154* Jahrgang Nr. ÄÄ3 Erstes Blatt Dienstag 13. Dezember 1904 Amts- und AnzeigebltM für den Kress Gießen •vieet«! ELgktch außer Sonntag». tem E^eßener Anzeiger »erben tm Wechsel mit dem Kesfischea Landwirt die Gießener Kamillen« hlÜtter viermal in der Woche beigelegt Rotationsdruck u. Verlag bei Brüh l'ichen Nnweri.-Bucd-u. Stein- druckeret. 81 Bange, Rebafttrm. Trveditto» und Druckerei: Schul st ratze 1. tlbrefle für Devetchen: Anzeiger Bietzen. $ernfprrd)an1d)luB 9h 51. vezngSpretOt monalllch7bDL viertel» jährlich Ml. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch diePost Mk.L.—»ie-Uel- jährl. auSschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die laflc-jminunet bis vormittags 10 Uhr. Zeilenpreis, lokal 12 Pf* LuSwariS 20 Pfg. Verantwortlich füt den polit und augem« Teil V. Witt ko für .Stadt und ßanb* und »Genchtkfaal^: 91 u g u ft Goetz; für den An- zewentell: Hans Beck. Iie Heutige Yummer umfaßt 10 Seiten- Ktlmnnlmachung. Die über den Schafpferch des Herniann Kren ter zu Grün berg verhängte Sperre wird hiermit ausgehoben. Gießen, den 10. Dezember 1904. Großh. K-reisamt Gießen. I. V.: Hechler. Meisterknrse für Zattdllierlrsutkjsttr lind Leskllea über 20 Jahrs sollen bei ausreichender Beteiligung im Januar und Februar 1905 abgehalten werden für Schuhmacher, Schneider, Sattler, Wagner, Schreiner und Glaser, Lackierer und Weißbinder, Buchbinder und Porte- seuitters, ferner Unterrichtskurse in gewerblicher Buch- sührung. 9täl)cre Angaben enthält die Beilage zum Gewerbeblatt Nr. 49 vom 9. Dezember 1904. Anmeldungen, bezw. Anfragen sind an die unterzeichnete Behörde baldigst zu richten. Darmstadt, den 2. Dezember 1904. Großherzogliche Zentralstelle für die Gewerbe. Noack. politische Tagesschau. Unruhen in Rußland. In Odessa wurde am Samstag auf den Polizei- tn ei st er Kisljukolwski ein Attentat aus offener Straße verübt. Als der Polizeimeister abends durch die Preovraschenstaja-Straße ging, stürzte fici) von hinten ein uubekanrcrer einfach gekleideter Mann auf ihn und schlug ihm mit einem scharfen Gegenstand so stark über den Kops, daß er blutüberströmt und ohnmächtig zusammenbrach. Auf der Straße entstand ein starker Tumult, den der Attentäter benutzte, um in einer Seitenstraße spurlos zu verschwinden. Der verwundete Polizei- meister wurde nach dem nächsten Hospital gebracht. Sein Zustand ist besorgniserregend. Ueber Petersburger Studentendemonstra- Honen vom Sonntag wird amtlich folgendes milgeteilt; Um Mittag, als die Messe beendet war, nahm der Verkehr aus dem Newski-Prospett zusehends zu. Unter den Spaziergängern bildeten sich zahlreiche Gruppen von Studenten und Studentinnen. Die jungen Leute schienen erregt und blieben gruppenweise auf dem Bürgersteige stehen, wodurch sie den Vermehr für die Fußgänger hinderten. Die Polizei verdoppelte unter diesen Umständen ihre Wachsamkeit. Gegen 1 Uhr versammelte sich eine beträchtliche Menschenmenge, aus deren Mitte zunächst Gesang und dann Ruse wie: „Es lebe die Freiheits und andere ertönten. Hieran, wurden