Nr. 1 «‘4 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sietzen. Wafferrohrbruch. In den ersten Morgenstunden von Systems Dem Andenken des Leutnants Malter Jobst Zer Aufstand in Aculsch-Südwestafrista. nicht verbessert. Erscheint «glich mit vu-nahme bei Sonntag«. Die „Siebener Kamtllenblatter" werden dem ^Anzeige, viermal wöchentlich betgelegt. Der »Yelflsche tanöwtrf erscheint monatlich einmal. | itahenq^en und ftanzösischen Alpen zuständigen Vereine. «Solche Meldestellen außerhalb des Alpengebiets sind nach der vom Zentralausschuß des D. iu Oest. 9L-93. ergangenen Anweisung an allen Orten, die Sitz einer Sektion sind, zu errichten; zugleich wurde in Berücksichtigung des Umstandes, daß gerade in der Hauptreisezeit auch die Mit- glieder der Settionsleitungen vielfach vom Orte abwesend sind, empfohlen, mit Annahme von Anzeigen eine Stelle zu betrauen, die jederzeit ununterbrochen zugänglich ist. Für Gießen hat, wie aus dem Anzeigenteil dieser Zeitung ersichtlich ist, die Geschäftsstelle des , Gießener Anzeiger* die Obliegenheiten einer solchen Meldestelle bereitwilligst über- jener Alpengebiete zu verständigen, die für einen möglichen Unfall in Betracht kommen können. Zu diesem Behufe besitzt * Die Arbeiter und der Alkohol. Immer weiter dringt in die Kreise der organisierten Arbeiterschaft die Erkenntnis von dem Wert der Mäßigkeit und Nüchternheit. ! . besonders bemerkenswertes Beispiel davon berichtet die ^Hil'e^. Die organisierten Bierbrauer fordern allenthalben die Ablösung des HauStrunkS (6 bis 6 Liter täglich) und haben das z. B. in Frankfurt a. M. erreicht. Welche Vorteile die Nüchternheit für Arbeit und Arbeiter bringt, ergibt sich aus einem anderen Beispiel. In Karlsruhe ist zwischen Arbeitgebern und Arbeitern im Cchreinerhandwerk eine Vereinbarung getroffen worden, wonach jeder Genuß geistiger Getränke während der Arbeitszeit unterbleibt, wofür diese aber von 10 auf 0'/, Stunden herabgesetzt wird. Mittwoch 13. Juli 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch«, UniverfitStSdruckerei. R. Lange. Gießen. Redaktton, Expedition u. Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. j Anzeiger Gießen» gart nicht mehr gesprochen wird, bis der erste da ist!" soll er damals im Jom ausgerufen haben. ■ b'rl 1,1. nll ,WcW ausgjaßt worden. Es erklärt sich 'n Rucks ich! hiercuf, daß aus s.,iuiq($ der südivestasrikanisaien Ätötrren keinerlei Kundgebungen des Kaisers ersolgt finb: nie manb hat gewagt ihm Meldungen, b zu solch n B r nL fhuto Ans Stadt und Land. Gießen, den 13. Juli 1904. •• Aus dem Militär-Wochenblatt. Graf zu Nidda, Lt. im 2. Großh. Hess. Dvag.-Rgt. (Leib-Drag.- Ngt.) Nr. 24, der Abschied mit der gesetzlichen Pension bewilligt. — Den Kriegsgerichtsräten Koch, Bramm von der Großh. Hess. (25.) bezw. der 8. Div., der Stellenrang der 4. Klasse der höheren Provinzialbeqmten verliehen. — Küthe, ttnterveterinär vom 1. Gr. Hess. Drag.-Ngt. (Garde- Drag.-Rgt.) Nr. 23, zum Oberveterinär ernannt. ** F ü r die Zeit der d i e ö j ä h r i g e n großen Schulferien werden, so schreibt uns die Kgl. Eisenbahn- direltioirFrankfurt, im Bereiche der preußisch-hessischen Staatö- bahnen versuchsweise überall da, wo diese nicht mit einem Kalendernionat zusammenfallen, Ferien-Stamm- und Neben-! Blech sind junges Gemüse, Zwieback, Milch, geräucherte Fleischwaren mW Cervelatwurst am meisten zu enwfebten." Ein Teakmal. Notitlsche Tagesschau. Frhr. v. Mirbach. 