erstes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 14. September 1904 B Schnlpratze ?• Cbrefle für Devefchen: Anzeiger Gieße«. Ferujprrchan^chlußNr 51. Nr. 216 BrfActnt ESgltch außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener KamUien« Glätter viermal in der Woche beigelegt. Notationsdruck il Verlag der Brühl 'schen Univers.-Buch-u. Stein« druckerei. 8t Bange, GietzenerAnzeiaer M General-Anzeiger " Amts- und Anzeigeblatt flr den Kreis Gießen VezngSpreiO, monatl»ch7b PI., viertel« jährlich DU. 2.20; durch Avhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch die Post Mk. 2.—viertel« fährt. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeige« für die TageSnummer bi« vormittag« 10 Uhr. Zeilenvrei«: lokal 12Ps^ auswärts 20 Psg. verantwortlich iür den volit. und öligem. Teil P. ©ittfoi für .Stadt und 2anb' und .GerichtSsaal^: August Goetz, für den Anzeigenteil: HanS Beck. Ile ßenflge Kummer umfaßt 10 Seiten. Aiirft Kerbert DismarL. Die „HcrmL. Nachr.", das Bismarckblatt pwr eyceTCettce, teilen zu dem Befinden des Mrsten Herbert Bismarck mit, daß der ZusdanL» des Fürsten allerdings besorgniserregend, namentNch die Schwächte bedenklich gewesen sei, es sei jedoch falsch, das Befinden, wie mehi> fach gemeldet, als hoffnungslos zu bezeichnen; vielmehr hätten die $Ter$te durch aus nicht jede Hoffnung aufgegeben. Die Krankheit besteht dem genannten Blatte zufolge in einem chronischen Leberleiden, das wieder akut ,geworden ist. Die Professoren Schweninger und v. Noorden aus Frankfurt a. M., die telegraphisch herbeigerufen wurden, sind wieder abi- gereist. D.-B. Hd. meldet dagegen aus Hamburg vom 13. September: Heute ist das Befinden des Fürsten ein wenig besser als gestern. Immerhin wird noch mit einer Lebensgefahr gerechnet. Der Fürst ist körperlich heravgekommen und sehr schwach. Er wird nur von seiner Gemahlin gepflegt. Außer ihr betritt niemand das Krankenzimmer. Die „Ficks. Ztg." meldet aus Friedrichsruh folgendes Dom 13. d. M.: Der Zugang zum fürstlichen Schlosse ist für alle Fremden gesperrt. Die traurigen Nachrichten über das "befinden des Fürsten werden im Orte überall bestätigt. Am «Samstag vor 14 Tagen sah man ihn zum letztenmale am Bahnhof; er ging nur noch mit Mühe. Die Mutter Heiner Gattin weilt im Schlosse. Gestern ist auch Gräfin Nantzau, die Schwester des Fürsten, eingetroffen. Sonntag ßand eine Konsultation der behandelnden Aerzte mit zwei auswärtigen Professoren statt; auch Schweninger, der fast sinunterbrochen hier weilt, war zugegen. Fürst Bismarck Sat fünf Kinder im Mer Zwischen 13 und einem Jahr. Der älteste Sohn, der siebenjährige Otto, hat die Hellen Augen des Großvaters. Fürst Herbert Bismarck war in den Kreisen der Rechten wiederholt zu größeren Dingen ausersehem Daß der Sohn des Mtreichskanzlers keine Aussicht hatte, an die leitende Stelle zu gelangen, — obwohl einmal das Gerücht von seiner Berufung sehr bestimmt auftauchte — das wußte er selbst wohl am besten. Hätte Fürist 'Herbrct im diplomatischen Dienst des Reiches, etwa in London oder in Petersburg, Verwendung gefunden, so würde dies Wohl seinen München genügt haben. Doch erfolgste nichts in dieser Richtung. Wohl aber trat in Erscheinung, daß der s'ieichstagsabg. Fürst Bismarck wiederholt in scharfer Weise sjegen die Politik der Regierung Stellung nahm, hauptsächlich in wirtschaftlichen Fragen. Graf Bülow erwiderte auf mehrere solcher Reden. Damals schien es, als ob Fürst Herbert von der Rechten als Vertreter des „alten Kurses" ins Feld geführt werden solle, umgeben mit dem Glanz des berühmten Namens. Indessen schien Fürst Herbert die auf ihn gesetzten Erwartungen einigermaßen zu enttäuschen. Seine Reden fanden verminderte Beachtung, und s chließlich zog sich der Fürst mehr und mehr aus der Oppo- lition zurück. Volttische Tagesschau. Za der Sriseuzeit. th. Berlin, 13. Sept. Ter Oberprasident von Hannover, Dr. Wentzel, soll unter allen Umständen ins preußische Ministerium. Die sonst gut r-rientrerte „Börsenztg." bezeichnet .ihn nun auch als Nachfolger s ir den preußischen Kultusminister. Auch das mag Vermutung s?in, aber eine gewisse innere Berechtigung läßt sich ihr nicht absprechen. Denn Herrn Studt's Ministertage sind aller Wahrscheinlichkeit nach gezählt. Er ist keine Kampfnatur: auf Sturm aber deutet das Wetterglas für den preußischen Unter* richtsminister. Wenn nicht alles täuscht, wird der Kampf um die Volksschule auf der ganzen Linie entbrennen und an .Heftigkeit dem um den Zedlitzffchen Schulgefetzentwnrf kaum nach- siehen. Diesen Kampf erfolgreich zu führen, wird Dr. Studt vielleicht sich wenig Hoffnung machen. Zur Vertagung der Marinevorlage. R. Berlin, 13. September. T'et preußische .Kriegsminister von Einem soll über den Marinestaatssekretär v. Tirpitz „gesiegt haben. Das Heer habe den Vorrang vor der Flotte, deshalb werde die Kreuzer-Vorlage erst im nächstjährigen Herbst erscheinen. Derart wird in Berliner Blättern die Meldung besprochen, daß dem Reichstag in der nächsten Session em Flottengefetz nicht znigehen werde. , Tie Militärverwaltung hat in der Tat den Vorrang, denn s wächst muß die Friedensstärke des Heeres gesetzllch neu bestimmt werden, voraussichtlich wieder für die Dauer von fünf fahren. . Dann aber ist bei der Beratung des Flottengesetzes von 1 900 seitens der Marmeverwaltung auf die Session 1905-06 n 'S wahrscheinlichen Termin für die Vermehrung der Anslands- kueuzer ausdrücklich hingewiesen worden. Von einem „Sieg" V s preußischen Kriegsministeriums über die Marineverwaltung kemn also nicht wohl die Rede sein. Das Vertagen der Kreuzer- ocgrlage als Ueberraschung zu empfinden, dazu ist vollends kein Anlaß. Es rechtfertigt und empfiehlt sich schon aus finanziellen Gründen. .Die Erhöhung der.Heeres-Prä- svtnz dürste nicht zu knapp bemessen werden und dement- urechend hohe Kosten verursachen. Bei den Neuforder- ingen für di e Flotte wird es kaum anders sein. Da ' pt für die Regierung doch der Wunsch naljtc, das' neue Marine- 'etz auf eine wohlfundierte finanzielle Grundlage zu stellew aber erst nach (ftneueeung der Handelsverträge sich isbauen lassen wird Die Handelsverträge wiederum erhalten T • parlamentarische Siegel erst in der Session 1904-05. Schließ- n wird die Marineverwaltung bei der Ausarbeitung der neuen Ilattenvorlage möglichst abgeschlossene Erfahrungen aus dem SeeDeutsches Reich. Berlin, 13. Sept. Die Ankunst des Kaisers in (Sabine n ist nunmehr auf den 16. September festgesetzt. Die Abreise von dort in das ostpreußische Jagdgebiet wird am 19. d. M. erfolgen. — Der Kaiser wird im Dezember der Stadt Bromberg einen kurzen Besuch abstatten. — Die Nachricht englischer Blätter, wonach die deutsche Kaiserin der Königin Elena von