Samstag 13, Februar 1804 154, Jahrgang Erstes Blatt Abg. Bömelburg (Soz.) wünscht genauere UnsaN- Meichstag *) (Beifall.) „ . Nach. Bemerkungen des Abg. v. Kulerski (Pole), einer Entgegnung des Grafen Posadowsky und einer Mrhe persönlicher Bemerkungen vertagt sich das Haus auf morgen K^jkü. n!ner der Üandslände uÜCi des Verbandes u»g ihrer Gc Halls- Aer Krieg zwischen Japan und Jußland. Vom Kriegsschauplätze trafen heute früh folgende Telegramme auf unserer Redaktion ein: Petersburg, 13. Februar. Admiral Alexejew telegraphiert: Das Mariuetransportschiff Jenissei, das sich zur Mivenlegnng auf der Fahrt befand, ist am 11. Februar infolge einer Explosion gesunken. Der Kommandant Stephan», ein Maschineningenieur, LMidshipme« und 92 Manu sind umgekommeu. London, 18. Februar. „Moruing Post" meldet aus Washington vom 12. d.M.: Die japanische Gesandschaft erhielt spät nachmittags ein Telegramm, iu dem von dem Verluste der Japaner bei Port Arthur gesprochen wird. Es wird nämlich mitgeteUt, 4 Japaner seien getötet, 54 verwundet nud zwar nur an Bord der japanischen Torpedoboote, während die andern japanischen Kriegsschiffe unbeschädigt geblieben find. Die japanische Gesandtschaft teilte dem Reuter- Bureau mit, daß nach einem Telegramm vom 11. d. M. zwei japanische Handelsdampfer, die privaten Gesell- schäften gehörten, von 4 russischen Kriegsschiffen umzingelt und beschösse» wurden. Der eine japanr- sche Dampfer wurde zum Sinken gebracht, der andere ist entkommen. Berlin, 18. Februar. Dem „Berl. Tgbl." zufolge wurde Major v. Forster beim Leibgreuadier-Rgt. in Frankfurt a. O. nach dem russisch - japanischen Kriegsschauplad Bekanntmachung. Jakob Ferber scheidet aus dein Institut der Dienst- /nänner aus und hat die Aushändigung der von ihm hinterlegten Dienstkaution beantragt. Mir fordern deshalb diejenigen, welche Ansprüche an diese Kaution aus der Eigenschaft des Ferber als Dienstmann erheben zu können glauben, auf, solche bei Meldung deS Ausschlußes binnen 8 Tagen bei unS vorzubringen. Gießen, den 12. Februar 1904. Großherzoglickes Dolizeiamt Gießen. Hechler. g UIU> B-i.d-KeA SKK Rußlands Rüstungen. Ein kaiserbich-er Nkas ordnet an, die Truppen und Institutionen des sibirischen Militärbezirks in Krie g s - bereitschaft zu setzen, sowie die im Nucken der Statt- Halterschaft befindlichen Trupveuteüle kriegsmäßig zu ergänzen. Gleichzeitig wird befohlen, zum aktttzen Dienst uro ........ ....------- die Reservemannschaften der Armee und der Marrne Wenn diese sich nicht zu energischen Unfallver- allen Provinzen des sibiriscyen Militärbezirks und, soweit Hütungsmaßnahmen verständen, werde er dem Bundesnötig, aus den Provinzen Wjatka und Perm ernzuberufen, rat eine Vorlage unterbreiten, die ihn ermächtigt, gegen ebenso sämtliche Reserveoffiziere im Kaiserreich, welche zur bie Genossenschaften mit Awangsmaßregeln vorzugehen. Komplettierung der T.mppen bestimmt sind. . Tie Admiralität bereitet die Entsendung emer neuen Division vor, die aus den fertig gestellten Panzerschiffen Borodino, Alexander HL, Suwaroff, ernem Torpedoboot und dem Transportdampfer Kamschatka besteht. Tie wehrpflichtigen russischen Studenten der ausländischen Hochschulen sind zu den Waffen einberufen worden. Aus Kvhlengeschäftsrreisen verlautet, daß die russische Flotte im fernen Osten nur für 20 Tage Kohlen hat und daß die Japaner bis zu deren Ausnutzung nichts besonderes weiter gegen die russische Flotte vornehmen werden, da sie ohnehm nach dieser «eit aufhört, für alle