w - a Erstes Blatt 154. Jahrgang Mittwoch 14. Dezember 1904 tuet Rf 2.20; durch v-»ag«pr»i-i monaihA 75 IM- oterteb täkrlich M General-Anzeiger “ Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gzchm Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 *Uf.; durch dte Vost Älk.L.- itntel- iäbrl auSlchl Bestellg. Annahme von Anzeigen iür hie TageSnunnner bl- vorniittagS 10 Uhr. ßetlenpreia. lokal 1293L, oufitDärti 20 Psg. Verantwortlich t(h ben poltt und allgem. Teil D. W'.t,ko füt «Stadt und Land^ und .K^enchtSiaal": August Goetz, füi den An- zeigenteil Hans Beck. Nr. Z94 Ov|»ct»t -»glich außer Sonntag». Dem Gießener Anzeiger werben im Wechlel mti dem Kesfilchen Landwirt die Gießener Zamilien« ölütter viermal ui der Woche beigelegt RoiattonSdruck u, Verlag bei Brühl 'ichen Unwerj.-Buch-u. Stern- brudetei. 91 Bange, N^daktton, CrrebttUm und Drnderei: Scholsteaße 7. Tlbrefie kür Develchen: Anzeiger Dietzen. HerrllprechanichlußNr 51 Are Heutige Wummer umfaßt U Seiten. KekMntmüchrmg. Unter dem Schweinebestand des 9iifo(an§ Roth zn Musch enheim ist ein Fall von Notlausseuche festgestellt worden. Gehöftssperre ist verhängt. 'Dießen, den 12. Dezember 1904. Großh. Kreisamt Gießen. I. V: Hechler. Aufruhr im ungarischen Wartament. Budapest, 13. De^ruber Das ungarische Parlament war heute der Schauplatz unerhörter wüster Szeneln, wie sie in der Geschichte der Parlamente ihresgleichen noch nicht gehabt haben. Das Parlamentsgebäude und der Sitzungssaal boten bcn Eindruck eines veritablen Schlachtfeldes. Tie vereinigte Opposition nahm heute im wahrsten Sinne des Wortes blutige Rache für die Vorgänge in der Nacht- sitzuna am 18. November. Die heute eingetretenen Ereignisse haben alle Befürchtungen weit übertroffen. Um i/210 Uhr versammelten sich in einem Hotel die Mitglieder der vereinigten Opposition, etwa 150, welche durch die ganze Stadt vor das Parlament zogen. Kaum trafen die oppositionellen Abgeordneten vor dem Parlament ein, so begannen sie schon nach freier Leidenschaft zu handeln.! Die vor dem Haupteingang des Parlaments stehenden Parlamentswachen wurden sofort tätlich attackiert. Ein Polizeikommissar, der intervenierte, wurde blutig geschlagen und hin aus geworfen. Als das Haupttor des Parlaments frei war, stürmten die oppositionellen Abgeordneten über die Haupttreppe, wo die dort postierten Parlaments Wachen insultiert und gewaltsam entfernt wurden. In den Couloirs wiederholten sich dieselben Szenen. Plötzlich wurde der Ruf laut: „In den Sitzungssaal!" Mit Kriegsgeschrei stürmten die Oppositionellen in den Saal und stürzten sich auf die im Saale stehenden Parlamentswachen, welche unter Schmährufen gewaltsam aus dem Saal gedrängt wurden. Olay Kaas und andere Abgeordnete schlugen auf die Wachen los. Es entstand ein furchtbares Geschrei. Ter Vizepräsident Feilitzsch sah anfangs leichenblaß dem Tumult zu, dann dirigierte er die in *ben Couloirs stehende Wache aus die Tribüne, welche dort 25 Mann stark Schulter an Schulter Ausstellung nahm. Unterdessen wütete die Opposition im Saale geradezu v and alisch. Die Mini st e r s e s s e l wurden zerbrochen und weggeschleudert. Plötzlich stürzte der Abg. Polonyi mit einer Holzplatte bewaffnet auf die Tribüne und rief der Wache zu: Was wollt Ihr Schufte? Hinaus! Die Wache blieb un- erschüttert. Polonyi erklomm die Referenten-Tribüne und warf einen Sessel aus die Wachx. Tas war das Signal. Alle Oppositionellen ergriffen Sessel und Holtzlatten, zertrümmerten die gesamten Mobilien des Sitzungssaales und bombardierten die Wache. Von der linken Seite stürzten sich etwa 50 Abgeordnete auf die Wache und schlugen auf sie los. Die Wache begann zu wanken, die Abgeordneten ihnen nach, fortwährend auf sie losschlagend. Plötzlich begann die Wache Fr 0 n t zu m a ch e n. Es entstand ein allgemeines HandgGemenge. Man sah wüst balgende Gruppen und hörte fürchterliche Schmähruse. Man sah mehrere Kämpfenden wanken, einzelne stürzten. Von der Wache wurden mehrere Mitglieder b lu- t i g verletzt, darunter auch der Obersaalkommissar Farkas. Es mußte die N e t t u n g s g e s e l l s ch a f t requiriert werden, welche den Verwundeten Verbände anlegte. Man sah die Führer der Opposition im Saale jubelnd und schreiend. Tie Ballustrade der Präsidententribüne und die dazu führenden Treppen wurden vollkommen zertrümmert. Um 10 Uhr, Lei Beginn der anberaumten Sitzung betrat Gras Tisza, von der ganzen liberalen Partei begleitet, den Sitzungssaal. Er wurde mit furchtbarem Geschrei und Pfiffen empfangen. Er überblickt einige Zeit das Wer! der Verwüstung und verläßt dann den Saal. Die liberale Partei folgt ihm. Schmährufe, Pfeien und Lärm auf mitgebrachten Ratschen. Die oppositionellen Abgeordneten bleiben auf der Präsidententribüne und halten dieselbe besetzt. Der Sitzungssaal bietet ein Bild wüster Zerstörung. Alle Sitze sind zerschlagen, die Präsidententribüne ist vollkommen zertrümmert. Der große Sessel des Präsidenten liegt zerfetzt in der Mitte des Saales, den die Opposition besetzt hält. In der Mitte des Saales liegen die zerbrochenen Ministersessel zu einem Scheiterhaufen ausgeschichtet. Daraus steht ein aus Holzlatten gemachter großer Galgen, an welchem ein Schnellzeichner ein Bild Tisza hängt. Die Abgg. Rigo, Polonyi, und Papp, der Staaiskom- missar Farkas und Mitglieder der Wache sind ernster verletzt. Tie Opposition weicht um keinen Preis vom Platze. Bei vielen Abgeordneten sieht man Revolver. Vor dem Abgeordnetenhaus nahm das Publikum eine drohende Haltung an und versah sich mit Steinen, sodaß die Polizei genötigt war, den Platz gewaltsam zu säubern. , . Erst in den Nachmittagsstunden ließen sich die oppositw- nellen Exzesse genauer übersehen. Von der Parlament s wa ch e, 'für welche die Opposition sofort eine Geld- ammlung veranstaltete, sind drei schwer, drei leicht verwundet und fast alle haben Beulen und blaue Flecke. Die letzten Oppositionellen verließen erst um zwei Uhr den Saal, als es ganz sicher war, daß heute keine Sitzung stattfindet. In der Kon f er en z, d er lib er a len Parte i erklärte Ministerpräsident Tis.za. er sei überrascht gewesen, daß das Abgeordnetenhaus der Schauvlatz strafbarer Handlungen geworden sei, mit denen sich die Gerichte befassen würden. Die Regiernng werde sich durch solche Ausschreitungen nicht beirren lassen. Sollte der Fall eintreten, daß es unmöglich sei, die Sitzungen abzuhalten, so werde sofort ein Appell an die Nation erfolgen: doch sei nicht anzunehmen, daß man sortgesetzt durch Kriminalakte die Tätigkeit des Parlaments vereiteln werde. In diesem Falle würden stärkere Mittel zur Anwendung gebracht werden müssen. Er hoffe, daß sich niemand m der Partei finden werde, der sich dieser traurigen Notwendigkeit, falls sie eintreten sollte, verschließen werde. (Stürmischer Beifall.) Auf die Bemerkung eines Mgcordneten erklärt Tisza, alle Versuche, die Oppositionsbewegung aus die Straße zu verpflanzen, seien bisher kläglich mißlungen. Selbst derjenige Teil der hauptstädtischen Bevölkerung, der entgegengesetzte politische Prinzipien