Samstag 12. März t 904 154. Jahrgang Erstes Blatt monatlich iud) MMt ifi-i bejwttgi. * sü'ivaöei i rHaltung J! »Punkt meiner Kleiner töberatitf fc r einzelnen 9kgirr jeher Versuch, grat. , energisch ^urüdtok Uolitische Tagesschau. Der preußische Landtag gegen den Reichstag. Unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt .. inijann -'t- «!E diePost Mk.2.—viert el- iahrl. ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für bie Lagesnummer bis vormittags 10 Uhr. ZeilenpreiS: lokal 12Pf^ auswärts 20 Psg. Verantwortlich Hhr den poIlL und allgem. Teil: P. Wittko- für .Stadt und Sank4 und „Gerichtssaal*: August Goetz; für den Anzeigenteil: HanS Beck. er keine Milde gelten !sje rt, wie ich gesprochen Nr. 1 «rfchei täglich anbei intagS. Dem Giebr Anzeiger werden iiüechsel mit dem Dessls, Landwirt die Glehe, Zamilien« Müller vual in der Wocheigelegt. RotationÄck u. Verlag bet iü h l'sehen Unive>1.-ih-u. Steindruckerei. i. Lange. Nedaki iorÄ^veduian und »ckerei: Schn laße 7. Adresse fDepeschen: «nzeig Gießen. FerntprechchlußNr 51. ntgLic.;, oasi du a - D.. Dänische # ben zwar immer Xuw.^.' L als E- vezugspret»: monallicb 75viertel* jährlich Alk. 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 65 Pf.; durch tag wie im Reichstag mit Uebergrifscn. Und was der hauptsächliche Nachteil ist, die Erledigung der Geschah in beitot Parlamenten wird, fortgesetzt verzögert durch die „rollenwidrigen Seitensprünge". Zu den Tagesfrageu. R. Berlin, 11. März. Tie Mitteilung des „Vorwärts", daß die Regierung den Gedanken einer Reichstagsauflösung, in diesem Frühjahr, erwäge, wird in parlamentarischen Kreisen nicht ernst genommen. Auch an amtlicher Stelle ift- nach unseren Erkundigungen, von solcher Absicht nichts bekannt. Allerdings sind auch heute wieder vom Marine-Etat nicht weniger wie acht Million en Mark gestrichen worden, und das Zentrum scheint zeigen zu wollen, daß es zu besonderem Dank für die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes sich nicht verpflichtet fühlt. Aber darum wird es nicht gleich eine Reichstagsauslosung geben, die zudem schwerlich den Erfolg hätte, ein in Militär- und Marinefragen gefügigeres Parlament zu bekommen. Tie „Nordd. Allg. tztg." erwähnt heute abend die Meldung des „Vorwärts" nicht einmal. Dagegen sucht das offiziöse Blatt den Widerspruch gegen den Iesuiten- gcsetzbcschluß mit dem Hinweis auf frühere Zustimmungs- Äeußerungen bekannter Parlamentarier, u. a. B^nnOsens, zu verteidigen. Interessanter würde sein, das Blatt der Regierung über das Vorhaben mehrerer Bundesstaaten zu hören, wie der acht t h ü r i n g i s ch e n S t a a t e n durch Landesgesetz die vom Reich geöffnete Tür zuzuschliehen. Eugen Richters Rücktritt von der Freisinnigen Zeitung. In der Verhältnissen der Freisinnigen Zeitung und namentlich in ihrem Zusammenhänge mit Eugen Richter tritt eine vollständige Aenderung ein. Tie Freisinnige Zeitung, die bisher in der Aktiengesellschaft Fortschritt herausgegeben wurde, geht, wie wir schon kstrz erwähntem in eine neugegründete „Verlagsanstalt Deutsche Presse G. m b. H." über und wird in Zukunft unter dem Namen „Freie Deutsche Presse" mit dem Untertitel Freisinnig« Zeitung erscheinen. Eugen Richter zieht s ich gleichzeitig ganz von der Redaktion zurück, die angeblich auf Tr. Müller-Sagan übergeht. Der Entschluß Richters, seine durch lange Jahrzehnte au § geübte journalistische Tätigkeit auszugeben, ishauf fernen GeWundheit s z u st an d zurückzu führen, der ihm die Fortsetzung! seiner journalistischen Tätigkeit neben der gleichzeitigen Ausübung seiner parlamentarischen Pflichten unmöglich macht. Es ist auch in Zukunft nicht ausgeschlossen, daß Richter hin und wieder in der Freien Deutschen Presse Artikel veröffentlichen wird, aber der eigentlichen redaktionellen Tätigkeit wird er in Zukunft vollkommen fernstehen. Richters Entschluß, seine politische Tätigkeit ein- zuschränken, bedeutet für diejenigen keine Ueberraschung, denen seit geraumer Zeit bekannt war, wie sehr feine ungeheure Arbeitskraft durch sein körperliches ^finden geschädigt wurde. Wenn jetzt angedeutet wird, daß Mchters Einflußauf die Freisinnige,Volkspartei eine große Schwächung erfahren werde, so dürfte das höchstens insofern richtig ein, als ein Mann in voller Gesundheit und Manneskrasl einen Einfluß naturgemäß aktiver und intensiver zum Ausdruck bringen kann, als jemand, dessen Arbeitskraft durch körperliches Leiden geschwächt ist und der dadurch ge- zwungen wird, seine Tätigkeit^einzuschr^kem^^^^^^ AcHrieg zrvisSen Japan und Wußtaud. Ein neuer Seekampf bei Port Arrynr. Einelegramm desStatthaltersAlereiew an de Kais er von Ruß la nd aus Mukden besaat: Ter Koiandant der Flotte, Admiral Makarow, meldet aus Pit Arthur von gestern: Sechs Torpedoboot e,ie unter dem Kommando des Kapitäns Matusse- Telegraph" erfährt aus Shanghai vom 10. März: SP ^va n er sind Höch st erfolgreich m der Der - 5 ?; rr her Bewegung ihrer Truppen. Wahrichein- i'^ber^verdcn^nachdem^Port Arthur unschädlich gemacht 1,1 SV 2 ?Sori)§ in nördlicher Richtung gleich, ^ig^om ^nto»ng^ar^^n1■e^ sowie vom Jalu- ^^S^^ill^Ervreß" erfährt, wirb aus Kobe ein neuer sich die Rnss-n »urüL Ein Japaner wnL . Amtsblattes von Söul der- -WSstes»« tot ~- äs,*.... J?-" •" ••••*■“• 1 ^Konzession betreffend die Widschu-Soeul- Tien bahn wurde von den japanischen und koreanischen ^Der^,,Stand a?§"toichst^, Äffische Trupven •Hiirfin einen javanischen Offizier und fünf Mann uber- - as t welche als Gefangene nach Irkutsk gebracht mürben. " 'Aus dem russisckM Hauptquartier MuLen wird unter h-i 11 März gemeldet: Infolge von verschiedenartigen /ntg-g°n gesetzten Mitteilungen v°nL° n d. u men japanischer Truppen an verschiedenen Kulten und weiteren WsMcn der lapanischcn Heeres- ^una ist das in Chardin eingetrvffene Arnie°r°rps eom Adstabe zurückgehalten worden. Da sehr starke Fröste ^getreten sind macht die geeignete Unterbringung dieser Truvvenmassen Schwierigkeiten. Großsurft Boris ijste^'mit ^Begleitung am 10. Marz nach dem Kriegsschau- Konzessionen für ungiltig erllart, darunter zene, durch die sich Korea des Rechtes begab, die Insel ftojebe zu veräußern, ferner die Kohlengrubenkonzesstonen m UI- leungdo und in den Tälern des Tumen und Jalu. x_\e Ungiltigkeitserklärung der Rußland gewährten Konzessionen wird von der koreanischsen Regierung noch besonders bekannt gemacht. Die Japaner haben die Besatzung der gekaperten Handelsschiffe, bestehend aus 400 deutschen, russischen und chinesischen Matrosen, fr ei gelassen, wahrend die Offiziere, 40 an der Zahl, sich noch in Sa.ebo befinden. Der „Temps" berichtet aus Petersburg, die Entsendung der baltischen Meer flotte nach Ostasien werde im Juli erfolgen. Tag und Nacht werde an der Ausrüstung