu, 2 Lose; je ca. 3o00 kg Eisenkon- slrukliouen, 2500 kg verschiedeneo Eisenzeug. Dachdeckerarbeitcu, 2 Lose; je ca. 1800 qm Ziegeldeckung Los nur 1 Mark! Vorzügliche Gewinnaussicht! 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Der Zuschlag kann bei jeder der oben Genannten Arbeiten nach Losen getrennt oder für beide Lose gemeinsam erteilt werden. Die Angebote sind verschlofien und portofrei an die unter» 6. Dachdeckerarbeiteu. ca. 220 qm Ziegel- ob. Schieferdcckung. 9. Spenglerarbeiten, ca. 60 Ifb. Mtr. Hängelandei, 50 Ifb. Mtr. Äbfallrohre usw. 10. Weihbiuverarbeiteu. ca 900 qm Wand- und Gewölbeputz. 900 qm Leum'arbe-Anftrich. 2v0 qm äußeren Putz usw. Alle Unterlagen sind auf unserem Zweigbüreau zu Bad-Nauheim, Vadrhaus IV, emzujeheu. Bedingungen und ArbeuSbeschreibungen werden zum oelb|ltoflenpret6 dort abgegeben. Ter Zuschlag kann für die verschiedenen oben genannten Mrbe-ten nach einzelnen Losen getrennt oder für beide Lose ge- Schirme 7343 in grober «uewahl von den billigsten bi» zu den feinsten. Betten geeignetes Terrain zu erwerben. Das Grundstück nutß ein geschloffenes fein und au5 10 bis 15 Morgen Ackerland, sowie 15 biS 20 Morgen Wald bestehen. 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