verfolge, verurteile die Ausschreitungen der Obstruktion und billige das Vorgehen der Regierung, um dem Unwesen ein Ende zu machen. Im weiteren Verlaufe sagte Graf Tisza, daß er sich niemals dem Ideenaustausch mit der Opposition hinsichtlich einer Vereinbarung über eine gemäßigte Revision der Hausordnung angeschlossen habe. Doch sei jede Vermittelung aussichtslos, ehe nicht der Schandfleck der heutigen Vorgänge im Parlament gesühnt sei. (Lebhafter Beifall.) Baron Daniel gab dem vollen Vertrauen der Parteimitglieder Ausdruck und erklärte, daß sich niemand finden werde, der die Partei im Kampfe für den Parlamentarismus feige im Stiche lassen würde. Diese Erklärung wurde von allen Anwesenden mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Tie liberale Partei beschloß, morgen vormittag schon um neun Uhr korporativ ins Abgeordnetenhaus zu ziehen und unter jeder Bedingung die Sitzung abzuhalten. Gras Tisza besteht auch darauf, daß Perezel präsidieren muß. Tie Opposition aber erklärte, sie werde noch früher das Abgeordnetenhaus besetzen, weil sie unter keiner Bedingung dulden werde, daß Perczel präsidiere, und erließ auch in diesem Sinne ein Manifest an die Nation. In oppositionellen Kreisen ist das Gerücht verbreitet, daß Tisza eventuell mit Militär die Ordnung im Haus Herstellen wird. Tas Gericht hat schon die Untersuch ring wegen der heutigen Vorfälle eingeleitet. Es ist Klage erhoben wegen Revolte, verschärft dnrch Raub und Zerstörung, wofür das Strafgesetzbuch 10 bis 15 Jahre Kerkerstrafe vorsieht. Volilischr Tagesschau. Die Schiffahrtsabgaben und das Ausland. R. Berlin, 13. Dezember. In der zweiten holländischen Kammer erklärte die Regierung, ihr sei amtlich nichts von Absichten der deutschen Negierung bekannt, Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein zu erheben. Damit ist nicht gesagt, daß an der Sache nichts sei. Nur hat eben bisher die deutsche Regierung noch nicht mit den ausländischen Negierungen, soweit sie an den Schissahrtsabgaben interessiert sind, in Verhandlungen eintreten können, weil zunächst im Bundesrat Beschluß gefaßt werden muß. Nicht abzuleugnende Tatsache ist jedenfalls, daß die preußische Regierung gegenüber den Kanalgegnern der Rechten und des Zentrums sich für die Einführung solcher Abgaben stark gemacht hat. Nicht gern, wie der Verkehrsminister v. Budde in einer Unterredung verriet. Ja, es hieß sogar, diese Bedingung sei der Negierung „aufgedrängt" worden. Dem sei, wie ihm wolle: daß eine Anzahl von Konservativen wesentlich int Hinblick auf die angekündigten Schiffahrtsabgaben die Kanal-Opposition fallen läßt, kann nicht bezweifelt werden. Zum Ueberfluß hat die „Kreuzzlg." verständliche Andeutungen in dieser Richtung gemacht. Im Reichstag wird die Negierung bei Gelegenheit der freisinnigen und volksparteiliehen Interpellation Farbe bekennen müssen. Die holländische Negierung hat darauf hingewiesen, daß die internationale Nhein-Schiffa h rtsakte und die deutsche Verfassung ein Hindernis für die Abgabe n erheb ung bilden. Das hauptsächliche Hindernis bildet die Schiffahrtsakte. Man kann wohl als sicher annehmen, daß sowohl Holland wie Oesterreich-Ungarn sich zur Wehr setzen werden. Außerdem bleibt diesen Staaten das Mittel der Wiedervergeltung. Was Holland betrifft, so würde es in der Lage fein, auf "Rhein, Lek und Vaal die Abgaben erneut zu erheben, die seinerzeit beseitigt wurden. Aehnliche Maßregeln wären seitens Oesterreichs zu besorgen. Nach bem heutigen „Reichsanz." ist der Minister v. Budde mit Urlaub nach dem Rheinland abgereist. Vielleicht steht diese Reise mit den Plänen in dem Zusammenhang, daß Herr v. Budde an Ort und Stelle sich zu informieren und mit den in Betracht kommenden Kreisen Fühlung zu nehmen gedenkt. „ES ist nicht so schlimm, wie eü gemacht wird", solche Beruhigung zu verbreiten, ist mitunter die Aufgabe von Ministern auf Reisen. Allein wir glauben, daß im Rheinland der tröstliche Zuspruch taube Öhren findet. Wie Bebels Lieblinge ihm antworten. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion hat am SamStag durch den Mund des Genossen Bebel den Artikel der „Leipz. Volksztg.": „Zollkrieg in Sicht" (den bekannten .<5 au* Herden"-Artikel) verleugnet." So gibt die „Leipz. Volksztg." an erlter Stelle in fetten Lettern ihren Lesern bekannt, um dann zu erklären, daß sie auf das Desaveu der sozialdemokratischen Fraktion pfeife: Wir sehen, beißt cs, kein großes Unglück darin, einmal einer kleinen Minderhell von 78 Genossen zu mißfallen. Etwas anderes bedeutet die Erklärung der Fraktion nicht. In den bürgerlichen Parteien mag die Fraktion ein geheimnisvolles Wesen sein, dessen Sprüche eine Zermalmende Wirkung haben, aber innerhalb der iorialdemokratischen Partei hat der „varlamentarische ^retinis- mus" feine Stätte. Tie sozialdemokratische Reichstags- f r a k t i 0 n hat die p a r l a rn e n t a r i s ch e n Geschälte der Partei zu b e s 0 r g e n , jedoch w e i t e r r e i ch t ihre Zuständigkeit nicht. Vor allent hat sie fein Auisichts -- recht über die Presse . . . deshalb wird ihre Erklärung auf die volitische Haltung der „Leipz. Volksztg." ohne jeden Einfluß bleiben. Diese untersteht einzig nnb allein den Direktiven der Leipziger Gerwsien. . . ." Dann meint die Zeitung, den „schlechten Ton" habe lie ent von der Fraktion im Dezember 1902 gelernt, aber zu dem „Lude" imb „Zu hälter", unschöne Worte, die Mitglieder der Fraktion gegen die „Brotwuchcrer" gebraucht, hätte sie sich nicht aufgeschwuugen. Der Sauherdenton bleibt also auch fernerhin derselbe zur höheren Ehre der Sozialdemokratie! Südwcstafrika. > Einem in der „Chenm. Ma. Ztg." veröffentlichten, Briefe eines sächsischen Hererokämpfers an seine Verwandten entnehmen wir folgende.Schilderung eines kühnen Reiterstückchens des Oberleutnants Kirsten aus den Kämpfen um die Wasserstelle von Epukiro: Auf einer Anhöhe standen etwa 1000 Herero in dichtem Haufen. Oberleutnant Kirsten galoppierte mit feinen Leuten in breiter Front auf den Feind los. Plötzlich erschienen Orlog- leute in Khaki in der linken Flanke der Deutschen undi suchten unsere Leute zu umgehen, da sie erkannten, wie schwach unsere Truppenzahl war. Doch das war Oberleutnant Kirsten gleich. Nur vorwärts! Aluf 800 Meter wurde in den dichten Haufen geschossen. Von allen Seiten wird jetzt gefeuert. Oberleutnant Kirsten war um g an gelt. Aber noch gab es rückwärts ein Loch zum Turchschlüpfen; vom Pferde feuernd, ging es dem Süden zu. Reiter Grunert verlor fein Pferd; «mitten unter dem feindlichen Feuer schnallte er feine Packtasche ab, um, wie er sagte, den Schwarzen nicht fein „Cornedbeef" in die Hände fallen zu lassen. Auf den Schimmel Kirstens hatten es die Herero besonders abgesehen, die Kugeln pfiffen unserem wackeren Landsmann nur so um die Ohren. Fünf Hereros wurden totgeschossen, auch viel Großvieh fiel ober wurde von uns! mit fortgetrieben. Als die kühnen Reiter schon außer Schußweite waren, gingen die Herero in Schützenlinie vor. Sie hatten den Deutschen eine Falle stellen wollen wie bei Owikokorero. Wie sich später