Schwarzen rangieren sich -um Gefecht unter raffinierter Benutzung des Geländes stets nach demselben Schema. Sie formieren nämlich den sogenannten Ochsen ko Pf, d. h. ein sehr starkes Zentrum mit weit ausgreifenden, dünnen, nach vorn vorgebogenen Flügeln. Die ständige Wiederkehr dieser Stellung erleichtert den Angriff. Das Hauptgewicht muß auf geschickte Umgehungsmanöver gelegt werden; die Schwarzen fechten wie die Löwen, solange sie den Gegner vor der Front haben, stieben aber sofort auseinander, sowie sie den Feind im Rücken spüren. Der Ecfolg des Tages hängt von der größeren oder geringeren Geschicklichkeit und dem Glück ab, mit dem der kritische Augenblick zur Dezimierung des Gegners benutzt wird. Oberst Dürr hat nun, nach den bisher vorliegenden Nachrichten, mit Flanken- umfassung operiert. Er hat auch, wie es bei Beobachtung dieser Regel dem der gebotenen Gegenbewegungen nicht kundigen Gegner gegenüber der Fall zu sein pflegt, nur mäßige Verluste gehabt. Ob der Erfolg über das Zurück- gehen des Gegners hinausgeht, ob dieser wirklich ernstlich geschwächt ist, bleibt abzuwarten. Sachkundige Beurteiler meinen, daß auch in diesem Fall das letzte deutsche Blut in Deutsch-Südwestafrika leider noch lange nicht geflossen sein werde. Bolitische Tagesschau. Zn der Auarchisteustadt Barcelona hat die Erregung über das Attentat gegen den Ministerpräsidenten Maura zu antirepublikanischen Volksdemonstrationen geführt. sand dort ein Tedeum statt als Zeichen des Protestes gegen das Attentat. Die Monarchisten veranstalteten eine Demonstration vor der radikalen Zeitung Püblioidad. Die Republikaner insultierten einige Manifestanten, worunter sich auch Offiziere befände,!, welche darauf die Redaktion stürmen wollten, was der Gouverneur indessen verhinderte. Zn republikanischen Kreisen Barcelonas herrscht große Erregung. Die Presse Barcelonas mahnt zur Ruhe und Besonnenheit. Ein Individuum, welches den Attentäter hochleben ließ, wurde von der Menge beinahe totgeschlagen. Der Verbrecher wird von den ordentlichen Gerichten abgeurteilt. Der Zustand Mau- ras ist befriedigend. Die Wunde Mauras heilt ausgezeichnet, auch die Schmerzen haben nachgelassen, sodaß die Aerzte ta*i( die Ausgabe werterer Bulletins verzichten. Inzwischen ist in Barcelona schon wieder ein Bomben anschlag versucht worden. Am 13. d. M. platzte eine neue Petarde in der Barbarastraße ohne Schaden anzurichten. Es fanden weitere Verhaftungen von Personen statt, denen der Attentäter vorher brieflich seine Absicht anfibüü&te, etwas in anarchistischem Sinne zu unternehmen. Kurz vor Schluß der Redaktion traf noch folgende Meldung ein: Barcelona, 14. April. Die infolge des Anschlages auf den Ministerpräsidenten Rtaura verhafteten Personen mit Ausnahme einer wurden heute wieder in Freiheit gesetzt. Der Zustand Maura's ist zufriedenstellend. Iie Kuust im preußischen Aögeordnetenyarrse. Am Donnerstag wurde die Eratberatung beim Kultusetat (Kapitel Kunst und Wissenschaft) fortgesetzt. Abg. Träger (srs. Vpt.) geht ausführlich aus die Haltung der Regierung gegenüber der Sezession ein. Schon im Jahre 1894 habe Kultusminister v. Goßler erklärt, die Regierung wolle der Kunst keine Bahnen setzen und sie nicht vergewaltigen. Seitdem aber sei der Karnpfrus gegen die Sezession erschollen. Unsere Kunstverwaltung habe noch nie eine Ausstellung der Sezession besucht und Gemälde von S^essiorusten nur auf Umwegen angekauft. So habe die Verwaltung Künstler wegen ihrer künstlerischen UeLerzeugung einfach materiell geschädigt. 