Samstag 13. Februar 1904 Nr. 37 Zweites Blatt 154. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Sichen stelle in jeder I t . für reisend0 tag abend 8 Uhr: t karuevalistische ien-SiW Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Siebener Zamilienblatter" werden dem ,An-eiqer viermal wöchentlich beigelegt. Der ^hessisch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheu Univerfttätsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.V. Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gieß«. erste und eS bildet sich notwendig em gewisses souveränes Ma chtbewußtsein in ihm aus. Da er nach Bauernart am Hergebrachten hängt, ist dieses Machtgesühl sehr oft mit starren, unbeugsamen RechtSbegiiffen vereinigt. Der harte bäuerische Eisentopf, der von seinen Forderungen nie und nirgends ein Titelchen abläßt, ist in der Weltlitteratur wohl am häufigsten vertreten. Daneben finden sich aber auch andere Spielarten desselben Typus, die uns allesamt durch ihre Sonderart imponieren. Wie Björnson in Norwegen, Frenssen in der schleswig-holsteinischen Marsch, Anzengruber in Oesterreich, Jmmermann und Schücking in Westfalen, Bock in Oberhessen die verschiedenen Arten des Bauerntypus fanden oder finden, so Calderon, der Spanier des 17. Jahrhunderts, in seiner Heimat. livtntt stri. Nil Gießener KladUheuier. Der Richter von Zalamea. Schauspiel in 8 Aufzügen von Calderon. Das altspanische Cavalleria rusticana-Drama CalderonS Der Richter von Zalamea* ist gestern bei uns in Szene gegangen. Wilbrandt, dessen neueste Dichtung Timandra nicht durchaus, und dessen anderweitige mannigfachen Bemühungen um das deutsche Theater nicht immer erfolgreich ge- wesen sind, hat sich durch die Bühnen - Einrichtung des Alealde de Aalamea' ein Verdienst erworben, das eisern ist Ja wahrscheinlich wird dieses sein Adoptivkind alle Kinder überleben, die es selbst zeugte und aufzog. Wunderbar in seiner einfachen Größe und jung blühend, als stamme es aus dem Gefühl der unmittelbarsten Gegenwart, hat das Drama gestern wie immer gefesselt, bewegt, ergriffet und erhoben. Der Poet weist mit feierlichem Ernst nach, daß auch andere Stände ihre Ehre haben, nicht nur die privilegierten, indem er dem schlichten Bauern die gleiche Ehre gibt wie dem Offizier; er zeigt, wie bie alten spanischen Haberfelderer furchtbares Volksgericht halten. Seinem Helden legt er die Worte in den Mund, es komme nicht nur darauf an, daß man den Degen führen lerne sondern viel mehr noch darauf, daß man wisse, wann und'wofür man ihn ziehe. So schaut er mit seinem strahlenden Dichterauge aus seiner Zeit vor drei Jahrhunderten gar verständnisvoll in die allerneueste Zeit herüber. So schuf er, der ein Schauspielintendant und doch ein Genie war, em so sehr von Leben strotzendes Drama, daß nur das historische Kostüm verbirgt, um wie viel mehr es zur Anklage- litteratur gehört, als etwa heute die modernen Soldatenstücke und -Romane oder als Brieux' ,9iote Robe" und das nächstens uns vorzusetzende ,Es werde Recht" von Walter ,g bet» U. Februar pen-Sitzunß ■»IfW ,8taur»ti°n aienW«®'' „ pen - Sitzun. CalderonS Dichtung, in deren Aufbau wir Heutigen ja manches Neue finden, hat einen Kardinal-Fehler. Der Dichter läßt den tragischen Konflikt, den Konflikt zwischen persönlichem Rachedurst und dem Amte deS Dorfrichters, fallen in demselben Momente, da er auftaucht. Er stellt, nach alter Spanier Art, plötzlich den König auf die Bühne, desien Weisheit kurzer Hand die Entscheidung bringt, der natürlich nicht den Konflikt aufhebt, aber das Opfer des Konfliktes begnadigt. In der rauhen Wirklichkeit geht es nicht so gemütvoll her, wenn die Militärgewalt mit der bürgerlichrn Rechtsprechung an einander gerät. Aber damit gibt der Dichter dem rem menschlichen Rechtsgefühl, das Sühne der Schuld vor allem begehrt und nicht nach Formeln fragt, einen m ferner Einfachheit monumentalen Ausdruck. Dazu sind einzelne Szenen im bäuerlichen Garten und Hause reinste dramatische Kunst mit tiefstem Gefühlsgehalt. Lessing schon plante einst eine Modernisierung des Stuckes, das auch ihm außerordentlich gefiel. Bald darauf wurde es unter dem Titel „Amtmann Graumann und die Soldaten" und unter ähnlichen Titeln oft gegeben. Und so sehr scheint dieser Bauerntrotz gegen Junkerfrevel angestoßen zu haben, daß eine andere Bearbeitung auS dem mädchenschänderischen Offizier einen Studenten machen mußte. Ein moderner Bearbeiter des „Richters von Zalamea" könnte ohne jede andere Aenderung als nur durch Versetzung des ganzen Milieus aus ein ostelbllches Bauerngut ein Stärk herstellen, daS von der preußischen Zensur alsbald verboten werden würde. . Tie Darstellung bot, wenn im einzelnen auch manches nicht so recht getroffen war, doch im ganzen eine achtbare Wiedergabe der prachtvollen Calderonschen Werkes. Tie Titelrolle gab Herrn Linz en Gelegenheit, ferne ganze kernige, wuchtige Tüchtigkeit zu zeigen. Dieser Pedro Cresvo hatte Kraft und in den entscheidenden Stellen auch die Hoheit des stolzen Dauern, dessen Wurzeln fest -m seinem Ostasien heraus- und nach Sibirien zurückgeworfen werden. ES sind dies alles zwar nur Striche zu einer politischen Skizze, aber ihren Zweck, das weltpolitisch? Äild des Augenblicks zu umrahmen und zu ergänzen, dürften sie erfüllen. Die „Nordd. Allg. Ztg." teilt aus der Begründung der demnächst dem Reichstage zugehenden Vorlage betreffend die Reicks gar an tie für die Bahn Dar-es-Sa- laam — Mrogoro mancherlei Interessantes mit. Das am meisten befriedigende Moment