General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Are heutige Dummer umfaßt 10 Setten« Jena oder Sedan. machen! Wünschen wir schließlich allen Gliedern unb Korporationen unseres Volkes mehr Zucht, mehr Disziplin, mehr Nüchternheit und Einfachheit, aber auch mehr Gerechtigkeit und mehr Toleranz und jenen pfiffigen „Roman"schreibern, die ernsthafte und sachliche Kritik in ernsthaften sachlichen Schriften nicht zu üben vermögen, aber die Konjunktur" auszunutzen verstehen und „aktuelle" Romane schreiben, etwas weniger Beachtung, gegen die Regierung. Es fehlt ja gewiß nicht an Anlässen zu Bemängelungen; aus dem, was z. B. Abg. Stößel (Ztr.), ein Kenner des rheinisch-westfälischen Bergbauwesens, vortrug, kann die Regierung manches Beachtenswerte entnehmen. Das war bereckftlgte Kritik. Abg. H u e (Soz.) aber, der für Bochum neugewählte Redakteur der „Bergarbeiter-tg.", überschritt mit seiner chrankenlosen Verurteilung der Tätigkeit der Bergverwalt- ngsbehördcn die Grenzen der Sackst ichkett. Wären die Zustände in den deutschen Bergwerken in der Tat so, wie Hue sie schildert, dann müßten sie als haarsträubend bezeichnet werden. Die Schilderung trifft aber nicht zu; es ist beispielsweise vom Reicyswgspräsibenterr Grasen Ballestrem, dem einzigen Bergwertsbesitzer, der gegenwärtig dem Hause angchört, bckanitt, daß auf seinen Zechen in Oberschlesien die Arbeiterschuß- und Wohlfahrtseinrichtungen mustergilttg sind. Bon dort ist ebensowenig wie von anderen Bergbaubetrieben berichtet worden, daß die „Erregung" der Bergarbeiter über die „Lässigkeit" der Aufsichtsbehörden in der Bekämpfung der Wurmtrankheit die Gefahr eines allgemeinen Bergarbettersrreiks heraufbeschwöre, den bisher verhütet zu haben, sozialdemokratische Abgeordnete als ihr Verdienst in Anspruch nehmen. Ein eigens für diese Reichstagsoebatte zum Bundesrat delegierter Medizinalrat setzte den Volksvertretern auseinander, was zur Bekämpfung der Wurmkrankheit in ärztlicher Hinsicht geschehe, nachdem der preußische Han- detsminister Möller nochmals vom Verwaltung und sozialen Standpunkt Stellung genommen batte. Dte Berg- verwaltungen täten gut, den inhaltsreichen, mit Beifall ausgenommenen Vortrag des Aiedizinalrats unter den Lergarbettern verbreiten zu lassen. Das würde der Beun- rukrgung am ehesten entgegenwirken. An der Debatte beteiligten sich u. a. vier praktische Aerzte aus dem Hause, dre Herren Dr. Hössel (Rp), Dr. Mugdan (Fr. Vpch, Dr. Ruggenberg (Ztr.) und Tr. Bect er-Sprendlingen (nl.), der scharf gegen die äußerste Linke polemisierte, wofür ihm aus der Rechten;, sogar Beifall geklatscht wurde. Zndustrieallfieruug des deutschen OstenS. aber dem ganzen anetdotellhasten Ausbau etwas mehr Cha-> ratter gibt. Im Mittelpunkt der Handlung steht die Kaiserin Maria Therefta, die zwar ihren Gemahl, Großherzog Franz Stephan, abgöttisch liebt, ihn aber ebenso sehr mit ihrer tollen Eisersucht plagt, und zur besseren Beobarl)tung eine förmliche Geheimpolizei aus der Hofgesellschaft hübet Die Enthüllung des ganzen Intriguenspiels, die B-efteiung von der lästigen lleberwachung und die Wiederversöhnung der beiden fürstlichen Gatten bilden den wohlgelungenen Schluß des fröhlichen Spiels, das mit echt Schönthan,cher Eleganz iebeä tiefere Eindringen in die difizilere gesellschaftliche Probleme streng vermeidet. Am lebhaftesten gestaltet sich der dritte Att, der mit großem bühnentechnischen Geschick aufgebaut ist, während der letzte Akt bedeutend abfällt. Tie Titelrolle, die alle anbercn Partten weit überraA, wurde von Frl. Eichelsheim mit voller Majestät dar- gestellt, ohne daß dadurch die liebende Gestatt ber Göttin ui den Hintergrund zu treten hatte; ihr flotter Wienerischer Tialekt sand fast eoenioviel Bewunderung, wie die Pracht ihrer vier kostbaren Toiletten. Sehr ge;chickt und der Situation angemessen war Frau Scherbarth als Herzogin von Lothringen. Ten Großherzogs-Gemahl verstand Herr Marlow nrtt vornehmer Grandezza auszustatten und Herr Lehrmann erwarb sich ein besonderes Verdienst insofern, als er den Staatslanzler Grafen Kaunitz, die einzige, aber ganz verunglückte versuchte Charakterfigur" des Stückes, Dein Publikum trotzdem sympathisch wirksam näher zu bringen versvand Eine prächttge Szene bildete das reizvolle, gemütvolle Kinoe-rspiel im zweite» Att, und eine köstliche Episode entwickelt flch zwischen dem Hofdichter Motaftasio (Herr Loeyr, und Dem Karnmertätzchen Josefa (ftcL Müller). Biel Anlaß zum Lachen bot auch unsere ^mische Alle, Frl. Denkhausen, als Obersthofmeisterm Gräfin Fuchs. Tas Lust,Piel selber ließ das Publikum ziemlich Satt: der durchweg vorzüglichen Darstellung spendete, es dantvaren, wohlverdienten Beifall. — In Mainz ist Karneval und daran nehmen alle Bevöllerungs sichten test. Aas. Mt M kein Mattizer Nolitische Tagesschau. AuS dem Reichstag. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt unterm 13. Januar: Durch das Bestreben die Erörterung der Interpellationen zu beschleunigen, um möglichst bald zur zwetten Lesung des Etats zu kommen, hat die Sozialdemokratie einen Strich gezogen. Sie benutzte ihre Anfrage über die Wurmtrankheit unter den Bergarbeitern zu einem breitangelegten Angriff Ein Dresdener Blatt hat herausgebracht, daß der Ort der Handlung im Militärroman „Jena oder Sedan" Pirna ist Auch bei der Schilderung seiner Personen soll Beyerlein nach lebenden Ndodellen gearbeitet haben. Tie sympathische Gestatt des Romanvbersten v. Falkenhein ist ein Porträt des von allen Kreisen Pirnas, militärischen und zivüistischen, hochgescl-ätzten früheren Oberst v. Rabenhorst (der jetzt als Generalleutnant ut Leipzig lebt) Selbst der Name weist auf ihn hin: aus dem „Raben" ist ein „Falke" und aus dem „horst" ein „Hein" geworden. in lebendige Kraft vemvandelu. Redner dantte Professor v Trygalski, der das in ihn gesetzte Vertrauen gerecht- ferttgt habe, seinen Begleitern, den Schifssführern und der Mannschaft, die in den schweren Stürmen des Südpols, im Drange der Eispressungen und in eisigen Schneestürmen ihre Pflicht tadellos erfüllt hätten. Die bevorstehenden Ver- öffenttichuugen würden beweisen, wie die Kenntnisse aus ozeanographischem Gebiete, in der Flora und Fauna der Südpowrgegenden, unser Wiflen von den magnettichen Strömungen verbessert und üertteft worden seien. Ter Redner schloß, indem er des hoffnungsvollen bayerischen Gelehrten Enzensperger gedachte, der auf den Kerguelen ein frühes, einsames Grab im Dienste der Wissenschaft gefunden habe. , Bei dem Festmahle toastete ferner Frhr. v. Richthvfen auf den Kaiser, Graf Ballefttem auf Professor v. Trygalski, Tr. Studt auf die geographische Gesellschaft. Professor v. Trygalstt dantte den Reichs- und Staatsbehörden. Tas bei der Begrüßung der Expedttion verlesene Telegramm des Reichs lmizlers Grasen Bülow hat folgenden Wortlaut: „Tie heutige außerordentliche Sitzung der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin begleite ich mit meinen besten Wünschen. Möge die zu Ehren unserer kühnen Südpolarforscher veranstattete Begrüßungsfeier ein beredtes Zeugnis davon sein, wie wir alle die erzielten schönen Erfolge deutscher Forschung würdigen und für die im Interesse der deutschen Wissenschaft gebrachten Opfer zu danken wissen." — Wettere Telegramme gingen ein von Nanf en und Rordenskjöld. 3t Bc Darmstadt, 12. Ian. Tas neue Lustspiel von F. p. Schöuthan ,Maria Theresia" kam heule abend int Hoftheaier zur ersten Aufführung »ib er» zielte dank seiner tveffllÄeu ^rtzenicrung runen «mchm- daren Äetter^irsersÄlg. Schönthcm beherrscht hier wieder mit altgewohnter Routine jein spezielles Gebiet ferner Salonwmik; das historische Gewand, mit dem er seine Figuren umgibt, ist ledchttch M erwünschtes Beiwerk, das Für die Industrialisierung des Ostens, von der vor einiger Zett viel gesprochen wurde, scheint die preußische Regierung sich nicht sonderllch za erwärmen. Tie Sache hat eben ihre außerordentlichen Schwierigkeiten und ist insofern mit einem bedeutenden Risiko verknüpft als ein dringendes praktisches Bedürfnis für die Zn- dustrialisierung dttfer überwiegend landwirtschaft-- l i ch e n Gebiete wohl nicht vorltegt. Fraglich ist auch, ob die Industrialisierung den deutschncttionalen Interessen förderlich sein würde, denn sie könnte nicht durchgeführt: werden ohne die vermehrte Heranziehung sla->. Vischer Arbeiter, deren gerade genug zu landwirö-, schastlicher Arbett über die Grenze kommen und auch iaf den Zuckerfabriken des Ostens beschäftigt werden. Begründet ist wetterhin das Bedenken, daß die Polen alsbald auch auf industriellem Gebiete mit den Deutschen in Wettbewerb treten würden, der um deswillen nicht aussichtslos für sie wäre, als das polnische Fabrikat'in Russisch-Polen, Galizien usw. bevorzugt werden würde. Das