Balte* y .des 1 *«$ ÜrWftiis "10000.' (Ä «s *• jWff* s«ZM ZA? *•##* •n *S5r*"> 0 be!al,,1‘f«j. erst-g < M" .. «p s>'5»«ä *0 JS N^/ w-^i iiMttei Zm Stricken MvovStrüwO , I* mid) angelegtNlW te id) ßeli öonattfl. Preis« billig-. *® •stine Höptoei rÜLMM^ JJ- ^^Äistalse^ von , Lumllll, -uoches, Messing, Blei, Zink, MSbelu, Betten, ig, Gold- und Lilber« Münzen und Antiqui- 31 iRothenberger Neuenweg 22. Morgen Heagras hlen. 08405 eö Meburtznstrasir 22. ?S*N -Sjx Stadtkh.Cktt ^Lisb^ £;?zert- tung s?^er Kräfte' v» ^^gerfen'1 2’cY Ch6u , S® ^ Plätze; i { “d den Empor- 3*Vo.öft en Teil Mk. 0.20 mtÄÄfr —zu haben. is 3000 cbm »feine®; Wbcn werden. 9tib ?°k Gg. Pfaff tranksnrlerstr, 6211, lsüMMs igenen Hemn-Kleidern, Möbeln, Betten, Weiß- old- und Silbersachen. *. j. Ott Neuenweg 58. [03403 Nr. 138 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 15. Juni 1904 ErschetrU tflgltd) mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener Zamllienblätter" werden dem „Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hesfisch« Lau-wtrP' erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch« UntversitätSdruckeret. 9L Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Delegr.-Adr. r Anzeiger Gieß«. General-Anzeiger, Amt§- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Die Heutige Kummer umfaßt 12 Seiten. Kolitische Tagesschau. Ao8 dem Reichstage. < Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt anrterm. 14. Juni: Der Taler, die „alte freundliche Münze", soll von der Bildfläche verschwinden. Der Bundesrat wenigstens will es- So verkündete der Schatzsekretär Frhr. v. Stengel heute ohne Umschweife^ indem er andernfalls die Münzgesetznovelle als für die Regierung unannehmbar bezeich- nete. Es fragte sich nun, ob der Reichstag mehr Wert legt aus die Beibehaltung des Dreimarkstückes als auf die Ausprägung eines neuen Fünfzigpfennigstückes, wie sie die Münzgesetznovelle vorsieht. Der Entscheidung ging ein nochmaliger Meinungsaustausch voraus, an dem die Versammlung sehr geringes Interesse nahm. Man war nämlich beschlußfähig und in Ferienstmrmung, d. h. nicht geneigt, ein geduldiges Auditorium abzugeben, sondern gesonnen, Taten zu verrichten, um schleunigst wieder aus- einanderzustieLen. Abtz. Kämpf (frs. Vp.), das Oberhaupt der Aelleften der Berliner Kaufmannschaft, der es sich nicht versagen konnte, in letzter Stunde noch eine lange „Reichs- dezrmalrede" vom Stapel zu lassen, erregte deshalb das entschiedenste Mißbehagen. In der Sache selbst entschied sich die Mehrhell des Reichstags für die Aufrechterhaltung der Beschlüsse zweiter Lesung und damll für die Neuprägung von Dreimarkstücken. Der Daler ist also „gerettet", wenigstens von Reichstags wegen. Es bleibt nun abzuwarten, ob der Bundesrat in der Tat dieses Beschlusses wegen das Gesetz in den Papierkorb wandern läßt. Das ^Unannehmbar" ist nicht immer als endgilllg anzusehen. Immerhin bedeutet der Tag eine Niederlage, und zwar die erste, für den Schatzsekretär. Er braucht sie aber nicht tragisch zu nehmen; gegenüber dem Erfolg nut der Finanzreform fällt sie nicht ins Gewicht. Der Reichstag wandte sich alsdann den Kolonial- bahn-Vorlagen zu Zunächst der Togobahn bezw. dem Gesetzentwurf wegen Erfnähme einer 8-Millionen- Anleihe für den Mchübau Es mußte sich jetzt heraus- stellen, ob Kolonialdirektor Dr. Stübel aus dieser an Ungemach für ihn so reichen Session schließlich Errungenschaften davonträgt, um die seit Jahr und Tag vergeblich gekämpft wurde. In der Bndgetkommission hat Dr. Stübel mll den Bahnvorlagen gut abgejchnitteu. Im Plenum trat chm Aba. Richter (fr. Vp.) entgegen, der alte Gegner des „Kolonialsports". Als Redner ist er der Alte nicht mehr, er sprach weniger frisch und originell als früher. Der Abg. Ledebour (Soz.) eiferte mll einer Wett- schweifigkell, die fast wie Obstruktion aussah, gegen die Kolonialverwaltung. Dr. Stübel replizierte in seiner ruhigen Weise und erhielt alsbald aus dem Hause Unterstützung, selbst seitens der Freisinnigen Vereinigung. Das mtscheidende Wort au Gunsten der Togobahn sprach Abg. Dr. Spahn, der Zentrumsgewallige, und die Abstimmung — auf Antrag Dr. Müller-Sagan (Fr. Vp.) namentlich (Zettelwahl) — ergab die Bewilligun g der Togobahn-Anleihe mll 148 gegen 68 Stimmen. Der erste bemerkenswerte Erfolg des Kolonialdirektors, dem der zwelle morgen folgen dürfte. ____ Das Kordon-Reuuet-Kermeu. (Nachdruck verboten.) IL S. u. H. H o m b u r g v. d. H., 14. Jurn. Das sonst so freundliche Taunusbad gleicht heute, drei Tage vor dem großen Ereignis, einem Ameisenhaufen. Au? den übervölkerten Bürgersteigen