Nr. 216 Rotationsdruck und Verlag bet Brühl'scheu UntverMätSdruckeret. 9L Lang», Gieß«. Redaktion. Expedition u. Druckerei: Schulstr.«. ieL Nr. 6L Tel eg r^-Adr. i An-elger Gietz«. Zweites Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 14. September 1904 Erscheint täglich mü Ausnahme des Sonntags. d 9 Die Lietzener ZamMenblatter- werden dem S A gT Hl lllt »Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der ' NW f H WM W W [1 U W ZU i | | (1 | 0 «Heistlche Landwirt- erscheint monaUich einmal. H W V" Bl V || | General-Anzeiger. Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eiehen. Aas Auslaufen des baltischen Keschwaders. Rußland hat das Wagestück imternonrriten, die Ostsee- fTotte, soweit sie sich bis jetzt seeklar machten ließ, ganz rn Ostasien einzusetzen. Eine Expeditton von solcher Stärke ist noch niemals auf so große Entfernungen von einer Station ausgesandt Morden, und gelangt sie auf den Kriegsschauplatz, so befindet sich alles, was Rußland mit Ausnahme der Schwarze Meer-Flotte an g e - fechtsstarken Schiffen zurzeit besitzt, in Ost- a s r e n. Bei der Haltung Englands ist diese Entsendung sicher ein »gewagtes Unternehmen; denn auch bei strenger Wahrung der Neutralität kann bei Englands Macht tn der Beherrschung der Straßen und der Seekabel bloßes Uebelluollen oder auch nur Passivität schlimme Folgen haben. Auf dem ganzen weiten Wege sind, wie der „Dtsch. Dagesztg." von militärischer Seite geschrieben wird, die Schiffe nur auf ihre eigenen Hilfsmittel angewiesen, sowie auf die, welche für fie russischerseits bereitgestellt wurden. Sie müssen also vor allen Dingen stets genügend mit Kohlen versehen werden können, weil in den neutralen Hafen ihnen Kohlen nicht gegeben werden dürfen. Proviant werden sie wahrscheinlich erhalten, Wasser sicher, aber England hat verboten, an sie Kohlen abzugeben. Man darf dieses Verbot freilich nicht allzu tragisch auffassen, denn es gilt vorläufig nur für die britischen Mittelmeerhäsen Gibraltar, Alexandria, Malta, sonst verkauft England Kohlen an Rußland, soviel es haben will, und im Mittelmeer sind für die Russen Kohlen auch stets zu haben, beispielsweise so: Ein britischer Kohlendampfer fährt nach Port Said, inzwischen kauft Schiff und Ladung von den privaten Inhabern Smith u. Eo. der Italiener Mäher und verkauft die Ware weiter an die Russen, ja Smtth u. Eo. kann sogar direkt an die Russen verkaufen, denn nur die Regierung in den genannten britischen Häfen soll keine Kohlen liefern oder leider:, daß sie dort eingenommen werden. Rußland hat für die Bekohlung seiner Kreuzer ganz gut gesorgt. Als der britische Kreuzer „Forte" die Hilfskreuzer „Smolensk" und „Petersburg" endlich fand, hatte „Petersburg" gefüllte Bunker, „Smolensk hatte Mangel, dem er aber durch Uebernahme von einem bestellten Kohlendampfer alsbald abhalf. Ein- fach wird sich die Versorgung auf der 25 000 Kilometer langen Reise ja nicht stellen, abev. gewiß ist dieser Punkt nach allen Richtungen erwogen worden. Die Starke des Geschwaders stellt sich ungefähr folgendermaßen: Linienschiffe: „Kujäs Jsuworoff", Imperator Alexander HI.", „Borodino", „Ostablja", „Na- darin", „Ssissoy Weliki" — alle auf russischen Werften gebaut, modern armiert, gut geschützt, die beiden letztgenannten nicht ganz modern, die drei ersten gan zneu und zum erstenmale in Dienst. Diesen sechs Linienschiffen hat Japans Flotte zurzett nur vier entgegenzustellen, da trotz aller Widerrede doch zwei — eines außer dem auf eine Mine gelaufenen ,Latsuse" — bei allen Zusammenstößen gefehlt haben. Drei Japaner sind eo. 2000 To. größer als die neuen drei Russen, die Armierung ist gleich, die Japaner dürften jedoch durch die lange JndiensthaltuNg gelitten haben. Zu den Russen muß man aber ferner die doch noch vorhandenen fünf Linienschiffe zu Port Arthur „Ssewastopol", „Poltawa", „Pereswjet", „Pobjada" und „Retwisan" rechnen, sodaß Rußland, falls seine Ostseeschiffe glücklich in den ostasiatt- schen Gewässern erscheinen, Port Arthur nicht gefallen und die Flotte dort nicht vernichtet ift, über 11 Linienschiffe von 133 720 To. Deplacement gegen 4 Japaner von 58 580 To. verfügen würde. Aber diese Ueberlegenheit erhält einen argen Stoß dadurch daß die Russenflotten nicht vereint find, daß die fünf Schiffe zu Port Arthur von 60 900 Tonnen immerhin bedeutend zerschossen wurden und ihre Reparaturen dort kaum in wünschenswerter Weise ans- fuhren konnten, und daß von den sechs Russen aus der Ostsee von 62 820 To. zwei Schiffe mit 18 750 To. als älter abgehen, sodaß nur vier moderne Linienschiffe von 44 070 die gleiche Zahl von 58 580 To. stehen. Natürlich werden noch so mancherlei Ereignisse das qeqen- jeitigc Starkeverhältnis bis zu den entscheidenden Zusammenstößen verändern. Panzerkreuzern modernen Typs besitzt das N'^lchwader zurzeit — keinen. Denn die ausgehenden „Adnnral Nachimoff" und „Dimitti Donskoi" sind alte Herren von 1885 und 1883, den acht neuen japanischen unbedingt nicht gewachsen. „Nachimoff" ist 1899 zwar um- gebaut und modern bestückt, schneller ist er aber nicht geworden und seine 15 Meilen Fahrleistung ist für einen Kreuzer minimal. Auch „Donskoi" wurde 1895 renoviert ixrtp erhielt lange Kanonen, sollte aber schon vor dem Kriege als Schulschiff nur Verwendung finden. Falls es sich bestättgen sollte, daß Argentinien die Panzerkreuzer „General Belgrano" und „Pueyrredon" nach Rußland verkauft habe, würde diese Lücke im Geschwader wenigstens etwas ausgefüllt sein. Die kleinen Kreuzer „Aurora", „Almaz" und „Smettana" von 1903 und 1896 haben ge- rnrgen Gefechtswert, sind aber ziemlich schnell. Japan besitzt sehr viel überlegene. Die Torpedoboot-Zerstörer werden die Fahrt sehr hemmen und, weil sehr häufig mit Kohlen zu versehen, stete Sorgenkinder der Flotte bleiben; im Gefecht haben solche Fahrzeuge bisher nie etwas geleistet. Das Mittelmeer wird der nächste Sammelpunkt der Flotte sein, vielleicht ein französischer Hafen, vielleicht ein anderer, etwa der Piräus. $nJ??0'?.eirre der Hilfskreuzer „Orel" als Lazarettschiff vollständig ausgerüstet und am 9. September geweiht wor- den. Man war also in Unrecht, diesem Schiff der freiwilligen Flotte Betrug vorzuwerfen, als es mit der Flagge des Roten Kreuzes durch die Engen von Konstantinopel gmg. Im Mittelmeer befinden sich außerdem noch die Kreuzer „Terek" und „Ural", die sich dort anschließen und rm Indischen Ozean sind die bersichttgten ,-Smolensk" und „Petersburg", die natürlich auch mitgehen werden. Dazu kommen die Trainschiffe, die „Okean", der als Reparaturschiff dienen soll und die Kohlenschiffe. Da es mit modernen Apparaten keine allzu großen Schwierigketten macht, Kohlen auf See, sogar in Fahrt, zu übernehmen, so wird das Geschwader überhaupt nach Möglichkeit vermeiden, neutrale Häfen, namentlich britische, anzulaufen. Alle Bewegungen dieser Flotte sind von hohem Interesse, ganz abgesehen von ihrem Zweck, denn es wird ich zeigen, ob eine so starke Schiffsmacht, ohne jede Unter- tützung in neutralen Häfen zu finden und ohne int Besitz eme§ einzigen Ruhepunktes zu sein, eine so weitgehende Unternehmung zu gutem Ende führen kann. Die Ja - inner aberhaben allen Grund, die Vernichtung der in Ostasien noch vorhandenen feindlichen Schiffe auf jede Weise anzustreben, was ihnen bei denen von Port Arthur möglicherweise gelingen dürfte, und sie sahen die Gefahr aus der Ostsee auch längst herankommen; jedoch ist sie nicht so bedeutend geworden, wre man anfangs in Rußland wünscht und sagte: zwei Linienschiffe, zwei Kreuzer sind nicht ferttg geworden. VaMische Tagesschau. Der oldenburgische Minister Rnhstrat läßt sich nicht interviewen. Ein Sendling der Berliner „Mor- ^jenpvst^ sollte Herrn Rnhstrat fragen, was er zu tun gedenke, da ihm doch vom Oldenburger „Residenzboten" der Vorwurf ^ene n ein e is gemacht worden war. Das ol^nburger Matt hatte, wie wir schon berichteten, behauptet, baß der Mrmster bis m die neueste Zeit hinein gespielt habe, wahrend Ruhyrat m dem Presse gegen den Redakteur Bier- mann das Gegenteil bestbworen hatte. Auf diesen schweren Vor- KlirL to<.re fetn Verfahren gegen Biermanns Blatt eingeleitet. Ruhsttat will jedoch nicht dem neugierigen Ullstein-Blatt Rede und Antwott stchen. Aus Ponttesina sandte er dem Interviewer folgmde Postkatte: Ihr Schreiben vom 12. d. M. erhalte ich hier heute. I ch denke gar nicht daran, einen der Ihrigen zu empfangen und bitte mich nichtwieder zubelästigen. Schreiben können Sie über mich, was Sie wollen. Ponttesina, 30. 8. 04. Ruhstrat (Oldenburg). Ruhsttat scheint die Ansicht des Frhrn. v. Mirbach $n teilen, daß ihn der „Dchmut, der Pr:sse nicht emidjen könne". Uebrigens kündigt ein Oldenburger Blatt an, daß der Affäre Ruhstrat demnächst ein Ende gemacht werden solle. Der manchmal offiziöse „Oldenb. Gen.-Anz." schreibt: „Alles hat seine Grenzen, und die Grenzen mit Bezug auf die Beleidigungen gegen Minister Ruhstrat sind schon längst weit überschritten, so daß in diesem Falle jede vornehme Ruhe unangebracht und sowohl für die Person ge* jährlich als auch für das Land, in dessen Ministertunr Herr Ruhstrat einen der verantwottungsvollsten Posten bekleidet, verhängnisvoll ist. Und wir würden der ganzrn Sache noch keine Bedeutung beilegen, wenn die heftigen Angriffe gegen den Minister nur vom „Residenzboten" ausgingeu; die Rubsttat-Affäre ist aber allmählich zu einer LandeS- und Rei^san^elegenheit geworden, die nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist und die so oder so einer klaren Entscheid um g bedarf und sie — auch finden wird." * Das Programm des neuen Ministers deS Innern. _ Tie von uns schon kurz erwähnte Unterredung des Fürsten Swiatopolk -Mirski mit dem Bettchterstatter des „Echo de Paris^' liegt jetzt im Wortlaut vor. Danach ließ sich der neue Minister folgendermaßen aus: „Es hat mich nicht gerade begeistert, als Seine Majestät mich als Minister berief, nicht etwa aus Furckst vor der Verantwortting oder den Arbeitsansprüchen, die dieses Amt mit sich bringt. Ich bin nicht sehr stark und gesund, da ich an Asthma leide. Aber alle diese Gründe ließen den Zaren eindruckslos, und da er an meinen Patriotismus appeUiette, fo mußte ich nachgeben... Große Aenderungen in der inneren^Politik Rußlands sind von mir nicht zu erwarten; aber ich gedenke dem Programme zu folgen, das in der Kundgebung Seiner Majestät vom Februar 1903 aufgestellt worden ist. Indem .ich mich auf die von unserem Herrscher gelegten Grundlagen stütze, werde ich mich bemühen, mein Vorgehen mit einem wahren und weiten Liberalismus zu drrrchdringen, so weit dieser Liberalismus nickt die feste Ordnung der bestehenden Einrichtungen zu ändern vermag. Als Provinzler und als Freund der Provinz, in der ick den größten Teil meiner Laufbahn durch- gemackst habe, bin ich ein entschiedener Anhänger derDezentra- lisierung. Ich bin der Ansicht, daß nicht alle Fragen ihre Lösung in Petersburg finden müssen. Ich werde deshalb den An- sickten des Kaisers gereckt werden, indem ich unseren Provinzial- und Gemeindeversammlungen, den Semstwos, die größtmöglichen Vollmachten gefre, nm ihre Angelegenheiten den Volkswünschen entsprecheitd in allen Fragen zu regeln, die die Schulen, die Verproviantierungen, die Landstraßen, die Eisenbahnen usw. betreffen. Unsere innere Sage ist, ahne gerade außerordentlich ernst zu sein, sehr verwirrt. Durch eine gute Organisierung der bäuerlichen und lädtischen Semstwos werden wir den Parlamentarismus vermeiden, dessen Regime, wie es beispielsweise in Frankreich zur Durchführung kommt, nicht gerade aufmnnternd ür uns ist. .Uebrigens scheint mir nur England ffck in votteil- hafter Weise mit dem parlamentarischen Regime abznfinden. Sie Tagen mich, was ich zu der Idee sage, verantwortliche Minister zu sckmffen? Verantwottlick wem gegenüber? Alle Minister hängen allein vom Kaiser ab, der Herrschier von Gottes Gnaden ist. Rußland ist für den Parlamentarismus nickt reif. Deshalb muß man den Ministern ihre augenblickliche Rolle lassen, die darin besteht, den Willen des Herr- Kleines Aeuisseton. — Die Hauptversammlung des Verbandes deutscher Touristenvereine begann in Heidelberg am 10. September. Beigeordneter Glüsing aus Darmstadt begrüßte die Versammlung namens des Gesamt-OdenwaldÜubs und teilte mit, daß der Klub den Delegierten die „Odenwälder Spinnstube", ein Buch, enthaltend Volkslieder, als Geschenk überreiche. Die Lieder stammen zum Teil aus dem 15. und 16. Jahrhundert, einige gehen bis ins 12. zurück. Pfarrer Lösche hielt einen kurzen Vortrag über Schüler- und Studentenherbergen. In.warmen Worten sprach er für den weiteren Ausbau dieser Einrichtung und hofft auf einen schnellen Erfolg für den Fall, daß nicht nur diejenigen Vereine, die freies Quartier bieten, sondern auch diejenigen, die nur ermäßigte Preise anstreben können, sich zusammentun. Ms jetzt bestehen fünf Verbands- Vereine. Der Anregung, sick^ dem Aufruf gegen denWieder- aufbau des Heidelberger Schlosses anzuschließen, wurde von der Versammlung nicht stattgegeben, weil es nicht deren Aufgabe sei. Professer Lorentzen wies demgegenüber darauf hin, daß es sich um ein deutsches Nationalgut handle, sodaß der Touristentag nicht an der Sache vorübergehen sollte. Die Idee des Aufbaues sei durchaus noch nicht aufgegeben. — Die 5. Hauptversammlung des Deutschen Forstv e re ins begann in Eisenach am 13. September. stach Eintritt in die Tagesordnung erschien Großherzog Wilhelm Ernst, der im Automobil gekommen war, um an den Verhandlungen teilzunehmen. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete die Beschlußfassung über den Ort rmd die Ver- audlungsgegenstande der 6. Hauptversammlung 1905. Auf Vorschlag des Forstwirtschaftsrats wurde fttt 1905 Darmstadt jno für 1906 Danzig in Aussicht genommen. Forstrat Matthes- ' isenach hielt nun einen Vorttag über das Thema: „Welche neueren Forschungen und Beobachtungen liegen über die Bedeut- nng des Humus für den Wald vor?" Als Korreferent fungierte Professor Tr. Vater-Tharandt. Berlin, 13. Sept. In der dritten Sitzung des fünften imtemationalen Dermatologen-Kongresses wurden Vorlage g holt u über Professor FinsenS medizinisches Lichtinstitut, « oron sich Diskussionen über die Finsen- und Röntgen Methode Waffen; ferner über das Blut Syphilitischer, intensive Queck- 1 'Tbcrfuren, Untersuchungen über die Aktion deS Quecksilbers ruf svphllitischeS und gesundes Gewebe, Blutbefunde bei Hant- M'ati ffreiten usw. ä Innsbruck, 13. Sept. Gestrrn abend fand bei dem lvfang der Leilnehmer des Fiiristen- ! rges statt. Zu Beginn der heutigen Plenarsitzung des Ju- ttstentages verlas der Präsident die Danktelegramme, die von Kinser Wilhelm II. und Kaiser Franz Josef als Antwort aus die gestrigen Huldigungstelegramme eingegangen sind. Die Verlesung der Telegrarrrme wurde stehend angehört. — Ein interessanter Fall von Mimikry wird in der letzten Nummer des Prometheus be-sprochen. Der dort mitgterlte Fall ist insofern besonders interessant, als er eine Schutzmaßnahme nicht nur eines Individuums sondern einer ganzen Tierversammlung darstellt (wenn anders es sich hier wirklich um Mimikry handelt, d. Ref.). Neber den Geschmack läßt sich bekanntlich nicht streiten. So gibt es denn Vögel, die gewisse, uns gerade ekelerregende Leuchtzirpen und Blattläuse zum Fressen reizend finden. Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine Verwandte der Flata pallida, eine in Britisch-Ostafrika bcimi'f$e Leuchtzirpe, deren Geschlechter in zwei verschiedenen Farben, rot und hellgrün, auftreten, während die Larven wollig sind und meist lange Fäden einer wackisattigen Substanz ausschwitzen. Was tun nun die Tierchen, instinktiv gewitzigt durch eme vielleicht Jahrtausende lange Erfahrung, um den Nachstell- imgen der Vögel zu entgehen? Sie setzen sich regungslos an kahle Pfltmzenstengel, dicht gedrängt, zu unterft die Larven, dann die rötlickz-braunen und schließlich Pie hellgrünen Exemplare. Das ganze sieht eine Blütenähre täuschend ähnlich und wird anscheinend von den Vögeln gar nicht beachtet, allerdings ein sehr seltener Fall der Vergesellschastung zu Schutz und Trutz. Aber man wird Professor Gregory Glauben schenken müssen, der die Erscheinung öfter beobachtet und auch photographiert hat. — Diejapanifche Lyrik war, so berichtet Otto Hauser- Wien in einem Aussatz im Septemberhest von „Nord und S ü b", nach ihrer ersten Blüte, die in die Zeit des mitteleuropäischen Minnesangs fällt und wie dieser vor allem Lenz und Liebe besang, zu einer rein technischen Wortkunst erstarrt, die gc- Mungen war, ihre Gesilhle in ewigen Fünfzeilern zu je 31 Silben auszudrücken, was etwa nnserrm, Sonettenschema gleich- kommt, wobei das japanische Tanka freilich weder den Zwang des Reimes noch einen festssihendeu Rhythmus kennt. Da her gann die japanische Moderne mit Uebersetzungen aus abendländi scher: Literaturen, ähnlich wie unsere setzte literarische Revolutiou französischer, nom»egischer und rrissischer Geist erzeugte oder doch wenigstens entbinden half, und zur selben Zett, da bei uns die Brüder Hatt ihre „kritischer: Waffengänge", begannen, 1882, gaben in Japan drei Vorkämpfer der neuen Riclstung, Professor Toyama Masakazu, Patabe Ryokicki und Tetsujiro Jnouve, das erste Buch „$ebid>tc im neuer: Stil", das „Sintaisi>i-sho" heraus, ein dünnes Heft, das fünf Orichualdichtuugeu und 14 lÜbertragung en ausländischer, bis aus ein französisches Frühlingslied dos Charles d'Orlöans, der englischen Literal ar entnommene Gedichte und Dramenszenen Shakespeares enthielt, darunter den Lmmlet-Monolog. — Als einer der Bahnbrecher der modernen Malerei, der diese um viele neue Ausdrrrcksmittel bereichett hat, ist erst in neuester Zeit der Engländer „Thomas Gainsborongh zu richtiger Würdigung gelangt. Mit Reynolds an der Spitze der nationalen Kunstentwickelung Englands stehend, ist er un- zweifelhast der genialere und ursprünglichere von beiden, der das Beste seiner Kunst, die Frische der Auffassung und die unvergleichliche Leichtigkeit und Sicherheit seiner malerischen Darstellung nur sich selbst verdankt. Bei seinen Zeitgenossen war er bloß als .Bildnismaler geschätzt, anfangs als Darsteller der Gentry, des Landadels, dessen bürgerliche Solidität er meisterhaft zu ckmrakterisieren verstand, später auch des Königshoscs und des Hochadels, wahrend feine Landschaften bei seinen Lebzeiten nur geringes Verständnis fanden. Und dock hat er gerade mit ihnen auf das ganze 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart hinein nackchaltig eingewirkt, wie Gustav Pauli in einer Charakteristik des Meisters nachweist, die als 71. Band der von H. Knackfuß herausgegebenen Künstlermonographien (Vielefeldund Leidig, Velhagen u. Kissing, mit 81 Abbildungen, Breis 3 Mk.) esschi-enen ist. Ein tiefer Kenner englischen Lebrns und englischer Kimst, erflärt uns hier das Wachsen und Werden des Künstlers aus seiner Ze't und aus seiner Umgebung, deren Produkt er war mü> der er doch mit innerlicher Freiheit gegenübergestanden hat Gainsborongh hat die gesellscl-astlick höabst- geftellten und geistvollsten Männer und Frauen feiner Zeit porträtiert, aber weitaus mehr als die D:rgestellten interessiert unS die geniale Art seiner koloristisck)en Darstellung, die in seinem Biographen einen feinsinnigen Dolmetsch gefunden hat. — I n des Komponisten Humperdinck Villa in Boppard a. Rh. waren, wie wir berichteten, Diebe einqc- b r o cf) en und hatten dort Silberzeug gestohlen. Dem Meister ging aus diesem Anlaß, wie der ,B. B.