Freitag 1L. Februar 1904 154. Jahrgang Erstes Blatt. Liner Meldun für ein Vorgehen metzelten nieder. Ian). 11. Februar 1904. r Großherzog haben hleswigcholsteinischen Hauptmann im In» 117, die Krone zum Philipps des Groß- Aer Krieg zwischen Japan nvd Außland. Vom Kriegsschauplatz. Einem ans Petersburg in Paris eigetrvffenen Dele- gramm zufolge wirb aus Wladiwostok berichtet, die Japaner hätten am Palu-Flusse eine völlige Niederlage erlitten. Auch sollen die Russen Chemulpo besetzt haben. Indessen schenkt man dieser Nachricht °»Whe»dli nktla"m folgend " '«en Md-, ,3ur Frsliguug der l,eicm friedliebenden 3 zu der von der agenen Revision Abmachungen beziig« >e über diesen Gegen, ind jedoch nicht benachrichtigte uns, letzten Antwort ge. bzuivarten, von dem diplomatischen ms vorher in Kennt« ehungen die Gross, esahl die japanische Geschwader auf der : plötzlich anzugreisen. Statthalters hierüber trderung Japans . Indem wir dies! : in unerschüttcrlicheni 7 unb in feitet Zu. aller unferer treuer land zu verteidige chrn TrupM te INI Ät’Ml v lQ»anLttt M toir' «WÄ* »tib ’nion: r°r»°L'L Weitb, i»; 'Uische,"K -DS 1 7-riaNl", lylL./, nben unb baffi ^Suisse mohl M üet »Än ■s£?S« !e SmZi und da aeiaul- v. -^ngnis früh wurde auf bei j im Erzgebirge ein Ütchen-Arkauer t ausgefunden, ^n. Mordsielle Geld- Handlungen zwischen den Mächten statt behufs Feststellung der Tatsache, daß die Verantwortung für den unvermittelten Ausbruch des Krieges der japanischen Regierung zufällt. Das Ergebnis der Verhandlungen soll veröffentlicht werden. In den maßgebenden Petersburger Kreisen sieht man der weiteren Entwickelung des Krieges mit Ruhe entgegen. Die Durchführung des russischen K'riegsplanes wird den Japanern bald beweisen, mit welcher Unüberlegtheit sie sich in den dringend Schutz aus Peking. In Tokio werden jetzt offizielle Nachrichten über die ersten Seekämpfe veröffentlicht. Darnach ist vor Tschemulpo der russische Kreuzer „Korejez" zerstört und der große Kreuzer „Wariag" von den Japanern genommen worden. — In Port Arthur stnd zwei russische Panzerschiffe und ein Kreuzer durch japanische ^orpcDo- boote zum Sinken gebracht worden. Der japanische Verlust ist sehr gering. 5 D a m p f e r der russischen Freiwilligen-Flotte, nämlich Jekaterinoslaw, Mulden, Rch- sija, Arrogon und Alexandria, sind genommen. In Tokio haben alle Häuser geflaggt. Eine spätere Meldung aus Tokio besagt: Nach dem Bekanntwerden der voll st ändrgen Niederlage der russischen Flotte herrscht großer Enthusiasmus in der Stadt. Gin Fackelzug bewegt sich unter Entfaltung von Fahnen und unter Hochrufen durch die Straßen. Elf russische Schiffe sollen zerstört und acht genommen worden sein. Tie Pariser Ausgabe des „Newyork Herald" weiß über den Plan der Japaner, Port Arthuranzugreifen, folgendes zu berichten: Ter j a p ant sche Ko n s u l in Tschifu hatte einen englischen Tampfer gechartert um die Japaner in Port Arthur an Bord zu nehmen. Seine Mission wurde ihm seitens der russischen Regierung erleichtert. Er, begab sich in amtlicher Tracht nach Port Arthur und besuchte dort dte anwesenden hohen russischen Beamten. Bet dieser Gelegenheit wurde auf die Erhaltung des Friedens getrunken. Bei der Abfahrt mußte der Konsul die russi- schen Scbiffe passieren. Sein Begleiter, ein hoher ia- der als Diener verkleidet Krieg stürzten. • • Man schreibt uns aus Berlin, 11. Februar: , Es ist schon heute offenbar, daß Rußland auf erneu längeren Seekrieg sich nicht einlassen kann. Ja-i pans Ueberlegenhett ist nicht nur begründet in dem besseren Schiffsmaterial, sondern