sieht man Vertreter und Vertreterinnen aller großen Kulturnationen lustwcm- deln während auf den Fahrbahnen unaushorlrch ine nur einem Automobilistenherzm als Sphärenmusik erschetnen- den Luvventöne erschallen, mittelst deren sich bte zahllosen Automobile aller Länder und die flinken Motorräder einen Weg durch den regen Wagenverkehr zu bahnen suchen. Man sieht durchweg nur elegante, vtzchlgesallrge Vehrkel. Neben dem mit Staubbrille und Wettermantel ausstaffter- ten Autler sitzt in vielen Fällen auch noch eine graziöse Stotterin, deren zierliches Schleierwerk zwar das ganze Haupt umweht das jedoch in allerletzter Lime dazu bestimmt zu sein scheint, das Gesicht vor den das Gefährt umgebenden Staubwolken und damit zugleich auch vor bewundernden Augen zu schützen. Jedenfalls stehen die Anhängerinnen dieser Frauenbewegung in puncto Rassig- keit, Chick und Toilettenluxus ihren in Berlin versammelten Kolleginnen von der anderen Fakultät nicht nach, und sicher ist, daß Homburg in diesen Tagen getrost mit Nizza, Monte- Carlo, Paris und anderen Prunkorten der obersten Zehntausend wetteifern kann. Natürlich sticht Frankreich, dessen Automobilindustrie dem Verlauf des Gordon-Benuet- Renneu mit ziemlich, -gemischten Gefühlen entgegensieht, in Bezug auf die Ausstattung seiner Automobile als auch ihrer männlichen und weiblichen Insassen alle anderen Länder aus. An zweiter Stelle koinmt England, dessen blonde Töchter ebenfalls eine Vorliebe für den modernsten Sportbetrieb zu haben scheinen. Doch lenken sie die Wagen meist nicht selbst, sondern überlassen die Führung ihren hageren, schweigsamen und fast feindselig dreinblickendeu Chauffeuren. Die Einfahrt der Engländer glich einem Karawanenzuge. Der,^Ladies Automobil-Klub", der in corpore erschien, eröffnete den schier unabsehbaren Automobil- Wagenttoß, dann folgten dre Geutlemen im tadellosen Auto- Dreß. Aus anderem Holze wie die zurückhaltenden Brüten sind die österreichischen und italienischen Automobilisten geschnitzt. In ihrer lebhaften Art lassen sie überall gern ihre Meinung hören über die Chancen der bevorstehenden Rennfahrt. Die Italiener schwören auf ihre Fiat-Wagen. Der originelle Name ist aus den Anfangsbuchstaben der Firma „Fabricca Jtalrano di Mttomobili" zusammengesetzt. Alle an dem Rennen beteiligten Automobile sind bereits zur Stelle, ebenso auch chre Führer. In erster Linie interessiert ist Camille Jen atz y, oer Sieger des vorjährigen Gordon-Bennett-Rennens und der Führer des ersten deutschen (Mercedes-) Wagens. Wo das gutmütig drein schauende, etwas eingefallene, starkknochige, mit einer sog. „Maurer fraise" umkleidete Gesrcht des Algiers sichtbar wlld, lenkt es auch aller Blicke auf sich, und namennt- lich die „Wettonkel" suchen aus den Mienen des äußerst schweigsamen Jenatzy ihre Schlüsse zu ziehen. Auch der zweite deutsche Wagenlenker, Baron de Caters, der ebenfalls Mercedes fährt, ist belgischer Abstammung und durch seinen Kilometer-Rekord, den er im Kampf mit Gob-ron-Brillis aufstellte, in automobilistischen Kreisen vorteilhaft bekannt geworden. Nur in Fritz Opel, dem Führer des dritten deutschen Wagens, der aus den chm gehörigen Opel-Darray-Werken hervorgegangen ist, haben wir einen deutschen Führer. Auch die beiden ersten englischen Fahrer S. F. Edge und Sidney Girling sind wie Opel aus der Radrennwelt h-ervorgegangen. Edge führt einen Napier-Wagen, während Girling und der drllte englische Führer Charles Ja rott die mll liegenden Motoren ausgerüsteten Wolseley-Wagen steuern werden, von deren neuartiger Konstruktion mau sich vielfach Ueberrasch- ungen für das Rennen verspricht. Die drei österreichischen Wagenlenker sind Wilhelm Werner, Hermann Braun und Mr. Warden. Die ersteren beiden stammen aus Württemberg. Als äußerst sichere Führer gelten die drei französischen Wagenlenker Thery, ©alleren und Rogier. Sie lenken Brasier-Mors- und Turcat-Märy- Wagen. Als ein vollkommener Neuling präsentiert sich der schweizerische Wagen der Fllma Dufaux Freres in Genf, doch gibt es Leute, die gerade von diesem „£)utfiber" große Stücke halten. lieber die Aussichten der einzelnen Führer läßt sich natürlich nicht das geringste sagen. Die unglaublichsten Tips werden gegeben und vor den ungeheuerlichsten Rückschlüssen ist man nicht sicher. Gehen doch einige Unglücksraben so well, selbst aus dem Renntermin allerlei Unheil vorauszusagen. Warum mußte ein Freitaa, und noch dazu ein Datum wie der 17., gewählt werden? * Der Marstall des K a i s e r s ist heute mit einem Stallmeister und 20 Dienerschaften in H o m b u r g o. d. H. eingetroffen. Tas