Nr. 189 Zweites Blatt Samstag 13. August 1904 Gießener Anzeiger Erscheint tlglfd) mit Ausnahme de- Sonntags. Redaktton,Expedition ».Druckerei: Schulstr.?. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.; Anzeiger Gietzea» RoiattonSdruck und Verlag der Brühl'sch« UnwerfttätSdruckerei. R. Lange, Gtetz«. Die „Gießener FamillenblStter- werden dem .Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der ^heistjch» Landwirt' erichetnt monatlich einmal. 154. Jahrgang General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen. Per Tdroneröe brs Jaren. Gestern nachmittag wurde aus Petersburg telegraphiert, daß die Zarin einem Sohn das Leben geschenkt hat. Mitten in den Wirren des ostasiatischen Krieges und der durch die Ermordung Plehwes eingetretenen Situation wird dem russischen Volk die Nachricht, daß seinem Herrscher ein Thronfolger geboren wurde. Dem Beherrscher alter Reußem über den in der letzten Zeit anläßlich der inneren Vorgänge in Rußland so viel geschrieben worden ist, viel Nachteiliges, da man ihn als halsstarrig und zäh festhalteud an d en strengen Polizeitraditionen bezeichnete, — ihm ist nun zu all den Sorgen und Befürchtungen, die er in der letzten Zett hinnchmen mußte, auch ein freudiges Ereignis beschjert worden. Ob dem neu geborenen Thronerben, falls er leben bleibt, und später zur Regierung gelangt, noch die gleichen finsteren inneren Zustände des Reichs zu schaffen machen werden wie seinem Vater? Sein Fürstenlos wird kein ungetrübtes werden: In Rußland ist der Herrscher von seinem Volke isoliert, und das wird auch für die nächste Zukunft so bleiben. Auch dem zukünftigen Zaren wird es nicht beschieden sein, sorglos sein Haupt „jedem Untertan in Schovß" legen zu können. In Rußland war die Spannung auf das bevorstehende Ereignis begreiflicherweise sehr groß. Viele Vorbereitungen waren, wie wir heute ohnehin milzuteilen gehabt häüen, getroffen worden, viele Gebete wurden seit langem in allen Kirchen und Kapellen des Reiches zum Himmel gesandt. Was die oberen Zehntausend in Petersburg sowohl wie im übrigen Rußland, was insbesondere die Hofgesellschaft und die Mitglieder der kaiserlichen Familie in den letzten Tagen am meisten ausregte und beschäftigte, das waren niaft die Schreckensmeldungcn von Attentaten und Verschwörungen und auch nicht die Hiobsbotschaften aus der Mandsuchrei, sondern die mit Sehnsucht und Bangen, mit Hoffnung und resignierender Verzagtheit erwarteten Mitteilungen aus der Wochenstube der Zarin. Niemals hat das ^freudige Ereignis" eine solche Bedeutung gehabt, wie sre chm zur Stunde für das große Reich aller Neussen innewohnt. Der Mädchen hat der Zar nun mehr als genug, ein Quartett. Das fünfte Kind, das jetzt erwartet wurde, sollte nun endlich die politisch so wichtige Abwechslung in die Reihe der Spröß- linge Nikolaus Alexandrowitsch Romanows bringen. Die Zurüstungen für den Empfang des „fünften", dem man die Würde eines „ersten" wünscht, wurden in großartigem Maßstabe betrieben. Zu Tausenden schleppte man, so wurde berichtet, all die vielfachen Bedürsnisobjekbe für so kleine Menschlein in den Kaiserpalast, wo aber auch seit Monaten schon Näherinnen und Wäscherinnen, sowie Plätterinnen am Werke sind, um die Ausstattung für das heranrrahende unbekannte Wesen in Ordnung zu bringen. Das Schlafgemach der Zarin ist mit den kostbarsten persischen Teppichen bedeckt, die jedes Geräusch eines Schrittes verschlingen. In einer Ecke des Zimmers befindet sich ein Hausaltar, über dem Betschemel ein Heiligenbild, zur Seite desselben eine wundertätige silberne Statue des heiligen Nikolaus in natürlicher Größe und davor in einer grünen Glastulpe eine ewige Lampe. Die im Zimmer befindlichen Gemälde behandeln zumeist religiöse Sujets; sie sind oben und unten, sowie von beiden Seiten durch eine Menge von Photographien flankiert, die sämtlich die der Töchterchen des Kaiserpaares darstellen. Die Appartements der kaiserlichen Kinder sind selbstverständlich denen der ^Mama" eng benachbart; vom Schlafzimmer trennen sie nur der Bade- und Ankleideraum. Da nun jetzt ein Junge eingetroffen ist, so werden seine Schwesterchen wahrscheinlich übersiedeln müssen, da ihm wahrscheinlich die den mütterlichen Gemächern nächstgelegenen Räume zugewiesen werden. Ware wiederein Mädchen gekommen, so hätte man mit ihm nicht viel Geschichten gemacht. Es wäre alles beim alten geblieben und das Jüngste hatte eines der Zimmer seiner Schwestern erhalten- Allein es ist anders gekommen. Der Zar wird nicht mtr die harmlose Vaterfreude l>aben wie seither, mit seinen Kindern zu spielen und sie zu photographieren, sondern er wird auch die Sorge haben, seinen Sohn zum künftigen Beherrscher seines Landes au erziehen. Möge der neue Sprößling des Zarenhauses dem rnsfischeu Volk Glück und Erlöftntg aus rwch recht rückständigen Zuständen bringen! * Unser Berliner Mitarbeiter schreibt uns: Die Geburt eines russischen Thronfolgers, ein Ereignis, dem auch die „Nordd. Allg. Ztg." den Glückwunsch unserer Regierung widmet, hat eine nicht unwichtige politische Folge: der Einfluß derG emaylindesZaren wird