Erstes Blatt 154. Jahrgang Dienstag 11. Oktober 1904 Gießener General-Anzeiger Amis- und Anzergehlatt für den Kreis Gießen Ur. 239 Vrleherni täglich außer Sonntags. Dem Gießener Anzeiger werben im Wechsel mit dem Kesfische« Landwirt die Gießener Familien, blätter viermal tn der Woche beigelegt. NotanonSdrulk u. 93er- lag bei Brü h l'schen Nntverl^Bnch-n. Stein» bmdeiti. 9t Langem Redaktion, ErvedUto« und Drucker«: Schulst,atze t Ndrefie hh Deveschenr Anzeiger Gießen. FernivrechanichlußNi 51. verugSpeetA, monatlich7b otertel» iährlich Ml 2.20; durch Abhole- u. Zweigstellen monatlich 6d Pf.; durch diePost Mk.2.— Vierteljahrs ausschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen für die TageSnummer bis vormittags 10 Uhr, ZetlenpreiS: lokal 12Ps^ auswärts 20 Pfg. Verantwortlich füt den polü. und allgem. Teil! P Wittko; für ,Stadt und Canb* und .Gerichtes aal*:August Goetz für den Anzeigenteil: HanS Beck. Air heutige Bummer umfaßt 8 Seiten. ValMlche Tagesschan. Eine Militarkolonie in Südwestafrika? Der Kolonialdirektor Dr. Stübel hat jüngst einem Vertreter der „Hamb. Nachrichten erklärt, nach Niederwerfung des Herero-Aufstandes werde der Schutz und die Verwaltung seitens des Gouvernements auch auf das von denOvambo bewohnte Gebiet ausgedehnt werden, was sich nach der Erwartung Herrn Stübels ohne einen Gewehrschuß werde bewerkstelligen lassen. Der Leiter der Kolonialabteilung hat da ein Programm aufgestellt, von dem es zunächst zweifelhaft ist, ob er in seiner amtlichen Eigenschaft dessen Durchführung erleben wird. Es ist in Kolonialkreisen offenes Geheimnis, daß Dr. Stübel keine sonderliche Freude am Amt hat, was ja auch begreiflich erscheint angesichts der kolonialen Entwicklung und der ganzen Stellung eines Leiters des Kolonialamts, der ein großes Maß von Verantwortung, aber ein verhältnismäßig geringes an Einfluß auf diese Entwicklung hat. Es ist gerade in Südwestafrika anders gekommen, als Dr. Stübel es sich dachte, und auch die Zukunft dort dürfte ein anderes Bild ausweisen, als es der Kolonialdirektor im Lichte des erwähnten Programms erscheinen ließ. Fürs erste ist der Termin der endgiltigen Unterwerfung der Herero leider noch immer nicht'abzusehen. Wenn dieses Resultat aber erreicht sein wird, dann ist doch das nächste Gebot das der Förderung des kulturellen Aufbaues des von den Herero bewohnten Herzstücks der Kolonie. Es wird kein geringer Betrag sein, der für diesen Zweck zu den hohen Kriegskosten hinzu- gerechnet werden muß. So lange eine Notwendigkeit nicht vorliegt, ist deshalb ebensowenig zu wünschen, daß der Feldzug gewissermaßen zu den Ovambo hingetragen, wie daß die Verwaltung auf jenes Grenzgebiet ausgedehnt wird. Vielmehr ist abzuwarten, ob es überhaupt Ansiedler gibt, die in jenem Gebiet sich niederlassen oder dort bleiben wollen. Eine kostspielige Verwaltung einrichten, wo eS wenig oder nichts zu verwalten gibt, mit^anderen Worten: eine Entwicklung Südwestafrikas zur Militärkolonie begünstigen, daS liegt weder im Interesse der Reichs finanzen, noch der Kolonie. Für solche Politik ist .Südwestafrika ein zu teurer Boden. Amtliche Meldung: Am 7. Oktober im Lazarett in Otjimbinde am Typhus gestorben: Leutnant Albert Fuernrohr, geb. 1876 zu Konikowa bei Gnesen, früher badisches Trainbataillon Nr. 14, und Reiter Kohlstedt, früher Lustschifferabteilung, geboren 1883 in Marth, Kreis Heiligenstadt. __________________________________________________ deutsches Re Berlin, 10. Okt. Der Kaiser empfing den russischen Ohersten und Flügeladjutanten Militärattache Schebeka. — Die „Nordd. Allg. Ztg/ meldet: In den Blättern ist neuerdings als Tag der Vermählung des Kronprinzen der 22. März 1905 genannt worden. Wie wir hären, ist diese Vermutung nicht begründet. Es sind über den Tag der Vermählung endgültige Bestimmungen noch nicht getroffen worden. — Der Verband d eutscher Juden ist bei der Regierung dahin vorstellig geworden, daß bei der beabsichtigten Regelung der kommunalen Schlachthäuser den Gemeinden die Möglichkeit entzogen werde, aus eigener Machtvollkommenheit das Schächten zu verbieten. Der Verband erklärte, daß derartige Verbote als Eingriff in die verfassungsmäßig gewährleistete Gewissensfreiheit der orthodoxen Juden angesehen werden müsse. ____________________ Keer und Alofte. Straßburg, 10. Okt. In diesen Tagen soll an verschiedene mittlere und kleinere Garnisonen des Reichslandes eine geheime Verfügung ergangen fein, die besagt, daß in Hinsicht auf die Vorkommnisse in Forbach in Zukunft in den kleinen Garnisonen die Besatzung mindestens alle fünf Jahre wechseln müsse, damit keine zu große Vertrautheit mit der Zivilbevölkerung entstünde. An erster Stelle sollen für diesen Wechsel die Garnisonen Mutzig, Zabern, Pfalzburg und Schlettstadt in Aussicht genommen sein. AnSiundl London, 10. Okt. Im hiesigen Castend, wo die Auswanderer aus Osteuropa zusammengedrängt sind, macht sich auf Grund der Schilderungen, die die weiteren Ankömmlinge von der ihnen auf ihrem D u r ch z u g e durch Deutschland widerfahrenen Behandlung gegeben, eine starke Erb rite ruu g bemerklich. ES ist eine Bewegung im Gange, die auf den vollständigen Boykott der deutschen Linien durch die osteuropäischen Auswanderer abzielt. Auch die Auswanderer in den Verein. Staaten sollen durch Resolutionen ausgefordert werden, ihren Einfluß auszubieten, damit die deutschen Linien von. den osteuropäischen Emigranten nicht benutzt werden. Char le rost 10. Okt. Hier sand gestern ein Anarchisten ton grell statt, an dem cct. 1000 Personen teil- nahmen. Es wurde ein Vorschlag betreffend Gründung ein"s belgischen Anarchislen^erbandes angenommen. Die Versammlnna lehnte einen Antrag ab, sich mit der revolutio- mäcen Arbeiterpartei zu verständigen. Abends sand ein großes Meeting statt, indem man sich mit dem Neomaltu- sianismuS beschäftigte. Diese zweite Versammlung verlief äußerst stürmisch. Mehrere Redner ergingen sich in heftigen Angriffen gegen die belgische Arbeiterpartei. Die Tribünen wurden von den Anwesenden gestürmt, das Licht aus gelöscht. Es kam zu Krawallen, sodaß der Saal von der Polizei geräumt werden mußte. Paris, 10. Okt. Wie aus Wien hierher gemeldet wird, soll das Befinden Kaiser Franz Josefs sehr zu wünschen übrig lassen. Der Kaiser leide an Gedächtnisschwäche und sei nur noch das Spielzeug einiger Minister. §cr Krieg zwischen Japan und Außland. Vom Kriegsschauplätze. Petersburg, 10. Okt. Der Korrespondent der „Bir- shewija Wjedomosti" in