»9 >en Fassung 'bei. >en aut, trtt 20. er gejucht, gejchäil, »SN Mtzr obetö 8c“flni|i6 oirj?.. 6- -. w 3191 ^iPl 6. i Lehr. In Steift 7 Berusoogn f auch etittü ui. Sd. Motte, ■. Keet und Alotte. Berlin, 13. April. DaS Militärwochenblatt meldet: Generaloberst von Wittich, kommandierender General des 11. Armeekorps, in Genehmigung seines Abschiedsgesuches unter Belastung in dem Verhältnis als General» adjutant des Kaisers mit der gesetzlichen Pension zur DiSpo- ition und gleichzeitig ä la suite des FüsilierregimentS Nr. 39 gestellt, v. Wittich wird auch ferner in der Dienstaltersliste der Generale geführt. Preußische- Abgeordnetenhaus. Berlin, den 18. April. Ueber die »Höheren Lehranstalten" unterhält man sich heute im Abgeordnetenhause. Die Grundsätze, nach denen die Pensionierung der Oberlehrer durchgeführt werden soll, gelangen zu ausgiebiger Erörterung. Der frei- finnige Abg. Eickhoff legte sich besonders warm inS Zeug für allerhand Reformen auf dem Gebiet des höheren Schulwesens. Denselben Faden spinnen die Abg. Dr. Berndt (nl.) und Viereck (frk.). Eine etwas andere Stellung nimmt der konservative Abg. Strosser ein. Dann erklärt sich der Kultusminister gegen die einheitliche Regelung der Schulferien und verbreitet sich über die Erfahrungen mit dem Reformgymnasium. Der Pole Dr. v. Dziembowski stellt die merkwürdige Forderung auf, daß die Schüler eine »Geschichte des Werdegangs der politischen Gemeinwesen" und auch »polnische" Geschichte lernen sollten. Ein Geheimrat versichert, daß jetzt VerfastungSgeschichte und Kulturgeschichte ausreichend auf den höheren Schulen gelehrt werde. Dann unterhielt man sich einige Zeit über den Wert der stenographischen Systeme. Ministerialdirektor Althoff machte beachtenswerte Mitteilungen über den Zustrom der Studenten und Gymnasiasten nach den Großstädten und die Abnahme des Besuchs der Lehranstalten in kleineren Städten. Schließlich wandte sich der Kultusminister nochmals gegen die Wünsche der Polen auf dem Gebiet der Schule. 110* * Ißit roüwb; Arbeit. Ratbet p le Wiegeniejle r des Loch, ich weserhülle jt hauirn nM - Alfred RitterShauS wird seinen am Montag den 26. April, abends 81/« Uhr, im Saale des TafS LetL stattftndenden Opern- und Lieder-Abend mit einer Tostifchen Romanze eröffnen. Dieses Lied hat eine intereffante Geschichte: ES trägt die mysteriöse Widmung ä, . . . ? und daS Motto: „Et mon secret m’est eher!“ — Tosti war vor Jahren Gesanglehrerin der schönen Königin von Italien, der »della Margherita*, wie sie allgemein von ihren Landsleuten genannt wird. Der junge feurige MaSstro verliebte sich, wie das ja auch anderweitig vorkommen soll, in seine liebreizende Schülerin und widmete ihr dieses Lied, desten Worte in der Uebersetzung lauten: »Edle Frau, ich möchte sterben, doch getröstet von Deiner reinen Liebe. Nur einmal noch möchte ich mich geliebt fühlen, wunschlos geliebt! — Ich möchte Dir den letzten Rest meiner Jugend weihen und, den Kopf an Dein Herz gelegt, den letzten Seufzer auS- hauchen!" — Die Königin fand diesen Wunsch des Dichter- Komponisten nun doch zu weitgehend und auch „re Umberto* hatte keinerlei Verständnis für die Schwärmerei des verliebten Musikers. Der Unterricht wurde abgebrochen. Tosti verließ Italien und ging nach London, wo er jedoch nicht mit „gebrochenem Herzen" seinen letzten Seufzer aushauchte, sondern heute noch als gefeierter Romanzen-Komponist und „zahlreicher" Familienvater lebt. ** Besitzwechsel. DaS Quästor Orbig'sche Anwesen am Bahnübergang bei der Hollergaste ging für den Preis von 41,000 Mark an die Bauunternehmer Büttner und Damm über. Anfangs der 80 er Jahre wurde daS Anwesen für 24,500 Mark von Quästor Orbig angekaust. ** Das 7. Stiftungsfest der „Contentia*, verbunden mit der Feier des 200. Mitgliedes, wurde am Samstag auf der „Schönen Aussicht" von einer nennenswerten Anzahl Mitglieder und Freunde des Vereins gefeiert. Der Vorsitzende führte in seiner Ansprache u. a. auS, daß die enorme Zunahme der Mitgliederzahl veranlaßt worden sei nicht allein durch schöne Veranstaltungen sondern auch durch die glänzende Verwirklichung des Strebens zur Wohltätigkeit. Zum Schluste gedachte er des 200. Mitgliedes, welches durch Ueberreichunq eines kunstvollen Glases nebst entsprechender besonderer WidmungStafel aeehrt wurde. Am nächsten Sonntag, den 17. April, findet ein Ausflug nach dem Windhof statt, und auch Freunde und Gürmer deS Vereinszwecks find zur Beteiligung willkommen. HetraM- Häusl en, perrn jUlJf Heirat s je bat m. FJ. rieh Reil nt. laschinen' heNe tt ;eS, zb. 3Jlot aoj«* »etlagr- iliti \t Gemeirrben, insbesondere die Bergleute und die Gewerbetreibenden, bedenklich schädigende Politik zu tun? —r Der Mg. Münch-Ferber hat mit Unterstützung der nationalliberalen Fraktion folgende Resolution zur zweiten Beratung deS Etats deS Auswärtigen Amtes eingebracht: Den Reichskanzler zu