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Adresse für Depeschen: Eluzeiger Gießen. Kernsprechanschluß Nr. bl. ZTrajF d © mEtWbPs'viertel. GichencrAnMer M General-Anzeiger v Verantwortlich für v den polit. und allgern. Amts- und Anzeigeblatt ftr den Kreis Gießen MZZ V -ir ’ ** zeigenteil: Hans Beck. Dringt ttmefce wssimt- ttch geringere Dumme handeln durfte. Dem Ausschuß erstheint etz hiernach untunlich, über den Rahmen der Forderung hincmszugehen, mtb er beantragt: \ Bewilligung der eingestellten 105000 Mk.; 2. die Großh. per Krieg zwischen Japan »vd Rußland. Dom Kriegsschauplatz. Der Pariser ,Figaro ‘ veröffenllicht ein Telegramm, roo- nach ein japanisches Geschwader mit einem Transport Truppen, nach Korea bestimmt, von dem rusfischen Geschwader überrumpelt worden sei. 7000 Japaner sollen ertrunken oder getötet worden fein. Anderen Informationen zufolge sollen sogar 14000 Japaner hierbei den Tod gefunden haben. Dieser Bericht ist zwar kein amtlicher, wird aber von dem amerikanischen Konsul bestätigt. Der ,New-Pork Herald* veröffenllicht folgendes Telegramm seine« Petersburger Korrespondenten: Ich habe ein Telegramm Alexejew« in Händen gehabt, welches heute eingetroffen ist und im Besitze des Generalstabs ist. Hiernach haben sich die Japaner nach der Schlacht am 8. ds. nach Verlust von drei Kriegsschiffen und elf Torpedst- booten zurückgezogen. Am folgenden Tage haben die Küstenbatterien von Port Arthur fünf japanische Kriegsschiffe und neun Torpedoboote außer Gefecht gesetzt. Die Japaner zogen sich in trauriger Verfassung nach Wei-hai-wei zurück. Nach einer der japanischen Gesandtschaft zugegangenen Depesche gelang eS den Japanern deshalb vor Port Arthur am 8. Februar drei russische Kriegsschiffe außer Gefecht zu setzen, well der größte Teil der russischen Offiziere einer Zirkusvorstellung in Port Arthur beiwohnte. Bei der Beschießung Port Arthur« am Dienstag nachmittag hatten bw Russen 16 Tote und 85 Ber- wun^r ete. —Nach Petersburg« Telegrammen eines Prag« Blattes geftflg es zwei russischen Kriegsschiffen, die jc^Flische TernirungSlinie bei Port Arthur zu durchbrechen und auf hohe See zu gelangen. Der französische Marine-Attachee to Peking telegraphierte an daS Paris« Marine-Ministerium, daß an den Ufern deS koreanischen GrenzfluffeS Yalu zwischen rusfischen und japanischen Truppenabteilungen ein Vorpostengefecht stattgefunden hat, wobei achtzig Japaner abgeschnitten und gefangen wurden. AuS Tientsin wird telegraphiert, nach Berichten aus Tschinwangtao hörte man dort von d« See her Kanonendonner, woraus auf em neue« Seegefecht im Golf beschlossen wird. Statthalt« Alexejew mdbet dem Zaren in einem Telegramm aus Port Arthur vom 14. Februar, eS seien ihm Nachrichten üb« Versuche zugegangen, die Lele arap Heu» posten an d« ostchinesischen Bahn und einen Pfeiler an der Sungaribrücke zu sprengen. Die Versuche seien rechtzeitig bemerkt und vereitelt worden. Dl- Eisenbahn wird stark bewacht. ,xie, . _ . Als die beiden russischen Kriegsschiffe im Kampf bei Tschemulpo einen zweiten Ausfall machten, dampften sie, während die Musikkapellen die Nationalhymne spielten, gerade auf die japanische Flotte lo«. Dre tapfere Haltung angesichts d« sich« drohenden Vemichtung wurde von den auf d« Reede liegenden frrmdländlschen Schiffen mit lautem Beifall ausgenommen. Zu einem Fest beim japanischen Kaiser in Tokio am 13. d. MtS. waren nur zwei Europäer eingeladen, darunter ein Deutscher Dr. B-eltz. Nach emem De- sandtschaftsbericht sind sieben russische Schiffe bei Port Arthur gesunken. DaS Marinemmisterium beobachtet noch Stillschweigen. Admiral Togo lobt die besonnene Haltung der Japan«. Bei d« Abreise deS russischen Gesandten, Baron Rosen, die am S. dS. abend« erfolgte, waren zahlreiche Japan«, sowie alle Mttglieder d« Gesandtschaft zugegen. Der deutsche Kreuzer.Hansa" ist mit dem zweiten Admiral des Kreuz«geschwad«S, Kontreadrniral v. Holtz e n- dorff an Bord, am 12. Februar in Port Arthur em- aetroffen und an demselben Tage mit den deutschen Frauen und Kindern und bet deutschen Post nach Tsingtau in See gegangen. Der englische Kapitän Gray, d« unter englischer Flagge mit einem Transport Chinesen au8 Port Arthur in Weihaiwei angelangt ist, berichtet, daß, als « mit fernem Schiff am 9. d. MtS. mit einem russischen Erlaubnisschein Port Arthur verlassen wollte, n von dem russischen Wachtschisf Feuer erhielt und fünf Chinesen verwundet wurden. Er begab sich hierauf an Bord des Wacht- schiffes und erhielt erst die Erlaubnis, seine Reise fortzusetzen, nachdem er schriftlich versprochen, hatte, nicht« von dem Vor- kommniS zu verlautbaren. Dee Russen bedauerten den Zwischenfall lebhaft. Aonr mueu yesstscheu Stat v. Schluß. Zentralstelle fite die Gewerbe. Beabsichtigt ist, den Vorsitzenden der Zentralstelle im Gehalte mit den Direktoren an den Gymnasien gleichzustellen mit einem Gehalt von 