J T L ,*.=5000' fall ssen irsweg 20. : bis 1.50. !| 0.50, "'MmdMgk enMle: 4493 les Ueischschr- |f Wllälp Id-Lotterie mg sicher am 23 Juli nr Bar Geld! 90 iiioiitM 41000 Mk. 15000 Hk 6000 000=3000 500=8500 400=8000 “* Freis: ’30o>3.5o) '*'<5,4.95, 5.00. 10.00. ausgelegt ’ l,00> 0.50, ii|Z)ä.7dOO; Strassburgit- S*e! ite»»“ «»glich flnilrich ZK J ton» ILv..mÖtr6r<-:" SS' und Wki sowie MM ^MtuUelo^ötmoQui lianWallenfeii Marktplatz 17 262. Gegründet 1826. Nr. 137 Qrlfteint tLglkch oufoet Sonntag». Dem (Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die (Siebener Kamillen- Härter viermal in der Woche bcigckgt Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Univers.-Buch-n.Stein- bruderei. ÖL Lang«. Redaktion, Qrpebttioe und Druckerei: Schulflratze 7. Adresie für Depeschen: Anzeiger Gieße«. Fernsprechanichluß Nr. 51. Erstes Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 14. Juni 1904 Gietzemr Anzeiger General-Anzeiger ** Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen vezugapreiSr monatlich 75Vf^ viertel- jäbrhd) Mk. 2.20; durch Aohole» u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.2.— triertel- jährL auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen sür die TageLnummer bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis: lokal 12 Pf^ auSivärlS 20 Pfg. Verantwortlich ffit den polst, und allgem. Teil: P. Wittko: für „Stadt und Sanir und „GerichtSsaal^: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. TZ Ier Krieg zwislSen Japan und Iußtand. Neber die angeblichen Kämpfe bei Port Arthur liegen immer noch keine bestimmten Nachrichten vor. Nach ^Eldnngen aus Tschifu soll am 9. i>. M. ein großer Kamps sieben Mnlen von ben Außenforts vor Port Arthur stattgefunden auch die japanische Flotte in Aktion getreten sei. Alle Meldungen stimmen darin überein, daß der Angriff der Japaner zurückgeschlagen worden sei. General Mischt- sazenko soll ein großes Gefecht bei Wanfantien mit den Japanern gehabt haben. Port Arthur muß noch immer eine offene Verbindung mit der Außen w elt haben, da nach Meldungen aus Mukden dort zwei russische Offiziere mit Depeschen an General Kuropatkin ein getroffen seien. Laut „authentischen" (?) Nachrichten nähern sich japanische Torpedoboote in letzter Zeit öfter des Nachts Port Arthur um Mmen zu legen. Dabei soll ein Torpedoboot am 8. Juni durch Geschosse einer Ufer-Batterie inden Grund gebohrt worden sein. Mit diesen Gerüchten verbindet sich ein weiteres, wonach Admiral Skrydlow mit dem Wladiwostocker Geschwader, vor Port Arthur eingetroffen sein soll. Er sei dort auf die japanische Flotte gestoßen, habe sich aber, da von Port Arthur keine Schiffe ausliefen, zurückgezogen und sei wieder nach Wladiwostok zurückgekehrt. — Die Unwahrscheinlichkeit dieser angeblichen Irrfahrt liegt so sehr auf der Hand, daß man kein Wort darüber zu verlieren braucht. Der Petersburger Sonderberichterstatter des „Standard" drahtet, es sei ein (etwas glaubwürdigeres) Telegramm Skryd- lows eingegangen des Inhalts, daß ein Teil des Wladiwostok- Geschwaders nach Port Arthur aufgebrochen sei. Es entstand jedoch Nebel, während deffen sich das Geschwader mehreren japanischen Torpedobooten und zwei Kriegsschiffen gegenüber befand. Die Japaner griffen es ungestüm an und fügten ihm einigen Schaden zu. Die Russen erwiderten das Feuer, da aber keine Schiffe aus Port Arthur herauskamen, wie der Admiral gehofft hatte, trat es die Rückfahrt nach Wladiwostok an. Bei ben Vorpostenkampfen, die jetzt bei der nahen Berührung der feindlichen Truppen zu den täglichen Ereignissen gehören, soU eine russische Abteilung kürzlich so gut wie vernichtet worden sein. Die amtliche Berichterstattung besagt darüber folgendes: Niutschwang, 12. Juni, Mitternacht. (Reuter.) Hier wird behauptet, eine javanische Abteilung, die in Port Adams gelassen war, um Die Bewegungen der Ruffen nach Süden aufzuhalten, wurde angegriffen und umzingelte, nachdem sie vorher einen Scheinrückzug angetreten hatte, die russischen Streitkräfte, die 800 Mann verloren haben füllen. Die Russen ziehen sich auf Kai- tfchou zurück. Etwa 2000 Mann russischer Infanterie, die aus der Richtung von Kaitschou kamen, sind heute morgen mit großen Proviant- und La^arettzügen hier durchgekommen. Die Russen gaben ihre Stellungen acht Meilen südlich von hier auf. Privatmeldungen aus Haitscheng erzählen dagegen von neuen japanischen Verlusten wie folgt: Petersburg, 13. Juni, 9 Uhr 30 Min. vorm. Eine cuffische Abteilung griff zwei japanische Bataillone an und umfaßte sie nach längerem, mörderischen Feuer int Rücken. Beide Bataillone wurden nahezu aufgerieben. Petersburg, 13. Juni. Ein Telegramm des Generals C h a r k e w i t s ch an den Generalstab von gestern meldet: Am 9., 10. und 11. Juni traten in der Stellung der in der Umgebung der Station Wasangou befindlichen Truppen keine Veränderungen ein. Täglich finden kleine Vorposten-Scharmützel statt. Die Versuche der Japaner, südlich von der Station Wafandicm die russischen Wachtposten zurückzudrängen, werden durch die Vorwärtsbewegung der Kosaken abgewehrt. — An der Westküste der Liautung-Halbinsel herrscht Ruhe. Die sich zeitweilig zeigenden feindlichen Schiffe nähern sich nicht dem Ufer. Die Japaner sind aus Ssiujan nicht weiter vorgerückt. Wie gemeldet wurde, errichteten sie in der Umgebung dieses Punktes Befestigungen. Tokio, 13. Juni. (Reutermeldung.) Admiral Togo berichtet, infolge der Beschießung von Kaiping räumten die Russen, die 3000 Mann stark waren mit 20 Geschützen, Yin kau. London, 13. Juni. Dem Reuterschen Bureau ging von seinem im .Hauptquartier des Generals Kuroki befindlichen Korrespondenten über Fusan folgende Nachricht zu: Vom Kriegsschauplatz ist nichts neues zu melden. Die Vorposten treffen täglich zusammen. Die Verluste dabei sind gering. Bei diesen Gefechten scheinen die Javaner die Oberhand zu behalten. Nachts durchschneiden die Chinesen die Telegraphendrähte. Nrfffische Gefangene und japanische Helden. Die Zahl der in japanischen Hospitälern befindlichen russischen Gefangenen beläuft sich auf 545 einschließlich 19 Offiziere. Hiervon sind 386 verwundet, darunter zehn Offiziere. Die Ruffen rühmen das Verhalten der Japaner in jeder Weise. Zo heißt es in dem Bericht eines Teilnehmers an den Kämpfen Mm 1. Mai: „Die Japaner, ihr ganzes Verhalten tmd ihre Tapferkeit werden hier sehr gerühmt: die Verwundeten, im fick nicht in Gefangenschaft geben zu müssen, schlagen mit dem Kopf (um sich zu töten) gegen ©teine .