herausstellte, standen demi kleinen Häuflein Kirstens nicht weniger als 300 Gewehre und insgesamt etwa 1000 Herero entgegen. — Albert Voigts, Großfarmer in Deutsch-Südwestafrika, schreibt in einem Briefe an einen Braunschweiger Freund: „Witboi, dieser dumme Esel, hat nun auch angefangen, nicht mehr „treuer deutscher Bundesgenosse" zu sein, und hab diesen Wechsel in seiner Gesinnung dadurch dokumentiert,, daß er mehr als 20 Weise ermordete." Ten Bezirkshauptmann v. Burgsdorfs bezeichnet Voigts als ein Opfer feiner und Leut Weins unseligen Vertuschuugs- u n d V e r s ch ö n e r u n g s p 0 l i t i k. „Seitenlang könnte ich Ihnen Mitteilungen machen, wie fast alle Kaufleuts und Farmer die beiden Männer gewarnt haben; aber blind gegen alle Vorstellungen, haben sie das Unglück heraufbeschworen. . . . Aber Witboi war bulmm. Hätte er damals die Kompagnie Franke festgehalten, dann wären keine Weißen im Lande leben geblieben; so aber wartete er, bis unsere Truppen vom Norden zurückkommen und nun gegen ihn ziehen können." Tie Zeitschrift „Der Deutsche" bringt eine Zuschrift aus Südwestafrika, in der es heißt: „In Kalksoutein stand an Kaisers Geburtstag alles in Paradeaufstellung. Gouverneur Leutwein hielt 'eine Dl n s p r a ch e an seine lieben Bondels, alles sei vergeben und vergessen^ ihr Führer Johann Christian werde als KapitäU bestätigt und bekomme von der deutschen Regierung ein) Jahresgehalt. „Zum Zeichen des Verbauens über* gebe er, Leutwein, ihm hiermit fein Gewehr, an allenl 6öfen Mißverständnissen sei nur der gefallene deutsche Offizier Leutnant Jobst schuld. Wenn er noch lebe, würde man ihn vor ein Kriegsgericht bringen. Tie VondelS horchten auf, als der untadelige Ehrenmann, den sie ermordet, preisgegeben wurde, allen war es klar, daß Leut- wein nur aus Schwäche jo redete. Tann hätte Leutweinl persönlich versprochen, der Gerichtshof, der die Mörder des deutschen Leutnants aburteilen werde, sollte aus den Kapitänen der Namas selbst zusammengesetzt sein. Das war wirklich die Krone des Ganzen: Farbige Richter in eigener Sache!" In Hamburg ging am Dienstag der Argo-Dmnpfer. „Louisiana" mit Munition und Proviant für die Truppen in Südltzestafrika sowie mit zwei Bugfierdampfbarkassen für Swakopmund ab. Nach einem Telegramm aus Windhuk ist der Reiter Negnath im Lazarett Owinaua-Naua an Lungenentzün>> dun g gestorben.________ Jer Krieg. Port Arthur London, 13. Dez ,Da>! > Mail" erhielt Drahtmeld- inigcn aus Tokio. T arn ach berichtet ein nach Modfchi zurückgekehrter Offizier daß während der Waffenruhe aut P. Dezemver TOGO gefallene Russe,n in der Nähe des- 203 Nteter-Hügels gefunden wurden. Tie teilweise Zerstörung bet Ar s'enaI s macht es den Russen nn m ö g- lich, weitere?)?unitsion 511 fabrizieren. Stössels Hauptquartier ist angeblich Paintuschan. Ter russische Kapitän Klado ist wegen sreimätige-.- Artikel über das Verhalten der russischen Marineverwaltung vom (Großadmiral Großfürsten Alexis mit zweiwöchigem Arrest bestraft worden, (yr ift der Held des Tages. Sämtliche Blätter der russischen Residenz veröffentlichen Warrn empfundene Artikel an die Adresse des (^maßregelten, der aus Liebe urrd Anhänglichkeit 'um Baterlaude sich .nicht gescheut habe, offen die Wahrheit über die Zustände im Marinewesen zu erörtern. Klado veröffentlichte am Tienstag selbst eiueri Brief in der Zeitung „Ruß", worin er wiederholt mit Nach" druck für die sofortige Verstärkung des Geschwaders Rosdjestwenskis durch Entsendung des dritten Geschwaders cintritt, da die dem Admiral zur Verfügung stehende Streitmacht in jeder Beziehung unzureichend sei. Es müßten alte Schiffe ab gesandt werden, die im Augenblick reisefertig seien; mau dürfe nicht weiter warten. „Wie schrecklich klingt nachher das Wort: Zu spät!" Die baltische Flotte. Tie Meinung, daß Rosdiesttvenskis Flotte ohne weitere Verstärkungen zu nichts imstande sei, wird auch sonst immer nachdrücklicher vertreten, zumal seit das russische Port Arthur-Geschwader aus jeder Zukunftsberechnung ausgeschie-- den ist. Ter Admiral selbst teilt diese Ansicht. „Petit Parisien" teilt einen Brief Rosdjestwenskis an einen Petersburger Freund mit. Gr erklärt darin, er könne ohne Verstärkung den Kampf gegen Togos Flotte nicht au fn eh men. Gr äußert ferner seine unumwundene Anerkennung über die tatkräftige englische Unterstützung bei der Fahrt des russischen Geschwaders von Vigo nach Bakar. London, 13. Tez. „Goening Standard" berichtet, daß das Geschwader Rosdjestwenskis in der Besan-Bai eingetrosfen ist. Von der Snnda-Bai wird gemeldet, daß der Kreuzer „Oleg" und der Torpedojäger „Großny" dort eingetroffen seien. Lissabon, 13. Tez. (Reuter.) 21 zum russischen Baltischen Geschwader gehörende Kriegsschiffe sind heute in Mossamedes eingetroffen. Rom 13. Tez. Eine aus russischen Ingenieuren und Marine-Technikern bestehende Kommission ist in Italien eingetroffen, in der Absicht, mit den italienischen Schiffswerften wegen bedeutend er Bestellungen jnr Reorgonisation respektive zur Neubegründung der russischen Kriegsmarine in Verbindung zu treten. Ter französische Botschafter in Petersburg. Bomvard, der zurzeit in Paris weilt und am Tienstag dem Präsidenten Loubet ein Öandschr eiben des Kaisers N i k 0 l a u s überbrachte erklärte einem Redakteur des „Temps", daß ganz Rußland in ehr denn je entschlossen sei, alles auszubieten, um ein entscheidendes und v 0 l l st ä n d i g e s R e s u l - tat z u erziele n. General Kuropatkin, der zu Beginn des Krieges unzureichende Streitkräfie so wunderbar zu verwenden verstand, besitzt nunmehr ein Kriegsinstrument ersten Ranges. In sinanzi eller Hinsicht sei die Lage Rußlands ausgezeichnet. Bompard schätzt die der ausländischen Industrie zufallenden Bestellungen auf höchstens 150 Mill i0- n en. Gr habe übrigens die Versicherung erhalten, daß Rußland die Anerbieten der französischen Industrie günstig aufnehmen werde. Allerdings habe es die deutsche Metallindustrie verstanden, durch ihre eigenen geschickten erfahrenen und unermüdlichen Vertreter ihre Inte ressen in ständiger Weise treff- lich zu fürd ern .und daran möge sich die französische Industrie ein Beiwiel nehmen. Jocer und Jlotte. München, 13. Dez. Das Begnadigungsgesuch des früheren Ginjährig-Freiwilligen Gras, der zu mehreren Monaten Gefängnis verurteil wurde, weil er zwecks Befreiung vom Militärdienst wahrheitswidriae Beschuldigungen gegen einen Sergeanten vorbrachte, ist vom Prinzregenten ab- schtägig beschieden worden. und Schule. Der protestantische Verein in Saalburg beschloß die Errichtung eines Luther-Denkmals. Der katholischgalizische Verein berief dagegen eine P r 0 t e st v e r s a m ni l u n g ein. Aus und Land. Gießen, 14. Dezember 1904. ** In der letzten Sitzung des Provinzial- AuSschusseS wurde wiederum über das Gesuch des vormals Kern'schen Kohlensäurewerts zu Bad-Nauheim um Genehmigung der Errichtung einer Dampfkessel -Anlage und damit zusammenhängender Veränderung seines Gewerbebetriebes verhandelt. In dieser Sache fanden bereits sechs Sitzungen und zwei Augenscheintermine