Erstes Blatt Dienstag 15. März 1904 L2S den »ÄV1 154. Jahrgang iiiöfibigt sei, wird von japanischer : in Abrede gestellt. Tie beschädigten japanischen ^'c.-lx-dobootszerstörer sollen im Laufe der Woche repariert jfe«n, ohne daß es notwendig ist, sie ins Trockendock Der Krieg Mischen Japan nnd Anßtand. Tie letzte Seeschlacht bei Port Arthnr. Aus dem weiteren Berichte des Admirals Togo das Gefecht bei Port Arthur am 10. März geht folgen- M? her Dor: Laut Meldung der Torpedoflottille sind vier Wuflf en von dem Torpedojager „Steregutschi" durch die Javaner gerettet worden, ein Torpedomechaniker md drei Heizer, von diesen waren zwei verwundet. Auf d«!Nt „Steregutschi" ist kein Lebender zurück- qirblieben. Man verrmitet, daß die Mannscha ft ins Tee r stürzte. Ter Versuch, weitere Russen aus dem Öttne zu retten, mußte infolge des heftigen Geschützfeuers d« Strandbatterien und des .Herannahens der „Nowik" oa'lie geben werden. Tie ärztliche Behandlung der ver- Mandeten Russen verläuft günstig. Tie Gefangenen haben terzug KM K dem Bahchs'k^^ ;leist. Da KzH« oerletzt. 'md gespw Jiwr« ragt 24 Stak t" recht erhM. u'k bet ßungtn des v: Kirche und Hchute. — Wie die „N. Fr. Pr." aus Rom meldet, hat sich der Erzbischof von Olmütz, Dr. Kohn, zur Verzichtleistung auf sein Erzbistum endlich entschloßen. ES heißt, Kohn werde nach Ordnung seiner persönlichen Angelegenheiten in Olmütz bleibenden Aufenthalt in Rom nehmen. Kohn wird als Entschädigung 50 000 Kronen jährlich seitens des Olmützer BiStumS erhalten, sowie die Kardinalswürde. rpnergeselle filfe ■ den Klempner^,- volverschüssej^l durch einen Lij Bekanntmachung. Die Sonnen st raße zwischen Kreuzplatz und Schul- Ärafite wird wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten von l^iite an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrrad- mirfehr gesperrt. Gießen, den 15. März 1904. Großherzoglich «'s Volizeiamt Gießern H e cb l e r. — lieber den neuen Verstärkungstransport für Südwestafrika wird bekannt: Am 22. Marz wird die erste Vlbteilung in Stärke von 400 Mann fahren; die beiden übrigen Llbteilungen von je 300 Mann sollen am 30. März und am 5. oder 6. April folgen. Ende April werden demnach die 1000 Mann Verstärkungen in Swakopmund gelandet sein. sii: >' 6er ihr Schicksal vollständig beruhigt. Tie Angabe in dem Berichte des russischen Admirals 'Mxejew, daß während des Angriffes auf Port Arthur «Mjjapanischer Torpedobootszer störer ver- i n ifi n e t und der Kreuzer „Takasago" schwer bell m t l i ch e r Bekanntmachung. Die Wetzsteingasse zwischen Wallthorstraße und Witzen „Auf der Bach" wird wegen Vornahme von Kanali- sationSarbeiten von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- iverkS- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliches Volizeiamt Gießen. Hechler. Kckanntmachung. Rach § 35 Abs. 4 und 6 der Reichsgewerbeordnung ist öet Handel mit Drogen und chemischen Präparaten, welche Heilzwecken dienen, zu untersagen, wenn die Handhabung des Gewerbetriebs Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet. Auch haben Personen, welche dieses Gewerbe beginnen, bei Eröffnung ihres Gewerbebetriebs der zuständigen, das ist für die Stadt Gießen, der unterzeichneten Behörde Anzeige zu machen. Unterlassung der rechtzeitigen Anzeige muß nach § 148 ßiffrr 4 der Reichsgewerbeordnung mit Geldstrafe bis zu 150 Mk. und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 4 Wochen geahndet werden. Die Anzeigepflicht erstreckt sich auch auf kleinere Be- triele, die nur einzelne Heilmittel vertreiben (Materialwaren- -unb Spezereihändler rc.). Wir machen die Interessenten hierauf aufmerksam unter dem Hinweis, daß zur Durchführung dieser Gesetzesvorschriften eine amtliche Kontrolle der Geschäftsbetriebe stattfindet und daß zu diesem Zwecke von Zeit zu Zeit polizeiliche Revisionen der Verkaufs- und Aufbewahrungsräume vorgenommen roerkn. Gießen, den 12. März 1904. Großherzogliche^- volizeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. , 'Die am 2. d. MtS. angeordnete Sperre der MäuSburg mird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. März 1904. Großherzogliche-, ''nfi’.ciamt Gießen. Hechler. Tecken. Ter Kommandant der koreanischen Truppen in Jtschin erklärte sich bereit, die Waffen aus- zuliesern und die Truppen zu entlassen. Er behielt nur 20 Mann unter Waffen. Tie Bevölkerung in der Mandschurei verhält sich ruhig. In der Nacht vom 11. d. M. beleuchteten feindliche Schiffe mit Scheinwerfern die Helenbah und die Ufer gegenüber Soentschoen. Nach zuverlässigen Erkundigungen landeten keine Japaner nördlich von Genan. Tie Bevölkerung längs des Tunnenflusses sympathisiert mit uns. In ©enfan wurde ein Koreaner verhaftet, welcher