ersuchen, in den Etat für daS nächste Rechnungsjahr die erforderlichen Mittel ein- zuftellen, nm, soweit dazu ein Bedürfnis vorliegt, im Ausland den deutschen Konsuln zur Unterstützung in wirtschaftlichen Angelegenheiten einen auS deutschen Kaufleuten gebildeten sachverständigen Beirat zur Seite stellen zu können. — Der „Vorwärts" meldet: Die so zi a ld em " kra- tische Fraktion des Reichstages brachte folgende Interpellation ein: Welche Maßnahmen gedenkt der Reichskanzler zu ergreifen, um die durch Bcrgwerksgesell- schaften und Mitglieder deS Kohlensyndikats im Ruhrrevier veranlaßte Außerbetriebsetzung von Kohlengruben und die dadurch hervorgerufene Arbeitslosigkeit unter den Bergarbeitern zu beseitigen, sowie die damit verknüpfte Eriftenzvernichtung von Bauern, Handwerkern und Geschäftsleuten jener Gegend zu verhindern. Karlsruhe, 13. April. In der heutigen Sitzung der Verfafsungskommission gab die Regierung au die Beschlüsse betr. Abänderung der Verfassung folgende Erklärung ab : Erstens, die Regierung ist mit der Berufung eines Abgeordneten der Arbeiterorganisation, Arbeiter-Kammer, in die erste Kammer nicht einverstanden. Bezüglich des Hanbelsstandes besteht sie auf der Forderung dreier, nicht zweier Abgeordneten zur ersten Kammer. Zweitens, die Regierung ist einverstanden, daß die Städte der Städteordnung durch zwei Oberbürgermeister in der ersten Kammer vertreten werden Drittens, die Regierung ist ferner einverstanden, daß der Städteordnung nicht unterstehende Städte mit mehr als 3000 Einwohnern durch einen Abgeordneten in der ersten Kammer vertreten werden und Kanäle im Winter. fe schreibt uns auS Berlin, 13. April: ta|i Wasserstraßen im Winter zufrieren können und M ihren Zweck verfehlen, ist eines der „großen" Ve- TC-HlmltM' der Kanalgegner. Mr finden tn der Deutsch W rum Rhein-Hannover-Kanal auch diesen Einwand eirute Prüfung unterzogen. Da die bisher veröffentlich- •t nt Auszüge aus dem JUHalt der wasserwirtschaftlichen r für Preußen der Frage nicht Erwähnung tun, so i «bei wir an dieser Stelle die Hauptsätze der Denkschrift nkE ,„,Tie Eissperwe dauert in den Gegenden des Kanals 'oriui Rhein nach Hannover durchschnittlich höchstens acht oi!en und fällt gewöhnlich in das erste Jahresviertel, fd.ion in den Mvnat Dezember. Der Eisenbahnver- i, rrt im t ersten Jahresviertel ist aber nicht der stärkste, son- -r mn um gekehrt der schwächste. Es wird für die Eisen- m ':aum wesentliche Schwierigkeiten bieten, im ersten ^.f oWtHsrtel den gesperrten Kanalverkehr mit zu teer- eh«m, zumal die Interessenten und namentlich der > ! Hantel — bestrebt sein werden, nach Möglichkeit den rnterbttöarf noch zu Zeiten offener Schiffahrt zu beziehen." öie! Eisenbahn sei, so führt die Denkschrift weiter auS, 'l M. in der Zeit des hoch gesteigerte« Verkehrs im > lhresviertel die erwünschte ©ntTafhntg zu erfahren. M w erde der Kanal vom Rhein nach Hannover bei- Of-W, indem er, wie alle Wasserstraßen, naturgemäß den VerM in den günstigsten Jahreszeiten pflegen, den T versand in diesen Monaten beleben und txwurch die lse «>ihmen an einem Teil ihres Verkehrs in den Herbste undi k^!ermonaten entlasten werde. Volttische Tagesschau. Slillgelegte Zechen. Fern schreibt uns aus Berlin, 13. Avril: Tine befremdliche Nachricht kommt soeben aus dem ^Nrretuter. Darnach hat die preußische Staatsregierung ...rrn:,-'^Hebungen" vornehmen lassen über die Stilllegung ( bntjtlm Zechen: eS könne aber an ein Einschreiten der tfafejmang auf Grund öffentlichen Interesses vor der Hand gedacht werden. WaS soll denn aber geschehen zu , der Tausenden, die durch das Stilllegen der Zechen bapn! ^schädigt werden? Glaubt man etwa durch gütliche Vl'ochikumgeir einwirken zu können? Solche Beruhig- > i? versprechen kautn Erfolg, wo so starke materielle ;; r.Hst-en der Bergwer^interessenten in Betracht kom- m r-r Daß für andere Arbeitsgelegenheit der Entlassenen iK fRat I toitib, ist Htt urrzureichender Ersatz, da viele Haus ihr Eigentum, verlassen müßten. Und die Ge- wt^ci'ibeTrden, die Lieferanten der von der Stilllegung c l':iohfc*n Zechen, haben auch Anspruch darauf, daß ihre Exstitrnz nicht mit einem Schlage in Frage gestellt wird. ' ,at nun daS Zentrum eine Jntervellation im 'lbgeordnetenhai. fe ein gebracht, was die preußische Hcrc-trumg gegen diese die betroffenen Gemeinden und deren 7"' ‘:r:<~:cr in bedenklicher Weise schädigende Politik zu tU"M aegsenke? Auf die Antwort darf man gespannt sein. ' , St ilen und aufmerksame Beachtung können in diesem FeW £u nichts helfen. jemand gejtt: '• 0204? an bit Fran 8k.