5^ J^ngt neue Histörchen zur Beleuchtung des ^ems Mirbach. .Aus Homburg erzählte die „ftrff. Ztg." ikrh ztv v Der Kaiser und Dentsch-Südwestafrika. ^lc vWuß. Korr." schreibt, es müßten für den Grafen ^ünde Vorgelegen haben, den in Aussicht gestellten Empfang der südwestafrikanischen Ansiedler beim Kaiser nicht zu vermitteln. Ersichtlich seien sie aber nicht. Dann fahrt die „Pr. K'orr." fort: „Unter diesen Umständen gewinnen Redereien an Bedeutung, die zn Bl.gznn der Unruhen in Teutsch-Südtvestaftika in Berlin von Mund zu Mund liefen, ohne daß sie unseres Wissens in der Preise b.-.her erwähnt worden wären. Es hieß damals, der Kaiser ser höchst. unwillig über die Art gewesen, in der uniere Kolonlulbehürdeu slä> von dem Aufstande hätten über- raschen lassen: gelogse lbtißerfolgc und das langsame Fort-! schreiten der Opcrnuoiieii i^tteit seine ungünstige Stimmnna mcht verbepert. ,,3 ch bitte mir dringend aus, .daß von Südioestufrika zu mir und in meiner Gegen- Das Fahrrad, welches am Montag abhanden ge- konnnen war, ist am Bahnhof der Biebertal bahn anfgesunden und durch die Polizei dem Eigentümer wieder zugestellt worden. Wahrscheinlich hat eS jemctnb zu einer Fahrt m der "Nacht benutzt und nm Weiterungen zu entgehen, einfach dort igkeit der Post wird uns aus m» führt aus: feilte Partei werde dafür sttmmeu, daß der Antrag Hammerschnridt an eine Kom- misfwu verwiesen werde. Dirr (Fr. Bgg,) erklärt, seine Partei sei für die end- gUtrge Beratung des Antrages Hammerschmidt, habe aber das Bedenken, daß unter keinen Umständen die In- öerejsen des flachen Landes zu Gunsten der Städte benachterlrgt werden dürften; daher behalte srch ferne Partei die definitive Stellungnahme zu der eventuellen Neugestaltung des Wahlgesetzes vor. Casselmaun (lib.) weist .die verfassungsrechtlichen Bedenken der Zentrumsredner zurück. Er führt unter mehrfachen stürmischen Unterbrechungen aus, die Liberalen i hatten den letzten Wahlrechtsentwurf abgelehnt, um nicht dre Zentrumsmehrheit für die Dauer ftstzulegen. Der Vorschlag der Proporttoualwahleu biete diese Gefahr nicht mehr. Er solle dem Volke das direkte Wahlrecht geben ohne daß dre Zentrumsherrschaft zu einer dauernden gemacht werde. ^-,Awrauf—vertagt sich das Haus auf morgen. I Die vayerische Wahlreform. t München, 12. Juli. Kummer der Abgeordneten begann heute Li« vorläufige Beratung des Antrages Dammer- schm idt (liL.) auf Einführung des direkten Landtagswahlrechtes unter Zugrundelegung des P " p ° r t i o u alwahlsystems, sowie bcS Antrages Andreae (lrb.), welcher die Staatsregierung ersucht, die endgiltige Beratung des Antrages Hammerschmidt noch im Laufe der jetzigen Landtagssession zu ermöglichen. Präsident Di. v. Orter er erklärt, daß er unter Beobachtung der für diese Anträge geltenden Versassungs- ^tnmnungen die Debatte im weitesten Umfange zulassen Wg. Hammerschmidt betont, daß die Propor- tionalwahl schon seit 1869 wiederholt in der Kammer empfohlen, und daß im Jahre 1897 auch ein Mehrheits- beschluß der Kammer zu Gunsten dieses Systems gefaßt worden sei Redner schildert dasselbe als das gerechteste System und legt alte Einzelheiten des von ihm in der Form eines vollständigen Gesetzentwurfes beantragten Verhältniswahl bar, welche sich durchweg den in der Schweiz und Belgien bewährten Grundsätzen anschlösse. Frank (Ztr.) macht gegen die endgiltige Beratung des Antrages, Hammerschmidt verfassungsrechtliche Bedenken geltend. Die Verfassung