der Schiffe gearbeitet. Die Flotte soll aus neun Panzerschiffen, sowie einem Kreuzer und mehreren Torpedobooten bestehen und an Zahl der japanischen Flotte überlegen sein. Man ist der Ansicht, daß die baltische Meer- flotte den Krieg zu Ende führen werde. Es soll auch versucht werden, den Weg durch das Weiße Meer durch Eisbrecher zu bahnen. Wenn dies gelänge, würde die Flotte bereits im August oder September auf dem Kriegsschauplätze anweseno sein. m f Auf der Strecke Atschinsk-Irkutsk der sibirischen Bahn entgleiste ein Postzug. Eine Person wurde getötet, acht erlitten Verletzungen. Der Materialschaden ist bedeutend. , _ _ , . Paris, 11. März. Ter Petersburger Korrespondent des „Figaro" will aus bester Quelle erfahren haben, der Zar habe den deutschen Kaiser gebeten, ihm während der Tauer des Krieges seine Ansichten über die Entwickelung der militärisch en Situation mitgu teilen. (Die Nachricht klingt höchst unwahrscheinlich. T. Red.) -1.1 „V ■■ -1,' ,,fl in .hfljii v, • untenn 11. März: Dem Reichstag ist heute vom preuß'schen Abgeordnetenhaus Fehde angesagt worden! 'Ts muß a u f h ö r e n, daß der R e i ch s t a g sich in die Angelegenheiten der B u n d e s- ft a a t e n einmischt. „Haben wir denn itn Landtag zu bestimmen oder ist der Reichstag die maßgebende Instanz? Tie Grenzen der Befugnisse des Reichstags müssen endlich scharf und llar gezogen werden." Diesen überraschenden Vorstoß gegen den Reichstag mackste gegen Schlup einer sonst ziemlich sonst verlaufenen Sitzung der konservative Abg. v. Heydebrand, unter donnerndem Beifall von fast allen Seiten des Hauses. Der Unmut im Abgeord- netenhaus darüber, daß namentlich die Sozialdemokraten die ihnen im preußischen Parlament versagte Kritik an preußischen Zuständen gründlichst im Reichstag ausüben, hat schon lange gegärt. Herr v. Hevdebrand sprach also seinen Kollegen aus der Seele. Nur wird der Protest schwerlich viel helfen. Die sozialdemokratischen Redner fangen es so geschickt an, wenn sie Abstecher auf das preußische Gebiet unternehmen, sie stützen sich entweder aus ein Aufsichtsrecht des Reiches, oder sie flechten beiläufig eine kleine Bosheit ein, daß ihnen mit dem Ruf zur Sache selten beizukommen ist. Die Agitation für Preußen besorgt die Sozialdemokratie im Reichstag ebenso eifrig, als wenn sie im preußischen Landtag Sitz und Stimme hätte. Ja, noch wirksamer. Denn die Debatten des Reichstages haben ein bedeutend kräftigeres Echo. Das ganze Reich bildet die Hörerschaft. Der preußische Minister des Innern, Frhr. v. H a m m e r st e i n selbst, erkannte zur tiefen Kränkung der Landtagsmitglieder — viele Oho-Rufe bezeugten es — dem Reichstag die größere Resonanz zu. Diese E/wagimg sei auch eine der Gründe gewesen, weshalb preußiche Minister, was Abg. v. Hevdebrand scharf getadelt hatte, im Reichstag nochmals den Sozialdemokraten auf die Beschwerden über die Russen-Ausweisungen Rede standen. Die Niederlage der Sozialdemokratie würde nicht so vollständig gewesen sein, wäre die Abwehr nur im Abgeordnetenhause erfolgt — „Sie mögen, m. H., von unseren Verhandlungen so groß denken, wie Sie wollen." Frhr. v. Hammerftein hatte das gesagt; als er sich niedersetzte, blieb jegliches Beifallszeichen aus. Eisiges Schweigen ringsum. Diese Verletzung des Selbstbewußtseins der preußischen Parlamentarier lund gerade heute fehlten wegen der Etatserörterung im Reichstage die meisten Doppelmandatare, Herr v. Heydebrand gehört allerdings seit den Neuwahlen zu diesen) hatte nicht kommen dürfen. Frhr. v. Hammerftein war augenscheinlich auf die Anschmeidung dieser staatsrechtlichen und praktischen Frage nicht vorbereitet. Er lehnte ab, au, Einzel- heiten einzugehen und erllärte sich nur im allgemeinen damit einverstanden, daß der Reichstag sich der Einmischung in die Rechte der Bundesstaaten enthalten solle, und ferner damit, daß für die preußischen Minister nicht die Pflicht bestehe, im Reichstag über preußische Angelegenheiten sich zu verantworten. Nun kann man gespannt sein, was der Reichstag auf die heutige Zurechtweisung demnächst erwidert. Abg. v. Hevdebrand beugte vorsichtshalber dem naheliegenden Einwand vor, daß ja auch der Landtag vielfach in Reichsangelegenheiten breinaerebet hat, z. B. in die Handelspolitik. Herr v. Hevdebrand, übrigens ein vorzüglicher, llarer Sprecher, machte demgegenüber geltend, der Landtag könne beanspruchen, auf die Instruktionen der preußischen Bundesratsbevollmächtigten einen gewissen Einfluß zu üben. Bekanntlich hat Graf Bulow seinerzeit, als von ihvi im preußischen Abgeordnetenhaus Auskunft und Zusage über die Erhöhung der Getreidezölle geheischt wurde, dies ähnlich begründete Verlangen kurz und bündig abgelehnt. Gesündigt wird also im Land- Den 2 ~ dir. D ,, ,x cn rl i Hft aw , . ^II1O|,U „Llgl W wen witsch, der Nacht vom 10. März in See gegangen waren, • stieße ailf feindliche Torpedoboote, die von 1 Kreuzergefolgt waren. Es kam zu einem heftigen ' Kamp, in dessen Verlaufe das Torpedoboot „Vlastny" ein feidliches Torpedoboot durch eine Whithead- mine zi Sinken brachte. Auf der Rückkehr erlitt das von Lemnt Serguejew befehligte Tor ped ob o ot „Stere gutiy" Havarie, verlor die Maschine und begann zm ken rn. Um 8 Uhr ftüh kehrten fünf Torpedoboote zmrück. 7s die Lage des „Steregutschy" offenbar kritisch tturde, ßte ich meine Flagge auf dem „Nowiß^ und eilte i!i-m zuilfe. Aber fünf feindliche Kreuzer umringt unsere Torpedoboote und das Panzer- geschwar näherte sich Es gelang mir nicht, den „8ter,utschy" zu retten, welcher sank. Gin Teil brr Bähung geriet in Gefangenschaft, etn Teil ertra'. Von Der Besatzung ber Schiffe, bie an dem yiachtgchte teilnahmen, tourben ein Offizier schwer, br e t icht verwundet; 2 Soldaten f i u b t o t, 18 berunbet. Um 9V» Uhr eröffneten 14 fein bliche C ch I s , bie sich vor Port Arthur gesammelt hatten, das A ombrdement, welches bis 1 Uhr nachmittags bewerte Ich nehme an, daß der Feind 154 Geschosse zwöls- zSilligeKalibers abfeuerte. Tie Beschädigungen der Schiffend unbedeutend; sie sind alle k a m v f f a h ig. Lerli: ein Offizier leicht verwundet, ein G otb: tot, vier verwundet. Tie Erhellung des ÜLimpsttzes durch Scheinwerfer ist sehr gelungen. Wieder» hiolte llven unserer Batterien zwangen die seind- li cheTorpedoboote zum Rückzüge Morgens bei MmbeS Bombardements antworteten bie GZchütze der fleftun auf das feindliche Feuer. Die Besatzungen aller Michisfcbewiesen große Kaltblütigkeit. Aus dem Zwischen- d! ck w den die gewöhnlichen Arbeiten fortgesetzt, obgleich bie fadlichcn Geschosse einschlugen. Ter ja panisch e ft re uct „Takasago" scheint erhebliche Deschä- bHgugen erlitten zu haben. 