Mukden telegraphiert unter dem gestrigen Datum: Die allgemeine Lage auf dem Kriegsschauplätze in der Mandschurei änderte sich wesentlich. Die japanische Hauptarmee geht nach Süden zurück. Die Japaner geben nicht nur die nach der Schlacht von Liaujang besetzten Positionen, sondern auch vorher genommene Stellungen auf. Ihr linker Flügel ist in den letzten Tagen um 50 Km. südlich gegangen. Er räumte u. a. Tsianchan, Sinangai, Saimadsi, Feichulin und die Umgebung von Kuandiansian. London, 10. Okt. Eine Depesche aus Mukden meldet, daß Kuropatkin seit dem 5. Oktober auf den Vormarsch rüstete und jetzt mit seiner Armee a uf der ganzen Linie n^ach Süden marschiert. Es herrscht ungeheuere Spannung auf das Ergebnis d sser Bewegung. Aus Petersburg wird telegraphiert, die Russen hätten bereits die Bahn nach Süden bis Jentai besetzt. Tie Japaner zögen sich überall auf Liaujang zurück, wo zweifellos die Entsckeidungs- schlack-t des Krieges geschlagen werde. Tas Wetter ist trocken und falt. PariS, 10. Oktober. Alle hier einlaufeuden Petersburger Telegramme schildern die Aufregung und Spannung und etwas verfrühteSiegeszuversicht der Petersburger Kreise. Allseitig wird hier konstatiert, daß an Petersburger offiziellen Stetten von der Einnahme von Jentai noch nichts bekannt ist. London, 10. Okt. Tie hiesigen Blätter verhalten sich sehr skeptisch hinsichtlich des Erfolges der Kuropatkinschen Offensivpläne, die, luie man annimmt, unter dem Druck des Zaren erfolgt seien. Man zweifelt, ob Kuropatkins Armee stark genug für einen Offensivvorstoß sei, da Oyamas Armee in demselben Maße verstärkt worden ist, wie die Kuropatkins, Oyama aber den Vorteil der befestigten Defensive hat. Es wird angenommen, daß sich 225 000 Mann gegenüberstehen werden. Petersburg, 10. Okt. Ter Armeebefehl Kuropatkins, in dem er denUebergang zum Angriff vorsthreibt, hat hier in den weitesten Kreisen russischen Volkes die Hoffnung hervorgerufen, daß die schwere Prüfungszeit vorüber sein und leichtere Tage kommen werden, ebenso faßt die russische Presse den Armeebefehl, auf. Doch enthält sich die Mehrzahl der Blätter allzu optimistischen Aeußerungen, indem sie darauf Hinweisen, daß die Offensive der Russen nicht einem Triumphzuge bis zum Jalu gleichen, sondern schwere Opfer kosten werde, weit schwerere, als die Verteidigung bisher gekostet hat. — Banjapuse, das stark befestigt ist, wmcke von den Russen am 9. Oktober durch starkes Artilleriefeuer unter gleichzeitiger Umgehung nach kurzem Kampfe genommen. Einzelheiten fehlen noch. Auf dem linken Flügel drückte Mischtschenko die Japaner bis Jentai zurück. Tie Bahn, ist bis zur Station Schahe wieder hergeftellt. Gestern soll ein großes Gefecht bei Jentai stattgefunden haben, sein Ausgang ist noch unbekannt. Es geht das unkontrollierbare, Gerücht^daß General Fuschima mit zwei Divisionen 20 Km. südlich von Sinminting steht, um den Russen in den Rücken zu fallen. Tas Gerücht hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich. Mukden, 10. Okt. General Hubert, Intendant der Armee, bat den zurückgelafsenen japanischen Garnisonen nördlich von Landinesan 50 000 Kleidungsstücke zugehen lassen. Uebrigens ist die jetzige Untätigkeit der Japaner durch den Mangel an Verproviantierung und sonstigen Materialien verursacht. London, 10. Okt. Das Reutersche Bureau meldet von der Armee des General Oku: Rach undatierten chinesischen Meldungen legen die Russen südlich von Mukden Gräben auf, errichten starke Erdwerke und befestigen den Eisernen Berg und Tieling. Petersburg, 10. Okt. Die Rufs. Tel.-Ag. meldet aus Mukden von heute: Die Japaner rechnen darauf, bis zum 14. Oktober die in den Reihen der Truppen entstandenen Lücken durch Reservisten auszufüllen. Ueber Jnkau erhielten sie 15 000 Mann Verstärkun gen; für die nächsten Tage erwarten sie drei Divisionen. Die Blockade Port Arthurs von der Landseite aus ist s ch w ä ch e r geworden. Die Streitkräfte werden wieder bei Jentai zusammengezogen. Schanghai, 10. Okt. (Reuter.) Chinesische Regierungsbeamte kaufen große Mengen ausländischer Vorräte auf, die von hier nach Tientsin verladen werden sollen. Der Zweck ist unbekannt. Aber gutuntcrrichtete Chinesen glauben, daß diese Vorräte für die Russen bestimmt seien. Charbin, 10. Okt. (Rufs. Tel.-Ag.) Die Gesamtzahl der japanischen Armee auf dem Kriegstheater wird gegenwärtig Ms etwa 400000 Mann angegeben. Port Arthnr. Aus Tokio meldet Reuter: Es verlautet, die Japaner konzentrierten kürzlich ihr Feuer von dem Lande und der Seeseite auf den Westhafen von Port Arthur, um die r u s s i- sche Flotte zu vernichten. Es gelang ihnen, drei Schiffe, deren Namen und Klasse bisher unbekannt sind, zum Sinken zu bringen. Dem Korrespondenten der Petersburger „Nowosti" war es gelnnngen, ans Port Arthur zu entkommen. Er ist in Neapel eingetroffen und erzählte, daß bei feiner Abreise die Garnison 2 3 0 0 0 Mann und 10 000 Matrosen betragen habe. In der Festung befanden sieh L e^b e n Sm i 11 e l v o r r ä t e für eine lange Zeit. In der Stadt befanden sich nur noch 96 Frauen. Die Japaner beschlagnahmten ein italienisches Fahrzeug, bas versuchte, Mehl nach Port Arthur zu bringen. Japans Note. Charbin, 10. Okt. (Rufs. Telegr.-Ag.) Hier ist ba3 Gerücht im Umlauf, daß die Japaner Papiergeld im Betrage von 80 Millionen Pen auszugeben und eine zweite Reservearmee zu bilden beabsichtigten. Bei dem Mangel an Offizieren und aus gebildeten Leuten dürften sie bei der Ausführung des zweiten Planes auf große Schwierigkeiten stoßen. Das baltische Geschwader. Der Petersburger Korrespondent des Pariser „Journal" 6e* richtet seinem Blatte, daß die Abfahrt des Baltischen Geschwaders aus dem Hafen Reval nunmehr auf den kommenden Sonntag festgesetzt worden ist. Ter Zar hat das Geschwader in den letzten Tagen selber besichtigt. Er richtete an die Mannschaften eine Ansprache, in der er der Hoffnung Ausdruck aab, daß sie zurzeit ebenso heldenmütig dem Vaterlande dienen werben, wie es ihre Kampfgenossen int fernen Osten getan, und daß sie für den „Warjag" und „Korjetz" Rache nehmen werden und den dreisten Feind, der die Ruhe Rußlands gestört habe, besiegen würden. JSr kehrte sodann nach Petersburg zurück. Wie von privater Seite aus Petersburg gemeldet wird, hielt Admiral Birilew am Montag eine Flottenschau über das baltische Geschwader ab. Ob die Revue zur Zuftiedenheit des Admirals ausgefallen ist, ist noch nickt bekannt geworden. Doch heißt es, daß er den Befehl zur Ausreise des Geschwaders geben will. China. Schanghai, 10. Okt. Das Reutersche Bureau meldet aus Kweiling in der Provinz Kwangsi, daß die chinesischen Truppen die großen Haufen der Rebellen bei Lochenghsien nach einem dreitägigen Gefechte besiegt haben. Es heißt, die Boxerbewegung breite sich weiäp in den nördlichen Provinzen aus. P e t e r s b u r g, 10. Okt. Die Rufs. Tel.