statt, sodaß die Entscheidung des Provinzial-Ausschusses nunmehr wohl erwartet werden darr. Kauft am Platze! Die letzten Wochen vor dem Weihnachtsfeste sind für die Mehrzahl der Geschäftsbräuchen die Tage, an denen verstärkte Bemühungen cinzusetzen haben, um durch das Angebot und die Auslage der Waren das Publikum zum Kaufe einzuladen. In kleineren Städten haben dann die Geschäftsleute auch den Nachweis zu führen, daß die Käufer keinen Anlaß haben, ihre Bestellungen der Billigkeit des Preises wegen auswärts zu besorgen. Wer nun die Verhältnisse in Gießen kennt, weiß, daß die hiesigen Geschäfte auswärtiger Konkurrenz vollständig gewachsen smd und es der Reise nach Frankfurt oder anderen größeren Städten nicht bedarf, um gut und billig cinzukaufen. Das Wort „Kaust am Platze!" sollte aber auch diejenigen, die irgend welche Verbindungen und Beziehungen in anderen Städten haben und daher öfter auswärts weilen, daran erinnern, daß es schließlich im Interesse der heimatlichen Verhältnisse geboten ist, auch bei den Weihnachtseinkäufen den heimischen Geschäften vor den auswärtigen den Vorzug zu geben. •• Wegen der Kabellegung in der Bahnhof- flraße ist der hiesige Detaillisten verein bei der Bürgermeisterei vorstellig geworden. Gestern ist er von dieser benach- richtet worden, daß das hiesige Kaiser!. Postamt folgendes Schreiben an die Bürgermeisterei gerichtet hat: Gießen, den 10. Tezember 1-04. Ter . _ (y t- o r h c r zog liehen Düra.erm elfterer hier ^.1 . ifm>q zurückgesandt, daß die zur Verstellung rxr, , ’ o'antaae vor "üeh"u Bauz il von 12 Tagen leider : örtl l Schwierigkeiten, zwei Regentage und ähnliche urwenneidliche widrige Umstände, die Arbeiten erheblich aufhielten. Der Kaiserlichen Ober-Postdirektion ist über die Sachlage Bericlst erstattet und oie Genehmigung dazu beantragt ivarbeit, daß die Arbeiten in der Geschäftsgegend der Bahnhofstraße und in der Marktstraße nur noch soweit fortgesührt werden, als es der gegenwärtige Stand der Arbeiten und die Wiederherstellung der Degeoberflächen unbedingt erfordern, und daß inzwischen die Strecke Wiefeckbrücke-Postamt der Zement- kanalanlage sowie die Kabellegung in der Liebigstraße und in dem südlich von der Liebigstraße gelegenen Teile der Frankfurter- straße ausgefübrt werden. Tie Fertigstellung der begonnenen Arbeiten in der Geschäftsgegend der Bahnhofstraße beansprucht mir noch höchstens 2 Tage. Turcb diese Regelung der Ange- legenheit wird den Wünschen der Geschäftsleute billige Rücksicht getragen und diese dürften sich beruhigen, besonders wenn die Großherzogliche Bürgermeisterei baldigst für die vorläufige Wiederherstellung der Bürgersteigoberflächen in der vorgeschlagenen Weise gefälligst Sorge tragen möchte. gez. Schäfer. Dieses Schreiben ist vom 10. ds. Mts. datiert. Nicht zwei, sondern vier Tage sind bereits vorüber und die Arbeiten sind noch nicht beendet, im Gegenteil, cs wird noch vor der Möbelhandlung Grünebaum tüchtig gearbeitet, ebenso zwischen Postamt und Wicseckbrücke. Unserer gestrigen Behauptung, das; jetzt auch die Strecke zwischen Wieseckbrücke und Hotel Grost'wrzog aufgerisscn werde, widerspricht heute das Kaiserl. Pouamt; die Arbeiten in diesem Teile der Bahnhofstraße, sowie in der westlichen Hälfte der Marktstraß-' würden erst nach Neujahr in Angriff genommen werden Dazu haben wir zu bemerken, daß diese Arbeiten naeh unseren genauen Iusormationen bereits begonnen hatten, indeß alsbald wieder eingestellt worden sind und z. Zt. ruhen. Aus dem obigen, im Wortlaut mitgeteilten Schreiben des Kaiser!. Postamts an die Bürgermeisterei geht übrigens hervor, das; zwischen diesen beiden Behörden bereits Verhandlungen stattgefunden haben und daß während dieser das hiesige Postamt die schleunige vorläufige Wiederherstellung des Bürgersteigs in Vorschlag gebracht hat. Diese vorläufige Wiederherstellung aber läßt nun wieder ihrerseits auf sich warten. Tie vielfachen Reklamationen haben jedoch jedenfalls den Erfolg gehabt, daß die Geschäftsleute der Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Wieseckbrücke vorerst ungeschoren gelassen werden. *• Steinmersen nach einem Elscnba hnzug. An dem Eisenbahnübergang in der Frankfurter- und Liebigstraße bewarf am Samstag nachmittag ein kleiner Junge einen Eisenbahnzug mit Steinen. Er ivarf das Fenster eines Abteils ein, in welchem mehrere Reisende saßen. Zum Glück wurde niemand getroffen. *• Seinen 80. Geburtstag feiert am 15. Dezember der etatsmäßige Professor für Brückenbau und höhere Bau- konstruktion 011 der Technischen Hochschule zu Aachen, Geh. Regierungsrat Dr. Friedrich Heinzerling. Geboren am 15. Dezember 1824 in unserem Nachbarorte Groß en b u seck, besuchte Heinzerling das Gymnasium zu Darmstadt und die höhere Geiverbeschule und studierte von 1846 an der Universität und Akademie der Künste in Berlin. Von 1847 setzte er seine Studien an der Universität Gießen fort und bestand im Herbst 1848 die Fakultätsprüfung für das Baufach, welche zur Führung des Doktortitels berechtigte. 1848 fand er Verwendung bei der Großh. Direktion der Main-Neckar- Eisenbahn zu Darmstadt unter Eckhard bei Herausgabe des „Atlas über die Konstruktion und Bauwerke der Main-Ncckar- Eisenbahn auf Großh. Hessischem Gebiete/ 1848—49 und 1849—50 absolvierte er einen Kursus bei den Sekretariaten ver Großh. Direktion der Main-Wescr-Bahn und der Großh. Dbcrbaudireltion in Darmstadt. 1850—56 arbeitete er auf dem Bureau des Sekiionsingenicurs Eickemeyer. Gleiehzcitig erteilte er vier Jahre den Zeichenunterricht am Gymnasium zu Gießeu. Ostern 1860 übernahm er die Stelle als Lehrer detz Bauingenicursaches an der höheren Gewerbeschule zu Darmstadt. Im Herbst 1864 wurde er zum außerordentlichen und 1868 zum ordentlichen Professor der Bau- und Ingenieurwissenschasten an der Gießener Universität ernannt. Um Unterlagen für die statistisehen Berechnungen von Hoch- und Brückcnbauten zu schaffen, verfaßte er hier „Grundzüge der konstruktiven Anordnung und und statischen Berechnung der Brücken- und Hochbau-Kou- struktionen, ein Beitrag zur allgemeinen Theorie und Systcm- kunde der Baulonstruktionen" (1870), sowie „Tie angreifenden und widerstehenden Kräfte der Brücken- und Hochbau-Kou- strukttouen" (2. Aull. 1876). 