militärischen Unternehmungen em mitsprechender Faktor zu sein. Eine Meldung des „D-attY Erpreß" aus Shanghai behauptet, die Russen seren schon jetzt ohne Kohlen, was unwahrscheinlich ist. ES steht aber fest, daß die Chinesen den Missen Kohlen verweigerten. auch für die Unfall- und Jnvaliditätsversicherung empfehle sich die freie Aerztewahl. Abg. Gamp (Rp.) schließt sich der Anerkennung der Rechtsprechung des Reichs-VersicherungsamteS voll und ganz an. Tast sich die Landwirte weigern, die UnsaN- verhütunqsvorschriften zu befolgen, sei unrichtia. Auch die gestrige Behauptung des Abg. Molkcnbuhr über die Zunahme der Unfälle in den landwirtschaftlichen Betrieben sei unrichtig. „ , , .. , ... Abg. Tr. Becker-Offenbach (nl.) nimmt die Aerzte gegen die Borwürfe und Uebertreibungen deS Abg. Molkcnbuhr in Schutz und schließt sich dem Wunsch des l Abg. Trimborn an, durch Vorträge und volkstümliche Schriften Propaganda für oie Versicherung der Handwerker zu machen. Redner empfiehlt ferner die Errichtung staatlicher oder städtischer mediko-mechanischer Institute zur Aufnahme von Unfallverletzten. Notwendig sei die Ausdehnung der Krankenversicherung auf Tienstboten und LandAbg. Spahn (ZtrZ bestreitet die Richtigkeit bei Zahlen, welche Graf Posadowsky gestern über die Darlehen an die protestantische und katholische Korporation geil Wj tvfen ink. »»»:’■ Mr. n u n h „ ^nb beä o6”»t '"9en «, b n S6' «Pit fee t lfat8 &'Ss 1,1 «MM " ^czianals ein llt Sehern in L.t Hlt> daß er vor prciivilligen- |lh0 ln Suez einge» geben habe. .. Staatssekretär Graf v. Posadowsky erklärt, die Hinzuziehung ärztlicher Sachverständiger zu Sitzungen tm Reichsversich-ei-ungsamt werde in wohlwollende Erwägung gezogen werden. Don der SMytigtett der Beronstatiung hugienischer Vorträge sei er überzeugt und habe sich mit dem Kultusminister ins Einvernehmen gesetzt zur Errichtung eines Lehrstuhls für gewerbliche Krankheiten. Man p7n Hch-7 Tchlff ^um "Zin^n" gebracht bEukratifche «pp°- bee der Russische Truppen trafen in Niutschwang ein, um die St^t ^ntenfessietz^ g zi g B (To„f.) erklärt, alles gegen einen etwaigen Angriff der Japaner zu verteidigen. Ehrenrettung der Aerzte Gesagte unterschreiben zu Ve Japan-r sotten die Eis-nba r.bei P ML«. mit Miauen Ä- thur unterbrochen haben. Die lapanischx Flotte ve Mißtrauensärzte genannt werden müß- wegt sich noch in der Nähe von Port Arthur. Ein neiiei I, Partei sei durchaus gewillt, für die Unfall- Angriff^der Japaner auf die Festung wird )eden Augenblick t n^,S^ P ^^^^lichen Betrieben Sorge zu In Ch arbin wurde dieÄ^ilmachungSkundgebung ^ötneIburd (Soz.) wünscht genauere Unfall- von der Bevölkerung mit Begeisterung, voller Riihe und 0- ® v Unfallverhütung, der Gewerbe- Vertrauen zur Macht Rußlands ausgenommen. - Die Ja- staunt. tShti.tcmb böberer rxiner verließen die Stadt. Infolge der Einberufung der Militärpflichtigen und Abreise der Chinesen herrscht großer Mangel an Arbeitern und Dienstboten. Mühlen und Werkstätten schränken den Betrieb ein, die Lebensmittelpreise teigen täglich Die Eisenbahnbeamten bitten um Unter- | tühungen, um ihre Familien heimschicken zu können. Die chinesische Behörde bringt in einer Verordnung an die Eingeborenen den Russen vollkommenes Vertrauen entgegen und gibt den Rat, der Gesetzmäßigkeit und dem Ahntze der Russen zu trauen. Bei der Bevölkerung und den Eitenbahn- AngesteNteu herrscht Begeisterung und Pflichttreue. Zahlreiche Frauen melden sich zum Krankenpfleg^ienst. Am Hospital wurde