General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Sietzen, Ale heutige Mummer umfaßt 12 Seite«, Ge- ,Anzeige, viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt" erscheim monallich einmal. des Ge- Derantlvortlich für den allgemeinen Teil: P. Witlko; für den Anzeigenteil: H. Beck. Rotattonsdruck und Verlag der Brühl'fchen Unwerftiaisdruckerei (Pietsch Erden), Gießen. Mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums Innern vom 31. Dezember 1903 wird auf Antrag der meindeoertretung auf Grund des Artikel 78 der Kreisordnung nachstehende Polizeiverordnung für die Gemeinde Ober-Hörgern Gießen, den 12. Januar 1904. : Die Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers. Die Grotzh. Kreisschultommissiou Metzen an die Schulvorstände des Kreises. Sie wollen dafür Sorge tragen, daß auch in diesem Jahre am Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers eine entsprechende Schulfeier stattsindet. Der Unterricht fällt an dem Tage aus. Dr. Breidert. erlassen. § 1' Spinnstuben dürfen nur bis zu der festgesetzten Polizet- stunde stattstnden. Wer über diese Stunde hinaus eine Spinnstube hält oder an einer solchen teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 30 Mark bestraft. § 2. Gegenwärtige Polizeioerordnung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Kraft. Gießen, den 12. Januar 1904. Großherzoglich.es Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. W a g n e r. des Jahres an die Errichtung eines Preßbureaus heran- gcl>en möge. Dotitische Tagesschau. Frauen im Staatsdienst. Im Fortschrittslande Norwegen besteht seit 1901 em Gesetz betr. der Teilnahme der Frauen an der kommunalen Verwaltung. Die neueste Nummer der von Helene Lange herausgegebenen Zeitschrift »Die Frau" enthält einen hüb- chen Aufsatz über die bisherige Tätigkeit der Frauen in den tädtischen Verwaltungen des Landes. Jetzt hat die Regierung zu Christi ania beschlossen, dem gegenwärtig tagenden Storting eine Vorlage zugehen zu lassen, worin den Frauen di» Staatsämter zugänglich gemacht werden. Der Beschluß ist lediglich die Folge dec im Jahre 1901 vorgenommenen Verfassungsänderung. Diese sprach grundsätzlich den Frauen das Recht zur Uebernahme solcher Aemter zu, nur sollte durch die Gesetzgebung bestimmt werden, in welchem Umfang diese Zulassung zu erfolgen habe. Die Freude der Frauenwelt wird dadurch getrübt, daß sich die Regierung in ihrer Vorlage noch nicht den Damen mit Haut und Haaren ergibt, sondern eine ganze Reihe von Ausnahmen vorschlägt. So können die Frauen nicht Minister werden. Ferner werden sie ausgeschlossen von den Polizeiämtern, von den Posten als Direktoren für Gefängnisse und Irrenhäuser, die nicht ausschließlich weibliche Insassen haben. Die Konsulatslaufbahn ist den Frauen aus internationalen Rücksichten unzugänglich. Die Bergwerksämter bleiben ihnen vorbehalten, ebenso die D'. rektorenp o sten für Landstraßen-, Kanal-, Hafen- und Leuchtfeuerwesen. Was die R ich ter - äm ter betrifft, so können in Norwegen schon jetzt FrauenalsBeisitzerund Schöffen gewähltwerden. Die Regierung ist zwar im Zweifel, ob Frauen den Forderungen genügen, die in bezug auf objektive und nüchterne Beurteilung gestellt werden müssen, aber sie glaubt doch, den Frauen den Zugang zu den Richterstellen nicht verschließen zu sollen. Sehr zugeknöpft zeigte sich das Kultusministerium, daS überhaupt keine Frauen auf den geistlichen Poften haben will. Die um ihre Ansicht gefragten Bischöfe machen geltend, daß die Zulaffung der Frauen zu Kirchenämtern gegen Gottes Wort, gegen das Augsburgische Bekenntnis und gegen alle kirchliche Ueberlieferung streite. Die theologische Fakultät will auch keine Frauen auf den theologischen Lehrstühlen der Universität, dagegen hat sie nichts einzuwenden, wenn Frauen Aemter im Unterrichtswesen bekleiden, und diesen Standpunkt nimmt auch die Regierung ein. Daß weder der Kriegsminister noch der Chef der Marine für Frauen Verwendung hat, wird niemand wundern. Polizei-Verordnung Lie polizeiliche Beaufsichtigung der Spinnstuben in der meinde Ober-Hörgern betreffend. sprachen Französisch und Englisch wird er in einer leicht faßlichen, die Bedürfnisse der Konversation und des schriftlichen Verkehrs niemals außer acht lassenden Methode von einem geborenen Franzosen und Engländer eingeführt. Tie Grundlagen der Mh.sik behandelt in der gleichen Lieferung ein hervorragender Fachmann. Der ganze Plan des großen Werkes, zu dessen Herausgabe Redaktion und Verlag einen Stab auserlesener Mitarbeiter aus den betreffenden Fach- kreisen gewonnen haben, wird in einer meisterhaft klaren Einleitung entrollt. Wir erfahren hier, daß neben der französischen und englischen Sprache, Handelswissenschaften, kaufmännisches Rechnen, Stenographie, Arithmetik, Geographie und Völkerkunde, Geschichte, Geologie und Mineralogie, Zoologie und Botanik, Photographie, Geometrie, die Grundlagen der Physik und der Chemie, Himmelskunde, Technik, Industrie, Verkehr usw. in den Lehrplan des neuen Werkes hineingezogen werden: gewiß em großartiger Plan, der dem nach Erweiterung seiner Bildung Strebenden, welchem Stande er auch angehören, in welcher Lebensstellung er sich auch befinden mag, die großartigsten Perspektiven für sein weiteres Fortkommen und die Bereicherung seines Wissens eröffnet. Ueber 1000 instruktive Illustrationen, Buntbilder, Zeichnungen, Karten usw. erläutern den Text und vermögen in so vielen Füllen weit mehr als lange Erklärungen zu sagen. Durch die der Bibliothek beigegebenen Modellbogen wird es dem Lernenden möglich gemacht, sich die Lehrsätze der Stereometrie und die wichtigsten regelmäßigen Körper plastisch vor das Auge zu führen. Gerade sie erhöhen den Wert der Bibliothek, die in Lieferungen ä 60 Psg. zur Ausgabe gelangen soll. , ~ . — Ter Erfinder des Telephons. Lo )uag das Telephon noch ist, so hätte man doch zweimal in diesem Monat seines Erfinders jubilierend gedenken können. Am 7. Januar waren es 70 Jahre, daß Philipp Reis m der alten Reichsstadt Gelnhausen geboren wurde, und morgen (am 14. Januar, sind es 30 Jahre, daß zu Friedrichsdorf bei Homburg starb. Er war der Sohu eines Backers und Landwirts, aus einer kurzlebigen Familie; wie er mit 40 Jahren starb, so hatte er auch seine Eltern früh verloren. Von Jugend auf interejfierte er sich für die Naturwissenschaften. Mit 16 Jatwen trat er als Lehr- Aie Kriegervereine und die Uresse. Aus Büdingen geht uns eine längere Zuschrift zu, der wir folgendes entnehmen: Bei der letzten Vertreteroersammlung des Kyss- Häuser-Burid es der Deutschen Landeskrieger- Verbände ist auch ein Antrag der Krie g er ka m e r