Erstes Blatt 154* Jahrgang Mittwoch 13.ÄPrill»04 solo 3018 Kirche 5 !? Pf«. hätten. die die aus- über i, bc- Wlz der in CI hliütafce 7. Kbrkdt rtir Depesche« «llnjilgnt Gieße», strrnach cmschlutzNr.bl. ucd^ • »iwrt 1 des ftl >nr zum 1 - iL tnögfiti'i« Wliche Nachrichten über Viehseuchen. Ne in einem Gehöfte zu Wahlen, Kr. Alsfeld, gebr^chir, Milzbrandseuche ist erloschen und die datzi iülk »»erhängte Sperre wieder aufgehoben. Den i iiißLnerAnzeiger wcr-xkriT« Wechsel mit NA 86 • rtlhe Int täglich I ft*» Somuagt. enn Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf- schlc roon Fünf vom Hundert, pro Monat März 1904 für kn L'ieferungSverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Ijafec Mk. 15.60, Heu Mk. 7.10, Stroh Mk. 4.75. OiePen, den 11. April 1904. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Breidert. allen iP das k i.i Laken i v ' ßrW Teleqr^l.r hihi i «1 3 \ ■pj$ ri« «rn4«A KB Ein Duell scheint ein Zwischenruf im Reichstag noch zur Folge haben zu sollen. Am 4. März brachte der Abg. Bebel im Reichstag den Inhalt des bei Otto Janke in Berlin erschienenen Buches des Grafen v. Baud iss in (Frhrn. v. Schlicht) .Erstklassige Mensche n^ zur Sprache. Hierbei spielte sich eine Szene ab, über welche der stenographische Bericht wörtlich, wie folgt, berichtet. Bebel sagte: »Ich fürchte, daß nach den Vorgängen in Forbach, wo man auch nicht geglaubt hatte, daß eö roohv wäre, was Bilse schildert, und dann zur Ueberraschung erfuhr, daß alle? wahr war, keine Neigung haben wird, gegen den Graten Baudissin einen zweiten Prozeß in« Leben zu rufen. lSehr wahr! sehr richtig! bei den Sozialdemokraten. — Große Unruhe rechts.) Ich halte dies vom Standpunkt der Militärverwaltung auch bis zu einem gewissen Grade für gerechtfertigt. Aber wenn ein Mann aus einer ersten Adelstamtlie Deutschlands (Zuruf rechts.) — Lump wird mir zu- gerufen. DaS ist nicht meine Sache. Ich weiß ja, daß es Lumpen in diesen Kreisen in Hülle und Fülle giebt, weit mehr, als man bisher glaubte. (Sehr wahr! Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten. — Große Unruhe rechts.) Daß der Gras Baudissin, der bekannte Schriftsteller, von den Herren von der Rechten als Lump bezeichnet wird, da weiß ich nicht, mit welchem Rechte*. Graf Baudissin teilt nun, wie wir schon in unserem heutigen Frühblatt kurz erwähnten, mit, daß, nachdem er auf einer Orientreise am 10. März in Alexandrien von dem ihn aufs schwerste beleidigenden Zwischenruf Kenntnis erhalten habe, er umgehend den ReichStagSprasidenten Grafen Ballestrem um die Mitteilung des RamenS desjenigen Abgeordneten gebeten habe, ,ber meine Ehre aufs schwerste verletzt hat, um die Angelegenheit alsdann sofort in geeigneter Weise zum AuStrag bringen zu können". Rach seiner Rückkehr nach Dresden hat Graf Baudissin von der Antwort des Reichstagspräsidenten Kenntnis erhalten, welche besagt, daß die Geschäftsordnung deS Reichstages keine Handhabe biete, einem von der amtlichen Stenographie nicht wiedergegebenen Zwischenruf der Ermittelung durch Vorlesung der Eingabe des Grafen Baudissin entgegenzuführen. Graf Baudissin hat „sofort die ihm geeignet ersche-'nenden weiteren Schritte getan." Ter Mordanschlag gegen den spanischen Ministerpräsidenten. Kekmmtmachung. 8? nvird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß arch § ß des ReichSgeseheS vom 21. Juni 1887 über alleiftungen für die bewaffnete Macht im Frieden Beffenr-, - find im Gange. TT" rcherufung der Landwehr der ersten Kategorie n Militärbezirks ist auf Befehl des Zaren bis ii verschoben worden, um die Aussaat zu er- Bekanntmachung. Don Donnerstag, den 14. l. MtS. an bis auf 1 it wi Dierben wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten ■"< Ikn Fuhrwerks- unb Fahrrabverkehr gesperrt: lit Dstanlag e, zwischen Landgrafen- unb Mar- 6urgD|trflraiqe, dir § chilkerstraße, zwischen Rorbanlage unb Asterweg, dir Tammstraße, zwischen Walltorstraße unb Rord- anlachg! urifc kr iefenweg. Siesten, ben 13. April 1904. Großher-oglickieS Polizeiamt Gießen. Herberg. Tie ersten, in unserem heutigen Morgenblatt ver- — Tie, Bc.il ’l'-i. Ol rchr." schreiben: Dem Vernehmen öfsentlichten Meldungen, die besagten, daß in Barce-'nach wird dem preußischen Abgeordnetenhause in 'Jt:: die 3 iU wc GietzenerAnzeiger ** General-Anzeiger v Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen - gn Krieg zwistven Japan nnd Nußland. Gefechte in Korea. ' M >einem amtlichen Drahtberichte vom 12. dS. 