5800 bis 6600 Mk. gegen den seitherigen Höchstgehalt von 6300 Mk. Russische Stimmungen tmb Vorkehrungen. Die bisher von dem fernen Osten in Petersburg etn- »etaufenen Privat-Nachrichten sind, wie uns geschrieben wird, nicht dazu angetan, besondere Hoffnungen am d« wehere Aktion der ruffischen Marine zu setzen. Die ffch täglich mebrendenVerluste erwecken m Fachkreisen Bedenken und kaffen besürchteu, daß Leitung und D.spon.erung tn Port Arthur mangelhaft gewesm smd. Fachkreise be. Landgerichte und Amtsgerichte. Bei Besprechung dieses Titels wurde von mehreren Seiten dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß o häufig die auf die Tätigkeit der Gerichte angewiesenen Personen: Parteien, Parteivertreter, Zeugen, Sachvev- kündige bei dem Verkehr mti den Gerichten große Zeitverluste erleiden durch unnützes übermäßiges Warten. Neben dem materiellen Schladen, der hierdurch ür die Beteiligten entsteht und nicht selten ganz außer Verhältnis steht zum Werte der verhandelten Sache, erwächst hierdurch auch den Gerichten eine Einbuße an Ansehen und entwickelt sich leider eine wachsende Abneigung des Publikums gegen den Verkehr mit den Gerichten. Die Regierung erklärte, sie ver- chließe sich nicht den hieraus erwachsenden Bedenken. Es eien bereits vor Jahren Berichte der Landgerichte eingezogen worden zur Erörterung einer Abhilfe. Mehrfach sei hierbei empfohlen worden, alle Termine auf dieselbe Stunde anzusetzen, wodurch das Gericht gegen unerwünschte Pausert einer Tätigkeit gesichert und auch eine Verständigung mit >en Beteiligten über die Reihenfolge der Verhandlungen erleichtert sei. Andere seien der Meinung, man solle die Termine auf verschiedene Stunden nach der mutmaßlichen Dauer der einzelnen Verhandlung bestimmen; bei Bersch' nung dieser mutmaßlichen Dauer seien aber Fehler und damit wieder unerwartete Termiiihäusungen oder Arbeitslücken für den Richter unvermeidlich. Die Regierung vermag ein durchschlagendes Mittel bet Abhilfe gegen unnütze Zeitverluste beim Verkehr mit den Gerichten nicht anzugeben, und auch der Ausschuß muß sich damit begnügen, seinerseits auf die Sache hingewiesen zu haben utu) bet Hoffnung Ausdruck zu geben, daß wachsende Einsicht und Geschäftsgewandtheitder Richter und die verständige Mithilfe aller am Gerichtsverkehr Beteiligten immer mehr zu einer förderlichen und zeitsparenden Rechtspflege führen möge, damit der Gegensatz zwischen der gerichtlichen Arbeit und der Prompthett der Sacherledigung, wie der moderne Verkehr sie im übrigen Geschäftsleben erfordert und auch erzielt hat, nicht allzusehr sei. ES darf erwartet werden, daß unter den Gesichtspunkten, nach denen man die Tüchtigkeit eines Richters bemißt, eine immer größere Beachtung finden werde feine Fähigkeit, allen am Rechtsgange Beteiligten die denkbar geringsten Opfer an Zeit zuzumuten. AllSleihnngen und Staatsschuld. Die eigentliche Staatsschuld ist 326 635 551,33 Mk. und erfordert für Verzinsung 10 489107,87 Mk., während die Jsenburgische Schuld einen Vermögenserwerb bedeutet und die Landeskreditkasseschuld und die Staatsrentenschuld sich feCbft verzinsen, also nicht als eigentliche Schuld zu be- ttachten sind. Die Hauptstaatskasse besitzt ein zinstragend angelegte« Vermögen von 8879 563,20 Mk. (einschließlich 4 000000 m Aktien der Landeshypothekenbank) und 5000000 M. Betriebskapital. Die Einnahme der Hauptstaatskasse ist um 246 410 Mk. geringer wie für 1903 angeseht, da weniger flüssige Kapitalien vorhanden sind, aus welchen Zinsen zu erwarten sind. Eine wirkliche Kapitalaufnahme für die im Vermögensteil vorgesehenen Ausgaben ist für dieses Jahr nicht beabsichtigt. Der Ausschuß beantragt: 1. in Einnahme 1232 442,87 Mark, in Ausgabe 12168979,37 Mk. zu bewilligen. Die Gesamtkosten der Erweiterung des Bahnhofes Hungen betragen 483 000 Mk. einschließlich der Gelände- erwerbskosten in Höhe von 67 20u Mk., die bereits im vorigen Jahre bewilligt wurden. Von den verbleibenden eigentlichen Baukosten im Betrage von 416 000 Mk. werden als erste Rate 100 000 Mk. angefordert. Die Bewilligung der geforderten 100 000 Mk. wird beantragt. Präparanden Anstalt in Lich. Der Ausschuß beantragt die geforderte Summe von 5800 Mk. zu genehmigen. Neubau eines Museums in Darmstadt. Auf Anfrage erlläri die Großh. Regierung, daß im Jahre 1906 das Museum fertig und bezogen sein werde. Der Ausschuß beantragt: den als 3. Rate der Gesamtbewilligung für innere Einrichtung von 905320 Mk. geforderten Betrag von 168000 Mk. in Ausgabe zu bewilligen und der beantragten Kreditübertragung zuzustimmen. Kunststraßenwefeu. Bereits tot vorjährigen Budget wurde durch den Aus* schuß bar auf hin gewiesen, daß die hier vorgesehenen Mittel voraussichtlich unzulänglich seien, um ein gerechtes System bei unseren Straßenbauten zu bewirken. Um nun den mute maßltchen Kostenaufwand für die etwa in den nächsten 15 Jahren zu erbauenden