ein' Krankenpflegekurs eröffnet Ter Verkehr der Expceßzüge ist eingestellt, ebenso der Dampfschiff- Verkehr nach Dalny, Schanahoi, Nagasaki und Wladiwostok. Alexejew sandte einen Panzer und mehrere Kreuzer aus. Drei der letzteren gelten als verloren. Das Geschützfeucr dauert an. Das im Jnnenhafen liegende Spitalschiff, für welches Aerzte und Pflegerinnen eintrafen, wurde wahrend des Bombardements getroffen. In Port Arthur fanden nach einer Meldung aus Nagasaki Ruhestörungen statt. Eine Anzahl Japaner wurden getötet oder gefangen genommen In Paris glaubt man nicht an die Richtigkeit der Nach»- richt des „Daily Telegraph" von einem erneuten Angriff derJapaneraufPortArthur und die Zerstörung dreier russischen Kreuzer. Aus Petersburg wird berichtet: Der Generalstab der Marine erhielt eine Information aus Port Arthur, wonach sechs tapanlfche Kriegsschiffe bei dem Angriff auf Port Arthur unerhebliche Havarien erlitten hatten. Auf japanischer Seite sollen 50 Mann gefallen und 150 verwundet worden sein. ~. Eine japanische Flotte von 15 Schiffen ist m bcr| Nacht vom 10. zum 11. ds. auf der Höhe von Tschnnwangtao; gesehen worden. Offiziell wird in Tokio gemeldet, daß d^r Dampfer Muk den von der chinesischien Osibahn-G'sell- schaft und der Dampfer Rossia von der rusftschien Handelsschiffahrtsgesellschaft von den Japanern ge- ^Aus amtlicher russischer Quelle in Niutschwang wird nach Tientsin gemeldet, daß bei der Seeschlacht vor Port Arthur die Japaner ein Schlachtschiff verloren haben, daß ein japanischer Kreuzer manövrierunfähig gemacht und ein kleineres ja- Hygiene als Unterrichtsgeaenstand müßte bedeutend hKrer Wert beigelegt werden. Tie Ausstellungen für die Wohl- fahrt der Arbeiter müßten in allen größeren Städten er- richtet werden. , , t.e Abg. Erzberger (Ztr.) wünscht, daß die Berufsgenossenschaften für die Unfallverhütung Mittel aufwenden; mehr als bisher sollten technische Aufsichtsbeamte von den Berufsgenossenschaften angestellt werden. Er befürwortet die weitergehendc Gewährung von Darlehen aus den Mitteln der Jnvalidenversicherungsanstalten zu gemeinnützigen Zwecken, besonders an Baugenossenschaften. Abg. Sachse (Soz.) polemisiert gegen den Vorredner. Tie Vertrauensärzte, besonders die der DerufSgenossen- schaften, ließen sich bei der Abgabe von Gutachten vielfach nicht allein von den Grundsätzen der Mssenschaft leiten. Staats ekretär Graf. v. Posadowsky empfiehlt Vereinfachung des Geschäftsganges. Empfehlenswert seren Preisausschreibungen für Erfindungen wirklich prak^scher Unfallverhütungsmaßnahmen. Viel besser als der Bezug einer Rente sei die Erhaltung der Gesundheit. Dm größten I sei die Zahl der Unfälle im Bereich der Berufsgenossen. entsandt. , F „ v , Die russischen Schlachtschiffe „R e t w r s a n" und „Z ä - sarewitsch" sind wieder flott geworden. Der Kreuzer „Pallada" sitzt noch festi Die Pariser Ausgabe des „Newyork Herald" bericktet aus Port Arthur: Der Kreuzer „Pallada" liegt immer noch außerhalb des Hafens. Die Havarien sind sehr schwer. Der Zkreuzer befand sich beim Angriff der Japaner außerhalb des Hafens, als ein Offizier vier Torpedoboote herankommen sah, welche sich der russischen Signale bedienten. Der Offizier teilte dies sofort dem Kommandanten der „Pallada" mit und sprach die Ueberzeugung aus, daß es japanische Schiffe seien. Der Kommandant, welcher dies anscheinend nicht glauben wollte, gab sofort Befehl zur Gefechtsentwickelung. Von den vier japanischen Torpedobooten wurden drei mit zahlreichen Leuten