bestinune, daß Gegenstände, über welche beide Hauser des Landtags sich nicht einigten in derselben Sitzungsperiode nicht wieder verhandelt werden d ürfen. Die endgiltige Beratung des Antrages Ham- schmidt sei daher nicht zulässig, weil bei der Beratung des jüngst abgelehnteu Wahlgesetzes auch über das Prw portionalwahlsystem verhandelt worden sei. Leins (Ztr.) schließt sich den verfassungsrechtlichen Bedenken an und bekämpft den Antrag Hammerschmidt auch aus sachlichen Gründen. I ^,rd, daß man die mörderischen Aufständischen nicht durch Hauptschläge niederwirft. Das Blatt bemerkt dazu: „Sn Deutschland ist man unmöglich in der Lage r^itrbni^Un7 E besten zum Ziele gelangen m der Heimat, das Drängen auf Hauptschlage konnte, soweit es überhaupt die Kriegführuna zu beeinflussen in der Lage wäre, nicht anders als schädlich wirken. Man sollte den alten erfahrenen K'räften vertrauen, die das Land kennen und die Grenzen, die seine Natur der Operationsfreiheit steckt." In den verschiedenen Gefechten sind einzelne Männer und (j-rauen der Herero zu Gefangenen gemacht worden. Diese sagen gleichmäßig aus, daß Samuel Mah arero in mancherlei Mißhelltgleiten mit seinen Unterkapi- tanen gekommen ist. Er hat bei Onganjira fünf und bei Ovtumbo drei seiner eigenenLeute,die nicht mehr zmn Stunn vorgehen wollten, mit eigener Hand er- schossen. In Onganjira bcfanb sich dabei sogar der ■ Großmannes, den Samuel neben dem Pontok med«ychoß, als er sich aus Furcht vor dem Geschützfeuer zu stürmen wergerte. Maharero ist schon lange dem Dmnke ergeben. abgestellt. ** Zur KotmamrShoop an d-n Vater des gefallenen Leutnants Oberstleutnant Jobst in folgender Weise bekannt gegeben' „Die Anregung zu dem Denkmal gaben verschredene Herren, welche schmerzlich empfunden haben, daß Ihr Sohn vom Gouvernement dieser Kolonie selbst als Ursache des Aufstandes bezeichnet worden ist. Daß dies nicht der Fall gewesen, haben alle mit den Kolonien vertrante Männer erklärt. Ihr Sohn und sein Pflichtgetreuer Ltnt haben die Anerkennung der gesamten dortigen Bevölkerung gefunden. Das geplante Denkmal soll ein Dank dafür sein Es mag dreies und manches andere nicht wahr sein, aber fWl der Umstand, daß .solche Geschichten auftauc^n und ohne Widerspruch von amtlicher Stelle aus bleiben, hui etwas Be- k? roSS81- konservative „Neichsbote" fordert unermüdlich ore Nucieritattunfl ber Pomiuernüankgelber auf „Konto K."r merkwürdigerweise hort man von der Weitereutwickelung dieser An- gclegenheit nicht das Allermindeste! Es ist doch ganz gleich- grltig, welches Ergebnis die von den Verurteilten eingelegte Re- < Y ; * ’ ^7*— * * * -v v v p vtscon hat, falls ettva darauf gewartet wird. Mehrere hundert»- ibrigen rm Bondelzivartsaufstande Gefallenen sind von den Pommerbankdirektoren an Frhr. ? ^etmannshoop em Denkmal errichtet werden. Der v. Mirbach zu üirchenspenden hingegeben worden, kein neuer ^und für diese Ehrung wird in einem Schreiben aus sü>asst diese einfache Tatsache aus der Welt. Sedr'^^ c ~ energisch schreibt die agrarische „Tagesztg.", daß die zuständigen oü uimbweisvare Pflicht hätten, alle die neuerdings ^^,^ü-ten auf ihre Richtigkeit zu prüfen und ent- LCLnc libc'r-eugende 9!ichtigstellung zu veröffentlichen oder, lich^die^.