3 bem Telegramm des Statthalters Alexejew heißt tV weir: Bei dem Gefecht ber Torpedoboote mit den ;a- punifdn Kreuzern wurden leicht verwunbet Kapitän ^atufwitsch, Fähnrich Mexandrow unb Maschinist Blinow ; chwer verwunbet Fähnrich Zaev (Verlust des rechten Deutsches Reich. Berlin, 11. März. Ter Kaiser traf hente mittag in Potsdam ein unb fuhr nach der Reitbahn des Regiments Garbe bu Corps. In ber Rettbahn motjnte ber Kaiser einer Ossiziersreitstunde bei. Nm 11 Uhr begab ich ber Kaiser nach bem Lustgarten unb besichtigte dort die vom Kronprinzen geführte 2. Kompagnie des ersten Garde-Regiments zu Fuß. Nach dieser Besichttgung sand ein zweimaliger Vorbeimarsch des gesamten ersten, Garde- Regiments, das erstemal in Zügen, das zweitemal in Kvnv- baqniefront statt. Darauf fulyr der Kaiser nach dem Offizierskasino ber Garde du Corps, wo er an einem rzruh- stück teilnahm. Nm IV2 Uhr begab sich der Kaiser mittels Sonderzuges nach Berlin unb von hier reiste er um II1/2 Uhr abends nach Bremerhaven ab, von wo er morgen bie Mittelmeerfahrt an tritt. Zur Ver- abschiediing waren ber Kronprinz unb Graf Bülow erschienen. Um 6 Uhr nachmittag traf in Bremerhaven b^ retts ber Sonberzug mit einem Teil ber Gäste des Kaisers ein. Auf bem Weserstrom ankert bas Schiff „Friedrich^ Kar , bas ben „König Albert" begleitet. An Bord des lateren ist eine Vorrichtung für Funkentelegraphie angebracht. — Die Meldung, daß Kaiser Wilhelm auf sein^ Fahrt durch ben Kanal Dover anlaufen will hat dort große Genugtuung hervorgerufen. Sollte der Laster 0er Nacht vor Dover eintreffen, so soll ihm zu Ehren bie Illumination der Seesette der Stadt beschlossen werden. - Ter „Reichsanz" verSsfmMcht das ™ 8. März Bett, die Aufhebung des 8 2 des G-se^s über den Orden der «eNfchast S-k" vom 4. Kiü E - Im Landtag zuDeimar gab heute Staatsmmcher Tr. Rothe auf eine Anfrage biejMimmfl ab, daß bie weimarische Regierung gegen bie Shiftyebimg be§ § B des Jesuitengesetzes gefttmmt. Me aus Weimar Wetter telegraphiert wird, soll nach ber par iellen Aufhebung des Jesuit en gesetzes in sämtlichen acht thüringischen Staaten bie älter en Lanbes gesetze gegen den Jesuitenorden regierungsieittg wieder in Kraft gesetzt werden. Auch die Parteien des an Haiti sch en Ländtages bereiten die Einbringung eines Landesgesetzes an Stelle des aufgehobenen § 2 des Reichsgesetzes gegen die Jesutten vor. Im Landtage zu So u- Kommandant von Port Arthur meldet folgende Ein- ztHieirt über bas Bombardement vom 10. Marz: Als der F'inbdas Feuer eröffnete, antworteten unsere Batterien. Zechsseindliche Sckstffe, die hinter dem Leuchtturm von Äiaotyaw hielten, schossen aus ihrer geschutz en Stellung amf d Festung. Um 1i/i Uhr nachmittags hörte das Bom- bc.irdc.ent auf. Ter Feind gab etwa 200 Schuß ab. Ein o(on ütterie 15 abgefeuertes Geschoß beschädigte eimn j-apaischen Kreuzer schwer. TaS feindliche Lowardement richtete unerhe blichen Schaden cm- echs Soldaten wurden getötet, in d er n t a b t w,urdi drei Personen schwer verwundet. Na^y einerMeldung des Generals Stössel legten Offiziere unb Sotbcn ber Stranbbatterien musterhafte Beweise von Mut Mannszucht unb Schießsicherheit ab. Weitere» vom Kriegsschauplätze. ie Russen zogen sich sämtlich von Tscho- nadhue nach Wibschu zurück, wo sie emen Erd- rallaufwarsen, der einen Teil des allgemeinen Verteidig- i-na-vstems bilden soll in Verbindung mit Besestigurigen, Won ben Russen schon am linken Jaluuser angelegt ben $on . MCNtl I >hc»'-nb i8|W L v l,nb ' xsSSs s,?Äs~ I unb lvenn Smibet bti nmiicp ~ c Zerren 6os I 5 »irb . ;b,rni* ' boB x- h ?r m uuber; i a.X-iää EW - -»U>a(bnnmgen mehrer J °s6ne bar, er imiRte bei fl" bem Stiftern liegen J- v.;' 2 qJf|Cn. bic Mitoanb ’ber trotzdem fürchte ich bei • 1 - Urmchen liegen in br Geist und in b« achtig! links.) von ieiten der Regierung jj •y1“0 lottwährenb mit br nb Revolution tofettiert. »■ ’*’• uibren. Die Berivaltui ima 'Leisall links.) M: Der Vorredner hat if- s bcm'Wbg. Mller-Meiningn ’.c'icU als ob es sich |cn hanblc. Dr. Mller 6c e Lsfizierlorps wäre gebilbcc 'bengig von einer techch'its Ibung, wie ich es borbir c? mmgen erklärt, er hak r:- i sälll meine ganze fc;- Nugdanl) Herr Sfc.'ei il in j, iidUD--... ikn uno .l >itCl • GicheiierAn;eiger ** General-Anzeiger w Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen bin ein fertiger $lam, k Don ®}rgein für fc hier sage, das läge ich ie niemanbem das Recht zu. r ich, die Achtung, dir D zu gründe gehen. W b- ivelche die Presie mir gegt? ionit nichts. «Beifakl.i bie weitere Beratung ft Ausland. Mittel. " Billiger Speck. Bei Vergebung der Lieferung der Fleischwaren für das Provinzial-Siechenhaus blieb ein hiesiger Metzgermeistcr mit dem Preis-Ansatz von 7 5 Pfg. für das Kilo geräucherten Speck Mindestfordernder. -j-Launsbach, 11. März. Infolge der hier aufgetretenen DiphtheritiS wurde der Unterricht m den beiden hiesigen Schulklassen vor vier Wochen geschlossen; er wird auch vorläufig vor Ostern noch nicht wieder beginnen, denn nun sind auch noch die Masern hinziigekommen. g. Alsfeld, 11. März. Nach langjährigen Bemühungen dürfte eS nunmehr dem hiesigen Volkskindergarten, verein gelingen, für seinen Fröbelschen Kindergarten ein eigenes, den wesentlich vermehrten Anforderungen der Gegen, wart und Zukunft entsprechendes Heim zu erhalten. Auf eine Eingabe des Vereinsvorstandes an den Gemeinderat, worin um einen Beitrag zum Baukapital nachgesucht wurde, hat der Stadtvorstand nämlich beschlosien, dem seit Jahren hier segensreich wirkenden Kindergarten ein neues, zweckentsprechendes Haus zu erbauen und es dem Verein zur Verfügung zu stellen. Dieser Beschluß ist um so anerkennenswerter, als in letzter Zeit im öffentlichen Jntereffe bedeutende außerordent. liche Anforderungen an den Gemeinderat gestellt worden sind. Sobald das Haus fertig gestellt ist, wird der Kinder, garten dann durch die Anstellung einer zweiten Kinder, gärtnerin die seit langem notwendige Erweiterung erfahren. Mußte doch in den letzten Jahren infolge Raummangels gewöhnlich 30—40 Kindern die Aufnahme versagt werden. 