» 101.44 10070 r-125] । LLO 100.« r. 102 . . barg r. 103, . !f..... 'aal. v. (jianljutt >5..... )2..... )1..... 100.- 1019/ 99.8.' 100.9: M MA Obligationen. 100 " 102 .... 1100.6: 99.® 101.5. V,*Vub: § ^-6 . ' ' ' - K»,u J uni. b. iQ^' 10074 ^l-zziHI-b-isoslR 4fL16edl4"S ovinziabgarant, i lf;^r.Iu.nun[ 1909 j 99« ?l ^rlu.niml.1909 99« b-8,t-Q.....' 102.— 2>t. F. G. B. K. u. L. 100.- n M. N. P. , . ’ 99 mb!rtb.«2lnft. unf, 1906 j 10.-^j *• « unf. b. 1919 0"-' •• 18 unf. b iM ; «•24 unf. b. 1912' onm unf. b. 1902 : ' _ nnL b. 1907 ,|10]t 89’82 unf. b. igo'j'! Ji’ nunal... 11 M ^■lunti. lioi'iOL- ^■^nikisos K £ '911,10U ®tt-< unf. b. 1913 M y ^•8 Mb. 19051 gii'sj $er- 4 unf. b, 19071 97.44 aui8o°/o=b9 iä 40 y420 4'^.K8.b.190e Gleichberechtigung der Frau forderte. Nordamerika lebt noch heute von den Ideen der französischen Revolution. Eine schlimmere Vernachlässigung der Frauenbildung, als sie je bei uns vorhanden gewesen ist, ist dort seit Mitte des vorigen Jahrhunderts umgeschlagen in ein Hindrängen der Frauen zu den gelehrten und politischen Berufen, das in den letzten 50 Jahren mehr als doppelt so schnell gewachsen ist, als unter den Männern. 1890 verdienten noch 14 Prozent aller Frauen ihr Brot selbst, 1896 . schon 16 Prozent, jetzt mehr als 18 Prozent. Jede gebildete amerikanische Frau politisiert heute über Tarifpolitik, über Imperialismus und Flottenvergrößerung. Was Wunder, wenn ihr nunmehr das Verlangen nach „allen Rechten und Privilegien der Wählet" als selbstverständlich er- scheint) So rasch in Amerika und Australien die Umwälzung vor sich gegangen ist, und so sicher dort auch wieder ein Rückschlag zu erwarten ist, so planmäßig und vernünftig hat sich in Deutschland abgesehen von den wenigen Stürmern und Drängern des Weltbundes, die Frauenbewegung gehalten. Das Bürgerliche Gesetzbuch hat der Erweiterung der Frauenrechte in zeitgemäßer Weise Rechnung getragen. Frauen aller Kreise und Stände arbeiten heute von verschiedensten Voraussetzungen aus auf die Ziele los, die erst einmal erreicht sein müssen, ehe an die Frage über das Frauenstimmrecht überhaupt herangegangen werden kann: diese Ziele heißen: Erweiterung und Vertiefung der Frauenbildung, Erweiterung der Möglichkeiten für die Frau, ihre allgemein-menschliche Anlage und ihre spezielle weibliche Beanlagung zu entwickeln, und in einer sie wirtschaftlich und g e i st i g befriedigenden Weise in den Dien st der Allgemeinheit zu stellen. Solches .Heraustreten der Frau in die Oeffentlichkeit ist trotz aller Zunahme heute bei uns noch immer viel zu jungen Datums. Die Zahl der eigenem Erwerb nachgehenden wirtschaftlich selbstständigen Frauen ist noch zu gering, ihre Erprobung gerade auf dem Gebiet der Staatsverwaltung und Regierung zu unvollkommen, als daß an die allgemeine Einräumung des politischen Wahlrechts gedacht werden kann. In England,Sch Weden, Norwegen und F in land genießen bereits heute die unverheirateten Frauen gleich den Männern das kommunale Stimm recht. Selbst in Rußland wählt die selbständige Frau bei den Kommunal wählen durch ihren Stellvertreter. Freilich, fast überall dieselhe Erfahrung, sie ub t es nicht aus. Trotzdem muß es als eine Forderung der Billigkeit anerkannt werden, daß die selbständige Besitzerin auch ein Mitrecht an der Verwaltung der kommunalen Abgaben, die sie leistet hat Tie kommunalen Fragen der Schule, der Armenpflege, der «cngvne liegen überdies der Beanlagung der Frau besonders nahe Auch die Natur der Gewerbe- und Kauf- mannsgerich-e läßt an sich nicht erkennen, «warum bei Entscheidung über Arbeitsstreitigkeiten der Frau die Mitwirkung ganz versagt sein soll, nachdem bereits die deutsche Arbeiter- Versicherung Mann und Frau gesetzlich ganz gleich gestellt hat. All diesen Bestrebungen, daS Wahlrecht den wirtschaftlich selbständigen Frauen überall da zu gewähren, wo ihre besonderen Interessen in Frage kommen, oder da, wo es sich um allgemein menschliche, den Geschlechtsunterschied nicht berührende Dinge handell, und wo durch öffentliche Betätigung die besonderen Aufgaben des weiblichen Geschlechts nicht geschädigt werden, steht auch der gebildete deutsche Mann heute bereits vielfach sympathisch gegenüber. Erst nachdem sich Einrichtungen dieser Art bewährt haben, könnte die Frage ernsthaft erörtert werden, ob die Mehrheit der Frauen fähig oder auch nur willens ist, politisches Wahlrecht auszuüben — falls dann diese Frage in der verkehrten Allgemeinheit, wie sie von dem Berliner „Weltbund" aufgeworfen worden ist, überhaupt iwch einer Beantwortung bedarf! ♦ Urteile über das Stimmrecht der Frau hat jüngst die Genfer Semaine littäraire von einer Anzahl von Herren und Damen eingefordert. Die weiblichen Gutachten lasten im allgemeinen nichts Neues und besonders Geistreiches erkennen. Für ein Stimmrecht auf den drei Gebieten der Politik, Schule und Kirche tritt nach weisen erzieherischen Ratschlägen zur Verbesserung der Frau Madame Georges-Renard in Paris ein: trotzdem meint die Dame, die Frau habe die beklagens- toertc Neigung, die Schule zu aristokratisieren. Vorsichtige Zurückhaltung in ihrem Urteile bekundeten der Bischof von Lausanne und der altkitholische Bischof Herzog, während der Bischof Egger von St. Gallen eingehend zur Frage Stellung nimmt: er stellt zwar zuerst fest, daß die Frau ihren Platz in der Familie und nicht in der Oeffentlichkeit hat, meint aber, daß sich die soziale Stellung der Frau doch merklich geändert habe und daß diese Aenderung auch vielleicht ihre politische Position berühre. Was das Stimmrecht auf kirchlichem Gebiete beträfe, so öffne die katholische Kirche der Frau Wirkungskreise, die ihrer natürlichen Eigenart angemessen seien, nämlich Erziehung und Wohltätigkeit. Ein Genfer Abb6 will von einem Stimmrecht der Frau in kirchüchen Dingen nichts wissen und erinnert an das treffliche Wort des Apostels Paulus Mnlier taceat in ecclesia. Das politische Stimmrecht der Frau hält der Lausanner Prv- festor Millioud für eine unausbleibliche Neuerung der Zukunft, freilich verhehlt er sich das Bedenkliche dieser Neuerung nicht, glaubt aber, daß sie um der Gerechtigkeit willen vorgenommen werden müsse. In Schulsachen und kirchlichen Dingen befürchtet Millioud, würden uns die Frauen in fataler Weise aufhalten. Attentat aus den russischen Kesandte» in Aern. Bern, 10. Juni. Heute kurz nach mittag hat in der Nähe des Berner Hofes in Bern ein Baron Jlnicky auf den russi- scheu Gesandten in Bern, Schadowsky, geschossen. Schadowsky wurde am Kopf schwer verwundet. Mittags, etwa um 1 Uhr, begegnete ein Bürger an der Bundesgasse zwei in lebhaftem Gespräch sich befindenden, gestikulierenden Männern. Als beide bereits eine Strecke vorüber waren, hörte er einen Schuß. Er wandte sich um und bemerkte, wie einer der beiden Fremden zu Boden fiel, aber allein aufstand, wahrend der andere d a v 0 n l i e f. Der Bürger holte den Fliehenden ein und übergab ihn dem nächsten Polizeiposten. Auf der Polizeiwache wurde dem Täter ein noch fünf Schüsse enthaltender Sieben-Millimeter-Revolver abgenommen. Er gab ohne Umschweife zu, daß er auf den russischen Gesandten geschossen habe. Der Gesandte wohnte gewöhnlich in Genf. Jlnicky war früher Ingenieur. Es heißt jetzt, er sei ein Rurnelier. Als türkischer Vertreter glaubte er sich berechtigt, an die russische Regierung verschiedene Reklamationen zu richten wegen Geschäfte, über deren Charakter noch keine genauen Meldungen vorliegen, die aber privater Natur zu sein scheinen. Vor ungefähr einem Jahre stellte sich Jlnicky dem russischen Gesandten vvr und übergab ihm ein Memorandum über seine