beschuldigt wird, an den russischen Kommandanten in Wladiwostok Nachrichten über japanische Truppenbewegungen gegeben zu haben. Im Norden Koreas wurde auf Befehl der japanischen Behörde das russische Papiergeld außer Kurs gesetzt. Ter Korrespondent des „Daily Telegraph" in Tingkan hält an seiner Meldung fest, daß dieJapanerinFoeng- tschang-Tschoeng st eh en und geg enTatunling rekognoszieren. Tie Eisenbahntransporte auf der sibirischen Bahn vollziehen sich ruhig und in größter Ordnung. „Petit Parifien" berichtet aus Tokio: Tie japanische Nationalsubkription habe bereits 450 Mill. 9) en ergeben. Außerdem würde die Erhöhung derSteuern 100 Millionen ein brin gen. Telegramme aus Tobolsk und Charbin melden den Ausbruch einer Typhusepidemie im Amurgebiet infolge der gräßlichen Kälte und des Nahrungsmangels. Auch in der Armee sind zahlreiche Fälle von Typhus zu verzeichnen. Im Feldlazarett des Roten Kreuzes erkrankten mehrere Sanitätspersonen. — Tie „Norddeutsche" schreibt: Zu der Nachricht des „Vorwärts", die Reichsleitung gehe damit um, ' . Reichstag auf zu lösen, soll der Reichskanzler geäußert haben: „Für ein Regierungsdementi zu dumm!" Eine andere Zeitung bemerkte zu dieser Mär des „Vorw": der Schauplatz der Auflösung wäre wohl nicht der Reichstag, sondern das Luftschloß in Pichelswerder. In beiden Angaben ist die Auffassung des Reichskanzlers richtig getroffen. Lüneburg, 14. März. Bei der heutigen Reichs- Sani). " 141 Mir, lU uL Sftf *"»9 -'M,: Wen werde, bif £ bcnQn btrW*.., en Escht 1 m Angäff genom»a königl. Hohej- W zufolge, e,t Monaten >rch diese Meldung iZ Nachricht unsere? angeblich in chü- lalich bestatten Frühjahr eine n W von HL i sich Fr au öuU' omanschristMm.- jie war vor ihm/ iter eines ostpreu?.' er ErsmssühMS- i eine sreuMch r- bieüble Ä-; rdentlich tvilkE bot rutzen bet^l it ui ben beiden i9L Tie WW Jjte, eatetf'Xwl* st nunmehr dm ... "•SS" ’ÄeS >ß! ASM Deutsches Reich. Berlin, 14. März. Ter Kaiser wird in Gibraltar ant 18. März erwartet. Ter dortige Gouverneur forderte die Bevölkerung auf, dem Kaiser, der so eng mit dem König Eduard verbunden sei, einen herzlichen Willkommen entgegenzubringen und einen begeisterten Empfang zu bereiten. — Tie „Freie deutsche Presse" (früher „Freis. Ztg.) schreibt: Hefter des Abg. Eugen Richter Gesundheitszustand finden sich unrichtige Mitteilungen in einzelnen Blättern. Richter ist lediglich während der naßkalten Witterung infolge von rheumatischen Beschwerden ant regelmäßigen Besuch des Reichstags und Landtags ftehindert worden, bat öfter schon in voriger Woche an Plenar- und Kommissionssitzungen des Reichstags sich wieder beteiligt und erhofft vollständigeWieder- herstellung von einer längeren Kur nach Schluß der parlamentarischen Sessio n. Völlig unrichtig ist auch die Annahme, Richter beabsichtige, sich von der „F'reis. Ztg." (Freie deutsche Presse") zurückzuziehen. Richter wird nach wie vor zu den ersten und tätigsten Mitarbeitern der Zeitung gehören, entsprechend den Beziehungen desselben zur parlamentarischen Partei und in Verfolg seines lebhaften Interesses an der Zeitung seit deren Begründung vor nahezu 20 Jahren. Was die Stellung des Abg. Tr. Müll er-Sagau betrifft, so ist derselbe nicht Chefredakteur der Zeitung, sondern Geschäftsführer der Gesellschaft „Teutsche Presse", in deren Verlag die Zeitung von jetzt ab erscheint. Uolitische Tagesschau. Eine politische Extratour. Ter Termin der R o m r e i s e des Präsidenten L o u b e t rückt immer näher. Nach Berichten aus der ewigen Stadt sollen dem Gaste Ehrungen erwiesen werden, wie sie selbst gekrönten Häuptern noch nicht zuteil geworden sind. Eine Erklärung für diesen etwas jäh in die Halme schießenden Enthusiasmus läßt sich vielleicht weniger darin finden, daß die durch den Tod des Papstes Leo vertagte und bereits als aufgegeften erachtete Besuchsabsicht Loubets nunmehr verwirklicht wird, als vielmehr darin, daß einem Anderen, der dem Präsidenten der Republik nicht fernsteht, Roms Gast- freundschaft aber verschmähte, ostentativ gezeigt werden soll, wessen er verlustig gegangen ist. Es handelt sich natürlich um den Zaren, der im letzten Herbst den in aller Form angekündigten Besuch am italienischen Königshofe plötzlich absagte, was dort und in der gesamten Bevölkerung Italiens um so peinlicher empfunden wurde, als König Viktor Emanuel oen ersten Auslandsbesuch nach der Thronbesteigung gerade in Petersburg ab gestattet hatte. Jetzt glaubt schwerlich noch jemand daran, daß der Zar überhaupt nach Rom kommen wird, und gerade deshalb ist für die Begeisterung, mit der man dort Loubets Empfang vorbereitet, am Ende noch ein anderes Moment mitbestimmend: eine gewisse Genugtuung darüber, daß Frankreich