1°ua, Serie Seifert J1445 tt° 6»67ett5nW fort ge|u*tein Lehr- ^üier^y<»rit. Loh» w V^eichst^ [“‘/"Äürta yitroBHl/ ^ gesucht. Uh. d, ^huttcuberger. >ngms Mädchen nej. ^.rainmüraße 43, l, näRübdjeniui^ OeuMoue 2, H loettsDienstinädchcn ^e,ianlage 64, _ SJläq ein sauberes, bleuer Mädchen ge- gut kochen kann und übernimmt Offerten in die Exped. d, Al, dcheu ober «Krau 'erfaße 7. [0724 Mann, der am 1.4. eit in einer hies. Cig.- nbet sucht unter bc- tnsprüchenanderweiitg Test Cfj. unter 0662 eb. b. 31. d)t Wonattfttllt 2-1) ichm. 2Bei bengafftie. L * . 9 stelle in j^et I), SüSanl-ge i is?s® . ***r. •“ÄaS ‘benj^-TTS^ ’S ZAtzS iit 'M«1! die Exp. d. Bl. [1573 ^jabligesGutsbefitzn- 1, bat in Gießen die sucht, wird zu Ostern Pension 'n, mit Angabe detz ihaasensteiuLVog' , Gießeu unter OJ>8 1SÄ ,ta«m|oi«eW- s^utatb. ert billig iabteneS<6«n,-®S| MmbteS^ Nr. 38 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Montag 15. Februar 1904 Srschettrt tägllch mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siehen« Kamilienblätter" werden dem »Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der Landwirt^' erscheint monatlich einmal. Gießener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Universitätsdruckerei. R. Lange, Gieße«. Redaktion, Expedition u.Druckerei: SchulftrH^ Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Are Heutige Wummer umfaßt 12 Seiten. Politische Wochenschau. Gießen, den 16. Februar 1904. DaS Räderwerk der internationalen Politik stockt, indem in Ostasien die ersten Kanonenschüsse gefallen sind. Angesichts der großen weltgeschichtlichen Entscheidung, die hier bevorsteht und angesichts der lleberzeugung zweier Nationen, daß sie beide, ohne sich selbst aufzugeben, auf den Preis, um den gekämpft wird, nicht verzichten können, ist eS müßig, den Streit darüber ins Breite auszuspinnen, welche von beiden den letzten Anstoß zum AuSbruch der Feindseligkeiten gegeben hat. Japan hat jedenfalls ohne Kriegserklärung, aber unter Abberufung der Gesandten die Feindseligkeiten eröffnet. Rußland aber soll in Tschemulpo den ersten Schuß getan haben, nachdem die Japaner dort den beiden russischen Kriegsschiffen offen angekündigt hatten, daß sie sie angreifen würden, sie möchten sich zu diesem Zwecke vom inneren in den äußeren Hafen begeben. Das Streitobjekt bildet die Mandschurei. Tatsächlich ist sie bereits im Besitze von Rußland nnd sie wird aller Voraussicht nach das Hauptkampffeld sein. Fast alle Mächte, einschließlich Japan und Rußland, scheinen grundsätzlich mit dem Gedanken einverstanden zu sein, das chinesische Reich mit Ausschluß der Mandschurei zu neutralisieren. Der Hauptgedanke hierbei ist wohl, daß es dem Interesse aller wirtschaftlich oder politisch in Ostasien engagierten Mächte entspricht, nach Möglichkeit dafür zu sorgen, daß China, das am 12. d. M. seme Neutralität erklärt hat, in dieser Zett des Krieges von inneren Unruhen freibleibt, deren Rückwirkung nicht etwa nur auf die kriegführenden beiden Mächte von schweren Folgen sein könnte. Es wäre, um auf das Nächstliegende hinzuweissn, schon recht bedenklich, wenn etwa der chinesische Hof mit der Kaiserin und dem Kaiser aus Furcht vor der Nähe deS Kriegsschauplatzes Peking verließe, denn die Anwesenheit des Hofes in Peking ist die Hauptgarantie für die Aufrechterhaltung der Ruhe und für den geordneten diplomatischen Verkehr. Nun weiß ein italienisches Blatt allerdings zu melden, daß der Hof Peking nicht zu verlassen gedenke, da ihm von der russischen Gesandtschaft die Versicherung gegeben fei, daß Rußland die Hauptstadt nicht zu besetzen beabsichtige. In einem Washingtoner Telegramm wird über die Vor- geschichte der Note deS Staatssekretärs Hay folgendes »mtgeteilt: Deutschland regte in Washington an, die Mächte einzuladen, sie sollten den beiden kriegführenden Staaten nahelegen, das Kriegstheater zu begrenzen und Chinas Neutralität respektieren. Amerika, weil es die wenigsten politischen Jntereffen in Europa und Ostasien habe, sollte die Initiative ergreifen, und, falls dies untunlich sei, sei Deutschland hierzu bereit. Präsident Roosevelt und Staatssekretär Hay fanden den Gedanken sehr praktisch und ausführenSwert. Ferner heißt es, die Regierung der Vereinigten Staaten, die übrigens auch strikte Neutralität beobachten will, ist überzeugt, daß Deutschland seiner Handels- interessen wegen ein ungeteiltes China ehrlich wünsche. Das unterliegt ja auch keinem Zweifel, und ebenso ehrlich ist des Deutschen Reiches Neutralität, die soeben im Reichsanzeiger offiziell verkündet worden ist mit dem Hinzufügen, daß »hiermit für jedermann im Reichsgebiet und in den Schutzgebieten, sowie für die Deutschen im Auslande die Verpflichtung eingetreten ist, aller Handlungen sich zu enthalten, die der Neutralität Deutschlands zuwiderlaufen’. Allerdings ist weder der Sieg deS einen, noch deS andern Gegners für die deutschen Jntereffen im fernen Osten ein Gewinn gegenüber dem jetzigen Zustande. DaS eine nur bleibt zu bedenken: abgesehen davon, daß hier der erste Entscheidungskampf zwischen der gelben unb der weißen Rasse ausgefochten wird, der für die Stellung der Europäer im fernen Osten von den bedeutsamsten Folgen sein wird __ weder bei einem Sieg noch bei einer Niederlage Rußlands könnte eine ausgesprochen antiruffische Haltung der deutschen öffentlichen Meinung den realen deutschen Interessen entsprechen. Die Franzosen hegen die meiste Furcht, daß bte russenfreundliche Haltung der deutschen Regierung den französischen Sympathien den Rang ablaufen könnte — um so wehr, als England alles tun wird, um die schwierige Lage Rußlands für sich auszubeuten. Zunächst freilich warten alle Mächte die weiteren Ereignisse ab. Früher, als ihnen allen lieb ist, kann auch auf dem Balkan der Krieg ausbrechen. Die albanesische Bewegung in einigen nordwestlichen Gebieten des WilajetS Uesküb scheint schon jetzt, neuesten Meldungen zufolge, Fortschritte zu machen. Die Bewegung entwickelt sich znr Opposition gegen die Reformen. Schensi Pascha dirigierte alle verfügbaren Truppen in das hauptsächlich von der Bewegung ergriffene Gebiet. Vorläufig ist allerdings Hoffnung vorhanden, die Bewegung einzudämmen. Nahe bei Djumaja Bala aber wurde dieser Tage wieder einmal eine ungefähr 100 Mann zählende bulgarische Bande von der türkischen Grenzwache, die durch zwei Kompanien verstärkt war, angegriffen. Der Kampf dauerte bis AbendS. Die Bulgaren flüchten nachts und ließen 12 Tote auf dem Felde zurück. Die Türken hatten einen Toten und zwei Verwundete. In Ipek fand ein blutiger Zusammenstoß zwischen Albanesen und türkischem Militär statt nnd tn Jakowar mrt Gendarmerie. Im Gebiete von Reka wurde eine Anzahl "ürkischerSoldaten massakriert. In letzterem Gebiete leitet die Bewegung dar berüchtigte Zeinel