-Ag. meldet aus Charbin von heute: Die in der letzten Zeit unter der Bevölkerung Chinas entstandene Gärung dauert fort; es treten; fremdenfeindliche neue Seiten auf. Gerüchten! zufolge versorgen die Japaner die Bevölkerung Nord-Chinas m i t W a r e n. Die Zahl der Chunchusen wächst; ihre Tätigkeit ist vorläufig auf die Plünderung der chinesischen Bevölkerung beschränkt. Der Hohenzollernprinz. Einem Londoner Gerücht zufolge soll Prinz Karl Anton von Hohenzollern infolge«einer Erkältung in Tokio bettlägerig sein. — ------1--------- . ........ Are erste deutsche Akademie für praktische Medizin. Köln, 10. Oktober. Heute mittag wurde in Anwesenheit des Prinzen Friedrich Heinrich als Vertreters des Kaisers und anderer die Kölner Akademie für praktische Medizin feierlich eröffnet. Oberbürgermeister Becker betonte in der Eröffnungsrede, daß von einem Gegensatz zwischen der Akademie und! der Universität keine Rede feilt könne, denn die jungen Leute gingen erst auf die Mademie, wenn. ihre Ausbildung auf der Universität beendet sei. Die Kölner Akademie erstrebe im Gegenteil eine s e h r e n g e Verbindung mit der medizinischen Fakultät Bonn, von oer Mitglieder schon cm der Leitung der Anstalt beteiligt seien. Die Kölner Akademie wolle nichtf das Spezialistentum fördern, sondern gerade einem oberflächlichen Spezialistentum möglichst entgegen t r e t e n. 1500 Betten ständen bereits für die Zwecke der Akademie zur Verfügung, der Bau weiterer Räume für 500 Betten, und für die nötigen Vortragssäle, PoliMnikew usw. sei beschlossen, hervorragende Aerzte außer den einheimischen seien schon berufen. Daun erklärte der Oberbürgermeister die Akademie für eröffnet Hierauf hielt der Geschäftsführer, der Professor der Akademie, Geheimrat Bardenheuer, ein Ansprache, in welcher er Köln als Stätte der Wissenschaft, Kunst und des Fortschrittes rühmte, und die Zuversich^t ausdrückte, daß die Bonner Universität eine treue Mitarbeiterin der Akademie sein werde. Darauf führte Kultusminister Dr. Studt aus, die heutige Feier bilde einen wichtigen Mschnitt in der Geschichte Kölns: sie stelle einen hervorragenden^ Markstein im Entwickelungsgang desAerzte- standes dar und sei für das deutsche Volk von weittragendster Bedeutung. Der große Aufschwung des medizinischen Fortschrittes Deutschlands beweise genügend, wie die Förderung der ärztlichen Wissenschaft der Reaiermig am Herzen liege. Die neue Akademie bilde keine Konkurrenz mit der medizinischen Fakrlltät der Bonner Hochschule, sondern stehe im Dienste derselben. Es sei zu erhoffen, daß die neue Lehrtätigkeit ein fruchtbringendes Zusammen- wrrken zeitigen werde, da ja auch lwrvorragende Lehrkräfte der Bonner Hochschule ihre volle Mitarbeit zur Verfügung gestellt hätten. Er zweifle nicht, daß auch bte Kölner Akademie sich angelegen sein lassen werde, ein freundschaftlich- nachbarliches Verhältnis mit Bonn zu pflegen. Das Verdienst, den Grundstein zu der neuen Madernie gelegt zu haben, gebühre in erster Reihe der Stadt Köln. Nachdem in Frankfurt a, M. ähnliche Ideen hervorgctreten seien und Düsseldorf die gleiche Absicht gehabt habe, könne Höln stolz darauf sein, dank der seltenen Einmütigkeit aller beteiligten Kräfte als erste den Gimndgedanken in tatkräftiger Weise zur Ausführung gebracht zu haben. Der Kaiser nehme das regste Interesse^an der neuen Gründung. Der Minister gab darauf die verliehenen Auszeichnungen bekannt. Es erhielten u. a. Oberbürgermeister Becker die -Billanten zum Roten Adlerwrden zweiter Klasse, Geheimrat Dr. Vardenheuer den Kronenorden dritter Klasse, die Beigeordneten Bügger und Dr. Joesten den Roten ererben vierter Klasse. Darauf sprach der Dekan der medizinischen Fakllltät Bonn. Geheimrat F ritsch, über den Rwtzcn der ixrab eröffnet. — Zur hessischen Fideikommißwirtschaft ver- Stadttheaters. mit Worten der Anerkennung für den Scheidenden die Kon- eine Lehrkraft entfallen durchschnittlich 50 Schüler, gegen 57 *• Die Im Großherzogtum Hessen wurden für das Etatsjahr vom Mittagsmahl sprach Lehrer Neeb aus Groß-Felda mit warmen Worten dem scheidenden Kreisschulinspektor den eigentlichen Scheidegruß. Kreisschulinspektor Mathes antwortete sehr be- evanqelische 391856 Mk. 49 Pfg., katholische 50 734 Mk. 40 Pfg. In der Provinz Oberhessen: Einkommensteller 1 552 633 Mk. 54 Pfg., Vermögenssteuer 773 381 Mk. 5 Pfg., Summe der Staatssteuern 2 326 014 Mk. 59 Pfg. Allgemeine Kirchensteuer: evangelische 228 073 Mk. 49 Pfg., Darmstadt, an welche Behörde auch etwaige Uutecstützungs- gesuche minderbemittelter oder unbemittelter Teilnehmer zu richten sind. Vermögenssteuer 1 175 387 Mk. 37 Pfg., Summe der Staats- in Darmstadt in der Zeit vom 14. bis einschließlich 19. Nov. I. I. abhalten zu lassen. Da dieser Kurs nur bei einer aus- reichenden Zahl Teilnehmer stattfindet, crnpfiehlt sich alsbaldige Wer lachen will, sollte nicht versäumen, sich die Vorstellung der Novität .Liebesmanöver^ anzusehen. Bei der Erstaufführung am Sonntag kaur das Publikum nicht aus der Heiterkeit heraus. Diese Aufführung ist die erste Vorstellung In der Freitag-Aufführung des Anmeldung mit Angabe des Berufes und des Lebensalters unmittelbar bei der Großh. Zentralstelle für die Gewerbe in teuern im Großherzogtum Hessen. serenz. Dann verlas er die statistischen Mitteilungen über den Stand der Volksschulen im Kreise, wonach zurzeit im Den verschiedenen Konfessionen, bezw. Religionen gehören an: 5051 der evangelischen, 349 der katholischen und 118 waren im Ganzen 23 Redner angemeldet, von denen 5 sogar mehrere Vorträge hielten. Am Hel,Ligen Sonntag sollten die wissenschaftlichen Vorträge bereits nm 9 Uhr früh fortgesetzt werden, doch verzögerte sich der Beginn erheblich, da die meisten Teilnehmer erst später erschienen. In einer kurzen geschäftlichen Besprechung wurde als Ort der nächstjährigen Versammlung Frankfurt a. M. bestimmt, ev. soll Straßburg i. E. dafür in Aussicht genommen werden. Die meisten auswärtigen Teilnehmer blieben dann auch zum Mittagessen beisammen und besuchten später noch die Kunstausstellung und I andere Sehenswürdigkeiten der Stadt. Offenbach