von Rußland abzurücken beginnt. Es fehlt ja bekanntlich in Italien nicht an Politikern, die in . einer italienisch-französisch-englischen Allianz das Heil für das savoyische Königreich sehen und die Reise des italienischen Königspaares nach Paris und London in diesem Sinne zu frukttfizieren sich bemühen, wobei die immer unverhüllter sich äußernde Englandfreundlichkeit des Ministers Delcasss ihnen Vorschub leistet. Ob Delcasss den Präsidenten nach Rom begleiten wird, weiß man noch nicht. Ist es der Fall, dann wird Italien in diesen Besuchstagen höchstwahrscheinlich eine Politische „Extratour tanzen", wie sie lebhafter noch nicht dagewesen ist. Die Frage der Visite Loubets im Vatikan dürfte dann völlig in den Hintergrund treten. Was Deutschland betrifft, so würde es sich auch über solche Extratour nicht aufzuregen brauchen. Nach dem Festrausch wird Italien auch diesmal froh sein, auf dem soliden Stuhl des Dreibundes wieder Platz nehmen zu können. = jiu bringen. Nach Privatmeldungen aus Port Arthur sammelten sich ttmgcemb des Kampfes am Donnerstag die Frauen und «ftter auf dem großen Rennplatz, da sie hofften, dort besser dß im den engen Straßen vor einschlagenden Granaten c liiert zu sein, deren Grplosion wegen des durchweichten Lfaieichs draußen nickst zu befürchten stand. Gleichwohl i r-irbcn zwei Frauen und ein Kind tot vom Renn- jjifcße getragen. Zu den Opfern des Bombardements gehört cm ein Teil des Personals des Bahnzuges, der am Tvn- t ktcig morgen in Port Arthur einfuhr. Weiteres zur Kriegslage. ! Mch einem in Port Arthur am 13. d. M. abends jllMi Uhr aufgegebenen Telegramm ist das Gerücht, die ^Iraner hätten Port Arthur besetzt, gänzlich un- IWgründet. . Amtlich wird russischerseits mitgeteilt: Ein UMtwramm des Generalstabschefs Generals Zilinski vom Ifflb. M. meldet: Am 8. d. M- bemerkte eine unserer Pa- fctiuiPfen am Flusse Tschingtschangan vier feindliche Posten mit ebner Abteilung Kavallerie, die den Ausklärungsdienst wechhv. Bei Partschau fiel die eine japanische Ka- vaatlib: r i e - P atrouille in einen ihr von unserer Pa- ItAiiiillle gelegten Hinterhalt. Sie wurde zersprengt unb Doerlor einen Mann. Aus dem von ihr zurückgelegten M ege fand man Kapseln mit Schießbaumwolle, Säbel und ZW tif# !Ä»S iSt tagswahl im Wahlkreise 16 Hannover-Lüneburg erhielt nach bisher vorliegenden Nachrichten v, Wangenheim (Welfe) 9029, Tr. Jünecke (natl.) 7177, Fischer (Soz.) 3908, Toberkau (Bd. d. Ldw.) 2769 Stimmen. Es fehlen noch einige Landbezirke, doch dürfte Stichwahl zwischen Wangenheim und Jänecke als sicher anzunehmen sein. (Bei der vorigen Hauptwahl erhielt Jänecke 6782, Frhr. v. Wangenheim-Wake, Welse, 7194, der Sozialdemokrat 5564 und der bündlerische Kandidat 3005 Stimmen. IN der Stichwahl siegte Jänecke mit 9671 Stimmen über den Welsen, der 9642 Stimmen erhielt.) War, MH Getier. « ‘ !*lt ; S'L manS1 Mr werde Steift VezugSpret»: monatlichpb Pt., vierteljährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.'; durch diePost Mk.2.— viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis vormUtagS 10 Uhr. ZeilenpretS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich tür den volit. und allgem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und ßanb" und .Gerichtslaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Ausland. Cannes, 14. März. Der >Expräsident der Oranjerepu- blik, Steijn, ist heute in Men tone eingetroffen. Er stattete dem Expräsidenten Krüger einen Besuch ab. Vigo, 15. März. Die Vorbereitungen zum Empfange der Souveräne werden eifrig betrieben. Der Dampfer „König Albert" mit dem Kaiser Wilhelm wird vor der Ankunft des königliche Zuges eintreffen. Infanterie und Kavallerie ist bereits angekommen, um auf dem Wege, den die Monarchen nehmen, Spalier zu bilden. Im Hafen werden etwa 100 Fischerboote sich in doppelten Reihen auf- stellen. Die Kriegsschiffe „Pelaye", „Andas", Urania" und „Vasco" werden zu einem Geschwader zusammengeftellt werden und Ehren erweisen. Rom, 14. März. (Kammer.) Chiefi bringt eine Interpellation an den Minister des Aeußern, Tittoni, ein,, über die Grundsätze, welche für die Ernennung von Beamten in den Kolonien maßgebend seien. Chiesi wünscht zu wissen, welche Gründe die Regierung veranlaßt hätten, zum Generalkonsul in Aden einen Marineoffizier zu ernennen, dessen Tätigkeit in Merka und Mogadischu (Sßenxi>= dir) scharfe Beschwerden hervorgerufen habe. Man beschuldige denselben, daß er Somalis durch Stockschläge habe töten lassen und daß er 30 Gefangen e, ohne ihnen den Prozeß zu machen, habe Hinrichten lassen. Tittoni erklärt, der Konsul in Sansibar habe über die Beschuldigungen eine Untersuchung ein geleitet. Der Bericht habe die von Chiesi