zweifellos wachsen. Bisher standen weite Kreise nicht nur der Bevölkerung, sondern auch des hohen russischen Beamtentums der deutschen Prinzessin kühl geaen- über. Das ändert sich nun mit einem Schitage. Ganz Petersburg ist trotz der Kriegsnot im Festjubel. Die Neig- ungen der Zarin gelten als englandfrelmdliche. Die Annäherung an England, ein Ziel, das bisher nur von wenigen am russischen Hose unterstützt wurde, wird vielleicht jetzt eher in den Bereich des Möglichen aerstckt. (Wenn die.Zarin wirklich irgend welche politisch' Interessen verfolgt! D. 9üd.) Die Politik, die Diplomatie müssen jedenfalls damit rechnen. Den Einfluß, den dir Zarin ans das Regierungs- shjiem im Innern Rußlands awMben könnte, veranschlagen nnr nicht so hoch Hier steht als stärkere Äiacht die lieber* liesernng entgegen, sowie die Abneigung 9kckolaus II. gegen Verfassungsideen. Nickst zu unterschätzen ist die Bedeutung dts Ereignisses für die Standhaftigkeit der Mssen inti Kriege; es wird allgemein vom Volk und vom Heer als ein Dom Himmel gesandtes pichen eines glücklichen Ausgangs rufgesaßt werden. ♦ Wir erhalten noch folgende Telegramme: Petersburg, 12. Aug. Der heute mittag 12^8 llljr geborene Thronfolger hat den Namen Alexis erhalten. Bei der Entbindung der Zarin war Professor O t t zugegen. Die Zarin wünscht ihren Sohn in der ersten Zeit selbst zu nähren. — Die Straßen sind herrlich geschmückt, der Jubel ist unbeschreiblich. In Peterhof werden Vorbereitungen zu großen Festlichkeiten getroffen. Gestern abend waren die Stadt sowie Peterhof festlich illuminiert. Es verlautet, der Zar habe den Wunsch geäußert, den »politische n Verbrechern große Gnadenerlasse zuteil werden zu lassen. — Das Befinden der Zarin und des neuge- borenen Prinzen ist durchaus befrie d i g e n d. Politische Tagesschau. Die Verhältnisse des Krankenpflegepersonals. Bei den Reichsbehörden schweben zurzeit Verhandlungen über Maßnahmen zur Neuordnung der Verhältnisse des Krankenpflegepersonals. Insbesondere handelt es sich um zwei Kernfragen, einmal um die Ordnung der Ausbildung des Kranlenpflegepersonals, sodann um das Prüfungswesen. Es wird beabsichtigt, die Errichtung von Krankenpflegeschi ulen, wie sie, was Berlin angeht, z. B. bei der Eharitee und bei dem städtischen Krankenhause in Moabit bestehen, zu fördern. Sodann wird vorgesehen eine Prüfung für Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen mit der Bedingung, daß zu dieser Prüfung nur solche Pfleger zugelassen werden sollen, die eine ausreicheride praktische und theoretische Vorbildung bei einer gewissen allgemeinen Bildung Nachweisen. Nur denjenigen, welche die Prüfung bestehen, soll gestattet sein, sich als geprüfte Krankenpfleger zu bezeichnen. Dazu meint die „Voss. Ztg.", der KranTnpslegcdienst würde immer noch allzusehr als charitative Tätigkeit angesehen, und daher würde die Meinung abgeleitet, daß die Krankenpflege nicht gerade besonders hoch bezahlt zu werden braucht. Die Besoldungen der Pfleger und Pflegerinnen bleiben allerdings vielfach weit hinter den ortsüblichen Tagelöhnen zurück. Gedrückt werden diese Besoldungen noch durch einen anderen Umstand. Durch Verbände mrd Genossenschaften werden vielfach der Krankenpslege Mädchen der besitzenden Stände zugeführt, die auf Erwerb nicht angewiesen sind. Man findet sie, auch wenn sie nach beendeter Lehrzeit die volle Arbeit leisten, mit einem „Taschengeld" ab. Ferner wird die Abhängigkeit von Gemeinschaften oft bitter empfunden, wenn auch nicht verkannt wird, daß den Angehörigen manche, aber nicht wesentliche Vorteile daraus erwachsen. Diese Empfindung hat den Anlaß gegeben, eine Bewegung in Gang zu bringen, die daran' abzielt, das Pflegepersonal, insbesondere dasjenige, das sich aus den gebildeten Standen rekrutiert, von den Gemeinschaften unabhängig zu machen, um eine Organisation einer gut durchgebildeten und arbeitsfreudigen und arbeitsfähigen Pslegerschaft zu schaffen, die auf dem Prinzipe der Selbständigkeit beruht. Diese Organisation verlangt mit Recht eine würdige Bezahlung der Pflegerischen Leistutlgen in der richtigen Erkenntnis, daß die angestrebte Etnanzipation des Krankenpflegeberufes die materielle Sicherung der Berufsangehorigen zur Voraussetzung hat. Der hier eingeschlagene Weg ist es sicher, auf dem das Ziel der Hebung der Krankenpflege am ehesten erreicht werden wild, und die Städte, die als Trägerinnen der öffentlichen Krankenpflege das gewichtigste Wort in der Frage haben, werden gut daran tun, in diesem Sinne ihre Maßnahmen zu treffen. * Annahme von Ladungen nach Japan seitens deutscher Schiffahrts- gesellschasten. Die „Kölnische Zeitung" schreibt: Nach Meldungen der „Times" sollen der Norddeutsche Lloyd und die H a nl b u r g - A m e ri k a - L i n i e in den letzten zehn Tagen in Antwerpen Ladungen von elektrischen Kabeln, Maschinen, Eisendraht, Eisen- und Stablplatten und leichten Schienen unter der Bezeichnung „Gruvenschienen" zum Transport nach Dstasien übernommen hoben, nachdem die Vertreter britischer Schiffahrtsgesellschaften die Verschiffung a b- gelehnt hatten, weil sie die