auch, was freilich erst mit der Zeit sich geltend machen würde, in den günstig geren Kohlen v'ersorg ungsverhältnissen. Japan besitzt im eigenen Lande unerschöpfliche Steinkohlen- lager, die überdies bequeme Verbindung mit den Hasen haben. Rußland ist auf europäische Kohle angewiesen, von denen es in den Herbst- und Wintermonaten bedeutende Quantitäten bestellte. Tie Londoner Zeitungen kalkulieren, daß etwa eine Million Tonnen Walter Kohle für russische Rechnung geliefert worden ist, wentgstens mit Ordre nach Kardiff. Zur Verfrachtung wird aber diese Lieferung in vollem Umfange kaum gelangt fern, denn es ist den russischen Agenten nickt gelungen, dte gewünschte Anzahl Transportfahrzeuge zu beschaffen. mehr Kriegsschiffe nun int Gelben und Japanischen Meer tn Aktion treten, und je länger ihre kriegsmäßige Verwendung dauert, umso größer wird der Bedarf an Feuerungs-Material. Tie von Europa nach Ostasien nachgesandten Schiffe führen zwar an Kohlen mit, was die Bunker fassen, aber das reicht auch kaum länger als für dte Seefahrt. Die deutsche Schantungkohle wird schwerlich in solchen Mengen abgebaut sein, daß sie für Rußland in Betracht kommt. All' das muß also Rußland wünschen lasten, vom Seekrieg alsbald zum Landkrieg überzugehen; wo das Blatt sich wenden, und Japans Ungestüm an der zähen, auf unerschöpfliche Hilfsmittel sich stützenden russischen Tefensive zersplittern dürfte. Vielleicht rechnet Japan damit, daß die im Amurgebiet wohnenden Chinesen^ Nr. 36 Erscheint täglich außer Sonnlag«. Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Gießener Lamilien- blätter viermal in der Woche beigelegt. Rotationsdruck u. Verlag der Brüh l'schen Unwers.-Buch-u.Stem- druckerei. 3t Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Schulstraße 7. Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen. FernsprkchanswlußNr.51. Das Wolffsche Bureau meldet aus Tokio: Amtlicherseits wird eine Darstellung des Verlaufs der Verhandlungen niit Rußland veröffentlicht, worin aus- gesührt wird: Japan hielt es, erkennend, daß die Erhaltung der Unabhängigkeit der territorialen Untier- le tzlichkeit Koreas Hauptbedingung für Japans Ruhe unb Sicherheit und daß die Anerkennung der japanischen vorherrschenden Interessen auf der Halbinsel notwendig sei, für angezeigt, die Angelegenheiten in der Mandschurei und Korea einer bestimmten Definition entgl'gen'u^ühren zwecks bauernber Befestigung des Friebens! Insbesondere schien dies notwendig, nachdem Rußland entgegen dem Vertrage mit China unb seinem Versprechen gegenüber den Mächten die Okkupation der Mandschurei forisetzen unb Maßregeln ergriff, welche für Korea bedrohlich waren. Japan leitete freundschaftliche Verhandlungen ein und fand russischerseits Entgegenkommen. Japan legte am 12. August 1903 in Petersburg einen Vertragsentwurf vor, umfassend 1. gegenseitigeAnerkennungderUnabhängig- keit und territorialen Unverletzlichkeit Chinas unb Koreas, sowie 2. kommerzielle nnb inbu- strielle Gleichberechtigung aller Nationen dort: 3. gegenseitige Anerkennung der einerseits vorherrschenden Interessen Japans in Korea, andererseits der Rechte Rußlands bezüglich der Eisenbahnen in der Mcmdsckmrei sowie Anerkennung des beiderseitigen Rechts, Maßnahmen zum Schutze obiger Interessen zu ergreifen, ohne die vorerwähnte Unabhängigkeit und Unverletzlichkeit anzutasten; 4. das Alleinrecht Japans, Korea zu inneren Reformen Ratschläge und Nnterstüßung zu gewähren; 5. das Versprechen, daß Rußland die Ausdehnung der Koreabahnen nach der Südmandschurei und beten Anschluß cm die ostsibirische