erwähnten Tatsachjen bestätigt. (Sensation.) Dieser Beamte werde daher dem Gericht überwiesen werden. Die Regierung müsse das Ergebnis des Prozesses abwarten, ehe sie Disziplinarmaßnahmen verhängen könne. (Zustimmung.) Marineminister Mirobello erinnert daran, daß dieser Offizier dreimal von Eingeborenen Gegenstand von tätlichten Angriffen gewesen und daß er auch für die Militärverdienst- medaille vorgeschlagen sei. Brünn, 14. März. Gestern vormittag kam es hier zu schweren Ausschreitungen gegen die deutschen Studenten, welche wie allsonntäglich in Kappen und Bändern auf dem Großen Platz promenierten. Es hatte sich ein nach Tausenden zählender tschechischer Mob ange- fammelt, der Hetzlieder fang. Plötzlich überfielen die Tschechen auf ein gegebenes Zeichen, meist hinterrücks, die Deutschen, führten Faust - und Stockhiebe gegen sie und bewarfen sie mit Steinen, wobei die tschechische Gymnasialjugend die Deutschen an spie und mit Kot bewarf. Nun festen sich die Teutschen zur Wehr, und es gab aruf beiden Seiten zahlreiche Verletzte. Als der Tumult seinen Höhepunkt erreichte, schritt die Polizei mit blanker Waffe ein und schuf Ordnung. Auch abends durchzogen die Tschechen, Hetzlieder singend, die Stadt. Tanger, 14. März. Ter Korrespondent der „Köln. Ztg.", Günther, ist bei einem Spaziergänge in der Umgebung von Fez verschwunden. Man befürchtet, daß er von Beduinen ermordet ist. Tie marokkanische Regierung hat den deutschen Konsul wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß Günther seine Spaziergänge ein» stellen möge^hg^ihm protze Aus Stadt und Land. Gießen, den 15. März 1904. ** Aus dem Milltär-Wochenblatt. Im Benr- laubtenstande: Befördert zu Leutnants der Reserve die Vizewachtmeister, bezw. Vizefeldweftel: Matthes (Düssel- GietzenerAnzeiger ’x# General-Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Sir. 63 v x I d)Ctnt täglich nutzer Sonntags. len Gießener Anzeiger llerden tm Wechsel mit bm Kessischen Landwirt je Gießener Familien- lläller viermal in der Woche beifldegL 5oiationsdruck u. Verleg der Brüh l'schen ^>mers.-Buch-u.Stein- brudecet. R. Lange, kiedaknon, Erredrtion und Druckerei: Cchutstrahe 7. tbiefic für Derreichen: Knzetger Gtctzeu. KkrnlprrchaniktiliistNr 51. darf) deS 2. Großh. Heff. Drag.-RegtS. (Leib-Drag.) Nr. 24, Engel (Mainz) des Inf.-Regts. v. Borcke (4. Pomm.) Nr. 21, Wilbrandt (I Darmstadt), Werner (II Darmstadt) deS 1. Großh. Heff. Jnf.«(Leibgarde-)Negts. Nr. 115, Lindenstruth (Frankfurt a. M.) des 5. Großh. Hess. Jnf.- RegtS. Nr. 168, Buff (I Darmstadt) des Großh. Mecklenb. Jäger-BatS. Nr. 14. — Der Abschied bewilligt den Oberleutnants: Biermann deS 2. Aufgebots des 1. Garde- Gren.-Landw.-RegtS. (Gießen), Pape der Landw.-Jnf. 2. Aufg. (Mainz), Schrohe der Landw.-Feldart. 2. Aufg. (II Darmstadt). — Befördert zu Assistenzärzten die Unterärzte der Reserve Dr. Müller (Gießen), Dr. Gros (I Darmstadt). - Hessisch.Thüringische Staatslotterie. Bei der heute fortgesetzten Ziehung der 6. Klaffe fiel ein Gewinn ,von 250 000 Mk. auf Nr. 45707 (nach Oldenburg), ein Gewinn von 50 000 Mk. auf Nr. 69185, ein Gewinn von 30 000 Mk. auf Nr. 15525, ein Gewinn von 20 000 Mk. auf Nr. 92174, ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 95618, fünf Gewinne von je 5000 Mk auf Nr. 43686 50493 83682 86700 91580, Gewinne von je 3000 Mk. auf Nr. 2297 4480 4825 27684 41401 46054 46513 48953 81038 82512 91252 93297 96942 97670 99403. (Ohne Gewähr.) •* Der Jahresbericht deS hiesigen Gymnasiums für das Jahr 1903/04 ist uns heute zugegangen. Darin wird auch bekannt gemacht, daß das neue Schuljahr am Dienstag den 12. April beginnt. Anmeldungen zur Aufnahme in das Gymnasium werden Montag den 11. April morgens von 8—9 Uhr für die Vorschule, von 9—10 Uhr im Lehrerzimmer deS Gymnasiums entgegengenommen. - Theater-Verein. Für die letzte Theatervereins- Vorstellung war schon seit längerer Zeit das Moliöresche Lustspiel „Die Schule der Frauen" und als Einleitung deS Abends Octave Mirbeau's neuer Einakter „Der Dieb" in Aussicht genommen. Infolge der Krankheit von Fräulein Hellberg, die in MoliöreS Lustspiel die weibliche Hauptrolle spielen sollte, mußte die Aufführung weiter, als ursprünglich gedacht, hinausgeschoben werden und soll nun erst am Montag, den 21. d. MtS. stattfinden. ♦♦ Aus dem Bureau des Stadttheaters. Die Theaterbesucher werden daraus aufmerksam gemacht, daß auf dem heutigen Theaterzettel Frl. Hellberg irrtümlicherweise als Darstellerin der Agnes in Fritzchen aufgeführt ist. Die Rolle wird von Frl. Hohl gegeben. Frl. Hellberg muß sich vorläufig noch Schonung auferlegen. Es dürfte das hiesige Theaterpublikum interessieren, daß Oberregiffeur Haag von unserer Bühne als Regisseur