-C," erzählt, nachstehendes Posm zu: Mitternacht im Mondenscbeine Schlichen sie auf leisen Sohlen, Um aus dem verschlospnen Schreine Frech Dein Silberzeug zu holen. Doch Justitias flinke Geister Griffen fle — da half fein Leugnen —, Ungestraft vom Tönemeister Hat kein Strolch was anzueignen. Ach, daß gleich Geschick mit Grausen Jene Gauner nicht erfuhren, Die am hellen läge mausen Gold — aus Deinen Partituren! ftfrrrt (1w85uI<\kh ^d*e 'Peranmwtimo wäre ffiitfllid) und nur nominell . . Ick bin Feind aller religiösen Verfolgungen imb Anhänger der größtmöglichen GewissenSfrei- beit, aber nut gennssen ^rbehalten. Ilebttgens sind ia fdwn tn Rußland seit mvtnvrvn Jahren viele Zsixrtfdnittc burcbgeWln-t rrorthTi Fch jperbv die Ausgabe weiterfudren. die darin besteht, die versdi d^-nen religiösen Bekenntnisse friedlich in dem grossen Reiche nedemnnander leben zu lassen Ich bin kein Feind der Juden: aber wenn wir ihnen die alifohite Freiheit, wie den 'Ortbeivrrn gvbcn, so würden sie bald zu einer zu großen Be- d^-nnmg gelangen. Ich bin jedenfalls entschlossen, ilmen gegenüber mim sein Nwhlwollend zu zeigen und das Lo- der armen Klassen ber Iudr'n zu verbessern. Mit Güte gel^rngt man immer »u erfreulid>cn Resultaten." Bezüglidr Fiulande musue der neue Minister jede Bemerkung nnterlüiTfn. da diese Prvviin nicht zu seinem Ressort geliöre. ct lehstte die LcKnserhebuugeii deS Repvttcrs. daß er durch die Uebernabinc der Rachfolgersct'aft Plekm>es einen großen Mut an den Tag lege, ruhig und descl^ciden ab und erklärte: „ES wird mir die größte Freude sein, nach Möglichkeit die Ursachen der Unzufriedenbeik. die die Bedbvechen dervorrnsen, zu beseitigen. Dir sind gezwungen. unS gegen die Terroristen ztt verteidigen, aber ich neige persönlich der Ansicht zu, daß man der Jugend gegenüber, deren ^Verirrungen ost ausrichtige ReutK folgt, feine übermäßige Strenge zeigen darf. Man muß den jungen Leuten zeigen, wo d-?r Pfad nun GVntcn sich befindet und wie imnüb iTm' Tumulte sind. — Die sollte ich nid* sstr den Fortschritt fein da ja Rußland die größten Vorteile auS thm ziehen muß? Dir haben noch viele Fortschritte burchsu- führen. Ich bin entschieden dafür, die Schulen aus dem flachen Lande möglichst zu vermehren, und auch der Unterridst-Minister General Glasoff ist der gleichen Ansicht. E- ist unmöglich, dem Fortschritte mi-zumeicken. Denn mir ibn bekämpfen, dringt er doch bei uns ein Ist e^ da nid* besser, ihn "völlig binzunedmen, und seine Benoirklichung zu begünstigen?" Zur Entvölkerung landwirtschaftlicher Distrikte in England. Die Frage der Entvölkerung der landwirtfck-Ktlichcn Distrikte kam gelegentlich einer Konferenz im Olarben (Sill). Letchwottb, zur Sprache Mr. Rider Maggard gab seiner Ansicht dahin Ausdruck. daß die schleckten Löhne, ivclche die Landwirte ihren Leuten zu zahlen pflegten, imb die mangelhaften 'o e * Hausungen, mit denen dieselben vorlieb nehmen müssten, als die Hauptu packen dafür angesehen werden müßten, daß die Landbevölkerung immer mehr und mehr sick in die Stabte ziehe. In vielen Dörfern Englands seien die Behausungen so schlecht, Nxfc sie kaum noch al- Häuser bezeichnet nvrben könnten Die alten Gebäude verfielen nach und nach ganz, ifnb niemand denke daran^ sie wieder auszubauen. Unter den gegenwärtigen Vor- hdltxii>ex könne mau aber auch nickt verlangen, daß jemand e- uutemehrne, diest Häuser wieder aufzubauen, denn ein solcher Neubau koste immer 400 Pfd Sterl. und das höchste, nxiS man an Miete erbeten forme, sei 1 Schilling und 6 Pence die Docke. ES gebe drei Mittel, sagte der Redner, um diesen Zuständen entgegenzuarbeiten, nämlich dic Aufteilung deS Laubes in fleine Parzellen, auf denen dir Leute wohnen und ihren eigenen Grund und Boden bewirtschaften könnten, dann Banken für Landwirte, die iu schleckten ZeSen. zu Neubauten und Anlagen Kredit geben würden und endlich Einrichtung einer landwirtschaftlichen Paketpost, die e§ den kleinen Landwirten ermögliche, ihre Erzengniffc auf billige imb rentable Art auf den Markt zu bringen. Aber man ftcße mit wlcken Vorschlägen auf gänzliche Gleichgiltigkeit, eS geschehe nichts, und darum bleibe alles immer beim alten. Tie Regierung kümmere sich um nichts, was nur in irgend einer Weise mit bet Lanl*virt-chaft in Verbindung stehe. Und trotdem sei es dock klar, daß es sich um eine sehr ernste Frage bandele, die die gerne Zukunft der Nation in unberechenbarer Weise beeinflussen könne. Dazu komme, daß diejenigen Leute, die in irgend einer Weise mit der Landwirtschaft des Lande- in Verbindung ständen, keinen Einfluß und keine Macht hatten, weil sie unter einander nickt einig leien: die Grundbesitzer stimmten gegen die Landarbeiter, und umgekehrt die letzteren gegen die ersteren. In Verbindung mit dem Schema einer Gartenstadt solle nun ein Versuch gemacht werden, der sicherlich mit Freuden begrüßt werden müsse, aber man müsse sich darüber klar sein, daß die Ausgabe keine leichte sei. Tie Großgrundbesitzer wollten davon nichts wm en, weil sic den Moment fürchtet en, wo die Landarbeiter unabhängige Leute werden würben, und dann sprächen die Iagd- iittereiTen außerordentlich stark dagegen. Da- letztere liegt daran, daß nack der Grorrnd^ome-Akte jeder Grundbesitzer, so klein sein Grundbesitz anck ist, das Reckt hat. alles jagdbare Wild zu erlegen, was auf seinem Grund und Boden verkommt, natürlich nur insoweit, als die- mit den Schonzeiten und den sonstigen Bestimmungen des Iaodaesetze- vereinbar ist. Der Ausstand in Dknlsäj-SüdwtstasMa. Berlin, 13. Sept. (Amtliche Meldung.) Der Reiter Karl Lichtenäcker, früher im Infanterie-Leibreqi- ment Großherzogin (3. Großh. Hess. Re. 117) ist aus dem Rücktransport bei Ombuatjipiro am 10. August am Typhus gestorben. Am 30. August steten, wie bereits gemeldet, Leutnant v. Stempel imb Sergeant Stolle in der Gegend von Plackeen gegen den Rebellen Morenga. Außerdem nel noch ein Gefreiter. Verwundet wurden zwei Gefreite und em Reiter, vermißt drei Reiter. Gefreiter Kabitschke ist am 29. August auf dem Transport von Omutjatjewa nach Water- berg gestorben. Ter Reiter Ponelis, geboren zu Pogegen im Kreise Niederung (Ostpreußen) ist am 9. September im Lazarett zu Waterberg am Typhus gestorben. Aus Stadt und Land. Gießen, den 14. September 1904. w Se. Kgl. Hoheit der Grobherzog ftlhr heute früh, im Salonwagen mit dem Schnellzug von Kiel kommend, 7 Uhr 57 Min. tn Station Gießen ein, wo ihm das telegraphisch bestellte Frühstück in den Wagen gereicht wurde. Um 8.02 erfolgte die Weiterreise. &eute mittag fährt der Großherzoglichc Hof hier durch, um sich nach Schloß Romrod zu begeben. •* Personalien. In den