Üon.sejuenzcn daraus zu ziehen. kürzlich folgendes: "" ' Dort wohnte eine Frau Michon, die vor etwa Jahresfrist gestorben fit. Sie war ferner Zeit aus dem Elsaß gekommen, hatte einen französischen Koch geheiratet und mit diesem eine kleine «peisewirtichaft etabliert. Später erwarben sie ein Hotel rn welchem zu den Spielzeiten die ganze sranzSsische Spie: ler-Gesellschaft abshieg. Madame Michon nahm ohne wnderlrchx Skrupel das Geld, woher sie es bekommen konnte, und wurde ichr vermögend. Als sie ihr Hotel verkaufte, bebiell ste ein Nebenhaus, in dem sie bis zu ihrem Tode Zimmer an Fremde vermietete. Hier leote sie in Erinnerung an ipre sehr bewegte Vergangenheit. Zuletzt wurde sie fromm und spendete als Katholikin manch' Scherflein für die katholische Gemeinde. Auch Herr v. Mirbach erhielt 5000 Mark für den Bau per evangelischen Kirche. Kurz darauf erschien er bei chr uitb überreichte ihr den Luisen-Orden am Weißen Bande. I Zweites Blntt. 154. Jahrgang Gießener Anzeiger i|t, hab^n wir bereits früher mitgeteilt: aus Anlaß "der Er- drei Tage lang eine reguläre Kanzler- fo »ran das oben angeführte Kaiserwott, so würdelos ma9V authentisch annehmen, . ~ ~ 11* v*> *-w x)u rrpen u/torgennunven emwarm der^^errs.^6^^^ omsuveiligen Nicht- land heute m der Schloßgasse vor dem Lind'schen Hause ein Büww weiß, daß die Herren bis zum Späth-crbstD?ütschwÄ '^asse^ohrbruch statt, wodurch die Kellerräume dieses Hauses urld da er sich bewußt ift daß es in feinem wie ?m ^^ser gesetzt wurden. Nach erfolgter Meldung im liegt wenn die Audienz erst nach Ein- (S>a5z,_ unb Waßerwerk wurde die betr. Hauptleitnna sofort bat er nachgesucht wird, so abgeitellt und die Keller leergepumpt. Es ist ru hoffen daß e«£tÄrtÄ Ä?" Unb ben anderen noch noch vor Abend der Rohrbruch beseitigt werden känn°- Da u Zur Lage. rolcb uns noch von einem Augenzeugen berichtet, daß ein Die „Deutsch-südwestafr. Zig.- ^iHert den Artikel einer ^ugleriger Metzgermeister, der die durch die Gewalt des Berliner Zeitung, worin die llnzufriedenhett darüber aus- ^Ql1er§ gehobenen Pflastersteine mit den Füßen prüfte, durch. A^rnfFwm ---ki- —~ -.....- ' brach und ein unfreiwilliges Bad nahm. Nach vollständigem Wäschewechsel kam er sich wie neugeboren vor. ’• Alpines Rettungswesen des D. u. Oest. Alp en Vereins. Auf Grund eines Beschluffes der Wies- badener Generalversammlung hat der Zentralausjchuß des D. u. Oest. Alpenvereins das gesamte alpine Rettungswesen m umfassender Weise neu geregelt und nach zweijähriger eifriger Tätigkeit nunmehr ein Werk nn-wesentlichen vollendet, über deffen Ausgabe und Organisation nachstehende Mitteilungen beim Beginn der Hauptreisezeit auch weiteren Kreisen willkommen sein dürften. — Die Einrichtung hat den Zweck, bei eingetretenen alpinen Unglücksfällen den in Not be- sindlichen Touristen durch Aussendung erfahrener und zweckdienlich ausgestatteter Rettungsmannschaften möglichst schnelle Hilfe zu gewähren, ebenso aber auch, wenn ein Unfall vermutet oder eine Person vermißt wird, die nötigen Erhebungen, und Nachforschungen anzustellen, bezw. die Auffindung oder Bergung zu bewirken. Zu diesem Behufe ist das ausgedehnte Arbeitsgebiet des Vereins, die gesamten deutschen und österreichischen Alpen, mit einem Netz von 140 Rettungs- Ueilen und 5 00 Meldeposten überzogen, von deren erfolgreichem Wirken bereits m den Tageszeitungen wiederholt berichtet werden konnte. Neben diesen, mit der eigentlichen ausübenden Rettungstätigkeit betrauten Stationen in Ä. Bedingungen ausgegeben, unter denen ickmbe nach Deutsä^SWwestafrika in Marsch zu * Monats- und Monatsnebenkarten erhältlich sind. Der Preis