'raftvollen, seiner Kraft hen, während in Frankvertrauenden Individuum zu erziehen, wäh reich die literarhistorische Methode im Scy! Und nur wer diese Wahrheit in sich realisiert hat, kann geistiger Lehrer und Führer werden. (Lebh. Beifall.) In unseren Nachbarländern liegen oder lagen diese Dinge von jeher anders. In England begnügt man sich damit, den Menschen zu einem kraftvollen, seiner Kraft tz-rster deutscher Höertehrertag. (Schluß.) Indem Prof. Paulsen in seinem Vortrage darlegte, daß die Jesuiten, die die wissenschaftliche Forschung als abgeschlossen hinstelten, heute nicht mehr als Wahrheitssucher gelten können, fuhr er fort: Demgegenüber steht die besländlge, wirksame Fürsorge, die die deutschen Universitäten von jeher durch die F-ürsten und Staatsmänner erfahren haben. Vor allem hat sich aber das 17. und 18. Jahrhundert dadurch ausgezeichnet, daß vorwärts drängenden Geistern, denen die Kirche oder auch gewisse zunftbegeisterte Gelehrtenkreise Schranken zu ziehen drohten, durch weitblickende Fürsten und Staatsmänner Luft und Raum zur Betätigung verschafft wurde. Es seien da nur Friedrich der Große und Joseph II. genannt. Und bis auf diesen Tag ist das Verhältnis zwischen den führenden politischen Männern und den Männern der Wissenschaft ein ein.ges geblieben mit Ausnahme eines Rückfalles, der zurzeit der französischen Revolution sich ereignet hat, aber längst überwunden ist. Es muß anerkannt werden, daß die freie wissenschaftliche Forschung, das wissenschaftliche Denken rc. von den führenden Staatsmännern immer mehr jede Ermutigung findet, und ich kann getrost sagen: Es bat nie nr als eine Zeit gegeben, wo die Freiheit des Denkens weniger beschränkt war a l s heute. Auch den Un.versitäten war zu ungehinderter Betätigung niemals mehr Raum gegeben als in der Gegenwart. Tas haben wir aber nur dem Umstande zu verdanken, daß die Versassung unserer Gelehrtenschulen aufgcbaut ist auf jenen Anschauungen und Gesinnungen, die nach dem Zusammenbruch im Jahre 1808 mächtig waren, als die Professoren der verloren gegangenen Universität Halle sich an Friedrich W.lhelm III. wandten und die Anregung gaben, in Berlin eine neue zentrale Universität zu begründen, und dieser ihnen erwiderte: Das ist recht, meine Herren, und hinzufügte: Der Staat muß jetzt durch geistige Kräfte ersetzen und wiedergewinnen, was er an physischen verloren hat! (Lebh. Beifall.) In diesem Sinne bat er denn einen Wilhelm v .Humboldt an die Spitze der neuen Universität gestellt, der selbst zugleich ein Gelehrter ersten Ranges und ein hervorragender Staatsmann war. Er hat die Grundzüge des gelehrten Unterrichtswesens, zunächst des preußischen, gelegt und damit die Grundlinien geschaffen, die heute für unser gesamtes 'Unterrichtswesen maßgebend sind. Es handelt jich darum, durch den wissenschaftlichen Unterricht alle geistigen, alle kulturschaffenden Kräfte von inmm heraus zu entwickeln und weiterzuführen. Das ist die Anschauung, die all unsere Universitäten heute beherrscht, alle Menschen sind durch diese eine Aufgabe zu erziehen. jahr des deutschen Gymnasiallehrerstandes anzusehen, da er in diesem Jahre durch die Einführung des Examens vom geistlichen Stande losgelöst und ein selbständiges Ganzes wurde. Von dieser Zeit ab hat er unermüdlich selbständig gearbeitet und nach neuen Wahrheiten gerungen. Es war dies dieselbe Zeit, in der ein Pestalozzi die Volksschullehrer auf neue Bahnen wies. Die Folgezeit hat dann das Festhalten an diesen Grundsätzen, die das Jahr 1808 brachte, einigermaßen erschwert, vor allem trug das Eindringen ungeeigneter Elemente in die höheren Schulen daran Schuld, die dort eigentlich nichts anderes suchten, als gewisse Berechtigungen, so in Preußen zum geschätzten Einjährigen führen. (Heiterkeit.) Auch durch das Eindringen neuer Lehrfächer hat die Gelehrten schule an innerer Kraft zur Vertiefung vielfach eingebüßt. (Sehr richtig.) Es hat das niemand öfter und kräftiger ausgesprochen, als der Vater des alten Gymnasial- Prinzips Professor Dr. Jäger. Er wird nicht müde, zu bekennen, daß das wissenschaftliche Denken zu schärfen die Hauptaufgabe sein und bleiben muß und daß die Erziehung zur selbständigen Tätigkeit auf irgend einem Gebiet viel wichtiger ist als das bloße Lernen und Gedächtnisnachprüfen. Nach einer eingehenden Erörterung der gegenwärtigen Resormbestrebungen, deren Hauptziel, die er ausführt, ebenfalls nicht anders sein dürfe, als die Erziehung zum selbständigen Denken, zitiert der Redner verschiedene französische und englische Stimmen- die die Ueberlegenheit des deutschen Unterrichtswesens auf diese spezifische Art des Spezialunterrichts zurückführen, und kommt dabei zu dem Schluß, daß es die oberste Pflicht aller Beteiligten sein müsse, an dieser Methode festzuhalten. Die Vorsehung habe die maßgebenden drei Staaten mit ihren grunoverfchiebenen Unterrichtsmethoden nebeneinanderge- üellt, damt sie die Kräfte, Schwächen und Einseitigkeiten derselben erkennen könnten .Wir Deutschen müssen dabei bleiben, daß die Kraft eines Volkes auf seiner mitbestimmten Begabuna beruht, und in dieser Beziehung unterliegt es keinem Zweifel, oaß die Kraft des Deutschen aus seiner besonderen Neigung zu selbstlosem Forschen bis zur Aufopferung, im einfachen Leben und Hochdenken, in der Achtung vor der Gelehrsamkeit und in der Freiheit derWissenschäft liegt. (Lebh. Beifall.) Tie Frage ist sonach: Was ergibt sich aus alledem für die Stellung des deutschen Lehrerstandes'? Der höhere Lehrer in /Deutschland ist aus der einen Seite Beamter des Staates, direkt oder indirekt, auf der anderen Seite ist er Gelehrter- Träger ober Begleiter wissenschaftlicher Fortschritte. Drittens ist er Erzieher. Die beiden ersten Eigenschaften teilt der Gymnasial- mit dem Universitätslehrer. In dieser Doppelstellung unterscheidet er sich durchaus von dev Lehrern in anderen Ländern. In Frankreich z. B. ist der Lehrer weder Beamer noch Gelehrter, da die Schule nicht Staatsschule ist, in England ist er zumeist der Angestellte eines Privatunternehmens. Also ist die Stellung dex Lehrer in Deutschland von ganz besonderer Art. Redner verweist auf die fortgesetzte literarische Tätigkeit der Lehrer an den höheren Anstalten, die Unterstützung und Verarbei- ung der Fortschritte auf wissenschaftlichem Gebiete