ist, daß die Baukosten durch Herabsetzung der Spurweite der Bahn um ein Fünftel ermäßigt sind. Mit der geringeren Spurweite hat, nach der Begründung, sich auch der Gouverneur des Schutzgebietes einverstanden erklärt, da dem Verkehrsbedürsnis auch so Genüge geleistet werde. Hätte man die nicht allzu fern liegende Möglichkeit dieser Beschränkung und der, ldavurch herbeigeführten sehr erheblichen Ersparnis nichi eher schon erkennen können? Die Frage wird sicherlich im Reichstag aufgeworfen werden. Vielleicht würde das Schicksal des im vorigen Reichstag ad acta gelegten, nur von nationalliberaler und reichDparteilichier Seite freundlich behandelten Entwurfs durch nicht so große Kosten und entsprechend geringere Reichsgarantie sich günstiger gestaltet haben. Auch jetzt stellt ja die vom Reich zu übernehmende Zinsgarantie für die von einem Bankenkonsortium zu erbauende Bahn eine bedeutende Summe dar, 630 807.38 Mk. Aber die Belastung des Reiches soll erst mit dem 1. Juli 1908 eintreten, indem die drei ersten Hahreszahlungen an die Aktionäre der zu bildenden Eisenbayngeiellschast zu Lasten des Baufonds erfolgen. Man darf hoffen, daß bis au diesem Zeitpunkt der JnanspruckMchme des Reichs dessen Finanzen, insbesondere durch di« höheren Zolierlrage aus dem neuen Tarif, eine Besserung gegenüber der Gegenwart erfahren haben. Graf Bülow erklärte von dieser Eisenbahn tm Michstag, sie sei eine Lebensfrage für das ostafritanische Schutzgebiet. Das ist die eine Seite, die wirtschaftliche, des Projekts. Der Herero au sstarid hat aber gezeigt, daß der strategische Wert ausreichender Bahnverbindungen in unseren Schutzgebieten nicht hoch genug veranschlagt werden kann. Wir stehen vor der Alternative: entweder eine starke Schutztruppe dauernd zu unterhalten, ober zur Sicherung des Lebens und Eigentums unserer Ansiedler für die rasche Zusammenziehung und Entsendung der vorhandenen Streitkräfte an bedrohte Punkte äu sorgen. Die größtmögliche Schnelligkeit des Handelns ist in den Schutzgebieten gegenüber der eingeborenen Bevölkerung das Haupterfordernis. Ein Aufstand, der nickst im Entstehen niedergeschlagen wird, nimmt in kürzester Zeit einen Umfang an, der bann die außerordentlichsten, beklagenswerten Opfer cm Menschenleben und Geld zur Bewältigung notwendig macht. Sparsamkeit am unrechten Platz hat sich noch immer gerächt. Diese und ähnliche Erwägungen dürsten gerade im jetzigen Augenblick, im Baun der ernsten Sorgen um Deutschsüdwestafrika, auch bei der Reichjstagsmehrheit ins Gewicht fallen. Steht man nicht auf dem Standpunkt: Fort mit den Kolonien! — wobei dann freilich alle bisherigen Aufwend- '9hfl, Q(8h J einen Huüetm »""ter Rechtsbewußtsein liegen. Wohl war ine Polontus-Rede an den scheidenden Sohn nickt von der rechten Einfachheit, sondern mehr ä la Bramabas, und in der grausigen Waldszene fehlte ihm zum Eindrücke ergreifender Tragik alles Unmittelbare^ Man konnte bei diesen seltsamen Natur- lauten an die bittere Not eines schmerzdurckwühlten Herzens nicht recht glauben. Und dann — hier ist das erste und einzige Mal, da Pedro seine Fassung verliert, hier müßte plötzlich ein Anderer, maßlos Rachgieriger vor uns stehen. Ter breite Humor aber glückte ihm so gut wie die schließliche Strenge des Rächers feiner Ehre; in den Grobheitsduetten mit Ton Lope kamen alle Schlager zu voller Wirkung, und vorzüglich pointiert, feine beste Szene war seine „respektvolle" Todesurteilsverkündigung an den Hauptmann. Im ganzen toar'ä eine klar bewußte, einleuchtende Leistung voller Eindruck, Herrn Linzens Bauer auf dem Schachbrette des Lebens. Von den übrigen Darstellern verdient zunächst Herr Haag genannt zu werden, der sehr gut den von der Gicht arg yeimgesuchten alten General und Säbelraßler Don Lope gab. Doch fehlte ihm der für einen spanischen Feld- Herrn unvermeidliche Zusatz von würdevoller Grandezza ganz und gar. Er^war im Grundzug der knurrige, schnurrige Durchschnitts-Eisenfresser mit dem Podagra und dem behaglichen Humor. Frl. Hohl hatte das rechte Wesen fü£ die Isabel. Sie legte die Partie in einfachen und zugleich feinen Zügen an. Den Austritt, in dem sie dem Vater das Schreckliche schildert, das ihr widerfuhr, führte sie mit ansehnlicher Kunst, wenn hier auch noch mehr Tragik und echterer Schimerzenston erschütternoer gewirkt hüllen. Herr Sandorfs hatte die undankbare Rolle des Hauptmanns mit Geschmack und gutem Verständnis angelegt. Herr Acht er berg als Juan war ein bischen unbeholfen und knabenhafter als notwendig. Als Detteijunker uno fein verhungerter Diener, feit Ton Quijote Jnventariiücke des alt- spanischen Dramas, gaben sich die Herren Teleky und Tamke redlich Mühe. Philipp ll. Hütte feinen gestrigen Darsteller wohl der Inquisition zur weiteren Behandlung überliefert; Herr Pichler gab einen König, der außer dem Kostüm nichts spanisches an sich hallte. Auch in fernem dekorativen Auftreten wäre er königlicher zu wünschen gewesen. .. Ä Schlimmer aber noch stand es um die Komparserie und um die mondbeleuclstete Dorsszenerie. Im übrigen war die Vorstellung gut vorbereitet, und baÄ Publikum er- wärmte sich für die Dichtung wie für dir Aufführung. Mit Dichtungen von diesem Range werden Verflachung und seichter Geschflnock am besten bekämpft, wird ein besserer Kunstsinn gefestigt. In diesem Sinne heißet es auszudauern Afrikanische Mäne. Gießen, 18. Febr. Offenherzigkeiten haben ihren Wert. Es ist zwar kein Geheimnis, wie das amerikanische Jingotum über Teutschland und deutsche Polillk denkt, aber