a. M., 9. Okt. Die Aufhelumg oder Er- nläßigung der Verbrauchssteuer auf Schweine war wegt und widmete den Schulen des Kreises sein Hoch. Darmstadt, 9. Okt. Die gestern und heute hier Kreise 75 Schulen bestehen. In 109 Schulklaffen werden 6118 Schüler unterrichtet gegen 6061 im Vorjahre. Auf antragt und in der letzten Sitzung der Stadtverordneten verhandelt worden. Die Meister geben als Grund für ihren Antrag an, daß mit der Eröffnung des neuen Schlachthofs sich die Unkosten für jedes eingeführte und geschlachtete Schwein von 3 Mk. 50 Pfg. auf 6 Mk. erhöhen. Der Bürgermeister n,achte dagegen den Ausfall von 60 000 Mk. in der Stadtkasse geltend. Mehrere Mitglieder beantragen die Steuer allmählich aufzuheben in der Weise, daß dieselbe von Iabr z,l Jahr um ein Fünftel ermäßigt wird. Bei der Abstimmung wurde gegen 11 Stimmen ein Antrag angenommen, die Beschlußfaffung über den Antrag der Meister bis zur Beratung des neuen Voranschlags auszusetzen. Zwei andere Anträge der Schweinemetzgern,cister, ihre Vertretung im Schlachthausvorstande um einen zu vermehren und die Schlachtzeit im Schlachthofe im Sommer um 6 Uhr, im Winter um 7 Uhr beginnen zu lassen, wurden abgelehnt. fc. Rieder ursel, 10. Okt. Einer der hiesigen wohlhabenden Familie fiel eine größere Erbschaft zu. Die Frau des Erben war vor Freude darüber so außer isich, daß sie in den Tod ging. Gestern früh nämlich I verließ sie die Wohnung und ging in die Ursel, wo man sie an einer seichten Stelle die Füße nach oben, den Kops im Schlamm steckend, tot auffand. •• Kirchhain, 10 Okt. Zwischen hier und Rauschenberg, dicht am Ufer der Wohra, stürzte gestern nachmittag ein mit 4 Personen besetztes Automobil des Freiherrn von Stumm zu Holzhausen eine steile Böschung hinunter und wurde total zertrümmert. Die Insassen kamen mit dem Schrecken davon. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Hungen hat die Theatergesellschast Gitttermann ihre diesjährigen Vorstellungen am 9. ds. Mts. steuern 4 916 076 Mk. 87 Pfg. Allgemeine Kirchensteuer: 1. April 1903 bis 31. März 1904 bezahlt: In der Provinz der israelitischen. Die Zahl der Fortbildungsschüler betrug tagende Jahres-Versammlung des Vereins hessischer Zahnärzte hatte ein ganz außerordeetlich umfangreiches Quantum von wissenschaftlicher Arbeit zu bewältigen. Es gespannt. "EisenbahnUnfälle. In Seesen im Harz fuhr ein Eilgüterzu g auf eine die Weiche passierende Maschine auf. Der Lokomotivführer des Eilgüterzuges wurde ernstlich verletzt. Die Maschine wurde erheblich beschädigt. — Amtlich wird gemeldet: Bei der Ausfahrt des Güterzuges 7116 aus dem UeberholungSgleise 3 im Bahnhof Groß- Möringen (Altmark) nach der Richtung von Dingelberg ist der von Dingelberg abgelassene Güterzug 7215 in Groß- Möriugen auf den erstgenannten Zug aufgefahren. Bei dem Zusammenstoß sind der Zugführer und zwei Bremser des Zuges 7215, sowie daS Lokomotivpersonal des ZugS 7116 anscheinend leicht verletzt worden. Beide Zugmaschinen, und die drei ersten Wagen des Zuges 7215 sind erheblich beschädigt. Der Materialschaden ist bedeutend. Beide Haupt- Starkenburg: Einkommensteuer 3740689 Mk. 50 Pfg., Bäcker, Konditoren, Metzger, Spengler. Schloffer und Tape-! zierer. Die bei der Zentralgenoffenschaft kaufenden Handwerker sparten bei diesen Bezügen rund 6000 Mark und genoffen außerdem entgegenkommendste Zahlungsfristen von 1 bis 3, in einzelnen Fällen bis 5 Jahren. Die Maschinen werden nur von erstklassigen Firmen bezogen, mit weitgehender Garantie für beste Beschaffenheit. Alle Abnehmers haben auch bis heute ihre größte Zufriedenheit ausgesprochen.1 Infolge dessen mehrten sich auch dauernd die Anfragen wegen weiterer Lieferungen. Zur Zeit sehweben bereits aussichtsreiche Verhandlungen wegen neuer Abschlüsse im Betrage von rund 25 000 Mark. r. Unfreiwilliger Humor. Ein schwerhöriger Maurer eines oberhessischen Dörfchens besserte die Mauer eines Stalles auS. DaS Wetter war veränderlich, weshalb ihn ein Vorübergehender fragte: „Was hältlte' denn vom Werrer?" Er hatte gemeint, er werde nach der Art feiner Arbeit gefragt und antwortete: „Ich witl'S en Bößehe überwerfe enn auSdeffern\a — Ein andermal arbeitete er in einem arg verwahrlosten Hause. Eine vorübergehende, aus dem Backhause kommende und Schmierkuchen tragende Frau fragte ihn, ob er ein Stuck wolle: „Ree, es seht bis aus brennI* antwortete er, denn er glaubte, er werde gefragt, ob er bald fertig sei. — Einst arbeitete er in einem Nachbarorte. Beim Frühstücke erzählte er von feinen Farnilien- ! Verhältnissen, u. a. auch, daß er einen Acker gekauft habe. Als ihn die Hausfrau fragte, wie viel Kinder er habe, ant- im letzten Winter 949 gegen 902 im Vorjahre. Beim im Vorjahre. Knaben sind es 2985 und Mädchen 3133. katholische 9801 Mk. 73 Pfg. In der Provinz RHeintz essen: Einkommensteuer 3 735441 Mk. 67 Pfg. Vermögenssteuer 1191635 Mk. 30 Pfg., Summe der Staats- fteuern 4 927 076 Mk. 97 Pfg. Allgemeine Kirchensteuer: evangelische 244 238 Mk. 78 Pfg., katholische 102 591 Mk. Uschen Ausbildung der Merzte. Geheimrat v. Bergmann.« Vorsitzender des Zentralkomitees für ärztliches Fortbild- ungslvesen, behandelte die ärztliche Kunst als technische Wissenschaft und begrüßte die Akademie als einen ersreu- licbei t ■ dem Gebiete der Medizin. Geheimrat! Lent brachte als Vorsitzender der Aerztekammer der Rheinprovinz Glückwünsche dar. Nach dem Festakte sand eine Fahrt zu den drei städtischen Krankenhäusern, um 4 Uhr Festessen im Gürzenichsaale, abends Festvorstellnng im Tlieater statt. An den Kaiser wurde folgendes T e l e g r a m m abgesandt: In pietätvoller Erinnerung an die Kaiserin Friedrich nnd von der Zuversicht durckHrnncnm, daß der heutige Tag ein tvim» tiger Fortschritt für das hochherzig. Werk brr edlen xijlbenn bedeute ,bitt en Ew. Majestät den erlauchten BesclMer aller muffen- schäften und Humanitären Besti'ebungen, zur Eröffnung der Akcv I öentie für praktische Medizin in Anwesenheit des Brinzen Friedrich Heinrich die Versammelten, ihren ehrfurchtsvollen rank für die allerhöchsten Guadenbenvise und ihre begeisterte Huldigung ent- gegennehmen zu wollen. Alleruntertänigst Oberbürgermeister Bei dem F e stm a h l e brachte Oberbürgermeister Decker ein Hoch auf den Prinzen Friedrich Heinrich aus.. Priits Friedrich Heinrich betonte in seiner Erwiderung die Ehre, bei der Erösfnung der Akademie den Kaiser, der mit seinem Herzen heute hier geweilt habe, vertreten zu dürfen, beglück wünschte dann die Kölner zu dem heutigen Schritte und brachte ein Hoch auf Köln ent?. Minister Dr. Studt er- innerte an die große Zahl gemeinnütziger Anstalten, die der , gemeinnützige Sinn der Kölner Bürgerschaft im Vaufe der Zeit geschaffen habe, erinnerte ferner an die berühmte Kölner Universität, die Jahrhunderte lang bestanden habe, und wünschte jdier neuen Akademie gutes Gedeihen. Der Minister schloß mit einem Hoch auf die neue Akademie. Finanzminister Frhr. v. Rheinbaben [aiü)te ein Glückwunschtelegramm. Aus Stadt Md Land. Gießen, 11. Oktober 1904. •• Personalien. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben den Bureaugehilfen Wilhelm Euler aus Heblos zum Kreisamtsgehilfen bei dem Kreisamt Worms und den Bureaugehilfen Friedrich Herling aus Seeheim zum Kreisamts- gehilfen bei dem Kreisamt Offenbach ernannt. — Der Köchin Margarethe Dechent in Flomborn wurde daS Allgemeine Ehrenzeichen mit ber Inschrift »Für treue Arbeit' verliehen. — LandeSuuiv ersität. Die „Darmß. Ztg.' verkünbet heute in ihrem amtlichen Teil, baß S. K. H. ber Großherzog ben Regierungsrat im Reicbsgesunbbeitsamt Dr. Kos sel jitm orbentlichen Professor in ber mebizinischen Fakultät, ins- beionbere für bas Fach ber Hygiene, unb zum Direktor bes hygienischen Instituts ber Lanbesuniversität ernannt, hat. '* Au' ber £) b ft * und Gartenbauausstellung in Düsseldorf würben an bie hessischen Aussteller 2350 Mk. Gelbpreise, 13 Mebaillen unb 4 Diplome verliehen. ** Aus dem Bureau des 46 Pf. ** Hessische Handwerker-Zentra l-Genossen- schaft. In ber letzten Aufsichtsrats- unb Vorstanbssitzung wurde mitgeteilt, baß es ber Genossenschaft vom 4. Juli bis 15 September, also in 2*/2 Monaten, gelungen sei, für 36151 Mark Maschinen zu verkaufen unb zwar: 14 ( 'eftro - t'Tcn von 2—5 PS., 2 Gasmotore zu 8 PS., 1 Tampjsparmotor von 12 PS., 30 Holzbearbeitungs- majchmcn unb eine größere Anzahl kleinerer Maschinen für von ben hiesigen Schweinemetzgermeistern bei ber Stabt be mortete er, glaubenb, nach ber Größe bes Ackers gefragt zu sein: .Von vier Meßen!* (Meßen ist ein Flächenmaß.) Oppen r ob, 11. Okt. Der gestrigen Mitteiliing über ben Bau einer hiesigen Wasserleitung wirb von nnbercr Seite entgegengehalten, baß im Ort nicht ein einziger Gemeinbe- brunnciHei unb baß e§ auch sonst für viele Ortseinwohner schwer sei sich mit Wasser zu versehen, inbem bie Privat- bient registriert zu werben, baß baS Faniilienstbeikommiß ber brunnen zum Teil von ihren Besitzern ber allgemeinen Ve- bis 1806 reichsunmittelbaren Familie ber Freiherren von Nutzung verschloßen gehalten würben. Zwei offene Brunnen, Riebesel zu Eifenbach burch Erwerbungen m der Gemar- bic benutzt werben können, befinben sich 200 Mtr. vom Dors ] fnmj Rublos jüngst vergrößert würbe. unb haben, ba ber Weg van bem einen bei ungünstigem ?---—--------------— Wetter schwer gangbar iß unb außerbem vom Ort Unreinlich- ücrttlifcbtCSe kciten lnncingchcn, wenig Wert. Die minderbemittelten Ein- « Bnscl, 10. Ott. 9(18 Ursache de8 Theater, wahner, di- sich mcht Mbit Brunnen Mafien fönnen haben brnnheg tüirb jct,t enfrocbcc qnn. g„be Fahrlässig, badet d,c Frage nach Besienmg der Wasierverhaltmsie de? ^-r Böswilligkeit bezeichnet. Es hat sich heraus- OrtS aufgeworfen. Wenn mcht^durch eme Wasserleitung, soll , b,e 3nfpe’ftionPn mangelhaft waren. Feuer- auf irgend eine Art für gutes AcintroaiKt gejorgt rocr "'' wehrmann Gysin, der die letzte Inspektion vorgenommen. K Bad-Nauheim, S. Okt. Der .teubau bet gamgtaq8 er66ngt. kathol, chen K.tche wurde ,m vorigen Wmter neben dem . ;Si§matct Qn berti Bahre seiner Gattin. Di- Zander,nst,tut begonnen und ist i-tzt schon b.8 gut Dachhüh- ^jchte über di- Herbert Bismarck bereitete Leichenfeier haben gediehen. Tas Gebäude «oll b.8 Somnier 1Sk)o vollendet ^ Ausgeber der „Zukunft", Sarden, an einen Zug fein und wird nach den Planen de8 Architekten Kuska im L.ben deS Vaters erinnert.' AIS in Varzin das gotischen St, -rbmü. DaS m.t der K.rche zusammenhängende an bcr Bahre Johanna? v. Bismarck gesprochen PsarrhauS ,|t un Rohbau fertig gesiillt. „ war, pflückte der Wittwer von einem der Trauerkränze eine (r.) Sberftabt, 10. Okt. Gin fcItencS Spiel ber roe^e N^se, griff nach Treßschkes fünftem Banb, ber bie Zeit Natur wurde, so schreibt man uns. dieser Tage hier aus- I Sriebrj(^ Wilhelm? des Vierten behandelt, und verlieh, nach- Ter"nelne"Bursche ist halbwüchsig und fein Schwänzchen, d-mi er des PfairerS Hand gedrückt hatte, das das er munter hin und her bewegt, ca. 1-/- Zentimeter lang, den Worten: „Der bringt mich vielleicht auf andere Gedanken lEin solches Ueberbleibfel aus ber seeligcn Kaulquappenzert * Heber eine Vergr f tung s-Af sare wird aus ist, glauben wir, garnicht so selten. D. Reb.) Grellingen (Bern. Jura) gemeldet: Vordrer Wochen strllte ÜN Dienstaa-Slbonnement. In der Freitag-Aiifftthnmg des -o- Nidda, 8. Okt. Wie bekannt, ist die Errichtung der einzige in Grellingen an^ssPe.Metzgermerst -alisman" w,rd wegen anhaltender Nnpählichkeit de? eines 9lerzteheimS, ähnlich wie das Lehrechcim bei^^Uem ""^nmale^^mÄer ^L^b^r^ürste^gew"öhnUchev^Art he^ Serrn Sandorff unser jiigendlicher Seid Herr Liittiohann d,c geplant. Die Platzfrage flt noch nicht entschieden. Wie ver- Mirste hatten, 'als sie aus bem Kessel tarnen, ein Rolle des Königs Aßolf spielen. Nach den Proben ist eme lautet kommen in Betracht yo chwa l b hauf en unö aö [djöueS appetitliches Aussehen und fcmben einen sehr guten hochintereffante Leistung zu erwarten. Salzhausen. Die letztgenannte Gemeinde hat liaj zur Der Hausknecht des benachbarten Gaßhauses erhielt C. Einem Hochstapler, ber sich vor einigen Tagen kostenlosen Stellung beS erforberlichen Baugelanbes bereit Keschenk bie erste Leberwnrst, noch sieoend heiß aus hier in der Stadt' einmietete, seine polizeilicke Anmeldung erklärt. dem Wurstkessel. Er verzehrte sie mit viel Appetit, ohne " SuSbilbunqSturiE sür SonbroertSmeiflei Lrntele für feine miereffantm AuSfühmngen den leüü'.fren . alle^auSmiUel^cmpabe""verl anb altere Gesellen, sog. Meisterkurse werben von ber Beifall ber Erschienenen, bte sich auf bie llufforberimg des gebens, sodaß man nach dem Arzt schickte; dieser kon- Großy. Zentralstelle für bie Gewerbe im kommenben Winter-! Vorsitzenben, Lanbtagsabgeorbneten unb Burgernieister Stöpler Datierte Vergiftung und ordnete die Ueberführung des Halbjahr in gleicher Weife wie in ben Vorjahren veranstaltet, zu Ehren des Reichstagsabgeorbneten von ben Sitzen erhoben, Erkrankten in bas Laufener Bezirksspital an. Die Wirk- Ein-' bei den Ortsgewerbevereinen veranstaltete Umfrage naeh nachbem ber Vorsihenbe bem Vortragenben in herzlichen ungen bes Giftes Nniren aber schon so weit vorgeschritten, --inem vorhanb"nen Bebürsnis zur Abhaltung eines Meister- Worten ben Dank ber Versammlung ausgesprochen hatte, daß Gegenmittel keinen Erfolg mehr hatten; nach zwei kurs-s sür irgend welchen handwerksmäßigen B-n,fsz,veig an Wi- wir erfahren, beabsichtigt Dr. Wallau noch an mehreren Tagen trat bcr Tob -in-m bis j-tzt noch nicht berücksichtigten Ort- hat bis jetzt Orten zu sprechen. “«»*? ta’ÄÄÄeM nur in einem Falle z» einem Ergebnis geführt. Es erscheint § SKSfctb, 8. Oft. Astern fand fiter un „D-ut,ch-nI gefunden.