durch sie und kommt zu dem Schluß, daß die Stellung der höheren »15 Gelehrten st and aufzu«, jtounge ist. Die deutsche Gelehrtenschule will vorbereiten zu wissenschaftlicher Arbeit. Das Jahr 1810 ist gewissermaßen als das Geburts- Zur Aushebung des § 2 des Jesuitengesetzes erhalten wir folgende Zuschrift: Nachdern die erste Aufregung über die Aufhebung des § 2 sich etwas gelegt hat, sei es einem älteren evangel. Geistlichen gestattet, einige Bemerkungen zur Sache zu machen. Was hatderBundesrateigentlich verbrochen ? Antwort: Er hat einem vom Reichstag seinerzeit mit Majorität gefaßten Beschluß seine Zustimmung gegeben. War das etwas ungesetzliches'? Durchaus nicht, ganz im Rahmen dcr Gesetzgebung ist die Sache erfolgt. Alenn nun in früheren Fällen die sozialdemokratischen Blätter über das Zustandetommen oder über die Art des Zustandekommens eines ihnen nicht genehmen Gesetzes in allen Tonarten losschlugen, so wußte man sich nicht genug hierüber zu entrüsten. Und wenn nur § 2 ganz gesetzlich ausgehoben wird, verfällt man in denselben Fehler, packt den Kanzler und wer weiß wen an, als sei dem Gesetz ins Gesicht geschlagen worden, fordert die Evangelischen auf, gegen die Regierung „mobil" zu machen usw. Warum gedenkt man denn hier nicht des apostolischen Wortes: „Ein Jeder sei untertan seiner Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat; denn es ist keine Obrigkeit, denn von Gott." Jedenfalls nimmt sich die Sache sonderbar aus. Und nun etwas naher zur Sache selbst. Es machte einen ganz eigenartigen Eindruck auf jeden ruhigen Leser, wenn er alle die Beiürchtungen aufgezahlt las, die an die Aushebung des § 2 geknüpft werden. Bei manchen Artikeln bekam man geradezu den Eindruck, jetzt sei es mit der evangelischen Kirche aus, die Jesuiten schassen sie in absehbarer Zeit aus der Welt. Da mußte ich mich fragen: Steht es wirklich um unsere Kirche so schlimm, daß sie vor den Jesuiten die Flagge streichen müßte, dieselbe Kirche, von der wir doch immer bekennen und mit Recht bekennen, die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwinden? Wahrlich, die Leute, die die Welt so gruselig machten, haben ihrer Kirche damit keinen besonderen Dienst geleistet. Und wenn man an die in früheren Jahrhunderten von den Jesuiten geleiteten Gegenreformation in manchen Ländern erinnert, so sei unjerieits daran erinnert, daß wir eben einen deutschen Kaiser deutscher Nation haben und dazu einen protestantischen Wenn er auch feinen katholischen Untertanen das größte Entgegenkommen zeigt, wie nicht mehr als billig, denn es sind doch auch Christen und seine Untertanen, so hat er sich doch schon oft als gut evangelisch bekannt. Möchten nur die Evangelischen gerade mit Bezug auf die Aufhebung des § 2 sich enger aneinander schließen nicht zum Kampf nach außen, sondern zu größerer Glaubensgemeinschaft nach innen; möchte nicht soviel niedergerissen, sondern mehr aufgeoaut werden; möchte mehr das „evangelisch" als das „protestantisch" betont werden! Jeder Evangelische auf seinem Poften, fest stehend auf seinem evangelischen Glauben, wie er ihn von «Jätern überkommen hat, geziert durch ein recht evangelisches Leben und dabei duldsam gegen seine Mitchristen der anderen Konfessionen — so braucht es uns um unsere Kirche nicht bange zu sein, auch wenn die Jesuiten kommen. Valitische Tagesschau. Wasserwirtschaftliche Reformen In Schlesien. Der „Reichsanreiger" schreibt: Nachdem der Gesetzentwurf betreffend die Maßnahmen zur Regelung der Hochwasser-, Deich- und Vorflutverhältnisse an der oberen unb mittleren Ober am 2T März dem Provinziallaiidtag von Brandenburg und am 25. und 26. März dem Provinzial- lanbtage von Schlesien zur Aeußerung Vorgelegen hat, ist er zusammen mit ben übrigen wasserwirtschaftlichen Vorlagen dem Abgeordnetenhause zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung zugegangen. Tie Provinziallaiidtage der beteiligten beiden Provinzen haben ihre grundsätzliche Zustimmung zu dem Gesetzentwurf ausgesprochen, der Zustimmung zu den Beschlüssen jeboch noch einige Abänderungsvorschläge zugejügt. Wahrend die Vorschläge des Provinziallandtages von Brandenburg hauptsächlich auf eine stärkere Beteiligung der berufenen Organe dieser Provinz bei der Ausführung des Gesetzes hinzielen, wünscht der Provinziallandtag von Schlesien außer einigen Zusätzen zu ben) § U und 15 des Entwurfs wesentlich die öffentliche Auslegung des Gesamtplanes und der Sonderpläne, Veränderung in der Zusammensetzung des Oderstromausschusses unb Streichung ber besonderen Bestimmungen für die Finanzierung des Breslauer Projekts (§ l Abs. 3 des Entwurfs. 2. Zur Vermeidung einer Verzögerung unb um die zusammengehörigen loafserwirtschafttichen Vorlagen einheitlich einbringen zu können, war bie allerhöchste Ermächtigung zur Vorlegung des Entwurfs an ben Landtag bereits erwirkt, bevor ber Entwurf dem schlesischen Provmziallandtag zur Aeugerung zuging. Tie enbgillige Stellungnahme bei Staatsregierung zu ben Beschlüssen ber beiden Provinzial- lanbtage war vor ber Einbringung ber Vorlage an ben Landtag der Monarchie niuit mehr zu ermöglichen. Der Entwurf ist daher dem Landtage in derselben Fassung wie früher den Provinziallandtagen zugegangen. Tie Staatsregierung wird aber ben Wünschen der beteiligten Provinzen, soweit angängig, tuntich,i bei Gelegenheit ber Ver- hanbltingen im Landtage Rechnung tragen können. Namentlich ist zu erwarten, daß der Wunsch des schlesischen Provinziallandtags, die besondere Bestimmung über bie Kostenverteilung für bas Breslauer Projekt aus bem Entwürfe zu streichen, wirb Berücksichtigung finden können. Es würben alsbann die allgemeinen, für bie Aufbringung ber Kosten im Entwurf gegebenen Vorschriften auch für die Arbeiten bei Breslau in Anwendung kommen. Ir. 85 fr «illnt tögsich mit Ausnahme des Sonntags. General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen r il itiirfo fi'i „Gießener Zamilienblälter" werden dem „ jitgei viermal wöchentlich beigelegt. Der »[< siche Landwirt erscheint monatlich einmal. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schnlstr.V. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.; Anzeiger Dießen. n iqqiI G r f f er Ausführlich meldet über den Angriff Gouverneur Leut- MBth öinn 11. b. M.r tzch habe mit ber bereinigten Hauptabteilung (Dürr) urrnd der Mftabteilung (Estorfs) bie Hauptmacht bcs Fein- deN etwa 3000 Gewehre, bei Cnganpra angegriffen. Die X-.tto befanben sich in starker, kreisförmiger H i'ji'jtr ftellung, Front nach Nordwesten. Zuerst wurde >e'.ri s.üidliche linke Flügel umfaßt und zurückgeworfen, icitn c-folgte der Angriff gegen Mitte und rechten Flügel. ;i eitrgische Gegenstöße des letzteren gegen unseren Lii jilin Flügel wurden abgewiesen. Mit Einbruch der iiliir.H'it, nach achtstündigem Gefecht, wurde die , ei nitiliä:: Stellung durchbrochen. Der Gegner ist nach allen 'ei.iikn, ;nit den Hauptkrästen anscheinend in nordöstlicher •n Mil!Her Richtung, jurücf gegangen. Folgende diesseitige >e:c:ü|ie sind zu verzeichnen: Gefallen: Oberleutnant 3 Lao i.i Estorfs aus Veersen bei Uelzcn, Leutnant - nxöu c f a r b Frhr. v. Erfsa aus Werneburg (wie eine al,°qiilhü besagt, ein entfernter Verwandter des Reichskanz- erxä tenfen Bülow. T. Red.), Kreis Pößneck, Gefreiter KoM, 3 Batterie aus Jagenow, Kreis Kvlchcn, Gefreiter Hei?'.nh Schröll, 4. Feldkomp., aus Kaulbach bei Homburg >He8f EchwerverwunDet: Leutnant Richard b. Rosen- ■ü - ..r.' Kassel, 1. Feldkomp., früher Franz-Regiment, Scii)-. .m Oberkiefer, Sergeant Gustav Liedtke, 4. Feldkomp, aucr-äwizen (Kreis Bartenftein), Schuß im rechten Ellen- j )(Gefreiter Otto Lucas, 4. Feldkomp., aus Altlands- L.-t" giti Berlin, Schuß durch beide Beine, Reiter Heinrich u4. Feldkompagnie, aus Großburgwedel bei Hanno! an, Schuß im rechten Unterarm, Sergeant Wieland, 1. Fel tckift.'., aus Buchenbrenn, Kreis Pforzheim, Brustschuß luil ÄMcgsfreiwilliger b. Blano, 1. Feldkomp., aus Berlin, Sih kurch ben linken Unterschenkel. Leichtberwunbet: -Mittel Schlabitz, 1. Feldkomp., aus Guerznow, Kreis LissLäster Zeigeftnger abgeschossen, Reiter Kube, 1. Felb- koui'itz, aus Misloslawa, Kreis Birnbaum, Streifschuß am roch -aü Unterschenkel, Gefreiter Warnke, 1. Felbkomp., aus Tiscchili-n, Kreis Lubwigslust, Verlust zweier Finger an der :| Litern Hand durch einen Schuß, Gefreiter Georg Rüaer, 1. s Mvanp., aus Berlin, Streifschuß am rechten Ober- fdiet-Jl., 'befreiter Emil Effort, 1. Feldkomp, aus Schön- lank:ü, eis Czarnikau, Streifschuß am rechten Unterarm. gittkr Tonnten. Eber ft ße u t wein meldet aus Okahandja: Er ■ rit mn 9. April mit der bereinigten Abteilung (Dürr) u rr! Heslableilung .(Estorfs) die Hauptmacht der Hereros, et-il?’3)00 Gewehre, bei Onganjira angegriffen, ycach acht» ft M gxm Gefecht wurde die starke feindliche Stellung durch- bin.I r. Die Gegner sind nach allen Seiten zu- ' ! gangen. Tot: Oberleutnant E stör ff, Leut- r f f c r, zwei Reiter. Schwer verwundet: 3tilr.nn Rosenberg, fünf Reiter. Leicht verwundet fünf litt. Verluste des Feindes schwer. Von der Abteilung llliicii :ipb nichts neues. fltio hat die Vermutung, die in kolonialen Kreisen zp worben unb in unserer gestrigen Nummer ausge- j oi. eri war, bock Recht behalten. Es hat noch einen Zu- soWinistoh ber deutschen Hauptabteilung, die von Ota- h.flidjL üftwärtd nach Otjosasu aufgebrochen war, mit bem w-iiji H Otjosasu ausgestellten Haupttrupp ber Herero ge- 0i «slen. Unb dieser Zusammenstoß ist von größerer Be- büsiiu.r: und für die Deutschen erfolgreicher als das Gefecht b' ei (li: (jami, wenn eS auch wiederum leider nicht ohne bi^M.'cib» Verluste für uns abgegangen ist. Oberst Dürr bi ml l i Okansira in achtstündigem Gefecht die Hauptmacht i>i??i ero geschlagen und nach Osten und 9iorboften aus- ei ni i t..getrieben. Der Angriff wurde durch Umfassung des seckiidlichen linken Flügels eingeleitet und zwei größere O -.r t >ioße des Feindes zurückgewiesen. Erfolg dieses Gefechts ist, daß dre seither getrennten befrüi-f < i Abteilungen fortan gemeinsam operieren । ui} nvj bie Gesamtstreitkräsle ber Herero losgeyen können. L-Ae kanntmachung ber Verlustliste des Ge- feiijiüS lei Okarharni hatte in der Presse zu Klagen ge- ,111)1 Z.ie „Nordb. Allg. Ztg." schreibt: In ber Taaes- brefitfii't darüber Klage geführt worden, daß die Verlust- lifle !:■ am 2. April gegen Herero stattgebabten Gefechts bei - Olatzarni niajt gleichzeitig mit bem Bericht u 5 e düiS Gefecht selbst unb erst 12 Stunden, nachdem i li-: durch ein hiesiges Lokalblatt gebracht war, ver- vffei-Mftl sei. Wir erfahren hierzu, baß es an amtlicher 2t l.x ii: angezeigt gehalten wirb, bie Verlustlisten nicht ehe veröffentlichen, al§ Vis bie Angehörig im aamtlich in angemessener Weise mit Na LijQiaü t versehen worden sind. Es Wirb davon aus- gegam-n,, daß auch die Angehörigen beanspruchen können, von n h sie angehenden Verlusten nicht zuerst durch eine Zeiti ebiiachricht zu erfahren. Daß im vorliegenden Fall eine i kllsitändige Verlustliste einer hiesigen Zeitung durch cinerc. u.egsberichterstatter zugehen würde, konnte nicht voraLU^jchtzt werben. Zweites Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 12.Aprilk904 Gießener Anzeiger En Berliner Mitarbeiter schreibt uns unterm 11. April: ' St Nachricht von bem erfolgreichen Vorgehen gegen Die Siplrnacht ber Hereros würbe heute nachmittag in der itiirien Stunde in Berlin burch Extrablätter begannt. starken Verlusten in bem Gefecht vom 2. April fast als ein Trost empsunben, baß biesmal, ob* schom:!:e Entscheibung eine schwerere und wichtiaere war, ber Gefallenen und Verwunbeten erheblich ge- ring-,!3 Lit. Von militärischer Seite wirb ber Sieg ber Unfrei als bewundernswert bezeichnet, als ein taktisches ■jjid1 l i.d. hoch zu veranschlagen sei auch ber Einbruck ber tL enlegenheit, ben ber Fernb zweifellos von diesem wuOtni Schlag empfangen habe. 9ie heutige Dummer umfaßt 8 Seiten. Aeutschsüdwestafrlkanifchcs. Oeiflenr, Montag, nachmittag erhielten wir folgendes tWr:mnn, das wir in ber Stadtauslage noch bekannt nsioi Safche- aus aCbjeltu., von öelbqtbu iy. untet 8381 cn i: Gesm Heit Mittw»-! Ull l! St in W»* ruttw' nun er handln. uruer v.o. A. i j. Licll kameod. -mpaui- jucht dis t bei all. Ikonen, nid). gi. d. dl ffiaset fiesü fiesfc dtt 3406 [3358 tage. ädchcu n zwei [01919 elO. »gei. an. in per atze 8. chea paus- 0199? ße r. n einem 3383 eschäil, iE/ evang. Schiesii- tileMen, werden aui >hek mkitti! unter 3419 mU am liebst:. -; heirat iril-7 befi§erin,lMOif»i geb. pemi.iwr.-'; Lss.,.»erii!