Mamut Bagovie. Natürlich verbreitet auch wieder das maz edonische Komitee zahlreiche Proklamationen, in denen der Wiederaufbruch >cö Aufstandes im Frühjahr angezeigt wird. Es heißt «cner darin, Rußland icjab Oesterreich seien zwar mit einer zwecklosen Reform-Aktion der Türkei zu HUfe gekommen, die 1 Reform-Aktion werde aber scheitern. Die Mazedonier zögen den Tod der Knechtschaft vor. Die Japaner haben inzwischen bereits Proben ihrer selbst von unseren deutschen Offizieren (vgl. den Aufsatz im 3. Blatte unserer letzten Nummer) viel bewunderten Beweglichkeit und Schilagfertigkeit abgelegt. Sie haben Korea durch Landung von Truppen besetzt und Port Arthur, wo der soeben zum Kommandeur des 3. sibirischen Armeekorps beförderte Generalleutnant Stössel den Befehl führte, angegriffen, dessen Befestigungswerke bei der Beschießung zwar nicht gelitten haben, aber ein Teil der Stadt ist durch Granaten z e r st ö r t worden. Am 12. d. M. soll dann allerdings, nach der Shanghaier Meldung des Kvmmandantenn eines deutschen Dampfers, tbi der Umgebung von Port Arthur ein japanisches Panzerschiff von der russischen Flotte in den Grund gebohrt worden sein, und die Pariser Ausgabe des Newyork Herald berichtet aus Port Arthur, der japanische Dampfer Fiki habe versucht, in der Pigeon-Bai Truppen zu landen, sei aber durch eine russische Flottille zerstört worden. Aber nach Privatdepeschen aus Tientsin gelang es den Japanern in der Nacht vom 12. auf den 13., die am Dienstag verlassene Positiv nnördlichvon Port Arthur neuerdings zu besetzen. Doch wußte man bei Abgang der Depesche in Tientsin nicht, ob sie trotz der Kanonade der Forts und der Panzer sich behaupten konnten. Jedenfalls sind die japanischen Einbußen von Port Arthur nicht bedeutend. Ihre Schiffe blieben größtenteils unbeschädigt. An Bord der Torpedoboote betrug der Mannschaftsverlust 4 Tote und 54 Verwundete. Der Zweck des Vorstoßes soll übrigens keineswegs eine Landung, ein sdlches Beginnen dem Admiral Togo vielmehr strengstens untersagt gewesen sein, sondern eine Erkundigung der Stärke der Befestigung von Port Arthur. Dies Ziel sei vollkommen erreicht. Von Bedeutung war andererseits die Meldung, die Kreuzer des russischen Geschwaders von Wladiwostok hätten Hakodate erfolgreich bombardiert; sie hätten die Durchfahrt durch die Straße von Tsugaru erzwungen und seien nun auf der Fahrt nach Port Arthur. Diese Nachricht ist vorläufig nodji unbestätigt, dagegen steht fest, daß das Kreuzergeschwader von Wladiwostok sich in die japanischen Gewässer begeben hat. Es hat am Donnerstag den in Hamburg gebauten japanischen Dampfer von 1084 Tonnen „Nakonoura Btaru" in der Näbe von Heru- nashi zum Sinken gebracht, während der hölzerne Schraubendampfer von 319 Tonnen „Zensho Maru" diesen Kreuzern unversehrt nach Fukuyama entkommen ist. Militärische Sachverständige behaupten vorerst, Rußland sei durch das Gefeerr Haas hat es diskret verschwiegen, auf welche Weise er sich dieses Einschreiten denkt. Hat der Herr von der Preßfreiheit noch nie etwas gehört? Der Herr Geh. Regierungsrat t P. hatte den vornehmen, ungemein geist- und geschmackvollen Einfall, daS höfliche Bild vom Mond zu gebrauchen, der von einem M ops angebellt werde. Das SchLackenkouglomerat, das d-a Mond genannt wird, besitzt ja nun selbst bei den besten Kennern der astronomischen Geographie kein besonderes Ansehen, er jagt zweck- und wesenlos um die Mutter Erde herum, und die Möpse sind nach Heürvich Heine „elegant und liebenswürdig", jedenfalls erheblich liebenswürdiger, als der Kammerpräsident, dessen gelegentliches Tänzlein mit der Presse überaus scherzhaft zu werden verspricht. GlücklicherweA hat er es ja nicht nur mit Hasen-Herzen zu tun, die sich vor totalen Mond-Finsternissen furchten. — Am Tage daraus erledigte die zweite Kammer die Generaldebatte über das Staatsbudget in einer einzigen Sitzung, was bisher in Hessen noch niemals vorgekommen ist. Man hat sich also doch die guten Lehren des „Mopses" zu Herzen genommen und nur der redseligste aller unserer Parlamentarier von der redseligsten aller Parteien im Land- und Reichstage, Herr Ulrich, ließ einen langen und langweiligen Speech vom Stanek, ohne etwas Bef anderes zur Sache vorzubringen, sondern nur um dem Reichs tagsabg. Frhr. v. Hehl, der ihm allerdings, wie der Finanzminister Tr. Gnauth feststellte, in Bezug auf die hesf. Einkommensteuer im Reichstage Unrecht getan hat, zu erweitern. Auch Herr Haas verwies Herrn Ulrich zwar auf die Tagesordnung, Ulrich aber achtete nicht im mindesten auf den Einwurf deS Präsidenten, sondern fuhr in seinen Angriffen auf Abwesende munter fort. Herr Haas hat also an jenem Tage bewiesen, daß er da einzuschreiten, wo er das Recht und die Pflicht hat, nicht das Hery dazu besitzt. Der Berichterstatter Molthan stellte mit Befriedigung die günstigere Gestaltung des Budgets fest, die indes seiner Meinung nach zu Lobeshymnen keinen Anlaß biete und jedenfalls nicht zu neuen Forderungen reizen dürfe. Wenn auch das Petitionsrecht nicht beschnitten werden solle, so Hütte man doch in der Kammer öfter dadurch gesündigt, daß sie von dem Grundsatz, an dem Besoldungsgesetz nicht zu rütteln, abging. Eine allgemeine Revision desselben empfehle sich alle zehn Jahre. Finanz- minifter Dr. Gnauth teilte mit, daß die Regierung das G e m e i n d e u m l a g e g e s e tz um ein Jahr verlängert habe. Die Kammer werde demnach ausreichend Zeit zur gründlichen Prüfung des (ihr inzwischen zugegangenen, von uns bereits besprochenen) neuen Gesetzentwurfs haben. So lange nicht der bestehende Fehlbetrag beseitigt sei, müsse man sich größterSparsamkeit befleißigen. Erst nach Beseitigung des Fehlbetrages könne au die Herabsetzung der Vermögenssteuer herangetreten werden. Von einer Neuregelung der Lehrer geh älter müsse man vorläufig noch die Finger lassen. Erfreulicherweise habe der Ausgleichsfonds die einstimmige Billigung des Ausschusses gefunden. Man werde sich bemühen, den letzten Rest des Fehlbetrages im Jahre 1906 zu tilgen. Der Abschluß des Budgets werde um mehr als 1 Million günstiger sein, als der vorige Voranschlag vorsah; dabei seien die 650 000 Mk. nicht in Ansatz gebracht, die zur Schuldentilgung eingestellt wurden. — Am .Freitag genehmigte sodann das Haus die für die Domänen des Großh. Hauses vorgesehene Einnahmesumme im Betrage von Mk. 5 451 102, die Zivilliste des Großherzogs, ferner für Hochbauwesen 52 250 Mk., für Renovierung des schadhaften Daches des Großh. Palais in Darmstadt 6300 Mk., für Erneuerung des Pflasters im Hofstall 4000 Mk., und für Verbesserungen im Jagdschloß Wolfsgarten 28000 Mk. Nur der Abg. Ulrich, erklärte natürlich daß er gegen diese Positionen stimme. Auch die für die Bäder Salzhausen und Nauheim geforderten Gelder und einige, andere, kleinere