Nr. 61 Zweites Blatt 154. Jahrgang Samstag 12. Marz 1964 Gießener Anzeiger General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Ws en 'e heutige Mmmer umfaßt 20 Seiten änteln nach- 0 ir Kostüme ron der 1. 2. 8. 5. Großherzogliches Bezirkskommando Gießen. he«, s w W*1' S L Die Aushändigung der neuen Kriegsbeorderungen und Paßnotizen erfolgt in der Zeit vom 10. bis 25. März d. IS. und zwar für die Stadt Gießen durch Ordonanzen, für die übrigen Ortschaften durch die Bürgermeistereien. Die bis jetzt noch nicht zur dienstlichen Kenntnis gebrachten WohnungSoeränderungen — auch diejenigen innerhalb der Stadt Gießen — sind sofort dem Bezirksfeldwebel zu melden. Die Mannschaften der Reserve, Landwehr I., Landwehr II., Ersatzrcserve und die zur Disposition der Ersatzbehörden entlaßenen Mannschaften, welche in ©leben ihren Wohnsitz haben, beauftragen, — falls sie selbst nicht zu Hause sein können, — einen erwachsenen Anverwandten, den HauSwirt oder einen zuverlässigen Mit der Empfangnahme dir Kriegsbeorderung, bezw. Paßnotiz. Jeder Mann, der bis zum 25. März d. IS., abends, keine Kriegsbeorderung oder Paßnotiz erhalten hat, meldet dies sofort schriftlich oder mündlich seinem Bezirksfeldwebel. Die vom 1. April ab nicht mehr gütigen, alten, gelben Kriegsbeorderungen und die weißen Paßnotizen sind am 1. April durch die Mannschaften selbst zu vernichten, die neuen, roten KriegSbeorderungen, bezw. die neuen, weißen Paßnotizen an diesem Tage in die Militärpässe einzukleben. Gießen, den 5. März 1904. ;lei chi. SJL! "5 - s Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntags. Die „Gießener ZamllienblStter" werden dem .Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -hcllischt Landwirt" erscheint monatlich einmal. ielm (2. Groash. Hess.) Hr.Hi mg des Herrn C. Krausse. Eintritt 35 Pf? Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitätsdruckerei. R. Lange, Gießen. Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulftr.7. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen. lenwald, . März 1904: Er sei der Aieinung, daß Pro, passiert sei, wie schon vielen anderen Sammlungsle'itern in Paris und Berlin, wo ein für 28000 Mark erworbener 5M II Ä®*1 3ken singetroffen. Kcliannlmachung. In der Zeit vom 5. bis 12. März 1904 wurden fm hiesiger Stadt zzefunden: 1 Zwicker und 1 Taschenmeffer; rerloren: 1 silberne Damenuhr mit Kette, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Biberboa mit Messingkette und 1 Schrotleiter. Entlaufen sind: 2 Dachshunde. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände trieben ihre Ansprüche alsbald bei unS geltend zu machen. Gießen, den 12. März 1904. Großherzogliches PoUzeiamt Gießen. Hechler. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung landwirtschaftlicher Vorträge. Nächsten Sonntag, den 13. März dS. IS Ter V TomeiMg mHole q, 97 das Cape mile. Ass. langt wird. vernommen, der über seine Begegnung mit Stützet aussagt und denselben als einen Herrn mit sehr lebhafter Phantasie schildert, der mit Vorsicht behandelt werden müsse. Er sei der Aieinung, daß Prof. Lepsins dasselbe Versehen it p«rk« i-Konzert. Fund später ebenfalls als gefälscht erkannt wurde. Einen Tolus oder culpa gravis halte er bei L. für ausgeschlossen, er halte höchstens eine culpa levis hier vorliegend und' habe sich auch in diesem Sinne dem Justizminister gegenüber ausgesprochen. Tie ganze Sammlung zurückzuwersen, wie Tr. Backes wollte, habe er nicht für richtig gehalten, es hätte nur ein Teil derselben zurückgestellt zu werden brauchen. Gh. Oberschulrat Nodnaael äußert sich zum Fall Mttich Lepsius sei einmal bei ihm gewesen und habe ihn gebeten, Tr. Wittich in das Lehrfach zu übernehmen. Stach dem Grund für dies Verlangen gefragt, habe L. angegeben, Tr. W. intriguiere gegen ihn. Zeuge Tr. Birnbaum war Hausarzt bei Lepsius. Letzterer war am 7. Juni 1903 an Herzafsektion ertrankt und mußte seine Vorlesungen unterbrechen. In diesen Tagen sei Ministerialrat Weber zu ihm gekommen und habe ihn ersucht, mit L. zu sprechen, ob er nicht im Hinblick auf seinen leidenden Zustand und die ihm bevorstehende Tisziplinaruntersuchung lieber seine Entlassung einreichen wolle. Er habe sich die Sache überlegt und gelegentlich mit der Frau Lepsius darüber gesprochen, die ihn aber nicht verstanden habe. Ministerialrat Braun bemerkt hierzu, daß man auf den leidenden Zustand des Angeklagten möglichste Rücksicht genommen habe und die Untersuchung weiter hinauszog. Auch der Schritt des Ministerialrats Weber könne nur als Wohlwollen für L. ausgesaßt werden. Irgend eine weitere Einwirkung auf L. bezüglich der Abgabe eines Entlassungsgesuchs habe dem Ministerium vollständig fern gelegen. Zeuge Prof. Schottler-Mainz, bisher freiwilliger Mitarbeiter, zukünftiger dritter Landesgeologe Hierselbst, hat die Erfahrung gemacht, daß L. häufig garnicht hörte, wenn man etwas