-, Aus Stadt und Kaud. Gießen, 14. April 1904. ** DaS Museum des Oberhessischen Ge- schichtSVereins rüstet sich bereits zu seinem Umzüge vom alten Ratbause nach dem alten Schloß am Brandplatz, zu dessen Fertigstellung, wie wir hören, die Pläne für den noch zu errichtenden neuen Treppenbau »urch den Architekten Hofmann-Herborn jetzt fertig gestellt ein sollen. Der Geschichtsverein hat bereits im alten Rathause einen großen Teil seiner wertvollen Schätze in recht übersichtlicher Weise in neue für das Museum recht praktische Glasschränke untergebracht, welche, nebenbei bemerkt, von einem Gießener Schreinermeister gefertigt wurden, und welche sich in den zukünftigen neuen Räumen am Brandsatz, für welche sie eigentlich bestimmt sind, recht vornehm auSnehmen werden. Es wäre zu wünschen, daß der gestaute Treppenbau im alten Schloß, für welchen sie Mittel von der städtischen Vertretung bereits bewilligt sind, nun eiligst fertiggestellt wird, damit das Museum, für das der Raum im alten Rathause viel zu eng geworden ist, seinen Umzug bewerkstelligen kann, schon um "die hochinteressanten Sammlungen in den größeren Räumen des neuen Heims besser als dies bisher geschehen konnte, der breiten Oesfcntlichkeit zugänglich zu machen. iti L 02059 icvi. ort gejucht orskr. 19. 3459 'fort ges. vrber. t gegen umt geykr.7. ater Fall« e Untc.« zwar durch die Gemeinderäte gewählt. Viertens, die Regierung erklärt, daß auch die Kreisausschüsse durch einen Abgerwbneten in der ersten Kammer zu vertreten sind, gewählt durch die Mitglieder der Ausschüsse. Fünftens, nach Meinung der Regierung soll eine Vermehrung der Mitglieder der zweiten Kammer nur bis siebzig stattfinden; sechstens, bezüglich des Budgetrechts und der Behandlung der das Finanzgesetz regelnden Paragraphen tritt die Re- S'erung der durch die Kommission festgesettzen Fassung bei. eitere Erörterungen darüber würden noch nötig sein. parlamentarisches. ?n: lin, 13. Avril. Die Dudgetkommission des ReiiWlaxies beriet die zweite Eraänzung des Etats für Sü:!!^e>^afrtka und nahm von den Ausgaben debatteloS apM l„ Besoldungen bei der Zentral-, Lokal- und Justiz- Vt nar'^-fig, an unv genehmigte ferner die Neuforderung von ■ TA roÖO M?. für weiße Hilfskräfte für die Landes- H s>m Laufe der Debatte äußerte Müller-Fulda, solche bstoiEe- Landespolizei, welche nach dem hergestellten iestii em Stelle der Schutztruppe treten solle, sei vielleicht i ist ■ Mchrlich, solange eine größere Truppenmacht dort sei. stlomialdirektor Stuebel erwiderte, er hoffe, baß fi:: roaufstand nach einigen Monaten Se- e nMiüftn, und man sodann die Landespolizei organisieren ki nnM S'te Ablehmmg der 274000 Mk. würde eine Er- histi-in der Nachtragsforderungen für den Hereroausstand oticn'gnchen. Die Forderung von 16 900 Mk. Jahres gehälter an t nr - orene Häuptlinge bleibt bestehen wegen treuge- ieb ktr Häuptlinge wie Mitbois. Sie wird bewilligt; die Tv'rW.x t von 94 000 Mk. für farbiges Personal wird ge- strichÄk Hit Antrag Arendt, die Forderung von 527 790 ??'rr 4t- Verpflegung der Schutztruppe um diese 94 000 Mk. e r; n, wird mit 12 gegen 12 Stimmen abgelehnt. (5 in stbü- ig Südekum auf Denderung der Etatsbemerkung > n Gießen statt. Der Verband ist im März d. I in Franv- surt begründet worben und sofort in Verhandlungen mit dem Süddeutschen Verbände sowie mit dem Liberalen Wahlverein in Berlin eingetreten. () Nieder-Ohmeu, 13. April. Auf der b^kach- barten Triebmühle war gestern das zweijährige Enkelkind des Besitzers der Mühle in einem unbewachten Augenblick dem Herd feuer zu nahe gekommen. Seine Veidchen fingen Jener, und ehe man es gewahr wurde, hatte das Kiud so schwere Brandwunden erlitten, daß eS an deren Folgen nach einer halben Stunde starb. 13. April. In unserer Gemarkung ve- sitzt die Bergwerksgesellschaft der Grube „Louise" zu Nieder- Ohmen ein bedeutendes Eisensteinlager. Die Eisensteüre liegen sehr nahe der Erdoberfläche, sodaß sie mittelst Tag- bau gefördert werden können. Gegenwärtig baut die berühmteste Drahtseilbahn-Gesellschaft Deutschlands hier eine neue Drahtseilbahn. Diese führt au fdie seither betriebene Linie Flensungen—Mücke—Niedw>OH?nen. Äe Anlage dürfte in 14 tagen fertiggestellt und dem Betri«» übergeben weichen. ru-J ^°3er8Berg, 13. April. Die überaus spate Entwickelung der Blumen und Blüten des jetzigen — "och sieht man vereinzelt Schneeglöck- chen blühen —. «gewährt den Bienen einen keinenfallS früh gedeckten Trsch. Sie sind infolgedessen längere Zeit als bei früheren Lenzen auf den Honigvorrat in ihrem Stocke angewiesen Da aber um diese Zeit der Brutanscrtz im ooginnt, wozu ein Volk vermehrte Futterzufuhr be- En solchen Bienenwvhnungen, in denen mcht genug Vorrat sich befindet, ein Futtermangel ein, schummsten Folgen für ein solches Volk nach sich ^eht. Es kommt durchaus nicht selten vor, daß auf den Bienenständen jetzt noch Völker eingehen, die glücklich durch den Winter gekommen waren. Darum bedürfen in dieser § „ ..ore Völker einer aufmerksamen Kontrolle. Dort wo L n P1ve?' muß solches sofort gereicht werden. Als . Attermtttel und vollkommenster Ersatz gilt in den Jmkerkreisen der Feuchtzucker (Maingau, Hattersheim), der zudem, wie