Absatzgebiet für deutsche Jndustrieerzeugnisse in der Ostmark könnte, zumal bet den wenig entwickelten Verkehrsverhältnissen, also nur beschränkt sein, was bei den hohen Produktionskosten die Rentabilität industrieller und großgewerblicher Unternehmungen in Frage stellen müßte. Die Industrialisierung des Ostens verspricht Erfolg offenbar nur, wenn Staatsgelder in bedeutender Höhe und auf Zähre hinaus in den Dienst dieser Bestrebungen gestellt werden. Es ist aber keineswegs ausgemacht, daß der Erfolg zu den Aufwendungen im richtigen Verhältnis stehen würde. Deshalb erscheint die Zurückhaltung der preußischen Regierung begreiflich Ter Roman „Jena oder Sedan" von Franz Adam Be y erlein wird außerordentlich viel gelesen; man könnte fast sagen, er geht von Hand zu Hand, von Haus zu Haus, er hat jedenfalls ganz außergewöhnliches Aufsehen in der Oessentlicksteit gewackst, denn er behandelt ein aktuelles Thema unser Militär. Beyerlein hat auch ein bei uns in Gießen wohlbekanntes Theaterstück geschrieben, das sich im militärwn Milieu bewegt, den „Zapfenstreich'. Zwischen diesem und dem Roman „Jena und Sedan" ist allerdings ein großer Unterschied. Der „Zapfenstreich' ist ein etwas grob geschnitztes, auf sensationelle Wirkung angelegtes Strich dlem aber sicherlich keine spezifisch anti* militärische Tendenz innewohnt — es ist in dieser Beziehung ehrlicher als der vielbewunderte „Rosenmontag" Hartlebens — denn die im Stück vorgeführten militärischen Charaktere sind — wir haben das beretts an anderer Stelle des Längeren ausgeführt — im ganzen prächtige Menschen, von keinerlei moralischen Unterwerten. Selbst der Leutnant von Lauffen ist nicht unter das moralische Mittelmaß gesetzt; was er sich mit der Tochter des Feldwebels leistet, kommt in den gut bürgerlichen Kreisen, in der jeunefte borec, alle Tage vor; der Leutnant von Lauffen hat diesen Leuten gegenüber sogar noch einige Points vor, denn er ist ein mutiger Charakter, dessen Ideal es ist, in Ausübung einer glanzenden militärischen Tat fürs Vaterland oder sagen mir für eine militärische Idee zu fallen. Ideen oder Ideenbegeisterung wttd man bei der jeunesse doröe vergeblich suchen. , .. Der Roman „Jena ober Sedan" hat dagegen eine direkt antimilitärische Tendenz; er will unser Heer und namentlich, unser Offizierkorps als in moralischer Zersetzung befindlich hinstellen. Beyerlein konstruiert sich hierzu Individuen, bereu partikulare Existenz wohl niemand bestreiten wird, bie aber sicherlich nicht typisch sind. Forbach ist doch nicht die Normal-Garnison im Deutschen Reich Die Sache liegt ja auch viel einfacher Beyerlein wustte, daß wir in der Periode der milttärischen Roman- und Theater-Literatur leben; das „mttitärische Milieu" ist begehrt im Preis, es hat Zugkraft und vermag dem deutschen Spießbürger die sonst — für literarische Zwecke — so festsitzenden Nickel aus der Tasche zu locken. Sv etwas nützt ein ftndiaer Kops aus. Da Beyerlein nun sein Jahr als „Freiwilliger" ab gedient bat, ist er „Sach- und FachLenner" und i>a er außerdem noch, die Gabe des Fabulierens besitzt und deutsche Perioden vielleicht um eine Kleinigkeit besser und leichter zu bauen vermag als feine Mit-Abtturienten —, so schreibt er eben einen Roman, von dem er weiß, daß 65 #3m/temfte gesprochen: wir bezweifeln keinen Augenblick daß es au unserem militärischen Körper viel wunde Stellen gibt; der Unteroffizier bedürfte sicherlich einer Qualttätsverbesseruug und tut Off Hierkorps läuft mancher Leutnant hemm, dem es schwer sältt, ein Jdealmensch zu fein. Aber der Unterleutnant ist doch nicht der Reprasen^ taut des Offizierkorps! Vom Hauptmann angefangen nach oben sind doch die weitaus meisten Offiziere solide, nüchterne und gesetzte, mit Leib unb Seele von inniger Hingabe zur deutschen Armee erfüllte Charaktere, die vom Ernst des Lebens und der Stelllrug rücksichtslos erzogen werden. Gewiß fehlt es auch hier nich'tt wie der „Rhein. Kour." ganz richttg ausführt, an ' ,-Simplicissttnus"- und Beyerleinschen lyiguren, aber es sind doch nicht die Typen. Das ist eben die furchtbare Ungerechtigkeit dieser dem leichten Prosit nackstagenden „Dichter' und „Schriftsteller', daß sie das Judividualbild verallgemeinern. Tu lieber Gott! Wenn man nach diesem Prinzip verfahren und in seinem ®eijt Romane über tausend andere Berufsarten schreiben woltte — Beyerlem hat z. D. selber in