Nr. 161 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen und endlich will Dienstag 12. Juli 1904 Rotationsdruck und Verlag der Brühlfch« UntverftLLtSdruckerei. 8t Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schukstr,I. Tel« Nr. 6L Telegr^-Adr.; Air-eiger Gieß«. Erscheint »glich mit Ausnahme des Sonntags. Die ..Gtetzener FamUlenblStter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hesstfche Lavdwtr^ erscheint monalltch einmal. Verwunderung Mer die „ungewöhnliche Art" des diplomatischen Verkehrs aus. Darauf gab Herr v. Witte für eine Weile Ruhe. ii schütteln sich die beiden Gegner von einst die Hand: allenfalls nut einem Acheln wird der alten Mißhelligreiten gedacht werden. Aber Graf Bülow hat doch noch etwas mehr Grund zur Heiterkeit, als fein Besucher. Denn Herr v. Witte, der das in der modernen Politik unangebrachte „Niemals'" ausgeiprochen hat, legte sogar eine weite Reise zurück, um das Wort in aller Form zu widerrufen. Der deutsch-russi- 6 nb Elsve rtrag wird Ereignis. Allerdings, das nicht em Erfolg Bulowlcher Staatskunst, sondern die Folge der Verhalttttste. Rußland revanchiert sich für Deutschlands „wohlwollende Neutralität^' im ostasiatischen Kriege, es revanchiert sich ferner dafür, .daß es unbesorgt einen Tell seiner Grenze von gruppen zu entblößen vermag, und endlich will Rußland auch für die Zukunft einen hilfsbereiten! Freund haben. Aus amtlichen Quellen gespeiste Zeitungen beteuern eifrigst: Rußland sinnt nicht auf eine neue in Deutschland unterzubringeude Kriegsanleihe. Börsianer, die nicht auf den Kopf gefallen sind, setzen diesem vltteit des russischen Entgegenkommens ohne NebenabsicÄ ein zweifelsüchtiges „Augenblicrlich" hinzu. Wev da behauptet, Ruß- land brauche rein Geld, es habe noch kolossale Reserven mit meIjy9lln9, antwortet ein Lohngelächter' der Hölle. Nein, Rußland möchte lieber heute als morgen eine nicht zu knapp' bemefsene Anleihe aufnehmen. Nur mahnen seine Vertrauens männer in der Hochfinanz immer wieder zur Geduld. Weiter sei nichts erforderlich als ein durchschlagender Wafsenerfolg Kuropatkins; dann vertraut die kopfscheu gewordene Masse oer Kapitalisten wieder dem russischen Stern. Also, ihr Brüder, siegt und ihr habt Geld in Fülle. Das ist leichter geraten, als vollbracht. Um zu liegen, muß .man.XÄeld im Kriege haben, wrrd man in Petersburg, nicht ganz ohne Unrecht, behaupten. Wie, so schreibt man uns heute aus Berlin, fangen es nur die Japaner an, daß sie bisher noch gar nicht m finanzielle Verlegenheiten gekommen sind? lieber dies Problem zerbrechen sich sogar russische Beamte den Kopf. Wir trafen lungst einen dieser hervorragenden Manner oben auf dem Srrx- n\r kühl und zugeknöpft, taute aber beim Abstieg .nach Schierke auf und machte schließlich auf der Terrasse der „Fürstenhöh" seinem Herzen Luft. Ar sprach den düsteren- Verdacht aus, daß Japan aus geheimen Duellen nicht etwa Englands, sondern der Vereinigten Staaten versorgt wurde, aus New York und Washington, und daß dies zu dem Zweck geschehe, damit die Ver. Staaten Hern a ch beim ^riedensschluß .initzusprechen hätten; außerdem wün-^ >chen die Amerikaner die Niederlage RnhlandZ, weil sie mtti ^npan sich besser zu verständigen Höften über ihre Interessen, m Ostasten, als mit den kurz angebundenen russischen Staats-- 8x3 Kmaeraden an ein ins Feld «brückendes MS™ L.L der klar und deutlich ausgesprochene Armee siegreich sein möge. Wie der rn Einklang zu bringen ist mit der /^^"^tats-Verslcherung der Regierung, das mag sich Graf Bü- ube£®Bctt- Nach dem bisherigen Verlauf des russisch-japa- mschen Krieges ist es als ziemlich sicher anzunehmen, daß die Wunsche des Kaisers für den Ruhm der russischen Waffen nicht m Erfüllung gehen und dah im Gegenteil die Japaner den segneter6aIten wcrben' obwohl der liebe GoU ihre Fahnen nicht Der Handelsvertrag. Der Präsident des russischen Minister-Komitees von Witte 8i x Ikiner Reise nach N'orderney am Sonntag abend in Begleitung der beiden für die H a n d e l s-V e r t r a g s - Verhau d l u n ge u m i t D e u t s ch l a u d bestimmten Herren, Timi- raiew und Prüeiaiew in Berlin ein. Bereits am Montag früh fand in der russischen Boftchaft eine mehrstündige Konferenz itnU. In einer Unterredung gaben die beiden letztgenannten Herren zu, daß das Inkrafttreten des neuen russischen ^011^(11:i^g in seiner jetzigen Fassung eine schwere Schädigung des deutschen Handels bedeuten würde, ^te erklärten aber, daß die D i f f e r e n z i e r u n g der Zoll- l u ß e z w e i s e l l o s fallen werde, falls der Handelsvertrag aus Grund der letzt zu führenden Verhandlungen zu stände komme. Auch die anderen Uebelstände im Verkehr mit Rußland über welche der deutsche Handel Klage führt, würden kein Hindernis bilden können, umj zu dem Abschluß eines Vertrages zu gelangen. . Später folgten die russischen Herren einer Einladung d - russischen Botsckwfters zum Frühstück. Am Nachmittag fand cTn Esien m der russischen Botschaft statt, zu welchem der Staatssekretär des Auswärtigen von Richt Hofen eine Einladung erhalten hatte. /Am Abend reisten der Minister und seine Begleiter nach Norderney zum Besuch des R e i chs ka