wte' blltt//n°M^^^Erbcfehlshaber dorthin zu senden. Unter derjenige der Monats- und MonalSnebenkarten, gegebenen- »' von statten gegangen falls mit einem der längeren Geltungsdauer entsprechenden Zuschlag für die Zeit, die den entsprechenden Zeitraum eines Monats übersteigt. L den Aussagen der Gefangenen mangelt es Pean allem, namentlich an Reis, Kaffee, Aabak und Kleidern; deshalb haben sie wohl auch unsere T0 ten in Onganjira wieder ausgegraben und ihrer Kleidung beraubt. .. orf ... « ,v ------------ -------------- Weiter berichten die bei Okatumba anfaegriffenen He- ?cn ?nb nun neuerdings als wichtige Ergänzung rero: Die Otjimbinguer Bastards werden nachts von den hmzugetreten die Meldestellen außerhalb beS Alpen- Hnero fes^emacht und tagsüber streng bewacht, ebenso 9 e b i e t L. Ihre Aufgabe ist es, einerseits aus Ersuchen einer a ß 4. Ott/ FajlOta ^d Zacharias nachgekommen; Mambo ^de Meldestelle das Verzeichnis sämtlicher Rettungsstellen, ist aber abge-ogen Danach waren die Herero schon im auch der für das Rettungswesen in den schweizenschen. Juni mir noch durch Gewalt zusammenzuhalten. 77 .^weizeriscyen, Liebesgaben. Seitens der freiwilligen Krankenpflege war um Ein- semdunZ von schweren Weinen, Kognak usw. für unsere Kneger in Afrika gebeten worden. Ein im Dienst der Ko- lonialarmee mehr als 20 Jahre hindurch bewährter teu, Oberstaüsarzst Dr. gtebia empfiehlt jetzt als „Liebesgaben" inehr als alkoholische Äetrünke: Pflaumen-und Himbeer- essig, der mit Wasser genossen, außerordentlich erfrischt' Tee in kleine Rationen verpackt uni Würfelzucker in Blechen von V2—1 Kilo (schlapper, gesüßter Tee ist auf Aiarjch das allerbeste Getränk); Eßfchokolaüe. Ferner: Socken, nrrtn •...__r. ' l . . nen i^oilegenyeuen emer solchen Meldestelle bereitwilligst über- S LE» Mertek^td^ ^u-drücklich' sei noch bemerkt, daß diese Em- Acktel-Pfund: kur-e Tabakspfeifen; Lektüre, Jllustrattonen ^eswegs auf Mitglieder des D. u. Oest. A.-V. Zeitungen; Briefpapier und-Umschläge. Witt man Kaffee! daß auch über Nichtmitglieder, und zwar geben, dann mir gemahlenen und auch in ganz kleinen °$nc darauf, ob sie im Sektionsgebiete wohnen oder Quantitäten in Blechbüchsen verpackt. Von Konferven in md)t’ Meldungen entgegenzunehmen sind. jung^ Gemüse, Zwieback, Milch, geräucherte *"Kein6Uhr-Ladenschluß. Der vom Detaillisten-- | Verein angeregte 8 Uhr-Ladenschluß für unsere Stadt hat die erforderliche % -Mehrheit nicht gefunden. Die Agitation für den früheren Geschästsschluß hat eine Gegenagitation hervor- fleaifen, wobei sich ergab, daß außer Bäckern, Ntetzgem und Zigarrenhändlern fast sämtliche kleineren Geschaftsleule, welche kein Personal beschäftigen, gegen den 8 Uhrschluß stimmten. Bon den für unsere Stadt amtlich festgestellten, in Frage kommenden 528 Ladeninhabern haben bi» gestern abend bereits 230 gegen den früheren Beschluß der Geschäfte gestimmt. Ein kleinerer Teil der Geschäftsleute hat sich überhaupt der Abstimmung enthalten. Beste Uti 1904 ball nach! von imj bd ' Mr a i« wu Jtoniu: Roj pin I Iß: Ls über tmai emtf wie ©lau Kem zciÄ jurji AorSr ba iich txibi'i UM einen Betrag von 3 Mr. - Der Mlschmk>er A Sä». 