Nr. 190 Zweites Blatt 154. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Unwersitätsdruckerei. R. Lange, Gieße«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schickste.?. Tel. Nr. 5L Telegr^-Adr. r An-eig« Greß«. Erscheint tüglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „tiiefiencr Kamlttenblatter- werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der ^htsstkche Landwirt" erscheint monatlich einmal. v H» » Montag 15. Anguft 1804 Gießener Anzeiger Eeneral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen. Dolitische Wochenschau. >e Er- ch. Mgeordnetenhaus ent* von 18öl bis 1884 und von iat er steher-Stellvertreter Michelet und Stadtv. W. Gericke namens Aer achtzigjS-riße K-Vrecht. 11 fl1 v. Seitens Provin- zral-Wahlkomitees der nattonalliberalen Partei der Provinz Politische Tagesschau Der russische Thronerbe. efte in Petersburg audgcgn'beite Bulletin befinden der Steifem t[t gut; die Temperatur ist, 36,9, der Puls 78. Das Befinden dos Neugeborenen Hobrecht ist am 14. August 1824 zu Kobierczin in Westpreußen geboren. Nachdem er die Schulbildung in Königsberg erhalten, absolvierte er seine juristischen Studien in Königsberg, Leipzig und Halle, und trat 1844 in den Staatsdienst. 1846 ging er zur Verwaltung über. Während des Notstandes int Winter 1847—48 wurde er mit der Verwaltung des Landvcttsamtes Rybnik (Oberschlesien) und dann bis Ende 1849 mit der des Landratsamtes Grottkau betraut. Nachdem er das folgende Jahrzehnt als Regierungsassessor tätig gewesen war, wurde er 1860 als Hilfsarbeiter in das Ministerium Les Innern berufen. Er zeigte schon hier jene Unabhängigkeit der Gesinnung, die ihn in erster Linie stets ausgezeichnet hat. Auch fand er Gelegenheit, sich die parlamentarischen Sporen zu verdienen. Der junge Regiermtgskonrmissar wurde freilich im preuß. Landtage von der an Parlamentarische Einrichtungen nur schwer sich gewöhnenden Rechten nicht so behandelt, wie es dem neuen System und seiner Stellung entsprochen hätte, aber übertzeugungstreu und formgewandt worden. — Die „Deutsch- in einem Teil der Gerüchten en tgeg r n, 9tildtritteflcbanEru i Ministers beließ, sondern ihn mit dem „Wirklichen Heimen Rat" ab fand. Seither hat Hobrecht kern Amt mehr gesucht, keines bekleidet. Er widmete seine frühere Muße der Literatur, gemeinnützigen Bestrebungen und der Volksvertretung. Ohne über die hinreißende Be-cvdsamkeit des Bvlkstribuuen zu verfügen, hat sich der Parlamentarier Hobrecht doch die Achtung aller Parteien erworben durch mannnhasten Charakter, vornehme Okfinnung, musterhafte Klarheit. Er gehört zu jenen dTationalliberalen, die daS Gefiihl für die Gemeininteressen dos GesamtliberaliSmns sich selbst bewahrt und bei arideren wach erhalten haben. Dem Jahrgang 1824 hat die national! ibera 1 e Partei außerordentlich viel zu verdanken. Er hat ihr Vier der hervorragendsten Führer geschickt. Fr. Hammacher, G. Planck, R. v. Bennigsen und last not least Arthur Hobrecht. R. v Bmnigsen wurde aus dieser Reihe gerisseti vor seinem 80. Gt'burtstage. Ein glückliches 65eschick hat den anderen drei längeres Leb'n geschenkt. Gestern vollendete der Das neue' Jüngste unter il/ncn, Hobrecht, tu seltener Geistes frische sagt - Das Bef sein 6a Lebensjahr. list 36L, der P — Die Bildung einer deut s ch e n M i t t e 1 st a n d s» 'artet ist gestern hier in einer vertraulichen Kvnserenz von Vertretern der in Deutschland bestehenden Handwerker organisationen und Mittelstandsverbin-nngen beschlossen Ostasr. Ztg." tritt den vor einiger Zeit deutschen 'freffe verbreitet gewesenen daß c^wuvermur Graf Götzen sich not Deutsches Reich. Berlin, 14. Aug. Man meldet aus WilhelmS- höhe: Der Kaiser hörte gestern den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amts v. Tscknnchkv und Bögen- dorff. Heute vormittag loohnten der Kaiser und die Sxri- etin, sowie die kaiserliche Familie dem Gottesdienst in! der Schloßkapelle bei. Spater