8. Eudorf b. Alsfeld, 11. März. Auf Anregung deS Vorstandes des HassiabezirkS Alsfeld wurde am letzten Mitt- woch hier ein Militärverein gegründet. Es traten ihm sofort einmütig alle anwesenden ehemaligen Soldaten, im •* Die Gießener Sanitätskolonne vom Roten Kreuz versammelte sich ain Donnerstag abend bei ihrem Führer, Brauereibesitzer Förtsch, zu einer Besprechiing über den weiteren Ausbau des Sanitätsdienstes und die Organisation der Kolonne. Die Kolonne will nicht nur im Kriege sich in den Dienst der Verwundeten- und Krankenpflege stellen, sondern immer auf dem Plane -rscheinen, wenn in der Stadt oder ihrer Umgebung ihre Hilfe erforderlich wird. Als erstes Erfordernis hierzu betrachtet es die Kolonne als ihre Aufgabe, die Mitglieder durch Vorträge über Rettung und Pflege Verunglückter oder Erkrankter durch praktische Uebungen im Anlegen von Verbänden usw. weiter auszubilden. Der Kolonne stehen zur Zeit sechs Tragbahren, ein Verbandkasten mit Jn- stnunenten, Medikamente, Verbandstoffe, Arm- und Beinschienen zur Verfügung. CtationLassistent Brück führte den Mitgliedern eine ganze Reihe von Verbänden vor und erläuterte eingehend die Art der Anwendung am menschlichen Körper unter Berücksichtigung der verschiedenen Vcrwundungs- fälle. Die Kolonne will sich nach dem Vorbilde der Darmstädter Sanitätskolonne organisieren, vorausgesetzt, daß ihr die nötige Unterstützung der Behörden zu teil wird. In Darmstadt ist die Bestimmung getroffen, daß bei Unglücksfällen außer dem Arzt nur solche Personen zur Hilfeleistung zu- gelaffen werden, die sich durch eine vom Kolonnenarzt, Kolonnenführer und dem Polizeiamt unterzeichnete Karte als aus- gebildete Mitglieder der Sanitätskolonne auSweisen. Weiter sind Maßregeln zum schnellen Herbeiruf der Mitglieder durch Feuermelder, Fernsprecher re. getroffen; an 19 Punkten der Stadt stehen Tragbahren bereit; während der Badezeit ist ein besonderer Rettungsdienst eingerichtet und Vorsorge für schnelle Hilfe da getroffen, wo infolge großer Menschenansammlung, wie Festlichkeiten, Verwundungen oder Ohn- machtsanfälle eintreten können. — Es ist zu wünschen, daß die Kolonne in der freiwillig übernommenen Aufgabe von , allen Seiten unterstützt wird und ihr Mitgliederstand sich durch Beitritt hilfsbereiter Männer vergrößert. Chefs des Generalstabs XVIII. Armeekorps, zum Chef dieses Generalstabs ernannt. — v. Winterberger, Major und Bats. Kommandeur im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116, zum Oberstlt. befördert. — v.Laffert, v. Becker, OberltS im 1. Großh. Hess. Drag.-Ngt. (Garde- Drag.-Ngt.) Nr. 23, Schwendy, Lt. im Jnf.-Rgt. Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116. vom 1. 4. 04. ab auf ein Jahr zur Dienstleistung beim großen Generalstabe kommandiert. — Gr. zu Solms-Laubach, Lt. im Garde-Jäger- Bat., auf sein Gesuch ausgeschieden und, unter Belassung seiner bisherigen Uniform, zu den Offizieren ä. 1. s. dec Armee übergetrrten. — v. Nathusius, Lt. im Drag.-Rgt. Freiherr von Manteuffel (Rhein.) Nr. 5, in das 2. Großh. Hess. Drag. - Ngt. (Leib - Drag. - Rgt.) Nr. 24 versetzt. — o. Olszewski, Lt. im 1. Großh. Hess. Feldart.-Ngt Nr. 25, zum Magdeburg.-Drag.-Ngt. Nr. 6 auf ein Jahr kommandiert. — v. Kleist, Lt. im 1. Großh. Heff. Inf.-(Leibgarde-) Ngt. Nr. 115, zum Kadettenhause in Potsdam als Erzieher versetzt. — v. Kopp, Fähnrich im 2. Großh. Heff. Feldart.- Ngt. Nr. 61, zum Lt. befördert. — Dr. Roether, Oberarzt d. Nes. (I Darmstadt), zum Stabsarzt, Dr. Koch (tDarmstadt), Dr. Scha efer (Friedberg), Assist.-Aerzte d. Nes., zu Oberärzten d. Res. befördert. — Dr. Dormagen Oberstabs- ung Rgts. - Arzt des 5. Großh. Heff. Inf. - Ngts. Nr. 168, zum Jnf.-Rgt. von Wittich (3. Kurhess.) Nr. 83 versetzt. — Dr. Braun (Erbach), Stabsarzt d. Nes., der Abschied bewilligt. — Bei der Kadettenanstellung 1904 Portepeeunterofsizier Ilse mann im 1. Groß. Hess. Jnf.- (Leibgarde-) Rgt. Nr. 115 als Leutnant angestellt. •* Promenadenkonzert findet morgen in der Südanlage mit folgendem Programm statt: 1. Ouvertüre z. O. „Norma" von Bellini. 2. Spinnlied a. d. O. „Die Hexe" von Erna. 3. Ballctstrauß, Quadrille von Krauße. 4. Introduktion und Chor aus „Lohengrin" von Wagner. "Bahnhof-Neubau. Der Auftrag für die Inangriffnahme der Arbeiten zur Erweiterung des Empfanggebäudes Gießen ist nun definitiv erteilt worden. Der Beginn der Arbeiten wird alsbald erfolgen. Die Bauleitung führt die Betriebs-Inspektion I, Gießen, bezw. Architekt Hof- gauzen 24 Mann, bei. p. Hopfgarten, 10. März. Am Freitag abend hielt im hiesigen Kriegerverein Lehrer Rudolph auS Alsfeld einen Vortrag über „Moltkes Leben und Wirken". Er fand bei den zahlreichen Zuhörern allgemeinen Beifall. Frankfurt, 11. März. In der Mädchenhandel- Affäre wurde jetzt auch noch der 28 Jahre alte Kaufmann Richard KlaaS verhaftet. KlaaS hat die Korrespondenz besorgt. Den Mädchen wurde vorgeschmndelt, daß sie täglich bis zu 60 Mk. verdienen würden. Jeder Abschluß brachte 25—30 Mk. ein. Die bis jetzt vernommenen Mädchen sind alle geständig; sie blieben nur kurze Zeit in jenen Häiisern. Es steht, wie die Kleine Preffe meldet, fest, daß die Vermittlung sich nicht auf gewerbsmäßige Dirnen beschränkte; es wurden durch verlockende Inserate auh unbescholtene Mädchen angeworben. — In vergangener Nacht um 3 Uhr bemerkte nach dem „Frkf. Gen.-Anz." del 26- jährige Wächter Heinrich Schmidt der Wach- und Shließ' gesellschaft im Keller des Hauses Hohenzollernplatz 12 Lauch Er begab sich in den Keller und als er die Tutt des Raumes öffnete, wo sich die Dampfheizung befindet, schluo dem Manne ein starker Qualm entgegen. Er ging mit seinei Laterne direkt auf den Ofen zu, stürzte aber, noch ehe esser Puls schon sehr schwach war, nach längeren BemühMger wieder ins Leben zurückzurufen. Kleine M i t t N u n a c u aus Hessen und len Nachbarstaaten. Ein glückliches Dorf ist O b e r - M ö rle n welchem durch einen in London verstorbenen Herrn Geck 11 Summe von zirka 325,000 Mark zufielen. i — verhindern. Aus-Stadt^und Land. Gießen, den 12. März 1904. " AuS dem Militär.Wochenblatt, v. Kleist, Oberstlt., beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte deS " Gasmessermiete und Bürgerliches Gesetz- buch. Zu der Notiz über die Delmenhorster schöffengericht- liche Entscheidung in betreff der Gasmeffermiete erfahren wir, daß es bei dem dadurch herbeigeführten Ausgang nicht geblieben ist. Die Gasanstalt legte Berufung ein, und das Landgericht Oldenburg hob das Urteil auf und verurteilte den Beklagten zur Zahlung der Gasmeffermiete und der Prozeßkosten. Der hauptsächliche Entscheidungsgrund dabei war, daß die im § 448 deS Bürgerlichen Gesetzbuches ausgesprochene Dispositivvorschrift einer abweichenden Parteivereinbarung nicht im Wege steht. „War dem Beklagten", so führte daS Urteil aus, „als er um Gasanschluß nachsuchte, bekannt, daß die Gasanstalt die erforderlichen Gasuhren dem Konsumenten nicht unentgeltlich zur Verfügung stellte, also nicht selbst die Kosten des Meffens auf sich nahm, so kam mit der Annahme seines Gasanschlußantiages neben dem Kaufvertrag zugleich ein Mietvertrag bezüglich einer dem Beklagten zu überlaßenden Gasuhr zustande." •* Ein seltener Baumriese wurde dieser Woche im botanischen Garteu gefällt, ein schwarzer Wallnußbaum, Inglans nigra, dessen Heimat die östlichen Staaten Nordainerikas sind. Die Höhe der früher gewaltigen Baumkrone betrug 26 Meter, der Umfang des Stammes 2»/. Meter und das Alter einige 90 Jahre. Schon vor einiges Jahren wurde der Baum gipfeldürr, und