Kaiserpaar trifft mit dem Prinzen Leopold von Preußen Donnerstag früh mit großem Gefolge ein. Der Erbprinz von Montenegro ist bereits hier eingetroffen. Prinz Otto von Schaumburg und der Kronprinz von Schweden und Norwegen treffen demnächst hier ein. Eisenbahnminister Budde hat feine Beteiligung am Gordon- Bennett-Rennen insoweit zugesagt, als er nicht in letzter Stunde durch dringende Geschäfte verhindert wird. Aus Anlaß des Rennens wird die Eisenbahnverwaltung für den 17. Juni außer den fahrplanmäßigen Zügen eine größere Anzahl von Sonderzügen auf den Strecken: Frankfurt-Homburg (Alt), Homburg (Neu,—Saalburg—Ustngen und Friedberg-Friedrichsdorf einleqen. Sämtliche Züge von Frankfurt enden in Hornburg (Alt). Für den Uebergang von dem Bahnhose Homburg (Alt) nach dem Bahnhofe Homburg (Neu) hat jeder Reisende selbst Sorge zu tragen. Die Eisenbahn-Verwaltung wrrd so viele Züge einlegen, als die emgleifige Strecke Homburg/ (Neu)—Saatburg—Usingen zuläßt. Wir verweisen im übrigen auf die bez. amtliche Bekanntmachung.' Aus Stadt und Saud. Gießen, 15. Ium 1904. ** 23 ort rag. Auf den morgen, Donnerstag, abendS 8Vs Uhr in der Universllätsaula stattfindenden Borttag des Prof. Dr. Sommer machen wir an dieser Stelle nochmals aufmerksam. Der Vortrag, der durch Projektionsbilder erläutert werden wird, ist nicht etwa nur für akademische Kreise oder für die Mitglieder des Vereins gegart den Mißbrauch geistiger Getränke bestimmt, ist vielmehr öffentlich. Jedermann ohne Unterschied des Standes und Geschlechtes ist freundlich wlllkommen. Hoffentlich finden sich auch zahlreiche Zuhörer aus dem Arbeiterstunde tin.! ** Leuchtende Mosaik-Metallglasschilder, nach dem Patent Ott Fröres wurden uns heute gezeigt. Sie haben erhöhte Leuchtkraft und sind, da sie aus kleinen, mit Cement verbundenen Plättchen zusammengesetzt sind, von größerer Dauerhaftigkeit als die seither gebrauchten'' Schilder. Die 23ertretung, dieser Neuhell für Gießen, Wetzlar und Marburg hat Carl Ludwig Leib hier. Bad-Nauheim, 14. Juni. Auf dem Bauplatze bett, katholischen Kirche hatte sich am Sonntag nachmittag ein zahlreiches Publikum eingefunden, um der vor fiajj gehenden feierlichen Grundsteinlegung zur Kirche- belzuwohnen. Die Weiherede hielt der Domkapitular Dr.' Bendix aus Mainz. Darauf machte Pfarrer Erker die 83er- sammelten mll dem Inhalt der Urkunde und den sonstigen im Grundstein enthallenen Schriftstücken bekannt. Dann' folgte die 23ersenkung des die Schriftstücke enthaltenden! Kästchens in die dafür vorgesehene Vertiefung der Grundmauer und 23erschließung und Vermauerung des Gewölbes. Die Geistlichen, die Vertreter der Behörden, der Kirch en- vorstand und die Bauleiter nahmen danach die Hammer-, schlage vor, dem sich ein Gesang der Gemeinde als Beschluß, des Aktes anreihte. — Zur Schaffung eines Golfplatzes^ hatte sich hier ein Komitee gebildet. Die an dem Frauenwald Gelegene Wiese war zum Sportplatz auserse^n und vom Golf-Klub von Niedermörler Einwohnern erworben. Unter sachkundiger Leitung hat sich das an manchen Stellen hügelige Terrain in eine ebene Fläche umgewandelt. Weich- zeitig hat man die Flache mit AnpflanMngen versehen; neugesetzte Baumgruppen, über die Fläche verstteut liegend, lassen keine Oede aufkommeu. Jnmllten des Platzes, am Walde, erhebt sich das Klubhaus. Die Einweihung des Golfplatzes geschieht am Donnerstag nachmittag. W. Nidda, 12. Juni. Die Ueberreichung der Ge-, ellenbriefe sand gestern im Saale des GambrinuH statt, in Gegenwart einer Anzahl Gäste. Nach einer Auma che des Hauptlehrers Höhn über die Lossprechung der Lehrlinge im mittelalterlrchen Zunftwesen wurden ben Prüflingen die Gesellenbriefe überreicht. 16 Bewerber waren es gewesen; einer mußte wegen Nichterfüllung der Vorbedingungen zurückgewiesen werden; 11 bekamen die Note „gut"; 2 müssen der theoretischen Prüfung noch einmal sich im nächsten Jahre unterziehen. Es folgten Mahnungen des Haupttehvers Höhn uni) des Vorsitzenden des Gewerbevereins, Möbelfabrllant Ringshausen an die jungen Leute, sich des in sie gesetzten Vertrauens würdig zu erweisen; ein gemütliches Zusammensein schloß die Feier. — Ein Kind von 2 Jahren warf ein Glas heftig auf die Erde; ein Splitter davon fuhr ihm ins Gesicht und durchschallt Lid und Hornhaut des einen Auges; es mußte sofort zur Minik nach Gießen verbracht werden. g. Rinderbügen, 14. Juni. Am Sonntag beging der hiesige Kr ie ger v er ein die Weihe seiner neuen Fuhne. Die Festrede hielt Pfarrer Reich aus Wolferborn. Gestern nachmlltag war großes Volksfest auf dem Festplatze. — Ein Unfall, der dem Fest leicht einen traurigen