-der kriechen bis zum Flusse und stürzen sich ins Wasser, um sich zu ertränfen. Dieser Heroismus und ihr gutes Gebaren gegenüber den russischen Verwundeten sind charakteristisch Hüt die Japaner. ,Es ist angenehm, einen solchen Gegner zu 'haben, — so sprechen unsere Soldaten über sie." Niutschwang. London, 13. Juni. Der von einem Besuch von Niutschwang nach Tschifu zurückgekehrte „Times"-Korrespondent meldet, daß )ic japanische Blokade vor Niutschwang vollltandig ei. Der Korrespondent wurde zweimal angehalten und durchsucht. Er bemerkte in der Haluschan-Bai ein Geschwader. Die Mauern und Flußforts in Niutschwang sind niedergelegt. Der ! Korrespondent glaubt, daß die im Fluß aufgelegten Torpedos ! leine echten seien. Täglich laufen ca. drei Handelsschiffe em und aus. Mit Tientsin ist einmal täglich eine angenehme Zug- rerbinbung und zweimal eine solche mit Mukden vorhanden. Bür die Benutzung der letzteren ist ein Paß erforderlich. Die imssische Polizei ist gut Die Ruffen streichen die Zölle und : Steuern jeder Art ein. Einschränkung der russischen Berichterstattung! Petersburg, 13. Juni. Der Zar hat angeordnet, daß Berichte über kleine Scharmützel in Zukunft der Oefsentlichkeit nicht mehr übergeben werden. Der Zar erklärte, die Meldungen wären nur dazu angetan, das Publikum zu beunruhigen. Russische Verstärkungen. Kopenhagen, 13. Juni. Ein großes russisches Geschwader, das aus etwa vierzig größeren und kleineren Kriegsschiffen besteht, das wahrscheinlich die neue Ostseeflotte ist, paffierte die Insel Bornholm mit westlichem Kurs. UoMische Tagesschau. Der taube Botschafter. Heber die „wahren" Ursachen der vatikanisch-französischen Verstinrmnng berichtet die „Jtalie" eine amüsante Geschichte, die ein seltsames Licht auf die Plumpheit der neuesten Diplomatie des hl. Stuhles wirft. Sie erzählt, daß der Kardinal-Staatssekretär Merry del Val die den Bruch der Beziehungen veranlassende Forderung einer schriftlichen Fixierung der französischen Anfrage nur deshalb tat, um gleichfalls schriftlich Antwort zu erhalten. Mr. Nisard, der französische Botschafter, sei nämlich dermaßen taub, daß er sehr wohl die Antwort des Kardinal- Staatssekretärs hätte falsch verstellen, vielleicht auch gänzlich überhören können! Nun hofft man im Vatikan, daß der eventuelle Nachfolger Nisards bessere Ohren besitze. Deutsches Deich. Berlin, 13. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin trafen gestern vom Neuen Palais hier ein. Heute früh begab sich der Kaiser int Automobil zum Truppenübungsplatz Döberitz. Er besichtigte hier das 1. und 2. Garde- Dragoner-Regiment und wohnte einer Gefechtsübung der beiden Regimenter bet. Der Kaiser sah hierbei eine weitere für Südwestafrika beftintntte Feldbatterie. Er frühstückte int Döberitzer Lager, begab sich alsdann nach Berlin, wo er nach einer Besichtigung der Anlagen am Brandenburger Tor zum Schloß fuhr. — In der heutigen Sitzung des Bundesrates wurde den Gesetzentwürfen betreffend je einen Nachtrag zum Reichshaushaltsetat für 1904 und zum Haushaltsetat der Schutzgebiete für 1904, ferner der Vorlage wegen Ergänzung des Schiffsbauregulativs zugestimmt. — SÜtens der Regierung ist der Plan, dem Reichstage noch einen Nachtragsetat für Südwest - afrita vorzulegen, wieder aufgegeben worden. Kiel, 13. Juni. Heber den Aufenthalt des Kö nigs von England in Kiel erfahren die „K. N. N.": König Eduard beabsichtigt, am 24. Juni auf seiner Jacht in die Elbe einzulaufen und in Brunsbüttel die Nacht über zu verbleiben. Am 25. Juni erfolgt die Ankunft des Königs von England in Holtenauer Schleuse. Kaiser Wilhelm wird den König daselbst empfangen. Am 26. Juni Diner auf der englischen Jacht, am 27. Juni Frühstücks täfel bei dem Chef der aktiven Schlachtflotte an Bord des Flotten- Flaggschiffes, darauf Wettrudern um die vom Kaiser gestifteten Preise. Breslau, 13. Juni. In der heutigen 10. Generalversammlung des Vereins ostdeutscher Holzhand- ler und Industrieller wurde folgende Resolution angenommen: Die aus allen Teilen Ostdeutschlands zahlreich besuchte Generalversammlung nahm mit Beftiedigung von den Bestrebungen der Staatsregierung Kenntnis, den Ausbau des Kanalnetzes und die Verbesserung der natürlichen Wasserstraßen des Landes mit den wohlverstandenen Gesamtinteressen von Industrie, Landwirtschaft und Handel trotz vielseitiger Hindernisse unbeirrt zu verfolgen. Hamburg, 13. Juni. Heute wurde hier der erste Genossenschaftstag des Zentralverbandes deutscher Konsumvereine unter Leitung des Verbandsdirektors Radestock-Dresden abgeh-alten. Vertreten waren 170 Vereine mit 360 Delegierten, außerdem Deputationen ftanzösischer, englischer und schwedischer Genossenschaften. Heidelberg, 11. Juni. Im Rathaussaal begannen am Samstag die Jahresversammlungen des Deutschen Tabak- vereins und der Deutschen Tabak-Berufs-Ge- nojsenschaft. Die Tabak-Berufs gen ossenschaftssitzun gen werden von dem zweiten Vorsitzenden, Stadtrat Fritz Hirschhorn, die des Tabakvereins von Kommerzienrat Callenbusch aus Dresden geleitet. Aus dem Verwaltungsbericht der Tabakberufsgenoffenschast geht hervor, welche große Bedeutung dieser Erwerbszweig hat. Die gesamte Lohnausgabe, welche bei der Tabakberufsgenossenschaft angemeldet ist, beträgt 77 000 000 Mk. pro Jahr. Heute vormittag fanden die Hauptversammlungen statt. Auf der Tagesordnung standen u. a.: Das Gesetz zum Schutze