n z l e r s. Graf Bülow und Herr v. Witte haben zunächst einen kleinen Fr iedensschluß zu vollziehen, ehe sie an die „Geschäfte" gehen. Beide Staatsmänner sagten sich zu Zeiten recht deullich die Meinung. Herr v. Witte begann mit seinen Offenherzigkeiten, als man sich in Deutschland anschickte, im Zolltarif die „Waffe" für die neuen Handelsverträge zu schmieden. Flugs ließ er, tamate no# ber Leiter der Finanzen, von seinen Leibblättern verkündigen, Rußland betrachte einen solchen Tarif mit höhe- r c n ® e 11: e i b e j ö 11 e n als eine Herausforderung. Zur gröberen Nachdrücklichkeit wurden außer diesen Preßkundgebungen eigene Worte des Ministers, in /Form von Interviews, verbreitet und dlese Äußerungen klangen womöglich noch schroffer und unversöhnlicher, .schließlich riß dem Grafen Bülow der Geduldsfaden; er drückte im Reichstage mit satirischer Spitze feine Deutschland und Wußland. Ein Kaisertelegramm. . ?erliche Kaiser richtete an den Kommandeur de§ rufst sch en Wyborg schen Regimentes ein Telegramm, in welchem er seinem Regimente Glück wünscht zu der Möglichkeit dem Feinde gegenüberzutreten. Er sei stolz darauf, daß seinem Wyborgschen Regimente die Ehre zuteil werde, für Kaiser und Vaterland und für den Ruhm der russischen Armee zu kämpfen. Das Telegramm schließt mt: ben Worten. „Meine aufrichtigen Wünsche begleiten das Regiment. Gott segne seine Fahnen." bin soldatischer Gruß des Regiments- chess an dw Angehörigen des Regiments aufzufassen, die mit gebem UdmaT^ dem Kriegsschauplatz ernsten Zeiten entgegen nur daran erinnert, schreibt der ,Lok. Anz.", daß Kaiser Wilhelm seinem e ng l i s ch e n Dragonerregiment, als es nach dem südafrikanischen Kriegsschauplätze ab* ging, /ine Depesche gleichen Inhalts sandte. Aus demselben rnn soldatischen und durchaus unparteiischen Gefühl heraus druckte Kaiser Wilhelm, wie das Blatt nachträglich erfährt, gelegentlich . der diesfährigen Frühjahrs-Parade in Potsdam dem lapanifchen Militär-Attachee seine Bewunderung über die Bravour der japanischen Truppen aus, die damals gerade die erste Probe militärischen Könnens abgelegt hatten. y Das Kaiser-Telegramm wird von der „Post" wie fvlat kommentiert: ö In russtschen Regierungskreisen weiß man, daß sich Rußland auf dw deutsche Neutralität fest verlassen kann und damit dürfte Rußland auch weit mehr gedient sein als mit einem Heraus- treten Deutschlands aus dieser Neuttalität, das ja sofort einen Weltkrieg entfesseln würde. Das Telegramm ist vor allem auf- Massen als eine persönliche Kundgebung des Kaisers an das Regiment, das fernen Namen trägt. Das Telegramm enftpringt durchaus dem militärischen kameradschaftlichen Geist, aus dem der Kaiser fein Verhältnis zu den ihm verliehenen Regimentern auftaßt In ähnlichem Sinne äußert sich das „B erl. Ta ge bl." und schreibt: Irgend welche politische Bedeutung hat diese Höflichkeits-Formalität gar nicht und wenn der Kaiser zum Schluß ■ sagt, Gott möge die Fahne des Regiments segnen, so bedeutet das noch feine Parteinahme gegen Japan, sondern lediglich den Wunsch, daß das Regiment sich an seinem Teile wacker schlagen möge. Demgegenüber schreibt die „Berl. Ztg.": Das ist nicht Zweites Blatt. 154. Jahrgang Gießener Anzeiger Cb s 2 8 S Di 3 CT er o c» 3 cd" s er 3 D xr 3 S e> n S er «o> CT n an 5 3* =3? 3 er £ $2 3 Cb D CT e D o =31 3 a 3 er A ** (31 -o 2. «u D 3 o o 3 S o rxn X2* 3- S ar* 2 S c 3 CD D 5 c? CT* 3 CD* 8 S-. D 8 3 3 rt> 5 3 CP Di 3 2. : «o * 3 Z o 3- er 3 CD «SO d -a 3 a 2 GZ 3 3 - er er 3 er «—# ® S 3 c- CD L D 3CD 3 (S CD d. §5 d rr. 3"^ er n » § = Ä 2-xr 3^ 5 3 * 3 ff I' ver » L „ 3 ^2^2 c 13 3"^ D er o 3 CP " • o? <1 SZ ' S' E oo -H, CO D 3 asctr 33 er ^Or o- 2, 3 G D O 3 3" « 2-31 3 33 D O" G o 3 d" CD CD o (Sl -- -• S" § o; er 3 3"1 I< er 3 *3-* cd cT 8 "31 2 2 E er ij. 3 o O*1 CD 3 3k § 2*. ‘ 5* ® 3 er Z 2 co 3 0 0 3 3: 3- o 5 2 3 ft 5 CD o cd O * -r 2 2. 3 D ^3 *** 3 Ufc o 2 ** 3 rr - er 3- 3 *7^(5 & » 5 3 55- -3! ' 3 ro au D —» 3^1 & - a 'Scg « 7"' O" ro CD ct 3. 0 >Lr «*• 3 Ä 3,3 @= aSSe’-ei-s ? <^3GgÄ*tgcr333^0 h - ft33o°(2G'c' c CT 3 sr» co ^1. 2 2 ■3’ O^ <0 3 Cb r» « ro 2 h- 3 ^2 3- rö 3 O *3 $ n 5 ~ • 2. w 3. Ci — • er •• II « h- p- ? II 0 3 C, J.1 er 3- er ® *—* 'S' 3 ü. ro qm 2 2'-^ Hi c <3 3 »8* - " co « L7. 2; =5 ET * XT’ er - := -K, * L 3*5-= =* 3 O re „ E »1 » * rr> O <» 3S 3 3 ^,ts Z-üZ H S--L fg » w -3? ff % 3 * co er O er •—> o _ « Sf. 2: o 2 u n> ou IS) -3» 3* O 0! N 3 3 C“ c" äi 530 ö Ct> a 0^0 « -4, 0 0 3 CO* « 5 o S Sf.CP §-^03^ 2 2 & g CT» CD 3 Q o 0^5 = C. ^3-2 tntoutrnt «St brm ukr In — W WfttTtntm (trgvn bif Unter- ue^mun^rtfluü ber ^tr. €>taatvn beherrscht, wie toir bürten, ganz Rußland D<-ntscMan>.' Frvundschast dagegen werde immer mehr gflPÜTbutt. «ZaS wurde erst unser ruf» lieber ^Viudbr^uumn gefügt haben, Mttr er die Depesche dee Kaiser» an den Komm an- beur des W vdvr g schen Regiments gekannt? Bestem Vernedmcn nach l^ gaben sich auch Graf Posa- pon» - ku und rirvttxir v. Karner zur Teilnahme an ben beutidy rufiiidxu i\mbelA’ertrü^iH*rixin*>luntTen nach '.Vorbcrini). Folttische Zöochenschau. •) -tt- Gießen, 10. Juli 1904. Mit besonders freubigen Gefühlen blieft diesmal