9hm glaube er, daß selbst ein sehr starker Mann als Minister durch solche Mittel oie Entwicklung der Kunst nicht in die bei ihm beliebten Richtungen drängen könnte. Um so vermessener erscheine der Versuch nicht nur Deutschland, sondern der ganzen Welt, selbst Amerika das Urteil eines preußischen Ministeriums aufdrängen zu wollen. Heute versuche man, nach preußischem Modell zu uniformieren, aber auch der Minister möge nicht vergessen, daß über der Nationalgallerie stehe: Der deutschen Kunst, und nicht: der preußischen Kunst. — Abg. Dr. Beumer (natl.) führt aus, er gehe von dem Standpunkte aus, daß die Minister verantwortlich seien für die Verwendung der Mittel, die das Haus für Kunstzwecke bewillige. Seine Partei wünsche, daß alle berechtigten Kunstrichtungen in gleicher Weise vom Staate unterstützt werden. Die Angriffe könnte der Minister nur dadurch widerlegen, daß er dem Hause eine jährliche Uebersicht über die Namen der Künstler, die angekauften Werke und die dafür verwendeten Summen gäbe. Tie lebenden deutschen Künstler zu fördern, müsse das Bestreben sein. Man solle es in Preußen nicht machen wie in Sachsen, wo der Künstler nach den Ansichten des Finanzministers Dr. Rüger sterben muß, ehe er erleben kann, daß eines seiner Werke angekauft wird. — Abg. Dr. Rewoldt (frf.) verteidigt zunächst den sächsischen Finanzminister Dr. Rüger. Tie Behandlung der Kunst- frage im Reichstage sei ein Vorstoß gegen Preußen gewesen. Weiter polemisiert Redner gegen die Sezession und nimmt die Kunstgenossenschaft in Schutz. Die Regierung habe die Sezession in weitgehendstem Maße berücksichtigt. Dagegen habe die Sezession eine wilde Agitation entfacht, die selbst vor dem Reichstag nicht Halt gemacht habe. Und wie nehme sich der Kamps der Sezession aus, wenn man ihn vom nationalen Standpunkt aus betrachte. Um ihre Alleinherrschaft zu konstituieren, schreien diese Künstler der Sezession in alle Welt hinaus, daß Deutschland sich in Paris blamiert habe. Redner meint, er sei Banause genug (Sehr richtig! D. Red.), um auszusprechen, daß die Siegesallee einen großen nationalen Wert für Gegenwart und Zukunft habe. — Abg. Kirsch (Ztr.): ES fei vorgeschlagen worden, daß der Landtag sich größeren Einfluß auch auf den Ankauf der Werke srchern sollte, aber wie sollte sich die Kommission des Landtages HU- sammenstellen? Rach der Stärke der Parteien? Tas wäre doch der schlechteste Maßstab. Dr. Rewoldt habe die nationalen Grenzen der Kunst betont, seine, des Redners^ Partei hebe die christliche Grundlage der Kunst hervor. Ein Kunstwerk könne noch so schön, noch so vollendet sein, seine Freunde würden es degoutieren, wenn es nicht auf christlicher Grundlage ruhe. Auch die Meinung des sächsischen Finanzministers sei so unbegründet nicht. Gewiß wollte auch seine Partei die lebenden Künstler möglichst berücksichtigen, vor allem aber dürfe das Haus und auch die Regierung keinen Zweifel darüber lassen, daß man nur Gerechtigkeit üben wolle. — Abg. Winkler (kons.) erklärt, seine Partei wünsche keine