an das Stadttheater Bremen verpflichtet worden ist und daß das Engagement nach persönlicher Vorstellung nunmehr perfekt geworden ist. — NamenS-Verwechslung. Vor einiger Zeit kam die Nachricht, daß in Gießen ein gewißer Oppel eingeliefert worden sei, der den Kauf des ehemaligen Hotels Seipp vorgenommen habe. Wir erfahren hierzu, daß diese Nachricht insofern unrichtig ist, als Oppel ein zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt gewesener, gemeingefährlicher Geistesgestörter ist, der kürzlich aus der hiesigen psychiatrischen Klinik entflohen war, aber mit dem Hotel Seipp nie etwas zu tun gehabt hat. — Den Hotelschwindel, welcher übrigens, wie die Verhandlung vor der Strafkammer dartun wird, an humorvollen Situationen, die für eine Operette Stoff geben könnten, recht reich ist, hat ein vielfach vorbestrafter Tischlergeselle, Kempfe, aus Ehringsdorf bei Weimar verübt, den man zur Zeit in Hanau in Nr. Sicher genommen hat, weil er dort Verschiedenes auf dem Kerbholz hat. Auch die Staatsanwaltschaft in Kassel hat mit dem raffinierten Vogel zu tun. Jedoch sein Hauptschuld-Konto wird Kempfe mit der Staatsanwaltschaft Gießen vor unserem Landgericht zum Ausgleich zu bringen haben. Hat doch der Gauner außer der Affäre Seipp mit all ihren kleinen strafbaren Nebenaffären vorher, als er noch in Klein-Linden wohnte und dort den ehrsamen, wohlhabenden Handwerksgesellen machte, wie ein Raubritter in der Wetterau gehaust. Er machte von Klein-Linden mehrfach verwegene Streifzüge in die Wetterau und führte in einer ganzen Reihe von Ortschaften, z. B. in Vilbel, Ilbenstadt re. raffinierte Betrügereien und Diebstähle aus. Der Verbrecher befindet sich noch in Hanau, soll aber in allernächster Zeit hierherverbracht werden. Sechzehn Geburtstage wurden gesiern abend von den diesjährigen „Fünfzigern" im Hotel Großherzog von Heffen gefeiert. Es sind solche 50 jährigen Geburtstage, welche in diesem Jahre vom 1. Januar bis gestern bereits gewesen sind. ♦♦ Der erste jüdische Richter in Hessen. Leb- Kastes Interesse wirb, wie wir in der „Wormser Ztg." lesen, rn weiten Kreisen die Ernennung des Gr. Gerichtsassessors May von Worms zum stellvertretenden AmtsrichterinO st Hofen Hervorrufen. Mit dieser Ernennung fällt der Vorwurf, daß man in Hessen prinzipiell keine israelitischen Richter in Dienst stelle, in sich zusammen. — Gaururntag. Lehrer Kling ist nicht zweiter, sondern e r st e r Vorsitzender des hiesigen Männer-Turnvereins. Dagegen bekleidet er das Amt des zweiten Vorsitzenden der Gießener Turnerschaft. — Ein seltenes Rehgeweih (Kreuzbock) ist s. Zt. im Schaufenster der Kürschnerei August Kretzschmar ausgestellt. DaS Tier wurde vor einiger Zeit von einem hiesigen Jäger erlegt. )( Der Vogelsberger Geflügel- und Vogelzuchtverein hat auch auf der ersten hessischen Landesgeflügel-Ausstellung zu Offenbach, die am Samstag eröffnet worden ist und deren Katalog 1040 Nummern aufweißt, seine Leistungsfähigkeit gezeigt. Bei der bedeutenden Konkurrenz wurden hohe Anforderungen gestellt. Es waren ausgestellt 646 Stämme Nutzgeflügel und gegen 400 Nummern Tauben. Es erhielten Ehrenpreis und 1. Preis auf Wyandottes: Simon-Ehringshausen, desgl. Keil-Strebendorf, und Södler- Nieder-Gemünden auf Silbersprenkel. Zweite Preise erhielten: Burg-Ruppertenrod, Dörr-Lehnheim, Stauf-Grünberg, Södler- Rieder-Gemeinden. Dritte Preise: Keil-Strebendorf, Ehrist- Neumühle, Fr. Jöckel-Grünberg, Mau§-Ruppertenrod, Preffer- Oberroßbach, Stein - Grünberg, Hildebrand - Gettenau, I. Zimmer-Bingmühle, Dr. Pinko-Kirtorf, Pitz-Lauter, Södler- Nieder-Gemünden. Für Tauben: Decher-Grünberg 2. Pr., Fr. Jöckel-Grünberg 2. Pr., Södler-Nieder-Gemünden einen 2. und drei 3. Preise. (In der „Han. Ztg." lesen wir, daß auch 3 Gießener Aussteller mit Preisen bedacht worden ind, nämlich: Rübsamen, Fr. Becker und Joh. Schäfer IIL) Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der Jahresbericht des Frauenbundes zum Wohle alleinstehender Mädchen und Frauen zu Fran k- urt a. M. für daß Jahr 1903 ist erschienen und vom Heim deS Frauenbundes, Langestraße 36, zu beziehen. Vermischtes. ♦ Straßburg, 14. März. Die Schauspielerin Lans vom Colmarer Stadttheater tötete sich durch einen Revolverschuß. * Tie Vorstellungen im Schloßtheater zu Wolfenbüttel wurden wegen, Feuergefährlichkeit der Baulichkeiten endgiltig eingestellt. ♦ London, 14. Mälz. Einem Telegramm aus Brisbane zufolge lief der Tampfer „Armagh" Beim BreaksPead Pit an der Ostküste Australiens auf und ging nach Flottwerden 20 Meilen von Bundaberg vor Anker. Tie Passagiere und Mannschaften versuchten ihre Rettung in Booten. Zwei Boote mit 58 Insassen gelangten in Sicherheit, die übrigen mit ungefähr hundert