'lWittvals Kuropatkin an den Zaren schickte in der r cf litt front 8. dS. General Kafchtalinski eine Abteilung ' ic. iütau| bas linke Ufer des Jaluflnsses, Widschu gegen- Nfer.' tit Jäger setzten sich unter dem Befehle deS Leut- -li'idowitsch und des Unterleutnants Potemkin auf die I vW Somalin (?) über und faßten eine japanische ' v f illlltiungSpatronille, 50 Gewehre stark, in dem '! ?e rrHIdf ab, als diese an der Ostküste der Insel mit drei Tnnfi-tt! en!egten. Die Russen ließen sie landen und gaben bei hm Reiter. Fast alle Japaner wurden er- sch o Gin erstochen oder ertranken. Ihre Fahren ne'Hit! ben in die Luft gesprengt. Russifcherseits keine le rr lüft Besonders ausgezeichnet haben sich die llnfetftirfmiere Luschkin und Ssumaschedow. Am nächsten Tmc : »ehste die japanische Flagge auf Halbinast. Pier russis oii Fäger setzten sich bei Joenamvbo über, begaben sich j nt^Dorf und hielten sich dort 12 Stunden lang auf. '' ij bimn von den Koreanern verraten wurden, sahen ü" ?ti t1 -uwungen, schleunigst wieder ihr Boot zu besteigen. Dtefs- Zinbir auf eine Sandbank auf, wobei ein Mann er- nitF. Tb? Japaner hatten die Verfolgung der Russen aufge nrrnmen, Nntrden aber von einer russischen Barke an- genrif If-’ die den im Wasser treibenden Jägern zu Hilfe geeilt Mr. Die Japaner wurden sämtlich nie berge m • ihr Boot versenkt. ' claubt in Tokio (nach Reuter), daß eine Schlacht am ? ■’ begonnen hat, obgleich noch keine direkte Melden ? cr einqegangen ist. Die bei der ersten Armee l" w MifttärattacheeS erhielten Weisung, sich zur 's t reitznhalten. Man glaubt, daß sie in einigen s igevAl-^chen werde. T ist spanischen Behörden bestättgen, daß Vielfache -eba irnitzel zwischen Tschunsu und Widschu stattgi qt'-S-’n haben. Das GroS der ersten japanischen Armee ist in: !er Nähe Von Widschu. Aus Port Arthur meldetiiidl«' Russ. Del.-Ag": Infolge Von Beschädig- un ge’Mt er Telegraphen durch Regengüsse war ^er t«ii? c vhische Verkehr auf einige Zeit uitterbrochen. 3n be ® 'bt vom 10. April traf GroßfürstBorisWla- b i nt i !ii:r i tf cb ein. In der Osternacht wurde allgemein 'n nt'ißt Angriff der Japaner erwartet; es wurden daher ft '' Maßregeln getroffen. Vizeadmiral Makarow, der ciffr./Ld -ii4! die getroffenen Vorsichtsmaßregeln persönlich übrrwM^ verbrachte die Osternacht auf einem Wacht- boot. der Osternacht wurde ein Gottesdienst in der L iLt« beigelegt. Rc>t-:cir: «druck u. Verlag il ki 8 rüh l'schen Unt iniH fiudpu.6tein- bruiaärr.. R. Lange. ttebMlm., Srpebitton ^ohlk. (j •8Ä Agilst I W Hauser-c. Hämaiet »Adler'-Lch.5 vtltersivej & , iiit Üiit auch Mainz,!,. M h 500 SL BauentUk. öüO , Miliir Äei ubiiflli:!«* W! Äfijerei x> in trttn>n|, Get reir ft*, »,!b bcr,Rcnfildi! Ichmim illelofl nichi : hatten Hoch-! Paschen i ML-bei. Ado iBiftoria-tny russischen Quellen herriihrende Anklage, daß icn Truppen bei Tschöndschu das Priv'leainm reuz-Flagge mißbrauchten, indem sic cht ei u M einem Hospital eingerichteten Hause l)t tick? hier in Abrede gestellt, unb es wird entart. Kirche verhängten Fenstern zelebriert. Nur dieser Umstand irr' her rings um die Kirche, wie in der ganzen Stadt t ^r'chenden Dunkelheit erinnerte an die Möglichkeit eines ! i bst '- den Angriffes. Die Osternacht verlief ganz ruhig ftp Festtagsstimmung bei ruhigem Wetter. Die Truppe-custebten das Fest auf ihren Posittonen in gehobenem ' "'inung. Heute kehrte unser Geschwader, aus Schlachtschiffen und Torpedobooten bestehend, r Ktt.euztour in Se« gegangen war, in den nee sturm beschädigte in der Osternacht die ii tinie Blagowestschensk-Chaborowsk. Die Aus- Volitische Tagesschau. Zu dem Gefecht bei Okaharui in Südwestafrika, in dem die Abteilung Glasenapp 32 Tote und 16 Verwundete hatte, schreibt die „Köln. Ztg.": Die Abteilung des Majors v. Glasenapp bestand aus etwa 500 Mann, den Kompagnien Fischel und Lieber der Marine-Infanterie, der Ersatzkompagnie der Schuhtruppe unter Leutnant v. Winkler, 4 Maschinenkanonen unter Oberleutnant z. D. Mansholt und 2 Maschinengewehren. Nur wenige Reiter hatten von der Schutztruppe der Abteilung beigegeben werden können, und ein großer Teil der Berittenen fiel in dem Gefecht am 13. März bei Owikokoreo. Nun ist das Gelände, in welchem unsere Truppen operieren, ganz unübersichtlich. Dichtes Dorngebüsch, das sich mrr auf ben engen Wegen durchschreiten läßt, dehnt sich überall aus und verhindert die Umschau. Durch diesen Buschwald war am ersten Ostertag Major von Glasenapp im Marsch von Okaharui nach Onjatu. Er hatte von Owikokoreo den Gegner südöstlich bei dem 16 Km. entfernten Otjikuoko gesucht und sich dann nach Nordosten über Okaharui auf Onjatu gewandt. Während die Herero bis zum Gefecht von Owikokorero ben Mc^ug immer tiefer