die Mebrzayl der politisch denkenden b c f f i i d) c n Bürger dem am Freitag abend in die Serien gereiften Landtag nach. 6euu* außerordentlich spate Einberufung in den Hoch- sommertagen roard anfangs nidu besonders freunblid) be» uncill und die Herren haben ihn* verantwortungsvolle Arbeit m überstürzender Hast geleistet. Daß sich die Zweite Sammer uneDerum alS Hort agrarischer Tendeiizen bewährt bai üt der Frage der Beseitigung der besteherDen W a h l - treiieinteilung, war vorauSznsehen uub ist an dieser Stelle wiederyott erörtert worden. Hoffentlich Mgr fid) nun die Erste Kammer nicht reaktionär, sondern Volks- freundlich und repariert die Siülden ihrer stoUcgiu von per anderen Fakultät. Die Blamage der r h e in b e ss i s che n Reaktto - närc dabei ist voUkommen unb höchst; spaßhaft die fürchterliche Drohung der HenlSarmee mit der dräuenden Ungnade Preußens. Tic preußische Politik ist wahr- lief) rnchts weniger aU musterhaft, unb nichts kann ehrenvoller sem alS die MiMlligung von jeiten einer polüisd,cn Richtung, für die der Minister Frlrr. v. tzammerstein oerannoortlich zeichnet. Ter preußische Landtag, der kurz vor dem unseren sich vertagte, hat unter der Mttwirk- unc eurer unstet schtvankenben Regierung in der abgelause- nen Session Preußens liberale Bürgerschaft in mannigsache Sorgen gestürzt. Nichts Reaktionäreres kann es geben als dos^mßische Herrenhaus, das nichts weniger sinnt als den Umsturz des Reich s tags wähl rechte S, um ein Dasjenwahlgesctz an dessen stelle zu setzen. 3ebr lieblich öot auch der bisher noch unerledigte Rogierungs-Gesetz- enmniri von der Erschwerung des Kontrakt- braches landwirtschaftlicher Arbeiter. Bon Dcu erledigten Gesetzen ist das angenommene Ansieb- lungsgejetz gegen die verfassungsmäßig gewährleistete Gleichheit vor dem Gesetz gerichtet, also auch gerade fein Kubmesblat: ui den 'Annalen des preuß. Abgeordneten- tikeiileÄ. In der sozialdemokratischen Partei gährt eS fort und fort. Roch siiid die letzten Klänge von den Herr- Ucbt'n Tagen deS Trcsbetier Iungbrunnclikonzettes nicht oain verweht und schon wieder droyt ein Mißten bie sozui- uSfcbe Harmonie üi ein unerquietliches Gekliniper zu oer- waitbeln. ,Genosse" Schippel, dem nationalokonomisdien cniau: terrüHe der Treimillionenpartei, war anläßlich eines "Die Polit. DochenschauE l)at mtQtn Raummangels in imserer gelingen Rümmer sür die heutige auigehoden werden muhen. tfe langer der Krieg zwtfcyen wuiicn uno nern dauert, desto schwieriger wird eö für die Fernei)teyen- ben, die Sachlage objektiv zu beurteilen und au- der verwirrenden Fülle der Berichte sich ein klare- Bild von den Absichteti der Gegner zu machen. Ausfallend ist besonders, wie im Verlaus des Krieges immer mehr die Unsicherhett tn bic Japaner wieder allerlei Einbuße cli schwimmendem zbriegsmatcrial zu verzeichnen gehabt. Die Nachricht, daß ber lapanischc Kreuzer „Kaimon" in der Talien- Bai aus eine ruffifdx Rline au flies und sank, erregt aud) insofern Jntere je, als daraus hervorgeht, daß die Bai von Talienwan keineswegs genüaenb von Minen ge> säubert ist. Das Ausfahren deS Schisses geschah wahrend eines dichttw ^tebels. Die aus 230 Kopsen bestehende Dtetin- schast mußte sich aus ausdrücklichen Beseht des Kapitäns ^akal)asd>i vermittelst der Boote retten. Der Kapitän selbst ging mit seinem Schisse in die Tiefe und außer ihm werden noch zwei Offiziere und 19 Alann vermißt. Der japanische Bericht bezeichnet die ^Kaimon" als einen teilweise gedeckten Kreuzer Die Armierung des Schisses bestand aus einem 6.4$ötilgen Kruppschen Vorderlader, aus sechs t7zölligen Krupp-Geschützen und aus einem Halden Dutzend kleineren Geschützen. Ferner Haden die Japaner noch weitere Schisssverlusde erlitten. Wie General Shit ins ki dem ruf). Kriegsminister unterm 7. Juli meldet, versuchten, Nachrichten aus Port Arthur zufolge, hier japanische Tor- pedodoote am 2. Juli um 9 Uhr abends in den Hasen einzudringen. Eines von ihnen sank unter dem Feuer einer Batterie beim Goldenen Berge und das zweite vor der Batterie, das dritte Torpedoboot verlor den Schorn- stein, das vierte entkam unversehrt. Endlich geht in Tokio das Gerücht, daß der seit einigen Tagen vermißte ' japanische Da mpser SetyeiMaru von den Russen in den Gewässern von Hokhaido in den Gr und gebohrt worden ist. v ,, Aus der Liautunghalbinsel ist es zu der schon ; lange erwarteten großeti schlacht immer noch nicht gekom- i men. Die fast täglich stattsindenden Heineren Gefechte drehen sich einmal um die Abschließung Port Arthurs ' von der Landseite unb andererseits um den Besitz der in ' deni Föngschiling genannten Gebirgszug belegenen Passe. ' Die Japaner, die in drei gcircntucn Arnieen dieses Gebirge ! zu übersteigen versucht haben, sind plötzlich von diesem Vorhaben abgewicheii. ohne daß man bis jetzt einen zu- ' reid)aiben Grmib für ihr Verhalten anzugeben vermocht hat Am cinlcudytenbftcn dürste nod) die Vermutung sein. Vortrages ilber panbelspvlitik von her Parteileitung auj- gcxieixii ivordctt, aus eine Hure unb unanfedstlmre Weise vftAuftcIten, welche Stellung er zti den Ägrarzöllen cittnähmc. In einer Reihe von Artikeln üi einem Chem- i