Italien ein Armband von Skarabäen nach Racconogi gesandt habe, bewahrheitet sich nicht. — Gegenüber einem vor einigen Tagen erschienenen Artikel des „B. £/, in welchem unter anderem behauptet wird, der Kronprinz werde nach seiner demnächst stattfindenden Vermählung im Refidenzschloffe in Hannover Wohnung nehmen, und eS kursiere das Gerücht, der Kronprinz werde in ein militärisches Kommando nach Hannover versetzt werden, erklärt die »Nordd. Nllg. Ztg." die Angaben des betreffenden Artikels, abgesehen von dem politisch belanglosen Umstand, daß im Schloß in Hannover Bauarbeiten vorgenommen werden, für völlig au8 der Luft gegriffen. — Wie die ,N. Ztg." entgegen anderen Meldungen von unterrichteter Seite erfahrt, begegnen die Handelsvertrags-Verhandlungen mit der Schweiz und Rumänien, ohne hoffnungslos zu sein, gewissen Schwierigkeiten. — Bei der am 28. d. MtS. stattfindenden Landtagsersatzwahl in Bochum, an Stelle des verstorbenen Abg. Dr. Schultz, will die „Mittel stand Spa rtci* mit einem eigenen Kandidaten auf dem Plane erscheinen. — „Genosse* Singer ist an einem Venenleiden er* krankt und kann daher an dem sozialdemokratischen krieg in Ostasien verwerten wollen, den das Eingreifen des baltischen Geschwaders einer neuen Phase entgegenführt. Aus allen diesen Gründen also ist es begreistich, daß die Regierung von der Einbringung der Marinevorlage für die nächste Session Abstand nimmt, und daß zutreffende Mitteilungen über den Jnhall dieser Vorlage von keiner Seite gemacht werden können. ♦ Fahrlässiger Meineid. Der Deutsche Juri st entag hat mit Mehrheit folgenden Beschluß gefaßt: „Die fahrlässige falsche Aussage eines Zeugen ist nicht unter Strafe zu stellen." Für Deutschland hat diese Erllärung Bedeutung im Hinblick auf die in Vorbereitung befindliche Neugestaltung des Strafrechts. Nach dem geltenden Gesetz wird der fahrlässige Meineid, die unrichtige Aussage oder das Verschweigen von Tatsack-en aus Versehen, aus Irrtum, nur baim nicht bestraft, wenn ein rechtzeitiger Widerruf des Zeugen stattgefunden hat, d. h., bevor eine Anzeige erfolgt ist oder eine Untersuchung eingeleitet wird oder ein Rechtsnachtell ans der Aussage für einen Anderen entstanden ist. In allen übrigen Fällen ist auch der fahrlässige Falscheid mit harter Strafe bedroht. Genau betrachtet, schwebt über jedem eidlich vernommenen Zeugen das Damoklesschwert dieses Paragraphen. Tenn wer, wes Standes er auch sei und welche Bildung er genossen habe, kann mit unumstößlicher Sicherheit von sich behaupten, daß seine Wahrnehmuna niemals .dem Irrtum oder der Täuschung unterworfen ist, daß sein Gedächtnis ihn niemals im Stich läßt? Wie selbst in ganz kurzer Zeit nach einem Geschehnis die Aussagen der Teilnehmer des Vorgangs in Widerspruch geraten, das wurde ja wiederholt durch Versuche erwiesen, die Prof. v. Liszt- Berlin, ein namhafter Straftechtslehrer, angestellt hat. Ein ganz einfacher Tatbestand, dasjenige, was jeder mit eigenen Augen gesehen, sollte wiedererzählt werden. Die meisten Berichte enthielten Wahres stark mit Falschem gemischt. In der Erfahrung deS täglichen Lebens ist es nicht anders. Irgendein in größerer Gesellschaft zur Sprache gebrachter Vorfall macht — ohne daß Klatschsucht übertreibend mitwirkt, was z. B. bei einem Vorfall rühmlicher Art ja ausgeschloffen wäre, — bald in einem Dutzend verschiedener Wiedergaben die Runde. Und jede einzelne dieser Wiedergaben mag von einer urteilsfähigen Persönlichkett herrühren, die sehr beleidigt sein würde, wollte man die Genauigkeit der Wiederholung anzweifeln. Ferner: wie manchmal wird der Ausruf eines sich selbst bei einem Irrtum Ertappenden vernommen : „Ich hätte es beschwören können!" Aehnliche Beispiele ließen sich noch zahlreich ansühren. Nun handett es sich bei Gericht häufig um Dinge, die vor Jahren s'ch er-'gnet haben U: b nicht nur nm Handlungen; Unterhaltungen, nnzelne Sätze, bisweilen ein einziges markantes Wort, das für die Schuldfrage von Belang ist, sollen mit möglichster Treue in die Gegenwart zurückgerufen werden. .Schon der Gebildete, deffen Gedächtnis geschult ist, der gewohnheitsmäßig dem, was um ihn v-orgeht, Aufmerksamkeit widmet, steht solcher Forderung oft hilffos gegerrüber. Wievielmehr jemand, der selten Gedanken hat bei dem, was er hört und sieht, auf dessen stumpfe Sinne Weniges Eindruck macht. Und doch werden täglich in den Gerichtssälen von Leuten aus dem Volk unter nachdrücklichem Hinweis auf die Eidesleistung Bekundungen über Wahrnehmungen in einer ganz entfernt liegenden Zeit verlangt. In einem Prozeß kam unlängst folgendes vor: Ein Zeuge wird befragt, was er sich gedacht habe, bei einer vor langen Jahren von einem der Angeklagten getanen „auffälligen" Aeußer- ung? Der Zeuge schweigt. Er hat sich vielleicht garnichts gedacht. Ter Vorsitzende des Gerichtsbofes hält dem Zeugen entschiedenen Tones vor: „Sie stehen hier unter Ihrem Eide, Sie müssen uns sc^pen, was Sie sich gedacht haben!" Zeuge weiß es nicht. Eine Stunde später ht derselben Verhandlung. Ein anderer Zeuge bekimdet mit ziemlich großer Sicherheit, dies und jenes fei ihm wörtlich im Gedächtnis geblieben. Der Vorsitzende (höchst ungläubig): „Was, nach all den Jahren wollen Sie das behalten haben r' Die Bestrafung wegen fahrlässigen Falscheides wird hoffentlich aus dem Strafgesetzbuch entfernt werden. Wenn in manchem Fall das Unmögliche verlangt wird von einem Zeugen, so sollte nicht obendrein eine Strafe stehen auf der Nichterfüllung. Dem Irrtum sind wir alle unterworfen. Parteitage zu Bremen nicht teilnehmen. Hergebrachtermaßen fiel ihm das Präsidium auf den sozialdemokratischen Parteitagen zu, und man kann ihm die Anerkennung nicht versagen, daß er sich stets leidlich aus der Affäre gezogen hat. Wer die größte Anwartschaft auf den Präsidialsitz für Bremen besitzt, wissen die ,®cnoffen* wohl vorläufig selbst nicht. Bebel dürfte sich für die Ehre bedanken. Ein humorvoll veranlagter Präsident wäre Auer. Der Süddeutsche v. Vollmar hält sich wahrscheinkich von der Wasserkante fern. Lübeck, 13. Sept. Die Idee zur allgemeinen Kriegslage für die Kaisermanöver lautet: Das blaue Heer befindet sich an der östlichen Grenze des Reiches. Das rote Armeekorps ist an der schleSwigschen Küste gelandet und am 6. September bis Hamburg gekommen. Die rote Flotte beherrscht die Ostsee. — Heute kam es zu einem lebhaften Kampfe zwischen der Garde und dem neunten KorpS in der Gegend nordöstlich von Gadebusch. Der Kaiser beobachtete den Verlauf des Gefechts bei Goddin und übernahm nach dessen Schluß, bei welchem das Gardekorps (blau) das neunte Korps (rot) in nordöstlicher Richtung zurück- gedrangt hatte, den Befehl über das Gardekorps. — Zu Ehren der hier weilenden Fürstlichkeiten