nahm der Kaiser die Meldung der russischen Offiziere, des Oberstleut- nants Tigrcrnow imd des Hauptmanns Skoznew, welch»' zur Erlernung der deutschen Sprache nach Kassel kommandiert sind, entgegen. — König Eduard v o n England hat anläßlich des Besuchs der deutschen Flotte in England eine stattliche Anzahl von Orden an höhere deutsckte Mmine-Offkzier^ verliehen. eignis. Immer neue Scharen kamen hinzu; Vas diplomatische Korps mit seinen Damen, soweit diese in Petersburg verweilen, der Petersburger Oberbürgermeister Lejanow usw. Den Festgottesdienst zelebrierte Metropolit Antonio persönlich Die Kirche war von Andächtigen überfüllt, bis in die entferntesten Säulengange stand die Menge ganz dicht zuscunmengedrückt. Petersburg blieb drei Tage, also bes und räuberischer Erpressung, Unterschlagung und Dieb- JUuminationen statt. bet 23ebingimgcn „zu vertrauen" klingt jedenfalls recht unbestimmt. Daß die Engländer entschlossen sind, in Tibet den .chrüischen Nmn« geachtet zu machen", läßt darauf schließen, daß sie nach-, w _____________,___ r «.r ? Einfluß zu heben bestrebt sitrd, rncht mit MN zwar von Oberbürgermeister Kirschner, Bürgermeister Dr. der „Selbstachtung" willen, wie der Staatssekretär sich ausdrückte, I Reicke namens des Magistrats und Stadtverortznetenvor- Änterefleu wkgrll, wie tu Dersi-u, wo Michelei uni, Si ' ---- " A^ae^^-bStt bcstmE Ziele UN der ©tabtoerorbneteTtoerfammhmg. -1 ÄÄ rl01 J a? rr < ^al-Wablkamitee« bn- n„HnnnrTfF^ einigen Tagen in'Paris gefimtoi ist. Exzellenz Hobrecht durch den Vorsitzende^ mann und sympathischer Mensch dahingegangen. Lange Zeit galt -oaurat Wallbrecht und den Generalsekretär Flathmann eine et jenseits der Vogesen als der „kommende Mann", per zu Adresse überreicht. geeigneter Zeit hervortreten werde, um seiner harrende Auf- Hobrecht steht unter: seinen Freunden der entschiede- ^aben einer restlosen Lösung entgegenzuführen. Seinen Fähig- neren Linken vielleicht am nächsten. In ihm ist jener Geist, sääää? ä*ä; « htt?!-. O Ms Republik wieder standfest zu machen. Ist auch der Titel Retter eines selbständigen Bürgertums von Grund aus des Vaterlandes", den ihm bewundernde Anhänger aufnötigten, Snn?n gelernt, und er war von jeher eine geschlossene wohl etwas übertrieben, so hat sich der Verstorbene doch sicherlich' Persönlichkeit, die den Mut ihrer Meinung gegen jeder- anch durch die Schaffung des Vereinsgesetzes, .begründeten Anspruch mann hatte, auch gegen den mächtigsten Staatsmann seiner «mf die Dankbarkeit seines Landes erworben. Zeit. In der Verwaltung von rastloser Energie und von e? Nuß 1 and und Japan wird eigenen Ideen, mit weitem Blick über die Bedürfnisse des ^dauern. Der letzte Vorstoß .der Augenblicks hinaus in die Zukunft schauend und der Ent- nt53n We E W-LunT. Mekn°Le N-Ll-n dt über diese Vorgänge auf der See eingegangen sind, sind noch I unvergängliche Verdrenste ^lvvrben. Mr zu unzureichend, als daß man den weiteren Fortgang mit einiger Jahre, wo er an. „wten Hause die Geschäfte führte, Sicherheit feststeNen könnte. ' f-aNen Me wichtigsten Reformen rm Berliner Gemeindewesen, In der Mandschurei gehen die Operationen planmäßigIbie Uebernahme der Straßen und Brücken, der Uebergang weiter. Im Osten und Nordosten scheint der japanische General zur Kanalisation, der Ausbau der Schulen und Kranken- Knroki seinen strategischen Aufmarsch, unbekümmert um das un- anftaltcn, heilsame Fortschritte auf den mannigfachsten Ge- S japanischen Südarmee, fortzusetzen Trotz bieten. UeberaN spürte man in dem feinsinnigen und doch k ^rederlage der Russen bei dem dritten Sturmversuche auf1 - ** -"••• . . lt ... , — • - - - --1 ten _ Motienlingpaß hat sich Kuroki nicht zu einem entscheidenden Schlage gegen Liaujang verführen lassen. Seine Armee bat sich 071 Ziel herangeschoben, als dies vorläufig von M .hunen, ohne^ ernsten Widerstand gestattet wurde, uno dabei greift der lapanische rechte Flügel immer weiter nach Nordosten bat heute vielleicht bereits den nördlich des Flusses .Vunyo, an dem Mu8>en liegt, hinstreichenden Gebirgszug besetzt, cnü-k00” bort auch den Reserven in Mukden den Weg nach dem Norden verkeilen zu können. Ist das in der Tat Kurokis Msicht, und dies ist sehr wohl möglich —, so toerden wir 7wch langer auf einen Entscheidungsangriff auf Liaujang warten mupen, nämlich so lange, bis der Riegel hinter Mukden ausreichend stark geworden ist. Hält es aber .