besonders bemerkenswert erscheint die Stellungnahme dieser Leute %u den Schwierigkeiten Deuts chlandsinSüdwe st - afrila. Man wünscht den Deutschen einen gründlichen Mißerfolg, denn „sie stnd ein Volk, das das Heil im Korporalstock sieht, was die Hereros sich ebensowenig gefallen zu lassen brauchen, wie die Polen. Teutschland solle, ehe es aus Afrika hin- ausgetrieben wird, seine Kolonien an bie Engländer abgeben, bie besser wüßten, wie man freie Menschen behandeln musse". So ist zu lesen in einem Newyorker Briefe der „Kreuzztg.", der, bei den Beziehungen dieses Blattes zur Tiplomatie, aller MahrscheinlichLeit nach aus diesen Kreisen stammt. Wie man freie Menschen behandelt, das versteht freilich niemand so gut wie die Amerikaner und Engländer. Tie Behandlung der Ne ger durch erstere und der Buren durch letztere legt Zeugnis hierfür ab. Dock abgesehen davon — gibt der Hinweis, Teutschland möge seinen ausrikanischen Besitz an England abtreten, nicht zu denken in einem Augenblick, wo zu dem Unglück in Südwestafrika Meldungen von Aufständen in Ostafrika und Kamerun hinzukommen? Man tonnte sich versucht fühlen, diese fast gleichzeitig entstandenen Unruhen in den drei großen Kolonien auf em System zurüuzusühren, an dem die en g lische „Hin t e r- hand" gearbeitet hat. Liegt am Ende in der Absicht, durch wiederholte „Arrangierung" von Aufständen in Deutsch- Afrika Deutschland diesen Besitz zu verleiden, daß es zu dessen Abtretung an England sich entschließt? Tas Ware, aus der zynischf-deutlichen Sprache des amerikanischen Jingotums in bie nichtgesprochene einer ränkevollen Diplomatie übersetzt, eine Hinaustreibung Deutschlands aus Afrika. Liegt solche aber völlig außer dem Bereiche der Möglichkeit? Ter Blick auf die Landkarte und auf die Vergangenheit, besonders die Erinnerung an das Wort: Afrika muß englisch werden vom Kap bis Suez!" können nicht zur Bejahung dieser Frage führen. Man vergegenwärtige sich ferner, daß die - staatlicke - Austreibung der Buren eingeleitet wurde durch Unruhen in ^etschuancp und Matabele-Land, bis eines Tages der berüchtigte Flo- bustierzug des Tr. Jameson ,fällig' wurde. Die Buren hatten mit ihrem Schweiße den Boden in den Freistaaten urbar gemacht, das Geickäft des GrntenS behielt sich England vor. Zwanzig Jahre, schwerer Mühe stecken in den deutsch-afrikanischen Kolonien, die ,grobe' Arbeit ist getan — sollte das nicht zu entsprechenden Erwägungen Anlaß geben bei der Tiplomatie, die mit Vorliebe ans anderer Leute Haut ihre Riemen schneidet? Tem amerikanischen Jiingomann steht der Genius der be- schränllen Naturen, die Schlauheit, zur Seite und macht ihn zeitweilig hellseherisch Im Grunde neigt sein Herz zu England und er kennt diesen stamm- und smn- verwanOten Freund, dem er denn auch! aus der Seele sprechen dürste mit dem Wunsche, Rußland möge aus Bloem. m Der Held stellt einen Bauerntypus bar, dem man, wie einst in «Spanien zu Philipps II. Zeiten, noch heute bei uns in O der Hess en auf Schritt und Tritt begegnet. Der ökonomisch unabhängige Bauer bekommt in seiner ländlichen Einsamkeit leicht einen Zug von Kraft und Selcht» bewußtsern, um den mancher Städter ihn beneidet. Der Städter bewegt sich von klein auf m einer stets erheblich größeren Mcnschenzahl; er vergleicht und wird durch seine reicheren, sich schneller ablösenden Lebensersah- rimaen bescheiden gemacht, gar oft bescheidener, als der Staat eigentlich zulassen sollte! Dem vermögenden größeren Bauern fehlt vielfach die Gelegenheit,* hierauf schon in seiner Jugend zu sehen. Er ist immer der *^«4 MO Bark Ti Werten unter ft die Erved, d, & sucht Regen vor- Mlung und Sieger- 5000.- an die lstp, d, U inekh! 2 Freundin. MU 60» «. 48000 wünsch, sich mit reellen tzeDerm.z.verh. Off. Berlin 814 erb. "" H bau§(. erz. Dame. I., mit 20000 M!. . Oss. v. denen, mich , mit gut. Charakt, an lBerlin S. 42. |1308 MMW. rbringer eine gute Be- 2stan'.age 39, (1425 nte( gefunden. «holen Lndwigstrahe 4. Ein großes schwarzes mben. Abzuholen bei llaud, Schulstr. 11, II. bigshöhe t Sonntag, gttße ungen ins Wasser geworfen sein würden — so muß man den Schutzgebieten gewähren, was sie vor allem brauchen, um eine nach menschlichem Ermessen ausreichende Sicherung zu gewähren gegen räuberische und mörderische lieber- alle. Wir glauben daher, daß die Auffassung unserer Regierungskreise berechtigt ist, es werde eine Verständigung mit dem neuen Reichstag über die ostafrikan ische Bahn erreichbar fein. Das Unternehmen soll innerhalb 5 Jahren vollendet werden. Ter „Reichsanz. "veröffentlicht eine Bekanntmachung des kaiserlichen Kommissars und Militärinspekteurs für die reiwillige Krankenpflege, wonach in Hamburg die Hauptsammelstelle der freiwilligen Kran - kenpflege für Teutsch-Südwestafrika errichtet wurde, die sich im Passagebureau der Wörmann-Linie im Afrikahaus zu Hamburg befindet. Torthin sind Gaben bis 200 Kilo Gewickt zu richten. Während schwerere Sendungen an die Speditionsabteilung der Wörmann-Linie, reckts- elbisches Freihafengcbiet Hamburg zu rickften sind. Spenden genießen Frachtfreiheit, wenn die Frachtbriefe den Inhalt der Sendungen, Bestimmungsort und vorstehend bezeick- nete Adresse der Hauptsammelstelle genau angeben, und wenn jedes Frachjtstück auf mindestens zwei Seiten mit derselben Aufschrift wie das Frachtstück versehen ist. In der Bekanntmachung wird gebeten, an erster Stelle Geldspenden an die Vereins Organisation vom roten Kreuz abzuführen. Als Materialgaben werden außer Leibwäsche empfohlenl: Taschentücher, weiche Hausschuhe, Bier, Mineralwässer, schwere Weine, Schaumwein, Kognak, Kakao, Schokolade, Limonade-Pastillen, Fruchisäfte, Fruchtkraut iMus), für Tropenkonsum präparierte Schinken, Wurst, Zleischkonserven, Tabak jeder Form, kurze Pfeifen, Tabaks- beutel, Zigarrentaschen, Feuerzeuge. ^arlumcutartsches. Berlin, 12. Febr. Das preuß. Herrenhaus lehnte heute das Gesuch des Justizministers um Ermächtigung zur Strafverfolgung gegen den Reichstags - Abg. Molkenbuhr wegen Beleidigung des Herrenhauses ab und erledigte dann eine Reihe von Gesetzes - Vorlagen. U. A. wurde ein Gesetzentwurf betr. Bildung einer Genossenschaft zur Regelung der Vorflut und zur Abwässer - Reinigung im Emscher Gebiet an eine Kommission verwiesen. Das Abgeordnetenhaus setzte die Beratung deS Etats der Gestüts- Verwaltung fort und bewilligte den Titel Einnahmen. Dann folgte die Beratung des Etats der Berg- und Hütten-Ver-' Haltung, welche Samstag fortgesetzt wird. Berlin, 12. Febr. In der Kommission deS Reichstages zur Vorberatung des Gesetzentwurfs, betreffend die Kaufmannsgerichte, führte Graf PosadowSky aus« In der Arbeiterbewegung könne man nur zwei Wege gehen. Entweder müsse man diese Bewegung, die einen turbulenten, ja teilweise einen reoo lutionär en Charakter trage, dadurch sich abklären lassen, daß man den Arbeiter dazu erziehe, ruhig und sachlich seine Interessen zu vertreten, und ihn politisch reif werden lasse, oder man komme zu Repressionsmaßregeln. Wer den ersteren Weg wandle, müsse eine Kaution schaffen für Au'rechterhaltung deS öffentlichen Friedens und ; er Ordnung. Tie Mehrheit der verbündeten s)c gierunqen sei der Ansicht, daß Kaufmanns- g c i ch te n tig seien, um den Handlungsgehilfen zu ermöglichen, i rq)0 »tisch und ruhig die Interessen ihres Standes wahrnehmen zu können. Berlin, 12. Febr. Die Budgetkommission des Reichstages setzte die Beratung des Militäretats bei Titel ,Mieten für Kasernen ic? fort und nahm eine Resolution Paasche an, nach welcher Kasern en bauten möglichst nicht durch städtische Verwaltungen, sondern durch das Reich errichtet werden sollen. Ebenso wurde eine Resolution Speck angenommen, den Reichskanzler zu ersuchen, vor dem endgiltigen Abschlüsse von Verträgen die betreffenden Pläne, Kostenanschläge und Vereinbarungen dem Reichstage zur Prüfung und Beschlußfassung vorzulegen und bei allen künftigen Mietverträgen das Vorkaufsrecht zum Buchwerte abzüglich der Amortisation kontraktlich vorzubehalten, sowie dem Reichstage in der kommenden Session eine Uebersicht vorzulegen, in welchem Umfange bei den für 1898 bis 1901 hergeslellten Dienstwohnungen und Kasernen nebst Zubehör die ursprüngliche Höhe des Kosten- Voranschlags überschritten wurde. Die Kommission lehnte darauf die Forderung für Saarbrücken ab. Barmen, 12. Febr. Heinrich v. Knapp, national- liberaler Landtagsabgeordneter für Eberfeld-Barmen, ist in- folge eines Schlaganfalls gestorben. Volitische Tagesschau. Stach der Tischrede. R. Berlin, 12. Febr. Von der Tischrede des Reichskanzlers ist die .Tagesztg.", das Organ des „Bunds der Landwirte", mäßig erbaut. „Recht hübsch, recht heiter, recht geschickt und stimmungsvoll", so belobt zwar die „Tagesztg." herablassend den Grasen Bülow, um aber dann in eine Untersuchung einzutreten, ob dem guten Willen die Tat entspreche. Da erregt denn vor allem den Verdruß des Agrarierblatts, daß Graf Bülow den Zeitpunkt zur Kündigung der Handelsverträge nicht für gekommen hält. Die konservative „Kreuzztg." enthält in ihrer heutigen Abendausgabe keine Aeußerung über die Rede. Doch wird auch in konservativen Kreisen, wie zu erwarten war, die Ablehnung der baldigen Handelsoertragskündigung unliebsam empfunden. Graf Bülow ist also doch noch nicht »der richtige Mann" für die Landwirtschaft. Aus Stadl und Land. Gießen, den 13. Februar 1904. — Kunstverein. In ungewolltem Zusammentreffen mit den kinematographischen Vorführungen des Flottenvereins steht in der Kunstausstellung eine sehr interessante Serie von See- und Flottenbildern des Hamburger Marinemalers Pro- feffor Schnars-Alquist zur Schau. Innig vertraut mit der ewig wechselnden Natur des Meeres, mit der Fähigkeit begabt, ihm das Gebeimnis auch seiner wunderbarsten und rätselhaftesten Effekte abzulauschen, bereitet der Maler jedem, der für die Größe und Schönheit des Weltmeers Sinn hat, einen auserlesenen Genuß. Das nordische Meer wie das der Tropen, in den Stimmungen aller Tagesstunden, bei Sonnenschein und Sturm, weiß er virtuos darzustellen. Auf Einzelheiten braucht nicht hingewiesen zu werden; genug, daß unter den 29 Bildern kein einziges unbedeutend oder unintereffant ist. — Erwähnt sei noch, daß die Bilder von Geffcken, v. Hoeßlin und Thielmann noch ausgestellt und einige feine Aquarelle von W. Bader-Darmstadt, als Vorboten einer größeren Kollektion von Bildern dieses geschätzten Künstlers hinzugekommen sind. ** Im Oberhessisch en Geschichtsverein hielt am Donnerstag zunächst Landgerichtsrat Dr. Schäfer einen Vortrag über die hohe Mark im Taunus. Auf Grund von z. T. vorher noch nicht benutzten Akten gab der Vortragende ein Bild von der geschichtlichen Entwicklung der hohen Mark am Ostabhang des Taunus, die mit ihren über 24 000 Morgen und 29 Dörfern noch vor hundert Jahren ein selbständiges Rechtsgebilde war mit eigener Verwaltung und eigener Rechtspflege. Ter Schirmherr oder „Waltbote" (der Besitzer des Homburger Schlosses) berief alljährlich das Märkerding, auf dem jeder Märler Stimmrecht hatre. Aus