in das Damararaland fortgesetzt hatten, waren sie jetzt plötzlich wieder nach Nordosten abgeschwenkt, im rechten Winkel zu ihrer bisherigen Marschrichtung. Major von Glasenapp suchte sie zu erreichen und zum Stehen zu bringen. Vor der Kolonne befanden sich die wenigen Berittenen, um einige besonders schlimme Wegestellen zu erkunden, vermutlich unter Oberleutnant v. Winkler, dann folgten die Kompagnie Lieber des Marine-Jnfanterie-Ba- taillons, die Geschütze, die Schutztruppe, die anscheinend in zwei Kompagnien geteilt ist, ver Train, und den Schluß machte die Kompagnie Fischel des Marine-Jnfanterie-Ba- tailions. Durch den Zustand der Wege muß nun die Marschkolonne recht lang geworden sein. Die Herero scheinen gleichzeitist die Vorhut und die Nachhut angegriffen zu haben, die Beschaffenheit des Geländes gestattete ihnen, wenn man aus der Zahl der Toten schließen kann, eine Art Feuerüberfall auf den Nachtrupp zu unternehmen und den Deutschen schwere Verluste beizubringen. ES wird als ihre Absicht bezeichnet, sich der Proviantwagen zu bemächtigen, eher ist jedoch anzunehmen, daß sie suchten, die Patronenvorräte zu erbeuten, da allmählich ihr Schießbedarf auf die Neige gehen wird. Durch das Nngreifen der Mv- schinengeschütze, welche auf einer Lichtung auffahren konnten, und einer von Oberleutnant Graf Brocldorff vom Seebataillon geführten Kompagnie der Cchutzg'u'pp' konnte der überlegene, zum Teil berittene Gegner geworfen und verfolgt werden. Er zog sich Nach Nordosten auf Otjikuara zurück, das von dem Gefechtsfeld etwa zehn Kilometer entfernt ist. vezng-pret-r monailich7bV1^viertet» mbdid) Mk. 2.20; durch Abhole- il Zweigstellen monatlich 65 Ps.; durch die Post Mk.2.—vierlel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Lagesnummer bi- vormsttagS 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf* aufwärts 20 Psg. verantwortlich Mr den ooltt. und allgem. Leilr P. Wtttko: für .Stadt und Land^ unb .Gerichtsiaal': August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. diese Erfindung beabsichtig«, di« Japaner ht den Augen der Welt zu verunglirnpfen. Die amtliche Nachforschung nach diesem Gerüchte ergab, daß die Javaner eine Verbandstation hinter ihrer Feuerlinie eingerichtet hatten und dieselbe nur benutzten, um die Verwundeten zu pflegen. ©erlitt, 13. April. Die russische Telegraphenaqentor in Petersburg meldet: Vor Portarthnr ist daS Panzerschiff „Petto- pawlowSk" uutergegange«. Rar vier Offiziere find gerettet, darunter Großfürst Cyrill, welcher verwundet ist. 9cU.ii Na demvllst lcheu Landwirt i; ■ ■ Oie iftilener Familien. rmal in der lona auf den Ministerpräsidenten Maura ein Anschlag verübt worden sei, wobei er verwundet wurde, werden jetzt offiziös aufrechterhalten. ES wird weiter folgende- berichtet: „Der Täter hielt in der Hand ein Küchen- messer, mit dem er Maura zu stechen versuchte. Di« Waffe glitt an der Stickerei des Ministerpräsidenten Mauraj ab und verursachte nur einen leichten Riß von zwet Zentimeter Länge längs der sechsten Rippe. Der Arzt, der Maura untersuchte, beschränkte sich bnrauf, Maura einige Stunden Ruhe zu verordnen. Der Täter ist ein Bedienter namens Joachim Michel Arial. Er wehrte sich bei seiner Verhaftung und rief: „Es lebe die Anarchie!" und stieß sich den Kopf an der Mauer blutig. Der König stattete, wie ein weiteres Telegramm aus Barcelona meldet, dem Ministerpräsidenten Maura einen Besuch ab. Zahlreiche Personen trugen ihre Namen in eine Liste ein, in der die Entrüstung über das Attentat zum Ausdruck gebracht wird. Der Präsident deS Provinzial-' lnndtages hielt eine Rede, worin er daS Attentat verurteilte und ein Tcdeum zu zelebrieren vorschlug. Dem Vorschläge wurde unter Beifallkundgebungen von allen Seiten zugestimmt. Das Säjicksal Eanovas del Easttllo, der am 8. August 1898 einem anarchistischen Verbrechen zum Opfer fiel, wirp hoffentlich dem jetzigen Ministerpräsidenten erspart bleiben; wenngleich ebenfalls von einem durch die anarchistische Verhetzung angeregten Mordbuben verletzt, ist er nach bett vorliegenden Meldungen mit dem Leben davongekommen^ Deutsches Reich. Berlin, 12. April. Der Kaiser beaab sich beute, wie aus Malta telegraphiert wird, an Larw und sah beit Hebungen an Feldgeschützen und den gymnastischen Heb* ungen der Matrosen zu. Dann srühstückte er int Landhause des Admirals Domville. Heute abend ging die „k»ohen- zollern" nach Syrakus zu mehrtägigem Aufenthalt nt See. — Kaiser Wilhelm, welcher zu zweitägigem Auf-, enthalt in C o r f u eintrifft, wird vom König Georg, dem Kronprinzenpaar, den Prinzen Konstantin und