Positionen wurden bewilligt. Sie erklärt man sich aber die Aeußerung des Präsidenten Haas am Schluß der Freitagssitzung (als die Mehrheit der Kammer keine Luft zur Abhaltung einer Sitzung am Samstag verspürte), daß er, wenn man seinen Anregungen keine Folge gebe, event. die Konsequenzen daraus Kehen werde? ES geht etwas vor.... ^Kestchttgung von Ketreibetageryäusern im badischen Unterland. (Original-Artikel des „Gieß. Anz.") AufS Neue war die Frage in unserer Provinz in den Kreisen der Landwirte lebendig geworden: ist es ratsam, Getreidelagerhäuser zu bauen, um das Getreide tunlichst direkt an die Mühlen, an den Großhandel au bringen ober läßt man's beim Alten, verkauft fein Getreide so out und so schlecht es geht an den nächsten Getreide- Händler und nimmt von dem, was er einem bietet. Schon vor etwa 10 Jahren war die Frage im lamdwirt- fchaftlichen Provinzialverein angeregt. Der damalige Referent Oekonomierat Schilenke sprach sich für Errichtung von Getreidelagerhäusern aus, zwei, drei aus der großen Versammlung unterstützten seine Anschauungen, die Mehrzahl schüttelte zweifelnd das Haupt. Es war noch in der guten Zeit der hessischen Finanzen, als der Geh. Regierungsrat Haas Direktor des Verbandes der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften ein zinsfreies Darlehen von 500 000 Mark von der hessischen Regierung forderte zum Zweck der Errichtung von hessischen Getreidelagerhäusern, etwa zu derselben Zeit, als der preußische Finanzminister von Miquel drei Millionen für den preußischen Staat zum gleichen Zwecke zur Verfügung stellte. In Preußen wurden Getreidelagerhäuser gebaut, wir sahen zu und zu unserem Heil, denn die Fehler, die damals gemacht wurden, können heute vermieden werden. Inzwischen hatte man in Baden, Bayern, Württemberg im Interesse der lleinen Bauern die Sache klüger und den Verhältnissen angemessener angefaßt und wie die verflossenen Betriebsjahre gelehrt haben, mit ganz unleugbarem Erfolg. Mit dem Erfolg, daß viele der anfangs mißtrauische zur Seite stehenden Lanowirte erkannten, die Sache ist gut, infolge davon die Mitgliederlisten füllten und das Getreidelagerhaus überfüllten, so daß [ich die Vorstände der Getreidelagerhäuser vielfach genötigt sahen, die Mitgliederlisten zu schließen oder die Lagerhäuser; zu vergrößern. , rr Diese Verhältnisse »raren in Oberhessen nur wenigen Landwirten bekannt. Wir unterhielten uns in Oberhessen noch bis vor einem halben Jahre über Getrerdelaaer- häuser ohne solche im Betriebe jemals gesehen zu haben. Tas gab mrn unfruchtbare Auseinandersetzungen. Da schlug der Vorsitzende des landw. ProvinzialvereinS in der Haupt^ Versammlung vor, es möchten doch aus jedem Meise der Provinz vertrauenswürdise Lanowirte in das nahe badische Unterland reifen, um die Verhältnisse an Ort und Stelle zu prüfen und um dann zu Hause erzählen zu können, was sie gesehen hätten. Ter Gedanke fand : Beifall. Es meldeten sich auf briefliche Aufforderung, besonders von den landwirtschaftlichen Genossenschaften der Provinz 42 Reiselustige, von denen wieder sieben im letzten Augenblick absagten aus triftigen oder anderen gründen. 35 Landwirte und einige, die wenn auch nicht selbst Landwirte, doch zu diesen enge Beziehungen hatten, sammelten sich am 28. Januar in Frankfurt am Hauvtbahnhof und der Bormittagssck)nellzug führte sie über Darmstadt die Bergstraße entlang Altheidelberg zunächst entgegen. Von Heidelberg ab ging es langsamer. Der Personenzug folgte den Windungen des Neckars durch den Odenwald -aufwärts. Ten Oberhessen gefiel die im Sommer so reizende Landschaft selbst im Winter und die allerprak- tischten brachen in den Wunsch aus: hatten wir den Schnee in der Wetterau. Der Zug verläßt das Neckartal und führt uns durch ein liebliches Seitental an der schmucken Nmtsstadt Mosbach mit seinen prächtigen alten Fachwerkbauten vorüber. Mir wollen die Station Schefflenz an der Bahn Heidelberg- Würzburg erreichen und in Oberschefflenz an der Station mit der Besichtigung des ersten und kleinsten Getreidelagerhauses in Vaden beginnen. Ter Vorstand des Getreidelagerhauses in Scvefflenz und der Verbandssekretär der badischen Genossenschaften empfangen uns am Bahnhof und führen uns nac"> kurzer Begrüßung in das im vollen Betriebe befindliche Lagerhaus. Mir sehen zu, wie den Landwirten das Getreide abgenommen wird, wie es mit wenigen Handgriffen auf die Mage gebracht wiro — Wagen die bis zu 30 Zentner auf einmal verwiegen — wie das Getreide zwei Schritte davon aus den Säcken entleert in einem Trichter verschwindet und nun auf seinem weiteren Wege keine Menschenarbeit mehr erfordert. Von diesem Augenblicke a. 'st das Getreide der Maschinenkraft überantwortet, das Schöpfwerk hebt das Getreide spielend bis zum Dachfirst, schüttet es auf die Putzmühle aus, die in Bewegung befindlich in der Stunde 100 Zentner Getreide gründlich von fremden Bestandteilen säubert und es ohne Zutun von Menschenkraft dahin fährt, wo es vorläufig lagern soll. Ta liegt das trockene Getreide zu Bergen gehäuft auf den verschiednen Schüttboden. Gin Zug an dem unscheinbaren Strick, der unten von der Decke herabhängt und die Berge von Getreide rinnen über die untergeschobene automatische Wage in die Säcke. Tie automatische Wage wiegt peinlich genau 100 Kilogramm ab, nicht mehr und nicht weniger; nun muß der Sack von Menschenhand weggenommen und mit der Sackkarre in den in gleicher Höhe stehenden Gisen- bahnwaggon befördert werden. In einer Stunde ist ein Waggon mit dem auf das Sorgfältigste verwogenen Getreide beladen. Das ist der kurze Weg, den das angelieferte Getreide durch daö Lagerhaus in den Eisenbahnwaggon macht. Unterbrechen wir unsere Besichtigung ein paar Minuten und sehen wir uns einmal an, welchen Weg unser Getreide durch den Speicher des Getreidehändlers machen muß, um in den Eisenbahnwaggon zu kommen. Än Landwirt bei uns erhält im Herbst die Trcschmaschine, sie steht an dem zusammengefahrenen Getreideschoben. Der goldene Maizen rinnt in die Säcke. Der Famchthändler kommt und läßt prüfend die Körner durch die reich beringte Hand rinnen. Die Ware ist gut, er kauft sie, er läßt sie mit seinem Geschirr meist an der Maschine abholen. Achtung, dieSpesenbeginnen! Die starken Pferde führen oie Lasten an den Getreidespeicher des Händlers, kräftige Sackträger schleppen die auf 100 Kilogramm mühsam abgewogenen Säcke auf den Speicher und entleeren sie. In kurzer Zeit füllt sich so der Getreidespeicher, das Lagerhaus des Getreidehändlers. Schon sind seine Beauftragten drunten an der Sieg, in Frankfurt, in Straßburg, bieten die Ware an und verkaufen. Das Getreide wird aufs neue gesackt, noch genauer wie vorher verwogen, wieder durch kräftige Menschen sackweise die Treppe hinabgetragen, auf den Wagen gelegt und nun wieder