von 13' 10 W, zreitliS' ^.Lorslell^S' bei .ub®>« «* * :6 cnbr-100*' ld.7 iiht; p;> »*• D‘V yj>* £h<-e- «et«? I K 1 M! U I i 9!v. 241 Zweites Blatt. 154. Jahrgang DsN^erstag LZ. Oktober 1904 Erscheint täglich mü Ausnahme des Sonntags. Di« „Gletzener Familienblätter- werden dem ^Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der -hesfllche Landwirt* erscheint monaUtch einmal. Giehener Anzeiger Rotationsdruck und Verlag der KrÜhl'lche» UnwerütäLSdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u. Druckerei: Schulstr.?. Tei. Nr. 5L Lelegr.-Adr. r Anzeiger Gießen, General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Eietzen. Neöer die Fl fache des Witvoi-Aufstand^s äußert sich ein mit den Verhältnissen des Nama-Landes vertranter Gewährsmann der „Welt-Korr." solgender- tnaßen: AlS wahren Grund des AufftandeS sehe ich den Eindruck an, den die Witbois und die anderen südlichen Stamme von dem bisherigen Werlaus des Herero-Feldzuges haben, der ihnen als Mißerfolg erscheint. Ob er objektiv ein Mißersolg ist oder nicht, darauf kommt es gar nicht an, sondern nur darauf, wie er sich subjektiv den Witbois darstellt. Von diesem Gesichtspunkt aus war es vielleicht zu bedauern, daß eine Anzahl (60 bis 80) Witboi-Krieger den Herero-Feldzug mitgemacht haben, so nützliche Dienste sie an sich geleistet haben mögen. Aber wie haben sie in ihren Briesen an die Daheim gebliebenen den Verlaus des Feldzugs dargestellt? Oder auch derartige Nachrichten tvandern mündlich von Viehposten zu Viehposten und jeder tut natürlich das Seine hinzu, bis sie völlig entstellt bei den südlichen Stammen anlangen. So glauben also die Witbois offenbar, daß die Herero noch weit von ber Niederwerfung sind und daß es wohl möglich wäre, in gemeinsamem Kampfe den weißen Eindringling zu vertreiben. HendrikWitbois Einfluß auf seine Leute soll schon beim Ausbruch des Herero-Mfstandes erschüttert gewesen sein. — Als Feind sind die Namastämme mehr zu fürchten, als die Hereros, weil sie diese noch an Tapjerkeit übertreffen und auch noch besser mit dem Gewehr umzugehen verstehen. Hingegen sind sie ein viel anständigerer Feind als die blutdürstigen und grausamen Hereros. Ich glaube wohl, daß sie Farmer, die sich der Plünderung ihres Eigentums widersetzen, niederschießen werden, aber niemals werden sie jene Bestialitäten begehen, die uns jo gegen die Hereros erbittert haben. Ich glaube kaum, daß der Hottentott einen erschossenen Feind auch nur auskleiden wird. Also die Verstümmelung von Leichen, die Schändung weißer Frauen, die martervolle Lötung Gefangener, all' dies wird in diesem Kampfe nicht vorkommen. Der Hottentotte steht eben an moralischen Qualitäten und an Bildung turmhoch über dem Herero. lieber die Aussichten des Kampfes äußert sich dieser Kenner der Verhältnisse folgendermaßen: Ich sehe dem neuen uns aufgezwungenen Kampfe einigermaßen pessimistisch entgegen. Die Zahl der Femoe ist es nicht, die mich besorgt macht: 2000 bis 3000 bewaffnete Eingeborene mit obendrein geringer Munition niederzuwerjen, scheint nicht schwer. Aber wem: schon im Herero Lamps e das Gelände die Medenverjung oes Gegners schwer macht, so sind diese Schwierigkeiten hier noch viel größer. Das Terrain ist so gebirgig, daß die Fortbewegung größerer Lruppen- majfen und die Verfolgung eines jeden Gebirgsspalt kennenden Gegners außerordentlich schwierig ist. Noch schlimmer ist die Schwierigkeit der Wasserversorgung. Aar Weide für die Pferde fehlt es nicht, aber wie rst das Wasser beschaffen? Da ist eine große Zahl von Mannschaften eher ein Hindernis, als ein Vorteil. Im Jahre 1897 hat die Schutztruppe ganze 70 Feinde, die sogenannten Afrikaner, monatelang vergeblich verfolgt und konnte dieser winzigen Schar nur dadurch habhaft werden, daß diese auf englisches Gebiet übertrat, dort entwaffnet und an uns ausgeliefert wurde. Turchlodert die Kriegsfurie das ganze Schutzgebiet in seiner ungeheuren Ausdehnung, so sehe ich j e h r j ch w e re Opfer voraus und kann meine Landsleute nur mahnen, sich sehr in Geduld zu fassen; es wird notig sein. Daß gerade jetzt, wo die vorzügliche Weide dieses Jahres und die Niöglichkeit des Beginns der Durchforschung voraussichtlich diamanchaltiger Gebiete im Süden die Prosperität dieses Teils des Schutzgebietes darzutun geeignet war, der Aufstand doppelt zu ungelegener Zeit kommt, brauche ich kaum zu sagen. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, liegen weitere Nachrichten über die Vorgänge in Kuis in Südwestafrika noch nicht vor; doch ergeben die mitgeteilten Meldungen, daß die Gefahren der gegenwärtigen Lage nicht zu unterschätzen sind. Per Mttg. Kriminal-Roman von O. Elster. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) „Nicht wahr, Sie sind immer noch der Meinung, daß Fräulein Wullbrandt mit der Tat in Verbindung steht?" „Allerdings." „Sie haben'recht, aber es steht auch noch eine andere Person mit der Tat in Verbindung, eine Person, an die bislang niemand gebaut hat. Ich bin auf diese Person gekommen, weil ich unter kii Papieren in dem Zimmer, welches der Verstorbene bewohnte, diese Photographie fand." ... Er entnahm seiner Brieftasche eine Heine Photographie in WisiterMrtenformat und reichte sie Groller. Dieser n-ars einen Blick auf das kleine Porträt und fuhr erschreckt empor. Er erkannte das Bild Käthes, der Tochter des Plarr^. bcrrß^ rief er. „Wie sollte Fräulein Vollmar mit der Lat in Verbindung stehen?" „ „Wollen Sie mich g-efälligst anhören, Herr Groller", sagte oer Detektiv ruhig. „Sie haben mich beauftragt, hier in Ihrem Hause d u Spuren des Verbrechens nachzuforschen. Sie haben mir die beiden Zimmer angewiesen, welche Ihr Bruder bewohnte. Gut! Ich mache darauf aufmerksam, daß diese Zimmer in derselben Etage mit dem Zimmer des Fräuleins Wüllbrandt liegen, wenn auu- am entgegengesetzten O.ide des das ganze Haus durchschneide nocn Korridors. Ein nächtlicher Verkehr zwischen beiden Person n wurde dadurch erleichtert, daß niemand sonst diese Etage bewohnte. Sollte Fräulein Wüllbraudt mit der Tat in Verbindung stehen, ja, die Tai wohl selbst oollbrackst haben, so hätte ic sia- während des Nachts uu„ ihrem Zimmer entfernen müss n Durch bic verschlossene Hat Hüt war es nicht möglich, da nur ite und der Hojmeister den Schlüssel besaßen. Der Hojmcister Bolitische Tagesschau. Eisenbahn-Etats. Bei den gegenwärtig schwebenden Verhandlungen über die Bildung einer Eisenbahnbetriebsmittel-Gemein- schast zwischen den verschiedenen Bundesstaaten und dem Reiche ist es von Interesse, wegen der Ausgaben und Einnahmen der Bahnen in den verschiedenen Staatswesen Vergleiche ziehen zu können. Insgesamt treten die Staatseisenbahnen, abgesehen vom Reiche, nur im Etat von 8 Bundesstaaten auf, im Vergleich zur Fläche und Bevölkerung mit der größten Summe in Oldenburg, wo mehr als 40 Pcoz. der ordentlichen Staatsausgaben auf die Bahnen entfallen. In Preußen und Baden treffen auf sie über ein Drittel, in Bayern, Sachsen Württemberg und Mecklenburg- Schwerin über ein Viertel der ordentlichen Ausgaben. Dafür werden von den sämtlichen ordentlichen Staatseinnahmen in Preußen mehr als die Hälfte, in Baden, Oldenburg 46—47 Proz., in Bayern, Sachsen und Württemberg, Mecklenburg- Schwerin 35—38 Proz. durch das Erträgnis der Staats- eisenbahnen gedeckt. Im einzelnen betrugen nach den Voranschlägen für 1903 die Ausgaben für die Staatseisenbahnen im Reiche 69,9 Millionen Mark oder 2,97 Prozent der gesamten ordentlichen Ausgaben, in Preußen 986,5 Millionen Mark oder 36,70 Proz., in Bayern 127,8 Millionen Mark oder 27,4 Proz., in Sachsen 102,7 Millionen Mark oder 29,63 Proz., in Württemberg 43,4 Millionen Mark oder 25,56 Proz., in Baden 60,9 Millionen oder 35,59 Proz., in Mecklenburg-Schwerin 9,3 Millionen oder 25,07 Prozent und in Oldenburg 9,9 Millionen Mark oder 40,08 Prozent. Die Bruttoausgaben bei den gesamten hessischen Staatsbahnen betrugen 19,1 Millionen Mark. Die Einkünfte aus den Staatseinnahmen bezifferten sich im Reiche aus 87,9 Millionen Mark oder 3,85 Prozent der gesamten ordentlichen Einnahmen, in Preußen auf 1386,7 Millionen oder 52,99 Proz., in Bayern auf 173,4 Millionen oder 37,21 Proz., in Sachsen aus 132,9 Millionen oder 38,25 Prozent, in Württemberg auf 59,7 Millionen oder 35,62 Prozent, in Baden aus 74,5 Millionen oder 46,51 Proz., in Oldenburg auf 13,3 Millionen oder 47,70 Proz., in Braunschweig aus 2,6 Millionen oder 9,36 Prozent. In Hessen betrugen die Bruttoeinnahnieti 2 8,9 Millionen Mark oder 37,91 Proz. der gesamten ordentlichen Staatseinnahmen. ___________ Kirche und Schute. — Kaiser und Gymnasialdirektor. Bei dem ihm zu Ehren verattstalteten Festmahl erzählte der bisherige Direktor des Wilhelm-Gymnasiums in Berlin Geheimrat Dr. Kübler verschiedenes über seine Begegnungen mit den Kaisern Wilhelm I. und Wilhelm II. Bald nach dem Kriege redete bei der Einweihung des Berliner Rathauses Kaiser Wilhelm I. den Direktor Kübler an und sagte: „Ich habe während des Krieges wiederholt wahrgenommen, von wie großer Bedeutung es ist, wenn die Offiziere die gleiche Vorbildung genoffen haben, wie die zum Unloersitätsstudium bestimmten jungen Leute." Kaiser Wilhelm II. hatte, den »R. N." zufolge, vor einigen Jahren Direktor Kübler die Uebermachung des klassischen Unterrichts zweier seiner jüngeren Söhne anvertraut. Nach Beendigung dieser Tätigkeit erhielt der Direktor vom Kaiser dessen Bildnis mit folgender Unterschrift „Eli ßaatXeuc, etc xotpavoc £arL.c^nellzug. Jtzre Erscheinung war zu aiiaUenb, ach daß sic von den Schassnern und Pfarrstelle zu Nieder-Florstadt, Dekanat Friedberg, präsentierten Pfarrer Heinrich Wagner zu Billertshausen für diese Stelle bestätigt. — Der Eiscnbahnbau- und Betriebsinspektor Jakob Jordan zu Neuerburg wurde zum Vorstand einer Betriebs-Inspektion, der Regierungsbaumeister L. Hummel aus Darmstadt zum Eisenbahnbau- und Betriebs-Inspektor in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft ernannt. — Der Eisenbahnsekretär in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschast Johann Niossel zu Darmstadt wurde auf sein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt. — S. K. H. der Großherzog haben dem Gutanmelder in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Hoffmann zu Mainz aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Dienste"; dem Lokomotivführer Adami zu Mainz aus dem gleichen Anlaß dasselbe Ehrenzeichen, dem