niiu*r Bbitte hatte sich darauf ber so Interpellierte der ' Arbeit imterzogen, feine Ansichten über Freihandel unb i Sd) utzzoll niederzulegen, die allerdings mit ben vom i Parteivorstattde borge)diriebenrn ofsizicllen Aiisdwuungen verzweifelt wenig AelnUichkeit hatten. Am inet|ten tounnte ; in diesen ArtikLn die OjenoHcn ein Angriff Schrppels auf Koutsky, wobei das ketzerisd)e Wort von „überfonunener Parteisdntblone" fiel Als Antwort schrieb ber ,^>orwärts" beut wüberge.febnamrtvnv/ Oknoffcn die Liebenswürdigkeit ins Stennnbuch daß Lchippel „das Biwußtsein vom Sinn und der Tragweite seliier Worte in bedenklid>er Werse zu mangelnIdrume." - Aus dem nächsten Parteitage internen wird der „Fall Schippel" wohl eine Glanznummer bilden, wenn aud) vielleicht wider unter Aiiöschluß ber Oessentlich- teit Wird Schippel, woraus er selbst wohl schon vorbereitet ist tatsächlich abgesagt, so würde bamit die sozialbcmokra- tische Partei dokumentieren, daß freie Pteinnngsäußerung ui der von Parteibogmen eingezwangteti sozialbemokrati- fchen Beiin'gitiig hinfort teinen Platz mehr finben kann. In Frankreich hat der vielgehaßte, weil antiklerikale Herr Comdes in der letzten Zett so jchvere Tage verlebt, bag er an dem so viel beneideten und viel begehrten Posten eines Ministerpräsidenten absolut keine ftreube mehr finden kann. Er mag mit Neid seinem Borgänger, dem soeben von sdpvercr Krankheit genesenen Waldeck-Rousseau nadchlickcn, der sich's in einer Villa in ländlicher Zuruck- gezogeliheit wohl sein läßt. Die fatale Karthäuser- angelegenheit hat dem cttten Staatsmann die Lust am polttischen Leben völlig verdorben, sodaß man eS verstehen [ann, wenn auch er jetzt beabsichtigt, sich in die beschaulichc )luhe des auf seinen Lorbeern auSruhenden StaatSpensio- nLrs zurüdzuziehen. AIS sein Hotiptgegner bei dem niyste- nöjcn Bestechuiigsversuch der schliapsbrennenden Mönche Hai jid) der Sozialist unb ehemalige Minister Milleranb entpuppt, der übrigens ui dem ganzen Handel eine ziemlich zweideutige Rolle gespielt hat. Bon den Ergebnissen der Üntersuchung wird aber der intrigante Herr schwerlich sehr erbaut sein, da soeben die Kommission den Bericht des Abg. Eolin angenommen Hai, tvcldjcr der Kammer als Äcful* tat der Enquete folgende fünf Refolutionen vorschlägt: lj Die Kammer erklärt, daß aus der Enquete keine Beweise für dcn vom Ministcrprusibeiucn EombcS in der Kammer auSacsprochci-n BcstechunaSversuch hcrvoroehev, ebenso rocnia wie für die gegen Edgar EornbeS m der fogtnannttn Karumscranare erhobene Anklage. 2) Die Kammer empfiehlt dem JusiiZMiNister, dictenigcn Pm'oncn verfolgen und bcHrafcn au Uiifcn, die fid) dcS Betruges schuldig gemadtt haben, indem jic sich sälschliO) Vollmachten -uschricben, bie sie nicht besaßen. &c Kammer protestiert energisch gcgcn Otc Haltung der Ankläger, die «- abgelehm haben, chre Anklage zu rechtfertigen. 4 Die Kammer bebauen, daß der Minnterpräfibent un- Uugenveise unb ohne genügenden Grund eine Nefe^ Erregung m baS Larid warf und cntgcgen den Interessen Frankreichs beiien Bcrrrcrer aus der WeltauSNeUuiig m 6t Louis zu dis- aualif'Sicrcn 5i Die Manuncr bedauen die Mißbräuche, die von mehreren Justizbcamten begangen worden siiid. e s - 'Mische t V k •« 0 I Bürgermeisterei zu Gießen hat das Großh. Kreisamt zu Gießen nach Anhörung des KreiSauSschuffeö erklärt, von einer Aen- bcntng der Polizei Verordnung zurzeit absehen zu wollen. Wir haben daraufhin beschlossen, so sagt der Bericht, nochmals für eine Aenderung, bezm. Aufhebung der Verordnung einzutreten und werden im nächsten Jahresberichte von dem Erfolge unserer weiteren Bemühungen Kenntnis geben. 1906 in Vorschlag gebracht werden. Wegen der Polizeiverordnung betr. da§ AuS- melfen derKühe vor dem Auftrieb auf dem Vieh- I • O, i,: tu als Drucksache frankiert an die persönliche Adresse deS Empfängers im Auslande. Diese Nachsendung geschieht kostenfrei. Es ist lediglich das Porto für die Sendungen im voraus zu entrichten. Bei Zeitungen, deren Umfang der einzelnen Nummern wechselt, wird sich daS Porto nicht immer im voraus berechnen lassen. Es ist dann ein angemessener Betrag zu hinterlegen. Die Nachsendung bewirkt in der Regel die Postanstalt, von der die Zeitung bezogen wird. Wenn aber durch die Nachsendung vom VerlagSort aus eine Beschleunigung in der Zuführung der Zeitung erreicht wird, so wird die Zusendung der einzelnen Nummern von der VerlagS- postanstalt unmittelbar bewirkt. Dieses Verfahren gilt als Regel. Nach Oesterreich-Ungarn, das jetzt für die Besucher von Tirol und Vorarlberg besonders in Betracht kommt, sowie nach Dänemark und Luxemburg werden Zeitungen, die von der Post bezogen werden, wie innerhalb des Inlandes überwiesen. Der ganze Unterschied ist der, daß an Stelle^ von 50 Pfg. dafür eine Gebühr von 1 Mk. erhoben wird.! Abonniert ferner jemand bei einer Postanstalt der Schweiz oder der Niederlande auf eine deutsche Zeitung, so kann diese innerhalb der Bezugszett nach Deutschland gegen eine Gebühr von 50 Pfg. überwiesen werden. daß ftc ihr Vorgehen tn gerader Front nur deshalb auf- gegeben haben, um durch eine kühne Rechtsschwenkung den linken Flügel der Russen