Et "in ■ Stuttgart Motait ??s L &* 520 8 Saalei ^verkauft. 25 Karten i 2 Mark 161 Januar IM 87, Uhr: 2§8kZL§x Mül lCasö Leib). Ter Vorstand. 'denzurUebmiaiM der UM# grr jolüente Firmen ge- te ilndzweckeiiiiprechende i« Zahiungsbednigiingen ird) eine angenehme, ab- mslenz. Gesl. Angebote !, Win. 515 öeo * »*«” irijj 3«»«e,: II), P16 -ÄÄM gg»? »in edeld. HeM, »• ilschast em. oe-* unt, > F 2^törbiesclk. 524 J Nr. 10 •rfflcint tLgltch außer Sonntags. Dem «Siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem vekflschen Landwirt bte Siebener Kamtlien- Malt« orermai tu der Woct-e beigelcgt RotatlonSbrud a. Verlag de, vrü h l'ichen Univect.-Buch- u, Stein- Sructeret (Pterjch (irben) Olednkito« »ivebtno* «nd Drucker«: Echulftrahe 7. Wldreiie tüt Depeichenr Anzeiger Gtetzen. AernlvrrchanlchlußNr 51. Mittwoch 13. Iannnr 190-$ 134. Jahrgang Erstes Blatt. yezvg»pre»Sr monaiucb76Vtn viertel» jährlich Ml. 2.20; durch Abhole- u. Rrocigfteüer monatltd) 65 Pi.; durch die Post Dtk. 2.— viertel- inbrl 3uSld)L Bestellg. Annahme von Anzeige« ü, die ’iage^numm« ?tl permtliagfl 10 Uhr. ^etUnpm« total 111#, auSrodm M Ptg. löitaaieerilldb lüe der. potu. an» adgcm. Lett. P. Öiltfo. tüt .Stadl und tJanö" und ,®enct)ielaale 21 »auft © ö ö . tüt den vln» tetacntetl van« iveck. Metzener Anzeiger M General-Anzeiger 'ö Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen richtig sei. Ter bayerische Staat sei auch heute noch Eigentümer der Burg, unbeschadet des dem König von Preußen eingeräumten Mitbenutzungsrechts. Rußland und Japan. Reuter meldet aus Tokio vom 12. d. M.! Heute nachmittag hatte der Kaiser mit allen KaLinettsmitgliedern, fünf alten Staatsmännern, zwei Admirälen und General Kvdatoa eine lange Besprechung. Es heißt, in dieser Beratung sei die gestern entworfene Antwort Japans an Rußland gebilligt worden. Die Antwort wird als der letzte Schritt in den Verhandlungen be- ttachtet. Das öffentliche Interesse des Volkes an dem AuS- gang ist bis zur Fieberhitze gestiegen. Die Antwort werde wahrscheinlich Rußland um Beantwortung innerhalb einer festgesetzten Zeit ersuchen. Der russische Gesandte in Saeul habe dem japanischen Gesandten versichert, daß die Wache oer russischen Gesandtschaft nicht über 126 Mann stark sein werde. Der japanische Gesandte habe vorgeschlagen, die Vereinbarung zu treffen, um einen Zusammenst oß zwischen der japanischen und russischen Wache zu vermeiden. Der russische Ges and t e habe sich in herzlicher Weise einverstanden erklärt. Der Gesandte Japans in London bestätigt zwar, daß von Tokio an die chinesische Regierung eine Depesche gesandt worden ist, in der China strikte Neutralität im Falle des Kriegsausbruchjs anenchsohlen wurde; er glaubt aber, die Phrase betreffend die prompte Mass errergreif- ung entstand aus einer telegraphischen Verwechslung der chinesischen Sck>riftzeichen. Der Gesandte fügte hinzu, es ist entschieden nicht der Fall, daß der Krieg beschlossene Sache ist: Japan ist noch immer be - müht, Frieden zu halten. Ter chinesische Gesandte Liangscheng in Washington Ausland. Paris, 12. Jan. Auf dem heute von dem republikanischen Komitee für Handel und Jndusttie veranstalteten Bankett, an welchem -1200 Personen teilnahmen, führte Ministerpräsident Combes den Vorsitz. In seiner Ansprache wies Combes auf die Opposition hin, welche kein Mittel scheue, um eine Panik hervorzurufen und die Auswanderung des französischen Kapitals nach dem Auslande zu fördern. Alsdann kam der Kabinettschef auf den Frieden zu sprechen. Wenn Frankreich im Auslande geachtet sei, so sei dies nicht wegen seiner Stärke, sondern well es die Mission übernommen habe, die Idee der Gerechtigkeit und des Friedens zu wahren. Ein weiterer Abschnitt der Rede gatt den Kon gre g ati on en. Letztere seien, so sagte Combes, gegenwärtig beinahe voll- ständig aus Frankreich verschwunden. Das Vereins- aesetz werde im Lande geachtet trotz aller Anfeindungen des Klerikalisrnns. Innerhalb Jahresfrist würden sämtliche Kongregationen fick ins Privatleben zurückgezogen haben. Ter Ministerpräsident schloß, indem er auf das Negierungsprogramm hinwies, welches darin bestehen würde, die Gesetze zu schützen und eine Verständigung mit der Mehrheit' des Parlaments über die Frage der Trennung von Kirche und Staat herbeizuführen und den Zuständen ein Ende zu machen, welche aus dem Kongregationswesen entstanden seien. — Die Eröffnung! der Kammer hat ein ungemein zahlreiches Publikum angezogen. Rach der üblichen Ansprache des Alterspräsidenten Rauline wurde sofort die Wahl des Präsidenten vorgenommen. Brisson erhielt 257 Stimmen und ist fomit gewähtt. Ter Gemäßigte Berttand brachte es auf 219 Stimmen. Tie übrigen Stimmen zersplitterten siw. Bei der Wahl des Vizepräsidenten ist der Sozialist Jaurös durchge- fa ll en. Es erhielten Etienne von der demokratischen Union 405 Stimmen, Lockroy (radikale 269, Gerville-Reach (wild- radikall 255 und Guillain (gemäßigt) 254 Stimmen. Tiefe vier sind gewählt. Jaures erhielt 199 Stimmen. Ungefähr 50 Mitglieder der sozialistisch-radikalen Gruppe erklärten ihren Austritt aus der Fraktion. Madrid, 12. Jan. Wegen fortgesetzter Dorttäge politischer Couplets wurde gestern das Zarzuelatheater behördlich geschlossen. In anderen Theatern fanden tumultuarische Szenen statt. Ein Schauspieler wurde direkt von der Bühne verhaftet. Eine starke Gärung herrscht in der Bevölkerung. Rom, 12. Jan. Der Stadttat bestimmte für die Aufstellung des von Kaiser Wilhelm geschenkten Goethe-Denkmals ein Grundstück in der Nähe der Porta Ponciana. Bern, 12. Jan. Tie Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland dürften nicht vor Anfang Februar wieder aufgenommen werben; es ist unsicher, ob die schweizerisch-italienischen Handelsverttags- unterhandlungen noch im Laufe des gegenwärtigen Monats begonnen werden können. Wien, 12. Jan. Ter erste Bürgermeister Dr. Lue g er ist angeblich amtsmüde und wolle dem politischen Leben entsagen. Tie Ursachen seien Parteikonflikt und schleichende Krankheit. — Freiherr v. Seefried, Gemahl der Prinzessin Elisabeth von Bayern, Tocvter der Erzherzogin Gisela, ist in den Grafenstand erhoben worden. Saloniki,12. Jan. Hier sind Meldungen eingelaufen, daß bei Djumaja Bala an der bulgarischen Grenze Zusammenstöße zwischen Banden von Aufständischen und türkischen Truppen stattgefunden haben. Auch geht das Gerücht, daß in Kumanowo ein Pulverdepot von Aufständischen durch Dynamit in die Luft gesprengt worden sei. Truppen seien bereits zur Ver- stärkung abgegangen, andere würden aus Asien erwartet. Deutsches Reich. Berlin, 12. Jan. Während der Hochzeitstafel im Hause der neuen Exzellenz Grafen Stolberg-Wernigerode in Landshut brachte der Kaiser einen Toast auf das Dranpaar aus, in dem er etwa folgendes sagte: Es sei für eine Dame ein schwerwiegender Entschluß, einem OffizierdieHand zum Bunde fürs Leben zu reichen, weil der -Offiziersstand mancherlei Schwierigkeiten mit sich bringe. Roch bedeutsamer aber sei es, 'wenn eine Dame sich einem Seeoffizier vermähle, da dieser Stand noch weit folgen schwereren Eventuattiä'en ausgesetzt sein könne. Tie Braut aber möge den Schritt in Gottes Namen tun und auch: das Schwere, das ettva an sie herantreten werde, als aus Gottes franb kommend, hinnehmen. Komtesse Armgard sei nicht nur Gesellschafterin seiner Gemalin, der Kaiserin, gewesen, sondern — besonders in letzter Zeit — eine treue, liebenswerte Freundin, und ihr Scheiden vom Hofe werde eine schmerzlich fühlbare Lücke hinterlassen. Die Rede des Kaisers schloß mit einem Hoch auf das Brautpaar. Beim Abschied küßte der Monarch der Braut die Hand. Bei der Tafel saß dem Kaiser zur Rechten die Gräfin Udo zu Stolberg-Wernigerode, die Mutter der Braut. Ter Bräuttgam, Graf P1 aten - Hallermund, Oberpräsidialrat in Schleswig, wurde zum kaiserl. Kammerherrn ernannt. — Ter Kaiser empfing heute in Breslau kurz vor der Parade den Fürstbischof Kardinal Dr. Kopp. Um halb 1 Uhr fuhr der Kaiser im offenen Wagen nach der Kürassierkaserne, wo er das auf dem Kasernenhvf aufbestellte Regiment begrüßte und dann an dem Frühstück tellnabm, zu welchem die direkten Vorgesetzten des Regimentes, das kaiserliche Gefolge, sowie einige frühere Angehörige des Regiments eingeladen waren. Während des Frühstücks wurde an den drei jüngsten Ossizieren des Regiments der Ritterschlag vollzogen. Bei der Parade über die Truppen der Garnison schritt der Kaiser zunächst die Fronten ab und ließ alsdann sämtliche Truppen in Eskadron- bezw. Kompagnie-Front einmal vorbeimarschieren. Zuerst kamen die Kürassiere, es folgten die Infanterie rmd Artillerie und dann das Train-Bataillon. Nach dem Vorbeimarsch rückten die Truppen sofort unter klingendem Spiele in die Kasernen zurück. Auf dem Schießplätze fand Parole-Ausgabe statt. — Vor Beginn der Plenarsitzung im Reichstag tagte als erste Kommission die Wahlprüfungskommission. Tie Sitzungen sollen in jeder Woche am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag vormittag 10 Uhr stattfinden. Es liegen 81 Wahlproteste vor.. Die erste Sitzung wird in einigen Tagen stattfinden und sich zunächst mit der Wahl des Grafen v. Ballestrem beschäftigen. Dresden, 12. Jan. Das Befinden des Königs Georg hat sich in den letzten Tagen wesentlich gebessert, doch darf der Monarch seine gewohnten Spaziergänge im Freien vorläufig nicht unternehmen. Voraussichtlich wird der König schon in nächster Zeit völlig hergestellt sein, sodaß der geplante Besuch in Berlin zur persönlichen Gratulation am Geburtstage des Königs zur Ausführung kommen wird. — Tie Kammer befürwortete heute allgemein die Heranziehung auch des landwirtschaftlichen Betriebskapitals zur Ergänzungssteuer. Karlsruhe, 12. Jan. Der Kaiser hat laut „Südd. Reichskorrespondenz" in einem herzlichen Telegramm an die Großherzoglichen Herrschaften diese eingeladen, den Geburtstag des Kaisers in Berlin zuzubringen. Tas Großherzogspaar wird am 25. Januar nach Berlin abreisen. — Tie zweite Kammer verhandelte heute den von allen Parteien unterzeichneten Antrag, die Regierung möge im Bundesrat dahin wirken, daß den Reichstagsmitgliedern Anwesenheitsgelder und freie Fahrt gewahrt werde. Minister Schenkel erllärte, daß die Reaierung dem in dem Anttage zum Ausdruck gebrachten, Gedanken Nicht unsympathisch gegenüberftehe, zurzeit liege ern Gesetzentwurf aber nicht vor. Der Anttag wurde nach vierstündiger Debatte einstimmig angenommen. „ München, 12. Jan. In der Abgeordnetenkammer hatte Dr. Gäch in der Polemik gegen Dr. Heim eine Offertkarte vorgelegt, die von der Fichtelgebirgs- genossenschaft stammen und aus welcher der Beweis geliefert werden sollte, daß die Genossenschaft einen ungerechtfertigt hohen Gewinn aus dem Haferverkauf nahm. Dr. Gäch hatte behauptet, er habe du übrigens nicht gestempelte Karte vor sechs bezw. acht W^hen erhalten. Dr. Heim erllärt im Auftrag der Genossenschaft, daß feit August 1903 solche Karten nicht versandt wurden, und bemerkt zum Schilnsse seiner Erklärung, er müsse dem Abg. Dr. Gäch auch außerhalb der Kammer vorwerfen, daß er geschwindelt habe. Dieser Schwindel sei um so bedauerlicher, als er dadurch ein b äuer li ch e s unternehmen ins Unrecht zu setzen und zu schädigen luchte. — Der Abg. v. Vollmar, der nicht unbedenklich erkrankt war, befindet sich auf dem Wege der Besserung. Er hofft, Mitte Februar wieder an die Arbeit gehen zu — Im Ausschuß der Kammer der Reichsräte stellte Ifeute Frhr. v. Soden die Anfrage, wie das Rechtsverhältnis .her Burg in Nürnberg, welche bekanntlich die S t a m m - Iburg der Hohenzollern ist, liege. Nach seiner Aufi- sassung sei die Burg Eigentum des Staates, welcher huch Hie Baulast zu tragen hat. Im Jähre 1866 habe Ludwig II. Lern Könige von Preußen das Mitbenutzungsrecht ein geräumt, es frage sich nur noch, ob hierüber «ein gesetzlicher Akt oorliege. Finanzminister Frhr. v. Riedel -ogb zur Antw" t, daß die Ansicht des Frhrn. v. »oben teilte dem stellvertretenden Sekretär des Staatsdeparte» ments mit, daß der Kaiser von Siam das Siegels an den chinesisch-amerikanischen Vertrag an» geheftet habe und dem Ersuchen des amerikanischen Gesandten in Peking um Sofortigen Austausch der Ratifikationen stattgegeben habe. Liangcheng und Hay werden daher innerhalb ein ober zwei Tagen nach der Veröffentlichung ein Protokoll unterzeichinen, das dem Austausche der Rabifikationen gleichkommt. Tie erforderliche Bekanntmachung des Abkommens durch den Präsidenten wird sofort erfolgen. Aus angeblich bester Quelle will her Berichterstatter, der Londoner Mvrning Post erfahren haben, der russische.. Kaiser werfe seinen persönlichen Einfluß in die Wagschalch für den Frieden. Eine Beratung des asiattschen Rates seij stürmisch verlaufen und habe dramatisch geendet. Der Zar! habe, als er den Saal verließ, ausgerufen: „Bin ich der> russische Kaiser oder nicht? Bin ich der Frie-i denskaiser oder nichts Darauf habe er telegraft phisch Admiral Alexejew angewiesen, keinerlei Truppenbei wequngen vorzunehmen und keinen Schritt zu tim, ohne des Kaisers persönliche Befehle zu erhalten. (Sollte das wahr sein, so wäre es höchst erfreulich. Aber es ist wohl kaum anzunehmen, daß derarttge Dinge einem Zeitungsbericht-- erftatter sofort zu Ohren kämen.) Frovinjial-Ausschvß. Gießen, 12. Jan. In seiner letzten Sitzung am Samstag hatte sich deH Provinzialansschuß zunächst Mit dem Gesuch des K o n s u m-» Vereins Zeilb a ch, Kreis Alsfeld, um Erlaubnis znnL Betrieb einer Wirtschaft zu beschäftigen. Ter Sa^ verhalt ist etwa folgender: Am 23. Dezember 1901 bean-j tragte der Vorstand "des landwirtschaftlichen KonsumvereinN bei Großh. Bürgermeisterei Zeilbach Erteilung der Kcm^ zession zum Kleinhandel mit Spirituosen und begründet^ u. cl fein Gesuch damit, daß geisttge Getränke mir cm dis Mitglieder des Vereins verabreicht werden svtlten. Ter Gemeinderat bejahte in seiner Sitzung vom 10. Januar 1902 die Bedürfnisfrage, worauf der Kreisausschuß des Kreises Alsfeld imtcrin 14. März 1902 die Erteilung der Konzession an den Lagerhalter Joharmes Seipel zu Zeilbach beschloßt Im März 1902 mietete der Vorstand des Vereins von dem Lagerhalter Seipel ein Zimmer zur Abhaltung von Versammlungen re., in welchem auch bei dieser Gelegenheit geistige Gettänke verabreicht tour Den, ohne jedoch die be», hördliche Erlaubnis dazu zu besitzen. Auf mehrmalige An^ zeigen hin suchte nun der Vorstand des genannten Vereinq am 13. Juli 1903 um Erteilung der Wirtschastskonzesfiorl für das Zimmer nach, der Kreisausschuß wies jedoch dieses Gesuch in seiner Sitzung vom 26. August 1903 in Anbettacht! des Umstandes zurück, daß