Forderungen. Schadowsky, den die Angelegenheit gar nicht anging, übernahm die Uebermittelung des Memorandums nach Petersburg und schickte es sofort dorthin ab. Jlnicky, ungeduldig auf Antwort wartend, scheint, als sie nicht einlief, in Wut geraten zu sein und richtete verschiedentlich Drohbriefe an die russische Gesandtschaft. Diese wurden dem politischen- Departement und von diesem der Berner Polizei übergeben. Der russische Staatsangehörige Ingenieur Baron Jlnicky hielt sich seit etwa zwei Jahren in Bern auf. Er hatte vor längerer Zeit in einer Zeitung Beschwerden über die russischen Behörden wegen Vorenthaltung ihm angeblich gehörender Güter erhoben und hatte, wie es heißt, einen Prozeß verloren. Man glaubt, daß er geisteskrank ist. Der Gesandte wird von Professor Kocher behandelt, dem es in erster Linie oblag, die Kugel zn entfernen. Die Operation ist geglückt. Es ist Professor Kocher gelungen, die Kugel zu entfernen. Man hofft auf einen normalen Genesungsprozeß, vorausgesetzt, daß keine Entzündung eintritt. Eine spätere Meldung lautet: Ingenieur Jlnicky war früher russischer Offizier. Er ist türkischer Untertan und hielt sich mit regelrechten türkischen Ausweispapieren seit ungefähr einem Jahre in Bern auf. Er behauptet, das Opfer russischer Beamtenwillkür zu sein, wodurch er seines beträchtlichen Vermögens beraubt worden sei. Er suchte Rückerstattung vom russischen Staate zu verlangen, und drohte auch mit einer Zivilklage. Er paßte dem Gesandten auf und fragte ihn nach dem Ergebnis seiner Eingabe. Als er zur Antwort erhielt, man könne ihm nichts Sicheres sagen, schoß er auf den Gesandten. Er traf ihn in die Schläfe. Die Kugel durchdrang jedoch den Knochen nicht. Die Tat hat weder anarchistischen noch nihilistischen Charakter, sondern ist wahrscheinlich einem Geisteskranken zuzuschreiben, der auf diese Meise die Aufmerksamkeit auf sich und seine Ansprüche lenken ivollte. Jlnicky scheint von Verfolgimgswahnsinn besessen zu sein. Im vorigen Jahr ereiste Jlnicky nach Darmstadt, um dem Kaiser von Rußland persönlich seine Anliegen vorzutragen. Dort soll ihm ein kaiserlicher Sekretär versprochen haben, seinen Fall dem Kaiser vorzulegen. In Wien ist Johann Jlnicky den Gerichten wohlbekannt. Im April 1903 wurde er dort vom Schwurgericht wegen versuchter Erpressung und Verleumdung einer Hausbesitzerswitwe zu zehn Monaten schweren Kerkers verurteill. Da er nach der verbüßten Strafe das damalige Urteil als einen Justizmord bezeichnete und gegen den Vorsitzenden der damaligen Verhandlung, Ober- landesgerichtsrat Frohmann, in den Zeitungen die heftigsten Angriffe erhob, wurde er im Mai des Vorjahres wegen Beleidigung der Behörde zu einem Monat Arrest verurteilt. Der schweizerische Bundesrat beschloß in einer Extrasitzung, Jlnicky der Bundesanwaltschaft zu überweisen. Ferner beauftragte der Bundesrat den Bundespräsidenten, sich sofort im Berner Hof, wo der Gesandte Quartier genommen, nach dem Befinden des Patienten zu erkundigen und feiner Familie sowie dem russischen Ministerium des Aeußeren telegraphisch Teilnahme auszudrücken. Der Krieg zwilEen Japan und Dußtand. Von dem Sturm auf Port Arthur. liegt noch immer keine Bestätigung der Chinesenmeldung vor. Wie aus Petersburg W. T. B. meldet, bestätigt sich nach Erkundigungen, welche das Rufs. Telegr.-Bur. in Mukden einzog, die Meldung aus Liaujang vom 8. Juni nicht, wonach bei dem Angriff auf Port Arthur ein Drittel der japanischen Armee vernichtet sei. So wären denn die ganzen Chinesenmeldungen ernsach tn das Reich der Fabel zu verweisen. Aus Petersburg erhalt das B T. folgende Meldung: Aus der Halbinsel Siautnng sind die Japaner südlich bis auf 20 Kilometer hinter Wasandjon zurückgegangen, wo sie Verstärkungen sammeln. Der russische Vormars chnachSüden hat kaum den Zweck eines Entsatzes von Port Arthur, sondern nur den der Beunruhigung der Armee des Generals Oku und den Schutz der Eisenbahn. In wenigen Tagen beginnt die Regen- Periode, die im Norden alle Operationen hemmt, wo General Kuroki in den letzten Tagen mehrere Versuche gemacht hat, die russischen Vorposten nördlich zu umgehen. Weiteres vom Kriegsschauplahe. Ter Korrespondent des Reiiterschen Bureaus im japa«- nischen Hauptquartier in der Mandschurei telegraphiert vorn 10. d. M. über Fusay: Seit einiger Zeit werden von der ersten Armee sehr wichtige Operationen unternommen. Die Armee marschiert feit zwei Tagen in vier Kolonnen vorwärts und unternimmt Rekognoszierungen auf den Straßen nach Liaujang, Haitschoeng, Sairnatsi und Hsingjen. Die Japaner besetzten bereits einige Städte, deren russische Garnisonen von je mehreren hundert Mann mit Geschützen nach heftigem Kampfe zum Abzug genötigt wurden. Die Verluste der Japaner betragen 65 Mann. Aus Mukden meldet die Rufs. Telear.-Ag.: Die Armee des Generals Kuroki beginnt die Vorwärts- Bewegung. Die russischen Vorposten stießen in dem Gebiete von Maimatschi und Tschienschan auf beträchtliche japanische Streitkräfte. Jeden Tag finden Scharmützel zwischen den beiderseitigen Vorposten statt. Die russischen Truppen gehen langsam vor den überlegenen feindlichen Stteitkräften zurück. Aus Tokio kommt folgende amtliche Meldung: General Kuroki berichtet: Eine unserer Abteilungen besetzte am 7. Juni S a l m a t s i. Unsere Verluste sind: 3 Mann tot, 24 Mann verwundet, während der Feind 23 Tote zurüclließ, außer zwei Offizieren und fünf Mcmn, die gefangen genommen wurden. Kurokis Armee, die mit den in Takuschan gelandeten Truppen gemeinsam operiert, besetzte am 7. Juni Hsiujen und drängte den Feind auf Tonuitschöng und Kaiping zurück. Der Feind zählte 4000 Mann Kavallerie mit sechs Geschützen. Unsere Verluste: drei Mann tot, ein Leutnant, ein Unterleutnant und 28 Mann leicht verwundet. Ein Telegramm des Generaladjutanten Kuropatkin an den Kaiser vom 9. Juni besagt: Die Beschießung der Küste westlich von Sseniuffchen und Kaidschou durch ein japa- nffches Geschwader am 8. Juni richtete weder Verluste noch Materialschaden an, obwohl eine bedeutende Anzahl von Schüffen abgegeben wurde. Aus ruffischer Seite wurde ein Lazarettgehilfe verwundet. Am Morgen des 9. Juni herrschte an der Küste Ruhe. Einige feindliche Schiffe hielten sich vom Ufer fern. Am 7. Juni fuhren die Japaner fort, nach Ssiujan auf der von Takusckau und Föngwangtschöng dorthin führenden Sttaße langsam vorzurücken. Abteilungen der Vorhut machten etwa acht Werst südlich und östlich von Ssiujan Halt. Am Morgen des 8. Juni griff eine japanische Abteilung, aus etwa einer Brigade Infanterie mit zwei Gebirgsbatterien und fünf Eskadron» bestehend, Ssiujan an. Gegen 11 Uhr erschienen die Japaner von Süden vor der Stadt, wurden aber durch das äußerst erfolgreiche Feuer einer russischen Batterie gezwungen, H a l t zu machen. Hierauf begann die japanische Infanterie, auch von Osten auf dem Wege von Fönawaugtschöng her vorzugehen. Die K 0 s a k en , die daselbst einen Paß besetzt hielten, mußten nach zweistündigem Kampfe sich zurückziehen. Eine russische Batterie eröffnete das Feuer auf den Paß und machte es den llapanern unmöglich, sich bort festzusetzen. Um dieselbe Zeit nahm im Süden eine japanische Gebirgsbatterie Aufstellung, wurde aber nach einigen Schüssen durch das Feuer der oben erwähnten Batterie zum Schweigen gebracht. Einer zweiten japanischen Gebirgsbatterie gelang es überhaupt nicht, das Feuer zu eröffnen. Sie räumte unter dem Feuer der russischen Batterie die von ihr eingenommene Stellung. Im Laufe des Gefechtes wurde eine Umgehungsbewegung mehrerer japanischer Jnfanteriebataillone im Nordwetzen von Ssiujan bemerkt, die