1870 folgte er einem Ruse als Professor des Brückenbaues und der höheren Baukonstruk- tionen an die neugegründete technische Hochschule in ^lachen. Unter seinen praktischen Arbeiten ist die Anlage einer Wasserleitung vom Schiffenberg nach dem Forst garten, der Umbau der Schwancnapotheke in Wetzlar und der Neubau von Postgebäude und Stallung in Wetter bei Marburg zu erwähnen. C. Diebstahl. Gestern vormittag zwischen 8 und 9 Uhr wurden au§ dem Flur des hiesigen Gymnasiums von einem unbekannten Täter zwei Ueberzieher und ein EapeS gejtohleu. Die in einem Ueberzieher befindliche JahreS-Eiseubahnfahr- farte des Eigentümers wurde in der Nähe des Bahnhofs gefunden; der Dieb hatte sie fortgcmorfen, bevor er mit seiner Beute den Bahnhof betrat. t, Saasen, 13. Dez. Die hiesige Schule ist schon seit einiger Zeit geschlossen. Es wird voraussichtlich in längerer Zeit keine Schule gehalten werden, da der Sohn des Lehrers am Typhus darniederliegt. t. Burkhardsfelden, 13. Dez. Ein hiesiger Bauer, welcher mit seinem Pferde über Land gefahren war, verunglückte auf dem Heimwege, indem das Pferd, welches der Bauer eben erst e rwckrben hatte, durchging, so daß der Mann unter den Wagen kam. Der Arzt stellte neben einigen Hautabschürfungen eine Quetschung des Beines fest. § Butzbach, 12. Dez. Die Warenhäuser, die seither nur in größeren Städten zu finden waren, kommen jetzt auch in die Landstädtchen. So wurden hiervor einiger Zeit zwei Warenhäuser eröffnet. Die Landbewohner kommen vielfach per Bahn auS entfernten Orten, um in den Warenhäusern einzukausen. Dieser Tage haben sich nun die hiesigen Geschäfts- und Kaufleute zu einem Verband zusammengetan, um ihre Interessen zu vertreten. '---- ■■!!!_ JJJ___J----1-LL1!-JJ-----JJ'L-L" ‘____12 ---- vermischtes. * Ein neues Denkmal. Der Kaiser beschloß, cur dem Schlachtfelde bei Leuthen zur 150 jährigen Siegesfeier einen Gedenkstein an der vom VolkSmunde tf9(lloc von Leulhen" genannten kleinen Liudengruppc beim Dorfe Saara zu errichten. Dort hatte angeblich am Abend der Schlacht ein Grenadier den Choral „Nun danket alle Gott" angesiiuuut, den dann das ganze Heer mitsang. * London. 13. Dez. Nach einer bei Lloyds autz Schanghai eingegangenen Depesche ist das österreichisch- ungarische Kriegsschiff „Kaiserin Elisabeths ohne fremde Hilfe nach Nagasaki abgegangen. Infolge des Zusammenstoßes mit dem deutschen Dampfer „Eva" wurden der „Kaiserin Elisabeth" ein schweres Geschütz und zwei Boote weggerissen. Die „Eva" erlitt Beschädigungen an der Brücke und wird in Schanghai ausgebessert. * Kleine Tage schronik. Heute nacht stieß auf bet Station Orscha im niss. Gouvernement Mohilew ein Güter- zug mit einem Militärzüge zusammen, in bem sich Rejervisten befanden. Infolge des Zusammenstoßes entzündete ich in einem Wagen befuiblichcs Pulver und erpicht e rte. Ter Wagen wurde vollständig vernichtet. 7 Verjonen haben chwere Verletzungen erlitten. — Unter bem Verbucht des Mor- bes ist her Hanbelsmann Blumber g aus Rixborf, ein alter Zuchthäusler, verhaftet worben. Es würbe angenommen, baß bic Plätterin Marta S ch a l'i ck e aus Not freiwillig ins Wasser gegangen sei. Ein Arbeiter hatte gesehen, wie ein Mann ich mit bem Mäbchen in der fraglichen Nacht unterhielt. Plötzlich ertönten Hilferufe ans bem Weiser seitens bes Mäbchens, wäl)'- i.iib her Mann da von ging. Es ist nachgewiesen, baß Blumberg vorher mit der Schale c in einem Restaurant saß und sie im Streit gcjchlagen bat. Man nimmt an, baß er sie ins Wasser gestoßen hat, während er selbst erzählt daß sich bas Mädchen ins Wasser gestürzt habe, ohne baß er es ßinbern konnte. Kunst utib Wissenschaft Jin berliner Opernhause ging am Tienstag als Galavorstellung Leo ncav alles „Roland von Berlin" in Szene. Tie langjährige Spannung war in den letzten Tagen in eine übertriebene Erregung ausgeartet, die die Auffi'chrung zum sensationellen Ereignis stempelte. So kam man bem szenisch geräuschvoll geratenen ersten Akt freudig entgegen. Schon hier konnte jid) ber Komponist mit allen Darstellern zeigen. Tas In ter eise hielt noch int zweiten Akt an, erlahmte aber allmählich bei ber ungeschickt gefügten Handlung^ Tie Musik ermangelt des einheitlichen Stils, steht aber höher als bic Dichtung. Herr Gruening und Fräulein Testinn boten Glanzvolles. Ihnen galt beim auch der Hauptbeisall bes letzten Aktes: doch konnte der Komponist mit ihnen erscheinen. Ein langes Leben bürste aber bem Werk schwerlich beschieben sein. — So lautet ein Telegramm der heutigen „Franks. Ztg." W. T. B. meldet uns folgendes: Der Aufführung wohnten bei: derKaiscr, Prinz nnb Prinzessin Leopclb. ber Kronprinz, bie Prinzen Eitel Friedrich, Joachim Albrecl t und Friedrich Wilhelm, der Herzog von Koburg, Prinzessin Feobora von Schleswig-Holstein unb ber italienische nnb österreichisch,? Botschafter. Kapellmeister Muck dirigierte. Den Kurfürsten Friedrich II. sang Knüpfer, den Bürgermeister Rothenow Hoffinann, defsen Tochter Elsbeth Fräulein Testinn nnb Henning Miller Grün in g. Ter Kaiser unb bie Fürstlichkeiten beteiligten sich lebhaft am Applaus. DaS Orchester hatte Scott* caüallc vor Beginn einen Lorbeerkranz überreicht. Nach sämtlichen Akten erfolgte lebhafter Beifall. Tem letzten Akte folgten eine Anzahl Hervorrufe der Tarsteller, Leoncavallos unb Mucks. Tie Tarsteller überreichten Lconeavallo Lorbeerkränze. Der Kaiser befahl Leoncavallo mit Gtemablbt in die Loge unb überreichte ihm beit Kroneno r den 2. K lasse. — Tic Eintrittspreise stiegen nach her „Fr. D. Pr." ins Unglaublicl)e. Ein Herr bot 3000 Mk. für eine Loge — doch ohne Erfolg. Für Parkettsitze wurden 100 bis 150 Mk. gefordert und bezahlt. Ein Händler verlangte für dritten Rang 25 bis 30 Mk. Er hatte noch 3 Karten und meinte, wie ein Berichtersdatter erzählt, stolz auf diesen Besitz: „Meine Kollegen heueiden mich schon drum. Es war auch keine Kleinigkeit, sic zu erhalten. Ein Mann hat für mich 'von 10 Uhr morgens drüben gestanden unb von mir orbentlich zu essen und zu trinken bekommen. Na, unb die Erkältung ist auch nicht ansgeblieben." Märkte. fc. Frankfurt a. M., 14. Dez. 'Dvig.-Tclegr. des „Gieß. Anz.") S ch w c i n c in a r f t. Zum Verkauf ftanbcit 1787 Schweine. 2cbiveinc: 1. Qualität 58—59 Pfg., Lebendgewicht 46—00 Psg., 2. Qual. 57—00 Psg., Lebendgewicht 45—00 Pfg., 3. Qualität 50—52 Psg., Lebendgewicht 00—00 Pfg. Markt lau, lieber- stand bedeutend. Kirchliche Wachrichten. Evangelische Gemeinde. Donnerstag, den 15. Dezember, abends 8 Uhr, im Markus- saale, Kirchstraßc 9, Bibelstuude. 1. Corinth., Kap. 3. Pfarrer S ch w nbe. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. rroi anSsichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 14. Dezember 1904: Trüb, milder, windig, Regen (meist gering.) Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Telephonischer» Kursbericht. 3lAi% Roicheanleihe . . 101.55 3'/o do. ... 89.65 Konsole .... 101.50 3°/n do......89.70 ß’Wn Heesen .... 100.00 3l/t % Oberhoeeen . . . —.— 4 9o Ooeterr. Goldronte . 101.60 4*/6% Oceterr. Silber reute 100.10 4% Ungar. Goldrento . . 99.80 4°/ Italien. Rente . > . 104.40 4* 2 ®o Portugiesen , . . 63.70 *°/ Porlngiesen.....62.80 \% 0. Türken .... — .— Fürkenloeo......128.20 4% Griech. Monopol.-Anl. 47.70 4l/i% äuesere Argentiner 45.25 Tendenz,: ?.o/0 Mexikaner .... 32.86 4 VoVo Chinesen - . . . 91.70 Electric. Schlickert . . . 124.00 Nordd. Lloyd . . .. 104 50 Kreditaktien . . » . 212 00 Diskonto-Kommandit. , . 191.70 Darmstädter Bank . . . 142.70 Dresdener Bank .... 157.50 Berliner TTandolsges. . . 163.75 Oesterr. Staatsbahn . . . 139 20 Lombarden.....17.70 Gotthardbahn.....193.00 Laurahütte...... 257.00 Bochum....... 229.25 llarpener......215.50 Schatzscheine.....