bringlid)en Dtratzenverb mdungen seststellen zu können, wurde die Großh. Regierung ersucht, Erhebungen hinüber anzustellen. Diesem Ersuchen wurde . in dankenswerter Weise entsprochen. Das gesammelte Ma- . teriat konnte jedoch dem Ausschuß bei dies« Budgetbsratung - noch nicht als Grundlage dienen, da eilte genauere Prüfung desselben nötig ist. Jedenfalls fcxwn ams bett Wtetlungen ’ über die ungefähre Höhe der noch erforderlichen Baukosten, die Sr Starkenburg zn 4 445 730 Mk. c Oberhessen 3» 4045070 > r Rheinhessen W 2 268 750 ^ tot ganzen 8n 10 744 5&Ö Mk. angegeben finb, jetzt schon gefolgert werden, daß Sei «Wer trachten den Statthalt« Admiral Alexejew nicht al« den Mann, die Geschicke tm fernen Osten in diesen schwierigen Zetten fachgemäß zu letten. Die Ernennung Alexejew« zum Ob«kornmandi«enden d« Land- und Seetruppen auf dem Kriegsschauplätze wurde mit gemischten Gefühlen begrüßt. Admiral Skrydlow befürwortete bei der Zarin» mutter die Ernennung beS Kriegsministers Kuropat- , kin üb« die Landtruppen, worauf sie erwiderte, e§ fei bereits zu spät, da Alexejew ernannt worden sei. Am Zarenhofe, so heißt efl in einem Privatbriefe weit«, herrscht ob : d« trüben Kriegsnachrichten große Niedergeschlagen- 1 h eit. Auf Wunsch deS Zaren begibt sich jetzt auch der Chef 1 deS Marinestabes, Kontreadrniral RodschestwenSky, einer der tüchtigsten Kommandeure zur See, so schnell wie möglich nach dem Kriegsschauplatz, dürfte aber erst in ca. drei Wochen dort eintreffen. Admiral RodschestwenSky zeichnete sich während d« Flottenrevue bei Reval anläßlich der Anwesenhett Kaiser WllhelmS besonders aus und «hielt einen hohen Orden. Auch Admiral Skrydlow, der vorläufig noch das Kommando d« Schwarzen Meer-Flotte in Sebastopol beibehält, wird wahrscheinlich ebenfalls bald nach Ostafien abreifen. Die russischen RegierungS- wie Militärkreise betonen die taktvolle, freundschaftliche Haltung Deutschland« in dem gegenwärtigen Konflikt. Keine Nation ist augenblicklich in Rußland so populär wie Deutschland. Während deS ganzen SamStagS hielten in allen Straßen Petersburg« die patriotischen Demonstrationen an. Freiwillige durchzogen, von Tausenden von Menschen und Schuljugend begleitet, meist mit MufikkorpS an der Spitze unt« den Klängen d« Nationalhymne, Gesang und Hurrarufen die Stadt. Wo sie erschienen, stockte jeder Verkehr, und alles machte der Prozesston ehrerbietig Platz. Vor allem vor dem Palais der fianzöstschen Botschaft nahmen die De- monstrattonen einen enthusiastischen Charakter an. Durch die Polizei wurden mehrere Versuche einer feindlich en Denronstrati on gegen die englische Botschaft verhindert. Nachts erfolgte die Abreife mehrerer Bataillone aus jedem d« Garderegimenter nach Moskau, denen begeistertes Geleit gegeben wurde. Behufs Verstärkung der Flotte in Ostasien «hielten die m Kronstadt befindlichen Schlachtschiffe Imperator Alexander II, Navarin, Siffoj, Velikiy, Imperator Alexander III, der große Kreuzer Panujat Azowa, 4 kleinere Kreuzer und Torpedo- jäg«, zusammen b große, 4 kleinere und 4 weitere Fahrzeuge den Befehl zur Ausrüstung, um in längstens 4 Wochen in See zu gehen. Das London« Blatt »Daily Graphic* sieht als Ergebnis des Kriege« eine beträchtliche Wiederannäherung Rußlands an Deutschland und tm Anschluß daran eine völlige Neugruppierung der Großmächte voraus. Nur große Toren könnten Deutschland tadeln, wenn eS sich die Gelegenhett zunutze mache, daS Risiko eines Zweifronten, kriege« zu verringern. Auf diese Weise wird Japans Vor- gehen den Anstoß zu ein« Erneuerung des Dreikais er - bund e« als Gegengewicht zu dem kürzlichen Zusammenschluß d« drei großen liberalen Mächte deS Westens bilden. Einem Privatbriefe zufolge hat die russische KriegSver- waltung eine Anzahl slavischer Artillerieoffiziere deS österreichisch-ungarischen Heere« zum Eintritt in daS russische Heer eingeladen. Daraufhin hätten sich 80 Offiziere, zumeist Czechen, darunt« zwei Obersten gemeldet. Die Offiziere suchen jetzt die Entlastung auS dem HeereLv«bande nach. Graf LamSdorff erklärte dem bulgarischen Derireter in Petersburg, Rußland werde trotz deS asiatischen Engagements energisch auf Durchführung deS Reformprogrammes für Mazedonien bringen. Im AnSlande. Tas französische Rote Kreuz hat zur ltot«- stühung und Verpflegung der Verwundeten im japanisch- ruffischen Kriege 250 000 Francs bewilligt. __ Huptmann Batttne, von der englischen Kriegsakademie und früher von der indischen Grenzarmee, teilte mit, daß mit Rücksicht auf die Operationen im fernen Osten aller Urlaub der Offiziere der britischen Armee in Indien aufgehoben worden sei. — Auch in der britischen Flotte werden Vorbereitungen für alle Eventualitäten anscheinend getroffen. Tie Mcrrtne- offiziere der Reserve erhielten Befehl, sich bereit zu halten, und eS sollen Probemobilmachungen vorgenommen werden. IN Liverpool wurde jüngst ein Mensch wegen Dynamitschmuggels verhaftet, welcher sich als Oester- 1 reicher audgab. Man glaubt indes dort, daß der Vev- , haftete ein japanischer Spion ist, welcher beauftragt ; war, «yend ein Kriegsschiff in di«Lust M sprengen, , oder eine russische Eiseno ahn zu zerftoren. Regierung zu ersuchen, dem Ausschüsse noch in dieser Tagung ausführliche Mitteilungen über die als dringend zu bezeichnenden Straßenbauten und deren mutmaßliche Baukosten zu machen. Ausleihungen und Staatsschuld- Unter Vorbehalt der ?lendevungen, welche durch Beschlüsse der Kammern notwendig werden, stellt sich nach der Vorlage der Regierung und unter Berücksichtigung der Nachträge und Berichtigungen Einnahme und Ausgabe in diesem Kapitel folgendermaßen: Einnahme. 