und ber an den Manövern teilnehmenden Offiziere gab heute ber Senat ein Fest, an welchem Prinz Heinrich, Prinz Albrecht, Prinz Friedrich Leopold, der Großherzog von Oldenburg, Kriegsminister v. Einem rc. teilnahmen. Bei dem Festmahle hielt Bürgermeister Dr. Klug eine Ansprache, in welcher er ausführte: Unter den Augen deS Kaisers sind die Truppen zusammengezogen, und wir vergegenwärtigen uns, daß eine große Armee Deutschlands Sicherheit bedeutet und uns den Frieden bewahrt. Wir wissen, daß die Marine die Küsten behütet, den Handel schützt und willens ist, ihren Platz zu behaupten und weiter zu wachsen. Freudig bewegt und dankbar sind wir für die zwiefache Ehrung, die uns vom Kaiser zuteil geworden ist. Nachdem schon drei Kreuzer die Namen der Hansastädte tragen, hat der Kaiser jetzt auch den hanseatischen Regimentern die Namen der drei Städte Hamburg, Lübeck und Bremen beigelegt. Die unbegrenzte Fürsorge des Kaisers, welche sich auf alle Teile der Armee und Marine erstreckt, erfüllt uns alle mit dem Gefühle ber Dankbarkeit. Er brachte Hochs auf den Kaiser und die fürstlichen Gaste aus. Der Großherzog von Oldenburg erwiderte und hob hervor, er habe mit ganzem Herzen bte; Entwicklung Lübecks verfolgt. Vor allem die Bauten auf wafferwirtschaftlichem Gehiete gereichten Lübeck zur Ehre und er wünsche, daß die Unternehmungen und Wagnisse Lübecks weiter gedeihliche fein mögen. Die Rede schloß mit einem Hoch auf die Stadt Lübeck. München, 13. Sept. Der deutsche Notarverein, der dieser Tage in München seine dritte Tagung abhielt, zählt 2400 Mitglieder. Der Verein gibt ein die Ürkunden- oerfaffungcn der deutschen Bundesstaaten umfassendes Sammelwerk heraus, das 7—9000 Mk. kostet. Justtzrat Waißler-Halle referierte über die Abschaffung oder Vereinfachung des Wechselprotestes. Es wurden folgende Anträge gestellt und angenommen: 1. Der Wechselprotest ist als Bedingung des Regresses beizubehalten, mit Ausnahme t>e8 Falles, in dem der Wechselinhaber den Protest bei sich selbst erheben lassen müßte. 2. Der Unterschied zwischen eigentlichen und uneigentlichen Domizilwechseln ist auszuheben. Den Protest zu fordern für alle Wechsel, in denen eine vom Bezogenen verschiedene Person als Zahlungsleister benannt ist- 3. Die niederen Postbeamten sind als Protestbeamten nicht zuzulassen. 4. Der Protest ist zu vereinfachen durch a) Fortfall der Abschrift de§ Wechsels, b) Fortfall der für daS Protestregister bestimmten Abschrift, c) Fortfall be§ Gebots ber Nachfrage bei ber Ortspolizei im Falle des Protestes. Kolonialpost. Berlin, 13. Sept. Aus eine offizielle Anfrage beS Vorstandes der Herz Jesu-Misston in der Südsee haben sich gestern in den Missionshäusern zahlreiche Patres, Brüder und Schwestern als Ersatz für die ermordeten Missionare in Baining gemeldet. — Das Blutbad in Neu-Pommern. Die Ursache der Nie denn etzelung der deutschen Missionare in Neu-Pommern (Deutsch-Neu-Guinea) war, nach einer Meldung deS ,Daily Chroniele" aus Melbourne, die Durchpeitsch ung eines eingeborenen DienerS durch den Pater Nascher wegen Gattenmordes. Der Pater hatte dem Diener die Ehescheidung verweigert, woraus dieser gemäß den papuanischen Bräuchen sein Weib tötete, sich die gewünschte neue Frau nahm und mit ihr zur Missionsstation kam. Dort wurde er von dem Pater durchgepeitscht, worauf er drohte, die Missionare zu töten, welche Drohung er nun auch zur Ausführung gebracht hat. Die Leichen der getöteten Schwestern sind furchtbar verstümmelt. — Neue Eisenbahn-Projekte sind für Kamerun geplant. Wie verlautet, entsendet das unter dem Präsidium deS Fürsten Hohenlohe-Ochringen stehende Kameni>l-Eisenbahn« syndikat in nächster Zeit eine neue technische Expedition nrä Kamerun, um weitere Vorbereitungen für den Bau einer großen Bahn nach dem Tschadsee quer durch Kamerun zu treffen. Auch der Bau einer Zweiglinie nach Banyo «n Giessen, den 14. September 1904. *♦ Besitzwechsel. Geb. Med.-Pros. Dr. Gaffkp hat seine Villa in der Hoffmannstraße für 46 000 Mk. an Privat- wo Gold gefunden sei, unb nach der Grenze lHMl 'Itigeria, wo Zinn gefunden sein soll, wird erwogen. m dem Berla^ie von Cf A. Seemann in Leipzig ericbeinen. Mar- auiS Ito bcbanbeft die auswärtige Divlrmwtie, Feldmarschall Pamagata die nationale Politik und das fcem'^vncn, Kontre adminN Saito die Marine: Hmrdel, Justin.und Posttvesen werden von den Ministern dieser Departements diskutiert, und so wird iede Abteiluug des StaatSaebändes von der leitenden Persönlich keit dtirgestellt. Den Berickck über die Fortschritte eines Landes erlangt zu haben, geschrieben von Männern, die zur stunde seine Geschicke leiten, ist etwas llngewöbnlick>es, und in keinem anderen grossen Lande wäre er. möglich genasen, dies zu erreichen. Nm so gi-osser nnrb gerade' rm gegenwärtigen Augenblicke solch ein Gindruck sein. Betitelt wird dao Werk: ..Unser Vaterland Japan, ein Quellcnbuch, geschrieben von Javanern". Es wird etwa 800 Seiten stark sein. Der Kaiser von Jarmn hat die Widmung an» genommen. — vermischtes. * Hilfe tut not! Eine Zwan gsv ollstrcckung ist gegen die I-crmilienmitglieder des Gerbers August Brehm in Saalburg (Sachsen-Meiningen) berfugt Morden, der 5 Jahre lang unschutdi.g im Zuchthaus in' Gräfentonna gesessen 'hat und bann im WLederaufnahme- verffahren freigesprochen wurde. Jetzt wird, so lesen wir in der Fachzeitschrift „Schuh unb Leder", die Familie ür aufgelaufene Gerichtskosten in Anspruch genommen, „dieselbe Familie, die den Bettelstab nicht aus der Hand gelegt hat, seit damals der Versorger jählings aus ihrer Mitte gerissen wurde. Mit ihren Ent- chädigungsansprüchen wurde sie abgcwiesen, weil die gesetzlich vorgeschriebene Frist verabsäumt war." Für den dreisteNigeu Kostenbetrag ist der H a u s r a t der Mutter gepfändet worden. Das genannte Blatt ruft „die Barmherzigkeit in die Schranken für den ungtüch- lichen. gebrochenen Mitmenschen, den alten, lebensmüden Mann, der in der Gewalt der hinter ihm liegenden Jahre das Leben hassen gelernt hat." 