aller Zucker, jetzt bemerkenswert billiger Kn kaufen ist » D a r m st a d t, 13. April. In parlamentarffchen Kreisen bestehl die Msicht, die Wahlrechtsvorlage ^och im Laufe der Frühjahrstagung in der . • Kammer zu erledigen, vorausgesetzt natürlich, daß es lü ?em mit der Vorberatung beauftragten Sonderauschuß überhaupt zu einer Verständigung über die Grunde lagen des abgeänderten Regierungsentwitrfs kommt. Zu ern^ solchen ist der Sonderausschuß, der in der vorigen Woche zur Beratung zusammenkam, bis jetzt noch nicht gelangt. Doch sollen die diesbezüglichen Bemühungen in nner nächste Woche statt find end en Sitzung weiter fortae- etzt werden. ö R. B. Darmstadt, 13. April. Der vierte parlamen- tarrsche Ausschuß (Vorsitzender Abg. Weidner) ist seit gestern in eifriger Arbeit beisammen. Sehr eingehend wurde der Antrag Schönbergern. Gen. in Betreff der Entschädigung für an Maul- und Klauenseuche ae- fallenes R i n d v i e b in Gegenwart der Regierungsvertreter beraten. Man wird wahrscheinlich zu dem Beschluß kommen, bte GroM Regierung zu ersuchen, der Kämmer den früheren diesbeZugllchen Gesetzentwurf in veränderter Dbti imtifter, wLvcheo 19, IL_ uh!. 10, H. .:2t.i--; Nl (tu* ejucht sfeUO^ N lay &. hl. erhöh sch- «ah«, ‘‘■Wl ?iie yeuttge Kummer umfaßt 10 Seiten. JJU jum wndrn in c biUeftunbeng.' ii! jum 20.1 an bw Mk.! aus erste Nah, d. bV' M S7 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 14. April 1804 »SSM WlVf)VllVl Seneral-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen. Kandel und Verkehr. UolksMM ' Die Macht des KohleukoutorS. Daß das tmtuu Üohlv» yndikat und das aus bemjelben hervorgegangme «hlmlonwr >en Zwischenhandel untergraben und artch den Konsumenien!chwe. Sen Zwischenhandel untergraben und and) den Konsumenien!chwe. chadigen, d. h. das Produkt verteuern wird, haben wir schon Icnq - «II zt. a O) b © Kazi l- Ast das ein ^rnyllngstüsterl! o, Einen Katarrh hab ich — na, « Geschwitzt hab ich bereits - P'erdekur. - ;,e irI. • und sür'n Taler Bonbons verbraucht. 3^9 0 __ aber ),< mal eine Schachtel Sodener Mu'.eralpas ld). - W ad)ten von Fay. Die sollen ja .IBunöet K dabei nocb • Tun sie auch, sagt der Provyor, und st > beflerj0ir- äußerst angenehm in der Amvendung ui cdian SU tunn mich n.ü ben Waaen. Lier, bitte ÜM ue' Ui'v j t to unö bW KZ z 6;; 5 bewährteste Nahrung für - magendarmkranke 245 - «Ä a n d e s a u s st e 1 l u n g i ii R h e r Frisch eiug-etrolien: Ananas, Geflügel, holländ. Austern. Carl Sctiwaab, HoidelikatesseuhanW Telephon 265. ' 324 Selter...? Z “ s •- echF L Mannes herbeigesührt werden können. Mildernd fielen dir greulichen Familienoerhällnisse, an denen der Ehemann die Schuld trage, in Betracht. ES wurde auf erne Geldstrafe von Ü0 Mark erkannt. gesürchtel und dies auch wiederholl ausgesprochen. Die Situation stellt sich jedoch noch ungünstiger dar, als wir zuerst gedachl baiien. Der wg. Z." zufolge dürfen 20% der Zwischenhändler ouß gedrängt werden. Die Großhändler übersendm gegmwämg an die Zwischenhändler Preisofferten, deren Sätze um 15—20 ®fg. vto Zentner teurer sind, als bisher. Für eine mittlere hauMltun; bedeutet dies 15—20 Mk. pro Jahr zu Gunsten deS Syndikats uns Kontors. Diese Preiserhöhung gilt ledoch nur bis Augusi, ollbanr. sollen die Preise abermals in die Höhe gehen. Und banut Die alles recht schön und glatt durchgesührt werden kann, müßen I« die Kleinhändler den Großhändlern gegenüber verpssichten, unitr keinen Umständen syndikatSsreie Kohle zu veckausen. Äugkittn werden den Kleinhändlern jetzt die genauen Preise, zu welchem u verkaufen dürfen, vorgeschrieben, — angeblich tm 3nterelie Publikums. Es fehlt uns der Raum, wetter aus die ttiaiU rmzu- gehen. Auß allem geht hervor, daß der Zwischenhändler eine ganz miserablen Verdienst hat und der Konsument stellt eines lein notwendigsten Bedürfnisse in nicht zu fertigender Weise verteuert -- mit daS Syndikat sich den .angemessenen Reingewinn* sichern tm^ - Elektrizitätögesellschaft vorm. W. Lahmeyer n.u in Frankfurt a. M. Der Rat der Stadt Bautzen hat der chaft den Auftrag der Lieferung eines Elektrizitätswerkes er^- viiittarten -LMLZZ F l'sche Unioersitäts-Vruckerei, 5chulltl°° £^5 W Mysung rroch einmal vorzulegew. Der Antrag Schönberger ur Betreff einer Milch Verkaufs ordnuna, 5er gleichfalls zur Beratung kam, dürfte im Sinne des Antragstellers seine Erledigung finden. Das Gesuch des Wachtmeisters Krebs um Dienstentschädigungszulage wurde vom Ausschuß genehmigt. Eine längere DÄxttte entspann sich ferner noch über den Antrag Dr. David wegen Beseitigung der Vorschulen hezw. der Streichung der Staatsmittel dafür (6000—7000 Mark). Die endgiltige Beschlußfassung darüber wurde für die morgige Sitzung Vorbehalten. i H L,j । j_ Nom Odenwald, 11. April. Eine eigenartige patriotische Feier wurde am letzten Samstag in dunkler Nacht auf steiler BergeShöh droben auf dem