1. Rückzahlungen auf Ausleihungen 200100,— Mk. 2. Kapitalaufnahmen 14 000 793,— „ 3. Einnahme der Staatsschuldenk?sse 05 8 7 77 „ Summe 14 306 780,77 Mk. Ausgabe. 1. Auszahlungen 4 480000,— Mk. 2. Kapitalrückzahlungen 3 800,— „ 3. Ausgaben der Staatsschulden-Ver- waltung 105 887,77 „ Summe 4 589 687,77 Mk. Der Ausschuß beantragt: L Die Einnahme in Höhe von 14 309 780.77 Mk., vorbehaltlich der Aenderung n di' s'ch d"rch die beiderseitigen landständischen Besch üssi e geben: 2. die Ausgabe in Höhe von 4 589 687,77 Mk. zu bewilligen. Das Betriebskapital der Hcr-Ptstaattk sse. 5 000 000 Mk und sonstige indisponible und reservierte Fonds in Höhe von 3 460033,96 Mk., welche sich noch erhöhen um den infolge der Nachträge und Berichtigungen im Hauptvoranschlag, 1. Teil, „Für die Verwaltung" den Einnahmen und Ausgaben zugegangenen Betrag crbschliesend mit einer Mehreinnahme von 233 690 Mk., kommen hier in Ausgabe zu stehen. In der Erläuterung wird im einzelnen nachgcwiesen, daß der mutmaßliche Rest des verfügbaren Vermögens Ende 1904: 385 720,21 Mk sein werde. Dieser Rest wird sich aber nach einer Mitteilung des Finanz- mrnisters tatsächlich wesentlich höher stellen; man sprach von 800 000 bis 1 000 000 M k. über den hier angesetzten Betrag h i n au s g e h e n d e Be- träge. Deutsches Reich. Berlin, 14. Febr. Ter Kaiser nahm gestern die Meldungen des Oberstleutnants Lauenstein, des Majors v. Tettow, Majors v. Förster und Hauptmanns Hoffmann entgegen, die zu den kriegführenden Parteien abkommandiert sind, die ersteren beiden zu den russischen, die letzteren zu den japanischen Truppen. Heute mittag empfing der Kaiser Erzbischof Fischer. — Ueber die Haltung des Reichtags beim Ableben des Herzogs Friedrich von Anhalt beklagt man sich in anhalttschen amtlichen Steifen. Die Kreisblätter nennen es außerordentlich auffallend, daß des Ablebens des Herzogs mit keinem Worte im Reichstage gedacht ist, und führen Beispiele an, die dieses Verhalten des Parlaments befremdlich erscheinen lassen sollen. Als König Albert von Sachsen starb, beteiligte sich das Präsidium des Reichstags an der Beisetzung und nach Wiederaufnahme der Sitzungen gedachte der Präsident des Heimgegangenen Monarchen. Auch beim Tode des Großherzogs Karl Alexander von Sachsen-Weimar 1901 geschah dies, und das Haus hörte stehend die Ansprache an. — Wie die „Akad. Bl." melden, ist der Reichstagsabg. v. Ger lach, „weil er öffentlich die Haltung des Vereins bekämpft und Gegner des Vereins unterstützt hatte, aus dem Verein deutscher Studenten-Derlin ehren- rätlich ausgeschieden worden." — Darf ein Sozialdemokrat illuminieren an Kaisers Geburtstag? Tiese Frage hat, tote die „Freis. Ztg." berichtet, den sozialdemokratischen Wahlverein für Berlin II beschäftigt. Nach dem „Vorwärts" lag dem Verein folgende Anfrage vor: „Verträgt es sich mit den politischen Anschauungen eines organisierten Parteigenossen, daß er zur Feier des Geburtstages des Kaisers die Fenster seiner Wohnung illuminiert?"" Aus der Begründung ging hervor, daß der illuminierende Genosse — der „Vorwärts"" versieht diesen Titel mit Anführungszeichen — Rechtsanwalt Viktor Fränkl ist. Vor dem förmlichen Ausschluß blieb Fr. nur bewahrt, weil er „durch seine Erklärung im Oktoberheft der „Zukunft"" betreffs Mitarbeit an dieser gegnerischen Schrift sich selbst außerhalb des Rahmens der Organisation der sozialdemokratischen Partei stellte, indem er die Beschlüsse des Dresdener Parteitags nicht anerkennt." Immerhin wurde aber das Verdikt gefällt, daß Fränkl nicht mehr als Genosse zu betrachten sei. — Tie Tada kar b etter genossen s chäft (E G. m. b. H., Sitz Hamburgs hat ihren Bericht übre das abgelaufene 13. "Geschäftsjahr erscheinen lassen. Ter Gesamtumsatz betrug im Jahre 1903: 10 585 Mille, die Steigerung gegenüber 1902 26 Prozent. Ter fakturierte Wert der verkauften Maren betrug Mk. 440683 gegenüber Mk. 348 054 im Jahre 1902. An dem Absatz waren die Konsumvereine beteiligt 1902 mit Mk. 168925 und 1903 mit Mk. 235135. Ter Absatz an dieselben hat sich mithin gegenüber 1902 um 39 Prozent gesteigert. Magdeburg, 14. Febr. Sämtliche Kranken- kassenärzte bis auf dreißig, haben