Ruhestand verseht wurde her Weichensteller in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft Johann Philipp Rold mit Wirkung vom 1. Oktober. * Vom Manöver. Die Regimenter der 49. Jnfan- ter-le-Drigade begannen am 12. d. M. vormittags auf den Hohen um Gröningen, Garbenteich und Leihgestern ihr Gefecht. Die 115er und 168er tarnen aus Butzbach-Rocken- berg, die 116er aus Gießen Gegen 2 Uhr wurde das 6kfccf>t abgebrochen; die Truppen blieben in Gefechtsbereit- sckiaft. Tic 115er bezogen in den Orten Großenlinden (1 Bataillon , Grüningen, Steinberg Quartier, das 1. Bat. V’.8er bezog bet Garbenteich Dorpoftenbiwak, das 2 Bat. bildete das Vorpoftengros. Tie feindlichen 116er hatten * rr ^auprstellunq um Burkhardsfelden (1. Bat.), Hatten- rod 3 Bat und Großen-Linden (2. Bat.). Die 1 und 3. > mpagn? bild'tten bei Hattenrod, bczw Alback die Dorr' • -ti kompagnien und bezogen Biwak Am 13. d. M. früh NN t ' i cü'-fecht nneber auf den Höhen um Steinbach, d 11 c,«’r •rnirben au- ihrer Stellung bei Burklwrdsfelden • ?r • her Hattenrod, Harbach, Cuerfborn: auf t r n um Grün borg wurde um 2 Uhr das Gefecht abact • im Handwerk selbst sei man für eine obligatorische Vrnficherung der Handwerker eingetreten, die keineswegs als Mmosen anzusehen sei. Er, Redner, selbst fei einmal tn die Lage gekommen, dem Reichskanzler zu danken — verzeihen Sie mir — (Heiterkeit), als nämlich der Kanzler von der Zlusweisimg der Schnorrer sprach. (Sehr gut!) Das habe ihn, Redner, so hingerissen. (Heiterkeit. 1 Bei der Besprechung des Romans des Grafen Baudissin habe man den Offizierens den Rat gegeben, lieber nicht zu oft ihre Federn in die Tinte zu tauchen. Ein getreten sei man u. a. auch für eine Besserstellung der Unteroffiziere, die das Rückgrat der Armee bildeten. Der Abg. Bruhn, der leider auf einig? Monate unfreiwillig abwesend fein mußte, werde hoffentlich alles Versäumte nachholen können. Natürlich habe die Fraktion auch für die Erhaltung des jetzigen Reichstagswahlrechts eingestanden. Alles in allem könne man woyl der Fraktion das Zeugnis treuer Pflichterfüllung nicht vorenthalten. (Stürm. Beifall.) . In der Nachmittagssitzung stimmte man zunächst einem Anträge deS Dresdener Vereins, befürwortet von £tr. Heinemann, zu, dahingehend: „Anzuregen. 1. daß die Regierung bei der 29id)hnKtl ^.^deutschen AuSlandSschulen für die Erhaltung deS Deutschtums der Ausgewandetten ihre Unterstützung von '>00000 Mark noch um ein weiteres, wenn möglich aus 1000 000 Mark daß die Reicksregierung ein R e i d> s s cku l a rn t emrichte, welche einmal die deutsdien AuSlandsschuleu unter eme geimssc staatliche Aussicht nehme imb dadurch andererietts cmc staatliche Zentralstelle für alle Aushmdsfckulen Mschasfen w-rde, 3. daß den deutschen Auslandslebrern ihre an Auslandsschulcn zugckrachte Dienstzeit im Int-rZse des Deutsd>tums nach ihrer Rückkehr nach Deutsd land nnd bei ihrer Anstellung im Reiche angcredmct n>erbe Es erfolgt hierauf die Wahl der Parteileitung. Zum ersten Vorsitzenden der Partei wird einstimmig W Zimmermann un'cdcrgewählt, von der Versammlung nnt Heilrufen begrüßt. Weiter werden in die Parteileitung ge- berufen. tvählt: Werner, Bindewalb, Bruhn, Lotze. fc. Schloß AdolfSeck, 12. Sept. Frau Pr i n - Sobann geht man über zu folgendem Antrag Dresden, zefsin Friedrich Karl von Hessen ist gestern vormittag, hpef(fy*r gewisse bekannte Vorgänge in der Turnet* von Schloß FttedrichShof kommend, auf Schloß Adolf Seck, schäft berührt: der einstigen Sommerresidenz der Fürstäbte von Fulda, zum achttägigen Aufenthalt eingetroffen, um von hier an6 an den Herbstübungen der 21. Division und den daran anschließenden 1. Bat. 115er liegt am 13. d. M. in Laubach, das 3. Bat. in Ettingshausen Nieberbessiugen, bad 1. Bat. 116er in (Mrünberg, bas 3. Bat. bei Mücke In Grün berg ist ber Komtnanbeur ber 25. Division, Frhr. v. 0klll. Am 14. b. M. setzt sich baS Ekfecht bis Schotten imb zum HoherobS^ köpf fort, wo es sein Enbe nimmt. Znnscl>en Hohervds^ köpf, Nidba und Laubach liegt die Brigade am 14. b. M., Donucrötag ist Rulietag. Die 50. Insanterie-Brigabe ntaiiö* vvierte am 12 .d. M. bei Elpcnrob, Nicderohmen, Burg- Ok'miiitben unb Homberg, am 13. setzte sich das OHfecht bis Romrod und Kirtors fort. Der Stab der Brigade liegt in Alsfeld, ebenso die Stäbe der 117er unb 24er Dragoner, ber Stab der 118er in Kirtorf, der 25er Artillerie in 'Alsfeld. Die 41. Infanterie-Brigade ist nach Fulda marschiert. Ein Hauptmann der 61er Artillerie unb ein Hauptmann der 87er stürzten mit bem Pferb, der erstgenannte ist leicht, der letzte schwer verletzt. •• Apothekerberuf. Der Deutsche Apothekervercin macht ,iin Interesse ber jungen Leute, welche sich dem Apo- thekerberufe zuzuwenden beabsichtigen, darauf aufmerksam, daß für den Eintritt als Apothekereleve bis spätestens zum 1. Oktober d. Js. noch die Reife für die Obersekunda eines Gymnasiums oder Realgymnasiums genügt. Vom 2. Oktober d. I. ist Primarcife erforderlich. ** Kostenfreier brieflicher Unterricht. Wie uns mitgeteilt wird, ist die Abteilung für bttcflichcn Unterricht des deutschen Arbeiter - Stenographen-Bunde-, Silz Frankfurt a. M., bex*eit, überall einen unentgeltlichen brieflichen Unterricht in der deutschen Dolkskurzschrift, vereinfachte Ctcno- ginphte, Snstcm Arends, zu erteilen. Interessenten an allen Orten Deutschland- erhalten den brieflichen Unterricht nach genauer Anleitung, schriftlich unb kostenfreier Ueherwachung und Durchsicht ihrer Arbeiten durch erstklassige Lehrer. Weitere Kosten als für Porto und Materialien erwachsen den Teilnehmern nicht. Anfragen sind unter Beifügung deS üblichen Portos an August Grimm, Frankfurt a. 9JL, Alter Martt Nr. 36, zu richten. tz Sichenhausen, 13. Sept. Dieser Tage gerieten zwei junge Ehefrauen in Strei t. Wahrend desselben ch lug die eine der anderen mit einem Eimer zweimal so heftig aus den Kopf, daß baß eine Augr verletzt und sofortige ärztliche Hilfe nötig wurde. L Laubach, 13. Scpt. Zu einer großen Trauerkundgebung gestaltete sich heute die Beisetzung dcS ver- storbcnen Grafen Otto von SolmS-Laubach. Gestern abend war die Leiche des Dcrftorbcncn feierlich im Fackelschein in dic Stadtkirchc gebracktt worden. Die allen Umständen in der Mitt elstauds - und der Juden- s^rage energisch der Negierung gegenüber beit reformerischen Standpunkt zu walken. Der Parteitag stellle diese Forderung in der Uederzeugung, daß eine mittelstandsfreundliche Volkspartei nur dann im Volke Anhang finden kann, wenn sie in be - mußter Opposition zu der heutigen