ad- sch a f t H a s s i a zur Verhandlung gekommen, welcher von bä größten Bedeutung für das Kriegervereinswesen ist. Ter Antrag lautete: Unverbindliche freie Besprechung über die §r age, ob es zur Förderung der Kr iegervereins-Be- strebungen seitens der Verbände geboten erscheint, mehr wie seither geschehen iu Fühlung mit der Ta- aespresse zu treten Medizinalrat Dr. Vogt-Butzbach führte als Referent zur Begründung des Antrags, nachdem er eine all- aemeüie Betrachtung über den Wert und die Unent behr lichkeit der Tagespreise fiu StaaH Gemeinde und Bereinsorganisativnen vorausgeschickt, un Wesentlichen herigen Arbeitsgeleisen, so sind mir Vorkämpfer mehr in i passivem Sinne. Wir ut der Hassia aber halten jetzt die ' Zeit für gekommen, aktiv uns zu betätigen, und die Beratung soll darüber Klarheit bringen, ob die anderen Verbände des Kyffhäuserbundes ebenso denken. Wie können wir mit mehr Erfolg für vaterländische 2lufgaben wirten? Was verrrrsachte die ungenügenden Resultate bei den Wahlen? Daß den Sozialoemokraten zehntansende sogenannter Mitläufer — Unzufriedene aller Art, Mißmutige, Neidische — und die Zersplitterung der Ordnungsparteien den Sieg erleichtert haben, weiß ick. Dazu konunt aber unsere auf dreifacher Ursache beruhende Unzulänglichkeit. Diese liegt erstens in einer gewissen Zaghaftigkeit, in der politischen Arena energstch unser Programm zu vertreten, weil wir nicht Politik treiben dürfen! Tas ist falsch! Sie liegt zweitens in einer gewissen Schwerfälligkeit unserer Organisation, die, auf Freiwilligkeit gegründet, nur eine beschränkte Zahl geeigneter Persönlichkeiten hat und drittens im Geldmangel — eine Folge der fehlenden Opserwilligkeit unserer Mitglieder — auf diesem Gebiete. Auch die Krieger- verbände haben die Macht und dieNotweudigkeit derPresse für ihre Organisation erkannt. Wer diese heute entbehren will oder muß, verzichtet im Voraus aus Sieg. Ruhe über allen Wipfeln — so ist jetzt die Signatur in der Politik bei den Ordnungsparteien—Ruhe füröJabre— bei denen, die die Wahlschhacht verloren haben. Anders dagegen im Lager der Sozialoemokraten. Mit Fiebereiser stehen sie schon wieder in der Weiterarbeit — allenthalben Versammlungen. Und was wird in jeder derselben beschlossen? Weiterer Ausbau, weitere Ausbreitung ihrer Presse! Tag die Kriegervereinspresse hinsichtlich Inhalt und Art des Erscheinens nicht mehr leistet, hierfür ist der Grund Geldmangel. Zwei Wege der Besserung gibt es. Ter erste: Zusammenschluß der Verbände zur Gründung eines literarischen Bureaus, das alle vorhandenen Organe mit guten, sachgemäßen Arbeiten versorgt. Die Kosten würden vielleicyt 1 Psennig pro Kopf betragen, für die Hassia mit 50000 Mitgliedern also z. B. Ö00 Mart. Dieses Bureau müßte uns auch auf die große Tagespresse der Ordnungsparteien Einwirkung ermöglichen, die uns jetzt eigentlich geradezu totschweigü Ter zweite Weg: Die Lokalpresse des Landes zu unserer Untersrützung zu gewinnen. Die Hassia hat den letzteren Weg seit zwei Jahren beschritten und es ist ihr nirgends eine Ablehnung widerfahren. Unser offizielles Organ wird als Pflichtexemplar von jedem Verein gehalten, die Zahl der Privatabonnenten ist aber sehr klein; und so erfahren unsere 50'000 Mitglieder eigentlich durch unsere offizielle Presse sehr wenig, umsomel-r aber jetzt durch die Lokalblätter. Durch einen hier,üc bestellten Referenten unseres Präsidiums halten wir die,e Lokalpresse stets auf dem Laufenden über unsere Berbandsangelegenyeiten und Tätigkeit." (Wir müllen dazu bemerken, daß die Hassia vcrwurtderlich wenig sich, hören läßt. Und vor allein verspäten sich ihre den Redaktionen zugesandten Nachrulften ganz außerordentlich So stammen z. B diese uns erst heute zugehenden Ausführungen Dr. Vogts aus dem September v. I.! Durch Berichterstattung aber über für die Presse nachgerade prähistorisch gewordene Vorkommnisse erwirbt sich die Hassia wirklich nicht deren besonderes Entgegenkommen! D. Red. des „Gieß. Anz.") Auf Grund der Verhandlungen wurde ern Antrag Vogt-Bojanowskst welcher bafyiit geht: Die Vertreter-Versammlung ersucht den Vorstand der nächstjährigen 23er* treterversammtung Vorschläge über Errichtung eines Preßbureaus des Kyffhäuserbundes der Deutschen Landes- Kriegerverbände zu machen mit dem Zusatz angenommen, l daß der Vorftand, wenn er Mittel habe, schon im Laufe Feuilleton. Berlin, 12. Jan. Tem Schauspieler Kayßler (dem Verfasser des während des „Salome"-Gastfpiels hier zur Aufführung gekommenen Mottologs „Tie Gefangene". D. Red. d. Gieß. Anz.) war, weil er gegen das hiesige Teutfche Theater kontraktbrüchig geworden war, das Auftreten an anderen Berliner Bühnen bei Strafe, 200 Mk. für jeden !Full, vom Gericht untersagt. Tas hiesige Neue Theater wollte ihn trotzdem auftrelen lassen und die Strafe zahlen, das Landgericht hat aber durch heutiges Erkenntnis dem Antrag des Tirekiors Brahm entsprechend die Strafe für »jeden Fall auf 1000 Ml. erhöht. - Felix Philip vis neues Schauspiel „Ter grüne Zweig" wurde bei seiner Erstauffülstung int Sch auspielhause nach den ersten Akten beifällig ämfgenommen, dann abgelehnt. Es^ist em grobes Ruhr stück mit ein paar bühnenwirksamen Szenen, ermangelt aber auch der unfreiwilligen Komik nicht. Ein .Braver Buchhalter wird von der Konkurrenz in 23er- suchung geführt, Geschäftsgeheimnisse zii verkaufen, er widersteht der Versuchung- und zum Lohn dafür erhält sein Sohn, an dessen Talent er nie geglaubt, für ein .ausgestelltes Gemäloe eine ehrenvolle Erwähnung. Es siegt die Tugend und es füllt sich zugleich das Portemonnaie. Tie Ausführung des Schauspielhauses war durchgängig vor- trefftich. (Frkf. Ztg.) Bibliothek des allgemeinen und praktischen Wissens. Herausgabe von Emanuel Müller- Baden. Deutsches Verlagshaus Dong u. Co. Es ist ein großangelegtes, die höchsten Erwartungen erweckendes und, wenn man nach dem Vorliegend eit einen Schluß ziehen darf, auch erfüllendes Werk, dessen erste Lieferung. wcr hierdurch anzeigen. Dem Studium und Selbstunterricht in den hauptsächlichsten Wissenszweigen und Sprachen für Kaufleute, Gewerbetreibende, Beamte u]iü. ‘ to-ul es dienen, und zwar nach dem alten, aber niemals -veraltenden Grundsätze, daß wir alle für das Leben und nicht für die Schule zit lernen haben. Mitten in dre prak- tischen Bedürfnisse des Lebens sülch: denn auch, schon der Inh ast der ersten Lieferung den Stud iereitden hinetn. Mll den Elementen der beiden wichtigsten fremden Kultur- folaeuües aus: „Tte Hassia hat schon auf dem letzten Vertretertage auf dieses Lirbeitsgebiet hinaewiesen, aber keine Gegenliebe gefunden. Es schien, als ob die Berbätide