im letzten Sommer trieb er, obwohl im Holze noch kerngesund, kaum noch einige Blätter, so daß an eine Erhaltung leider nicht zu denkei, war. Der schwarze Wallnußbaum liefert ein außerordentlich schönes, dunkelgraues, rötlich gestricheltes Holz, das an Brauch, barfeit und Festigkeit dasjenige des gemeinen Walluußbaumes übertreffen soll. Da er außerdem sehr rasch wächst und auch in rauhen Lagen noch gut fortfommt, so sollte er, zumal er ein sehr schöner Baum ist, häilfig angepflanzt werden. Die großen dickschaligen Nüsse sind dagegen minderwertig. " Fünfundsechzig neue Ortsgruppen hat der Deutsche Flotten-Verein seit dem 1. Januar zu ver- zeichnen, und zwar im Großherzogtum Heffen: Atlendorf a. d. L., Birkenau, Gettenau, Homberg, Lang-Göns, Nenzen- darf, Neiskirchen, Neinheim, Klein-Linden, Ulrichstein, Linden- fels, Lampertheim, Roßdorf, Friedberg, Neu-Ysenburg, Sprendlingen, Groß-Steinheim, Mühlheim. Diese 65 neue Ortsgruppen umfaffen über 3000 Einzelmitglieder; besonders bemerkenswert sind die starken Zugänge in Bayern und Heffen, wie denn überhaupt der Flotten-Verein in Oberdeutschland immer mehr an Boden gewinnt. Der Verein besitzt jetzt ein Organisationsnetz von nahezu 4000 Geschäftsstellen, zählt 630 000 Mitglieder und verfügt über recht ansehnliche Paris, 11. März. Kammer. Berther (Republikaner) Interpelliert über den Unglücksfall, der bei Briancon durch eine Lawine verursacht wurde und mehreren Leuten des 157. Regiments das Leben kostete Er tadelte dessen Oberst, der einen im Winter gefährlichen Uebungsmarsch anordnete. Der .Kriegsminister erwiderte, daß diesen die s ch w e r st e B e st r a f u n g getroffen habe, die die Vorschirift dafür in Bereitschaft hat. . — Von der hiesigen javanischen Gesandtschaft wird erklärt, der japanische M a r i n e a t t a ch e e habe absolut nicht gewußt, was der Absender der mit dem Namen Martin unterzeichneten Briefe von ihm tooHte. Er habe schließlich nur geantwortet, weil ihn die Hartnäckigkeit des Schreibers geärgert habe. m „ Wien, 11. März. Abgeordnetenhaus. Bei M- ainn der Sitzung teilte der Präsident mit, der jungtschsschische M>q. Riba überreichte eine Interpellation mit einem Exemplar des Gerhard H a u p t m a n n schien Dramas (Rose Bernd" (dessen Aufführung im Wiener k. k. Hos- burgtheater nach wenigen Vorstellungen untersagt wurde. D Red.) und verlangte die wörtliche Verlesung. Ter Präsident erklärte, er könne die wörtliche Verlesung Nicht zi^ la sen, da er hierdurch das Autorenrecht verletzen und sich unzweifelhaft einer zivilrechtlichen Verfolgung aussctzm würde. Stransky verlangt die Eröffnung der Debatte hinüber. Dvorak verlangt namentliche Abstimmung, welche jedoch nicht erfolgt, da der Präsident nachträglich feststellt, er könne eine Erörterung dieser Erklärung nicht zulassen. — Der „Pol. Korr." wird von besonderer Seite aus Konstantinopel gemeldet, die Verständigung zwischen der Türkei und Bulgarien ist zum Abschluß gelangt Das betreffende Vertragsinstrument durfte bereits unterzeichnet sein. Das Einverständnis erstreckt sich auf die Amnestie- und RepartriierungSfrage, sowie auf die gegenseitigen Handelsbeziehunge n. Außerdem verpflichtet ich die türkische Regierung, die für die macedonischen Vila- iets vorgesehenen Reformen auch auf Adrianopel auszudehnen. Bulgarien verzichtet dagegen vorläufig auf Regelung der schwebenden bulgariichen Kicchen- und Schul- fragen In bet Türkei und verpflicht sich, mit autzeister Strenge gegen die aufrührerischen Komitees vorzugehen, sowie die Änssuhr aller Expl°fipstos,e nach der Türker zu mann zu Herborn. •* Die erste Benefiz-Vorstellung morgen, Sonntag abend im Stadttheater, wird sicherlich einen guten Besuch haben. Der Benefiziant, Herr Cora di, hat sich im Laufe der Spielzeit als ein stets gern gesehener Komiker erwiesen, der im „Blinden Passagier" als Bellermann, im .Zerbrochenen Krug", im „Weißen Rößl'", „Hasemanns Töchter" immer große Heiterkeit bewirkte. In Kneisels „Pap geno", der lustigen Poffe in 4 Akten, wird morgen abend Herr Conradi als Rentner Bollwitz austreten und den Theaterbesuchern sicherlich einen besonders fidelen Abend bereiten. •• Genossenschaftswesen. Wie wir erfahren, wird auf Anregung der Sektion Oberheffen der Gesellschaft für soziale Reform im Laufe der nächsten Woche in Gießen ein Vortrag über „Die volkswirtschaftliche und soziale Bedeutung des GenoffenschaftswesenS" gehalten werden. Vcrmiicbtes« ♦ Leipzig, 11. März. Die Stadtverordneten bc willigten 66 560 Mk. für den Umbau des alten Th * ters, bei welchem vor allem auf die Erhöhung i Feuersicherheit des in seinen räumlichen Beryw Nissen sehr beschränkten Hauses Rücksicht genommen werff soll. 1L a. werden über der Bühne und dem Zu.chau raum Rauchabzüge geschaffen und für eine Süßere un von Ausgängen direkt ins Freie gesorgt werdeU. Der trag, elektrische Beleuchtung einzufübren, wurde abgeicr da die Ansicht vorherrschend war, daß über kurz oj. lang ein Neubau notwendig sei und daß sich, diesem Falle die hohen Jnstallationskosten nickst loiff würden. Bis 1900 läuft der Vertrag mit dem m Theaterpächter. So lange muß auf alle H-allc werden; nimmt man dann eine Bauzeit von nur vier Y an, so kann sich Leipzig noch neun Jahre gebu 1 ehe es dem ,Men Kasten" am Promcnadenrmge w men, 11. Marz. Der Ministerialvi^sekretär ungarischen Ministerium, Graf Napoleon Csa.tz- wund ete abends die 25jährige GeMftsreismdenN . Amalie Brabanetz auf offener Straße durch> zw Revolverschüsse. Beim Verhör gab Csaky an, J ihm die Frau unbekannt sei, er habe überhaupt jemand umbringen wollen. Csaky hat die Tat zweifellos m eii Anfall von Geistesstörung begangen. dershausen wurde das Ministerium interpelliert, in 1 welcher Meise die Regierung bei der Abstimmung tm Bundesrat über die Aufhebung des Paragraphen zwei ihre Stimme abgegeben habe. Tie Beantwortung erfolgt spater. Wie der „Schwäb. Merkur" mitteilt, hat auch Württemberg im Bundesrat gegen die Aufhebung des § 2 gestimm^ "2£ormfer Ztg." erinnert an die Wiederzu- lassung der marianischen Kongregationen m Preußen als Vorläufer des Bundesratsbeschlusses vom 8 März und schreibt dazu: „Tas unmittelbare Aufeinander der beiden in Rede stehenden Regierungsentschließungen hat historisch rückerinnerndes Interesse; sie find schon einmal dicht beieinander gegangen, bloß Mit dem Unterschiede, daß es sich beim erstenmale um Verbote handelte, während jetzt deren Aufhebung erfolgt ist. Dom 4. Juli 1872 datiert der Erlaß des damaligen preußischen Kultusministers Tr. Falk betreffs Aufhebung der sogenannten marianischen Kongregationen, ^^'udericha.ten u. dgl. — am selben Tage unterzeichnete Kaiser Wilhelm I., der das Reichspanier auch gegenüber Rom hochzuhalten verstand, in Bad Ems das Iesuitengesetz." — Im