schon zwei Mrttschaften besteh^ die den Bedürfnissen von Zeilbach genügten. Gegen diesen Beschluß verfolgte nun der Vertreter des Vereins Rekurs an den Provinzicllausschuß, mit der Begründung, die Be-i dürfnisftage sei zu Unrecht verneint worden. Tas Kreise amt Msfeld bat um Abweisung des Rekurses ans den ml dem Urteil des Kreisausschnfses angegebenen Gründen. Obwohl sich In der heutigen Verhandlung die vernommenen Zeugen für die Erteilung der Konzession aussprachen, auch der Vertteter des Vereins in längeren Ausführungen seinen Rekurs begründete, indem er u. a. aus führte: es handlei sich nur um eine beschränkte Konzession, beschränktj auf den Kreis der Mitglieder, der Verein habe bereits^ die Konzession zum Kleinhandel mit Spirituosen, die An-^ zeigen seien nur deshalb erfolgt, well man gelegentlich^ der abgehaltenen Versammlung und Vorübergehenden Ge» tränle verabreicht habe, deshalb speziell ein Bedürfnis für! die Mitglieder vorliege, um sie vor Chi kauen und Anzeigen! zu schützen. Es liege auch ein allgemeines Bedürfnis vvr.j Ta Klein-FeLa, welches nur durch einen Back von Zeilbach getrennt fei, keine Wirtschaft besitze, und die Einwohner. Mitglieder des Vereins seien, konnte der Provinzialausschuß nicht ftu t*er Ueberzeugung gelangen, daß ein Bedürfnis! zur Errichtung einer weiteren Mrtschaft in Zeilbach vor- liege. Er wies deshalb den Rekurs zurück unter Verurteilung des Rekurrenten in die Kosten des Verfahrens! und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 5 Mk.7 an die Provinziallasfe. Sodann wurde über das Gesuch des Christian Walter von Angersbach, Kreis Lauterbach um Erlaubnis $um Betrieb einer Schau kw ir t schäft verhandelt. Auch oiejes Gesuch mußte mangels Nachweises eines vorhandenen Bedürfnisses abgewiesen und der Rekurrent in die Kosten des Verfahrens und zur Zahlung einer Verhandlungsgebühr von 5 Mk. an die Provinzialkasse verurteilt werden. Walter suchte unterm 17. Juli 1903 vor der Gr. Bürgermeisterei Angeröbach um die Erteilung der Erlaubnis zum Bettiebi einer Schaukwirtschaft nach. Ter Gemeinderat verneinte in feiner Sitzung vom 17. Juli die Bedürfnisfrage mit der Begründung, daß in Angersbach bereits sechs Wirtschaften beständen. Darunter seien zwei Gemeindewirtshauser, welche der Gemeinde jährlich 1012 Mk. Pacht ein» brächten und die durch Errichtung einer weiteren Wirtschaft sehr geschädigt wurden. Mit Rücksicht auf diese Verhältnisse lehnte der Kreisausschuß in seiner Sitzung voml 18. September 1903 dieses Gesuch ab. Ter Vertreter des Gesuchstellers verfolgte jedoch Rekurs an den Provinzialans- schuß nrrd begründete ihn etwa folgendermaßeu: W fet richtig, daß in Arigersbach bereits ;echs Wttlschaften ot» ständen, darunter zwei Gemeindewirtsl-äuser. Trotzdem bestehe das B^edürsnis zur Errichtung einer weiteren Wirtschaft. Tie Hosraite seines Klienten liege am (Lide des Ortes nach Lauterbach zu. Ter Durchaangsverkehr fei stark. Tie an der Hauptstraße gelegenen drei Wirtschaften genügten für diesen Verkehr nickst, well dort haltende Fuhr--,, n u c r n l) e i m, alle aus dem nahe- 'Ltetzgermeisler Theodor davon drei schenk gemacht. bergs-Musemn StaatSdruckerei Paris gemacht. emplare dem Gutenbergs-Musenm zum Ge- Wichtige Zuwendungen wurden dem Guten- seitens der Reichsdruckerci in Berlin, der in Wien und der Jmprimerie diatwnal in Durch günstige Gelegenhcitstäufc, meist in gelegenen Orte Nieder- Flor un Juni v. Fs. durch Zusatz i wähl vorgenommen. Tom seitherigen Präsidenten des Vereins, der nun schon über 10 Jahre das Vereins,chifslein zu steuern verstand, wurden seine Rücktrittsgedanken durch einige kräftige Worte des Lehrers Buß vereitelt, und mit großer Majorität erfolgte seine Wiederwahl. Auch die Verdienste des Rechners Arnold, des Schriftführers Dern und des gesamten übrigen Vorstandes wurden von den Kameraden durch deren Wiederwahl anerkannt. Ten Kameraden für das durch die Wahl bekundete Vertrauen im Namen des Gesamtvorstandes bestens dankend, gedachte Lehrer Buß nach einem kurzen Rück- und Ausblick in unserem Vereinsleben unseres erhabenen Führers, Sr. Maj. des deutschen Kaisers, sowie unseres edlen Landesherrn Sr. Königl. Hoheit unseres Großherzogs, beiden nach den trüben Tagen des scheidenden Jahres, sowie unferm Verein, ein Jahr voller Freude und Sonnenschein wünschend. Mit Begeisterung ausgenommen, durchbrauste ein dreifaches Hoch den Saal. Offenbach, 12. Jan. Ein schauerlicher Fund wurde gestern nachmittag im Hafenbecken gemacht. Von den Schlittschuhläufern, die sich dort auf dem Eise tummelten, waren schon mehrere über ein Stück Tuch gestolpert, welches aus dem Eise hcrvorragte. Bei näherer Untersuchung stellte es sich heraus, daß eine Soldatenmütze in das Eis eingefroren war. Das Aufsichtspersonal der Eisbahn hackte nun das Eis auf und man fand die im Wasser stehende Leiche eines Soldaten, die