den Rückzug der Russen bedrohte. Die Kosaken zogen sich deshalb allmählich bis etwa acht Werst von Ssiujan zurüch und beschossen dabei mit Arttllerie auf eine Entfernung von Saalbau hatte, trotzdem tags zuvor die hiesige Militärkapelle gespielt hatte, einen außerordentlich guten Besuch. Das Konzert konnte im Freien stattfinden und das originelle Programm fand großen Beifall. *• Das Zirkustheater Wallenda, größter transportabler Variete- und Miniatur-ZirkuS, hat sich für einige Tage hier angesagt und beginnt seine Vorstellungen am morgigen Sonntag. Dem Unternehmen geht ein guter Ru voraus. Es bietet in seinen Nummern, nach Berichten aus den von ihm zuletzt bereisten Städten, das neueste und beste einer Branche. Ein Besuch der Vorstellungen ist daher zu empfehlen. "Das Münchener Panoptikum von Joseph Burghauser wird heute hier aus Oswalds Garten eröffnet. Die 1. Abteilung der Sehenswürdigkeiten umfaßt 41 Nummern, die 2. Abteilung »fortwährend Vorstellung bei den lebenden Menschen-Abnormitäten". " Die Meisterprüfungen im Handwerk. Jnr Laufe des Sommers finden bei den drei Meisterprüfungskommissionen im Großherzogtum Hessen wieder die Prüfungen zur Erlangung des Meistertitels im Handwerk nach § 133 der Neichsgewerbeordnung statt. Es sei hier darauf aufmerk- ärn gemacht, daß alle diejenigen, welche sich nach dem 1. Oktober 1901 selbständig gemacht haben, die Meisterprüfung ablcgen müssen, wenn sie den Meistertitel (Schreinermeister, Maurermeister, Bäckermeister 2c.) führen wollen. Eine andere Art der Erwerbung, wie vielfach angenommen wird, etwa durch Verleihung oder Berechtigung zur Führung, wenn jemand eine Reihe von Jahren sein Geschäft selbständig betrieben hat, gibt es nicht; nur durch Ablegung der Meisterprüfung kann der Meistertitel erworben werden. Die Anmeldungen sind möglichst bald an die Vorsitzenden der Prüfungskommisiionen gelangen zu lasten. Um vielfache Anragen gleich zu beantworten, sei darauf hingewiesen, daß Wünsche hinsichtlich des Termines der Abhaltung der prak- ttschen Prüfung je nach den Verhältnissen in den einzelnen Handwerkszweigen bei den Vorsitzenden der Prüfimgs- komrnistion vorgebracht werden können, denen auch tunlichst Rechnung getragen wird. Jeder Handwerker, der sich selb- tändig macht, hat ein besonderes Interesse daran, die Prüfung abzulegen; führt er doch vor einer staatlich hierzu bestellten Kommission den Nachweis, daß er befähigt ist, sein Gewerbe auszuüben. Aber auch die Gesamtheit hat einen nicht zu unterschätzenden Vorteil, da schon äußerlich durch die Führung des Meistertitels derjenige zu erkennen ist, der den Nachweis seiner Befähigung erbracht hat. Daß aber auch eitens der Prüfungskommissionen sowohl auf praktischem wie auf theoretischem Gebiet von den Prüflingen etwas verlangt wird und bei nicht genügenden Kenntnissen und Fertigkeiten im Handwerk auch mit Strenge verfahren wird, beweist der Umstand, daß im letzten Jahre von 150 Geprüften 12 nicht bestanden sind, welche die Prüfung demnächst noch einmal wiederholen müssen. Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die unbefugte Führung des Meistertitels mit Geldstrafen bis zu 150 Mk. bestraft wird. -f- Lollar, 10. Juni. Der Zug, welcher heute vor» mittag 8.30 Uhr von Gießen hier eintraf, erlitt eine Verspätung. Zwischen Gießen und der Badenburg gewahrte der Maschinenführer auf den Schienen ein kleine? Kind. Es gelang ihm noch, den Zug zum Stehen zu bringen und ein Unglück zu verhüten. t. Saasen, 10. Juni. In dem benachbarten Werr» berg stürzte ein Landwirt von dem Gerüst seiner S cheune ab, und brach dabei das Bein nahe am Hüftgelenk. sd. Darmstadt, 10. Juni. Der Großherzog wird mit seinem Besuch, dem Prinzen Heinrich und dessen Gemahlin, von Mitte nächster Woche ab einige Tage im Mainzer Schlosse Wohnung nehmen, um von da das Gordon- Bennett-Wettfahren zu besuchen. R. B. Darmstadt, 10. Juni. Eine neue Bluttat hat sich heute nachmittag kurz nach 4 Uhr in unmittelbarer Nähe unseres bekannten Sommerlokals Ludwigshöhe zugetragen. Dort wurde plötzlich ein hiesiger Privatier, der 67 Jahre alte frühere Architekt Heinrich Döring, von einem Unbekannten durch 5 Revolverschüsse tot niederge streckt. Nach dem flüchtigen Mörder wird eifrigst gefahndet. Polizei und Staatsanwalt begaben sich alsbald nach dem Tatort. — Nach der „Fr. Ztg." weist die Leiche vier Schußwunden auf. Wahrscheinlich liegt ein durch Passanten gestörter Raubmord überfall vor. Wertsachen fehlen zwar nicht, aber die Uhrtasche ist eingerisien. Ein etwa dreißigjähriger Mann wurde vom Tatort fliehend gesehen. Die Stadt ist in großer Aufregung, weil die Tat am hellen Tag auf einem von Spaziergängern viel begangenen Weg geschehen ist. Eine spätere Drahtmeldung vom 11. Juni teilt dazu noch mit, daß die Staatsanwaltschaft auf die Feststellung des Mörders eine Belohnung von 5 00 Mk. ausgesetzt hat. — Freitag abend hat sich ein hiesiger Bäckergeselle durch einen Stich in den Hals selb st getötet. R. B. Lorch, 11. Juni. (Eigener Drahtbericht.) Der Mörder des vor einigen Tagen durch Neoolverschüsse getöteten Polizeidieners Schneller ist in der Person eines Taglöhners Rothen Häuser in Bürstadt (der Name Rothenhäuser ist in der dortigen Gegend nicht selten) verhaftet. Lampertheim, 7. Juni. Gemeinderat Johann Phil. Wegerle I., der Kandidat der Arbeiterpartei, wurde mit 702 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Der Kandidat der Landwirte und des evangelischen Männervereins, Gemeinderat Phil. Friedr. Schmidt, erhielt nur 484 Stimmen. Mainz, 10. Juni. Seit etwa 14 Tagen befindet sich der Zeughauptmann Künemund in militärischer Untersuchungshaft. Die verschiedensten Gerüchte zirkulieren m der Stadt. Die Untersuchung wird streng geheim gehalten. Der Verhaftete soll sich bedeutender Unterschlagungen und Betrügereien, verbunden mft Urkundenfälschungen, Deutsches Reich. Berlin, 10. Juni. Der Kaiser und die Kaiserin Legaben sich heute vom Neuen Palais zu Pferde nach dem 600 Faden die dichte Kolonne des Gegners. Gegen 5 Nhr nachmittags hörte das Gefecht auf. Auf russischer Seite wurden zwei Offnere verwundet, ein Kosak getötet unb 17 verwundet. Die Japaner müssen bedeutende Verluste erlitten haben, da die russischen Geschosse in den dichten Kolonnen des G e g n e r s große Verheerungen anrichteten. Die russischen Offiziere und Soldaten bewiesen in diesem Kampfe, wie der Chef der Abteilung meldet, großen Mut. Allen Angaben zufolge fochten die Kosaken mit Truppen der 10. javanischen Division. — In dem Gefechte bei Tafangou wurde auf russischer Seite ein Schütze verwundet, während die Japaner bedeutende.Verluste hatten. Wie Ortsbewohner aussagen, verloren die Japaner 40 Marrn an Toten und Verwundeten. — Ueber das Gefecht bei Ssaimatsi werden folgende Einzelheiten gemeldet: Am 7. Juni wurde um 5 Uhr morgens eine Kompagnie, die sich aus der Sttaße nach Aijanamyn als Sicherheitswache befand, von dem Gegner angegrifien. Ihr wurde eine Freiwilligenabteilung zu Hilke gesandt. Später rückte eine ganze Abteilung aus, von der Än Bataillon mit einer Gebirgsbatterie vor Ssaimatsi Stellung nahm, während ein anderes Bataillon vorrückte. Tie Vorpostenkompagnie und die Freiwilligenabteilung bedrängten anfangs die Japaner, fügten ihnen Verluße zu und erbeuteten Gewehre und Ausrüstung der Gefallenen. Dem Vorrücken des Bataillons wurde sodann durch das sehr starke Feuer des Gegners Einhalt getan, der, wie sich 'herausstellte, etwa eine Brigade Infanterie nut zwei Batterien und drei Eskadrons stark war. Der Cbef der Abteilung gab Befehl, zum Einschuhlinpaß zurückzugehen. Die Abteilung