zwei rote Fahnen mit revolutionären Inschriften entfaltet. Als noch mehr Personen sich an die Menge herandräugten, wurden Polizisten zu Fuß und zu Pseroe und eine Abteilung Gendarmen gegen die Menge geschickt, um mit Hilfe der Feuerwehr die Ordnung wieder- herzustellen. Sie trieben die Menge, die in wenigen Minuten sehr zahlreich geworden war, auseinander und nahmen die Fahnenträger und mehrere andere Personen fest. Bei einem verhafteten Arbeiter wurde ein geladener Revolver gefunden. Zwei Fahnen wurden fortgeuommen und drei andere auf der Stelle, wo die Unruhen statt- sanden, gefunden. Tie gleichen Vorgänge wiederholten sich gegen zwei Uhr bei der katholischen Kirche, bei der Ka- lharinentirche und bei der Polizeibructe. Während der llnterdrnauug der Unruhen konnten die Straßenbahnwagen nicht fahren, weil sie von Demonstranten überfüllt waren. Der Vertehr der übrigen Wagen und Schlitten erlitt keine Unterbrechung. Gegen drei Uhr war die Ruhe überall wiederhergestellL. Während der Unruhen leisteten einige Demonstranten Widerstand und schlugen mit ihren Stöcken um Hü), die Polizei zog daran, blank und schlug •mit der flachen Klinge auf die Menge ein. Gemeldet sind 42 Personen, die Stöße, Quetschungen und unbedeutende Verletzungen erlitten. Ein Gendarmerie - O s j i z i e r erhielt einen Stockschlag am Knie. Außerdem wurden Polizisten und Feuerwehrleute verletzt. Während des Tumultes wurden 123 Personen vorläufig feil genommen, unter ihnen 88 Studenten. Nach dem Veryor auf dem Poli^ibureau wurden jedoch sämtliche f r e i g e l a s j e n. Außerdem wurden 48 Personen verhaftet, daeunter 32 i-nudenten und 5 Studentinnen. Neun von ihnen wurden wegen Vergehens gegen das Strafgesetzbuch i_-c-r das Gericht gestellt, die übrigen wurden nach Ausnahme des Protololls noch an dem gleichen Abend sreigelassen. So also siehts z. Zt. im Nussenreiche ans, nach ^a m t - l ich er russischer Darstellung. Die Ernennung des Fürsten Swiatopolk-Mirski zum Minister des Innern erregte schon die Hofsnimg aus eine neue Zeit, dann kamen die kühnen Umgeitaltungsvorschläge der Seinflmos, die Gewährung größerer Preßfreiheit. Jetzt glaubte man m den Kreisen bet Sieformer werde das erlösende Wort des Zaren fallen, würden nventgstens' eiji paar Punkte des Semüwo-Programms der Erwägung ivert gehalten werden. Allem Zar Nikolaus soll mach der bekannten, bisher unwidersprochen gebliebenen Meldung den Semslwo-Entwurf mit dem kühlen Bemerken (sein Munster zurückgegeben haben: Sagen Sie deii Herren, >au jetzt nicht die richtige Zelt ist!" Was hat es da zu be- -uieii, wenn Fürst Swiatopolk-MirSki eine Abordnung von Ltoskauer Advokaten empfängt und die Genehungilng erteilt zur Versammlung des Kongresses der Adelsmarschalle im Februar, von dem sich angeblich „viel erwarten läßt"? „Es ist nicht die richtige Zeit", das sagt alles und beweist mehr als alles andere, daß in Rußland die Anhänger eines liberalen Regiments — von der Verfassung ganz zu schweigen, die wohl noch auf lange hinaus ein frommer Wunsch bleiben