bald als diejenige des Musketiers Wilhelm Jung von der 6. Kompagnie des hiesigen Bataillons der 168cr erkannt wurde. Jung, der aus Dietesheim a. M. stammte und erst in diesem Herbst als Rekrut eingetreten war, wurde seit Sonntag, den 15. November, vermißt. Er war an diesem Tage nachmittags in Gesellschaft einiger Kameraden nach einem Spaziergang in der Restauration »Zum Nordring" eingekehrt und hatte dort einige Stunden mit ihnen in froher Stimmung verbracht. Als um 7 Uhr jene sich anschickten, in die Kaserne zurückzukehren, hatte er ihnen zugerufen, sie möchten nur immer vorausgehen, er komme gleich nach. Seitdem war er nicht mehr gesehen worden. Es scheint, daß Jung in der Dunkel, heit den Weg verfehlt hat und in den Hasen gestürzt ist. — Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern nachmittag in einem Geschäft in der Frankfurterstraße. Der dort angeslellte Gehilfe Kemmer, ein junger Mann, der erst im Herbst seine Militärzeit absolviert hatte, fiel durch den Aussteig- schacht aus der dritten Etage herab und erlitt so schwere Verletzungen, daß er sofort mfl KranlenhauS transportiert werden mußte. Man befürchtet einen Bruch der Wirbelsäule, sodaß der Bedauernswerte kaum mit dem Leben gtufknöm öer Aeöaklion. (Ruonymc Anfrage» bleibe« unbcrücksichtigtJ «tud. B. Auskunst sbureaus in Mainz sind Schimmelpfeng, <5 irgel uw» Kredilrejorm. : a b r. Sie waren bejchulbigk, o n Stärk e in e hl Fle l s ch davon kommen dürfte. (Ofsenb. Ztg.) Mainz, 11.Jan. Dar bei der 500jährigen GutenbergS- /etcr inS Leben gerufene Gutenbe rgS. M u > eum hatte sich auch im abgelaufenen Jahre zahlreicher Zuwendungen zu den verdienten Förderer des Gutenbergs-Museums, Dr. G. Forrer in Straßburg, ein äußerst wertvolles Gescke k, bc- flehend in einem alten Palimanuskript budd hislischen Inhaltes auf 29 wohlerhaltenen Palmblättern, aus einer beschriebenen Mumienbinde von Achmin in Oberägypten, wo Forrer Ausgrabungen vorgenommcn hat, aus Prob en von altägyptischem Papier, von altägyptischem Papyrus von Fayum und aus einer beschriebenen Tonscheibe (Ostrakon) mit aitägyptischcr Volksschrift. Ein sehr schönes Geschenk Hal auch Rechtsanwalt Dr. A. Tietz in Frankfurt a. M. dem Gutenbergs-Museum gemacht: es besteht außer dem Pergamentblatt eines sehr alten Frühdruckes in den außerordentlich chönen Exemplaren von 3, auch materiell heute sehr wertvollen Drucken von Mainz, Frankfurt und WormS aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Von dem Gutenbergschcn Drucke »Mahnung der Christenheit wider die Türken" aus dem Jahre 1454 hat Herr Simon Bernstein in Kopenhagen eine Facsimile-Ausgabe Herstellen lassen und Unwersitals Nachrichten. Mit einer Schrift: »Die physiologischen und pathologischen Beziehungen zwischen den weiblichen Sexualorganen und dem Traclus intestinalis, besonders bem Magen" habilitierte sich der erste Assistenzart an der Frauenklinik, Dr-. meb. Erwin Kehrer aus Gießen, an ber Universität Heidelberg als Privaidozent sür Gynäkologie. In seinem Probevorlrag sprach er über: »Tie derzeitigen Anschauungen über den Wert ber modernen Operationen beim Uteruscarcmom." Kehrer, ein Sohn des früheren Direktors der Heibelberger Frauenklinik, Geheimrat Dr. F. A. Kehrer, proino- vierte 1899 in Heidelberg. Weibliche Tierärzte in Bayern. Mit SDlinifterial- erlaß wurde vom bayerischen Kultusministerium verfügt, daß weibliche ©tubierenbe, die an ber Universität nnmatrlkiüiert sind, gleich den immatrikulierten männlichen Universitätsstubierenden die Befugnis haben, Vorlesungen an ber Tierärztlichen Hochschule zu besuchen. Die Zulassung von Damen als Hörerinnen an ber Tierärztlichen Hochschule bleibt dagegen jeweils ber Genehmigung des ftgl. Kultusministeriums vorbebalten. IInnung beau/iei zu merben. «d.cm |t$ue aber nachfolgende Beicyeiuigung die Krone aus: „Hr. A. leihet, tme es scheint, an der Schwind,ucht, und ist derselbe, wie e- scheint, in tc.neji Kräften tze.abgLLomu..n, doch dürfte er im stande - - . , v u kein, morgen wieder au|$utmen." *.m näcgfien Morgen, erfreuen. Die Ablellung der Schreibmaterialien erhielt durch > nacy Ausiieliung d^.eö xd.efteS, erwartete demgemäß dc. wurst oedältdji und itiuer Brricbwciauiig dieses Umstandes die Ware vertonst zu haben. Tiird) den Bürgermeister von Nieder- Florstadt waren damals Wurstiorlen voii jämillchen Aleygern des OrieS im Auftrage der vorgejetzktn Behörde eingeiorderl ivorbcit zum Zwecke ber chemischen Unierhictunq in Gießen. Dies war den Bietzgern bekannt geworden. Es lag also die Vermutung nahe, daß bie betreffenden Proben »beionbers präpariert" wurden für den erwähnten Zweck. Bei lex Untersilchung stellte sich heraus, daß d>e Wursiproi.'e des ersten Angeklagteii qnamuaiiD 1,2 Proz. Stärkemehl enthielt unb bie Proben des Dauernheun höchsteiis u,3 Proz. ober noch weniger, ivte ber als Sachverständiger ge- labeite