au. ihm sagte. Man HÄe deshalb stets zum rechten Ohr L's. gesprochen. Tr. Wittich habe dem Zeugen gesagt, er rechne mit der Möglichkeit, den Staatsdienst verlassen zu müssen. Konservator v. Reichenau habe ihm in Mainz mitgeteilt, daß Mttich schon eine Stellung im Schuldienst bei Dresden in Aussicht habe. Zeuge Konservator v. Reichenau bestätigt im Wesentlichen die Aussagen über Mttich Zeuge Bergrat Tr. Steuer bekundet, daß chm Lepsius von der Aeußerung des Tr. Wittich Mitteilung gemacht habe, daß dieser aus dem Staatsdienst ausscheiden wolle. Tie Zeugen Prof, der Botanik Schenk und Obermedizinalrat Tr. Hehl machen nähere Aussagen über chren mit Lepsius bei Tr. Mttich abgestalleten Besuch, wobei Letzterer erklärte, daß er nur dann, rvenn er den Staatsdienst verlassen müsse, Enthüllungen machen werde. Museumsdirektor Pros. Tr. Furtwängler aus München hat als Experte und als Zeuge auHusagen. Er führt aus, Kommerzienrat Stütze! sei zuerst Ansänger gewesen, habe aber viel Erfahrungen angesammelt unb" häufig gute Ankäufe gemacht. Er habe sich auch immer bestrebt, gute Sachen anzubieten, pflegte aber auch kein Geheimnis daraus zu machen, daß er ein Freund bon Orden und Dekorationen sei (Heiterkeit). Daß sich auch der gründlichste Kenner irren könne, sei sicher, er habe z. B. nichi begreifen können, wie hervorragende Sach- VS |U^ politische Tagesschau. Der bayerische Thronfolger und der rheinische Provinziallaudtag über die Kanäle. In der bayerischen Kammer der Reichsräte er- jrriff am Freitag bei Beratung des Etats der Ketten- Schlepp-Schiffahrt auf dem Main Prinz Lud- coi g das Wort und führte aus: Ich begrüße mit Freuden, daß bfe Unterhandlungen Punschen Bayern und Preußen über die Fortsetzung der Mainkanalisierung bis Aschaffenburg einen g roßen Fortschritt machten. Ich betrachte das Stück büZ Aschaffenburg nur als ein Glied der großen Schiss- faihrtstraße von Aschaffenburg bis Passau. Lias die Modallläten des Vertrages mit Preußen anlaugt, l'oo wünsche ich mehr als vieles andere, daß der Vertrag M stände kommt; aber ich wünsche nicht, daß er auf ^'osten der bayerischen Tarishoheit geschlossen vi'rd. Bayern will in dieselbe Lage kommen wie alle anderen brutschen Staaten, mit Staatsstraßen, daß es seinen di- ruikten Anschluß an das Meer oder an abgaben- jrwie Flüsse erhält. Es ist kein unbilliges Verlangen, daß Lachern ohne Vermitreluna anderer Bahnen direkt an den gmoßen Weltverkehr angesMossen werde. Schlechter als wir ist freilich Württemberg daran. In Württemberg besteht aber das Bestreben, den Neckar zu kanalisieren und dadurch einen Anschluß an den Rhein zu gern inen. Andererseits besteht das Bestreben, durch den Tonau-Neckar-Kanal Anschluß an die Tonau zu erlangen. Ich habe diese Bestreuungen der Württemberger immer mit Freuden begrüßt und habe mich niemals aus den rein partikularistischen Stcmdpunll gestellt, obwohl ich recht gut weiß, daß Dabei die bayerische Staatsbahn an Verkehr verlieren könnte. Ebenso gönne ich den Elsässern die Rheinkorrektion bis Straßburg, obwohl diese nicht zu Gunsten von Ludwigshafen und der Pfalz sein wird. Aber ich stehe wie gesagt auf keinem streng partikularistisch^en Standpunkte. Tesgleichen wünsche ich auch daß Die preußischen Bestrebungen, die Schiffahrts st raßen auszubauen, von Erfolg sein möchten. Die wichtigste ist die Verbindung vom Rhein zur Ems; diese würde der Rheinschifsahrt die Mündung auf deutschem Boden gestatten, uno so würde ermöglicht, die Kohle des Rhein- und Ruhrgebietes über Emden nach. Wilhelmshaven auf einem billigen Wege zu bringen. Wie seit dem Bestehen des Deutschen Reiches die einzelnen deutschen Staaten mit uns für einander gelebt haben und mit uns für einander arbeiten, so mögen sie auch zukünftig mit uns für einander arbeiten." Ohne weitere Debatte wurde hierauf der Etat genehmigt. Der Rheinische Provinziallandtag zuTüsfel- dorf nahm am Freitag folgenden Beschlußantrag an: Der Provinziallandtag stimmt der zwischen dem Verein zur Förderung der Erbauung des Kanals von Herne nach dem Rhein und dem Verein zur Schiffbarmachung der Lippe getroffenen Vereinbarung zu und gibt insbesondere wiederholt seiner Ueberzeuaung Ausdruck, daß der Bau einer Wasserstraße in der Richtung sowohl der Em- scher-Linie von Herne nach dem Rhein wie der Lippe-Linie von Lippstadt bis Wesel notwendig ist und gibt ferner erneut der Ueberzeugung Ausdruck, daß der Ausbau des Mosel-Saar-Kanals in gleicher Weise geboten ist wie derjenige der übrigen Kanäle. Der Provinziallandtag sieht aber, um nicht die Annahme der genannten Vorlage durch den Landtag der Monarchie zu gefährden, in diesem Jayre davon ab, die Aufnahme auch des Mosel-Saar-Kanals in die wasserwirtschaftliche Vorlage bei der königlichien Staatsbehörde und beiden Häusern des Landtages zu befürworten. In gleicher Weise wird der Antrag des Lahnkanalvereins