durch wohlgenährte, teure Pferde weggeführt, um an der Bahn mm endlich in den Waggon verladen und den Mühlen usw. zugeskhrt zu werden. Welch ein weiter umständlicher und höchst kostspieliger Weg von der Dreschmaschine bis in den Waggon? Und was ist das für Getreide? Kommt es in tadelloser Ware an den Müller? Wird nicht auf dem Boden des Getreidehändlers gutes und schlechtes Getreide durcheinandergeworfen, ohne daß es nochmals gereinigt wird? Macht diese Art des Geschäftsbetriebes unser deutsches Brotgetreide nicht minderwertig und weniger begehrt? Wer bezahlt dem Getreidehändler für die oben angeführte Arbeiten die Arbeitskosten, die Spesen wie er diese Kosten nennt? Bezahlt sie der Händler selbst? Nein, erlegt sie bloß vor, die Landwirtschaft muß sie bezahlen, denn er muß doch das Getreide so viel billiger verkaufen, damit der Händler seine schweren Auslagen decken kann und daß dem Händler auch noch ein Verdienst übrig bleibt, denn der Mann will doch leben und der Verdienst muß ihm — wenn er nicht übertrieben doch ist — gegönnt werden. Wenn sich der Landwirt alles das überlegt, so muß er auf den Gedanken kommen, daß wir eigentlich heute schon und lange schon Getreide- lagerhäuser haben — die Speicher der Händler — und daß diese Lagerhäuser sehr teuer arbeiten und zwar auf Kosten des Landwirts. Daß das Getreidelagerhaus, welches mit maschineller Kraft ausgerüstet ist, viel besser, viel billiger arbeitet, und daß diese billigere Arbeit unzweifelhaft doch dem Landwirt zugute kommt. Gr muß sich sagen, wir wollen dem Händler die hohen Spesen für das veraltete Verfahren, das Getreide in die Mühlen xu bringen, nicht mehr zahlen, sondern wollen, wie wir mit Maschinen säen, ernten, dreschen auch mit Maschinen das Getreide in b e st e r Verfassung in die Mühlen bringen, das wird auch den Müllern unser Getreide annehmbarer, willkommener machen. Und nun wieder zurück zur Reisegesellschaft. Mr verfolgen das Getriebe bis in die verstecktesten Winkel, obwohl es im Getreidelagerhaus keine eigentliche Winkel gibt. Ta lagert in reihenweise aufgestellten Säcken Thomasmehl, dort Kainit, dort Kleie aller Art, Oelkuchen aus den Oelfabriken Mannheims: Lein-, Kokos-, Erdnuß-, Palmkuchen, nur die Sorten, die von den Bauern der Gegend begehrt werden. Ter kleine Bauer dort nimmt auf seinem mit Kühen bespannten Wagen Thomasmehl mit und auch ein paar Säcke Kleie, nachdem er seine kleine Fuhre Hafer ins Lagerhaus abgegeben hat. Ter größere Bauer, der mit zwei wohlgenährten Rossen fährt, hat eine Fuhre Waizen gebracht und nimmt Oelkuchen und anderes für seinen Milchviehstall mit nach Haus. Alle nehmen ihren F-ruchteinlieferungsschein mit nach Haus und erheben nach drei Tagen beim Rechner das Geld für das eingelieferte Getreide, wenn sie es nicht vorziehen, die Beträge für Düngemittel und Futtermittel, die sie eben dem Lagerhaus, entnommen Haden, gleich an dem Betrage für das Getreide kürzen zu lassen. — Eine Schrotmühle zerschrotet ihnen sofort den Unrat, der aus ihrem Getreide im Lagerhaus herausgeputzt wurde und dessen Gewicht an dem Gewicht des eingelieferten Getreides gekürzt wurde. — Mag das Getreide bei der Einlieferung in den Säcken noch so schön gereinigt erscheinen, es muß trotzdem die Pukmühle des Getreidelagerhauses passieren. Das hält jeden Versuch, schlecht gereinigtes Getreide einzuschmuggeln, hintenan. Wir haben für heute genug gesehen, wir sind reisemüde und haben die gewohnte Mittagssuppe entbehrt. Es dunkelt. Im Gasthaus zum Engel ist der Tisch für die hungrigen Oberhessen einfach aber gut gedeckt. Das schaumende Bier mundet vortrefflich Der Markgräfler rinnt immer wieder golden in die fleißig geleerten Gläser. Das trockene Gedeck kostete nur 1 Mk. in oem gastlichen Schefflenz, was aber der Trunk den seßhaften Oberhessen an diesem ersten Abend gekostet hat, das weiß ich nicht, und wenn ich's wüßte, dann verriete ich's nicht! Schluß folgt. Aus Stadl und Land. Gießen, den 15. Februar 1904. ** Theater-Verein. Infolge Repertoire-Schwierigkeiten m Frankfurt wurde der Herrn Diegelmann für Freitag, den 19. d. Mts. erteilte Urlaub zurückgezogen. Die einmalige Aufführung des Dramas „Der Strom", von Max Halbe findet deshalb erst Dienstag, den 23. d. Mts. statt. ** Kursus für Turnlehrerinnen. Wie früher, o wird auch in diesem Jahr und zwar vom 14. März bis 2. April an der Darmstädter Turnlehrerbildungsanstalt unter Leitung des Großh. TurninspektorS ein Privat-Turnkursus zur Ausildung von Turnlehrerinnen stattftnden. Es können daran nicht allein Lehrerinnen, sondern auch solche Damen eilnehmen, die nicht dem Lehrberuf angehören. Da das Frauenturnen besonders in den Vereinen immer mehr Eingang findet und weibliche Lehrkräfte dafür verlangt werden, hat sich die Einrichtung solcher Kurse sehr bewährt. ** Kaiserpanor ama. Diese Woche bringt uns das Kaiserpanorama eine Reise in Dänemark, darunter Kopenhagen mit dem Palais Christiansburg und Rosenburg, die Notre Dame-Kirche, das Museum mit den unvergleich? Üchen Werken Thorwaldsens. Auch Stockholm bietet des Interessanten genug. Vor allem der wunderbar schön gelegene Hafen und die Kanäle nach der Stadt, das Königliche Schloß, die Münze und die große Kirche. Ein Besuch des Panoramas wird bei diesem reichhaltigen Programm sicher lohnend sein. ** Eine alte Gießener Sage. Auf dem Trieb befanden sich noch vor der Mitte des vorigen Jahrhunderts eine Anzahl alter, an den Spitzen zum Teil abgestorbener Eichbäume. Einer alten Sage zufolge ruhte auf ihnen der Fluch eines Fremdlings, welcher auf jener Stelle unschuldig hingerichtet wurde. Vor seinem Tode soll der seine Unschuld Beteuernde auSgerufen haben: Gott werde ein Zeichen an diesen Eichbäumen tun und diese Gipfel dürr machen vor der Zeit, zum Beweise, daß ein Schuldloser geopfert sei. Vermischte». * Berlin, 13. Febr. Das rätselhafte Verschwinden der Familie Ochlow hat seine Aufklärung gefunden. Vater, Mutter und Sohn haben den Tod in den Fluten der Oberspree gesucht und gefunden. Heute vormittag wurden die drei Leichen mit Stricken aneinander gebunden von Fischern ans Ufer gezogen. * Nürnberg, 13. Febr. Das Gemeindekollegium beriet über die Ueberschreitung des Voranschlags beim Theaterneubau durch Baurat Seeling in Berlin. Die Ueberschreitung im Betrage von über 400 000 Mark wurde u. a. begründet durch Sicherheitsmaßregeln gegen Feuersgefahr, Preiserhöhung der Materiallien während des Baues usw. Es wurde unter einmütiger Beanstandung der Unterlassung einer rechtzeitigen Mitteilung Seelings an die Gemeindeverwaltung beschlossen, nur 180000 Mark zu bewilligen, die zur Fortsetzung der Bauarbeiten unbedingt erforderlich sind. Die übrigen Forderungen sollen nochmals im Bauausschus; geprüft werden. Der Magistrat wird ferner ersucht, zu prüfen, ob und in