vNn mmelsahrttag sflug Nation 02725 en. w. 06 Vo t69 int ben '.’Ut QUtf "llmelsahchag. K« irg und Weilburg 12.10 Uhr. ger Witterung lags 4 Uhr: nsiokaL Ter Vorstand. V. 1885. hrt Nachmittag mch filbors )t vom Reslauram Kodbeimerslraße. che Beleiligimg wird 429€ Der Kahrwart. rniia. AWM '• MmB i 12.10 Uhr. nntagskarie. verein ;mntliclikeit immelsabrttag tiger ÄMeruug LSflUg WWW» norgens ö Uhr vom isjenbergerlal. DttBorftand^, Tie auf LonneE n 12. vorgeiehtte ßtrtt \\W töet des ungunli'ger Y.yd i’j&t —'--1 irngauS fmtt AM iu N * T«*rÄ«e -ca/.'Wi: SiAjf&r ijtoii’1’ (jitoiiöU'J $iA6i«3 ■r, Tälnl«"«3 I“ 0-S Nr. 110 Zweites Blatt Mittwoch 11. Mai 1904 Gießener Anzeiger 154. Jahrgang Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniverstLLtsdruckerei. R. Lange, Dießen. Redaktion, Expedition ».Druckerei: Schulstr.7. Tel. Nr. 6L Telegr.-Adr. r Anzeiger Dießen, Erscheint tSglich mit iUuSnahme des Sonntags. Die „Siebener ZamiUenblätter" werden dem ^Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der »hessische Landwirt" erscheint monatlich einmal. Genera!-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Pie Heutige Yummer umfaßt 16 Seiten. vielmehr um die Einrichtung einer diplomatisch,en Vertretung Bulgariens in der Reichshauptstadt. Gießen, am 9. Mai 1904. Betr.: Die Invalidenversicherung der Hebammen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern Sie, soweit Sie mit Ihren Berichten im Rückstände sind, wiederholt an die alsbaldige Erledigung unseres Amtsblattes Nr. 3 vom 17. März 1904. _______________I. B.: Dr Kranzbühler.________________ Mkanntmachung. Betr.: Die Bestellung eines Wasenmeisters für Gießen. Jnnocenz Krack dahier, Schloßgasse 11, ist zum Wasen meist er für die Stadt Gießen bestellt und von uns amtlich verpflichtet worden. Gießen, den 9. Mai 1904. Großkwrzonliches Kreisamt Gießen. __________________I. V.: Dr. K r a n z b i"i h l e r.____________________ Amtliche Nachrichten über Viehseuchen. In einem Gehöfte zu Ober-Breidenbach (Kreis Alsfeld) sind die Backsteinblattern ausgebrochen; über dieses Gehöfte ist die Sperre verhängt. Unter dem Schweinebestand zu Bra cht (Kreis Marburg) ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Es ist Gehöftsperre an- geordnet und der gemeinschaftliche Weidegang der Schweine daselbst bis auf weiteres verboten. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der (Semarfung Gießen rechts der Lahn; hier: die Zuziehung der Fluren XVi und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchelheim. In der Zeit vom 18. Mai l. Iß. bis einschließlich 27. Mai l. Js. liegt auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim der allgemeine Meliorationsplan nebst Erläuterungsbericht und Prüfungsprotokoll von den zum Feldbereinigungsoerfahren Gießen rechts der Lahn zugczogenen Fluren XVI und XIX bis XXI der Gemarkung Heuchelheim zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt Samstag -en 28. Mai l. IS., vormittags von 9—10 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papier in Aktengröße (mindestens 1/a Bogen) einzureichen. Friedberg, den 6. Mai 1904. Der Großher'.ogliche Feldbereinigungskommissär: ____________Spam er , Kreisamtmann.____________ Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn; hier: die Arbeiten des II. Abschnittes von dem zugezogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim. In der Zeit vom 14. l. Mts. bis einschließlich 27. l. Mts. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim die Arbeiten des II. Abschnittes von dem zum Feldbereinigungsverfahren Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teile der Gemarkung Heuchelheim, nämlich: 1. 4 Bonitierungskarten, 2. 1 Band Gütergeschosse, 3. 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse, 4. 1 Band Besitzstandsverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet statt: Samstag, 28. Mai l. Js., vormittags Von 9—10 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu begründen, und auf Papier in Aktengröße (mindestens x/4 Bogen) einzureichen. Friedb erg, den 10. Mai 1904. Ter Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: Spam er, Kreisamtmann. Politische Tagesschau. Hohe Besuche. Man schreibt uns aus Berlin: Von oen weiteren Auslandreise n Kaiser Wilhelms darf einstweilen nur diejenige nach Belgien als feststehend gelten. Eine Nord land fahrt ist nicht in Betracht gezogen, weil sie alljährlich in das Reiseprogramm aufgenommen ist. Nach den bisherigen Bestimm- ungen wird der Kaiser im Laufe des nächsten Monats in Brüssel eintreffen. Ist dieser Besuch auch in erster Linie als eine Erwiderung des von König Leopold am 27. Januar in Berlin abgestatteten anzusehen, so dürfte er doch seinen besonderen politischen Zweck haben. Man geht wohl nicht fehl, wenn man ihn in Zusammenhang bringt mit den Verhandlungen