an Bord in Grund gebohrt. Das vierte, welches 28 Knoten in der Stunde fahren.kannte, entkam. Die Japaner versuchten alsdann bei Red- zeva, 80 Meilen nördlich von Port Arthur, zu landen, wurden aber mit schweren Verlusten zurückge- schlagen. Ein neuer Landungsversuch wurde daraus bei T a l i e n w a n unter dem Schutz der Flotte unternommen, aber durch heftiges Feuer der Festung Port Arthur vereitelt. Endlich versuchten die Japaner beiPi- a e o n b a i zu landen. Es waren 36 japanische Schiffe anwesend. Man weiß aber noch nicht, ob dieser Versuch mißglückte. Tausende von Personen verlassen Port Arthur. Die Japaner versuchten ferner am letzten Dienstag, an der schmälsten Stelle der Halbinsel Liautuna am Ende der Duffebucht Truppen zu landen. Ziel des Landungsversuches waren wahrscheinlich Kintschau und Taüen- wan. Die Operation scheiterte vollständig und es scheint daß zwei japanische Regimenter, denen die Landung glückte, vollständig vernichtet wurden. Ein der Londoner japanischen Gesandtschaft aus Tokio ^gegangenes Telegramm besagt: Alle U eberlebend en von den russischen Kreuzern „Wariag" und „Kore j e tz" und dem gekaperten Transportschiff „Sungari wurden an Bord der vor Tschemulpo liegenden englischen, französischen und italienischen Kriegsschiffe ausgenommen. Es heißt, der russische Gesandte in Söul, Pawloft, fy&e bexx amerikanischen Gesandten ersucht, die Ueberlebenden Mittels rweier der vor Tschemulpo liegenden amerikanischen Trans- vortdampfer nach Schanghai oder Tschifu zu bringen, nach- hprn sie zuvor in Nichtkombattanten verwandelt worden soi?n Ferner schlug der französische Geschäftsträger tn Söul dem dortigen japanischen Gesandten vor, dre Leute aus dem französischen Kreuzer „Pascal" nach Tschifu zu befördern, nachdem sie ihr Wort gegeben hätten, nicht am ftrteqc teilzunehmen. Der japanische Gesandte wurde ermächtigt dem Vorschlag unter der Bedingung zuzustimmen, daß die Ueberlebenden nach Schanghai gebracht werden und Rußland sich verpflichtet, ihnen nicht zu geitatten daß sie sich während des gegenwärtigen Krieges nordwärts 0011 Nach Ewungen ^aus Schanghai haben die japanischen vor Bort Arthur am 11. d. M. ihre Aufstellung künftig ncränbert, daß ihre Geschosse bis zum Junen- oiiifieteti und Privatgebaudc trafen. Die Russen versuchten ohne Erfolg die japanische Flotte-von chrem vorteilhaften Standpunkte zu entfernen. Mmiral v-»«g»tzretS: monaluchPi., viertel« jährlich Mk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6o Pf.; durch diePostMk.L.—viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die Tageönumnrer bis vormUtag» 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12 Pf^ auSwärtS 20 Pfg. Verantwortlich für den polit und allaem. Teil: P. Wittko: für .Stadt und ßmür und „GerichtSsaal": August Goetz; für den Anzeigenteil: Hans Beck. Rr. 37 »rf»eint täglich außer SonntagS. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechiel mit den, hessischen Landwirt die Stetzener Zamilien- hlStter ölennal in der Woche beigelegt. /Rotationsdruck u. Verlag der Brühl'schen Unwers.-Buch-u.Steln- druckerei. Ot Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstratze 7. Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen. Fernfvrrchnnf ckluß Nr. 51. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger v Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ■Ul Küche. n Abgeordneten« üwirlichafttlchen al der Geilüis.'tzer- aus Hal heule eme mtcr cm Hejetz über n Wcjljaien und der eutigen Landtags, dalteur siorfanty abgegebenen Stimm« )idal Günther, LüÄ« nen. ani. L. Februar 1904. , du E>iv^ei;og - und Retzdenzjtadt n Xitel eines Algerier Bezirlskasse Groß- :er, wurde auf jein langjährigen treu ge- t und ihm aus dieseni rdienslordens Philipps yoh. der Großherzog § auf sein Nachluchen Kroßherzog reifte Krankenlager des Prinzen Heinrich. Holge eines Falles ttert Nach ärztlicher obwohl Äechneigang e stehen. Eine äugen- er Verband der Ber- Heßen-Naßau h'elt , A« i«8 2*! i d-m WW“ dir Smocht« TtS-**' liessen undden tt Odenlvatdcs. - .ider bell» n llarfc e giftet des Reiches. , „ 1ch - । Prof. Sering legte in einem längeren Referat dar, daß _ , , _ . s a I buräh die Statistik die überlegene Militärtauglichkeit der länd- Die Beratung oes Etats des Reichs am ts deS Bevölkerung exakt nachgewiesen sei. Zunächst ist wich- Innern wird bei Kapitel „Reichs-Berstcherung.amt fort-! 5 @c^urJtgg|||cr QUf dem Lande höher ist Nv 1 sübrt auS der Umstand, daß als in der Stadt, etwa im Verhältnis 8:7, die Sterb- bon % ^rbritcro 'Sie btm drn DcrufSgeAoss-nschaften UchkeitSjiffer dogegm niedriger. Am Dorwürfe gegen da? Reichs-Dersicherungsamt erhoben der SterblichkeitSziffer m den eigentlichen Großstädten auS, werden läßt darauf schließen, daß seine Rechtsprechung sie verhält sich zu der deS Landes etwa rote 6:5. Aber befriedigend ist. Cbeuso wie bei den Krankenkassen empfehle nur bie Geburtenziffer ist höher, sondern auch die Taug- sich bei den BerufSgenossensschaften die freie Aerztewahl. der bei der Rekrutierung Vorgestellten. Jni Gr protestiert gegen die gestrigen Vorwurfe deS Avg. Durchschnitt für daS ganze Reich beträgt die TauglichkeitS- Kversten gegen die ^^tr^uenSarzte der BerufSgenofte - ländlichen Bevölkerung, und w- fr “W: Renn man di-'m.ir-chn.t. sogar b.^.Pro, söiMbem^frata fei alte ander! aE die wirttich« DaS ergibt >mte<^B-r-i-kl-ichtigung der hdh-nr> »'buriSjiff-- VertreRlng der Arbeitcrinteressen. (Lärm bei den Sozial- deS Lande? ein Mehr von 35 666 Rekruten jährlich für die demokraten) Nicht nur für Die Krankenkassen, sondern Landbevölkerung gegenüber emer ebenso großen Stadtbevölker- ------------ „ . -l s™ unq, also die Rekruten für nahezu drei Armeekorps. Bei *) Ta unser Verlmer Vurcau un» I meitem flm schlechtesten stehen Berlin und Altona (wegen ft^Lelekm^Ate "nu^ d?eses kurze Referat vorsetzeu. I Hamburg) da; und daß diese Erscheinung lediglich der Groß- 1 Uhr. Schluß 6i/g Uhr. Der deutsche Landwirtschaflsrat nahm in seiner Schlußsitzung zunächst einen Antrag deS Prinzen Schönaich-Earolath (Sabor) an, der die Organisation eines zuverlässigen Nachrichtendienstes Über Getreideproduktion und Getreidehandel empfiehlt und bestimmte Vorschläge hierfür macht, die zunächst in einer Kommission weiter ausgearbeitet werden sollen. Die Versammlung beschäftigte sich sodann mit der Bedeutung der ländlichen Bevölkerung für die Wehrkraft des 't Telephonischer Kursbericht 3 nach der Schweiz geflohen und hat ihre vier Kinder alle!» zurückgelassen. u t Reichsanleihe do. Konsole . do . . Hessen Oberhesflpn -atten. Petersburg, 13. Febr. Es verlautet, die rttter« chaftlich, en Verb ände von Kurland, Livland n d E st l a n d hätten dem Kaiser die Stellung einer Sani- ä t s k o l o n n e für den Kriegsschauplatz auf Kosten der sucksVaninchenN — Damit war die Sache für unsere StaLt- verordncten erledigt. * P l a u e n, 12. Febr. Drei Burschen, die in der Nacht zum Mittwoch auf der Klaffenbacher Straße bei Adorf einen Mann ermordeten und