wird —7 ihre Hoffnungen begraben müssen. Die Richtung Pobjedonoszew ist die wichtigere, ihre Mitglieder haben das Ohr des Zaren. Diese Studentenunruhen sind jedenfalls im letzten-Grunde auf die Enttäuschung zurückzuführen; nach den bis zu einem hohen Grade gestiegenen Erioartungen war ein intensiver Rückschlag unausbleiblich. Es wäre politisch klüger gewesen, die Jlliisionen nicht erst hervorzurusen, sondern von vornherein zu erklären: Es ist jetzt nicht die richtige Zeit, an Reformen im Inneren heranzutreten. __________________ Der Krieg. Port Arthur Tokio, 12. Dez. Urne vf.^ülle Mitteilung der Belagerungsarmee vor Port Arthur sagt: Vier russische Linienschiffe,zweiKreuzer, ein Kanonenboot und ein Minenschiff sind vollkommen kampfunfähig gemacht • eine weitere Beschießung der Schiffe ist unnötig; jetzt wird die Stadt beschossen und ihr schwerer Schaden zugefügt. London, 13. Dez. „Standard" meldet aus Tokio von gestern: Aus glaubwürdiger Quelle verlautet, daß die „S e- bastopol" unter dem Schutze der Landbatterien von Mantanschan liegt, aber inzwischen Torpedoan- grissen aus Gnade und Ungnade ausgesetzt sei. Tie russischen Zerstörer sollen sich zwischen die Hospital, chiffe geslüch- tet haben. — Die „Times" meldet aus Tokio von gestern: Die Japaner werden, wenn sich der Verdacht bestätigen sollte, daß die russischen Zerstörer zwi,chen den Hospiral- schissen liegen und ,o die roie Mcuzftagge mißbraucht haben, sofort das Feuer erösfnen. London, 12. Dez. Nach einem der hiesigen japanischen Gesandtschaft zugegangenen Telegramm meldet die Belagerungsarmee vor Port Arthur, daß durch die gestrige Beschießung die Station für drahtlose Telegraphie am Fuße des goldenen Hügels erheblich beschädigt und ein Arsenal ui Brand gesetzt wurde. Kapstadt, 12. Dez. (Reuter.) Das nach Port Arthur fahrende russische Lazarettschiff „Deel" ist hier zur Ausnahme von Vorräten eingetrosfen. Zwei große Schiffe, die möglicherweise zum baltischen Geschwader gehören, passierten heute jrüh das Kap. M u k d e n, 12. Dez. Von Port Arthur wurden in letzter Zeit günstigere Nachrichten beiannt. Danach ist der V or gür te l n o ch v ö ll i,g in t a 11. Der 203 Meter-Hügel wird westlich flankiert vom Fort Panlungschan, welches die Japaner erst zuni Schweigen bringen muj|Ui, um jener Höhe völlig Herr zu sein. Tann allerdings wird das gesamte Stadlinnere nebst den beiden Häsen unhaltbar. Die russische Port Arthursivtle muß als verloren gelten, wenn sie nicht auslaufen kann, bevor die Japaner ipre schwere Artillerie auf der eroberten Höhe vollständig in Stellung gebracht haben. Es gilt als durchaus wahrscheinlich, daß eine eigentliche Kapitulation überhaupt nicht erfolgen wird, sondern daß die Fortsgruppen selbständig den Kamps weitersühren. Aus der Mandlchurei. Tokio, 12. Dez. Aus Dem Hauptquartier der mandschurischen Armee wird berichtet: Gestern früh um 2 Uhr griff eine Abteilung der russischen Infanterie Peitaitzon an, wurde aber bei Tagesanbruch völlig in nördlicher Richtung zurückgetrieben. Gestern nachmittag