einseitige Bevorzugung und keine einseitige Unterdrückung. Bureaukratische Schranken dürsten nicht die individuelle Betätigung, die allein wahre Kunst schaffe, hemmen. Die Sezession sei nicht sowohl eine Kunstrichtung, als eine neue Organisationsform. Möge die Regierung das Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit auch auf dem (Gebiete der Kunst zur Durchführung bringen. Kultusminister Dr. Studt erklärt, er könne allen Angriffen auf die Un- terrichtsverwaltung mit gutem Gewissen und voller Ruhe gegenüberstehen. Eine gewisse Beunruhigung in Künstler- freifen ist ja vorhanden. Er unterschreibe vollkommen den Satz, daß alles wahrhaft künstlerische Bestreben gleiche Berechtigung finde, aber er lege auf das Wort „wahrhaft" besonderen Akzent. Von ihm sei niemals ein Gewisfensdruck ausgeübt worden, und mit der Landeskunst-Kom- wäbrung von Ehrengaben an hervorragend^ Tonkünstler u. dgl. verfügt der Verein über folgende vier Stiftungen: die Beethoven-Stiftung, die Mansuroff-Stiftung, die Liszt- Stiftung und die Hermann-Stiftung. Die Einkünfte aus dem Vereinsvermögen werden ausschließlich zu künstlerischen Zwecken verwendet. In diesem Jahre findet die 40. Tonkünstler-Versamm- lung statt, und zwar zum ersten Male in Frankfurt am Main, in den Tagen vom 28. Mai bis 1. Juni. Bereits hat sich in Frankfurt eine größere Ortskommission gebildet, welche die nötigen Vorbereitungen trifft, damit das Fest ein würdiges und erfolgreiches werde. Das musikalische Programm bringt u. a. folgende Werke, die unter persönlicher Leitung der Komponisten zur Uraufführung gelangen: Richard Strauß, „Sinfonia domestica" (Uraufführung in Deutschland, kürzlich tn Newyork aufgeführt), Siegmund von Hausegger, symphonische Dichtung „Wieland der Schmied" und „Sieben Lieder der Liebe nach Worten von Lenau" sür Tenor und Orchester, Jean Louis Nicodö, „Gloria", ein Sturm- und Sonnenlied für großes Orchester mit Schlußchvr. Für die Kammermusik-Aufführungen sind in Aussicht genommen: Violinsonate von L. Thuille, Streichquartett von 9)1. Reger, Suite für Blasinstrumente von W. Lampe, Klavierquintett von Dietrich Schäfer, sowie Gesänge von A. Scheinpflug. Als Streichquartett wird das Mufeums-Quartett miiwirten. Die mikwtrkenden Solisten sind noch nicht bestimmt. Im Opernhaus toirb als Festvorstellung die Oper „Der Bundschuh" von Wi von Baußnern aufgeführt werden. ♦ — Studententypen aus alter Zeit. In einer der Bühne gewidmeten Zeitschrift veröffentlicht Wilhelm Fabricius einen Aufsatz über eine Glanzrolle der Neuberin, der berühmten Leipziger Schauspielerin und Freundin Gottscheds. Es war die Darstellung einer Studentenrolle in dem possenhaften „Gespräche im Reiche der Toten", das im zweiten Beertet des 18. Jahrhunderts von Leipzig aus Furore machte. In vierfacher Verkleidung trat dann die 'Neuberin auf, als Student von Leidig, Jena, Halle und Wittenberg, und zwar je nach der traditionellen Eigentümlichkeit dieser vier Studententypen als Schläger, Freund der morgenländischen Sprachen, Zänker unb Galant Homme, wie Gottsched sie schildert. Seit langem waren diese charakteristischen Merkrnate den Studenten eigentümlich. Der Leipziger galt von jeher als Petit-maitre, Stutzer, als Galan, ja lasziv, wie denn auch die eigentliche Heimat der