Vorarbeiter Hammel zu Goddelail das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit", dem Stationsassistenten Korell in Mainz aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. *’ neue pompöse Universitäts-Bibliotheksgebäude wird am 12. November feierlich eingeweiht werden. ** Theaterverein. Die erste de Sonderrvorftell- ungen des Theater Vereins ist ftir Freitag, den 4. November^ die zweite für Mittwoch, den 9. November, in Aussicht genommen. In der ersten tritt Herr Bauer aus Frankfurt a, M, als Gast auf, er wird den Traumulus in der gleichnamigen neuen Komödie (von Arno Holz, dem bekannten Lyriker und Mitverfasser des ersten realistischen Dramas der 90 er Jahre „Familie Selicke", und Jerschke) spielen, die im Berliner Lessingtheater allabendlich in Szene geht und am Samstag auch in Frankfurt a. zum ersten Male aufgeführt wird. In der zweiten Vorstellung wird Frau Irene Lamond^Triesch ein Gastspiel absolvieren. — Beitrittserklärungen zum Theaterverein, die man wegen der bevorstehetrden Berlosun^ der Sperrsitze möglichst beschleunigen wolle, nimmt Herr Ehallier, Neuenweg, entgegen. ** Gleiberg-Werein. Die Mitglieder des Glei- bergvereins werden in der nächsten Woche, aus Anlaß des 25 jährigen Jubiläums der Besitzübertragung der B»ur^ und Rurne Gleiberg durch den preußischen Staat an den Verein, sich zu einer Festsitzung im ^tassauerbau auf dern^ Gleiberg versammeln. ** Die Bohrversuche an der Lahn bei Gießen, über die wir kürzlich berichteten, sind nun seit ereil Wochen im Gange. Die Bohrgesellschaft hat für ihre Zwecke das Grundstück der ehemaligen Lohmühle an der Lohbach gekauft und ist bereits mit einer Tiefe von 25 Metern in die Erde gedrungen. Nachdem man etwa 18 Meter vow der Erdoberfläche emgedrungen war, stieß man aus Felsen (Schieserschicht), wela)e man mittels Stoßbohrer durchs drang, ein allerdings recht mühsames Unternehmen, welches aber nunmehr glücklich beendet ist. Augenblicklich werden die Arbeiten in einer Schicht blauen Tons weiter- gesührt. **©in neuer Salondampfer wird von der Düst seldorser Gesellschaft im Frühjahr in Dienst gestellt werden. Das Schiff, welches den Namen „E r n st L u d w i g, G r o ß- hh erzog von Hessen" tragen soll, wird mit allen Verbesserungen und Verschönerungen der Neuzeit ausgestattet und eine Zierde der Rheinflotte bilden. Die Plane hat der Präsident der Gesellschaft, Kommerzienrat Frowein aus Elberfeld, S. K. tz. Unfern Großherzog vorgelegt. *• Tyr oler - Konzert. Nächsten Samstag, Sonntag und Montag, am 15., 16. und 17. d. M„ abends 8 Uhr, finden im Hotel „Zum Einhorn" hier Tyroler-Kvnzerte statt, ausgeführt von einer Gesellschaft von Damen und Herren, über die die Zeitungen recht anerkennend berichten. Die kleidsamen Nationalkostüme werden den Reiz der Veranstaltungen erhöhen. ** Ein Eldorado für Weintrinker. Infolge bet günstigen Herbstaussichten sind in letzter Zeit die Weine im Preise gesunken und dies macht sich auch in vielen Wirtschaften am Rhein bemerkbar. Zahlreiche Wirte verzapfen zur Zeit den Schoppen Rebensaft zu 25, 20 und sogar zu Bahndeamteir nicht bemerkt werden sollte. Der Schaffner des Wagens, in dem sie Platz genommen, entsann sich ihrer noch sehr genau. Er entsann sich auch, daß sie in Magdeburg den Berliner Zug verlassen und nicht wieder gekommen war. Sie mußte also von Ntagdeburg eine andere Richtung eingeschlagen haben; ich habe herausgebracht, daß sie nach Dresden weitergefahren ist, hier verliert sich jedoch ihre Spur. Ob sie in Dresden geblieben oder iociter gefahren Ist, tonnte ich nidst ermitteln. Tas sind meine Auskünfte über die Wüllbrandt, denen ich noch hinzufügM muß, daß ich in dem Ofen ihres Zimmers einen Aschenhaufen fand, der nur von verbranntem Papier herzurühren sck-eint. Es fanden sich nod) kleine Papierstückchen, auf dem einen stand: Lieber Franz. Ick) hesck)wvre dich" ... auf dem anderen: „Deine verzweifelnde" . . . Hier sind die Papierstückchen! Ist es die Handschrift der Wüllbrandt^" Er entnahm feiner Brieftasche vorsichtig zwei durch Feuer und 91 and) geschwärzte Papierfetzen. Aufmerksam betrachtete Ferdinand die sehr undeutlichen Schriftzüge. „Ich glaube die Handsckwist Fräulein Wüllbrandt zu erkennen", sagte er nad) einer Weile. „Aber roas hat das alles mit Fräulein Vollmar zu tun?" „Ja, sehen Sie, Herr Groller, wenn wir den Verkehr zwischi^ der Wüllbrandt und Ihrem Bruder als erwiesen annehmen und ferner annehmen, dag die Wüllbrandt die Tat vollbracht oder ang-estistet hat, so muff doch ein Biotiv dazu vorhanden fein Welches sind nun die Ntotive, aus denen ein Mädchen einen Mann tötet oder dock) zn töten, zu schädigen versucht? Entweder die Angst, von diesem Manne verlassen zu werden, oder die Eifersucht auf eine andere Fran. Beide Motive können auch ineinander greifen. Sagt man gemeiniglich bei jedem derartigen gel-eimnis- vollen Verbrechen, neu la simme! — so sage ich, Herr Groller: cherwez les seuluws! denn stets spielt lwch eine zweite Frau in einem solchen D e. ma eine Rolle. Und meine ucg der^Photogrophie Vollucaro cyce Vegallgullg. luoev tonnen ^je mir das Vorhände»- 15 Pfennig. In einem Nachbarorte von Mainz bietet sich, wie daS »Mainz. Tagblatt" berichtet, für trinkfeste