AndreaSft sowie dem Oberkommissar von Kreta, dem Prinzen Georg begrüßt werden. — Umfangreiche Aenderunaen zur deutschen Wehrordnung hat der Kaiser an Bord der „Hohenzollerw< in Neapel unter dem 25. März vollzogen. Die Aendev- ungen betreffen die Aushebung der seemännischen Bevölkerung des Reiches. — IN hiesigen unterrichteten Kreisen wird an der friedlichen Bedeutung des englisch-französischen Abkommens festgehalten, zumal durch die Anerkennung des Grundsatzes der offenen Tür dem deutschen Handel freie Bahn gewährt wird. — Kaiser Wilhelm hatte, wie die „Germania au8 Sao Paulo in Brasilien berichtet, die Absicht, dem Baron Rio Branco, der brasilianischer Gesandter in Berlin war, bevor er auf den Posten eines Ministers des Auswärtigen in Rio de Janeiro berufen wurde, einen Orden zu verleihen, er nahm aber davon Mstaitd, als er in Kenntnis gesetzt wurde, daß die Verfassung brafilianischenStaats- bürgern die Annahme von Orden rerbietet. Der Kaiser hat ihm sein von F-ranz Lenbach gemaltes Porträt zum Geschenk gemacht. Das Porträt stellt den Monarchen in Garde kürassieruniform dar. — Yiestern vormittag begannen im ReichSamt deS Jtt- nern die kontradiktorischen Verhandlungen über den Börsenverein deutscherBuchhändler. Den Vorsitz führte Geh. Regierungsrat van der Borght. Von der ständigen Kartell-Encruete-Kommission nahmen an den Verhandlungen teil die Reichstagsabgeordneten Dr. Spahn und Dr. Beumer. Die Zahl der übrigen Teilnehmer betrug etwa achtzig. Die Verhandlungen sind vorläufig vertraulicher Natur. — In der heutigen Sitzung des BundeS'rateS wurde ein Antrag Preußens mit dem Entwürfe eines G«i- seyeS betreffend das Wetten bei öffentlich veranstalteten Pferderennen, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Ten zuständigen Ausschüssen wurden ferner überwiesen die Vorlagen betreffend: 1. die allgemeine Rechnung über ben Reichshaushalt für das Rechnungsjahr 1900; 2. drei Abkommen über das internationale Privatrecht vom 12. Juni 1902; 3. die Ergänzung Nr. 35c in Anlage b zur Eisenbahnverkehrsordnung bezüglich der Beförderung von Patronen aus Roburit 2 und 2a; 4. die Uebersicht der Ein> nahmen und Ausgaben desostafrikanischenundsüb- westafrikanischen Schutzgebietes für daS Rechnungsjahr 1901. Tie Mitteilung betreffend den Bericht über die Tätigkeit der ReichS-LimeS-Kommission wurde zur Kenntnis genommen. — Die Delegiertenversammlung deS Zentralver- bandesdeutscherJnduftrieller beschloß heute, eine' Hauptstekle der deutschen Arbeitaeberver^ bände zu begründen und nahm einstimmig die vom Direktorium des Zentralverbandes vorgelegten Satzungen an. — Der Umstand, daß die durch ben Tob bcS Präsidenteis des Kaiserlichen Statistischen Amts Tr. Wilhelmi erledigte Stellung noch nicht wieder besetzt ist, wird in Berliner Kreisen mit dem von dem Staatssekretär des ReichSamts des Innern im Reichstage vor kurzem beiläufig angedeuteten Plane der Schaffung eines Arbeitsamts iis Zusammenhang gebracht, in dem voraussichtlich der Beirat für Arbeiterstatistik aufgehen und daS die Stellung einer selbständigen Reichlbehörde erhalten würde. Ter Bundesrat dürste sich bisher mit dieser Angelegenheit muh nicht besaßt haben, wenigstens ist bar» über noch nicht? bekannt geworden. Vermisstes S6* ; Ai» Bechnm . -Anl. äussere Argeatiner . 60.60 . 59.65 131.60 44.20 42.90 do. Konsols do. r. Mainz, 12. April. In maßgebenden Kreisen in Darmstadt ist beabsichtigt, in Hessen eine Staatsmanufaktur für Keramik — Kunsttöpferei — zu errichten. Geeignete Erde hierfür soll in der Gegend von Kranichstein bei Darmstadt aufgefunden worden sein, und die Fabrik soll dorthin verlegt werden. Als Leiter für die Fabrik ist eine Persönlichkeit auSersehen, die lange Jahre in der weithin bekannten Fabrik von Villroy und Boch in Mettlach tätig war und gegenwärtig Vorsteher einer bedeutenden Kunstanstalt in München ist. Vorbereitende Schritte zu der Errichtung der Anstalt sollen bereits nach verschiedener Richtung hin geschehen sein. bin, und dem ich auch dadurch zu entsprechen geglaubt habe, das; ich von einem Ehrenamt znrückgetreten bin, nachdem ich dessen Pflichten nicht mehr voll eriüllen konnte. Auerbacher und Alsbacher Schloß nach Jugenheim, wo in der Krone ein gemeinschaftliches Mittagsmahl eingenommen wurde. Die Begrüßungsansprache hielt Oberlehrer Kissinger, auf die in herzlichster Weise Universitätsprofessor Dr. Paulsen erwiderte. 