Bahn unb die Niutschwang-Schanhaikwanbahn nicht bindere. Ter japanischen Absicht, die Verhandlungen zur Beschleunigung in Petersburg zu führen, widersprach Rußland entsckreden und schob die Auslandsreise des Kaisers unb andere Gründe vor, nm die Verhandlungen nach Tokio zu verlegen. Erst am 3. Oktober machte Rußland folgenden Gegenvor- ch l a g: Rußland lehnte es ab, sich bezüglich der Souve- ränetät unb territorialen Integrität Clünas zu engagieren, lehnte bie Anerkennung der Handelsgleichberechtigung aller Nationen in der Mandschurei ab und forderte Japan auf, zu erklären, daß die Mandschurei und die mandschurischen stüsten zur Interessensphäre Japans nicht gehörten. Auch wurden verschiedene Einschränkungen der Aklionsfreihctt in Korea beantragt, besonders das Recht der Truppenent- enbung zum Schutze der japanischen Interessen in Korea ollte der Bedingung unterliegen, daß Japan keme Gebietsteile Koreas für strategische Zwecke gebrauche. Schließlich schlug Rußland die Schaffung einer neutralen gone innerhalb Koreas nördlich deS 39. Breitegrabes vor. Am unerklärlichsten erschien Japan Rußlanbs Ablehnung einer binbenden Erklärung bezüglich derManbschu - rei, da diese nur den früheren Versicherungen Rußlands, bie Souveränetät unb Integrität Chinas zu achten, ent- prochen hätte und nur die russischerseits ausgesprochene Absicht der Nichtannektiemng der Mandschurei wiederhott hätte. Dadurch wurde Jovan besremdet und erkannte, daß diesem Punkte besondere Wichtigkeit beizulegen sei. Japan besaß in der Mandschurei wichtige, entwicklungsfähige Han- delsinteressen, während Japans polittsche Interessen dort infolge seiner Beziehungen zu Korea noch wichtiger waren Japan konnte daher bie gewünschte Erklärung bezüglich der Interessensphäre nicht abgeben. Es legte Rußland Abänderungsvorschläge vor, indem es mitteilte, die neutrale Zone wäre besser beiderseits der jetzigen Koreagrenze, 50 Kilometer breit, anzulegen. Nach wiederholten Konferenzen in Tokio legte Japan am 13. Oktober Rußland seine befim- titien Abänderungsvorschläge vor. Trotz wiederholten Ersuchens wurde die Rückäußerung bis zum 11. Dezember verschoben. In der Antwort Rußlands war die Klausel betreffend die Mandschurei vollständig weggelassen. Dte abzuschließende Konvention sollte sich auf Korea allem be- schränken. Bezüglich Koreas wurde gefordert, daß eine japanische Besetzung koreanischen Gebiets für strategische Zwecke ausgeschlossen unb die neutrale Zone beibehalten werde. Die Ausschaltung der Mandschureifrage konnte mit den von Japan verfolgten Zwecken nicht Harmonieren, das hauptsächlich Beilegung sämtlicher Fragen wünschte, dte dte freundschaftlichien Beziehungen beider Nattonen stören könn- tat. Japan nttschloß sich daher, Rußland zu ersuchen, diesen Puntt nochmals zu erwägen. Gleichzeitig äußerte Japan, die von Rußland gegen bie Ausdehnung der neutralen Zone aus die Mandschurei erbebenen Bedenken mußten auch auf Korea Anwendung ftnoen. Dte letzte Antwort Rußlands ging am 6 Januar m ToLo etm Rußland verlangt darin, Japan solle erklären, daß dte Mandschurei on Petersburg wird bekannt, daß der Kaiser s e k r v er st im m t ist, unb fick, für falsch inso r mteti hält von ber Kriegspartei, welche dte Truge ]o geführt hat daß der Krieg entstehen mußte, aber tmmer verstanden bat' den Kaiser un Glauben zu erhalten, daß es zu einem Kriege nicht kommen werde. Nach dem Gottesdienst un Staatssekretärs Hay. In türkischen militärischen Kreisen werden die Nachrichten aus Ostasien mit größter Genugtuung ausgenommen. Im Palais machen sich Sttmmen