einer noaj ungedruckten Beschreibung eines solchen Märkerdinges aus dem 18. Jahrhundert macht der Vortragende interessante Mitteilungen. Nach langen Verhandlungen erfolgte im Jahre 1813 die Teilung der Mark: sie fiel an Frankfurt, Hessen und Nassau. Eine neue Teilung wurde im Jahre 1820 vorgenommen nach dem Untergang des Großherzogtums Frankfurt. An den mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, an der sich außer dem Vortragenden Geh. Justizrat Schmidt, Professor Wimmenauer, Hauptmann Kramer, Pfarrer Hofmann und Landgerichtsrat Schmeckenbecher beteiligten. Dabei kamen noch interessante alte Rechtszustände und Gebräuche zur Sprache, die sich in Resten bis in die Gegenwart erhalten haben. — Daran schlossen sich interessante Mitteilungen des Vorsitzenden Geh. Hofrat Behaghel über einen Restaura- tionsversuch an der Landesuniversität. Es handelte sich um den im Jahre 1826 gemachten Versuch, an unserer Universität lateinische Vorlesungsverzeichnisse neben den deutschen herauszugeben, nachdem Gießen als eine der ersten Universitäten in Deutschland seit 1809 nur noch deutsche Vorlesungsverzeichnisse hatte drucken lassen. Dieser Restaurationsversuch ging aus von dem Professor der klassischen Philologie und der Beredsamkeit. Nur wenige Senars- mitglieder stimmten gegen seinen Antrag, mit sehr scharfen Worten Hundeshagen, der bekannte Forstmann, der „keine Zeit gehabt, seine Zähne beim Wiederkäuen tauber philologischer Nüsse aufs Spiel zu setzen". Tas Ministerium genehmigte die Veröffentlichung lateinischer Vorlesungs- verzeiwnisse neben den deutschen; da aber der Professor der Beredsamkeit die deutschen Verzeichnisse nicht ins Lateinische übersetzen wollte, blieb die Angelegenheit auf füfy beruhen. ** Bezirksverein Gießen gegen Mißbrauch geistiger Getränke. Erfreulicherweise lausen fortwährend neue Beitrittserklärungen ein. Tie Zahl der Mitglieder ist bereits auf 86 gewachsen. Unter anderm sind in einer Bezirksversammlnng eines städtischen Armenbezirks sämtliche anwesende Armenpfleger beigetreten. In aller Kürze wird eine Mitgliedervsiammlung einberufen werden, die die Satzungen beraten, den Vorstand wählen und die nächsten Aufgaben feststellen soll. Da sich eine ganze Reihe von Mitgliedern nicht nur zur Zahlung eines Beitrags, sondern auch zur persönlichen Mitarbeit bereit erklärt haben, darf man wohl hoffen, daß die nun einmal geweckte Teilnahme auch weiter vorhalten und weitere Kreise ergreifen wird. Damit wäre schon das Wertvollste erreicht, was der Verein bezweckt, nämlich: die Aufmerksamkeit aller ernsthaften Leute auf diese Fragen zu richten und sie zu veranlassen, daß sie darüber nachdenken. Tenn das ist die Voraussetzung jedes gesunden Fortschritts in der so nötigen Reform unserer Trinkgewohnheiten und Trinksitten. Kunst und Wlsteuschuft. Königsberg i. P r., 12. Febr. Die festlichen Veranstat» tungen zur G e d ä ch t n i s f e i e r der 100jährigen Wiederkehr des Todestages Immanuel Kants haben heule vormittag in der „Stoa Kantianä" begonnen. Abordnungen der Stadt und Provinz, sowie des Lehrkörpers der Unwcrsitäl legten daselbst prächtige Kränze mit Widmungen nieder. Auch Kultusminister Dr. Studt und Oberpräsident v. Moltke wohnten dem Akte bei. Gegen 10 Uhr fand in Gegenwart Dr. Studls sowie der städtischen Behörden und unter Teilnahme der Militär- und Zivilbehörden die Enthüllung der Kant-Gedächtnistafel statt, die sich an der Mauer des kgt. Schlosses in der Kanlstraße neben dem Kaiser Wilhelm- Denkmal befindet. Oberbürgermeister Koerte hielt eine längere Ansprache.. Die Tasel trägt als Inschrift Kants Worte: .Zwei Tinge eriüllen das Gemüt "mit immer neuer und zunehmender Be- wnnderung und Ehrfurcht, ie öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit -beschäftigt: „der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir/ — Der Gedächtnisakt in der Universität wurde durch den Rektor Jeep eröffnet, der die Ehrengäste begrüßte. Kiiltusminister Dr. Studt überbrachte Grüße des Kaisers an die Universität und überreichte 10000 Mk. für die Hilfskasse zur Uiiterstützung der Hinterbliebenen von Lehrern und Beamten derAlbertus-Universität. Tie Gedächtnisrede hielt Professor Walter. Oberbürgermeister Körle überreichte namens Königsbergs 10000 M k. zu einer K a n t st i f t u n g, deren Zinsen alljährlich am Todestage Kants deinjenigen Studierenden der Albertus-Universität zu- iallen sollen, der die beste Arbeit über ein selbstgewähltes philosophisches Thema liefert. Zu Ehrendoktoren wurden promoviert: der Provinzialschulrat Bode-Königsberg, Professor Dil- r hey-Berlin, die Professoren Günther und T i e l e-Berlin, Pfarrer Fischer -Berlin, Pfarrer W y n e k e n -Edelsheim, Prof. Cuno Fischer -Heidelberg, Eduard E a i r d, Präsident des Ballwl College zu Ox'ord, Professor Stammler -Halle und Professor Carlo C a n t i n i -Pavia. München, 12. Febr. Bildhauer Professor Rudolf M a i s o n ist g e st o r b e n. Ich werde in nächster Zeit an dieser Stelle eine Serie mir freiwillig zugegangener Anerkennungsschreiben aus allen Kreisen meiner Kundschaft veröffentlichen, ohne Nennung der Namen. Die Original- schreiben sind bei mir einzusehen. Diese besagen mehr wie alle Anpreisungen. Hocliachtungsvollst Th. Brück, Möbelfabrikant. Besteingerichtetste maschinelle Fabrikation, dadurch unbedingte Garantie für gediegenste u.billigste Bedienung. 10 Schaufenster. 