Anweisung haben, keine Fracht zu übernehmen, die wahrscheinlich als Kontrebande erklärt werden würde. Es ist sicher, daß durch die russischen Absperrungsmaßregeln der Warentransport nach Ost- asien eine starke Beunruhigung erlitten hat. Wenn daher die deutschen Linien im (Gegensatz zu den englischen Postlinien, die den Verkehr nach Japan einstellen, diesen iVer- kehr fortsetzen, so versteht es sich wohl von selbst, daß sie die befrachteten Güter besonders scharf auf Kriegs- kontrebande hin ansehen und, wo ein solcher Zweck wahrscheinlich ober auch nur möglich ist, die Annahnle verweigern. Die Vertreter der großen deutschen Schiffahrtsgesellschaften haben den bestimmten Auftrag, in diesem Sinne zu verfahren. Wenn sie wirklich Güter übernommen haben sollten, die von den englischen Gesellschaften zu- rückgewresen worden sind, so dürfte der Grund für die Zurückweisung weniger in denr Ehawkter als KriegS- kontrebande,' als vielmehr darin zu suchen fein, daß die Engländer ihren Verkehr eben eingestellt haben und omit überhaupt nicht befördern können. AuS Hamburg ift. übrigens )d)oii gemeldet worden, daß die Angaben der „Tünes" ganz unzutreffend sind, und es sich nur um Gegenstände unverfänglichster Art handelt, wie z. B. dünnes Eisenblech, das zur Ansertigung voll Ltüchell- geräten und dergleichen benutzt wird. ----------------------L----— ---------'!_________J_L_ Kssehkntwmf, die Otiostea ßdrefftnii. (Schluß.) Ter fünfte Abschnitt handelt von den Handelssachen. Für die Eintragungen i» das Handelsregister int> folgende Gebühren z« erheben: 1. bei Emzelkaufleuten und Bevsicherungüve reinen ans Gegenseitigkeit n) für die erste Ein tragnng per Firma 5 Mk. bü 20 Mk.; h) für sed.' spätere unf Rechtsverhältnisse der Firma sich beziehende Eintragung n Mk. bis 12 Mr.; c) für die Löschung bei- Firma 3 Ml. bio s Mk.; 2. bei offenen Handelsgesellschaften und Komnninditgesellschasten a) für die erste Eintragung der Firma 10 Mk. dis 40 Mk.; b) für jede spatere auf die Rechtsverhältnisse der Firma sich beziehende Eintragung 5 Mk. .bis 20 Mk.; c) für die Löschung der Firma 3 Mk. bis 12 Mk.; 3. bei Aktiengesellschaften, Kommanditgesell- schäften auf Aktien und Gesellschaften mit beschränkter Haftung a) für die erste Eintragung der Firma 50 Mk. bis 200 Mk.; b) für die spätere Eintragung einer Aenderung des Gesellschaftsvertrags 4u Mk. bis L6ü Mk.; c) für eine sonstige spatere auf die Rewtsoerhältmsje der Firma sich beziehende Eintragung 20 Mark bis 80 Mk.; d) für die Löschung der Firma 10 Mk. bis 40 Mk.; 4. für die Eintragung einer Prokura 5 Mk.; für die Löstaung derselben 3 Ack. Gebühren tommen nicht zum Ansätze: 1. für die Eintragung der K^nkurs^räfinung, der Aushebung des Eröfstiungs- bejauufses solche per Einstellung und Llufhebung des Konkurses; 2. für das Verfahren auf Anträge und Beschwerden, welche von Organen des Handelsstanbes gemäß § 126 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit ausgeheu sowie jur d.e Turch.i^t der Handelsregister, weiche nach Maßgabe der Bestimmungen über die Führung der Handelsregister erfolgt; 3. für das Löschungsverfahren nach 8 141 des Gesetzes über die An- gelegenhecken der freiwilligen GeriäMbarkeü, falls die Löschung infolge erhobemn Widerjpruchs unterbleibt; 4. für eine nach den 142 bis 144, 14? Abs. 2, 3 des Gesetzes über die An-^ gelemnheiten der freüvuligeii Gerichtsbarkeit von Amts wegen erfolgende Löschung; wird in den Fällen der §§ 142 bis 141 der Wwerspruch eines Beteiligten zurückgewiesen, so hat dieser für d.e Zuruckweisung die für die Löschung bestimmte Gebühr zu ent» riasten. Für das Aufsuchen und Vorlegen eines Eintrags im Handels- odcr Genofsmschastsregister zur EinsiaTt wird eine Gebühr von öu Pfenn.g eri>Duen. Auch für das Au, suchen und Vorlegen eines Eintrags im norjenregGer zur Einsicht wird die im Artikel 44 bestimmte Gebühr erhoben. Der sechste Abschnnt handelt von Vereinssachen, Güter» r e ch t s s a a; n, S ch i f f s r e g i ft e r, Dispache. Für die Eintragungen in das Vereinsregister sind folgende Gebühren zu ergeben: a. für erste Eckuragung emes Vereins und für Oie Eintragung von Satzungsänderungen 20 Mk. bis 100 Mk.; b. für fonft.ge auf Anmeldung zu bewertende Eintragungen 5 Mk. bis 20 Mu Tas Gericht ill ermächtigt, bei gemeinnützigen Vereinen die Gebühr unter a. bis auf 5 ÜJtt und Die Gebühr unter b. bis auf 1 Mt. herabzus-etzen. Im stebemm Aofchnitt über Grundbuchsachen wird u. ereu-nung des Zeitaufwandes außer Ansatz. Findet eines dieser Geschäfte bei Gelegenheit der Errichtung emes Jrwentars oder Der Aufnahme eines Vermögens- verzejchnisies stack, so wird eine Gebühr nicht erhoben. Die Auftrahme und Entgegennahme von Gesuchen, Anträgen und Erklärungen, welche' die (Einleitung oder den Forlgang emes gerichtlichen Verfahrens bezwecken, sowie die auftrahme von Beschwerden oder Erinnerungen erfolgt gebührenfrei, soweit nicht ein anderes bestimmt ist. Tie Stempel- pftichtigkeit rechtsgeschäfllia-er Erklärungen (». B. §§ 1342, 1434, 1491, 1492, 159», 1599, 1945, 1955, 1956, 2308, 2081, 2281, 2198, 2199 des Bürgerlichen Gesetzbuäjs