Abschluß hätte geben können, passierte gestern abend auf der Sttaße nach dem Festplatz. Ein Fuhrwerk, das Feft- gafte abholen wollte, über fuhr ein klein es Kind. Obwohl Wagen und Pferde über das Kind hinwegraften,^ kam es unverletzt davon. Fruillewn. Karlsruhe, 15. Juni. Anläßlich des 50jädrigen Jubiläums der Akademie der bilden de n Künste fand heute eine Feierlichkeit statt. Derselben wohnten bei: der Groß- yerzog und die Großherzogin, der Erbgroßherzog, Prinz Max, Kronprinz und Kronprinzessin von Schweden-Norwegen usw. Direktor Professor Keller verlas eine an den Großherzog gerichtete Äldrcsse der Akademie. Hierauf hielt der Gr o ß h e r z o g eure längere Ansprache, in welcher er nach einem Rückblick auf die Gründungszeit der Akademie dem Wunsche Ausdruck gab, daß die K u n st w e r k e des Altertums, die die schönsten Vorbilder seien, auch ferner unserer Jugeird oorgeführt wurden, damll das neue Geschlecht erfahre, was seiner Zeit geleistet worden ist. Die Pflege der deutschen Kunst lei eine nationale Aufgabe, die wir fordern mühen, damll wir ben anderen Nationen gegenüber stets auf der Höhender Leistungsfähigkeit bleiben, vielleicht auch Vorbilder werben. Dies iei keine Ellelkeit, sondern nur ein gerechtes Urteil über dre Vergangenheit. Bei d^em Festakt überreichte Dr. Oechelhänser dem Großherzog eine ^estschrtlt, worm dre Geichrchte der Anstalt nllbergelegt ist. Sodann folgte ein Rundgang durch dre anlastllch des Jubiläums veranstalllle Kunstausstellung. — Na denn nrcht!" Zu der «enlrch unter der Spch- marke Der'Kaiser und die Kunst" gebrachten Notiz wlld dem „Berl. Tagebl." nntgetellt, daß nach einer anderen in Kunstkreisen umgeheirden Bersron es mäst der Lcaiser selbst, sondern der Ministerialdirektor Alt ho ff geweien iei, der den ernstchMeu Kunsthistoriker in so deutlicher Weise gegen bie moderne Kunst habe mobll machen wollen. Danach wurde der be- ttessende Universllätslehrer eines Tages zu Herrn Allhoff gerufen und empfing von diesem Vorhaltungen wegen feiner Stellung zu den neueren Kunstitrömnngen. Er, der Professor, solle es sich zur Ausgabe machen, gerade die Kunftauf- fassung des Kaisers in seinen Vorlesungen systematisch zu begründen. Als hierauf der Kunsthistoriker einwandte, das könne er mll seiner Uebeneugung nicht vereinen, und man dürfe doch von ihm nicht verlangen, daß er gegen seine lleberzeugung lehre, habe ihn der Ministerialdirektor ziemlich unwirsch mit den Worten entlassen: „Na, denn nicht!" — Den Baudenkmälern im Regierungsbezirk Koblenz wird, wie wir im „Reichsanz." lesen, eine seit Jahren immer mehr steigende Berücksichtigung zuteil. Die fiskalischen Ruinen der Nürburg, Monreal, Vetzberg, die Niedellrurg bei Kobern werden dauernd von den zuständige Lokalbaubeamtcn überwacht. Ter Ausbau der großen Ruine Reichenstein bei Trechttngshausen am Rhein ist vollendet. Auch für die bedeutendste Burgruine am Rhein, Rheinfels, sind nach dem Einsturz eures Teiles der hohen Stützmauer am Scharfeneck nicht unerhebliche Vllttel zur Wiederherstellung und Vornahme weiterer Sicherungsarbellen zur Verfügung gestellt. Dre Ruirre ist nach Freilegung von dem die Schäden verdeckeirden Gestrüpp einer gründlichen Untersuchung unterzogen worden. — Luise Dumonts Musterbühne in Düsseldorf. Das Theaterprojekt der auch in Gießen bekannten Bühnengröße Luise Twmont und Gustav Lindemann, das für Weimar bekanntlich gescheitert ist, soll in Düsseldorf seine Verwirklichung finden. Wie die dortigen „92. 92" zuverlässig wissen wollen, sind dre Gnmd- lagen für die Durchführung des Planes bereits gesichert Die Eröffnung des Kunstinstttuts ist für 1906 vorgesehen; es soll 77 Meter Front erhalten. Ein Preisausschreiben zur Erlangung von Entwürfen soll demnächst erlassen werden. Das Unternehmen wird von Privatkapctalisten finanziell, die eine Gesellschaft mll beschränkter Haftung bilden. — Dich t e r über Dichter. Das Pllnzip, das durch die sell kurzem erscheinende DLoTwgraphieenreihe „Die Dichtung" vertreten wird, ein Pllnzip, das die amerikanische Monroedoktllll auf literarisches Gebiet überträgt, greift in schall polemischer Weise Ricard M. Meyer, der bekannte Berliner Lllerarhistollker, im neuesten Heft des Literarischen Echo^ (Bellin, Egon Fleischel u. Co.) an. Ihm scheint manches dagegen zu sprechen, daß Dichter als berufenste Kritiker über Dichter zu Gericht sitzen sollen, daß ein mittelalterliches Pellonalpllnzip wieder in unsere lllerarische Rechtspflege eingefühll roerbe. „Wir wollen doch lieber auch hier bei der Rechtseinhell beharren, statt für Freie und Unfreie, Christen und Juden