ihre Tätigkeit für die Ortskrankenkasse eingestellt. Ausland. Paris, 14. Febr. Das gestern unterzeichnete französisch-siamesische Abkommen sichert Frankreich alle Vorteile des Abkommens von 1902, enthält aber ferner eine Reihe von Bestimmungen, die darüber hinaus Frankreich wirtschaftlichen und politischen Einfluß im siamesischen Laos und den Provinzen um den großen See verschaffen, wo Siam seit mehreren Jahren bemüht war, die lokalen Behörden zu unterdrücken und an Stelle der eingeborenen Polizei siamesische Gendarmerie zu setzen. Diese Versuche werden sich nicht wiederholen, da Siam sich verpflichtet hat, in diesen Provinzen eine rein Ein- geborenen-Polizei zu unterhalten, deren Offiziere Franzosen sein sollen. Sobald dort Die allgemeine Sicherheit durchgeführt ist, sollen öffentliche Arbeiten unter Leitung französischer Ingenieure unternommen werden. Frankreich behält Tschautabun, bis die neue französisch-siamesische Grenze, namentlich der Teil zwischen dem großen See und dem Meere, der seit 1867 nicht hatte festgesetzt werden können, von einer gemischten Kommission festgesteut ist und bis die Frankreich zukommenden Gebietsteile sich in seinem Besitz befinden. Französische Ingenieure erhalten die Erlaubnis, auf dem Land- oder Wasserwege die Verbindung mit der bedeutendsten Stadt des Nam-Mun-Tales, Ubon, zu erleichtern. Dies wird es Französisch-Jndochina ermöglichen, dort wirtschaftlichen Einfluß auszuüben und Absatzgebiete für die aus Saigon kommenden Waren zu erschließen. Längs des rechten Ufers des Mekong hat Siam Frankreich in allen großen Handelszentren, die das Generalgouvernement von Jndochina bezeichnet hat, Strecken Landes eingeräumt, wo Handels- und Schiffsniederlassungen gegründet werden sollen. Auf siamesischem Gebiet sollen überall, wo der Mekong Verkehrshindernisse bietet, Eisenbahnen gebaut werden. Frankreich wird somit auf dem rechten Mekongufer zahlreiche Punkte besetzen, sodaß die Zone von 25 Kilometern überflüssig wird, durch die Siam gehindert werden sollte, sich auf dem linken Mekongufer festzusetzen. Im weiteren verzichtet Siam auf die Souveränetät über mehrere auf dem rechten Mekongufer gelegene Territorien. Die Frage der Schutzbefohlenen ist den Forderungen Frankreichs entsprechend geregelt worden. Siam erkennt die gegenwärtigen Listen an. Tie französische Rechtsprechung wird auf alle französischen Schutzbefohlenen ohne Unterschied ausgedehnt. Etienne, 14. Febr. Bei der Sitzung des Sozia- li st en -Kongresses kam es zwischen Dissidenten und Anhängern Jaurös zu heftigen Kundgebungen. Jaurös Rede wurde häufig unterbrochen. Nach dem Meeting entstand ein heftiger Krawall und Jaurös mußte sich mit mehreren Freunden in ein Caf6haus flüchten Athen, 14. Febr. Die Kronprinzessin Sophie wurde gestern von einer Prinzessin entbunden. (Die Kronprinzessin ist bekanntlich eine Schwester des deutschen Kaisers.) ^er erste internationale Kongreß für Sckutyygierre zu Mrrverg (4.—9. April 1904). In der Zeit des Weltverkehrs wird die Erreichung aller Ziele und Au'gab en, seien sie sozialer, wirtschaftlicher, beruflicher, politischer oder idealer Art, versucht durch Zusammenschluß, durch Organisation, durch Bildung großer, starker Gruppen von Gleichgesinnten. Die räumlichen ^Entfernungen unserer Erde sind klein geworden, schon längst ist die Grenze des Landes kein Hindernis mehr für den Menschen, der sich mit Gleichgesinnten zusammenfinden will zu gemeinsamer Arbeit. Es ist erfreulich, daß es nament-. lich die Wissenschaft, daß es hauptsächlich die Lösung idealer Aufgaben ist, welche zu kosmopolitischer Tätigkeit ruft, und dadurch dazu beiträgt, die Völker zusammenzufassen, zusammenzuführen und die Erkenntnis zu fördern, daß es gemeinsame, große Ziele gibt, denen gegenüber nationale Eifersüchteleien- keine Berechtigung haben. Mit Stolz dürfen wir betonen, daß es deutsche Gelehrte waren, von denen die Anregung zu einem neuen, internationalen Unternehmen ausgegangen ist, da? berufen ist, segensreich für die gesamte Menschheit zu wirken. Der „Allgemeine deutsche Verein für Schulgesundheitspflege" hat im Frühjahr 1903 in einem Rundschreiben alle nationalen Verbände ähnlicher Tendenz zur Meinungsäußerung über die Zweckmäßigleit einer intemation^lm Z- sammenfassung aufgefordert. In allen Ländern fand die Anregung ungeteilten Beifall, der Zeitpunkt war vorzüglich gewählt, denn mit Recht heißt es in dem „Aufruf zur Gründung internationaler Kongresse für Schulhygiene", der eine Folge dieser ven deutscher Seite stammenden Anregung war, baß auf dem Gebiete der hygienischen Forschung zurzeit in allen zivilisierten Ländern die Schul- und Volkshygiene int Vordergrund des allgemeinen Interesses steht, Diele Hygieniker haben mit Wort und Schrift in diesen Zweigen der Wissen- chaft bahnbrechend gewirkt, Aerzte und Schulmänner haben >enselben gemeinsame Arbeit gewidmet, Regierungen