Dr. Günther ans Gießen unter Gib betunbeie. Seiner Meinung nach liege un ersten /alle eine Fulschutig onenbar vor. Gme Verwechselung der Proben ILiuie bei der An und Weise feiner Untersuchungen nicht ooifonnnen. Auf die Aniiage der Venei- biqung bestätigt ber Sachverständige noch, baß m ben fogcnaimten« »■xianfmrier Würnchen' Stärkemehl bis zu 2 Proz. enthalten imb. j. ies könne aber nicht als Fälschung von gewöhnlichen Jiaiirungs- miueln angeiehen werden, da Dicic Wate ein „tufusarnfei" sei und von dem bessersituierieii Publikum ausschließlich getauu werde, und es fei bekannt, daß dic'e Ware einen Zusatz von Stärkemehl em balle. Lieber die Frage, oo die »F r a n k i u r t e r W u r >l ch e n" als Luxusartikel in Betracht lammen, entspann sich darauf ein längerer Disput mit der Verteidigung, welche diese Ware auch als gewöhnliches Nahrungsmittel betrachtet trotz des erhöhten Preises dastir. Ter auch als Sachverständiger eidlich vernommene Metzger- meister Adolf Engel aus Friedberg betont nachdrücklich, bau die Metzger im allgeiiiemeu in einer fatalen Xiage seien bei ber Wurst- zubereitung. 9ticht zum Zwecke der Fälschung, sondern um die Wurst „schnitliesi" zu machen, luürbe stets em geringer Zusatz von Skärkemehl verwendet, tute z. B. in dem vorliegenden Falle. Ter tzreis des Schlachtviehes sei ein sprechend hoch, doch ließe die Qualität des Fleisches viel zu wünschen übrig. Durch bie sogen. Mastfütterung (Mais-Mast) sei cs heutzutage unmöglich, ohne einen Zusatz des erwähnte^ Bindemittels Wurst zu machen, bie »schnittest" sei. Fast alles Schweinefleisch sei mehr ober weniger untauglich für bie Wurslherstelllnig, wenn es in unvermljchlem Zustande verwenbet werbe, weil es zu wässerig und durch ine erwähnte Fütterung zu sehr aufgcschiveinmt sei. Eine Nahrungsmittel- iälschung siege seinem Ermessen nach im Frageialle nicht vor. Aintsanwalt Münzenberger als Vertreter der Anttagcbehörde kann aus dem Tatbestand, der nicht geiüigeub auigedärt sei, well eine Vcrwechseliing ber Proben beim Transport ober sonstwo nicht ausgeschlossen sei, keinen Strafantrag formulieren, er stellt bie Beurteilung des Falles m bas Ermessen des Gerichts. Nach kurzer Beratung verwundete der Vorsitzende bas Urteil. In besten Be- Begrnnbimg heißt es: Die Beschuldigten werden von ber Anklage ber ihnen zur Last gelegten NahrimgLmittelstilschung fretgesprochen. Der verwenbete geringe Prozentsatz von Stärkemehl biene bazu, bie Wurst »schnittfesler" zu machen, nicht aber, um bas Publikum zu täuschen. Es sei ferner nicht ausgeschlossen, baß auch noch eine Verwechselnng ber eingereichten Proben vorliege. Ter Staatskasse fallen alle Kosten zur Last, einfchlteßlich ber Auslagen für bie Ver- Libigung. Köln, 12. Jan. Tas Schwurgericht verurteilte ben 22jäh. eigen Taglöhiier Decker, ber im Streit wegen eines Mädchen z w e i P e r s o ir e n getötet hat, zu 7 Jahren Zuchthaus. S p a n b a u , 12. Jan. Tas Kriegsgericht ber 2. Garbebivision verhanbelte gegen ben Leutnant Herwart von B i t t e n f e lb , gegen ben Sergeant Woischny imb ben Gemeinen Eggemeier, sämtlich ber ersten Kompagnie bes fünften Garberegiment angeljörenb, wegen Ungehorsams unb un« vorsichtige rBehanblung einer Waffe, woburch ber Tob eines Menschen verursacht mürbe. Bittenfelb würbe zu breiwöchigeni ©hibenarreft, Woischny zu breimonatlichen Ge- iangnis unb Eggemeier zu 14 Tagen strengem Arrest verurteilt. Aks SUudl uni) Sunil. Gießen, 13. Januar 1904. ** Ein Gedenktag des Regiments. Am 14. stannar begeht das Regiment Kaiser Wilhelm dre Wieder- 'kehr des Gefechtstagcs von Briare. Am 20. Dezember 18.0 ’tourbe das Regiment, zusammen mit dem 2. hcsj.schcn Retterregiment uni) der hessischen reitenden Batterie, von Orleans aus Loir auswärts emsanDt mit dem Auftrag, gegen Briare und in östlicher Richtung aufzuklären urw die Verbindung ■mit dem 7. Korps herzustellen. Unter großen Anstrengungen und unter harten Entbehrungen fochten die entsendeten Truppen in den letzten Dezember- und ersten Januartagen in der Gegend von Briare gegen einen Femd, der von Tag zu Tag Verstärkung erhielt Am 14. Januar ■griff der Gegner mit sechsfacher Uebermacht die in Briare stehenden Hessen an. Von allen Seiten eingefchlosien, schlug sich das kleine Detachement mit glänzender Tapferkeit unter fortwährendem Gefecht in der Richtung auf Orleans durch und entkam jo der drohenden Einschließung. Die Erinnerung an diesen ruhmvollen Tag wird das Regiment Kaiser Wilhelm von jetzt ab in jedem Jahre durch Schmückung der Kriegergräber auf dem hiesigen Frttdhos und durch ein kameradschchtliches Zusammensein des Lff^irrtoiPs mit seinen früheren Angehörigen, welche am Feldzuge 18/0/71 teilnahmen, feiern. •* Die Meldeformularien für polizeiliche Meldungen sind nicht nur auf dem Polizeiamt, sondern auch in den Torhäusern am Selterstor, Neustädter Tor unb Walltor zu