zurückgestellt. lieber. H-m L Die Studenteukravalle irr Oesterreich. In Wien kam es am Freitag Dorrn, vor der Universität, deren Tore geschlossen waren, natürlich wiederum zu einem Zusammen st oh zwischen deutschen und slavischen Studenten, welch letztere wiederholt versuchten, die Rampe zu stürmen. Die slavischen Studenten wurden durch Stockhiebe und Faust schlüge mißhandelt. Hieraus wollten die slavischen Studenten nach dem Graben ziehen und dort einen Bummel abhalten, wurden aber von der Sicherheitswache daran gehindert. Während des Zusammenstoßes an der Rampe wurde die Ballustrade in einer Länge von acht Metern eingedrückt, wobei sie 40 bis 50 Studenten mit sich in die Tiefe riß. Mit Ausnahme kleiner Hautabschürfungen ereignete sich dabei aber fein ernsterer Unfall. Die Te- monstrationen dauerten bis in die späte Abendstunde. Wiederholt kam es zu Schlägereien mit Stöcken und Fäusten zwischen deutschen und slavischen Studenten. Mit letzteren gingen auch die Italiener. Me „Mensa Acadernica" mußte infolge der Raufszene geschlossen werden. Ein slavischer Student, der das Messer zog, wurde verhaftet. Im ganzen wurden vier Studenten schwer und mehr als zwanzig leicht verletzt. Dreizehn Studenten, nahezu ausnahmslos Tschechen, wurden verhaftet. Die Universität bleibt bis zum Beginn des Sommersemesters geschlossen. Der Rektor erließ eine Kundmachung, in welcher er die schärfste Mißbilligung der unwürdigen Szenen ausspricht. Die „N. Fr. Pr." meldet, daß das Handgemenge durch den Versuch der Slaven, die deutschen Studenten von der Rampe zu verdrängen, provoziert wurde. An dem gestrigen Vormittags- und Abendbummel in Prag beteiligten sich viele deutsche und tschechische Studenten sowie ein zahlreiches Publikum. Die Sicherheitswache verhütete Zusammenstöße. Um 9 Uhr abends herrschte wieder Ruhe. In Dresden sind 50 deutsche Familien aus Prag eingetroffen aus Furcht vor weiteren Ausschreitungen gegen deutsch.es Eigentum und Leben. Die Studenten der Dresdener technischen Hochschule bereiten eine große Massen-Protestkundgebung gegen die Prager Vorgänge vor. Eine Anzahl tschechischer Hörer der Hochschule hat Dresden verlassen. Eigarren-Verkauf in Wirtschaften. In der Sitzung der Kommission des preuß. Abgeordnetenhauses für §-anbeI und Gewerbe kam zunächst eine Petition zur Verhandlung, welche ein Verb o t des Verkaufes von Tabakfabrikaten in Gast wir t- schäften nach demLadenschluß verlangt. In dieser Petition wird Darauf hingewiesen, daß vielfach von der Ausnahmebestimmung zu Gunsten der Gastwirtschaften mißbräuchliche Anwendung gemacht werde; es würden mehr Zigarren verkauft, als Hum Genuß auf der Stelle erforderlich seien; Verkaufs stünde würden errichtet und dann weiter verpachtet, auch der Verkauf über die Straße sei veilsach eingeritten. Es wurde nach dem „Berl. Tgbl." anerkannt, daß die beit)en letzten Gepflogenheiten im Widerspruch mit der Gewerbeordnung stehen. Im übrigen wurde nur die Frage als beachtenstvert bezeichnet, ob Mißstände bei Beobachtung der bisherigen gesetzlichen Regelung hervorgetreten seien. Beweise hierfür seien nicht erbracht. Es wurde daraus hingewiesen, daß die ganze Angelegenheit nicht vor den Landtag, sondern vor den Reichstag gehöre. Namentlich wurde das Verlangen der Petllion, daß den Mrten nur die Verabfolgung einzelner Zigarren erlaubt sein solle, allseitig als zu weitgehend bezeichnet Ter Berichterstatter beantragte Uebertoeifung der Petition zur Erwägung, soweit es sich um das gewünschte Verbot der Errichtung besonderer Verkaufsstellen innerhalb der Wirtschaften handelt, im übrigen Ucbcrgang zur Tagesordnung. Es wurde demgegenüber darauf aufmerksam gemacht, daß die Frage, ob eine besondere Verkaufsstelle eingerichtet sei, rein tatsächlicl)er Natur sei, daß aber die Einrichtung einer solchen Verkaufsstelle schon nach den bisherigen Bestimmungen verboten sei. Es wurde deshalb der Antrag aus Uebergang zur Tagesordnung über die ganze Petllion gestellt und von der Kommission mit großer Mehrheit angenommen. dwzeß Lepsius vor dem Derwattungsgerichtshof. R. B. Darmstadt, 11. März. Tie heutige Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht begann um 9 Uhr. Zunächst richtete der Staatsanwalt, Millisterialrat Braun, verschiedene Anfragen an den Angeklagten. Letzterer bleibt dabei, daß er sich die Holzstile Der Steinbeile überhaupt nur einmal oberflächlich angesehen habe und daß für ihn gar kein Grund vorlag, sie näher zu untersuchen, da sie ja gar nicht für seine geologische Abteilung, sondern für die des Tr. Back bestimmt waren. Aus die Frage, wie es möglich fei, daß ihm die fragliche Aeußerung des Herrn Stützel über die Rekonstruktion der Steinbeile entgangen sei, wird fest- gestellt, daß Lepsius schon seit seinem 9. Jahre auf dem linken Ohr vollständig taub ist; Ministerialrat Braun erklärt darauf, er werde zwar als Staatsanwalt angeredet, aber