eröss- nete russische Artillerie, die eine Stellung westlich von Manpavjchan besetzt hielt, ein Geschütz feuer auf Aaotun und Tangtschiapaotzu. Gleichzeitig beschoß russische Artillerie, die luefiiid) von Taschan stand, Putsaowa. Die Beschießungen richteten keinen Sa-aden an. Ferner wurde Mamaischeih am ceajten Ufer des Hunho von russischer Kavallerie angegriffen; diese wurde jeD nach Westen hin zurückgetrieben und verlor eine An za.' .unnschajten, während auf japanischer Seite ID zu verzeichnen sind. Le o■■ j. „Motiuiig Post' meldet ausSchang- hai von. 2 chl i e n u n g ' d e i' ll n c v e r i i l ä t lvnrde aufgehoben und die Vorlesungen im. . n i 'iUc ohne Ruhcstörrmg ausgenommen. __Blälterweldua.en aus Prag zufolge wurde der aus Rudolstadt in Thüringen flammende Wiener Eurnlehrer Döbert mit Mitgliedern des Prager deutschen Turnvereins in der Nacht von 4. Preis auf Kanarien, auf eit) ein ; Puth zwei auf Tauben; ein 3. Preis auf Tauben; 2. Preis auf 2. und vier als ist, des der 2. und ein L, zwei 2. 3. und drei auf Hasen; auf Hübner; aus Tauben; 4. Preise auf Tauben; I. G. Seipp ein 4. Preis aus Hübner; Jul. Stohr ein 4. Preis auf Hühner; L. Tros; ein 4. Preis aus Hühner; Chr. Wallenfels goldene Medaille für Futtcr- artikel; Carl Wiedmayer ein' 3. Preis aus Hasen. — Ehrenpreise erhielten folgende auswärtige Aussteller: flirt; H. Gertb, Elgershausen; Walter Roemer, Kirchhain; H. L. Geyer, Frankfurt; G. Hch. Keil, Strebendors; Ad. Carl Nabel, Frankfurt; L. Menget, Leuten nicht alle werden, beweist folgender Fall: Der Sohn ], Nidda, 12. Dez. In unserer Zeit, da man über eines Landwirtes aus dem Vogelsberg litt an epileptischen pen Mangel a n Aerzten gewiß nicht 511 klagen hat, Krämpfen. Als der Landmann kürzlich mit dem Jungen in mug mnn sich wundern, daß seit geraumer Zeit hier nur Gießen war und dec Junge auch einen Anfall bekam, gesellte ein ylrzt ansässig ist, nachdem in unserer Stadt seit vielen sich ein hiesiger Taglöhner hinzu und eröffnete den; Land- Jahren stets zwei Aerzte für hier und die umliegenden Orte mann, daß er in der Lage sei, die Krankheit zu heben; er I bcfd^äftiqt waren; ja auf einem der benachbarten Orte war sei dies von einer weisen Frau gelehrt worden. Die beiden -j^ige Jahre lang mit ganz schöner Praxis ein Arzt tätig, wurden schnell einig; der Landwirt lub den Wunderdoktor Daß die Arbeit von einem Herrn hier tatsächlich nicht be- ein, nach seinem Dorfe zu kommen, was auch geschah. Der wältiqt werden kann, beweist schon die Tatsache, daß der Wunderdoktor erhielt 5 Mk. Spesen, allein das angewandte Betreffende zu seiner Unterstützung stets eines Gehilfen fromme Sprüchlein hatte die Krankheit nicht beseitigt. An- bedarf. länger angehört und deffen Vorsitzender er seit 15 Jahren wurde durch Ueberreichung eines Diploms und einer Kunst und Wissenschaft. _ Der Kaiser bewilligte Rudolf Genäe aus Anlaß seines 80. Geburtstages eine Dotation von 2 000 Mk. pro Jabr. (Prof. Genee, geb. am 12. Dez. 1824 zu Berlin, hat sich als Literaturhistoriker einen