Reichstage brachten Auer und Gen. einen schleunigen Antrag auf Einstellung des Strafverfahrens gegen den Abg. Thiele vor dem Landgericht in Halle wegen Vergehens gegen die Verordnung vom 11. Mai 1850 ein. , . Leipzig, 11. Mär^. In den letzten Tagen wurde m Leitungen ärztlicherseits behauptet, daß es der Leipziger Ortskrankenkasse ttotz der größten Ansttengungen nur gelungen sei, statt der von der Regierung verlangten 140 Äerzte 28 auswärtige Aerzte zu verpflichten. Auf eine hierauf bezügliche Anfrage teilte die kgll Kreishauptmannschaft dem Vorstande der Leipziger Ortskrankenkasse unter dem 11. März mit, daß die Regierung von der Ortskrankenkasse die Anstellung von 140 Aerzten nicht verlangt habe und daß eine Entschließung der Kreishauptmannschaft tn dieser Richtung überhaupt nicht erfolgt fet München, 10. März. Tie „Köln. Volksztgg. über- tmmt folgende Sätze aus dem „Fränk. Kur.": „Ter Verkehr unserer Minister groß en nut den Sozialdemokraten im Landtage könnte gar nicht intimer sein, wie er zur Zeit ist. Schade, daß der Reichskanzler nicht unerkannt einer Kammers tzung einmal beiwohnen kann. Er würde sicherlich erfreut sein, wie Podewils, Feilitzsch und Fraiiendor;er sich täglich im Händeschütteln mit unfern königlich bayerischen Sozialdemokraten hervortun. Man sieht, die bayerische Staatsregierung ist im Begriffe, die L>ozialistenfrage tatsächlich im „Handiimdreben zu lösens ___ Kirche und Schule. —. Mr lesen im Protestantenblatt, daß auf die durchs Ecks Berufung als Professor an die Universität Gießen freigewordene Darmstädter Pfarrstelle von einer größeren Anzahl der KirchMvorsteher Pfarrer Loos in Butzbach in das Auge gefaßt worden ist; „daneben regt sich eine Bewegung zu gunsten eines jungen Hilfsgeijt- lichen. Andererseits sucht man für einen in Pietistenkreiien sehr beliebten Geistlichen Stimmung zu machen, von dem seine Anhänger zu sagen wissen, daß seine Wahl auch die Billigung der nicht liberalen Mitglieder des Oberkonsistoriums finden werden. Ob letzter Grund für den doch seither selbständig denkenden Kirch^nvorstand der Stadt gemeinde Darmstadt ausschlaggebend sein wird, wie man naiverweife hofft, dürfte doch sehr zweifelbatt sein." ~ Dartamenlarisches aus dem Weiche. Berlin, 11. März. Die Vorstände der Fraktionen des Reichstages gaben am Donnerstag, wie alljährlich, dem Präsidium des Reichstages im Kaiserhof ein Diner. — Die GeschäftSordnungS-Konirnission deS Reichstages hat heute die vom Amtsgericht Posen beantragte Genehmigung zur Vernehmung des Abg. v. Staudy als Zeuge in der Privatklagesache deS Majors Endell gegen den Chefredakteur der »Pos. Ztg.", Schack, versagt. Nniversttäts-Machrichien. as erste Mal, daß einem Telephonischer Kursbericht. 8Ve% Reicfranleihe 101.10 Soenneoken’a Eilfedern versohBnem die Schrift und spritzen nie für Vorrätig bei Ernst Balser, Glessen. 2440 Christian Meier 2462 2216 und Schreiner. 2448 Die Direktion: Hansen. 2444 Versteigerung lungshalber zur Serfteigenmg kommen: 2458 weise bestimmt statt. 2451 Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. 2435 versteigert. Anthracit 1583 Haaren. J Soennecken- Eilfeder i B9 Gienen, den 12. März 1904. Seipel, Gerichtsvollzieher. . 99.00 . 100.70 . 58.10 . 57.75 . 101.50 . 89.70 . 101.90 . 89.80 . 100.30 empfiehlt in grösster Auswahl 8% Mexikaner . . 4,/g"/o Chinesen . . Electric. Sch ackert . Nordd Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit, Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Gestern Staatabahn . Lombarden . . • Gotthardbahn . . . Laurahntte . . . . Bochum . . . . . Harpener . . . . Tendenz: fest. Nutzbaumholz- Versteigerung. Samstag d. 19. d.M.,nachm. 4 Uhr, sollen im hies. Großh. botanischen Garten versteigertwerden: 1 amerik.Wall- nußbaum-Stamm von circa V/g fm, desgleichen von etwa s/4 fm, sowie verschiedenes nuß- baum Astholz für Drechsler lo. Komols dl Hefen Mtclie» - Kitabtn 2274 Germann. J. Happel, Kohlen- u. Holzhandlung. Miitmo-, 16. März 1904, vormittags 9 llljr aiifavgrvd, läßt der Unterzeichnete wegen Aufgabe des FuhrbetriebeS in seiner Hofraite zu Bad-Nauheim 4 Pferde, 3 Kastenwagen, 1 Kippwagen, 1 Paar Ernteleitern (6 Meter lang), 1 Ivsitzigen Sommerwagen, 1 Landauer, 2 Mylords, 1 Gig-Pferdegeschirr, sowie alle zum Fuhrbetrieb gehörigen Gegenstände öffentlich meistbietend gegen Barzahlung freiwillig versteigern. Bei genügender Bürgschaft wird für höhere Beträge Kredit bis zu 3 Monaten gewährt und wird bemerkt, daß sämtliche zum Verkauf kommende Sachen sehr gut erhalten sind. Bad-Nauheim, den 8. März 1904. Montag den 14. d. M., nachmittags von 2 Uhr an sollen in * Innsbruck, 11. März. Infolge eines Erdstoßes ging gestern abend bei Birchlbruck im Eggental ein Felssturz nieder. Die Talstraße ist versperrt. Um 7 Uhr nachts wurden wieder andauernde wellenförmige Erdstöße beobachtet. Darmstadt, den 10. März 1904. Der Vorstand: Wick, Großh. RegierungSrat. Zöpfe!!! Dreher Haaruhrketten, Toups-Scheitel u. Ver- nicken werden billigst angefertigt. Spezialität in grauen und weißen 1. Haus- und Küchengeräte aller Art, 2. zwei Pferde, 3. ein Eisschrank und ein Schreibvult, 4. ein Eisschrank und 38 Fl. Kognak, 5. eine Nähmaschine und 6. eine Kanne Lack n. 25 Kilo Leim ygegen bar versteigert werden. Die Versteigerung findet teil- HL Reiss Frankfurter Schuhlager Mäusburg 12. Versteigerung. Nächsten Montag den 14. März, vormittags 10 Uhr, läßt ^arl Kröck I, Heuchelheim bei ließen 01283 1 gutes Ackerpferd mit Geschirr, 1 Kuh, 2 Rinder, 2 Wagen, Dflüge, Eggen und sämtliche Oekonomiegerätschaften freiwillig versteigern.____________ - 25.90 . 85.75 . 97.50 . 105 00 . 200.75 . 183.20 . 133.70 . 145.50 . 151 80 . 186.20 . 13.60 . 19400 . 223.00 . 187.50 . 188.20 Eierbriketts empfiehlt 3"/n 3‘Wo 3 »/„ T/20/n Pfcrdc-, Wagen- u. Geschirr Vcrstcigerunl|. ! Auswahl (12 Federn) m. 1 Halter 50 Pf • 1 Gros Nr 106: M 3.— Allgemeine hessische Venmtcn-Tterbekasse Parmstadt. Die I. Mitgliederversammlung findet am 27. d. M., vormittags 11 Uhr, im Restaurant Kaisersaal zu Darmstadt, Grafenstraße 18, statt, wozu wir unsere verehrltchen Mitglieder ganz ergebenst einladen. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Wahl des Vorstandes, Sekretärs, Rechners und Revisors. 121.20 41.55 43 001 ^KrikgkMttm Gießen. Dienstag, 15. März, abends 8% Nhk Monats - Versammlung im BereinSlokal (Feidel). TageS-Ordnung: 1. Bericht derKaffenprüfupgskommission. 2. Vortrag des Herrn Garnison-Verwaltungs- Inspektors Müller über seine eigenen Erlebnisse in der Schlacht bei Wörth. 