der Warenbezeichnungen vom 12. Mai 1894 und das Gesetz betr. das Urheberrecht an Mustern vom 11. Januar 1875 (Berichterstatter Arnold Crüwell-Bielefeld). Die Sucht nach fahlen Farben (Berichterstatter Joseph Wals-Düssel- dorf). Die Reklame für nikotinfreie usw. Zigarren (Berichterstatter Kommerzienrat Collenbusch). Zu frühe Käufe seitens der Fabrikanten bei neuen Ernten (Berichterstatter H. Minderop-Köln). Die Versuche zur Verbesserung des deutschen Tabakbaues der Firma P. I. Landftied in Heidelberg (Berichterstatter Kommerzienrat W Lcmdfried-Heidel- berg). Den Abschluß der Tagung bildete eine Schloßbeleuchtung, die heute abend die Stadt ihren zahlreichen aus allen deutschen Gauen herbeigeströmten Gästen zu Ehren veranstaltete. AuslanS. Paris, 13. Juni. Ingenieur Chabert, der neuerdings in die Bestechungsaffäre als „Vermittler" verwickelt wird, veröffentlicht anläßlich der über ihn verbreiteten Gerüchte ein Schreiben, worin es heißt, er habe Ende 1902 dem Generalkommiffar für die Ausstellung ür St. Louis Lagrave erklärt, er und mehrere Freunde wollten für den republikanischen Wahlfonds 100 000 Francs zeichnen. Lagrave habe entgegnet, daß das Ministerium des Innern niemals eine derartige Spende annehmen würde, Chabert mögt die Spende dem republikanischen Handelsund Industrie-Komitee zuwenden. Dies habe er getan. Was die Karthäuser-Angelegenheit betreffe, habe er zu Lagrave geäußert, wenn die Karthäuser klug waren, würden sie alljährlich eine größere Summe für die von der Regierung begünstigten Wohltätigkeitsanstalten spenden und sich dadurch das Wohlwollen der Regierung zn erwerben suchen. Dies habe Lagrave offenbar dem Generalsekretär des Ministeriums des Innern mitgeteilt. Chabert schließt mit der Erklärung, daß er niemals irgend welche direkte oder indirekte Beziehungen zu den Karthäufem gehabt habe. — Londoner Berichterstatter hiesiger Zeitungen, die offenkundig mit englischen Regierungskreis en Fühlling haben, schreiben, daß König Eduard die Kieler Reise benutzen werde, um dem Kaiser Wilhelm zn versichern, daß die französisch-englische Annäherung nicht gegen den deutschen Kaiser und sein Volk gerichtet seien und außer dem Wohle Englands den Weltfrieden fördern wolle. Niemand wolle Deutschland vereinzeln. Jede Regierung werde die herzlichsten Beziehungen zu Deutschland unterhalten. Es sei möglich, daß König Eduards Besuch zu einem Schiedsgerichts-Vertrag mit Deutsch» land führt. Aus Stadt und Kaud. Gießen, 14. Juni 1904. L. U. Prof. D r. Pfannen stiel hat den an ihn ergangenen ehrenvollen Ruf nach Freiburg abgelehnt. ** Personalien. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Budenheim Georg Krohe, Anton Deckhaus und Adam Wer um. Ernannt wurde am 8. Juni d. I. der Gefcnmenwärter am Provinzialarresb- Haus in Darmstadt Georg Schnell znm Gefangenauffeher an dieser Anstalt. In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hess.-Preuß. Eisenbahngemeinschaft Michael Blümler in Babenhausen. *• Hessisch-Thüringische Staatslotterie. Am heutigen ersten Ziehungstage der 2. Klaffe fiel der Hauptgewinn von 25 000 Mk. auf Nr. 89618, ferner ein Gewinn von 5000 Mk. auf Nr. 26778, 2000 Mk. auf Nr. 89470, 1000 Mk. auf Nr. 21982 23480 29215 und 58487. (Ohne Gewähr.) ** Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten-Verfammlung Donnerstag, den 16. Juni 19 04, nachmittags 4 Uhr, pünktlich. 1. Auslosung von Schuldverschreibungen des 1892 er Anlehens. 2. Dispensgesuche: a. von Birkenftock und Schneider wegen eine? BacksteinmacherhäuschenS, b. von Jakob Hartmann II. für die Kreisstraße nach Heuchelheim, c. von Heinrich Winn für die Westanlage. 3. Gesuch deS Heinrich Marx dahier um Erlaubnis zur Anbringung eines Firmenschildes am Hause Seltersweg 34. 4. Quellfassung beim Pumpwerk Queckborn. 5. Beschaffung von Bohrzeug. 6. Beschaffung eines Steinbrechers. 7. Beschaffung von Jeuer- löschgeräten. 8. Beschaffung von Dienstkleidern für die städtischen Taglöhner und Straßenkehrer. 9. Stiftung des Kommerzienrat Wilhelm Gail zur Unterhaltung der Grabstätten von Dr. Mahla und Karl Gail und zur Verschönerung des Friedhofs am Nahrungsberg. 10. Unterhaltung deS Fillmannschen Erbbegräbnisses auf dem Friedhof am Nahrungsberg. 11. Unterhaltung der Grabstätte der Luise Becker auf dem Friedhof am Rodtberg. 12. Aenderung deS §13 der Friedhofsordnung (Höhe der Grabeinfaflungen). 13. Auffüllen von städtischen Grundstücken zwffchen Eisenbahn und Lahn. 14. Herstellung eines gepflasterten lieber- gcmgs am Justizgebäude. 15. Vorlage der Rechnung der Stadt und des Verwaltungsberichts für 1902/03. 16. Vorlage der Rechnung des Stadterweiterungsfonds für 1902/03. 17. Vorlage der Rechnung des GaS- und Wasserwerks für 1902/03. 18. Vorlage der Rechnung deS Elektrizitätswerks für 1901/03. 19. Revisionsbemerkungen zur Rechnung der Stadt für 1901/02. 20. Verlängerung der Wasserleitung im Leihgesternerweg. 21. Verlängerung der Wasserleitung in der Frankfurterstraße. 22. Versorgung des Fellagcrs von Gebrüder Rosenthal an der Krofdorfer Kreisstraße mit Wasser und Licht. 23. Beschaffung einer Uebersichtskarte des Gießener Stadtwalds. 24. Genehmigung von Handabgaben aus bem Stadtwald. 25. Herstellung von Wegen im Stadtwald. 26. Wirffchaftsplan des Gießener Stadtwalds. 27. Die Kanalisierung der Lahn. ** Die Zigeunerbaron-Aufführung mußte bis auf weiteres verschoben werden. Das Publikum erhält dadurch Gelegenheit, noch in der laufend en Woche Abonnements zu nehmen. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die 6 Abonnementsbillets den Charakter von Dutzend- billets haben, also beliebig verwandt werden können. ** Das Theater Wallenda bietet seinen Besuchern mancherlei hübsche Unterhaltungen. Die drei Schwestern Wallenda zeigen sich sämtlich als gut geschulte Künstlerinnen in ihrer Art und sind der Stolz des Theaters. Fräulein Käthchens Kunststücke auf einer Kugel waren sehr bewundernswert; fic dirigierte mit ihren kleinen Füßen die Kugel auf der schiefen Ebene eines schmalen Brettes auf- und abwärts. Auch im Ballspiel mit Messern, brennenden Fackeln :c. hatte sie große Fertigkeit; die beiden anderen Schwestern standen nicht zurück, die eine als äußerst gewandte Turnerin und die andere beim Balancieren verschiedener Gegenstände, z. B. brennender Lampen. Die heiteren Zwischenspiele der Clowns uahmen einen großen Teil im Programm ein. Bemerkenswert sind noch die Tänze und Stabkünste dreier Neger und die Vorführung dressierter Hunde. Das Programm des Theaters verspricht, Abwechslungen zu bringen. j. Laubach, 14. Juni. Das althergebrachte Aus- schußfest fand bei günstigstem Wetter von Sonntag bis Dienstag statt. Der Festzug, bestehend aus weiß gekleideten Schulmädchen, den Schützenabteitungen nnd zwei Musikkorps, zog am Montag vormittag 10 Uhr vor das Schloß, wo der diesjährige Schützenhauptmann, Schreiner Stotz, der Verdienste des Grafcnhauses gedachte und ein Hoch mit der Schützenmannschaft auf die gräfliche Familie ausbrachte, in welches die zahlreichen Anwesenden einstimmten. Graf Otto dankte und brachte der Stadt Laubach ein Hoch. Sodann empfingen Schulkinder den Ehrenpreis des Grafen, einen Hammel, und nun ging der Zug auf den Fesiplatz, wo das Wettschießen begann. Den ersten Preis, den Hammel, errang Maurer Stengel, zu desien Wohnung abends feierlich der Hammel geleitet wurde. Am Nachmittag des Dienstag fanden die üblichen, besonders für die Jugend ergötzlichen Spiele statt, besonders der Hahnenschlag. Ein Kind, dem die Augen verbunden werden, schlägt mit einem Dreschflegel und will eine Schüssel treffen; die Menge ermuntert seine Versuche mit dem ortsüblichen „Hag" (sprich hak). Das ganze Fest, an dem sich auch Graf und Gräfin nebst Kindern beteiligten, nahm einen schönen Verlauf in der seit alter Zeit üblichen Weise. — Der hiesige Stadtvorfland hat sich bereit erklärt, der Regierung einen bedeutenden Beitrag zu den Ko st en der Erbauung eines neuen Amtsgerichts zur Verfügung zu stellen. R. 8. Darmstadt, 14. Juni. (Eigener Draht - bericht). Vor dem Schwurgericht stand heute die Anklage wegen Körperverletzung mit tätlichem Ausgang gegen den Maurer Reinhardt aus Affolterbach. In der verflossenen Nacht hat sich nun der Hauptzeuge, der Bruder des Getöteten, Georg Schwöbel, erhängt, und damit ist wieder .die in letzter Zeit so auffallend große Reihe der Selbstmord fälle um einen neuen Fall vermehrt worden. Darmstadt, 13. Juni. Anschließend an die kürzlich in Kassel stattgehabte Versammlung deutscher Fahrradfabrikanten fand heute in Darmstadt eine neue Versammlung statt, welche den ausschlaggebenden Teil der Produktion vertrat und woran sich auch Firmen beteiligten, welche bei den letzten Verhandlungen in Kassel nicht vertreten waren. . Nach dem Verlauf der Verhandlungen ist die Gründung einer Konvention als gesichert anzusehen, sofern noch einige wenige Firmen, welche nicht anwesend sein konnten, noch in den nächsten Tagen beitreten. Die Grundlage der Konvention soll die Kontingentierung bilden, um die Produktion in Uebereinftimmung mit dem Bedarf zu bringen und eine Festigung der Preise zu erzielen. R. B. Darmstadt, 13. Juni. Wie uns mitgeteilt wird, hat die Abteilung für Schulangelegenheiten Großh. Ministeriums des Innern vor kurzem auf Gesuche einzelner Interessenten den Bescheid erteilt, daß die oberste Schulbehörde nicht abgeneigt sei, der Errichtung eines Realgymnasialkurses für Mädchen ihre Mitwirkung zu leihen. Da staatliche Mittel indessen zurzeit nicht zur Verfügung stehen, könne der Angelegenheit nur dann näher getreten werden, wenn 1. mindestens 6 dem Lebensalter und der Vorbildung nach geeignete Schülerinnen bestimmt angemeldet werden könnten und 2. der Nachweis erbracht werde, daß die aus der Errichtung der Anstalt erwachsenden Kosten für deren er'"ies Verwaltungsjahr vollständig von den Interessenten übernommen werden. Diese Entschließung der Ministerialabteilung ist grundsätzlich sehr wichtig und erfreulich. Zeigt sie doch, daß man an maßgebender Stelle dem Problem einer dem höheren Unterricht der männlichen Ausbildung gleichwertigen Ausbildung der Mädchen besondere Aufmerksamkeit zuwendet und geneigt ist, die Reform staatlicherseits zu fördern und zu leiten, sofern nur die genügende Beteiligung gesichert ist. Anmeldungen nimmt die Auskunftsstelle der Darmstädter Ortsgruppe des allgemeinen deutschen Frauenvereins entgegen. Mainz, 13. Juni. Die vom Rhein-Main-Gau des Alldeutschen Verbandes am Sonntag veranstaltete Festf ahrt zum Niederwald nahm einen glänzenden Verlauf; über 200 Teilnehmer hatten sich aus allen Teilen des Gaues zusammengefunden, um der Feier beizuwohnen, deren Höhepunkt eine Kundgebung vor dem Nationaldenkmal bildete. Dort hielt Landrichter Alt en d orf-Mainz, nachdem die Klänge der „Wacht am Rhein" verrauscht waren, eine Ansprache, in der er zu strengster Auffassung und Erfüllung unserer Pflichten dem Volksganzen gegenüber aufforderte. Mächtig brauste das Lied „Deutschland, Deutschland über alles" dem Denkmal entgegen. Nach dieser Feier begab man sich zum Jagdschloß, wo das gemeinsame Mahl eingenommen wurde; während des Essens brachte Amtsrichter Dr. Mahr-Darmstadt einen Trinkspruch auf den Kaiser aus. Gerichtsassessor Dr. Winkler gedachte der Aufgaben des Alldeutschen Verbandes und der Verdienste seiner Führer. Der stellvertretende Vorsitzende des Gesamtverbandes, Rechtsanwalt Claß-Mainz antwortete in einer Ansprache, in der er den dem Verbände gemachten Vorwurf zurückwies, als pflege er den nationalen Pessimismus, und meinte, daß die Auffassung und Tätigkeit des Alld. V. Zeugnis ablege für Lebensbejahung, für die Freude am eigenen Volkstum, dessen Zukunft die Arbeit gelte. Ingenieur Becker-Offenbach gedachte der Frauen und der ihnen obliegenden nationalen Pflichten. Nach dem Esten verrannen die Stunden in angeregter Unterhaltung, worauf über Aßmannshausen die Rückfahrt