^.rr WL mit Herrn, Lc.. auch Bild urdt} Berlin 8.41, heirat!Tc ^äusl er^ üerm gut tttx .sitimiit'Sn refi Seien aus . [3259 , d. Bl cni lsasier. 6, sleitz., 15.3)löi ), pari. f aff en fei, und daß et somit ein höchst wichtiges Element tm Volksleben bilde. Deshalb dürfe der Lehrerstand auch solange nicht aus seiner Kampfstellung nbrückcn, als er nicht die völlige Gleichstellung erlangt habe. (Stürmischer Beifall.) Nicht nur Privatinteressen, sondern ein weitgehendes öffentliches Interesse fordere, daß eine offensichtliche Minderbewertung des Gymnasiallehrerstandes endlich verschwinde, weil dadurch die Ausgabe des Lehrers erschwert uni) allerlei Hemmungen und Widerstände bei Eltern und Schülern ausgelöst würden. Oberste Aufgabe des Verbandes muß es also sein, die Anerkennung der Gleichartigkeit mit anderen akademischen Berufsarten zu erstreben. (Bravo!) Dabei sollte man aber nicht vergessen, daß Lehrer Beamte feien, wenn auch aus besondere Art. Der Lehrer ist Kulturbeamter, kein politischer Beamter. (Beifall.) Er steht im Dienste nicht irgend einer politischen Richtung, sondern der nationalen, geistigen Kultur, und darum wird er innerhalb der Beamtenschaft eine besondere Stellung einnehmen müssen. Es kann der Lehrer nicht in derselben Form regiert werden, wie es auf anderen Gebieten, des Militärwesens re. möglich ist. (Stürm. Beifall.) Es muß also der Lehrer eine mehr externe Stellung einnehmen, etwa wie sie der geistliche Stand inne hat. „Geistliche Dinge müssen geistlich gerichtet werden!" wie ein altes Sprüchwort sagt. So muß auch der Lehrerstand besonders gerichtet werden, und d es muß die vornehmste Ausgabe des Staates sein. Die Kultur der geistigen Kräfte der Menschen ist doch in jedem Falle die Hauptsache, und deshalb muß sich der Kulturtechniker, der Lehrer, auch höchster Schätzung ersreucn. Wir geben deshalb unsere Sache der wohlwollenoen amtlichen Erwägung anheim. (Lebt). Beifall.) Mr dürfen dabei nicht vergessen, daß dem Staat die Wichtigkeit dieser Aufgabe nicht sogleich und nicht in vollem Umsange einleuchten wird. Auch die Gesellschaft wird die Gleichstellung noiij nicht sofort realisieren. Militärische und politische Aemter und ihre Inhaber wird die Gesellschaft immer höher einschätzen, als etwas größeres empfinden, denn das liegt in der Natur der Sache. Die Wichtigkeit dieser Aemter ist so klar und greifbar, daß sie jedem einleuchtet, imo die lebten Schicksale großer Völker haben immer in den Händen politischer oder militärischer Führer gelegen. Demgegenüber ist der Lehrerberuf ein weniger merkbarer, weil leijer auftretender, und für die Menge nicht so verständlich, weil sie nur unsere Einwirkung aus die Fugeno sieht. Es wird wohl auch wahrscheinlich niemals anders werden. Wer aus der Schule austritt, wird immer das Gefühl haben, daß er serne Lehrer hinter und unter sich läßt, und so rückt er späterhin iveit von ihnen ab. (Heiterkeit.) Es liegt dieser Druck auf der Lehrerschaft, und niemand wird dem wehren können. Aber es ist wesentlich, daß der Staat ihn mindert durch Regelung der Rang- und T i t e l v e r h ä l t n i s s e. (Beifall.) Im übrigen hat die deutsche Lehrerschaft ihren Platz innerhalb der gelehrten, innerhalb der wisienschaft- lichen Welt, und die Wissenschaft gilt überhaupt in bezug aus die Rangstellung hors de concurs. Wer in der Wissenschaft einen Namen hat, kann aus Rang und Auszeichnung verzichten (lebh. Beisall), wenn er auch nicht oft in die Lage kommen wird, diesen Verzicht zum Ausdruck zu bringen. (Heiterkeit.) Dabei muß jedoch erwähnt werden, daß der größte deutsche Bundesstaat, Preußen, dieser Seite dec Sache neuerdings eine erhöhte Aufmerksamkeit schenkt und daß er letzthin einen besonderen Posten für die Förderung wissenschaftlicher Zwecke bewilligt hat. (Beifall.) Ich zweifle nicht daran, daß auch die anderen Bundesstaaten diesem Beispiele folgen unü daß vor allem die großen und wohlbabenden Studie sich das ad notam nehmen werden. (Beifall.) Der Redner warnte dann vor dem Ne.d aus die Erfolge anderer Kollegen auf dem Gebiete des wissenschaftlichen Fortschritts cha ja, luie bei der katholischen Kirche die guten Werke der Allgemeinheit zu gute kommen sollten, auch der Erfolg eines Kollegen dem ganzen Staude nützen würde, und schloß: Ter Lehrerstand hat feine Aufgaben zu erfüllen, wie sie kaum einem airoeren Berufsstande obliegen. An seine geistigen Klüfte, feine wissenschaftlichen Fähigkeiten werden die allerumsajsendsten und allerhöchsten Anforderungen gestellt, Anforderungen, die denen an die Universitätslehrer in nichts nachstehen. Er hat es deshalb notwendig, Fühlung mit allen Kreisen zu erhalten. Vor allem niu]|in wir Freiheit fordern, Freiheit für die persönliche Wirksamkeit, für die lintfaltung dec persönlichen Kraft. Es handelt sich bei der Lehrtätigkeit um eine freie Kunslübung, bei der der Künstler m t feinet Persönlichkeit za btt. Ter Lehrberuf ist fo auszusasftn, daß Lehrer und Schüler den Weg nicht als eme verhafte Straße gehen, deren Ende sie herbeisehnen, fonöern als einen Weg, der durch einen Weg von Wundern fuhrt. (Beifall.) Notwendig sei vor allem eme Verminderung der P^.ichtßuiiden und der Pslichtarbeilcn, wie die Herab.etzung der Schülerzahl. Das seien natürlich Forderungen, die Geld kosten, aber durch Verbreitung von Aufiläruug werde sich auch diese Schwierigkeit aus dem Wege räumen lassen. Man müsse den Eltern sagen: Wollt ihr wirklich die beste Ausbildung für eure Söhne, fo müßt ihr auch dafür zahlen. (Lebh. Zustimmung.) Bildung sei keine Mastenware, sondern bas höchste und edelste Gut der Nation. Wolle man dies erwerben, so müsse man auch die dafür berufenen Männer auch gesellschaftlich und materiell so stellen, daß sie nicht am Nötigsten zu leiden hätten. Wenn der neue Verband diese Maxime ins Volk trage, so sei der erste Darmstädter Verbandstag für alle Beru,sangehorigen ein glücklicher zu nennen. (Stürmischer, langanhaltcnder Beifall.) Nachdem Pros. Vlock-G.eoen demVoriragenden feinen Dank ausgesprochen hatte, trat um y43 Uhr e.ne Frühstückspause ein. Darauf hielt Oberlehrer L a u t e s ch l a g e r- Darmstadt einen längeren sau)w.ssenfchaftlichen Vortrag über „Anschauung und emschauungom.Eel beim Unterricht ', Prof. Ka lisch-Stettin gab e.n längeres Referat über d.e Bedeutung des „Kuntze-Kalenders" und seine Ausdehnung auf Süddeutschland. Tie