Gäste aber noch eme günstigere Gelegenbeit zur Stillung des Durstes. Ließ dort ein Wirt durch die Ortsschelle bekannt machen, daß bei ihm der Schoppen Wein für 15 Pfennig gegeben werde. Kurze Zeit darauf ertönte abermals die Schelle des OrtSdienerS und alles war auf die weitere Neuigkeit gespannt. Aber noch erstaunter waren die Bewohner, als sie die neue Kunde vernahmen. Gin Konkurrent ließ nämlich verkünden, daß bei ihm für 2 0 Pfennig eine volle Stunde lang Wein getrunken werden kann. Schade, daß daß Mainzer Blatt nicht den Namen des Ortes angiebt. *• Eine Vereinigung für Krimi nalpsycholgie and forensische Psychiatrie soll in Hessen begründet werden. Versammlungen mit Vorträgen, Berichten und Besprechungen sollen stattfinden und die Reform von Strafrecht und Strafprozeß soll gefördert werden. Die erste Versammlung findet hier am 5. November im Universitätsgebäude statt. -Lotterievertrag? Zwischen Preußen und Hessen schweben zur Zeit wieder Verhandlungen gemeinsamer Regelung des Lotteriewesens, die bereits sehr weit vorgeschritten find und in nächster Zeit ein Einvernehmen erscheinen lassen. — Das zu Beginn des nächsten Monats in Kraft tretende neue preußische Lotteriegesetz, das außerordentlich hohe Strafbestimmungen gegen den Handel und das Spiel in auswärtigen (nichtpreußischen) Lotterien enthält, wirft bereite feine Schatten voraus, zunächst aber stärker außerhalb Preußens, als im preußischen Staate selbst. In Neustrelitz, dem bisherigen Glückshafen aller erlaubten und unerlaubten Lotterien, macht sich dieses Verbot ganz besonders bemerkbar. Sämtliche Lotteriegeschäfte, 50—60 an Zahl, lösen sich auf und müssen sich einen neuen Broterwerb suchen, ebenso wird eine ziemliche Anzahl junger Kaufleute brotlos werden. Sogar die Post in Neustrelitz kann, weil die Briefsendungen abgenommen haben, ihre Beamtenzahl um fast ein Dutzend verringern. Auch in Berlin sehen die fremden Lotterieeinnehmer trostlos in die Zukunft; sie lösen ebenfalls ihre Geschäfte auf mtb müssen sich einen neuen Erwerb suchen. •! Lollar, 11. Oft. Infolge de§ in den letzten Jahren gestiegenen Personenverkehrs hat sich beim hiesigen Bahnhofsgebäude der Wartesaal 3. und 4. Klasse längst als unzureichend erwiesen, welcher Mißstand sich besonders in den Frühstunden, sowie abends sehr fühlbar macht, da um diese Zeit der betreffende Saal völlig überfüllt ist. Es wurde bisher allgemein angenommen, daß bei dem bevorstehenden Umbau des Empfangsgebäudes durch Vergrößerung des Wartesaales diesem Uebelstande abgeholfen würde, was aber nicht der Fall zu fein scheint, da bei dem jetzt begonnenen Umbau eine Vergrößerung der Wartesäle nicht vorgesehen sein soll. Da die bestehenden Zustände auf die Dauer unhaltbar sind, würde es empfehlenswert sein, int Interesse deS reisenden Publikums durch nachträgliche Abänderung der Baupläne eine Vergrößerung der Wartesäle zu schaffen. (:) Klein-Linden, 12. Oft. Dem Eisenbahnbeamten August Steger wurde in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste das allgemeine Ehrenzeichen verliehen. (b.) Lützellinden, 12. Ott. In große Aufregung wurde heute vormittag das ganze Dorf versetzt. Der 38 Jahre alte Landwirt Heinrich Hoßbach hatte sich erhängt und wurde gegen 11 Uhr von seiner 70 jährigen Mutter ht der Scheune an einem Balken hängend aufgefunden. Seine Frau befand sich auf dem Felde. Hoßbach hinterläßt eine Witwe mit zwei Kindern im Alter von 1 und 3 Jahren. Hoßbach lebte in guten Bermögensverhält- nissen, hatte jedoch mehrere geschäftliche Mißerfolge, die ihn wahrscheinlich in den Tod getrieben haben. r. Rodheim a. d. Bieber, 10. Okt. In diesen Tagen ist die erste Fortbildungsschule im Biebertal zustande gekommen, welche mit der hiesigen Zeichenschule verbunden und daher gleichfalls dem Zentralvorstand des Gewerbe- vcreins für Nassau unterstellt ist. Die Schule will nicht allein den jungen Handwerkern, sondern überhaupt der auS der Volksschule entlassenen männlichen Jugend zur Weitel- bildung dienen. — Da die BahnhosSverhältnisse unserer Kleinbahn dem starken Verkehr nicht mehr entsprechen, so hat man die hiesige Haltestelle mit einem angemessenen Wartera um versehen. § Ruppertenrod, 12. Okt. Mit Wirkung vom 1.November d.Js. ist der hiesige Gendarmerie-Wacht- meister Haber nach Zwingenberg an der Bergstraße ver- sein der Photographie Ihres Bruders auf harmlose Weise erklären?" (Fortsetzung folgt.) — Theodvr Fontane an seinen Sohn. Das „Lite- ^rrsche Echo" veröffentlicht in seinem ersten Oktoberheft eine Reihe von bisher ungedruckten Briesen Fontanes an seine Familie, o «. Eernebster humoristischer Bries, in dem der Dichter aus ^ondon, wo er Jahre lang aus Erwerbsrücksichten getrennt von leben mußte, seinem ältesten, damals (1857) noch nicht >eaHähngen Löhnchen für die Einsendung einer eigenhändigen Zeichnung dankt, sei daraus hier wicdergegeben. „Mein lieber , „schreibt der Vater sehr ernsthaft, „Deine Bleistiftzeich- nungen und mir gestern zugegangen und haben mich sehr gefreut. Dre Brere find von der äußersten Porttätähnlichkeit und berech- ttgen su den schönsten Hoffnungen. Werde unter den Malern, Tein Vater unter den Dichtern ist, und Du wirst als Nacht- wSM« Tem gutes Brot babm. Ten Prediger, den Du gezeichnet, d?./^.'