berüchtigten Schürzenstipendien Leipzig war. In Halle spielte der Pietismus eine große Rolle; viele Studenten, denen nur mit Unterstützung der Frankeschen Stiftungen das Studieren möglich war, mußten wenigstens zum Schein pietistisch auftreten: nachbarliche Medisance stempelte deshalb die tzallenfer in Bausch unb Bogen zu Heuchlern. Der Jenenser war wegen seiner Schlagfertigkeit berühmt, ober, wenn man so lieber will, berüchtigt, unb diese Nachrede war wohl in ihrer Verallgemeinerung noch am meisten zutreffend. Die Wittenberger galten als Krakehler unb hießen Guguksbrüder von dem einheimischen Bier, dem Gugttl, ber aus hohen Lasen (Henkelgefäßen) fleißig getrunken würbe. In späteren Darstellungen ist oer Wittenberger manchmal durch einen Gießener ersetzt, dem man dieselbe Liebe zum Trunk zuschrieb. In ähnlicher Weife hat ein noch zu Goethes Zeiten geläufiger Spottvers das Studenlenleben der fächsifch-thüringischen Universitäten gekennzeichnet: Wer von Leipzig kommt ohne Weib, Von Wittenberg mit gesundem Leib Und von Jena ungeschlagen, Der kann von Glück wohl sagen. * — Der Berliner Magistrat lehnte einen Antrag, dem Tichter Detlev v. Liliencron zum bevorstehenden 60. Geburtstage eine Ehrengabe zu bewilligen, mit großer Mehrheit ab. -Set Umbau des Hoftheaters in Darmstadt soll nach Schluß der diesjährige» Spielzeit vorgenommen werden. Tie Ausführung wurde den bekannten Theater-Archileklen Fellner und Helmer übeurageii. Im Rahmen der jetzigen Umfassungsmauern und unter Beibehaltung des korimhljchen Saulenfchmuckes wird em neues Haus erstehen, das zu '-beginn der Spielperiode 1905/06 feruggefteUt sein fall. lö. SNi „WS iutn General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen Heutige Summer umfaßt 12 Seiten. M Vachrichteu aus „Aeutfch-Südrvest er. i78 an die a bi irntai n> kreise» Freitag 15. April 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversttätSdruckerei. R. Sange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.V. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr. i Anzeiger Gießen. änb. tonn, ’dieut biB lff. d. Der- L antarb., ib.p.Posl- titiit West- rö. [02075 n-'W p»sos°v 2Hr- 02094 Loitzer, .' ^0(h« :t,t- Sich, 3^6 L^beten. ichendem £’W °Q9n per ll 102079 6o, n. Äesjercs 1. Kochen eriahn Hausmädchen allem in fLi Aaab, Zck Lezahlmw, h . Lehrch aus achAn... 0099 ralwaßer- nget er f. erbeten ed. d. BL 9>. d. Äl, uif Gunter - rd I rtKi 02081] fr»: geluchl iisleie- IUM jonen 'N Klavier wird eüe- ManK W etiili- von ' < und ■ . rt 6oi Engländern unb Suren durchgefochtenen als il iM dfenbürttge« ©eitenftüd anreihen dürfte. wsme bisherigen Erfolge sahen, wie man ehrlich ; tat rnitz, Enttäuschungen verbammt ähnlich. Dabei rra-ui$t inan auf den unglücklichen RekognoSzierungsritt »r.t q;qi iere beS Detachements GLasenapp noch keinen be- >nMiea Wert zu legen. Aber auch bas Ostersonntags- ejt 3:1 bafeiben Abteilung ruft keine sonderliche Befriedig- nngqgM. Tannhauer, ber Berichterstatter des ,Lok.