settiem weit besseren Roman „Das graue Leben" die Arbeiter wett mit sclstrner Objektivität charatteri- iert und ihr vielfach eigenes, leichtfertiges Verschulden von Mißgeschicken mannigfad)er Art nachgewiesen —, bann bliebe an der ganzen Gesellschaft kein guter Fetzen. Mr denken die Sache liegt so: Jeder Stand hat alle Ursache, sich selbst an der Nase zu fassen, und sich zu bessern, auch der mttitärische. Aber es ist ein e k e l Haftes Pharisäertum sondergleichen, sich ostentativ über einen Stand herzumachen, der sich stets der Abneigung des Phttistermuis erfreut, der auf dem Präsentierteller sitzt und so bequem, so leicht unb so erfolgreich angerissen werben kann. Gewiß: bas Militär hat seinen Kastengeist, mehr als nötig ist. Aber ist der Kastengeist anderwärts weniger? Wir erleben es alle Tage, daß das Dtttglied irgend einer Familie in Acht und Bann getan wird, wenn es nicht „standesgemäß" heiratet. Das deutsche Bürgertum sollte sich mehr Würde gegenüber der gesellschaftlichen Sublimttät des Militärs aneignen; aber die Lautefi en Schreier werden „Militär fromm", wenn der Sohn Reserveleutnant wttd und sie versäumen nirgends und niemals, die Wett von diesem wichttgen Ereignis mit gebührendem Applomb in Kenntnis zu setzen. Alles in allem: Weil Franz Adam Beyerlem m der langen Praxis eines Frettottligenjahres einen unfähigen Regimentskommandeur, einige angekränkelte Leutnantsfiauren gesehen, von ein paar Kriegsgerichtsfltzunaen, be- dauerlichen militäristtfen Unfällen und Manöverschnurren geljört hat und wett er nur den Auswuchs, nicht aber bie militär-psychologische Grnnbidee erkennen kann — bes- balb stehen wir noch lange nicht vor einem Jena. Und was nun den „künstlerischen" Wert dieses Buches anbetrifft, so kann man nur sagen: es steht in dieser Beziehung unter aller Kritik. Es ist ein Mische masch von fader Gartenlaubenromantik unb einer Art brutalem Scheinrealismus, ber nichts als widerlich ist. Tie Anhäufung von gemeinen Handlungen, Untaten unb Unglücksfällen wirkt anfangs schauerlich, schließlich aber lächerlich. Das Buch ist also auck), literarisch betrachtet, sicherlich nicht ernst zu nehmen, sonbern in eine Reihe zu stellen mit Kolportageromanen, bie sich auf Hintertreppen brett Die Mitglieder der deutschen Südpolar- Hrptdition in Rerliu. Berlin, 13, Jan. Qur feierlichen Begrüßung ber Mitglieder der deutschen Südpolar Expedttion hatte die Gesellschaft für Erdkunde heute abend einen Empfang veranstaltet. Erschienen waren Graf Posadowsky, Stacttssettetar F^bcherr v Richt ho ;cn, Minister Tr. Studt, Admiral v. Tirpitz, Gras Tallestrem, Herzog Johann Mbreckft von Mecklenburg, Prinz Ernst von Sachken-Altenburg, Prinz Arenberg, Generaloberst v. Hahnke und viele andere. Nachdem ber Vorjitzenbe ber Gesellschaft, Frhr. v. Nichthofen, bie Mitglieber ber Expe- bitioTi begrüßt hatte, hielt Prof. v. Dftygalski einen durch eine Reihe von Lichtbttoern illusttierten, nnt großem Beifall aufgenommenen Borttag, in dem er auf die Schick;ale der Erpedttion einging, diese eingehend schittderte um> mtt der Feststellung schboß, daß die Spedition neues Land e f u n b e n habe und damit die alte Streitfrage über bie Ausdehnung des cmtartti.chen Kontinentes über 10 Langen- grabe gefördert habe. Sodann wurde Prof. v. ^rygalsti die goldene Nachtigall-Medail'le überreicht. Sodann begann ttn $Jiebenfaate das Tiner. Hieroei hsett Starrs.ekretär Graf Posadowsky eine Ansprache. Er wies auf die Fortschritte ber Technik, die das glänzende Gelingen ber Expedttion ermöglicht habe, hm. Es war so möglich, ein Schiff hinauszusenden, das s»ch in seiner WiderscandSlraft gegen den Siurm als vorzüglich bewährte und es den Gelehrten ermö-lickste, m -enrral- aeheizten Räumen bei elektrischem Lich^ zu arbeiten. Em Fesselixillon erweiterte das Gesichtsfeld der Forschung Spreuamittel sck-oben den Zettpmitt der Einschließung des Sttnfses im Eise lstnaus. Tie Chemie lieferte to Vorzug liehe Nahrungsmittel, bcch wir bie*,e nock) watt) St. Louis auf bie Weltausstellung schicken, um auch dort zu zeigen, was wir aui diesem Gebiete leisten. Aber den schließlichen Grfola sichern nicht die bestvorberetteten Emrichtungen, souderu Kopf und Herz ber Diäuner, die den leblosen Stoff Nr. 11 Zweites Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 14. Januar 1904 Erschein: «,H» W"» F A** AM A**. aZ £ .. Somtlknblätta“ werben | | g | KZ | | | | 1 g | Verlag der Brüh,'Ich« Unwerru^ruCere,^^,®«^ Luxus. Don den konservativen Klottern hat tn bester Zeit keines so ucrchjdrücklich den Luxus im Heere bekämpft, wie die „Schles. Ztg.". Neuerdings gibt sie wieder einer Zuschrift Raum, die ficty gegen diekostspieligen Gaste- reien in Offiziers- und Beamtenkreis en rvcnoet. Darin wird gesagt: „Stil der Unsug ist neueren Datums! Früher war es nicht Brauch- daß der Leutnant seinen Obersten, der Regierungsrat seinen ObcrpräfiDenten zu Tische luo. Natürlich lebt man über seinen Stand und meistens auch über seine Mittel, wenn man den Wirt spielen will au, gleichen Fuße mit denen, die in einer besseren Lage sind, und sich Repräsentationspflühten euibildet, bezw. Reprä- sentationsrechte anmastt, die jenen standesgemäß zukommcn und bei jenen auch schon im Budget vorgesehen sind . . . Wer einen Minister zu Tische hat, glaubt seinen Esten besonders zu rmponiercn. Frettich hatten Staatsnranner etwas Besseres Ku tun, als die Rotte von T a f e l a u f s ä tze n zu spielen, aber das ist Sache des G-eschnnaes, unD allzusehr verargen darf man es ihnen nicht, wenn sie niet lächelnder Philosophie die Eitelkeit ihrer Nebrnmenschssn bLfciebi-- gen, die ihnen selbst doch schmeichelt. Minister bei Tische! Wer einmal die Sittengeschichte unserer Zeit schreibt, muß diese chp.sche Erfcheiuuug mü allen ihren sozialen Untergrüieden sa/Üdern, auch den Minister beim Vereinsfest, bei der Grundsteinlegung, bei dec Tenkmals- toeifye, oei den unzähligen Z-esten, Die je^t gefeiert werden. Denn was feiert man je^t nich. alles? Em Verein, der sein 25 jähriges Stiftungsfest begeht, w.ll seinen Minister dabei haben: das Tenkmalskvmitee, bu5 our Enthüllung schreitet, tut es nickst ohne Exzellenzen und womöglich nicht ohne ein paar Prinzen. Nocy nie haben die Deutschen so viel gefeiert, wie in der neuesten Zeit, die in Wirklichkeit nu~ wenig Anlaß zum Feiern gibt, und tatsächlich die wenigsten unter uns in F-eierftinunung verseht." Wenn der Gewährsmann des Breslauer Blattes recht unterrichtet ist, so ist an einzelnen hohen Stellen der Wille zur Abstellung des Uebcls bereits zum Ausdruck gelangt. Wie er hört, haben sich die Oberpräsidenten von zwer Provinzen mit den kommandierenden Generälen der Armeekorps derselben Provinzen ins Einvernehmen gefegt, um Einladungen nur so weit anzunehmen, als dieselben >eu schlichten älteren Traditionen entsprechen — dies in >er Absicht, chre Geselligleit nickst zu einer harten Steuer ür andere werden zu lassen, nicht um sie einzuschränken, andern um ihr eine für alle Beteiligten leichtere, sachgemäßere Form zu geben. Keer und Alocle. — Wie aus Essen gemeldet wird, weilte vor einigen Tagen ein Vertreter der Firma Krupp in Berlin, um mit der Regierung wegen der Lieferung von Geschützen neuester Konstruktion zu verhandeln. Die Bestellung werde bald erfolgen. München, 13. Jan. Das Verordnungsblatt des Kriegsministeriums veröffentlicht heute eine Allerhöchste Entschließung, durch die das Tragen der Achselstücke auf den Offiziers Mänteln und die sonstigen jüngst in der preuß. Armee eingeführten Aenderungen auch für die bayerische Armee angeordnet werden. vermischtes. • Paris 13. Jan. In Conbrun versuchten die Schüler eines Kollegs einen unbeliebten Aufseher durch ein Bombenattentat zu beseitigen. Der Aufseher wurde uur leicht verletzt. * La Rochelle, 13. Jan. Hier wütet ein heftiger Sturm. Die im Hafen befindlichen Schiffe können nicht auSlaufen. De-' von Rio de Janeiro konimende englische Dampfer »LarelinZod" erlitt an den Felsen der Insel Sem Schiffbruch. Von der Besatzung wurden dreizehn Mann gerettet. Zehn sind ertrunken. * Heber den verhafteten Professor Moritz Meyer tn Berlin weiß die neue Berliner Börsen - Zeitschrift »Plutus" (Berlin W. Lützowstr. 74) noch mancherlei zu erzählen. Es heißt da: Meyer hat etliche Bücher größeren Umfanges veröffentlicht, die zum Teil von bedeutendem wissenschaftlichen Werte sind. Als er seine besseren Werke schrieb, war er Handelsredakteur der »Voff.