Haltung der Regierung in Mittelstandsfragen steht. Nach den bisherigen Erfahrungen haben wir nicht das Zutrauen zu den leitenden Kreisen, daß sie der Mittelstands- und Judenfrage das nötige Verständnis entgegenb-ringen." vermischtes. e Kottbus, 13. Sept. Gestern nachmittag erwürgte der Weber Trautmann in der Wohnung seiner Schwiegereltern seine Schwiegermutter und den 4jährigen unehelichen Knaben seiner Schwägerin, der dort in Pflege war. Für letzteren soll in diesen Tagen eine Abfindungssumme ausgezahlt worden sein. Der Täter, der zur Zeit der Tat angetrunken rvar, ging flüchtig, wurde aber in der Nacht ergriffen. * Eine männliche Leiche in Frauenkleidern. Ein schweres Verbrechen scheint jetzt ans Licht gebracht zu werden. Um Mitte Juli wurde bei Lathen an der Ems die Leiche eines jungen Mannes gelandet, die in Frauenkleider gehüllt war. In einem Köfferchen, das an anderer Stelle antrieb, fand man einige Papiere, aber alle Namen waren herausgetilgt. Jetzt wurden sie aber festgestellt. Der Verstorbene entstammt einer achtbaren Familie aus dem Kreise Lyk in Ostpreußen, die er mit einer Barschaft im Betrage von 1500 Mk. im März verlassen hat, um nach Amerika auszuwandern. Den Angehörigen, die seitdem nichts wieder von ihm hörten, ist es unerklärlich, wie er nach Duisburg kam, wohin die Arbeitspapiere deuteten, und dann nach der Ems. Sie bestreiten entschieden, daß er geistesgestört gewesen sei. Ebenso haben sie den in dem Koffer vorgefundenen Anzug nicht als den des Vermißten erkannt. Diese Tatsache, und der Umstand, daß an der Leiche Verletzungen festgestellt wurden, lassen einen Rau b m o r d als sicher erscheinen. Wahrscheinlich wollte der Betreffende mit einem Schiffe zur See hmab fahren und wurde dabei von den Schissern ermordet, beraubt und in die Ems geworfen. Die Behörden sind jetzt eifrig mit weiteren Nachforschungen beschäftigt. * Die Erinnerung an den Bilseprozeß ruft eine Erklärung wach, die der frühere Oberleutnant im Fonbacher Traiubataillon Hans Koch in der »Straßb. Post^ veröffentlicht. Er bezeichnet sich jetzt als Oberleutnant der Landwehr, cand. jur. et rer. polit. und nimmt seine verstorbene Frau gegen die Aussagen von Zeugen in dem Bilseprc^eß in Schutz, welche den Verkehr des Oberleutnants Witte mit ihr als anstößig hingestellt l>aben. Herr Koch schreibt: »Das Vertrauen, das ich Herrn Bilse entgegengebracht habe und das ich chm, wenn meine Frau lebte, auch heute noch entgegenbringen würde, uxir vollständig berechtigt. Es sind somit die Aussagen der Zeugen, welche im Bilseprozeß in Metz meine Frau wenige Wochen nach ihrem Tode belasten zu müssen geglaubt haben, vollständig widerlegt, ebenso sämtliche Darstellungen in der Presse, soweit sie sich auf die Beziehungen zwischen meiner Frau und Witte bezogen haben und soweit sie meine Frau und mich verletzend? Bemerkungen enthielten. Wenn Herr Oberleutnant Witte in Metz aus Schonung für den Ruf einer Toten damals auch den häufigen gesellschaftlichen Verkehr mit mehr Zurückhaltung behandelt hat, als es notwendig und ihm dienlich war, so wird jeder vornehm denkende Mann dafür Verständnis haben; seine Richter selbst haben seine Motive als edle bezeichnet ! Besuche meiner Frau in Wittes Wohnung von längerer Dauer haben nur zu einer Zeit stattgefunden, als die Mutter des Herrn Witte bei diesem wohnte, und galten diese Besuche selbstredend der Frau Witte. Besuche ohne mein Wissen haben überhaupt niemals statt- gefundeu. Unsere Wohnungen — Dienstwohnungen — lagen in einem Hause und es ergab sich schon aus diesem Umstände ein ungezwungenerer Verkehr. Die Verunglimpfungen meiner Frau entsprangen lediglich klemstädtischem Klatschbedürfnis. Die in dem Roman »Aus einer kleinen Garnison" dargestellte »Frau Leimann" sollte nicht meine Frau darstellen, sondern war eine frei erfundene Figur, wie sowohl Herr Bilse als auch sein Verteidiger wiederhcstt und ausdrücklich erklärt haben. Die meine Frau belastenden Aussagen zweier Zeugen im Bilseprozeß in Metz sind in Frankfurt am 29./30. Juli widerlegt worden, zum Teil durch chce eigenen Aussagen! Hätten diese beiden Zeugen damals in Metz ihren Aussagen obige — in Forbach jedermann bekannten — Umstände hinzugesügt, so würde meine Frau niemals in der Weise, wie es geschehen ist, bloßgestellt worden sein." • Eine Scherzpreisfrage. Ein Leser schreibt dem »Bert. Tagebl.": Vor einigen Tagen veröffentlichten Sie unter der Spitzmarke »Die bedeutendste Tat seines Lebens" einige Proben von Preisfragen, wie sie amerikanische Verleger ausschreiben. Gestatten Sie, einen ähnlichen Berliner Fall aus diesem Anlaß der Vergessenheit zu entreißen. Vor ungefähr 15 Jahren erschien in Berlin eine Gerichtszeitung, die ein jetzt schon verstorbener Redakteur herausgab. Das wöchentlich einmal erscheinende Blatt »ging" nicht, und so entschloß man sich zum Ausschreiben einer Preisfrage. Ich glaube, 1000 Mk. wurden ausgesetzt — obwohl nicht 10 Mk. in der Kasse waren — für die beste Beantwortung der Frage: »WIE ERHAELT SICH DIE FRAG SCHOEN ?“ Gar viele Antworten gingen ein, und alle Kosmetika wurden wohl genannt, denn es winkte ein Preis von 1000 Mark. Aber der Preis gelangte nicht zur Verteilung, denn nach der Redaktion lautete die richtige Lösung: »Die Frau Schön erhält sich dadurch, daß sie 200 Exemplare der Berliner Gerichtszeitung vertreibt und dadurch einen hübschen Verdienst erzieltl" Das hätte natürlich niemand geraten. Kandel und WerKehr. Kolkswirl schäft. Zur russischen Wirtschaftslage. Die Ausgabe von 40 Mill. Rbl. Papiergeld steht abermals bevor. Infolge der schlechten Ergebnisse von Nowgorod (nur 25% des vorjährigen Umsatzes) und allgemeinen Geschäftsstillstandes hat die Zahl der Wechselprot^te eine bisher ungeahnte Hohe erreicht. Rückgänge an der Börse. Von der Newyorker Börse wurden ungünftige amerikanische Ernteberichte gemeldet und im Zusammenhang damit eine starke Getreidehauffe. Dies wirkte ungünstig sowohl auf den Berliner wie auf den Frankfurter Effektenmarkt und insbesondere waren die exponierten Kurse betroffen, also die der Hüttenaktien. Während bisher die ungünstigen Berichte über die Lage der Eisenindustrie kaum beachtet wurden, legte man ihnen gestern ganz besondere Bedeutung bei. Besonders war von Schwierigkeiten die Rede, die dem Stahlwerksverband angeblich in bezug auf seine weitere Organisation erstehen dürsten. Ebenso wurde auf die ja längst bekannte ungünstige Lage der Siegerländer Eisenindustrie hinaewiesen. Dabei blleb ganz unbeachtet, daß nach langer Pause wieder einmal