i Nr. 73, 74 des Stempel- tarifs) wird durch diese Vorschrift indessen nicht berührt. Tie Einsicht von Urkunden unb Akten, die sich in nmtlidjer Verwahrung befinden, ist in der Regel gebuhrenfrer. In dem Verfahren der Z wa ngs v e r ft c i g er u n g sind ;u ergeben: 1. für de Anordnung d.r Zwangsversteigerung oder für d.e Zulassung des Beckritts eines Gläubigers zwei Zehnteile, 2. für ixen Erla^ der Bekanntmaämng des eriicn Versteig er uugs- termms nad) Abhaltung des ersten ein Zehmeil, 4. für daS Verteilungsverfahren fünf Zehnteile, wenn das Verfahren vor Beginn des Verteilungstermine' erledigt wird, .drei Zehnteile der üm 8 8 des Deutschen Gerichtskostengesetzes bestimmten Gebühre». In dem Verfahren der Z w a n g s v er w a l t u n g werden erhoben: 1. für die Anordnung der Zwangsverwaltung oder für die Zulassung des Beitritts eines Gläubigers zwec Zehnteile, 2. für jedes Jahr der Zwangsverwaltung, wobei ein begonnenes Jahr als voll gezählt wird, fünf Zehnteile, 3. für jedes Ber- teiluugsverfahren fünf Zehnteile der Sätze des § 8 des Teutschcn Gerichtskostt'Tvgesetzes. Bon der Zahlung der Gebühren in Llngelegenheiten der freiwilligen und streitigen Gerickstsbarkeit sind befreit: 1. der Großherzog sowie das Großherzogliche Privat- und Fa-- milieneigentum: 2. der Fiskus des Deutschen Reichs und der Fiskus des Großherzogtums Hessen sowie die für Rechnung derselben verwalteten Anstalten und Kassen; 3. öffentliche Anstalten für Wohltütigkeits- und Unterrichtszwecke; 4. genehmigte Stiftungen, lveldfe von dem Ministerium des Innern ausdräalich als milde anerkannt worden sind; 5. Kirchen und sonstige Religionsgemeinschaften des öffcrcklichen Rechtes, wenn sie die zur Bestreitung der kirchlichen oder religiösen Bedürftusw erforderlichen Mittel ganz oder teilweise durch Umlagen auf ilrre Mitglieder ausbringen; 6. Gemeinden oder andere Kommunalverbändc in Armen-, Säml , Kirchen- und -Staatsangelegenheiten. Tem Staatsoberhaupt anderer Bundesstmrten. dem Fiskus anderer Staaten als des Deutschen Reichs und des Hessischen Staates sowie den öffentlichen Anstalten und Kassen, die für Reämung eines solchen anderen Staates verwaltet werden, ferner den bei dem Großherzoglichen Hose beglaubigten Gesandten und Geschäftsträgern kann die Befreiung von der Zahlung der Gerichtsgebühren geivährt wcrdc'n, wenn der betreffende Staat dem Großherzogtum gegenüber die gleiche Rücksiüft übt. Tas Minister»um der Justiz ist ermüclttigt, in einzelnen Fällen aus Grütlden besonderer Billigkeit Gebühren und v)lUmlagen zu erlassen. Tas Ministerium bt'r Justiz ist ermächtigt, einem Zahlungspflichtigen im Falle der Beibringung eines Armuts^ Zeugnisses die Gedülwen und A uslagen »u erlassen oder -u Ix- riften. Es kann diese Befugnis für .iuzelne Fälle c>dci all gemein auf bi»' Gerichtsbehörden überhagen und die zu diesem Zwecke criorbcrlidKii Ansiülfrnngsvorschriften erlassen. Tse OkbiUnTH der G e r i cht S v o l l z i e h e r für Geschifto, auf lueldx die Deutsche Gebührenordnung für ^ricictsvollzieber feine Anwendung finde!, werden durch Beiordnung geregelt; berben bMixb .regewvärtiges Gesotz nicht !>erührt. Tie Gebühren tk-r amtlichen Schäher werden von dem Ministerium der Justiz festgesetzt Tas Gesetz soll mit dem 1. Januar 1905 m Kraft treten, t* biefw Z«" noch nicht fällig s.'»d. M>t dem glichen Zeupunkte trete» all, entgegenstehendeil Bestimmungen au [ult Kraft. 4 Kandel und Verkehr. Dnlkswirischast. Ium, weift einen AuSgabe gegenüber-1 verland von der Darmstädter möbelfabrik (Srohk. Hess. Honiefenmten), Darmstadt. Oflerte und Preisliste Bedeutendstes Einrichtungshaus mittel- dtutsdilonds. Sehenswürdigkeit 1 Ranges. Za. iOO Zlmmerelnrkh ungea einsdiL KOdie stets wohnungsfertlg ausgestellt und llelerfertlg. Spezialität: compl 6lnrlchtuageno.nl 1OOO 50000 Preise lest u.offen ausgeze dinet hanco*Ulelerung, lOJähr Garantie. Sonntags geöffnet von 11-1 Ulu. b . ihrem SBnnfdbe. Um dieses zu erreichen, hatten sie sich mit allein Möglichen versehen, mir nicht mit der deut- f(fKn Wichse, die sie erst von unS geliefert erhalten mußten, um mit Glanz und Gloria nach Vcrlm zu [u im neu/' He । Sapla e> •iÜ i.fi" i.tp’i beließ" Gießt Gießen, 13. Aug Gewerkschaft et ex n i c. riebt pro 2. Quartal 1'304, April bi 4 Ende Umsatz von 329 422,68 Mk. aus, denen in ’J „ He un Llt - hunnit au^ duii 1M* 1 , 4 1 , 12 2 , H * * Georg Teo LtLiemw LönS . hemr. Bd Georg im Louis eüsr W.vlemmu. Sons . L. ftebnt 204 762,16 Mk. an Lölmen und Unkosten, pon welche» aber 22 300 Mk. für Neuanlaaen in Abzug kommen, Wfc eta. rober Ucberschuß von 145 940,62 Mk. verbleibt, von welchen Mr Zinsen in Abzug .kommen 64021,20 Mk sodaß in dem Quartal ein Nettoüdcrsämß von 8b 919,32 Mk.. verbleibt. Deutsche und a m c r i k a n i f ch e F a h r räb er. Austat ist iscl^cn Mitteilungen ist zu crf'hin, daß die deutsche Fahrrad- induslric die aincrikanisä^ nicht allein von den deutschen trotzen aü vollständig verdrängt hat, sondern daß die deutschen ütadcr auch im Ausland sehr gesucht sind. Zifstrnmäßig rst nachgewresen, daß Teutsästand im lebten yaljrc dem Werte