^ Bald horte man au» von allen Seiten nämlich geeignet, in Friedberg einen sechstägigen Meister- HauS" die diesiährige Kreis-Lehrer-Konferenz (teilt. ^cr Unwohlsein; überall zeigten sich kursus un Auffärben von Farbstoffen auf massive Hölzer, an Sie war von besonderer Bedeutung für die Lehrer des Kreises, dieselben Erscheniungen wie bei dem verstorbenen Knechte, welchen Scbremer, Glaser, Maler, Lackierer unb Weißbinber ba sich mit ihr bie Abschiedsfeier für ben nach Oppen- zweite Opfer der Wurstvergiftung war eine 40jährige teilnebmen formen, unter Leitung bes Vorstanbes ber Großh. heim berufenen Kreisfchulinspektor Mathes verbanb. Frau in Grellingen, bas britte ein 22jähriger Mann und! chemischen Prüfunas- unb Auskunftsstation für bie (bewerbe Um 11 Uhr eröffnete ber Vorsitzenbe, Kreisrat Dr. Melior, bas vierte ein 48 jähriger Mann von Blauen. Noch zahl- — ---- 1 ■ — » 1 reiche Erkrankungen werden von verschiedenen Seiten gemeldet, doch ist seit etwa Wochenftist kein Todesfall mehr gemeldet worden. Es ist auch noch nicht festgestellt, daß alle diese Erkrankungen auf den Genuß verdorbener Leber- murft Zurückzusühren sind. Die Sektion der Leichen konstatierte als Todesursache: Vergiftung. Sie war von einen! Basler und einem Berner Professor vorgenommen worden. Dagegen steht der Befund der chemischen Untersuchung über die vorhandenen Wurstwaren noch aus. Fachleute sagen, man stehe bei dieser Vergiftungsasfäre vor einem! Rätsel. Daß Leberwürste sehr rasch verderben, namentlich bei einem Witterungsumschlag, ist bekannt; warum aber die Würste schon verdorben aus dem Kessel kamen, darüber ist man sich nicht klar. Der vom Schicksal schwer betroffene Metzgermeister wird allgemein bedauert, da ihm niemand eine groß-fahrlässige Handlung zutraut. In der letzten! Woche wurden auf Verfügung der Gerichtsbehörde feine Schlächtereilokale geschlossen und er selbst wegen Kollifions- gefahr in das Laufener Bezirksgefängnis abgeführt. Auf ben Ausgang ber Untersuchung ist man im ganzen Birstal< V Hin. Tie ilfeier haben einen Zug Danin bas r9e'?n^^ • b§. Mtz. $Qft ner» ommiß der ifnen von kr Gernar- Theater» brlässig. 'ch heraus. • Feuer- [genommen. lchmitta^ ^eiherrn ®ler und b e in fn wohl, S"- Tie 1 außer " nämlich ' man sie Kops im ^n Der. 'Mä Niete h‘ Ter ’S "** wq 8,. = 31* !etl«tuns Und die 'm gleise waren mehrere Stunden gesperrt. Die durchgehenden Schnellzüge 5 und 11 von Hannover wurden über Magdeburg nach Berlin geleitet. Die Schuld trifft vermutlich den Lokomotivführer des Zuges 7215, welcher das auf Halt stehende Einfahrtssignal vor dem Bahnhof Groß-Möringen überfahren hat. Untersuchung ist eingelcitet. Zur Zeit deS Unfalles herrschte sehr starker Nebel. — Ein Personenzug und ein Güterzug der Missouri-Pacificbahn (Amerika) die aus entgegengesetzter Richtung kamen, stießen zusammen. 21 Personen wurden tot unter den Trümmern hervorgezogen, viele sind verletzt. * Kleine Tageschronik. In Wiesbaden erschoß der Schneidergehilfe Menze mit einem Revolver seine Frau, seine drei Kinder im Alter von zwei bis fünf Jahren und dann sich selbst. — In Landstuhl (Pfalz) erstach der Kaufmann sgehilse Qnzar seinen Bruder im Streit. Ter Täter wurde verhaftet. — Ter flüchtige Bordüne, der in Dürkheim a. H. die Büglerin Elise Köhler, mit der er ein Liebesverhältnis unterhielt, am Sonntag erschossen hat, ist in Ludwigshafen ergriffen worden. — Ter .Hauptinhaber der Kattun-Druckfabrik in Wien, Taussig, hat Selbstmord begangen. Ter zweite Gesellschafter der Firma, Otto Taussig, ist flüchtig geworden. Diese Vorgänge werden mit der sinanziellen Lage der Firma in Zusammenhalt gebracht. Tie Passiven sollen sich auf über eine Million Kronen belaufen. — In Rosenberg i. Westpr. wurde der Trirektor der Genossenschaftsschlächterei der vereinigten Landwirte, Sünder, auf Anordnung der Glbinger Staatsanwaltschaft verhaftet. — Auf den Höhen des Schwarzwaldes, der Vogesen sowie in Steiermark ist Schnee gefallen. — Auf dem großen Scheidegg im Berneroberland liegt der Schnee 40 Zentimeter, auf dem Eigergleöscher 60 Ztm. hoch. T«er Verkehr auf der Wengernalp-Bahn ist unterbrochen. In der Stadt Bern fiel Schnee. Vorgestern abend war in St. Gallen, in den Appenzeller-Alven und im ganzen Rheintal ein Schneegestöber, wie mitten im Winter. — Ein Krakauer Blatt meldet aus Kiew, daß betrunkene R eserv ist en ^en Obersten Lwow erschossen haben, weil er ihnen wegen Schießens auf weidendes Vieh einen Verweis erteilte. Ebenso fei der Oberst Wesiljow, welcher exzedierende Soldaten zurechtgewiesen habe, von diesen erschlagen worden. — Tie „Ostd. Volks?,tg." berichtet aus Stallupönen in Ostpr.: Tie Frau des KreiskÄssenrenbauten Fornaeon, welche seit einigen Tagen wegen Wahnanfällen bewacht wurde, stieß in einem unbewachten Augenblick ihren 2V? Jahre alten Sohn und ihr neugeborenes Töchterchen aus dem zweiten Stock des Hauses und sprang dann selbst nach. Tie beiden Kinder waren sofort tot, Frau Fornaeon ist schwer verletzt. — Tie Emdener Heringsflotte erlitt in dem letzten Tvnnerstagsturm schweren Schaden. Von 81 Fangschiffen kehrten an den beiden letzten Tagen bereits 26 ans den isländischen Fanggri'mden zurtick. Eie haben großen Verlust an Fangnetzen gehabt. T*/ Portugiesen. . . ° . 156 0. Türken . . . . Türkenloso...... 4% Griech. Monopol.-Anl. 41/. ?< anflserp- A rsrentijior Carl Lampert Restaurateur und Charkut 9°/o Mexikaner . . 'tVsVn Chinesen . . Electric. Schuckort . Nordd. Lloyd . . Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. DarmstSdter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelegee. Oesterr. Staatsbahn , Lombarden ... Gotthardhahn . . . Lanrahötte .... Bochum ..... H arpener .... Tendenz: schwach Oktober. . 29.30 . 90.30 . 