Versammlung beschließt nach eingehender Besprechung die Trennung d.s Kalenders in zwei Teile, einen für die preußischen uno einen für die füddeut- schen Schulen, zu eiiipfehlen, und dem zweiten Teil auch eine Abteilung für die deutschen, ausranbeschen Schulen hinzuzusügen. Daraus empfiehlt noch der Schatzmeister der Magdeburger allgemeinen Sterbekasse den Beitritt aller Kollegen zu derselben. Der greife, hochverdienstvolle Tr. Schröter- Kiel dankt der Versammlung für das ihm stets erwiesene Interesse und schildert, wie die mecklenburgischen Schulen noch sehr im argen lägen. Pros. Stauding er-Mainz bespricht noch ein neu- gegründetes Institut für moderne Sprachen in London. Damit ist die Tagesordnung in der Hauptsache erschöpft, einige kleinere Sachen sollen noch nach der Tafel erledigt werden. Praf. Schmid t-Breslau dankt namens der auHwä- tigen Kollegen, Prof. Block und den ubr.gen Borpands- mitglicdern für ihre große Mühewaltung und den vortrefflichen Verlauf des ersten Verbandstages. An dem Festessen konnten wegen mangelnden Raumes viele der später Angemeldeten nicht mehr teilnehmen. Am Abend fand noch im Bahnhofshotel ein Abschiedstrunk statt. Ein großer Teil der auswärtigen Kollegen blieb auch noch am Sonntag hier, um sich an dem gemeinschaftlichen Ausflug in die Bergstraße zu beteiligen. Dem Vorsitzenden, Prof. Block in Gießen', gingen folgende Telegramme vom Kaiser und vom Groß- Herzog zu: Seine Majestät der Kaiser und König haben die Meldung von der Gründung eines Verbandes aller Provinzial- und Landeövereine akademisch gebildeter Lehrer int Deutschen Reiche gern entgegengenommen und lassen für den treuen Huldigungsgruß des Verbandes bestens danken. Aus Allerhöchsten Beseht Der Geh. Kabinetsrat v. L u c a n u s. Se. König!. Hoheit der Großherzog lassen dem hier gegründeten Verband der Vereine akademisch gebildeter Lehrer Deutschlands sür die ausmerksame Begrüßung bestens danken und wünschen ihm glückliches Gedeihen. Röm Held, Geh. Kabinetsrat. Aus Stadl und Land. Gießen, den 12. April 1904. — Per so na lien. In den Ruhestand versetzt wurde der Bahnwärter in der Hess. Preuß. Eisenbahngemeinschaft Balthasar Knöß zu Göbelnrod mit Wirkung vom 1. Juli 1904 an. ** Das Amtsblatt deS Großh. Ministeriums der Justiz Nr. 8 vom 30. März d. I. enthält ein Ausschreiben an die Großh. Standesbeamten betreffend die Führung deS Meistertitels (betrifft die Beobachtung der gesetzlichen Vorschriften über die Führung des Meistertitels usiv. bei Einträgen in die standesamtlichen Register). ** Silberne Hochzeit feiern am Donnerstag, der Gastwirt Louis Bourgeois und Frau. ** Orientfahrten deutscher Lehrer. Die diesjährigen vier Studienreisen nach dem Orient beginnen am 7. Juni, 5. Juli und 2. und 30. August in Triest. Jede Reise dauert ab Triest bis wieder Triest 36 Tage, die Kosten belaufen sich auf ungefähr 900 Mk., auch Nichtlehrer und Damen können sich beteiligen. Jede Reife verfolgt folgenden Weg: Trieft, Brindisi, Korfu, Patras, Korinth, Athen, Konstantinopel, Smyrna, Rhodus, Beirut, Libanon, Baalbek, Damaskus, Haifa, Karmel, Nazareth, Kana, Tiberias, See Genezareth (Bootfahrt nach Kaper- naum), Jaffa, Jerusalem, Bethlehcm,Emmaus, Bethanien, Jericho, Totes Meer, Taufstclle am Jordan, Port Said, ^uezkanal, Kairo, Memphis, Pyramiden, Alexandrien, Brindisi, Triest. Außerdem finden, wie die „Köln. Ztg." schreibt, noch zwei Sonderfahrten von je dreiwöchiger Tauer statt, die am 29. September bczw. 20. Oktober in Trieft beginnen, sich auf Egypten-Palästina beschränken und mit etwa 500 Mk. bestritten werden können. Auskunft erteilt Jul. Bolthaufen in Solingen. '* Ueber Weinbau und Weinernte im Groß- Herzogtum Hessen im Jahre 1903 entnehmen wir einige Notizen den Mitteilungen der Großh. Zentralstelle für die Landcsslatistik. Die Anzahl der Gemeinden mit Weinbau beträgt in der Provinz Starkenburg 40, in Oberhessen 5 (in den Kreisen Büdingen und Friedberg), in Rheinhessen 178, also im Grobherzogtum zusammen 223. Die Zahl der im Ertrag stehenden ha. Weinberge ist im ganzen 13,403,0 und verteilt sich auf Starkenburg 678,7, Oberhessen 11,0 Rheinhessen 12,713,3. Der Wert des Ertrags an Wein für das ganze Großherzogtum betrug im ganzen 12,121,076 Mark bei 23,4 Mark pro Hektoliter. Von diesem Ertrag (518,482,8 Hektoliter) fallen aus Rheinhessen 11,596,680 Mk., (495,392,4 Hektoliter) aus Ober Hessen 3,600 Mk.(120Hektoliter), auf Starkenburg 520,796 Mk., (22,970,4 Hektoliter). Den größten Ertrag produzierte der Kreis Oppenheim mit 191,499,8 Hektoliter; den zweitgrößten der Kreis Worms mit 91,862,7 Hektoliter. **D. Fl.-V. Der Jahresbericht des Deutschen Flo tte ii-Ver e ins für 19 0 3, der soeben verschickt wird, stellt ein bcmerkrnSwertes finanzielles und organisatorisches Erstarken deS Vereins fest. Tie Bilanz schließt in Einnahmen unö Ausgaben nut 541497.12 Mk.; nach dem Voranschlag für 1901 werden die laufenden Ausgaben durch die lausenden Einnahmen gedeckt, derad, daß zum Jahresabschluß cm Betriebsfonds von 68711.54 Mk. oen- bleiben soll . Außerdem verfügt der Verein über ein fcbulbenfieied Vermögen von 278597.98 Mlk. Die Gefolg- fchaft des Deutschen Floticn-VcreinS betrug am 1. Januar 1904 633 000 Kopse; die Zahl der Geschäftsstellen ist (um 150) auf 3595 gefliegen. Nachdem auch für Sachsen-Meiningen und Schwarzburg-Rudolstadt Landesverbände gegründet find, ift das Organisationsnetz in ganz Deutschland zum Abschluß gebracht. Für Seewohlfahrtszwecke wurden abermals beträchtliche Summen aasgegcbcn: aus dem Ehinafonds b.s Ende lü03 2., 413.80 Mk., baä Kapital des Fonds beläuft sich auf 142 487.45 Mk., für sonstige Zuwendungen an Seemannshetme, Seemannshäuser, See- niQnn»mif)ionen, Volksbüchereien, Lesehallen usw. bis zu dem gleichen Zeitpunkt 45000 Mk., und es steht zu erwarten, daß 1904 die Betätigung des Vereins für See- wohlfahrtspslege erheblich gesteigert werden kann, da die erste Gesellschaftslotierie, deren Ertrag ausschließlich hierfür bestimmt, nach sorgfältiger Schätzung einen Reinertrag von m.nvestens 40 000 Mk. bringen totrd. § Ettingshausen, 10. April. Ter Gemeinberat faßte den Beschluß, der abgebrannten Stadl Aa 1 esund in Norwegen eme Unterstützung in Höhe von einem Pfennig pro Kopf der Bevölkerung zu übersenden. Derselbe Beschluß wurde auch in einigen Nachbarorten