3. Verschiedenes. WageVerkails. Empfehle mein reichhaltiges Lager aller Art LnxnS- und Ge- schäftSwagen, neue und gebrauchte. Reparaturen werden schnell v. prompt ausgenibrt. [2403 Elektrischer Betrieb! Butzbach.Fr. Grauer. SStäöt. Schlachthaus. %reibaiif Heute und Mourag: Cchlkoflkisch 54 Pfg. Kognak von ganz heroorrageirder Qualität. Flasche 3 Mark. 1219 Adler-Drogerie Seltersweg 89. Otto Schaaf. Verlobte verl v d Darmstädter Möbelfabrik (grohh Hess. HoFmöbelfabrlk Daiin» slqlt) Offerte u. Preisliste. Bedeutendstes Einrichtungshaus mitteldeutsch» laids. Sehenswürdigkeit I. Ranges. Ea. 200 Zimmerelnrlditungen einschl. Kthe stets wohnungsfertig aufgestellt u. lieferfertig. Spezialität: compl. Qirlchfungen von Hl. 1000—50000. Preise fest u. offen ausgezeichnet, »ncochiefenmg, lOlähr Garantie, ^^nntaos geöffnet von 11 — 1 Uhr. Schellfische la. lebcudfrisch 362 soeben eingetroffen bei H. E. Jughardt, Inh.: August Wallenfels, Marktpl. 15. Telephon 390. 4*'B% Oefterr. Riiberrente 100 20 4% Uns^r. Goldrente, H. Tichy, 833 SeMrsweg 48, Ecke d. Goethestr. London, 12. März. Aus Niutschwang wirb der „Daily Mail" gemeldet: Am Freitag ereignete sich ein Vorfall, der leicht internationale Folgen haben kann. Kosaken unter Führung eines Offiziers nahmen einen chinesischen Train angesichts chinesischer Truppen weg und führten ihn zum nächsten Kosaken posten. London, 12. März. „Dailn Mail" meldet aus Tschifu von gestern: Seit 10 tagen seien 16 j a p a n i s ch e Truppe n t r a n s p o r t e in Einern Hafen an der koreanischen Küste gelandet, den die Japaner Kaidschu nennen und der etwa 12 Stunden von Tschcmulpo entfernt ist. Dieser Ha An biete einen hervorragenden Ankerplatz, habe aber eine enge und sehr gefährliche Einfahrt, weil hohe Felsen dieselbe beengten. Vier favanische Kreuzer und eine Anzahl Torpedoboote lägen nördlich von der Einfahrt als Vachtschisse, ein Torpedobootzerstörer sei aufgelaufen ober nur leicht,beschädigt worden, ein Transportschiff dag^en sei völlig wrack geworden. Seit dem 27. Febrauar seien 10000 Japaner in Kvidschu gelandet. Kisch in e w, 11. März. Nach dreiwöchentlicher Verhandlung des Prozesses gegen Rusinak und 53 andere Angeklagte weg-i her gegen die Juden begangenen Ausschreibungen fällte der Gerichtshof heute das Urteil. 18 der Angekla^en wurden des Mordes, die übrigen der Teilnahme daran beschuldigt. Rußnak und Bordian wurden derErmordung desEhepaaresFonershi schuldig befunden und zu vier Jahren bezw. acht Monaten Zwangsarbeit verurteilt. Fünfzehn andere Angeklagten werden zu Freiheitsstrafen von vier Monaten bis zu einem Jahre verurteilt, 36 wurden freigesprochen. Ten von den Juden eingereichten Zivilforderungen wurde keine Folge gegeben. Nack Prüfung etwaiger Berufungen durch den Appellhof totro das Urteil fft 25 A"ril endoUt'a Rechtskraft erhalten. aus: Am 1. April d. IS. kann unsere StaatSeisenbahnverwaltuna ihr fünfundzwanzigfährigeS Jubiläum feiern. Im Jahre 187 wurde die preußische Eisenbahnpolitik vom Fürsten Bismarck eingeleitet. Unsere BetricbSlänge betrug 1879 6104 Kilometer, jetzt beträgt fie 83 767 Kilometer, die Einnahmen betrugen 1879 163,8 Mill. Mk., jetzt 1517 Mill. Mk., die Ausgaben 1879 102 Mill., jetzt 929 Mill., der Ueberschuß betrug damals 61 Mill., jetzt 587 Mill. Die Rente des Anlagekapitals ist von 4,3 Proz. aut 7 Proz. gestiegen. Dabei ist der Durchschnittsbetrag der Einnahme für den Personenkilometer wie für den Tonnenkilometer ermäßigt worden. Hätten wir noch die Personen- und Gütertarife von 1879, so hätten wir jetzt ein PluS an Einnahmen von 136 Mill, beim Personenverkehr und von 142 Mill, beim Güterverkehr; und hätten wir all die vermehrten Ausgaben nicht gemacht, so hätten wir ein Plus von 382 Millionen. Gießen, 12. März. Marktbericht. Auf heutigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pfd. 0.90—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 6—7 Psg. 2 Stck. 00-00 Psg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 8-0 Psg., Käse vr.Stck. 6—8 Pf., Kasematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen vr.Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Taubenpr. Paar0,80-1,00Mk., Hühner pr.St. 1,80—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten vr. Stück 1,70—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00-70 Psg., Ochsenfleisch pr. Psund 68—78 Psg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Psg., Schweinefleisch pr. Psund 60—72 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Psg., Kalbfleisch vr. Pfd. 62—74 Pfq., Hammelfleisch pr. Pfund 60-^—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kqr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut ver Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Psg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00-00 Pfg. Nüsse 100 St. 35-40 Psg. Berlin, 12. März. Dr. phil. Ernst Vollert, der Mitinhaber der bekannten Wcidmann'schen Buchhandlung, wurde an Stelle Theodor Mommsens zum Kurator der kgl. Bibliothek ernannt. Es ist das erste Mal, daß einem Buchhändler diese Stelle übertragen wird. Erst vor kurzem hat die Univerfität Halle Vollert wegen der Herausgabe einer Reihe bedeutender pädagogischer Verlags-Werke den Titel eines Ehren- doktors der Philosophie verliehen. Montag den 14. d. M., nach- der Wohnung des Wiesenwärters mittags 2 Uhr sollen dahier Justus Müller dahier erbvertei- Marktplatz 20 (im Adler) lunqshalber zur Versteigerung 2 Wagen, 1 Egge, 1 Schlitten, 1 Ackerwalze, 1 Iauchefaß, 1 Hächselmaschine, Dickwurzmühle und sonstige Oekono- mie-, Haus- u. Küchengeräte. Alten-Buseck, 11. März 1904. Großh. Ortsgericht Alten-Buseck. Körber. Oeiioia wirkt sicher. Bestes Ratten'^^^ gift in Vieh- u. Hühnerställen. (1649 Dosen 0.50, 1.— ii. 1.50 Mk. Zu haben in der Hirschapotheke und bei Otto Schaaf. Urin'lte WeldunrM. R. B. Darmstadt, 12. März. In der heutigen Verhandlung gegen Prof. Lepsins wurde zunächst ein zweistündiges Verhör mit dem Museumsassistenten Tr. Wittich vorgenommen, der sich sehr eingehend ganz im Sinne des Prof. Back aussprach. Tann wurden die übrigen Beamten, der Inspektor des Naturalienkabinetts Tr. v. Koch und die Assistenten Tr. Haupt und List vernommen, hierauf auf Antrag des Verteidigers, weil der Hauptzeuge Kommerzienrat Stützel-München nicht persönlich erschienen war, dessen sämtliche protokollarische Vernehmungen und Korrespondenzen verlesen. Tann trat eine Mittagspause ein. Bei der uim 3 Uhr wieder aufzunehmenden Sitzung wird das Plaidoyer des Staatsanwalts und der Verteidiger beginnen. Tie Verhandlung kommt bestimmt noch heute abend zum Abschluß. Tas Urteil dürfte dagegen erst später erfolgen. Berlin, 12. Marz. Die Ermittlungen gegen den verhafteten Direktor Ernst Buschbeck, der sich wegen umfangreicher Veruntreuungen im Moabiter Untersuchungsgefängnis befindet, haben ergeben, daß Mündelgelder in ziemlicher Höhe verschwunden sind. 4°/' Italien. Rente , . 41/, % Ibrhnrieaer , . RO/ Pc^togiesen. . . . 1% C. Türken . . . Türkedose..... 