von eurer aemeinsanren Arbeit in dieser Hinsicht zurzeit noch nichts wissen wollten. Trotz der uns zu teil gewordenen Ablehnung sind wir doch, in diesem Jahre wieder mit ernom Anfrage gelontmen, da wir von der überaus großen 2Lrchtlg- feit dieser Frage überzeugt sind. Wir bezeichrren uns selbst als Vorkämpfer für Dionarchie, für Käst er und Reich, für den Reichs ged anken wie für das angestammte Fürsten- hrus und das engere Vaterland. Bleiben wir in den seit-«daß Kie löUiche Wißyandiuug eines Schülers vor Kericht. Elberfeld, 11. Jan. Ein Prozeß beschäftigte heute das Schwurgericht. Oberlehrer Teditius an der Realschule zu Barmen soll ein ehr strenger Lehrer gewesen sein. Obwohl dec Tirekkor oes Lehrerkollegiums wiederholt durch Rundschreiben ausgefordert hatte, körperliche Züchtigungen möglichst einzu- chränken und Teditius mündlich getvarnt halte, soll dieser rennoch seine Schüler oftmals gezüchtigt haben. Es soll eine Gepflogenheit gewesen sein, die Knaben mit der linken Hand vorn an den Aufschlägen des Rockes, kurz unter 1mg in ein Färb Warengeschäft, wo er manche Gelegenheit hatte, seinem Lieblingsstudium nachzugehen. Später bildete er sich zum Lehrer aus imb trat irrt Jahre 1858 als Lebrer in das Garnierscl)e Institut in Friedrichsdorf ein, in dem er selbst seine erste Erziehung genossen hatte. 1859 verheiratete er sich Schon im Winter 1857/58 beschäftigte sich Reis, wie aus seinen Briefen hervorgeht, mit dem Gedanken der Erfindung eines Telephotls, auch den Namen verwendete er schon; int Jahre 18*0 trat er mit dieser Erftndung hervor. Freilich behandelte er sie damals noch als eine Nebensache. Er hatte eine Arbeit über die Gehörwerkzeuge vollendet und im Zusammenhang damit einen Llpparat erfunden, durch welchen es möglich wurde, die Funktionen der Gehörorgane klar und anschaulich zu machen. Mit eben diesem Apparat konnte man aber auch Töne aller Art durch den galvani- cheu Strom in beliebiger Entfernung repro - >u zier en. Reis machte seinen Apparat Aum erftenmale bekannt durch eine Vorlesung im physikalischen Verein zu Frankfurt, das also gewissertnaßen als Taufstätte des Telephons zu bezeichnen iftS Im Jahresbericyt die;es Vereins für 1860/61 ist denn auch der Vortrag ab ged ruckt und der Apparat nachgebildet. H-ieruach nahm Reis noch verjchiedene Verbesserungen an dem Apparat vor und demonstrierte denselben auf der Naturforscherversammlung hier in Gießen am 21. Seplember 1864; aber das feindselige Verhallen des Professors Poggendorf ließ ihn nicht zur Geltung kommen. Obgleich das Telephon viel- jach in populären Schriften und !vgar in einem Lehrbuch der Physik erwähnt wurde, kam es doch allmählich in Vergessenheit. Tem Erfinder machte es seine sch'wachc Ge- jmlbheit und wohl auch Mangel tut kommerziellem Sinn unnroglich, die 23vrteile daraus zu ziehen. Erß als Graham Bell, der den Apparat bloß verbesserte und die prattische Berivendung desselben einleitete, die Ehre der Erfindung für sich allein in Anspruch nahnt, erinnerte man sich in Teutschland des wirtlicheti Erfinders, dem die Pstorität und oas erste Beroienst dann von niemanden abgejprochen werden konnte. Ein ReiSscher Originalapparat befinoet sich im Berliner Reichspost-Muscum. Seine Wilwe und seine Tochter erhieltest die Ehre des Prytaneums, sie beziehen einen Gehalt von der Reichsregierung. D „Giehc,v. Kamiliendlätter" werden dem Nr. 10 Ziestes Blatt. 154. Jahrgang Mittwoch 13. Januar 1004 “ ~ Eichener Anzeiger dem Halse anzufassen, sie in die Höhe zu heben und an die Mond des Klassenzimmers zu drücken, sodaß der Kops nach hinten und oben gedrängt wurde. Tann versetzte er dem Knaben eine Ohrfeige. Tadurch zuctten die Knaben stets zusammen und schlugen heftig mit dem Kopfe an Die Wand. Zu den Schülern des Teoitius gehörte Dir 13- jährige Quintaner Wallher Dusche, So^n emcs Landwirts. Busche war hochausgeschossen, iö.pertich sehr gut enuviaelt — er zählte zu den besten Turncrn der Kla,,e — geizig aber wencg begabt. Teditius erteilte in der Qumta Sieojeiu unterricht E-s erregte seinen Zorn, bajj Busche beim Rca-en- unterricht die Ziffern, die er an die Tafel zu schreiben hatte, ichief schrieb. Deshalb mußte Busche oftmals vor die Tafel treten und die Zissern ausschreiben. Sobald er diese schier schrieb, soll ihn Teditius in der geschilderten Weise geoyrfergt haben. Am 8. Januar 1C03 von 8—9 Uhr erteilte Tedrtius wiederum in der Quinta Rechenunterricht. Busche mußte Zahlen an die Lasel schreiben. Teditius sah vom Katheder aus, daß Lnscle die Zahlen schief nach oben geschrieben hatte. Er ries den Knaben zu sich, ergriff ihn am Rockkragen, drängte ihn an einen Sa-ranr uno versetzte ihm eine Ohrfeige, daß der Knabe mit dem Kopf an den Schrank flog und dieser dadurch ins Wanken geriet. Teditius trat alsdann mit dem Knaben zur Lasel, stellte ihn in sehr erregtem Tone wegen des scyiefen Schreibens Lur Rede, faßte ihn nochmals am Hal,e, drängte ihn an die andere Seite des Kla.senzimmers, vers.tz.e ihm darauf wieder eine Ohrfeige, sodaß der Knabe mit lautem Anprall an die Wand flog Teditius so.l den Knaben derartig heftig am Halse gepackt haben, daß ihm der K.agen zerrissen sei. Barsche war nach diesem Vorgang sehr abgespannt. Er klagte in der Spielpause feinen Mitschülern, 5aß er Kopfweh habe und wohl nicht zum Turnunterricht Lommen werde. Als Busche am folgenden Tage in die Schule kam, bemerkten ferne Mitschüler, daß er auffallend blaß ausjehe und zittere. Er klagte über heftigen Kopfschmerz. Als er nachmittags in dre Turnballe tarn, setzte er sich auf einen Bock, da er einen Schwindelanfall bekam. Er alitt plötzliche vom Bock herunter und fiel einem Mitschüler in die Arme. Tie Knaben setzten Busche auf einen Stuhl und brachten ihm ein Glas Wasser. Mich ehe er dies trank, mußte er sich erbrechen. Tie Knaben führten ihn darauf sogleich zu reiner in Barmen verheirateten Schwester. Dort konnte er sich nicht mehr auftecht hatten, er schleppte das linke Bein nach Tie linke Seite war gelähmt. Er wurde sofort zu Bett gebracht und mußte sich wiederholt erbrechen. Er klagte außerdem über Schwindelan fälle. Am 10. Januar v. I. wurde ein Arzt gerufen. Dieser stellte fest, daß der Knabe an Influenza leide. Ter Patient wurde immer schwächer und mußte unaufhörlich das Bett hüten. Nach einiger Zeit trat eine Gehirnhautentzündung hinzu, und schließlich stellte sich vollständige Erblindung ein. Endlich am 3. Juni 1903 erlöste der Tod den Knaben von seinen Leiden. Ta den Aerzten das Krankheitsbild nicht klar war, fragte etwa zwölf Tage vor dem Tode der Vater den Knaben, was diesem passiert sei. Ter Knabe erzählte nun, daß er von Teditius in der geschilderten Weise mißhandelt worden sei. Teditius habe ihn mit hochgestelltem Daumen unter das Kinn gestoßen, sodaß er mit dem Hinterkopf an die Wand an- geprallt sei. Ta er jetzt seinen Tod vor Augen sehe, wolle er es sagen, damit seine Mitschüler es besser hätten. Ter Vater teilte dies dem Direktor der Realschule mit. Dieser begab sich sofort an das Krankenlager des Knaben, und nun schilderte dieser dem Direktor in gleicher Weise den Vorfall. Daraufhin wurde gegen De- oitius Anzeige erstattet. Tie Aerzte, die den Knaben behandelt haben, gaben ihr Gutachten dahin ab, daß der Lod durch einen Stoß auf den Kopf erfolgt sei. Ter Gerichtsarzt Tr. Brann war der Meinung, dag die Mißhandlung des Walter Busche sehr wahrscheinna) eine G^hirn- entzündung hervorgerufen habe, an welcher der Knabe gestorben sei, mit voller Sicherheit könne aber dies nicht behauptet werden. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die Influenza die elgentliche Ursache für die Entstehung der tödlickten Gehirnentzündung sei. Aus diesem Anlag tonnte die Anklage nur wegen vorjätzlicher, in Ausübung seines Lehramtes gegen einen Schuler begangener Körperverletzung auf Grund des § 340, Ab;, i des Str.-G.-B. gegen Teditius erhoben werden. Dieser stand deshalb vor einiger Zeit vor der Strastammer des hiesigen Landge- gerichts. Nach beendeter Beweisaufnahme beantragte der Staatsanwalt sechs Monate Gefängnis, während der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Primave.i für Freisprechung plädierte. Ter Gerichtshof ertlarte sich aber nach längerer Beratung für unzuständig, da die Möglichkeit vorliege, daß der Tod die ur.ächliche Zolge der Mißhandlung gewesen fei. Tie Sache mußte daher vor das Schwurgericht verwiesen werden. Jetzt hat auch, wie wir bereits in unserem heutigen Frühblatte meldeten, dieses den Oberlehrer fr ei gesprochen. Soweit der uns ijeutc vorliegende Elberfelder Bericht. Man wird zunächst ausstihrlichere Referate über den Verlauf der SchwurgerichtsvirhanDlung abzuwanen haben. Bemerkenswert dunkt uns jedenfalls, daß Oberlehrer Teditius als ein „sehr strenger Lehrer" bekannt ge- toejeit ist, daß der Leiter der Anstart sich veranlaßt gesehen yxt, Teditius mündlich zu verwarnen, mrd daß trotz- >em die Malträtierung Dult Schülern fortgesetzt worden ein soll. Also mit direktorialen Verwarnungen oder Rund- chreiben an das Lehrerkollegium ist wenig getan. Es muß jedenfalls unseres EraaftcnS von Grund aus mit dem S y ft e m d er Z u cyt igu n g in schulen, in Volksschulen wie in den höheren .schulen, gebrochen weroen. Im „Tag" war kürzlich eine schier begeisterte Preisung des Segens der Schul-Prügelslrafe, aus der Feder eines Päoa- gogen, zu lesen. Es mag zugegeben lmroen, daß unter gewissen Umständen, wenn jeues andere Mittel der Erziehung versagt hat, der Stoa in Wirksamkeit treten muß. Rur sollte die Züchtigung eben die Aus na hme bilden unD mindestens von der auSorüalichen Zustimmung des Anstaltsleiters anhängig gemacht werden. Ter Stock gehört nicht ins Aia,fenzunmer, und ebensowenig gehört es sich, daß eine Züchtigung vor den Mitschüler n vollzogen wÄo. Solche Bestrafungen können nur auf Ro h h ei l veraumgle Gemüter einen schlimm en Einfluß üben, sie können in diesen Zuschauern der O^etutLon Schadenfreude und, was noch bedenklicher ist, Den Trieb der Nachahmung tvecken. Andere Schüler wieder von zarter Empfmdung uno feinem Ehrgefühl empfangen einen im ychen ^rabc peinlichen Eindruck. In manchem Elternhaus halt man mit grogter Sorglichteir Embrucke wwr.ger, i^ntuyc te von den jt\n* dern fern — wa§ hier aufgebaui uito g-p^gt wird, darf es die Schule vernichtenl' uuf das aike^rengiie sau) die noch vielfach gebräuchlichen ZlK--t.gungen ourcy Schlage ins Gesicht, auf die Hände, Zerren an den Ohren — schwere, langjährige Mittelohr- Entzündungen finden oft dadurch ihre Erklärung — in den Schulen zu verbieten. Es kann die Disziplin nicht untergraben, wenn von Zeit zu Zeit alle Schüler einer Anstalt nicht nur auf das Recht, sondern auf die Pflicht sofortiger Beschoerde in diesen Fällen hingewiesen werden. Ein gewohnheitsmäßiger Prügelausteiler kann, nack-sern seine verhängnisvolle Neigung erkannt worden, nicht rasch genug aus dem Lehramt entfernt, ehe er ein nicht wieder gut zu machendes Unheil anrichtet. Aus uni) Hmii». (**) Burkhardsfelden, 12. Jan. Tie Schweine- verficherungsgefellfchaft hielt hier dieser Tage ihre Generalversammlung ab. Tie Wahl des Vorsitzenden ging recht stürmisch vor sich; es kam zu allerhand Trohungen und der Ausgang war der, daß der bisherige Vorsitzende nicht miedergewählt wurde, sondern sein Amt einem anderen Mitglieds übergeben mußte. Sim anderen Tage rief er aber eine neue Generalversammlung ein und behauptete in dieser, daß in der ersten Versammlung Männer ihre Stimme abgegeben hatten, die nicht mehr dem Verein angehörten. Tatsächlich hatten sich in jener ersten Versammlung Leute befunden, die ihre Mitgliedcrbeiträge seit einiger Zeit nicht mehr gezahlt hatten, weil ihnen die bisherige Geschäftsführung nicht behagte. Sie betrachteten sich aber noch als Mitglieder des Vereins, da von ihrem Austritt bisher keine Rede gewesen ist. In der ziveiten Versammlung ergab sich nun bei dec nochmaligen Wahl des Vorsitzenden Stimmengleichheit und das Los entschied schließlich zu Gunsten des bisherigen Vorsitzenden. Dessen Gegner erkannten aber diese zweifache Wahl nicht an, und es scheint sich ein Rechtsstreit auS der Sache entspinnen zu wollen. o. Homberg a. d. O., 11. Jan. Der seit einer langen Reihe von Jahren am hiesigen Amtsgericht wirkende Hilfsgerichtsschreiber Fleischhauer wurde als stellvertretender Gerichtsschreiber nach Michelstadt i. O. versetzt. Mit der Wahrnehmung der Dienstoerrichtungen eines Hilfsgerichtsschreibers bei hiesigem Gericht wurde der Gerichtsschreibergehilfe Wagner zu Offenbach betraut. § Hirzenhain, 12. Jan. Tas Buderus'sche Eisenwerk erfährt in den nächsten Tagen eine Vergrößerung, indem eine Fabrck für Kochgeschirr, Badewannen u. s. w. in Betrieb fonunt Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Nach Mitteilung des statistischen Amtes ist die Volkszahl für den Stadtkreis Frankfurt a. M. unter Berücksichtigung der seit der letzten Volkszählung polizeilich gemeldeten Zu- und Abwanderungen, sowie des entsprechenden Ueberschuffes der Geburten über die Sterbefälle am 1. Januar 1904 mit rund 312 000 anzunehmen.