zog sich langsam in voller Ordnung zurück. Auf russischer Seite wurden drei Offiziere verwundet und gegen 100 Mann getötet und verwundet. Die Verluste des Gegners waren groß. Die erbeuteten Ausrüstungsgegenstände der Gefallenen ergaben, daß die Abteilung mit Truppen der 12. japanischen Division kämpfte. Der Ab- teilungschcf lobt die Ruhe und den Mut der Truppen und bezeichnet die Tätigkeit der fliegenden Abteilung des Roten Kreuzes über jedes Lob erhaben. Der russische Militärschriftsteller Darutsoof berichtet, die Verluste der Japaner bei den Kämpfen um Inkan hätten 2 0 000 betragen. ♦ Die türkische Regierung erllärt die Nachricht, wonach die Türkei einer russischen Flotte die Durchfahrt durch die Dardanellen gestattet haben soll, für vollkommen er- funden. schuldig gemacht haben. . Mainz, 10. Juni. Heute begannen hier die Verhano- lungen der Mitglieder der Konferenz d e r a m t l t ch e n deutschen Statistiker unter dem Vorsitz des Prch * deuten van der Borght. Als Vertreter des Großherzogtum Hessen wohnt den Verhandlungen Geh. Oberschulrat H * nagel bei. Die Konferenz beschäftigt sich in der Haup fache mit Volkszählung, Viehzählung usw. Dre Verb hm gen werden bis zum Montag dauern, ^^ern fand in dem Liedertafelsaal eine Begrüßung der oer hier eingetroffencn Herren durch Oberbürgermein . Gaßner statt. An der Konferenz beteiligten sich >°m , deutsche Bundesstaaten und eine Anzahl Herren be5 Jt amtes. — Die Mainzer Reederei-Gesellschaft ift b . Stadt um Pacht-Reduktion für das Trajekt Mainz Kastel vorstellig geworden. Die Einnahmen find 1 Öffnung der neuen Rheinbrücke um etwa 20 Prozen Z gegangen. Ein weiterer Einnahme-Ausfall wird e - ' sobald die elektrische Stadtbahn ihre Fahrten nach ^te aufgenommen haben wird. — Wie von -uverlah g berichtet wird, beabsichtigt die Stadt einen gr pe Bornstedter Felde, wo das 1. und 3. Garde-Ulan en-Regiment in Parade ausgestellt war. Nach Beendigung der Besichtigung setzte sich der Kaiser an die Spitze der 3. Garde- Ulanen und führte das Regiment nach der Kaserne. Dort ließ der Kaiser dasselbe noch einmal an sich vorbeidefilieren und nahm dann an dem Frühstück des Offizierkorps teil. — Der Kaiser hat befohlen, daß der Vorstand der Gesellschaft für lothringische Geschichte und Altertumskunde am 16. Juni die im Auftrage der Gesellschaft von Major Schramm gebauten römischenGeschütze auf der Saatburg gelegentlich der Anwesenheit des Kaisers vorführe. Es handelt sich um drei Geschütze, ein sogen. Euthvtonon, ein Palintonou und einen -Onager. Alle drei Geschütze inb zum ersten Male in natürlicher Größe genau nach den Nachrichten von Hieron und Philon gebaut, und es ist gelungen, mit den Maschinen die volle Schußwirkung, die von den alten Geschützen überliefert ist, zu erreichen. — Im Ab geordnet en Hause wurde heute der Gesetzentwurf über die Verlegung derLandes- grenze gegen das Herzogtum Braunschweig längs der Provinz Hannover in erster und zweiter Lesung angenommen. In dritter Lesung wurde der Gesetzentwurf über die Dienstaufsicht bei den größeren Amtsgerichten und der Gesetzentwurf betreffend die Regelung der Richterge- Valilische Tagesschau. Em Swrm gegen das französische Ministerium kst von den Sozialisten am Freitag in der Pariser Kammer ausgeführt worden. Bos (radikaler Sozialist) brachte eine Inter- . pellation ein über die neuen Tarife für die Gerichtskosten, welche die Lasten der ft ehren prozessierenden Leute vermehren würden. Er verlangt Abschaffung dieser Kostenerhöhung und wirft dem Ministerpräsidenten Combes vor. eine Politik des Ver- blüflenwollens und des Sand-in-die-Augen-Streuens zu betreiben. Millerand (Sozialist) erllärt, die Regierung sei für diese Tarife verantwortlich. Zweifellos werde man zur Verteidigung der Regierung wieder anfübren, daß das von der Regierrmg unternommene Werk der Derweltlichimg der Schule und der Gesetzgebung auf sozialem Gebiete in Frage gestellt werde, wenn man die Regierung stürze. (Bewegung.) Wenn man aber näher znsehe, dann seien die angeblich von der Regierung eingeführten Reformen nur Rauch und Augentäuschung. (Beifall rechts und im Zentrum, Murren links.) Ministerpräsident Co mb es erwidert, der einzige Fehler der Regierung sei, baß sie schon zu lange bestehe. Es sei unwürdig von Mlllerarü». die Regierimg wegen einer Gerichtskostenfrage zu stürzen zu suchen. Er unterdrücke die Kongregationen un Interesse der Republik und denke nicht daran, sich a u s i h r e r Hinterlassenschaft zu bereichern. (Lärm rechts, Beifall tinf?: Rufe rechts: „Und die Millionen der Kartäusers Combes erwidert: Wenn ich mein persönliches Interesse nicht dem höheren Interesse des Landes geopfert hätte, darm hätte ich, ich schwöre es, den Beweis erbracht, daß eine Infamie gegen mich begangen worden ist. Der Ministerpräsident sagt dann, er möchte nicht aus seinem Amte scheiden, bevor die Abschaffung des kongreganistischen Unterrichts endgiltig entschieden sei. Sobald das aber geschehen sei, werde er gern , gehen. Millerand wisse, daß er (Combes) in der Kartäuser- Angelegenheit seiner Pflicht als Chef der Regierung ein großes Opfer gebracht habe. Er könne sagen, daß man zwei Monate, bevor man ihn und seinen Sohn beschuldigte, von den Kartäusern eine Million erhalten zu haben, zu ihm gekommen sei, um ihm zwei Millionen an zu bieten, wenn er einen den Kartäusern günstigen Gesetzentwurf einbringe. (Anhaltende Bewegung.) Er habe davon dem Ministerrat Mitteilung gemacht, und dieser habe ihn dazu beglückwünscht., daß er im höheren Interesse der Politik schweigen wolle. Millerand kenne diese Tatsache. (Beifall links, Lärm im Zentrum.) Nachdem zwischen verschiedenen Rednern noch eine Reihe von Bemerkungen ausgetauscht wurden, verlangte der Ministerpräsident die einfache Tagesordnung. Nachdem über diesen Antrag abgestimmt ist, ergibt sich, daß die Abstimmung einer Nachprüfung unterzogen werden muß. Morliöre wünschst den Ministerpräsrdenten über den Bestechungsversuch zu interpellieren, dessen Gegenstand dieser gewesen. Der Ministerpräsident erllärt, er sei glücklich, sich von einem Geheimnis befreien zu können, das auf ihm laste. Der Generalsekretär des Ministeriums habe eines Tages eine Persönlichkeit empfmrgen, die zwei Millionen angeboten habe, wenn dem Parlament ein den Kartäusern günstiger Gesetzentwurf vorgclegt werde. Der Generalsekretär habe dieser Persönlichkeit geraten, nicht die Schwelle seines — des Ministerpräsidenten — Arbeitszimmer zu überschreiten, es könne sonst geschehen, daß er das Zimmer durch das Fenster wieder verlassen müsse. Später beschuldigte man seinen — Redners — Sohn, eine Million von den Kartäusern erhalten zu haben. Es sei eine Untersuchung eröffnet worden. Die Persönlichkeit, welche den Generalsekretär des Ministeriums aufgesucht hatte, habe sich aber geweigert, den Namen desjenigen zu nennen, in dessen Auftrag er den Schritt unternommen habe. Diese letztere Person habe sich aber dem Minister selbst genannt. Es sei der Generalkommissar der Pariser Weltausstellung. Millerand habe gebeten, im höheren Interesse des Landes hiervon nichts bekannt werden zu lassen. , Renault Morliöre drückt fern Erstaunen darüber aus, daß der Ministerpräsident nicht den Namen der Person nenne, die den Bestechungsversuch unternommen habe. Der Ministerpräsident erwidert, es sei Sache demjenigen, diesen Namen zu nennen, der diese Erinnerungen wachgerufen Hoche. , . Millera nd erwidert, er werde ein Geheimnis, das ihm aus seiner amtlichen Tätigkeit bekannt geworden, nicht enthüllen. (Anhaltende Bewegung.) , Pich art (liberaler Republikaner' sagt, wenn Combes drc zwei Millionen nicht erhalten habe, toimue das daher, daß die Kartäuser sie nicht geben wollten. Es sei angeboten worden. 