nach mehr als bubpclt so viel Fahrräder ezpvttiert wie Amerika, ruber waren alle europäischen jjiärttc mit amerikaniscl>en Ladern ubcrschweunnt, sie nahmen d.n ersten Rang ein. Bald aber war was von drüben kam, billig und schlecht, und die XUebfoaber wrrklrch guter Ware uandten fick den deulsclsen Fabrikaten zu. Eine Ruhepause. Ten stürmischen Bewegungen zu Anjana dieser Woelye ist nun an der Börse ein gewisses ^.clywanlen uno Sur.idbaltung gesolgt. Für alle Uohlenaklicn iil eine wertere Adschwäclmng von 1—2 Prozent eingetreten. Auch Drberma- aftien, d.e anfangs befestigt ivarcn, gaben später nach Es lyerrscht hinsichtlich der weiteren Entwicllung fcxä KohlenallrenmartteS große Unsicherheit. Markte. tzsickcu, 13. Aug. Marktbericht. Aus heutigem Wochenmarkt foflcicn: Butter pr. W 1.10—1.20 Tft, Hühnereier 1 St. 6-7 Vla^ 2 Sick. 00 -00 Pfg., Wänfeeier 00—OO Psg., Enteneier 7—0 Plg., Hase ur Sick. 6—8 Pf., Zläsemalte LStck. 5—6 Pfo. Erbsen pr.Liter riPfg^ Linsen pr. Liter32 Ptg., Laubenpr. Paar 0,80 - 0,90Alk., Hühner pr.
    irid)ti>|udl. tb. Gieben, 12. Aug. Ter Schuhuiaclier M. von £bei- Seemen nxir gestern von derS t r a s k a m ui e r der s d) w e r e n Uürpervertetzung angellngt; er halle nach kurzem Disput auf dem Fc.de den «2.ahr.gen Auszügler Orth mit einer Ttiftgabü cm '.luge fast M-gestochen. Der '.'Inge(lagte cntfchuldlgte lid) bamü, bau er die Gc.vet nur zur Abwehr bereit gehalten habe, sodaß fein Gegner sozusagen hineingelaufcn sei, ohne da st er ctnxx wie die '.'Inklage behauptet, mit dem gcfabrlidicn Werlzeng äugestosten batte. Lcr Gerichtslws nahm an, e- habe zwar in gewis,em Sinne für den 'Angetlagten Rotwehr Vorgelegen, er fei aber seinem Viel schroacheren Gegner gegenüber über bad erlaubte Ti.au binausgegaiigen und müsse daher bestraft loerden. ^ic jammer sprach eine Strafe von zwei Monaten Erefangnis ans. tb Giesten, 12. Ang. Eine empfindliche Lehre thinibcr, ba& man fid> als Zeuge bei den ZcuaciigebüiTrcn keine» Vorteil vcrfchasfen darf, erh.eit vor dem Schöffengericht der ..iauicr und Musiker W. auo Ärüningen zudiktiett. Er war an einem Montag iin Roveucher v. I. als Zeuge vor bad .Miegögericht in Bietzen geladen wordeii. Tie Ladung zur '-berbanblmig >var ihm Dom Bürgermeister seiner Heimat auf i^rsucl-en b.d lZ-.nchts nach Vubivigdgaicn, wo er sich gerade bvi Bei wand len aufhielt, übermittelt ivvrdcn. W. verlangte nun vom Kriegsgericht nn.e^r bei Behauptung, ,cr habe in Mannheim feste Stellung, b^e i>abit ©icijen—Tiannbeiui 4. Kl.-ssc für die Hin- und Rückfahrt: und Vergütung für 1- j Tage Versäumnis. Er l>U aber tatsächlich in Tiannbciin feine, nxnigjtenb keine feste Stelle, gehabt, blieb auch einige Tage bei feinen Eltern iu ^lAninsstn. Er hat den Staat durch feinen schwindel um 5,40 Mk. iib.'rVorkilL *.u Lchöfjen hielten trotz aller Ausreden deS Angellagien einen Betrug für vorliegend und erkannten auf eine Strafe von drei Woo-eii O^fLnguis, ivcldx durch die von 83. seit dem -8. ^uli angetretene llntersuchungshast allerbingd für vcrbustt erachtet wurde. Ler Ämddanwalt wollte das Vergehen mit einer strafe von zwei Monaten gealmb-. t lv.fi. u ___ , . _ ____ AlvcUelbiweguvg. Frankfurt a. M., 12. Aug. Tie Unterhandlungen zwisMn Untern, bimrn und '.’lrbc.Lrmirctcrn im B a u.g e w e r b e gingen heute mittag 12».a Uhr zu Ende. Ter Friede ^nt nach der Kl. Pr. gesichert. Es fehlt noch beibcricitd die Un.erfchnft ber Verträge. Tie Arbeitervertreter haben zroar Vollmacht zur Unterzeichnung, scheinen es aber vorzu-iehen, vorher die Vertrage diren Berussgenossen zu unterbreiten. Es ist lwch nicht bekannt, ob der Vertrag sich auf das ganhe Gebiet des Mitteldeutschiui Arbeitgeberverbandes erstreckt. Es tragt sich, ob Wiesbaden ein- acschlossen nnrb. Tie Untemclnnerverbänbe Öanau, .Larmstadt, ?Fchasfenburg, Offenbach, Höchst, Friedberg und Main- haben sich am Mittwoch mit kn Bedingungen emv^rstanden erklärt und von ihrer Zustimmung d.m Vor,.and deS Mittcldeulsthen Arbeitgeberverbandes Mitteilung gemaclst. Mit Wiesbaden wurden gestern noch 2onderverhandlungen gcpflvgen, zu denen ein Vor- Itandsmitglied des „MiUeldcunchcn^ delegien war . * Die neueste Sensation für Berlin dürfte Nn^veiselhast das ^denkende Pferd" sein, bti5, wie wir Bcrliiler Blatleiii entnehmen, am DonnnStag in ieinem Hose des Grundstncks Greberwivstraße nahe am Zwiiskirchchlatz einem Kreise geladener Gaste vor geführt wurde Vertreten waren bei der Probe der Denksahtg- kett des Tieres unter anderen der Tirektor deS Zoologi- fdKii E>artens Tr. Heck, der betamue Afrikaretsende Schillings unb eine groste Zahl bekannter Sportsleute. Das in Frage kouunende Tier ist ein russischer Hengst namens ^Haiis"; er wird von seinem Tlesiper, einem Hcrrn v. Osten, seit vier Jahren unterrichtet. Das -Lier ist uirAeit acht Jahre alt. Infolge der Bemühungen seines Zehrers hat das Pferd, wie der Augenschein lehrt, gan^ überraschende Kemitnisse erlangt. Es kann Per,orten nach Bildern uiuerscheiden, versteht zu reamen und Lc|t; ebcn|0 ist eS imstande, Melodieen wieder zu citenncn. Cs beherrscht das ganze Alphabet und die