beraubten, wurden in vergangener Nacht von der Polizei in Plauen fest genommen. Wie der „Vogtl. Anz" meldet, sind die Täter drei 18jährige Burschen, die klirzlick aus der Zw^ngserzich- ungsanstalt in Brönnsdorf cn'toicsien waren. Sie erschlugen den Mann lediglich. um d''e De'dung ut rauben. • Brüssel, 12. Fcbr. Infolge der anhaltenden Regengüße werden aus allen Teilen des Landes Ueberschwemm- ungen gemeldet. • Brüssel, 12. Febr. In der Angelegenheit der B e - ranbung de? Postwagens eines EisenbahnzugeS verhaftete die Polizei in der letzten Nacht zwei Brüder des schwer verletzten Banditen. • Paris, 12. ftehr. Gestern wurde auf die Klage des Direktors des hiesigen Continental-Hotel ein venezolanischer Graf wegen Unterschlagung und Betrug verhaftet. . 102 00 . 90.35 . 101.80 . 90.30 . 100.50 . 99.50 . 101 90 100.60 . 99.50 . 101.70 . 60.00 . 59.30 3O/o Mexikaner 4ie Russen äußerte der Gesandte, daß, wenn sich diese Meldung bestätige, sie von großer Bedeutung für die Russen sei, da es ihnen dann gelingen würde, ihre Flotten zu vereinigen, was für die weitere Entwickelung des Krieges ausschlaggebend sein würde. — In hiesigen russischen Kreisen zirkuliert ein M a n i f e st d e r r u s s i - chen Revolutions-Partei, worin erklärt wird, Rußland habe seine Aufgaben in einer Reform, nicht aber in ostasiatischen Erwerbungen zu suchen Jo^an sei ein freies Staatswesen, Rußland eine asiatische Despotie, der dieser Krieg das Grab graben werde. — An hiesige große Dank-Institute ist cme Pariser Mitteilung gelangt, Rußland bemühe sich dort, eine neue Anleihe aufzunehmen. Es stellten sich jebodi' der Reali- ation mancherlei Schwierigkeiten entgegen. Die indessen überwunden werden könnten. London, 13. Febr. Blättermeldungen zufolge ist noch keine amtliche Bestätigung dafür eingetroffen, daß das russische Ostgeschwader die europäischen Gewässer verlassen wolle, um sich nach Ostasien au begaben. Ebensowenig sei es wahr, daß dieses G. schwader den N 0 r d-O st - ee-Kanal bereits passiert habe. Die deutschen Be- jörden würden die Durchfahrt überhaupt nicht ge- nachlassen. ** Kinematographische Dorf übrungen des T eutschen Flottenvereins. In der Freitags-Vorstellung war die große Aula der Universität dicht gefüllt. Wie wir schon gestern sagten, glauben wir, unseren Lesern nur dringend empfehlen zu sollen, daß sie sich diese Gelegenheit, sich eine lebendige Anschauung von unserer Kriegs- und Handelsflotte zu verschaffen, nicht entgehen fassen. Das Programm zerfällt in drei Teile, deren erster >,Die Kriegsflotten der Welt" uns in neun Bildern mit den typischen modernsten Vertretern der Hauptseemächte bekannt macht. Selbstverständlich befinden sich alle Schiffe in voller Fahrt und gleiten an dem Auge des Beschauers wie in der Wirklichkeit vorüber. Im zweiten Teil verspricht uns der Kinematograph „Eine Reise in 20 Minuten von Bremerhaven noch Newyork" auf dem prächtigen Schnelldampfer „Kronprinz Wilhelm" des Norddeutschen Lloyd. Die zehn Bilder, die dieser Programmteil umfaßt, dürften in der Tat eine Attraktion ersten Ranges bilden. Im dritten Teil endlich wird uns der Kinematograph mitten hinein in die Manöver und Uebungen unserer Kriegsflotte führen; wie: „Bootaussehen und Segelexerzieren auf dem Schulschiff Mein'", „Exerzieren am 8,8 Zentimeter Schnell- feuergeschüh", „Schießübungen nach der Scheibe und Einholen derselben durch ein Torpedoboot, auf hoher See „Torpedoboote durchbrechen die Linie der Schlachtschiffe. Bootspseifen, Torpedopfeifen, Sirenen