100 Zimmereinrichtungen. Telephon 373. Lieferung franko, ev. mit eig. Fuhrwerk bis Wohnung. ÖB ■ ?6* 03 «0 2 e» 5 63» bD G e S3 s 3" E TS B 5* (f) S - 5 E er CP 2 O 3 3 ° pB 3 cp p w E9S E 00 S & Z (?) er n © -$ B üo SW»» a- E E E B, E 5 er E ca ’ E E B: s ut> —T 5 3 tÄ 2. Z 3 O 5 E 3 sfr Ei 5 co ö E 3 E S R‘ o E 2 2 OD E oo « s H 2 s B-r o 5® " CI D ~2.3 es» sr- 5 ro 5 E ^3 s 2® 2 7? El» rr 3 03 I r> er er S w s K B _ c'S» 2.2 er 2^'3 er p i >50 5 ff re 2 re o — oo o’ 2. & '2 § Ö CP ro" E 3 « q o Z •r* 7" e @e^2$3 2 ■5,« E B3 p ill £ 5 ■CT1 ro er ‘ q- 2*5.2 5> E TT cl P er « Z E m r4 >ju 37?3 -*CD §B p B^= ■O s x ft- 2.2 D 3 O 21’* s=? ro" E E 2 er 3 © ±.^5 E B E ’p cs ? SrS-o: Z LZI h.= ^g ;S3.„ O rP LL El . -er e'wj E' «»Sh § -5 H 2 e' r-äs.ag 3 E_~$s ffLLZ Pa* er er cq er a- o p E 2 22.0 3 E E" n O B <-$ CD o er er E 1-5 E E 2 £Be"S^2. 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Februar 1904. 1517 / zu Wagnerholz geeignet Nadel-Reisstangen mit 2,67 fm 47 rm Eichen-Knüppel 91 2 rm Eichen-Stock 0 Eichen-Wellen 596 „ Nadel- u Die Zusammenkunft ist im Distrikt Bruch beim Wegweiser. 149 Durchm., 391 1524 bei dem 1504 ZSPfer n X | 140,239,444; 47 10,46 26,90 2,68 2,02 6,70 11,28 n R 19 37 81 2735 125 127 18 3610 530 3000 58 w ff 34 5 231 218 970 5 591,637 70,000 Fichten-Stämme Kiefern-Stämme Erleu-Stämme Birien-Slanim Elsbeer-Stamm Weißtanne-Stamm 70,69 145,42 216,69 442,63 237,72 28,64 0,59 0,15 1,72 28,43 2,47 144 262 773 1159 577 60 1 1 1 An Pfandbrief-Zinsen „ Beainten-Unterstütznngsfonds . . „ Unkostcn-Conto: Saldo des Contos Vortrag auf neue Rechnung . . . X 14,704,954 60,00u 2,611,26*»|~0 X | 440,239,44414( Credit. x 140,048 16,954,221 761,132 143,544 35,913 o ii „ (Bohnenstangen), Aktienkapital-Conto Ordentlicher Reservefonds Reserve-Conto II, für etwaiges künftiges Pfandbrief- Disagio U. 8. W......... Hypolhekenpfandbriefe 4°/oige Pfandbriefe . t , t t . * . . . • 3Vr°/°i§e „ . . . . ....... Fällige Hypothekenpfandbriefe Fällige Coupons unserer Pfandbriefe Dividenden-Conto (Restanten)........ Pfandbrief-Agio-Conto (§ 26 des Reichshypothekenbankgesetzes) Vorträge auf Provisious-Conto Vorträge auf Hypothekenziuseu-Conto . . . . Vorträge auf tukosten-Conto........ Beamt en-Untei stützungsfouds Creditoren in laufender Rechnung Gewinn- und Verlust-Conto • ■ Nadel - Stämme von 13—41 cm mittl. 8—22 m Länge, 178 tm haltend, Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Schwalb. Cassa und Guthaben bei Banken Kassenbestand.............. Girogutbaben bei der Reichsbank und bei der Vereinsbank, Hamburg.......... Guthaben in laufender Rechnung bei der Deutschen Bank, Berlin und anderen ersten Bankhäusern . Wechsel-Conto Effekten-Couto (Hamburg., Preuss., Sachs, u. Reichs- Anleihen; davon ins Pfandbriefdeckungsregister eingetragen X 8,263,400.—) Darlehen auf Hypotheken Hypotheken (davon ins Deckungsregister eingetragen X 895,348,938.58)........... Fällige llypothcken-Dailehenszinsen (rückständig X 63,403.91) Bankgebäude-Conto Hamburg . . ..... Bankgebäude-Conto Berlin Debitoren in laufender Rechnung . . . . •__• 334 Fichten-Derbstangen 39 Eschen-Derbstangen 10 rm Eichen-Nutzscheitholz. Gegen Sicherheit wird Zahlungsfrist 227 Nadel-Derbstangen, 23 fm haltend. Die Zusammenkunft ist am Oppenröderweg, neuen Pflanzgarten. Annerod, den 11. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn- Die üebereinstimmung mit den Büchern der Hypothekenbank iu Hamburg bescheinigen wir hiermit. Hamburg, den 8. Januar 1904. H. Augener. P. Galles. durch die Pfandbriefverkaufsstellen bezogen werden. Hausen, am 13. Februar 1904. Grobherzogl. Bürgermeisterei Hausen. Müller. Buchen-Durchforstungs-Wellen 2230 Nadel-Wellen Südfruchttorb enth.l5Apfelsi>ten,12Mandarinen, IPfd. CQhf. Datteln, lPfd.Smyrna« feigen, 1 P'd. Krachmandeln und Traubenrosinen Aik. 3.50 franko. Süße Apfelsinen Messina ganze Kiste, große 200 Stück Mk. 8.—, halbe Kiste Alk. 4.50 ab hier. 10.Psd.-Korb^L2.50franko. Mandarinen in hübschenKistchen v. 50 Stück Alk. 2.50 franko. 10-Psd.-Korb Eitroucu Mk. 2.60 franko,Kiste 300St.Aik.9.— ab hier. Frische AuanaS.tadelloseFrüchte p. Stck. Mk.2.50—3.50. Preist, grat. Theod.Schürmann,Versandhaus Hamburg 23. 632 Muer FciittvcrsiüicrNgsbM onj Ccgenscitizkcit. Im Jahre 1821 errichtet. Nach dem Rechnungsabschluß der Bank sür das Jahr 1903 beträgt der zur Verteilung kommende Ueberjchuß 75 Prozent 15 11k. bar Geld für nur 11. 2^- Ziehung garantiert 5. März 1904 d. Grossen BacLBoten-Kreuz-Lotterie 3388 44 000 Los 1 Mk., 11 L. 10 Mk., Porto u. Liste 25 Pfg. empfiehlt J. Stürmer, Lott.-fieneral-Agenl, Strassburg i. Els. und mit diesen Losen kenntlichen Verkaufsstellen. 151» , Eichen-Reiser, u Nadel- und Weichholz-Reiser, rm Buchen-, Eichen- und Nadel-Stöcke. Der Anfang ist im Distrikt Dorfwiese. Buchen- „ , Eichen-Derbstangen , Nadel- „ v Nadel-Reisstangen „ rm Buchen-Scheiter, Holzverfteigerung. Donnerstag den 18. d. Mts., vormittags von 9 Uhr an soll im Großen-Busecker Gemeindewald, in den Distrikten Dorfwiese, Schwalbenwald und Wellersloh nachoerzeichnetes Holzversteigerung. Mittwoch den 17. d. Mts., vormittags Vzio Uhr beginnend, soll im Hausencr Gemeinde-Wald, Distrikt Bruch und Beckerts-Wald folgendes Holz versteigert werden: Eichcn-Stämme mit 4,77 fm , Eichen-Derbstangen mit 0,56 fm? Nadel-Derbstangen „ 10,30 v ) der eingezahlten Prämien. Die Atitqlieder empmngen ihren Ueberschutz-Anteil beim nächsten Ablauf der Versicherung (beziehungsweise des Verficherungs- jahres) durch Anrechnung auf die neue Prämie, m den rm 11 der Satzung bezeichneten Ailsnahnrefallen aber bar durch die unterzeichnete