eine Nachfrage nach Spiegeleisen aus Amerika nach Deutschland gekomnren ist. Erwähnt sei hier nur daß Bochumer von 209 bis 207 zurückqingen und Laurahütte von 253.60 bis 250. Neue japanische Kriegsanleihe. Englischen Meldungen aus Tokio zufolge steht eine neue japcuüiche Kriegsanleihe im Betrage von 80 Mill. Pen. bevor. Es ist anzunehmen, daß es sich wiederum um eine innere Anleihe handeln wird. Witten, 13. Sept. Unter Führung des A. Schaafst hausenfchen B an k vereins ist eine Berawerks-Be-- trieb sgesellschaft in der Bildung begriffen, welche die Ausbeutung eigener und fremder Kohlenfelder sowohl im Süden als ün Norden des Ruhrbezirks bezweckt. (Die »Voss. Ztg." bemerkt hierzu: Falls diese Meldung zutrifft, dürste es sich wohl in der Hauptsache um die Aufschließung der der internationalen Bohrgesellschaft gehörigen Kohlenfelder handeln.) Märkte. ke. Franks urt a. M., 13. Sept. Heu- und Strohmarkt. Heu kostete heute Mk. 3.60—4.00, Stroh Mk. 1.90 bis Dlk. 2.20. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Sehr fest. )( Marburg, 13. Sept- Der heutige Herbstpferde- markt, verbunden mit Verlosung, brachte unserer Stadt lebhaften Verkehr. Ter Austrieb von Pferden, teils prächtigem Material, belief sich auf 258 Stück einschl. 70 Fohlen. Bei der Ziehung, welche nachmittags stattfand, fielen die 15 Hauptgewinne, von 1 cm gerechnet, auf folgende Nummern: 778, 10 901, 47, 389, 5832, 3158, 4823, 6556, 8265, 11502, 5087, 55, 5536, 6974, 1469. Den ersten Preis erhiell der Gastwirt Henkel in Reddehausen. Gerichts »aal. Dresden, 13. Sept. In dem Prozeß Hahn wurde der Hauptangeklagte Geh. Kommerzienrat Viktor Hahu wegen Unterschlagung zu vier Jahren Gesängnis und 3000 Mk. Geldstrase, die Mitangeklagten, Prokurist Fritz Hahn zu 100 Nik. und Prokurist Kühne zu 200 Mk. Geldstrafe verurteilt. „Henneberg-Seide“ — für alle Toiletten-Zwecke! — zollfrei! Muster an Jedermann! Ds/g Nur direkt v. Seidenfabrkt Henneberg, Zürich. Auf dem Trockenboden wird die schönste Wäsche nicht hell, wenn man ein geringes, billiges Waschpulver verwendet hat, welches viel Soda uub ost noch schärfere Substanzen enthält. Gioch's geurahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin bleicht sowohl durch den garantiert großen Seifengehalt, als auch durch den Gehalt an Terpentin, welches den stark bleichenden Ozon entwickelt, in überraschender Weise. Preis per Paket 15 Pfg. Fabrikant: I. Gioth, Hanau. hv48/* Juwelen, Gold, Silber sowie versilberte Waren, silberne und goldene Taschenuhren empfiehlt in reichster und modernster Auswahl vom feinsten bis zum einfachsten Genre Juwelier BrÜCk, Kreuzplatz 8. Juwelen, altes Gold und Silber, äusser Cours gesetzte Münzen werden in Zahlung genommen sowie auch zu den höchsten Preisen angekauft. wwwwvwwwvw Das Linrahnreu Mn Bilder«, Spiegeln, Hanssegen, Brautkränzen wird gut und billigst besorgt. A^VWWWW\/VWWVX Georg Schmitt Glasermeifter Haplansgasse 27, Ecke Bahnhofstr. wwwwwwwww Geätzte Auswahl in Biläerleisten, fertigen Bilder«, Haussegen und Spiegeln. Stellrahnien > Tnrfehoner. AAAAAAAAAAAAAAAAAA W Das Reparieren von zerbrochenen Fensterscheiben wird schnell und billig besorgt. Bekanntmachung. Nachdem die Abstinrmung über den Antrag oes Detaillistenvereins auf Etuführurrg des 8 Uhr-Ladcuschlusses beendet ist, liegt die Liste mit dem Ergebnis der Abstimmung vom 14. bis einschließlich 27. d. Mts. auf dem Bürgermeisterei-Bureau, Zimmer Nr. 14, zur Einsicht der beteiligten Geschäftsinhaber offen. Innerhalb der gleichen Frist können etwaige Einsprüche gegen den Eintrag der Abstimmung in diese Liste schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. Nach Ablauf dieser Frist vorgebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. Gießen, den 10. September 1904. B13/^ Der vom Großh. Kreisamt Gießen bestellte Kommissär: ___________________Eursch mann.____________________ Gewerbeschule Mdda. Unter Staatsaufsicht stehende 3 f(affige gewerbliche Fachschule für alle Berufszweige, insbesondere für Bauhaudwerker. Beginn des Unterrichts Ende Oktober. Anmeldungen sind bis zum 15. Oktober d. I. an den unterzeichneten Hauptlehrer zu richten, ivelcher auch nähere Auskünfte erteilt. D17/8 Für den Auffichtsrat: Die SchuUeituug: C. Ringshausen, Höhn, Vorsitzender.Großh. Hauptlehrer. Nächsten Freitag, de« 16. d. Mts., nachmittags 1 Uhr, soll das hiesige Ge- meindeobst (Aepfel «ud Zwctsche«) meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist beim Ort. 7330 Muschenheim, 13. Sept. 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei. Becker. Bekanntmachung. Jagdhund, braun und weißgefleckter Hühnerhund weiblichen Geschlechts in Odenhausen zugelaufen. Eigentümer mag sich beim Gemeindc- vorsteher daselbst melden. |Bu/e Krofdorf, den 12. Septbr. 1904. Der Bürgermeister: J.V.: Pausch. Obst-Versteigerung. Der diesjährige Ertrag von Obst an den nachbenannten Kreisstraßen soll aus bem Stand versteigert werden und zwar: Donnerstag den 22. d. Mts. auf der Straße Butzbach — Ober-Hörgern — Eberftadt — Lich, an- fangend vormittags S* l/2 Uhr bei Ober-Hörgern an der Kreisgrenze. An demselben Tage anfangend nachmittags 2 Uhr bei Lich auf der Straße Lich—Langsdorf. Freitag den 23. d. Mts. auf der Straße Lich— Steinbach — Gießen, ansangend vormittags 9 Uhr bei Lich. Bemerkt wird hierzu, daß an vorgenannten Strecken etwa 250 Ctr. Obst vorhanden sind, welches größtenteils aus Tafelobst besteht. Gießen, den 13. September 1904. B,l/9 Herrmann, Kreisstraßeumeister. WmjteiMq. Donnerstag den 15. d. M., vorm. 9 Uhr ansangend, soll das der Gemeinde Rödgen gehörige Obst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Zwetschen, unter den daselbst bekannt- gemachten Bedingungen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist beim Teich oberhalb des OrteS. Rödgen, den 12. Sept. 1904. Großh. Bürgermeisterei Rödgen Stein. 7320 la. KeWn trockene Ware, p. Pfd. 6 Pfg^ 10 Pfd. ä 5 Pfg^ 20 Pfd. A 4x/a Pfg., p. Zentner Mk. 4.—. a“/9 Soeben wieder frisch eingetroffen: la. Castellamare- Taseltraubm p. Pfund 30 Pfg., b-Pfd.-Kistel Mk. 1.30, v°Pfd.-Kistel Mk. 2.30. Gebrüder Berdux, Bahnhofstr. 27. Lindeirplatz 12.1 Mfr OFEN VkiVK 300000 a Ofen: Faftnf Man fordere Original-Verkaufslisten durch bessere Ofenhandlungen. Oscar Winter. Hannover. Gegr. 1796. ss8/» Achtung! Gelegenyeitskaus! Naumann's Naturgesetz. d. Vögel Mitteleuropas (214.—) Muret Sanders encycl. Handwörterbuch d. engl. Sprache (84.—) Sachs-Villatte encycl. Handwörterbuch d. stanz. Sprache (84.—) Preise erfahren Sie durch Haaseusteiu & Vogler, A.