'Abg. Dr. Müller Meiningen der sich bereits in einer Februarsitzung des Reichstags destraurigen Falles angenommen hat, hat die Pflegschaft über die einlausenden Gaben übernommen. Zahlungen werden an die Geschäftsstelle von ,-Schuh und L-edett', Rathausstraße 1, Berlin E., erbeten. Wilhelmshaven, 13. Sept. Gestern erschoss sich der unverheiratete Hauptmann des 2. Seebataillons v. Knobelsdorfs. Das Mottv ist unbekannt. * Paris, 13. Sept. Bei den Ostmanövern geriet der italienische Militärattache Cappcron zwischen zwei Schwadronen Kavallerie und wurde and dem Sattel gehoben, (ir wurde mit erheblichen Verletzungen aufgefunden und mußte in ärztliche Behandlung gegeben werden. — Die sehr alte Bankfirma Boulin, Bidaut u. Co. in Rouen hat ihre Zahlungen eingestellt. Tie Firma genoß allgemein großes Vertrauen. Die Passiven sollen sich auf drei Millionen JrcS. belaufen. , ♦ Marseille, 13. Sept. In einem Stadtviertel, in welchem sich zahlreiche Seifenfabriken und Spinnereien befinden, brach heute ein grosser Brand aus, der erst nach vieler Mühe bewältigt wurde. Vier Personen sind verletzt • Fiume, 13. Sept. Acht auS dem Dienst entlassene Matrosen deS hier eingetrossenen englischen Segelschiffes „Slnbvomcba* kamen gestern abend an Bord deS Schiffes und insultierten den Stellvertreter des Kapitäns und den Schiffskoch. Letzterer schoß auf die Matrosen, wodurch einer getötet und ein anderer schwer verwundet wurde. Die übrigen wurden verhaftet. * Wien, 13. Sept. Der bei der Zen tralban k der deutschen Sparkassen angestellte Diener Äwton' Jenner ist heute vormittag mit 23 5 0 0 0 Kro n en, von denen er 155 000 Kronen bei dem Giro- und Kassenverein und 80 000 Kronen bei dem Bankverein erlegen sollte, flüchtig geworden. Jenner war mit ersterem Betrag in daS Institut zurückgekehrt und gab daselbst an, dass er den ihm übergebenen Check bei der östteichrsch- ungarischen Bank noch nichit habe einlösen können, weshalb er später kommen müsse. * San Sebastian, 13. Sept. Beim Bahnhof Villa- bona fuhr ein Schnellzug von hinten auf einen anderen auf. Es wurden dadurch neun Personen, zumeist Bahnangestellte, verletzt. a * St. LoniS, 13. Sept. Die gesamten AuSlagrn deS deutschen Ausstellers Fischell wurden behördlich beschlagnahmt, weil dieser ohne Erlaubnis verkaufte Waren bereits den Käufern auSlieserte. * Prinzessin Luise von Koburg stellte dem Prinzen Philipp folgende Bedingungen: «sofortige Aufhebung der Entmündigung, Gestattung eines weiteren Zusammenseins mit Mattachich sowie verschiedene materielle Ansprüche. In Wien bezeichnet nian diese Forderungen als nicht diskutabel und will nur materielle Zugeständnisse machen. Ein friedliches Arrangement scheint somit ausgeschlossen. Em Vettreter des Brüsseler „Petit bleu* hatte in Paris eine längere Unterredung mit der Prinzessin. Diese erklärte: „Während meines Aufenthaltes in Lindenhof hat man mich behindett, an den König (von Belgien, ihren Vater) zu schreiben. Letzterer verhinderte mich, an das Sterbebett meiner Mutter zu eilen. Der Widerstand ist auS Wien gekommen, hauptsächlich von Seiten meines Kurators.* Die Prinzessin erklärte ferner, eS sei nicht ihre Absicht, sich mit Mattachich zu verheiraten. Sie ivolle keine Ehescheidung, sondern nur durchsetzen, daß fte für gesund erklärt werde. Tann würde sie versuchen, eine Apanage zu erlangen, die ihr gestatten würde, fern von den Häfen ihr Leben in Niihe zu genießen. Befragt, ob sie nicht nach Belgien zurückzukehren beabsichtige, ontmortetc die Prinzessin: „Das hängt nicht von mir ab, sondern es gibt Jemand, der dies nicht gestatten würde. Der König ist ein Mann unbeugsamen Charakters. Man hat mich zu sehr bet ihm verleumdet, daß eß schwer halten wird, ihn umzustimmen.* • Automobil uns all. Unweit MorgeS (Kanton Waadt) stürzte ein Automobil infolge Platzens des Gummireifens von einer B r ü ek e in daS Flüßchen Venoge. Von den Jnsaffen erlitt die zur Kur in Montreux weilende Frau Nadine Neveux auS Poltawa einen Schädelbruch, der Cl)auffeur eine schwere Verletzung am Bein; der Sohn und die Tochter der Frau Neveux, sowie deren Erzieherin erlitten nur unbedeutende Quetschungen. • Erschossen. Dicht beim Stadtwald von Freiburg i. B. wurde die Leiche eines Mannes gefunden, der seinem Leben durch einen Revolverschuß ein Ende gemacht hat. Man vermutet, der Verstorbene sei der auS Oberschlesien stammende Stabsarzt Dr. Koerfer, der seit dem 5. d. Mts. vermißt wurde, nachdem er bis dahin in einem Hotel gewohnt batte. — Bei den Manooern im Thurgau wurde gestern ein Manöverbummler namens Hoffmann auS Wmletthur, der unvorsichtigerweise vor die Mündung einer feuernden Batterie lief, durch einen blinden Kanonenschuß tätlich ver- füdö stück von Dttrkden. London, 13. Sept. Dem Rrnterscken Birreau ging । von einem Korrespondenten, der den letzten Pimpfen auf . runifdfk'T Seite beiwohnte, heute aus Tientsin folgender von Liaufang vom 8. September datierter Bericht yi - -Us die Japaner' die Ruflen von den Sckmnsanpo Bergen vcr- * trieben, wurden die Hunger leidenden russischen 1 Soldaten in Liaujang, die einsahen, daß die L-tadt fallen müsse, zügellos und singen an, die chinesische , unb europäischen Läden zu plündern: was sie nicht * gebrauchen oder mitnehmen konnten, vernichteten sie. ^>ie < öffneten mit ihren Bajonetten Ballen, Säcke und Kisten । mtb streuten den Inhalt auf der Strasse umher. Die erbeuteten dabei viel Branntwein, betranken sich und begingen dann noch weitere Ausschreitungen. Ako sich die Ruflen zurückziehen mußten, setzten Trupps chinesischer Soldaten die von den Ruflen angefanyene Plun- derung fort. Als die Japaner nach fünftägigem feefrt, währenddessen sie nichts zu essen gehabt harten wie trockenen Reis, einrrafen, vollendeten sie die Plün- ] derung: da die Läden schon aus geraubt waren, brachen sie in die Privathäuser ein. Jetzt sind die Soldaten aus der umwallten Stadt beransgezoyen und dieselbe ist ihnen verboten worden: sie dürfen sie nacht ohne besonderen äÄaubnisschein betreten. Paris 13. Sept. Der Korrespondent des^ Pattser „Journal" im russtschen Hauotouarner, sendete von Tientsin folgendes Telegramm ab, welches sein Urteil über die Lage der Ruflen gibt: „Die Inferiorität der russischen Armee an Mannschaften, Geschützen unb Begeisterung hat Kurvpatkin verhindert, bei Liaufang siegreich zu bleiben Die russische Armee braucht mehrere Monate, um die Lücken bura) ■He* fervinen auszu füllen, vor allem aber, um ihr sehr geschwächtes moralisches Element wieder zu stöhlen." Generalleutnant Sassulilsch mit 3000 Mana gefangen? L o n d o n, 13. Sept. Der „Morning Post' wird aus Tsänfu relegraphiett: Nach einer hier eingclaufencn Nachricht soll Ok neral Safsulitsch, der Befehlshaber der russischen Armee südlich des Han ho, mit 3000 seiner 5000 Mann zählenden Truppen den Japanern in die Hönde gefallen fein, nachdem er schwer verwundet worden sei. Generalleutnant Sarubaiew und die Generalmajore Kontradowiksch und Bilderung sollen den Vormarsch §urokis zum Stocken gebracht haben. Vie bisher alle Nachrichten aus Tscknfu, ist auch diese Meldung nur mit äußerstem Vorbehalt aufzunehmeu, zumal ja die Meldung selbst besagt, daß Sarubajew, der Kommandant des 4. sibirischen Armeekorps, dem vordrm- genden Kuroki mit Erfolg den weiterpn Weg (im Osten verlegt hat. Dabei wäre allerdings nicht ausgeschlossen, daß die Japaner im Westen siegreich nachdringen, in diesem Falle wäre aber die Stellung Sarubajews auf seiner rechten Flanke mit Umgehung bedroht, aflo ein erfolgreicher Widerstand gegen den im Cften im Gebirge vor- ruckenden Kuroki unmöglich. Pott Atthur. Loudon. 