101.90 . 89.50 . 101.65 . 89.60 . 100.00 059911 Gut erhalt. Fahrrad (Opel) biU. zu verk. Ntarktstr. 18. Reichsanleibe do. Konsols . do . . Hessen Oberhessen 900 Mr., str schwere zwischen 1200 und 1500 Mr. Bierl- brcmerpferde wurden mit 1800 bis 2000 Mk. bezahlt. Der Besuch von Käufern war gut, die Nachfrage rege. Won Luxuspferden wurde u. cu ein Paar Karossiers für 8000 Mk. nach Italien verkauft. Anr Sonntag war Preisreiten und Preissahren, heute, Diestag nachmittag, ist ^r:ofd)fenpret§» Ähren, für dl.as fünfzig Preise gestiftet sind. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 12. Oktober 1904: Trüb, zeitweise starkwindig, bei milderer Nacht tagsüber kühler, starke Regensälle. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. reg ent auf der Reise nach Notenburg in Kassel erkrankt sei, entbehrt jeder Begründung. Der Grafregent ist vollkommen gesund und gar nicht verreist. — Graf Leopold erklärte dem Korrespondenten der „Verl. Morgenpost" in einem Interview, daß er für den zweiten Teil des Kaiser-Telegramms keine Erklärung, ja nicht einmal irgend einen greifbaren Anhaltspunkt habe. Der Gedanke, das Telegramm für eine persönliche Verletzung zu halten, wäre ihm indeß nicht gekommen. Hätte er es als eine Kränkung aufgefaßt, so wäre das Telegramm, ohne daß es zu Jemandes Kenntnis gekommen wäre, vernichtet worden. Er habe die Aeußerung als eine Stellungnahme des Kaisers dem Lipper Lande gegenüber erblickt. Das sei Staatsangelegenheit. Auf die Frage, wie sich der Graf zu dem erneut anzurufenden Richterspruch stelle, erklärte er, daß ihm das Reichsgericht als das höchste deutsche Gericht das liebste Forum sei, aber auch hierin lasse er dem Bundesrat gern freie Hand. Zum Schluß sagte der Graf, daß es ihm leid täte, wenn im weiteren Fortgang der lippe- schen Thronfrage ein scharfes Wort fallen könnte gegen die höchste Pflicht aller Deutschen, gegen die Treue zum deutschen Reich. München, 11. Okt. Der Wettersturz, der plötzlich aufgetreten ist, erstreckt sich auf das ganze Alpengebict und brachte nach Regenstürmen reichen Schneefall. Aus den bayrischen Alpen, aus dem Algäu, aus Tirol und Salzburg werden heftige Schneefälle gemeldet. Die Temperatur ist auf 3 Grad unter Rull gesunken. Paris, 11. Okt. Die verhafteten vier Offiziere werden am 25. Okt. vor dem Pariser Kriegsgericht erscheinen. Es heißt, daß gegen den Rechnungsosfizier d' Autriche die Anklage wegen Fälschung und gegen den Oberleutnant KeriÄtssaal. Bochum, 10. Okt. In derAnsechtungsklage der D r e s d en e r Bank und Genossen qenen die Beschlüsse der Generalversammlung der „H i b e r n i a"-Gesellschaft vom 27. August 1904 vor dem Landgericht in Bochum roitrbe heute das Urteil gelallt. Die Anfecht- u n g s k l a g e wurde in allen Punkten z u r ü ck g e w i e s e n und die Kosten den Klägern, der Dresdener Bank und Genossen, auserlegt. Diese legten gegen das Urteil des Landgerichts Bern f u n g ein. Frische Eier "W 2 Stück 13 W, Sied-Eier v. St. 7 Psg., BogelSb. Land-Eier p. St. 8 Pfg., sowie pr. Vsgclsb. Laudbntter empfiehlt 05988 W. Ullrich, Schloßgasse 7. worden sei. Das Gerücht, daß der Graf . 119.90 . 104.70 . 210.30 . 192.10 . 141.80 . 154.80 . 161.10 . 139.00 . 17.80 . 189.00 . 250.50 . 213.70 . 216.00 Gröhe Metzelsuppe Nur eigene Fabrikation. Spezialität: Thüringer Wurst. Von heute ab: Jede Woche Metzelsuppe. Fay's ächte Sodener Mineral - Pastillen haben meinen, Katarrh wahrhaftig bis auf die letzte Spur verjagt! Man soll's nicht denken, wie viel die prächtigen Dinger nützen. Gestern konnte ich mit jedem Köter um die Wette bellen und heute? Brust, Hals — alles frei, der Magen in Ordnung! Von jetzt ab kommen mir Fay's Sodener nicht mehr aus der Tasche. 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Für die Ersatzwahl zum Reichstage im Wahlkreise Jerichow haben die Nationalliberalen Herrn vom Rath definitiv als ihren Kandidaten proklamiert. Detmold, 11. Okt. Im Landtage teilte Minister Gevekot mit, daß er vom Kaiser zur Einweihung des Kaiser Friedrich-Museums in Berlin eingeladen F RMktnrt a. SS., 11. OGGGGGGOQG Simonsbrot große, ca. 4-Pfund»Laibe 50 Pfg. immer frisch vorrätig bei 17867 L. Stern1' 33 aJl-KTeuheit en c In wundervoller Auswahl. Verlangen Sie Muster. Seiden-G-rieder-Zürich. Rollin und die Hauptleute Francois und Marechal die Anklage wegen Untreue erhoben werden wird. Von nationalistischer Seite wird behauptet, General Deffirier habe sich entschlossen, die vier Offiziere vor das Kriegsgericht zu stellen, um ihnen Gelegenheit zu geben, sich von bem Perdachte zu reinigen, der durch die nur mit dem unter dem verstorbenen Ministerpräsidenten Waldeck-Rousseau erlassenen Amncstiegesetze begründete Einstellung des Verfahrens an ihnen haften geblieben sein würde. Die vier Offiziere seien von der Entscheidung des Generals Dessirier sehr befriedigt, und ihre Freisprechung sei zweifellos. Moskau, 11. Okt. In der chemischen Fabrik von Ernans u. Co. tranken 6 Arbeiter aus einer Flasche eine Flüssigkeit, die sie für Branntwein hielten. Alle fünf starben! bald darauf unter entsetzlichen Qualen. Sie hatten Gift' getrunken. Consta ntine (Algier), 11. Okt. Der Bürgermeister der Ortschaft Robertville, Cranct, ist in der verflossenen Nacht, als er sein Haus betreten wolle, durch meuchlings abgefeuerte Flintenschüsse ermordet worden. Zwei Eingeborene wurden als mutmaßliche Mörder verhaftet. * Vom Kriege. Paris, 11. Okt. Dem „Echo de Paris" wird aus Petersburg telegraphiert, daß die Baltische Flotte tinx nächsten Freitag von Libau ab segeln werde. Tschifu, 10. Okt. In der Nacht zum 8. ds. hat vor Port Arthur ein heftiges Gefecht stattgefunden, das wohl das heftigste seit dem allgemeinen Angriff war. Die Japaner hatten Truppen bei Takhi gelandet. Die Russen mußten den überlegenen Truppen der Japaner weiche n. Trotzdem wurden die Japaner von der russischen Artillerie an diesem Tage zurückgeworsen. Es gelang der russischen Artillerie, ein Geschütz zu zer- stören, das die Japaner bereits schußfertig ausgestellt hatten. Die Japaner bombardieren Port Arthur täglich, 3 bis 4 Stunden lang. London, 11. Okt. Eine von Bansianutze vorgenommene russische Rekognoszierung zeigte, daß die Japaner es unterlassen haben, Hügel zu besetzen, von welchen alle japanischen Verschanzungen bestrichen werden können. Sobald Mischtschenkos Bericht im Hauptquartier Kuropatkins eintraf, wurde Befehl zum Vormarsch gegeben. Kuropatkins Hauptziel war, diese Hügel zu besetzen. Dies gelang