—'— fest Itruclir Meldnnlpu. Berlin, 14. Dez. Der „Vorwärts" schreibt: Gegen- über der „Lcipz. Volksztg." zu der Erklärung Bebels im Reichstage mag zweierlei bemerkt fein: 1) daß natürlich du Fraktion mit ihrer Erklärung keine Aufsichts-Befug, uisse über die Parteipresse in Anspruch nehmen wollte, wohl aber hat sie als ein Organ der Partei, das mit der politischen Vertretung der Partei im Parlament beauftragt ist, für sieh dasselbe Recht auf Beachtung Anspruch, daS die Parteipresje für sich in Anspruch nimmt, wenn sie an den Handlungen der Parteigenossen Kritik übt; 2) daß nicht der geringste Grund zu der 9(nbcutung vorliegt, als könne die sachliche Stellung der Partei zum Brotwucher von der Fraktions-Erklärung irgendwie in Frage gestellt werden. Berlin, 14. Dez. Gegen einen 23jährigen Reichs- grafen, ber in einem bei vornehmen Hotels Unter bcn^Linben wohnte, zurzeit aber unbekannten Aufenthalts ist, wurde Strafanzeige wegen V etrngs erstattet. Ter junge RcichSgraf halte unter der Beihilfe seines Sekretärs in einem Zeitraum von kaum einem halben Jahr Sch ul den, die in bie Hunderttausende gehen, zu machen verstanden. Mchrcrei E x i st e n z e n f i n d r u i n i e r t. London, 14. Dcz. Einer Korrespondenz des Standard zufolge sott nach einem in Petersburg vorhandenen amtlichen Schriftstücke eine Dschunke, auf der sich die beiden längst ll. tot. des ,M 1787 Tckweine. ldi: 46-00 $fg;, 3. Qualität aH: lou, Hebet» nan9, UUe alö D.n ^1®en ''^ung zum dem szrnisck sdjoit hier ?e'M. Tas abmte aber rie Musu « aber höher ,-Wnn boten ■?n des letzten '-einen. Ein Men sein. — 3." D. T. B. -^er Zaiser. r mzen Eitel ' Herzog non unh der italie, Sud dirigierte. RrgemerK änlein Tcrinn 'rtrÄeüen .7 Sette Leon» . flem samt- ■ Me folgten 5 un) Mucks. ll crreidjte ihm . ttsvreise Ein Herr bot sür Parkettsitze jt Händler ver» noch 3 starten ol; auf diesen Es tnar auä für wicki Im prbmtlii zu •.Innig iit lmch *«ä* jis ’N.auf d, ein ßj s, i t . jn^uter, i “ bcm lick :rb»tf ri» Ma-m« Te,totfiiq jn= AStz. '' slumberg .sie im ^N'°l|er ge» -^dchen inZ Markus» den '" Wedels rM 7?..* di> »01 ■:1 >l\ h1t I«? ,«:t * Ltfie *t Vt •» L'>. »ff i*’’” „rl richt- 328b ' 9150 ' ' 12100 1 * * 10*50 ' 21200 • ■ ; j9i.ro ’“* ' 142.70 e ' ' 157.50 ' ' 163.7o m. - 13920 • • • * 17,70 . - * ' 193.00 . . ' 257.00 . * ' ' 229-25 . ' 215^0 vermißten Attaches Hoffmann von Gilgenheimb und von Cuver- ville befanden, von Japanern angegriffen worden sein, Der deutsche Kapitän von Hoffmann soll nebst einem Chinesen durch Schüsse getötet und daraus die Dschunke mitsamt Herrn von Cuverville zum Sinken gebracht worden sein. Petersburg, 14. Dez. Während eines Balles im Technologischen Institut fanden gro ße Dem onstra- ti o n en statt. Gegen 10 000 Personen waren auf dem Feste anwesend, das sich zu einem regelrechten Kongreß herausgebildet hatte. Die Teilnehmer verdrängten die tanzenden Paare und schrieen: Nieder mit der Selbstherrschaft, nieder mit dem Zaren, nieder mit dem Krieg. Ein im Saale angebrachtes Porträt des Zaren wurde mit roten Fahnen behängt. Der Tumult datierte die ganze Nacht hindurch. Am Morgen wurden dann viele 'Verhaftungen vorgenotitmen. Es gährt ganz unglaublich unter der studierenden fugend wie in Arbeiterkreisen. Bei nochmaliger Wiederholung von Demonstrationen sollen schärfere Mittel zur Unterdrückung angewendet werden. Moskau, 14. Dez. Seitens der hiesigen Studenten fanden Unruhen statt. Die Polizei hatte jedoch umfassende Maßregeln getroffen, sodaß die Unruhen im Keime erstickt wurden. Washington, 13. De-. (Reuter.) Tas Repräsentantenhaus beschloß, den Richter Sw-ahne vom Bundesgericht wegen grober Vergehen unter Anklage zu stellen. Er war 212 Tage von seinem Bezirke entfernt. Außerdem hat er unter Eid Auslagen zurückverlangt, die in Wirklichkeit niedriger waren. Seit 74 Jahren ist dies die erste Verfolgung eines Bundcsrichters. Vom Kriege. London, 14. Tez. „Morning Post" meldet aus Schanghai: Der russisch e Kreuzer „A § k o l d" nimmt immer noch Kohlen ein. Er hat bereits 1000 Tonnen Cardiff-Kohlen cm Bord genommen. Ter Kommandant leitet ganz offen die Arbeiten. Man glaubt, daß die weggenommenen Maschinenteile durch neue Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Gartenstraße 2 tBürgermeistereigebände) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis Hal die Ausgabe, -wischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern lArbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ES körnrcrr eingestellt werden: B1*/12 1 lcmdw. Knecht, 1 Schlosser, 1 Svengler, 1 Schreiner, 1 Hans- sthneider, 1 Glaser, 1 Schweizerdegen, 1 Steindrucker, 1 Vostaushelfer, 16 Dienstmädchen, 1 Kmd ermüd eben, 1 Lauffrau, 1 Bureaugehilfe. Lehrlinge: 2 Bäcker. ~ Es suchen Arbeit: 4 Schlosser, 1 Lackierer, 2 Bäcker, 1 Schneiderin, 1 ^Kanalar- öeiter, Erdarbeiter, Fabrikarbeiter, Packer, Hausburschen, Fuhrlettte, 1 Kellner, 1 jüngeres Dienstmädchen, 2 Lauffrauen._______________ ChriMescheemMH. AllenFreunden und Wohltätern unserer Anstalt, sowie der ganzen Gemeinde teilen wir hierdurch mit, daß die Christbeschecrnngsseicr unserer Kleinkindcrbewahranstalt am nächsten Sonntag, deut 18. Dezember, statlfinden soll, nachmittags 31/, Uhr, in der Johanneskirche. Der mit Liturgie der Kinder iin Glanz des Christbaumes zu .'ultende Gottesdienst ist zugleich Gemeindegottesdienst, zu dem wir freundlichst eiitladeit. Nach demselben findet in der Kleinkinder- schule im engsten Kreis der .Kinder und ihrer Angehörigen die Be- scheenmg für die.Kiirder statt. Alle, die mts noch Gaben zugedacht haben — wir bitten herzlich um dieselben für unsere 244 Kinder — wollen dieselben recht bald mr die Vorstandsdamcn gelangen lassetr. Gießen, den 14. Dezember 1904. Der Vorstard der Kleinkmder-Bewahranstalt. Dr. Naumann. ABioesohule. —™— Die ——— Weilmachlsaröeiien nuferer Schülerinnen iverden Samstag den 17. und Sonntag den 18. Dezember von morgens 11 Uhr bis abends 6 Uhr ausgestellt und ladet zum Bestich ein r*7“ Zer Vorstand. Die Schule beginnt wieder am 9. Januar. Vergebung van Sauarbeiten. Die zum Umbau der alten Universitätsbibliothek zum Zwecke der Unterbringung von Ilniversitäts-Jnstiinten nötigen Maurer- und Zimmerarbeiten werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministericil- ertaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Sub- missionsweg ausgeschrieben Die Ausführungsbeding - ungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, und können letztere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote find bis zmn Eröffnungstermin, am 21. Dezember 1904, vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. B10/I2 Gießen, den 9. Dezbr. 1904 Großh. Hochbauamt Gießen. Neuling. Stiersteisch 52 Pfg.____B11/12 PATENT- V UHMBBDSSD^aÄBraiMeiaiBSIIXOMDMm BILLARD- SCHREIBTISCH mit 3 Biillefl nelisl Qnenes Mark 42- Oarl StOckrath Möbel-Fabrik 47 Aster weg 47 C26/11 IgmM ü. 13. Dezbr. cr. vormittags 10 Uhr ansangend, Fortsetzung der Versteigertmg der Vhv L. Ktthnc'schen Koukurstnasse gehörigen Warenbestände als: Koffer und Lederwaren aller Art, ferner Werkzeuge, Werkbank mit Schraubstock und eine Laden, e inrichtnng. 