unter General Rennenkampf zu umgehen, um so den Feind von der Bahn Mukden-Charbin abzuschneiden, wodurch letzterer in der Tat in eine höchst gefährliche Lage versetzt werden müßte. Vielleicht schaffen schon die nächsten Tage in dieser brennenden Frage Klarheit. Neu-Auqusten-Groden. Zum Dr. phil.: Fred Hodson, cand. ehern, aus London, Paul Schmidt, cand. ehern. Hausen, Franz WilmeS, approbierter Arzt aus Heggen. Zum Dr. med. vet.: Albert Gumtow, approbierter Tierarzt auS Stolzenhagen, Georg Mitrowitsch, Tierarzt Kriefkasten der Redaktion. (Anonyme Anfragen bleiben nnbcrüiksichtigt.l J” ^ss^"« Tn unser juriftifdicr Mitarbeiter ein um lamp reiches todiriuihicf angeiertigt bat, in dem er Ihnen aus Ihre Erteilt, so bitten wir Sie um genaue Angabe Ihrer Adresse, damit wir e§ Ihnen zuschicken können. S'.l Ms Stadt und Land. Gießen, den 12. Juli 1904. LU. Von der Universität. Dem Gerichtsassessora.D. Dr. phil. Hans Köppe in Marburg wurde die venia legendi für das Fach der Nationalökonomie und Finanzwissenschaft erteilt. L. U. Promotionen. Im Monat Juni 1904 wurden an der LandeS-Universität promoviert: Zum Dr. med.: Hermann Nöttebrock, approbierter Arzt aus Epe i. W., Peter Flosdorf, approbierter Arzt aus Köln, Gerson Brestn, approbierter Arzt aus London, Ferdinand Pfann- müll er, approbierter Arzt aus Lauterbach, Karl van Eisbergen, approbierter Arzt aus Grieth, Julius Schaaf, approbierter Arzt auS Minden, Ernst Vetter, approbierter Arzt auS Klein-Karben, Johann Baptist Günther, approbierter Arzt auS Mainz, August Wirtz, approbierter Arzt aus Rheydt, Karl AenstootS, approbierter Arzt aus Ober- I Käufer besichtigen zu lassen. Nach Mitteilung der Großh. Kapitel C deS Berichtes ist betitelt: „Wii-tschastliche Interessenvertretungen, Körperschaften und örtliche Einrichtungen; eS enthält u. a. aud) die Jahresberichte kaufmännischer Vereine und Schulen. 8 L - aus Hannover. — Zum 50jährigen Doktorjubilaum wurde erneuert: das Diplom als Doktor der Medizin: dem prakt. Arzte Joseph Pfeiffer in Newyork; das Diplom als Doktor der Philosophie: dem israelitischen Prediger und Religionslehrer Eduard Wolffberg in Stolp, dem Professor Henry de Saussure in Genf. U.B. Der Umzug d er Universitäts,Bibliothek m ihren Neubau m der Keplerstraße 2 beginnt nunmehr bestimmt in den ersten August-Tagen; falls nicht Zwischenfälle eintreten, wird er etwa Mitte September beendet sein. Eine Ausgabe von Büchern kann natürlich in dieser Zeit nicht in Aussicht gestellt werden, jedoch bleiben der Lesesaal und der Zeitschristensal im alten Gebäude noch bis etwa Ende August von 9—1 Uhr geöffnet. ** Die Nachse ndung von Zeitungen ist in der gegenwärtigen Reisezeit von besonderem Interesse. Bekannt ist die Ueberweisung von Zeitungen, die von der Post bezogen werden, innerhalb deS Reiches gegen eine einmalige Gebühr von 50 Pfg. Fast unbekannt ist dagegen, daß die Post Zeitungen, die von chr schon bezogen werden, auch ins Ausland nachsendet. Sie verschickt die einzelnen Nummern UM V * ^eine Mittel I Konrad Wehner, 49 Jahre alt, Taglöhner dahier. — Margarete Lohr, geb. Steller, 41 Jahre alt, Ehefrau des Gastwirts Georg ' f./.*-----n H""'—** r/m' r I bahier. Johannes Reh, 1 Monat alt, Sohn des Taq- Dte Handelskammer hat zur Erleichterung des Rerse- lohners Johann Georg Earl Witwe dahier. — Christine Bach. ^l'b=n. U»>ten '' "wie & ‘"beit £ Sos e? 1 aif flut umet; r Die priemt ^Ungen 11^ gleichem hn4i. daß « Laüen. erregt die Swen ge, 11 während ' Titans felbst c Der- ^iapa- bejianti n- wt- sechs r^end r weitere ban m[i -cdrvt. w; ^Icheror- n ^2 tzase» öan jene • yöeÜE vor cc 6chork- irch geht w vermißL - de» fcijjen uib ^e- de: schm j mch: gelow. Ktt iKefeLte ßcn Lrrhurs > Heits der w Hasse. -tchL Aedllge : m diesem jep einen zu- tbtti vermocht Tinunnig (ein, v?. Lang-Göns, 8. Juli. Gestern abend fand im Vereinssaal des Gesangvereins „Frohsinn" die erste, von den Mitgliedern fast vollzählig erschienene Generalversamm- WiUvt fung des Vereins statt, um zu beraten, auf welche Weise die ausgedehnt worden Feier unseres am 1. Februar nächsten Jahres stattfindenden 50jährigen Stiftungsfestes in würdiger Weise aus- . geführt werden sollte. Es wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, unser 50 jähriges Jubelfest auf großartige Weise, verbunden mit nationalem Sängerwettstreite, Ende Juni oder I Anfangs Juli nächsten Jahres zu feiern. Bad-Nauheim, 12. Juli. Folgende Unterhaltungen finden in dieser Woche statt: Mittwoch nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Bei gutem Wetter abends gegen 10 Uhr Feuerwerk vor der! Terrasse. Nachmittags 4 Uhr Theatervorstellung: »Die Mär vom tapferen Schneiderlein." Donnerstag nachmittag und abends auf der Terrasse Konzert der Kapelle des Kaiser!. I 2. Seebataillons aus Wilhelmshaven. Abends im Saale Tanz. Freitag nachmittags und abends auf der Terrasse fton^ert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung ‘ ~ ~ - 1 mengen, ^eupaor a. Aycy, erlangen, Battenberg, Bieden- Matthäusyemeinde. 