und Kommunalverbände sind eifrig bemüht, solche Arbeit zu fördern. Es hat sich aber die Ueberzeugung durchgerungen, daß zur Heranbildung einer gesunden Jugend gerade der Schulhygiene noch viel zu tun übrig bleibt, daß bereits im jugendlichen Alter unb insbesondere in der Schule durch vollendete Körperpflege geistige Ueberanstrengung und Schwächung der Individualität verhindert werden muß und daß durch gemeinsame, gegenseitig anregende und befruchtende Arbeit aller Nationen die Aufgabe der Schulhygiene erleichtert und gefördert wird. Tie Folge dieser Erkenntnis ist die Bildung eines „permanenten internationalen Komitees", das periodisch stattfindende internationale Kongresse berufen wird. Dieses Komitee besteht aus 53 Herren; alle europäischen Staaten, auch Asien und Amerika sind vertreten, eine große Anzahl der ersten Hygieniker des IN- und Auslandes sind verzeichnet, alle nationalen Verbände, die sich mit hygienischen Aufgaben beschäftigen, sind durch ihre Vorsitzenden vertreten. Dieses permanente internationale Komitee hat den ersten Kongreß nach Nürnberg auf den 4—9. April einberufen. Die Organisation der Nürnberger Tagung verspricht einen mustergiltigen Verlauf der ersten internationalen Versammlung, beweist aber auch das Verständnis und das große Interesse, welches der Veranstaltung in weiten Kreisen entgegengebracht wird. Ein vielfach gegliedertes Ortskomitee von nicht weniger als 370 Mitgliedern hat die Vorbereitung zum Kongreß übernommen, Se. Kgl. Hoheit Dr. med. Prinz Ludwig Ferdinand ist Protektor. Mitglieder des Kongresses können alle diejenigen werden, die a.n der Förderung sckmlhygienischer Bestrebungen Interesse haben. Die Mitgliedskarte — zum Preise von 20 Mark — berechtigt zur Teilnahme an allen Sitzungen und Veranstaltungen des Kongresses, sichert den Bezug des Kongreßberichtes und Kongreßtageblatteö, gewährt Stimm- uno Wahlrecht. IN den allgemeinen Sitzungen finden zusammenhängende Vorträge allgemeinen Interesses, in 10 Tlb- t ei hingen Abteilungssitzungen statt mit zahlreichen kürzeren Vorträgen und anschließender Diskussion. U. a. sind folgende Abteilungen gebildet: Hygiene der Schulgebäude und ihrer Einrichtungen. Hygiene des Unterrichts und der Unterrichtsmittel. Hygienische Unterweisungen der Lehrer und Schüler. Körperliche Erziehung der Schuljugend. Krankheiten, Kränklichkeitszustände und ärztlicher Dienst in den Schulen. Hygiene der Schuljugend außerhalb der Schule, Je- rienfo(onicen und Organisation von Eltemabenoen. Mit dem Krongreß ist außerdem eine schulhygienische Ausstellung (Schulbauplüne, Modelle, Lehrmittel usw.) verbunden. Auch im Groß Herzogtum Hessen hat sich am 18. Dezember 1903 unter dem Vorsitze des Geh. Obermedizinalrats Dr. Neid hart ein Organisationskomitee gebildet, das aus 42 Herren, Medizinern, Pädagogen und Technikern besteht, auch die hessische Schulabteilung ist hierbei durch die Herren Oberschulräte Nodnagel und Scheuermann vertreten. Schriftführer dieses hessischen Or- ganisationskomitees ist Oberlehrer Karl Roller-Darmstadt, der zu jeder Auskunft bereit ist. Wir dürfen hoffen, daß Hessen, das an den Verhandlungen der deut- chen Kongresse, die der allgemeine deutsche Verein für Schulaesundheitspslege bisher veranstaltete, stets lebhaften Anteil nahm, auch in Nürnberg würdig vertreten sein wird. Aus Stadl uud Kaud. Gießen, den 15. Februar 1904. LU. Herr Geh. Iustizrat Prof. Dr» B. A. Schmidt )at einen an ihn ergangenen ehrenvollen Ruf an die Universität Königsberg ab gelehnt. ** Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Anr heutigen Ziehungstage der 5. Klasse siel die Prämie von 75 000 Mk. auf Nr. 44949 (nach Darmstadt), ferner iel ein Gewinn von 25 000 Mk. auf Nr. 1179, ein Gewinn von 10 000 Mk. auf Nr. 2818, ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 34201, ein Gewinn von 3000 Mk. auf Nr. 66988. fünf Gewinne von je 1000 Mk. auf Nr. 1905 60285 68628 73868 88962, Gewinne von je 400 Mk. auf Nr. 1968 7371 81339 87589 91869. (Ohne Gewähr.) ** Eine Kindesleiche wurde am Samstag nachmittag 5 Uhr in einem der letzten Gärten auf dem Rodtberg aufgefunden. Die Leiche war in Lumpen gewickelt und scheint o längere Zeit dort gelegen zu haben. Näheres wird die im Gange sich befindende Untersuchung ergeben. ** Ter Maskenball des Gesangvereins Heiterkeit gestern abend im Caf6 Leib eröffnete die Faschingstage mit einem Treiben ungebundener Karnevalsfreude. Tie Räume des Iestsaales waren ganz gefüllt, und die Besucherzahl nahm in der vorgeschrittensten Zeit kaum ab. Man sah sehr hübsche Masken und beobachtete viel ergötzliche Vorgänge. Wenn einem da so unverhofft von unbekannten Vermummten das Gewissen wie ein Sack umgestülpt wird, heißt es, gute Miene zum bösen Spiel machen und die neckige „Wahrsagerin'" mit vermehrter Liebenswürdigkeit und Vertraulichkeit unter das Tach der Bescheidenheit zu scheuchen, oder, was