welcher Form Baurat Seeling für die ihm zur Last fallenden Ueberschreitungen haftbar zu machen ist, und der Theaterbauleitung einen städtischen Ar chitekten beizugeben, der für die Einhaltung der Kostenvoranschläge verantwortlich sein soll. Ein Antrag auf sofortige Bewilligung der 400000 Mark vereinigte nur wenige Stimmen auf sich. * Paris, 14. Febr. Heftige Gewitter entluden sich gestern über die Stadt. Die Seine ist über die Ufer getreten. Durch eine einstürzende Mauer wurden mehrere Personen verschüttet. — In Versailles haben gestern Versuche mit einem neuen Explosivstoff stattgefunden, welche zur vollen Zufriedenheit ausgefallen sind. Der Vorteil des neuen Stoffes besteht darin, daß er ohne Gefahr gehandhabt werden kann und bei seiner Explosion wenig Geräusch verursacht. — Die Ortschaft Ara gnouet in den Pyrenäen ist durch Lawinenstürze verschüttet worden. Das Steingeröll und Eis bedeckt 10 Meter hoch die Gegend. TaS Vieh ist ohne Futter und die Einwohner leiden an Lebensmitteln Not. • Arad, 14. Febr. Die Ortschaft Moroda wurde infolge Austritts des Csiger-Fluffes unter Wasser gesetzt. Mehrere Menschen sind in den Fluten umgekommen. * Budapest, 14. Februar. Der Buchhalter Ferdinand Zeißler wurde abends von zwei Individuen an gefall en, durch Reoolverschüsse schwer verletzt und feiner Barschaft im Betrage von 3000 Kronen beraubt. Der Täter ist verhaftet. * Ahlwardts Hochzeit. Der frühere Neichstags- abgeordnete desFriedeberg-ArnswaldeckWahlkreises, Rektor a.D. Hermann Ahlwardt ist jetzt zum zweitenmal in den Stand der Ehe getreten und hat sich in Berlin trauen lassen. Die junge Frau ist die Tochter des Schneidermeisters Elke in Zatten bei Woldenberg. * Ein einjähriges Kind allein auf der Reise. Aus Böhmen berichtet das „Neue Wiener Tagblatt": Eine seltene Sendung kam dieser Tage in Brenn bei Lcipa an. Es war dies em einjähriges, in ein Wickelbett wohl verpacktes Kind, das von Dresden dorthingeschickt worden ist. In Dresden ist nämlich die Mutter des Kindes, aus Brenn nach Sachsen übergesiedelt, vor kurzem gestorben, und es trat daher die Notwendigkeit ein, das hilf- und elternlose Wesen den Verwandten der Heimat zukommen zu laßen. 5Vr kleinen Eilgut-„Ware", die dank der Teilnahme mitleidiger Menschen auf allen Etappen ihrer Reise aufmerksame Pflege und fteundliche Teilnahme fand, waren von Dresden aus einige Geldstücke sowie drei Briefe beigegeben worden. Das Kind kam übrigens völlig wohlbehalten an und wurde von den Adreffaten mit möglichster Beschleunigung übernommen. • WaS eine moderne Seeschlacht kostet, darüber stellt eine englische Zeitschrift folgende Berechnungen an: Während des letzten Krieges zwischen Spanien und Amerika überschüttete die „Brooklyn" das spanische Schlachtschiff „Viseaya" mit einem so tödlichen Regen von Geschossen, daß es in wenigen Minuten auf dem Meeresgründe lag als ein zertrümmerter und zusammengeschoffener Wirrwarr von Eisenstücken. Im ganzen hatte die „Brooklyn" 618 Granaten auf die „Viseaya" abgefeuert; die Rechnung über die Zerstörung stellte sich folgendermaßen: 141 achtzöllige Granaten jede zu 1000 Mk. — 141000 Mk.; 65 sechszöllige jede zu 420 Mk. — 27 300 Mk.; 12 Sechspfündergranaten jede zu 20 Mk. — 240 Mk.; 400 Einpfündergranaten jede zu 12,50 Mk. — 5000 Mk. So kostete das Geschützfeuer von fünf Minuten den Vereinigten Staaten 178 540 Mk. und während jeder Minute des Kampfes schleuderte die „Brooklyn" 123 Geschoße auf ihren Feind, die 34 700 Mk. kosteten. Wenn man dazu die Kosten der Beantwortung des Feuers seitens der „Viseaya" rechnet, so sieht man, daß die Schlacht zwischen den beiden Schiffen gegen 60 000 Mark in der Minute gekostet haben kann. Kunst und Wissen schäft. Königsberg, i. Pr., 14. Febr. Als Abschluß der Kantfestlichkeitcn fand gestern abend ein Kommers der Studentenschaft in der Palästra Albertina statt, dem auch Kultusminister Tr. Studt beiwohnte. Heute vormittag reifte der Kultusminister ab. Spielpllm der «reinigte« Frankfurter Stadttheater. Opernhaus. Dienstag den 16. Februar *): „Merlin." Mittwoch den 17. Februar geschloßen. Donnerstag den 18. Februar: „Der fliegende Holländer." Freitag den 19. Februar geschlossen. Samstag den 20. Februar: „Merlin." Sonntag den 21. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Apajune, der Wassermann." Abends 7 Uhr: „Robert der Teufel." Montag den 22. Februar: „Hoffmanns Erzählungen." Schauspielhaus. Dienstag den 16. Februar *): „Nimbus." Mittwoch den 17. Februar: „Maria Stuart." Donnerstag den 18. Februar, abends halb 8 Uhr: „Zapfenstreich." Freitag den 19. Februar: „Der Hochtourist. Samstag den 20. Februar: „Minna von Barnhelm." Sonntag den 21. Februar, nachmittags halb 4 Uhr: „Zapfenstreich." Abends 7 Uhr: „Nimbus." Montag den 22. Februar: „Die Braut von Messina." Dienstag den 23. Februar: „Die andere Gefahr." •) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. AvSM sos den Atavdessmrgrkgikerv der SIM Sießeu. Aufgebote. Am 28. Jan. Leopold Schlatter, Kaufmann dahier, mit Anna Margarete Helene Mendel in Darmstadt. — 4. Febr. Rudolf Kröber, Klempner in Winnigen, mit Emma Elise Karoline Schneider babter. — 7. Justus Amend. Fabrikarbeiter in Fechenheim, mit Elisabethe Kämmerer in Londorf. — 8. Johannes Krug, Lehrer ballier, mit Marie Elisabethe Katharine Ottilie Lina Emma Glock in Schotten. — 9. Albert Franz Otto, Schlößer dahier, mit Elisabethe Säubert in Grünberg. Eheschließungen. Am 6. Febr. Johann Heinrich Ludwig Arnold, Packer dahier, mit Margarete Tröller Hierselbst. — Johannes Otto Schneider, Bauunternehmer dahier, mit Antonie Marie Willems in Grün- berg. — 11. Heinrich Gröninger, Maler und Lackierer dahier, mit Emilie Kümmel Hierselbst. Geborene. 91m 31. Jan. Dem Killer Karl Christian Pfund ein Sohn Karl Ehristiaii. — 4. Febr. Dem Landwirt Friedrich Lyncker eine Tochter. — Dem Gerber Hermann Höhn eine Tochter Luise Mari». — 5. Dem Sergeanten Konrad Momberger eine Tochter Ottilie Emilie Katharine. — Dem Keßelheizer Karl Hupfeld ein Sohn. — Dem Rangierer Konrad Schönster ein Sohn Max. — 6. Dem Kaufmann August Peter Christophersen ein Sohn Ernst August Albert. — Dem Fuhrmann Konrad Balser I ein Sohn Otto. — 7. Dem Bahnarbeiter Konrad Mandler eine Tochter Paula Emilie Friederike. — 8. Dem Kaufmann Sigmund Katz ein Sohn. — 9. Dem Schneider und Laternenwärter Karl Dechert ein Sohn. — 10. Dem Heizer und Maschinisten Heinrich Deckmann eine Tochter. Gestorbene. Am 6. Febr. Friedrich Wilhelm Loeber, 83 Jahre alt, Schuhmachermeister dahier. — 7. Julius Kohlermann, 54 Jahre alt, Rentner dahier. — Karl Wilker, 79 Jahre alt, Kanzleigehille i. P., dahier. — 8. Elisabethe öeberer, geb. Weiß, 49 Jahre alt, Ehefrau des Weißbinders Wilhelm Heberer dahier. — 8. Aliee Katharine Juliane Ritter, 9 Tage alt, Tochter des Geometers 1. Kl. Julius Ritter dahier. — 10. Friedrich Vierheller, 21 Jahre alt, Student der Veterinär-Medizin dahier. — 11. Heinrich Feußer, 51 Jahre alt, Weißbinder dahier. — Hedwig Marie Minna Mühlhause, 17 Tage alt, Tochter des Gerbers Ludwig Mühlhause dahier. Meteorologische Beobachtungen her Station tttießen. Februar 1904. Barometer aiü 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative 1 Feuchtigkeit 1 Windrichtung Windstärke I Wetter 14. 