höchsten Punkte des Katzenbuckels von schlichten Bewohnern unseres Gebirges veranstaltet. In langem Zuge bewegten sich die biederen Landleute nach dem Hochplateau, um inmitten der mächtig rauschenden Waldriesen ein riesiges Feuer zu Ehren des eisernen Kanzlers Bismarck zu entzünden. Bei kurzen, kraftvollen Ansprachen und Männergesang wickelte sich die einfache Feier stimmungsvoll ab. (N. H. Vbl.) Mainz, 12. April. Im Dom wurde heute morgen eine etwa 40 Jahre alle Frau, die aus München sein soll, plötzlich irrsinnig. Sie wurde ins Hospital gebracht. — Der 36 Jahre alle Rangierer Buschmann, der mit einer Glocke vor einem abfahrenden Zuge die Warnungs-Signale geben sollte, setzte sich auf die Puffer, fiel herunter und wurde zermalmt. — Im Mainzer Hafen sind nach dem ,3)L Tgbl." hn abgelaufenen Jahr Waren im Gewicht von 1,186,729 Tonnen angekommen und 58,136 Tonnen abge- gangen. Im Wormser Hafen kamen 288,035 Tonnen an und gingen 28,768 Tonnen ab. Im Binger Hafen sind verladen worden 96,229 Tonnen ankommende und 77,408 Tonnen abgehende Waren und Lebensmittel. Im abgelaufenen Jahr sind im hiesigen Hafen 12,762 Schiffe angekommen und abgefahren, davon waren 8 016 Personen- dampfschiffe, 790 Schlepper, 1301 Güterdampfboote und 7 655 Segelschiffe. 6 719 fuhren unter hessischer, 3 736 unter preußischer, 1 120 unter niederländischer, 573 unter badischer, 411 unter belgischer, 201 unter bayerischer, 1 unter württem- bergischer und 1 unter elsaß-lothringischer Flagge. Worms, 13. April. Das 50jährige Bestehen der hiesigen freiwilligen Feuerwehr soll festlich begangen werden. Zur Einleitung einer zweckentsprechenden Feier waren gestern abend auf ergangene Einladung im Festhause etwa 100 Herren erschienen. Branddirektor Hoffmann trug die geplante Veranstaltung in allgemeinen Zügen vor; danach sott am Samstag den 13. August Empfang auswärtiger Teilnehmer und Zapfenstreich stattfinden, dann die Ueberreichung von Diplomen an diejenigen Mitglieder der Feuerwehr, die 10 Jahre der Wehr angehören, erfolgen; am Sonntag den 14. August findet Tagesreveille, eine Augriffsubung, Festessen, Aufstellung des Jestzuges und Abmarsch nach dem Festplatz, wozu wahrscheinlich der Festplatz am Rhein bestimmt werden wird, statt; am Montag folgt die Schlußfeier mit Volksbelustigung. — Die Verpachtung von Grundstücken an Minderbemittelte, eine Idee, die der sozialen Fürsorge der Stadtverwaltung zuzuschreiben ist, rückt nun der Verwirklichung näher. Nach längeren Verhandlungen ist es gelungen, an der „Sauwiese" gegenüber dem „Wäldchen" ein Grundstück zu Versuchszwecken zu verwenden, an idem sestgestellt werden kann, ob in den fraglichen Kreisen überhaupt der Wunsch nach landwirtschaftlicher — Erholungs- — Tätig kett besteht. Das Grundstück wurde in 25 Parzellen zu je y* Morgen eingeteilt. Die Pachtbedingungen werden ungefähr folgende sein: die Hälfte der gepachteten Parzelle muß mit in hiesiger Gegend eingeführten Gemüsen bezw. Küchengewächsen bepflanzt werven; das Gelände muß stets in gutem Bau und in Ordnung gehalten werden; Weiterverpachtung ist untersagt; die Pacht ist jährlich von Martini zu Martini zahlbar; die Kündigungsftift ist sechswöchentlich. Ter Pachtpreis soll für Lose von i/4 Morgen 5 Mk., für solche von größerer oder geringerer Ausdehnung entsprechend mehr oder weniger betragen. Nicht rechtzeitige Pachtzahlung soll als Vertragsbruch gelten. Die Vorteile dieser Einrichtung sollen nicht nur städtischen, sondern auch anderen Arbeitern zu gute kommen. Die Vorlage wurde in der gestrigen Stadtverordnetensitzung angenommen. (Worms. Ztg.) Frankfurt, 13. April. Im Gewerkschaftshause tagte am Sonntag eine hessen-nassauische Provinzialkonferenz der sozialdemokratischen Partei die von 67 Genossen aus den Kreisen Frankfurt, Höchst, Hanau, Marburg, Wetzlar, Wiesbaden, Dillenburg - Herborn, Limburg, sowie den bayrischen Wahlkreisen Aschaffenburg und Lohr und dem hessischen Wahlkreis Friedberg besucht war. Zweck der Zusammenkunft war die Schaffung einer festeren Organisation für diese Wahlkreise. Der erste Purkt der Verhandlungen betraf die Organisation und Agitation in Hessen- Nassau. Dazu lag ein vom Genossen Vetters - Gießen auS- gearbeiteter Organisationsentwurf und eine vom Frankfurter ParteioertrauenSmann Meier ausgearbeitete Resolution vor. Nach eingehender Beratung wurde der Entwurf des Genossen Vetters angenommen. Er gipfelt darin, daß für den Regierungsbezirk Wiesbaden und für die ihm angrenzenden Wahlkreise ein Agitationsbezirk geschaffen wird, dem auch Aschaffenburg, Lohr und Friedberg sowie Marburg beitreten können. An die Spitze dieser Organisation wird ein Agitationskomitee von fünf Mitgliedern gestellt, das seinen Sitz in Frankfurt a. M. hat. Zur Beratung wichtiger Fragen kann dieses Komitee die Vorstände der Kreisorganisationen und die Kandidaten der einzelnen Wahlkreise hmzuziehen. Es