Namen gemacht. D. Red.) — Von maßgebendster Stelle wird mitaeteilt, daß Geheimrat Koch und Geheimrat Dr. S ch n tz, Professor am patholoais-^en Institut in Berlin, soeben eine längere Reihe von gemeinschast- lichen Versuchen abgeschlossen haben welche sich auf eine Schutzimpfung gegen Rindertuberknlose beziehen. Die Versuche sind durchaus befriedigend verlaufen. Geheiwrat Schütz ist mit der Ausarbeitung eines Berichtes beschäftigt, dessen Veröffentlichung Anfang nächsten Jahres ah erwarten ist. — D i e Regelung der Kölner Theate r verhält- u i s s e dürfte binnen kurzem ihren endgiltigen Mschluß finden. Die städtische Theaterkommisfion hat in Uebercinstimmung mit der städtischen Verwaltung für die Uebertragung der beiden Theater an Max Martersteig vom Renen Theater in Berlin, den Verfasser des neulich von uns besprochenen tüchtigen großen Werkes über das deutsche Theater im 19. Jahrhundert, sich entschieden. Für die Einrichtung einer Intendanz hat man sich nicht entschließen können; indes ist auch von der Rorinierung einer bestimmten Pacht summe, die früher 40 000 Mk. betrug, Abstand genommen worderr. Die Nesfruahme der Theater durch Martersteig dürste am 1. August 1005 erfolgen. Keriittslaal. S t. Pölten (Nieder-Oeslerreich), 12. Dez. Der 17jährige 1 Knecht Josef Grader, der eine Krämerin, bereit Tochter, später E. Plank ein 3. und ein 4. Preis auf Tauben 4. Preise auf Hühner; W. Ranft zwei 4. Preise PH. Reitzel ein 3. Preis auf Hühner; Neuling aus Hühner; Fr. Rosenbaum zwei 4. Preise Nübsamen ein 2. Preis auf Gänse und ein Hühner; Schmieder Ehrenpreis, ein 1., zwei und ein 3. Preis auf Hasen; Forbach vier Gabriel ein 3. Preis 4. Preise auf Tauben; Hanau Ehrenpreis und ein 2. und ein 3. Preis Jansohn u. Scharmann ein 2. und ein 4. Preis Jochem ein 1. Preis auf Gänse, ein 3. und zwei 4. Preise Hühner; Kalbfleisch ein 3. Preis auf Tauben; Hch. Keil 2., ein 3. und zwei 4. Preise auf Kanarien; W. Keil ein 4. Preis aus Tauben; Kuhl ein 3. Preis auf Hühner, 2. Preis auf Eier; Kuhnd ein 2.. ein 3. und ein 4. Preis auf Hühner und Gänse; Leib ein 3. Preis auf Hühner; Leichtweiß ein 1. und drei 4. Preise auf Kanarien; Meyer Ehrenpreis, ein 1., ein 3. und ein 4. Preis auf Kanarien. ein 3. und zwei 4. Preise aus Hühner, ein 4. Preis auf Tauben; Petri ein 2., ein 3. und zwei 4 Preise auf Kanarien; von 500 Mark, gegen dessen Ehefrau eine solche von 150 Mark. Der 01erichtsHof behielt sich die Verkündigung des Urteils biS nächsten Montag vor. , Mainz, 10. Dez. Gegen die Wahl des fretrelt- giösen Predigers Freiherrn von Zuceo-Cueeagna zum Stadtverordneten wurde Protest eingelegt, weil er als Geistlieher zu betrachten sei und Zusehuß zum Konfessionsunterricht von der Stadt beziehe. Der Landtag hatte jüngst in einer Erörterung über die Zulassung des Freiherrn von Cuecagna zum Mainzer Schulvorstand entschieden, daß der freireligiöse Prediger nicht als Geistlicher anzusehen sei. Auf den Entscheid der Verwaltungsbehörde ist man allgemein gespannt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Vor