?lchen erkannt haben, wenn er nicht einem Wrckelkmde ähnlich sähe. Vielleicht ist das ein feiner Gedanke .^trachtest die Geistlichen als Wickelkinden des lieben Lottes, während wir anderen wild auf. waÄen obre schref gewickelt sind, — Im Boumsch-lag bist Tu glücklich: T-u nmlst ihn, ehe er da ist, und gibst statt dessen eine einzige Knospe, die, nach ihrer Ticke zu schließen, die ganze Pracht des Frühlings enthält. Niemand kann Dir beweisen daß die Blätter, die darin verborgen find, nicht alles aus dem Felde schlagen, was die Landschaftsmalerei bis jetzt geleistet hat — Eine besondere Aufmerksamkeit hast Tu dem „Hotel" gewidmet was ich nur billigen Tann. Der Rauch steigt aus zwei Srhorn- fleinen in die Höhe und läßt auf eine gute Küche schließen Flasche und Glas stehen auf der Straße und scheinen anzrdeuten daß der Witt ein splendider Mann ist, der nicht blas; wird' wenn sein Gast einen Teller^zerbricht. Tie beiben Bäume, von denen der eine im zweiten Stock, der andere gar sich auf dem Dach befindet, find mir nicht völlig Har; doch muß denn alles klar sein? Dummes Zeug! Alles Große hüllt sich in Dunkel, und alles Dunkle (nur muß es sehr dunkel sein) darf auf Größe pochen, die sich in ihm verbirgt. Wir wollen mündlich, unsere Gedanken über diesen Gegenstand austauschen. Empfiehl mich Deiner Mama und Großmama, sowie auch dem kleinen Theodor und harre aus in der Kunst. Wie immer Tein Vater Th. Fontane." seht worden. An seine Stelle kommt der 311m Wachtmeister ernannte berittene Gendarm Ebert von Alsfeld. h. Friedberg, 12. Okt. Der hierher zugereiste Schuhmacher Friedrich Ta stre aus Nordhaufen bei Brackenheim verübte in Abwesenheit eines Wirtes in dessen Gastzimmer einen Diebstahl und siüchtete darauf. Der Vorfall wurde alsbald der hiesigen Polizei gemeldet, und eS gelang, den Dieb in der Frankfurter Straße beim Betteln abzufassen und zu verhaften. Ein Paar gestohlene neue Stiefeln hatte der Gauner bereits für geringen Preis verkauft. K. Hungen, 12. Okt. Die Bureauräume des Großh. Steuerk^mmiffariatS Hungen befinden sich jetzt in dem van Herrn Listmann neuerbauten Haufe an der Gießener Straße (neben der Post). — AuS der Umgegend wird verschiedentlich berichtet, daß die Aepfelpreife bedeutend gesunken sind. Kelterobst ist überhaupt nicht mehr anzubringen, während gutes gebrochenes Tafelobst für 6—8 Mk. pro Doppelzentner zu haben ist. In verschiedenen Dörfern, wie Ulfa, Nonnenroth re., lagern noch größere Aepfelmassen. Hierbei fei ein interessanter Aepfelhandcl erwähnt, der sich kürzlich in E. abspielte. Eine Firma au§ Schotten hatte dort da§ Obst im Handel, währenddem kam ein fremder Händler an, um ebenfalls Aepfel zu kaufen. Daraufhin kaufte die erstgenannte Firma so viel Aepfel als möglich zu 7 Mk., um sie gleich darauf wieder dem zweiten Händler zu 8 Mk. zu verkaufen; daS war ein glattes und reelles Geschäft. Nun sagt sich ein im Dorfe ansässiger Handelsmann aber: das Geschäft kannst du auch machen, und er kalkst munter drauf loS, Aepfel zu 7.50 Mk. Aber, aber — daS dicke Ende! Er schickt die Aepfel im Waggon nach Frankfurt — den Preis, welchen er erzielte, wollen lvir verschweigen, die Aepfel wurden eben versteigert zu jedem Preis. Was an Obstspekulationen jährlich verloren wird, geht inS Ungemessene. Wie man auS Händlerkreisen härt, stehen gegen- wättig täglich in Stuttgart 60—80 Waggons über den Bedarf. § Friedberg, 12. Oft. Ein schwerer Unfall stieß einem Fuhrknecht zu, dessen 9 jähriger Knabe, von einem Hunde erschreckt, unter den schwer beladenen Wagen geriet und überfahren wurde. Außer anderen Verletzungen trug der Knabe einen Oberschenkelbruch davon. — Die Errichtung einer höheren Bürgerschule für Mädchen, welche vom Stadtvorstand vor einiger Zeit befehloffen wurde, wird sich mit Beginn deS neuen Schuljahrs, Ostern 1905, vollziehen. Die Stadt hat zu biefem Zweck das ehemals Henkel- mannsche HauS in der Burg für 45 000 Mk. angekauft. DaS Gebäude wird einem inneren Umbau unterzogen. -s- Vilbel, 12. Okt. Infolge der großen Bevölkerungszunahme unserer Stadt müssen in den nächsten Jahren mehrere weitere Volksschulklassen errichtet werden. Da die Räumlichkeiten hierzu nicht vorhanden sind, so begann die Stadt im vorigen Jahr mit der Erbauung eines achtklassigen Schulgebäudes. Gegenwärtig ist dieses im inneren Ausbau begriffen; voraussichtlich wird eS Ostern 1905 ein* geweiht und seiner Bestimmung übergeben. Man hofft auch auf die baldige Umwandlung der KonfessionS- Schulen in Simultan-Schulen. Ein diesbezüglicher Antrag wurde im Vorjahr vom Stadtvorstanb abgelehnt. Da aber die Stadtvertretung durch die kürzliche Gemeinderatewahl eine andere Zusammensetzung erhalten hat, dürfte die Einführung der Simultanschule nächstes Jahr beschlossen werden. 1. Nidda, 13. Ott. (Eigener Drahtbericht.) Heute nacht wurde im hiesigen Stationsgebäude eingebrochen. Die Diebe versuchten den Kassenschrank fort» zuschleppen, was ihnen indessen nicht gelang, da sie anscheinend gestört wurden. Dagegen erbrachen und beraubten sie ein Pult deS StationsoorstandeS. Die Diebe sind noch nicht ermittelt. g. Büdingen. 