erstrebenswerter scheint, zu einem trauten Versöhnungsfestakt zu überreden. Ties letzte scheint denn auch in den allermeisten Fällen gelungen zu sein. Wunderhübsche Gruppenaufführungen boten auch den dichtgedrängten Zuschauern auf der Galerie Stoff zu unterhaltenden Bettachtungen. Oben auf der Bühne vermittelte ein nettes Schwebekaroussel den Fahrlustigen ein interessantes, überaus lustiges Bild des regen Treibens im Saale. Nebenan sorgte eine schmucke Schießbude dafür, daß die Schützen unter den Ballbesuchern von Zeit zu Zeit erproben konnten, ob die muntere Weinlaune die Sicherheit der Hand nicht beeinträchtigt habe und ob überhaupt das Herz noch auf dem richtigen Fleck sitze. Sich solchen Vergnügungen hinzugeben, war Zeit bis zum grauenden Rosenmontag. ” Das karnevalistische Konzert des Turn» Vereins gestern, Sonntag, hat auch dieses Jahr wieder einen Mitgliedern fröhliche, köstliche Stunden bereitet. Das Auftreten erster Humoristen, die Turnkünste am Reck, Pferd, Doppeltrapez und an römischen Ringen, die Akrobatenkunststucke der beiden lustigen Chinesen, deS Salto-Mortale-Clowns Schmidt und das südländische Ständchen von Signor Berini hat auch diesmal gezeigt, daß die mitwirkenden Mitglieder ihr Bestes zur Verherrlichung des schönen Abends beigetragen haben. — Wie aus der heutigen Annonce ersichtlich ist, findet am Dienstag abend eine karnevalistische Damen- und Herrensitzung mit anschließendem Tanz statt und — so schreibt man uns — das vorgesehene Programm dürfte nicht allein einen genußreichen Abend versprechen, sondern alle Ermattungen übertreffen. ** DaS Kaiserpanorama bringt tmS diese Woche die herrliche Sächsische Schweiz. Darunter erblicken wir Dresden, Schandau, Königstein, Lilienstein, Edmundsklamm, Edle Krone. Auch für diejenigen, welche diese Punkte schon bereist haben, wird die Besichtigung eine schöne Erinnerung sein, da das Panorama alles naturgetreu wiedergiebt. •• Die Landesbrandkasse des Großherzogtums be» zahlte im Jahre 1903 für Brandschäden rund 900 000 Mk. Die Kosten, die entstehen für die Vergütungen an Gemeinden, welche eine ausgiebige und dem Feuerschutz dienende Waffer- leitung besitzen (2 Pfg. pro 100 Mk. Versicherungskapital), belaufen sich auf 200 000 Mk. Hiervon entfallen auf die Städte Mainz 42 000 Mk., Darmstadt 40 000 Mk., Worms 15 000 Mk., Offenbach 11000 Mk. und Gießen 10000 Mk. Die Gesamteinnahme für die mit der Landesbrandkasse verbundene Feuerlöschkaffe betrug 68 370 Mk., die Ausgaben 66 790 Mk. Außerdem sind an Einnhmen noch vorgesehen aus früheren Jahren 18 600 Mk., sodann 1 Prozent der für das Jahr 1903 ausgeschlagenen Brandversicherungsbeiträge zitta 72 000 Mk., ferner der Beitrag des Staates zirka 25 000 Mk., sowie 3500 Mk. Zinsen von dem Reservefond. Die sich ergebenden Ueberschüffe werden dem Reservefonds, der die Höhe von 100 000 Mk. erreicht hat, so lange verzinslich beigelegt, bis er 200 000 Mk. beträgt. g. Aus dem Biebertal, 14. Febr. Die Bewohner im Biebertal und am DünSberg wünschten schon vor Jahren im Besitze einer Apotheke zu sein. In der Tat besteht ein recht bringendes Bedürfnis danach. Rasche ärztliche Hilfe ist in allen Fällen wohl leicht zu haben, denn fast an jedem größeren Otte hat sich ein Arzt niedergelassen. Aber weit beschwerlicher ist die Herbeischaffung von Medikamenten, die oft mit unliebsamer Verspätung aus der Stadt beschafft werden müffen. In der Frage, ob Krofdorf oder Rodheim zum Sitz einer Apotheke werden soll, hat die Gemeinde Krofdorf den Sieg daoongetragen. Mit dem 1. April d. I. wird auch in Hohensolms eine Apotheke eröffnet. Beide Orte, Krofdorf und Hohensolms liegen indessen für die Bewohner des Biebertals nicht günstig; für uns kann eben nur Rodheim in Betracht kommen, zumal eS auch der Sitz eines Arztes ist. L Wißmar, 12. Febr. Am Donnerstag fand hier die erste Brennholzversteigerung aus dem hiesigen Gemeindewald statt; tue Preise touren, trotz des großen Angebots an Holz, durchschnittlich gut zu nennen, dies ist besonders bei- guten Qualität und Formung des Holzes, sowie der gut fortschreitenden Verbesserung und Chaussierung der Holzabfuhrwege zuzuschreiben. Zur Deckung der Kosten für eine hier anzulegende Güterv er Ladestelle und eine Wasser- Märkte. Kap. 4, 12—31. Pfarrer Dr. Nauman n. 4% O^sterr. Go'drentc Tendenz: schwächer. Unser Hausarzt sag*t 204.30 218.30 138.75 186.75 204.— 218.25 138.50 186.25 194.75 . 102.10 . 90.10 . 102.00 . 90.10 . 100.70 . 99.50 . 101.65 101.80 60.00 59.60 122*80 41.10 43.60 Reich xanloihe do. Konsole do . . Hessen Oberhessen Oest. Kredit. . Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . Dcrmifd)tes. • Würzburg, 14. Febr. Nach der „N. Würzb. Ztg." wurde wegen Meineidsverdachts der hiesige Großkaufmann und Konsul Friedrich Karl Ollin Untersuchungshaft genommen. ung eingetreten. Eme Gefahr für das Leben deS Prinzen ist nicht vorhanden. Dessau, 15. Febr. Oberleutnant K. vom 26. Infanterie-Regiment in Bernburg tötete sich in seiner Wohnung durch Nevolverschüsse. DaS Motiv zur Tat ist unbekannt. Madrid, 15. Febr. Mehrere hundert Kilo goldene und silberne Kirchcngcräte von unschätzbarem Kunst- und Altertumswert wurden in der Kirche von Santillana bei Santander gestohlen. Die Diebe entkamen auf einem Automobil. Die Gendarmerie ist bereits unterwegs, um die Diebe zu verfolgen. Aniversttäts-AachriÄten. Marburg, 15. Febr. Bei der akademischen Gedächtnisfeier des hundertjährigen Todestages Immanuel K a n t 's hielt Geh. Reqieruugsrat Professor Dr. Loben eine Ansprache. . 26.50 . 86.85 . 100.30 . 104 60 . 203.30 . 185.70 . 138.60 . 149.20 . 152 30 . 138.50 . 1520 . 19000 . 226.00 . 185.50 194.00 Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Montag, den 15. Februar, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Text: Galaterbrief Für W Vümn her Gewerbe- Hauk, e.8.m.u.H., hier, wirb kill M Bllllk- sch bemMckr junger Mm per 1. April 13. zu engagieren gesucht. Offerten beliebe man bei der Gewerbebank einzureichen. 1458 30/n Mexikaner 4,V’/n Chinesen . Electric. Sdnckert Nb nid. Lloyd . . Kreditaktien Diskonto-Kommandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Ber iner Handelsjres Oestcrr. Staatebahn Lombarden . , Gottharibahn . . LaurahGtte . . . Bochum .... Harpener . . . Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldnngen des Gießener Anzeigers. Berlin, 15. Febr. Ein Millionenbetrug, der Jahre lang betrieben wurde, gelangte zur Kenntnis der Strafbehörde. Der 53 Jahre alte Botenmcister Jakob Mattes hatte bei der Viktoria-Spcichec-Aktien-6>sellschasl Jahre lang seinen Posten und genoß unbedingtes Vertrauen, welches er mißbrauchte, die Lohnlisten zu fälschen, desgleichen Wägescheine und die Namen der Wäger. Unter Anderem führte er unter der Bezeichnung Kehricht gutes Korn aus. Letzteres Geschäft brachte ihm allein jährlich 8000 biS 9000 Mk. ein. Durch einen Wechsel in der Leitung der Gesellschaft wurden die Fälschungen entdeckt und Mattes entlassen. Die Veruntreuungen sollen sich auf etwa 1 Million Mk. belaufen. Kiel, 15. Febr. Im Befinden des jüngsten Lohnes des Prinzen Heinrich ist keine wesentli che Aender- 3’4% »"/1 3‘V/o 3n/i Um für die eintrefieuden Neuheiten Raum zu schaffen, ver- kaufe einen Posten 1 Korsetts nnd 25% Friedr. Teipel. tll, ÄaÄ? und tljRoiiWOb ** 4% Umrar. old venia . . 4’1'- Haben. Rente , . . 4* . % Portugieser , . , Portugiesen..... 1% C. Türken . . . Türkenlose . . . . 4°/o Griech Monopol.-Anl. 4X\% äussere Argontiner 'ttbriiar igg, I m ! 0 1 *cm :8;,,n ®»nn00 1 I St. 1905 : von se 400 ' Gewahr,) 3m Samstaq nach. n Quf dem Rodtbera ' ^tt und scheint | Roheres wird die : «geben. ?L^Y"einZ . VT eröffnete die vundener Karnevals. ■ R gefüllt, : orgeschnttensten Zeit „ und beobachtete ‘m ™ so unverhofft • -wissen wie ein Sack ne zum bösen Spiel nn" mit vermehrter unter das Tach der las erstrebenswerter sfestakt zu überreden. : allermeisten Fallen ' Kruppenaufführungen uern auf der Galerie ■ Lben auf der Bühne sel den Fahrlustigen 5 des regen Treibens cke Schießbude dafür, Suchern von Zeit zu üere Weinlaune die gt habe und ob über« igen Fleck sitze. Sich ir Zeit bis zum grau- inzert be§ Turn» ch dieses Jahr wieder itunben bereitet. 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Darauf verwickelte sich der junge Mensch in Widersprüche; er wollte den Scheck von einem Unbekannten, der noch auf ihn warte, erhalten haben. Die ganze S N eine S Don 1 un< ä Selb,*«" (eitet \^et^ *4 % leg 01' .Wo Sät1 Sparsam, rein, mild, neutral, billig. Wäsche und Hände nicht angreifend, für alle Waschzwecke gleich gut geeignet, »sind die Eigenschaften, welche bei 5W-" nur 12 Pfg. per Stück die Naumannia- Seife 5656 bei jeder einsichtigen Hausfrau beliebt machen. von ganz hervorragender Qualität. Flasche 3 Mk. 1219 Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. Eine leistungsfähige Dortmunder Grotzbraucrei sucht ür Gießen und Umgebung einen bei Wirten und Verlegern ein- geführten Vertreter unter günstigen Bedingungen. Gefl. Offerten unter G. H. 1563 an die Expedition d. Bl. erbeten. Ein fleißiger, intclL Mann, im Verkehr mit der Landbevölkerung gewandt, sind, dauernde Stell, als Wassimr uns Verksilftt gegen sesle Spesen und hohe Provision. Kleine Kaution erforderlich. 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Mainz, ben 15. Februar 1904. Die Großherzogliche Direktion des Lehrerinnen-Seminars. Dr. Roemheld. I Ziehung schon ö. März 1904 der Grossen Geld-Lotterie d.Bad.LMilesvereinsv.RotenKreoz | ap nnrl I (H Lose 10 31. UVB uUr [Porto o.Lisie25Pf lOBzahlbar bar ohne Abzug. 3388^^.44000 =|Hauptgew.M.15OOO jlGew.M. 15000 yiGew.M. 5000 11i»oo=aooo 8|8OilOO = 80QO H15OUO 3000 i40<>»10 112800^10000 i Bj erhältlich bei: 1 SIÜIlBCr L ^General-Debit,Strassburg l|E g1 (Offene Slrllni NeWkDDnM 3« uerluutfcn