Äroki mcÄ für notwendig, auch die in Mukden stehenden Truppen, die den Kern für eine neue russische Armee tri Iben könnten, mit in die all- Bernichttmg der russischen Feldarmee hineinzuziehen, so! durste dagegen der Schlag gegen Liaujang nur noch solange au] iich warten lassen, bis die augenbliMch nach unvermuteter Turre imeder eingettetene Fortsetzung der Regenperiode ein Ende findet. Tie Aussichten auf Erfolg in einer wahrscheinlich mehr-1 temgeu rthladri bei Liaujang liegen auf Seiten der Japaner. Man r-chnet. da,; diese etwa 200 000 Mann gegen 150000 Russen uiö Feld stellen können. Jedenfalls wird die Schlacht bei Liaujang eine der größten Schlachten der Neuzeit werden. ist vollkommen befriedigend. Ein Tagesbefehl des Kaisers ernennt den Thronfolger Alexis zum E h e f d es 51. Inländischen Leibgarderegiments, die fortan seinen Namen führen; er attachiert ihn allen Garde-Regb. mentern, deren Chef der Kaiser ist, ferner dem Ehevalier- Garderegiment, der Leibgarde, dem Kürassierregiment Kaiserin Maria Feodorowna, dem Leibgarde-Manenregiment Kaiserin Alexandra Feodorowna und dem 13. Eriwanschen Leibgarderegiment des Kaisers. Der Tagesbefehl ernennt' Kaiserin Alexandra zum Eh es des 15. Al ex an-. dra-Dragonerregiments. Zum Dankgottesdienst in der Kasanschen Kathedrale hatte sich die ganze Hofgesellschaft in der Kirche versammelt. Sämtliche Minister, an ihrer Spitze der Präsi- oent des Ministerkornitees, v. Witte, waren erschtenen^ ebenso die hohe Generalität und Admiralität. In allen Gesichterii leuchtete heNe Freude über das glückliche eignis. Immer neue Scharen kamen hinz-u; das bip tatkräfttgen, vielseittg gebildeten und auch literarisch schöpferischen Manne einen genialen Zug, bewunderte man die Verbindung einer regen Phantasie mit dem eindringenden Verständnis für die Wirklichkeit und der organisatorischen Begabung. Was Wunder, daß auch Fürst Biswarck auf ihn aufmerksanr wurde und in ihm einen wahlverwandten Gehilfen zu finden hoffte! Aber wenn er in ihm einen willenlosen Handlarrger, ein geschicktes Werkzeug suchte, so hatte er sich getäuscht. Hobrecht wollte seine, nicht fremde Gedanken durchfilhren, und wenn der eiserne Kanzler bei den unartsbleiblich^n ^Frikttonen" seinem Temperament die Zikgel schießen ließ, so setzte Hobrecht auf den groben Klotz einen groben Keil. Als der Bruch vollzogen war, grollte Fürst Msmarck dem geschiedenen Aiitarbeiter derart, daß er ihm rricht den Rang uni) Titel eines Staats- Der russische Verkehrsminister Fürst Ehilkow sandte cm den Zaren folgenden Glückwunsch: Ich bin glücklich- Ew. Majestät zu melden, daß gleichgeittg mit dem Taufakte des Thronfolgers die Eröffnung der Traust baikalbahn erfolgen kann. Am Sonntag wurde in der russischen Kirche zu Pari^ ein feierliches Tedeum abgehalten. Die Mitglieder der. russischen Botschaft, der russischen Kolonie, sowie Vertreter des Präsidenten Loubet und sonstige hochgestellte polittsche Persönlichkeiten wohnten der Feier bei. König Peter von Serbien sandte an das Zaren- paar ein Telegramm, worin er in seinem und des Serbenvolkes Namen, das dem- Zaren und dem Zarenhaus für zahllose Wohltaten immer dankbar sein wird, die heißesten Glückwünsche für das Gedeihen des Thronfolgers, dies«: Hoffnung des Slaventums", ausspricht. ♦ England m Persien. Die indische Regierurrg, das heißt der Prokonsul des Reiches, Lott» Curzon, .hat sich, ohne viel Aufhebens zu machen, zu einem neuem bedeutsamen Schritte