-Ztg." und Pclvatdozent der Nationalökonomie an der technischen Hochschule zu Ehar- lottenburg. Seine ivöchentlichen Böisenreouen hatten em zahlreichcs^Leserpublikum, da flotter Stil, umfassende Bildung und tiefe Fachkenntnisse es ihm, als einem der ersten unter den deutschen Fmanzjournalisten, ermöglichten, die Vorgänge an der Börse allgemein verständlich und doch ernst zu benehmen. Mtt der Schellenkappe auf der Tenkerstirn sitzen die Jiadikalften und die revisionistischsten Sozi neben dem gold schwersten Kapitalisten. Und die gleiche Heiterkeit bricht durch, wenli vam Podium herunter die „Narren" ihre Kw lauer zum besten geben. Diese „drarren"' sind rote und schwarze Schuster und Schneider, liberale Kaufleute und Die höchsten Zivil- und Mitttärbearnten des Landes. Ta schau her: die Rednertribüne hat die Farm einer Eule und darüber leuchten uns die tiefsinnigen Berse entgegen: Sei luftig Tu Schöbe, was leidste denn Not, Tu lebst sv kurz und sv lang' biste tot. T'rum alleweil fidel, und gar nicht zu knapp. Vermach' Seinen Erben Tein' Stern und Dein Kapp'. Und nun tritt gewichtigen Schrittes aus die Euleniribüne der Provinzialdirektor v. Gagern, ein Sohn des 1L4L gefallenen Generals. Und er hebt an: ,/Narrha.lesen! Nur zagend betrete ich die Eule, sie ist das Symbol der Weisheit und nicht jedem ist es gegeben, im Gewände der Narrheit Weisheit zu verzapfen. Gern komme ich in die Narrhalla (Mainzer Stadthalle), denn das ist die einzige Ber.ammlung, wo Bourgeois und Sozi in Brüderlichkeit tagen." Gagern verulkte dann die Bürgermeister von Mainz und dem Nach- barort Guisheim, um schließlich das Feld zu räumen dem Generalmajor v. Zastrow, der die Garnison Mainz und die hübschen Mädchen feierst. Er kriegt seine Hiebe von prächtigen Narren, die die neuen Achselstücke verulken und das Wort Garnison verpönen, weil die Mainzerinnen sonst gar zu leicht an die „kleine Garnison" denken könnten. — Nach der „Köln. Ztg." wurde die Direktion Stein- aoettcr in der Nachbarstadt Marburg, wo der Zapfenstreich ebenfalls einmal aufgesührt wurde, verirau^b bedeutet, vvn weiteren Ausführungen dort a b z u - sehen, weil das O f f i z i e r k o r p § des dortigen Jäger- datzalllonS Rn stoß da.an nimmt und bei Wiederholungen das Theater ganz meiden würde. handeln. Er gewann bald Ansehen und Einfluß beim Börsenvölkchen. Dazu aber stand die nicht gerade glänzende Bezahlung bei seiner Zeitung in einem gewißen Gegensatz. Er verfiel, wie andere vor und nach ihm, auf das an der Börse mcht gerade seltene Ergänzungssteuer-Verfahren. Tie Einnahmen daraus stoffen so öffentlich, daß man sich eigentlich wunderte, als Meyer der Eharalter als Professor beigelegt wurde. Witzbolde meinten damals: Es habe ihm endlich ein »Charakter* verliehen werden muffen. Kurze Zeit danach machte sich Meyer sogar bei der Vossin unmöglich. Er stolperte — auch so ein Witz des Lebens — über die Tarno- witzer Emission der Rheinisch - Westfälischen Bank unseligen Angedenkens. Jetzt ging es schnell bergab. Hugo Löivy, der gerade aus dem Zuchthaus gekommen war, taufte nut besserem Gehalt die glanzende Feder Meyers für die von ihm oder seinen Vor- und Hintermännern erworbene »Berlmer Finanz- und Handels-Ztg.* Nebenbei gab Meyer noch ein eigenes Finanzblatt heraus — mehr zur eigenen Bedarfsdeckung, als für den Bedarf des Publikums. Als er von Löwy fortging, widmete er sich ganz der »Fruklisizierung" seines eigenen Unternehmens. Er schnorrte Inserate und Abonnements. Und bei der auffallenden Liebe, die unsere Banlwelt journalistischen Schmarotzern mit und ohne Fähigkeiten entgegenzubi'.ngen pflegt, schlug er sich durch — von einem Tag zum andern. Er war schon lange eine Pump- genie. Noch in den letzten Tagen vor dem Zusammenbruch Der Preußischen Hypothenbank gelang es ihm, an ihrer Kaffe Bargeld zu erhalten. Keinem glückte es nach ihm mehr. Daß »Professor 9)1.' auch Kostgänger der Pommernbank gewesen ist, ward ja seitdem gerichtsnotorisch. Noch einmal schien dem Siebzigjährigen das Glück zu wmken. Em hiesiger sehr junger Bankier, der eine Finanzzeilung hecausgibt, zahlte ihm ein gutes Gehalt. Dort im Bureau saß Meyer unter strenger Klausur und schrieb nach Anweisung rechts und links, wie es gewünscht wurde. Aber unleugbar ist, daß er eS verstanden hat, auch jenem Blatt einen pikanten Reiz zu verleihen. Die Form beherrschte auch das sensile Gehirn noch. Aber das Verhängnis war nicht mehr aufzuhallen. Etwa um die Zeit, da man im »Westminster - Hotel* Herrn Profeffor Moritz Meyer nebst Gattin verhaftete, war im Inseratenteil der »Voff.