__________________ vermischte». • Ein en grausig en Fund machten Arbeiter auf einem Grundstück am Grünen Wege in Berlin. Als Rohrleger im Keller ein Kniestück aus der Leitung Herausnahmen, fanden sie darin Fleisch- und Kn och en stücke, die von einem menschlichen Körper herzurühen schienen. Nun sah man auch im Müllkasten nach und entdeckte hier und weiterhin in der Rohrleitung Teile eines neugeborenen Kindes. Kriminalkommissar Heßler begann sofort mit den Nachforschungen. Das Kind scheint von einem 25jährigen Dienstmädchen Anna Nothnagel herzurühren, das bis zum 1. d. M. hier gewesen war und sich dann nach seiner Heimat Pitschen in Schlesien begab. Kömmlssar Heßler fand ferner auf dem Boden des Wichskastens ein Brecheisen, an dem noch Blut und kleine Holzstückchen klebten. Mit diesem Eisen hat die unnatürliche Mutter dem Kinde wahrscheinlich den Schädel eingeschlagen und die einzelnen Körperteile in das Abortrohr hineingestoßen. Auf telegraphische Anweisung wurde die Nothnagel in der Heimat verhaftet. * Was hat bie Amerikafahrt des Prinzen Heinrich gekostet? lieber diesen interessanten Nachklang zur Reste des Bruders des deutschen Kaisers wird berichtet: Aus dem jetzt dem Reichstage vorliegenden Rechenschaftsberichte über den Tispvsitionsfonü des Reichskanzlers rnteresfierte in den Vereinigten Staaten der Posten von 56 655 Mark, den die bekannte Amerikareise des Prinzen Heinrich dem Teutschen Reiche gekostet hat. Obgleich der königlichen Kronkajse der gleiche Posten zur Last fiel, so gibt das bocij nur einen Ausgabenetat von noch nicht 28 000 Lollars für eine verhältnismäßig große Reise eines kaiserlichen Punzen mit großem Gefolge. Bisher sind noch keine Ausstellungen erfolgt, was dieser Besuch den Vereinigten Staaten gekostet hat, aber ganz gewiß ist diese Rechnung mit dem Zehn-, ja Zwanzigfachen der fraglichen Summe noch nicht annähernd ausgeglichen! Fanden doch einzelne Feste statt, die jedes allein mehr verschlangen als 28 000 Dollars, gar nicht zu reden von dem luxuriösen Extrazuge, den die amerikanische Regierung stellte, um dem Prinzen wahrend der ganzen Tauer )einer Anwesenheit (21. Februar bis 11. März) auf seinen Reifen bis tief in das Innere des Landes zu dienen. Uebrigens ließ sich der Prinz sofort nach seiner Ankunft von seinem Banlier noch die Kleinigkeit von 20 000 Toll, als „Ta.chengeld" auszahlen, uub es scheint nicht, daß er viel davon noch mit nach Hause gebracht hat. — Tas Reisen in Amerika ist eben selbst für sparsame Leute ein recht kostspieliges Vergnügen! Kertchtssaal. Halle a. S., 12. Jan. Wie die ,Saaleztg/ meldet, verurteilte das Kriegsgericht der VIL Division den Kürassier Otto Richter aus Halberstadt, der seine Braut, welche bei dem 'Ulajot v. Horn in Dienst stand, in der Küche gegen den Willen der Herrschaft besucht hatte, wegen Hausfriedensbruchs zu 13 Tagen G e s ä n g n i s. Crimmitschau, 12. Jan. Das Schöffengericht hat den Geschästsfnhrer der dortigen Filiale des Deutschen Textri- arbeite r -Verbau des, Albin Hecht, wegen B e l e i d i - g u n g von 75 Crimmitschauer Fabrikanten, verübt durch em Flugblatt, zu 2 Wochen Gefängnis und den üblichen Neben- straien verurteilt. Ter Färbereibe jitzer Selbmann wurde wegen Beleidigung des Hecht zu 100 Mk. Geldstrafe verurteilt. Wien, 12. Jan. Dor dem Bezirksgerichte »Innere Stadt" begann heute die Verhandlung der Klage des ehemaligen Kavallerie- Offiziers Geza M a 11 a ch i ch gegen den Advolaten T)r. Barbe r, auf Herausgabe mehrerer Kartons mit Briesen und Bildern der Prinzessin Lurje von Koburg. Re- gternngsrat Bachrach trat als Vertreter des Prinzen Philipp von Uoburg nnd oi» Bevollmächtigter des Kurators der Prinzessin, Tr. üci!.inantet, als Nebenintervenient dem Prozeße bet. Gegenüber dem Vorschläge des Richters, die Parteien möchten sich da- raiü einigen, daß die Briefe verbrannt werden, verlangte der Klageamvalt die Einholung der Zustimmiing der Prinzessin Luise. Bachrach erklärte, die Prinzefftn sei geistesschwach und man könne die Vernichtung nicht von ihrer Zustimmung abhaiigig machen, es sei genug, daß die Prinzessin diese ireundschaillichen Br,eie zu emer Zeit geschrieben habe, m welcher ihre Veriehlung gegen die eheliche Treue leider allbekannt geivorden sei. Schließlich wurde der Prozeg vertagt, um den Ueberbringer des Kartons als Zeugen zu vernehmen. Sport. — Internationale Auiomobil-AuSsteHung tn yranfiurt a. Hl. In Frank urt a. M. veranstaltet vom 19. bis 27. März unter dem Protektorat Sr. Kgl. üoh. des Prinzen Heinrich von Preußen der Verem deutscher Alotorsahrzeug-In- bufirietier und der Frankiurter Automobilklub, unterstützt durch den L.eutschen Automobilklub und Automobil Verband eine Inter- nationale Automovil-Ausstellnnq. Tte Ausstellung, die Tlotor- wagen, -Fahrräder, -Boote, -Bestandteile, Ausrüstung, Bekleidung, kurz, alles das Nötige und das Trum und Dran des sportlichen und^ verkehrsiördernden Kraitwagenbaues umsassen wird, ist m großem etile geplant. Sie veriolgt den ausgesprochenen Zweck, immer ,vettere Kreise für das Motorfahrzeug m seiner mannig- 'altigen Verwendbarkeit zu interessieren und den deutschen und ausländischen Fabriken Gelegenheit zu geben, ihre zur höchsten Voll- kommenheit gebrachten Erzeugnisse einem größeren Pnbllkiim vor- zufuhreii. Dte ^landwirtschaftliche Halle, am Ostbahnhoi gelegen, erscheint für die Ausstellung wie geschaffen. Durch einen Anbau m der Längsachse vergrößert und noch iveiler vergrogertingsiähig, enthält der geschloffene Ausstellungsraum ca. 4000 Quadratmeter, Der daran stoßende freie Platz, 15 000 Quadratmeter groß, gestattet die Voriührung zahlreicher Fahrzeuge im Betriebe. Schon jetzt sind dte rm Erdgeschoß belegenen CompartementS bis auf wenige an die angesehensten Firmen vergeben, sodaß dte fertige Ausstellung ein übersichtliches Bild des gesamten Gebietes der fDlotorfabritation ergeben dürfte. Handel und Uerkeyr. UolkswiNschasl. Berlin, 10. Jan. Ter Aufsichtsrat des Bundes der Kaufleute hielt eine Sitzung ab, welche durch zahlreiche Delegierte beschickt war. Es wurde beschloffen, ungefäumt in eine Bearbeitung der Frage einzutreten, auf welche Weise das Eindringen des Amerikanischen T a b a k s t r u st e s in die Kreise des deutschen Großhandels zu oerhrndern sei. Desgleichen wurde angeregt, Die Frage der Monopolisierung des gesamten Detailhandels mit amerikanischenr Petroleum in Behandlung zu nehmen. August Scherl, Gesellschaft m. b. H., Berlin. Das Stammkapital der Gesellschaft ist um 2 000 000 Mk. aus 12 500 000 Mk. erhöht worden. Gelegentlich der Eintragung dieser Kapitalerhöhung in das Handelsregister wird bekannt gemacht, daß die „Attiengesellschast in Firma Union, Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart, Leipzig und Berlin" in die Gesellschaft 2 Mill. Alk. Geschäftsanteile der Firma Ernst Keils Nachfolger in Leipzig mit dem Gewinnanfpruch vom 1. Januar 1904 zum festgesetzten Werte von 2 000 000 Alk. embriugt, welcher Betrag auf die bei der Kapitalerhöhung übernommene Stammeinlage an- gerechnet wird. Reichsbank. 