11. von DorlKim erhielt megen f a h r 1Lss i g e r Mürper Verletzung eine Oh1bftTn|c von 20 Mk. Er battebei Ur Aufstellung eines Weischmdergerüsteü an einem vaust m ömU bngei»eM, doli un. fdAuo und einen uorübcrgcbcnbcn jungen Menschen, glucina>i „3d, Mt 3,men hierdurch mit, daß ich mir cm für aUcmaPöcrbitte,eineit ©obn nachbleiben zu 1 ajf c n , ober h.rrsckeu bei >Ojnen ru s f sche Zustande?" <öo schrieb der Lchmiedcmciftei Uugusi Wiese au den Mehrer bev Wemcinbcfcfrulc, die sein ^oljn bc suchte. DaS Brovinziulfckulkol.egium erbiidtc in bukni^dneiben eine Beleidigung deS t'clyrcrÄ und stellte gegen "Wiese ^ira antrag, woraus dieser sich vor dem ^chössengericht zu verantworten I-aite. Der Gericktshof nahm zü Gunsten des Angellagten an, daß dieser seinen ^oljn zu Unrecht behandi'lt glaubte, und belieft eS Usl-alb bei einer Oklbiirafc von 10 Mark. Ein Soldaten mißhandlungsprozeß wurde vor dem zi'rieasgcrch.t der 33. Diviswn in M etz unter voUstem Ausschluß tki vef)entlid>rcit verhandelt. Angettagt waren Ur Wacht- meiner Täuber sonne die Uillcrofuziere Winter, Blank, Gutzell und Wilke von der zweiten Batterie deS FeldartillerieregiinentS Nr. 70. Schon vor Beginn der Verlesung der Anklage wurde für die Dauer der ganzen Verhandlung die Oessentlichteit im Interesse des Lien,ies ausgeschlossen, und auch die Urteilsverkündung flejdMil) unter Ausschluß der OessentlichkeU. Nach der „Verl. VvlkSztg." lagen der Anklage solgende Dinge zu viirunde: -ver Müiii)uicr .'belO von der 2. Batterie des ^eldartillerieregimeuls "Nr. <0 zeichnete sich nicht durch Sauberkeit uno Geschntlichleu aus, und es entspann sich dal-er unter den Unteroffizieren ein reger Wetteifer, ilnn ZaubciFcit unb Gelenkigkeit bdzubiingen. Unter den Mitteln, die sie dabei anwcnoeten, bejanden sich^oie folgenden: T renne Dir den Säbel in den Wanst! Wadnmeister Lauder erhielt drei Lage Arrest, Winter sechs Monate ö^fängnis. Blank vier Äockstn und Gutzeit zwei Wochen Arrest. Auf Degradation wurde nickt ex* tonnt er wolle dies gern tun, wenn er die O^wisthcit habe, die Druck- schrlsten seien lediglich soziald mokratiichen Inhalts ^>kubik habe i. ei selbst Sozialdemokrat sei und anardMlischen und nibiliüiiibcn Bestrebungen vollständig fern Ol'bc- mi*)a,tau'N bin nannte Luessel die Abresse des Nowagrotzki. Bätzel er* Harte sid> ebenfalls zur E-mpfangnahme soldu'r Schriften bereit tru schrift n sollen nun in Berlin uno nigvbeig aus dem Dauptsteueramt angekommeii sein. Die Steuerbehörde machte von den Sendungen der Polizei Mitteiluna, die cuie Anzahl Sdniften bescklagnahmie unb nur die, welche foztal- ^mokralifaren ^m«lt hatten, frei nab. Nachträglich soll [ivb aber ergeben haben, daß unicr den an Mowegrotzki gesandten Schriften einige neunzig enthalten waren, die d.e Aufforderung zur vy r m ordn n g d e S a i fe r S von Rußland und zur g e - walt j a m e n Revolution des russischen Volkes enthielten. t-s full in diesen Schriften u. a. tK’r 'JJadjaveiö versucht ■ .. , null b in russischer oder lettische i . prad> feien, so iviU keiner der Angellagten den Inhalt gelaunt gaben. Im Lau,e der Verhandl.»ng bemängelten die Verteidiger die farm tx* von dem russtscmu Botsd-astcr in Berlin im Rainen feiner ilicgieruiig gefreuten Strasaiitragcs und führten aus, es muffe festgestellt werden, von wem der Botschafter den Auftrag jci der Strafantrag gegen acht namentlich ausgeiuhrtc Angeklagte, eventuell gegen ihre Mitschuldigen gestellt Cine JoldK ourmel jci nach der Strasprosei>£rdnung nnzulaflig. «omtl fehle ein Strasanirag gegen Patzet. Außerdem sei der Strafantrag nicht innerhalb der gcicblidteu Frist gestellt, ^.te Verteidiger beantragen d^.hcr, die ft en Aber Oie B e r - Handlung des Auswärtigen A m t c ä mit der russische n Botschaft e i n 4 u f o r D e r n. Nachdem sich der Staatsanivalt gegen diesen Antrag aiiSge- sprochcn haue, zog sich der Gerichtshof' zur Beratung zuruck, 'jead) sehr langer Beratung wurde der Antrag der Verteidigung abgcle bnt, da der russische Botfd-after berechtigt sei, im Warnen feiner Regierung Strafantrag zu stellen, die mitgttciltc farmel genüge und bic AntragSfrist gcnmlyrt sei. Die zunächst vernommenen Aowagrotzkh, Stiem unb Mugcl bestrrrten ihre schuld. .Gegen 6», Uhr nnrd die Verhandlung .