-Ztg." zu lesen: »Wer schreibt all» wöchentlich gegen gutes Honorar einen pikanten und feuille- tonistischen Börsenartikel?" (L) Tie jchauerkicye Verwirklichung eines Melodramas, das unter dem Titel „Am Telephon" auch in Teutschland über die Bühne gegangen ist, erlebte vor einigen Tagen der Schauspieler Georg Hart stock in Mineapolis. Sein Freund, der Schau,pieler James Gar- fielb klingelte ihn an und rief ihm zu: „B.eibe mal einen Augenblick am Telephon und paß auf!" Hartstock hörte dann, wie Garfield mit einer Frau sprach und wie diese ihn bat, ihr das Leben zu lassen. Er glaubte, das Ehepaar studiere eine neue Rolle ein. Plötzlich aber knallten kurz hintereinander zwei Pistolenschüsse, denen ein erschütternder Schrei und tiefes Stöhnen folgten. Tem Mann am Telephon standen die Haare zu Berge. Er rief sofort die Polizei an, und diese fand, nachdem sie in das verschlossene Zimmer des Ehepaares eingedrungen war, Mann und Frau mit durchschossener Schläfe tot vor. Gcrtchlssaat. Elberfeld, 13. Jan. In ellstüudiger Verhandlimg beschäftigte sich das Schwurgericht mit der Anklage gegen den Professor Karl Deditius von Barmen wegen der Körperverletzung mit tötlichem Ausgang. «.Siehe unseren gestrigen Artikel). Wie in der früheren Straskammerverhandlung, so wurde auch vor dem Schwurgericht festgestellt, daß Professor Deditius die Gewohnheit Hatte, Knaben so zu züchtigen, daß er sie am Rockkragen fable, ihnen Hände oder Daumen unter das Kinn drückte, sie heftig schüttelte und gegen die Wand schob. Tie genaue Todesursache des Quartaners Busch war mit Bestimmtheit nicht mehr festzustellen. Die beiden Aerzle bezeichneten es aber als ganz außerordentlich wahrscheinlich, daß zwischen dem Ausbruch der Krankheit und der Behandlung ein Zusammenhang bestehe. Mehrere andereAerzte vertraten dagegen die Meinung, daß ein solcher Kausalzusammenhang nicht so wahrscheinlich sei. Unter diesen Umständen ließ Staatsanwalt Metz die Anklage auf Körperverletzung mit Todesersolg fallen, stellte aber die Frage nach Mißhandlung im Amte. Tas Gericht stellte zudem noch die Frage nach fahrlässiger Körperverletzung. Dem Professor, der bereits 22 Jahre an der Realschule in Barmen unterrichtet, wurde von seinen ehemaligen Schülern sowie von Kollegen das glänzendste Zeugnis ausgestellt. Nach nur kurzer Beratung verneinten die Geschworenen säintliche Schuldfragen und Professor Deditius wurde iretgefprochen. Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft. — Die industrielle Lage und die Börse. Es sind in den letzten Tagen einige weniger günstig lautende Mitteilungen über die Entwicklung der industriellen Berhällniffe befannt geworden. So wurde auch von uns mitgeteilt, daß in den rheinischen Jn- dustriebezirken in der 'DZontoninbuftrie eine Stockung emgelreten sei. Demgegenüber ist doch darauf auinlerksam zu machen, daß viele Jndustrtcaktien trotz der Kriegs^erüchte, die ja immer noch nicht verstummen wollen, an den Börsen von Berlin und Frankfurt zum Tell recht aniebnllche Steigerungen erfahren haben und insbesondere von Kapitalisten gekauft wurden, da man zuversichtlich ermattet, daß die gewerblichen LerhälMiffe sich weiter bessern werden. — Allgemeine Elektrizitätsgescllschaft. Es ist schon wiederholt von emer Erhöhung des Aktienkapitals dieser Gesellschaft 'Dlitteilung gemacht worden. Nun verlautet bestimmt, daß diese Erhöhung 22 */, Mill. Alk. betragen soll, demnach das Gesaml- aktienkapital in Zukunft 82 '/, Mill. All. betragen würde. — Ta muß immerhin schon ordentlich mehr verdient werden, wenn die Dividende auch nur auf ihrer Höhe bleiben soll. Märkte. Limburg a. d.L., 13. Januar. Fruchtmarkt. Durch- schnittspreije pro 9)ialter. Roter Weizen 00.00 Alk., weißer Weizen 00.00 Alk., Korn 9.70 Mk., Gerste 8.62 Alk„ Hafer 6.00 Alk., Erbsen 0.00 Alk., Kartoffeln 00.0 Alk. Eingesandt. iFür Form und Juhu . Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Reduktiv«, . cm Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Hörn sh e i m, 12. Januar 1904. Zur Bahn Gießen-Slcebachtal—Ustugeu. Daß die Entfernung der One des Kleebachkales von Gießen, bezw. Butzbach geringer ist als von Wetzlar, läßt sich nichl vc- Ürettcn, eine Inne, welche etwas anders auirocifen würde, müßte mit zweierlei Maß gemessen sein; es sei denn, daß man die Orte 'Jtei*tiid)cn, Volpertshausen u. |. w. auch jum HuUenberg, bezw. Äleebattjial zählen wallte. Der Verkehr ber Kleebachtatorte, weicher in früheren Jahren vorzug-weise nach Wetzlar ging, ist heute dorthin nicht viel mehr als Null. Nur