einigen Wochen verschwand der in Gonzenheim wohnende Lokomotivführer Heinrich Geuschkel unter Mitnahme von 2000 Mk. Run traf von Hamburg eine Depesche ein. daß Ol-enschkel tot ans der Elbe gelandet worden sei. — Am Samstag traf ein Mann Namens Adam Hölzer in der Fahrgasse in Frankfurt den 32jähr. Friseur Paul Wiegand ans Nierstein, der ihm sein Leid klagte, es sei ihm sein» ganze Barschaft gestohlen worden. Hölzer führte den Mann zur Polizei, wo dieser Anzeige erstattete, dann znm Telegrapbenamt. wo Wiegand angeblich nach Hause nm (Mb telegraphierte, und nahm ibn schließlich nach ferner Wohnung mit, da der Arme kein Nachtguartier hatte. Nun hat sich Wiegand, iedenfalls aus Verzweiflung über den Diebstahl, in der Wohnnng seines Wohltäters er- bänat. — In der Generalvertammlnng der Ortskrankenkasse in Weilburg wurde ein Vertrag mit den Aerzten abgeschlossen. nach dem ab 1. Januar 1005 das Honorar für das Jahr und Mitglied 7 ruf e rnnöfijgf nnrfr. trunk verwendet hätten. Als infolge einer Anzeige wegen h luftigen Bezugs von Chemikalien in den am Sclyrlbans in Langen befind- lichen Kellereien des Angeklagten eine Revision vorgenomirml wurde, konnte der Sachverständige Prof. Weller in einer Anzahl Fässer eine weit über die GesetzeSbestimmnngen Hiuauöachende Beimischung von Zuckerlösung konstatieren. Dagegen laßt ftw em direkter Beweis sür die gesetzwidrige Verwendung von Ehemtkalu.n nicht erbringen. In ähnlicher Weise gab auch ^ackweNtandlger Schulrat a. D. Do sch sein Gutachten ab, wöbet er icdvch betonte, daß er der Behauptung, die vier erwähnten / van er feien lediglich zum HauStruuk hergestellt gewesen, keinen Glauben smcnfeu könne. Der Staatsanwalt lftelt die Weiiftälfchung tut Djnne der Anklage für erwiesen nnd beantragte gegen Jacob eine Geldstrafe. Samötaa auf Sonntag auf dem Heimwege von mehrere, slavi* sch?n Studenten in -ndrinalicher Weise an gehalten. Es kam zu einem Zusammenstöße, bei dem Döbert cmen Stockhieb erhielt und am Mn verwundet wurde. Em Student erlitt Abschürfungen Sämtliche Teilnehmer wurden polizeilich Her* u 0 ni men ■ Aus Stadt und Sand. Gießen, 13. Dezember 1904. •• Verhaft«um Der von verschiedenen Behörden verfolge Fahrräderdieb Horz wurde gestern in Frankfurt a. M. verhaftet. Horz, der den Diebsiabl von Rädern gewerbsmäßig betrieb, hatte auch hier am 17. v. Mts. ein Rad gestohlen und alsbald verkauft. — Verhaftet wurde ferner in Vilbel auf ba§ Ausschreiben Großh. Polizeiamts Gießen hin ein gewisser Maurer, der bierVorträge über Japan hielt und da-1 bei Zcchbetruq sich zu schiilden kommen ließ. •* Messerstecherei. Am verflossenen Samstag gerieten an der Schützenstraße zwei Männer in Streit, wobei der eine dein anderen einen Messerstich in den Rücken beibrachte. "* Besitzwechsel. Peter Berg, früber Besitzer der .Stadt Marburg", kaufte die Wirtschaft von Witwe Bob in der Bahnhofstraße für 33 000 Mk. ** Di e Kabellegung in der B ahnh 0 s str a tz c nimmt trotz der voll berechtigten Klagen und hefOgeu Imt* rüstung der dort wohnenden ^Geschäftsleute ihren Fortgang. Zurzeit wird auch die Strecke zwischen Wieseckbrucke und Hotel Großherzog aufgerissen und so den Kaufleuten dort das Weihnachtsgeschäft aut das empfindlichste geschädigt. Diese werden wohl mit Schadenersatzklageln auf sich warten lassen.