er wolle nicht bloß an Hagen, sondern Recht suchen und es ergebe sich nach der Feststellung bezüglich des tauben Ohres wohl die Möglichkeit, daß Herr Stützel die Aeußerung getan, der Angellagte sie aber nicht vernommen habe. Nun werden sämtliche Zeugen und Sachverständige in den Saal gerufen; die Experten werden ersucht, sich unter Führung des Tr. Wittich ins Museum zur Besichtigung der Fossilien zu begeben. Als Rechtsanwalt Dr. Osann II. darauf bemerkt, es komme weniger auf die hier befindlichen Fossilien, als auf die in München liegenden Toubletten an, und der Präsident erwiderte: „Ja, die können wir hier nicht untersuchen", entstand einige Heiterkeit. Herr Tr. Osann verwahrt sich energisch dagegen, daß die Herren v. Koch und List ihm.ins Gesicht gelacht Hütten. Als erster Zeuge wird Ministerialrat i. P. Sold an «»ittagd 3 Uhr, findet im ©aale des Gasthauses zun, Sch »van en in Lollar ein Vortrag des Herrn Oekonomie- rat Leithigcr von Alsfeld über .Rationelle Bewirtschaftung bäuerlicher (Suter* sstatt, wozu die Mitglieder bcS Vereins und sonstige Jn- tteresfenten eingeladen werden. Gießen, den 9. März 1904. Der Direktor deS landwirtschaftlichen Bezirksvereins Gießen. I. V.: Dr. Heinrichs. Bekanntmachung. Betr.: Abhaltung landwirtschaftlicher Vortrage. Nächsten Sonntag, den 13. Marz ds. Js., nach- vnittagS 3 Uhr, findet in der Wirtschaft des Karl Jochim im Stockhausen ein Vortrag des Herrn Landwictschafts- lehrers Schivarz von Alsfeld über „Iungviehaufzucht" Patt, wozu die Mitglieder des Vereins und sonstige Jn- ierefienten eingeladen werden. Gießen, den 11. März 1904. Der Direktor des landw- Bezirksvereins Gießen. I. V.: Dr. Heinrichs. Kclrannlmachung. ES wird hiermit Folgendes zur Kenntnis der Mann- I'chaften des Beurlaubtenstandes gebracht: ... Meratur. Nachmittagssitzung. Gießen, den 12. März 1904. •• Versendung von Paketen während der Mürz. 5. Wilhelm Hermann Krätzer, 1 J?hr alt, Sohn o Osterzeit. Die Vereinigung mehrerer Pakete zu Händlers Wilhelm Krätzer dahier. 5. Katharine einer P°stp°e-t<-dre,s° ist sür d.e Zeit »om 27. MLrz z bis einschl. 3. April tm inneren deutschen Verkehr nid)t 7. ^ü(lQn*’tö'eoi:g 83^abreaU, ^fle^ing basier. 1L gestattet. Auch für den Auslandsoerkchr empfiehlt es sich ^e(^tiue Weigel, 19 Jahre alt, Fabrikarbeiterin dahier. ___ helnrine SJ Lehrer D . • • mtecnononaicn rr^cyaomgrn-zrongrey zur Prupmg uuavgni wollen, so stelle er fest, daß dem Ministerium niemals davon eine Mitteilung gemacht worden sei. Rechtsanwalt Dr. Osann II. fragt, ob Dr. Back, nachdem er schon am 4. Januar den Bericht an das Ministerium über die Mitteilung StützelS gegen Lepsius, es bet dem kollegialen Verhältnis nicht für angemessen erachtet habe, diesein bei der Unterredung am 9. oder 10. Januar von dieser Beschuldigung Stützels Kenntnis zu geben. Dr. Back erividcrt: Das hätte ich für eine Verletzung meiner Amtsgestaltet. Auch für den Auslandsoerkchr empfiehlt es sich un Interesse des Publikums, während dieser Zeit zu jedem Pakete besondere Begleitpapiere auszufertigen. ** Die Chronik der Gießener »Lesehalle" für das Geschäftsjahr 1903/4 wird in den heutigen »Gießener Familienblättern" veröffentlicht, worauf wir alle Interessenten aufmerksam machen. •• Besitzwechsel. Der Weibbindermeister Pitz m Watzenborn verkaufte sein Anwesen Molltestraße 20 für den Preis von 46 300 Mark an den Photographen Orth m Gießen. — Das Anwesen des Peter Michel Frankfurterstraße 127 ging für den Preis von 24 500 Mark in den Besitz des Bauunternehmers Joh. Gg. Pfaff über. "Der Tabakbau geht im Großherzogtum Hessen immer mehr zurück. Nach den statistischen Aufnahmen > gab es vor sechs Jahren in Hessen noch 2 036 Tabakpflanzer, heute gibt es nur noch 1 366; vor sechs Jahren waren ruud 67,900 Hektar mit Tabak bebaut, heute nur noch 42,800 Hektar; vor sechs Jahren wurden noch 1,187,400 Kg. Tabak geerntet, im abgelaufenen Jahre nur 793,200 Kg. (!) Großen.Buseck, 12. März. Eine interessante | Jagd hätte sich kürzlich in der hiesigen Gegend beinahe zuge- In der Nachmittagssitzung wurde mit der Vernehmung der Sachverständigen fortgefahcen. Es wurde zunächst das Zeugnis des Prof. Kingling-Frankfurt und Prof. Dr. FraaS-Stuttgart gehört, die eine gemeinschaftliche Taxation der Schenkung unternahnien. Die jetzt hier befindlichen Stücke schätzen beide Herren auf 2 775 'Mark 50 Pfennig, während konstatiert wird, daß Prof. Schlosser-München diese Stücke auf 1330 Mark taxierte. Prof. Fraas sagt aus. er habe seiner Taxe das Material des Stuttgarter Museums zu Grunde gelegt. Von Einfluß auf den Preis sei cS natürlich auch, welchen Wert diese Fundstücke für das sie erwerbende Museum haben. Für das hiesige Museum sei dieser Wert ein sehr großer gewesen, wenn die Fossilien-Toubletten, von denen jedes Stück seinen besonderen Wert habe, auf 3000 Marl geschätzt würden, so könne er dieselben mit