-G., Wunsiedel. hv18; Ä or doppelte fteinigungikraft. Daum & Co, e. e. b, H. Dampfneif« nfabrik Kosthc.m bei Mainz. har, einschließlich Lieferung des (felettromoiors. 2. Eine wechselseitig durch Lampt oder Elektrizität betriebene Schmutzwasierpumpe, öte bet 4,5 iDtrr. Saug- und 3 Mir. Druck- hohe eine Leistung von 100 Sek^Luer *“*♦ ••••MifuMi* des Elektromotors und der Di Todes-Anzeige. (Statt besonderer Anzeige.) Gestern nachmittag verschied sanft nach kurzem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Die Beerdigung findet Donnerstag ben 15. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, statt. Röhrle’s Brauselimonade als Haustrunk, Ferner aos bart geb rann ter Tonmasae: Fa^x>netüeke, Sinkkasten, Aborttrichter, K.aminauf»ÄtÄe, l>un*tröhren. Plerdekrippen, Vieh- und Schweinetröge, Klinker ihr Stall bei Äge velanntmachung. In das Handels-Register tot A wurde heute bezüglich der Firma .Gebrüder Berdux' zu Gießen eingetragen: Die Firma ist geändert in .Kölner Konsum-Anstalt Gebrüder Ber- Die trauernden Hinterbliebenen I. d. N.t Wilhelm Hamel IL im 78. Lebensjahre. Um stille Teilnahme buten Tie trouernben Hinterbliebene«. Daum’s Kern-Seifen Höchste Holnlgungskraff. Taukjaguug. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für bte zahlreichen Glumenspenden anläßlich des Hm- schetdenS unserer lieben Gattin, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Fra» Eiisabethe Lindenstruth sage ich allen innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ä«rl Lindeustruth. Huschlaqssrist 8 Wochen. Gießen, den 1. September 1904. Städtisches Xidbaiirnnt Braubach. Lbst-LechigerW. Freitag de« 16. d. M, vorm. von 9 Uhr an, kommt die diesjährige Gemeinde-Obsternte, bestehend in Aepseln, Birnen und Zwetschen, zur Versteigerung. Der Ansang ist unmittelbar vor dem Ort. Beuern, den 13. Sept. 1904. Großh. Bürgermeisterei Beuern. Otto. 7331 Mack'sche Gtpsdlelen und Gips. Platten, Tonfahiiegel, Portland-Cemrat Grösstes Lager an Platze in »Amtlichen Baumaterialien für Hoch- und Tiefbau. DrThompsous Seifenpulver ist das beste Alkoholgegner! ,;i Drillmaschinen Nur eia Säerad für alle Getreidearten, Normal-Stahl-Pflüge 2- und 3-seharig, mit staubdichten Bad- naben für Oelschmierung. D14^ Ph. Mayfarth & Co., Krinilart a. I. Sielbau Gießen. Die Lieferung und Aufstellung der maschinellen Einrichtung für die Klaraulage der Provinzial- Hauptstadt Gießen soll öffentlich oerdmigeu werden. Dre Vergebung kamt lo»weise getrennt oder insgesamt erfolgen. ES stnd zu ltefern und betriebsfähig auszustellen für Lotz I: 1. Eme elektrisch betriebene Hochwafferpumpe, die bei 2,8 Mir. Saug- und 3 Mtr. Druckhöhe eme Leistung von 250 Sek.-Luer Ein Deckbett mit 7 Pfd gut gereinigten Federn gefüllt Bk. 11.60, 14.70, 16.60, 22.— etc Kissen mit 2 Pfund Federn gefüllt Mk 8.20, 3.60, 4.40, 6.20 ete. Zusendung naeh ausserhalb franko gegen Nachnahme. a1/, Umtausch gegen andere Qualität gestattet Gebr. Weil Neustadt 10. Giessen. Neustadt 10. Inh.: Oscar Gutmann Bureau: Westaaiage 21 Hente morgen verschied nach Karrern, schwerem Leiden im Alter von 33 Jahren mein innigst geliebter Gatte, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwiegeisohn und Schwager * .......r '' f Sil ZM 4. feine wechfelseuig durch Darnpf oder Elektrizität betriebene Schlammpumpe für gleiche Förderhöhe und gleiche Leistung, einschließlich Lieferung des Elektromotors und der Dampfmaschine. Für Loo II: 1. Zwölf femlausjchützen von je 2ch Mtr. Breite und je 2,0 Mtr. Höhe nebst den ungehörigen Aujzugsoorrichtungen. 2. Sieben Auslaßschützen von je 1,75 Attr. Breite und 1,0 Mtr. Hohe nebst den ungehörigen AufzugSvorrichtungen. 3. Sieben Umlauffchüyen von je 0,8 Altr. Breite und 1^2 Mtr. Höhe mit den zugehöriaen AutzuaSvomchlungen. 4. fein Hochlvafserschieber, 1,50x1,30, nut zugehöriger 2ln- trieb-vorrichtung. Kür Los DU: L Sieben bewegliche ooppelte Auslauftechen von je 4,5 Mir. Breite und 3,0 Mtr. Höhe nebst den zugehörigen Hebevorrichtungen. Verdingungsunterlagen und Acbeitsbefchrelbungen liegen während der Dienststunven aus dem städtischen Tiesbauamt, Zimmer Rr. 4, zur feinstcht offen. Auskunft enellt außerdem Oberbaurat Schmid, Darmstadt, Mühlstrahe 60. tlngebote find mit e,Usprechender Aufschrift versehen, versiegelt und portofrei ms zum 18. Oktober 1004 beim städtischen Tiefbauamte emzureichen, woselbst am genannten Irtnune nachmittags 3 Ubr die Eröffnung der eingelaufenen Am qetjte un Beffeul etwa erschienener Bieter erfolgt. li< Angebote tonnen sowohl aui jedes einzelne Los getrennt Gl Qud, out ote feriamtlieietunfl abgegeben werden. Kietzkin KiWns Sonuenstraße 30. Täglich If. Schellfisch, feabliau sowie alle Seefische ln allenPrei^ lagen. Sämtliche Lahufische stets lebend zu haben bet 6682 IW. Simon. Prompter versand nach auswärts. bat, einschließlich Lieferung totors und der Dampfmaschine. elektrisch betriebene Schlammpumpe, die bei 5,4 Mtr. Saug- und 3 Mtr. Druckhöhe eine Leistung von 10 Sek.-Liter hat, einschließlich Lieierung des felekiromotors. Sie reinigen l<-iobt and Nolineik Mi» eind billig im Gebrauch. Damn'e Keifen erobern vioh die ganze Welt. » Gießen, am 12. Sept. 1904. GroßherzogUches Amtsgericht. Versteigerung. Donnerstag den 17. September (. nachm. 8 Uhr sollen im ftäbt. Pfandlokal SelterSweg 11 dahier aus Rückständen von Schulgeld, Gas- und Wassergeld, Mieten und Geom. Gebühren mehrere Schränke, Kommoden, SofaS, Venikov, 1 Ladens chrank.L Uhren, 2 ttaffenschränke und 1 Pferd versteigert werden. Gemmecker, 7206 Pfandmeister. ——— Gegründet 1883. ■ 1 Jean Dern & Co., Giessen Thüringer Handkäse beste goldgelbe Äauemware. Post- kolli cq. 70 St. 3 Mk. franko. 500 St. M. 14^0 I ab hier 1000 , , 28.— / aeg. Nachn. Walter Fischer, Käserei, ______Vnttstädt i. Thür.______ Villtgstc Zagdpattone WO Stuck Hat 16, Mk. 6- Bei Abnahme von 500 Stück 4 100 Mk. 5.75 ab Fabrik franko mkl. Liste. Kal. 12 per 100 Stück 1 Mk. mehr. A. Dickere, 6930 Gießen. Telephon 416. .Die besten Seifen sind Kaf,ee-1 Kaiser’s I Thee_ Ttassee-Geschäft H. Kaiser & Co., Dülken Grotze* rcaffee«),nport«Geschäft im dtretteu Verkehr mit den Konsumenten empfiehlt 0464 < ff. Kaffee-Mischungen von 70 Pfg. bis Ä.1O Mk. per Pfund. Thee Tk Kakao Chocolade Biskuits aiarinclaöcit («epfel, ferdbeer, Himbeer, Zwetscheu rc.) in Gläsern und Büchsen. Veilchen-pnstiUen, lose und in Dosen 4 10 Psg. Litronensaft in Flaschen ä 40 Pfg. Kaiser’; Kslkee-liescliAi __________ in «icfjeii -—.— Chocolade I s krcuzplalz». ä liiahnpliii i. Inckcrivarrn "b