—Illi Anschluß daran sehen wir uns genötigt, einen Artikel in der Samstagnummer der Frankfurter „Kl. Presse" richtigzustellen, der folgendermaßen zeige gegen den Betrüger wurde erhoben. R V Darmstadt, 12. T-z. Ein Wcinvantsch-Vr°- •• Bürgergesellschaft. Das 40jährige Stiftungsfest, zeß bcsthäftiate heute bis in die späte Nachmittagsßunde die das am letzten Samstag im Cafe Leib abaehalten wurde, hiesige Strafkammer. Ter Weinhändler Joh. Hrch. $a£ob zeigte durch den überaus zahlreichen Besuch so recht, welcher und dessenEhefrau ans Langen toaren meffpat, in ben Beliebtheit die Veranstaltungen der Bürgerges-aschnst sich er. 24O M°i^l90?0verg°ngen°"r?Men,b'inbem sie dem Wein freuen. Emgelestet wurde die Feier durch einen Prolog, der mehr Zucker und Wasser zngcfctzt haben, als die Vorschrift gc- auf das 40jährige Bestehen des Vereins Bezug nahm und stattet', ferner werden sie beschuldigt, vermittelst Bezuges nnd von Frl. M. Dörr ausdrucksvoll gesprochen wurde. Mehrere Benutzung unerlaubter Chemikalien sog. Kunstwetn f a6rt* Siebet für gemischten Chor sowie einige Mannerchöre zeigten aQ^I^Tttum Wein "durch Bei- die gute Schulung der wackeren Sangerschar. Den größten Mischung einer Zuckerlösung „gestreckt" zu haben. Der erstere Kunst- Beifall erzielte „Columbus", eine melodramatische Dichtung I wein sei aber von ihnen überhaupt nicht abgegeben worden und mit Chören und Orchester, die unter der tüchtigen Leitung der letztere sei sog, Drusenwein gewesen, ben sie nur als Haus- des Dirigenten, Lehrer Miilch, z,l Gehör gebracht wurde. Die Dichtung wurde vom Lehrer Kling in feinsinniger Weise vorgetragen. Der Dank für die überaus große Mühe und Sorgfalt," die der Dirigent auf die gesanglichen Leistungen Vereins seither verwandte, fand in einem Lorbeerkranz, Herrn Mulch überreicht wurde, seinen gebührenden Aus- k. Aber au Goetheslraße 34. Gurken ut Preiselbeeren empfiehlt billigst August Wallenfels Vlarktplatz 15 - Telephon 390. PaSetcts in allen Grössen, auch für starke Damen passend Eigener Herd, Golveswert! Heirat wünscht alleiiisteh. Tante sehr häitsl. nt. 300,000 Verm. in. char. Herrn w. a. ohneVernt.Adr. u. ,AievesgkuckttSrerltu 80.20. fsl2*/11 Die Beleidigung gegen Karl 6djiiiaii8t, Ltriiibcrß, nehme ich zurück. 07413 Wilhelm Seipp, Leihgestern. Parfümerien u. Toiletteseifen m groß. Auswahl bei August Noll Drogerie, Bahnhofstraße 51. |87911 werden C’/8 schnell und sachgemäss repariert und neu überzogen. Casseler Schirmfabrik Giessen. Seltersweg 9. wünscht Häusl, erz. Dame, Dillkl 23 I., Verm. 120000Alk. m.sol.Herrn(a.o.Verm.).Gesl.Off.u. ..WeihnachtswunxSch“, Berlin SO. 16. 817" 5-Ziinmerwohnnng mit Zubehör per 1. April 1905 zu vermieten. Näh. Bismarckstr. 26, part. [""8 Neubau Schifsenbergerweg 12, in nächster 9lähe von Steins Garten. 