13. -Sept. In Pott Arthur verursacht der Mangel an reinem Wasser viele Krankheiten. General Nogis Instruktionen lauten, den Feind durch fortwährende Angriffe tu ermüden. Es sotten allerlei Kriegslisten angewandt werden, um die Russen zur Pett'chwendung von Munition zu bewegen. Paris, 13. Sept- Nach Petersburger Meldungen geht oem Zaren das Schicksal der in Pott Arthur furchtbaren Entbehrungen, besonders Wassermangel ausgesetzten Gar- ni'on und der Zivilbevölkerung außerordentlich nahe.^ Man übnt im großen Publikum nicht, wieviel W a h n s i n n s f ä l l e in der Festung zu b.ttagen sind. In eingeweihten Kreisen nennt man unter den von Tobsucht Befall »men Mitglieder derer st en Adelssamilien. Der Zustand in manchen Kellergewöl- ben, durch deren schmale Luken Leichengcruch dringt, ist so unetträglich, datz die Leute vorziehen, sich im Freien den ^stanaten. auszusetzen. Man muß sie zuweilen mit Gewehrkolben n die Keller zurücktteiben. Ter standhafte Zar. London, 13. Sept Aus Petersburg wird depeschiert: Als ^rnz Ludwig von Battenberg in Vertretung König Eimards der Taufe des russischen Thronfolgers bei* rrcbnte, sprach er dem Zaren gegenüber vom Krieg und von der ?Pr eines baldigen, für Rußland ungünstigen .Friedens- >" f'.:i~e5. Daraus erhob sich der Zar und ernnberte mit großem ■ a:''0rnd: „Solange noch ein russischer Soldat au Krieg zwistSen Japan und Kllßland. AuS der Mandschurei. L o n b o n , T3. Sept. In der Beschreibung ben Sck> 1 a dv t bei Liaufang von feiten !des im Hauptquartier des Generals Kttroki' befindlichen Korrespondent^ des -^ter- schen Bure Mts beißt es: Vs die Japaner nordosütch von Liaufattg den letzten Angriff machten, erkämpfte sich ein Bataillon den Weg mitten bis rn dte russischen Laufgräben: dort fand >es, dass feine Munition crfdx>pft war. Die Japaner p f 1 a n z-t e n d in geringer Entfernung von den Lauigräbrit erschlagen. Anscheinend crbiclteu die Russen grosse Verstarningen. Beide Armeen hatten ihre Munition erschopfr Petersburg, 13. Sept. Telegramm des Querab? Kuropatkin an den Kaiser vont 12. September:^Es liefen kerne Nachrichten von Zusammenstvssctn eut. Der Feind verchält sich ruhig. FestgesteNt wurde ein Btwak einer mehr oder weniger blutenden ^mippenabteilung des Feindes südlich von dem Dorfe Hmtiupusa, 36 Werst letjt; er starb bald darauf. • Lehrer und Hoflieferant. Einem VolkSschlillchrer in Vorpommern, der ein hervorragender Bienenzüchter ist, wurde infolge Erzielung vorzüglichen HonigS von einem Prinzen von Anhalt der Titel ,Hoflieferant' verliehen. Da die Führang deS Titels indes der Erlaubnis der zuständigen mländischen Behörde bedarf, so wandte sich dc^ Lehrer an diese mit einem Gesuch, erhielt aber den Bescheid vom preuß. Minister dcS königlichen Hauses, daß die königliche StaatSregiettmg die Führung des Titels Hoflieferan ur einen Lehrer als angemessen nicht erachtet, und daß aus diesem Grande die Genehmigung zur Führung deS Pradilatt als Hoflieferant nicht erteilt werden kann. (Wir dürfen voraus* setzen, daß darum der Honig, den der Nicht-Hoslteferant auf den Markt bringt, nicht schlechter wird.) . • Exprinzessin Chimay als Schauspielerin. Die vielgenannte Exprinzessin Caraman Chimay, die mit dem Zigeuner Janos Rigo entflohen war und ihn kürzlich ivtede verlassen hat, um ben Italiener Gmseppe Nicciarbo 8« raten, ivird jetzt in Amerika als Bretll-Dwa auftreten. Sie bat in Europa einen Kontrakt auf 40 Wochen unterzeichnet. Sie erhält die Kleinigkeit von 4000 Mk. wöchentlich. Die Erprinzessin, die immer wieder von sich reden ntacht, hieß bekanntlich als Mädchen Klara Ward; sie ist eine amerikanische Erbin und sie will jetzt den Verivaltern ihreS väterlichen Vermögens zeigen, daß sie ihren Besitz selbständig verwalten kann. _, L -Der Klub der Kahlköpfe. Die Stadt Brussel ist bereits berühmt wegen ihrer originellen Kliibs. Da gicbt es einen Kllib deS Schweigens, einen Klub der Dicken, und nun hat sich, um einem dringenden Bedürfnis abziiHelfen, der Klub der Kahlköpfe aufgetan. Man könnte meinen, dass dieser die Aiissicht hätte, der zahlreichste von allen zu werden, aber so einfach ist es doch nicht, Mitglied der erlesenen Gesellschaft zu werden. Es genügt nämlich nicht, daß der Schädel nur oben „durch die Haare hindurchgewachsen ift , während hinten und an den Seiten noch ein Kranz zierlicher Löckchen ihn schmückt; man muß einen absoluten Kahlkops „wie eine Billardkugel" haben ... Diese Bedingung wäre, wie der „GauloiS* schreibt, gewiß ailch von dem Herrn gestellt worden, der zu einem Friseur eintrat und dem Gehilfen sagte: „Ich muß mir die Haare schneiden lassen : aber das ist mir sehr lästig, ich bin schon schrecklich erkalte!. und dem der Gehilfe höflich erwiderte: „Wird gemacht.^ ^r Herr kann, wenn er will, auch seinen Hut aufbehalten. • Ein gefressener — Pfarrer. AuS Bern wwo der „Voss. Ztg." geschrieben: Im Searltale, einem einsamen, dichtbewaldeten Nebental deS UuterengadmS, ist m den ersten Septembertagen von zwei Graubündner Jägern cme ftatmmi Bärin erlegt' worden. DaS erinnert an eine heitere Geschichte, die sich vor Jahren einmal in dieser selben BaremvildmS dozent Dr. Bötticher verkauft. *• DaS Besitztum deö verstorbenen Christian Busch, daS vor Kurzem für 91 000 Mk. bei der Ver- fteigenmg an H. Winn übergehen sottte, wurde neuerdings für 111 000 Mk. an Bauunternehmer Winn veräußert. •• Made in Germany. Bei Gelegenheit der jüngst stattgehabten Ausstellung von Feuerwehrgeratschaften anläßlich deS FeuerwehttageS in Mainz hat sich ein intcrcffanter Zwischenfall ereignet. Der Eröffnung der AuSstelliing wohnte auch ein Vertreter der Londoner Feuerwehr bei, der durch die Forai seines Helmes — er glich einem französischen Kürassierhelm — besonders auffiel. Unter den von Fabrikanten ausgestellten Feuerwehrhelmen befand sich nun auch cm solcher Musterhelm, wie ihn der Engländer trug. Ter Londoner Feuenvehrmann war erstaunt darüber, und die weitere Untersuchung ergab, daß der Helm deS englischen Feuerwehr- ossiziers auch deutschen Ursprungs war. Da aber sämtliche Londoner Feuerwehrofsiziere mit den gleichen Helmen ausgerüstet sind, so sind diese auch alle — Made in Germany. Die Wahrnehmung gab zu allgemeiner Heiterkeit Veran- laffung. h. Erbes-BüdeShcim, 14. Sept, (öiflenet Drahtbericht.) Hier hat der Baron v. Lcngerke wahreud eineS Streite? seinen Schwiegervater, den früheren Burger« meister Lebert, mit seinem Jagdgewehr erschossen, wahrend et von ihm selbst schwer an der SchnUer verletzt worden war. 8d. Darmstadt, 14. Sept. (Eigener Drahtbencht.) Se. Kgl. Hoheit der Großherzog traf heute vormittag 10.15 lU>r hier ein und wurde am Bahnhof von Cbcr- ftadmeifter Frhr. v. Riedesel und (Seneralabjutant v. Wachter empfangen. Er nahm im Residenzschloß Wohnung. Um 9.50 Uhr ging ein Extramarstallzug nach Schloß Rouirod ab, wohin Se. Kgl. Hoheit morgnx bei günstiger Witterung per Automobil sich begeben wird. — Von unserem R -V Korrespondenten wird unS gedrahtn, daß die Abreise nach Romrod morgen um 2 Uhr in Begleitung deS Prinzen imd der Prinzessin Andreas von Griechenland und der Prinzessin Luise von Dattenberg erfolgen wird. Prinz Ludwig von Battenberg und Gemahlin bleiben im Schloß Heiligenberg. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Wie daS ,B. T.e hört, werde der Reichskanzler sich in Kurze mit seiner Gemahlin nach Homburg v. d. Höhe begeben und dort den Reit seines Urlaubs verbringen. — In Wißmar steht die Eröffnung einer Güterverlade stelle bevor. — In Grünberg war ein Schmiedemeister damit beschäftigt, den locker ge- morbenen Kloben eines HoftoreS wieder zu befestigen. Hierbei fiel daS Tor um und auf zwei dabei stehende kleine Jungen, wodurch diese leider in erheblicher Weise Verletzungen erlitten. Außer Verletzungen am Kopfe trugen sie Beinbrüche davon. — Daß zwanzigste mittelrheinische DerbandS- schießen, welches vor kurzem abgehalten wurde, hat mit einem Defizit abgeschloffen. Die O^arantiezeichner sollen mit etwa 50 pCt. herangezogen werden. denBeinen unb noch ein Rubel im Staatsschatzist, werbe ich biesen Krieg gegen bie Japaner, bie mich zur Ergreifung ber Waffen zwangen, fort* ietzen Keine Unfälle im Felde können biesen m-'in-n Entschluß erschüttern." Man glaubt, ber Zar !,abe diese Aeußerung mit ber ausdrücklichen Absicht gc-ian, sie in England und zur Information für anbere Möchte bekannt werden zu laffen. Die balttsche Flotte. Petersburg, 13. Sept Die baltische Flotte hat ben (triften Befehl erhalten, iatts bei ihrer Ankunft in Ostasien Port Irthur gefallen sein sollte, ihr Hauptaugenmerk auf bi e Blockierung japanischer Häfen zu richten. Petersburg, 14. Sept. Es verlautet, bie ruflische Ost- »>-flotte n-bme vor ihrer Weit-rfahtt nach Cltafien einen längeren Aufenthalt i n Reval. Tie Japaner wollen Europa bie Wahrheit sagen. Xuf Anregung Alfteb Äeads hab n sich im vorigen Jahre, r-rfrx vor Begttm W Krieges, bie japanffch-n Diplomaten, -mrr.-,„r ' i*frv -usammengetan. um ein umfassendes ... Mrrf üb-r Japans Politik, Kultur und Wirt -- 'T-r'iu^Miarben. bns bie gebi(beten Europäer über die '.ustäub- aiitk.'Ntisch avtHären sott Der AuSbruch . n ^erar^q^be des W^s fast zum Sefvitmt 7 .Tb»r -H qefmiq schst-sssich doch, bte japanischen Lrigi- 'rivte rechtzeitig nach Europa ^u bekommen, unb o xrr-c> dos jedenfalls m seiner Axt einzige Buch nächster Tage tV'bet I m ' o^ördlich ' vkrkanste J r uhb tlller a . " ge, 1e Hb ^e- SS* °n, '^'chisch- n" ^eshaltz ’M M. ^bereit *• Aohn. vnen, Men- .erle9nt icQte bem ^'ge Aus, 'teren Zu. materiell Zungen atz w n'.acheu. V ^,en» üjttn 4. an bo§ Wider« r°n Seiten e5 sei nicht °tev. Sie i Mann c< bti ihm K> ’ine jfncnftftf «i^fenihr nicht nach zugetragen haben soll. Em Gngadiner Pfarrer, der im Scark- tale predigen sollte, begegnete auf dem Kirchwege plötzlich einem Baren, der brummend auf ihn zukam. In seiner Todesangst riß der Pfarrherr ein Blatt aus seinem Gebet- bnche und schrieb auf den Rand: „Der Bär hat mich gefressen." Er wollte seinen Kirchgenoffen wenigstens eine Kunde von seinem traurigen Ende hinterlaßen. Diese fanden denn auch den Zettel im Zylinderhut des Pfarrers unter einer Tanne am Wegrande. Ob sie der seltsamen Botschaft Glauben geschenkt oder nicht, wagen wir nicht zu entscheiden; jedenfalls machten sie sich auf die Suche nach dem „gefressenen" Seelsorger und fanden ihn alsbald wohlbehalten im Dickicht des Waldes. Der Bär war also doch nicht so blutdürstig gewesen, wie der Herr Pfarrer gefürchtet hatte. • Ein vorsintslutli cher Diner-Gang. Man schreibt aus London, 11. Sept.: Ein sibirischer Reisender hat, wie eine Londoner Zeitung zu berichten weiß, kürzlich ein seltsames Diner zu sich genommen, gegen welches die sensationellsten Erfindungen auf diesem Gebiete, auf dem die Amerikaner neuerdings.. so groß sind, sich wohl verkriechen muffen. Der Glückliche heißt Ruibakoff und ist seines Zeichens ein russischer Fellhändler, der eine Expedition nach der Mündung des Flusses Penesei unternahm. In der eisigen Wildnis verlor er sich und wurde von seinen Begleitern getrennt, nur vier Hunde hatte er bei sich. Seine Nahrungsmittel waren bald aufgezehrt und er befand sich in der grüßten Verzweiflung, als er plötzlich im Eise vergraben den Kadaver eines Mammuttieres fand, dessen Fleisch sich in dem ge- ftorenen Zustande ausgezeichnet präserviert hatte. Die Hunde stürzten sich auf das Fleisch, und als Ruibakoff sah, daß ihnen das ganz gut bekam, schnitt er sich ebenfalls einige Steaks ab, briet sie und ließ sie sich vorzüglich schmecken. Es glich ein wenig dem Pferdefleisch, berichtet der Reisende, nur war e§ etwas zäher und schärfer. Aber man merkte dem Fleffch in keiner Weise an, daß es aus den Zeiten des guten alten Noah stammte. • Ein eigenartiges Haus hat sich ein Bergarbeiter in Rio Vista, Nevada, gebaut: es ist 7 Meter lang, 5'/z Meter breit, hat zwei kleine Zimmerchen und besteht ganz aus — l e er en Bierflaschen. Der Mann brauchte 10 000 Flaschen, um das Haus fertigzustellen; alle stehen mit dem Hals nach unten und dem Boden nach oben, die Zwischenräume sind mit Töpferton ausgefüllt. Ob wohl der Baumeister all das Bier, das sich in den 10 000 Flaschen befand, selbst getrunken hat? * Aus der „Fugend". Aly Ahmed Bey aus Kon- spmbinopel ist zur Dienstleistung auf einzige Jahre der deutschen 'Armee ungeteilt und steht zurzeit ä la suite des Dragonerregintents zu M. Eines Tages ist Liebesmaht im Kasino. „Wre soll ich mir das erklären", wendet sich einer seiner Kameraden mit der Frage an Ahmed, ,chaß Sie da eine Flasche ^Rüdesheimer"" trinken, während Sie doch Mo- hantmedaner sind, und der Koran, soviel ich weiß, den Genuß geistiger Getränke verbietet?"" Der schwarzhaarige Türke aber leert wider alles Erwarten in Ruhe sein Glas', streicht sich gentächssich die Weintropfen aus dem Schnurrbart und ruft: „Lebst Du nach der Bibel?"" * Wenn's geht. Ein Engländer hat in einem kleinen Ort in der Nahe des Rheins ein paar Tage gewohnt und läßt sich bei seiner Abreise die Rechnung bringen. Hier findet er alles der ^Ordnung gemäß. Als letzter Posten war aufgefuhrt: „Mvnn's geht. . . 