8804 Die KottkrrrSvcrwattttng. ss0/, F. Bnrg-mayer (Raiaihitock Nadafoljje") 2 Seltersweg 2 2 Setteröweg 2 einpsiehlt als pa^jtttbe ZVerkttLici-tsgeschenTe: (Goldene Herreimhren von 40 Alk. an Silberne „ „ 12 „ „ Goldene Damenuhren „ 22 „ „ Silberne „ „ 12 „ „ Goldene Trauringe in allen Preislagen. Große- Lager in Regulatoren, H re i schwirr gern und Wecker«, soivie r^otd- nnd Silberwarc«. KrlektühkitSlfliif nhren zu ' bedeutend herabgesetzten Preisen. 07368 2W ' Zürjede neue Uhr 2 Jahre schriftliche Garantie. vrrfiht nicht, läuft wenig ein bleibt porös und elastisch. Friedrich Teipel .. 16 Marktplatz '6, Ä Anfertigung- rach Mass L . in kürzester Frist. Hmtz irtnb^Bk in Fil Wrihttachis-Ansstessunsi der Handarbeitett stndet statt am Samstag dein 17. und am Sonntag dem 18. Dezember, von vormittags 11 bis abends 8 Uhr, und ist iebernwnn, insbesondere die Eltern imb Altgehörigen der Schülerinnen, zum Besttche freundlichst etngeladen. 8814 Kon^asl Bramm 18 Marktplatz Marktplatz 18 i 8691 Stets grösste Auswahl in den Modernsten Herren-Hüten Seidenhüte Chapeaux eluqncs = ESwtzen aiäea* Ärt = Knaben- und Kinderhüte Bon großem Nutzen für Jedermann sind für 2 flute Teller Suppe. In den verschiedensten Sorten bestens empfohlen von C14/13 Georg Wallenfels, Marktplatz 21, Telephon 46. B. Kühn Sellersweg 36. * Fernlprecher 213. Alleinige Hiederlage u. Vertretung von U. C. König L Ebhardt, Bannovsr 6eIchaHsbüdier-?abrik, Buch- u. Steindruckerei Briefordner * Schnellhefter Kontormöbel * Briefordnerlchränke. Emil Pistor Nacht, Blarktstr. 10 J Gasausströmung und Explosionen ausgeschlossen. — Hygienisch Idealstes System. 1 Stücke ersetzt worden sind. — „Daily Telegraph" meldet auf Tschisu von gestern: Ein Boot aus Talny berichtet, ein Kriegsschiff das mit Mei anderen aus den Gewässern von Wladiwostok kam, sei vor Port Arthur durch' ein Torpedoboot um! oder am 30. Sept, in den Grund gebohrt worden; 300 Mann seien ertr unken. Tas Schiff habe drei Kamine gehabt. Eingeborenenberichte bestätigen dies Gerücht mit dem Zusatze, daß das Schiff größer gewesen sei als die „Sachen". Es sei entweder die „Schikischima" oder ein großer Kreuzer gewesen. Am 25. Nov. wurden zwei russisch e Torpedoboote vor Port Arthur durch einen japanischen Kreuzer versenkt. Paris ,14. Dez. Das „Echo de Paris" meldet aus Petersburg, ein wichtiger Entschluß sei hinsickÄlich der Abreise des dritten Geschwaders nach dem Kriegsschauplätze gefaßt worden. Danach werde die Abfahrt A nfang April n. I. erfolgen. TvSselbe Blatt erklärt weiter, die Gerüchte, wonach viele russische Soldaten infolge der Kälte aufl dem Kriegsschauplätze verstarb e n seien, werden in einem Bc> richte Kuropatkins an den Zaren für völlig unbegrü ndet er* klärt. Tie Soldaten seien warm gekleidet, ebenso sei genügend Holz zur Feuerung vorhanden. eigener Röstung in hervorragend feinen Qualitäten und sorg» fältigst zusammengestellten Mischungen per Pstmd von Mk. Ä.— bis Mk. Ä.— (Bei Mehrabnahme entsprechend billiger.) Roh-KafTee in allen Preislagen. Tee, Schokolade, Kakao in diversen Sorten empfiehlt Christian Wallenfels 17 Marktplatz 17. Gießen. Telephon 262. Gegründet 1826. prompter Versandt nach answärts. a36/14 j V ■ - Chriftbanmschmuck in größter Auswahl. Lametta «.Glasderzierung bhristdanm-Schnee flammenfichere, imvrägnierte, blendend weiße Wolle schönste Zierde derChristbanme) CH- istbanm - Ständer praktischste aller bis jetzt erschienenen Arten, sorvie drehbare, Weihnachtslieder spielende, empfiehlt 8723 J. Fuhr, Sonnenkraße 25. Em Beckbett » mit 7 Pfd gut gereinigten Federn gefüllt Mk. 11.50, 14.70, 16.50, 22.— etc. ! Kissen mit 2 Pfund Federn gefüllt Lik. 3.20, 3.60, 4.40, 6.20 etc. ( Zusendung nach ausserhalb franko gegen • Nachnahme. a8/e ' Umtausch gegen andere Qualität gestattet. I B©br« Wei! Neustadl 10. Giessen. Neustadt 10. Nähmaschinen von Mk. 50.— an franko Haus. Corona mit Nadelschutz und weltberühmte, unübertreffliche OürlrOpp-Fabrikate, aller Systeme, besonders empfohlen als in Stadt und Land bestens eingeführt und auch vorzüglichst zur Kunststickerei geeignet. 7467 Reparaturen. Ersatzteile. Job. Ff. Schaaf 44 Wetzsteinstratze 44. Renommiertestes Geschäft der Branche in Gießen. Für unsere Hausfrauen I August Hammer, giebt es nichts erleichterndes als eine Dampf-Waschmaschine System „Krauss“ welche die Wäsche in der halbes Zeit kocht und auch zugleich gründlich reinigt wu Das Drehen k. ein Kind verrichten. Auf Wunsch zur Probe. Mit Rücksicht auf die Schonung der Wäsche sind 75% Ersparnis nicht überschätzt. Teilzahlung gestattet — Broschüre gratis, —r Giessen, Bismarckstrasse 40.^ JL EL Schulhof Marktstrasse 4 Giessen Telephon 119 Gegründet 1836 8673 Kolonialwaren, Delikatessen, Liköre Obst- und Geiniise-Konserven Kaffee, Kakaos, Schokolade, Thee. yiixss- «> SeefisclihaiKlIiing. Wies®ek! Donner-tag den 15. Dezember, abends y2® Uhr, im Saale des Herrn Wacker: Kroße ollgrmtint Nrchminns. Herr K. Dejuug, Vertreter der GroßeinkaufS - Gesellschaft deutscher Konsumvereine, referiert über: Die KsiisiiinvcrciliSbcilicgiiiljl unii ihre Bclitniiliig für die ardcitBerl Aajsen. Zu dieser hochwichtigere Versammlung werden Alle, besonders jedoch die FrattkN, freundlichst eingeladen. 8026 Der Einberufer. Wellaurant H^oflkeü'er Morgen, Donnerstag abend: Mstsse'supp©. Morgens Wellfleisch mit Kraut. Es ladet crgebenst ein 07423 Franz Renk. Zum Augustiner Morgen, Donnerstag: Metzolsuppa. Morgens 9 Uhr: Mllflcifch ulitKrüiit n. slisA Smiwim W” abends Lionzcrt. 07428 Jean Brenner. 8745 14 Tage auf Probe gegeben! Besichtigung unb alles nähere durch Lstaulage ;9. Wilhelm Räihl, 8roW-Bitstlk, Alleinvertrieb für Großherzogtum Hessen. Metzelsnppo. Morgens Wellfleisch mit Kraut. Es ladet ergebens! ein 8816 Emil Kalbfleisch. WsaMtMnZO, Kreitag: Webers Paient-Bäucherapparai ist unentbehrlich für jede Familie, welche selbst jchlachtet! Die frischen Fleischwaren werden direkt hinerngehangt und getrocknet, nachdem geräuchert, unter Garantie, daß die Ware tadellos irocken und prachtvoll gelb wird! Tie geräucherte Flelschware läßt man das ganze Jahr darin hängen, wo dieselbe immer irisch und vor jedem Ungeziefer geschützt. Der Preis des Apparates ist ungefähr derselbe, wie der einer gemauerten Räucherkammer, nur nimmt der Apparat die Hälste Raum ein, kann ohne jegliche Ge-- nehmigilng in jedes Zimmer gestellt werden und stellt ein schönes Stück Möbel vor! Der Apparat wird unentgeltlich Die schönste und größte Auswahl in Khrifiöaumschmutii bei staunend billigen Preisen hat man, wie seit Jahren bekannt, nur bei 8770 Ph„ Herrmaam Seltersweg 33. Empfehle speziell große Auswahl in weißem Schmuck (Silber usw.) ferner: Waumlichte, Lichthalter bei dem das Licht unbedingt gerade stehen muß und das sehr leicht anzubringen ist. Ztnverbrennbare Knüautwatte und Schneeflocken. Vereine und Korporationen e^tra Rabatt. Die so beliebten echten Nürnberger Lebkuchen aus der ältesten Lebküchnerei von Georg Goetz, Nürnberg empfehlen zu den billigsten Preisen Gebrüder Adami Feinste Sttrruberjzer Lebkuchen per Packet von 20 Pfg. au. L. Steinhäuser Neuen Baue 17. 