-ui tx~.tc '.'-.i.aat pnicbtslaai. tb. Gießen, 13. Iult. Tie Straskammer verurteilte gestern den schon besahNen Tagelöhner Ioh. Ludw. W. von Ridda locgcn an seiner Ibialyngen Tochter begangener Blutschande au 2 Jahren Zuchthaus und Ehrverlust auf die Dauer von fünf Jahren. — Ter Viehhändler I. St. von TreiS a. d. üumba niurth- von o?cr Anklage trtt L o n k u r S v e r g e he n S (er hat nxbcr ^aiioclSbüchcr geführt noch eine Bilanz gezogen^ freigesprochen. Tic Xammcr war trotz der immerhin erheblln»en ^.atfachi-, daß der Angeklagte laprlid) 16—20000 Mk. an Vieh umgesetzt bat, doch burn die ganze Art und Weise, ivie der Mann um Ge- ichaft betrieben bat, ch.rz^ugt worden, daß St. zur fabrung von faufmänni’d en . uchcrn nicht rcrpflichtet loar. Zer Staats- aiuvalt war nach occnoeter Bewcitcrhcbung der gl> ,d)cn Anfiä-t und Hane oreisprechung iMintragt. — Der vorn nickst 17 Jahre alte üanbnnn F st. wurde wegen schwerer n ö r p e r v e r l e tz- ung — obgleich er nod) unbestraft war — zu 3 Monaten und U ^tage VA'idngntS vcruneiU. st. hatte im angitninLnen Zu ftanbe ohne jebe Veranlassung zwei seiner Altersgcnojfen mit bem Messer verletzt. — Der Dienstkneclst v ,r aus Netzen, zuletzt am voi Zn.esalten tätig, ein mehr »ach rückfälliger ^.icb, wnr> ur.trr Zubilligung miloerndei Umstände .uegiit Betrug» im Rückfall zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Es handelte fema Leserkreise em fall nutgetedt, der fich in den 60 er ereignete unb schon bamalA einen ganz guten Beweis für die Schlauheit des Postpersonaltz lieferte. Es kam eine Karte nach Gießen, deren Adresie ein- fach lautete: »An den längsten Studenten in (ÄicBcn*. Cbne lebe Verzögerung erreichte die llarte den Adressaten, der allerdings auch nur 2 Meter groß war. - Zum 21 ns ichtskarten* Sp ort. Eine reizende Gerichtsverhandlung spielte sich, so versichert man uns, in einer Sitzung eine Angeklagt war em Bürger eines kleinen Lürschens, weil ci dem gestrengen Ortschef eine Harte mit folgendem, drastischen Inhalte gefchickt hatte, .Bürgermeister, du feist eNinds vieh*. Die Harte war mit dem vollen Namen deb Ad fenderS unterschrieben. Auf die faage des Borfitzenden leugnete der Angeklagte nicht, der Later zu sein, unb als er m Ürengeni Tone gefragt wurde, wie er denn zu einer solche,', unflätigen Aeußerung komme, antmortete der ganz veitrauent- jehge Zandmann mit dem unschuldigsten Gesicht von bei ©eit: »Ja, Herr Richter, des iö doch niet' Ahnficht un d.c annere Leut' schreiive doch aach.AhnsichtskarteLcotz alledem wurde das .AnsichtSkar-ten-lluriofumE etwas teuerer, als der Absender wohl ursprünglich vermutet hatte. G. Stockheim, IS. Iult. Gestern abenö gegen 8 Uhr brach in der Pofralle deS p. I. Görtlmg Zeuer aus. Scheuer und Stallungen deS Görlling sowie deS angrenzenden LandwiNS 2?iag wurden ein Raub der Flammen. Die Ent- ftehungSurfache ist unbekannt. G. Berstadt, 12. Iult. Ta bic Schülerzahl der hiesigen zwelklafiigen Schule in den letzten Jahren sich bedeutend ver- mehrt hat, ist vom Gemeinderat die Errichtung einer 3. L e b re r- fxelle beschlossen worden. Tie neu zu errichtende Rlafic soll un RathauSsaal untergebracht werden. ^er^övigsbergcr Kochvenuts-^iojrtz 1 Bor der Strafkammer des Landgerickrs in >.Snigsdcrg in Preußen deoonn am DienScag der j?odwerraiS- und c'^heirndundsproieß. £ie Ang^agren u.