angetreten wurde. p. Braunfels, 13. Juni. Die hiesige freimütige Feuerwehr feierte gestern im Tiergarten ihr fünf- undzwanzigjähriges Stiftungsfest, das einen recht guten Verlauf nahm. Von benachbarten Feuerwehrvereinen beteiligten sich: Gießen, Weilburg, Ehringshausen, Löhnberg, Mengerskirchen, Niedershausen und Emsthausen. Auch Se. Durchlaucht Prinz Friedrich zu Solms-Braunfels weilte mehrere Stunden mit Gemahlrn und Kindern auf dem Festplatz. p. Burgsolms, 13. Juni. Hier hat in den letzten Tagen durch Herrn Martell-Wetzlar für eine bis jetzt unbekannte ^Gesellschaft ein größerer Geländekauf statt- gesunden. Der Gesamtpreis soll annähernd 50000 Mk. betragen: die Rute wurde mit 18 Mk. bezahlt. Man nimmt allgemein an, daß hier ein größeres industrielles Unternehmen geplant ist. Es wäre dies unserem Ort, in dem der ,Zechte" Bauersmann eine seltene Erscheinung geworden ist, sehr zu wünschen, zumal es den Anschein hat, als ob die größte Firma des Ortes, die Buderus- schen Eisenwerke, ihren Betrieb immer mehr nach ihrer Zentrale Wetzlar zöge. Wiesbaden, 13. Juni. Der Landwirt Georg Becht aus Delkenheim, welcher noch unlängst bei Gelegenheit der Einweihung der neuen Rheinbrücke dem Kaiser vorgestellt wurde, ist im Alter von 100 Jahren 7 Monaten gestorben. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Das Darmstädter Wohltätigkeitsfest zum Besten des Russischen Roten Kreuzes schließt mit dem alle Erwartungen übersteigenden Reinertrag von 30 750.34 Mk. ab. Vermischtes. * Berlin, 14. Juni. Ten Morgenblättern zufolge wurde der vierzigjährige Zuhälter Lenz unter dem Verdacht, an der Ermordung der kleinen Lucie Berlin, deren Rumpf dieser Tage am Schiffbauerdamm gelandet wurde, beteiligt zu sein, verhaftet. * M a i l a n d, 13. Juni. Von den bei Pragelato (Piemont) Mitte April durch eine Lawine Verschütteten wurden infolge Schmelzen des Schnees weitere 11 Leichname aufgesunden. * Palermo, 13. Juni Auf offener Straße schoß der Gymnasialprofessor Mainone den Arzt Skar- zella nieder. Ter offenbar wahnsinnig gewordene Angreifer gab an, er habe sich rächen wollen, weil ihm der Arzt bei einer Operation Tuberkulose eingeimpft habe. * Wien, 13. Juni. Nach der Feier der Denkmals- Enthüllung für Lanner und Strauß wurde der Bürgermeister Lueger auf dem Zentral-Friedhose von einer Frau mit einem Regenschirme angegriffen. Sie stürzte sich mit den Worten: 12 Jahre suche ich Dich, nun habe ich Dich, auf ihn los. Ehe sie zuschlagen konnte, war sie erfaßt. Es handelt sich anscheinend um eine Geisteskranke^ * Ein Unfall in den Alpen. Der Studierende der Chemie S ch r o f aus Wiesbaden ist von der Dreitorspitze abgestürzt. Eine Rettungsexpedition ging von Garmisch ab. Wahrscheinlich ist Schrof tot. Landwirtschaft. — Auf ein Huld igungste leg ramm an den Kaiser von den zu Potsdam versammelten Raiffeisen-Genossenschaften Deutschlands traf folgendes Antworttelegramm ein: „Herrn Aufsichtsratsvorsitzenden Kaulen, Zurzeit Bürgershof, Klein-Glienicke. Seine Majestät der Kaiser und König haben sich über den freundlichen Gruß der in Allerhöchstihrer Residenz Potsdam aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes versammelten Vertreter ländlicher Raiffeisen-Eienosfenschaften gefreut und lassen der treuen Arbeit des Generalverbandes an der Förderung der deutschen Landwirtschaft auch ferner Gottes Segen und reichen Erfolg wünschen. Auf Allerhöchsten Befehl: der Geh. Kabinettsrat Lucanus." (z.) Lauterbach, 12. Juni. Interessenten und Freunde der Ziegenzucht werden auf die vom Kreis-Ziegen-Zuchtverein Lauterbach am nächsten Donnerstag, den 16. Juni, in Lauterbach mit dem sog. Prämienmarkt veranstalteten Sa an er Ziegen schau nebst Zuchtviehmarkt besonders aufmerksam gemacht. Es werden eine größere Anzahl Tiere zur Schau und zum Verkauf gebracht werden. Auch ist beabsichtigt, die Tiere der Provinzial-Ziegenzuchtftation Lauterbach aus dem Markte auszustellen. Zweifellos wird der Markt reichlich Gelegenheit zum Ankauf von gutem Zuchtmaterial bieten. Daß der Kreisziegenzuchtverein Lauterbach bereits etwas Tüchtiges leistet, beweist, daß er aus der vorjährigen großen landw. Provinzial- Ausstcllung zu Gießen den Sieger-Ehrenpreis der Großh. Hess. Staatsregierung für große Sammlungen im Betrage von 100 Mk. sowie 12 Einzelpreise und Anerkennungen auf 15 ausgestellte Tiere errungen hat. () Marburg, 11. Juni. Mit den Morgenzügen trafen heute mehrere hundert heffische Landwirte, hauptsächlich aus Niederhessen, hier ein, um an der ordentlichen General-Versammlung der Zentralgenossenschaftskasse und der Landwirtschaftlichen Genossenschaften für den Regierungsbezirk Kassel und die angrenzenden Gebiete teilnehmen zu können. In der Vormittagsversammlung int großen Museums- saale ftihrte Bürgermeister Massie-Niederzwehren den Vorsitz. Er wies auf die hohen Vorteile des genossenschaftlichen Zusammenschlusses hin und betonte, daß man in der Landwirtschaft Theorie und Praxis bereinigen müsse, um vorwärts zu kommen. Der vor 21 Jahren in Offenbach mit 278 Genossenschaften ins Leben gerufene Verband zähle jetzt bereits 11000 Genossenschaften in ganz Deutschland. Nach Erledigung des Geschäftsberichts durch den geschäftsführenden Direktor Böhme-Kassel erledigte man die Wahlen. Als Vorsitzender wurde Sinmng-Bettenhausen gewählt. Herr Böhme betonte dann in längerem Vortrag die Nützlichkeit des Checkverkehrs für die Landwirte und zum Schluß dankte der Vorsitzende den Ehrengästen Prof. Dr. Enneccerus und Prof. Dr. Tröltsch aus Marburg für ihr Erscheinen. An das gemeinsame Mahl schloß sich dann unmittelbar der Verbandstag der landwirtschaftlichen Genossenschaften für den Regierungsbezirk Kassel und angrenzende Gebiete an. Ten Vorsitz führte Herr Prof. Dr. Enneccerus-Marburg. Nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten sprach Prof. Dr. Tröltsch-Marburg über die Wichtigkeit der Haftpflichtversicherung für die Landwirte und Generalsekretär