lauter eigene Reckstsbücher nnd Prozeßformen zu schaffen. Etwas Mittelalterliches steckt wirklich in diesen Ambitionen, die nicht gerade von den „führenden Gllstcm", um so eifriger aber von den lauten Talenten verfochten werden. Schmeckt das nicht nach Zunft und Meisterlade? Sellsam! Haben die „Ateistersinger von Nürnberg" dahin gewirkt, daß nur noch zünftige Dieller urteilen sollen? Dann können mir bald der blühendsten Beckmesfersi gewiß fetm" — An gleicher Stelle macht. Karl Baron Torrefani auf einen Mailänder VolkSpoeten auf»' merksam, auf den 1776 geborenen und 1821 gestorbenen Carlö Polla, den „größten neuzeitlichen satirischen Dialektdichter". Daß dieses Woll keine Üebertreibuna ist, beweist eine köstliche Skizze Carlo Portas, „Ein Hauskaplan wird besucht"', die Torresani seinem Essai in freier Bearbeitung anfügt — Von weiteren Beiträgen seien eine Studie von Jukll»s Petersen über Schillers Pellönlichkcll, eine Charakteristik des Ron»anschllftstellers FllH Aillurs voll Richard Wellbrccht, sowie ein Referat von Theodor Herold über Neue Lyrik hervorgehoben. Ten übrigen Teil des Heftes bilden die stellenden Rubriken: Echo der Zeitungen, Echo' des Auslandes, Echo der Bühnen und Kurze An-eigen. Darmstadt, 14. Juni. Die Kaiserin vou Rußland hat in zwei an den hiesigen russischen Ministerresi- denten, Fürsten Kudascheff, gerichteten Telegrammen ihrer großen Freude über den glänzenden Verlauf des Wohl- tatrgkeitsfestes Ausdruck gegeben und gebeten, allen Beteiligten ihren herzlichsten Tank zürn Ausdruck zu bringen Ferner hat Ihre Majestät genehmigt, daß 700 DLark Les Reinertrags dem hiesigen Alic e-Hospital als Beihilfe zur Erbauung eines neuen Operationssaales überwiesen werden sollen. Homburg, 14. Juni. Heute vormittag kollidierten auf dem Gluclensteinerweg beim Trainieren ein Rennwagen und ein Gesellschaftswagen. Letzterer wurde in einen Graben geschleudert, der Chauffeur am Arm verletzt. Die Passagiere blieben mrversehrt. Z)ie Zlestrede beim NaHnettweihfest des Kardepereirrs. Gießen, 15. Juni. Heute wurde uns der folgende Wortlaut der Festrede, die Prof. Dr. Bier mann, Oberleutnant a. D. der Garde- Landwehr, auf dem Fahnenweih fest des Gardevereins gehalten hat, zur Verfügung gestellt: Geehrte Festversammlung, Kameraden vom Gardekorps! .Die schöne Fahne, die wir der Huld und Gnade Seiner .Majestät des Kaisers verdanken, mahnt uns erinnernd an die- fenige Fahnen, unter denen wir selber einstmals gebient, au die wir selber dem obersten Kriegsherrn die Treue geschworen haben, an die erlauchten Feldzeichen des Gardekorps, die ruhmvoll bereits vor zwei Jahrhunderten unter dem Befehl Leopolds von Dessau geweht haben und zu allen Zeiten einer ehrliebenden und pslrchtgetreuen Mannschaft vorangeleuchtet haben. Vorangeleuchtet haben den Regimentern und Bataillonen des Garde- ,korps, jenes Korps, in dem sich die Söhne ganz Preußens zu- sammenfindeu, in dem sich Deutsche des äußersten Nordens, des äußersten Westens und des äußersten Ostens als Glieder eines und desselben kraftvollen Staates fühlen lernen, in das aber auch Süddeutsche in großer Zahl freiwlllig eintreten. Jenes Korps, das dem Herzen der preußischen Könige und deutschen Kaiser stets besonders nahe gestanden hat, in dem sie und die Prinzen ihres Hauses groß geworden sind, und das sich stets ihrer auszeichnenden Huld und Fürsorge zu erfreuen gehabt hat. Jenes Korps, das aber auch die Schule der anderen deutsck^n Fürsten geworden ist. Denn fast alle deutschen Fürsten haben längere wder kürzere Zeit im Gardekorps gedient und haben hier in Vorbereitung auf ihren hohen, aber auch verantwortungsvollen .Berus Mannszucht und Pflichttreue gelernt. — Dieser ausgezeichneten und privllegierten Stellung hat sich das Gardekorps istets in hohem Maße würdig erwiesen. Groß ist die Zahl der 'Schlachten und Gefechte, an denen das Gardekorps ruhmvoll teil» genommen. Aber an der Spitze aller dieser blutgettänkten Namen stehen zwer gewaltige: Königgrätz und Gravelotte. Königgrätz, wo die Garde Chlums deu Schlüssel der feindlichen Stellung eroberte, und was fast schwieriger war. gegen den wiederholten Ansturm des Gegners hielt. Mrd Gravelotte, jene bluttgste Schlacht des einigenden Krieges, wo die Namen St. Marie «uk Chsnes und St. Privat der rühm- aber auch verlustreichen Antell der Garde an dem ungeheuren Ringen um den Sieg bezeichnen. Kameraden vom Gardekorps! Glänzende Waffentaten .glanzende Beweise äußerster Tapferkeit, unerschütterlichen Mannesmutes. .. Aber ftrn sei es von uns, an dem heutigen festlichen Tage lbas Gardekorps oder gar uns selber zu