-Anz.", ipeiaAm von 42 Toten gegenüber 33 auf unserer Seite. Ma^cn Telegraphier fehler vorliegen, mag die Ziffer des >fsi ji’Uern Telegramms, bas 93 Schwarze als gefallen ■ cgniner:, richtig sein: was bebeuten ün Kolonialkrieg brei in jöiwncne auf einen europäischen Gegner! Das von Oberst lürtibem Herero gelieferte neueste Gefecht, ,chie Nieder- lagt «:)es Aufstandes hinwiefen, die auch gleichzeitig be- onrG : aß die Herero vorzüglich bewaffnet seien unb zu । chic IW umd zu fechten wüßten. Das Entrüstungsstürrnchen, ’ _ zj:eü);:)e:tige Ausnahmeforderuugen für Deutsch-Sübwest- rfr..tib irn Reichstag entfesselt hätte, ist glücklich vermieden vo -Äm;. dafür sind wir jetzt mitten im Kaffemkrieg. Ein triaqi mit den Kaffem, ber sich nach Ansicht berufener ienmir : cs Landes an Schwierigkeit unb Langwierigkeit Me 40. IonLüustler-^ersammluug. h. Frankfurt a. M., 14. April. lahre 1859 gab ber Musikhistoriker Franz Brendel e !L">jung Jur Bildung eines allgemeinen beut* s ch e:r: .1. ustkvereins. Ter Gebaute fanb solchen An- flan-:igrub würbe namentlich von Franz Liszt so eifrig geförtak daß am 7. August 1861 die tatsächliche ©ilbung dcs .Ibrsins in Weimar erfolgen konnte. Nach seinen < atz: mpi bezweckt der unter dem Protektorate des Groß- 3J1 on Weimar stehende Verein „die Pflege der Ton- - Förderung der Entwicklung der deutschen Musik- ’ mb Standesvertretung ber deutschen Tonkünstler", ie liiß'amtett des Vereins, der sowohl künstlerische wie Nute lj..^tngszwecke verfolgt, besteht zunächst in ber Ver- ftaltit: •; von Tonkünstler-Versammlungen, die womöglich ailjäch £ stattsinben sollen unb die außer ber Erlebigung der ' Küi isgeschäfte musikalische Aufführungen sowie Vor- luigL^b: Verhandlungen über wichtige Fragen des musi- kaiist-ü Lebens bringen. Diese Versammlungen sollen ar ße.n«. die Künstler persönlich einander näher bringen und Gemeinsamkeit ihrer Bestrebungen sowie ben Aus- tausc-tl ihner künstlerischen Gebanken fördern. In ben mit den 11 nmlungen verbundenen Aufführungen sollen Vorzugs^ neue, noch nicht aufgeführte und wenig gehörte WerkÄäer selten zur Aufführung gelangen, vorgetragen werd w ' L: Allgemeine deutsche Musiker ein besteht aus ordent- lici)cr:m . außerordentlichen Mitgliedern. Ordentliche Mitglied 88 branen rverden: Tonkünstler und Tonkünstlerinnen, v_ku.fi ituifiitfieller und Herausgeber von Musikzeitschriften, Vorst ick: von ztonzertanftalten und Gesangvereinen, Büh- nenle^i, .Oiüsitalienhändler und Instrumentenmacher. Als au (je: i3i.:k?itlia)C Vlitglieder werden ausgenommen: Musik- liedh L. und Freunde ber Tonkunst sowie Lehrer, die ihr Bcru ssj u i der ^ontunft in Berührung bringt. Der Verein /äijlt „icainuärtig nahe an tausend Mitglieder, darunter so zi» & - - alle Lonkünstler Deutschlands von Bedeutung. Zur 4 3-Jmcung musikalischer Zwecke verschiedenster Art, zur Unter-i^iung umaer Komponisten und Virtuosen, zur Ge- Stillt Kia Ziegel«' ____ Der« vnv hilft* üiitT 1 em mol, Mguh, Wp- B. i, bet sich rkundschalt un uiuer xb. b. Lt 3508 mir A von l tiugk. eusvers.. günsngen Cfierten afenfteiu Kraul- _____3497 weqidje- rt rühnger !ter uchsinben chsiellung. üp. b. St. gesuchl. 02090^ 9-iuchl. 02069 Eden lonir ober jonfi junges wti» tagsüber gch 01974; U lür jo’ort gJ. Zuuges, Uni. zum 1. iOlüir? halt gesuchc istau M. 88 Zweites Blatt. 