8819 la. große Eier vorzüglich zu Backzwecken, 10 Stück 65 Pfg. 8666 L Steinhäuser. Auswahl Christbäume in allen Größen zu haben 07424 LudwigSPlatz 3. KNORR’s Hafermehl beste Kindernahrung Knorr’s Erbsenmehl Knorr’« Grünkernmehl Knorr’s Linsenmebl Knorr’s Reismehl zur Bereitung von wohlschmeckenden nahrhaften Schleimsuppen Knorr’s echten Tapioca Knorr’s Taploca-Julienne Knorr’s Sappentafeln Knorr’s Erbswurst empfiehlt [b12/J9 Georg Waileniels. C“/, Seltersweg 20 8813 Südanlage 15. | L Zimmer postlageriid Herborn 8780 8824 strafte 10. 8451 empfiehlt billigst 8817 auf EiS. 8119 geben werden. 07525 Löwengasse 19. । iurlerstrage 62, II. strafte 62, II. 8726 072t> erteilt fort zu verliiieten. 8757 spiele gerslrafte 14,5 2. 8210 Gut erhaltener 07426 Ä.mMMul Liebigilr. 31 2. St., 5—6-Zmier- wohiimig u. Bad, Liebigiir. 29 4. St., 4°Zlmmerwohn. p. l.Jan. 1905 zu verm. 9läh. Frankfurter- Ebelilraße 23, Mansarden - Wohnung an ruhige Mieter so '** ' » ,1, ■’V-V- ......... Leichtes, auch älteres Laufpferd ofort zu fauien gesucht. Offert, unter Nr. 8üQ2 and. Exp. d. Bl. Kastanien - ■ — u Pfund 12 Pfennig, zu Haden CBy. fliess Hotel zum Löwen, Neuenweg, Absolvent des Röntgt Conservatoriums zu Leipzig, z. Zt. Konzertmeister der Kapelle des Jnf.-Regts. Nr. 116. Cigarren-Etiii "W liegen geblieben. 8821 Schott'S Weinstube. Ter mittlere Stock meines Hauses Südanlage 15 ist zu vermieten und kann sofort bezogen werden. Auch kann am Wunsch em Pferdestall für 2 Pferde neb|i Remise und Heuboden dazu ge- NuBhlcn, MlMütköhlcn, AntMcit-kifmibnkcts, Bmil.ohleii-Mcb, As-Äoks, Zcllltiil-Koks, Brtiiiihvl; in nur prima Qualitäten WiiEÄW esswSa, Pr. Mai 05 von 2 Geschäftsleut, (ein. Fachm.) w. pass. Lokal für Bäckerei, ev. m. Wirtsch. in gut. Lage GiefteiiL gesucht; ob. iv.Wiit wäre bereit, nebenbei einen Backofen anzulegen? Gefl. Off. mit Preisang. unter Nr. 8798 an die Exped. dies. Bl. erdeten. M uer kaufen brXr Schraubstock zu kaufen gesucht. 07386 LN.»Linden, Frankfurterstr. 10. Wf tägl.könnenPerjoiien u . S. 212 | ö Zimmer | Franlfurter Straße 27 ist eine 6-ZiNimer°Wühnuna im 3. Obergeschoß zu verm. 17891 9täh. Franliurter Strafte 29. Schöne Wohnung, 6 bis 7 Zimmer, mit Gas und elektrischer Eliirichtung per sofort oder später zu vermieten. West- aiilage 51, 1 Tr. hoch.______8816 Im neuerbauten Haiije Hille- brandstr. 8 1. und 3. Stock, 4-Zlmmerwohn. p. 1. Jan. 19oö, Frantsurterstr. 127 3- Zirumci- wohnung zu verm. Näh. Frank' 2 zimmer, Robinet u. Klüche sofort zii vermieten. Nähres Weserslraße 13.___________07120 Jii meinem Vorderhause ist die Manfai'SkWoljiiiiüg besteheiid aus 2 Zimmern, Küche liebst Zilbehör per sofort oder 1. Januar zu vermieten. Preis 18 Alk. L. Kann, Grünberger« 8195s Kleines Logis Erlen- gaffe 15 an kinderlose Familie zii vernu Näh. Neuenweg 15. Kleine Wohnung Wetzstein- gaffe 19 zu vermieten. Näheres Frankfurter Hof, 8. St. 07421 LPne MchckimiMiig ah vermieten. Wetzlarerweg 41. Näheres daselbst II. Stock. 8656 [ Möbl. Zimmer | 07363] ÜJlbbl. Zimlner mit ooer ohne Vens. z. v. Ludwigsplatz 15. Schön möbliert. Zimmer zu vermieten. Neustadt 12, II. 07845 07241] Schön möbl. Zim. mit ob. ohne Pens, zii v. Blsinarckstr. 17. Möbl. Zimmer zu vermieten. 06740 Bleichstraße 31, III. Einige schon möbl. Zimmer zu verm. Wallthorstr. 6, III. [07330 |L&den etc. J Lachen mit großen Itäumen in bester Geschäftslage, (Seltersweg) m welchem seit länger als 20 Jahren ein Weißwaren-Geschäft m. outeni Erfolge betrieben ivurbe, zum 1. Juli 1905 zu vermieten. 8581 JulittS Bach. älMittjliiiti empfiehlt sich 8434 Herrn. Bauer, Dammstr. 34, III. Las Arilkcii imii Änßtilken von Strümpfen wird gut u. billig befolgt. Frau Johanna Fritsch, 8234 SlephauUrafte 41, II. Arbeiter gesucht welcher auch mit Pferden umgehen kann. Dauernde Stellung. Eintritt sofort. 8-raiitfiirtrt« traße 7._______8826 Jüngere Arbeiter oiort gesucht. 07398 Fr. Habenicht, Brennerfabrik. Lebrirngs-liesuch. Ein Sohn achtbarer Eltern indet gute Lehre bei (8557 Otto Heger, Bandagist, Marktslrafte 16.__________ T1imT#a S"'n Seilbieten von Blumen gesucht. Gärtnerei, Grünbergerstr. 11. [8792| HritaWtaeiü Im Stricken u.Anstricken von Strümpfen empfehle ich mich angelegmilickst. Ktrickgarne(bkstlEll«M!e») habe ick stetS vorrätig. 364 w Preise billigst. -Wer Ernestine Hopfner Grünbergerstrahe 17. Weihnachtswunsch! Jg. Witioe, 22 I., kinderl., ohne jeb. Anhang, i.Bes. v. über 500 000 .Al, w. Heirat m.sol.Mann. Verm. nicht erforberl. Ehrh.Bew.u.» Venia« ",Lsrlio^.3S erb. / 81'0/", j 15 Zimmer | E.hte£&trasse 14 Parlerrestock, 5 Zimmer, 1 Mäd- cheiikamnier, Heizgas m ber Lüche tc., per 1. Aprrl 1905 zu ver-, mieten. 9täh. Liebigstr. 66, II. SPiie Himniermogiiimß mit Zubehör und Gas z. 1. Jan. ev. später preisivert zu venmet. Näheres Bleichstraßc 29. [8678 ä^iminermognano L g. behör per 1. April 1905 zu vermieten. Steinstraße 42. _ [8619 Neubau Schisseubergerweg 12, in nächster Nähe von SleuiS Garten, 1. Stock und Mansarde mit 5 Zimmern und allem Zubehör an ruhige Leute zu vermieten. LouiS Beil, Grüliber- EefcüsAB- uni LcWcsWßungsspiele empfiehlt in großer Auswahl X rr. Fuhr, _____Sonuenstraße 25. [8722 aocaoooooooa Nähmaschinen wer- 45 Mark 'SBV hochfeines deutsches Fabrikat. Weitgehendste Garantie für höchste Leistungsfähigkeit. Eigene Neparaturwcrkstatt. Hugo Strohbach Bleichstraße 15. [07341 ooooooooooa Bis z. 15. Dez. ob. 1. Jan. 2 Zimm. manche zuv. Wallthorstr.46.[""°° | Verschiedene | Sei tritt « S'.‘ §übaiilage 9, i|t, vollständig neu hergerichtet, voni 1. Januar 1905 oder später zu vermieten. Adolf Ztutzer. Pohlerarbeiteu Reparaturen sow. Neufertig, des. best. Carl Reh, Westanl. 25. Wue lihrifidäme i zu verkaufen von 10 Pfg. an. Jakob Schmidt, Tiefenweg 18. I 4- Zimmer | Sch. neu herger. 4-Ztmmerwohn. erst. Stock, mitBleichplatzu.alleni Zubehör sofort oder auch auf später zu vermieten. Näheres Asterweg 43, im Ladeii. 8818 7943] 4-Zimmerw., sJ)tt 400, sof. zu verm. Ntarklplatz 18. 7255 Zwei schöne Hiiunieiwijiiiiiigeii im Haus Atarburgeriirafte 36«.38, zu vermieten. A. Braun. 4-ZiUiiicr-ÄoMuiigcii. In meinem Neubau Steinstr. 53 u. 55 sind schöne, geräumige, der Neuzeit entsprecheiid emge- richtete 4-ZiMmer-Wohnungen' in div. Preislagen sofort oder fpäter zu vermieten. 7726 Näh. Schillerstrafte 26, part. \ 3 Zimmer ] ti731j Tie durch Versetzung des Herrn Zahlmeisters Lohr freigewordene 3-Zimmer-Wohnung ist per 1. Januar, auch später, zu ver- miereii. Emil Beil, Hammslr. 8. 3-Zimmerwoynung nebst allem Zubehör per soion zu vermieten. Näh. beiBückernieislerSchombcr, Walllhoiltrafte. 3622 ->ch beabsichtige, ans meiner Spezialzucht schwarze Italiener, welche am 10/u den 1. u. 2. Preis erhielteii, mehrere Stämmmc 511 verkaufen. Willst Heinzerling,Schifsenbergerw.65. _____________07436_____________ E-üaus mit Hof und Hintergebäude, neuem großen Laden, zu jedem 6)eschä't geeignet, im Rtittelpunkt der Stadt, zu verlauten, oder das Ganze zu vermieten. Näh. Engel- Apotheke. 8602 Kanarienvögel seine Sänger (Stamm prämiiert) zu verfnuteiL 07009 Wtlh. Lcichtweiß, Sonnenjtr. 18. PfttöcSiliig abziiicöcii 88011 Franksiirter Strafte 29.