voller Gewissenhaftigkeit auf 6000 Mark taxieren. Für das Darmstädter- Museum seien die vom Münchener Museum gelieferten Samos-Fossilien von ganz besonderem Wert, weil sie als Vergleichsmaterial für die Funde von Eppelsheim bei Worms dienen könnten. Die Fossilien, die zu gleichen Teilen nach New-York, London und Darmstadt kamen, schätze er auf 6000 Mark. Diesen Ausführungen stimmt Prof. Kingling vollständig bei. Die Frage, ob die Fossilienschädel auch im imprägnierten Zustande ihren Wert für den Fachmann erkennen ließen, beantwortete er ganz entschieden mit ja. Größtes Interesse erregt nunmehr die Vernehmung des Prof. Dr. Back, des Hauptgegners des Geh. Rats Lepsius. Back ist z. Z. Direktor der Kunst- und Altertumssammlungeii des Großh. Museums, 43 Jahre alt; seine Vereidigung soll später erfolgen. Er habe von der Schenkung erst am 17. Februar 1899 zufällig durch ein Schreiben der Museums-^ direktion Kenntnis erhalten. Auf die Frage, wie er denn zi. seiner Taxation gekommen sei, erwidert er, taxiert Habe er überhaupt nicht. Er habe mit dem Assistenten Dr. Möller die Sachen untersucht und sie seien zu dem Resultat gelangt, daß viele Stücke wertlos, viele andere gefälscht waren. Auf weiteres Befragen gibt Zeuge zu, auch eine ganz private Abschätzung nut Bleistift gemacht zu haben, die auch aus den Akten vorgelegt wird; die archäologischen Gegenstände der Schenkung Stützels schätzt er darin aus 800 Mk. Von den Funden halte er 30 Holzstile der Steinbeile für grob gefälscht. Das Pfahlbau-Modell habe er als völlig wertlos wieder zurückgeben wollen. (Hier werden noch einmal diel! Mainzer Sachverständigen aufgerufen, die ihre Versicherung wiederholen, daß das Modell durchaus korrekt und ein wert- ■ volles Stück sei, das 1500 Mk. Wert habe.) Der Vorsitzende macht den Zeugen darauf aufmerksam, daß die Mainzer Herren auch die 80 Steinbeile bis auf einige Kleinigkeiten als echt erkannt hätten. Der Zeuge wird darauf veranlaßt, seine Beobachtungen bezüglich der Fälschungen an den Fundgegen- ständen direkt anzugeben. Das führt zu interessanten Szenen. Dr. Back bezeichnet z. B. eine Spindel als »zweifellos gefälscht", während Prof. Furtwängler dieselbe Spindel als »ganz zweifellos echt" erklärt. Erbehaupte das ganz positiv, denn er habe Tausende solche Spindeln in der Hand gehabt und darüber geschrieben. Auch eine kleine Schale oder ein Schöpfgefäß, das Back schon wegen der »sofort erkennbaren" nachgemachten Patina als gefälscht bezeichnet, erklärt Furtivängler gerade wegen der vorzüglichen alten Patina als zweifellos echt; ebenso gefälscht sollte ein goldenes Schmuckstück sein, schon wegen des starken SilbergehalteS und der rötlichen Färbung. Prof. Furtwängler erklärt unter wachsender Heiterkeit, daß der starke Silbergehalt durchaus charakteristisch für die Jundstücke aus jener Zeit sei. Ein kleines Gesäß sollte ferner schon durch eine scharfe Kante sich als gefälscht darstellen. Prof. Furtwängler bemerkt, daß diese gerade das sicherste und zuverlässigste Merkmal seiner Echtheit sei. Prof. Back hatte u. a. auch bemerkt, die Museumsbeamten hätten anderes zu tun, als solche Geschenke lange! auf ihre Echtheit zu prüfen. Dagegen erklärte 2)hniftermlrat Braun, er sei durchaus nicht dieser Ansicht. Nach seiner Meinung seien gerade der Leiter und die Beamten des Museums zu solchen Untersuchungen verpflichtet. Er müsse hier erklären, daß gerade auf ihre Angaben hin das Ml- nisterium das Disziplinarverfahren eingeleitet habe. Wenn Herr Black dann noch bemerkte, er habe die Funde dem icuyril. iXUJ vCl «»m kxaxwo ««gx-ere e.WC Bärenführertruppe. Ein Bär machte sich loS und gelangte in den Wald, um sich hinter einigen Wellen zu einem Schläfchen niederzulafsen. Als die Waldarbeiter von der Mittagspause zurückkehrten, bemerkten sie mit Schrecken das Tier, das merkwürdige Töne ausstieß. Sie eilten nach Hause und kehrten mit allerhand Waffen, Aexten, Hacken, Mistgabeln re. und einigen beherzten Männern zurück, um das gefährliche unbekannte Wild zu erlegen. Zum Glück war Meister Petz verschwunden; seine Besitzer hatte ihn mittlerweise zurückgeholt. So nahm die Jagd einen unblutigen Verlauf. b. Lollar, 11. März. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich gestern un Nuhn'schen Holzschneidewerk. Der Arbeiter Sommer aus Staufenberg verlor an einer Üobelrnaschme die fünf Finger der rechten Hand. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. »Herborner Geschichtsblatter, Zeit- schrift des Altertums- und Gcschichtsocreins in Herborn", erscheinen unter Red. von I. H. Hoffmann m Herborn, Vors. des Herborner Altertums- und Gesch. - Vereins, seit diesem Monat. renner lernerzerr vie ]D avfastunch yagiicpe unv plumpe Tiara in Paris als echt erklären konnten. Auf die An- aaben der Kunsthändler könne man sich nicht verlassen, die seien immer bereit, mit den genauesten Angaben über die Fundorte usw. zu dienen. Zeuge Landesgeologe Tr. Klemm bezeugt, daß Lepsms ^^Ajs Sachverständiger wird Prof. F-u r t w ä n g l e r bar- auf über die Schenkung Stützels vernommen. Tie einzelnen Gegenstände werden den Richtern und dem Sachverständigen vorgezeigt. Ein geschnitzter Assyrerkopf würde, wenn er eckt wäre, mehrere Lausend Mark wert sein. Er sei aber nicht eckst und habe nur einen Wert von etwa 30 Mark. Tie übrigen, auf demselben Tablett ausgelegten ©egen» stände ägyptisüier Art erklärt der Sachverständige für echt und schließt sich dem Gutachten der Mainzer Sackstwrstan- diaen an. Er müsse aber zngcben, daß andere Sachverständige zu ganz anderen Schätzungsergebnissen gelangen ^Te? Rektor der Universität Gießen, Prof. Dr. Brauns, sprach sich eingehender über bie Fossilien aus, an deren Echtheit absolut nicht zu zweifeln sei. 9hir Dte Zähne an den Schädeln seien teilweise mit Ghps befestigt, ^ieÄrHandlung wird um 1 Uhr abgebrochen und aus 38/* Uhr nachmittags vertagt. ausführen lassen. 2445 Ulfa, 8. April 1903. Die seither ton mir an dieser Stelle veröffentlichten - erlcennungsschreiben dürften zur Genüge dokumentieren, _ die Leistungen meiner Firma gegen keine Konkurrenz 2 stehen und werde ich in nächster Zeit noch eimgeZuschrif^ zur Kenntnis weiterer Kreise bringen. Lassen . mich gefl. mitkonkurrieren. Hochachtungsvoll Th. Brück., Möbelfabrik-Lager. Gegründet 1858. 100 Zimmereinrichtungen. 10 Schaufen Grösste Auswahl am Platze. Gerne bezeuge ich der Firma Th.Brück in Giessen, dass ich mit den gelegentlich meiner Verheiratung von deren Möbelfabrik bezogen# Möbeln ausserordentlich zufrieden 9™*$™ bin und aus diesem Grunde auch alle W***" Anschaffungen nur bei genannter Firma hab pflichten angesehen. Auf die Frage beS Rechtsanwaltes Dr. Schmitt, warum man denn Herrn Stützet, der sich brieflich sofort bereit erklärte, die falschen Stücke durch echte zu ersetzen, überhaupt bis heute keine Antwort gegeben habe, bemerkt Ministerialrat Braun, daß die Antlvort im Einverständnis mit dem - , Ministerium unterblieben sei, so lange, bis die ganze Ange- ^T?e beiden Mainzer Museumsdirektoren Linden- legcnheit aufgeklärt sei. Weiter bekundet Zeuge Dr- Back schmitt und Schumacher haben ein längeres, gedruckt auf Befragen durch Rechtsanwalt Dr. Osann, er habe un vorliegendes ©utadiiten abgegeben und erläutern ihre An- Einverständnis mit Pros. v. Koch die Vorhangefchlösstr an gaben in eingehender Weise. In der ganzen Sammlung bcn Museumstüren anbringen lassen, weil Lepsms nicht die eien allerdings einige Stück fatsch- aber die große Mehr-1 zurückgegcben habe. Auf die Frage, wie Dr. Back mhl sei eckst und wertvoll. Das von Prof. Back für Dolkl. . ™ xns sYDinift<*rmm tänbia wertlos bezeickstiete Pfahlbaudorf-Modell wurden ie gern im Mainzer Museum zur Ausstellung bringen, nachdem das landschaftliche Beiwerk davon entfernt. fßujf. Furtwängler sagt noch aus, es befanden sich unter den Geschenkstücken eine ganze Anzahl, die er ür das Münchener Museum zu erwerben sich eifrig bemüht hätte; es sei ihm das leider nicht dazu komme, in feinem Entlassungsgesuch an das Ministerium die Forderung zu stellen, daß er nur bleiben würde, wenn Lepsius vom Amte suspendiert werde, bleibt Zeuge die Ant-1 Carneri, B., Der moderne Mensch Ver- wort schuldig. suche über Lebensführung. Elegant kartouniert. Preis Unter allgemeiner Heiterkeit bemerkt zum Schluß der i Mk. Emil Strauß Verlag (A. Kröner), Stuttgart. — Dieses Vernehmung des Zeugen Prof. Furtwängler »zur Vermeidung vortreffliche Buch Carneris, das bereits in vielen Tausen- von Mißverständnissen", daß auf dem internationalen Archäo- senden von Exemplaren Verbreitung gesunden hat, erfüllt ( Bnck die cr,,nde mr Prüfung vorlegen seinen Zweck, das sittliche Leben des Menschen auf der logenfongrefc, dem Dr. Back d e Fi i * U für d?ese Grundlage monistischer Weltanschauung auszugestalten, wollte, er, Furtwängler der einzige Sachverstand ge sur diese Theoretische vermeidend, dagegen die pralti.chen Ge- Funde gewesen wäre. Die Vernehmung des Assistenten Dr. punkte aujs stärtste betonend, ergänzt es Haeckels Müller, der mit Dr. Back die Funde untersucht undals ^elträtsel aufs glücklichste. Als einer der ersten, der gänzlich wertlos bezeichnet, bot wenig neues. Prof. Furt- sittlichen Konsequenzen aus Darwins Lehre zog, der wängler roiberleote auch dessen Behauptungen über Unwert ^t umfassenden Blick unerschrocken eine Umgestaltung der und Fälschungen unter Zustimmung der beiden Mainzer ethischen Gedankenwelt auf der Grundlage der neuen natur- i Sachverständigen in entschiedenster Weise, ebenso die Meinung wissenschaftlichen Einsichten unternahm, gilt der ostreichisck)e “ D-. «.ui« fc ... ."«»i‘< Jy“; r» —-v.