zwischen Deutschland und dem Kongostaat über die Ki v nse e-Grenz fr age. Deutschland hat ein Interesse an dem baldigen Abschluß der Verhandlungen, der ihm voraussichtlich das Ostufer erhalten dürfte. König Leopold hat jedenfalls namens der kongostaatlichen Regier- ung das entscheidende Wort zu sprechen. Der erste fremde Regent, der im Lause dieses Sommers in Berlin erwartet wiä>, ist Fürst Ferdinand von Bulgarien. Sein Besuch hat mit der Orient frage nichts zu tun, es handelt sich Gouverneur Leutweiu. Bleibt Gouverneur Leutwein auf seinem Posten in Deutsch-Südwestafrika? Ist der Oberst verstimmt durch die. Entsendung des Generals v. Trotha, oder ist dies nicht der Fall? Noch immer lveiß man nichts Sicheres. Die „Nordd. Allg. Ztg.", vom Kolonialamt inspiriert, kann, wie wir schon in unserem heutigen Morgenblatt kurz erwähnten, auch nicht positiv melden: Leutwein bleibt. Das offiziöse Blatt erblickt nur einen „unlösbaren Widerspruch" in der gestrigen Depesche — die unsere kolonialen Kreise alarmieren mußte — über die Rücktrittsabsicht Leutweins. Der „Lokalanz." betont, daß jene Nachricht nicht auf den Gouverneur zurüötzuführen ist. Der Absender der Depesche habe seine Quellen in einem nicht veröffentlichten Zusatz näher charakterisiert, um jeden Verdacht von sich zu weisen, als ob etwa sein Telegramm Mittel zu einer in Sudwest- asrika angezettelten Jnrrigue sei. Wir unsererseits meinen: zu einer Jntrigue sind doch Wohl die Zeiten zu ernst! Mer wir verstehen nicht, daß Leutwein, wie es den Anschein hat, züerst die Ernennung Trothas mit Erklärungen beantwortete, die hier als Einverständnis aufgefaßt worden sind, und späterhin Verstimmungen sich hingab, die jedenfalls zeitweilig zum Entschluß des Rücktritts führten. Die Meldung des ,Lokalanz." wird immerhin von Personen gewährleistet sein, die von Leutwein fettift entsprechende Aeußerungen vernommen haben. Von amtlicher Stelle wird zweifellos unverzüglich Anfrage an den Gouverneur ergangen sein, was es mit der gestrigen Depesche auf sich habe. Man rann nur dringend wünschen, daß demnächst die bündige und jeden Zweifel ausschließende Antwort Leutweins ein trifft, daß er auf seinem höchst ver- antwortungsvollen Posten ansharrt._____________________ Die Kolendeöatte im preuß. Avgeordnetenöause. Berlin, 10. Mai. Zur Beratung steht die erste Lesung des schon vom Herrenhause angenommenen Ansiedlungsgesetzes. — Abg. v. Con- rad lfrk.) bestreitet, daß die Tätigkeit der Ansiedlungskommission zur Vermehrung des polnischen Grundbesitzes geführt habe. Er erllärt eine allmähliche Vermehrung der deutschen Bauern- stellen für wünschenswert. — Abg. Glatze! (nl.) erllärt das prinzipielle Einverständnis seiner Fraktion mit dem Gesetzentwurf und beantragt zwecks Beratung der Einzelbeiten Einsetzung einer Kommission von 21 Mitgliedern. — Abg. Roeren sZtt.) erllärt namens seiner Partei, diese habe schwere Bedenken gehabt durch den § 13 b. Dadurch charakterisiere sich die Vorlage als ein weitestgehendes Gesetz gegen die Polen. Seine Partei lehne gerade deshalb den Entwurf ab, weil sie glaube, daß er im Widerspruch stehe mit der preußischen Verfassung und der Reichsgesetzgebung. Durch das Gesetz soll es den Polen unmöglich gemacht werden, in ihrer Heimat Grund und Boden zu erwerben. Denn jede polnische Ansiedlung widerspreche den Zwecken des Ansiedlungsgesetzes. Wie stimme das mit dem Artikel der preußischen Verfassung, daß alle Preußen vor dem Gesetze gleich sind. Gegen die polnischen Volksbanken könne man doch deutsche errichten, dazu brauche man doch dieses Gesetz nicht. Die polnische Bevölkerung sei innerhalb des preußischen Staatsgebietes rechtlos. Ein Teil der vom Lande vertriebenen Bauern werde in der Stadt als erdrückender Konkurrent der deutschen H a n d w erke t auftreten. Der andere größere Teil aber werde ins Industrie- Proletariat herabsinken und aus Erbitterung über seine elende Lage zur Sozialdemokratie kommen. Seine Partei könne umsoweniger dem Gesetz zustimmen, als es tatsächlich ihre Glaubensgenossen zu Gunsten Andersgläubiger vertreibe. — Minister Frhr. v. Hammer st ein erllärt, es wäre vielleicht richtiger gewesen, wenn der Vorredner den Mund nicht so voll genommen hätte. Wenn der Ausdruck zu scharf sei, wolle er ihn zurücknehmen. Die Bestimmung, die vorliege, beschränke auch in keiner Weise das Recht, Grundbesitz zu erwerben. Uebrigens bestimme § 111 deS Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch, daß die landesgesetzlichen Vorschriften unberührt bleiben, die im öffentlichen Interesse das Eigentum beschränken. Das Ansiedlungsgesetz sage auch nicht ein Wort gegen die Polen; es sei nur zur Stärkung des Deutschtums geschaffen. Auch natf? diesem Gesetz soll die Gründung von polnischen Kolonien gar nicht verboten, sie soll nur unter eine gewisse