Nr. 187 General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen * I bie Wertgebühren, auf deren System nicht nur | erforderlich erachtet. Allerdings scheint durch die Be- I die Reichsgebührenordnungen sondern auch die meisten Landes-1 gründung der Regierungsvorlaae durchzub licken, daß für Erscheint »SgNch mit Ausnahme de« Sonntag«. Die „Gießener tfamilknblatter* werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der «hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. gesetzlichen Gebührenordnungen beruhen. Nicht immer aber wird die Wertgebühr den Notar richtig bezahlt machen können, wenn er besonders Zeit und Mühe auf das Geschäft verwenden mußte. Dahin gehören vor allem diejenigen Geschäfte, zu deren Beurkundung längere Verhandlungen mit den Beteiligten notwendig sind. Hier erschien die Zeitgebühr angebracht. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sch«, Universttatsdruckerei. 5L Lange, Gieß«. Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.K. Tel. Nr. 5L Telegr.-Adr. i Anzeiger Gießen Knlwurf eürer Keöüyrenordnug für die Hroßh. Yotare. (Original-Artikel des „Gieß. Anz.") Unter diesem Titel ist von der Regierung ein Entwurf emgebracht worden, dessen eingehende Begründung vor aüeni in mancher Beziehung Beachtung verdient. Z. Zt. besteht bei uns eine Gebührenordnung in Kraft vom 29. November 1899, welche notwendig geworden war, als die Einrichtung deS Notariates nicht nur auf Rheinhessen beschränkt blieb, sondern auch auf Oberhessen und Starkenburg ausgedehnt wurde. Dies war eine notwendige Folge der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches, welches der gerichtlichen Beurkundung die notarielle Beurkundung ebenbürtig zur Seite stellte. Hieraus mußte sich aber von vornherein ergeben, daß die Kosten für beide Arten von Beurkundungen möglichst gleiche sein müßten. Daher wird auch nach dem Gesetz über den Urkundenstempel bei stempelpflichtigen Geschäften, die durch einen Notar vorgenommen werden können, seitens des Gerichts ein Stempelzuschlag in Höhe der Notariatsgebühr erhoben. Hier ist der Zuschlag Staatseinnahme, bei dem Notar ein Aequivalent für den fehlenden festen Gehalt. Daher mußte man auch daraus achten, daß in solcher Weise den Notaren eine derartige Einnahme gesichert würde, die sie wirtschaftlich unabhängig zu machen geeignet wäre. Trotzdem bleiben bei uns die Gebührensätze teilweise wesentlich hinter denen anderer Bundesstaaten zurück; das war als erforderlich notwendig, well sich bei uns das Notarsat nn größten Teile des Landes erst embürgern mußte. Mäßige Sätze mußten daher dieser Neueinrichtung von vorn herein eine größere Beliebtheit sichern. Ferner ließ man hierbei nicht außer Acht, daß diese Gebühren nicht notwendig die einzige Einnahmequelle dieser Beamten zu sein brauchten, .da ja auch Rechtsanwälte zu Notaren ernannt werden konnten, wie eS in den rechtsrheinischen Provinzen allgemein geschehen ist. Sowohl die früher in Rheinhessen geltende Gebührenordnung von 1827 kannte kein einheitliches System der Wert- bemeffung, wie es auch die Gebührenordnung von 1899 nicht hat. Drei Grundsätze sind maßgebend: Wertgebühr, Zeitgebühr und feste Gebühr. Den Hauptbestandtell bilden Eine etwas eingreifende Aenderrmg hat der Art. 6, welcher die Grundlage für die Berechnung der Wertgebühren enthält, erfahren. Hier sind die sieben elftes Wertstufeu anders gegliedert worden, so daß innerhE derselben, also bis zu 900 Mark eine Verbilligung ein- getreten ist. Seither stimmte die Wertberechnung mit der in Preußen geltenden überein bis zum Betrage von 40 000 Mk. Nachher ist Hessen etwas teurer wie Preußen. Dies hat seines guten Grunds Einmal haben die rheinhessischen Notare durch diese Wertberechnung, die hinter der von 1827 erheblich zurückbleibt, sowieso schon eine Einbuße erlitten, so daß ihnen füglich durch weitere Verbilligung eine fernere Einbuße nicht zugemutet werden kann; zum anderen sind in Preußen, ebenso auch in Bayern, die Notare dadurch besser gestellt, daß der Kreis derjenigen Geschäfte, welche der erflllassigen Gebühr unterworfen ist. ein weit größerer ist, als bei uns in Hessen. Es sei nur darauf hingewiesen, die volle Gebühr nach tz 4 der preuß. Geb.-Ordg. und nach § 33 M preuß. Gerichts-Kost.-Ges. der Hälfte der vollen Gebühr nach § 6 unserer Verordnung von ld99 entspricht. Wo die hessische Verordnung von der vollen Gebühr ^spricht, reden die; preußischen Gebührengesetze vom Zweifachen der volle« Gebühr. Ein Ausgleich war bei uns aber auch erforderlich durch die bereits erwähnte Herabsetzung in den «tefcereg' „ Regierungsvorlaae durchzublicken, daß für etne spatere Zeit sich die teilweise Erhöhung der Gebühren empfehlen würde, wenn eben manche Vorurteile, mit denen man vielfach dem Notariat begegne, beseitigt wären. Ob dies erforderlich sein dürste, mag dahingestellt bleiben. Es ist doch wohl die Annahme berechtigt, daß uch hiaer die „Masse", wie so ost im Geschästsleben, den notwendigen Ausgleich herzustellen vermag. Manche Bestimmungen mußten aus der bestehenden Gebührenordnung um deswillen jetzt ausscheiden, weil sie nur für die Uebergangszeit beim Inkrafttreten des Bürger!. Gesetzbuches, bezw. nur bis zum Schlüsse des Jahres 1902 verordnet waren. Als Mindestgebühr ist auch jetzt wieder 1 Mark beibehalten worden, dies entspricht den Grundsätze«: der Gebührenordnung für Rechtsanwälte und ist sicher* lich auch angebracht. In Preußen beträgt dagegen' die Mindestgebühr 1.50 Mark. Für solche Geschäfte aber, bei denen der Notar seine eigene Schaffenskraft nicht aufzuwenden braucht, wo es nur eine Tatsache oder Willenserklärung zu beglaubigen gllt, ist eine feste Gebühr am Platze. ' i Diesem Umstande suchte die Gebühren-Ordnung von 1899 gerecht zu werden und