300000 Francs im voraus und zwei Millionen int Falle eines Erfolges zu zahlen. . Bertrand beantragt Einleitung erner gerichtlichen Untersuchung, um den Namen der Person festzustellen, die den Bestechungsversuch machte. , .,, r Unter Zustimmung des Ministerpräsidenten beschließt das Haus, Mittwoch eine Kommission zu ernennen, die über den Bestcchungsversuch eine Untersuchung anstellen soll. Bezüglich der Jnterpellatton Bos wird mit 313 gegen 250 Stimmen die einfache Tagesordnung angenommen und daran die Sitzung geschlossen. Halter einstimmig abgelehnt. — Zn dem Gesetzentwurf über den Servistarif und die Klasseneinteilung der Orte sind dem Reichstage 253 Petitionen zu gegangen um Zuteilung von Orten in eine höhere Servisklasse, als nach dem neuen Gesetzentwurf geplant ist. So wird u. a. die Versetzung in die oberste Servisklasse A gefordert für Bergedorf, Bremer- Hafen, Essen, Freiburg i. Br., Friedenau, Friedrich sberg bei Berlin, Grunewaldkolonie, Heidelberg, Karlsruhe, Königsberg, Lichtenberg bei Berlin, Mannheim, für die Vororte von Metz, Mülheim (Rhein), Neu^Weißensee, Ober- 'chöneweide, Offenbach, Plauen i. V., Reinbeck, Rummelsburg bei Berlin, Schmargendorf, Steglitz, Treptow bei Berlin, Wandsbeck, Wiesbaden. 38 Petitionen fordern die Versetzung von Orten in der Servisklasse I. Dazu gehören Orte, die gegenwärtig der Servisklasse IV angehören. — Wie der „Vorwärts" erfährt, werden in Tilsit noch immer die Haussuchungen nach revolutionären Schriften fortgesetzt. Es soll in dem Königsberger Geheimbundprozeß bereits eine ganze Anzahl von Büchern und Druckschriften beschlagnahmt und nach Berlin geschickt worden sein. Danzig, 9. Juni. Unter dem Vorsitze des Prinzen Friedrich Heinrich fand heute nachmittag eine Sitzung oes Gesamtausschusses der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft statt. Hierbei wurde die große ilberne Denkmünze für Verdienste um die Gesellschaft übereicht an Grafen Bismarck-Ihringen, den Landeszucht- bireftor Geh. Medizinalrat Dr. Pusch-Dresden. Prof. Patzig-Marienburg und Rittergutsbesitzer Hiftnwnn Nordental (Ostpr.). Als Ort der Ausstellung 190 5 wurde München festgesetzt. Für 1906 ist Berlin sicher, doch wurde, da der vom Landwirtschaftsminister an gebotene fiskalische Platz nicht geeignet erscheint, der endgiltige Beschluß auf nächstes Jahr vertagt, ebenso bezüglich des Jahres 1907, in dem Düsseldorf, Dortmund und Münster in Frage kommen. Ans Stadt und Land. Gießen, den 11. Juni 1904. ** Personalien. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs vom 27. April d. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Schlitz Friedrich Eckhardt und Karl Guntrum, den Mitgliedern der fteiwilligen Feuerwehr zu Rüsielsheim Joh. Adam Hummel, Johann Röder und Georg Kropp HI., den Mitgliedern der freiwilligen Fabrikfenerwehr Adam Opel in Rüsselsheim, Philipp Falk H. und Peter Leopold Alt. " Wider st and gegen den Gerichtsvollzieher. In der Wolkengaffe hatte gestern der Gerichtsvollzieher eine Polizeistrafe einzuziehen. Der Bestrafte widersetzte sich der Zwangsvollstreckung so, daß Polizei herbeigerusen werden mußte. Es gab einen Menschenauflauf, der sich erst verlies, als der Schuldner seine 4 Mk. bezahlt hatte. Die Sache wird noch ein gerichtliches Nachspiel haben. ** Ein Straßenunfall. Gestern nachmittag kollidierte ein Fuhrwerk, desien Pferd durch die in der Wilhelmstraße spielende Regimentsmusik scheu geworden war und den Seltersberg herunterraste, unterhalb der Kreuzung der Liebigstraße mit einem Automobil und einem Bäckerwagen, wodurch die beiden Fuhrwerke etwas beschädigt, aber der Kutscher des durchgegangenen Pferdes durch den Anprall an den Bäckerwagen auf die Straße geschleudert wurde. Glücklicherweise kam er mit einigen leichteren Verletzungen davon, so daß er, nachdem ihm in der Klinik ein entsprechender Verband angelegt worden war, sich nach Hause begeben konnte. *• Besitzwechsel. Die G er ha rdt'sche Gärtnerei am Schiffenbergerweg (Nahrungsberg) ging für 60 000 Mk. in den Besitz des Kommerzienrats Gail über. Es wurde das Quadratmeter des Geländes mit ca. 10 Mk. verkauft. " Das Promenadenkonzert fällt morgen aus. — Stadttheater Gießen. Da die Zeit zur Entscheidung drängt, werden alle Jnteresienten gebeten, sich baldmöglichst in die Abonnementsliste der Operetten-Gaslspiele einzuzeichnen. Auch bei Herrn Ernst Ch allier werden jederzeit Abonnementsbestellungen entgegengenommen. Es ist wohl mit Sicherheit darauf zu rechnen, daß nach dem schönen Erfolg der „Bettelstudent"-Aufführung sich genügende Beteiligung am Abonnement finden wird. Da als zweite Vorstellung die Aufführung des „Zigeunerbaron" geplant ist, dürfte es interessieren, daß das Nauheimer Ensemble mit diesem Werk in Marburg einen durchschlagenden Erfolg erzielte, der den des „Bettelstudent" noch übertraf. " Das gestrige Boettge-Konzert im Neuen unroe-srontpie^ zur yerrtcyrung eines Zentral-Dcyul- gartens zu erwerben, wie er in einigen größeren Städten schon besteht. — Die Bürgermeisterei plant den Erlaß einer Polizeiverordnung zur Verhütung von Tier- guülereien beim Ausfahren von Baugruben. Wetzlar, 10. Juni. Gestern nachmittag fand im Rathaussaale eine Vollversammlung der Handelskammer statt, an der von elf Mitgliedern neun teilnahmen. Es wurde u. a. einstimmig beschlossen, es abzulehnen, mit den Interessenten des Cleebachtalbahn-Projektes Hand in Hand zu gehen, und außerdem beschloß man, der Eingabe des Lahnka n a lvereins, betreffend Aufnahme der Lahnkanalisation in die wasserwirtschaftliche Vorlage, beizutreten. Usingen, 10. Juni. Der hiesige evangelische Kirchenvorstand sucht das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, indem er als vorzügliche Aussichtsgelegenheit bei dem Gordon-Bennett-Rennen die Türmerwohnung aus der evangelischen Kirche pro Person zu 5 Mark zur Verfügung stellt. vermischte». * Köln, 10. Juni. In Parscheid entstand gelegentlich einer Tanzmusik eine große Schlägerei, bei der viele Unbeteiligte durch Revolverschüsse und Messerstiche schwer verletzt wurden. Ein Soldat gebrauchte sein Seitengewehr und brachte sechs Personen schwere Stichwunden bei. Fünf der Haupttäter wurden verhaftet. Das Gericht leitete ein Strafverfahren wegen Landfriedensbruches ein. * Meß, 10. Juni. In den Steinkohlenbergwerken der Saar- und Mosel-Bergwerksgesellschast in Karlingen bet Spittel entstand beute Nachmittag nach der Abgabe eines Sprengschusses eine Explosion schlagender Wetter. Ein Steiger war sofort t o t. Drei Arbeiter sind tätlich verunglückt. Man ist mit ihrer Bergung beschäftigt. Der Betrieb ist nicht gestört. e Brüx, 10. Juni. Dieser Tage wurde in dem Hofraume eines Gasthauses eine Pinge von 2'/, Meter Durchmesser und zwei Meter Tiese bemerkt. Gefahr für die Umgebung, ist nicht vorhanden und die Bevölkerung ist nicht beunruhigt. Die Zuschüttung der Pinge rourbe verfügt. * Rom. IO. Juni. Nach Telegrammen aus Bologna Florenz und Prato wurden dort gegen Mittag leichte Erdstöße verspürt. Trient, 10. Juni. Ein Berg stürz fand im Pineid- tale statt. Eine Person wurde getötet, zwei wurden verletzt. Weitere Bergstürze drohen. Kunst und Wissenschaft. — Der Kaiser und die Kunst. Wie das „B. Tgbl" mitteilt, wurde dem Kaiser jüngst bei der Besichttgung einer Ausstellung ein bekannter Kunsthistoriker vorgesteltt, der den neueren Strömungen der Kunst mit starker Sympathie gegenübersteht. Man hoffte vielleicht, daß sich der Kaiser mit dem Gelehrten in ein Kunstgespräch einlassen