12. Ott. Auf der Düsseldorfer ObstauSstellung erhielten einen Preis von 100 Mk.: DaS Fürstl. Menburg. Forstamt hier; einen solchen von 50 Mk.: L. Eibach hier; die goldene Medaille: Kreisobstbautechniker Metternich hier. sd. Darmstadt, 13. Ott. In einem Abort der früheren Main-Neckarbahn hat heute nachmittag ein bisher unbekannter Mann, 40—50 Jahre alt, durch einen Nevolver- schuß in den Mund sich erschossen. Homburg, 12. Okt. Prinz und Prinzessin von Hohenlohe-Oehringen, Baron Max Oppenheim und Vopelius, Mitglied des Herrenhauses, sind heute hier ein* getroffen und waren heute mittag beim Reichskanzler zur Tafel geladen. vermischtes. * Der deutsche Kronprinz weilte dieser Tage mit seiner Braut in Baden-iBadxn. Am Vorabend seiner Abreise besuchte der Kronprinz, wie allabendlich, das Konzert der ungarischen Hauskapelle imHotelStefanie. Er fand Gefallen daran und ließ, nachdem er eine Weile zugehört hatte, sein e Violine holen, begab sich zu den Musikern und spielte eine Stunde mit der Kapelle einige Musikstücke, u. a. das Lieblingsstück seiner Braut. Zum Schlüsse schenkte der Kronprinz dem Dirigenten der Kapelle, Musikdirektor Babary, eine prächtige Busennadel mit Monogramm und Krone. * Xie Altonaer wollen nicht mehr bespritzt werden. In Altona wurde eine Protestversammlung gegen das Verhalten der Altonaer Polizeibehörde beim Zapfenstreich am 5. September abgehalten. Der Einberufer teilte mit, daß weitere elf Fälle von Körpcsr - beschädigungen infolge des Gedränges gemeldet seien, größtenteils bettäfen sie Frauen. Tie Fälle bestanden im allgemeinen au3 Rippenbrüchen und Verletzungen des Schienbeins sowie der Zehen. Einer der Verletzten hat seine Ansprüche bereits gerichtlich geltend gemacht. Eine Immediateingabe an den Kaiser wurde, wie der „Hamb. Korr." berichtet, genehmigt. In der Eingabe wird u. a. folgendes gesagt: Kurz vor Beginn des Zapfenstreichs wurde auf die Menschenmenge mittels eines starken Schlauches Wasser gespritzt; eine un geh eure Pan ik brach unter den ver- sammelten Menschen aus, niemand wußte, wohin er Nächten, wohin er sich vor den Wasserstrahlen retten sollte; durch das furchtbare Drängen, welches naturgemäß ent stehen musste, wurden diejenigen Personen, die nicht kräftig genug waren, sich aufrecht zu halten, n i e b c r g c t r e t e n. Jcaci) Den Angaben de2 Sanitätskorps mußte dleses Hunderten Hilfe leisten. Erst später wurde bekannt, warum das Publikum mit Wasser bespritzt worden war. Der mit den Absperrungsmaßregeln betraute Beamte hatte am Nachmittag den Befehl gegeben, am Mend zur Herstellung von Platz auf daS Publikum zu spritzen; es handelt sich also um kein von der Not des Augenblicks eiugegebenes, sondern planmäßig vorbereitetes Abwehrmittel. Die gesamte Bevölkerung ist sich einig, in der Verurteilung des angewandten Gewaltmittels; die Entrüstung ist eine allgemeine. Alle, die gekommen waren, um an den Festlichkeiten als Zuschauer teilzunehmen, empfinden es als eine ihnen angetane Schmach und Beleidigung, daß von den Altonaer Beamten Gewalttätigkeiten begangen wurden, die sonst nur Rebellen gegenüber angewendet zu werden pflegen. Das Hamburg-Altonaer Publikum hat bei den verschiedensten Gelegenheiten bewiesen, daß es bereitwilligst behördlichen Anordnungen Folge geleistet; es hätte auch selbstverständlich bei Gelegenheit des großen Zapfenstreichs alle Abfperrnngsvorschristen beachtet; um so tiefer sind jetzt die Beteiligten durch die in der Sitzung der städtischen Kollegien der Stadt Altona am 23. Sept, abgegebene Erklärung empört. Anstatt Worte der Entschuldigung zu geben, wird das angewandte Gewaltmittel als „ein nicht mehr neues, anderwärts bewährtes Mittel" gutgeheißen. * Warenhausreklame. Aus Gera fouunt folgende Meldung: Bei Eröffnung des Warenhauses H. Tietz wurden dem Geschäftsinhaber 10 000 Mk. überreicht, mit deren Zinsen Personen unterstützt werden sollen, die ein Seminar besuchen oder sich sonst fortbilden wollen; es sollen aber Waisen bevorzugt werden. Dagegen verlangten die hiesigen Geschäftsleute in einer Eingabe an den Gemeinderat Ablehnung der Stiftung oder lediglich Annahme der 10 000 Mk. als Geschenk, sowie sofortige Einführung einer Warenhaussteuer. Der Gemeinderat nahm aber, indem er die Frage der Warenhaussteuer offen ließ, die Stiftung mit Majorität an, indem er sich auf den Standpunkt stellte, daß man mit der Ablehnung für Tietz noch mehr Reklame machen werde, als mit der Annahme. * Wie ein Hund lesen lernte. Zu dem Fall des „fingen HanS" ergreift der englische Lord Avebury das Wort. Avebury hat ganz ähnliche Versuche wie Herr von Osten schon früher mit seinem schwarzen Pudel ,Man" angestellt und berichtet darüber: „Ich nahm zwei Stücke Kartonpapier; aus dem einen war das Wort „Nahrung" in großen Buchstaben gedruckt, während das andere leer war. Ich legte dann beide Karten über zwei Schüsselchen, und in das eine mit der bedruckten Karte tat ich etwas Brot und Milch. Dieses Experiment wurde immer wiederholt; nach zehn Tagen sing ,Man" an, die Karten zu unterscheiden. Dann legte ich sie auf den Fußboden und gebot ihm, sie zu apportieren. Als er die einfache Karte brachte, warf ich sie zurück; wenn er die bedruckte brachte, gab ich ihm ein Stück Brot und nach einem