und Kanonenschüsse werden das ihrige dazu 6 c4 tragen, um uns in die volle Illusion zu versetzen, als befänden wir unS selbst auf hoher See, um uns das eigenartige Schauspiel einer üben- den und schießenden Kriegsflotte anzusehen. Schließlich sei noch verraten, daß der Kinematograph einige höchst interessante humoristische Bilder mit sich bringt, die ihren vollen Lacherfolg noch nie verfehlt haben. ** Wirtschaftsübernahme. Wie wir erfahren, Übernimmt Herr W. S ch n e i d e r ails Wetzlar anfangs März den Gasthof der neueingerichteten „Alten Post" hier. Offenbach, 12. Febr. Ein unglaublich frecher E1 n- 5ruch wurde nach der „O. Zig." in einem großen neuen Hause an der Ludwigstraße verübt. Ein dort im zweiten Stock wohnender Fabrikant war mit seiner Gattm aus einige Zeit verreist imb hatte dies an der Eingangstür zur Wohnung vermerkt. Ms nun dieser Tage daS Ehepaar , zurückkehrte, sah es zu seinem nicht geringen Schrecken, daß während ihrer Abwesenheit Eindringlinge in der Wohnung gehaust hatten; diese war in einem schauderhaften Zustand, die Betten zerwühlt und beschmutzt, und auch sonst wies alles darauf hin, daß die Gauner es sich mehrere Tage in der fein ausgestatteten Wohnung haben wohl fein lassen. Tie nähere Untersuchung wird noch ergeben, was alles gestohlen worden ist. Der Vorfall beweist, wie vorsichtig ein jeder sein muß, der auf Reisen geht und sein Heim unbewohnt zurückläßt. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den N achb a r st a a t en. Der in R ei s kir che n am Herzschlag Gestorbene beißt nicht Louis, sondern Philipp Damm. Oerichtssaat. w. Gießen, 13. Febr. Der Arbeiter Lndwia P. von Schliff, ein 87 Inbre alter, vielfach vorbestraiier Familienvater, war vom Schösfenaericht seiner Heimat wegen Hausfriedensbruchs in 2 Fällen, wegen Sachbeschädigung, ruhestörenden L ä r m e s und weil er seine Familie nicht ernährt hat, m 8 Monaten Gefängnis 6 Wochen Haft und Ueberweisnng an die Landespolizeibehörde verurteilt worden. Er verfolgte hiergegen vor der Strafkammer Berufung. Er stellte sich dem Gerichtshof als die wahre Unschuld vom Laude hin, war aber derart ange- trunken vor dem Richtertischen erschienen, daß er nach vielfachem Bemühen des Vorsitzenden, ihn zur Ordnung zu bringen, in eine Haststrafe von 8 Tagen wegen Ungebühr vor Gericht genommen werden mußte. Die Beweisaufnahme ergab, daß man es mit einem Müßiggänger und Trunkenbold schlimmster Art zu tun hatte, der in jedem Punkte schuldig ivar, dessen man ihn bezichtigte, sodaß seine Berufung verworfen wurde und er nicht nur zur Verbüßung der dreitägigen Haft, sondern auch wegen Fluchtverdachts sofort in das Arresthaus abgeführt wurde. — Der 19 Jahre alte, unbestrafte Schuhmacher Heinrich P. von Gießen war geständig, seinen Freund G. eines Sonntags im Feldschlößchen mit dem Messer bearbeitet zu haben. Beide waren mit 2 Mädchen Sonntags nach Heuchelheim gegangen, wo G. in verschiedenen Wirtschaften als Athlet seine Künste produzierte. Dabei kamen die Heuchelheimer Burschen mit den Zweien beinahe aneinander, weil sie in höchst roher Weise die beiden Mädchen beleidigt hatten Der Athlet ging nun, um den Streit mit den Heuchelheimern zu vermeiden, mit dem hübschesten der Mädchen eiligst nach Gießen zu, kehrte aber im Feldschlößchen unterwegs mit der Schönen ein, um aus das andere Paar dort zu warten, welches dann auch wenig später ebenfalls einlraf. Aus dem Angeklagten war unterwegs aus einem Frennd ein Feind des Athleten geworden, er forderte ihn