rühmen, uns heraus- zustreichen, als seien wir etwas Besseres als die Kameraden 'der anderen Korps. Nichts liegt uns ferner. Suum cuique, jedem das Seine, lautet die Inschrift des Gardesterns, des Korpssymbols. Tas heißt: gerecht sein gegen jedermann, anerkennen, was andere leisten und geleistet haben. Tas heißt hier: anerkennen, daß "ein Armeekorps hinter dem anderen, kein Voltzstomm hinter dem anderen zurückgestanden hat an soldatischen Tugenden, an Liebe -um deutschen Vaterlande, an Treue gegen Kaiser und Reich, an ehrenhafter Gesinnung, an Mannesmut und Selbstzucht in allen Lebenslagen. Ob Gardekorps, ob 18. Korps, ob Brandenburger ober Hesse, ein Unterschied ist da nicht vorhanden, und Wir freuen uns alle, daß ein Unterschied nicht besteht. — Der entscheidende Erfolg, den das Gardekorps bei Königgrätz errang, er wäre vielleicht nicht errungen Worden ohne das heldenmütige Verhallen eines Mannes, eines der ausgezcickmetsten Generäle, dre Preußen jemals besessen hat, des Generals von Fransecki, der mit der Magdcburgrschen Division stundenlang un Swiep- Walde verheerendem feindlichem Feuer ftandhielt, zwei feindliche Korps auf sich zog und dadurch den überraschenden und entscheidenden Stoß der Garde in das Herz der feindlichen Stellung ermöglichte. Dieser Mann aber war in Ober Hessen, in Gedern, geboren und von mütterlicher Seite hessischer Abkunft. Und dieser selbe Mann war es, der am zweiten Ehrentage der Garde, bei Gravelotte, mit dem Ponimerschen Armeekorps nach sechszehnstündigem Marsche noch rechtzellig auf dem Schlachtfelde eintraf, um den Sieg zu entsä-eiden. — Verehtte Festverfamrnlung! Durch das einmütige Zusammenstehen der deutschen Stämme, dadurch, daß Nord und Süd Schuller an Schuller brüderlich neben einander gefochten haben, ist das deutsche Reich begründet worben. Nur dadurch, daß Eintrackst und Einigkeit der deutschen Stämme fest und unerschütterlich bleiben, wird es bauemben Bestand haben. Das bedeutet nicht, daß man die Liebe zum engeren Val erlaube/ — zumal wenn es ein so schönes ist, wie bas Hessenland —, daß man die Anhänglichkeit an den angestamnllen Landesherrn — zumal wenn er eine so innerlich tiefe und edle Persönlichkeit wie Großherzog Ernst Ludwig ist —, sich aus dem Herzen reißen soll. Niemand verlangt das von uns, niemand darf das von uns verlangen. Wohl aber bedeutet cs, daß man über dem Kleinen mcht das Große, über dem Teil nicht das Ganze vergessen soll, und daß man, wenn man zu wählen hat zwisck-en dem parttku- laren Interesse und dem des Reiches, sich stets und ohne Schwanken Tür das des Reiches entscheiden soll. Als die in und um Gießen wohnenden Angehörigen des Gardekorps sich zum Gießener Gardcverein zusammenschlossen, da haben sie das Wahrhaftig nicht getan, weil sie sich für die anderen am Orte befindlichen Kriegervereine für zu gut hielten. Nichts lag ihnen ferner. Sondern sie haben es getan, weil sie der Ueberzeugung waren, daß die erhabenen Ziele der deutschen Kriegervereine je vollkommener erreicht werden könnten, je enger bie Mitglieder des Vereins in Kameradschaft mit einander verbunden sind. Die Zugehörigkeit zu einem und demselben Armeekorps — namentlich wenn es ein so ruhmvolles ist, wie das Gardekorps —, der Aufenthalt in einer und derselben Garnison — namentlich Wenn fie die Reichs Hauptstadt und ihre Nachbarschaft ift — schlingen aber gewiß starke Bande der Kameradschaft. Ue Pflege kameradschaftlicher Gesinnung aber, das Eintreten des einen für den andern, die wechselseittge Unterstützung im r)alle der 9h)t gehören zu den schönsten Aufgaben der deutschen Kriegervereine. Aber fie ist freilich bei weitem nicht die einzige. Tre Kriegervereine sollen die Gesinnung und den Geist, der das Fundament der deutschen Armee bildet, bet die deutsche Armee groß gemacht hat, auch im bürgerlichen Leben pflegen, betätigen und verbreiten. Die Mitglieder der Kriegervereine sollen Ehren- mäuner sein vom Scheitel bis zur Sohle im häuslichen, geschäftlichen, öfsenllichen Leben. Sie sollen Unerschrockenheit und Mannesmut seigert in allen Lebenslagen, vor allem auch mit kräftiger Energie, ohne Furcht und Zögern den Bestrebungen entgegentreten, die auf Zerstörung des Staates, Korrumpierung der Armee, Deklassierung des deutschen Vaterlandes gerichtet sind Bet dem völlig skrupellosen Terrorismus, der hier geübt Wird ist diese Aufgabe keine leichte, aber Tapferkeit und Unerschrocken- hell auch bieiem Gegner gegenüber ist die Pflicht des allen Soldaten. Denn selbstverständlich für ihn ist die unerschütterliche! Liebe zum deutschen Valeria noe, tue unoeomgie iuuigevuug