23. Juni: Katha Zinn, Toch- kopf, Hatzfeld, Gladenbach, Wilhelmshütte und Weidenhausen ter des Eisenbahnicbaffners Adam Zinn, 6 Jahre alt, starb den ausgedehnt worden. Die Herstellung einer unmittelbaren “^.n^ni. 28. $nna Anna Beil, Tochter des Schreiner- Verbindung zwischen Gießen und dem Rheinland ist für ^^Karl Beil,. späterhin m Aussicht genommen; die Verhandlungen hierüber ter des verstorbenen Steinhauers Heinrich'Lerch 21 J^ch/a^ sind noch im Gange. starb den 24. Juni. hanzlciberg—Brandplatz. — 10 Schaut cnste einrichtungen. — Lieferung franko jeder Telefon 373. — Höchste Auszeichnu» Gewerbe- Anteil uw Geborene. Shn 30. Juni. Dem Polizeiamtmann Heinrich Herberg ein Sohn, Heinrich Wilhelm. — Dem Goldarbeiter Karl Schmidt eine Achter, Berta Elisabeth. - Dem Kutscher Wilhelm Rieb ein Sohn Hermann Hemrich. Am 1. Juli. Dem Bautechniker Valentin Deaen eine Tochter, Margarete Maria Helena. Am 2. Juli. Dem Post- boten Adam Rohn eine Tochter, Marie. - Dem Handelsmann Eduard Battenberg em Sohu. — Dem Maschinisten Reinhard Rau eine Tochter. — Dem Schreiner Wilhelm Walter ein Sohn, Karl . 5TTr. . , .markt hat die Handelskammer vorgeschlagen, die Polizei- ~ ^er ^"rkapelle: ^Die Fledermaus." Verordnung ganz aufzuheben, oder, sofern das nicht zu er* nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der reichen sei, sie dahin einzuschranken, daß das Ausmelken am Ur l 8 Uhr Theatervorstellung: »Liselott." Abend vor dem Markttage zu erfolgen habe. Bei einer f ü \ 8" ^uli. Die Handwerkerschule Ueberfüllung deS Euters auf dem Transporte oder dem Markte 2* 'e I! a begeht in diesem Jahre ihren 70. Geburtstag.! solle die Anordnung des AuSmelkenS nur durch einen Tier- Das tvewer eblatt für das Großherzogtum Hessen giebt einen arzt erfolgen dürfen, doch empfehle eS sich, für das AuS- m ble Entwicklung in Offenbach. Mit dem melken eine Frist von einer halben Stunde zu bewilligen, um Aufschwung, den das Gewerbeleben in Offenbach genommen dem Verkäufer Gelegenheit zu geben, daß Tier durch die hat, mit der Zunahme der Hilfskräfte, der Verwendung deS Dampses und bet Maschinenarbeit, dem Aufblühen der Fabriken kommen die Klagen von Kleinhanbwerk unb Kleingewerbe, die sich in ihrer Existenz bebroht fühlen. ES spielt sich hier in Offenbach mehr wie anderwärts ein Kampf ab, ben daß Kleingewerbe um feine Existenz führt. Der Gewerbe- verein unb die Großh. Zentralstelle in Darmstadt hatten '^'mme Zeiten, denn Zünfte und Innungen rühren sich inachrig zum Kampfe gegen Fabrik und Maschine. Um nur ein Beispiel herauSzugreisen, wie man bemüht war, der Errichtung von Fabriken in Offenbach Cchivierigkeiten in ben Weg zu legen, zeigt unS ein Aktenstück, betreffenb Gesuch ber verkehrS währenb b es Umbaues bes hiesigen L^b. Stohr, 68 Jabre alt, Witwe des Schuhmachers Sebastian Bach Bahnhofsgebäubes einige provisorische Maßnahmen er- Blum, 6 Monate alt, Sohn des Dienstmanns wirkt unb auf die zu kleinen Warteräume ber Biebertal- Wahrer. Am 8. Juli. Ludwig Kühne, 65 Jahre alt, bahnhöfe zu Robheim unb Heuchelheim an zuständiger ' __ Stelle hingewiesen. H«U^maC^äUn£' b,e wogegen verwahrt, baß Arnolb Uhlmann bie Erlaubnis zum Betriebe einer Stiefelschäftefabrik erhalten soll. Die Lokalsektion, der bas Gesuch Übermittelt würbe, mtschieb, daß bei Vergleich von vorgelegten Mustem keine Beeinträchtigung des Schuhmacherhandwerks zu erwarten sei, wenn dem Uhlmann die Erlaubnis zur Er- nchtung einer Fabrik nur unter der Bedingung erteilt werde, daß er die Schäfte genau nach den vorgelegten Mustern an- fertlge und daß er die Waren nur an Schuhmachermeister, an Private aber nur zu Dutzend-Paaren verkaufen darf. Heute werden in Offenbach von acht Fabriken pro Woche 15000 Paar Schuhe hergestellt. Das Schuhmacher- Handwerk zahlt zu denjenigen Gewerben, die gegen den Jabnkbetrieb nicht mehr aufzukommen in der Lage sind. Jahresbericht der Kr. KandeksKammer Kieken für 1903. EL Das Kapitel B des Berichtes umfaßt eine Menge ein* Seiner Gutachten, Ansichten und Wünsche, mit denen sich die Handelskammer befaßt hat, und ist in 11 Unterabteilungen emgetedt, nämlich: Inländische Zollverhältnisse, Handelsbeziehungen mit dem Ausland, Eisenbahnwesen, Schiffahrt, Post, Unterrichtswesen, Justizwesen, wirtschaftliche und hygienische Gesetze unb Einrichtungen, Marken- unb Muster-! jchutj, sozialpolitische Gesetzgebung unb soziale Einrichtungen unb Steuern. 5349 Anerkennungsschreiben vorzüglicher Lieferungen aus allen Kreisen wurden an dieser Stelle ton der Möbelfabrik und Lager Th. Brück. Giessen, Ecke Schlossgasse—Kanzleiberg zur Veröffentlichung gebracht. Diese sowohl wü? eine weitere Serie noch nicht verbreiteter Beferenzen stehen Jedermann gratis und franko nebst einigen photographischen Aufnahmen der bcst ein gerichteten Fabrik- und Verkaufsräume irur Disposition und dürfte es sich empfehlen, vor Ankauf von Möbeln., Betten, Teppichen, Vorhängen etc. sich zu wenden an das 1858 gegründete Möbel fabrikations- und Au sstattungs-Geschäft 7h. "Bruch, Giessen, Ecke Schlossgasse— I D ^hätt detaillierte Berichte über die einzelnen nn Handelskammerbezirk, Über deren wirt, ichaftliche Entwicklung im Berichtsjahre der Vorbericht den mir großenteils wiedergegeben haben, schon das Wesentliche l enthielt. lieber ben Betrieb ber Biebertalbahn wirb be- daS nn Jahre 1903 im Ganzen an Gütern, ein. schließlich Vieh, befördert wurden 75 719.58 Tonnen (oA°?.n8/8m im Varjahre). Ferner wurden im « 204 190 Personen befördert gegen 179 564 im Vorjahr. Die Betriebseinnahmen der Biebertalbahn betragen im Fabre ^03: 96 793.15 Mk. gegen 91 069.77 Mk. im Jahre 1902; bie Betriebsausgaben ,m Jahre 1903: 57 296.45 M aeaen 6k49A™ E. 