haben. Erfolg einer Löscharbeit. Am Samstag abend ,Durbe in ber Küche der alten Klinik, Liebigstraße, ein erheblicher Schornsteinbrand mit dem Hand-Apparat »Mini- max" sofort gelöscht. (-) L e i h g e ft e r n, 12. Jan. Am letzten Samstagabend fand im Lokal des Kameraden Dern die alljährlich stattfindende Generalversammlung des Kriegervereins ,Ä? a f f i a" statt. Der Verein weist jetzt die stattliche Zahl von 85 Mitgliedern auf, welche fast vollzählig erschienen waren. Nachdem der Präsident B. Schäfer die Versammlung eröffnet hatte, wurde zur Rechnungsablage geschritten, und mit großer Befriedigung erfuyren die Kameraden, daß auch im abgelaufenen Jahre das Vereinsvermögen wieder einen kleinen Zuwachs erfuhr. Dann wurde die Vorstands- Werke die freie Durchfahrt hinderten. Das gegenteilige Gut achten des Gemeinderats sei nicht ganz einwandfrei. Sic Gemeinde besitze zwei Wirtsl)äuser, welche p- verpachte! habe. Tie größere Konkurrenz sei nicht ohne Emsl'.'.ß nuj deren Betrieb, und es sei daher erklärlich, wenn tue Gemeindevertretung sich gegen weitere Konzessionen seither stets ausgespoochcn habe. In der heutigen Veryanolung vor dem Provinzialausschuß erklärte Der vernommene «Bürgermeister von Angersbach, daß der Gemeinde rat die Bedürfnissrage deshalb verneint habe, weil genügend Wirtschaften vorhanden seien. Auf der Hauptstraße fei, Platz genug, daß die Fuhrwerke halten könnten. An der Staatsstraße von Fulda nach Lauterbach lägen drei Wirtschaften. Tie Genleinde hätte zwei Wirr,chaften zum Betrage von 1012 Mi. verpachtet und der Gemeinderat befürchte, daß diejes Pachtgeld i-eruntergehe, sobald eine weitere Wirtschaft errichtet werde. Tus Haus des Walter liege citua .500 Meter von dem Ort entfernt. Auch sei ein starker Fuhrwertsverkehr aus der genannten Staatsstraße. 2a Vertreter des Gc,uchstellers wieDeryolt im wejentlichen seinen -bereits schriftlich eingereichten Rekurs, welckfer jedoch, wie anfangs erwähnt, zurückgewiesen wuioe. Alsdann wurde die Enteignung des Geländes zum Zwecke der Errichtung einerchir urgij chen undeineropYtalmologifchenKlinitzuGictzen ausgesprochen. (Fortfetzung svlgt.- abgelegenen Gegenden, wurden zahlreiche Initialen erworben, ebenso durch den Antiquariatssiandel eine Sammlung vor über 2200 Initialen und Titelblättern. — Zwingenberg, 10. Jan. Die Dr. Saner'sche (früher Pizzala) Kinderna hr u ngsfa brik nach Geheinu- rat Prof. Dr. Biedett in Straßburg i. E. wird von hier nach Stockheim in Oberhesscn verlegt. Diese Verlegiing wird damit bedingt, daß das nötige Quantum Riiich des inniur mehr zur Ausnahme gelangenden vorzüglichen Nttlchpräparats m hiesiger Gegend nicht aufzutreiben ist. (Drstr. Tgl. Anz.^ () Marburg, 12. Jan. Bei der hiesigen Sparkasse versuchte ein junger Bursche aus Ockershausen unter Vorzeigung eines gcstohlenenSparkassenbuches ö00 Alk. abzuhehen. Der Betrüger wurde erkannt und verhaftet. — Bei dem Dorfe Cappel stürzte gestern ein Branntwein- f.ihrwerk eine sehr steile Böschung hinunter. Der Kutscher brachte sich rechtzeitig in Sicherheit, die Pferde blieben an, Gestrüpp hängen unb der Wagen wurde unten auf dem Bahndamm Nlarburg—Dreihausen zertrümmert. -f- Herborn, 12. Jan. Auf der Neubau strecke der Westerwälder Querbahn Herborn-Westerwald sind bei Uckerdorf nach oberflächlicher Schätzung etwa 10 000 Kubikmeter der Erdmafse gerutscht. Den Schaden har der Fiskus zu tragen. yrrniifditcs. • Göttingen, 12. Jan. Der Buchhalter Biisie der Getreidefirma Elchenberg ist flüchtig geioorden, nachdein er einen gefälschten Check von 6000 Mark bei der Reichsbankstelle verwertet hatte. • Oldenburg, 12. Jan. In Oberbrombach wurden infolge Pferbescheuens aus einem Wagen alle Insassen geschleudert. Eine Frau und der Kutscher wurden getötet, die anderen schwer verletzt. "Königsberg i.Pr., 12. Jan. Bei bem Ueber- schreiten der Dahme bei Gruenau brach der hier zu Besuch weilende Königsberger Kaufmann Großkopf ein unb ertrank. • München, 12. Jan. Wie bie »Münch. Post^ meldet, erfolgte die Verhaftung Seyboths, weil sein Bruder Friedrich Seyboth die Kaution von 2 0000 Mark zurückzog. • Ein ängstlicher Riese. Der Riese Machnow, der zuletzt in Berlin sich sehen ließ, hat kürzlich den Versuch gemacht, kontraktbrüchig zu werden, ist aber schon auf dem Bahnhofe Friedrichstraße wieder eingeholt und erst nach Hinterlegung einer erheblichen Kaution nach seiner Heimat entlassen worden. Warum er diesen Fluchtversuch unternahm, will jetzt das Attiften-Fachblatt „Das Programm" herausbekommen haben. Aiachnow war für sein Leben besorgt geworden; es war ihm nämlich zu Ohren gekommen, daß sein Skelett von seinem Impresario an ein anatomisches Institut für 10000 Mark verkauft worden sei. Er befürchtete nun, man würde, da er noch nicht tot war, dem Sensenmann ein bischen Vorschub leisten. Er lebte sich sogar in den Gedanken ein, daß das ihm