Kontrolle gestellt und dort untersagt werden, wo sie allgemeinen Interessen des Deutschtums zuwiderläuft. Die Polen müssen lernen, auch unter den preußischen Staat sich zu Heugen. Redner verliest mehrere von einem National-Komitee in Russisch-Polen verbreitete Aufrufe, die auffordern, das Zarentum zu stürzen und den größeren Haß gegen dasPreußentum zurückzudrängen. Der Minister gibt zu, daß das Gesetz indirekt ein Kampfgesetz gegen die Polen ist, aber wir müssen nach dem Grundsatz verfahren: Videant eousules, ne guid detrimeuti capiat res publica! — Abg. Dr. v. Starzynski (Pole) führt aus, der Titel des Gesetzes müßte eigentlich lauten: Gesetz betr. Erschwerung resp. vollständige Verhinderung der privaten Ansiedlungen in den polnischen Provinzen. Durch dieses Gesetz wolle man die Polen verhindern, eine Scholle da zu erwarben, wo die Gebeine der Eltern und Ureltern liegen. Wenn das Haus dieses Gesetz annehme, so beweise es damit, daß es die Ideale der Gerechtigkeit und des Wohlwollens unter den einzelnen Nationen aber nur als Ideale betrachten und in der Praxis brutale Gewalt anwenden. ,,Wir lassen uns nicht schrecken." — Landwirtschaftsminister v. Pod- b i e l s k i erklärt, die Polen hätten die Ansiedler zu ihren Heloten gemacht und ihre materielle Abhängigkeit polittsch ausgenutzt. Die Konttalle der Ansiedlungsbanken seien häufig sehr rigoros. Der einzige Zwecke des Gesetzes sei, dieser ungesunden Parzellierung entgegenzutreten, durch welche die Leute in Hörigkeit kommen von politischen Parteien. Er, Redner, wäre gern bereit, das Gesetz auf alle Provinzen auszudehnen. Es handle sich in der Tat um ein Ausnahmegesetz, das Haus werde aber zugeben müssen, daß es berechtigt sei. — Abg. P e l t a s o h n (fr. Vg.) hat mit seiner Partei verschiedene Bedenken gegen die Vorlage, die in der Kommission zu prüfen fein werde. Die Bestimmungen des § 13 a seien ür seine Partei unannehmbar. Das Unwesen der Ansiedlungs- banken, soweit es bestehe, zu bekämpfen, sei seine Partei bereit, aber nicht durch Ausnahmegesetze. Daß es sich hier um ein Ausnahmegesetz handle, werde jetzt allseitig zugegeben. Der Erfolg des Gesetzes sei außerdem nach jeder Richtung hin illusorisch. Den Polen sei es nicht verwehrt, von dem deutschen Erwerber das Gut zu kaufen. Durch ein solches Ausnahmegesetz merbe der polnischen Agitation, die alle verurteilen, nur neue Nahrung zugeführt. — Präsident v. Kröcher schlägt vor, die Debatte ab- zubrechen und die Sitzung zu vertagen. — In persönlicher Bemerkung wendet sich Abg. Roeren (Ztr.) sehr scharf gegen die Bewertung des Ministers v. Hammerstein, daß er den Mund zu voll genommen habe. Landwirtschaft. (c.) Darmstadt, 10. Mai. Die 14. ordentliche (S en erat* Versammlung der Z e n t r al g e n o ss e n s ch a f t der hessischen landwirtschaftlichen Konsumvereine, G. m. b. H. zu Darmstadt, findet kommenden Montag, 16. d. M. in Darmstadt, Fürstensaal, statt. Wir entnehmen dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1903, daß der Genoffenschaft am Ende des Jahres 108 Mitglieder angehörten, darunter 102 Genossenschaften und Vereine. Der Gesamt-Warenbezug im Jahre 1903, bestehend aus: Hilfs-Dünger, ffraftfuttermittel, Kohlen, Sämereien, Torfstreu, Schwefel, ff iipfervitriol usw. betrug 397 430 Zentner im Werte von 1227 970,60 Mark. Wir entnehmen einer vergleichenden Zusammenstellung zwischen dem Jahre 1896 und dem Jahre 1903, daß der Gesanckbezug in 1903 um das Doppelte gestiegen ist und daß hierbei hauptsächlich künstliche Dünger, Sämereien und Kohlen beteiligt finb, während der Verbrauch an Kraftsuttermittel einen kleinen Rückgang erfahren hat, welcher hauptsächlich mit der Entwickelung der Viehhaltung, namentlich in der Provinz Rheinhessen, zusammenhängt. Der Verbrauch an künstlichen Düngern ist um das 2’A fache dem Quantum nach gestiegen; der Verbrauch an Kalidünger, letztere auf Kaintt reduziert, um fast das 6 fache. Die Geschäftsguthaben der Genossen Ertrugen am Ende des Jahres 16 274 Mark, die Übrigen Reserven 71 667,38 Mk. und somit der Bettag der eigenen Betriebsmittel 87 941,38 Mark. Der im Jahre 1903 erzielte Gewinn läßt nach dem Anttage des Auffichtsrates, neben einer angemessenen Dotierung der Reserven, eine Waren-Dividende von 3 Prozent zu. Im übrigen wird der Verlauf der Geschäftstätigkeit in dem Berichtsjahre im allgemeinen als befriedigend bezeichnet. Arveiteröeweguug. Berlin, 11. Mai. Die Bäckergesellen beschlösset mit 2863 gegen 104 Stimmen heute in den An 8 sta nd zu treten. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur hessische« Wahlreform. Großen-Lindelr, 11. Mai. Geehrter Herr Redakteur! Gestatten Sie mir gütigst nochmals das Wort. Jrn hessischen Landtag wird in der Regel nur eine Lesung vorgenommen und dann endgiltig abgestimmt. Ausnahmsweise wurde bei Beratung der Wahlrechtsvorlage eine zweite Lesung beschlossen und hierbei habe ich nicht gegen die direkte Wahl gestimmt, wohl aber bei der erster: doch nichts geltenden Lesung, und wenn ich dies tat, so war ich damit kein Gegner der direkten Wahl, vielmehr wollte ich damit bekunden, daß ich gegen diese Vorlage überhaupt bin und zwar aus folgen-, dem Grunde: die Stadt Gießen hatte bei der letzten VolkSzahumg 25 757 Einwohner. Bringt man Studenten, Soldaten, die Insassen der Kliniken und Gefängnisse in Abzug, so bleiben rund 22 000 übrig. Gießen-Land hatte damals 22 867 Einwohner. Mithin ist die Bevölkerung der beiden Wahlbezirke gleich groß. Nach der Vorlage sollte Gießen-Land leer ausgehen, Gießen- Stadt aber einen zweiten Abgeordneten zur zweiten Kammer bekommen. Damit nicht genug, auch in die erste Kammer sollten drei Städtebürgermeister berufen werden: daß dabei ganz mit Recht die Provinzialhauptstadt berücksichttgt worden wäre, dürste selbstverständlich sein. ) Da auch ein Mitglied des Senats der Landes-Univ ersitat Sitz und Stimme in der ersten Kammer hat, so saßen vier Bewohner der Stadt in der Ständeversammlung und der gleich große Landbezirk hätte nur eine Stimme gehabt. Man darf sich, nach meiner Ansicht, also nicht wundem, wenn ich bei der ersten Lesung gleich gegen den grundlegenden Artikel stimmte. Ich bin kein Gegner der dttekten Wahl, verlange aber „gleiches Recht für alle". Hochachtend! Le un. Anm. d. Red. Also nur aus „Freundschaft" für die Stadt Gießen hat Herr Leun sich bemüht, die volksfreundliche Wahlreform zu Falle bringen, ohne Rücksicht daraus, daß das Gesetz für das ganze Land gilt Heißt das wirklich nach dem Grundsätze gehandelt: Gleiches Recht für alle? Ich Halte es für meine Pflicht, im Interesse einer großen Anzahl Gießener Familien, auf die unerhört hohen Fleischpreise hier in Gießen hinzuweisen. Trotzdem Gießen inbezug auf Lieferung dieser landwirtschaftlichen Produkte äußerst günstig liegt, dann auch die meisten hiesigen Metzgermeister ihren Bedarf direkt beziehen, mithin Zwischenhändler vermieden werden, kann man sich wirklich nicht genug wundem, wenn man die jetzt sehr niedrigen Einkaufspreise mit den in gar keinem Verhältnisse dazu stehenden hohen Verkaufspreisen zu vergleichen Gelegenheit hat. Während es in anderen Städten dem Mittelstände vergönnt ist, bei den heutigen geistigen, wie körperlichen Anforderungen im Kamps ums Dasein sich diese Hauptnahrung noch des öfteren zu leisten, wird gerade hier in Gießen der Kentere Mann schwer getroffen, da das Fleisch nur eine teure Delikatesse für ihn ist. Wäre es nicht angebracht, so sich die Hiesige Stadtverwaltung einmal dieser Angelegenheit annähme und auf die Fleischerinnung einen entsprechenden Druck ausübte? Ä. B. Etwas verspätet zwar, aber noch rechtzeittg, geht uns folgendes niedliche Eingesandt zu: Der Verfasser des „Eingesandt" vom Freitag vor. Woche, welcher den Anblick in der Tür stehender Ladeninhaber nicht vertragen kann und obendrein von diesen, bet Grußregel entgegen, den Gruß zuerst verlangt, begibt sich am besten zur Beruhigung seiner herabgestimmten Nerven in die Sommer-Frische. Was die in demselben Eingesandt empfohlene Arbeitseinteilung anbelangt, so kann man dem Einsender wohl mit dem Stichwort aus dem „Nachtasyl" antworten: „Keine Ahnung." Hausfrauen gebrauchet Kondensierte AipenmUch Nestle voller Rahmgehaft.________überall Räufliefi. 408 Prospekt. Blnm. Mk. 2110000.- Aktien der Eisenwerke Lollar Aktiengesellschaft zu Lollar Stück 2110 ä Mk. 1000.— jede Nummer 1 bis 2110. Die .Eisenwerke Lollar, Aktiengesellschaft", wurden am 28. März 1895 unter der Firma „Eisenwerke Hirzenhain vormals H. R. BlldeniS" gegründet und am 10. Slpctl 1895 in das Handelsregister eingetragen. Das Attienkapital betrug Mk. 1 000 000.—. Am 4. Juli 1895 erwarb die Gesellschaft die Mam-Weser-Hütte zu Lollar, nahm die Firma .Eisenwerke Hirzenhain & Lollar" an und erhöhte ihr Aktienkapital auf Mk. 2 250 000.—. Mit diesem Aktienkapital wurden alsdann folgende Aenderungen vorgenommen: 1. Am 8. Dezember 1898 wurden Mk. 1 000 000.— 6%tge Prioritäts-Aktien neu geschaffen und Mk. 500 000.— Stammaktien in Prioritäts-Aktien umgewandelt, sodaß das Aktienkapital aus Mk. 1 500 000.— 6°/0igen Prioritäts-Aktien und Mk. 1 750 000.— Stammaktien bestand. 2. Am 30. April 1900 wurden die Prioritäts-Aktien um Mk. 250 000.—, also auf Mk. 1 750 000.— vermehrt, und 3. am 28. April 1903 die Stammaktien um Mk. 1 150 000.— durch Annahme an Zahlungsstatt auf den Kaufpreis des verkauften Hirzenhainer Werkes reduziert, die restlichen Stammaktien im Betrage von Mk. 600 000.— in Mk. 360 000.— Aktien zusammengelegt und diese mit ihren Rechten den Prioritäts-Aktien gleichgestellt, sodaß jetzt das Aktienkapital Mk. 2 110 000.— beträgt, und eingeteilt ist in 2110 Aktien ä, Mk. 1000.