bemerkbar, welche gegen Rußland plädieren, zu London unterzeichnete der König lität Die Machte. Wie Pariser Mätter berichten, beabsichttgt die fran* zösische Regierung jeder Interpellation über die Lage in Ostasien aus demWege zu gehen und die Kammer vorläufig zu vertagen. In Paris meldeten sich 150 Freiwillige auf der russischen Botschaft. Indes wurden alle Gesuche abgelehnt. Desgleichen ist, wie aus Newhork gemeldet wird, das Angebot eines amerikanischen Reeders, seine Schiffe der russischen Regierung zur Einrichtung als Kaperschiffe zur Verfügung zu zu stellen, abschlägig beschieden worden. Amerikas Vorgehen hinsichtlich Chinas ist auf die Anregung Deutschlands zurückzuführen. Die amerikanische Presse unterstützt einhellig die Note deS MM Sache" nach gilben im M fla an die ir bie ZuwZ MM. d-k -1 M»- jg«t. eniaiwn* i a>ar •w AM" ... MleE B den L Mwo J1 rCi|t. in . t •y«iiiltfelt 6t«"' rei»,g , - WTO getrunken. Bei bei scheu Schiffe passieren, panischer Offizier, der als -Wiener miitiud war, stellte fest, daß keines der russischen Schiffe unter Dampf war unb außerdem bie Bewachung derselben viel 3-xi wünschen übrig ließ. 18 Meilen von Port Arthur traf der Konsul mit der japanischen Flotte zusammen. L-er als Diener verkleidete japanische Ofsizier stieg sofort an Boro des Admiralschiffes und Dank seiner Erklärungen konnte der nächtliche Angriff ffattftnben., Tie von den Torpedobooten beschädigten russischen Schiffe standen in der zweiten unb dritten Gefechtslinie. Tie japanischen Torpedoboote haben daher ein sehr gewagtes und mutiges Manöver aU§einer Meldung aus Peking soll die russische Eisenbahnwache in der Mandschurei bis jetzt an Infanterie 55 Kompagnien zu je 250 Mann stark, aus 64 Kompagnien zu je 304 Mann gebracht, dte bertttate Bahnwache um 150 bezw. 197 Retter pro Schwadron^r- stärkt werden. Besonders aufmerksam soll die Strecke Ctzarbin—Port Arthur bewacht werden. Oberst Tovdor- wusmuzky, zur zeit Chef der Pekinger Gesandtschaft^v^e, ist zum Chef eines der neu zu bild enden ostsibtrtschen Füsilier-Regimenter bestimmt. . .. .. Nack verschiedenen Meldungen ist nt Dstasten die Versorgung der russischenTruppenmitPfer- den Futter und Proviant durch borangegangene iapanisck-e Ankäufe erschwert. 20 norwegische Schiffe ind m Kohlentransportzwecken von der russischen Regierung gechartert worden. Aus Moskau sind 72 Schnellfeuer- aesckütze, die in der Minute 38 SckMsse abgeben können, untertvegs. Aus Petersburg gingen 300 Lokomotiven für die transsibirische unb die Transkailbahn ab. In Wladiwostok sollen sich die Russen ncufj. Denchtai von Flu^- üngen bie gröbsten Ausschreitungen gegen die Japaner ;u schulden kommen lassen. Tie ,Daily Mail" meldet aus Tschifu: Aus Kwantung treffen Nachrichten ein, daß 10000 bewaffnete Chinesen bie unofsiziell als Regierungstruppen anerkannt werden' im Tisttikt operieren. Man vermutet, sie wurden,' sobald sie von den russischen Niederlagen geholt haben bie Eisenbahnwachtkommandos angmfen, unb Krieg unb Anarchie würden tti der Provinz herrschen. Für die Passage durch den Kaiser Wilhelm- Kanal nach Ostasien find 15 russische Kriegsschiffe , vor und in derselben . Kommunion. Meße. ibigt „raus Bndacht. Meße um 7*/, Uhr btt St, An, :,a 9* stürzk ünUbOben ubs!""ea( *er. i ’5 8ailil®ids 5? ’3 ySü.4 oerslutet. Bei i See. ^9 ®e>t tiniqtn 616t. l'">°Vr Soas Wtt ®ifferenstn, 'M wurde die Be- rem Diener er» h 10000 Men» -germeister bisher k Ter Neuausbau l genommen. Ter _a*tilöcfiq qeftattcn, idc. 4- Februar. ,6eticr Anze'S^ ^ Kammer .