7“ 733,5 4- 3,8 5,1 85 8. 4 Bed. Himmel 14. 225 729,2 4- 5,2 6,0 90 WSW. 2 Regen 14. 9’1 729,9 + 3,4 4,7 80 SW. 2 Heller Himmel 15. 7” , 727,7 + 3,3 88 SW. 4 Bed. Himmel 1 Höchs e Temperatur am 1 3.—14 . Febn ar - h 6,1G C. Niedrigste ■ „ 13.—14. b 3,1 u C. Bin armon tfindar die mit Hautleiden oder Frost. 1/lv al lUvIl äaäUUvI ballen bebAttet sind, werden bei der Kälte durch ihr Leiden entsetzlich gequäkt. Laut Schreiben des Herrn Dr. I. in A. werden diese liebel durch den täglichen Gebrauch von Ob er meyers,Herba-Seife sicher beseitigt; z. h. i. all. Apoth., Drog. u. Parim. St. 50 Pig. und 1 Mk. 1332 Geschäfts - Empfehlungen liefen billigst VriHl'sche llniverMtr-Druäerei, Eietzen. Der auswärtige« 1561 . 25 I. V.: Leib. Maimtmachung Georg Tern U., tor.-limben 46 44 . 66 „ L reaugehilfen. Lehrlinge: n. 1 Mechaniker, 1 Schlosser, 1 Kaufniann. in Lower. 96 n, 19 6,2 1553 H bis ergebenst einzuladen. Tagesordnung: 4 1264 Louis Süßmulh, Steinberg 42 Georg Derir 11., Gr.-Linden 42 „ 577 60 1 1 1 334 39 Erlen-Stämme Birien-Stanirn Elsbeer-Stamrn Weißlanne-Stamm 2 3 1 2 Schwellenholz Grubenholz 50 50 26 26 — 26 * 52 , 72 , 22 , 44 , , Md. Rudolph < t Pianohandlg., Seltersweg 91 ( Eichen-Stämme III. und IV. Kl., 35 fm, Kiefern-Stärnrne II. und III. Kl., 9 im, rm Eichen-Nutzscheit I. u. II. Kl. (Küferholz). 8. tfSW. sw. SW. Hausen e. G. m. u. getragen: Der Landwirt Ludwig Hörr zu Hausen ist an Stelle des Kaspar Atzbach in Mittwoch den 17. Februar 1904 nachnuttags 2 Uhr iverden S eltersweg 28 wegen Geschäftsaufgabe meistbietend versteigert: eine Ladeneinrichtung, fmam dchin, tml Um bl - 4. W- \a6V\\t^atoVmt6d)iieiber leitet in «fechenhüm^ mit Johanne? Krug, Lehrer da- Mit Lina Emma ®lod in osier dahier, mit Aisabch Louis Süßmulh, Steinberg 46 W.Steinniüller, Lang-Gons 48 Jakob Appel, Krosdori . . 5u L. Steinmüller, Gr.-Linden 50 lHaft. i nW der , s. em Kommers fcm statt, dem pte. heute vormittag Mn ztadttheckr. Berlin.' Mittwoch den ^edruar: ,Ter fliegende rfchlossen. Samstag den 21. Februar, nachmittags Abends 7 Uhr: .Robert .Hoffmanns ErzLhttmgen.' timbiiS/ Mittwoch den erstag ben 18. Februar, Freitag den 19. Februar: Februar: .Minna von nachmittags halb 4 Uhr: Nimbus.' Montag ben ' Dienstag den 23. Fehden Vorstand gewählt. [1543 Gießen, am 9. Febr. 1904. Grobherzogliches Amtsgericht. Marie Willems in Grün- und Lackierer dahier, nut 70,69 „ 145,42 r 216,69 , 442,63 „ 237,72 , 28,64 „ 0,59 , 0,15 , 1,72 , 28,43 , 2,47 , 1. Oktober 1904 ZZau- uno Hlutzyolz-Derffeigerung der Stadt Hießen. maschine, illehlliakrn, KriiKarren nnb sonKige Grgenilande.1529 21/, Kilogramm (5 Pfund) Schwarzbrot bei: Louis Süßmulh, Sleinberg 52 3 Kilogramm (.6 Pfmrd) Schwarzbrot der: Karl Post. Wieseck . . . 66 SB. Fabel, Wieseck . Konkursverfahren. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Heinrich ^uhne, FnhabcrsdesHotels „Zum Einhorn" in Gießen, wird mangels Vorhandenseins einer den Kosten des Verfahrens entsprechenden Masse hiermit eingestellt. Gießen, am 11. Febr. 1904. Großh. Amtsgericht. [1547 la. M. mnkS Llhmch per Pfd. 52 Pfg. la. scinstes Äocköl per Liter 64 Psg. la. Sihrchn-MMM per Pfd. 75 Pfg. la. smeS ifllatöl per Liter 80 Pig. Bei Mehrabnahme Preis-Ermäßigung. 806 L. Steinhäuser Telephon 346. Neuen Baue 17. Der Tafelbrot Wei'ybrot Kartoffeln. Prima Speise» und Salat- kartoffelu empfiehlt [1117 J. Weisel Telephon 235. Sonnenstraße 6. 144 262 773 , ,, 1159 Fichten-Stamme Kiefern-Slamme 2 U^,nn BiSniarckheringellÄllaiöM p. 4-Liter-Dofe 2.25 Bratheringe r ~ Sardinen, rufst, 9-Psd.°Faß 1.60 Bücklinge . . . p. Bahnkiste 2.00 Alles neue Ware und erste Qualitäten. 551 L. Steinhäuser Telephon 346. Neuen Baue 17. 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: .......... W. Jabel, Wieseck W. Weißel, Lang-Göns Brtliii- null AMMsleigerW am Mittwoch den 17. d. Mts., vormittags 10 Uhr, bei Wirt Reichmaun, Vetzberg, au? Distrikt Gießerbcrg, Gemeindewald Netzberg: Nutzholz: Eichen 41 Stämme — 35,42 fm, 5 rm Schichtnutzholz, Nadelholz 60 Stämme — 20,50 trn, 5 Stangen I., 25 II. und 20 III. Klasse, 3 rm Nutzholz. Brennholz: Eichen 65 rm Scheit, 62 rrn Reiser, Buchen 12 rm Scheit und Knüppel, 12 rm Reiser, 6 rm Stöcke, Nadelholz 13 rm Knüppel. Krofdorf, den 13. Februar 1904. Der Bürgermeister. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. Reparieren Polieren tadelloser Ausführung durch 1548 Krolpreisr vom 14. bis 28. Februar 1904. WmOiNlz Feinste Marke - garantiert rein — hochfein im Geschmack p. Pfd. 52 Pfg. 1442 H. F. Nassauer Neuenweg 15._______ Beginn 10 Uhr morgens im Wellersberg. Hohensolms, 13. Febr. 1904. Der Bürgermeister. Huttel. 1559 Heinr. Weber, Heuchelheim 50 Uarl Post, Wieseck ... 52 W. Lein, Klein-Linden . . 52 I Kg. (2 Pid.) 2 , (4 , ) 1 , (2 , ) 2 , (4 „ ) versteigert: “ Sofas, Sessel, Stuhle, Tische, 1 Nähmaschine, 3 Kastenwagen, 1 Kommode mit Glasschrank, 1 Regulator, 1 hochfeines eichenes Buffet, 1 eleg. Bücherschrank, IHerrenschreil» tisch, 2 Faß Weißwein u. a. 200 leere Blechdosen, 23 Körbe, 21 Fässer, 1 Partie Fisch- Konserven und ein großes ßCro toehrudte Verzeichnisse über die Dimensionen der zur Verstei- aerunq kommenden Hölzer sind von der unterzeichneten Stelle vom ?0 ds Alls, ab gegen Erstattung der Druckkoslen erhältlich. ' Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes roenfce man sich an die F^rslwarte Geisel-Gießen, Arft-Hochwarte bei Gießen, E. Bruck- Rödgen bei Gießen und Lotz-Wlesech Gießen, den 12. Februar 1904. 1Duy Grvsti-crzvgln. .mrginmeisteret Gießen. Mecum. _____ 1. Erstattung des Geschäftsberichtes pro 1903. 2. Ersatzwahl statutengemäß ausscheidender Mitglieder des Auffichtsrates. 3 Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahresrechnung und Bilanz und die dem Vorstande und Aufsichtsrate zu erteilende Entlastung. 4. Verteilung des Reingewinnes. Gießen, am 6. Februar 1904. ewerbebank zu dessen eingetr. Geuossensch. m. unbeschr. Hnftpfl. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates: L. Petri IL Jakob Appel, Krosdorf . . 42 Ferd. Weig, Grüningen . 