würde, doch soll das „Gespräch" ungemein kurz gewesen sein. Als der Kaiser den Namen des vorgestellten Universitätslehrers gehört hatte, begnügte er sich mit den Worten: „Machen Sie mir, bitte, gehörig Front gegen die moderne Richtung !" Darauf wandte sich der Kaiser den anderen Herren seiner Umgebung zu. Nniversstäts-Wachrichten. Freiburg, 10. Juni. Der Glückliche, der von der Frau Fortuna zum 2000. Studenten auserkoren wurde, ist der Student der Medizin Kurt Polen z aus Nossen in Sachsen. Ihm geht es hier gut. Er hat die schönst? Wohnung inne, die sich ein Student denken kann: in Dattlers Weinkneipe auf dem Schloßberg: er wird von seinen Landsleuten (auch die ihn seither nicht kannten! aufgesucht, die ihn wie einen Heiligen anstaunen: er erhält hier und dort Ehrungen mancherlei Art, — kurzum: Kurt Polenz hot es gut in Freiburg. Und wenn erst das geplante Studentenfest die akademische Jugend beisammen sieht, dann werden ihm die Augen aufgehen! Also der 2000. Student steht im Mittelpunkt der Tagesgespräche. Und da hat der Wirt vom Wiener Cafs, Herr Borchers, seinem Herzen einen Ruck gegeben, und den gemütlichen Sachsen gebeten, er möchte von ihm eine Ehrung annehmen, die ihm von ganzem Herzen komme. Polenz nahm die Ehrung an, und nun trinkt er täglich nach Tisch im Wiener Cafß seinen Mokka, er trinkt dazu ein Glas Chortteuse und raucht die feinste Havanna dazu. Dieser Nachtisch ist ihm geschenkt bis zum Schluß des Sommersemefters. Kurt Polenz kann lachen! N e w y o r k, 10. Juni. Die Universität von Wisconsin verlieh den deutschen Ausstellunqskommiflaren L e w a l d und Graf Limburg-Stirum den Dokterhut. Kerichtssaal. Mainz, 10. Juni. Vor dem Schwurgericht hatte sich heute der 44Jahre alte BürgermeiftereisekretärGg. Ant. Antweiler in Mombach wegen Unterschlagung, Betrugs und Urkundenfälschung zu verantworten. Der Angeklagte war früher Parttenvertteter am Ayttsgericht in Pfeddersheim. Dort hatte er 1895 mehrere tausend Mark seinem Klienten unterschlagen, wofür er zu 2i/2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. 1898 kam er auf die Bürgermeisterei zu 'Mombach als Sekretär. Er unterschlug in dieser Stellung 185 Mk., die er für die Gemeindekassc vereinnahmt hatte, außerdem fälschte er Anweisungen auf Schwämme und Kreide für die Volksschule in sechs Fällen und ließ sich die Beträge, etwa 400 Mark, vom Gemeindeeinnehmer auszahlen. Da die Geschworenen mildernde Umstände verneinten, wurde der Angellagtc zu 3i/i Jahren Zuchthaus verurteilt. .. Frankfurt a. M. 10. Ium. Vor dem htepgen Schöffengericht kam heute die Klage des Violin-Virtuosen Ku- belik gegen den Musik-Referenten der „Franks. Ztg.", Dr. G e h r m a n n, zur Verhandlung. Kubelik hatte wegen Beleidigung geklagt, welche er in einer Krittk Dr. Gehrmanns Uder ein Yiesiges Konzert gefunden hatte. In seiner Rezension hatte Dr. G. u. a. folgerten Satz geschrieben: „Dort hatte Jan Kubelik ein elegantes Publikum um sich versammelt, das gern die höchsten Konzertpreise gezahlt hatte, um sich an dem Anblick der überzierlichen, ephebenhar'ten Erscheinung des blöde dreinschauenden Mannes zu weiden und ihm für sein Geigenspiel Ovationen zu bereiten, wie sie nur Spezialitäten beschieden zu sein pflegen." Nach kurzer Beratung des Gerichtshofes verkündet der Vorsitzende das Urteil: Der Angellagte wird freigesprochen. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Privatkläger zur Last. Der Kläger hat seine persönliche Erscheinung durch Reklame, Bilder nsw. in den Vordergrund gestellt und in der Art seines Auftretens eine Kritik seiner Person herausgefordert. Es ist jetzt allgemein üblich, daß Künstler, Sänger usw., die sich persönlich zur Schau stellen, dem Publikum in ihrer Persönlichkeit geschildert werden. Tie Leute, die nicht im Konzert waren, wollen das lesen, weil es sie interessiert. Kubelik hätte sich wahrscheinlich auch zufrieden gegeben, wenn die Besprechung seiner Person schmeichelhafter gewesen wäre. Es ist festgestellt, daß Kubelik einen eigentümlichen Blick hat, jedenfalls einen anderen, ungewöhnlicheren, als ihn seine Mitmenschen haben. Diesen Blick hat der Angeklagte blöde gefunden. Daß er Kubelik damit hat beleidigen wollen, ist in keiner Weise festgestellt. Wenn er eine schiefe Nase besäße unb der Kritiker das mit- geteilt hätte, so hätte er ihn damit auch nicht beleidigt. Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft. Neue Reichsschatzscheine. Off nbar rff z-ös wird mitgeteilt. daß über die Begebung von verzinslichen Schatzanweisungen noch keinerlei Beschluß gefaßt wurde: es dürfte vielmehr bis zur Ausgabe solcher Scheine noch einige Zeit vergehen. Andererseits wird das Reich voraussichtlich zur Deckung seines Geldbedarfs zum 1. Juli an die Reichsbank mit unverzinslichen Schatzanweisungen herantteten und die Bank dürste einen Teil der Anweffungeu an Berliner Banken und auch in der Provinz weiter- begeben. Mannheim, 10. Juni. Die Firma Karl Leoni in Neckarau hat den Export von geripptem Tabak nach England ein stellen nrüssen, weil der englische Einfuhrzoll neuerdings auf 3 Pence für das Pfund festgesetzt wurde und die bärtigen Tabakfabriken den Tabak jetzt selbst rippen. Infolgedessen sind in Neckarau 1OO Tabakarbeiterinnen brotlos geworden. Die deutsche Industrie undder russische Krieg. Meldungen aus den westlichen Jndustriebezirken Deutschlands geben Kunde von einem Nachlassen des Exports nach den krieg- stihrenden Staaten, insbesondere nach Rußland. Die Maschinen- industric und verwandte Branchen spüren die Krisis bereits jetzt ziemlich stark. Einzelne Firmen liefern nach Rußland nur noch gegen Bar oder absolute Sicherhest. Einzig das Geschäst in Waffen und Texttlware prosperiere. Letzteres zufolge umfangreicher Bestellungen für Winterstoffe. Die Wirtschaftsverhältnisse Rußlands sind gegenwärtig recht traurig, und der kaufmännische Kredit ist ttef gesunken. Die Bezüge des Zarenreiches fußen auf Borg und wieder Borg, Barzahlung kennt der Russe nicht. Das Kreditrisiko mag aber, wie aus Obigem hervorgeht, die ausländische Geschästswelt tragen, daher Stockungen, Proteste, Insolvenzen und ähnliches. Petroleum-Zölle. Es wird gemeldet, daß die Taxe für russische Mineralöle von 10 auf 2 Mk. herabgesetzt werden soll. Ob dies stimmt, darüber läßt sich vorläustg nichts Zuverlässiges sagen. Bei einer Krittk dieser geplanten Ermäßigung der Zollhöhe für rumänisches und galizisches Rohpettoleum müßte man aber doch immer im Auge behalten, daß dies einen enormen Vorteil nicht nur für die erwähnten Pettoleumsorten, sondern auch für den deutschen Konsum bedeutet, ohne in allzu fühlbarer Weise die einheimische Petroleumindustrie zu schiüngen. Märkte. Gießen, 11. Juni. Marktbericht. Aus heutigem Wockenmarkt kosteten: Butter pr. Psd. 0.80—1.00 Mk., Hühnereier 1 St. 5—6 Psg. 2 Stck. 00—00 Psg., Gänseeier 00—00 Psg., Enteneier 7—0 Psg., Käse vr. Stck. 6—8 Pf., Käsematte 2 Stck. 5—6 Psg. Erbsen pr. Liter 21 Psg., Linsen pr. Liter 32 Psg., Taubenpr. Paar0,80—1,00 Mk., Hühner pr.St. 1,30—1,40 Mk., Hähne pr. Stück 0,80—1,70 Mk., Enten pr. Stück 77,1—2,20 Mk., Gänse vr. Pfd. 00—70 Pfg., Ochsenfleisch pr. Psund 00—80 Psg., Kuh» und Rindfleisch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60—72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00—7,00 Mk., Weißkraut per Stück 9—12 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 7,00—10,00 Mk., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Zentner 20 bis 25 Mk., in Körben 00—00 Pfg. Nüsse 100 St. 00-00 Psg. Kirschen per Pfd. 35—40 Pfg. Marktzeir 7—1 Uhr. Temperatur der Lahn und der Luft am 11. Juni 1904. Nach Reaumur gemessen mittags zwischen 12 und 1 Uhr. Wasser 17°, Luft 21°. Albert Rübsamen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, den 12. Juni 1904: Zeitweise heiter, nur im Westen vereinzelt geringe Regenschauer, sonst im allgemeinen trocken, bei kühler Nacht tagsüber wärmer. Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Neueste Meldungen. Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers. Berlin, 11. Juni. Baronin Bertha v. Suttner sprach in einer vom Frauenweltbunde einberufenen Versammlung über die Aufgabe der Frauen auf dem Gebiete der Friedensbestrebungen. Ihre Ausführungen fanden begeisterten Beifall. Oppenheim, 11. Juni. Die „Wormser Ztg." meldet: Gestern abend vertrieben in der Gemeinde Selzen die Einwohner 3 Wagen Zigeuner, zu denen sich später noch 4 andere gesellten, nach dem benachbarten Orte Wendende im zu. Die Wcndenheimer wollten die Zigeuner nicht in den Ort hereinlassen. Es kam zu einem Kampfe, bei dem die Zigeuner auf die Menschen schossen. Ein Mann erhielt vier Schüsse in den Kopf und war sofort tot, vier weitere erhielten schwere Verletzungen. Apolda, 11. Juni. Der angesehene Kaufmann Schmidt vergiftete sich mit seinem Dienstmädchen mit Cyankali. Tie Ehefrau, die von einer Reise zurückkehrte, fand beide tot in der Wohnung. London, 11. Juni. Nach Privatmeldungen aus Petersburg sollen im gegenwärtigen Sommer-Aufenthaltsorte des Zaren, in Zarskoje Selo, zwei in Tabakkisten verborgene Höllenmaschinen gefunden worden sein. Die eine wurde im Speisezimmer, die andere im Audienzsaale entdeckt. Der Mechanismus der Höllenmaschinen hat funktio- niert. lieber die Affäre wird strengstes Stillschweigen bewahrt. (Offenbar eine englische „Chinesen-Nachricht!") Paris, 11. Juni. Zur Vorgeschichte des gestrigen Zwischenfalles in der Deputiertenkammer wird folgendes berichtet: Im Laufe einer privaten Unterredung im Ministerium des Innern hatte eines Tages Lagrave, der zurzeit Kommissar der französischen Ausstellung in St. Louis ist, dem Sohn Edgar des Ministerpräsidenten angedeutet, daß jemand bereit wäre, zwei Millionen Fra ne s zu zahlen, wenn die Regierung einen für die Karthäuser günstigen Gesetzentwurf ein» bringen würde. Edgar C o m b e s hatte diese Worte, obwohl er ihnen eine Bedeutung nicht beilegte, am Mend seinem Vater berichtet und sie dann aus dem Sinn verloren. Als dann die Zeitung meldete, Edgar Combes habe von den Karthäusern eine Million erbeten und versprochen, dafür die staatliche Genehmigung des Ordens herbeizuführen, toufbe eine gerichtliche Untersuchung eingeleitet. Edgar Combes, der- sich nun der Worte Lagraves wieder erinnerte, machte von ihnen in seiner Aussage die Mitteilung, in der es hieß: „Tie Person, die zwei Millionen geboten habe, gehöre nicht den politischen, sondern den industriellen Kreisen an." Petersburg, 11. Juni Die Frage nach dem Schicksal Port Arthurs nimmt hier da§ ganze Interesse in Anspruch. An eine U n ein nehm b a rke it der Festung wird nicht mehr geglaubt. Kuropatkin berichtet, daß er von seiner Infanterie keinen Mann nach Port Arthur entsenden könne, da er seine Hauptmacht nicht zersplittern könne. Sein Augenmerk sei darauf gerichtet, die Armee Kurokis zu. vernichten, dann erst komme Port Arthur für ihn in Fragee General Stößel verfügt in der Hauptsache nur über Artilleri und Kavallerie. Petersburg, 11. Juni. An der russisch-österreichischen Grenze wurde der russische Schriftsteller Dimitri Schukowski aus politischen Gründen verhafte t. S ch u k o w s k i ist Dr. phil. der Universität Heidelberg. Die Gründe der Verhafttmg sind nicht bekannt. — Frau A. B o r m a n, die in Petersburg wegen des Versuchs, verbotene Schriften aus dem Auslande nach Rußland ein zu schmuggeln, zu 2Vs Jähren Gefängnis verurteilt worden war, ist ins Ausland geflohen. Sofia, 11. Juni. Die Pforte beharrt dabei, daß die Dynamit-Explosion in dem Eisenbahnzuge durch eine H öll enmasch ine herbeigeführt worden ist, die in einer Bücherkiste von hier äbgeschickt worden sei. Ein deswegen Verhafteter mußte wieder freigelassen werden, da es sich zeigte, daß er tatsächlich Schulbücher nach Saloniki geschickt hatte. T o k i o, 11. Juni. Nach hier eingegangenen Meldungen mußten die Japaner, als sie Dalny besetzte n,'vor allem Anderen eine verheerende Feuersbrunst löschen, durch die fast ein Fünftel der Stadt eingeäschert wurde. Eine Anzahl städtischer und anderer öffentlicher Gebäude sowie die Schule und die Eisenbahn-Station wurden von den Flammen zerstört. Das Post- und Telegraphen amt blieb unbeschädigt. Die japanischen Ingenieure machten viele in den Straßen gelegte Minen unschädlich. L. Newy ork, 11. Juni. Der Zar schenkte bet Newyorker Fondsbörse eine reich mit Silber dekorierte Vase in Anerkennung der prompten Unterbringung der russischen Anleihe. Aus gleichem Grunde hat der Zar dem Vorsitzenden der Fondsbörse einen Orden verliehen. Telephonischer Kursbericht» fr'ranktnrt a. H., 11. Juni. 37,0/0 Reicheanleihe . . 101.90 So/, do. ... 90.25 3V,°/o Konsole .... 101.80 30/, do.....90.10 a1/,0/, Heesen .... 100.00 Vli% Oberheesen . . . —.— 4% Oesterr. Goldrente . 101.10 4’/s% Oesterr. Silberrente 99.95 4% Ungar. Goldrento . . 99.60 40/3 Italien. Rente , . . 103.20 4ilt% Portugieser , . . 61.00 30/. Portugiesen.....60.00 1% C. Türken .... —.— Türkenlose......128.00 4% Griech. Monopol.-Anl. 46.80 4*/2 % äussere Argentiner 3°/0 Mexikaner .... 26.35 41/9V0 Chinesen . . . 87.75 Electric. Schuckort . . . 103.50 Nordd. Lloyd . . . . 100 40 Kreditektien . . . , . 201.30 Diskonto-Kommandit. . . 186.50 Darmstädter Bank . 137.90 Dresdener Bank . . 150.50 Berliner Handelsges. . . 152.25 Oesterr. Staatsbahn . . . 136.30 Lombarden.....16.80 Gotthardbahn.....192.00 Laurahütte......241.80 Bochum.......189.25 Harpcner .... 199.00 Tendenz: fest. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unser lieber Gatte, Vater, Großvater und Onkel Philipp Weller gestern abend sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Susanna Weller. Gießen (Dammstraße 19), den 11. Juni 1904. 03345 Die Beerdigung findet Sonntag den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes au§ statt. Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigst geliebten Gatten, unseren guten Vater und Großvater Hm« Jobs. Leüdnes* Bahnwärter i. P. im Alter von 67 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Jur Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Leidner. Gießen (Grünbergerstraße 38), den 11. Juni 1904. 5136 Die Beerdigung findet Montag den 13. Juni, nachmittags 4% Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Aufruf! Saison-Räumungs-Verkauf 6168 ML O Bahnhofstraße 58. Gietzen 58. Pfg. Mk. M. Wer bei Sprmgmann seine Schuhe kaust, ist gut bedient und spart Geld. 5128 Badenburg. 5169 Versteigerung in de* Eintritt frei. Der Vorstand. 5124 03331 Die Eröffnung meines Ladens zeige ergebenst an, und bitte um geneigten Zuspruch. ^ 5116 Damenschuhe mit Kordelsohle kostet das Paar ' . la. grau Leder Damen-Knopf- und -Schnürstiefel Die Mitglieder werden gebeten, ich an dem Festzuge des Vereins recht zahlreich zu beteiligen. Zusammenkunft P/, Uhr im Bereinslokal. bei Wieseck ist des Vormittags 10 Uhr in dem Dorfeld'schen Garten dahier und zu den Wiesen bei der Badenburg des Nachmittags 5 Uhr auf der Wieseck, den 8. Juni 1904. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. S o m m e r l a d. Bahnhofstraße . . 62 Mk. 20 000.— aus zwette Hypothek zu 4a/4% im ganzen oder getrennt zu verleihen. Offerten unter Nr. 5144 an die Expedition dieses Blattes. Dte hiesige Geschäftsstelle einer gröberen Handels- auskuuftei ift zu vergeben. Geeignete, im Auskunftswesen erfahrene Herren, welche über das notwendige Kapital von mindestens Mk. 200.