hat alljährlich einen Parteitag für die Provinz einzuberufen. Dazu können Parteiorte im Bezirk bis zu drei Delegierte entsenden. Die Beschlüsse des Provinzialparleitages sind für die Genossen im Bezirk bindend. Jeder Wahlkreis hat pro Jahr und Kopf seiner organifierten Genossen 20 Pf. als Beitrag zur Bezirkskasse zu leisten. Die einzelnen Wahlkreise haben jährlich durch ihre Vertrauensleute kurze Berichte über die Patteioerhältnisse im Kreise an baS Agitationskomitee zu erstatten. In den geschäftsführenden Vorstand der neuen Organisation wurden gewählt: Gewerkschaftssekretär Hüttmann, 9lrbeiterfefretär Gräf, KonsumverelnSverwalter AlthauS, Gewerkschaftssekretär Dorschu und Parteisekretär Dittmann. a. Bon der Dill, 13. April. Die Arbeiten an der feit vorigem Jahre im Bau begriffenen Westerwald - Querbahn wurden auch während der bisher sehr ungünstigen vermischtes. "Dortmund, 13. April. Amtlich wird gemeldet: Gegen 5 Uhr 80 Minuten vormittags überfuhr der Güterzug Nr. 8 905 beim Block Zinkhütte Km. 122,5 im Zinkhüttengleis das auf Halt stehende Signal und den Prellbock. Lokomotive und sechs Wagen sind entgleist. DaS Zinkhüttengleis und beide Halbgleise sind gesperrt. Schnellzug Nr. 6 ist über Courl bis Meppen, Expreßzug Nr. 12 über Unna geleitet. DaS Ganzgleis von Hamm bis Dortmund war um 7 Uhr wieder freu Die Züge fahren von bort zwischen Dortmund und Scharicharst eingleisig. Das GleiS von Dortmund bis Hamm ist voraussichtlich bis 9 Uhr wieder fahrbar. Materialschaden gering. Personen nicht verletzt. " Aalesund, 13. Aprll. Die Kirche im Borgund, in der seinerzeit die durch daS Brandunglück betroffenen Bewohner von Aalesund untergebracht waren, ist heute Nacht von Dieben geplündert worden. In der Sakristei wurde Feuer angelegt. Die Kirche 6rannte gänzlich nieder. Von den zahlreichen Altettümern, die die aus dem 12. Jahrhundert stammende Kirche enthielt, ist nichts gerettet worden. Einzelne Wettgegenstände, wie der Altarkelch und ein Altarleuchter, wurden auf dem Felde gefunden. " Eine Explosion auf einem Schlachtschiff. An der Küste Floridas ist auf dem Schlachtschiff „Missouri" ein Geschütz explodiert. Fünf Offiziere und neun Mann wurden getötet. * Das Schicksal der Frauenrechtlerin. Zu dem Selbstmorde der Frau Elise Schaaf in Ehurlotten- burg erfährt das ,,B. D." noch folgende Einzelheiten: In der Armen- und Waisenpflege Charlottenburgs entwickelte die Verstorbene feit Jahren eine rege und "erfolgreiche Tätigkeit, sodaß die Berliner bürgerliche Frauenbewegung, besonders der Verein „Frauenwohl" auf sie aufmerksam wurde. Nachdem Frau Schaaf in einer Berliner Frauenversammlung eine zündende Rede über die Waisenpflege gehalten hatte, wurde sie in eine Kommission gewählt, die jenes Gebiet bearbeiten sollte. Bald aber merkte man, daß Frau Schaaf höchst einfeilig und dabei rücksichtslos vorgehen wollte. Sie hatte einen wahren Heißhunger für eine Betätigung auf öffentlichem Gebiete und sobald ihren Ideen nicht sofort nachgegeben wurde, war sie aufgebracht. Sie vermischte Dinge mit der Frauenbewegung, die dieser völlig fern lagen. So suchte sie aus den Prozessen Gönc-i, Ziethen, Sternberg und anderen Kapital für ihre Bestrebungen zu schlagen. Dabei stellte sich bei ihr eine Art Verfolgungswahn ein. Schon kurz nach Beendigung des Sternberg-Prozesses äußerte sie wiederholt hu Bekannten, daß sie befürchte, von ihrem gedungenen Dienstmädchen mit Strichnin vergiftet zu werden, da sie tm Falle Sternberg das Rad erst ins Rollen gebracht habe. Schon früher war Frau Schaaf auf einige Zeit in einer Nervenheilanstalt untergebracht. Ihr Zustand spiegelte sich wider in der schon erwähnten Broschüre, die Jie vor zwei Jahren verfaßte, und die alle möglichen Anschuldigungen gegen die Polizei und die Stadtbehörden enthielt. Sie trägt den Titel: „Wie ich Frauenrechtlerin wurde". Als sie das Manuskript verschiedenen Abgeordneten zur Durchsicht Übersaydte, suchten diese die Drucklegung zu vereiteln unter dem Hinweise, daß die Veröffentlichung der Broschüre mindestens ein Dutzend Beleidigungsklagen gegen Die Verfasserin im Gefolge haben iverde. Gelegentlich der vorjährigen Reichstagswahl hiett Frau Schaaf in einer Versammlung eine Liede, die bei den Führern der bürgerlichen Frauenbewegung großes Beftemden erregte. Es wurde damals ausdrücklich von den Frauenrechtlerinnen energisch zurück gewiesen, daß Frau Schuuf etwa im Atomen der Frauenbewegung gesprochen habe. Rian sah ein, daß man mit ihr nicht weiter arbeiten könne, und entfernte sie auch aus der Kommission, in die sie gewählt war. Eine führende Rolle in der Frauenbewegung hat sie nie inne gehabt. In den letzten Jahren traten die Seltsamkeiten int Wesen der unglücklichen Frau immer klarer hervor. So erregte es auch in eingeweidten Kreisen Befremden, daß Frau Schaaf öffentlich gegen ihre eigene Familie loszog. WitterungSverhältnisse rege betrieben. Jedoch schritten an! © t e d e tl t n g, "Simone gev. st tat, m oeiwrnvia —, ...... “ mann mit Töten bedroht zu haben. Die Ameiae Grund der Ehescheidungsprozedur, die zur Zeit noch schweb 27. Dezember 1902 Halle ine Angeklagle, als ihr Ehemann dem Badezimmer in das Wohnzimmer treten wollte einen irhJr* Schuß aus einem Revolver abgegeben. Die Kugel brann -ture em. Die Angeklagte, die seit 1879 mit S. verheirat» & schildert die furchtbaren Leiden, die sie in ihrer Ehe burdmimlJ0 hatte. Seit 27 Fahren werde sie von ihrem Man?