gerade schlechte Erfahrungen sind mit ihr nicht gemacht worden. Zu der Kürze der Zeit kommt hinzu, daß die Grundbücher noch nicht allgemein angelegt sind, mithin auch die Gleichberechtigung der Notare und Amtsgerichte noch nicht vollständig zur Geltung kommen konnte. Das spricht jedenfalls zu Gunsten der bestehenden Gebühren-Ordnung, daß in Rheinhessen die Inanspruchnahme das Notariats nicht wesentlich zurückgegangen, dagegen in den beiden anderen Provinzen bedeutend vorgeschritten ist. In diesem, die bestehende Gebühren-Ordnung gutheißenden Sinne haben sich auch die Landgerichtspräsidenten, sowie die Notarskammer geäußert. An Beschwerden von sachkundiger Seite hat es allerdings bis jetzt auch nicht gefehlt; namentlich wurde gerügt, daß die Sätze teilweise zu niedrig seien und den No- tar für seine Tätigkeit nicht genügend bezahlt machten. Es steht richtig, daß unsere Gebührensätze wie erwähnt teilweise hinter den anderer Bundesstaaten zurückbleiben, daß sie eben das Mindestm aß dessen darstellen, was gefordert werden kann, aber trotzdem tonnte sich die Regierung nicht entschließen, in eine Erhöhung der Gebühren einzuwilligen, denn die Einrichtung des Notariates soll, nicht nur für reiche Leute, sondern auch für minder Bemittelte geschaffen sein. Die Regierung hat daher auch bei dem Entwürfe die seitherige Basis nicht verlassen und nur wenige Aen- derungen, die teilweise nur redaktioneller Art sind, für 134. Jahrgang Donnerstag 11. August 1904 Gießener Anzeiger 3- v » 2 cd 3 s s CR. OT3 3 Sä ÖB 3 2. 3 «B o —• Ö*CD ro P: cd t-i ® 5 » Ö H 5 S 5 2® «5 : 3 er «e «u . ro CO V 5 ff« 5 ^3 D HS 3 3 £5 ' en ’3 rt> 2- sET> cd fäl 3 ty en S1 o" ** *3 -5, (Si er ',T- ro er 5 £5 ff £ d ücD P 3 'o 3 3 3 3 2 CD 3 d CP 4* S rt> — 93s-?S ? v 3 ff Ö3 stT'S' O" C6 7» H 3 r< n> 3 & CB o ff <^-cd uo er C3Ö 58 p 0-3 * Bi 3 er H ff

cd 2 3 p 3 CD K Qi* r* Ssf'ß O E 3 öp 3 & ^3^3 PJ. 3 ff' Bit p 3 <$B ff" 3 (=R o §-P ®§ Z (V) <&Sff S 3 - S s ss P» p g n Cü r. v4. r* »3,3 & ff s ’tsi r> ff W- p A.ZCP er _ cd ^t-'cp <-j -«'’S3 Z # Z 5«. r» 53 £ O n’ ra" -j re Ci- ro 3 5 E *3 PCO o P 3 3 ec er ß ^*x&co ff E ■ff er^ " <3T 3 M " Ft n*3 3 ff 3 ä »-2;^ hy O; CI P 68 en _3gä -- s 3 ro rt _____ CD CD 3 K3 'v .. S ö Z ^33 5 Seo 2 ” 5'*5 ~ ff i * Or» Sx 5* g'd,®3 2* ä " 2-2.« ® l$v 9 ,3 3 «ü 2« 5 » Q: £ § 3’3 2*3 Pro O ro 3 3 P CD ™ . o Z 3 erg 3 «CD cd 3 CD — ro Z g -r 3 3 3—.^, Ö-Q 8 n tC M P: S Sertflaffrn Hier foimnen wir nun amiährcnd mit den Einern zum '2lnM gebrachten Gebühren überein. linier binnugen Geschäfte, für welche dem Notar die ov(Ie Gebühr zmteyl, sind nun auch die TeilungS- vertrage in' AU. 7 pof. 5 auftzenommen worden, weil sich eben bei foldycn Vertrügen die Tätigkeit deS Notars gewe nlich nicht auf die Beurkundung allein be- särräukr. sondern weil er meisten- erst die Uebereinstimm- ung der Beteiligten durch mühevolle Verhandlungen her- beisükren mutz. Demgegenüber darf man die Uebcrhag* ung einer lwpolbekarisch gesicherten Forderung oder einer e^rrindschuld oder Rentenschuld als verhültni-mätzig einfache Gesclräfte. zumal sie meisten- mit anderen gebüb* renpflichtigen Geschäften verbunden sind, ansehen, sodaß dafür — wie auch neu in Art. 7 bestimmt ist — fünf Hehnteile der vollen Gebühr angebracht erscheinen. Die gleiche Gebühr will man nun auch für die Errichtung von Inventaren und Vcniwgensvcrzeichnissen zur Anwendung bringen, während bisher diese Gebühren „nach Heil" berechnet wurden. Darin lag oft eine .Härte bei geringen VermögenSmassen. Man will durch die ^ibillig- ung mehr und mehr die private, meist sehr unvoll- Folinnene, Errichtung außer Anwendung kommen lassen, außerdem große VermögenSmassen ev. etwas stärker belasten, weil dabei auch die Verantwortlichkeit des Notars eine größere ist. Tie Gebühr soll daher auch nach dem Werte der verzeichneten Aktivmasse ohne Abzug _bcr Schulden berechnet werden. Schluß folgt. ynlitifdir Tagesschau. Ter Hereiasall des „Vorwärts". Von allen Seiten bekommt nun der .Vorwärts" zu hören, daß er mit seiner so großartig inszenierten Enthüllung über eme angebliche Verschlechterung deö Re.chStagSwahlrechtS gründlich blamiert dasteht. Nachdem die ,(Sermünia' flipp unb klar geschrieben hatte, daß kein Zentrumsführer, auch der Abg. Spahn nicht, au den vom .Vorwärts' behaupteten Geheimbesprechungen teilgcnommen, mußte daS sozialdemokratische Parteiorgan notgedrungen den Rückzug antreten. Em förmlicher Widerruf war freilich nicht zu erwarten, denn dergleichen widerstrebt dem Selbstbewußlsein deS .Vorwärts' und wäre außerdem geeignet, den Kredit bei den Parteigenossen zu schmälern. Amüsant aber ist, wie sich der /Vor- wüNL' aus der Affäre zu ziehen sucht. Ta jagt er mit nicht Übel gespielter Unbefangenheit: »Es war von erheblicher Wichtigkeit, möglichste Klarheit zu schaffen, wie ireit die Zettelungen der Wahlrechtsfernoe gediehen sind.' Tie Zette- Lungen sind eben überhaupt nicht gediehen, daß ist der Humor an der Sache. Tas Vüd einer großen Anti-Wahlrecht- Verschwörung, und zwar unter Beteiligung der preußischen Regierung, hatte der.Vorwärts' vor der staunenden Cefnnt- lichkeit entrollt. Nichts weiter ist von dem ganzen Schauer- gemälde übrig, als eme (Gruppe von Mannern der Rechten, Sie man längst kennt als Befürworter einer WahliechiS- abänderung, und die auch aus ihrem Herzen feine Mördergrube machen. Die Beteiligung der Regierung^ erwähnt der „Vorwärts^ überhaupt nicht mehr. Mit der .Sensation' für den Parteitag ist es also nichts. * Die türkisch amerikanische Differenz. Zwischen Konstantinopel und Washington macht sich, infolge der langwierigen, bisher aber resultatlos gebliebenen Auseinandersetzungen über das Verlangen der UnionSregiening nach moralischer und materieller Genugtuung für die