3,50 Mk." Erstaunt fragt er den Gastchalter: „Uas ist das: „Oenn's geht's?" „No"", sagt der Gasthalter, ,ävenn's net geht, do streiche mer^s Widder dorch!"" • Der „Anzeiger für Bad Elster" veröffentlicht das folgende ihm übersandte „Gedicht": An Luis e! Von den dankbaren Elstern nern. Du, die uns bei Mondschein, „wie originell"", So plötzlich verlassen „sans ceremoniel“, Daß überall dadurch in „sensationellster"" Weise Reklame gemacht würd' für „Elster"", Nimm, hohe Frau, unfern Dank. Gott vergeltts D'r! Arveilerbeweguug. Mailand, 13. Sept. In politischen Kreisen befürchtet man infolge des in dem gestrigen Arbeitermeeting gefaßten Beschlusses, daß in den nächsten acht Tagen derGenera lstreik inallen Hauptstädten Italiens erklärt werden wird, um gegen die Haltung der Regierung in der Buggeree-Angelegenheit, wo bekanntlich mehrere Ausständige durch Soldaten beschossen worden waren, zu protestieren. Sport. — Eine Staffelten fahrt Stuttgart-Kiel für M otvrzwe iräder zu Ehren ihres Ehrenmitgliedes Hoheit Prinz Heinrich von Preußen veranstaltet die Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung, e. V., Stuttgart, am 19. und 20. Sept. Die Fahrstrecke ist 770 Kilometer lang und geht in acht Etappen ab Stuttgart über Heidelberg, Frankfurt a. M., Gießen, Marburg, Meschede, Bielefeld, Nienburg a. W., Hamburg nach Kiel. . Die Fahrt ist besonders auch von militärischen Gesichts- punllen aus von größtem Interesse: es wird ohne Aufenthalt, bei jeder Witterung, und auch die Nacht durch gefahren. Manche Teilnehmer fahren die ganze 770 Kilometer lange Strecke: man ist allseits gespannt auf die Resultate, die erzielt werden. Dan-et und Merkest. Volkswirtschaft. Auf 204.50 224.10 142.12 206.60 217.75 Oest. Kredit. Deutsche Bank Darmstädter Bank Bochumer Guß . . 203.90 . 224.25 . 142.25 . 206.50 Berliner Börse vom 13. September 1904=. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Prioat-Drskont 3% Prozent. Anfangs- u. Schlußkurfe. Harpener Bergbau . . 218.10 Tendenz: Schwach. Der Hibernra-Verstaatlichung zweite läge. Die Dresdner Bank, Geheimrat Müller-Berlin und Rechtsanwalt Bondie-Dresden Men bei der Verwaltung der Hibernia- 12. bis 13. 12. 13. Gift- noch Es starben an: Zusammen: wohlbehalten in Baltimore angekommen. 4% Ungar. Goldrente 41/, % Süssere Argentinier Tendenz: behauptet. Der vom 104.10 62.30 61.40 40/0 Italien. Rente 41/» 56 Portugiese!? 8u veröffentlichen. September — + 20,5° C. „ = 4- 10,3 °C. 102.00 89.60 101.95 89.80 100.10 98.70 Kerichtssaal. Gießen, 13. Sept. Frau Holbbauaufsestr F. von hier hatte Berufung gegen .ein Urteil eingelegt, das sie wegen Mißhandlung des vierjährigen Kindes des Bahnbeamtcn Kümmel zu vier Wochen Gefängnis verurteilt hatte. Me Strafkammer bestätigte aber gestern das Urteil und legte der Verurteilten sämtliche Kosten auf. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 14. Sept. Der Bundesrat wird Ende September oder Anfang Oktober seine Plenarberatungen wieder aufnehnten. Derselbe wird sich u. a. auch mit dem Militärpensionsgesetz zu beschäftigen haben. Den Reichshaushaltsetat für 1905 wird ihm schwerlich vor Ende Oktober borgefegt werden können. Man nimmt aber allgemein an, daß der Reichstag wie gewöhnlich den Etat noch vor den Weihnachtsserien und zwar so recht- zeitig z-ugeftellt erhalten wird, paß bereits im Dezember die erste Lesung vorgenonmren werden könne. Zu den Bor- MöchkiitlichkWttßchtdkr Todksföllk m der Stadt Gießku. 36. Woche. Vom 28. August bis 3. September 1904. (Einwohnerzahl: angenommen zn 27 500 linkt. 1600 Mann Militär) Sterblichkeitsziffer: 22,08 nach Abzug von 4 Ortsfremden: 15,12 °/co. . . 28.00 . . 90.40 . . 114.50 . . 106 50 . . 204.10 . . 190.50 . . 141.60 . . 153.95 . . 161.20 . . 187.70 . . 18.60 . . 189.50 . . 249.50 . . 206.90 . . 217.40 21 nm.: Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viel der Todesfälle in der betteffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke konunen. Meteorologiiscke Beobachtungen der Station Gießen. Familien Nachrichten. Gesiorbeu. Herr Lazarus Neu in Darmstadt — Frau Bertha Marxsohn geb. Sternfels in Mainz. Wniversitäts-Yachrichten. — Ein internationaler Studentenkvngreß wird im nächsten Jahre in Lüttich abgehalten. Die Veranstaltung geht aus von der allgemeinen Studentenvereinigung in Lüttich, einer ähnlichen Korporation wie der italienische Studentenverband Corda Fratrev an der Universität Turin, der von dem jetzigen Professor der Philosophie Efisio Giglio-Tos gegründet wurde. Auf eine Anregung dieses Professors fand 1898 in Turin ein internationaler Studentenkongreß statt, auf dem fundamentale Bestimmungen für spätere derartige Veranstaltungen sestgelegt wurden. Der im September des nächsten Jahres in Lüttich in Ansicht genommene Kongreß wird acht Tage dauern. Man erhofft von diesem Zusammenkommen der Studenten aller Lander eine Förderung der Wissenschaft in der Weise, daß die Studierenden eines bestimmten Faches mit ihren Fachgenossen aus anderen Ländern mehr als bisher Erfahrungen und Untersuchungen austanschcn. Ferner glaubt man, daß solche Kongresse auch eine praktische Bedeutung für die Studenten haben, weil sie sich auf ihnen am besten und leichtesten über die verschiedenen Formen und Anforderungen beim Dokwrexamen in den einzelnen Ländern orientteren können. Vom Kriege. London, 1'4. Sept. Der hiesigen japanischen GesinMBaft ist bisher noch keinerlei Meldung von der angckllchen Gefangennahme Generals Sassulitsch zugegangen. Petersburg, 14. Sept. Man glaubt, daß Kuropat- fin augenblicklich über 200000 Mann verfügt. Es'heißt, daß in der Schlacht bei Liaujang die Rnfsen zwei Armeekorps Verstärkungen erhielten. ,Das 1. Arnreekurps ist vollzählig auf dem Kriegsschauplatz eingetrvffen, während die Regimenter des sibirischen Korps noch fortgesetzt Verstärkungen erhalten. An Artillerie verfügen die Russen gegenwärtig über 314 Geschütze. Washington, 14. Sept. Dem rnfsifchen Danrpfe-r „Lena" wurde vom Marinennnisterium die Erlaubnis erteilt. sechs Wochen vnt Hufen vvn San F-ranc-isco -zu bleiben, bis die defekt gewordene Maschine wieder in Ordnung M. Der japanische Protest wird znrückgewiesen. Paris, 14. Sept. Aus Muckden wird hier^r telegraphiert, daß die Einquartierung des neu angeckummen-^u 6. sibirifch-en Korps rmd der letzten Telle des 1. europäischen Korps große Schwierigkeiten bereitet. Die neuen Truppen brachten reichlich Konserven mit und teilen ihren Vorrat mit den Kameraden, die seit Lmnjang sehr spänlich ernährt werden. Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. ML. 14. September. in jeder beliebigen Schriftart und Kant» Ulünflnen forit, umic mu Sitton aner studentischen vereimguugtn, liefert zu mäßigen preisen vrW'fche UuiversitäLL-Vruckerei, Zchulftraße Z Kinder Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2,-15. Jahr . . 