Personen fehlen. Mehrere Tampfer gingen ab, um sie zu holen. Vnioersttüts Nachrichten. — Der veterinär-medizinische Doktortitel. Dem Staatssekretär des Innern, Grasen von Posadowsky, hat eine Eingabe des Abg. Dr. Müller-Saqan vom 15. Juli v. Is., betreffend die Anerkennung der an deutsch-schweizerischen Hochschulen erworbenen veterinär-medizinischen Doktortitel, Veranlassung gegeben, mit denl preußischen Minister der geiftheben ujro. Angelegenheiten in Benehmen zu treten Nach der hieraus dem Staatssekretär des Innern zugegangenen Mitteilung „trägt mau in Preußen Bedenken, den Tierärzten allgemein die Möglichkeit zu eröffnen, an deiitschen Universitäten den bezeichneten Titel zu erwerben. Solaiige eine solche Möglichkeit aber nicht geschaffen ist, hält nian es nicht für angängig, die Genehmigung ziir Führung eines im Auslande erworbenen Doktorgrades der Veterinärmedizin für Preußen zu erteilen. Aus deuselbeil Standounkt hat sich ourf) die Mehrzahl der in Betracht kommenden sonstigen Bundesregierungen gestellt". Die Aiinalnne des Abg. Dr. Müller- Sagan, daß die meisteii Bundesstaaten die schweizerische Doktorwürde der Veterinärmedizin anerkennen, treffe daher nicht zu. Ter Umstand, daß die U n i v e r s i t ä t Gießen einen tierärzt- Heben Doktortitel verleihe, und daß dieser Titel in den übrigen Bundesstaaten einschließlich Preußens anerkannt werde, gebe der preußischen Regierung keine Veranlassung, ihre bisherige Halliing aufzugeben. — Da die Angelegenheit nicht zur Zuständigkeit des Reichs gehört, sei der Staatssekretär nicht in der Lage, der Anregung des Abg. Dr. Müller-Sagan eine weitere Folge zu geben. — Der als Sachverständiger int Lepsius-Prozesse nun auch in weiteren Kreisen bekannt gewordene Pros. F u r t >v ä n g l e r - München reift in den nächsten Tagen nach Aegina, nm die Ausgrabungen daselbst sortzusetzen. Es wird dieses mal nicht oben an dem großen Tempel, sondern bei der alten Stadt unten gearbeitet werden. Dr. Hermann Thiersch wird in Furtwänglers Begleitung sein und später wird sich auch der Architekt Fi echt er anschließen. Die Herren haben eine Arbeitszeit von kaum zwei Moitaten vor sich. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Märkte. w. Gießen, 14. März. Der heutigeVi eh markt und der morgige Pferdemarkt bewirkten, daß man gei'lern abend in den Wirtschaften überall zahlreiche Handelsleute fand. Eine ganze Anzahl Pierdetransporte trafen gestern unb heute zum Markt hier ein. Bei trockenem Wetter frnin gewiß auch unser Pserdemarkt auf zahlreichen Bestich von Landbewohnern rechnen, unter denen zweifellos recht viele Käufer sein werden. Gilenluchn-Zeilung. — Mit der E i n r i ch t tl n g vonWagen f ü r denVieh- versandt beschäftigt sich ein Runderlaß des Ministers der öffeitt- lichen Arbeiten. Tie bisher an einer Anzahl bedeckter Güterwagen in den Stirnwänden angebrachten Lüftungsvorrichtungen bei der Beförderung von lebenden Tieren haben sich bewährt. Tie Mehrzahl der Interessenten hat die Zweckmäßigkeit und gute Wirkung der Einrichtung anerkannt, vereinzelt ist die Luktzufuhr drirch die Geltungen, namentlich bei heißem Wetter, noch nicht für ausreichend erachtet worden. Ziir Abhilfe ist empfohlen, bei großer Hitze außer den Oeffuungen auch die Seitentüren der Wagen offen zu halten, die Oeffnungen zu vergrößern und an Stelle der Schieber sie mit Klappen zu versehen, ferner bei Bremswagen auch in derjenigen Stirnwand, in der dieBremse eingebaut ist, eine Lüftungsvorrlchtiing anzubringen. Anderseits ist zum Schutze gegen zu starken Zug unb das Eindringen von Stailb die Herstellung von verstellbaren rolljalousieartigen Vorrichtungen an Stelle der Schieber vorgeschlagen worden. Der Erlaß weist nun daraus hin, daß vor weiterer Entschließung über die Beibehaltung und größere Ausdehnung der Einrichtung noch weitere Ersahrungen zu sammeln sind. Die Eisenbahndirektionen sollen daher Sorgen tragen, daß die ausgerüsteten Wagen and) ferner vorwiegend zur Verladung lebender Tiere bereitgestellt werden. Nach 9 Monaten ist über die weiteren Erfahrungen zil berichten, dabei auch anzugeben, welche Aenderimgen an der Einrichtung etwa für zweckmäßig gehalten werden, ob bei Benutzung der Wagen für andere Güter Beschädigungen der letzteren durch Eindringen von Regen entstehen können, und ob sich die erwähnte Ausrüstung für einen größeren Teil der bedeckten Wagen empfiehlt. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungcn des Gießener Anzeigers. R. B. Darmstadt, 15. März. Tie 2. Kammer begann heute die Beratung über die Regierungsvorlage Bett, den Entwurf einens Feldstrafgesctzes. Die Artikel 1 und 2 wurden nach dem Antrag des Ausschusses ange- nomrnen, während Bei Artikel 3 der Ausschußantrag abge- lehnt und die Regierungsvorlage angenommen wurde. Nach»- dem noch die Artikel 4 bis 8 dem Ausschuß-Antrag entsprechend genehmigt waren, wurde Bei Artikel 9, der eine längere Debatte veranlassen dürfte, abgebrochen. Tie nächste Sitzung ist morgen um 9 Uhr. sd. Tarrn st adt, 15. März. (Eigener Draht- Bericht.) ABg. Köhler und Genossen richteten folgende Anfrage an die Regierung: Ist die Großh. Regierung Bereit, noch im Verwirf des gegenwärtigen Landtags den Ständen eine genaue Tarstellung der Eigentums- und Betriebsverhältni s s e des Staatsverlages und der Tarrn st ä d t e r Zeitung zu geBen? GiBt die Regierung zu, daß das hessische Kreisblattwesen mißständig ist und will sie die Hand zu alsbaldiger Reform Bieten, eventuell durch Uebernahnre in Eigentum und Betrieb deS Staates? Berlin, 15. März. Der „Vorwärts" hält die Behauptung aufrecht, daß in sehr maßgebenden Kreisen jetzr die Diäten zu gestand en werden, doch nicht dieser Reichstag solle sie haben. Es müßte erst ein besserer zusammen gebracht werden. Trier, 15. März. Ter Italiener Pizzo, der wegen eines an dem Wirt Killburg begangenen Raub mord es angeklagt war, wurde vom Schwurgericht freige- sp ro ch en. K a r l s r u h e, 15. März. Die badischeRegierung hat entgegen ihrer früheren Haltung im Bundesrat für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes gestimmt. London, 15. März. Aus Port Arthur in Niu- tschwang eingetroffene Frauen russischer Offiziere berichten folgendes: Die japanische Flotte bombardierte die Forts und die Neustadt von der westlichen Landzunge aus von Mittwoch nacht bis 7 Uhr morgens. Der Schaden war groß. 38Personen wurden getötet und über 100 verwundet. Eine japanische 12zöllige Granate tötete und verwundete im Forts der Unterstadt einen Offizier und42Mann. Der „R e t w i s a n" wurde von drei Granaten getroffen und erlitt schwere Beschädigungen. Auf der Kommandobrücke des Warjag wurden der Kapitän und vier Mann durch eine Granate ge- troffen. Ein Deck Offizier verschwand vollständig und von dem Grafen Nirod wurde nur ein Arm gefunden. Es scheint, daß in Port Arthur verschiedentlich russische Batterien aus Unkenntnis auf russische Schiffe geschossen haben. Rom, 15. März. Aus Buenos Avres wird berichtet: Aufständische Banditen in Urugay überfielen in der Provinz Alexandria den italienischen Wegebau- meister Rezzia und ermordeten ihn unter furchtbaren Martern. In Florida überfielen Banden einen Italiener namens Gi anni, vergewaltigten dessen Frau und Tochter und ermordeten schließlich die ganze Familie. In Los Pregos wurden einem Italiener die Zunge he ra us g eschni 11en. Tie Regierung ent- sandte das Kriegsschiff „UmBria" nach Montevideo. Wien, 15. März. Ter Kapitän Leontjew vom Generalstal) in Warschau wurde dort verhaftet, weil er einer fremden Machit das Verzeichnis der in diesem Staate Knndschafterdienste leistenden Agenten des russischen Generalstabes verriet. Durch Versehen des Postamtes wurde eine Geldsendung für Kapitän Leontjew an den gleichnamigen Obersten Leontjew in Warschau eingehändigt, Gerüchte, daß Kapitän Leontjew Bereits verurteilt und erschossen ist, sind unBegrünbet. Yokohama, 15. März. Hier wird jetzt amtlich mitgeteilt, daß Bei den Kämpfen von Port Arthur zwei russische TorpedoBoots-Zerstörer vernichtet wurden und sanken, sowie daß drei japanische Fahr- zeuge Beschädigungen erlitten. TeSephonischer Kursbericht. Frankfurt a. M.. 15. März. 3Ve% Reiohsanleihe . . 101 75 3% do. ... 89.70 R1/,% Konsole .... 101.90 3°/o do.....89.80 Hessen .... 100.30 S1/, % Oberheason . . . —.— 49» Oeaterr. Go'drenfa . 101 20 4‘ Oeaterr. Silberrente 100 30 4% Un?ar. Goldrente, . . 99.50 4°/ Italien. Rente , . . 101.50 41 \% Porhicrieaer ... 59.00 S°/ Portngieatn. .... 58.00 1 % C. Türken .... —.— Türkenloee .....125.20 4°/q Griech. Monopol.-Anl. 42.00 4l/,% äussere Argentiner 42 90 30/n Mexikaner . . . 26.00 4,/er|/n Chinesen . . . . 89 25 Electrio. Sobnckert . . . 98.10 Nordd Lloyd . . . . 105.40 Kreditaktien . . « . 202.60 Diakonto-Kommandit. . . 184.70 Darmstädter Bank . , . 134 50 Dresdener Bank . . , . 247.50 Rer'iner Handelspes. . . 152 75 Oeaterr. Staatabahn . . . 137 20 Lombarden .....1410 Gotthardhahn ..... 193 50 Lanrai.ütte . ..... 229 00 Bochum ....... 191.00 Harpener......194.60 Tendenz: fest. Bekanntmachung. Freitag den 18. März, nachmittags 3 Uhr beginnend, wird das Abfallholz aus den städtischen Anlagen in der Ostanlage, Südanlage, von der Lonystraße, vom Schiffenbergerweg, von den Anlagen vor dem Friedhof, vom alten Steinbacherweg unb von der Grünbergerstraße öffentlich meistbietend versteigert. Es befinden sich darunter einige für Schmiede geeignete Klötze und einige Haufen Reisig, zu Erbsenreifern geeignet. Gießen, den 15. März 1904. 