auf, mit ihm auS der Wirtschaft aus den Hof zu kommen, und hier kam eS zu einer Messeraffäre. Dauernden Schaden an seiner Gesundheit hat der Verletzte nicht getragen. P. erhielt 1 Jahr 6 Monate Gefängnis. — Angeklagt wegen Feilyaltens verfälschter und v e r d 0 r b e n e r N ähr' u n g 8 m i t t e l waren die Metzger Heinrich W.'schen Eheleute von Echzell, sowie der Beihilfe hierzu der Metzgerbursche Georg R. von Echzell, jetzt beim 125. Feldartillerie-Regimcnt in Darm- tadt. Der Polizeidiener von Echzell hatte vom Frau W. in deren Laden sich Fleischwurst geben lassen, in welcher daS Nahrungs- mittel-Untersuchungsamt für die Provinz das Vorhandensein von 0,6—0,7 Prozent Stärkemehl seslstcllte. Ter Angeklagte gab zu, er habe s. Zt. seinen Burschen geheißen, Stärkemehl unter das W u r st s l e i s ch zu tun, weil dieses ein wenig gerochen habe. Heute gibt der Angeklagte nur zu, daS Fleisch sei bet der damals herrschenden Hitze beschlagen und schmierig, aber nicht verdorben gewesen. Der Artillerist be° streitet, je riechendes oder verdorbenes Fleisch zu Wurst verarbeitet zu haben. Stärkemehl habe er wohl hier und da unter das Wursl- slcisch getan, um ihm mehr Haltbarkeit zu geben. Von der in Frage kommenden Fleischwurst will der Angeklagte aber nichts wissen. Der Gerichtshof verurteilte den Ehemann zu drei Tagen Gefängnis, die Ehefran zu einer Geldstrafe von 20 Mark, event. vier Tagen Gefängnis. Der dritte Angeklagte wurde frei- gesprochen. , G. Mainz, 12. Febr. Der Redakteur des hier erscheinen den „Israelit", OSkar Lehmann, halte in seinem Blatte ein Inserat in hebräischer Sprache ausgenommen, das in Hessen unerlaubte Lose anpries. Aus Grund des § 234 der Polizeiverordnung und § 20 des Preßgesetzes erhielt er den höchst zulässigen Strasbefehl von 85 Mk. Dagegen erhob er beim Schöffengericht heute Einfpruch. Die Geldstrafe wurde auf 45 Mk. ermäßigr. () Marburg, 12. Febr. Die Strafkammer verurteilt heute den Lehrer Wilhelm Möller aus Weidenhausen wegen U e b e r s ch r e i t u n g des Z ü ch t i g u n g s r e ch t s zu 80 Mk. Geldstrafe. Der Genannte hatte im vorigen Sommer 187 Kinder in 4 Klaffen zu unterrichten, trotzdem er selbst nicht ganz gesund ivar und dringend eines Erholungsurlaubs bedurfte. Diese Ueberbürdnng des Atannes hatte zur Folge, daß er sehr nervös wurde. Während des Unterrichts verletzte er einmal zwei Knaben und ein Ätädchen unvorsichtigerweise mit dem Stock, so daß ärztliches Eingreifen nötig wurde. Bei der Urteilsverkündigung wurde bemerkt, daß Milderungsgründe zugcbilligt worden waren. Ncuclle Melinnuu'». Berlin, 13. Febr. Der dritte diesjährige Hof- ball fand gestern im königlichen Schlosse statt. Der Kaiser in der Uniform des 1. Garde-Ulanen-NegimcntS begrüßte zunächst die Damen des diplomatischen KorpS. E§ 1 war wohl kein Zufall, wenn der Monarch nut dem russischen Botschafter Grafen von der Osten-Sacken und mit den amerikanischen Herren besonders lange im Gespräch | verweilte. Eifrige Unterhaltungen pflogen auch die Vertreter ! der Großmächte unter sich mit dem Reichskanzler und dem Staatssekretär des Auswärtigen. Kassel, 18. Februar. Infolge Hochwasser? ist die Schiffahrt auf der Weser und auf der kanalisierten Fulda einge sie llt. Dresden, 13. Febr. Die ®attin eines hiesigen Grob -Jndustrielen ist angeblich mit einem Offiziers Ritterschaft angeboten. Der Kaiser h506 123] Der Mansardeust ock meines Haiises, Nordanlage 12, ist per 1. März epentl. 1. 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