«frühere» bU* )aU'C§ 'men Ivurden- *”n£ten ««* * «Miening tl, d°S d «tt >"Aidi9: *bdt 1°. | *tfe ®„ en- s?nanloy. i i"9" imb»* : Diens' Sitzung .sK: n<"D rWl * ...rdenD iUt lÜcildjcn 28 rm Nadel-Knüppel 18—62 cm. 82 Eichen-Stämme 35—48 Buchen- 8 18—41 Kiefern^ 105 16—35 Fichten^ 54 10—17 15—27 Lärchen- 14 22 Tanne 1 7—12 10—12 Fichten-Derbstg. 13 3 m lang, 14 13 22 3850 rm Nutzknüppel Eichen-Abschnitt 9 1 Stöcke, Wellen. m lg. 59,36 fm m lg. 6,73 fm in lg. 2,50 fm m lg. 1,34 fm Per 1. Juli d. I. sucht junges Ehepaar kleine 3-4 Zimmer- wohuung mögt. Bahnhofstraße ob. b. Nähe. Offerten unter Nr. 0710 an b. Expebition b. Bl. Gambach, den 11. Februar 1904. Großh. Bürgermeisterei Gambach. Reuhl. toar gefährdet, die Interessen Miseres Reiches bedroht. Garantien für die Zukunft können nur dadurch erlangt werden, daß wir an die Waffen appellieren. Mr hoffen, daß die Loyalität und die Tapferkeit unserer Untertanen bald wieder den dauernden Frieden Herstellen und den Ruhm unseres Reiches schützen wird. London, 12. Febr. Ein Telegramm vom 10. d. M. enthält einen nichtamtlichen Bericht über das Gefecht von Port Arthur. Danach sollen vier russische Panzer und drei Kreuzer in den Grund ge- vohrt worven sein. Z w e i j a p a n i s ch e Krie g s s cdl s s e hätten schwere Havarie erlitten. Der japanischen Flotte sei es gelungen, sich bei dem Kampfe zwischen den Eingang des Hafens und das russische Geschwader zu schieben. Tschifu, 12. Febr. Der deutsche D ampfer Chefoo" traf gestern mit Chinesen angefüllt und außerdem mit 10 Fremden an Bord von Port Arthur hier ein Der Kapitän des Dampfers berichtete, daß während der Beschießung Port Arthurs durch die Japaner viele Häuser, 'besonders auf den Hügeln von den Gr anaten getroffen und eine Anzah lPersonen getötet oder verwundet wurden. Der Dampfer fuhr mit besonderer Erlaubnis des Statthalters Alexejew ab, der andere Dampfer bewachen ließ. ~~ L. Nagasaki, 12. Febr. Der russische Gesandte in Söul übergab seine Gesandtschaft dem dortigen deutschen Geschäftsträger. Tokio, 12. Febr. Bei der Seeschlacht von Port Arthur ist auch der russische Admiral ge- Wne 7-Amcr-Mmß 2. Stock, per 1. April zu vermiete«. 1193 Liebigstraße 37. 295] 4-Zimmer-Wohnung mit Zubehör in schöner Lage, 2. Stock, zu vermieten Schottstraße 19. Holzversteigerung im Oambacher Gemeindewald 1. Montag den 15. Februar: Brennholz: s Tour II. Sonntag, d.14.Februar1804. Brauniels—Philivvstein — Edelsberg—Weiltal—Weilburg. Abfahrt nach Braunfels 9.50. Bekanntmachung In das Handels-Register wurde heute bezüglich des .landw.KonsumvereinsGroßen- Buseck e. G. m. u. eingetragen: Landwirt Christoph Seipp II. von Großen-Buseck ist an Stelle des Philipp Frank zum Vorstand gewählt. Gießen, am 9. Febr. 1904. Großh. Amtsgericht. [1454 83 cm Durchm. (Schmiedstock). Unter den Erchen- und Kiefern-Nummern ist schönes Schnittholz. — Die Zusammenkunft ist an jedem Tage vor- -nittags 10 Uhr am Jagdhaus 1462 fallen. (??) London, 12. Febr. „Morning Leoder" meldet aus Tientsin: Ein von der japanischen Küste kommendes hier eingetroffenes Handelsschiff berichtet, daß em 34 „ „ 1980 Stück „ Februar. Hontmtia (Wohltätigkeits-Verein). 