44 W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 W. Steinmüller, Lang-Göns 44 Robert Stuhl Neustadt 23 empfiehlt: 788 Eicrgcinüfenudeln Gernüsenudeln Maccaroni, ital. Maccaroni, Bruch Zwetfchen, türk, Zwetfchen, calif. dlpfelringe, amerik. Apfclfchnitzen, amerik. Aelle ÄLtjLLherillse per Stück 15 Psg., Nene Maltakai löffeln per Pfund 15 Psg. empfiehlt 1580 L. Steinhäuser, Neuen Baue 17. Bekanntmachung. ffsip «rotiicieruua für die hiesigen Sladtarmen für die Zeit °om 1 Aorll 1904 b" 31. März 1905 soll neu vergeben werden. Angebote sind bis zum 5. März d. I. an das städtische Armenamt Neuenbäue 25, schriftlich einzureichen, wo auch die Lreserung^ redmgungen eingesehen werden tonnen. 1503 Gießen, den 11. Februar 1904. p Die Armen-Deputation der Stadt Gießen. Eurschmann. la. Lllllliblltttt zum Einkochen, so lange Vorrat, per Pfund 85 Pfg. HL F. Biassauer Neuenweg 15. 1443 Bekanntmachung. Stadt^Gießen vom Jah?e^l899 Vve^en^hiermi? zur^Rückzahlung oni den 15 Mai dieses Jahres gekündigt. Den Besitzern solcher Stücke wird jedoch frei gestellt, deren Zinsfuß auf 3\2% ^aöfetzen ,u lassen - auf derart umgewandelte Stücke zahlt die Ltadt Gießen etae einmoüge äiergütung von 1°/.. D<° ummraanbelnben Et * Fnb im Lauf des Aionals März nut den nach dem lo. Mai iallrg werdenden Zinsscheinen nebst Erneuerungsschein unter Benugung eines doppelten Äummeri.verzeichnisses bei einer der nachbenannten Einlösungsstellen vorzulegen. Das eine Nummernverzeichnls wird mll EiÄfangsbescheinigimg sofort zurückgegeben. abgestempelten Stücke mit neuen Zinsschembogen und der Herauszahlung mit 1 /0 Innen M der Zeit vom 1. bis 14. Mai bei der Hinterlegungsstelle gegen Rückgabe der Emvfangsbescheimgung entgegen genommen werden. , ... Die Verzinsung der nicht umgewandetten stucke hort mit dem 141 ^Di° u'm^vandlung und die Einlösung der nicht umgeroanbelten Stücke erfolgt: bei der Stadtkaffe Gießen, bei dem Bankhause Aron Heichelheim m Gießen, bei dem Bankhause Gebr. Neustadt in Frankfurt a. M. Gießen, den 8. Februar 1904. 1366 Gr. Bürgermeisterei Gießen. 9)1 e c u in. 1 Kilogramm (2 Psund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 23 W. Fabel, Wieseck W. Steinmüller,Lang-Göns 24 u L. Sieinmüller, Gr.-Linden 25 Heinr. Weber, Heuchelheim 25 „ Karl Post, Wieseck . W. Weitzel, Laiig-Göns . . 25 „ W. Lein, Klein-Linden Mtiau Md ein 6* iirt Friednch 9qnder ane : sts-f *’ rich Teckmann eine aq Qnhre alt, 'oeber, 83 jao fll[( Weiß. 49Aiccflaibar'n? bahier.-8,.u etubent Her, 21 Ä 51 W 1>e,nrw^lbauie' lies*.--" gpC. I + 3^5^ I. Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Rödgen pro 1904/05 liegt vom 16. Februar d. Js. ab acht Tage lang zur Einsicht der Interessenten auf dem Bürgermeisterelbureau offen. Rödgen, den 13. Februar 1904. 1554 Großh. Bürgermeisterei Rödgen. Stein. ____ hiesigen Bäcker. 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot 24^ 48 „ 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: Karl Spamer, Reiskirchen 44 W. Schimmel, Kürzend. M. 44 Der Brotvcrkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern, außer bei Heinrich Frebel IL, 1 Kg. Schwarzbrot 24 Pfg., 2 Kg. Schwarzbrot 44 Psg. Gießen, den 12. Februar 1904. Großherzogliches Polizeianrt Gießen- Hechler. 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bei: Seorg Dern 1 ., Gr.-Linden 21 v, Hch. Weber, Heuchelheim 22 , Ferd. Weiß, Grüningen . 22 „ L. Steinmüller, Gr.-Linden 22 , W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 M W. Lein, Klein-Linden . . 24 „ W. Steinmüller, Lang-Göns 22 ,, 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bet: ~ ------ ~ Heinr. Weber, Heuchelheim 44 „ L. Steiiiniüller, Gr.-Linden 44 „ Montag den 22. d. Mts., vormittags 10 Uhr, findet m dem neuen Kasernement eine öffentliche Versteigerung von alten Geräten und Baumaterialieii, einem gebrauchten elsernenDanipf. kessel (4 Atmosphären), altem Gußeisen, Eisen, Aressing, Zink pp. statt, wozu Kauflustige eingeladen werden. 1^51 ® aruisoN'Verwaltun gGieven. Mittmih d. Ist Febr. I.J., nachmittags 2 Uhr, werden im Bieker'schen toaale "Nd „ 'S trat t '""’We «2^ "«" U»*". S«5 °°» e Ä« Manien unb ? Qn: 'panische ex, I -'N...Äq «Smnb, ec ^irrronrr 9 8 e,n *"b,rWtn j,be , ?*, ! n 178 540 M uia Bekanntmachung, die Reinigung der Schornsteine betreffend. Um die Hauseigentümer in den Stand zu setzen, _ selbst die Erbebuna der^Kaminiegergebühren zu prmen, sind am Beschluß des Kreisausschusses, zunächst probeweise, (Hcbnhreuzettel emge° iübrt wordeii Diese Gebiihrenzeltel enthalten auf der Vorderseite Rechnung und Quillung über den Fegerlohn, wahreiid die Ruck- eite einen Auszug au§ dem Regulativ, die Reinigung der Schorii- 'leine betreffend, enthält. Die Kammseger sind angewiesen worden, vom 15. Februar 1904 ab den Hausbesitzern nach der statt- gefundenen Kaminreinigung einen Gebuhrenzettel über die lhnen zustehenden Gebühren, versehen mit Quittung über die erfolgte b bringen^ dlls unter dem Anfügen zur Kenntnis der Hausbesitzer, daß den letzteren hiermit auch Gelegenheit geboten ist zu kontrollieren, daß die Reinigung der Kamine regelmaßia m den vorgeschriebenen Zeitabschnitten eifolgt. Beschwerden über Unregelmäßigkeiten in der Dienstmhrung und Gebührenerhebung der Kammseger bitten wir zu ucherer Kenntnis bringen zu wollen. Gießen, den 13. Februar 1904. Gr. Bürgermeisterei Gießen. ec um. Uewerbebänk zu Gießen eingetr. Genosieuschaft mit unbeschr. Hajchflicht. Die verehrl. Mitglieder unserer Bank werden zu der Montag den 15. Februar er., 8VS Uhr abends, im oberen Lokale des Restaurant Feiöel stattfindenden 45. ordentlichen Generalversammlung Fichten-Derbstangen __ Eschen-Derbstangen 10 rm Eichen-Nutzschellholz. Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist Au§ den Waldungen der Stadt Gießen, 3 bis 5 hm von der Lahnstallon entfernt und an chauffierte Abfuhrwege angrenzend, sollen Montag den 29. Februar 1904, vormittags 10 /, Uhr beginnend, im Saale des Leuz'scheu Felfenkellers zu Gießen in der Nähe des Bahnhofes, versteigert werden: 76 Eichen-Stämme, Schnittholz mit 66,99 fm Bauholz In das Genossenschafts-Register wurde heute bezüglich des landw. Konsumvereins ..... , V) ein» l sämtliche Kachgeiale nnb eiserne he» - Öanbkik einte piuhoftno, 1 Stiflttib :erkt, abenös um 7 Uhr. i btt Slibt litja Karl Post, Wieseck . . Karl Spamer, Reiskirchen 44 W. Lein, Klein-Linden . . 48 Aquarium. Versteigerung nd II bestimmt. 1577s Geißler, Gerichtsvollzieher. Hotzvrrsteigerung am Freitag den 19. d. M. im Gemeindewald Groß- Altenftädten: Es können eingestellt werden: 1550 1 landwirtsch. Knecht, 1 landw. Magd, 1 Schlosser, 1 Küfer, 2 Schreiner (auswärts), 1 Friseur, 1 Schneider, 1 Buffetmadchen, 1 Küchenmädchen, 1 Köchin, 8 Dienstmädchen gegen hohen Lohn hier und auswärts, 1 Kindermädchen. Lehrlinge: ,------------------ 1 Spengler, 1 Schlosser. 1 Feinmechaniker, 2 Buchbinder, BLLUeÜUNtt. 