entschieden Bekanntlich lag es in des Vizekönias Plan, ans seiner vielversprochenen Rundreise vor allem auch Persien zu besuchen. Eine vielleicht nicht zufällige Friktio-n ließ ihn wieder in See gehen, ohne dem eigentlichen Zwecke der Reise irähergekommen zu sein. Daß aber CurzonS Energie von dem altes Plane, gerade in Persien weiter zu kommen, abgelenkt war, tonnte nicht angenommen werden. Ist doch Persien in erster Linie das Studienfeld für den aufstrebenden StaotsmoTm gewesen, und gerade dieser Richtung seiner Arbeit verdankte er nicht zum wenigsten seiner Karriere, feine jetzige exzeptionelle Stellung. Man hat sich nun in Indien selM nach der Unterstützung solcher Mäne umgesehen. Persische Kmrf- leute zeigten ein reges Interesse an den Aussichten, welche von einer kommerziellen Entwicklung Südosb-Persiens urrzweiselhaft dar- geboten werden. Man gewann die Ueberzeugung, daß der neue russisch-persische Tarif lange nicht so verhängnisvoll auf den indischen Handel wirke, als man anzunehmen gneigt war, und daß die Kosten hauptsächlich vom persischen Konsumenten und nicht vom anglo-indischen Kaufmann getragen würden. Da jedoch die Sammlung ^weiteren Materials auf offiziellem Wege inopportun erschien, wählte man den Weg einer Anregung zur Errtsendung einer kommerziellen Mission, welcher ein ganz anderer Cbarakter zukommt. Tie indische Regierung trat demgemäß mit ben an dieser Angelegenheit hauptsächlich beteiligten Handelskammern in Verbindung, nämlich derjenigen in Bombay, der bengalischen und der von Ober-Indien. Anderttseits wird der englische Konsul in Kerman dem Unternehrnen in jeder Weise Beistand leisten. Tie Mission soll von Dender-Abbas gegen Ende September aufbrechen und sich zunächst nordwätts nach S a i d - abad und Bahramabad, dem Haupthandelszentrum für Baumwolle in dieser Provinz, wenden. Von bort wird sich die Mission nach Kerman begeben, um hier alle Fragen in Erwägung zu ziehen, welche auf die Entwicklung des Handels M ganzen Gebietes von Einfluß sein tömrtnr Sodann soll e- südöstlich nach Dam und Narmashin, einem tebcutrnben Platz an der Handelsstraße Bender-Mbas-Seistan, gehen. Durch den Gisbu-Paß wird man endlich den fernsten Bezirk, das fruchtbare Tal deS B am bu r f 1 uss e s, erreichen. Ter Rückweg wird, falls noch gemlgcnbc Zeit bleibt, über Knhak und das Kej-Tal nach Gwadur oder Pasni an der Mekranküste führen. Ein Blick auf bie Karte genügt, um die Bedeutung dieser Rundreise aufzullären. Solchen Missionen folgt der Handel und mi5 dem Handel ergibt sich der am stärkten, nämlich auf den Bottellen der Einwohner te* gründete Einfluß im Lande. Ist eine Stellung auf diese Weise erst systematisch gesichett, dann kann ein Bahnbau von anderer Seite, selbst wenn er noch möglich sein sollte, ein (?segenaewicht bieten. In der inneren Politik des Reick>es war es in diesen Tagen ruhig. Daß die Prefle Heine Angelegenheiten zum Gegenstand gmey Ausein.rudersetzungen machte, ist ein Zeugnis dafür Etwas Wichtiges gab es nicht. Herr v. Mirbach schweigt und viel neues kann man gegen ihn nicht Vorbringen. Tre ganze Angelegenheit wird ftr ihn nicht so ohne weiteres aus der Welt zu .schaffen sein, aber es liegt yit etwas schmerzlicher Humor darin, baß gerade die fommertiefe Stille in unserer inneren Politik die Mücke zu einem Elefanten machte und daß in der Sack)e mehr Staub aufgewirbelt wurde, als es zu irgend einer Zeit möglich gewesen wäre. Tas gereichte dem Oberhofmeister nicht zu seinem Besten. Dazu kommt ein anderes. Man fühlt den Pulsschlag sozialdemokratischer Blätter, vornan den „Vor- wätts" und merkt die Anstrengungen zur Vorbereitung zum Parteitag. Diese Presse bemächtigte sich des „Stoffes" und schlachtete ihn gründlich aus. Bedauerlich ist nur, daß andere Kreise hierauf zu viel eingehen, und erst in ben letzten Stunden haben wir es erleben muffen, daß in der Frankfurter Angelegenheit des ostreichisch«n Sr^ialdemokraten P