154. Jahrgang • Hr!ttfctt ISglich mit Ausnahme deS DormtagS. . .Siefienet KamtlienblStter" werden dem B Hk / H ,.i qer viermal wöchentlich beigelegt. Der VjbVllwllw&> 8 8 H KL «LI Vfcr „ ^'4che Landwirt" erscheint monatlich einmal v IW ** V Mission arbeite er in bester von Im Jahre 1895 war der Briefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.. Kirche und schule. Frankfurt a. M., 14. April. Die Jahrhundertfeier des Philanthropins wurde heute vormittag durch eine akademische Festfeier eingeleitet, zu der die Spitzen der staatlichen und städtischen Behörden erschienen waren. Der Vorsitzende des Zentralausschusses, Herr Fritz Auerbach, begrüßte die Festversammlung; Direktor Dr. Adler hielt die Festrede, in der er die Bestrebungen des Philanthropins darlegt, das stets getreu seiner Devise für Humanität und Auf- klärung gewirkt habe. Prooinzialschulrat Dr. Kayser über- brachte die Glückwünsche des Provinzialschulkollegiums, Oberbürgermeister Adickes diejenigen des Magistrats der Stadt Frankfurt. Aus Anlaß der Jahrhundertfeier wurden folgende Auszeichnungen verliehen: Dem Vorsitzenden des Schulrates des Philantropins Stadtrats a. D. Anton Horkheimer und dem stellvertretenden Vorsitzenden Alfred Dann den Kronenorden 4. Klasse, Direktor Dr. Adler und Oberlehrer Dr. Epstein der Rote Adlerorden 4. Klaffe, Vorschullehrer Scherer der Kronenorden 4. Klasse, Schuldiener Olesch das Allgemeine Ehrenzelchen. W. Z. tu Lich. Ein Grundstück mit Sladjeitrah! riedigen, i|t keineswegs verboten. Der Besitzer ifi iu: '.'raiöa:, wenn er die sür den Verkehr - läßt oder em zum Schutze Gesetz verletzt. parlamentarisches. Berlin, 14. April. Das Abgeordnetenhaus setzte heute die Beratung des Kultus-Etats bei dem Titel Kunst und Wissenschaft fort. Die Beratung wurde nicht zu Ende geführt. — Das Herrenhaus beriet heute Petitionen. — Die Wahlprüfungskommission des Reichstages erklärte die Wahl des ALg. Himburg (kons.) sür giltig. damit verbundenen Majoratsbesitz streitig zu machen. Der Hauptkläger, Prinz Friedrich von Schönburg-Waldenburg, heiratete bekanntlich die zweitälteste Tochter des spanischen Thronprätendenten Don Carlos. Ter Besitzer ifi tut üraibut, erforderliche tiomiaü äugt: W Personen und tadw twM zur katholischen Kirche übergetreten. Di- x ' mit großem Pomp gefeiett; der Patriarch S Ä* 4 ■■ Pap« P'US X., vollzog selbst bi- T-a.mng Di- Eb'' am 26. April 1897 so glänzend geschloffen worden ' wohl schon im Mai recht trübe aus, und jetzt ist in die Brüche gegangen. Schon im Jahre 1903 ira- hebungen über die Legitimität des jugendlichen Primer ' gestellt, auch den vermeintlichen Vater, einen Obedeutna^ dieserhalb vernommen und ist, wie wir aus guter -" ‘ vernehmen, zu der Ansicht gelangt, daß absolut nichts' zu zweifeln ist, daß Prinz Friedrich von Schönburq.dü^.' bürg der Vater des um Majorat und Prinzentitel rin-k ' Kindes ist. Wenn der also vorauszusehende UrteilSsprucL Dresdener Landgerichts gefällt sein wird, beabsichtig Haupt des Hauses Schönburg, der auf Schloß Gm - residierende alte Fürst Ulrich von Schönburg-Waldais: seinen jugendlichen Enkel zu reklamieren und zu üf 1 nehmen. • Eine russische Kassandra. Ueber ein kc- glaubliches Beispiel von Volksbarbarei, das Ljebisko im Gouvernement Pollawa zugetragen Hain aus Moskau berichtet. Das Dorf Ljebisko war seit lär Zeit als Wohnort eines schönen Mädchens namens Aki r Petroko w bekannt, einer Wahrsagerin von großer i/c Berühmtheit. Seit dem Ausbruch des Krieges hau/ , mehrere langandauernde Trancezustände, die damit enM daß sie erklärte, sie wäre in Port Arthur gewesen unt entsetzt über die schlechte Behandlung und die ©ntbebru- y der Soldaten. Endlich erklärte sie auch, daß alle oldatcn aus dem Distrikt infolgedessen entweder toi oder im Sterben lägen. Diese Aussage verursachte so gl / Erregung unter den Bauern, daß Nachfragen angeßelll ic-.