Schädigung amerikanischer Schutzbefohlener in Armenien und anderen Gebieten der asiatischen Türkei eine zunehmende Spannung geltend. Zumeist handelt es sich ivohl um Miffionäre, Schulen und Wohltätigkeitsanstalten, auch wegen eines angeblichen Angriffs auf den Leiter des amerikanischen Konsulats in Smyrna waren von Washington aus Reklamationen erhoben worden. AuS den Kreisen der amerikanischen Gesandtschaft in Konstantinopel verlautet nun, daß, nachdem die im Pildiz-K.oök und bei der Pforte unternommenen Schritte zur Lösung der schwebenden Fragen, ungeachtet zahlreicher Versprechungen von türkischer Seite, bisher ergebnislos geblieben seien, nunmehr der amerikanische Gesandte Leishmann die weitere Verfolgung der Angelegenheit eingestellt habe. Seit Donnerstag werde über diese Tinge zwischen der Pforte und dem Staatssekretär Hay direkt ver- handelt. In türkischen Kreisen wird dagegen behauptet, daß, nach oerfd)tebenen Anzeichen zu urteilen, die armenische Bewegung ui den VilajetS BitkiS und Erzernm, die der Worte jo viele Ungelegenbeiten verursacht, von amerikanischer Seite unter der Hand unterstützt werde. Das amerikanische Europa- Gejchivader hat die Weisung erhalten, sich nach Smyrna zu begeben. yhii)l und Jniiö. (Sieben, den 11. August 1904. •• Ta® Großh. Regierungsblatt (Beil. 9lr. 23) enthalt: 1) Bekanntmachung, die Ausführung der Verordnung vom 17. Ianuai 1900 über die Bildung einer Mmifterial- obteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe im Ministerium des Innern betreffend. 2) Ueberficht der für das EtatSiahr 1904 genehmigten Umlagen zur Bestreitung dea Kominunalbedürfniffe in der Stadt Friedberg. 3) Ordensverleihungen. 4) Aufgabe der Zulaffung zur Rechtsanwalt- id)QfL 5) Tienstnachrichten. 6) Konkurrenz-Eröffnungen. 7) Sterbefälle, b) Berichtigung. — Unbe(teilbare Postsendungen. Wie wir erführen , lagern bei der Kaiserlichen Ober-Postdiiektion in Taini'tadl folgende Sendungen, deren Absender vielleicht zu unseren Le'ein zählen, als unbestellbar: Postanweisungsbetrag von io -if. 23 Pf. vom 3. September 1902 aus Bad- Nauheim nach Nonvich. Absender und Empfänger nicht ermittelt; Anweisung in Verlust geraten. — Gewöhn!. Brie mit Damenring auß Gießen (Bahnpost Kaffe!—Frankfurt Zug 780) an Frieda Jansen in Frankfurt a. M. vom 5. Januar 1904. Gewöhn!. Paket auß Gießen an Alban ü. d. Mosel in Kaffe! (Hauptpost!, oom 11. Novbr. 1903. Nachnahme-Paket auß Gießen an Karl Wittwe (Gustav Uhde) in Osterode (Harz) vom 29. Oktober 1903. — Die zur Empfangnahme der Gegenstände Berechtigten müssen sich binnen 4 Wochen bei der Ober-Postdirektion melden, wldrigen- allS die Postanweisungsbeträge und die in den Sendungen enthaltenen ober durch Versteigerung deS Inhalts erlösten Geldbeträge der Post-UnterstützungSkasse übcriDiejen, die Briefe aber vernichtet werden. •• Die Quartiere für unsere zu erwartende Ein- quarticrimg stehen bis auf 250 für Gemeine zur Verfügung. An Guarticrßebcrn für Offiziere ist sogar Ueberfluß vorhanden. Man hofft tedoch, da sich täglich noch Bürger melden, welche Einquartieriing nehmen wollen, die ganze Mannschaft bequem in der von der Stadtoerordneten-Versamnilung gewünschten Weise unterzubrmgen, ohne daß man dazu greifen muß, die Schulen oder Turnhallen für Maffenquartiere städtischerseits herzugeben, was allerdings seine Unzuträglichkeiten haben würde. Falls ivirklich außer den bisher angesagten Truppen weitere 3500 Rlann für eine oder zwei Rächte nach Gießen gelegt würden, wovon aber amtlich noch nichts bekannt ist, hofft man sich in einer oder der anderen Art ebenfalls helfen zu können. Frankfurt, 10. Ang. Der Bericht des Elektrizität»- und Bahnamts über den Erwerb des Frankfurt-Offen- bacher Tram bahnunterne hmenS liegt nun gedruckt vor. Er besagt nach der ,HL Pr.': Die der Frankfurt- Offenbacher Trambahngesellschaft in Preußen und Heffen erteilten Konzessionen zum Betriebe der elektrischen Straßenbahn Frankfurt a. M.-Offenbach erlöschen im Jahre 1 9 0 8. Tie Gesellschaft beantragte daher bereits vor längerer Zeit bei beiden beteiligten Regierungen eine Verlängerung dieser Konzessionen. Sowohl die Stadt Frankfurt a. M. wie die Stadt Offenbach erhoben Einspruch und führten aus, daß ev im Jntereffe beider Städte liege, wenn die in ihren Gebieten bestndlichen Kleinbahnen nicht von Prwat- gcsellschaften, sondern von den beiden Gemeinden selbst betrieben würden. In einer vom Regierungspräsidenten zu Wiesbaden herbelgesührten Besprechung dieser Angelegenheit wurde das Ergebnis, daß die Vertreter deS Unternehmens daS Bahnunternehmen zu folgenden Bedingungen an» bieten und daß sie sich an dieses Angebot bis zum 1. Oktober d. I. gebunden erachten. AIS Kaufpreis bezahlt die Stadt 4 15000 9)1 L bar zuzüglich 4 Prozent Zinsen vom 1. Juli d. Is. ab und einen Betrag von 10 000 M. aU Entschädigung für den AufsichtSrat. Die Vorräte an Materialien (Kohlen, Cel, Kabel, Werkstattsmaterialien usw.) werden mit übernommen und auf Grund der am 30. Ium ooizunehmenden Feststellungen nach ihrem tatsächlichen Werte unter Zugrundelegung der Selbstkosten besonders vergütet. Heute morgen ereignete sich v.dcrS ottgüiei s ($) I ununlinti 11 rt a. bedangt sich Offenbach am BahnunLer- d. Js. ab gegen Uebernahme der Gesellschaft zu zahlenden Rheinisches Technikum Bingen für Maschinenbau und Elektrotechnik/* umbaut. Voraussichtlich wird nehmen bereits vom 1. Juli eines angemessenen Teils des Kaufpreises beteiligen. Wiesbaden, 10. Aug. 4S Der Verkauf erfolgt mit Wirkung vom 1. Juli d. Js. ab, so daß der Betrieb von diesem Tage ab für Rechnung der Stadt geht. Unter Zugrundelegung dieser Bedingungen wurde der Vertrag mit dem Vorstande der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Stadtverordneten-Versanimlung einerseits und durch die Generalversammlung der Aktionäre der Gesellschaft andererseits abgeschlossen. Ueber die künftige Gestaltung des Bahnunternehmens mit Vertretern der Stadt Offenbach haben vorläufige Verhandlungen stattgefunden, in denen in Aussicht genommen wurde, den Umbau der Bahn und die künftige Betriebssührung gemeinsam zu bewirken, derart, daß Frankfiirt die preußische, Offenbach die hessische Strecke " c tm Neubau des Hotels „Gmgel und Schwan" ein schwerer Unglücksfall. Der Monteur Derndthäuser aus Geisenheim, in der elektrotechnischen Fabrik von C. Theod. Wagner hier angestellt, stürzte dre: Stockwerke herunter so unglücklich auf das Genick, daß der Tod sofort eintrat. Der Verunglückte war erst 33 Jahre alt. Er hinterläßt eine Frau und zwei kleine Kinder. Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Weisenau bet Mainz machte sich gestern nacht ein Braubursche den Scherz, seinen Kollegen im Schlaf zu kitzeln. Dieser erschrack darüber so sehr, daß ihm eine Ader platzte und der Tod sofort eintrat. Gießen, 11. Aug. Verschiedene Bewohner der EisenbahmArbctterwohnungen in der Crodnerstraße möchten doch gern einmal unffcn, warum der Kehricht »vagen nicht auch durch diese Straße fährt und den Müll mitnimutt, welcher dort ausgestellt wird. Wir Bewohner haben i_a zwar Müllgruben vor der Lür, aber »vir sehen nicht ein, buB »vir diese alle vier Wocl-en auSleeren lassen müssen, auf unsere Kosten. Bor etwa einem halben Jahre wurde, da vor unseren Häusern angefangcn würbe zu bauen, für die Ar beiter ein Abort in der Nähe, etwa 20 Meter von unseren Fenstern entfernt, aufgeschlagen, lvelcher seither bei der Hitze sehr üble Gerüche v uÄvarf. .Jetzt haben die Maurer einen zweiten Abort dahin gestellt, »velcher nur 10 Meter von unseren Fenstern entfernt ist. Mir bitten, daß diese beiden Mißstände bald bo- seitigt wenden. Mehrere Bewohner der Eisc iühüj n-Ärbeiterw ohnu ngen. Gießen, 11. Aug. Gr. Polizciamt nnirbc ein gutes Werk tun, wenn eö dem gänzlich zwecklosen übermäßigen Peitschenknallen vieler Fuhrleute Schranken setzen »vvllte. Meteorologische Beovachruugen _________der Station Gießen. Lstr. 1,269,328) gegen 299,913 Unzen (Lstr. 1,273,949) hn Juni me Goldausbeute der Minen der Außendistrikte 9,015 Unzen (Lstr. 38,293) gegen 8,306 Unzen (Lstr. 35,283' im Juni. — Die Zahl der den Mmeu zugeteilten Arbeiter betrug 4683, dagegen schieden aus 6246, sodaß per Saldo 67,294 Arberter beschäftigt waren. De« Enenbahnen wurden 380 Arbeiter zugetellt. Ende Juli wäre» 1384 Ehmesen beschäftigt. r ~ ?.c r * ^0. Aug. Wolffs Telegr.-Bureau meldet: Wie von zuständiger Selle mitgeteilt wird, beruhen die in Börsenblättern enthaltenen Gerüchte, nach denen der Staat außer dem Unternehmen der Bergwerksgesellschaft Hibernia noch andere ausgedehnte Kohlenfelder zu erwerben beabsichtige, aus grundloser Erfindung Markte. § Schotten 10. Aug. Bon Montag bis heute fand unseL weit und breit bekannter „S o mm er m ar kt" statt, und schon, am Sonntag stellten sich Händler mit Vieh aus der Ferne per Bahn ein. Tie ganze Nacht von Sonn- auf Montag kamen Pferde- und Rindviehtransporte. Um 6 Uhr begann der Auftrieb und dauerte infolge der tierürztliä)en Umersucyung nahezu drei Stunden. Der Markt war anfangs flott und es kosteten 4 Monate alte Fohlen 200 Mk., dreijährige Stiere 650—700 Mk., zwei-, jährige Tiere dieser Art 400—450 Mk., Kühe etwa 300 Mk., Zuchtkälber 140 Mk., Bullenkälber, etwa 6 Monate alt, 190 bis 200 Mk. Gegen Ende des Marktes sanken die Preise ungemein. Gegen voriges Jahr »paren etwa 1000 Stück Vieh weniger aufgetrieben. .Der Schweinemarkt am Dienstag war gut befahren, jedoch die Preise sehr gedrückt und der Handel schleppend. Fette Schweine kosteten per Pfund Lebendgewicht 38—40 Pfg., Schlachtgewicht 50 Pfg. Ter heutige Krämermarlt ist in der Stadt und meist von einheimischen Kaufleuten, sowie von solchen der um- liegenden Städtchen besucht. Ter Besuch ist infolge der günstigen Witterung gut. Kunst und Wliienjchaft. Berlin, 9. Aug. Professor Otto Brausewetter, der bekannte Geschichtsmaler und Lehrer an der' akademischen Hochschule für die bildenden Künste, ist gestern nachmittag im Aller von 69 Jahren g e st o r b e n. — „Der tote Löwe" wird Oskar Blumenthals neues Stück heißen, ein vierattiges Versdrama, das am Deutschen Schauspielhause in Hamburg in der ersten Hälfte des Oktober zum ersten 3)1 ale aufgeführt werden wird. Tas Werk, das aus langjähriger Arbeit IjerDorgegangen ist, hat zum Inhalt den Lon- flikt des jungen Königs Marco von Castllien mit seinem er- greiften Ratgeber, dem Herzog von Lliveto, und will das Geschick eines Starken zeigen, der an der Loslösung ans seinem Lebens- werk zu Grunde geht. bie Verhältnisse nicht ganz so ungünstig erscheinen wie im Jahre 1893, in welchem in den Notstanbsbezirken nicht nur, wie heuer, kein Grummet, sondern auch kein Heu vorhanden war. Andere Gegenden, wie z. B. in Oberbayern, im südlichen Schwaben, in der Pfalz, haben im Vergleich zu den oben genannten Kreisen günstigere Verhältnisse aufzuweisen, wodurch ein Ausgleich wenigstens bis zu einem gewissen Grade möglich ist. Auch int Auslande wurden, wie eine neueste Meldung berichtet, Maßregeln getroffen. Im Wiener ^Gesetzblatt", so lautet eine Depesche, erscheint morgen eine Ministerialverordnung betreffend das Verbot der Ausfuhr von folgenden Futtermitteln: Gerste, Mais, Pferdebohnen, Lupinen, Wicken, Knrtosfeln, frische und getrocknete Futterkräuter, wie: Heu, Klee und dergl., Stroh, Häcksel, Kleie, Malzkeime, Oelkuchen, Schlempe, Treber und Rübenschnitzel. Die Regierung ist zu diesem umfassenden Verbot, einerseits durch den int größten Teile des Reiches bedeutenden Ausfall an Futterstoffen, wodurch eine schwere Schüdigtmg der