e r n e r st o r f e r, von der wir kuI berichteten, liberale und demokratische Blätter wußte er diese zu wahren. " " ~ ftimme"0 « ber in der „Volks- Seine auch unter dem reaktionären Ministerium te* sE stehm wi^ Sache I wiesene liberale Gesinnung war in erster Linie mitbe- dem „Genossen" feierlichst Schleppträgerdienste zu leisten. Ebenso I n 1863 zum von Breslau unpolittsch wurden andere Gegenstände von der bürgerlichen Presse ' ^ud seine hervorragende Begabung und behandelt. praktische Lerstungsfahrgkett verartlaßten seine Bestätigung Im Vordergrund der Aufmerksamkeit stehen jetzt die Arbeiter- ^vtz seines Liberalismus. Seine verdienstliche Tätigkeit in bettegungen, die im Reiche wie im Auslande allenthalben ent- Breslau lenkte die Aufmerksamkeit der maßgebenden Verstanden sind. Tie große Aussperrung im Baugewerbe, liner Kreise auf Hobrecht, der 1872 zum Oberbürgermeister Sonett uud sich auf die größeren von Berlin gewählt wurde. Nicht ganz sechs Jahre hat bcJhtfwn er dann an der Spitze der kommunalen Verwaltung qc» Elch seteeu MMuß ^to^e^ ^e^^AlufiKir IftanbeTL ^bc März 1878 fiel die Wahl des Fürsten Bis- bie Arbeiter eine Förderung ihrer Ähnverhältnisse marck aitf ihn zum Nachfolger des Finanzministers Camp- A In ter auswätt-gen Politik hat es an Ereignissen in anderen jausen; Hobrecht nahm diesen dornenvollen Posten cm, aber Ländern auch in dieser Woche nicht gefeUt. Wie ein Himmelstrost rm Juli 1879 waren die Meinungsverschiedenheiten mag Rußland in ben gegenwärtigen schweren Zetten bie frfoifdten dem Reichskanzler und ihm fto' groß geworden^ Geburt eines Thronfolgers erschienen fein. Dieses daß Hobrecht aus seinem Ant und damtt auch, erst 55 Eignis hat eine polittsche Bedeutung. .Tas russische Volk, das Jahre alt, aus dem Staatsdienste ausfchied. Dafür trat ^OarP-^nLlT ■in Ausbleiben eines er m die parlamentarische Tättgkeit als ^geordneter ein. mm B°rbcdcutung W Dberbüigermtifter hatte er semerMt bie Städte BreK. groenüb-rfiebm. Und dies Z russische Reich zurück. u * (un Herbst 1879) von dem Wahlkreise Preußisch-Stargard- Während die Ruffen int ostosiatischen Krieg stets Mißerfolge Derent-Dirschau an das preuß. Abgeordnetenhaus ent* erlebten, hat ihr alter Widersacher England ohne große sandt. Im Reichstage hat er von 1881 bis 1884 und von Schwierigkeiten im Innern Asiens, eine neue Eroberung zu seinen Oktober 1886 bis 1890 ocu Wahlkreis Graudenz-Strasburg Die Expedition nach Tibet hat mit in Westpr. vertreten; in beiden Parlamenten schloß er ste sagenhaften und gehttrnnisvollen^Lhaffa, der der nationalliberalen Partei an. Zu seinem gestrigen Mr ö taat5lerretar für Indien, Brodrtck, mit ferner letzten Dar- Ebrenbüraei-i'i»-^*- ö^rtnr^nrnm- hn« w- Tr legung im Unterhaus alle Absichten England aufgedeckt hat, r^fT s" ifl F-nfelhaft. Der englischen Regierung binsichtlich der Frage ^^/urL sett Julr 1901 auch k—ra^----— - —-------" '•* 1 ' - -- u ' Ehrenbürger der Stadt Berent. Der Ehrenbürgerbrre wurde gestern mittag Herrn Hobrecht in Groß-Lichterfelde von Abordnungen der stäbttschon Behörden überreicht und Königliche Hoheit der Gedankenleser- Mr. Cumberland. Darmstadt, 1*. Aug. Seine + Großen-Linden, 18. Ang. Die Streitfrage bezüglich der Verlegung de- diesigen Bahnhofsgebäudes zwischen Leihgestern und Großen-Linden ist jetzt erledigt. Dieser Tage fand im Beisein de« ProvinzialdirektarS Dr. Breidert und der Vertreter der Eisenbahndirektion Frankfurt Küche sand man die Frau mit ihrem sechsjährigen Kinde Horst aus einem Chaiselongue, daS sie vorher aus der Wohnstube in die Küche direkt vor den GaShahn des Automat- gerückt hatte. Sie hatte ein Zehnpfennigstück in den Automat geworfen und atmete da- au-strömende GaS ein. DaS Kind Weder Nahrung noch Geld wurde in der Wohnung gefunden. Offenbar haben also NahrungSsorgen die unglückliche Frau zu beni Schritte getrieben. Ihr karger Verdienst reichte nicht au-, daS Kind und sie selbst zu