blinzelte WochenmarktS- besucher aus den unteren Orten am Kteebach werden noch zu zählen sein, die den weileren und unbequemeren Weg nach Wetzlar zurück- legeii. Ta aber die Wetzbachlalbahn voranssicbllich nie gebaut wird, ist es den Bewohnern des Kleebachiales nicht zu verargen, wenn sie sich nach einem anderen, dazu bequemeren und auch vorteilhafteren Schienenweg umsehen, und dies ist die Richtung nach Gießen. Tlese Sladl entwickelt sich i m in e r m c h v. Ter Verbrauch darin, wo sich dazu nod) eine Universität nut ihren zahlreichen großartigen Einrichmngcn und ein Regiment befindet, wird immer großer. Es werden dort zahlreich Lerne auch aus den m Betracht kommenden Crien des Preises Wetzlar bcschäiiigl; seltionsweije marschieren dre Arbeiter aus den Crten Lützellinden, Hörnsheim, Hochelheim und Tornholzhaufen früh morgens zu den Aroeusslelleii in Gießen. Aus den Crien Qliebetcleen, Ebersgöns, C b erde e n, selbst Kleeberg und Griedelbach wurden sehr bald die Arbeiter und der Geschäslsverlehr diesem Zuge folgen, wenn Bahnverbn.dung in der gewiinjchten Weise hergeuellt wurde. — Gießen ist aber auch ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt, Wetzlar nur eine Ziviichensialion. Was aber diese Bahn noch begehrenswerter macht, ist der Umstand, dag durch diese auch mittelbar die Verbindung mit der Kreisstadt Wetzlar, mit dem dortigen Amis- gerlcht und den vcrichiedenen Behörden hergosielll wurde, um so mehr, da von Wieben nach Wetzlgr und zuruck alle Augenblick Zuge verkehren. T,e Bahnen werden rncht mr einzelne st ne und auch nicht für einzelne Städte gebaut, sie jolleir vielmehr her '2111- g e in e i n l) e 11 dienen, und jo sind in erster mme die Zweck- mätzigkeitsiragen und die Möglichkeitsjragen zu berücfiidjugen. Am leichtesten und billigsten sind Bahnen den Flußtäuien, hier Bach- iQuien, entlang heizusiellen; die edjivierigteit eines Bahnhanes über die Wasserscheide beim LL°ü l,pUl,t1/ tietiln, ?-4 b“"*«««,! -Ä‘a 2V,eM Kehligen. 5tm ,ei’> hier Luch. **^0 -Qual "> Metzlar J®W) iamtlicher * Hi: £ rco^e sich cieU lflen ^euBeiung ei» Wider- ,Qlls iuc^l Tag ommeneu Bahn, wird ircudia ie.1 cicUung zu '^Nhung m öen öei' ^iolfl wird Dezember. Tein !b. 15. üJIol Tem geb. 25. Novbr. a öenneite, geb. ' Bollman» eine mBureaugehilien geb. 8, Äugusl. rn «Sanner eme rr Heinrich Hödel :ts, gcb.H.Slovbr. Blank ein coljn, uni 3n|iaüaieur e Theodore, geb. Lohn, Wilhäm n Lqloßer Hari )r. Tem Treher ■ Ten 3. Januar. Schier, Haiharme . Ten 25. Tez. irie.geb.VJloubt, >r, Lma Auguste, ibel eine Tochier, chloher Hari Wer Tem Buchbinder a, geb. ti. 'Jloubc, n, Richard Alax Dezember. Peter lacharme Wagner, zu Wiegen Ten Jina Erieb, Tochter Johnnesge» lupnann in Wefels» rmeislers heinnch z. Tez. Ha,Hanne IrbeitetS Wilhelm , Januar. Helene Woli, 29 Jahre delene Hraatz, geb. iah, 75 Jahre alt, de. Ten 29. Tez. iteinerin Urbanus I.Tez. PHU'PPE ad Kegler, >»ahre im In), ^."dw'ch Januar. he>n'^ ,rb den 3. Januar, io Jahre alt, starb i/chmd-s-ch-h- Januar. trn. "«S» iÄU** flatr«®»1“1 ar 19% Uhr. nittag 8-dU ; rinde- ÜJflUW6 9.00 M6 en i* rt,; bie wA beßidg' L im* ,n Oem’ll' e (?) (?) ob 2 CP Co 3 3 S D 5 5 er o Ob ro ö H- g- "g’ g cs co 3 er o g g 'S 'S 3 A g" er o -c ro g s » s- » Qrt rr 3 g g gr 3 a* o a er " ft « o M er g 3 (?) "ti 3 o CD S d' s ra 3 ^CD V 3 3 er 8 o L g' 3 3 2. O- w o- or 3 „ G eres ft 2 co 2. er ft" 3 S< - E? ® A 3 2 3- " er ft ro Co ft.CD AH 3 3 CP O 3 'S" A er P o g- -g. co ~ 3 A er o jo K) er er. ft r» g 5 3 5 CD -3 Z-AO 3 "ft* * • en- — 66 e-, »s 5; O g 3_ •"* g: to'g' cu er g ft " S< g QT CD ° rt q II "G S' ri ro n 3 a< er 3 3 X •—< zt er 3 ft O • —• = er 2$ ,5 ft ZZ CO S, 3 Z-A er V «6 er- s _.ea C g- er 2 o ft" S-co 12 3 R- er ex S> % ®> f-= ■S» ST er = ra 3 CD 3- er ' o _ 3- Cb o to O 03 -33° Ss E g' <0 ä S< cP R"- «CD «I 3 ro 2. öS) » V CD OS er 3 er 3 ■C3« ra L S.cS 5- 2. 3 Cu am <5 ra 00 ft CO S. ro Ö 3 w B 66 O g 3 3 5 K 2. er §) । 3 2: g: i» D 3 o 3 C 3 — 2 o « Ä or TO H- CO CD GO c> GO §s= ft 5-« O C Z* « 3 -c ra r-e ec o CD 2 er S- Cb S ft C 7g 3 — O- ~g S' 2 3 ra" »!« 3" fco L D Ztzcst S)ss Q.O' "’S, ’ o 3 S 3,-^-S « 2. Ä 2 2R 3 ° 3- 5b to-e 2 3- TO ZA- 3'"2? S 2 3 tio 3 o- <ä> 3 " —" er 7g? ft O Om 3 g 66 3- » CD 3^’S' 2 3 er ___ ft C: P 3 | co O- 3 g 3 CD er 77 CO —. 06 CD U ft % 3 g 5 er 3 § <5? 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