am 9. Oktober. Gleichzeitig begannen die Opercv- Honen, um den rechten Flügel der Japanefr zu umgehen. Die Japaner bemerkten jedoch die Gefahr und gaben die Verschanzungen alsbald auf. Dann gingen die Russen auf Bantsiaputse vor, aber die Japaner waren bereits zurückgegangen, sodaß nur ein Kampf mit der Rückendeckung stattfand. Die russischen Verluste sind gering. Die Russen befesHgen die eroberte Linie. Petersburg, 11. Okt. Der russische Vorm ar sch umrde gestern von der Linie Sinminting-Mukden-Funschun-< Pentan (am Hun-Fluß) aus in breiter Form^ angetreten. Die Kosaken-Divisionen Rennenkamp, Samsonow und Misch- tschenko sowie die auf dem äußersten rechten Flügel befindliche Reiterbrigade Orbeliani marschieren ebenfalls in breiter Front vor!d!er Armee. Vor diesem Reiter-Geschwader wich-., die japanische Kavallerie auf der ganzen Linie aus. Der japanische Widerstand war bisher unerheblich. Hier verlautet, daß der Vormarsch auf direkten Befehl des Zaren erfolgt sei. Der frühere Generalstabsckwf iwd jetzige Kriegsminister Sacharow, soll den Entschluß des Zaren gutgeheißen haben, desgleichen^ Mexejew. Letzterer ist auch zur Front abgegangen. Eine frische Sendung Knorr’s Hafermehl Haferflocken b7/10 Grünkernmehl Gerstenmehl Reismehl ist ejngetroffen. II. E. Jughnrdt Marktplatz 15. Frisch iM MWÜ täglichen Gebrauch der ärztlich empfohlenen und viel nlfaaaifa tausendfach bewährten J11 UvlllliJüllve Vom amerikanischen Petrolenmmarkt. 1 Newyork, 8. Okt. Tie Petroleumpreise haben während der letzten acht Tage keine Veränderung erfahren; aber cs sind inzwischen unter den Petroleumproduzenten Hoffnungen auf eine weitere Erhöhung getreten. Tie unmittelbare Veranlassung dazu lieferte die Kunde von der Beendigung des großen Petroleumkrieges zwischen den hiesigen und den englischen Gesellschaften. Man behauptet, die englischen Gesellschaften wären bei dem Mkommen am besten weggekommen. Vorläufig wurde die Meldung noch nicht offiziell bestätigt, aber wenn sie auf Tatsachen beruhte, würden die bemerkenswerten Unterbietungen zwischen den beiden Konkurrenten mm ihr Ende erreicht haben, und eine Preissteigerung auf dem Weltmarkt unfehlbar folgen. IN Texas geht die Produktion zurück, indes die Wlieferungen steigen. Eredit Balances at Oil City notieren wie vor acht Tagen 1.56 Toll., während Standard White (70 Proz. raffiniert) hier 7.95 Doll, und in Philadelphia 7.90 Doll, gelten. Petroleum in Fässern behauptete sich auf 10.56 Doll., und der Frachtsatz für Verschiffiingen nach Europa beträgt 1 Sh. 9 D. bis 2 Sh. 6 D. per Barrel. k yefplvchrn ’rfrönK fine der dir Zeit •rfieg, (immer mit ßkWrn.* wirb ans tien /teilte meister , M her. MM, ein . sehr guten wfes erhielt tb beiß aus ppetit ohne ie verdorben eibschmerzen jt& batte die ermrste be* rzen wandte "aber W dies» W L Tie otfltfdteW ncd) M rff ein ®/?r . fatttn w- tbi stärkt len Sei^ -•qten ftch •n ^rechte, e lOiäW Hoch # Seiten Mall c* Ä r.s ZS ttf'N „ ft (t w en Verbandes der Branntwein-Interessenten, der gegen die Politik des Spiritusringes energisch vorgehen soll. Den Anstoß zu diesem Zusammenschluß hat nach der „Nordd. Ztg." das Verhalten des Spiritusringes im laufenden Jahre gegeben. Im Februar d. I. hat die Zentrale nach einer bereits im Dezember erfolgten, 6 Mk. betragenden Erhöhung die Spritpreise um weitere 3 Mk. pro Hektoliter gesteigert, ohne daß irgend welche Preisveränderung für Roh-Spiritus dazu Anlaß gab. Als nun kürzlich im Sey^mber die landwirtschaftlichen Spirrtnsbrennereien im Spirivisring einen um 5 Mk. Pro Hektoliter höheren Abschlags- Preis fÄr Roh-Spiritus durchsetzten, erhöhte die Zentrale die Forderung für Konsumsprit nicht um die Differenz von 3 und 5 Mk., sondern wiederum um 5 Mk. pro Hektoliter, sodaß augeir- blicklich der Preisstand für versteuerte Ware mit 140 Mk. pro Hektoliter eine bis jetzt im Spiritusgeschäft noch nie dagewesene Höhe erreicht hat. T>er Minderertrag der diesjäbriaen Kartoffelernte, welcher, nach neueren Berichten aus den verschiedensten Gegenden, nicht so groß sein soll, wie anfangs befürchtet wurde, rechtfertigt derartige Spritpreise nichts wesentlich schlechtere Jahreserträge brachten bedeutend niedrigere ^piritns- notierungen. Auch gab die Zentrale bis heute noch keinerlei Terminpreise hercrus, sodaß der Vrcnrntweinhandel, der srch stets im Herbst nach der Ernte, ft'tr Monate hinaus zu versorgen pflegt, schwer beeinträckstigt wird. Märkte. Gießen, 11. Okt. Marktbericht. Aul heutigem Wochenmarkt .kosteten: Butter pr. Pid. 1.05—1.15 Mk., Hühnereier 1 St.7—8Mg. 2 Stck. 15—00 Pfg., Gänseeier 00—00 Pfg., Enteneier 7—0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf.,' Käsematte 2 Stck. 5—6 Pfg. Erbsen vr. Liter 21 Psg., Linien vr. Liter 32 Pfg., Taubenvr.PaarO,80-0,90 Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk., Enten pr. Stuck 1,80—2,20 Mk., Gänse vr. Psd. 58—60 Pfg., Ochsenfleisch vr. Pfund 00-80 Pfg., Kuh- und Rindfleisch pr. Pfund 62-68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. P und 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 300 Kqr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 10-15 Psg., per Zentner 2.50—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepsel per Zentner 4 bis 7 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 15-30 Pfg. Zwetschen per Zentner 2.40-3.00 Ntk. Birnen per Zentner 6 bis — Mk. Marktzeit 8—2 Uhr. Frankfurter Herbstpferde markt. Der erste Tag des Marktes ließ sich recht gut an. Bei schönem Wetter waren 800 Pferde auf dem offenen Platz angetrieben; 600 standen in den Bereinsstallung-en. Hauptsächlich in leichten Arbeitspferden mittleren Schlags ist da^ Angebot stark. Dre Preise bewegten sich für leichte Pferde zwischen 700 und 7877 Julius Schulze, Kreuzplatz. Normal-Hemden Unter-Jacken und -Hosen Handschuhe Strümpfe und Socken empfiehlt billigst Herr Jacob Kah Privatier sanft entschlafen ist gestern abend 8 Uhr Die tieftrauernden Hinterbliebenen 7887 Giessen, Lollar, Frankfurt a. M., Grossen-Linden, den 11. Oktober 1904. Die Beerdigung findet Mittwoch den 12. Oktober, nachmittags 4*/2 Uhr, von der Kapelle des alten Friedhofes aus statt. Neustadt 45. vermieten. 7647 Lu 7825j Heinrich SPieS, Diezslr. 10. u5764| Möbliertes Zimmer zu vermieten Bleichstraste 81, III. (Liu selbständiger 05945 MchrSeiinio^llilg j 7247________Bahnhofstr V Zimmer Bahnhofstraste 61. 7885 gesucht. 3 Zimmer zur 7761 gejucht. 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