« w ----- * 'FÄnrjsww Uhr vertagt. wundervolle 2idNärung der Begriffe von Glück und Sckmcrz. Carneri gesteht in der Vorrede, daß er — „von Leiden JLayiiHanalifütlOn. über das gewöhnliche Maß heimgesucht — das Leben sctsön Ter Lahnkanal-Verein e. V. zi Limburg hat in Sachen I gefunden hat und es heute tm 70. Jahre noch schön findet." der Lahnkanalisaiion eine Eingabe an den preuß. Minister Tiefe Freudigkeit seiner Lebensauffassung verdankt er der der öf/euilickstn Arbeiieu gerichtet, worin er Bezug nimrni Erkenntnis der beiden höchsten sittlichen Werte: der Arbeit auf die Miiiisterialverfügung vorn 28. Dezember v. I., in und der Liebe. Sein Glück in Uebereiiistimmung mit Dem welcher die Kanalisierung der Lahn nach dem Projelt von seiner Nebenmenschen zu finden, erscheint ihm als das kaoeita und Sonntag wegen wirisckM ft kicher und technischer oberste Prinzip, und in der Arbeit hat er em Narkotikum Bedenken als unausführbar betrackstet wird, aber Maß- gewonnen, das ihn alle Schmerzen vergessen laßt! Durch italimen zur allmählichen Ausführung der Schiffbarkeit I jjie neue Ausgabe zu 1 Mk. wird das Buch jedermann zu- in klestierem Umfange in Aussicht gestellt werden. .Ter gäuglich gemacht. Verein habe daher auf dies große Kanalprojekt verzichtet _ Die Unfallversicherung des Deutschen und sei zur Ueberzeugung gekommen, daß die Krmalifier- Reiches. Gemeinverständlich dargestellt von Dr. Konrad ung der Lahn für den Verkehr von Schissen mit 300 T. eYmann, Kaiser!. Regierungsrat, ständigem Mitgliede Tragfähigkeit als genügend zu erachten sei. Ta nun ^es Reichsversicherungsamts. Verlag von Fraiiz Vahlen iN die Meinungsverschie.enheck zwischen dem bisherigen Lahn- Berlin W., Mohrenstraße 13/14. (Preis 90 W) kanal-Verein und verschiedenen Interessenten an der un- gterungsrat Dr. Weymann gibt hier in gemeinverständlicher teren Lahn durch Beitritt des Gen rawireltors Karl Linken- ^orm ein Bild der deutschen Unfallversicherung. Es wird hach in Ems und seiner Freunde durch Beitritt zum Verein behauptet werden dürfen, daß die vorliegende Arbeit die ausgeglichen sei, dürfe der Verein wohl das Reckst m nickt leichte Aufgabe tatsächlich löst, den umfassenden und Anspruch nehmen, der berufene Vertreter aller Forder- teilweise verwickelten Reckstsstoff der Unfallversicherung m ungen zu fein, die sich auf die Lahnkanalisation be- anschaulicher und gemeinverständlicher Weise darzustellcn. lieben Es wird bann weiter Bezug genommen auf die Die Bearbeitung gibt, soweit das im Rahmen eines gemein- 1866 von Preußen übernommene Verpflichtung und die verständlichen Werkes möglich ist, ein erschöpfendes Bild Notwendigkeit eines besseren Ausbaues der Sckstsfahrt auf be§ geltenden Rechts. Ein ziemlich ausführliches Register der Lahn, wofür 1873/74 schon 6 750000 Mark im preuß. erleichtert die Orientierung. Landtage, lewer vergeblich gefordert wurden; angesichts , ■ der heutigen, mißlichen Lage der Lahnindustrie 6 flnB MviskSSlNlsrkglstttll der ÄtM MM I infolge des mehr und mehr hervortretenden Wettbewerbs 61 Aufgebote. > von Konkurrenz-Industrie, deren Lage für den Transport z Joseph Michael Merz, prakl. Tierarzt in Glauchau, . von Masfengütern wesentlich günstiger ist, werde die Frage t Mg^ilde Kalhinka Elisabeth Tridus dahier. 5. Hernnch Theo- der Lahnkanalijation brennend, die ihre Losung nur dann Rudolf Weber, Kunst-und Handelsgärtner dahier, mit Katharine finden könne, ivenn die Lahnkanalisation von der ^.„a marflaretbc ^1113 bierfelbfL 5. Wilhelm Jakob Post, Labnmünduiig bis zur preußi ch-hes ischen Sergeant dahier, mit Alarre Luise Nohrmg m WeißenselS a. d.^. Grenze in e n em Gus se durchgefuhrt werde. Indem 5. Ludwig Schupp, Bahnarbeiterin Großen-Linden m.t C adel toin «biSct? alle Unterlägen\u befdpffen, so- Hos.nann in^usd^^ Karl^TH.^ fern sie sich nod), nidjt in den Händen der preuß- Reg^er- ^”^e ®retL)e g(?b. Sach hierselbsn 7. Hugo Herbert, ung befinden, richtet der Lahnranal-Verem die Bitte an 1 .9 F^.^dberg, mit Elisa Minna Reibelmg dahier. 11. Lud- den Minister, „die dernpreuß. Landtage angerundigte was, er- £ .Winrich Emil Daniel Weiß, Postsekretär dahier m.tA'ma lvirtschastriche Vorrage durch einen Nachtrag zu ergänzen, Mohl Hierselbst. 11. Johannes Müller, Zahlmeiiler-Aspiraiit da- in welchem gefordert wird: der A u s b a u d e r L a h n ’ m;t Caroline Helse.ibein bierselbsl. 11. Georg Kart Emnch, auf S t a a t s k 0 st e n zu einer leistungsfähigen Leutnant in Aletz, mit Aiarie Adolphme Fayet dahier. Büte Ö WÄS SUK StS «... I.*- , rückjichtigung der vorhandenen Scksteufen-Anlagen . - ~ebruar. 29. Dem Geometer 2. Klaffe Philipp Effenhardt Während der Wert der bisherigen Anlagen auf lo Million. cfod)ter. März. 2. Dem Wirt Karl Döring eine Tochter, Ella, angenommen wird, erfordert das Projekt 10 bis 12 Mil-! ^cm (g(a|er Heinrich Baum eine Tochter, Auguste ^araareh. Honen Alark. 5. Dem Laternenwärter Friedrich Schäler em Sohn, WUHüm. ....... 