gefaßt. § Friedberg, 10. April. Ein großes Sängerfest mit Gesangwettstreit findet im Juni auf der städtischen Seewiese statt. Der frühere Handwerkeroerein, jetzt Gesangverein, verbindet damit fein Fahnemveihfest. — Für ein ev angel. Vereinshaus stiftete Frl. Wortmami aus Newyvrk 500 und ein Unbekannter 100 Mk.; außerdem wurden für die Orgel und die Heizungsanlage in der Stadtkirche 16o Mk. geschenkt. — Nach erfolgter Abrechnung über den Geländ eer werb der Bahn Friedberg- Homburg hat die Stadt 24 912 Mk. zu tragen. r. Friedberg, 10. April. Eine wertvolle alte K a st e n u h r befindet sich in dem Besitze de5 Herrn Vorbach, die cm scheinend aus dem 17. Jahrhundert stammt. Das Gehäuse ist etwa 2,25 Meter hoch und durch Beschläge zc. schön verziert. Das Werk selbst ist von Uhrmacher Burck iviederhergeftellt worden und funktioniert vorzüglich. — Der (Babelsberger Stenographenverbandb- Main-Rheingaues und von Hessen-Nassau bäu 3. Juli hier seinen Verbandstag ab. § Schotten, 11. April. Gestern starb der ,> Tounstenkreisen bekannte Besitzer der Sommerfrische Gasthofes „3um Posthäuschen* Jean Merz. t Mücke, 11. April. Die mehr und mehr aufblüh^v Station Mücke beginnt allmählich ein beträchtlicher dustrieort zu werden. Die 1903 eröffnete Vabniir^- Laubach-Mücke hat wieder großen Verkehr gebracht eine Erweiterung der Holzindustriewerke veranlaßt (&ap ‘ in artig wird von der rheinischen Bergwerksgesellschaft neues Gifenfteinbergroerr angelegt und durch eine Erahn'? r bahn mit der Station verbunden. Die reichhaltigen Gierr steinlager haben nur geringe Tiefe. Dem stets fteiaenLi Verkehr der Reisenden und Touristen wird durch Erbauur eines Hotels durch Bauunternehmer Winn-Gießen Rechnun getragen, das bis Herbst vollendet sein soll. ch. Angersbach bei Lauterbach, 10. April gnie.. äußerst reger Wahlbeteiligung verlief am Freitaa Bürgermeisterneuwahl. Ta der seitherige Buraci- meister Kircher, welcher 18 Jahre das Bürgermeisteraw verwaltete, eine Wiederwahl ablehnte, so hatte man imn Kandidaten aufgestellt. Landwirt Moderner ging aus de- Wahl mit 14o Stimmen als Ortsoberhaupt hervor- flv1 den Gegenkandidaten Landwirt Schmidt entfielen 95 Stimmen. ----- Dutenhofen, 11. April. Die Errichtung ein., Güterverladestelle auf der hiesigen Haltestelle läßt woix immer noch eine geraume Zeit auf sich warten, da bis je-- noch fein einheitliches Verständnis mit den beteiligten Grundbesitzern erzielt werden konnte. Wie wir aber erfahren, 1 inzwischen das EnteigmmgSversahren eingeleitet worden, ai/ dessen Ausgang man allgemein gespannt ist. Bensheim, 10. April. Unter dem Vorsitz unsere- Landtagsabgeordneten Kommerzienrats W Euler faiu gestern nachmittag im Hotel „Zum deutschen Haus- eui von über 60 Orts- und Vereinsvorständen besuchte ier. sammlung statt, welche sich mit der Frage der hebun des Fremdenverkehrs und des Zuzugs von fremder an der Bergstraße eingehend beschäftigte. Der Vorsitzen wies aus die Notwendigkeit einer umfassenden, zftlbe. wußten und durchaus reellen Reklame hin. Der Vorsixem- des Verkehrsvereins, Stadtverordneter Stemmer, legte bar daß die vielen Tausenden, die alljährlich an unsere: wunderschönen Gegend vorüberfahren, auf die Lchonheiier der Bergstraße aufmerksam gemacht würden. Dies werde am besten und billigsten erreicht durch Herausgabe einte hübsch ausgestatteten Führers, der dem in den Schnellzügen vorüberreifenden Publikum verabfolgt werden solle Eine äußerst lebhafte Diskussion schloß sich öiejen Ausiuiu- ungen an. Man wünschte einhellig, noch für dieses Hahr mit der Reklame zu beginnen, und zwar zunächst mit te: Herausgabe einer Karte der Bergstraße. Hieraus schritt man zur Bildung eines Ausschusses, der darauf seine erste Sitzung ablnelk. Er legte sich den Namen „Verkehren: schuß der Bergstraße" bei. Mainz, 10. April. Vom Rhein schreibt man dem „M. Tgbl.": Entgegen der in früheren Jahren herrschenden Gepflogenheit, wirb es jetzt, nachdem die letzten Sinter* monate ein recht flottes Geschäft im Schleppschisi:.,.:.' betriebe gezeitigt, flau im Sch iffahrtsioesen. allgemein ift in Schifferkreifen die Klage über mangelnd-? Geschäft, und von den inederrheiniscyen, tutyriji.;; ..... den holländischen Hafen- und Verladeplätzen ltuuen d . . gnostikons für die nächste Zeit nicht besonder- nfr; - - Es wird zu wenig verladen — sogar im Kohlengejchair es langsamer — und sonach stellen sich mangels ent* sprechender Nachfrage und bei steigendem Angebot V-. Schiffsraummieten und Schlepplöhne derart niedrig, M von einem eigentlichen Verdienst wohl kaum die R.dc sein kann. Unangenehm bemerkbar macht sich auch befonßerl die mangelnoe Zufuhr russischen Getreides, das in somug-n Frühjahrszeiten ein Hauptverladearlikel in den yollandt* schen Häsen — speziell für den Mittel- und Oberrhein — bildete. — Eine gemeine Roheit ist in der Na-: auf Samstag verübt worben. In geradezu besnaU- Weise haben Bubenhänbe an dem NeubM der Fleisäiete:* berufsgenossenschast in der Rheinallee gehaust und einen Schaden von nahezu öreitaujeno Mark «uigeuchüt, mocc sie an den meisten Fenstern die Steineinsaßung bermju® beschädigten, daß die Steine herausgenonunen uno bi-- neue ersetzt werden müssen. — Die Tüncher hadcn u einer Versammlung mit 271 g.gcn 10 Skimnun b s-l h am Montag in den Au s st an 0 zu treten. Lei < ckc mr Firmen, die die Forderungen der Arbeiter genehnmft - wird weiter gearbeitet. Die Streikenden verlangen t stündige Arbeitszeit, einen Lohnzuschlag von 3 v'3 die Stmrde und dreijährige Festlegung des Vertrags, |u für jedes Jahr bi- 1l0j em.n Pfennig die ctunöi - zuschlag. Tie Mehrheit der Meister wollte d.e Hn'lu :; Arbeitszeit und 2 Psg. für die Stunde Zulage Groß-Gerau, 11. April. Am Montag, U- «jj wurde der nach allen Forderungen der Neuzeit und Hygiene errichtete Neubau der höheren b ö , schule in feierlicher Weise eingeweihk. Tas Haus ■ v jieben Klassenraume, eine kombinierte Klafft, jn*»< nasialllassen, eine Aula, einen Turnsaal, emen nebst chemischen Kabarett- und Apparatenraum, ctE/rtri.;, zimmer mit Vorraum, ein Lehrerzimmer, ein M • zimmer, ein Bibliothekzimmer und zwei weitr ^ । N bare Räume. Zwei Kessel im Kellerraum for0cJJr;r. druckdampsheizung. Tie Fasjadenzeichnungen | s Architekt A. Wienkoop-Darmstadt. Der Voran Mag 122000 Mk. vor; die Bautosten allein