erhalten. (K. P.) München, 13. Ang. Graf Arco-Valley, Freiherr von Pfetten nnd andere kacholische STblige streben die Bildung einer klerikal-konservativen Partei an, deren Le rn der bayerische katholische Adel sein soll. röchelte bereits. Es wurde sofort mS Frete gebrachst unb vom Arzt behandelt. Es starb jedoch schon gestern früh um 5 Uhr im Krankenhaus. Die Frau liegt noch schwer krank darnieder und verweigert die Angabe der Gründe, die sie zu der Tat veranlaßt haben. DaS Gericht nah« de« Tatbestand aus. eine Versammlung der beiden Gemeindevorstände statt, an die sich eine Besichtigung deS Bahnhofs anschloß. Als im Jahre 1887 die Haltestelle errichtet wurde, kam sie östlich deS Bahnkörper- aus Leihgesterncr Gemarkung zu stehen. Leihgestern weigerte sich damals, die Kosten zu tragen, und da Grosien- Linden sie übernahm, erhielt die Haltestelle bm Namen Großen-Linden. Bei dem jetzt beschloffenen Erweiterungsbau soll da« Stationsgebäude aus die Westseite deS Bahnkörpers verlegt werden. Leihgestern ist dagegen, eS will das Gebäude in seiner Gemarkung behalten. Ein VcrinittlungS- vorschlag wurde von den Vertretene Leihgestcneö abgelehnt, so daß beschlossen wurde, daS neue Stationsgebäude in Gr oßcn-Lindener Gemarkung am westlichen Bahnsen benfrofttbiqen, sehr anschaulich zur Darstellung kommenden Kamps der Gardeschütz^n eingegriffen hat, zuletzt gemeinsam mit pv« Batterien der Division. DaS Bild deS tapferen Korporal- Greb (jetzt Polizeireviervorsteher in WonnS), wel- Keer und Alotte. Essen (Ruhr), 13. Aug. Bei den Mcmövern in der Senne bei Paderborn rmirbe bei dem gestrigen Drtillerie- angrifr auf das Sennelager zum ersten Male die schwere Haubitze, Nummer zwei, Kruopiches Rohrrücklaufsystem, ver- nxrnbr Dieselbe Art tznrubitze benutzten die Japaner beim Jalu-Uebergang. Metz, 14. Aug. Der Garde verein Metz hat heute nachmittag die vom Kaiser verliehene Fahne feierlich ein- geweiht. 2lls Vertreter des beurlaubten Volizeipräsideitten hielt Regierungsassessor Rheinart die Weiherebe. Der Feier wohnten^ bei der kommandierende General des 16. Armeekorps Stötzer, der Bezirkspräsident von Lothringen Graf Zeppelin-Aschhausen, der Kreisdirektor von Metz-Land Gras Billers-Grign oncourt und andere. körper zu erbauen. Mit den Erdarbeiten ist bereit« begonnen. Bad-Nauheim, 15. Aug. Folgende Unterhaltungen sinden in dieser Woche statt: Dienstag nachmittags und abends auf der Tcrraffe Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: ,Alt-Heidelberg.* Mittwoch nachmittags und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle mit Einlagen des amerikanischen Virtuosen Pros. Vällie Brown (The Black Eornet-King) auf selbst erfundenem Instrument. Abend- von 8—10 Uhr im Saale Tanz. Donnerstag nachmittag und abends auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abends Oesterreichische« National-Konzert anläßlich deS Geburtstages 6c. Majestät de« Kaiser- von Oesterreich. Bei gutem Wetter Lampionsbeleuchtung der Terraffe. Abend- 8 Uhr Theatervorstellung: .Hofgunst.' Freitag nachmittags und abend« auf der Tcrraffe Konzert der Kurkapclle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: .Der Mikado.* EamStag nachmittags und abend« auf der Terraffe Konzert der Kurkapelle. Abend« 8 Uhr im Saale Vorstellung de- Hypnotiseur- und Aks tzladt und Land. Gießen, den 15. August 1904. - Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den Hofgartenaufseher Georg B o h n aus sein Nachsuchen, unter Bezeugung der Allerhöchsten Zufriedenheit für lang-1 jährige, treu geleistete Dienste, m den Ruhestand versetzt. ~ Die Hegezeit der Feldhühner und Wachteln. Auf Grund des § 3 der Verordnung vom 2. September 1893 wird in einer Bekanntmachung des Großh. Ministeriums des Innern mit Rücksicht auf den Stand der Ernte und der Weinberge das Ende der Hegezest der Feldhühner und Wachteln für die Provinzen Starkenburg, Rheinheffen und Oberheffen, mit Ausnahme der Kreise