/ brutalsten Weise mißhandelt; da habe sie sich von einem iLbeK Mann, her tm Geschäfte bei ihnen gelernt hat, einen «3er: kaufen lassen. Mit 6er Waffe und der Abgabe des Schuff^Ä? sie ihren 3)1 ann erschrecken und vor dessen Mißhandlunaen schützen wollen. Der Verteidiger, Dr. Loeb, stellt die SA die Angeklagte: .Sie sind sehr häufig von ihrem Mann^m,^ handelt worden, besonders mtt der Peitsche?- Die Anaeklaat- '" jahte dies weinend. Der Zeuge Kausmann Ferd. Hauvki ™ 4 /, Jahre bei Sieberling. Die Frau sei in den meisten SWn? ohne jeden Grund mißhandelt worden. Wenn sie sich i„ ■ 3immer zurückgezogen, dann habe der Ehemann die Ture g e trete n und die Frau blutig geschlagen. Er habe den Revoin^ ftir die Angeklagte mtt 25 Patronen gekauft, er habe sich a-2, daß es sich nur um em Schreckmittel handele. Die Frau Berg aus Heidesheim war 21/, Atonale bei der ftainilii» r k dienstet. Am 27. Dezember Hube die Angeklagte ihr aeiaaL fie eben geschossen habe, um ihrem Manne Angst zu machen sie endlich Ruhe erhalle. Die Angeklagte sei oft in ber robE Weise mißhandelt, gekratzt und ihr die Haare ausgerissen worb- Veranlassung habe oft gar keine bestanden. Tie Anaeklaate hT nach den 'Mißhandlungen öfters geblutet. Wenn sie sich LflÄ habe, hätte S. die Türen eingetreten. Der Zeuge ScbrnnkthrK eiegm. Friedberg erklärte, daß er mit der Familie beireurS fei, er habe öfters von dem S. und auch von seiner Frau aehnn daß die letztere in bestialischer Weise mißhandelt worden fei zwar, wie ihm beide dies erzählt, aus ganz nichtigen Grunds Er halte den S. für einen Gewaltsmenschen. Aach heir 27. Dezember sei S. zu ihm gekommen und habe enäbl/ daß seine Frau auf ihn geschossen habe, diese habe km darauf zu ihm gesagt: .Jeder Huiid wehrt sich, »Z er getreten wird, sie habe nicht auf ihn geschossen, sondern neben hinaus, um ihn zu erschrecken; vorher habe er auf der Treppe ohne jede Veranlassung mit der Faust in« GM, geschlagen. Verteidiger Dr. Loeb: „Hat sich S. seiner Tuen mX noch öfters gerühmtZeuge: .Ja, er hat erzähl! dap er seine Frau an den Haaren auf dem «oben herumschleife und mit der Hundspeitsche schlage. Der brutale Ehemann ist als Zeuge nicht erschieiieu, er ha, sich krankheitshalber entschuldigen lassen. Der Waffenhändler Mha M wurde als Sachverständiger vernommen; er hat die ftugei bit kleinen Kalibers war, aus dem Holz der Türe herausgenommen. Staatsanwalt Güngerich hall ben positiven Beweis, daß die Angeklagte ihren Mann töten wollte, nicht für erbracht, sie habe nur die Absicht gehabt, in ihrem Ehemanne Furcht zu erregen, war ihr auch gelungen sei. Die Angeklagte habe unter dem Einfluß M recht unglücklichen Familienlebens gestanden. Wie die Äeweir- ausnahme ergeben, habe der Ehemann gar keinen stichhaltig«-, Grund zu seinen rohen Mißhandlungen gehabt, deshalb beantrage er nur eine Geldstrafe von 250 Mk. Der Verteidiger, Dr. Loeb beantragt Freisprechung. Die Angeklagte habe nur die Absicht gt.' habt, ihren Mann zu erschrecken. Nur em kleines Bruchstrich fei heute aus dem Ehedrama oorgesühtt worden. Jahre hindurch sei die Frau in der brutalsten Weise mißhandelt worden, physiolog'fcb hätte jede Grundlage hierzu gefehll. Was die Frau getan hab-, sei nicht nur menschlich, sondern auch juristisch zu rechtfertigen. Das Gericht war der Ansicht, daß die Angeklagte, die ben idjroeren und ganz unbegreiflichen Atißhandlungen ihres Mannes ausgefey war, sich nur schützen wollte und ihm mit der Waffe Furcht einjagen. Allerdings hätte mit dem Gebrauch der Waffe der io) )6 Kreisblatt für den Kreis Gieren -WM OW mit ®on'ifj^?r eu9eX^'^Xt n9. $?Lönn ubeü mo!?l,*ei,l'bth i,,!i' äa£tiS L'dKH tvM ' 61 >md QU* , Wi**«: O*; Ä ,8oeb:>tm® ;fle: A er«<- üV\aten QB' | 1L ,W nicht ediiS ,' 01 lapen. terSafoL, x vernommen; er Eat'-,? dem Holz der UttV ^,de» poßliven W- sollte, nicht streif «m Ehemanne Fuch t c ■ ^geklagte habe uma menens gestanden. &> «r Lhemann gar lt% B^nblungen ^c^dbt, tu Angeklagte habe nut -recken. Nur etnta: vorgesühü worden. Hy Weise mißhandelt wotic. ju gefehlt. Was bit 5. sondern auch jurislish?t Hk, daß die Angeklagten Mißhandlungen chrerl- Ue und ihm mit der & nt dem Sebrauch btu-: en können. Mildernd fit «tat der Ehemann du ernt Seldstrase; ä ab L B £ <5 2 5 ‘25 S G o -d* Q O» -d< O a> c «5 VD 3 & B -e-. s L öS 10" 2 Q. S OJ u <*w T» £ >JÖ* Q c ä s 3 3 b •e s U9 a 'S to es a W » - g o B -CP es Z- ö 3 ff X) 3 £ -2 S s s c L S g- = o •CP G- o £ jo E O C4 E <— Z c N vO 2 jO § e»*3* LED —= o a •» « - 3 E Z Qa s § cs 5 <«.:3 te> d « z> 5 = E e# a> L> - iE- S 'o 5$ e» w M-N* ■0 2 8 rr c « "=* S? o CD • E « = rr = C4 S iE- a* E ZE 'S ,E E w E 5 3 ry- LEI 2 S' L 2- lo” E § Z. s . E « s e w « Z 5'1 5 tE: E «*g IS -co o § E -ZG Stunde 8 Uhr Borm. 2 Uhr Nachm. 