9tm 1. Februar wird an Stelle der jetzt be* stehenden Reichsbank neben ft eile in Hamm fWestsalen) eine Retchsbank st elle daselbst errichtet, von welcher die Reichsbanknebenstellen in Lippstadt, Paderborn, Soest und Unna abhängig sind. Vom rheinisch-westfälischen Eisenmarkt. Die Marktlage wird, wie die Z." mitteilt, andauernd vollständig von der Ungewißheit beherrscht, die über die Bildung des Stahlwerksverbandes besteht. Auch auf den Ausfuhrmarkt wirkt dieser Zustand zurück; denn obgleich es sich immer mehr zeigt, daß von Amerika sowohl in Roheisen, als in Rohstahl keine sonderliche Lust zu Schleuder- oerkäusen mehr vorhanden ist, kommt neues Geschäst doch mir langsam auf. Die außerordentlich scharfe Einschränkung der Erzeugung in Amerika hat dort für Roheisen einen deutlich erkennbaren Ausgleich geschaffen. Für Rohstahl ist die Lage ganz ähnlich. Japans Handelsverkehr. Der Handel mit Japan wir«, durch die kostspieligen Kriegsvorbereitungen sehr geschmälert. Schon seit Oktober hat der Export aus Deutschland nach Japan uach- gelafien. Im Jahr 1902 war der Handelsverkehr mit dem Lande noch günstig; die Einfuhr bewertete sich auf 17,8, die Ausfuhr auf 49,8 Mill. Akk. Diese Höhe wird für 1903 kaum erreicht worden ein, da schon in den ersten Akonaten das Geschäft sehr ruhig verlief. Zittau i. S., 10. Jan. Hier sand eine Versammlung de> Materialwarenhändler von Zitlau und Umgegend statt, die einberufen war, um Abwehr maßregeln gegen die Atono- polisierungsbestrebungen der deutsch-amerikanischen Petroleum gesellschaft zu treffen. Die versammelten Materialwarenhändler richteten an den Rat der Stadt die dringende Bitte, der Petroleumgeselljchast die „Genehmigung zu ihrem Petroleumtankwatzen-Verkehr aus Gründen der Feuergefährlichkeit, der Geruchbelästigung, Der Hemmung Des Verkehres in unseren Straßen, ferner um Den sauberen Charakter unserer Stabt als FremDenstaDt zu wahren unD weil em BeDürffüs zu Dieser Art Des Petroleumhandels, der in seiner jetzigen Gestalt den Ansorderungen weitaus genügt, nicht ooxliegt, sondern vielmehr aus oben genannte Weise die Petroleum-Gesellschaft zum Schaden unserer Stadt das Privatmonopol errichten will, zu verjagen, wie dies auch m Dresden, Leipzig, Chemnitz, Döbeln, KoUblis geschehen ist". Märkte. () Kirchhai«, 12. Januar. Der heutige erste Rindvieh- und S ch w e i n e m a r k t in diesem Jahre ließ sich ganz gut an, denn schön während des ganzen gestrigen Tages hatte ein reger Verkauf geherrscht. Ausgestellt waren über 400 Haupt Großvieh und 100 Kälber. Besonders gut bezahlt wurden frijchmilchende Kühe. Auch der Schweinemarkt war gut besahren. Ferkel kosteten 16—20 Mk., Läufer 30—40 Alk. und größere Schweine 80—120 Mark per Paar, je nach Größe und Qualität. Meteorologische rveobachtungen der Station Gießen. c O 4 Wetter S. SSE. 12. 12. 13. Niedrig Höchste Regen Regen Regen 743,4 742,7 737,5 - c 90 96 95 Januar 1904. •B M3 2“ 9“ 7’1 te Temperatur am 11. bis . . 11. , 12. Januar 4- 1,4b C. 12. , — 2,6" L. 4- 0,0 4,2 + 1,0 4,7 + 3,8; 5,7 Braut-Seide 7519 — Zollfrei! — Muster an Jedermann! — Seidenfabrikt. Henne berg, Zürich. Die schmutzigsten Schürzen, Kuchen- und Leibwäsche tau« von teinem Waschmittel leichter, rascher und bequemer gereinigt, werden, als durch Kochen mit der überall jo beliebten Gioth's Teigjeife. Giebt der Wäsche einen angenehmen Geruch. Preis per Paket 20 Psg. Fabrikant: I. Gioth, Hanau a. 2)L Bekanntmachung zur 92‘/lo1057 46. vm 918 93 49. vm 465 952 94 50. vm 2184 95 5i. vm 1767 96 52. vm 1876 97 vm 53. 1876 98 vm 54. 1699 99 55. vm 1250 100 56. vm IE/,. 1254 57. vm 2856 291 58. vm gestellt: Flächen- 1202 292 59. vm Bekanntmachung 919 295 60. vm 1. 706 46 VI 2. 888 59 VI 3. 865 60 VI 4. 1434 76 VI 5. 1518 77 VI 6. 4415 78 VI 7. 5044 51 vm 8. 3750 540 53 vm 9. 2922 59 io. vm Gießen 2847 ii. vm 60 2428 12. vm 61 a) 1571 62 13. vm 2266 63 14. vm C) 1255 64 15. vm 1454 65 16. VIII 1560 66 17. vm 1505 67 vm 18. 1001 vm 68 19. 1032 69 vm 20. 2684 70 2i. vm 1965 71 22. vm 2255 72 23. vm 2342 73 vm 24. Kiefern- Fichten- Eichen- 2430 74 25. vm C5 1287 75 26. vm Q 1217 27. vm 76 ti 1096 77 28. vm K S 61 & Festmeter rm 1095 78 29. vm 20160 230 300 1. 1872 30. vm 1711 31. vm 80 2 laut Ehefrau des Friedrich Meßbrief) Germer in Klem-Linden nutzt zu. Gießen, den 5. Januar 1903. Der Großh. Kreisrat des Kreises Gießen. I. V. gez: Dr. Kranz bü hier. Kenntnis der Beteiligten. Gießen, den 9. Januar 1904. Grvhherzognche ucgeimeisteret Gießen. Mecum. Siibmifswns-Berkauf bereits gefällten Kotzes. Nr. 92 trennt geboten werden. Lich, den 9. Januar 1904. Großherzogliche Bürgermeisterei. Heller. Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle 764 qm (laut Meßbrief) die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die gmue Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle die ganze Parzelle 2. 3. 4. Die Großh. Bürgermeisterei Gießen hat namens der Stadt Gießen auf Grund des Art. 22 des Enteignungs- gesthes vom 26. Juli 1884 (in der durch Art. 279 des Aus- fllhrungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch gegebenen Fassung) Antrag auf Enteignung folgender für das Haupt- siel uud die Kläranlagen der städtischen Kanalisation Grundstücke und Grundstückteile W, Resenthal, Lrebigstraße^lS^^^ »18. 40 rm 2’/z m lang Vetr.: Antrag auf Enteignung von Gelände in der Gemarkung Gießen für das Hauptsiel und die Kläranlagen zur Kanalisierung der Stadt Gießen. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir Lenz, Wilhelm HL in Klein- Lmden Lang, Elisabethe in Klein- Lmden Rinn, Elisabethe geb.Weigel, Eheirau des PH. Rinn IIL in Klein-Linden Rinn, Friedrich, in Klein- Lmden Rinn, Katharina, Ehefrau des Phil. Jung XVII. in Klein-Linden Weigel, Ludwig IX. und Ehefrau, geb. Lenz, in Linden Schaum, Johannes Ehefrau, Elisabethe, geborene Weigel in Klein-Linden Lenz, Johannes XL Ehefrau, geb. Germer in Klein-Lmden dieselbe Weigel, Karl in Klem- Linden Jung, Kaspar V und Ehefrau geb. Weigel in Klein- Lmden Weigel, Elisabethe in Klein- Lmden Schäfer, Anton Ehefrau Elisabeth geb. Weigel in Klem-Linden Weigel, Ludwig XI in Klein- Lmden Jung, Johann Ludwig V in Klem-Linden derselbe Langsdorf, Wilhelm imb Ehefrau geb. Weigel in Klem-Linden dieselben Grundbuchmaßiger Beansprucht Eigentümer wird Schaaf, Otto in Gießen derselbe Gewerkschaft Gießener Brann- steinbergwerke, vormals Fernie m Gießen Bekanntmachung. Mit Dezugnalime auf die Bestimmungen in Z 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1884 geborenen Militärpflichtigen, oiöie diejenigen, welche dieses Alter bereits uberschrlilen, aber |id) zur Atuslerung lisch nicht gestellt haben, oder bei der Musterung in 1903 zuruckgeflelli worden sind, und entweder ui Gregen ihren ge- eßlichen Wohnort Haden, oder als Siudenien, Gymnasiasten und »Zöglinge äußerer Lehranstalten, oder als Haus- u>id Wirisihaits- beamic, HandlungsgehMen, Lehrlinge, Handwerksgeiellen, ^lenfl- boten, Fabrilarveiler oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Flamen in die Rctrutieruugsftammrollc m der Zeil vom 15. Januar bis 1. Februar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier ,m Zimmer Nr. 13 zu melden, und dabei, wenn sie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein, welcher von dem betrcftenden Standesamt zu erwirken iu, und, wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren lwsungsschein vorzulegen. Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, dap Diejenige«, welche die Anmeldung unterlaßen, sich zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder nut Halt bis zu bret lagen belegt, von der Teilnahme an der Loj»mg ausgeschlossen, und ihrer enomgen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zur Zett der Meldefrist abwesenden Minlärpflichligen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brot- oder gabrilyerren zu dieser Anmeldung verpflichtet. Ferner wird bemerkt, dag Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen, auf Grund des § 32, pos. 2, Lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bet der Bürgermeisterei dahier vorzubrmgen sind; verspätete Gesuche können keilte Berücksichtigung finden. ’ Giepen, den 2. Januar 1904. 306 Gropherz. .t r x-u.„ermeifterei Gießen. I. V.: Eurschmann. Btkannlmachung. Betr.: Antrag auf Enteignung von Gelände in der Gemarkung Gießen für das Hauptsiel und die Kläranlagen zur Kanalisierung der Stadt Gießen. Angebots, ‘ r • «n k c) Anträge auf Ausdehnung der Enteignung bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, _ n d) Anträge aus Aufrechterhaltung bestehender Lasten (Artikel 19 des Enteignungsgesetzes) bei Meldung des Ausschlusses mit solchen, e) Anträge auf Einrichtung ooer Unterhaltung von Anlagen, welche für die benachbarten Grundstücke zur Sicherung gegen Gefahren und Nachtelle notwendig sind oder notwendig werben, bei Meidung des Ausschlusses mll solchen, |) etwaige noch unbekannte Ansprüche und Rechte an an das zu enteignende Grundstück bei Meidung des Ausschlusses mit solchen in dem genannten Termin oder schon vorher bei dem Unterzeichneten schriftlich oder mündlich vorzubringen. Zugleich werden die Eigentümer beziehungsweise deren Rechtsnachfolger oder gesetzliche Vertreter aufgefordert die Namen dritter Personen, welche als dinglich berechtigte oder wegen sonstiger Rechtsverhältnisse bei der Enteignung beteiligt sind, sofort nach Zustellung der Bekanntmachung dem Unterzeichneten mitzurellen, widrigenfalls sie sur deren Ansprüa)e gemäß Art. 27 Abs. 2 des Enteignungs- gefetzes verantwortlich werden. Tie Unternehmerin wird zu dem Termin unter dem Rechtsnachtell vorgeladen, daß im Falle ihres Ausbleibens Verzichtleistung aus Forisetzung des Enteignungsverfahrens ! unterstellt, und sie mit den bis dahin entstandenen Kosten belastet^ ^^>ntümer ber abzutretenden Grundstücke müssen von der Zustellung dieser Bekanntmachung an zu neuen | Anlagen oder zu einer von der bisherigen bezw. der ge-' wohnlichen abweichenden Art der B-cwirtjchaftung die Genehmigung des Unternehmers einholen, widrigenfalls eine Entschädigung demnächst nur insoweit verlangt werden kann als durch die Veränderung auch für den öffentlichen Zweck, für welchen die Enteignung geschieht, der Wert des Geländes erhöht worden ist. k gtäumt der Eigentümer einem anderen von dem Zeit- vunkt der Zustellung an ein dringliches Recht an dem zu enteianenden Grundstücke oder ein persönliches Recht aus dessen Benutzung ohne Genehmigung des Unternehmers ein, so steht jenem anderen eine besondere Entschädigung Bezeichnung O.- des Nr. Grundstückes Bezeichnung D.- des Nr. Grundstückes Schäfer, Georg und Ehefrau 369 qm (laut geb. Loos in Gießen Mefjbrief) Teigler, Fritz und Ehefrau 294 qm (laut geb. Vogel in Gießen Noll, Louis Ehefrau, Luise geb. Schmehl in Gießen Lang, Georg II. Witwe, Anna in Gießen Rübenschneider Brockel- u. Scheibenmühlen Häckselmaschinen Viehfutterteffel Viehsutterdämpser Schrotmühlen, Putzmühlen Buttermaschinen, Centrifugen Kartoffelquetschen Kartoffelwaschmaschinen Kartoffelsortiermaschinen £1Jauchefäffer, Jauchepumpen Waschmaschinen re. empsiehlt billigst 282 Die Pläne, aus welchen die Lage der zu enteignenden Pfarrers Johann Peter Niegelmann zu Moos und des Grundstücke ersehen werden kann, sowie der EnteignungS- Amtsschultheißen Johann Leonhard Follcnius zu Ober, antraq nebst seinen nach Art. 23 des Enteignungsgesetzes ohmen kommt stiftungsgemäß das Recht zu, die Präsentation erforderlichen Nachweisungen liegen Izu dem von Glöckner'scheu ^amilicustipcndium für vom 9. bis 23. Januar l. I. I Studierende auszuüben. Nachdem der bisherige Senwr, bei der Großh. Bürgermeisterei Gießen Pfarrer i. P. Ludwig Cellarius in Gießen, feine Stelle als während der üblichen Geschäftsstunden zu jedermanns Ein- Senior niederaelegt hat, fordern wir alle diejenigen, die auf das Seniorat Ansprüche geltend machen wollen, auf, sich bis W Tagfahrt zur Verhandlung über den Plan und die Ent- zum 1. Februar d. I. unter Vorlage der Verwandtschasts- ,chäd.gung wird anberaumt auf na^ebe, uns -u Meldern Großherzogtich^Lan^-UnwerMt. jan Ort und Stelle, beginnend bet dem Grundstück Flur VI* Nr. 44. Die Verhandlungen werden an demselben Tage nachmittags 3 Uhr und, soweit erforderlich, an den folgenden Tagen im Sitzungssaale (Zimmer Nr. 16) des Regierungsgebäudes dahier, Brandplatz Nr. 9, mit der Maßgabe fortgesetzt, daß über die Grundstücke O.-Nr. 1—20 am Montag, 25. Januar l. Js., Das nachstehende, im laufenden Winter gefällte Baunachmittags 3 Uhr, und Nutzholz soll auf dem Wege der Submission verkauft b) O.°Nr. 21—40 am Dienstag, 26. Januar l. I., werden und sind Gebote in verschlossenen und portofreien vormittags 872 und nachmittags 3 Uhr, und Schreiben mit der Aufschrift .Holzsubmission" bis spätestens O.