1 Tapezierer, 2 Schreiner, 3 Bäcker, 1 Schuhmacher, 1 Weiß- ffV wV ßvVW<1B* . bmder unö Lackierer, 1 Kaufmann. Für Gr. Landgericht Glepen und^ die. ^aa sanwaltschaft bet Es suchen Arbeit: diesem Gericht soll die Lieferung der sirr das Etatsjahr 1904 er- 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Wäscherin, forderlichen Schreibmaterialien (nut Ausnahme der Aktendeckel) 2 Lackierer, 3 Hausburschen, 4 Fahrburschen, 6 Lausfrauen, 2 Su- unb die Fertigung der Buchbinderarbeiten im Angebotswege offent- 1 lich vergeben werden und können verschlossene Angebote und Atuster der Materialien bis zum Eröffnungstermm: Freitag den 4. März 1904. früh 11 Uhr, auf der Gerichtsschreiberei Gr. Landgerichts (Justtzgedaude Zimmer Nr. 33) niedergelegt werden. . Of , Die Vergebung erfolgt unter den m Anlage A zu dem Mt- nisterialerlaß vom 16. Juni 1893, betr. das Verdingswesen enthaltenen allgemeinen und den dahier aufgestellten beionderen Bedingungen, ivelche, wie auch der Tarif für Buchblnderarbeiten auf der Gerichlsschreiberei zur Einsicht offen liegen bezw. erhältlich sind. Der Zuschlag bleibt 8 Tage vorbehalten. Gießen, den 13. Februar 1904. lo4O Der Gr. Landgerichts-Sekretar: W v ) 1/ (2 _ ) Kornbrot (4 , ) , Bäcker. =5 MS Große Auswahl in echtem, deutschen und frauzöfifcheu Kognak Rum UNd Punsch-Essenzen empfiehlt 11325 tÄr. Dort, Walltorstr. 45. rrbc und Stühle werden billig geflochten. [0684 ’^Ferd. Parihier Wwe., ©etierflw. 8L Stii-tWer WohiiMgsililchlvtis Giehea. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. (Geschästsstimden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) Es sind zu vermieten: 42 Wohnungen von 1—9 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln ober Bibliotheksgegenständen, 3 möblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: . 38 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten uno «war für eine Wohnung mit einem jährlichen Mletwert bis 300 Mk.,-------—---— . einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 M. bis 500 Mk. em- ® Bh» ^60 und von mehr als 600 Mk. 1 00 Mk.; auBcr. r JUhJUUn!} dem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Alk. zu hinterlegen. Lreitaa den 19. Februar 1904, werden versteigert aus ^^-«-Ntchend-n dte ^rm.ttelung w». D^^-^nhmn^^n^, Sch-iter^ Buch-^0, Lich- Bekanntmachung. WS.™ Grojji-ergogcm-e^ uigermeisterei Greyen. wird mcht vorgez^ewt und kommt in Distrikt Eibschenham m der __e c ----------------I Mittagspause zum Angebot. . Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf her Kreisstraße Rüddingshausen-Weitershain am Eingang m Distrikt Elbschen- hain. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Leyerer-Odenhausen. Londorf, den 13. Februar 1904. Frecherrliche Oberförsierei Rabenau. Nieolaus. Iri itz Nowack Grösstes Spezial-Geschäft für Betten und Schlafzimmer-Einrichtungen am Platze. Preis Mark 325.- 1546 2 Bettstellen, glatte Form, 1 Spiegel-Schrank mit la. Fa^ettenglas, 1 Wasch-Kommode mit Marmor-Aufsatz, 110x60 cm, 1 Spiegel-Aufsatz mit la. Fa^ettenglas, 2 Nachtschränke mit täarmorplatte, 1 Handtuchständer, Ausnahme-Offerte. Komplettes Schlafzimmer in Satin-Nussbaum bestehend aus: BasseSbe Zimmer mit 2 prima Patent-Matratzen mit Gegendruck-Federung, 2 dreiteiligen Kapok-Matratzen mit Keilen aus la. rotem Drell mit bestem Kapok Preis Mark 425.- W Obiges Zimmer ist in einem meiner Schaufenster ausgestellt. Donnerstag den 88. Februar 89O4g abends 7 IJfor im grossen Saale des Gesellschaftsvereins: Extra - Konzert der Grossherzogi Hessischen Kammersängerin Wime. Sigrid Arnoldson M:umphator Fernstes Spezial-Bier des ®Bürgert Branhauses München In Syphons, Flaschen und Gebinden. Prima-Donna der Op6ra comique in Paris, des Königl. Theaters Coventgarden in London, sowie der KaiserL Theater in Petersburg und Moskau unter Mitwirkung des Klaviervirtuosen Sier-Grosshandlung Emil Schmal! Herrn Georg Adler Professor am Konservatorium in Frankfurt a. M. Eintrittskarten zu 2 Mk., Sperrsitz 3 Mk., Studentenkarten 1 Mk. sind in der Musikalienhandhandlung von Ernst Challier (Budolph’s Nachfolger), sowie abends an der Kasse, für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork zu haben. 1324 Telephon 83. 1581 Ford. Kennstiel Blockstrasse 8 Blockstrasse 8 Men! Men! ausgeführt von der Regiments-Kapelle. F. Haruickel. IleslaiiraiH Perkeo 0775 Heute und morgen: Großes Frei-Konzert (Restaurant Spuck.) 38 Nordanlage 38. Wiener Cafe Skalitzky 0760 1657 Eintritt frei. Anfang 5 Uhr. zum Schwanen 1566 Der Borstand. Fastnacht-Dienstag von Nachmittags 4 Nhr an: GesküsAst fnt Gld-n. Gietzky Zusaminen Kunst der Gesellschaft Mittwoch den 17. Kebruar 1904, abends 8y4 Uhr im großen Saale des Hotel Großherzog von Hessen. Herr cand. jur. JE. Dannert aus Omaruru wird über seine Erinnerungen an Aeuisch-SudivestasriKa, Land und Leute Insbesondere die Hereros) sprechen. Damen sind willkommen. Möbel-Geschäft = Spezialität: — AaftWUht Dienstag: Großes Kmevolistisches Konzert. Sie wer« doch die Kinner was lerne labe. Diese Woche: 0767 Äffische Wetz. Alorgen, Dienstag den 16. Februar: Metzelsuppe wozu ergebens: entladet 0765 Heinrich Koch. KmkttlWks Kntklt btt Kiipkllk des Ivf.'Rkzts. Nr. 116. Restaurant „zum Andres" Fastnacht-Dienstag, vormittags 11 Uhr u. nachmittags 4 Uhr Karnevalistisches Konzert Vorzügliches helles Bier, Friedel u. Asprion. Agitator, früher Salvator genannt. 1483 Wiih. Comes. Männer -Hurnverein. Morgen. Dienstag den 16. Februar, abends 8 Uhr 11 Min., im Hotel Schütz: KarilkvgWWkr Abesh. Wir laden hierzu unsere Mitglieder und deren Angehörige freundlichst ein. 1572 Der Borstand. KaiserhoL Morgen, Fastnacht-Dienstag: i von morgens 11 bis uachurittagL 2 Uhr und von abends 6 Uhr bis v zum Mittwoch 0764 MMlipSgeineinde Znni Gambrmusbräu bei Herm. Otto. Dienstag abends 6 Uhr: ICappensitamg. Um zahlreiches Erscheinen bittet 1578 Der Gemeinderat. Komplette Schlafzimmer-Einrichtungen sowie 1541 selbstangefertigte Polstermöbel und Betten in bekannter solider Ausführung. Vollständig ausgestattete Musterzimmer. "TN Niederlage der Hof-Möbelfabrik Chr. Niederhö ter Söhne in Edenkoben. || y Dienstag d. 16. Febr., 8 2 \ abends 8 Uhr, |im Sälchen des B Cafs Ebel 1582 türüeMl.AKOAilttthgliMg Aechtveröand Hießen-Lahr, gggg? Fastnacht-Dienstag, abends 6.61 Uhr: KjZgEF Letzter großer Entree - Maskenhall K im Cafe Leih. Großartige Gruppen-Aufführungen «nd sonstige Ueberraschungen. MntrtttSpreiS: Herrenkarten 75 Psg., Damenkarten 40 Pfg., Gallerte 20 Pfg. nur an der Kasse zu haben. 1569 Fastnacht-Dienstag-Ab end den 16. Februar: Kroße karnevalistische jlmu- ned pamen - Sitzung mit reichhaltigem Programm in sämtlichen Räumen der Turnhalle. "3M Auftreten hervorragender Humoristen, Akrobaten, sowie Gerätekünstler. 1574 Besonders hervorgehoben sei das Auftreten des bekannten Hmnoristen und Sangers Herrn Bolligno aus Köln. Hieran anfchließend: TANZ. Eintritt ä Person 30 Pfg. Aufaug 7.30 Uhr. Bier im Glas. Das V. T. «. Comite.