^ mußten, die natürlich ergaben, daß nichts von dec SJuSnc! auf Tatsachen beruhte. Das versetzte die Dorsbewchna olche Wut gegen die unglückliche Kaffandra, die |i< ihre Unheiloerkündigungen umsonst geängstigt Halle, daß i das Haus der „Hexe" niederbrannten und das Mädchen; ' die Straße zerrten. Dann rissen sie ihr die Üleidec c?. banden sie an den Schweif eines Pferdes und sagten sie.« das Dorf, bis sie dem Tode nahe war. * Aachen, 14. April. Der „Aach. Volksfr." erhält aus Walhorn (Rhld.) die Meldung, daß auf einem dem Landrat Gülcher gehörenden Gute unter eigentümlichen Erscheinungen das das Gut verwaltende Ehepaar erkrankte und alsbald verstarb. Desgleichen wurden die dreizehnjährige Tochter sowie zwei erwachsene Kinder des Ehepaares von der Krankheit befallen. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Die Art der Erkrankung ist ärztlicherseits noch ttidjt festgestellt. * Bremen, 14. Ap t. Ein geheimnisvoller Mord wurde am Freihafen entdeckt. Im Wasser fand man einen notdürftig bekleideten Mann, der in der linken Brustseite zwei tiefe Stichwunden hatte. Die Kleidungsstücke waren unversehrt, also offenbar erst nach Ausführung der Stiche der Leiche übergezogen. Bisher ist es noch nicht gelungen, die Personalien der Leiche festzustellen. Allem Anscheine nach war der Ermordete ein Fischer. * Durch Tabakrauch getötet. Einen eigentümlichen Tod fand in London eine alte Dame, die einen verheirateten Sohn besuchen wollte. Die Dame leidet an Asthma, und als sie das Zimmer betrat, in dem ihr Sohn mit einigen Freunden rauchend saß, erlitt sie infolge des Rauches einen so heftigen Anfall, daß sie sofort zusammenbrach, und, bevor ärztliche Hilfe zur Stelle sein konnte, verschied. * Ein Prinz im Kampfe um Majorat und Prinzentitel. Vor der 11. Zivilkammer des Landgerichts zu Dresden kämpft ein jungendlicher Prinz, der Sohn der Tochter des Don Carlos, Prinz Friedrich von Schönburg- Waldenburg, um sein Majorat und seinen ihm strittig gemachten Prinzentitel, und er bleibt in diesem Kampfe voraussichtlich Sieger auf der Wahlstatt. Nachdem vor der 11. Zivilkammer bereits mehrere Termine unter vollständigem Ausschluß der Oeffentlichkeit stattgefunden haben, ist der Gerichtshof nunmehr zur Beweisaufnahme geschritten. Die Agnaten des prinzlich Schönburg-Waldenburgischen Hauses, an ihrer Spitze der geschiedene Ehegatte der Prinzessin Alice von Bourbon, Prinz Friedrich von Schönburg-Waldenburg, haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dem vierjährigen Sohne der Prinzessin Alice seinen ererbten Namen und den Mission arWte er in bester Harmonie. Dafür lege schon tzer Umstand Zeugnis ab, daß auch Sezessionisten in der Nationalgalerie vertreten sind. Ganz falsch ausgelegt sei sein Besuch in Weimar; er hatte lediglich zum Zweck die Errichtung eines Kaiserin Augusta-Denkmals und einer Kaiserin Augusta-Gedächttriskirche. Auf Konstituierung des Künstlerbundes in Weimar habe