Landwirtschaft, insbesondere bedeutende Schwierigkeiten bei der Verproviantierung des Heeres befürchtet werden mußten, sowie durchs den weiteren Umstand veranlaßt worden, daß wegen der gleichen Ursache ein ausreichender Nachfluß von Futtermitteln aus der jeweiligen Neichshälfte nicht zu erwarten ist. Die Situation wird verschärft durch die von den ausländischen Staaten ergriffenen ähnlichen Maßnahmen, sowie durch den Umstand, daß aus einzelnen inländischen Produkrionsgebieten namhafte, für Rechnung des Auslandes effeftuierte Aufläufe von Futterstoffen gemeldet werden. Die ungarische Regierung wird ebenfalls eine ähnliche Verfügung treffen. Tas Verbot tritt an dem Tage in Kraft, an welchem es den Zollämtern bekannt gegeben wird urtd bleibt bis auf Widerruf sn Kraft. Ausgenommen sind Sendungen, welche bis zum 12. August zum Transport mittels Eisenbahn oder per Schiff aufgegeben sind. Die beiderseitigen Regieri'.ngen sind übereingekommen, keine Ausnahmen zuzulasfen. Ermäßigungen, welche nach dem Artikel 7 des Zollgesetzes statt- habcn, sind nicht ins Auge gefaßt. Hingegen wurde in Aussicht genommen, der Landwirtschaft noch oop dem Abschluß der eingeleiteten Erhebungen durch die Notstandstarife den Bezug von Futterstoffen zu erleichtern und hierdurch einen Ausgleich von Bedarf und Angebot herbeizu- sühren. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter biejer Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 11. Ang. Man erinnert sich vielleicht, daß an dieser Stelle vor einiger Zeit die Verwunderung ausgesprochen wurde, daß im diesseitigen Hessenlande auch noch gar nichts, rein gar nichts gttchehen fei bezüglich einer würdigen Feier des Tages, an welchem durch■ Gottes Gnade vor 400 Jahren dem Hessenlande fein größter Fürst: Philipp, benannt der Großmütige, geschenkt webe. Ter große Hessenfürst irnb Überhaupt der größte Fürst feiner Zell, ward am 13. ^November 1504 auf Marburgs altehrwürdigem, hochragendem Schlosse geboren: in seinem 14. Lebensjahre war er schon Landgraf aller Hessen, von der Weser bis fast zum Neckar hin. Landgraf Philipp war in unermüdlicher Tatkraft der Hauptförderer der Reformation unter den deutschen durften und hat dafür gestritten nach allen Seiten hin und — gelitten gar in mehrjähriger Gefangenschaft. Er starb 1567 schon zu Cassel und ift begraben in der dortigen Martinskirche. Philipps getreue Nordhessen sind schon länger eifrig dran mit' Vorfeiern für den großen Dreizehnten, so z. B. mit der Ein-' weihung eines schönen Denkmals für ihn bei Kloster Haina. Trum auf nun endlich, auch ihr Südhessen — ihr wollt doch gcluiß nicht Zurückstehen hinter euren wackeren Namensbrüdern des Nordens — und bezeuget durch die Tat, daß auch ihr euch fühlet als echte Söhne des ruhmvollen Chattenlandes, bezeuget, daß auch ihr es zu schätzen wisset, was Hessen, also auch ihr, an seinem großen Landgrafen Philipp gehabt hat. Tuet lebendig dar durch eine recht schöne Feier des bevorstehenden' 13. November, daß auch ihr in alter Hessentreue, in Liebe und Dankbarkeit des großen Mannes gedenkt, den auch ihr das Glück l>abt, mit gerechtem Stolze^den Euren nennen zu dürfen. Erwähnt sei noch, daß dieser Tage auch in Darmstadt ein Aufruf zu einer würdigen Landgraf Philippfeier ergangen ist, der bis zur höchsten Spitze hinauf erfreulich gezündet hat Zum Schlüsse sei noch an die Herren Stadtverordneten hier er- gebenst die Anfrage gerichtet, . ob sie es nicht für angezeigt erachten würden, der in Aussicht genommenen großen Feier das Siegel aufzudrücken, zum Gedächtnis für alle Zeiten, durch Benennung einer neuen, würdigen Straße mit dem Namen des großen, allen treuen Hessen nnvergeßlickren Chattenfürsten, sie also ettva Landgraf-Philipps st raße zu heißen. H. Kerichlssaal. ch. Gießen 10. Aug. Vor der Strafkammer wurde gestern gegen den Immobilien-Makler 91 I. von Gießen wegen Betrugs verhandelt, der dadurch begangen fein sott, daß der Angettagte dem Verkäufer einer Bäckerei in Wißmar einen angeblich .zahlungsfähigen Bäckermeister aus Frankfurt a. M. als Käufer zuführte, der nicht nur nicht über die verlangten 2000 Mk. Anzahlung verfügte, sondern der auch so gut wie keine Betriebsmittel zum Gesck-äft ja sogar den Offenbarungseid geschworen hatte. I. soll dem vollständig insolventen Mann die Bäckerei als eine prima gutgehende angepriesen haben, obgleich der Vorgänger darin nicht hat bestehen tonnen. Die Anklage behauptet, daß der Angettagte die mißliche Vermögenslage des Käufers gekannt hat, diesen aber zu dem Geschäft herangezogen hat, um vom Verkäufer 1000 Mk., vom Käufer aber 300 Mk. Provision zu bekommen. Der Käufer fühlte sich wie er in der Verhandlung bekundet, besonders dadurch betrogen, daß ihm der Matter verschwieg, daß er auch vom Verkäufer Provision erhalte. Auf eine bezügliche Frage soll jener ausweicheno geantwortet haben, „dies wisse er noch nicht". Auch die Zusicherung^ daß die Bäckerei in Wißmar vorzüglich gehe, .sei bestimmend für ihn zum Kauf gewesen. Tas Geschäft sei aber nichts teert gewesen, und alle die Zusicherungen, welche er wegen des Absatzes erhalten hatte, hätten sich als unwahr erwiesen. Tie weitere Beweisaufnahme ergab, daß der neue Bäckermeister in Frankfurt a. M. vollständig verkracht war; er machte in Wißmar den Kauf auf den Namen seines fünfjährigen SöhnckMrs, .doch verspraa- er, auf den Kaufpreis von 12 000 Mk. für das Anwesen eine Anzahlung .von 2000 Ml zu leisten. Tie Uebernahme der Bäckerei fand statt; die versprochene Anzahlung konnte der neue Bäcker aus eigenen Mitteln nicht leisten, unb so mußte der Mütter herhalten, der auch das Geld gab, nachdem der Verkäufer sich bereit erklärt hatte, .zur wetteren Sicherheit des Darleihers, abgesehen von einer Hypothek auf die Bäckerei, .die eingetragen