^wcn schuldigt. d..r.h Berorcitung rius.fckcr und lenacbcr Druckschriften in Rußland sich des Hochverrats gegen Rußland, der Beleidigung heo russischen Ä a i f e r d uno der Teilnahme an einer geheimen Verbindung schuldig gemacht zu haben. Tic Angeklagten bc* ffffitfn ibtt Schuld. erscheinen ans der Anklagebank: L Barbier Xewaarctzki- jton^berg i. Pr., 2. dar RcrDam der Srrskrankentass. Braun Löniosderg i Pr., 3. der Schmiad und Uhrnia.^r stugcl-Menul 4. Ctbc^r Klein»Uianel, 5. Uhrmacher Lr.ptau iein.l, 6 Lchul>» madxnnevia iVcitui^^ufü, 7. tt?r Losmann stoegß-Baiohren. fctex» Memel, 8. Der Zimmermann irhrenmer: Peieiovagcn bei farixKO-j:;, 9. Xr i5ipedi.ru der Bud^h-anoiung bei Vorioürts PLhel-Berlin. Dem Verfahren liegt folg./.Der Latbcstand zu Grundc: Redakteur Qucsscl in Stettin befand fick im vorigen ZsaSytt studienhalber in Zurich und Genf. Ein ruifiickei sSiuDtn: irrens Lkubck. bai Cuqfel, ihm . drrffen in hönigubcrj, Memel, Xüfu und Berlin anzuaeden an die cr rusfische -rud^cknsteii • fenden könne. Quessel behauptet, er habe Dem «tubit bedeutet. «Lac * bcuirn iue |ur 1 cad)t öig - nicht- 5 *** 5 C n 7T er» — o ’ o ,CD er, tio er, •x. o E' c r, er CrV E o □ 5 (5) TX 6 r, Ce er n & ö ao <2 o rn Qf O I a. S er* T TT <*- «-* n Co 5 irr »• Z w <5 — • O Ä , er O 3* s L- 2 c-X 2Tt=! U C-- o 2 ^r X? 5r -0-13*3 = ° c Ä s.'S ~ = X er o Ö g o o = =5. s 2; S- 2 S2cs «n o 2 • «X >□' 01- « • » r — 3 «« *-15 "Q »■Oe 2 “ - 5 g. 3 ~ = I- (,)J£ o- e C er 2 5 s S OB E = LZ 2- _ S5=i 3 er 5 = 5 § ä3 - —1 -__ er 7 1 5.5.5 2 Co jeder Art 44 Bahnhofstrasse 44. Kaiserkoffer cm lang- Mk. Beste und billigste Bezugsquelle. Pfg. Mk. 4467] und billigen Patent-Konservegläser Leinen- und Baumwollen Pfg. 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Juli 1904, nachmittags 43/t Uhr, das Konkursverfahren eröffnet, nachdem diesbezüglicher Antrag von einem Gläubiger gestellt und die Zahlungsunfähigkeit des Gemeinschuldners dargetan ist. Der Kaufmann Curt von Muuchow in Gießen wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 2. August 1904 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfassung über die Beibehaltung des ernannten oder die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläubigerausschusses und eintretenden Falls über die in § 132 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Donnerstag den 11. August 1904, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auf* erlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 11. August 1904 Anzeige zu D. u. Oe. Alpennerein Sektion Gießen. Georg Warenteils Marktplatz 21. Gießen. Telephon Nr. 46. . 28 . 35 1,45 in grösserer Auswahl zu sehr billigen Preisen empfiehlt 5618 Ernst Bloedner,K«1 Rneumatismus und Asthma Kranke | welche Heilung suchen, sollten nicht versäumen, ' sich sofort die Broschüre über sichere Heilung dieser Krankheiten kommen zu lassen. 5021 Dieselbe wird auf Verlangen an Jedermann umfoiut n.porlosietgesandt W'. & Co. 4Uiugcn1i»at, Sa. 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