Monat hatte er eS gelernt, sich den Unterschied vorzustellen. Ich ließ bann einige Karten mit den Worten „Draußen", „Tee", „Knochen", „Wasser" drucken und auch eine Anzahl mit Worten, auf die ich keine Wichtigkeit zu legen gedachte, wie „Null", „Ebene", „BaN" ufhx ,/San" lernte bald zwischen den bedruckten und unbedruckten Karten zu unterscheiden. Längere Zeit brauchte er jedoch, um sich den Unterschied zwischen Worten vorzustellen, aber allmählich erkannte er mehrere. Wenn man ihn fragte, ob er spazieren gehen wolle, fischte er freudig die Karte mit „Drau. 6en" heraus. Die Karten wurden nicht stets an denselben Ort gelegt und auch am Geruch konnte er sie nicht unterscheiden, da ich die Karten wechselte. Man konnte nicht zweifeln, daß der Hund nicht nur eine Karte von der andern unterschied, sondern auch daS Wortbild mit dem Gegenstand verband." 'Fähnrich und Herrschaftskutscher. Zu dem Aufsehen erregenden Renkontre zwischen einem Fähnrich und einem Herrschaftskutscher in Straßburg i. Els., über daS wir unlängst berichteten, hat sich nunmehr daS Generalkommando deS 14. Armeekorps amtlich geäußert. Hiernach hätte der betreffende Fähnrich, sobald er seinen Irrtum in der Person deS Kutschers eingesehen hatte, diesen nicht weiter behelligt, wenn er von ihm nicht mit Echimpfworten überhäuft worden wäre. Da der Kutscher auf erfolgte Aufforderung auch seinen Namen nicht nannte, ließ ihn der Fähnrich zur Feststellung seiner Persönlichkeit nach der Wache bringen. Das Generalkommando hat ferner festgestellt, daß der Oberstleutnant deS Fuß-Artillerie-Regiments Nr. 14 die ihm zugeschriebene Aeußerung, der Fähnerich habe das Recht gehabt, dem Kutscher daS Seitengewehr durch den Bauch zu rennen re. nicht gebraucht hat; er hat dem Kutscher nur auSeinander- geseht, daß auf die Schimpfworte hin, manch anderer sich vielleicht hätte hinreißen lassen, von der Waffe Gebrauch zu machen. — Wie noch erinnerlich sein dürfte, war der bedauerliche Vorfall dadurch entstanden, daß der Fähnrich den Herr- schaftSkutscher, der eine der Militäruniform sehr Ähnliche Livre trug, irrtümlicherweise für einen Soldaten ansah, weshalb er ihn wegen Nichtgrüßens zur Rede gestellt hatte. * Kleine Tageschronik. Der Kellermeister Jose) Paulus in Rhens fläche außer der Braut, der er die goldene Uhr und Kette mitnahm, noch andere Leidtragende, die er angeborgt hatte, in Gießen zurückließ. Kassel, 12. Okt. Tas Oberkriegs gericht bestätigte das aufsechsMvnate Gefängnis uitb Dienstentlassung lautende Kriegsgerichtsurteil gegen« den L e u t n a n t Hemmann vom 32. Infanterieregiment wegen Beleidigung von Vorgesetzten und Kameraden. Tie Haft wurde beibehalten, aber die seitherige Haftstrase angerechnct. Tas Delikt betrifft den Schlüsselroman „C a r r i e s Brief e". Hamburg, 12. Okt. Tie zum Tode verurteilte Kindes- mö derin Wiese hat heute durch ihren Verteidiger, ^Rechts- anwall Blechwedel, Revision gegen das Urteil des Schwurgerichts angemeldet. Auf die Frage des Verteidigers, ob sie nicht ein Geständnis ablegen Nwlle, entgegnete sie, wie fort- während in der Verhandlung, sie habe keine Kinder totgemacht. Tie Wiese hat ferner während ihrer Untersuchungshaft gegen ihren Ehemann einen Zivil Prozeß angestrengt. Sie behauptete, sie habe von ihrem Arbeitsverdienst, den sie bei einer früher verbüßten Gefängnisstrafe erzielt hatte, sich je ein Los der Hamburger und der Braunschweiger Lotterie gekauft und darauf 5000 resp. 3000 Mk. gewonnen. Diese Gewinne habe ihr Ehemann, der diesse Lose in Händen hatte, erhoben; sie verlange die Auslieferung dieser Summen. Würzburg, 12. Okt. Tas Schwurgericht verurteilte heute den Erdarbeiter ÄntoniuS Vierodi Stanozo wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sieben Jahren Zuchthaus und seinen Bruder Silvio wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Gefängnis. Antonius hatte in Waldbrunn bei Würzburg einen Landmann im Streite erstochen, Silvio einen anderen Landmann durch einen Messerstich verletzt. Kandel und MerKeyr. Wolksivirlschast. 3 Vs Prozent. Schatzscheine und die Diskont-Erhöhung. Tie Schatzscheine sind bereits infolge der Diskonterhöhung auf 903/4 Proz. zurückgegangen und irotieren nur noch ein geringes über dem Kurs, zu dem die Bankwelt sie übernommen hat. Schon im .Frühjahr hat die Bankwelt mit den Schatzscheinen schlimme Erfahrungen gemacht, jetzt bekommt sie die zweite Auflage zu genießen. Wenn man mit der Tiskont- erhöhung tvenigstens gewartet hätte, bis für die übernommenen Schatzanweisungen ein regulärer Markt geschaffen wäre. Ter ungünstige Effekt wird noch verschärft dadurch, daß das Ausland auf derartige Erscheinungen sehr schnell aufmerksam wicd, und die deutschen Fonds noch mehr in Mißkredit geraten. Tie Börse hat ihrer Verstimmung über die plötzliche Diskonterhöhung dadurch Ausdruck gegeben, daß sie zunächst Anleihen und Schatzscheine gleichzeitig verkaufte. Stuttgart, 12. Okt. Durch die Fusion mit der Deutschen Genossenschaftsbank hatte die Dresdener Bank in Berlin einen Posten Aktien der Württem- bergisch en Landesbank übernommen. Tie Verhcnrdlungen zwischen diesen beiden Instituten haben nun zu einer Verständigung über eine engere Verbindung der