6. Dem Oelhändler Johannes Erb em Sohn, HanS Ennl 111111 fnnZl 6. Dem Postboten Wilhelm Stein em Sohn, Karl Hemrnh Allv AlUUl UllV S-UllU» 7. Dem Taglöhner Johannes schieserstem em Oohw He, 1 7. Dem Bahmvärter Friedrich Wenzel ein Sohn, Richard. Gestorbeue. Sy *1 w Ä ft ‘■‘■ÄS* teNiit «nbetg 0^,i|i|n,lllN ^■■^«3. feit faL u. SLSi ®e#.4 ^9 gesunden hat Z ifymung auszuqesi^ '7^n die peafK' ^“Rt es Hach ’S einer der erstes 'Dar« Lehre ^eineUm^altuoV SNmdlage der neuen r; rnoijm, gilt der öftreü. i Carneri. Carner>s digkeit, die edlen i ich sind es, die uns it ™ Menschs' zeigt von Gluck und Lic e, daß er - „von 5 ngejucht - das Leben > 0. Zaisre noch schon jit Mischung verdankt c. Etlichen Werte: der An! Uebereinitünmung ir.: cn, erscheint ihm ntt Hl :beit hat er ein Nacl.2 ci)in vergessen laßt! ti irh das Buch jederviW serung des iulity: dar gestellt von K ii< ngsrat, ständigem W'ck IZerlag von Fnu- in 1 sPreis 90 M - Hier in gemeinoelsM^ Iniallüetii^erunß. Sä t bie ooriiegenbe Arbeit löst, den umsasseMu der MsaMerMruL udiicher W W- l5 im Rahmen eines o® ist, ein erschöpiendcs: -mlich ausführliches 8tt- ^Mkt. Tierarzt i" L dahier. p’Ä idetsgärmer dahier, Ml ,. ' a 6 Wilhelm iW e Shnng in Sroben-Lindm, M-t i Öi *1 Nmna tnewcwm ü. ZSs imm< STi «e w emeK*1^ .SW® d) 6i«Se*V “SeSk# em e ~x.p(erfieiil tin \ jSJSJ#!*8* oh" btf. msleqiMg J ÄS? *** < ÄB- ,xr n,,. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Garlenstratze 2 (öfirgermeffleretgebSube) Zimmer Rr- 14. Der Arbeitsnachweis Hal die Aufgabe, -wischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 bis 6 Uhr geöffnet. ES können eingestellt werden: 2461 1 landwirtschastl. Knecht. 1 landwirtschaftl. Magd, 2 Schmiede, 1 Installateur, 1 Wagner, 1 Tapezierer, 2 Holzbildhauer, 3 Möbel- schreiner, 2 Bauschreiner, 1 Glaser, 1 Bereiferin für eine Cigarren- fabrik, 8 Dienstmädchen, 2 Lanürauen. Lehrlinge: 3 Schlosser, 2 Installateure oder Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 3 Schreiner, 2 Drechsler, 8 Bäcker, 1 Metzger, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder und Lackierer. ES suchen Arbeit: 1 landwirtschaftl. Knecht, 1 Küfer, 3 Schreiner, 1 Buchhalter, 2 Hansburschen, 1 Dienstmädchen, 1 Putzfrau, 1 Dienstmädchen (Aushilfe), 2Büreaugehilfen, 1 Wochenpflegerm (auch nach auswärts). Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Elektrotechniker, 2 Mechaniker, 1 Kaufmann. MWer WchuniMachMis Mßell. Garteustraße 2, Zimmer Nr. 14. (Geschäftsslnnden von 8—1 und von 3—6 Uhr.) ES sind zu vermieten: 40 Wohnungen von 1—9 Zimmern, 1 Zimmer zur Lagerung von Möbeln oder Bibliotheksgegenstäiiden, 4 möblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: 80 Wohnungen von 1—6 Zimmern. Die Vermieter haben eine Einschreibgebühr zu entrichten und zwar für eine Wohnung mit einem jährlichen Mietwert bis 300 Mk. einschließlich 0,20 Mk., von mehr als 300 Mk. bis 500 Akk. einschließlich 0,50 Akk., und von mehr als 500 Akk. 1 00 Mk.; außerdem ist für jede Wohnungsanmeldung 1,00 Akk. zu hinterlegen. Für die Wohnungssuchenden erfolgt die Vermittelung unentgeltlich. 2460 Bekanntmachung. Dienstag den 15. März d. I., nachmittags 4 Uhr, soll im DtadtknabcaschnlhauS eine öffentliche Prüfung der Fortbildungsschule stattfiuden. Es iverden zu derselben die Eltern und Arbeitgeber der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch eingeladen. Gießen, den 10. März 1904. 2464 Mecum, Oberbürgermeister. Hahn, Neltor. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezüge von Zinsen aus der Schottischen Stiftung (Oslergeld) haben in der Zeit vom 18. bis 27. März 1904 auf dem Armenamt, Oleueii Baue 25, zu erfolgen. Gießen, den 3. März 1904. 2200 iä-rvtzheczvii.i. > Bürgermeisterei Gießen. I. 23.: Curschmann. Vergebung-. Für das Großh. Provinzial - Arreslhaus dahier soll die Lieferung der folgenden, für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 erforderlichen Berzchrnngs- und Berbranchsgegenstände: Brot, Wecke, Ochsenfleisch, Schweinefleisch, Kalbfleisch, Hammelfleisch, Frankfurter Würstchen, gemischte Wurst, Schweineschmalz, Nierenfett, Butter, Kokosnußbutter, Kaffee, Milch, Bohnen, Erbsen, Linsen, Gerste, Niehl, NeiS, GrieS, Hafergrütze, Nudeln, eingemachte Bohnen, Gurken, Handkäse, Hännge, Eier, Tee, Schokolade, Zucker, Mohnöl, Salz, Lorbeerblätter, Pfeffer, Nelken, Kümmel, Muskatnuß, Essig, Petroleum, Zündhölzer, Seife, Schmierseife, Soda, Putzpulver, Vitriol, Spiritus, Stroh, Tran, Wichse, Fensterleder, sowie ca. 600 Zentner reine Stückkohlen, ca. 800 Zentner gewaschene Nußkohlen, 30 bis 50 mm Durchmesser, und ca. 600 rm Tannen-Scheitholz, ferner soll die Entleerung der Senk- und Kehrichtgruben während der angegebenen Zeit im Submissionswege vergeben werden. Versiegelte Angebote und — ev.Aayn5>Z.-»W.,3.St. p. I. Juli zu verm. ^»osmanvltr. 4. 24371 Kleine schone Wohnung zu verniielen Scholtstraße 17. 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