'M Jahre 1902. Der Ueberschuß beträgt also 1903: 39 496.70 Mk., 1902: 37 575.16 Mk. AvSfkiß «us btn AtallrkssmIsrkMkkll itr Stahl Tltßni. Aufgebote. a c* • k Simon Seidner, Schneider dahier mit Fanny Lorlch m Bmgen. Am < Ju,, Wilbelm Schäler, Lilf-auHeher in Braunweiler mtt Anna Mar,eKacharine Tiebl dahier. AmS.Jnli. Heinrich HeNer, Fabrikarbeiter dahier mit Margarete blllaärtner h'erlelbst. Am 7. Juli. Karl Erb, Schuhmacher bahier mir Katharine Wilhelmine Mäbus hierselbst. 9 5 1 mit A „ Eheschließungen. cy ■Umö2;<^uü* ®eor^ Hübner, Postbote dahier mit Susanne Justme Katharine Bemhauer hierselbst. Am 4. Juli. Heinrich Werner, Taglohner dahier mit Anna Elisabeth Siebert hierselbst ™ 7‘ Julr. Lows Karl Schmitt, Wirt dahier mit Lina Valentin m Ärleseck. V - » < Den Wünschen der Interessenten in Bennuthshain (Kreis ,------g» Lauterbach) entsprechend, wurde die Einführung einer Fern- Kprelplau der vereinigten Frankfurter Stadttheater, sprechleitung von Grebenhain über BermuthS- Echanspielhaus. ?°in '-d Völzberg nach Lichenroth, da für eine L" \4.'st solche Verbindung ein Bedürfnis vorttegt, beantragt. Nach I o s ef K a i nz vom kgl. Hofburg-Theater in Wien. „Die Räubers einer Mitteilung der Kaiserlichen Ober-Postdirektion in Darm- Freitag den ^15. Juli: Gastspiel des Herrn: Joses Kainz: stadt soll die Einrichtung einer Telegraphenanstalt in S8er« c : bunten Rock/ Sonntag MuthShain und die Weiterführung einer Fernsprechleitung über ^ontaV den 1®“®’:'°K^m Frieden."'' '9itfmmon,a9/ Völzberg nach Ltchenroth dem Reichspostamt für das Jahr---- *) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr. I Iw Eisenbahnpersonenverkehr und im Güter-I °llS dkN KirihkNbÜchkrN dkk ZtM Eikßkll. verkehr hat die Handelskammer manche bessere Verladungen Evangelische Gemeinde, erwirkt. In der Abteilung .Schifffahrt" ist in der Frage ™ . ^traute. LÄL"-"'-«» - oargeiegt. Eüsabethe Margarete Emilie, genannt Emma Lang, Tochter des Eine Umfrage ergab, day m wetten Kreisen von Handel Z?"^uranns mnedrich Lang zu Gießen. 26. Juni: Justus Heinrich und Industrie unseres Bezirks das Bedürfnis nach einer §u2rer' und Anna Sophie Luise Mattem, größeren Ausdehnung des Fernsprechnetzes vor- Ludwig Mattem zu Gießen. Händen war. ES wurde dabei namentlich über die Unzu- Justine Katharine Beinhau'er, Tochter des Schlossers^Justi^^eÄ- I länglichkett deß telephonifchen Verkehrs mit Rheinland und ^ucr zu Gießen. — Markus gemeinde. 25. Juni: Georg Westfalen geklagt, die bei ben vielfachen geschäftlichen Be- sHrhrmaim zu Gießen, und Margarete Aßmamr, Tochter Ziehungen zwischen diesen Gebieten unb unserem Bezirk be- in Weidenhausen. fonberS unangenehm cmpfunben würbe. Ferner würbe ber Tochter beS verstorbenen Mrts^Gustav Valmttn^i Mangel einer direkten Fernsprechleitung zwischen Gießen und , Getaufte. Köln als ein großes Verkehrshindernis bezeichnet. Jetzt «w Matth äusge m e i n de. 26. Juni: Dem Metzger Heinrich müssen bie. telephonischen Gespräche von Gießen nach Köln I ?^li:^Dem°Dachdeck^^ls Melmann^^k 4«nST uber Frankfurt a. M. geleitet werden, was bei der großen Christian Adolf, geboren den 18. Juni. Dem Schneider Heinrich Benutzung dieser Leitungen nicht nur eine sehr lästige Ver- Hahn em Sohn^ Karl, geboren den 30. April. — Markus- zögerung der Fernsprechverbindung bewirkt, sondern auch an» ?^e21e e"n 3upi: Dem Schreiner Ferdinand Sauer ein -,-s'chts ber Bestimmung, baß zur Herstellung einer Serbin. SÄL /Pril. 3 Juli: Deur buug m>r zwei bt8 brei Leitungen aneinander geschaltet den 11. Juni.' Dem Maurir .Heinrtkb'S^t^in Lohn' werden dürfen, eme wesentliche Erweiterung des Sprech- geboren den 28. Mai. — 3. Juli. Dem Taglöhner Kaspar Spaar l bereichs von Gießen wit den kleineren Jndustrieplätzen des ^ödster, Helena Susanna Maria, geboren den 26. Mai. Rheinlandes unmöglich macht. -“bnng Dml Meißner eine Tochter, Johanna m..c v, . < v Clyabeth Katcken, geboren den 14. Mau Dem Bahnarbeiter Auf ben Antrag ber HanbelSkammer ist bann ber Sprech- Philipp Deibel IT. ein Sohn. Willi Friedrich, geboren den 1. Furch bereich von Gießen auf die Orte Betzdorf, Duisburg, Ober* — Johannesgemeinde. 