8 Uhr «orm. 2 Uhr Nachm 8 Uhr Borm. 2 Uhr Nachm. 4 Uhr Nachm. Tag 18. April 19. April r 20. April 1 k ^—s IG Q Jahrgänge aller Waffen 1891 1892 1893 außer Ersatzreservtsten Die oben unter Nr. 1 ausgesührten aller Jahrgänge 1894 1895 außer Ersatzreservisten 1896 1897 außer Ersatzreservisten 1898 1899 außer Ersatzreservtsten 1900 1901 1902 außer Ersatzreservisten Nur Ersatzreservtsten 1891 bis 1896 Rur Ersatzreservtsten 1897 bis 1908 Mhr. HM iktttontoti. Daß de! ?ste , ’J BP ■ igel ib floldei^ -mielbtn hervorgegMe jtabat und auch den L veaeuern wird, hale wiederholt au^chroc-L ni'tiger dar, als wir ^/.derZwilchenhänd-i. wß'händler übersende f Offerten, deren Lätzen- sher. Für eine pro Fahr zu Suns»» chung gilt i-doch ra;*:; ’m iuW «*,: > dulch«-M ^Händlern gegenuo« ■ St«*!"*'. . ]e=t die genauen $ic-’ ineben, - der Raum. -ervor, daß J hat und Der iWg , in ntÄ« : angemessenen »Itrung D S lieiaw zjoh E e e S jO E 3 E o o O in S» G>1 iCE -= äE C <37 TSf jO E tO E E jO uO CD a >3 E VD E -Q <3 Ll. E 8 Z 3 a cs a» rr -8 c E E 3 G C3 □ <3 E : G E CJ -n eu Z *8 g x, -- Jd E e E s> ~ M-O G " t' G-O E 03 L> t >-. Hi cs: X> E o 3 E CD E 3 -Q 5 »3 CD E £ £ . O U CK «1 SH » c _O -O ,-2 Z. s S a q, 4» e> tO TD Ul — 13 O Q CD tu E vG- 5 « - W Z T cd a> . CD o 3 u 2 »s AK ö 5 o ,. CD-S ’S § -LZ ?®fx -s- = s-° G/ O Qq 60 *2 3 iip - — ~ o E 2 e a CD«— SA 5* O r-< E O Jo ° '5ö=^oS cd = "Z(9 s 0:3 3 p SG 5 l|Ei;dsv an » e E E o H Jt'ö" 5 c d_ kV —r« cLÄ =1 HL O £ uo-t ZS Si o cn ZE £ O L H S ®k G- « , =1 M g. O « E -El ** -S-X 5 d>5äcDäp £ 3 E CIE-.® - ^i"*- 'S 5 ®» 'S -K-ZZ <5 0 3 6) - U g> c_» U E§r 2 KN 3^ c « c ® jo 3 e t: ?SC 'S 0 *£* O ~C UE "t2 Lo 0 55 E ’o - S *E a> E «a> • — Nonnenroth Obbornhofen RnbertShaufen Ringelshausen Rodhciin Hof-Graß RöthgeS Sleinheim TraiS-Horloff Utphe Willingen Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor dem Appell durch das Hauptmeldeamt einzureichen und müssen durch die Bürgerineisterei bezw. bei Beamten durch die vorgesetzte Behörde beglaubigt sein. Berücksichtigung kann nur in den dringendsten Fällen stattfinden. 2. Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklaffe, zu der er gehört, auf dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpässe mit ei »geklebter roter Kriegsbeorderung und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4. Bei sämtlichen Kontrollpflichtigen werden dieses Mal Fußmessungen vorgenommen, mit Ausnahme bei Ersatz- reseroisten. Dementsprechend sind saubere Strümpfe anzuziehen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Zigarren sind vorher wegzulegen. &. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganzen Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter dem Militärgesetz. Demgemäß werden auch Unpünktlichkeit und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Gießen, der: 22. März 1904. Großherzogliches Bezirkskommando von Mosch Oberstleutnant und Kommandeur des Landwehrbezirks Gießen. Bellersheim Bettenhausen v,,n0CIt Inheiden Congb LangSdorf Albacher Hof Solnhausen Mühlsachsen Münster Muschenheiin Hof-G'll Nieder-Bessingen Oberhörgern Ober-Besfinaen Steinbach a Albach Birklar Dorf-Gill Eberstadt ArnSburg Ettingshausen Garbenteich Grüningen Holzheim Lindcnstruth Saasen Londorf Bollnbach Lumda (Groß- und Klein») Oueckborn Odenhausen Vcitsberg ReinhardShain Wirberg RüddingShausen Stangenrod Reiskirchen Weickartshain Stockhausen Winnerod WeiterShain Allertshausen Grünberg Beltershain Hattenrod Bersrod Harbach Geilshausen Kesselbach Göbelnrod Sauter Mainzlar Friedelhausen Rutlers Hausen Staufenberg Kirchberg Treis a. d. Lumda _____einschließlich der dazu gehörenden Mühlen und Höfe x.. Allendors a. d. Lda. Climbach Daubringen HeiberiShausen Lollar <9ie| &fir die Bewohner der Sbrigen Gemeinden Gemciude co er er © S 3 ö ®Co » • = ^2 - CO LD M- e9 es ~ ~ 2. ~ _ *M«> StzZ - 5- 8 3 3 5 «g g. S sg ="T«§ n S - 2 ’S 3 c 7*- vc 'SD w PC 3'CTg.O -CT*t5-d - d 3- «v 3 a 2 » ä go- » L «o. s 3- 3 3?.= M _ 6) ger-5,53@v = £D 2 3 § ct 2. 3 2. « Ä*8-.e IT es o UV 2 'CT y LZ 2 3 o- • o to il's ALL W Zto rl UV 5* 3 3 CTZ-CT 3 « rn 3 UV 'S1 @ * S o » 5 ^CT^ « » E CT en n er 3 er er — o » 3 WS Ö3 er d co S -sse ■Mgra uv to 5 3« (?) Ö3S op O » :-8 '.3 2 d a^ a 3 EM es ss B: 5" 66 ö a D _ <3 3 D 3 toto 3 s •es 3 S es® 2-3 Z es 3 a B O S: 3 4? s 3 3 3 v tto s c d o Ö 3 © « P: =.§ UV ’S or<3* LU- 3 O 3 ce-r 2-m Sa s tOto ~ 3 • tP §? ? 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