wurde Bürgschaft zu leisten. Ter Reftkauficksilling auf die Bäckerei in Höhe von 6000 Mk. wurde durch Vermittelung des Angettagten von einem Gießener Geschäftsmann für 4250 Mk. gekauft, von »velcher Zahlung der Angettagte die Provision von 1000 Mk. erhielt. Der neue Bäcker in Wißmar hatte in fünfviertel Jahren vollständig abgewirtschaftet. Außer den 12 000 Mk. Hypothek waren noch 1500 Mk. Mehlschulden auf das Grundstück eingetragen; der Bäckermeister zahlte schon längst keine Zinsen mehr, und so wäre es zum zwangsweisen Verkauf gekommen, wenn der Vorbesitzer sich nicht berett gefunden hätte, das Anwesen für 1350 Mk. zurückzuerwerben, wobei er außerdem noch die rückständigen Hypothekenzinsen zu zahlen hatte. .Interessant ist jedeilfatts, daß der Vorbesitzer die Bäckerei, welche er für 12 000 Mk. verkaufte, für 7500 Mk. kurz vorher gekauft hatte. Tie Sachverstärrdigen er- ttärten, daß die Hofraite, lediglich als bäuerliche Besitzung be- ttachtet, 10 000 Mk. wert sei, daß man aber jn Rücksickst darauf, daß darin eine Bäckerei betrieben war, au.ch einige tausend Mark mehr rechnen könne. Der Ortsgerichtsvorsteher von Wißmar vertrat den Standpunkt, daß ein im Bäckereigewerbe gewandter Mann in Wißmar sehr wohl hätte vonoärts kommen müssen. Tiefer Meinung maren auch andere mit den Verhältnissen bekannte Zeugen. Ter Staatsanwalt erblickte in der Art, luic der Angeklagte bct dem Handel tätig gewesen sei, einen Betrug zum ^Nachteil des Käufers sowohl »vie oes Verkäufers und beantragte eine Gefängnisstrafe von sechs Monaten, die, da I. noch eine vwrmonatige Gefängnisstrafe wegen Betrugs zu verbüßen hat, als Zusatzyrafe entsprechend zu ermäßigen fei. Der Vorsitzende verkündete, daß das Urteil am Samstag vormittag verkündet werde. LandwirtschasUlche Yolstände. In Nord und Süd oes Neich>es »vird für die Landwirtschaft nichts Erfreuliches konstatiert. In der Provinz Posen haben Umfragen folgendes ergeben: Die Futterernte ist durchweg sehr mäßig ausgefallen, an vielen Stellen geradezu schlecht. Die Winterung stellt in den meisten Fällen eine gute bis Mittel-Ernte in Ausfttht, — der Erdrusch ist wohl überall noch tricht endgiltig zu übersehen, — auf leichten Boden ist viel Schaden durch Frost und die lange Dürre (Rotreife) angerichtet. Die Sommerung verspricht Gutes nur in einzelnen Kreisen, sonst ist weniger als eine Mittel-Ernte, an sehr vielen Stellen geradezu eine NUßernte zu erwarten Was den Landwirt noch einigermaßen aufrecht erhält, ist die Hoffnung auf kommenden Regen, der den Hackfrüchten helfen soll. Leider wartet er immer noch umsonst. Auf leichtem Boden ist die Kartoffel meistenteils bereits verloren, auf besserem Boden ist sie in größter Gefahr, ohne Regen werden auch die letzteren kaum eine leidliche Ernte machen Für Eßkartoffeln werden auf dem Posener Markt heute schon 6 Mark pro Zentner gezahlt. Die Aussichten auf eine erträgliche Rübenernte schwinden von Tag zu Tag mehr, gut wird die .(Suite kaum irgendwo ausfallen, an den meisten Stellen ist eine Mittel-Ernte kaum zu er-' warten. Große Schwieugkett wird die Herbstbestellung machen, well zunächst an eine Bearbeitung des Bodens beif unmäßigen Härte wegen kaum zu denken ist. Wenn also auch ein allgemeiner Notstand nicht konstatiert werden kann, so sind diese Nachrichten doch gewiß nicht ermutigend, und es besteht heute schon fraglos Not an vielen einzelnen Stellen Bekanntlich ermäßigte die Regierung für die nach Schlesien bestimmten Futtermittel die Tarife der Staatsbahnen bis 30. Juni um 50 Prozent. Hierfür war die Erwägung bestimmend, daß bei dem in Schlesien infolge der andauernden Trockenhett herrschenden Mangel an Futter- mttteln die Landwirte zu" unwirtschaftlichen Viehverkäufen gezwungen wurden. Dies hätte eine erhebliche Venninderung des Viehbestandes in Schlesien auf Jahre hinaus zur Folge gehabt, wodurch nicht nur die einzelnen landwirtschaftlichen Betriebe, sonderm auch die Konsumenten in einem großen Landesteil für längere Zeit empfindlich geschädigt wären. Jn dieser Gefahr für die Gemeinwirtschaft lmd in der Schädigung des Nationalvermögens liegt der Grund für das Eingreifen der Regierung, welches sich nicht rechtfertigen ließe, wenn damtt nur Schädigungen einzelner, von außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen besonders betroffenen Landwirte ausgeglichen werden sollten. Ganz anders dagegen stehts mit den Anträgen, durch Ausnahmetarife einen Ausgleich dafür zu schaffen, daß die billigere Beförderung von Gütern auf den Binnenwasser st raßen durch die Trockenheit zeitweise gehindert wird. Hier handelt es sich nicht um eine dauernde Schädigung der Allgemeinheit. Die durch die Nähe der Wasserstraßen bevorzugten Frachtinteressenten befinden sich vorübergehend in derselben Lage, worin alle nicht in der Nähe schiffbarer Wasserstraßen ansässigen Verkehrsinteressenten dauernd sind. Die Regierung kann unmöglich die Hand bieten, um von ohnehin bevorzugten Interessenten jeden durch vorübergehende Witterungsverhältnisse verursachten Nachteil fernzuhalten. Die erbetenen Maßregeln würden aber auch dazu führen, daß ein Teil des sonst den Binnenwasserstraßen zufallenden Verkehrs ans die Eisenbahnen übergeht. Das wäre nicht nur der Fall bei Gütern, deren Beförderung einen Aufschub nicht gestattet, sondern auch bei Gütern, die sonst das Eintreten eines normalen Wasserstandes abwarten und dann dem Wasserwege zufallen würden. Es würde somit das Binnenschiffahrtsgewerbe auf längere Zeit geschädigt, insbesondere den Kleinschiffern die Arbeitsgelegenheit entzogen oder wesentlich eingeschränkt werden. Auch die Landwirte Mittel- und Un te r fr a u kens und besonders diejenigen der Oberpfalz, aber auch tettwerse das nördliche Schwaben und zum Teil dre nördlichen Bezirke