Agentur. Gießen, im Februar 1904. , 1 ' Heinrich Hochreuther. Bekanntmachung. Mittwoch, 17. Februar, vormittags 11 Uyr, wird auf der Bürgermeisterei — Zimmer Nr. 15 — das Grundstück Flur X Nr 76 und 77 — 5753 qm "Acker am Barresgraben, links des Schützgesborner Weges, früher den Karl Plank II. Erben gehörig, auf 6 Jahre in Pacht versteigert. Gießen, den 12. Februar 1904. löüb GrostherzogiU^r < urgermeisteret Gießen. Mecum. ____ Abbruch. Große Partien Brennholz, brauchbare Lesen, Heerde, Fenster, eine Laventete, ein kupferner Äone , eine Säugpumpe, Ziegeln, alte Bretter und Latten, billig abzugeben. Alter Lehm kann unentgeltlich abgefahren werden. TTA'i'nrieh Carle. Neuenweg 28. Bekanntmachung. Die Brotliescrnng sür die hiesigen Stadtarmen für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März, 1905 soll neu vergeben werden. Angebote sind bis zum 5. März d. I. an das städtische Armenamt, Neuenbäne 25, schriftlich einyureichen, wo auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 11. Februar 1904 1503 Die Armen-Deputatton der Stadt Gietzem Eurschmanm Hypothekenbank in Hamburg Bilanz ultimo Dezember 1903. 44,8 „ Siadel-Knüppel 110 Eichen-Wellen In unser Genossenschaftsregister wurde heute eingetragen:! 1. das Statut vom 9. Januar 1904, der „Landwirtschaft-1 lichen Bezugs- und Abfatzgenosfenschaft, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht" nut dem Sitze iu: Bettenhausen. Gegen st and des Unternehmens ist gemeinschaftlicher Einkauf von Verbrauchsstoffen und Gegenständen des landwirtschaftlichen Betriebes, sowie gemeinschaftlicher Verkauf landwirtschaftlicher Erzeugnisie. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen sind unter der Firma der Genossenschaft, gezeichnet von zwei Vorstandsmitgliedern in dec deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaftspresse aufzunchmen. Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft muß durch zwei Vorstandsmitglieder erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Die Zeichnung geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrrst beifügen. 2. der Vorstand, bestehend aus: 1. Wilhelm Roth I, 2. Heinrich Wilhelm Rückel, 3. Wilhelm Pauly III, sämtlich in Bettenhausen wohnhaft. Die Einsicht der Liste der Genossen ist während der Dienststunden des Gerichts Jedem gestattet. 1507 Lich, 11. Februar 1904. Gr. Amtsgericht. ^Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen der iur Versteigerung kommenden Höher sind von der unterzeichneten Stelle vom 20 ds. Alts, ab gegen Erstattung der Druckkosten erhältlich. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man sich an die Forstwarte Geisel-Gießen, Arft-pochwarte bei Giepen, E. Bruck- Rödgen bei Gießen und Lotz-Wies eck. Gießen, den 12. Februar 1904. loUa GcophrrzvgUryi »uigermeisteret Gießen. Mecum. Holzversteigerung. Donnerstag den 18. Februar 1904, von vormittags 9 Uhr an, soll im Anneröder Gememdewald in den Abt. 4, 6, 7 und 11 folgendes Holz versteigert werden: Eichen-Schnittstämme von 37—60 cm mittl. Durchm., 4—10 m Länge, 49 fm haltend, Eichen-Bauholzstämme von 20—44 cm mittl. Durchm., 5—12 m Länge, 49 fm haltend, Eichen-Grubenholzstämme v. 13—24 cm mittl. Durchm., 7—16 m Länge, 36 fm haltend, Emr Pistillen! Emser Kränchen-Kessel- brunnen-Pastillen sowie Emser Pastillen mit Plombe (letztere bisher von der Gesellschaft der Konig-Wilhelm-Feisenquellen in ems vertrieben), beide unter Staatskontrolle in den eigenen Betrieben des Staates mit rein natürlichem Emser Quellsalz hergestellt. 600 Natürliches Emser Quellsalz in Flaschen zu haben in allen Apotheken. Köuigl. Bade-Verwaltung Ems. Men- unü Wcizcimchl 1. per Pfund von 15 Pfg. an und m 25 und 10 Pfund Handtuch- säckchen 860 Harzer Kanarienvögel. p» Bin etliche Tage an- V / wesend nitt einer großen Auswahl Harzer /Wf Kanarienvögel. Prachtvolle Länger. Henning, Kanarlen- Vjy züchter aus dem Harz. Pfälzer Hof, Schanzenstratze. Hamburg, den 31. Dezember 1903. Hypothekenbank in Hamburg. Die Direktion: Dr. Karl. Dr. Gelpcke. Dr. Bendixen. Dr. Henneberg. Der Jahresbericht kann kostenfrei direkt von der Bank oder | \ Dreher Haaruhrketten, S7j Toupe-Scheitel u. Per- rücken werden billigst 7 angeiertigt. Spezialilat m grauen und weißen Haaren. H. Tichy, ti33 Seltersweg 43, Ecke d. Goechestr. Nutz- iiriii Bremitzolz-"' " . Fürstlich Solmstsche Oberförsterei Hohensolms. Mittwoch den 17. Februar 1904, vormittags 10 Uhr, im Lokale der Wwe. Geller zu Frankenbach: Distrikt Jsfelscheid: Nutzholz: 83 Fichten-Derbstangen mit 3 79 Fstm., 3900 Fichten-Bohnenstangcu mit 10,50 ^tm. Breuu- hotx, Buche: 9 Rm. Knüppel, 3240 Wellen. Eiche: 20 Rm. Knüppel, 2060 Wellen und 75 Rm. Reisig-Haufen. Frchte: 20 sj^m Reisig 1496 Distrikt Eulersgrund: Nutzholz: 31 Fichten-Derbstangen mit 2,40 Fstm. Brennholz, Kiefer: 19 Rm. Knüppel, 2500 Wellen. Flohert- Gartengcwehre, Revolver, Pistolen,Patronen u.Stock- degen in großer Auswahl bei AcL. Reinig Waffenhandlung 62 30 Selterswcg 30. Versteigerung. Montag den 15. d, Mts., nachmittags 2 Uhr sollen dahier Marktplatz 20 (im Adler) 1. Haus- und Küchengeräte aller Art, 2. eine Ladeneinrichtung, 3. eine Nähmaschine, 4. ein Eisschrank u. o. A. gegen bar versteigert werden. NB. Voraussichtlich findet die Versteigerung teilweise bestimmt statt. ' 1526 Gießen, 13. Febr. 1904. Lcipel, Gerichtsvollzieher. Mittwoch den 17. Februar 1904 nachmittags 2 Uhr werden Seltersweg 28 wegen Geschäftsatlfgabe meistbietend versteigert: eine Ladeneinrichtung, samllutie Kackgelöle und tiftut Ke» gandleile cinco ßnckofelis. 