108« 103« Kreditaktien . • Diakonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . • Berliner Handelsces. Oesterr. Staatobahn . Lombarden • • • Gottharibahn . • - Laurahütte . • • — Silberne Hochzeit feiert am Donnerstag, den 14. April, Bahnarbeiter Johann Menges und Frau von hier. ** Statistik über da8 Volksschulwesen im Kreise Gießen im Schuljahr 1903/04. Die Schüler- zahl betrug 11 620, wovon auf Gießen 2 150, auf das Land 9 470 entfallen. Rach der Religion gehörten 11 250 der evangelischen, 210 der katholischen, 190 der israelitischen und etwa 40 einer andern Konfession an; dem Geschlecht nach waren 5 750 Knaben und 5 880 Mädchen. Im ganzen hat der Kreis 198 Schulstellen, wovon 45 auf Gießen und 153 auf das Land entfallen. In Gießen kommen auf einen Lehrer 50, in den Landorten 63 Schüler. Von den Schulen waren 39 einklassig, 22 zweiklassig, 7 dreiklassig, 7 vier- klassig, die übrigen mehr als vierktassig. Als ein Zeichen der Zeit mag gelten, daß die Schülerzahl in Gießen stets bedeutend zunimmt, während sie auf dem Land zurückgeht. Ergänzung bet ihm bereits Ungeteilten wasserwirtschaftlichen Vorlagen demnächst aus dem Ministerium des Innern Ein Bericht über die durch die letzten Hochwasser in verschiedenen Provinzen, namentlich in Schlesien, angerich- teten Schäden, sowie über die Verwendung der hierfür aus- gegebenen elf Millionen Mark zugehen. Wegen Aufbringung der Summe dürften Schwierigkeiten kaum entstehen. Dieselbe dürfte durch die Ueberschüsse des Etatjahres 1903 gedeckt werden können. Aus Stadt und Sank. Gießen, 13. April 1904. ** In den Ruhestand ist zum 1. April der Zug- führer Ramge nach seinem 53. Dienstjahre auf seinen Antrag versetzt worden. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog verlieh ihm daS Verdienstkreuz Philipps des Großmütigen mit der Krone, und von der Großh. Eisenbahn-Verwaltung wurde ihm eine Remuneration zu teil. ** Personalien der flberpostdirekti on Darmstadt. Verliehen wurde der Charakter als Post- sekretär dem Postverwalter Hirsch in Alsheim; der Titel ,L)berpostassistent": Iden Postassistenten Grill in Dingen, Dörr, Schmitt und Wachsmuth in Darmstadt, Strauch in Friedberg, Herth, Nagel und Rupp in Gießen, Bausch, Eichelmann, Anton Lehr und Trautmann in Mainz, Reinheimer und Hauck in Offenbach, Hechler und Muth in Worms und Knodt in Großgerau. — Versetzt sind: der Postpraktikant Kitzing von Gießen nach Mainz, der Postsekretär Schupke von Gießen nach Heynau-Schlesien, I der Ober-Telegraphenassistent Zimmer von Münster in Westfalen nach Gießen, die Postassistentsn: Leonhardt von Bad-Nauheim, Noll von Alsfeld nach Köln (Rhein), M e i 8 ki von Schotten nach Mannheim, Schmidt won Letmathe nach Bad-Nauheim, Schneider von WormS nach Friedberg, Schulz von Butzbach nach Dieburg, der Telegraphenassistent Schneider von Essen (Ruhr) pach Gießen. — Etatsmäßig angestellt sind als solche: der Postpraktikant Hedrtch in Gicchen, die Postassistenten Schultheiß in Butzbach, Böcher in Grünberg, Jockel in Lich, Pfeifer in Schotten. Angenommen ist zum Postanwärter der Vizefeldwebel Ma id in Butzbach. — Freiwillig ausgeschieden ist der Postgehilfe Graf in Laubach. - Graf Oriola legt sein Landtagsmandat nieder. In einer am Sonntag den 10. dss. MiS. vom . 100.20 ' 102*00 e 100.70 . 100.20 . 103.50 Hupfeld gegen den Freiherrn v. Ompteda kriegsgerichtliche Urteil, weil er in Omptedas und dessen Ehre aufs schwerste verletzte. Tie vom Kriegsherrn eingelegte Revision wegen zu RohV wurde aus diesem erst jetzt festgestellten Grunde Malta, 13. April. Nach dem Frühstück bei^ Domoille besuchte der Kaiser die Messe der Wn*' Offiziere. Zum Thee hatte er eine große Anzahl «n • ' ladungen auf die Hohenzollern ergehen losten. Toa V1' wurde bei Admiral Domville eingenommen' wo ' E'upfang stattfand. Der Kaiser äußerte sich über ve^‘ enthalt in Malta sehr befriedigend. Er zeigt qrofce und Elastizität. 6 9 9C°be fe Wien, 13. April. In den nächsten Tagen fnn von mehreren hundert in Wien lebenden Tschechen Beschwerde vor dem Reichsgericht verhandelt werden k der Entscheidung der Verwaltungsbehörde geacn L richtuvg öffentlicher tcheschischer Volksschulen E Wren eine Verletzung verfassungsmäßiger erblicken. a . , ' Wien, 13. April. Dem Neuen Wiener wird aus Fiume gemeldet, daß Kaiser Wilhelm - seiner Yacht Hohenzollern bereits in den nächsten * Abbazia eintreffen wird. i- 1 m , 7m z< "x ' ........’’