von Oberbayern stehen vor einer großen Gefahr, toenn nicht bald und ergiebiger Regen ein tritt. Klee und Wiesen sind in den genannten Kreisen zum großen Teil gänzlich ausgebrannt, eine Grummeternte ist nicht mehr zu erhoffen. Kartoffeln stehen fast überall — besonders in der Regensburger (legend — sehr schlecht; desgleichen die Rüben; hier ist eine Mißernte sehr zu befürchten. Das Getreide, »ucl ches zum großen Teil rwtreif gewordeil ist, ergab nach Menge natnrgenläß fast überall gertttgere Erträge: am besten gab »roch der Roggen aus unö die Strohernie auch oes Willlertoeizeus war eine befriedigende. Ta j .ui Sommerstroh äußcrst gering. Nur vie überall nauj Menge uni) Gate ganz vorzügliche Heuernte läßt doch immerhin । ® v X * * 0 Hmwtt uni) Verkehr. UoNlswittschasl. »Berlin, 10. Aug. Nach einer ljiev eingegiuigenen Depesche betrug im Juli bie Goldau s beul c der in der T r a n S v a a l Ehamberos M i n c S vereinigten Minen 298,825 Unzen. (Weit Tl 2 »OH n ’^ngtn. ।. Sollen kn,. SS- ** >. 9,?n inippen ni4 Srtßtn : ?f‘Qnnt ift Helsen 1 irNfua. iw» tu tu Llratzen. “ :o Jahre 3 D0£ längerer ' ^iängerung >v!surl 0.3JL ch unb sühnen nm» öle m [ vsv Pooal. iinbem selbst öcx Angelegen- in bei Unter« '-tt ^ungenau, ' M 1. Oktober »I beM die >en vom luuuO 2JH als nz:t ob Male- UlT^äen uiro. i 30. Jun: -■*/» <5- v «- * ^ *-»6 --^7^ e Arbeiterbewegung. Frankfurt, 10. Aug. Trei Wochen dauert der Kampf zivischeu Arbeiter und Unternehmer im Baugewerbe. \ Nack>dem die Beratungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und Vertretern der Arbeiter odjit Lage geruht hatten, wurden sie geflent wieder aufgerwmmen und sehr luefentlid) gefördeitt. Von morgens bis nachnrtttags IVl- Uhr wurden alle Punkte — auch die Lohntage — durchgesprochen. Es wurde bis auf einige nebensächliche Fragen eine Einigung erzielt, .sodaß der Unterzeichnung des neuen Vertrages, der bis 190 7, eventuell auch bis 1908 gelten oll, so gut wie nichts mehr entgegenftcljt. Nur wegen der Lohn- rage in Mainz, Tarmlwdt und Wiesbaden bestehen noch tteinere Tifferenzen. Für heute sind Ausschuß- und Vorstandssitzungen des Mitteldeutschen Unternehmerverbandes und eine Generalver- ng des Arbeitgebervereins für das Baugewerbe in Frank M. anberaumt. In diesen Versammlungen »vird man sich mit dem Resultat der gestrigen Ultterl-turdlnngen befdyäftigcu. Wie die „Kl. Pr." erfahrt, wird der Stundenlohn, der im Bezirk Frankfurt vor der Aussperrung 18 Pfg. betrug, auf 50 Pfg. im nächsten Jahre erhöht. Tie Arbeiter litten 52 bezw. 55 Pfg. MS August 1904. Barometer aul 0° reduziert Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit Windrichtung Windstärke Wetter 10. 2“ 746,4 22,2 9,0 46 SSW. 1 Bew. Himmel 10. 935 746,7 15,0 9,6 75 — Still Klarer Himmel 11. 7-' 746,2 11,4 8.6 86 N. 1 Bew. Himmel- Höchsi e Term Dercttur am 1 0. Au gust = + 2: ytiebrigfte u v 10. w — + 8,3 ° C. Danksagung Für die uns erwiesene Teilnahme herzlichsten Dank. Los 6843 Giessen, den 10. August 1904. Los Lol B*/e Uncrrcidji in Säte nnd Wohlgeschmack iinb Carl Bender, Neustadt. Aug. Brühl, Neustadt Ämiirss* «rn.Mn«:*** Walltorstr. I Chr. Spiess, Neustadt. L Kühne sen. LahM-htee Gr.Linie&Giessen Eandbuttcr C*/, 6799 6701 Verschiedenes Knnf besuche 4t Los Die Carl ürai Kirchenplatz 15. Jener Frau welcde mir am Montan Xie Xrieieuuig von 3000 cbm Hlem|d)lafl ioll vergeben ivcrbeii. Angebote nebst Bedingungen nnd von der Unterzeichneten fohenirei zu de;,eben. Bis zum 22 ö. M., uorui. 10 Ut)r, zu welchem minin btt Eröffnung erfolgt, sind die Angebote poriühei hierher em- Carl Seibel Frankfurterstratze 76. Samdtaa dcu 13. und Sonntag den 14. August: Simsthausen- Christenberg — Münchhausen - Baltenberg (Hotel Rohde,'— pfeife—Biedenkopf. ▼ /• Abfahrt 12* Retourkarle Marburg. Die Sektions-Leitung. sa^te, d&.®s Galop-Cr^me p H o den Schauen den schönsten Glanz siebt, kann ich dankend mitteilen, dass ich die gleichen Erfahrungen gemacht habe und werde ich zum Gllnzend- btireten der Schuhe nichts andere» mehr nehmen. E Huber, DienatmÄdchen. Emil Malkomeslus, Walltorstrah« Tonnerstflj! ö. lä.Scpt. 19041 nachmittags 3 Uhr, wird die vor dem Namen bei I Hranz odinubt II. Eheleute siebende Parzelle der Gemarkung (Sieben . . ^lur 1,727 = 53 qm vofraite ui her ÜöivcmiQfic, jedoch nur der dem rtraiu Schmidt 11. zustcheudc Anteil daran, öffentlich meistbietend verhieben, den 11. August 1904. Grobherzogt. CrtOgendu sieben. Gros. Die trauernden Hinterbliebenen. I. d. N. Christiane Wittich, geb. Übrich. mästet Schweine kolostal! Säintliche Zchwemeu'ichter,welche verwenden, bciinttge» bin vorzügliche 1 hrfung, lacket 50 ‘L’ig. ZN vctkiiufcn J. M. Schulhof Telephon 119. Stowwirt verland! nach aulro. 6702 veianntmachung. In daS GenosscuschastS-Ne- gjster wurde heute bezüglich des LonstlUiveremS Garbenteich e. G. m. il H. eingetragen: Heinrich Wehrum, Landwirt zu Garbenteich, ist auf unbe- stimmte Zeit in den Vorstand als Rendant gewählt worden. Giesien, am 8. August 1904. Grobb- Amtsgericht, v"/, In, Konkursverfahren über das Vermögen des Martin Backhaus ui Glimbach habe ich daS Verzeichnis der bei der Schlußvertcitung zu berücksichtigenden, nicht bevorrechtig, ten Forderungen zur Gin sich! der Beteiligten aus der Ge- richtSschreiberei Grobh- Amts- gerichtS Gießen medergelegt. Zene Forderungen berechnen sich aus Mt. 6719,90, während die zu verteilende Masse M. 1982,90 beträgt. Tie Gläubiger erhalten sonach eine Dividende von 343/3 ®,o- Gictzen, den 10. August 1904. Z. Bocck, [6835 Konkursverwalter. Die Mitglieder werden ersucht, sich an dem Hestznge ssonni-ifl den 14. d. MtS., nachnuuag« 21/, Uhr präzis, recht zahlreich beteiligen. Zusammenkunft uitf Abmarsch von Damalbegadcn. -11/ Der Vorstand. Zwiebtlkuchen jeden Montag, Mittwoch