au, Kaiser und Reich, die durch Mißstllnmungen auch nicht vorübergehend wankend gemacht werden kann, selbstverständlich aber, auch die Treue gegen das eigene Vaterland und gegen den eigenen Landes Herrn. In dieser Gesinnung, diesem Geiste, weihen wir heute,bte neue Fahne, das herrliche Zeichen Kaiserllcher Huld und Gnade. (Die Fahne wird enthüllt.) Kameraden vom Gardekorps! Angesichts der nunmehr enthüllten Fahne erneuern wir unfern Soldatenschwur und geloben aufs neue Treue dem Kaiser und dem Reich, Treue dem Groß- ^rzog und dem schönen Hcssenlande. Sie alle aber, verehrte Feitversammlung, die Sie sich hier mit uns versammelt hoben, erheben Sie sich und stimmen Sie ftöhlichen Herzens ein in den Ruf: Seine Mafestät der Deutsche Kaiser, der erhabene oberste Kriegsherr und Seine Königliche Hohell der Großherzog von Heften und bet Rl-ein, bet erlauchte Landesherr: Hurra, hurra, hurra! Die neu geweihte Fahne des Gardevereins, angefertigt von der Thüringer Fahnenfabrik zu Coburg, ist einige Tage int Holteryoff'schen Geschäft am Selterswea ausgestellt^ Handel und Verkehr. Nolkswittschast. Berliner Börse vom 14. ^uui 1904. 1 (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießenä Privat-Diskont 3 Prozent. _ ri _ . . Anfangs- u. Schlußkurse. Deft Kredit.... 201.50 201.10 Deutsche Bank . . . 219.10 218.80 Darmstädter Bank . . 137.40 137.25 Bochumer Guß . . . 188.50 188.60 Harpener Bergbau . . 198.80 198.70 Tendenz: Still. Eingesandt. (Ur Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) 3m Auftrage Vieler führe ich Klage über die rücksichtslose Behandlung der ganzen Westanlage von {eiten öer Kanal bau-Unternehm er. Nicht ein Nebengang ist bter hergestellt I Die Heren Jager und Rumpf haben in anderen Straßen fast an federn Hause Uebergänge gemacht. Noch nicht einmal an der S t a d t m ä d ch e n f ch u l e ist ein Uebergang I Ein Abonnent. r, A"m> d. Red. Seit gestern besteht in der Weftanlage ein Oscher Uebergang, nachdem sich Anwohner über bas Fehlen eines solchen beklagt hatten. An dem Schulhause wird aber noch beute em solcher vermißt. Frisch einyetrotteu; la. Geflügel, ferner: Apfelsinen, Citronen und Pfirsich. 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Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dicnslstunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht auf» Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen spätestens bis zum obengenanntenTermine bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. [5212 Gießen, den 13. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die zur Herstellung eines Bürgersteigs im Wetzlarerweg zwischen Hofmann- und Klinikstraße erforderlichen Maurer- und Pflafterarbeiteu sollen Mittwoch d. 22. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserem Amtszimmer während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns verschloßen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. [5210 Gießen, den 11. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die zur Herstellung eines Fußsteigs im Mittelwegzwischen der Crednerstraße und dem Wetzlarerweg erforderlichen Pflasterarbeiteu sollen Mittwoch den 22. d. Mts., vormittags 10V2 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zum obengenannten Termine bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. [5211 Gießen, den 11. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Nachverzeichnete Arbeiten für die Feldbereiuiguug Gießen rechts der Lahn sollen im Wege schrisllichen Angebotes öffentlich vergeben werden: Grabenarbeiten rund 480 Mk. VerschleüungsarbeUen 985 „ Rohrverlegungsarbeiten 18 „ Ehaussierungsarbeiten 75 „ Die Veroingungs - Unterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde zur Einsicht aus. Angebote haben in Prozenten des Voranschlages zu erfolgen urrd sind verschloßen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag den 18. d. Mts., vormittags ll1/, Uhr, bet der unterzeichneten Behörde einzureichen, woselbst deren Eröffnung um die genannte Zeit in Gegen- wart der erschienenen Bieter stattfindet. Gießen, am 13. Juni 1904. Großh. Kulturiuspektiou. Wißmann. 5246 Gras- Versteigerung. Montag den 20. Juni d. I., vormittags 8 Uhr anfangend, soll das Heugras von den dem Marienstift Lich zustehenden etwa 100 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Lich, Nieder- und Obcrbessingen versteigert' werden. Der Anfang ist hinter dem Kirchhof an der Straße nach Grünberg. 