------11 Madrid, 13. April. Artal, der Urheber bt■: M l.Sertonbetage« der Vereine akademisch gebildeter Anschlages gegen ben M ins sterpri,ident,r Lehrer Deutschlands in unsere herrliche Bergstraße am M aur a, ist Bildhauer, ober da er seit einiger Heil r- Samstag unternommen hatte. Der Gang führte durch das t>eitslos war, hatte er eine Stelle als Bedienter angt ' ~ ' nommeu. Artal leugnet, Mitschuldige zu haben: er beb' aus eigenem Antriebe gehandelt. Die Presse, ferne b? öffentliche Meinung verurteilen in voller Uebercinitirmr- ung die Tat Artals. Der Ministerrat trat abends infofa des Vorfalles in Barcelona zusammen. Hervorragende der- tretet offizieller politischer Kreise begaben sich in daj Ministerium des Innern, um der Abscheu gegen bas Verbrechen Ausdruck zu geben. Madrid, 13. April. Der Ministerra//mflammen und beschäftigte sich mit dem Attentat auf Maura. Die hervorragenden Persönlichlei'.m ta er: lichen und politischen Welt begaben sich ms Thmitmmn des Innern, um sich in ein ausgelegtes Buch einM^- und dem Ministerpräsidenten ihre Sympathie au^ubrü^r. Das offiziöse Dementi, welches nur tiott einem ?raT> schlage auf Maura wissen will, wird hier nirgend geglaubt, vielmehr verlautet, daß der Ministerpräs:« dent selbst den Dolch aus der Wunde heran!' gezogen habe. Der Stoß war durch die Goldstickerei bc Uniform zwar bedeutend abgeschwächt. Barcelona, 13. April. Ministerpräsident Mau" hat bis jetzt keinFieber. Maura ist sehr niebergefthfagt" Man glaubt nicht, daß et die Reise noch den B-üentr Versammlung bewilligte größere Beträge für die Erhöhung! udgetberatung Ider Feuersicherheit im Opernhause. , L nächsten Fohre ober sollen in den Rängen und auf der Galerie breite Gänge unb 37* ’ tage wie im Landtage, außergewöhnliche wichtige Beratungen'und I mC^r ^^ange als bisher geschaffen werden. I 3V»°/o folgenschwere Entscheidungen zu erwarten. Bei diesen in beiden Beuthen O. S., 13. April. Das erste Nachspiel«»/"-/ H Körperschaften mitzuwirken, erscheint wegen des gleichzeitigen Tagens Z"w Prozeß wegen Beleidigung deS Kardinals JIodü L*«’ nZL«/ ' ' KÄ S' s'08 Sch°ff°nger.ch,. ft, L U üger Gesetze, wie des Gesetzes über die Gemeindcumlagen, einen Wosmtzkt, der wahrend der Verhandlungen dem Abgeordneten H 4% Oesterr. Siiberrenf. Deni eter in der Zweiten Kammer zu baben, der regelmasug an den ^orfanty mitteilte, Polizeirat Mädler habe in Bezug auf I nerftr. Goldrente . S^mgen teilnehmen kann. Deshalb^habe^ ich geglaubt, meinen seinen Sohn, den Arbeiter Wosnitzki, einen Meineid ge« 1414% PortogiMer n®/ Portugiesen. . 1% C. Türken Tt.-kenlose . . . 4% Grieoh. Monopol Petersburg, 13. April. ES fand ein Ministern! en-K0n gr e ß nahm nach teilweise sehr erregter! schulen und zur Beschaffung von Lehrmitteln an arme SchülerITtatt, der sich mit dem deutschen Handelsvertraa h ÄÄÄffigfeW.88 *“w *’ 7^7 "*• .um jeden Preis aufreckt erhalten, mührend die gemäßigten . A,7-7,7"^ Wetter begünstigte Das Attentat in Barcelana. Führer etn werteres Hand in Handgehen mit den reöo- °en uSflug, den eine stattliche Zahl von Teilnehmern — > (lutionären Elementen für bedenklich erklären. Eine Spalt- v"° m-'L- <*’1- - c M una der Partei scheint also in absehbarer Zeit nicht aus- geschlossen. Leer und Ilotte. ^-Teilnahme von Offizieren an der Anti- dnell-Liga. Bereits seit einiger Zeit wurden zwischen dem östreichischen Kriegsministerium und dem Vorstand der östreichischen AntidueÜliga Verhandlungen gepflogen, um zu ermöglicben, daß wenigstens die nichtaknven Offiziere der Stga bei treten könnten. Wie der „N. Fr. Pr". ietzt mitgeteilt wird, ist es gelungen, einen Ausweg zu finden. Der Vorstand der Liga wird in einer demnächst einzuberufenden Generalversammlung eine entsprechende Statutenänderung in Antrag bringen, nach deren Annahme das Kriegs-, .. „ Ministerium den nichtaktiven Offizieren den Beitritt zur Im Sommer vorigen Jahres war in vielen Orten des Kreises Liga wird gestatten können. Diese Statutenänderung wird der Vormittagsunterricht eingeführt; laut Verfügung hauptsächlich dahingehen, daß die der Liga beitretenden der Behörde ist diese Einrichtung wieder aufgehoben, und der in chren-Ig-nen Ehrenangrl-genhetten Normglsiundenplan mit Vor. und Nachmittagsunterricht tritt nicht dem Ehrenrat der Liga sich zu unterwerfen haben, son- .nieder in Ürnft ö dem dem Militärehrenrate unterstellt bleiben. , M m r r- ~ v , —-— ■ ■_ '■ ■■■! ■■■,■ 4- Hochelhei m, 12. Apnl. Profestor Schöler, unser Ä.USllINd früherer Pfarrer hielt gelegentlich seines Wegzugs von Fried- ~ ~.v.Y - * , berg eine AbschiedSpredigt um seiner früheren Gemeinde kran»SNscke-n^Ä??n"mm??A^wi>d ^wohl zu sagen. Er hat den beiden Gemeinden zum franz o s ts chen Abkommens wird heute hier berc 19(nhpnfen impi 91 ftnrhihpfn npftiftpt öffentlkcht. Mit demselben toitb eine Depesche 2 * MörS, 12. April. Als Mörder des Marke- ^iter verhaftet, welche laut ihre Befriedigung überU tenbers Strickermann wurden seine Ehefrau sein Mntat