129.80 -Aul. 47.80 4XL% Oeeterr. Silberrente 100.30 ---- ~ 100.10 Fr!iedrichsruh, 14. Sept. Fürst Bisrftarcks Kranckheit wurde von der Konsnltation als unheik- barer Leberkrebs erkannt. Die Schmerzen werden durch tägliche Morphiumeinspritzungen gelindert, weshalb' der Fürst viel schläst. Der bedrohliche Kräften verfall Dauert an, das 'Ableben steht deshqllb nahe bevor. Die Familie ist jetzt vollzählig versanmrelt. London, 14. Sept. Die gesamte hiesige Presse beschäftigt sich eingehend mit einem Skandal, der jetzt erst aufgedeckt worden ist. Ein gewisser Water brurpj hatte eine Ausstellung organisiert, deren Ertrag zu gunsten der Journ ältst en - Unterstü tzun g s lasse verwendet werden sollte. Wäterbury erhielt auch die weitgehendste Unterstützung aus aristokratischen Kreisen, sodatz bereits eine Million zu dem! wohltätigen Zweck zu- santmen war. Es stellte sich nun heraus, daß hervorragende Journalisten von der Organisation einer solchen ^Ausstellung überhaupt nichts wußten und daß eine derartige Ausstelö ung auch nicht stattgefunden hat. Bon der eingxgangeuen Million hat kein einziger Journalist irgend etwas erhalten. Paris, 14. Sept. ,Tas „Petit Journal"" berichtet, Kriegsminister Andre habe dem General Decharme mitgeteilt, daß er ihn seines Amtes enthebe und zur Disposition stelle. General Decharme ist Kommandant der Ehrenlegion und erreicht am 1. November 1905 die Altersgrenze. Tie Ursache der Maßregelung ist rroch nicht bekannt. Paris, 14. Sept. Auf der Präfektur wurde erllärt, daß man amtlicherseits keinen Anlaß habe, sich mit der Anwesenheit, der Prinzessin Luise von Koburg zu befassen. Selbst wenn, was keineswegs der Fall ist, irgend welcher Wunsch eurer Wiener oder deutschen Behörde der Präfektur zugegangen wäre, müßte ein sehr kompliziertes Vorverfahren eingeleitet werden. Wien, 14. Sept. Gestern abend fand bei dem Minister des Aeußern Grafen Goluchowski zu Ehren der Teilnehmer am internationalen Vreßkongreß ein Empfang statt. Anwesend waren n. a. Ministerpräsident v. Körber, mehrere Minister, der rumänische Ministerpräsident Sturdza, der deutsche Botschafter Graf Wedel. Innsbruck, 13. Sept. Im weiteren Verlaufe der Sitzung des Juristentages wurden sämtliche zur Beratung stehenden Fragen erledigt, und die Anträge des Sektionschefs Klein Der die Kartellfrage vom Plenum fast einstimmig angenommen. Mit Dankesworten des Präsidenten Brunner mtb einer Erwiderung des Sektionschefs Klein, der dem Präsidenten' den Tank der Versammlung für die Leitung der Verhandlungen aussprach, wurde der Juristentag geschlossen. Budapest, 14. Sept. Der RofenauerBischof .Jvanfo* witsch, dessen Güter jüngst unter Sequestration gestellt wurden, hat abgedankt. ,Er erhÄt vvn der Regierung ein jährliches Gnadengehalt von 4000 Kronen. Die.Abdankung wurde dem Kaiser und dem Papste angezeigt. 3l/,% 4% Oesterr. Goldrente . . 101.75 gesillschaft gegen Hinterlegung der nötigen Wien den Antrag Nogen, welche hn laufenden Jahre an befn Reichstag gebracht gestellt, sofort eine außerordenttiche Generalversammlung ein- --- *- - -----<•>-'- zicherufcn, die in der Hauptsache nochmals den Vorschlag der Regierung betr. Abtretung des Unternehmens an den Staat beraten und hierüber Beschluß fassen soll. Weiter sollen sämtliche in der GeueralversaTnmlilNg vom 27. August gefaßten BesMüffe über die Erhöhung des Aktienkapitals aufgehoben werden. Die werteren Anträge sind von Untergeordneter Bedeutung. Bulgarische Anleiheprojekte. Die gestern aus österreichischen in deutsche Blätter übergegangene Nachricht, daß die Dresdner Bank die neue bulgarische Anleihe übernehmen wolle, wenn diese Regierung alle ihren großen Bestellungen in Derchch- land mache, ist, wie das gencnrnte Bankinstitut meldet, vollständig erfunden. September 1904. Barometer aui 0° reduziert Temperatur der Luit Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 13. 2" 744,6 743,2 20,3 12,7 72 8. 2 Sonnenschein 13. 9" 16,6 13,6 97 SW. 2 Regen 14. 72» 744,4 12,9 9,9 90 w. 2 Bew. Himmel Tuberkulose der Lungen Krämpfen 2 2 2 1 1 Krebs 3 (1) 3(1) — — Schlagfluß 1 (1) 1(1) — — Altersschwäche 1(1) KD — — Nierenentzündung KD KD — — Selbstmord 2 2 — — Summe 12 (4) 10 (4) 4 1 Blockstrasse 8 FereÜBiaiad BTennstiel Blockstrasse 8 7338 Vorhänge Dekorations-Artikel Linoleum. Spezialität: Selbstangofertigte Betten und Polstermöbel. Möbel - Handlung und Dekoration Möbel jeder Art, poliert und lackiert. Ueberna hme kompletter Wohnungs- und Hotel - Einrichtungen. Mtr-chtlM. Freitag den 16. Sept, von morgen- -V» Mr anfangend, joU das hienge Cfotmcinbeobft, bestehend in einer großen Quanttlät Aepsetn. Birnen und Zwetichen, mciftbietcnb ver- ftetijert werden. Annerod, am 10. Sept. 1904. Dc. Bürgenneisterei Annerod Horn. 7803 in nur erstklassigen Fabrikaten: Seidel X Naumauu, Dresden, 7205 empfehlen Nähmaschinen Seltcn-weg 83. Brüder Schmidt, Giessen. Atpskl-PtrjtklgcrNg. Die Aepsel der tikmembe Großen-Linden (etwa 70 li.tr.) werden Kreitag dcu 16. d. MtS. versteigert. Der Anfang ist vormittags 9 Uhr an der MoUkestraße. Hroßen-Lmden, am 13. Sept. 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei Großen.Lmden. Leun. 7329 Ajlverjrkigcrllllg LiacroS. Donnerstag den 15. d. M. soll das Obst von ca. 6uu Apfelbäumen (feinste» Tafel- und Keltcrobst) meistbietend öffentlich versteigert werden. Anfang vorm. 91/, Uhr an der Lhaufiee Reiskirchen—Winnerod, ca. 1 km vom Bahnhof Reiskirchen. 7256 GutSoertvaUung Winnerod. Freß- und Mastpulver „Monopol.“ Packet 50 Pf. AUemverkaui bei Adolf Kieler, Viktoria-Drogerie, 7186) Markts!!, ö. Fritz Böhling Eüdaulage 7 empstehU sich im iüiicrtifl« d. PslScmöbklii jeder Art, sowie tUifarbeite* derselben. 6684 Reelle Bedievnng. Billigste Preise. 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Die Sammlung wird Ende dieses ZahreS geschlossen und bitten wir. bis dahm die noch im Umlauf befindlichen Listen zu rückzu geben. Darmstadt, den 10. September 1904. Du{9 Der Vorsitzende de» Audschuffe» für die Sammlung: Dr. W. Merck. ötoiMlrittaei!!! Im Stricken u.Anstrickenvou Strümpfen ' euipfcble ich mrch angelegtmlubfl $tn<&garnr(ktltSuUiära] bade ich stet» vorrüng. W* Preise dilltgst. Ernestine Höpfner GrüdbergerßrLtze O. Zn verkaufen Hauspähne und klein- gemachtes Abfallholz 05120 zu vertäuten. F Mellhöfer, Marburgerstraße. für Mctzger! Gut erhaltene Waratkuchen- JElnrichtung wegen Aufgabe des Geschäfts billig zu verkaufen. J. A. Waldurlimidt Ww e. Deutsches Haus, Wetzlar. (00173 Kill (jfbraudjltr Stoßlwrtn und eine eiserne Schalwage zu verkaufen. 06268 Hch. Hof Ww., Bahnhofstr. 34. leyersLtfikonlör^ifliLIr. statt 206 Mk. verkämt. 5., neueste vollständige jlufL, 17 neue Prachtbände, Prachtausgabe, kompl. u. fehlerfrei. D. 260 postlagernd Bingen a. 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