1 Seigteil- mofdjinr, llietjlhnlten, Krotkarreu and „ „ Knüppel, „ Eichen- und Nadel-Knüppel, Wellen Buchen-Reiser, CC^WCinC^SdjUllllj \ garantiert Palmin, ÜiiiDöl i rein Pr. Lnnii-Ällttcr, K gcmahlenkn, ielbitgeitoöenen uni) Pickr-Zickr in anerkannt besten Qualitäten zu billigsten Preisen empfiehlt üeorg Wallenfels Marktplatz 21. Telephon 46. Dynamit Pulver Sprengkapseln Zündschnüre empfiehlt 1041 Gottlieb Luy, Wetzlar. Holz versteigert werden: 92 Eichen-Stämme 64 Nadel- „ ZZau- und HIuHyolz-Yersteigerung der Städt Gietzen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3 bis 5 km von der Bahnstation entfernt und an chaussierte Abfi.hrwege angrenzend lollen Moutaa den 29. Februar 1904, vormittags 10/, Uhr beginnend, im Saale des Leuz'scheu Felseukellers zu Gießen in der Nähe des Bahnhofes, versteigert werden: 76 Eichen-Stamme, Schnittholz mit 66,99 fm Bauholz Schwellenholz X 236,487,300 157,484,300 _ X X 1,550,261 09 197,819 26 10,964,811 99 12,712,892 344,167 34 69 8,785,399 369,000 J 412,343,909 13 4,058,143 600,000 500,000 525,932 •26 j al X £ 24,000,000 — 7,365,485 75 4,536,725 25 393,971,600 _ 29,337 50 4,674,021 99 840 — 706,19. 34 865,895 79 466,055 21 7o,000 — 611,538 16 330,471 68 2,611,26! 8' Antwerpen K 5 .-H R K Z M- O M P 5a-cm in 5 git« b' Srsch^^ Di- >1 wla , Der v ffaßen Be ^er lebent M diesc- Wer unt Machtet N mit en &laBe ic »gesic N und 2 tat Kc 5 dem < Diniere v ^tter'ba: ? merkwi k" Chine ^^usiasr Mre der 5 treuen b,°” ganz S- Mai fchc"j M K^' Z! DaS In Erntet, au d-rS Wnl' «Il'g-l01 geben. Die fne' der Krieg v> Osten haben d-t -ncnnl Llandsli iaMnschen NiÄ ohr jährenden ‘ zurück; über Waffen ftc Nicht c große Aufgo Koloß W war die Ai formt und 1 kn. Nicht vor Msbru! sodaß mm zog und si entgegenget Mit gr jenem Sieg über Nju-tsi größere Ma sich in dies Panzerkoloss nische Flotte Korea im > tzai-jang-tau Auch ir europäischen Geist, die 2 schützen )u die Äusru? EmNeidun verlaufen -niiche Lai net, iude Taktik zc bereitet ti sicheres ’ Grundsätze rüstete, ai Verhältnis das Verha lorps von Major anerkenneu in China 1 Führer säm über den E Truppen ü Hitze wenig ung der ti besserung Bon a ergänzend „Tie schlimmster schwerden, zu 100 G Verlangen Ile gratle u. franke weinen SLUualr. Kauptkatal. über Fahrräder u. TahiTadartikel u Sie werd, eich Oberzeug., dass Ich d bester Qualität, unt IjKhr Garant,am billigst, bin. — Wiederverk ges. Deutsche Fahrrad-Industrie, Richard Driessen, Hannover- Launsbach, den 12. Februar 1904. 0717 JC 2245029 JC 30163980 JH 44 556910 Dezember 1903: Vermögen Ende Dezember 1903: Gewinn-Rücklagen Ende 1903: AuS Vers.-Verträgen gezahlte Beträge, Kapitale und Renten bis Ende Gesamt-Versicherungs-Summe Ende 1903: Lebens-Persicherung Jt 111137 290 Unfall-Versicherung X 216474020 Haftpflicht-Versicherung M 708 165104 vaterländische Lebells-LttßchttNgs-Miell-GeseWilst zu Ktöerfeld. Grund Kapital: Mk. 9 000 000.— Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Vaters, Großvaters und Schwiegervaters Hcrlil Heinrich Schneider Werkmeister sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. .lE-runft erteilen der Vorstand in Elberfeld, ferner der ^aupl-Agent für Gießen und Umgegend, Herr Otto JLutt in ließen, Grunbergerstraße 5, I. 1494 Todes-Anzeige Gestern abend 88/4 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem Krankenlager meine innigst geliebte Frau, unsere gute Mutter, Tochter und Nichte HHmna Seng, Oms Köhler im Alter von 27 Jahren. Giessen, den 13. Februar 1904. 1525 Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Erna! Seng und Kinder. Familie Köhler, Magdeburg. Franz Schneider Wwe. auch heuer im Monat März statt. Der Nams „Salvator** iat dar unterfertigten Brauerei als Bezeichnung Ihres Specialbieres patentamtlich geschützt und darf daher Niemand anderswoher als aus dieser Brauerei stammendes Bier als „Salvator“ bezeichnen, widrigenfalls er sich eine Verletzung dieses Zeichenrechtes schuldig machen würde. (§ 14 des Gesetzes zum Schulze der Waarenbezeichnungen vom 12. Mai 1334J General-Depositär: Carl Gottschalk, Biergrosshandlung, Frankfurt a. M. Mainzer Landstrasse 167. Telephonnummer 3223, 1516 kaufm. u. sonst. ZUuck ‘ llreMl« und billig die be| eingerichtete fachen, Broschüren L Werte liefert pvomi ISuchdruckercl von /lonrad & Koszittger 1230s in Kungcn. n Man verlmrge unsere Preise. D täglich frisch. Friedrich Voll, Hofbacker, Mäuöburg. /» k A. G. Paulanerbräu dl J (zum Salvatorkeller) MÜNCHEN. Feinste Marke — garantiert rein — hochfein im (Geschmack p. Psd. 52 Psg. 1442 ÜL F. Nassauer Neuenrveg 15. Die Student enverMu d rmg „Chattia“. 1539 Giessen, den 13. Februar 1904. Apotheker Gustav Li cb ©no hif geziemend in Kenntnis zu setzen. Aller uncl nmiet uer Versand des von den Paulaner-Mönchen eingeführten, nach der 1799 erfolgten Aufhebung des Klosters von unseren Besitz Vorgängern und uns weitergeführten, zu einer Weltberühmtheit gewordenen Specialbieres Salvator Red Karline LlMjeJU Stern Jjßint' Idampftr von 9ted Star Linie in Antwerpen, Carl Retter in Giesten, 401 Bleichstrasie 8, parterre, H. Klippstein in LangSdorf 'Prima |clb,t einoe,TU * 4 XUIU Sauerkraut, Salz- u. Esfig-tzturkeu empfiehlt 15uö| I. Marker, Goetbestr. 54. Die Beerdigung findet Montag den 15, Februar, vormittags 11 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre lieben E. M. E. M., A. H. A H, E Ph. E Ph. und A. M. A M. von dem am 12. Februar 1904 in Darmstadt erfolgten Ableben ihres unvergesslichen A. H. i