Zahlen von die Antworten erfolgen durch Stampfen nut den Vorder- süüen. Am Donnerstag wurden von einem stadli|ast'ii Stirer 'Jitdicnaufdabcn gestellt, bie ptuii^t gelost wurden. Die Losung lautete durch 2lufllopfeu des Hufes 12. gleicher Weise wurde subttahiert und dividiert, xie ^.osung her Ausgaben wird dem Tier erleiclchert durch Papptaseln, auf die Nummern verzeichnet sind. Schwieriger i|t schon seine Kenntnis der Münzen und Karten. ^anS* jennt sämtliche deurscheu Tiunzen und weiß den £&rt aud) ui schätzen, ebenso kennt er die 32 Karten ganz genau und gibt ihren Wert ebenfalls präzise an. Der Farbensinn des Pferdes ist hoch entwickelt. So wußte eS genau euren Wachtmeister von eurem gewöhnlichen Schutzmann zu unterscheiden. Die Versuche gelangen durchaus, sodaß die Behörden jetzt der Sacl)e naher treten Dollen. Ter Kultusminister Dr. Studt hat seinen Besuch für Frettag mittag zu gesagt. Es soll eine Äi?mmifiwn von Fachgelehrten gebildet werden, bxt Ab- wesenhett des Herrn pmist. ^err von ^-ften, dar Befttzer deS seltenen Pferdes, ist ein pensioniertcr Oberlehrer, der in l>er ganzen Gegend als Sonderling gut. Er hat |ich seit vier Jahren täglich einige Stunden mit dem Pferd de- schüftiat und geradezu glänzende Resultate erzielt. Es Wat seinem Herrn wie ein Hund. Em Pferd, das er früher besaß, und das auch schon bedeutende Artigkeiten sich ungeeignet hatte, ist eingegangen. Der Unterricht geschieht aus dem Hose des Gruridstucls, das Herrn von Osten gehört. , _ . ♦ Eine eigenartige Festrede hat m Potsdam bet Vorsitzende der Ktttgsveteranenvcrcinigung, Klenipner- -meister Plintz, bei dem Generalappell vor 400 deutschen Krieasvetcranen gehalten. Das Berliner Tageblatt gibt darcnis folgende Stelle wieder: „Sirjini) in mutigen Massen zusammengekommen, um einen Gedenktag zu feiern, welcher m den 70 er Feldzug hineiiigreift. Allo Gcdenk- raae zu feiern, ist uns leider nicht vergönnt, und so haben wir uns denn den 7. August ausersehen, als den Taa, an welchem 1870 die ersten gefangenen Franzojen ^Berlin ein trafen. Berlin ist ja immer ihr Ziel gewesen nun hatten sie es erreicht, wenn auch nicht nach Verlobte Brechdurchfall Diarrhoe Darmkatarrh Vorrätig in Apotheken, Drogerien, Colomalw.- NESTL£K.r. Wariiuiig vor FälhChiiii^ i in Pillen noch Pulverform noch mit Kakao W6(101 genracht, sondern I» H r in Flaschen mit eingeprägtem Namen ist Dr. Hoidrne'jj 1Ha^matozen echL D*/e | Lou« tüi;r heM. Q* 2ouÜ6£p lö w S 8-Deitz,- L 5 8 « e*? c D.5chunmi s SÄ 55 (st lliili Jg & £ Weil 6t ZK JQ Jß<7? ^19 CD L T> LE L7 & * 15 l '•& i-5 . 'S E <«$> 5 7,8=1 LL - « « n) ■ '<£■ r.£C^ o e L S 3 U 2 - 3 r- E 3© s 3 2 L-: ^2 a6t E o'L (9 s CM •iesti = £ E ?Z E LZ 2^ 3 tot«. ä,.^ V. 'S E _ c:® e-E - göC CD Ö.: OÄ Q v •c -2:8 L p-? £ e sa c v* «sc yi driv n'i 1 frj cAj.. 5 »•* 2P -O - JO C < Ts S E ® - s «’S»« Se««" i? § z & s' E ’S -8^ 2 Er es 0) (ö H E L e o# . (,-< CD •— E: v i>> &3 ar» 5 • • P'T'- o *SD. W ^2 3 -5 • ~ ^2* O W 6492 hiesigen Bäcker. 2 2 Göns 24 Heinr. Weber, Heuchelheim 25 Gons 22 Diehm, Baurat. B% 46 . 44 B7. Ukylvarkt in Dilbk! B”/i 26 52 48 , 72 , 22 , 44 , . 25 . 25 Gießen, den 29. Juli 1904. Städtisches Hochbauamt. Gerbet. Gießen, oen Id. August 1904. Großher-ogiiche Bürgermeisterei Gießen Mec » «. Die Gewerbe-Akademie Friedberg i. H. bei Frank- mrt a. M. begann mit der Versendung von Verzeichnissen über die, im kommenden Wintersemester m ihren Ableitungen ür Maschinenbau, Elektrotechnik, Bau-Jngenieur-Wesen und Architektur zu haltenden Vortrüge und Hebungen. Den Sendungen wird eine Zusammenstellung der sonstigen Vorträge am polytechnischen Institut über Mathematik und Naturwiffen- chasten sowie über allgemeinbildende Fächer mit einem Verzeichnis sämtlicher Dozenten beigetegt und unentgeltlich durch das Sekretariat des Instituts befördert. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, am 3. August 1904. Großh. Knlturirrspektiou Gießen. I. V.: Waltet. Der 1 Kg. (2 Pid.) Tafelbrot (4 , ) , (2 , ) Weißbrot (4 , ) Bekanntmachung. Die unterm 7. Juni l. Js. angeordnete Sperre der Schulstraße wird hiermit ausgehoben. Gießen, den 12. August 1904. Großherzogtic. e-ö Lolizeiamt Gießen. ,Herberg. Vergebung m Ltritzribamrdeitc». Die zur Verbreiterung der Kreisstraße Gießen— Heuchelheim erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen und zwar: Erdarbeiten veranschlagt zu 1140,— Mk. Brückenbauarbeiten , , 4310,— „ Pflasterarbelten r , 3420,— , Ehaussierarbeiten , , 3680,— r sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden. Angebote sind bis SamStag, den 20. August l. I., Vormittags 9 Uhr im Amtszimmer des Hnlerzeichnelen abzugeben, woselbst auch Voranschlag, Pläne und Bedingungen zur Einsicht offen liegen. Gießen, den 1. August 1904. Der Großh. Kreisbaumspektor des Kreises Gießen. Bekanntmachung. Die unterm 23. Juli l. Js. angeordnete Sperre der Steinstraße, zwischen Weser- und Schottstraße, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. August 1904. isrotzherzoglu t Jongetarnt Gießen. Herberg. 