4% (liech. MonopoL-AnL 41-’. y/ nuRRfire ÄrErenfinor 31 ObffhcRRcn . . 4% Oefltrr. GoMrente . Freitag bett 18. März, nachmittags 2 Uhr, werden im Versteigerungslokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung verschiedene Mo vui ar stücke, sowie einige Kaffaschränke und Pferde aus den Rückständen von Holzgeld, Schulstrafe, Berufsgeuoffen- schast, Krankengeld für November und aus anderen Rückständen Hcschäfls Eröffnung. Hierm.it die ergebene Mitteilung, daß wir von heute ab 15 Neustadt 15 eine Geschirr- end Wagen-Sattlerei eröffnet haben. Es wird unser Bestreben fein, die hiesige und auswärtige Kundschaft schnell und billig zu bedienen. Ludwig Etiülier & Diebe® 01292 15 Neustadt 15. Vorzügliche frische Vogelsberger landbutter Süßrahm-Tafelbutter frische Landeier soeben einqetroffen bei [998 H. E. lughardt Inh : August Wallenfels Marktplatz 15. Telephon 390. Ein grosses Glück verleiht ein zartes, reines Gesicht, jugendfrisches, rosiges Aussehen, weiße, sammetweiche Haut und blendend schöner Teint. — Alles dies erzeugt: Radebeuler [2401 Lilienmilch-Leise Man achte auf die Schutzmarke Steckenpferd, echt k St. 50 H bei Adolf Bieler Viktoria-Drogerie, Marktstraße 5» Wo gibt’s Ratten? "1 $0 lasst ich meine zerbrochene Fensterscheibe ' nachen nnb meine Bilder billig einrahmen? B-i Georg Schmitt, Glasermeister, Kaplansgasse, Ecke Bahnhofstraße. Chilisalpeter zu haben bei 2452 A. Katz. Zur bevMeickn Saison empfehle meine prima Garten- null Mlnell-Vamreieil in bekannter Güte bestens. [2449 Friedrich Georg Kunst- u. Handelsgärtner Seltersweg 41. Xonfirmanden Stiefel Herichtssaal. Mainz, 11. Mär;. In 156 Fällen der Mißhandlung und vorschriftswidrigen Behandlung von Untergebenen on- geklagt, stand acstern der verheiratete 30jährige Sergeant Paul Franz Julius Becker au? Marienthal von der 2. Kompagnie deS Pionierbataillons Nr. 21 vordem Kriegsgericht. Mitange- klaat ist der Sergeant Konrad Leopold SmigerSki von derselben Kompagnie, der sich jedoch nur bei einer Gelegenheit der Mißhandlung verschiedener Rekruten schuldig gemacht haben soll, inbent er mit der Klopfpeitsche auf sie einschlug. Becker hat mit der Fausi den Soldaten gegen das Kinn und in das Gesicht ge stoßen. Ferner mußten sich die Rekruten vor die Oefen knieen und das Feuer anblasen. Dafür erhielten sie später noch Schläge mit einem Gummischlauch auf den Rücken. Sie mußten hierzu vor dem Bette des Becker, der darin lag, oorbeilaufen. In einem anderen Falle mußten die Soldaten während der Flick- und Putz- flunde in der überheizten Stube Gewehrgriffe üben, diejenigen, die es verkehre machten, mußten sich vor den glühenden Ofen stellen und so lange „Griffe* machen, bis ihnen baS Waller am Körper herunterlief. Die Quälereien und Schindereien ließ sich Becker mehrere Monat? hindurch zu Schulden kommen, ohne daß die Vorgesetzten davon Kenntnis erhielten, denn die Mißhandelten unterließen die Meldung aus Furcht, noch mehr mißhandelt zu werden. Einem Rekruten stieß Becker so lange den Helm auf den Kopf, bis der Mann Nasenbluten hatte. Becker rief auch einmal ans dem großen Sande einen Rekruten heraus und fragte ihn, ob er ihn jemals geschlagen hätte. Als der Rekrut dies bejahte, schlug ihm der An- geklagte so lange ins Gesicht, bis er „Nein* sagte! Becker gab gestern zwar einige der Mißhandlungen zu, will sie ober mehr im „Scherz* wie im Ernst verübt haben. Ter Vertreter der Anklagebehörde, Kriegsgerichtsrat Reiff, beantragte gegen Becker 2 Jahre Gefängnis und Aberkennung der Tressen, gegen Srnigerski 1 Woche Mittelarrest. DaS Gericht nahm Mißhandlung in 16 Fällen und 2 vorschriftswidriger Behandlung Untergebener für erwiesen an und verurteilte den Sergeanten Becker zu 1 Jahr Gefängnis und Aberkennung der Tressen. Der Sergeant Srnigerski wurde freigesprochen. Halle a. d. S., 11. März. Das Schwurgericht verurteilte die Frau des Bahnexpedienten Wellenberger, die ihren Mann zu erschießen versucht hatte, zu neun Jahren Zuchthaus, chren Liebhaber StannariuS wegen Anstiftung dazu zu acht Jahren Zuchthaus. E s f e n a. d. N., 11. März. Der frühere Direktor der Dortmunder Handelsbank Hermann Wulff wurde Degen Bilanzverschleierungen zu a ch t Monaten Zuchthaus mb 4500 Mk. Geldstrafe verurteilt. Kandel und Uerlrrhr. Volkswirtschaft. Die finanzielle Lage der preußisch.hessischen Staats- bahnen ist jüngst im preußischen Abgeordnetenhause vom Eisenbahnminister in das richtige Licht gestellt worden. Der Mehrüberschuß werde nicht 73, sondern 9 3 Mill. M k. betragen und somit nicht nur das ganze Etatsdefizit decken, sondern auch noch eine beträchtliche Summe zur Aus- f ü llung des Eisenbahnausgleichungsfonds liefern. Der Betriebsüberschuß der preußisch-hessischen Bahnen wird in dem laufenden Jahre zum ersten male die Zahl von 6 0 0 Mill. M k. übersteigen. Der Minister führte weiter ^UNd, nfir. leider emitz 1 liefert ein ** ,n,ti >° lodtu !ni> TÄ' 1 «I. Wum kL.IQc8u M Wbetj g], i?*1 .^ANieS li5, 7 Zange in e'On^ gt aber «P ;ln'QB von 75 Via ä ^ndestsordernder. 9‘ \ infolge der her oif. rbe. l>er Unterricht in ba ülf5 Wochen geschlchnu ."°h nch wieder hginnr Q'frn binjiigefommtn. langjährigen Bemihunc: en ^olkSkindergrrte: sfrööetfchen ^indergaten ! en Anfordeningen derGegi: 1 heim zu erhalten, iuf k an den lZemeinderah wo? nlal nachgefucht roube, k ilofitn, dein seit Jahrn hinein neue-, zweckentspvchent m Verein zur Verfltaing; so anerkennenswerter als: reffe bedeutende oußeordn) Gemeinderat gestellt rooi^ gestellt ist, wird der tönte ellung einer zweiten tönte aendige Erweitenmg ejahil- ,ren infolge Raummancli;■ Aufnahme versagt roeren. 1. März, Auf AnreM ' Ilkseld wurde am letztes - n gegründet. Eß trat ‘ den ehemaligen Solda> 21m Freitag abeü '■ hhrer Rudolph ou8 M .eben und Men'. Er - Lgemernm In der Mädchentza- och der 28 Jahre M -rhastet. W gtödchen wurde vorgeschM gtk verdienen würden,^, nn. D-bi- Seilt«™* . fie blieben nut Jurje e bi. Stein. \ 4t mf 9™eJ?S,m5 X11r Mtrforfenbe L_ _ fln vergangen *' Wch. und imtbt der .en. eiltet a.echloßmach £- en ' 9I”‘" ior, isen. , reffen u"h.T aas’-- Oark? st» d« ein« & n# J«1 MM Ile Z'o Frühjahrs-Neuheiten In 2419 Damen - Kleiderstoffen Damen- und Kinder-Mänteln Jackenkleidern Blusen und Blusenröcken sind in reichhaltiger und schönster Auswahl eingetroffen. Giessen. Marktplatz 9-10. Marktplatz 9—10. 'n 1 Für ZiMenfabrikLiittn! I Fhilosopiienwald In Stockhausen a. Lahn ist ein holder bortfelbfL 2463 ausgeführt von der 2454 Hm Heinrich Lind Anfang 4 Uhr, Eintritt 35 Pfg. Meftauraiit Levkes 01280 Kroßes Arei-Konzert. 2460 2183 in o den 10. März 1904. 2436 verloren- Casttvirt SAeidtt und Fmilie Rödgen, den 12. März 1904. 01295 täten. 81 01275 Asterweg 19. S-hrrsÜiU Rudolf Kneisel. MKKAWW 3it vcvhiutfcn S-