-Rr. 41—60 am Donnerstag, 28. Januar l. I., ben 24. Januar 1904 bei der unterzeichneten Großherzogl. vormittags 8‘/2 und nachmittags 3 Uhr, Bürgermeisterei Lich einzureichen. Später eingereichte Gebote verhandelt roeroen soll. Sämtlichen Beteiligten steht es frei, I Heiden unberücksichtigt. den Verhandlungen während der obengenannten drei Tage Die Eröffnung der eingelaufenen Schreiben erfolgt am beizuwohnen. folgenden Tage, d. h. am 25. Januar 1904, vormittags Tie Beteiligten, insbesondere die Eigentümer, Pächter, hoy. auj dem Bürgermeisterei-Büreau in Lich in Gegen- Mieter, tzypotheiargläubiger oder sonstige an den zu ent- tzrr etwa erschienenen Bieter. eignenden Grundstücken Berechtigte werden hiermit aus- ^-e Anbote sind getrennt nach Waldeigentümer, Bezirk, gefordert: «v-iduna des Holzart und Sortiment, pro Raummeter und Festmeter ein- a Aus^ckftussesund Annahme ^er Einwilligung in die zureichen und zwar ohne jeden Vorbehalt. ~ allgemeinen beanspruchte Abtretung oder Beschränkung, Verkaufsbedmgungen, denen sich die Käufer stillschweigend b) Erklärung auf die angebotene Entschädigungssumme unterwerfen haben, fmd bei den betreffenden Waldeigen- bei Meldung der Unterstellung der Annahme des lüinern einzusehen. Jede Gemeinde behält sich vor, die Gebote so auszusuchen, wie ihr zur Erzielung der höchsten Gesamteinnahme und der größtmöglichsten Sicherheit für Eingang des Kaufpreises am günstigsten erscheint. Tas Holz wird auf Wunsch im Walde vorgezeigt nach vorheriger Anmeldung bei den angeführten gleichnamigen Großh. Bürgermeistereien. Das Holz ist entrindet gemessen. 100 5 50 5 26. vm 37. vm 38. vm 847,0 85 855/10 329 Weller, Kaspar IV in Klein- Linden 1201 Theiß, Elise Margarethe in 883 Klein-Linden dieselbe 39. VIII 86 610 Jung, Helene, geb. Weigel, Ehefrau des W,lh. Jung I in Klein-Lmden 40. VIII 865/i0 1195 Weller, Kaspar IV in Klein- Linden 4i. vm 87 566 Weber, Joh. Ehefrau, Marie geb.Weigel inKlein-Linden 42. vm 875/io 2275 Weigel, Ludwig IX., Ehefrau Marie geb. Lenz in Klem-Linden. 43. vm 88 1870 Jung, Johann Ludwig V. in Klem-Linden 44. vm 89 974 Jung, Johann Kaspar V. in Klein-Linden 45. vm 90 918 Jung, Philipp IX., (Johs. IIL Sohn) in Klem-Linden 46. vm 91 1780 Keller, Joh., und Ehefrau geb. Ruhl in Klem-Linden Maskenball? - suppe. 535 Wiorgens: Wellfleisch mit Kraut. Carl Kobel. I > Am 24. Jannar. CaK leid. IltfV" ' ~~ - | Zwieback duTirdesStyckthcn c». ft ramm WOWW, Capes Jacketts Abendmäntel Costüme Costimröcke Ballkleider Blusen Ballblusen Unterröcke E zu jedem annehmbaren Preise ermann 5 [^äusburg 5 Hamburger Engros-Lager 4 Schulstrasse 4. Alexander Salomon & Co. 4 Schul strasse 4. und zurückgesetzte Waren sind aus allen Abteilungen unseres Lagers unter Einkauf zu haben. Nur vom 14. bis 2Z. d. Mts. und bei sofortiger Barzahlung wird der Rabatt gewährt. ausgesetzt. Trotz billiger Preise werden noch 20 Prozent in Abzug gebracht Von Donnerstag den 14. bis Donnerstag den 21 Jannar werden äusser Kurzwaren sämtliche Artikel unseres umfangreichen Lagers einem S v Ausverkauf 345 rm Stangen an. und kaufe die Verkauf 542 Man versuche letzten Neuheiten: VELMA ™a Dessert-Chocolade MILKA Milch-Chocolade. Telephone, Autopnone, Cltophone, Induktionsapparate und Kleinmotore für Kinder Kompl. Gas-Bade-Einrichtungen, Gas-Sparherde, Gas-Radiatoren Diverse Beleuchtungskörper. Sprrtus-Clühiecht mit Brenner, vollkommenster Konstruktion sofort ab Lager biligst zu beziehen durch Höerförsterer Strupbach. Montag den 25. Januar cr^ vormittags 11 Uhr, -werden in der Dörr'schen Wirtschaft zu Erda aus den Distrikten Thallrerg, Schmiüenberg und Bteidenberg pp. versteigert: Eichen: 68 Stämme mit 73,62 fm, 24 rm Schichtnutzholz Lu.IL Kl., 40 rm Scheit und Knüppel, 87 rm Reiser und 72,5 rm Stockholz. Buchen: 1 Stamm mit 1,99 fm, 16 rm Schichtnutzholz I. Kl., 37 rm Scheit und Knüppel, Reiser. Radelholz r 138 Stämme mit 56,01 fm, 1192 L—IV. Kl. DkkZ Brennholz wird zuerst versteigert. Der /Les Nutzholzes beginnt um 12 Uhr. Grog /aus meinen echten Arrak, Kognak, Rum, oder meinen selbst bereiteten Grogessenzeu herae- ! stellt, ist ein vorzügliches Getränk ibei allen katarrhalischen Erkältungen. 495 Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. Suchard verwendet zu seinen Chocoladen nur edle, mildschmeckende Cacao- bohnen. Je edler die Cacaobohne, desto milder ihr Geschmack. Wirklich feine Produkte in Ess-Choco- laden dürfen daher niemals bitter im Geschmack sein. Holz-Versteigerung in der fürstlichen Oberförsterei 2lch. !•) Montag den 18. Januar findet die an anderer Stelle bereits bekannt gemachte Schmtrholzversteigerung statt. Nununer-Ber- zeichnis pp. wird aus Verlangen gratis und franko versandt. fr) Dienstag den 19. Januar sollen im Distrikt Kuchsstrauch versteigert werden: 212 rm Buchen-Scheiter, dabei 12 rm Werkscheiter, 5 rm Hainbuchen (rund); 11 rm Eichen-Scheiter, dabei 7 rm Werkscheiter, 4 rm rund; Knüppelholz: 65 rm Buchen, 12 rm Erchen, 1 rm Maßholder, 3 rm Aspen; 132 rm Buchenstöcke, 33 rm Eichenstöcke; 1130 Buchen-Wellen, 230 Eichen-Wellen, 10 Nadelholz-Wellen. 1 Eichen-Abschnitt, 48 cm Durchnu, 9 m lang, 1 Eichen- > Abschnitt, 48 em Durchrn., 6,8 m lang; 5 Eschen, 17 bis 27 cm Turchrn., 8,8 bis 15,2 m lang, 2,52 fm. Die Zusammenkunft ist 9‘/, Uhr vorin. im Distrikt Fuchssttauch nahe dem Alenaeshäusetteich, bezw. nördlichen Tell der Gräflich lSolms-Laubach'schen Wiesen »Langer Zug".____________________ Dampfmolkerei Giessen lao. Persyn, Schanzeustratze 4 empfiehlt täglich frische [832 zarte Kasematte M Aart _____15 Pfg. das Pfund. Ingenieur Richard Fertsch, Giessen Telephon 378. Gas-, Wasser- und Elektro-Anlagen. Seltersweg 77. Elektr. Taschenlampen KompL elektr. Klingelanlagen von Mk. L80 an. I bestehend ms Element, Klingel, Druck- ß । knöpf und 2o m Leitungsdraht von Mk. la. Schellfische Cabliau Zander Seezungen, Hecht, Steinbntt re., lägtrch frische Sendungen in bester Elspack Führe prinzipiell nur allcrfciuste, anerkannt beste Qualität. 279 C. G. JKleinhenn, Delikatessen-, Fisch- u. Geflügelhdl. Promptester Vers, nach ausw^ da nur 4 Mm. v. Hauptpostamt und den Bahnhölen. Sämtliche Fische werden aus Wunsch tadellos geputzt geliefert. Absolut wasserdichte Sticfelschmiere, Dose, 50 Pfg., empfiehlt [494 Adler-Drogerie Seltersweg 39. Otto Schaaf. Niederlage bei Fr. Hennings SelterSweg 14. silZMltl jvGcrn ! NurechtmitStempel Leonard!, Erfinder der Kugelspitzfedem^J/ täglich frisch. Friedrich Noll Hofbäcker, Mäusburg. I |eonardf^| Grotzes Musterlager in Velen und Herden Rodheimerstratze 42. J. Happel. 98 Achtung! Garantiert nächste Ziehung! Achtung! bereits am 23. Januar 1904. der Karisrnher Lotterie Gesamtgewinne tw. Mk. 2S ÖÖO Hauptgewinn Mk. 3G00 Bar Geld mit 90°/o garantiert! Kleine Loszahll [111 erhältlich bei J. Stürmer, General-Agent, Strassburg 1. E. Hier bei: Rich. Buchacker, Wilh. Semmler, Ph. Weiler.