5249 Lich, den 10. Juni 1904. Minheim wall kaufflcti. luchet enmilch UM“* Kdiubrik stehenden Whlmn gegenüber BÄ!»’ tzin Slboitnoti. ! ” ba Wchanlage ein |e roub °t>n noch heul; u: röl und Pfirsich. itessenhandlung. Seitenweg LS. . SÄ* 'der erhab-^ in bt| “»tatst Aufruf! Am Tag der Sonnenwende, am 21. Juni 1904, wird die Darmstädter Studentenschaft den kniudsteiu legen ;u der lange geplanten Kisinarcklänle. Folgend bem Beispiel der meisten anderen Hochschulen des Deutschen Reiches will sie die Pflicht der Dankbarkeit abtragen gegen unseren Nationalhelden, den gewaltigen Kanzler, dessen Name in jedes Studenten Brust eine Fülle von Gefühlen, feurige Verehrung und glutvolle, daiikbare Begeisterung erweckt. Einen Denkstein wollen wir errichten auf einsamer, trotziger Höhe, mitten im schweigsamen Walde, einfach und schlicht, aber wuchtig, on§ gewaltigen Quadern gefügt wie für die Ewigkeit gebaut, trutzig zum Hunmel ragend in Sonnenschein wie Wettersturm. Vom stillen Dommcrberge sollen alljährlich die Flammen leuchten wert hineiii ms Deutsche Land. In die stillen Waldtäler des Qdenioaldes soll der Schein dringen und die Begeisterung der Darmstädter Studenten hinemtrageu; den Anwohnern des Rheins soll er das Höchste und Edelste künden, das in uns wohnt, heiße, innige Vaterlandsliebe, deutsche Treue bis zuni Tode! Um nun die Aufmerksamkeit meitefter Kreise aus ihre Be- strebuiigen zu richten, beabsichtigt die Darmstädter Stiidenteiischast in Verbindung mit der Grundsteinlegung am Montag den 20. Juni einen FackeBzug ünb am Dienstag den 21. Juni unb Mittw oa, den 22. Juni, jebesmal nachmittags von 4 Uhr bis gegen 12 Uhr, ein Großes waldfest am Oberwaldhaus bei Darmstadt zu veranstalten. Zu regster Beteiligung an biesem Feste labet unterfertigtes Komitee unb ber Bismarck-Ausschuß ergebens: ein; bie Darmstäbter Stubentenschaft weiß, wie viele Herzen ber akubemischen Jiigenb cntgegenschlagen unb vertraut, baß ihr Ruf nicht ungehört verhallen wirb. So richten wir beim an alle, bie mit ben Bestrebungen ber Darmstäbter Stubentenschaft übereinstimmen, bie herzliche Bitte, ihr Jnt-wesse durch zahlreichen Besuch des Walbfestes zum Ausdruck zu bringen. Frau Prof. Tr. Dingeldey. Frau Geh. Baurat Psarr. Prof. Dr. Tingelbey, Rektor ber Technischen Hochschule. Geh. Baurat Psarr. Geheimerat Prof. Dr. Rittler. Geh. Baurat Prof. Lanbsberg. Geh. Hofrat Prof. Dr. Henneberg. Prof. Dr.Schenck. Professor Putzer. Geh. Baurat Pros. Gutermuth. Der BiSmarck-Ausschuß der Darmstadter Studentenschaft: Earl Steinbrecher, cand. ing., L Vorsitzenber. Eintrittspreise zu All. 1.50 für Dienstag ben 21. Juni und Mk. 1.— für Mittwoch ben 22. Juni such zu haben im Vorverkauf im Papierhaus (Sibert, in der Buchhariblung des Herrn Bergsträßer, in dem Eigarrengeschast des Herrn Pfeil, Elisa- bethenftraße, sowie für den Tagesbedarf an der Kaffe. 5123 Micher für W, Militär nnf Reise in größter Auswahl euipsiehlt Emil Schmidt, 16 Neuenweg 16. 4155 Eduard Rieger, MH- nnh Hllliklsgöckerei Marburgerstraße 83/84. Empfehle mich im 4920 Anlegen und Unterhalten von Grabstätten auf dem neuen Friedhose bei reeller Bedienung. 52331 Heu uud Grummet! Hille Sorten Gemüse zu ver- voii ca. 3 Morgen Wiesen zu kaufen. Näheres Grünbergerverkaufen. Neuen Baue 9. | praße 42, bei Seibel. [03401 Bestes Antiseptikum für 4436 Mund. und Zähne Dieses Mundwasser ist den neuesten Forschungen der Wissenschaft entsprechend zusammengestellt, hat sich ganz hervorragend bewährt und wird ärztlich empfohlen. Preis pro Flasche Mk. L50. Zu haben in allen Apotheken und Drogerien. Fritz Schulz, Leipzig Chemische Fabrik. ^holographischer Apparate. 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[150] 626 69 710 75 77 92 805 31 40 87 901 13061 79 82 96 127 207 39 97 326 44 46 90 558 661 81 838 973 97 14121 215' 77 304 9 60 470 664 782 822 951 88 15046 96 106 8 56 262 372 420 527 60 86 602 44 73 82 785 821 83 98 16088 101 85 317 46 49 78 485 86 92 578 636 53 78 893 914 80 89 99 1 7017 29 87 92 131 259 99 456 [150] 92 510 43 67 70 71 72 73 94 690 96 [150] 841 74 90 909 74 83 18125 58 79 91 92 207 37 42 304 22 [150] 434 46 598 663 97 762 800 5 976 19121 73 79 365 409 49 75 82 86 581 640 72 750 75 810 56 20032 47 67 78 102 47 64 79 203 13 57 339 432 553 637 73 896 927 89 62 79 2 1009 40 82 165 224 28 328 46 411 13 537 607 36 800 84 ^15 27 54 82 [1000] 22101 23 80 97 233 91 362 75 409 40 96 593 617 34 42 754 832 47 924 69 23109 205 12 42 83 90 384 95 98 480 [1000] •540 54 636 71 75 724 31 871 24019 50 67 [150] 79 318 446 500 43 623 $5 78 95 720 853 924 70 25271 72 95 339 59 440 509 38 52 635 757 804 83 73 86 972 2 0096 212 345 406 13 21 70 81 619 735 60 66 76 [5000] 816 63 966 86 2 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