1465 Sonntag, den 14. d. M., in ter Schönen Anssichi abends 7 Uhr beginnend Kappensitzung. (Urfideles Programm.) ^"P etersburg, 12. Febr. Nach einer Meldung des Generalstabes telegraphierte der russische Militäragent m China, daß das Kabel zwischen Wladiwostok und Nagasaki zerrissen und >cbenso die Telegraphenlinien Socul-Masampho und Soeul-Gensan unterbrochen seien. Infolge von Gerüchten, welche auf Grund der zweifelhaften Meldungen ausländischer Telegraphen- Agenturen und Zeitungen über die Seeschlacht bet T s chemulp 0 , über die Landung der Japaner i n 4—10 m lg. ----- 8,22 fm 6—15 m lg. = 53,69 fm 9—23 m lg. — 33,97 fm einem japanischen Kreuzer auf Kriegs-Kontrebande untersucht. — Aus Kobe wird berichtet: Die japanischen Truppen, welche bei Tschemulp 0 gelandet waren, hatten einen Zusammen st oß mit den russischen Tr u p pest der Garnison von S 0 eul. — „Morning Leadder berichtet aus Malta: Ein Dampfer einer japanischen ^amp.er- linie sei von einem russischen Kreuzer gekapert worden. Petersburg, 12. Febr. Das russische Handelsschiff ,M andschuria" von der Ostchinesischen Dampfer-Gesell- schuft, eines der schnellsten Schiffe, ist von den Japanern weggenommen worden. London, 12. Febr. Wie die „Birmingham Post" er» fährt, soll die mandschurische Bahn stellenweise zerstört worden sein. Wien 12 Febr. Von hervorragender diplomatischer Seite erfährt das „Wien Tagebl", das Petersburger und das Wiener Kabinett erhielten von ihren Pekinger Vertretern die Meldung, daß China beabsichtige, 200 000 Boxer nach der Mandschurei zu ent'enden, um die mandschurische Bahn zu zerstören China das nur wider- willig neutral bleibe, versuche durch. Vorschiebung der Boxer gegen Rußland in den Konflikt cmzugreifen. An Hersfeld (Bez. Cassel) ist in einer frequenten Gegend ein Fabrikgebäude mit Dampf- und Wasserkraft nebst zwei Wohnhäusern, Lager» Haus, Stallung und eine circa HO Hektar große Fläche für Bauplätze für jedes Unternehmen paffend, zu verkaufen wegen Alters des Besitzers. 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Es ist stets unser dauerndes Ziel gewesen, den friedlichen Fortschritt unseres Reiches zu fordern, die freundschaftlichen Bande, die uns mit anderen Staaten verknüpfen, zu stärken und eine Sachlage zu schaffen, die den Frieden in Ostasien dauernd aufrecht erhalten würde und die zukünftige Sicherheit unserer Herrschaft gewährleistet, ohne die Rechne und Interessen anderer Mächte zu verletzen. So war es ganz gegen unsere Erw artun g, daß wir unglücklicherweise rn die Lage versetzt wurden, die Feindseligkeiten gegen Rustwstd zu eröffnen. Das Bestehen Koreas als besondere Macht ist wesentlich für die Sicherheit unseres Reiches. Rußland hält in Mißachtung des feierlichen Vertrage^, seiner Verpflichtungen gegenüber Chinas und ferner roteber* holten Versicherungen gegenüber anderen Machten noch immer die Mandschurei besetzt. Es befestigte s^men Einfluß auf diesem Gebiet und beabsichtigt seine schließliche Annexion. Da diese Maßregel es unmöglich machen wurde, 'die Integrität Chinas aufrecht zu erhalten und zur Ausgabe aller Hoffnung auf Frieden in Ostasien zwingen wurde, entschlossen wir uns, die Frage durch Verhandlungen zu regeln. Wir machten daher Rußland Vorschläge. Rußland kam den Vorschlägen niem als in versöhnlichem Snne entgegen, sondern zog die Regelung durch ar g l istrge Verzögerung hin und suchte, indem es den Frieden befürwortete und dabei doch ausgedehnte Vorbereitungen des Heeres und des Marinewesens traf, dte et g en en selbstsüchtigen Pläne zu vollenden. Wir können nicht anerkennen, daß Rußland von Anfang an irgendwie das wirkliche Bestreben zur Erhaltung des Friedens gehabt hat Es wies unsere Vorschläge zurück. Koreas Sicherheit LteMustr. 42 mit allem Zubehör per 1. Aprtl 1904 zu verm. Ehr. Arnold. 1476] Ein junger Schneider- geselle findet bauernde Beschäftigung, auf Woche, bei Herrn Schneidermeister Fuhr in Lich (Oberbessen), Säbelbofgaffe. Ein WiltdUlÄc flS. 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