—, welche auf den Inhaber lauten und völlig gleichwertig und gleichberechtigt sind. Am 28. Mpril 1903 hat die Gesellschaft das Hirzenhainer Werk zum Buchpreis von Mk. 1 340 000.— verkauft, die Firma „Eisenwerke Lollar, Aktiengesellschaft" angenommen und ihren Sitz in Lollar genommen. Diese Aenderungen und Beschlüsse sind in da§ Handelsregister zu Gießen am 7. Mai 1903 eingetragen. Das verkaufte Hirzenhainer Werk hatte folgende Erträgnisse: 1899 1900 1901 1902 Verlust Mk. 24 638.12 und des Aufsichtsrates Zweigniederlassungen im In- und Ausland unter der 25 000 Tonnen Gießerei-Roheisen I Alsdann werden 4% des eingezahlten Grundkapitals in Abzug gebracht und unter die Aktionäre 1900 8% 6% Mk. 1 750 000 20 000 16 000 Eisensteine Gußwaren 1902 6% 0% Eingezahltes Aktienkapital Mk. 1 750 000 Eingezahltes Aktienkapital Mk. 1 750 000 . 1 750 000 Neuanschaffungen im Betrage von Mk. 1 529 161.— ausgeführt worden. Der sich immer mehr ausdehnende Umsatz in Gußwaren hat die Gesellschaft veranlaßt, zur Zeit wiederum größere Neubauten vorzunehmen, welche im Laufe dieses Sommers fertiggestellt sein werden. Alsdann wird die Produktionsfähigkeit betragen: Reingewinn Mk. 36 763.50 Reingewinn Mk. 32 565.78 Der durch die Zusammenlegung des Aktienkapitals erzielte Gewinn diente zur Bestreitung Verlust Mk. 74 731.65 der Kosten der 1908 aufgenommenen Anleihe und zu außerordentlichen Ab- und die Verwertung der Nebenprodukte. In Ausführung ihres Zweckes kann die Gesellschaft auf Grund BeschluffeS des Vorstandes „ gleichen oder einer besonderen Firma, Kommanditen und Agenturen errichten oder sich bei anderen Unternehmungen in jeder gesetzlich zulässigen Form beteiligen. Die Gesellschaft besitzt Eisensteingruben in den Bergrevieren Wetzlar und Weilburg und die Main-Weser-Hütte zu Lollar. Auf letzterer ist -ein im Jahre 1899 neu erbauter Hochofen, umfangreiche Eisengießereien, eine Radiatoren- und eine Schlackensteinfabrik in Betrieb. Die Produktionsfähigkeit und der Absatz der einzelnen Abteilungen ist seit 1899 erheblich gesteigert worden und es sind in den letzten fünf Jahren Erweiterungen bezw. Zahlungen nach Verhältnis der Zeit, seit welcher sie vor Jahresschluß erfolgt sind, berücksichtigt. Von dem verbleibenden Reingewinn erhält der Aufsichtsrat eine Tantieme von zwölf Prozent. Heber die Verwendung des Restes des Reingewinnes entscheidet die Generalversammlung. In den letzten fünf Jahren hat die Gesellschaft folgende Dividende verteilt: 5 000 000 St. Schlackensteine. Die Arbeiterzahl beträgt gegenwärtig rund 1000 Mann. Die Gesellschaft besitzt ferner in Lollar eine Cementfabrik, welche sie zu Anfang dieses Jahres außer Betrieb setzte, da sie da? ihr zugewiesene Kontingent bei der Süddeutschen Eementverkaufsstelle vorteilhaft verkauft hat. Es fließen der Gesellschaft durch diesen Verkauf Mk. 500 000.— bar zu, welche in gleichen Jahresraten innerhalb der nächsten 10 Jahre zahlbar sind. Schließlich ist die Gesellschaft Licenzempfängerin für bestimmte Gußartikel in Oesterreich, Ungarn, Rußland, Italien und der Schweiz. Die Dauer der Abgabe beträgt ab 1903 zehn Jahre und es sind Mindestbeträge garantiert worden. Die Gesellschaft glaubt, die jährliche Einnahme aus diesen Licenzverträgen auf mindestens Mk. 50 000.— pro Jahr veranschlagen zu dürfen. Die Dauer der Gesellschaft ist nicht auf eine bestimmte Zeit beschränkt. Die Dividendenscheine sind zahlbar: in Lollar an der Kaffe der Gesellschaft, , Frankfurt a. M. bei der Deutschen Genoffenschafts-Bank, Soergel, ParrisiuS & Co. A.-G., „ , bei den Herren Baß & Herz. Nicht erhobene Dividenden verjähren innerhalb vier Jahren vom 31. Dezember des Jahres an gerechnet, in welchem dieselben fällig waren zu Gunsten der Gesellschaft; jedoch soll demjenigen Aktionär, welcher den Verlust der Dividendenscheine seiner Aktien vor Ablauf obiger Frist angemeldet hat, die auf den nicht vorgekommenen Dividendenschein entfallende Dividende nach Ablauf der Verjährungsfrist gegen Quittung ausgezahlt werden. An den vorgenannten Stellen erfolgt auch jeweilig die kostenfreie Aushändigung neuer Dividendenbogen, die Anmeldung für die Generalversammlung, sowie die erroaige Ausgabe neuer Aktien. Alle Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen Im Deutschen Reichsanzeiger und in der Frankfurter Zeitung. Zum Nachweise rechtzeitiger Bekanntmachung soll jedoch in allen Fällen die rechtzeitige Bekanntmachung in dem Deutschen Reichsanzeiger genügen. Sofern nicht mehrmalige Bekanntmachungen durch das Gesetz ober durch die Statuten vorgeschrieben sind, genügt die Einmalige. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus mindestens drei und höchstens sieben Mitgliedern, welche von der Generalversammlung gewählt werden. Alljährlich scheiden auf den Tag der ordentlichen Generalversammlung zwei Mitglieder aus und zwar die beiden Dienstältesten. Bei gleichem Dienstalter entscheidet das Las. Die Ausscheidenden sind wieder wählbar. Gegenwärtig bilden den Aufsichtsrat die Herren: Friedrich Schiele in Gießen, Vorsitzender, Otto Philipp in Berlin, stellvertretender Vorsitzender, Geheimer Kommerzienrat Hugo Buderus in Hirzenhain, Direktor Carl Eckhard in Frankfurt a. M., A. Seyberth in Wiesbaden, Alfred WeinschenkmFrank- furt a. M., Max Wertheimer in Frankfurt a. M. Der Vorstand besteht nach der Bestimmung des Aufsichtsrates aus einem oder mehreren Mitgliedern. Die Mitglieder des Vorstandes werden durch Beschluß des Aufsichtsrates ernannt und entlassen. Der Aufstchtrat kann auch stellvertretende Vorstandsmitglieder ernennen. Die Anstellung der Vorstandsmitglieder ist jederzeit widerruflich, unbeschadet ihrer Ansprüche aus den Anstellungsverträgen. Gegenwärtig ist Herr Herm. Steinecke in Lollar alleiniges Vorstandsmitglied. Die ordentliche Generalversammlung der Aktionäre sindet in den ersten fünf Monaten auf dem Werke ober in Gießen ober in Frankfurt a. Rt. statt. Die Einlabung zu derselben erfolgt durch einmaliges Ausschreiben nach den Vorschriften des H. G. B. in den Gesellschaftsblättern, welches so zeitig erschienen sein muß, daß mindestens zwei Wochen für die Hinterlegung der Aktien frei bleiben; gleichzeitig ist die Tagesordnung bekannt zu geben. Bei der Berechnung der Frist von zwei Wochen werden der Tag der Bekanntmachung und der Tag, bis zu dessen Ablauf die Hinterlegung zu geschehen hat, nicht mitgerechnet. * In gleicher Weise erfolgt die Einberufung jeder außerordentlichen Generalversammlung, mit Ausnahme derjenigen, welche über Auflösung und Liquidation zu beschließen hat, für welche eine Berufungsfrist von mindestens 4 Wochen vorgeschrieben ist. Jeder Aktionär, welcher an der Generalversammlung teilnehmen will, hat spätestens am dritten Werktage vor der Versammlung — den Tag derselben nicht mitgerechnet — seine Mtien bei den in der Berufung namhaft zu machenden Stellen bis zum Schluffe der Generalversammlung zu hinterlegen und bei der Hinterlegung ein nach Gattung und Nummern der Aktten geordnetes Verzeichnis einzureichen. Statt der Aktien können auch von der Reichsbank oder anderen vom AuffichtSrate bestimmten Bankinstituten oder von einem deutschen Notar ausgestellte Hinterlegungsbescheinigungen, aus welchen Gattung und Nummern der Aktien ersichtlich sein müssen, hinterlegt werden. Gegen die Hinterlegung der Aktien ober Hinterlegungsscheine wird dem Hinterleger eine auf seinen Namen lautende und die Zahl der ihm zustehenden Stimmen bezeichnende Legitimationskarte erteilt. Mit vorstehender Maßgabe gibt in der Generalversammlung jede Aktie eine Stimme. DaS Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Aufsichtsrat beschließt alljährlich zu der am 31. Dezember von dem Vorstände aufzunehmenden Inventarisation unb Bilanz, im Einvernehmen mit bem Vorstände, welche Beträge für Abschreibungen und Rückstellungen aus dem Bruttoüberschuß zu verwenden sind. Der bilanzmäßige Reingewinn ist, nach Genehmigung der Bilanz durch die Generalversammlung, wie folgt zu verwenden: Mit 5°/0 zum gesetzlichen Reservefonds so lange, als dieser Fonds den zehnten Teil des Grundkapitals nicht überschreitet, zu von der Generalversammlung etwa zu be- schreibungen. Gegenstand deS Unternehmens ist die Herstellung und Verwertung van Metall-, insbesondere Eisenfabrikaten, die Gewinnung und Nutzbarmachung van Bergbaumaterialien schließenden außerordentlichen Abschreibungen und Rückstellungen, zur Auszahlung der vertragsmäßigen Tantiemen an den Vorstand. verteilt. Hierbei werden im Laufe des Geschäftsjahres geleistete Ein- iqn1 EingezahlteS Aktienkapital 1899 Eingezahltes Aktienkapital auf die Prioritätsaktien: 6°/0 p. r. t. Mk. 1 500 000 Stammaktien: 4% „ 1 750 000 6% , 1 750 000 4% „ 1 750 000 unb 1903: 8°/0 aus Mk. 2 HO 000 einheitliches Attientapital. Die Dividende ist am 14. Mai a. c. zahlbar. Aktiva. gugo'tf r „Ää Hflt WM zuqang m io% W Abgang dm Abgang dm 6% SbW "^Bestand am Abgang bür- Sebäuder Bestand am Zugang in 1 Uebernahme । Abgang bind 2% M-Hr«! Hochofenanlage: Wand am 107o Abschr« Sileise, Wegübe Bestand am Zugang in 1 Uebernahme i Abgang bind Außerordentl' 10% Abschr- Sasbeleuchtungr Bestand am Abgang bun Aekkische Belei Bestand am 10% Abschr Maschinen und und Trockene Bestand am Zugang in Uebernahme Ucbertrag ai Abgang Mir 10% Abschr Uttnfllltn unt> S Bestand am : Zugang in 1 Uebernahme i , M° Abgang in ' „ Mni 10% Abschr Pferde und Wa Bestand am Zugang in Abgang bun 257o Abschr Modelle und Fr Bestand am Zugang in Uebernahme Abgang bur _ 107o Abschi Maltosen,Llnlag Bestand am diente und © Bestand am Abgang but kmentsabrik: Bestand am Zugang in Austerordeni Jy,nt# >b am in Die Bilanz- und Gewinn- und Verlust-Rechnung für das Geschäftsjahr 1903 lauten wie folgt: Amva. Mkanz per 31. Dezemöer 1903. Grundstücke: Bkstand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... Abgang durch Bkrkauf Hcrzenham .... Grubenberechtfame r Bestand am 1. Januar 1903 ..... ca. 10% Abschreibung...... Stollenanlagenr Bestand am 1. Januar 1903 ..... 