Alsfeld, Lauterbach und Schotten, auf den 21. August ds. Js. festgesetzt. Für die Kreise AlSfeld, Lauterbach und Schotten behält eS bei der allgemeinen Bestimmung, wonach die Hegezeit der genannten Wlldarten am 31. August endigt, fein Bewenden. ~ .Der hessische Kamerad", Zeitung der Kriegerkameradschaft Haffia, bringt in der eben erschienenen Nummer Landeshauptmann Sartorin-, LandeSökononurrat Ezeh-WieS- baden, Landrat Wagner-Rüde-Heim, die Grafen Jngelheun- Geifenheim und Matufchka, Schlag DollradS, Prof. Oncken- Gießen a. v. a. wohnten der Trauerfeier bei. Pfarrer Habermehl-RüdeSheim feierte in feiner Trauerrede die Verdienste, bu v. Lade um Geisenheim und den Rheingau sich erworben. Dem Trauerzuge voran schritt die Kapelle de« Regiments v. Ger-dorff, die einen von Lade selbst kompo- nietten Tranermarsch spielte. Nach der Einsegnung der Leiche in der Familiengruft legte Direktor Walther-Frankfurt dem Vorkämpfer der Schulreform und Schulhygiene im Namen deS Allgemeinen deutschen RealschulmännervereinS einen Kranz nieder. Zahlreiche weitere Vereine, Gesellschaften imb Jn- । fühlte ließen ebenfalls Kränze niederlegen. Beileidstelegramme i hatten u. a. die Großherzogin von Baden, der Erbgroßhcrzog und die Erbgroßherzogin von Baden, Reichskanzler Grcp Bülow, Oberpräsident Graf v. Zedlitz-Trützschler und v. Windheim gesandt. (Kl. Pr.) Herborn, 13. Aug. Zu dem Brandunglück schreibt daS .Herb. Tagbl.*: Die genaue Zeit de« Ausbruchs de« Feuer- wird wohl überhaupt nicht festgestcllt werden können. Um ®/48 Uhr futterte noch ein Bewohner der hinteren Schaf- gaffe daS Vieh und hatte irgend welche Wahrnehmung nicht machen können. Als er dann auf den Feuerruf au« dem Stalle herauStrat, brannten berett« 3 oder 4 Scheunen. Von der Gewalt deS Feuers kann man sich einen Begriff machen, wenn man bedenkt, daß m fast einer Stunde 13 Gebäude in I Flammen standen. Der Brandplah gewährt ein trostloses I Bild der Zerstörung. Ein wüsteS Gewirr von halb ver- I kohlten Balken und verbrannten Hausgeräten bedeckt die I Straße und an dem einen Ende, sozusagen der Brandgrenze, I ragt der hohe Turm der Stadtmauer traurig in die Lust I hinaus. Seit dem letzten größeren Brande, welcher im Jahre 11628 wütete und einen Teck der Stadt in Asche legte, war Iber jetzige Brand wieder einer der gefahrvollsten, der unsere Stadt heimgesucht hat. Sämtliche Wehren, 25 an der Zahl, I haben wacker gearbeitet, um dem entscffetten Elemente Ein- I halt zu tun und die Stadt vor weiterem Unglück zu bewahren. Wenn auch die Gebäude versichert waren, so ist der Schaden immerhin noch groß genug, zumal er auch Leute trifft, die ohnehin schon nicht viel haben und dürste wohl die Einleitung einer Hilfsaktion angebracht sein. Der Oberpräsident v. Windheim ist gestern hier eingetroffen und be- । sichtigte um 2 Uhr den Brandplah. Die AuftäumungS- arbeiten werden von Pionieren, welche hierher beordert waren, auSgeführt. Die durch daS Brandunglück obdachlos gewordenen Familien haben vorläusig bei den ihnen be- ; kannten hilfsbereiten Familien Untcrfunft gefunden. An einen Wiederaufbau der Häuser kann wohl kaum gedacht ■ werden. Großherzog ist heute vormittag nach Baireuth abgereist. Geisenheim, 12. Aug. Die Begräbnisfeier für den am Sonntag verstorbenen Freiherrn Eduard v. Lade gestattete sich zu einer großen Ehrenkundgebung. Im Auftrage deS Kaiser« war in Vertretung de« RegierungSpräy- denten OberregierungSrat v. Gizyckl au« Wiesbaden aniveicnb. Frankfurt, 14. Aug. Am DonnerStgg nachmittag 33 von Herrn Oberst a. D. Becker einen hochinteressanten! wurden die HauSeinwohner des Hause« Margaretenstraße Beitrag zur Geschichte deS Kampfes der heffischen 25. Division Nr. 3 in Rödelheim auf einen verdächtigen Gasgeruch am 18. August 1870 und zwar über daS Eingreifen bet auf die Wohnung der ledigen Schneiderin und Kranken- 6. Kompanie de« Großh. Heff. Inf^ IwinOr LP1I1L Schönheit ist da« stet« sichere