2519 Großherzvgtiuie ' nraerrneisterei Gießen. Mecum. TM- null Vorschuss-Lettin $11 WM Eingetr. Genossensch. mit unbeschr. Haftpflicht. Mlänz am 31. Dezember 1903. Aktiva. JC £ 1. Kaffenbestand 8884.45 2. Vorschuß-Konto 362238.— 3. Güterkauf- fchillings-Konto 1964.— 4. Gerichtskosten- Konto 3.90 5. Effekten-Konto 6586.95 6. Mobilien-Konto 270.— 7. Immobilien-Konto 600.— 8. Konto der aus- stehenden Zinsen 7342.93 Passiva. 1. Anlehen-Konto 339132.53 2. Stammanteil- Konto 20582.85 3. Reservefonds- Konto 13236.12 4. Konto der unerhobenen Darlehns- zinsen 11844.57 5. Reingewinn 3094.16 387890.23 387890.23 Mitgliederstand Ende 1902 307 Zugang in 1903 15 322 Abgang in 1903 8 Mitgliederstand Ende 1903 314 Der Borstand: Schmidt II., Direktor. Weller, Rechner. Hildebrand, Kontrolleur. Die Rechnung liegt von heute bis zur Generalversammlung zur Einsicht der Mitglieder bei dem Rechner offen. Heneral'-Iersammtung Mittwoch den 23. März 1904, abends 8«/, Nhr, bei Gastwirt Philipp Kreiling XL Tages-Ordnung: 1. Vorlage der Jahresrechnung pro 1903. 2. Festsetzung der Dividenden. 3. Gehatls- angelegenheiten. 4. Verschiedenes. In Anbetracht der Wichtigkeit der Tages-Ordnung wir um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder gebeten. 2505 Für den Aufsichtsrat: Dorfes. Die weitere Ausdehnung der Putzabteilun 2530 Damen Mädchen Kinderhüte in grösster Auswahl und besten Qualitäten für den einfachen bis feinsten Geschmack in einer Aeltere Hüte werden nach neuen Formen gut und billig verändert und garniert Modewarenhaus A. Fangmann Giessen, Bahnhofstrasse 29. setzt mich in die Lage, durch langjährige Tätigkeit in ersten Detailgeschäften und Fabriken dieser Branche sorgfältigst ausgesuchte NB. Die Auslagen dieser Artikel befinden sich in meinem Schaufenster No. 4. Firma-Gründung 1873 Geschäftspriazip: reell, gut und biilic seltenen Preiswürdigkeit Christian Meier 2462 01315 WKMA Georg Bickel Kaiser!. Gouvernements-Sekretär. Für Kcheits- Mb KöLfirmtms-WeLke empfehle ich meine geschmackvolle Auswahl in Pferde-, Wagen-u. Geschirr- Versteigerung. Mittwoch, 19. Mrz 1904, oormittagb 9 Uhr anfangenb, läßt der Unterzeichnete wegen Aufgabe des Fuhrbetriebes in seiner Hofraite zu Bad-Nauheim 4 Pferde, 3 Kastenwagen, 1 Kippwagen, 1 Paar Ernteleiteru (6 Nieter lang), 1 10 sitzigen Sommerwagen, 1 Landauer, 2 Mylords, 1 Gig-Pferdegeschirr, sowie alle zum Fuhcbetrieb gehörigen Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Barzahlung freiwillig versteigern. Bei genügender Bürgschaft wird für höhere Beträge Kredit bis zu 3 Monaten gewährt und wird bemerkt, daß sämtliche zum Verkauf kommende Sachen sehr gut erhalten sind. Bad-Nauheim, den 8. März 1904. Bei meiner Abreise nach Deutsch-Südwest-Afrika allen Bekannten ein herzliches Leöewohl! Bildern.. Das Reinigen und Bleichen alter Stiche re., sowie das Neueinrahmen von Bildern feder Art in bekannter solidester Otto Hochstätten, 01333 Kunsthandlung, Seltersweg 56 (Ecke Volksbad). 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Während der Marktzeit findet der Verkauf des Fleisches in der Großviehschlachthalle statt._______ Sialliartolftl« empsehlen 2507 Gebrüder Oppenheimer S-ricbbcrfl (Hessen). Butter! Honig! | Liefere je 10-Pfd.°Postkolli frc. p. Nachn. Tägl.frischen.schmackhafte garantiert Natur-Süßr.-Kuhmilch-Butter 10 Pfd. 6 Mk. Na- tur Bieueu-Blüteu Hontgfeinst. Edelsorle 10 Pfd. 4 Atk. Zur Probe 5 Pfd. Butter u. 5 Pfd. Honig 5 Mk. Preisl. u. Muster v. Gänsefedern grat. M. Koller, gngag (via Kre-lan) 39 jUcmatog« Marke: Dr. Hommel „ „Reichsadler" empfiehlt 1873 Adolf Bieler Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5. Kognak von ganz hervorragender Qualität. Flasche 3 Mark. 1219 Adler--Drogerte Seltersweg 39 ________Otto Schaaf.________ Zur Eoibaiiin Mllöchen u-limben-Ltitfel von 5.50 Alk. an in großer Auswahl empfiehlt 2326 Franz Neumeier Lonnenstraße 20—22. Hiergemusenudetn, extraf. (Aemüsenndeln Maccaroui per Pfd. von 30 Pfg. an [2235 bei Emii Fischbach. Alle kaufm. u. sonst. Iruck» fachen, Broschüren u. 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Herren,w.a.o.Vrm., erf.Näh. „ssikbesglllld",Berlins.0.26. Rückp. ___________|2133]___ Mcrloreu ein schwarzseidenes Tuch am Sonntag abend am dem Wege Stephanstr.— Neuer Saalbau. Wiederbring. gute Bel. 01328, Abzugeb. Stephanstr. 42,1. © — • 17./3.1904, abends 9 Uhr: Dereins-Alieni) _______im Caf<^ Ebel. 2515 AM-Theater Gietzen. Direktion: Steiniio<;tter* Mittwoch den 16. März 1904: 12. Volksvorstellung. Der Hochtourist Schwank in 3 Akten von Curt Kraatz unb Max Neal. Preise der Plätze: Nurn. Loge 1 Mk., md)t num Saal 40 Pfg., Gallerte 20 Psg