20% Abschreibung ....... Tiefbauanlager Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... 10% Abschreibung....... Wasserkräfte: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... Wehranlagenr Bestand am 1. Januar 1903 ..... Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... 5% Abschreibung....... Sandgruben r Bestand am 1. Januar 1903 ..... Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... Gebäude: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 . ... JC 1898.24 Uebernahme vom Bau-Konto . . „ 1000.33 401340 13273 i 71 25 JC 414613 121870 * 96 62 JC 292743 68256 14927 34827 92000 35284 644653 163558 28135 16591 447432 81080 4996 126238 1 316685 33097 100116 225708 160283 8320 61547 931342 690 4554 5000 74197 4 34 99 04 70 42 72 32 40 40 67 83 23 79 12 03 06 96 66 39 79 63 19 Aktienkapital: Bestand am 1. Januar 1903 Vorzugsaktien........ Stammaktien ........ Abgang in 1903 a. 1150 St. Stammaktien als teilweiser Kaufpreis des Hirzenhainer Werkes....... b. 240 St. Stammaktien lt. General-Dersammlungs-Bc- schlufses vom 28. April 1903 ..... Anmerk.: Die verbliebenen 2110 St. Aktien sind gleichberechtigt. Anleihe von 1895: -'-«-stand am 1. Januar 1903 . . . Rückzahlung in 1903 . . ..... Anleihe von 1903: Zugang in 1903 ....... schulden: In laufender Rechnung...... Ausgelaufene Zinsen der Anleihe von 1903 Nicht eingelöste Koupons der Anleihe von 1895 . Nicht eingelöste Obligation der Anleihe von 1895 Restlöhne aus Dezember...... Frachtkredite aus Dezember..... Ausgelaufene Berufsgeuossenschafts-Veiträge Reservefonds: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... Rücklagen: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... Abgang in 1903 ....... Penfionöfonds........ Bürgschaft n . ....... Netto-Gewinn . . . . . jfC 1750000 1750000 d JC 3500000 1390000 2110000 1100000 301268 64561 10251 10000 74197 301992 * 01 76 61 30 38197 500 45 1150000 240000 76256 8000 99 18658 3731 80 76 18145 471 19 231 1185000 1185000 — 38697 3869 45 75 59466 22325 89 40 159000 ■67000 — 191428 18990 112 510 34530 39595 13100 77 50 97 77 37141 1857 49 07 1088271 2898 80 57 8000 8000 — 657809 13156 92 20 55622 8939 59 Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... 2% Abschreibung . . . . . Hochofenanlage: Bestand am 1. Januar 1903 ..... 10% Abschreibung....... Gcleise, Wcgüberführungen re.: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 JC 8219.03 Uebernahme vom Bau-Konto . . „ 172.41 1091170 433360 37 45 44758 8391 94 44 18616 8364 42 81 181731 18173 47 15 r • i 51261 20000 55 r * * Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... Außerordentliche Abschreibung..... 10% Abschreibung....... Gasbeleuchtungsanlage: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... Elektrische Beleuchtungsanlage: Bestand am 1. Januar 1903 ..... 10% Abschreibung....... Maschinen und maschinelle Apparate, Dampfkessel und Trockenanlagen rc.: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 . ... JC 9754.16 Uebernahme vom Bau-Konto . . „ 25627.71 53150 1888 38 83 / 1 1 541241 35381 22 87 31261 3126 55 15 17386 17386 29 29 18434 1843 89 49 497147 49714 41 74 Ucbertrag auf Utensilien-Konto . . Jt 243.63 Abgang durch Verlauf Hirzenhain . „ 79232.05 576623 79475 09 68 10% Abschreibung....... Utensilien und Werkzeuge: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 . ... JC 3573.11 Uebernahme vom Bau-Konto . . „ 706.91 „ Maschinen pp. „ . . „ 243.63 107764 4523 08 65 90089 9008 81 98 Abgang in 1903 . JC 355.02 „ durch Verkauf Hirzenhain . „ 21842.90 112287 22197 73 92 10% Abschreibung....... Pferde und Wagen: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... 25% Abschreibung....... Modelle und Formkasten: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 . ... JC 30155.80 Uebernahme vom Bau-Konto . . .. 6031.92 5726 1800 37 6661 1665 63 40 7526 864 37 74 257259 36187 48 72 140265 14026 32 53 Abgang durch Verkauf Hirzenhain .... 10% Abschreibung....... Kalkofen-Anlage: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Patente und Gebrauchsmuster: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Abgang durch Verkauf Hirzenhain . Cementfabrik: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Außerordentliche Abschreibung..... ca. 5% Abschreibung ...... Arbeiter-Wohngebäude btfl. Grundstücke: Bestand am 1. Januar 1903 ..... 