er auf keine Weise Einfluß auszuüben versucht. Er habe von dessen Konstituierung erst nach der Rückkehr aus Weimar gehört. Den Angriffen der Presse sehe er ruhig entgegen und dies umsomehr, als er durchaus vorurteilslos alles für die deutsche Kunst tue. — Abg. Münsterberg (frs. Vgg.) schließt sich dem Abg. Winkler an und dankt für die Aufklärungen des Ministers. — Abg. v. Neumann- Großenborau (kons.) meint, die Kunst sei nicht frei, sie sei es nie gewesen und werde es nie jein. Die Kunst sei abhängig von Augustus und Mäcenas. Der Augustus habe aber dafür so sorgen, daß der Staat nicht einseitig Schaden erleidet. Redner beklagt insbesondere die unsittlichen Auslagen in den Berliner Schaufenstern und den freien Berkau: unsittlicher Schriften in Berlin. Er schließt mit einem Danke an die Kunstverwaltung für die sorgfältige Auswahl der Gemälde für die öffentlichen Galerien. — Abg. Träger (frs. Vpt.) nimmt die Sezessionisten gegenüber den Angriffen Dr. Rewoldts in SchuP und spielt gegen ihn die Ausführungen seines Fraktionskollegen v. Kar- dorff im Reichstage aus. — Kultusminister Dr. Studt konstatiert, daß Abg. Träger jetzt nicht einmal versucht habe, die früher gegen das Ressort des Kultus erhobenen Beschuldigungen zu beweisen. — Dann bricht das Haus die Sitzung ab. Vermischtes. * Berlin, 14. April. Wegen schlechten Geschäftsganges haben der Kaufmann Paul Pirlag in der Großbeeren st raße 93 und seine Frau sich in der letzten Nacht durch Einatmen von Leuchtgas das Leben genommen. * H alle, 14. April. Durch ein Versehen des früheren Stadtrats, jetzigen Geheimrats Pütter in Berlin war der hiesigen Stadtkasse ein Schaden zugefügt worden. Dieserhalb hat das Stadtverordnetenkollegium tnf Beschluß der Finanzkommission dem Magisttat ein Tadels v otum ausgesprochen. Der Magisttat will aber den Tadel nicht einstecken, und behauptet, das Rügerecht stehe nur der vorgesetzten Behörde zu llm Klarheit über die Sache zu schaffen, wurden die juristischen Mitglieder des Kollegiums mit der Prüfung der Angelegenheit betraut. * Insterburg, 14. April. Bei einem Feuer, das in der vergangenen Nacht in einem Hause in der Kasernen- straße ausbrach, fanden ein Hoboist, ein Eisenbahn- arbeiter und ein Friseurgehilfe den Tod in den Flammen. F S so er D CT» cz CD nr <5T - 3 CD Cb "d re OP re er r-_ Cb CD er 3 „ 3 3« O- or ft Cb «b 2. Ö O D ~ ft er ~ 3 ft -2 Cb 3 - -r c 'S § CD a - 2 ~ V er 3 3 CD S? er D- ft s re « 3 O re « 5 D S % 3 3 cr'c' 2. = ar 8^ 3 "3? 3 -a CD 3 2- - ess’ 3 3 5 Ö-CD 2 Cb 3 C cd" 3" 3 3 2 ft o- CD 3 3 So s-2 « 2 C S6 Ä -8* ° er 3 o» 2 2 3 3 o 3 er 3 e 3 ft-8 5 streif. Vp.s, d die Ucbkemit ein unb müsse. Abg. Bel lvartige Politi M einen Ste 'iUft?Un8 6ei Ä1 whu ^nem Vc atffw »L?» - ZDZ otbeutet "rp. fo s° ett Man ti6« Ä-^Een ur Mhf /Jff au schlug g tem klang sa ö, m nicht, da das doch bedeutet ist nicht gleich flilten das m yuntt aus bed DeMschlands. dienen, Präsit sämtlicher Sb eine würdige politü aufgeb« Neutralität ir kotischer Sei eintretcii solle Oftasien gröh« der Neutralifl nehmen muß, China doch nie Schiffsveckäuß mit unserer Ä Amt angeftagt Schiff, das Dc: verwandelt wer den vc richt I C Deutschlands? 2tiib:nien bMt auswärtigen Sto 3i»mard hierin lungen. 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