ausgesprochen halten. Die Preffe wie Sohn und ein Arbeiter verhaftet 9 1 ' 'Ctn W Meinung verurteilen den Vorfall aufs schärfste, xt. • fiannoDer' 19 STnrif Str x, u r-n Attentäter Artal erklärte, kein Anarchist zu se^rr PwP Ä ’-® Staatsanwalt leitete auch keine Mitschuldigen zu besitzen, er habe vielmehr q, {r5 . ? R t93 V[c 1 cr“n9 cm gegen fünf eigener Initiative gehandelt. Er war früher wiener bete u ufsrchtsräte deS bankrotten H y p 0 th eken vere inß.! Bürgermeister von Barcelona^ jetzt ist er außer 'Stefiui’r ower wurden verhaftet. Die Bilanzen sind seit 1896 I —' Einige hun d er t Arbeiter veranstalteten eine §un-* falsch. Igebung gegen die Regierung und durchzogen * Hamburg, 12. April. Der Senat begnadigte Straßen, indem sie Arbeit verlangten. Die Polize> den z»m Tod- verurteilten NaubmSrder W-toltn.^n Anlaß e^uschreiten. , »u?eS ßoHetie,oaerteurS i »•% öwnaite. _______________________________ berichtet ein Telegramm der „Daily Mail" mehrere S«- Kerichtssaak. heilen, aus denen ersichtlich, daß der MinisteNnaswen. Berlin, 12. Avril Die DrivatiP7>-- ffpe^unbet wurde. In dem Telegramm he'ßt es Neumann, die in der Großbemnstraße einen seh^kostspieligen ^tc?^äterk ist ein catalonischer D'ldhauer ME Salon unterhielt, der ihren Gästen Gelegenheit zu intimen ^"6 den Dolch in «einem schwarzen Tuch emgenat^ Zusammenkünften gab, wurde heute von der 'Strafkammer wegen näherte sich dem Wagen Mauras Mit dem Zuruf -,• • R “ p pe l et und Erpressung zu 1 Jahr und 1 Monat Ge- Tag, Don Antonio!" Als Maura sich umwandte, W (angnis unb 3 gabren (SSroeriuft 6enirleiYl. Artal einen Stoß gegen Mauras «örust, nahe dem Ühhn »“-urteilte ben toobei er rief: .Fang lebe idle Anarchie!" Der D°lE ^Ml.V.ngg‘l b ,r n ,Ä6 aÄ q‘ SLÄ der katholischen St u d e n t e n o e r e i n. Deutschlands zu 3 schwächt wurde. Maura zog den Dolch aus der - Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust. 8 rref: galtet den Mörder!" Dre Aerzte des König - Frankfurt a. M, 12. April. Der L e h rer P h i l i p p dem Minister sofort Beistand. Maura hatte n, ; Liesenseld aus Oberurs el, Vater von drei Kindern, wurde weitere Blutverluste durch Aufdrücken seines La sw neu ™c^en Sittlichkeitsverbrechen an Schülern zu 3 Iahren auf die Wunde verhindert. Die tAerzte erklärten, . Z »> cht h a u^ und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt, ein wahres Mmder laß die Wunde nicht foMtajige — - Nach der Untersuchung durch die Aerzte WWt Maura nach Madrid an den Minister des Inner , z er sagte: „Lieber Jvss, ein Anarchist hat mtch y er-« . 131 9Ipr,L H'" 'st ein diplomatischer's» flikt mit Belgien auSgebrochen. Der hiesige belgische'^' tretet verlangte die Auslieferung von zwei jungen Jansen und Cruiplant, welche nach Unterschlaguna - Bad-Nauheim, 12." April. Von Herrn Dr. Beste, 11 30 000 Francs bei der Brüsseler Kolonialbank > der unsere städt. Sammlung bereits mit einer Reihe roert- am 21- März verhaftet worden waren. Die hiesige o voller Altertümer bedacht hat, ist neuerdings ein aus t>er» runG bestand auf gewissen AuslieferungS-Formalitäten schenden Stellung'Englands'in Egypten durch'Frankreich.! stongener Zeit herrührender Grenzstein, welcher in dem jedoch Belgien an seiner Forderung festhielt, verfügtes- Sodann ist ein neuer Erlaß der Khedive beigefügt, der von sogenannten Salingelände aufgefunden wurde, der Sammlung Ministerpräsident die Freilassung der Verhafteten, morc ?^eits gutgeheißen ist, und der, wenn ihn zugewendet worden. — Für den vom 18. bis 21. April in Belgien mit der Abberufung seines hiesigen 31» auch di« übrigen Mächte gebilligt haben, Egypten freie Der- I Leipzig stattsindenden Kongreß für innere Medizin treters antworten will. dem Kaiser auch von zwei fjiefigen Aerzten Vorträge angemeldet. . Belgrad, 13. April. Die Regierung (oU neuerbi», Wilhelm Anfang September in Berlin einen Besuch ^t°?c,foc ®r- ®”e^Le[ ro"b ü6c.r bc.n Wort der Blutdruck- ^er weit verzweigten Mtl.tarverschwöruug a„f a abzustatten und der groszen Herbstparade sowie den Ma- bestimmung für die Behandlung der Arterwsclerose und Dr. ®?ut gekommen fern. Zahlreiche Osgziere sind lompromiiey növern beizuwohnen. Dem Besuch am deutschen Kaiserhofe si^^ur über die Bestimmung der Leistungsfähigkeit deS ge. Die Bewegung soll sich nicht gegen den König, ionb?n und anbetn Höfen dürfte eilte Reise nach Paris vorauf- sunden und kranken Herzend sprechen. (W. Anz.) lediglich gegen die der Königsmörderpartei angeMrenba gehen. § Vilbel, 11. April. Die Sparkasse .Mathilden-, Offiziere richten. Rom, 12. April. Der in Bologna versammelte So- stift^ hat den 27 Orten bcS Bezirks für die Handarbeits> -i allsten-Kongreß nahm nach teilweise sehr erregter schulen und zur Beschaffung i - - Debatte eine zwischen der gemäßigten und der revo- rund 2 800 Mark überwiesen. k>uoei lutionären Strömung vermittelnde Tagesordnung Farris Nodbpiw 17a rrto« un an. Die Taaesordnuna Äarris miff Mo Grinst ^dyeim 170, Heldenbergen 140 Mark. Grafen Oriola einberufenen Wahlmänner-Versammlung zu Friedberg eröffnete, wie die ,Deutsche Volkswachf mitteilt, Graf Oriola, daß er sein Mandat als hessischer Land- iagSabgeordneter niederlegen werde, weil er durch seine Tätigkeit im Deutschen Reichstage zu sehr in Anspruch genommen sei. Die Versammlung nahm davon mit Bedauern Kenntnis, und beschloß, bei der Neuwahl Bürgermeister Ullmann von Nieder-Erlenbach an seiner Stelle zu wählen. — Graf Oriola erläßt im »Oberh. Anz.^ in Friedberg folgendes Inserat: Den Wählern deß 1. Oberhess. Landtagswahlkreises bringe ich hierdurch zur Kenntnis, daß ich mich entschloßen habe, mein Landtagsmandat niederzulegen und daß ich dieses dem Großh. Ministerium des Innern mitgeteilt habe. Dieser Entschluß ist mir sehr schwer geworden, nachdem meine Wähler mir dreimal die Ehre erwiesen haben, mich zu ihrem Vertreter im 1 Landtage zu wählen, und nachdem ich fast 17 Jahre den Wahlkreis in der Kammer vertreten habe. Aber ich glaubte meinen Wählern schuldig zu sein, zurückzutreten, nachdem ich zu der Ueberzeugung gelangt war, daß ich den von mir übernommenen Pflichten neben meinem Reichstagsmandat nicht mehr hinreichend gerecht werden ikann. Meine Arbeit im Reichstage, die sich fortgesetzt vermehrt! hat, hat mich schon verhindert, an der diesjährigen Budgetberatung in der Zweiten Kammer teilnmshmen. I " sind, abgesehen von der Erledigung der Etats, sowohl nn^Reichs-1 ol.JIV 'HU,iyc,‘ “'lu uu[ ’e’ultuJ ut tage wie im Landtage, außergewöhnliche wichtige Beratunaen und I mc^r ^l*^9an9c bisher geschaffen werden. Unter anderem, 8x/8°/0 Reicheanleihe ZU -A- ttentat in VarM l-ril. Artal, dv/ en den Minister uer, aber bc er feür er eine Stelle al?- met, Mitschuldige be gehandelt. Ae> verurteilen in boE* Ter Mnifterrat te :dona zusammen, he bischer Kreise begak m, um der Lbschei geben, grü. TerMinisn te sich mit dem maaenden Persönk i Welt hegaben siä in ein ausgelegte; L isidenten ihre Stnicc iti, welches nur r na wissen will, f «rlMtet, daß der l Lolch aus beiE: r Stoß war burd>f< fitb ab geschwächt. L3. Ml. Mini'tkp eber. Maura^r.' daß er die M*-, gestern abend IM lche laut ihre .fr* en Mn. Tu A teilen den klärte, kein W igen zu besitzt c'.- Vit Barcelona, Arbeiters die SKyiemS-; Arbeit verlang röschenten Mder^ In J’Vüw’Jä t li«£ <114^3 b5 c h .jn tt ;SbV 1 «Jf,1"s4}x batte, ' fc« hi*?' ««* * , * um M • b ' >2ü'ä-4 3 Sbttete^ ri*- hier ift ... t^rochkn. “S“"’ * ft* !*. 8*ta*| IpnmL aS1.’t5"."Sr Ehlrnche Ossizien iy;- '$ nicht gegen btr. btI ^nigsmörberpc;: 13. April. 6? , Rutschen hand^ 'S« deS Zaren wohnt! Oftanlage 40 Parterrewohnung zu vermieten 3256s A. Aeller, Ostanlage 39. 5 Zimmer Schöne 5'Zimmerwohuuug sofort zu vernuelen. Daselbst drei Zimmer im Hinterh. zu verm. 2811s (L. Petri, Atarktplatz 18. Bismarckstr. 40 4-5 Zuiimer mit allem Zubehör sofort zu vermieten. 2911 Näheres Loberstraße 10, I. 3(>53] Schöne ö-Zinuuerwohn., nahe der Alltage, an ruh. Leute iu_ vetm.______Asterweg 44, IL Nordanlage 29 1. Stock sofort, 2. <^iock p. 1. Juli, best. ans 5 Zimmern, sowie die Mansarde, 3 Zimmer und allem Zubehör, zu veriiiieten. 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LaigeS ordnung: Landesversammlung, Berichterstattung, Vor- 1 fTtnt§-uabl, Verschiedenes. Der Vorstand. kchaellste Lieferung. Solide Preise. Hneodor Minz, Posmciileiiilibrik, fiondaulage 5. Gießen Nordanlage 5. Alle Ingredienzien b« Ä Emil Fischbach es Llihnych | 5—7-Zimmerwohnung, Bad und allem Zubehör, mit oder ohne Pferdestall, p. l.Juli zu vermieten. Näheres tzredr.erftratze 10, vart. 6 Zimmer 1292] In Schülers Garten ist der zweite Stock nebst Zubehör sofort anderweit zu vermieten, ittaheres bei der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15.__________ Gutenbergstraße 30 Parterre-Wohnung, 6 Zimmer, Badezimmer, Veranda, Tlitbe* Nutzung des Gartens, zum 1. April oder 1. Juli zu vermieten. ]1837 Zu erfragen daselbst 3. Etage. Beletage Löberstraßc 20 (Ecke der Blechstraße) 6 Zimmer, 2 Alans-,Bad,Veranda, Wasserkloj., Trockenb. u. Bleichplatz p. 1. Juli zu verm. Näh. parterre. 2679 Wie neu wird Jeder g mit ßkchlel's äalmiak-Tallseift gewaschene Stoff jed. 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