Württembergischen Landesbank mit dem Concern Tresdener Bank-A Schaaffhausenscher Bankverein geführt. Bern, 12. Okt. Das Tiskontkomitee setzte den Privat- dislkontsatz für Bankpapiere auf 3% Proz., gültig von heute, fest. Märkte. th. Gießen, 12. Okt. Aus dem heuttgen Gangviehmarkt waren ca. 50 Ochsen aufgefahren. Ter Handel war überaus schleppend, doch wurde der Vorrat zu einigermaßen guten Preisen verkauft, nachdem Käufer vom Westerwald in den Handel eingriffen. Tie erzielten Preise pro Paar bewegten sich zwischen 750—o25 Mark. — Ter Schweine markt hatte einen Vorrat von zirka 900 Stück. Tie Verkäufer mit Tieren aus der Provinz Hannover erzielten noch annehmbare Preise für die Ware, weil sie Springer uitb gute Einlegschweine am Markt hatten, und setzten die Ware auch bis auf einen kleinen Nest ab. Ueberaus schlecht schnitten die Landwirte aus Oberhessen diesmal ab, welche überwiegend Ferkel zu Markt gebracht hatten, für welche recht schlechte Preise geboten wurden ,sodatz die Verläufer ihre Tiere liever, ehe sie billig verkauften, wieder mit vom Markt nahmen. Gehandelt wurden pro Paar Ferkel bis 10 Wochen alt 27—33 Mk., bis 16 Wochen alt 40—46 Mk., leichte Läufer 90—110 Mk. Einzelne gute Einlegschweine, welche sehr gesucA waren, wurden pro Stück mit 70—80 Mk. bezahlt. Ter Schweinemarkt blieb zu einem guten Drittel überständig. Nächste Nlarkttage: 25. und 26. Oktober, am zweiten Markttage auch Krämermarkt. th. .Gießen, 13. Okt. Ter Vorrat auf dem gestrigen Zwieb'elmarkt belief sich auf kaum 150 Zentner. Trotz der hohen Preisforderungen war die Nachfrage nach dem Knollengewächs recht lebhaft, und der Versuch der größeren Abnehmer, die Preise herunterzudrücken, mißlang vollständig. Ten Verkäufern lag nicht viel daran, ihre Ware im ganzen loszuwerden, da kleinere Abnehmer lebhaft und ohne lange zu feilschen, ihren Bedarf deckten. Verkauft wurde der Zentner Wetterauer Zwiebeln für 9 Mk.; sächsische Ware wurde je nach Güte mit 71/2—8 Mk. abgegeben. Ter Vorrat war bereits gegen 4 Uhr nachmittags geräumt. h. Friedberg, 12. Okt. Ter allbekannte Friedberger Herbst-Fohlen - und Pf erde markt findet Tienstag, 25., und Mittwoch, 26. d. M., statt. Es wird bei dieser Gelegenheit auch eine Prämiierung stattfinden, wofür 1000 Mk. zur Verfügung stehen. Für den 26. Oktober ist außerdem noch ein Rindvieh-, Schweine- und Krämermarkt, sowie Faselmarkt und die Ziehung der Pferdemarttlotterie vorgesehen. Kisenöahn-Zeitung. M ü n ch e n , 11. Okt. Die hiesige Handelskammer beschloß» die Eingabe der Saarbrückens Handelskammer um die Schaffung einer Interessengemeinschaft der bundesstaat- lichen Bahnen zur Erzielung besserer wirtschaftlicher Ergeb- niste nur soweit z u u n t e r st ü tz e n, daß eine Konvention mir Freizügigkeit des gesamten Fahrparks, Beseitigung der Verkehrsumleitunyen bezw. des bisherigen Wettbewerbes und zur Bildung einer Einnahme-Gemeinschaft mit allen Mitteln anzustreben sei. Die Handelskammer lehnte dagegen die Gemeinschaft der Betriebs-Ueberschüsse ab, weil dadurch die Selb- ständigkeit der Staatsbahnen gefährdet werde. Kriefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.) K. Sch. in Burtscheid. Waffentragen ist in Hessen nicht vei> boten; besondere Pouzewerordnung hierüber existiert nicht. CO G (51 61 ■es E E 3 " O J, er CT E & er “ 2.ce S er uv 3 CD <3 O E IT. 3 XJP £7 E Z e er e -e UV E T. 0 - <2 » ' Co O' s Uv W-* « Z e» z* E » T 10 » & o G 'T*- CD o er uv 5 5 <1 OD 00 <3 O (S CE C* CO E o er o rÖ> C -CT* S r»‘ EP r» E n u« o 3 3 K er e 3 o ' $ Uv S § O E 4- 3 * $d E er o g TÄ* nr E er 3 es o UV Er jd « ar* x o o 3 "EP ~ "*2 77 e "• CE CT» §5 o er E A 3 <-t "o* c o *-*■ E: E O E o* ö 2 CP^E o « CD 2 5 S ©r 2 r* O <7^ $0. •p" " E* OD H LC’ E-.ö» S Or D 5 5 s e tzh o E 3 er 5.^ 5 E- O' - ~ a er 5^0 D E E E % O E 3,^*^ o E Jffl) 3'Z 3.“ grE E 1 X E-CD ~ ? 'äs S ä8 er —• yv} er C3 CD ) n. <-? - OJ* —'S* TS CQ <-i u O CO A ~ q E 5S S W r» Er E — ° r cz10 2. E' o eg g. E . X er'S E eT o CD H> 5 Z- 3 •2 Ö er 5 O' o 2 2. 2 3 SZ;L Z o »g -^3 2c? @ s o rs 3 a fs - %)"«£ c Ö ** c f-5 j^Öbel -ßettS^ Walltorstrasse 17. Walltorstrasse 17. ter Tuch-Lagcr gegründet 1827. 7828 :z3 7748 06043 Gießen, im Oktober 1904. 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V. 50 0 0 0 ) 997 3807t 479 682 841 53 960 89055 150 365 762 825 [400) 40183 650 846 41139 90 379 [1000) 432 544 [400] 42144 79 906 HOOOl 43104 580 973 44353 536 , , „ 45021 202 717 933 79 40196 796 866 £7175 471 588 607 59 49107 4-1 60000 22 208 526 637 745 51249 928 [1000) 52032 11000) 899 532o7 75 770 836 943 6 4237 539 723 _ , 55048 368 534 [400 u. 1 Pr. v. 10 000) 843 [400) 56020 !400 u. 1 Pr v. 10 000) 925 57064 130 93 590 58154 426 644 726 [1000 ) 84b 923 1400 u. 1 Pr. V. 10 000) 77 59127 288 529 60251 52 312 [400) «1002 488 |1000] 681 [1000] 736 865 6 2262 846 997 0 3381 915 [400 u.1 Pr. v. 10000 ] 64108 65579 926 66058 79 975 67181 15000J 378 [1000] 487 952 68211 69635 70747 96? [400] 951 85 71493 830 72155 77 410 78721 [10001 73 747850534235 4376281 |4001 447 [1000 U. 1 Pr v. 50000] 86^[2C'C0l 657 935 77045 652 962 78098 1400 u. 1 Pr. V. 100001 129 |40U u. 1 Pr. 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