Crnicbm* de« täglichen Gebrauch« ber auch für die zarteste Haut der Hinoer an Milde u. Feinheit unerreichten viel taufeiidlach bewahrten »ÄS'lS: Myrrholin-SeilV*. „™: Glycerin Tube 50 Psg., heller HautcrSme, nicht fettend, ^tyrrbou»- Puder Mk. 1 verhütet und beseitigt Wundsem. L >* einer Brlprecwrng de« Ge s e tzen t wnr f« Züricher an diesem Eingreifen zugimsten ber Garbeschutzen her- Brrbesiernmi ber Wohnung« Verhältnisse schreibt oorragcnd beteiligt war, ist der Abhandlung vorangestellt, ^Rorvd. Mu Ztg u a.: „Auch die Einwendung ist Line sehr deutliche Skizze de« Gefechtöselb« der Dimsion im benwrgvrmen, daß durch die geplanten Aufsickxtsbestimm- ^ßstabe von 1:10 000 dem Tert beigefügt. nn^en allen Hausbesitzern eine große Härte und unter' - - -- - -- -- ie----- r Umständen bedeutender Sckmden mgesügt würde, dir nach älteren Bauordnungen errichtete Zinshäuser inne haben und Otde somsagen inren siv vermieten. Aber darülxr teinn sich heute niemand täuschen, dc^ß eine Wurzel de« Kleimvobnunasübels. dem der Gesetzentwurf el>en zu Leibe will, gerabc tn ber Nei gütig gewisser Kreise liegt, fogemVimtv Mietskasernen alS KalfttalSanlage zu erwerben. Die Feststellung eines sozialen Mißstandes kann nicht davor zurückschrecken. daß ein verhältnismäßig geringer Bruchteil der städtisckien Hauseigentümer ibn au« geschäftlichen Rücksichten bisher ignoriert ober bodi geduldet, die Höhe seiner Einnahmen von dessen A^eiterbestehen tatsächlich abhängig gemacht batte." Das ist auch eine Antwort auf btc kürzlichen Beratungen bcs Verbandes der deutschen Hausbesitzer. m — Die Zahl ber im Jahre 1902 im Dentsckien Reiche wegen Verbrechen unb Vergehen gegen Rcichsgesctzc fer* ur teilten Personen zeigt eine Zunahme gegen daS Vorjahr. Steine eteigenrng erftihren bie Verurteilungen tnegen Anwendung von C^cntalt unb Drohungen gegen Beamte, eine Herabminderung wegen Verletzungen ber Eidespflicht, wegen Un- unb Notzucht, desgleichen wegen gefährlicher Körperverletzung Nötigung und Bedrohung, fowie Brandnifttmg. Eine Zunahme wurde nadtgenriefen bei Derurtrillmgen wegen Sachbeschädigung. Fälschung äffentlickter Urkunden, BetnigS, Hehlerei, Erpressung, Rau- bis und räuberischer Erpressung, Unterschlagung und Diebstahls. — Der „Vorwärts" veröffentlicht einen geschäftlichen Briefwechsel zwischen dem Zcntrumsabgeordneten Dr. Heim unb ber Firma Daumillers Nachfolger. Aus diesem Briefwechsel ergibt sich bie Tatsache, baß dadurch, daß für bie genannte Firma eine Deckabreffe angegeben wurde, ber Staat um 87 ML Eis e n b ah n t a r i f geschädigt werben sollte. Wie ber ^Vorwärts" bazu bemerkt, sind biefc Briefe Mityliebem ber baverischen Staatsregierung zur Ein- ftchtnabme"" unterbreitet imb mit ber Andeutung zurückge- geben worden, daß ba nicht leicht etwas zu machen fei, b. h. man babc sich nicht getraut, gegen daS mächtige Zentrunr und feinen Führer Dr. Heim etwas zu unter* nehmen. , J Hirschberg (Sck-ef.), 12. Aug. Der Uebertntt mm zwei schlesische n katholischen Geistlichen zum Protestantismus erregt hier begreifliche« Aufsehen Der Pfarrer Kurz in Rohnstock, Kreis BolkenHain, und ber Oberlehrer Daul Schmidt vom Wilhelm-Gnm-1 trafann in Breslau hoben ihre Aemter nieder gelegt unb finib zum Protestantismus übergetreten. Beide waren in Claustbal im Harz geboren und fett ihrer Gtimnasialzeit unzertreunliche Freunde. Breslau, 13. Aug. Der Gouverneur v. Putt- famer, ber gegenwärtig den zur Wiederherstellung feiner Gesundheit ihm bewilligten Urlaub in Süddeutschlcmd verlebt, wird nach einer Meldung ber „Schief. Ztg." nach gmnenut -urückkehreu. Dresden, 13. Äug Die sächsische Regierung hat bex Wunsch nach einer Herabsetzung ber preußischen Bahntarife für Fut termitte l nach Sachsen ausgedrückl. Die preußische Regierung fragte barauf in Dresben an, ob ein lanbwirt schaftlicher Notsta nb bestehe; für diesen Fall solle ber Tarif um bie Hälfte herabgesetzt werden. Der Notstand wurde von