betragen aV'.x 147 000 Mk. giecljnet man di« -tosten dm 2uS>Ia mng so kommt die neue Schule etwa auf IbOOUU « -6 un> eine Summe, die für eine Gemeinde von für im Höchstfall 150 Schulkinder l Durch ministerielle Verfügung vom lo. fqjIn)(,r|C{uju'«' ist von Ostern 1904 an die Errichtung fincr, Joß( dec klasse genehmigt worden. Lorlausig aber > . wenigen Schüler wegen eine solche K.asft m- werden. Wer das Examen zum (rinjaOrig'd * 2arlr* machen will, muß nach wie vor noch ein o J ftfldt gehen. (D. Ztg.) Welsen und dc° Kleine Ar i r r e i l u n g e n aus Y -1 m Nachbarstaaten. Ein in einem Sv ,n ^n? Hanau tätiger Fahrbursche nahm vor cmig Sublimatpasulle zu sich und mugte oem> zngeführt werden, in dem er Samstag m» 9 „arm »oin Schmerzen verstorben ist. Die Sublimatp (Ie8 P-kft Tierarzt zum äußerlichen Gebrauch f‘1C r*n 6fC verschrieben worben. — Im „Geselligen gonni«3* liberalen Bürgerschaft" in Worms hält nüchft 17. April, Geh. Hosrat Dr. Wllhelm Onck SrW «ützsch sML ?»rM ^■attbtoirt 5t n x,° WI>-- ^h8| SwWaj »*■ ®»£ft WWehiZj Semem gejpannt L ’4priL Unter bem ?,< «nunerziemz ß .Ml z^um - ^,VnemsvorsA»F ch mit bei Sha«.? ^rs und des U;7 beschäftig ‘fiflUit einer umfe, edlen SteDame le' tabtfleroibnetet Äc--. ^n, bie alljähkbj i! vorübersahren, auj ksaw gemacht mürta' en erreicht burdi Führers, bei bem'ny i Publikum berabjo^K -ibkussion schloß fiq\ chte einhellig, noch eginnen, unb zwar c. :ie bet Bergstraße", s Lusschuises, ber ic egte sich ben ta bei :il Lom Rhein sch- der in ftüheren Ich 5 jetzt, nachdem bi;. ues Geschäft im Ä ,u im Schi ff ahn rtaijen die Klage i n nieberrheimscheii > und Berlabeplätze chfte Zeit nicht M» oben - sogar im 1 । sonach stellen je und bei sleigeck j> Lchlepplohne i Verdienst wohl fc «merkbar macht s«- rusjischen Getteibech« t-aupwerladearM - [ für den-Mittels emeine Rohein worden. Z« M iniie an dem n d-r «‘““W oreüausend M-- , Bern bie W* . Steine hn°Ei müssen. "LXV^ lit x71 S'gcn^! finge öcHS^,>- .0 eine« it bet , für bit .•> 811 -ud-u ei««*; ito, KSÄ- Eie Ä L-LL oun^sr' ÄB i«6 411^ ■ ei Vortrag über das Thema: „Deutsche Dichter und S) N*t' - in der Franzoscnzeit 1790 biß 1813*. — Eine S lziifart-Ausstellung soll in Aschaffenburg in der znsi«im Maiwoche stattfinden. Es sollen dabei die Erzeugnisie b.eMEjcffartS dem Publikum oorgeführt werden, um dafür ei im l esseren Markt zu schaffen. Mit der Ausstellung solcher S:»'i rt-Erzeugniffe wird eine solche der Speffarttrachten und ei iir.c sehr guter Kollektionen von Gemälden und Original» pl y zraphien verbunden sein. Aehnliche Ausstellungen sollen mmseibst in München und in Frankfurt a. M. veranstaltet ro'wm.. vermischte». ' Sofia, 11. April. Am Samstag Abend fanden jrtHeni 7>/, und elf Uhr einige schwache Erdstöße statt. 91 len Loonntag früh um 4 Uhr 23 Min. und Vormittag um IClDUt)x: 53 Min. wurden starke, je eine und eine halbe l’ i nte dauernde Erdstöße verspürt. Heute früh um 3 Uhr it 1.1) Uhr 18 Min. wurden weitere Erdstöße wahrgenommen. MtMpswerter Schaden ist nicht angerichtet worden. ‘ IUc5er den Gesundheitszustand deS Kaisers h vc! bci8 neue Neapeler Blatt „II Giorno“ (Herausgeberin istit)ie bekannte italienische Romanschriftstellerin Mathilde Si !;ac» bei mehreren Personen, die mit dem Kaiser in nähere Bl.ikckimmg kamen, Erkundigungen eingezogen. Während der V - divcktor des »Aquarium*, der den Kaiser auf dem Rund- gc oy imrch dieses Etablissement begleitete, die Stimme des MMcnacchen klar und rein fand und die von London und Pi-Kjs nuß verbreiteten schlimmen Nachrichten als Geschwätz ui -it.: UrHge bezeichnet, wollen einige Vertreter von Behörden aiuji benn Antlitz des Kaisers deutlich sichtbare Spuren der ülitbeficil denen Operation entdeckt haben. Der Kaiser, sagten fi« rs, jeto? leidend (?) aus und seine Stimme sei verschleiert. (? 'S?) öon besonderem Jntcreffe ist eine Aeußerung des her- v^Mgenden italienischen Kehlkopf-Spezialisten Pco- fe iKl'IIassei. Er zwe.felt nicht daran, daß e8 sich bei der armltin Kaiser vollzogenen Operation wirklich nur um einen 'liminl(änberpo(t)pen handelte. Als unanfechtbarer Beweis füisindiks!; Behauptung gilt ihm ein Brief des mit ihm eng beilwbeten Frankfurter Profess orS Schmidt. Bald ncr.ee brr Operation schrieb Professor Schmidt an Maffei: .Ä bm glücklich, meine Laufbahn mit einer so glänzend gc'tilingenien Operation beschließen zu können. Meinem hohen geht es sehr gut. In acht Tagen hoffe ich das St^sß im Potsdam verlassen zu können, um Anderen die Handlung, Massage und Stimmübungen anzuver- tr< fi.m.* Wenn es sich wirklich um eine ernste Sache ge- ()a iinbrlt hätte, würde — so folgert Professor Massei — Pis -Mai Schmidt die Weiterbehandlung des Kaisers nicht anÄbiM: Händen vollständig überladen haben. 'Hochzeit und Scheidung in einer Woche. 3n;isd)!;iaug|ten bei Tilsit hatte sich ein junger Krugwirt ein aus Tilsit als Frau standesamtlich und kirchlich an i3cii2: lassen, jedoch auf Schwindel seinen Hausstand zu.i jiuitten versucht. Eine höhere Wechselschuld mußte die Zc.sM |^on am Tage der standesamtlichen Trauung be- ,cd.Ilm, La ihr die Unterschrift abgeschwindelt worden war. 2a im: Ium am Sonntag der Trauanzug des Bräutigams perx jpfi unter Nachnahme des Schneiderlohnes an ihre -ib i:n|e nn; er wurde eingelöst, da die Hochzeit sonst eine Be'. ;WMng erfahren hätte. Als am Aüontag die junge Frau ihr neues Heim beziehen wollte, erfuhr sie, daß die meisten vorhandenen Sachen und Waren bereits gepfändet waren und zwei Tage später ein neuer Ve'ckaufstermin stattfinden sollte. Nun weigerte sich die junge Frau, noch mehr von ihren Ersparnissen zu opfern. Darauf wurde ihr von dem jungen Ehemann der Trauring zurückgegeb.n und ihr die Tur gezeigt; so fuhr die Betrogene nachmittags wieder nach Tilsit zurück. Freitag früh ließ sie unter Zuhilfenahme des Gerichts durch den Gerichtsvollzieher ihr Eigentum wieder hurückholen. Gegenwärtig schwebt die Scheidungsklage. * Mord im Irren Hause. Ein schauerliches Drama spielte sich am 4. April im städtischen Jrrenhause zu Triest ab. Dort ist die 32jährige Bäuerin Lucia Coglierich aus Torre bei Parenzo interniert. Im Jahre 1899 war sie nach vorangegangener gerichtlicher Untersuchung wegen Gemeingefährlichkeit — sie leidet an Mordmanie — in die hiesige Anstalt abgegeben worden. Ta ihr Zustand