1. Stock und Mansarde mit 5 Zimmern und allem Zubehör an ruhige Leute zu vermieten. LouiS Beil, Grünber- GekgEahtiti! Mehrere 6018. Tmemhreii find unter langjähriger Garantie wegen Ausgabe dieses Artikels weit unter Preis abzugeben bei Willi. Ort, Uhrmacher Heuchelheim. Großes Lager in Uhren, Gold- unb Silberwaren. 0,11,J Gebr. Imhcuser Firma: Ang. Montanas Nachf. Marktplatz 9-10. Giessen. Marktplatz 9-10. 'Moser-Rothi 4- ob. 2-Zimmerivohnung zu uer- mieten. Ludwigstraße 35. j07406 07909s Gute Alaniardenivoh- nnng Grünberger Str. 17 zu verm. Nah. B. Wolf, Bahnhofstr. 32. ~~ 81951 Kleine» Logis Erlen- gaffe 15 aii kinderlose Jamilie zu verm. 9!üh. Vteuenweg 15. Balling-Wage. Ohne Federn 1 Ohne Gewichte Absolnt zn verlässig! W iegef ähigkeit von 5 g bis 10 kg Glänzende Anerkennungen! Preis Mk. 10.50. A. Hammer, Giessen Bismarckstrasse 40. Hugo Strohbach _ Zimmer | ' " 8758s Mehrere 3-Zimmer° wohnnugen ani Nicgelp'ad zu üermieten. 9läh. Schiffenberger- $Rr- tl. jeeflU*1" Sehr tücht. verh. kaultoitsfäh. Aerichmcizer auf dauernd. Beste Bezugsquelle für tüchtige Viehwärter Schweizervermittlung AbplanalP,Hofgüllb.Lich,(Obh.) ,8811s 82171 Alansardenwohmmg mit allein Zubehör foiort zii verm. bei IohS. Hosmann, Pflastermeister, Stemstraße 47. Moseltlial Blelohstraese 5. ee806 Deeente Bedienung. Separate Salons, ff. Biere und Weine. Visitenkarten liefert rasch und billigst Brühl’sehe Univ^Druckerei. Alle Art Näuaröeit für Geschäfte wird angenommen. Offerten unter Nr. 8803 an die Expedition dies. Bl. Ein Tkll lern !!• $ei 91ut ®enlä‘ h°h-n 6f)«n mit SM 01 WiM » Haminacc im Leben w> hältniffen ow Hammacher u Staatsdienste der deutschen Doktor beider geister deS 5 genug treibet Hesängnisbas seiner Staat- hammache: i nächst war c Mühlheim o ein bescheidet Diese § hältniffe führ werken fonfm werb eines Hessen Herr uub hamma- gegen den Z Aus Dankbc Zchntenrecht! allem durch zehnten, daß sich steigende Tätigkeit de Stellung reg an, und er i kraft an selb sellschaft Tre genannt feier Kalisalzbergbi ©rubenoorfia; grünber er ge cmS für bie . Sortinunb im; unter seinm Wtxi vor v ^dung grhad 1864 in demselben bis teil an der 9 in dem groß, sonlichen ßi besttzern und aus dem dismarck üb, ferner das E Eisenbahnen, ^eichseisenba preußischen $ ^^‘ifrgabe ( ^atlichnng ; ^^ahnie ju Sen Din ?al',n fcüiiui im Ni i»t ein *bten, k 6,i*n & b!' hlt bl P«iObe b!S ■'!? % cbt»i ^hre I87J 3°ben, Wf( h; ,,C de &Ul’9 »bi ^'ort an Seieeitn S'ta* "fr" Ä- - ' gL we. Bleichstraße 15. [07341 Famiiien-Logis 3-4 Zimmer und Zubehör per 1. Jan. zu mieten gesucht. Steinstraße, Nord-Anlage bevorz. Off. mit. 9lr. 07395 an die Gxp. d. Bl. Möbl. Wohuuug (Wohn- u. Schlafzimmer) ev. mit Burschen- gelaß in der Nähe der alten Klinik ziirn 1. Jan. gesucht. Off. mit Preisangabe unter Nr. 8786 an die Gxped. _______________ Ein großes luftiges Zimmer in oder nahe der Frankfurter- ! straffe zum 2lttsbewahren von I Möbeln auf 1. Aiärz 05 z. miet, ges. Off. u. 'Nr. 07414 a. d. Exp. Marke „welchen Beste |