und Freitag von 9'-. Uhr an bet 16598 K. Willi. Geugnagel Neustadt 46. _____ Keinste Vogelsberger utzrahM'Tafrlbutttr I $afclbllttCt (Inh.: Carl Hane jr^ «ietzeul Georg Wallenfels «Narktplag 2L Telephon 48 p. Pstmd Mk. 1.20, stets frisch, empsiehU 669b Dr. VStticher'S 6586 gntl)aaruug$mittel entfernt sofort alle lästigen paare. Fl. SIL L60. Allein echt: Pb. Hehwager Wwa, Drogerie Markt 8. Wtzkllskß 1904. Sonntag bat 14. und Montag de« 15. Augast Gröhes ’* Prcisschitßen Konzert, Tanz u. Volksbelustigung «nhpeis» 40 »fe- lB" • Vorzügliche frische Vogelsberger frische Landeier soeben eingetroffen bet 6685 H. E. Jnghardt Inh : August Kallenfels Marktplatz 15. Telephon 890. wie: Npenta-vitterwasier Umfcr Nrähncheu Fachiuger toertrubiobrunnen Laixlehuer Bitterwasser Hnuyadi Ianod DanuuSbrnuneu Wildnnger Helene re. re. empstehlt GMiischläiiche und dazu passende regulierbare Strahlen-Berteiler ohne Hahif. Rasensprenger Einfache praktische Vorrichtungen zum Selbstflickcn defekter (Summischläuchc. Hähne, Ventile re. empfehlen 6700 Fertsch & Eigel Bureau und Werkstätte iür technische Anlagen chictzeu. iZekephou 378. 8kW uni 3ßciß=£tü(ttnlf iow.° Llllkkll!i stets vorrätig. D< > releptzO». Kalkwerke Nr. 200, Kontor 9tr. 282. il”/.j Liebesheirat: Jg.Waist m. 280000 M. Derrn, u. f. Häusl, w. charakterv. Herrn zw. Heir. k. z. l. L u .Liebesglück^ BerlmS.QLS für 2 flute LtU-r Lupo«. In ben »erfdjiebenfte» Sorten ÜU4 fnfd, äu 6-^J* B|eker. Neustadt 55. teilte Zierde ist ein Gesicht ohne alle Haut- uureiuigkeiten und Ausschläge wie Mtesser, Alnneu, Klechtea, Ktatchcn, jiauudlc rc. Daher gebrauchen Sie nur echte Rade« veuler 6884 Teer-Lchwesel Leise Mil Schutzmarke Steckenpferd. Stück So0 lZfg. bei Adolf vieler, Viktoria-Tro^ene, Marktstr. 5. Futzboden- anstrich Bernstein lackfarbe, lose gero. 90 Psg., über Nacht trocken, Spiritudlackfarbe, lose gern. 80 Pig., sown trocken, owie alle Cel^arben, Pinsel rc. Pitchpineöl, fiaubkeieS tzub- bobenol, in 1-Liter-Kniaen a Mk. 1.—. 6832 Gustav Walter Telephon 386. Mäusburg 13. ■ in grStzter Auswahl empfiehlt »Emil Schmidt Iß Neuenweg 16. G704 LK tkUtlher Zaqd, Militär und Steife la Weisswein ”*“2 la. Botwein3" neg. Na«", nähme, »^ah leihweise u. «ranto zurnckzus. J- Bayendörfer öcUbcim .»0, Rheiupf. Dießen, den 3. August 1904. Droßh. Baubehörde für die UniversitätS-Ncubauteii. Beckec. Erntrstritlre genannt Garbeiibande, sowie Kokosfaserstricke empstehlt 6601 Edgar Borrmann, Eifenhandlung. Bcka»ntmar«>unK. 'tor die Dauer dc« dem Ärotzh. Notar Herrn Katz in ®u.fi v0-n 9 d.« 31. b. Mt«. weiter erteilten Urlaub«M ivn SiechlSanwatt «auimann in Dietzen auch für du>e Oeit zuu» Stellvertreter bestellt worden. Sieben, den 9. August 1904. && Der Präsident Grotzh. LundgenchtS der Provinz Oderhessen. I. B.: Bücking. Wasser-Reinigungs- Apparate 0 R.-P an gern, aatom. wirkend Reinigung von KeeeelepeleewaMer »owie kj ns tiger gewerblicher Gebraecbawässer fttr Bneerden, Waschereien. Papierfabriken. Garantie fflr Erzielur.c reinen, weichen, ron Kesselateinbildnern vollkommen befreiten Wassers hvie/T Gl&nn< i‘de Zeupnl**e. Vorzegl. Referenzen. — Billige Freite. Ko6tenloi»e Was^erunurauchung durch eigene« Laboratorium. Prospekte und Kostenanschläge gratis. Dampfkesselfabrik vorm. Arthur Rodberg, A.-G DarmstailL — Vertreter gesucht. Aontentia (Zva-ttätigLettsverein). Die verehrt. Mitglieder werden ersucht, sich recht zahlreich am Fest der Fahnenweihe de» FahrbeamteuvereiuS im Neuen Saalbau zu beteiligen. Ziisammelikunst zum Festzu^ im C^ifS Amend, nachm. 2 Uhr. (VereinSzeichen tragen.) Der Vorstand. IV: «ustretchcrarbctt. Anstrich de« Geländert. VerdmgungSuntcrtagen liegen aus unserem .Imte, Wlldelmslraße 21, zur Lmsicht offen und lSnnen von bort, B b« Vorrat recht, zum S-lbs-tostenpre.« bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender «uffchr.st sm dis Montag bett IS. «ugnft, vormittags 11 Uhr, dem ErüffnungStermm, bet uns emzurelchen. AuschlagSfrtst 4 Wochen. Bäuerischer Gesangverein. Lonutag den 14. August Waldfest Licherstratze, 2. Schneise recht». Abmarsch mit Musik nachmittags 3 Uhr vom LudwiaSplatz. Bei ungünstigem ^"Etter Postkeller. y /■ Der Vorstand. Friedr. Gross, Neuenweg. Fink- und Seefische Sattler Bewerbe. 8 Uhr Ladenschluss Unterzeichnete Airmen.Jnhaber schließen omn 15 «UflUlt »>. Ö- < Iber Wochen vor Weihnachtens ihre Läden um 8 Uhr abend« geehrt, kundschaft, die Einkäufe bi« dahin vorzunchmen. L ‘ Adam Hess H., Neustadt. Aug. Kilbinger, Sdtcreiotg. । iiiiriitnl.l.iflt. 1934, Nachmittag» 8 Uhr, wird aui hiesigem OrtSaericht die var dem Namen beu Carl Bus; und tzhetrail geb. Rumpf stehende Parzelle 1 516 = 243 qm dofraite au* r em Marktola i li egen, den 28. )uli 19^)4. Grobderzoal. Crtiger.cht Gienen Gros. bu/. Zwicbklkuihcn Montag, Mittwoch il Krettag voii 9 Uhr ab. 6591 Fr. Noll, Aäusburg. Zlartosfeltörbe Pack h Kutter ff 6706 Welfe „ Gköhte IneibL |rriff. L. Kohlennann IV., ivlrichstratze 12. Kartoffeln, prima Speise- u. Salatkartoffeln, empstehlt 6822 T WawoI Louuenstraste «. J.WeiSei, Telephon 235. Tie berühmten Paulsen» Juli (gelbflcifd)ig) sehr fein tnt Ge- scbmack, sind emgetronen. Dcrgcvung von ZZauarvcitcn. ^4>' [jetrfboniV < W wb*T l Art wei brral grtrclf iem^ ** PLS-. Wit di b-en anfr’t Tlottr nickt tu m!bt brrrdtL rifdrr. „Lmoleiisr । verlafsnl bet wrvdyw'T imgH*. ew Sckifit ^et baß btt 3 Tie ZM mmmfl k Segitna» kläninq td Reist b-? an 70 : ter kriegifi gint-Kg kl friafim, : ton h nr kr Tre iM* ? 'M», 9C nadlni s- •bi b-n Ü 3pintui i was zu, best.-D tiere, werden 3 tonk* $ für t;i, g ^311*1'5.-7 lein D- ^rfuinni* äs?i,a- 1** km Xa/tgpr:f . wl'rer d' & u, . ^tbnL“ ®b m. u.*:; *’« et.; antr!aa?1 lap^ Hi tgl(i e n "" 6 aus > 1 a ,8U »el* ■NÄV y/ bits^ ?ie > ' r 151 »rr 3%.