sich besserte, war sie in der Folge zweimal auf Atisuchen ihres Gatten aus dem Jrrenhause entlaßen worden, mußte aber dann neuerlich interniert werden. Im vorigen Jahre tötete sie, als sie sich abermals in Freiheit befand, in üjrcm Heimats- dorse ihre Schwiegermutter durch Hackenhiebe und befand sich seither wieder im Irrenhaus. Die ärztliche Behandlung übte auch jetzt wohltätigen Einfluß auf ihren Geisteszustand aus; sie schien ruhig und von ihrer Manie geheilt, und genoß daher in der Anstalt eine gewisse Freiheit, indem sie mit häuslichen Arbeiten beschäftigt wurde. Leider sollte die Erwartung, daß fein Rückfall ein treten werde, grausam getäuscht werden. Vorgestern passierte die Coglierich anscheinend ganz ruhig einen Korridor, in dem ihr eine alte, ruhige Irre, Ines Menzel, die sich seit dem Jahre 1886 in der Anstaltspslege befand, entgegenfam. Plötzlich stürzte sich die Coglierich aus die 63jährige Frau und umklammerte mit Riesenkraft ihren Hals. Die Menzel stieß einen gellenden Hilier.s aus, doch war es, als das Wartepersonal herbeieilte, bereits zu spät: die Ueberfallene war bereits unter den Händen der Mordwütigen gestorben. Diese ließ sich dann ruhig von ihrem Opfer trennen und in ihre Zelle üb führen. • Ein glücklicher Jäger. Ein Förster ans Kabinen erzählt in der „Dt. Jäger-Z.": Acht Füchse hatte ich bereits in dieser Saison gefangen, und damit war's vorläufig vorbei. Bei der letzten Neue jedoch spürte ich, daß sich wieder die Fuchssippe im Reviere herumtreibt. Schnell zog ich also am 3. März mit vier Grellschen Eisen, des Erfolges sicher, hinaus und legte sie auf einen etwa drei Hektar großen Sturzacker. Den Tag darauf hatte ich früh wegen Holzversteigerung, welcher ich beizuwohnen' hatte, keine Zeit, fam daher erst spät am Nachmittage zur Revision meiner Eisen. Eins davon war fort, die Spur führte nach einem Graben, diesen hatte der Fuchs angenommen und konnte, da de Graben (l1/2 Metek breit und 20 Meter lang), sehr steile Wände hatte, nicht wieder heraus, der Anker verhinderte dieses vollkommen. Einige Schläge aufs Nasenbein mit meinem Eichenen, und das Leben des Roten war dahin. Wer beschreibt aber mein Erstaunen, als ich den Platz näher besichtige, da sinde ich noch neun vollkommen entwickelte Jung- füchse, gewiß eine merkwürdige Situation, in welcher die Fähe ihr Wochenbett hat einnchten müssen. Es war eine selten starke Fähe, der Bauch war fall kahl, das Gesäiioe entwickelt und voller Milch. Die Jungfüchse waren sämtlich tot. — Seit einigen Jahren betreibe ich den Fuchssang nur nach Ernstscher Fangmethode; obwohl ich nach der Borne- mannschen und Degenerschen Methode ebenfalls schon manchen Notrock erbeutete, ziehe ich erstgenannte Methode ihrer Einfachheit wegen doch vor. — Während der Zeit meines Hierseins — acht Jahre — sing ich 163 Füchse, 17 Dachse, 8 Otter, 21 Marder, 79 Iltisse, 54 Wiesel, 25 Hunde, 140 Katzen, 18 Hühnerhabichte; außerdem wurden teils gefangen, teils geschossen: 1 Steinadler, 87 Bussarde und Weihen, 117 Sperber unö Lerchensalken, 24 Elstern, 1560 Krähen. ,Mit Eisen und Blei springe dein Wilde bei." yienntli^r ilrbrrfidjt brr Lobrssiillr in (Ut;;rn. Monat Februar 1004. Einwohnerzahl: angenommen zu 27 500 (tnfl. 1600 Mann Militär) Sterblichkeilsziffer: 16,6 nach Abzug von 15 Ortsfremden: 10,0 Ao. Kinder ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr Wochenbeitsieber Tuberkiitose der Zungen Tuberkiitose anderer Organe Lungenentzündinig anderen Hungen» krankhellen Schlagslnb Herztranthelten Atrophie Hebensjihwache Neilblldullgen Altersschwache anderen Kailkheiten Veriiilgtückilng Totschlag Summe 38 (15) 25711) 17(3) 371) Anm.: Tie m Klammern gesehlen Ziffern geben an, wie viel der Todessalle in der betresjenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke fommc». Spielplan der Bereinigten Frankfurter Ztadttheater. Opernhaus. Mittwoch den 13. April'): „Zar und Zimmermann/ Donnerstag den 14. April: „Joseph und seine Brüder." Freitag den 15. April: „Martha" oder „Ter Markt zu Rlchmond" Samstag den 16. April: „Carmen." Sonntag den 17. April: Neu ein- ftubiert: „Der Barbier von Sevllla." Hieraus: „Phantasien im Bremer Ratskeller." Montag den 18. April, abends halb 8 Uhr: „Orpheus in der Unterwelt." Schauspielhaus. Mittwoch den 13. April *): „Rose Bernd." Donnerstag den 14. April, abends halb 8 Uhr: „Zapfenstreich." Freitag den 15. April: „Fedora." Samstag den 16. April: „Rose Bernd." Sonntag den 17. April, nachmittags halb 4 Uhr: „Liebesmanöver." Abends 7 Uhr: „9ioje Bernd." Aiontag den 18. April: „Novella d'Andrea." •) Anfang, wenn nicht anders bemerft, abends um 7 Uhr. GlNgkjüliiU. (Für Form und Jnhu^i iu-h unici Die)er Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Anfrage an den Oberhessischcu GeschichtSvcrei«. Wäre es nicht möglich, das Aluseum des Oberhessischen Ge- schichtsverems an zwei oder drei Sonntag-Nachmitiagen im Jahr jrelzugeben, damit den Angestellten hiesiger Geschäfte, denen der '-feind) durch die hier üöHdje Geschästszeit nicht möglich ist, aud) Gelegenheit geboten märe, die Sammlungen zu besuchen? G. W. 1(1) 1 U) — — 2 2 — — Kl) Kl) — — 2 4) 1(1) — — 6 2 3 1 3 3 — — 5(3) 5(3) — — 1 — — 1 2(2) —- _2(2) — 8(5) 8(5) — 1 1 —— — 4(1) — 3 2d) Kl) —— KD 1 — 1 —— o e 4? G* G 2 «5» S § o CT> y ÄL §04 an 85 CD a G 10 & = <5 C> O «g & 2 K 2 89 «=> c N äo o o 2 -Ü jo A ar» "2 S => c9 = 6^ C) M C —L? E an «r» «! N- G7 a v> 0? 5 u a> Z c ® 3 C» _ Q CO 3-'S' _ = B. M p 2 E »T. aoti ■p v> äs E *c S ix --S) ® 15 —- <3 W jc, ? S5 tp c ä' =" r. «2 " S "b ö z p <51 L c c S-« CP ” ‘43 ö =3 c u ■g 5 aS (£) <-> m "A e C W 5 's 'c o 1O „J 2 10 L-Z rf) Q on *. a> Cb# o r— «2 .C? s ’s l s B «SD *TT___ — v-, 3 z z; -5 *8' ° e M E E 8411 u. a. m. Geißler, Gerichtsvollzieher. ks gicbt kein besseres Volks- iv bedeutend unter Preis. 3016 X Kaan ZS'., KreuM 7i S 5 I Gewinn Mk. « 2 ä 1000 4 ä 500 20 ä 100 0/ ’inWurfeln. 'A;- 5000 2000 2000 2000 2000 2000 Absolut nlcotln - unschädlich! Nach dem Geheimen Hof rat Universitäts-Professor Schutzvorrichtung D. K. P. 143727 nach Universitäts- r* 100 ä 20 Bekanntmachung. In das Handels - Register wurde heute eingetragen, daß die Firma „Richard Fertsch* zu Gießen erloschen ist. [34U2 Gießen, am 11. April 1904. 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