— verfügen, beliebe« ihre Offerte unter ®. O. 9848 an G. L. Daube & Co., Berlin W. 8, SU richten. 5109 €. Wallenfels, Dampf-Färberei, chem. Wascherei u. Dekatur. Sonntag den 12. Juni 1994: Beteillguug au dem Festzug des Gardevereins. Zusammenkunft um 1'/, Uhr nachm. bei Kamerad Sauer. ZahlreicheBetelligung dringend erwünscht. DaS Kommando. Anzug: Tuchrock u. Helm. 51o2 08314] Eine Frau empfiehlt fich im Glauzbügeln in u. außer dem Haufe. Westanlage 64, Mans. Zum Ostend. Sonntag den 12. Juni: Grosse Tanzmusik. Eintritt frei. 103321] Eintritt frei. Ludwig Abel, Grünbergerftr.47. & Sonneborn 25 Marktstrasse 25. Waschbütten Ludwig Kohlermann IV., 5161 Bleichstraße 12. Reparaturen werd, prompt besorgt Verein gegen den Missbrauch geistiger Getränke. Kreisvereiu Gießen. Donnerstag den 16. Juni, abends 8>/2 Uhr, in der Aula der Univerfität. “ 5110 Oeffentlicher Vortrag des Herrn Prof. Dr. Sommer über: Lie etörunflcn Der Bewegtuig öurch Aikotzöl Eintritt uneutgeltlich für Jedermann. Auch Frauen sind willkommen. Der Vorstand. Kegelklub „Hut Kolz" Wieseck. Samstag den 18. und Sonntag den 19. Juni: Ojabriac« Stiftungsfest verbunden mit Bannerweihe im geräumigen Harten des Hastwirts Keinr. Kesser. Samstag den 18. Juni, abends 81/, Uhr: Konzert und gesellige Unterhaltung auf dem Festplatte. Sonntag den 19. Jnni: Weihe des Banners. Großes PreiSkegel«, Konzert, Danz und Volköbelustignngen aller Art. 515g SW* Für gute Speisen nud Getränke ist bestens Sorge getragen. Es ladet freundlichst ein ~ Das Festkomitee. Das Banner ist von der Bonner Fahnen-Fabrik geliefert und ist dasselbe zur allgemeinen Zufriedenheit ausgefallen. , _Der Vorstand. Msihrt nmii SBraunids Sonntag den 12. Juni, mittags 12,n Uhr. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. 5150 Das Kommando. Gernhardt'scher Zither- nnd Mandolinenchor Sonntag nachmittag von 4 Uhr an den neu renovierten Lokalitäten sowie neuen Halle unseres Mitgliedes C. Ruth, Seltcrshöhc. 03341 Freunde und Gönner willkommen.Der Vorstand. mit Lackspitzen in bester Ausführung —. kostet das Paar . .5 Herren-Saudaleu, gelb und rot, Größe 40 bis 46 o kostet das Paar . , O Stuhlschreinerei __ von Pb. liess kel Sonnenstratze 14. Sonnenstratze 14. AnfertigWg aller Arte» von Ltählcn, passend für jede Zimmereinrichtung. Solide Arbeit. Billigste Preise. W Silmtliche Reparaturen werden bestens ausgeiührt. 5157 seinschalig u. saft-- vlil Vüüll reich, 10-Pfund- Korb Mk. 2.50 franko, Kiste 300 Stück Alk. 9.— ab hier. [3936 Theod. Schürmann, Hamburg 23. Liebigshöhe. Sonntag den 12. Juni: GroßeTanzbcluftigung Blusen, Kostümröcke Unterröcke zu staunend billigen Preisen. Vorjährige Blusen zu jedem annehmbaren Preise. Am Tag der Sonnenwende, am 21. Juni 1904, wird die Darmstädter Studentenschaft den Grulldstna legen ;n her lange gepinnten Zismmckläule. Folgend dem Beispiel der meisten anderen Hochschulen des Deutschen Reiches will sie die Pflicht der Dankbarkeit abtragen gegen unseren Vlatwnalhelden, den gewaltigen Kanzler, dessen Mame m ]ebe§ Studenten Brust eine Fülle von Gefühlen, feurtqe ^'-Ehrung und gluwolle, dankbare Begeisterung erweckt. Einen Denkftem wollen wir errichten auf einsamer, trotziger Höhe, mitten im schweigsamen Walde, einfach und schllcht, aber wuchtig, aus gewaltigen Quadern gefügt wie für die Ewigkeit gebaut, trutzig zum Himmel ragend in Sonnenschein wie Wettersturm. Nom | füllen Dommcrberge sollen alljährlich die Flammen leuchten --wert hmem ins Deutsche Larrd. In die stillen Waldtäler des Odenwaldes soll der Schein dringen und die Begeisterung der Darmstädter Studenten hineintragen; den Anwohnem des Rheins soll er das Höchste und Edelste künden, das in uns wohnt, heiße mnrge Vateckandsliebe, deutsche Treue bis zum Tode! Um nun die Aufmerksamkeit weitester Kreise auf ihre Be- ^strebungen zu richten, beabsichtigt die Darmstädter Studentenschaft ,rn Verbindung mit der Grundsteinlegung am Montag den 20. Juni einen Fackchoog ,stnd am Dienstag den 21. Juni und Mittwoch den 22. Juni, jedesmal nachmittags von 4 Uhr bis gegen 12 Uhr, ein (Breites Waföfeft ... «u Oberwaldhaus bei Darmstadt zu veranstalten. Zu regster Beteiligung an diesem Feste ladet unterfertigtes Mn„ < dtesjahrlge Heugras Konntee und der Bismarck-Ausschuß ergebenst ein; die Darmstädter öcn hlestgen Pfarrwtesen Studentenschaft weiß, wie viele Herzen der akademischen Jugend soll nächsten Dienstag de» «ttgegenschlagen und vertraut, daß ihr Ruf nicht ungehört ver- 14. Juni d. I., vormittags -hallen wird. So richten wrr denn an alle, die mtt den Be]trebungeri 103/, »for in hem ber Darmstadter Studentenschaft übereinstimmen, die herzliche 7V '*/» 5* m bcm SJorfelb* Bitte, chr Interesse durch zahlreichen Besuch des Waldsestes zum >^cn ®actcn dahier versteigert Ausdruck zu bringen. werden. 5170 Zucker-Kranke Dr. S. Meyer’s Kurmittel (je 3% milchsaures und theo- brominsaures Trypsin, milch-" saurer u. benzoesaurer Kalk) hat glänzende Erfolge. H. St. inS.: nNach 3 Tagen waren die 5,2% verschwunden.“ M.B.in K.: „In 10 Tagen 6,5% auf 1,8 heruntergegangen.“ Prospekte d. Apoth. Lindner, Dresden A 16. Ü Statt jeder besonderen Anzeige! < 8 Die glückliche Geburt einer gesunden £ Tochter zeigen hocherfreut an j H Ingenieur Fr. ^etterhansen ü S 03320 und Frau Alice, geb. Winkler. £ L/OIIar, 8. Juni 1904. \ Verein ??Ede! weiss“ Gegründet 1892. Gegründet 1892. Am Sonntag den 12. Juni: Grosses Somnerfest auf der Schönen Aussicht. 03333 Mert, Tagz n. VolkÄklkßigNge« gier Art. OTF* Großes Preisfchießen. dÄ Entree 20 Psg. Der Vorstand. Circus-Variete Wallenda. Oswawsgarten Gießen. Sonntag nachmittag 41/, Uhr: Gießen. Eröffnungs - Vorstellung. Abends 8% Uhr: HAUPT • VORSTELLUNG. Auftreten von Luft- und Parterre-Gymnastikern, Springer, musikal. Clowns, Jongleure, Schnellzeichner, Äuustradfahrer, Tänzer, Equilibristen usw. Norsöhruns dressierter Kserde, Esel, Hnnde, Affeu, Airgeu nf®. Aufführung von Ansffattnngskücken, komischen Pantomimen. Zwischenpause» werden durch Clowns und Auguste auSgefüllt. Sämtliche Piecen werden durch gutbesetztes Orchester begleitet. Preise der Plätze: I. Rang 80 Pfg., II. Rang 50 Pfg., Gallerie 30 Pfg. Kinder die Hälfte.5153 Sonder Angebot vckn HrlkMzss'r SchkwurnkMs Frau Prof. Dr. Dingeldey. Frau Geh. Baurat Pfarr. Prof. Wieseck, am 8. Juni 1904. Dr. Drngeldey Rektor der Technischen Hochschule. Geh. Bau- Sommerlad, Büraermeister.! rat Pfarr. Gehetmerat Prof. Dr. Kiüler. Geh. Baurat Prof. --------'------------—- Landsberg. Geh. Hofrat Prof. Dr. Henneberg. Prof. Dr. Schenck. A Proieffor Putzer. Geh. Baurat Pros. Gutermuth. vKlUIlBllIliU(Qun§e ! Der Bismarck-Ausschub 6er Darmstadter Ltudeute-schaft- Das diesjährige Heuaras L $orJi6cnber' von den Wiesen der Gemeinde S Äi Ä’XYm&.S X» Ä kauf tm Papierhaus Elbert, in der Buchhandlung des jberrn 1,6,1 vUttt ti. 3. Der» iBergsträßer, in dem Cigarrengeschäst des Herrn Pfeil, Elisa- steigert werden, bethenstraße, sowie für den Tagesbedarf an der Kasse. 5123 Der Anfang zu den Wiesen 5154 Montag den 13. d. MtS., | nachmittags 3 Uhr, sollen dahier !.•« • rwm • I2llarktplatz 20 im Adler: Artmeme-Verern Art, eine Partie Schuhwaren, Zusammenkunft zum Festzug Sonntag eine Ladenkasse, zwei Schweine, nachmittag l«/4 Uhr Oswaldsgarten bei ^h„İmme Werkholz, zwei Herrn Sauer. Vereinsabzeichen, Orden!gegen bar versteigert werden, und Ehrenzeichen sind anzulegen. 5129 Gießen, den 11. Juni 1904. 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