3. Juli: Dem Gärtner Adam Hausen, Hamborn, Paderborn, Lippstadt, Soest, Trier, ein Sohn, Subroig August Heinrich Julius, geboren den St. Johann, Saarbrücken, Göppingen, Kirchheim n. Teck, ' SeerbtahL Kitzingen, Neustadt a. Aisch, Erlangen, Battenberg, Biedcn- Matthaus " ■ nu§ B-lgr-b, Fnebrich Freytag', approbierter Tierarzt aus Gi-ß^'n°eMättBen'cht^folgenbe"Notiz" Magdeburg, Johannes Peter^ approbierter Tierarzt auS Der Zollschuppen am Bahnhof zu Gießen ist für die Be- dürfnisse des Verkehrs vollständig unzureichend. Richt selten sind die Räume des^ Schuppens vollständig belegt, und es I Essen dann die Guter tagelang im Eisenbahnwaggon verbleiben, sofern sie nicht direkt auf die Rollwagen um geladen werten tonnen Eine weitere Verzögerung des Verkehrs ergibt I [tc7 twrau^, daß die beiden Türen des Zollschuppens viel zu nabep1"^ oairemer -urnyeim kalter em Sohn Karl bei einander sind, so daß es unmöglich ist, gleic^eittg zwei ""b eme Tochter, Auguste Elise. Am 4. Juli. Dem Fuhrmann Waggons M entladen. Wir haben daher Veranlassung genom- Frieling eine Tochter Margareta Johanna. meiy das Großh. Hauptsteueramt zu Gießen auf diese Miß- Gestorbene r unb Erwetterung des Zollschuppens Am 4. Juli. Johanna Stiefel, geb. Ehrmann 83 ^abn> nff ^Hhtfreueranit unter-pRentnerin dahier. Am 6. Juli. Luise Hellweq, geb. Nennstieh für die Erweiterung .vorhanden waren, UJ., Vlv Z stellung von Mitteln für den Etat 1905 nachgesucht werden. ßwLt ':c :Xw:*5 i-W 6008 Drehen, ^Bahnhofstraße 58, den 12. Juli 1904. Ende 10 Uhr. Anfang ,8 Uhr. RUDOLF MOSSE-GIESSEN SCHULSTRASSE 7 SCHULSTRASSE 7 Annoncen-Annahme für alle Zeitungen und Zeitschriften GIESSENER ANZEIGER Giessen 03945 Veranlfalfef für den Sandwerkskammer-Bezirk Caflel Die Bahnhofswirtschaft Deutsche Jurist cn-Zritting Deutsche landwirtschaftliche Genosse nscii.iftspresse Berliner 11'.usinerte Zeitung Bank-Archiv Privat-Beamten-Zeitung Deutsche Eisenbahnbeamten-Zeitung Allgem. Zeitung des jüdentums fliegende Blitter Bis Husffenungsplafz dient der henfiche Sdilo^garten mit feinen kunftvoflen Sälen Dauer der Zustellung: Vom 2. bis 31. 7ufil904 Cdglldi Konzerte und lonltlge Veranltalhmgen Don Fulda ans beite Gelegenheit a flusflOgen la die nahe Rhön Die Beerdigung findet Mittwoch den 18. d. TU«., abend« 6 Uhr, von der Kapelle de« neuen Friedhöfe« au« statt. VereinSz immer Uaiserhof, Sonnenstrabe, L Stock, Eingang durch den Vo'. bOOo rode«-Auzeige. Verivondten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Thttcilung, daß unser treue«, liebe«, gute« Töchterchen und Schn'esterchen Elli Becker Nach langem, schwerem beiden Tlontaa abend 9 Uhr kmit entschlafen ul Die trauernde« Hinterbliebenen. Dieven, Neustadt 49, de» 11. Full 1904. 08960 Die Beerdigung findet Mittwoch den 13. d. TU«., abend« 6‘ Uhr, von der Kapelle de« neuen Friedbofe« au« statt. Lustige Blatter Gartenlaube Ueber Land und Meer Westei mann^ Monatshefte Bazar Elegante Mode Wiener Mode Neue Musik-Zeitung Berliner Architekturrett Architektonische Rundschau Oiaserei-Zeitung Württembergische Bauzeitung Sondags-Nisse, Stockholm De Hollandsche lllustratie De Amsterdamer. Weekblad vor N. Magyar Salon - Catthon, Budapest bkm, St Petersburg etc etc TodesAnzetge Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir hierdurch schmerzerfüllt mit, daß unsere Tlutter, Schwester, Schwägerm und Tante hg Th. Moser Wwe. O geb. Hebstrett nach kürzens aber schwerem Leiden in ein bessere« Jenseits abberufen wurde. Um stille Teilnahme bUteu . , Die trauernden Hinterbliebenen. Berliner Tageblatt Berliner Neueste Nachrichten Berliner Morgen-Zeitung Augsburger Abend-Zeitung Neue Züricher Zeitung Schweizerisches Handelsamtblatt Technische Rundschau Mitteilungen a. d. Praxis des Dampfkessel- u. Dampfmaschinen betriebe» Schweizerische Bauzeitung Zeitschrift da Österreich Ingenieur- und Architekten-Vereins Der Kompass Münchener medizin. Wochenschrift Deutsche medizinische Wochenschrift Aentliehe» Vereinsblatt Zeitschrift für diätetische und physikalische Therapie Medizinisch« Korrespondenzblatt Hospitalstitende Kopenhagen Ti das kn ft for d. Norske Laegtforening Apotheker-Zeitung Deutsche Kolo nialzd tune Mitteilungen da Deutschen und Oesterreich Ischen Alpen verein» Haus. Hof, Garten Wochenblatt da landwirtschaftlichen Vereins in Bayern Statt besonderer Ansetge« Bertha Zöller Carl Kobel Der 'Herrin FmidiMN junger MäSchcn labet Stiitien, Laden- und KlnderfrÄulein -u einem Thee-Abend aus Sonntag den 17. Juli freundlichst ein. Nachstehende Zeitungen und Zeitschriften ' |_J haben der Firma RUDOLF MOSSE die ___J alleinige Inseraten-Annahme übertragen: Obenmal 12. Juli 1904. Iwikbelkulhcn - 8,,a Fr. Noll, Mäusburg. Neue marinierte Heringe neue eingemachte Gurken «mpfi-hlt 6987 J. 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Angebote aus Vordruck, der daselbst erhältlich, sind btS zum genannten Zeitpunkt an unS einzureichen. — ZuschlagS- ? ligten Niedergelegt. r*<*yn, den 9. Juli 1904. Gro^h. Amtsgericht. [6997 In dem Konkursverfahren über das Vermögen der Firma H. E. Werner in Gießer wird infolge emeS von der Gemetnschuldnerm gemachten Vorschlags zu einem Zwangs- vergleich Vergletchstermin aut Freitag den 29. Juli 1904, vormittags 9 Uhr, vor unterzeichnetem Gericht (Zimmer Nr. 18) onberaumt. Dieser Termm ist zugleich zur befuntwen Beschlustfassung über bic Beibehaltung der ernannten oder die Wahl anderer Hon- rurSverwalter und zur Prüfiing der nachträglich angemeldeten — Schmidt's — Patcnt-Waschmaschincn D. R. P. mit Doppelboden und Metafideokei sind allen voran = 125000 Stock Im Gebrauch = Jedes einschlägige Geschäft führt diese Maschinen. Unübertroffen! ' A bHHg, wohl riech end v sparsam, iv euch für fei ne Wäsche uais Toilette-Seife. Ufhtrell erhältlich.. 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