27, Kilogramm (5 Pfund) Schwarzbrot bei: Louis Süßmuth, Steinberg 52 3 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzbrot bei: W. Fabel, Wieseck ... 66 1 Kilogramm (2 Pfund) Kornbrot bei: F. Weiß, Grüningeu . . 22 2 Kilogramm (4 Pfund) Kornbrot bei: W. Schimmel, Kinzenb. At. 44 F. Weiß, Grüningen Der Brotverkäufer: Dieselben Preise wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 13. August 1904. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Der auswärtigen Bäcker. 1 Kilogramm (2 Pfund) Weißbrot bei: Georg Tern II., Gr^Linden 23 H W. Weitzel, Lang-Göns W» SteüunMer Ww^ Laug- W. Fabel, Wieseck Lergedmg cun 8trcheiibmmbeitcii. Betreffend: Umbau der Kreisstraße: Straße Flensungen— Freienseen nach Stockhausen und Herstellung der Ortsdurchfahrt Stockhausen. Die bei rubr. Straßen-Umbau erforderlich werdenden Arbeiten und Lieferungen im Voranschlagsbetrage von 8750 Mk. sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten zur Einsichtnahme für die Interessenten aus. Ebendaselbst sind die Angebote verschloffen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Dienstag den 23. August d. I., vormittags 10 Uhr, abzugeben. Die Eröffnung erfolgt an genanntem Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. ZuschlagSfrist 3 Wochen. Gießen, den 6. August 1904. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Die hm, Baurat. Dienstag den 23. August l. I. indet dahier ein Viehmarkt aller Gattungen statt, wozu Interessenten freundlichst eingeladen werden. Derselbe i t verbunden mit einer Ausstellung des Overhesfischen Bienenzüchtervereins. d18/, Anfang 7 Uhr morgens. Der Austrieb geschieht nur von der Brücke aus. Mit dem Markte ist eine Prämiierung der chönsten aufgcbrad)tcn Tiere, sowohl von Händlern, wie von Selbstzüchtern, sowie eine Verlosung von Kühen, Rindern, Schweinen, Bienenvölkern, Honig und Gebrauchsgegenständen verbunden. Letztere findet auf dem Marktplatze statt. Wir gestatten uns noch, darauf aufmerksam zii machen, daß sich der Markt seither eines wachsenden Zuspruchs zu erfreuen hatte und laben daher zu recht zahlreichem Besuche hiormü «rg.bcnst ein. Da* Cemlto. — 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrot 24 H — , 2 LMischtt WohmMchmis Gichki. Gartenstraßc 2, zimmer Rr. 14. (Geschäftsstunden oon 8—1 und von 3—6 Uhrj Es find zu vermieten: 37 Wohnungen von 2—8 Zimmern, 1 Zimmer, für Bureau- ^Zwecke geeignet, 1 möbliertes Zunmer mit Kabinett. Zu mieten gesucht: 64 Wohnungen von 2—11 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und ^zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Alk. e inschließlich 0,20 Alk., von inehr als 300 Alk. bis 500 Mk. ein- chließlich 0ch0 Mk., uub von mehr als 500 Mk. 1 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohimngsanmeldung 1,00 Mk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung un- (ntgeltlich. b13/8 Verdingung. Die zur Ausführung der in dem zur Feldbcreimgung in Gemarkung Gießen rechts der Lahn zugezogenen Gcmarkungsteil der Gemarkung Heuchelheim vorgesehenen Drainagen erforderlichen Lieferungen und Arbeiten sotten im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden und zwar: Los 1; Lieiern von Drainröhren etwa 20 400 m , 2; ßiefeni von Tonröhi*en etwa 665 m , 3; Anfahren der Röhren etwa 2600 Etr. „ 4; Graben und Rohrverlegungsarbeiten 21100 m • Die Angebotsiinterlagen liegen bei der unterzeichneten Behörde während der Dienststunden offen, woselbst auch die Angebotsvor- drucke und besonderen Bedingungen gegen Erstattung von 50 Pfg. für jedes Los erhättlich smd. Die Angebote sind verschloffen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Douuerstag, den 18. d. M., vormittags 117, Uhr bei der unterzeichneten Behörde eiuzurelchen, woselbst um dre genannte Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erschienener Sieter stattfindet. W.Steinmüller Ww^ Lmig- Göns . ......48 L. Steinmüller, Gr.-Linden 50 Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Rohbauarbeiten zur Erbauung einer Leichenhalle für die israelitische Gemeinde Gießen auf dem Friedhof am Rodberg sollen Samstag den 20. August b. IS., vormittags 10 Uhr, öffentlich vergeben werden. Maurerarbett, darunter ca. 175 cbm Bruchsteinmauerwerk, w 260 , Backsteinmauerwerk, * 460 qm Lungsteinverblendung. Steinhanerarbeit, darunter ca. 6,00 cbm Lungsteinarbeiten, w 2,00 , Granitarbeiten, * 50,00 , Sandsteinarbeiten. Zimmerarbeit, darunter ca. 7,00 cbm Eichenholzarbeiten, ■ 25,00 , Tannenholzarbeiten. Grobschlosserarbeit, ca. 200 kg Eisenzeug. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind spätestens zum genannten Zeitpunkt an uns einzurerchen. — Zuschlagssrist 4 Wochen. 3 , (6 , ) 1 , (2 r ) Kornbrot 2 , (4 , ) , Bekanntmachung. Das Schulbad an der Lahn kann vom lb*August d. I. ab n>jiebcr benutzt werden. 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot bei: Veorg Dern II., Gr.-Linden 42 W. SteinmMer Ww^ Lang- Louis Süßmuth, Steinberg 42 , Göns.......44 W. Weitzel, Lang-Göns. . 44 , L. Steinmütter, Gr.