Dr. Grabein-Darmstadt über „Den Reichsverband der deutschen Genossenschaften". Da bei der Vorstandswahl Pros. Dr. Enneccerus auf eine Wiederwahl verzichtete, wurde Prof. Tr. Tröltsch als Vorsitzender gewählt. Aus Kurhessen wird der „Frkf. Ztg." geschrieben: Gutem Vernehmen nach hat die Staatsregierung mit den hessischen Kornhaus-Genossenschaften Kassel, Hofgeismar, Zierenberg, Hoheneiche und Hanau neue, auf einen größeren Zeitraum lausende Pachtverträge abgeschlossen, so daß der Fortbestand der hessischen Komhäuser gesichert ist. Der jetzt abgelaufene Pachtvertrag währte fünf Jahre. Herichtssaat. Berlin, 13. Juni. Wegen Beleidigung des früheren Rechts- anwaltes Dr. Fritz Friedmann wurde heute vom Schöffengericht der verantwortliche Redakteur der Staatsbürgerztg. Erich Karniner zu 150 Mark Geldstrafe verurteilt. Das genannte Blatt hatte den Dr. Friedmann darauf aufmerksam gemacht, daß er seiner Gattin gegenüber — es ist die dritte! — aus seinen Brettl- sahrten nicht immer das nötige Gedächtnis gewahrt habe, so daß die Frau, um nicht verhungern zu müssen, Buffetdame wurde. Fran Friedmann sagte über die Unschuld ihres Mannes vor dem Schöffengericht u. a. aus, daß ihr Ehemann sich im September 1903 von ihr getrennt habe. Seit 9 Monaten habe er ihr im ganzen 65 Mark zugestellt, obgleich er wußte, daß sie ihre 60jährige Mutter zu ernähren hatte. Jetzt liege sie mit dem Privatkläger in Scheidung. Als sie ihn in Würzburg mit seiner jetzigen „Braut^ angetroffen, sei sie von ihm und seiner Begleiterin verprügelt worden. Ter Gerichtshof hielt eine Beleidigung nur nach § 185 für vorliegend, nicht aber den § 186, da der Wahrheitsbeweis tm wesentlichen erbracht sei. Der Schutz des § 193 stehe dem Angeklagten nicht zur Seite, denn der Artikel behandele nur Vorgänge aus einem privaten Eheleber,. Ta der Artikel des Privatklägers als des früheren Vorsitzenden des Vereins „Waldeck" gedenke und auf seine „Rasse" Hinweise, so habe man den Eindruck, daß einem früheren politischen Gegner ein Schlag versetzt werden sollte. Die Absicht der Beleidigung sei deutlich erkennbar. St. Johann, 13. Juni. Im Beleidigungsprozeß Krämer wurde der Angellagte, der frühere Bergarbeiter Krämer, wegen Beleidigung in zwei Fällen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Krämer beschuldigte im März 1904 durch zwei Flugblätter die königl. Bergwerksdirettion der Arbeiterentrechtung, Vergewaltigung und Unterdrück- u n g. Sport. D i e „W andere r", G. R.-G. veranstalten am 26. Ium d. Js. auf dem Sportplätze an der Hardt große R a d w e t t - fahren. Den Ehrenvorsitz im Wettsahr-Ausschnß haben bereitwilligst übernommen die Herren Professor Dr. Brauns, Rektor der Landes-Universität, Herr Tr. Breidert, Provinzial-Direktor, Herr Kullmann, Landgerichtspräsident, Herr v. Grävenitz, Oberst und Reoimentskommandeur, Herr Mecum, Oberbürgermeister. Es sinden 9 R mnen statt, darunter ein Motorfahren 6000 Meter und cm Niederrad-Hauptfahren mit einspuriger Motorführung 20000 Meter. Ten Siegen, fallen kostbare Ehrenpreise zu. Tie ofsizielle Ausschreibung ist bereits erfolgt. Alle Nennungen unter Angabe der Lizenznummer und Beifügung der Einsätze sind bis spätestens Montag, den 20. Juni, abends 6 Uhr, zu richten an den Vorsitzenden des Sport-Ausschusses Gustav Mund, Gießen. Spätere Meldungen können satzungsgemäß nicht berücksichtigt werden. Paris, 13. Juni. Bei den geftriqen großen Rennen wurden im ganzen 4 7 8 0 000 Frcs. in Rennen umgesetzt. Die Wetten für das Rennen um den Grand prix beliefen sich auf 1 590 000 Frcs. An Eintrittsgeld wurden insgesamt 315 000 Frcs. vereinnahmt Handel und Verkehr. Volkswirtschaft. Berliner Börse vom 13. Juni 1904. (Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Diskont 3 Prozent. Anfangs- u. Schlußkurse. Oest. Kredit.... —201.37 Deutsche Bank . . . 219.10 219.12 Darmstädter Bank . . 137.75 137.50 Bochumer Guß . . . 189.10 189.50 Harpener Bergbau . . 199.00 198.90 Tendenz: Ziemlich fest. Wetzlar, 12. Juni. Der Jahresbericht der hiesigen Handelskammer für das Jahr 1903 hebt mit der Feststellung an, daß die Genesung des geschäftlichen Lebens von dem Niedergang des Jahres 1901 im Berichtsjahr weitere Fortschritte gemacht hat. Als Beweis dafür wird zunächst die als sicheres Merkmal anzusehende Mehrung der Bettiebsüberschüsse der Eisenbahnen (1901: 517 Millionen: 1902: 541 Mill.: 1903 schätzungsweise): 607,9 Mill. Mark, sodann die Tatsache angeführt, daß aus dem Arbeftsmartt Nachfrage und Angebot während des Jahres 1903 sich beinahe so günstig gestaltet hatten wie in den Tagen der Hochkonjunktur von 1900. Der Grund für diese Erscheinung wird einmal der vermehrten Sautätigfeit, zum anderen der müderen Witterung des Herbstes zugefchrieben, welche es gestattete, Arbeiten an Bauten und im Boden bis gegen Weihnachten auszuführen, was für die große Zahl der ungelernten Arbeiter eine wesentliche Erleichterung bedeutete. Erfreulich war es auch, daß der Bedarf des heimischen Marktes gerade zu einer Zeit wuchs, als die außergewöhnlich große Ausfuhr nach den Vereinigten Staaten nachzulassen begann. Ten Wert der Einfuhr des Jahres 1903 gibt der Bericht auf 5 983 530 000 Mark an, während die Ausfuhr auf 4 979 573 000 Mk. bewertet wird. In beiden Fällen sind die Edelmetalle nicht mitgerechnet. Gegen das Jahr 1898 weift die Einfuhr eine Steigerung von beinahe 900 Millionen, die Ausfuhr eine solche von beinahe V/t Milliarden Mark auf. Märkte. Gießen, 14.Juni. Marktbericht. Ans heutigem Wocbenmartt kosteten: Butter pr. Pfd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Pfg. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Psg„ Käse pr.Stck. 6—8 Ps., Käsematte 2 Stck. 5-6 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Tauben pr. Paar0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück! 77,1—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Pfund 00—80 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Psg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Psg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Psg. Kirschen per Psd. 25—30 Pfg. Marktzeit 7—1 Uhr. )( Grünberg, 11. Juni. Aus dem heutigen W o ch e n m a rkt wurden verkauft: Korn, per Ztr. 7.00 Mk.; Kartoffeln, per Ztr. 2.25—2.30 Mk. Butter kostet 0.90—1.00 Mk. per Pfund, Eier per Stück 5 Pfg. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 15. Juni 1904: Zeitweise wolkig, bei milderer Nacht tagsüber wärmer, vielenorts Gewitterregen. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Temperatnr der Lah« und der Luft am 14. Juni 1904. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 19°, Luft 24°. Albert Rübsamen. Ncnelte Wetdiiilgen. Originaldrahtmeldttugen des Gietzeuer Anzeigers. Berlin, 14. Juni. Der Ausschuß der Berliner Aerzte-Vereine hat gestern einstimmig eine Resolution angenommen, in der das Ministerium ersucht wird, dem Lichterfelder Krankenhause von Prof. Schwcninger die Berechtigung zur Ausbildung von Aerzter' fernerhin zu versagen. Berlin, 14. Juni. Zur Anbahnung einer reichst gesetzlichen Regelung des Automobil wese ns wird gegen Ende dieses Monats im Ministerium des Innern f'nC Konferenz von Regierungsvertretern und Mitgliedern der größeren Sport-Vereinigungen, insbesondere des mitteldeiitschen Motorwagen-Vereins stattfinden. Man beabsichtigt, cinheu- liche Normen für das ganze Reich aufzustellen. Damit wir auch die wichtige Frage der allgemeinen Einführung von Geschwindigkeitsmessern zur Erörterung gelangen. Berlin, 14. Juni. Wie der „Vorwärts" mitteilt, ü der Antrag auf Ausschluß des früheren Reichstagsabgcord- neten Dr. Heinrich Braun aus der s o z i a l d e m o k r a t i s ch e n Partei von dem zu diesem Zwecke eingesetzten Schiedsgericht abgelehnt worden. — Wie das „Berl. Tagebl." hör^, finden im Kultusministerium schon seit acht Tagen fünf- bi sechsstündige Beratungen über die gesetzgeberische Formulining des Schul-Kompromiß-Antrages statt. Bei den 'lkAiÜsM ni 1904. Industrie, Gießen.) "K'wr Ä J-55Ä.7 ■WMeiifc- ' ■bL,ter M Qmet 1 $onah.öln,r. !® R°r, i90j ,®<- °»der r nb Bt 3"m °s!chch L»"'- r. S8rauÄ,bereif- ftavenid rxHerr irqerweisi^ .^ 'mb 6000 3))eur Ä««£t mb, Oiipepn -> ?nJ* Renne« en.n«n iimgehbt 2? beliefen sich Jj 315000 gj ** u. Schlußkurje. 201.37 219.12 137.60 189.50 198.90 L Gericht der hiesiger 3 hebt mit der sich Mliihen Lebens vor ncktsjahr weitere Fort wird zunächst die oü der Betriebsüberschiis 902: 541 Mill.-, W mm die Tatsache ar- ilchsrage und Angelo: günstig gestaltet hatten M 1900. Ter Gml emebrten BautänM. herbstes zugeschri^ m und im Boden bii r die große Zahl der ichtenmg bedeutete. 6r> >es heimischen Morktt- wöhnlich große Ausfuhr 7i begann. Ten Verl richt auf 5983530000 , >513000 Ml. bewertet die nicht mitgerechm r eine Steigerung tr. > ine solche von beich Wetterdienst Srer Acht -°i (Qetlerfortt „sderÄst tf heutigem WockenmÄ "ibnereierl a5-6T-; snteneier 7-0 Vg,^ . Erbsen vr. Liter 21^ -1,OOM., Hühnerrn.^- O Mk., Enten pr.^- " Tchsensieisch -r-^ >62-68%, isch, geschen, pr. M [lammelflnid) pr. v- .7 00 Ml, Weißkrauts )[' Zwiebeln pr- 3er , "Aeviel pet^entnet- st 100 St. 00-00 . 7-1 Uhr. x llltigenSodienma; -Kartoffeln v- i k. per Pfund, 12 und 1 neinen L >ischen om°bh.g V * >ung ngM'^ 0 7„ D" , >«sK * Konservativen wie bei der Regierung herrscht der lebhafte Wunsch, die mit den Nationalliberalen auf dem Boden des Kompromisses erzielte Verständigung möglichst schnell in die legislative Tat umzusetzen, bevor die Nationlliberalen etwa unter dem Druck der wachsenden Opposition stärkerer Schichten ihrer Wähler ihre Stellung zu dem Kompromiß einer Revision unterziehen. Der Führer der Konservativen konferiert regelmäßig über den Gang der Beratungen im Kultusministerium mit dem Ministerialdirektor Schwartzkopff. Man nimmt im Abgeordnetenhaus an, daß die Vorlage noch in diesem Herbst dem Landtage zugehen wird. — Zwischen den Konservativen und der Regierung wird unausgesetzt darüber verhandelt, welche Teile der wasserwirtschaftlichen Vorlage noch vor der Vertagung im Landtage verabschiedet werden können. Auf die Verabschiedung sämtlicher vier Meliorations-Vorlagen, die die gänzliche Isolierung der den Kanal enthaltenden Vorlage zur Folge haben würde, will die Regierung keinesfalls eingehen. Wie es heißt, wollen die Konservativen sich mit der Annahme von zwei dieser Vorlagen durch das Abgeordnetenhaus und Herrenhaus begnügen in der Erwartung, daß die Regierung alsdann diese beiden Gesetze auch unverzüglich in Kraft setzt. Bom Kriege. Tokio , 13. Juni. Admiral T o g o berichtet: Am 10. Juni bemerkte die japanische Fl o t t e n d i v i si o n in der Bar von Talreuwan in ber Nähe von Shaopingtau vier russische Torpedobo otszerftörer und vertrieb dieselben nach Port Arthur hin. Bei Talienwan wurden mehr als 70 Minen zerstört, sowie 30 schwimmende Minen, die sich zum Tell im Golf von Petschili befanden. London, 14. Juni. Der Korrespondent der „Daily Mail" in Niutschwang berichtet, daß das am 12. Juni gemeldete Gefecht, in welchem die Russen 800 Mann verloren haben sollen, bei Siungtai stattsand, wohin die Japaner von Pulandian aus marschierten, um die Gegend zu säubern, ehe sie auf Niutschwang vorrückten. London, 14. Juni. „Daily Telegraph" meldet aus New- Pork: Es geht das Gerücht, daß eine amerikanische Gesellschaft das Unterseeboot „Protector" für 50000 Pfund St. an Japan verkaufte. Der Kauf sei vor zwei Monaten abgeschlossen worden. Tas Boot sei jetzt nach Japan unterwegs an Bord eines norwegischen Schiffes, auf welchem sich zwei amerikanische Sachverständige befinden, die die japanischen Seeleute im Gebrauche des Unterseebootes unterrichten sollen. Mukden, 14. Juni. In dem Erlaß, durch welchen General Kuropatkin seinen Truppen zur Pflicht macht, die gefallenen Japaner mit militärischen Ehren zu bestatten und den Verwundeten die beste Pflege angedeihen zu lassen, verbietet er zugleich jede öffentliche Kritik der militärischen Lage und der von der Kriegsleitung getroffenen Maßregeln. Tie Missionare aus Nord-Korea berichten, daß dort Rul>e herrsche. Tie Japaner schonen die Christen. Petersburg, 14. Juni. Gerüchtweise verlautet, aus Liaujang seien Telegramme eingelaufen, wonach General Stössel bei einem Ausfall schwer verletzt worden sei. Amtlich wird hierüber nichts mitgeteilt. In Mukden treffen täglich Verstärkungen für die Armee Kurovatkins ein. —IIIIWIII IUM II H II IM I I »MW lllll 11 ■ I lllllllllll I I........................III........ ......III Telephonischer Kursbericht. Frankfurt a. H.. 14. Juni. 3l/i% Reichsanleihe . . 102.10 8"/> do. ... 90.10 BV,% Konsole .... 101.90 3°/n do......90.15 3*/9°/n Heesen .... 99.95 3*/2% Oberheeeen . . . —.— 4% Oeeterr. Go’drente . . 101.15 4*/8% Oesterr. Silberrente 1OO.1O 4% Unsrar. Goldrento . . 99.50 4Geschäft SS frist 14 Tage. [5210 4761 Genoralvertrieb: C. KOCH, BtRLEBURG. ist die rat reicht, empfiehlt 5104 5208 Brauns. »3 bei bei bei bei zahlbar. Gießen, den 11. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Morgen: Fafelstier 40 Pfg. Ph. Herrmann Telephon 257. unserer Gewerkschaftskasse in Gießen, dem Bankhause Jacob Grünewald in Gießen, dem Bankhause Sal. Oppenheim jr. & Co. in Köln und dem Bankhause Louis David in Bonn a. Rh. 5219 Der Grubenvorstand. Gießen, den 13. Juni 1904. Großherzogliche akademische Administrationskommission. In Vertretung des Kanzlers: Verdingung. Die zur Herstellung eines Fußsteiges im Wetzlarermeg zwischen Klinikstraße u. Mittelweg erforderlichen Pstaster- arbeiten sollen Mittwoch den 22. d. Mts., vormittags 11 Nhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen spätestens bis zum obengenanntenTermine bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. [5212 Gießen, den 13. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Verdingung. Die zur Herstellung eines Bürgersteigs im Wetzlarerweg zwischen Hofmann- und Klinikstraße erforderlichen Maurer- und Pstasterarbeiten sollen Mittwoch d. 22. Juni d. I., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen auf unserem Amtszimmer während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Termin bei uns verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen einzureichen. Zuschlagsscheinen. Kinder, deren Zurückstellung von der Impfung wegen Kränklichkeit beansprucht wird, können gleichfalls dem Jmpfarzte in den öffentlichen Terminen vorgestellt werden. Die Impflinge müßen mit reiner Wäsche und rein gewaschenem Körper zur Impfung gebracht werden. Es wird nur an einem Arme mit Lymphe aus dem Landesimpfinstitut geimpft. Kinder aus Familien, in denen ansteckende Krankheiten herrschen, dürfen nicht in die Termine gebracht werden. Gießen, den 28. Mai 1904. Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen. I. V.: Eurschmanu. Bekanntmachung. Die diesjährige öffentliche Impfung in der Stadt Gießen wird, beginnend Mittwoch den 1. Juni, im Jmpflokale — Schulgebäude, Neustadt 61 — für die nächsten 5—6 Wochen jeden Mittwoch, nachmittags 5—6 Uhr, abgehalten werden. Jmpfpflichtig im lausenden Kalenderjahr sind die im vorigen Jahre geborenen Kinder, sowie die Rückständigen aus früheren Jahren. Wir laden die hiesigen Einwohner, welche impspflichtige Kinder haben, zur Benutzung dieser öffentlichen Termine mit dem Bemerken ein, daß alle in denselben vorgenommenen Impfungen uueutgeltlich sind. Wer die Termine nicht benutzen will, muß die Impfung seines pflichtigen Kindes bis zum Jahresschlüsse auf seine Kosten bewerkstelligen lasten, widrigenfalls ihm im Januar nächsten Jahres eine vierwöchentliche Frist zur Nachholung der Impfung unter Strafandrohung gesetzt wird. Außer den Pflichtigen werden auch Kinder, welche im lau- feude« Jahre geboren sind, auf Wunsch ihrer Vertreter geimpft. Alle m einem Termine geimpften Kinder müssen in dem 8 Tage später abgehaltenen Termine zur Nachschau nochmals er- fort i. fetmW Ahlbeck Mitglied des Vorbandes deutscher Ostseebäder. I1/, km unmittelb. längs d. Meeres gel, rück- u. seitw. a. Höhenz., m. meilenw. Hochw. gelehnt, wunderb. rein Strand, hervorr. gleichm. Klima, 2 Familien-See-Badeanstalten. Wannbäd. f. alle med. Zwecke, Gelegh. z. Brunn.- und Milchtrinkkur. Arzt, Apoth. i. Ort. Elektr. Licht. Tägl. Konz, auf d. ca. 100 m. ins Meer rag. Seebrücke od. i. Kurh.-Theat., Reunions, Wassersp. Eisenb. u. Schiffsverb. m. Berlin, Stettin 4 Std., mass. Preise. Ausf. Ausk. u. Prosp. kostenl. d. d. Badedirektion u. d. das Verkehrsbureau BERLIN NW., Neustädtische Kirchstrasse 15. Bekanntmachung. Die am 6. Mai l. I. angeordnete Sperre der Sonnenstraße, zwischen Schulstraße und Kanzleiberg, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 11. Juni 1904. Großherzoglickws Polizeiamt Gießen. Herberg. Gewerkschaft Gießener Wraunffeinöergwerke vormals Fernie in Gießen. Die am 1. Juli l. I. fälligen Coupons unserer 4prozentigen Obligationen sind Eäniadung. Tie HWtmsaniullW hiesigen Tierschutz-Vereins findet DieuStag den 28. Juni d. I., abends 8% Uhr, im Sjotet Kaiserhof statt. Alle Mitglieder sind hierzu freundlichst eingeladen. Gießen, den 14. Juni 1904. 5227 Hahn, Vorsitzender. Verdingung. Die zur Herstellung eines Fußsteigs im Mittelwegzwischen der Crednerstraße und dem Wetzlarerweg erforderlichen Pstasterarbeiten sollen Mittwoch den 22. d. Mts., vormittags IO1/., Nhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf unserem Amtszimmer zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, welcher bei uns erhältlich, sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, spätestens bis zum obengenanntenTermine bei uns einzureichen. — Zuschlagsfrist 14 Tage. [5211 Gießen, den 11. Juni 1904. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Lieferungs-Verdingung. Die Aeferung von ca. 1865 Zentnern Anthcazitkohlen II, 1950 Zentnern I und II gern. 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