gereichte Esten vergiftet sein könnte. Diese Wahnidee muß immer mehr und mehr feste Gestalt angenommen haben, denn er klagte auch über Magenkrämpfe und Leibschmerzen. Darum ging er seinem Manager, der für ihn nach Frankfurt cu M. und Antwerpen abgeschlosten hatte, durch., * Ter Freund des Direktors. Recht erbauliche Tinge berichtet eine Fachschrift für das Theaterwesen über die Tätigkeit eines T h e a t e r a r z t e s, der an der Sommerbühne eines recht bekannten Badeortes die Gesund- beitskontvolle über das Völkchen der Künstler und Künstlerinnen auSübt. Tiefer Arzt war ein so toarmer Freund deS Theaterdirektvrs, daß er diesem zuliebe die Mitglieder seiner Trichpe durchaus nicht krank werden lassen wollte; der iamvse Toktor wußte sie auf dem Papier immer als dienstfähig hinzustellen. So stellte er der Heroine, die sich wegen Halsschmerzen krank gemeldet hatte, folgendes Atteft aus: „Frl. O. leidet an der Rachenbräune, es steht jedoch dem Tyeaterdirektor frei, sie zu beschäftigen/' An Liebenswürdigkeit überboten wurde das Attest durch folgende Bescheinigung: ,^r. R. leidet an einer Lungen- affeftion, verbunden mit Fieber, welches gewöhnlich vormittags eintritt; es ist daher dem Direktor anheimgegeben, den Schauspieler R. des Abends auf der Bübnc zu beschäfttgen." Als analoge Atteste, die ebenfalls bei Nackstvelt überliefert zu werden verdienen, führt die „Biesl. Morgenzlg." noch au: „Ter Schauspieler B. ist angeblich die Treppe heruntergefallen iniö leidet ngeb- iich an schweren inneren Verletzungen, welche angeblich große Schmerzen verursachen sollen. Aeußerlich ist wohi am rechten Fuß eine Wunde sichtbar; wenn der Schauspieler B. aber eine sitzende Rolle hat, kann er im Thcarer immerhin mittvirkeu, aber auch sich bewegende Rollen kann die Tirektton iradi Ermeßen bem Schauspieler Bi zuweiscn." Abgesehen von dem merkwürdigen Teulsch der- Dient die aus ob^eui Scfaifjtüd sprechende humane Ge Gisiiiblilfn-Zeiluiig. __Die »Berl Polst. Nachr." melden, es sei sehr wahrschein lich, daß der elektrische Betrieb der Stadtbahn auch für den Vorortverkehr nutzbar gemacht werden könne, es scheine aber ausge- schlosseu, daß trotz des vollkommenen Gelingens der Versuche aus der Militärbahn der e l e k t r i s ch c S ch n e 11 b e t r i e b aui große Entfernungen eingesuhrt werden könne, da der Betrieb selbst aus der dafür günstigen Linie B c r I i n - D a m b u r g, namentlich weil eine neue Bahn gebaut werden müßte, sich zu kostspielig stellen würde. Fallen jedoch die Versuche, die gegenwärtig mit neuen Lokomotiven und damit sestverbundenen Wagen mit einer Schnelligkeit von 130 Kilometer aui der Lime Kassel-L)annover ftatt- sinden, günstig aus, so erscheint cs nicht ausgeschlossen, daß schon den nächsten Sommer mit der Einrichtung non solchen besonders schnellen Zügen auf einzelnen Sti-eckcn vorgegangen wird. Sommertheateidirektor den Scbau,p:eler A. zur Probe, statt seiner aber erschien der Theaterarzt mit den Worten: „Sie müssen den A. schon entschuldigen; er tann, wie ich eben gesehen habe, nicht zur Probe kommen." „Warum nicht?" „Er ist tot..." ©rrut]t5laaL ll. Friedberg, 12. Jan. Vor dem hiesigen Schöffengericht waren angctlagt der M e y g e r m e l U e r Heinrich Theodor Ains ch unb deyen Sohn Philipp Mulch, sowie der jflmilicn$lndirid]trn. Verlobte : Frieda May, Darmstadt, Ferdinand Bodenhermer. Heidelberg. Unioersiläks- und Berlagsbuchhändler Herr Alfred töpelmaim Konigl. Sächs. Leutnant d. L., Plauen L 23., mit Fräulein Gertrud Binkau zu Leipzig und Gießen. Gestorben: Herr Earl Anton Joseph, Großh. Forstmeister i. P„ Eberstadt. Herr Bernhard Schinnck, Ingenieur, Darinstadt. Frau Emilie Katz, geb. Igersheimer, Aiainz. Frau Jeanette Rothschild, geb. Marsheuner, Wiesbadeii. Frau Margarethe Spamer, geb. Winter, Witwe des Großh. Rendanten Georg Spamer, TarmflaöL Arbeiterbcnicgung. Bremen, 12. Jan. In der I u t e s p i ir n e r e i in Hem» (in g e n sind 400 Arbeiter ausständig. Sie haben wegen Lohnstreitigkeiten die Arbeit »iebcrgclegt. Jedoch steht zu er- Veivets V JütoöOönÖtilÖ dirol.t OB Private, flau vcfrpnee1 Marter von der Fabrik n*d Handlung: von Eiten & Kesssen, Krefeid. < Zusammen Es starben an: 2(1) 2 1) 2(1) . 203.50 20. 8(3) IßW 8(2) 33 (16) Summe 56 (24) \_llllllliv ' — -' ' ' ' ———————— ■ ■■ Inventur-Räumungs-Ausverkauf Lungenkalairhen (Set)intjd)lQgfluB (tarmtamvip Lebeiisschwäche VleubtlDungeii 5 t2) 3(2) 11 (5) 1 8(3) 4(1) 3 9(5) 2(2) 2 (2) 4 KD 4(1) 3 7 (5) 2 (2) 2 (2) 103.79 63.00 82.10 : 37.00 188 00 43.50 43.10 2 (1) 3(2) 7(2) 1 . 27.0t . 89.80 . 105.20 . 105 40 . 214.20 . 194.20 . 143.95 . 154.70 . 159.30 . 144.50 . 16.40 . 191.00 . 237.20 . 191.00 10125 99.50 4°/. Italien. Rente . . . 4*/,% Portugieser > . . ■°l Portugiesen. . . . 1 % C. Türken « * . . Ittrkenleee . ... 4*/o Unech. 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