2% Abschreibung....... Im Bau begriffene Anlagen: 1. Rippenrohr-Fabrik: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Zugang in 1903 ....... Uebernahme auf: Gebäude-Konto .... Geleise pp. „ .... Maschinen pp. „ .... Utensilien pp. „ .... Modelle pp. „ .... ?. Gießerei-Neubauten: Zugang in 1903 ....... Warcn-Borräte........ Mate ialien-Vorräte....... Kassa-Bestand........ Wechsel-Bestand........ Außenstände inkl. Bankguthaben .... Uebertrag auf Rücklagcn-Konto .... Kautionen und Kautions-Effekten .... Anlehenö-Tilgung: Bestand am 1. Januar 1903 ..... Rückzahlung in 1903 ...... Vorausbezahlte BersicherungS-Prämien Beteiligung an Gesellsch ft zur Errichtung von Wohnhäusern m. b. H. in Lollar . Bürgschaften....... 293447 153181 20 88 477710 2552 35 34 2001 2001 .— 480262 147921 69 58 25935 7603 59 69 332341 15655 11 99 33772 675 48 45 33539 33539 28 28 1000 172 25627 706 6031 33 41 71 91 92 100116 06 936960 5618 65 02 184 184 35 35 3972270 68 3972270 68 i Arbeitsnachweis der Stadt Gießen Äarteustraße 2 (SfirgermeiftereigebSube) Zimmer Nr. 14. Der Arbeitsnachweis hat die Aufgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern (Arbeitern jeglicher Art, Dienstboten und Lehrlingen) unentgeltlich Arbeit zu vermitteln. An den Werktagen von 8 bis 1 Uhr und von 8 biß 6 Uhr geöffnet. Es lönneu eingestellt werden: 4314 2 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Heizer, 2 Schneider, 2 Maler und Anstreicher «auswärts), 1 Hausbursche, 1 Staubursche, 1 Köchin Qr darük MUg eingetretene -Whig feien. Submissionsholzverkauf, von Bllchcnbrenn-^und Kohlholz. Aus den Domanialwaldungen der Großh. Hess. Oberförsterei Schotten sollen ca. 817 rm Buchcnschcitholz, 726 rm Buchen- knüppel und ca. 1000 rm zn Kohlholz geeignete Buchen- reifer auf dem Submissionswea abgegeben werben. 4287 Gebote sind bis zum 25. Mai 1. Js. schrifttich bei der unterzeichneten Stelle einzurerchen. Wegen Auskunfterteilung bezügl. der Dimensionen, Qualität des Holzes rc. wende man sich an den Großh. Forstwarl -inend) zu Gichelsachsen, welcher auch zu einer cd ent. Besichtigung des Holzes zur Berlügung fleht Schotten, den 7. Akai 1904. Grotzherzogliche Obersörsterei Scholten. Seidel. kort an ’S* ein,dt bei !°lgrün-^Klichten. alte U >eilt. Ä^ieni H be8 S. ln | Sä’? der» ar-e«1,;* \ Nin a hf( ÄLrvr smz fei’ llild x Die Gesellschaft hat im April 1903 eine 4%°%ige mit 102% rückzahlbare Anleihe in Höhe von Mk. 1 100 000.— ausgenommen. Die Tilgung derselben erfolgt ab 1905 spätestens innerhalb 27 Jahren durch planmäßige Auslosung; die Anleihe ist an erster Stelle hypothekarisch eingetragen und zwar mit Mk. 1 200 000.— auf die im Großherzogtum Hessen bclegenen Grundstücke und mit Mk. 150 000.— auf diejenigen, welche im Königreiche Preußen belegen find. Sonstige Hypothekenschulden bestehen nicht. ,ri .... . r ,, Bau- und Betriebsstörungen, durch ivelche die Ertragsfähigkeit des Unternehmens für längere Zett wesentlich beeinträchtigt worden ist, find m den letzten 3 Jahren nicht eingetreten. Gründerrechte oder zu Gunsten einzelner Aktionäre bedungene besondere Vorteile bestehen nicht. Eisenwerks Lollar Aktiengesellschaft zu Lollar zum Handel und zur Notiz an der Frankfurter Börse zugelassen worden. Von diesen Aktien könnenMk. 960 000.— nur mit Genehmigung der Unterzeichneten vor dem 1. Mal 1905 Gast-u.Logierwirtschaft „Site Post“ Einem verehelichen Publikum von Gießen und Umgebung dir ergebene Mitteilung, daß ich obige Wirtschaft übernommen habe. Mit der Bitte um freundliche Unterstützung meines Unternehmens versichere ich meine werten Gäste der sörgfältigsten Bebienung. Set Verabreichung nur reiner Weine, guten Bicrcü und prima Speisen und Getränken rverde ich mich ganz besonders befleißigen. Hochachtungsvoll Wil Ei. Schneider. N. B. Mache die Interessenten noch auf meine Stallnngei aufmerksam. Bei schlechtem Wetter Unterkunft für 6 Gespanne Eingang kann auch von der Brandgasse aus erfolgen. 02731 Ml I !**<***' Vor einiger W««i eine »* süc deren ArbeM «I* her Summen nid)t wei Ierichten aus bet sendung einer groß iionb nahm, weil on Felde selbst t>5 unter den 1 I fin Handwerk erl M unzweckmäßig geh' ' 1 lärnpfende zu veriti 1 Mßpotten hat mc | -on Soldaten, die I iiihcen können, gen chn Arbeitern an Wwerde führte/ Me, so muß zum I -?nooltung hiermit I'i itn 260 Italiener Züdwestafrika eing< Leute engagiett un mtschlossen, weil i sthr gut vettragen gebenden Hause öi Deutsche. Auf Grund des vorstehenden Prospektes sind Korn. EL LVWDDI der I ber ^ertnö 1 ^Eichska E L Sor P«n Gtrnt§' die SB unschuldig । I "miee'lt d«- »M I einer A ™ü, ' di' b« * Ä^taIhon Sy ""IbtrntT’lee bli -iw. ,'t^eQter = y JC M 103571 13919 4 43 96 'M 22181 117491 59581 9596 70 39 90 47 72078 42 20000 147921 58 167921 58 240000 — 8000 _ 3731 76 3869 75 1857 07 13156 20 18173 15 3126 15 1843 49 49714 74 9008 98 1665 40 14026 53 15655 99 675 45 144504 66 301992 30 855348 42j