-Linden 44 heinr. Weber, Heuchelheim 44 , W. Lein, Klein-Linden Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garteustratze 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. sk^^^^^SnachweiS hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jegkicher Art, Dienstboten nnd « unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An dm Werktagen von S btS 1 Uhr und von » bi« 6 Uhr geöffnet. a , < können eingestellt werden: E*78 ?"echle, 2 lairdwirtschafll. Mägde, 3 landwirtsch. .Arbeiter, 25 Erdarbeiter (auswärts), 1 junger Schmied, 1 Schmied für lanbm. Gerate und Maschinen, 2 Schlosser, 1 Maschinenschlosser, 22 Aaaner, 1 Sattler und Tapezier, 2 Schreiner, 1 Schneider, 7. alerZ 2 tactierer, 1 Weißbinder, 1 Verkäuferin, 5 Dienstmäd- cti>en 3 Lauffrauen, 1 Ardener für JnstallationSgeschäft, 2 Fabrik- aicbeitcr, 1 Arbetter, 2 Hausbltrschem Lehrlinge: ., schlosser, 1 Buchbinder, 1 Tapezier, 1 Schreiner, 1 Bäcker, 1 Schneider, 1 Glaser, 1 Buchhändler, 1 Kaufmann. Ed suchen Arbeit. 3 ^reschma.chmcnarl'etter, 1 Bauschlosser, 1 Kleidermacherin onJer Ältderm, 2 ^ahrburichen, 4 Vauffvaucn, 3 Taglöhner, 1 Wasch- u-nd Ltltzfrau, 1 Kansntann, 1 Maschinist, 1 Hawöbursche. 1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot bet: Georg Dern 1 Gr.-Linden 21 Hch. Weber, Heuchelheim 22 , W. Weitzel, Lang-Göns. . 22 , L Steinmiiller, Gr.-Lmden 22 , W.Steimnüller Ww^ Lang- W. Lern, Klem-Linden . .24, Kekmmtmachung. In der Zeit vom 6. bis 13. August 1904 wurden m hiesiger Stadt gefunden: 1 Pferdeteppich, 1 goldene Brosche, 1 rotes Handtäschchen mit Inhalt, 1 Double-Brosche und 1 Automobil-Laterne; verloren: 1 Portemonnaie mit 600 Mark Inhalt, 1 Portemonnaie mit 4 Mark Inhalt, 1 Portemonnaie mit 16—20 Mark Inhalt und 1 Fahrkarte. Entflogen sind: 7 Kanarienvögel. Die Entpfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 13. August 1904. Großherzoglttlu's 'Lolizeiamt Gießen. Herberg. L. Steinmütter, Gr.-Linden 25 W. Lein, Klein-Linden . . 26 Bekanntmachung. Die unterm 11. Juli L Js. angeordnete Sperre der Kaplaneigasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 12. August 1904. Großherzogtum. e0113ciamt Gießen. ________________Herberg._________________ Drotpreist vom 14. bis 28. August 1904. 2 Kilogramm (4 Pfund) Weißbrot bei: Georg Dern II., Gr.-Linden 46 W. Fabel, Wieseck ... 56 . Louis Süßmuth, Steinberg 46 , W. Weitzel, Lang-Gons . . 50 Heinr. Weber, Heuchelheim 50 W. Lein, Klein-Linden . . 52 Vermittelungsstelle für den An- und Verkauf von Zuchtvieh im Anschluß an die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Pcovinz- Oberheffen zu Alsfeld. Wir vermitteln den An- und Verkauf von Zuchttiere» der uns angeschloffenen Zuchtvereine als: Siinmentaler Herdbuchtiere (71 Vereine), Vogelsberger Herdbuchtiere (22 Vereine), Porkshire, bezw. Deutsche Edelschweine (7 Vereine), Saaner-Ziegen (9 Vereine). Listen über zum Verkauf gestellte Tiere werden auf Verlangen gratis zugesandt. Z. Zt. überwiegt die Nachfrage von Käufern die Angebote. L Verreist | bis 1. September. M Schraaim, Zahnarzt. S 6802 M Züü MimWWI bringe mein Möbeltransport- nnd Verpackungsgeschäft in höfliche Erinnerung. 6664 Hochachtend 6- Marönrttrstme 27. th13/( und ? r<£ Fayence-Herde Trottoir, Fnssbodea-.Wandplatten von den einfAchaten bis zu den farbenreichsten Mastern. Porzellan-Herde. Wir bitten um Besichtigung unserer Musterküche sowie der fertig aufgestellten Oefen und Herde. Unsere Oefen haben bereits in Schlössern zahlreichen Villen und Wohnhäusern Verwendung gefunden. Eigene geübte Plattenlefer und Ofensetzer. Kosten-Anschläge gratis. — Gegründet 1883 —— Ja Dm & Co Inh.: Oscar Gutmann Giessen Bureau und Lager: Westanlage 31 Telephon 2L Meissener Kachelöfen 0. Gute Sicherheits-Zündhölzer W 30 Schachteln nur 25 Pfg. "ML empfiehlt 6749 Marktpl. 21. Gcora W rllenfels. Telephon 1«. IklWchn für Jagd, Militär und Meise ____ in größter Auswahl empfiehlt Emil Schmidt 16 Neuenweg 16. 6704 -----------Horcher alkoholfreie Tmblk-Mtink edelste Marken Carl Jung, WemgutLbesitzer, Lorch i. RhcinW, älteste und größte Kellerei vergorener alkoholfreier Tra»iben- Weine. the/e Backhausmillh beste Saugllngsernähruug! Fssco-Milch (KakaMilch). L. Reif, Hofgut Asfcnhc-m, Telephon Friedberg 5. 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Angust .Kirchweihfest wozu ergebenst einladkn die Wirte A. Ziegler, Ph. Kreiling, Gust. Schneider, Aug. Brühl, Neustadt. __„_______w , Wilh. Friebel, Bahnhofstr. Wwe. Fr. Kühne, Sciteröweg. Müller & Diebel, Ncustadt. tzbach 6880 Marmor- und Steinmetz-Geschäft verbunden mit Lteiubruchbetrieb und Bildhauerei. Neu! Für Hausfrauen. Wie neu werden Ihre Federn, wenn Sie Ihre Betten mr Reinigung in meine neu errichtete hnmpf -Ecdcrreini- inrngM-Anetmlt schicken Ich mache speziell darauf aufmerksam, dass die Fed*rn durch Dampf gewaschen werden ut M |nder«it bereitwilligst ge- staUet, bei der Reisigeag zngegr ■ en sein. Prompte uni billigst« Bodieauiig. Dampf-, Wasch- n. Federreiniguogs-Anstalt Hermann Treppinger. KrotiLorteTHtrawc. HggZ Die Kauptgew. der Giessener Pferde-Lotterie sind 3 Einspanner Dert ca. 2100 Mk., 1200 Mk.. 1000 Mk. 7 Hauptgewinne je 1 Pferd oder Fohlen, ferner 4b0 Gewinne, beliebend in landw. Ataschinen und Ge- idi*u, (>«ue